Ihre Meinung zu: Deutschland droht EU-Prüfverfahren wegen Exportüberschuss

5. November 2013 - 17:33 Uhr

Jahrelang wurde Deutschlands Wirtschaft für ihre Exportstärke gefeiert. Nun gelten die Überschüsse plötzlich als Problem. Vorige Woche gab es einen heftigen Rüffel aus Washington. Nun droht die EU den Deutschen sogar mit einem Prüfverfahren.

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Kommentare

Brüssel

"Deutschland muss wegen seiner Exportstärke Ärger aus Brüssel fürchten".
.
Ich bin sicher nicht so gut über EU Recht informiert wie manch anderer.
Aber diese Aussage ist in meinen Augen völliger Blödsinn.
Unser einer bezahlt ja auch keine Strafen wenn er besser Arbeitet wie sein Kollege. Wieso sollte Deutschland das dann tun?
Und wer bekommt das Geld, wenn es denn soweit kommen würde?

Hallo! Hier soll ein Land

Hallo!

Hier soll ein Land bestraft werden weil es
wirtschaftlich gut da steht ,mit dem erwirtschafteten Überschuss und dem Geld der deutschen Steuerzahler die EU
vor dem Bankrott rettet.
Was denkt sich Brüssel eigentlich???
Da kann man nur der neuen Partei AfD recht geben - aus aus dem Euro raus aus der EU.

Oldman1

langsam kommt es an...

...zumindest in den Medien. Die wachstumsvernarrten CDU- und FDP-Politiker klopfen sich schon seit Jahren gegenseitig als Exportweltmeister auf die Schultern. Dass dafür andere Länder hart bezahlen mussten (z.B. Griechenland) ist denen natürlich Schnuppe.

Was bedeuten schon Volkswirtschaftliche Zusammenhänge, wenn man aus populistischen Sprechblasen Nutzen ziehen kann.

Schöne Welt

Wenn man schon ein Lad bestrafen muss wenn es zu viel exportiert. Gibt es das eigentlich andersherum auch ?

Die EU sollte eigentlich ruhig sein. Schließlich erwirtschaftet der Export indirekt deren Geldmittel der nächsten Jahre.

Sonst haben sie aber Recht. Die Binnennachfrage muss JETZT steigen

Überschuss genauso schädlich wie Schulden

Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe aus diesem und ähnlichen Artikeln den Eindruck, dass die tagesschau Redaktion mehrheitlich die Kritik des Auslands nicht nachvollziehen kann und eher eine ungerechtfertigte Bestrafung des Musterschülers sieht. Kann ja auch sein, dass von D ein Ansporn ausgeht, es können auch andere Dinge *eventuell* zutreffen. Ich fände es aber Klasse, wenn auch öfters Mal ein deutliches Statement dazu kommt, dass ohne solche "Eventuells" ein dauerhafter Leistungsbilanzüberschuss haargenauso schädlich und auf Dauer auch unmöglich ist wie dauerhaftes Schulden machen (weil es einfach die andere Seite ist). Und dass das (erstmal) nichts mit Bremsen zu tun hat, sondern nur mit Investition und Konsum anhäufen statt Auslandsschulden anhäufen.

Überschuss

nicht zu glauben ... die Industrie erwirtschaftet am Bürger und an der Regierung vorbei, einen irren Überschuss, kassiert enorme Gewinne, der Bürger zahlt dann die Strafe der übergeordneten Instanz.

Export Überschuss

Ja klar, nach Brüssels Willen sollten wir weniger exportieren. Wann wachen die Wähler auf. Wählt endlich die Anti EU Partei. Erst wohlen die anderen EU Länder uns zwingen deren Schulden zu übernehmen, und nun sollen wir unsere Exporte drosseln. Noch was bitte? Es ging doch Früher auch. Ein bisschen Europa wie zu Zeiten der EWG und keine Zoll-Hürden langt doch.

Soll sich Deutschland dafür

Soll sich Deutschland dafür entschuldigen, dass unsere Waren gefragt sind oder besser noch den Kunden im Ausland sagen, dass sie nichts kaufen können wegen der EU. Wie wärs wenn die EU diese Länder ermahnt deren Wirtschaft nur an den hängt wie in GB.

Es wird nicht der bessere Arbeiter bestraft

@17:45 anti-gegen-alles
Es wird nicht der bestraft, der besser als seine Kollegen arbeitet. Genauso wie eine Einzelperson darf auch eine gute Volkswirtschaft es sich gut gehen lassen.

Bestraft wird der Kollege, der so toll arbeitet, dass er für alle anderen mitproduziert (soweit wäre das nur dumm, aber noch machbar) und dann für die anderen immer höher auflaufende Schuldenlisten führt.

Das ist es, was nicht geht - die anderen haben keinen Anreiz, weil es mit Schulden machen ja auch geht, und der tolle Arbeiter wird an die Schuldenlisten irgendwann selber nicht mehr glauben - dann kollabiert es: für alle.

Wirtschaft

Interessant, dass hier einige Politiker noch nicht so richtig verstanden haben, dass eine Volkswirtschaft zumindest im Kapitalismus doch aus vielen verschiedenen Unternehmen besteht. Und diese werden nicht vom Staat gesteuert. Also ist auch nicht "Deutschland" daran schuld, wenn die Unternehmen zu viel exportieren. Von freiem Wettbewerb scheint man wohl nicht mehr zu viel zu halten. Vor allem da Deutschland beim Spezialmaschinenbau, Chemikalien und Großmaschinen Überschüsse erzielt. Sollen wir die also selbst konsumieren, im Inland?
Oder sollen wir anderen Firmen verbieten, deutsche Produkte zu kaufen? Die EU macht sich mit solchen Äußerungen so kurz vor der nächsten Wahl sicher keine Freu(n)de ...

Es wird gesagt,

Deutschland hätte den ausgeprägtesten Niedriglohnsektor in Europa. Das kann man für wahrscheinlich halten. Unsere Exporterfolge beruhen außer auf Qualität und Innovation auch auf maßvollen "Lohnstückkosten, und seitdem diese im Griff der Unternehmen sind, gab es diesen Auftrieb im Export. Der Mindestlohn ist der erste Schritt, und er wird den Binnenmarkt sehr maßvoll beleben, denn die Menschen, die ihn dann bekommen quälen sich noch immer an der Armutsgrenze entlang. Die Lohnkosten werden immerhin dorthin geschoben, wo sie hingehören, in die Wirtschaft, weg von den Sozialtöpfen.
Und dass wir einen enormen Investitionsstau haben im öffentliche Raum , dass kann jeder sehen. Aber das haben andere EU-Staate auch. Das Geld für die Autobahnen wollen einige jetzt extra einsammeln trotz 50 Mia. € jährlich aus den Kfz-Steuern. Es ist also richtig, uns auf die Finger zu schauen. Wir sind nämlich nur die Einäugigen unter den Blinden.

Purer Neid

Anders kann man es nicht sagen.

Deutschland ist eins der wenigen Länder die dafür sorgen das die EU nicht völlig pleite ist.

Und dafür wird man gerügt?

Naja, die EU ist wichtig und Deutschland bzw. seine Steuerzahler werden dafür zahlen um die Götter in Brüssel nicht zu verärgern.

So, wie D sich dafür entschuldigt das man erfahren hat das GB und USA auf jegliches deutsches Recht pfeifen und D ausspionieren

Ist doch einfach zu regeln

Wenn Deutschland eine Strafe für zu hohe Exportüberschüsse zahlen muss, dann muss man im Gegenzug die Zahlungen an die EU um die gleichen Beträge kürzen.

Dann ist eben mal kein Geld für die EZB oder irgendwelche Hilfsfonds da.

Exportüberschuss zu begrenzen ist Idiotie!

Auf eine solche Idee zu kommen dass man Deutschland dafür bestrafen will weil die hiesigen Unternehmen so viel Waren exportieren ist schon ziemlich krank!
Bei vielen der exportierten Waren sind europische Firmen als Zulieferer für Baisprodukte beteiligt. Wenn man also diesen Export begrenzt dann bestraft man auch Unternehmen in anderen europäischen Ländern.
Das ist Krank!
Soll etwa die deutsche Regierung deutschen Unternehmen verbieten Waren und Dienstleistungen in andere europäische Länder zu liefern??
Das ist Krank!
Jeder Unternehmer hat das Recht seine Produkte zu verkaufen!
*
Und jeder Arbeitnehmer hat das Recht auf Arbeit, auch in Exportunternehmen!
*

Deutschland droht EU-Prüfverfahren wegen Exportüberschuss

Ja, geht´s denn noch? Wie grotesk soll denn die EU noch werden? Deutschland hat schon immer sehr stark exportiert. Na und? So ist unsere Wirtschaft. Andere Länder exportieren weniger stark bis wenig. Na und? So ist deren Wirtschaft. Die Gründe waren und sind vielfältig. Aber seit dem Euro gilt die Planwirtschaft. Am Soll vorbei wird abgestraft, so oder so. Alles muß einheitlich werden, die Unterschiede verschwinden. Völlig an der Realität vorbei. Wie irre! Einzig und allein daß die Lohnentwicklung und Arbeitsstrukturen bisweilen an die Zeit des Manchester Kapitalismus erinnern ist leider wahr. Das kann Brüssel nicht regeln sondern die deutsche Politik und Tarifautonomie.

Z (T)ollhaus

Welchen Strafzoll gibt es für den Exportüberschuss aus Brüssel an völlig verfehlten, und wirklichkeitsfremden Beschlüssen?

Ausgeglichene Handelsbilanz

Mir wäre es lieber, Deutschland würde weniger exportieren, sondern mehr importieren. So würde es dem Süden wirtschaftlich besser gehen und unsere Target 2 Salden wären auch niedriger.
Was nutzt der schönste Export, wenn die Waren am Ende nicht bezahlt werden?

@ Medien Mogul Zitat:Was

@ Medien Mogul
Zitat:Was bedeuten schon Volkswirtschaftliche Zusammenhänge, wenn man aus populistischen Sprechblasen Nutzen ziehen kann.

8,50 Euro Mindestlohn bedeutet ca. 240 Std. arbeit im Monat
um halbwegs leben zu können.
Dann soll der Fleiß auch noch bestraft werden und diese Strafe
wird natürlich von den Steuergeldern bezahlt wie denn auch sonst.
Ich denke das sie noch nie richtig ,schon gar nicht für 8,50 Euro
gearbeit haben.
Es kann auch sein das ich sie falsch verstanden habe.

Oldman 1

EU tadelt den Export-Europameister

Leider sind aber die deutschen Handelsbilanzüberschüsse die Schulden der anderen

@ 17:56 von mami

Sie schreiben:
"Überschuss genauso schädlich wie Schulden
Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe aus diesem und ähnlichen Artikeln den Eindruck, dass die tagesschau Redaktion mehrheitlich die Kritik des Auslands nicht nachvollziehen kann und eher eine ungerechtfertigte Bestrafung des Musterschülers sieht."
*
Diese Kritik des Auslandes ist nicht nachvollziehbar!
Es wäre ein Witz wenn die gute erfolgreiche Arbeit deutscher Unternehmer und Arbeitnehmer bestraft bzw. durch Verordnung gebremst werden sollte.
Möchten Sie dass wir weniger exportieren und dafür ein paar hunderttausend Arbeitsplätze abschaffen?
In der Industrie und Dienstleistung wird in Deutschland sehr gut verdient und damit meine ich auch die Arbeitnehmer wie man bei eurostat nachlesen kann.
Quelle:
http://url9.de/MNV
*
Und trotz dieser deutlich höheren deutschen Einkommen in diesen exportorientierten Bereichen sind deutsche Produkte international wettbewerbsfähig!

Hat warscheinlich mit Wirtschafts-spionage

zu tun!!
Da es schwieriger geworden ist ,das tchnische know how ueber spionage zu bekommen,muss man jezt auf andere weise agieren damit D nicht zu stark wird?

Bußgeldzahlung wegen zu großer Ausfuhren?

Die spinnen in Brüssel und die Amerikaner sind wirtschaftspolitisch ohnehin nicht mehr ernst zu nehmen.
Die Einen kaufen, kaufen, kaufen und torpedieren ihre Staatsschulden in nie da gewesene Höhen, bezahlen mit wertlosen Schuldscheinen (TARGET 2) und wollen den Anderen, besser wirtschaftenden, besser aufgestellten und qualitativ hochwertig produzierenden noch mit einem Bußgeld zur Ordnung rufen.
Natürlich hat das auch mit Dumpinglöhnen in Deutschland zu tun, aber eben nicht ausschließlich.
Hört man Merkel und ihren selbst ernannten Wirtschaftsexperten zu, ist der zur Religion mutierte Wirtschaftswachstums-Wahn nie groß genug.
Wenn Bußgeldzahlungen tatsächlich durch Deutschland zu zahlen sind, dann gefälligst durch die ausführenden Unternehmen und nicht aus dem Steueraufkommen.

Oldman1

Sie haben recht. Zum ersten mal lese ich das jemand wegen seiner Leistung geügt wird. Dazu noch kommt das DE ist stärkste Retter für andere Länder die in Wirtschaftsschwierigkeiten gerieten. Der AfD muss man recht geben - raus aus der EU.

Schwacher Artikel

Um solche Kommentare, die hier mehrheitlich zu lesen, sind zu vermeiden, wäre es angebracht gewesen, den Leuten (die in der Mehrzahl wohl keine Ökonomen sind) auch mal verständlich zu erklären, was ein solcher Exportüberschuss überhaupt bedeutet. Eben weil das nicht passiert ist, ist dieser Artikel wirklich schlecht, liebes Tagesschau-Team.

EU=Abbau von Handelsschranken

Die EU bzw. EG wurde uns doch explizit angepriesen, dass sie dem Abbau von Handelsschranken dient und damit den Wohlstand mehrt. Tut man es dann und handelt intensiv, ist es auch wieder nicht recht.

Nein, die EU führt zu Neid und Streit. Die aktuelle Diskussion über deutsche Handelsüberschüsse beruht auf der Mißgunst unserer europäischen "Freunde".

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende

Um es mit Herrn Lindners (designierte FDP-Vorsitzender) Worten zu kommentieren:
Dem Rüffel aus Washington nicht zu folgen wäre "das Kündigungsschreiben für die transatlantische Partnerschaft".
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Also meiner Meinung nach hat das blinde Hinterherlaufen hinter Mächtigeren bzw. die falsch verstandene Germanentreue den Deutschen bisher keine Pluspunkte gebracht, wie die meisten nach dem Zusammenbruch 1945 erkennen mussten.
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Von daher halte ich es mit Goethe: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Brüssel eben

Ist doch normal: Die allmächtige EU sucht mal wieder nach einem Vorwand, uns Deutschen noch mehr Kohle aus der Tasche zu ziehen als ohnehin schon. Sollen einfach still sein und sich darüber freuen, daß wir immer wieder die gleiche EU-hörige Politbande wählen, die uns immer noch nicht aus dem Diktat der Pleitegeier entlässt.
Der EU-Sumpf gehört ein für allemal ausgetrocknet, besser noch, man verlässt ihn, bevor alles untergeht. Unsere abgehalfterten Politchaoten müssen wir nicht zwangsläufig in Brüssel endlagern, die kann man auch getrost im Lande beaufsichtigen.

Logische Konsequenz

Wenn ein oder mehrere Staaten in Europa bzw. auch der Welt einen Exportüberschuß erwirtschaften, dann wird in anderen Ländern logischerweise weniger exportiert und mehr importiert. Eigentlich logisch, daß dann in diesen Ländern die Wirtschaft einbricht und die Arbeitslosigkeit steigt, siehe Griechenland etc. Trotzdem ist es ein totaler Witz, auf der einen Seite Deutschland für die jahrzehntelange Mißwirtschaft anderer EU-Staaten zur Kasse zu bitten und andererseits zu verlangen, den Export zu drosseln. Woher kommen denn die Hilfs-Milliarden? Wenn ich als EU-Staat merke, daß meine Wirtschaft kränkelt, dann muß ich sie konkurrenzfähig machen und nicht so weiter machen wie bisher. Dies hätte schon vor Jahrzehnten geschehen müssen. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und Deutschland soll seinen Export drosseln und gleichzeitig Hilfs-Milliarden locker machen :-).
Auf Wiedersehn Euro-Zone !

Lösung

Eine einfache Lösung: Sagen wir die EU ist der Meinung das Deutschland 30% zu viel mit Export verdient. Also kürzt Deutschland einfach seine Zahlungen an die EU um 30%, schließlich will die EU ja nicht vom "bösen" Geld Deutschland verdienen.

zur Erklärung:

Die meisten Leute hier wissen wohl nicht, dass hohe Exportüberschüsse nicht gut sind, denn irgendjemand muss diese Güter ja auch kaufen und wenn man davon Abhängig ist auch dafür Schulden aufnehmen.

Nun befinden wir uns in Europa aber in einer Währungsunion und Länder mit Exportdefizit sind nicht mehr in der Lage ihre Währung abzuwerten. Die Schulden steigen also und nun geben die reichen Euro-Länder den weniger starken also Hilfskredite um Sie wieder in die Lage zu versetzen unsere Exporte zu kaufen.

Daher ist es doch sinnvoller gleich einen ausgeglichenen Außenhandel anzustreben, anstatt andere Länder von Krediten abhängig zu machen und sie per Auflagen zur Zerstörung ihrer Sozialsysteme und zur Privatisierung zu zwingen.

detaillierter kann man sich das ganze von Herrn Flassbeck hier erklären lassen:
http://xxx.kontext-tv.de/node/257

("xxx" durch "www" ersetzen)

Gute Vorschläge!

Was haben uns die ganzen Überschüsse gebracht?
Wir müssen halb Europa retten, die Preise steigen seit Jahren stärker als der Durchschnittslohn und die Infrastruktur verfällt.
Vielleicht haben ja EU und USA zusammen doch recht?

Wir zahlen das meiste in der

Wir zahlen das meiste in der EU und halten mit unserem Geld das Chaos am laufen und sollen jetzt dafür bestraft erregen, das wir eine gute Wirtschaft haben? Haben die eigentlich einen an der Waffel, so langsam reicht der EU Schwachsinn.

Ich bin Fassungslos

Wie lange schon gibt es das Sprichwörtliche "Made in Germany"...???
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Wie lange schon sind deutsche Produkte im Ausland geschätzt, und auch begehrt...?
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Ich sehe es schon kommen: "Tut uns leid, liebe Italiener. Kauft euch lieber einen Fiat, Alfa oder Lancia.
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Tut uns leid liebe Franzosen. Eure Renaults, Peugeots und Citroens tun es auch. Kauft euch lieber so einen Pkw.
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"Wir wissen, dass unsere Produkte begehrter sind, und später einmal einen sehr hohen Wiederverkaufswert haben, aber:
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Wir dürfen nicht. Kauft lieber einheimische Produkte...!!!
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Dieses Thema gepaart mit dem Überwachungsskandal lässt mich so langsam glauben, dass nicht die BRD, sondern die DDR überlebt hat...!

@anti-gegen-alles

Naja, Deutschland hat mit den anderen EU-Staaten Verträge. Hier verpflichtet man sich, politisch gegen allzu große Ungleichgewichte vorzugehen, da dass das gesamte Gleichgewicht in der EU ins wanken bringen kann, was scheinbar schon geschehen ist.

@Enceladus

"Wenn man schon ein Lad bestrafen muss wenn es zu viel exportiert. Gibt es das eigentlich andersherum auch ?"

Ja, das gilt auch andersherum. Es geht um Gleichgewichte in der Wirtschaft. Hier muss die Politik entsprechend Gegensteuern. Dazu hat sich auch Deutschland in entsprechenden Verträgen bekannt.

Na siehste, so geht freie Marktwirtschaft!

Iss schon reichlich komisch: wenn man Genschrott aus den USA etc. kaufen soll, dann sülzt jeder von der "Freien Marktwirtschaft", kaum läuft das anders, als Uncle Sam und seine Alliierten das mögen, dann gibt´s nen Rüffel.
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Die Amerikaner exportieren ihre Inflation dank Rekordgeldentwertung weltweit und gönnen sich so selbst einen saftigen Einkaufsrabatt auf ihren Superkonsum samt Superumweltverschmutzung und Superressourcenverschwendung nebst Superkriegskosten, alles im Namen der "Freiheit".
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Und nu wollen se uns anne Karre fahren, weil wir mehr arbeiten als wir konsumieren, was man ja auch sparen nennt. Also ganz klar: Sparen VERBOTEN!
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Also singen wir luschtisch: Wir versaufen unsre Oma ihr kleins Häuschen, und dann haben uns wieder alle lieb!

Vollkommen korrekt

"Nun gelten die Überschüsse plötzlich als Problem."
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Nein, sie galten schon immer als Problem. Seitdem moderne Wirtschaftswissenschaften den Merkantilismus des Mittelalters abgelöst haben. Das ist auch sehr leicht zu verstehen: Überschüsse resultieren in Defiziten (es geht ja nicht anders). Und das führt wiederum zu Spannungen oder gar Konflikten (auch ohne Euro). Alles bekannt, alles gewusst. Das Michel davon nichts weiß ist klar, aber zumindest die Experten hätten es wissen müssen die dem Michel den Floh ins Ohr gesetzt haben. Der Journalismus hat auch hier völlig versagt.
.
Der Irrsinn zeigt sich schon daran, dass die Strafgrenze für Überschüsse weitaus höher liegt als die für Defizite. Warum, wenn sich doch beides quasi spiegelt? Die Antwort ist einfach: Deutschland, in seinem Wahn, glaubte man müsse nur Defizite Sanktionieren, und hat auch seinen Einfluss geltend gemacht. Das der Michel zahlen muss stört mich nicht. Es hat ihn auch niemand gezwungen den Unsinn nachzuplappern.

@coweye

"Soll sich Deutschland dafür entschuldigen, dass unsere Waren gefragt sind oder besser noch den Kunden im Ausland sagen, dass sie nichts kaufen können wegen der EU."

Wenn man das genau liest, wird Deutschland ja nicht gerügt, weil es zu viel exportiert, sondern weil es den so erworbenen Reichtum nicht so verteilt, dass in Deutschland mehr konsumiert wird (werden kann). In dem Fall würde der Exportüberschuss automatisch schrumpfen. Im Übrigen sind das Teile der Verträge, die Deutschland selbst mit ausgehandelt und unterschrieben hat und keine willkürlichen Maßnahmen aus Brüssel.

Für alle die es nicht

Für alle die es nicht begreifen:
Export bedeutet waren aus dem Binnenmarkt in einen anderen Markt zu bringen. Erstmal ist das eine nette Sache (Gewinn). nimmt das ganze aber überhand heißt das, dass jener andere Markt in Probleme kommt. Lokale Anbieter können nicht mehr verkaufen, Arbeitslose dort steigen, etc. Im extrem fall kollabiert der Markt in den wir so schön exportiert und den wir so schön geschröpft haben.
Ist unser export Anteil zu groß reißt das unseren eigenen Markt runter und das ganze Konstrukt freier Markt bricht zusammen.

Was meint ihr warum es die 3. Welt so schwer hat? Ein Teil der immer wieder in der Kritik steht ist das wir mit billigen Spenden von allem möglichen den lokalen Markt kaputt machen und lokale Bauern etc. Schlecht verlaufen können.

Endlich!

Erst konkurriert man mit dem größten Niedriglohnsektor in Europa die ganze EU kaputt, wobei man nebenbei noch Millionen der eigenen Bevölkerung verelendet und dann empfiehlt man als Sahnetörtchen noch oberlehrerhaft den anderen, doch dem deutschen Modell zu folgen.

Einfach nur peinlich und tragisch, was die sogenannten deutschen Wirtschaftsexperten so von sich geben.

da hat die EU doch tatsächlich mal recht

Was die Leute hier nicht schnallen ist:
a) die Exporte in die PIIGS Staaten bringen uns null, da wir den PIIGS das Geld schenken mit dem sie unsere Waren kaufen!
b) durch den Euro der eine Aufwertung unserer Kaufkraft verhindert, leben wir unter unserem Niveau.

Wir sollten aus dem Euro aussteigen oder zumindest das, was wir produzieren, selbst konsumieren, da hätten wir mehr davon!

@Bernd1

"Exportüberschuss zu begrenzen ist Idiotie!"
.
Dann erklären Sie bitte welcher reiche Geldgeber gewillt ist Devisen in das Land zu überweisen. Ich glaube kein Land will das Dauerhaft, und wäre auch unmöglich. Nicht vergessen, dass aus den Arbeitern oft in der Geschichte Soldaten wurden wegen aggressiver Wirtschaftspolitik. Was glauben Sie denn wieso jeder Erstsemester den Wert einer ausgeglichenen Handelsbilanz eingetrichtert bekommt?
.
"Und jeder Arbeitnehmer hat das Recht auf Arbeit, auch in Exportunternehmen!"
.
Aber nicht auf Bezahlung, weil sonst die Handelsbilanz ausgeglichen wäre und niemand sich beschweren würde.. Wie gesagt: Erst Geldgeber finden, dann Exportüberschüsse. Die USA werden in Zukunft ihren Bilanz auszugleichen versuchen, und China ist noch lange nicht bereit die Lokomotive zu spielen.
.
Die Kernfrage ist also wer für Deutschland Schulden macht, wenn wir weiter unter unseren Verhältnissen leben wollen.

Der Lehrer zu klein Fritzchen in der Schule :

"Fritzchen, Du bist ein sehr fleissiges Kind. Du kommst im Unterricht sehr gut mit, bist sehr Lernfähig, und meldest Dich oft zu Wort."
.
"Aber ich mache mir Sorgen, dass Deine Schulkameraden mit dem Unterrichtsstoff nicht hinterher kommen."
.
"Deshalb verlange ich von Dir, dass Du deinen Fleiss etwas herunterschraubst."
.
"Ich habe keine Lust, dass am Ende des Schuljahres drei Viertel der Klasse wegen Dir sitzenbleibt."
.
"Denn das fällt dann auch auf mich zurück."
.
"Also Fritzchen, bleib doch einfach mal ein paar Tage zu Hause. Ich melde mich dann, wenn Du wieder loslegen darfst."
.
"Nicht böse sein, Fritzchen. Aber ich muss halt möglichst die ganze Klasse durch dieses Schuljahr bringen."
.
.
So oder ähnlich kann es sich zugetragen haben...!

Lohndumping als Erfolgsstrategie

Das Problem sind nicht die Exportüberschüsse an und für sich, sondern die Frage, wie man diese erreicht hat. Nämlich mit Lohndumping und Reallohnverlusten.

Der Traum Europa

Der Traum vom Vereinten Europa wird immer mehr zum Alp-Traum.
Die EWG hat sehr lange gut funktioniert bis Brüssel angefangen hat unsinnige verordnungen (Paternoster, Glühbirnen, Bananen u. s. w.) aufzudiktieren.
Durch die schaffung der gemeinsamen Währung ist das Chaos vollkommen.
Der wunsch das jedes Land etwa gleich viel Ex- und Importiert wird sich nie erfüllen.
Europa wird uns noch um die Ohren fliegen.

Redaktion bitte Aufklärung

@18:40 Bernd1
Die Tagesschau will (denke ich) in erster Linie berichten, was in der Welt so gesagt wird, ohne eine eigene Meinung zu vertreten. Artikel über D Exportüberschüsse zeigen aber immer wieder, wie bei einem so wichtigen Thema die Meinungen nicht nur in der politischen Einschätzung auseinander liegen (das wäre normal und gut), sondern es herrscht eine gegenseitige Fassungslosigkeit, weil Standpunkte als "nicht anders denkbar" angesehen werden.

Nochmal bekräftigend, was schon gesagt wurde: wäre bei einem so wichtigen Thema für die EU-Lust oder Unlust vieler Leute nicht mehr Aufklärung angebracht?

Was ich (obwohl glaube ich wirtschaftlich etwas belesen) nicht verstehe ist, dass Exportüberschüsse auf breiter Front als uneingeschränkt positiv gesehen werden. Wären da Abwägungen über Vorteile und Risiken - ok. Aber die Risiken und Nachteile sind doch offensichtlich (auch für uns) immens. Vielleicht wiegt jemand die Vorteile höher - ok. Ohne Abwägung verstehe ich es nicht.

Schon immer meiner Rede

Sinn; raus aus der EU und anderen Ketten....wir können es alleine!

eben, auch was wir machen ist Dumping

Dumping bedeutet, Verkauf wesentlich unter tatsächlichen Einstandskosten.
Genau das machen wir seit Jahren rupublikweit, indem wir wesentliche reguläre Kostenfaktoren, insbesondere Personalkosten und Besteuerung, künstlich niedrig halten.
Gleichzeitig wurden aber die Gewinne der Kapitaleigner nicht ebenso niedrig gehalten.
.
Richtig wäre, wenn somit unsere Exporte mit Strafzöllen belastet werden.
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Besser wäre, wenn wir das dadurch vermeiden, indem wir endlich mal die Personalausbeutung zurückdrehen.
Höhere Löhne - insbesondere im Niedriglohnsektor - und volle Beteiligung der Unternehmen an den Abgaben, ohne Deckel, wäre eine Aufgabe der Gewerkschaften, die seit 10 Jahren voll gepennt haben.
Damit könnte man das auch geziehlt für die exportierende Industrie formulieren.

War ja klar, dass die EU-Kommission mitkläffen würde

Bisher hat sich die Kommission nicht getraut, beim Versuch der Pleiteländer mitzumachen, D den schwarzen Peter zuzuschieben.

Jetzt, wo die USA aus durchsichtigen Gründen unverschämt wurden, traut sich auch die EU hinterher zu kläffen.

Lassen wir sie, die ziehen bald wieder den Schwanz ein. Ohne Deutschlands wirtschaftlichen Erfolg wäre die ganze Eurozone nicht mehr kreditwürdig. Spätestens wenn die nächste Bürgschaft ansteht wird ihnen das wieder einfallen.

Spotname "EUdSSR" ist zutreffend

Wahnsinn! Der oberste Brüsseler Europasowjet hat die Planübererfüllung der VEBs Deutschlands festgestellt. Und der Vorkämpfer für freie Marktwirtschaft (natürlich nur, wenn es gerade in den eigenen Kram passt) Onkel Sam stösst in dasselbe Horn. Sitze ich hier im falschen Film?
Jedenfalls macht "Europa" seinem Spotnamen EUdSSR alle Ehre. Da hat jemand nichts aus den Gründen des Scheiterns der (real-)sozialistischen, zentralverwalteten Volkswirtschaften (oder aktuell Nordkorea, Kuba, Venezuela u.a. ) gelernt. Nun gut, nobody is perfect. Nur: Wie kommen solche Pfeifen noch in supranationale politische Positionen?

Und einige der Mitommentatoren hier sollten sich mal ein Grundlagenwerk über Volkswirtschaftslehre und zur Vertiefung über Makroökonomie zu Gemüte führen. Was manche Leute für einen Unsinn über ein Thema schreiben, dass sie ganz offensichtlich nicht mal ansatzweise verstehen, geschweige denn beurteilen können, aber ideologisch gefärbt beurteilen wollen, geht auf keine Kuhhaut.

Diverse Meinungen,

daß sich Länder überschulden, wenn sie deutsche Waren kaufen kann ich als Hausmann entkräften: ich kaufe nur was ich mir leisten kann, nie auf Kredit...zur Not beim Chinesen!

Herzliche Grüße an die VR China

Sakrament noch mal! Es gibt leider zu viele Leute, die den Amerikanern alles nachbeten. Die haben wohl noch nicht gemerkt, dass die langsam am abschmieren sind!
.
Grundsätzlich, das sagte schon Ludwig Erhard, sollte man eine ausgeglichene Handelsbilanz haben. Andererseits heißt es in der Wirtschaftslehre zum freien Markt, dass dieser durch Arbeitsteiligkeit jeweils dort produziert, wo die Bedingungen am besten sind und so Preisvorteile entstehen, die wiederum allen zugute kommen.
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Wir exportiern mehr als wir importieren, weil offensichtlich a) unsere Waren besser/günstiger und b) weil unsere Menschen etwas weniger konsumfreudig sind.
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Aber das ist doch nur OK, denn die Amerikaner importieren mehr als sie exportieren und finanzieren das über den Dollarverfall (Rekordschulden). Und wie sieht das bei der VR China aus? Nicht anders als bei uns. Aber da deren Militär etwas mächtiger ist und deren Dollarreservern bei 4 Billionen liegen, watscht man lieber den Kriegsverlierer D ab!

Es ist grundsätzlich falsch, dass Deutschland so stark ist!

Als Kriegsverlierer sollten wir besser zu den weniger starken Länder zählen.
Die Weltmeister sollten England, Frankreich und die USA sein.
Dann bräuchten wir auch nicht so viel Geld und die EU zu stecken.

Es beginnt schon beim der handwerklichen Ausbildung wo Deutschland Geld und Zeit in die jungen Fachkräfte investiert.
Dadurch hat Deutschland zu gut ausgebildete Facharbeiter und baut zu gute Maschinen und Autos.
England, Frankreich und die USA bieten billigere Maschinen und billigere Autos an, aber keiner will sie kaufen.
Das muss Deutschland ändern.

Am besten holen wir uns halbgebildete "Experten" aus aller Welt und senken unsere Fertigungsqualität auf internationales Niveau.
Können wir nicht die vielen unqualifizierten Wirtschaftsflüchtlinge aus Nordafrika dafür einsetzen?
Das wäre doch eine Chance uns den USA anzugleichen die große einseitige Freundschaft zu festigen.

Binnenmarkt

Der Exportüberschuss innerhalb der EU ist wirklich kritisch zu sehen. Da es ein gemeinsamer Währungsraum ist kommt es zu Einnahmeverteilungsproblemen innerhalb der Gemeinschaft. Die außereuropäische Bilanz hingegen ist völlig egal. Hier befinden wir uns in Konkurrenz zu deren Wirtschaften und Verwerfungen werden über Zölle und Wechselkurse geregelt.
Innerhalb der EU muss es auf lange Sicht einen Ausgleich geben. Da so etwas wie der Länderfinanzausgleich untersagt ist, muss dieser über Produktivität gerichtet werden. Hier müssen, für fairen Wettbewerb, lediglich die Lohnstundenkosten im relativen Verhältnis zum BIP/Kopf stehen. Deutschland ist hier jedoch kein Ausreißer. Das Problem liegt somit nicht auf politischer Ebene (zumindest nicht in Deutschland).

Ein stärkerer Binnenmarkt ist natürlich trotzdem ein erstrebenswertes Ziel.

Brüssel istAuffanglager

Brüssel ist Auffanglager unfähiger Politiker die man anderweitig nicht los wird!

Erstaunlich ist die Dummheit der EU-Kommission

Wie gesagt, das Nachkläffen der Kommission war leider zu erwarten - verwundern muss es trotzdem.

Wenn D den Export künstlich bremst, können sich die USA immerhin in einigen Bereichen Hoffnung auf bessere eigene Geschäfte machen. Kleinvieh macht auch Mist.

In der EU sieht das ganz anders aus. Da muss man die Wertschöpfung der gesamten Wirtschaftszone betrachten. Das was bei D dann wegbricht, wird niemals in nennenswertem Umfang an andere EU-Staaten gehen, schon gar nicht an die Pleitestaaten. Freuen werden sich die Asiaten (und ein wenig auch die USA).

Das Ungleichgewicht in der EU ist dann zwar verringert, aber es ist trotzdem ein Minusgeschäft für alle, nicht nur für D.

Erschreckend...

@anti-gegen-alles (17:45)
@Oldman1 (17:47)
@Victorius (17:49)
@Rimpimpim (18:02)
@Teufelchen (18:07)
@na klaro (18:08)
@coweye (18:13)
@Felix 1234 (18:15)
@LionelHutz (18:17)
@Bernd1 (18:28)
@Metalhead90 (18:42)
@1-stefan (18:46)
@ ohv (18:55)
@ Thomas_miteigen... (19:07)
@ ostmann (19:12)
@ Dittsche (19:12)

Heißt das, dass Sie alle für Lohnkürzungen, Sozialabbau und Niedriglohnsektors sind? Das zumindest hat uns diese tollen Importdefizite ( = Exportüberschüsse) gebracht.

@Mortal (18:48)
Top-Kommentar. Ich hatte eben geschlossen neben dem Export gibt es auch noch anderes in Überfluss, aber vielleicht liegt es doch wirklich an der Formulierung des Artikels. Einfach Exportüberschüsse durch Importdefizite ersetzen und 90% dieser seltsamen Kommentare würde es nicht geben.

.
Darum verpfändet unsere Regierung (und demnächst die Große Überwachungskoalition) schon mal unsere Zukunft an Griechenland, Spanien, etc, etc...
.
Wir sind ja gute Einheitsbreier.

@Puqio

genauso ist es, nachdem sich der Kaufwert der D-Mark halbiert hat, arbeitet man jetzt an der Wirtschaftskraft Deutschlands. Macht so weiter und der Euro ist bald nur noch 25 Pfennige für uns wert!

Hallo! Auf der einen Seite

Hallo!
Auf der einen Seite wird eine Steigerung
von 3% des Bruttosozialproduktes gefordert,
auf der Anderen sollenwir unserenExport beschränken.
Wie sollen wir dann unser Bruttosozi sonst steigern???
Der Moloch Brüssel sollte Schnee von gestern sein - die Milliarden für diese Horror -bürokratie könnte sinnvoller verwendet werden
Oldman1

@Puqio (20:32)

Da muss ich Ihnen absolut widersprechen. Es ist notwendig, dass in Deutschland viele Arbeitnehmer schlecht bezahlt werden. Sonst würden die ganzen Reichen ja nicht diese Milliardengewinne und Vermögenszuwächse haben.

(Ironie Ende)

@20:27 von Rainer-Bergen

Dann machen Sie so ziemlich alles falsch...!
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Sie sollen Schulden machen...!
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Leben Sie "auf Pump", wie so viele EU- Bürger in Südländern...!
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Nur so gehts noch, und nur so bekommt man keinen Ärger, weil man zu sparsam leben könnte...!
.
Mittlerweile bekommen Sie als 90- Jähriger noch einen Kredit von Banken, obwohl Sie im Krankenhaus "am Tropf" hängen...!
.
Nur die Unterschrift, die müssen Sie noch immer selbst hinbekommen...!
.
Alles Andere ist egal. Die Grossbanken werden schon gerettet, wenn sie mit Zitronen gehandelt haben...!
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Die riesigen Rettungsschirme ermöglichen es...!
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Jetzt mal Spass und Realität beiseite: Ich verhalte mich genau wie Sie. Ich bin extrem sparsam, und komme mit sehr wenig Geld aus...!
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Das ist eigentlich die richtige Einstellung. Aber viele andere Nationen denken da anders, und am Ende wird es wieder uns "SPARER" erwischen...!
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Aber wir deutschen können eben nicht über unseren Schatten springen...!

Das Ausland scheint mal wieder einen Kasper gefrühstückt zu habe

In letzter Zeit hört man zunehmend Klagen des Auslandes wegen der deutschen Handelsüberschüsse und dies verwundert dann doch ein wenig, wenn man bedenkt, daß namentlich die VSA zwei große Krieg geführt haben, um Deutschland den Freihandel aufzuzwingen und dabei etliche Millionen ihrer Hilfsvölker und einige Hunderttausend ihrer eigenen Kriegsknechte verheizt haben. Daß sich nun Deutschland, dank seiner Wertarbeit und seinem Erfindungsgeist, im Freihandelsspiel recht gut schlägt, mag das Ausland ärgern, aber Deutschlands Schuld ist dies nicht. Sicher: Hätte namentlich im Sechsjährigen Krieg ein Feldherr wie Friedrich der Große oder Moltke der Ältere den Oberbefehl geführt, so hätte das Ausland nun diese Sorge nicht, aber solche Feldherren fallen leider nicht vom Himmel, wenn man sie braucht. Hinzu kommt noch, daß die deutschen Großunternehmen schon lange nicht mehr in deutscher Hand sind, sondern überwiegend den überseeischen Finanzheuschrecken und Banken gehören.

Wieder einmal Bestraft!?

Als ich nach der letzten Bundestagswahl die Medien verfolgte, hieß es noch: Man müsse die EU den Bürgern nahe bringen, damit eurokritische Parteien nicht so viel Zufluss bekommen.
Hier sieht man erneut, wie Deutschland eigentlich in Europa behandelt wird, es ist Prügelknabe für alles. Ob jetzt Zahlungen fließen oder nicht.
Das Gute, es sind bald Europawahlen, mal sehen, was dabei heraus kommt.
Gute Wahlwerbung für die AfD ist es allemal.

Verstehe ich nicht.

Ich glaube schon, dass der Artikel korrekt ist - jedoch verstehe ich den Inhalt nicht. Weder was die Amis sagen, noch das irgendeiner "EU-Behörde", dass Deutschland wegen gut laufender Wirtschaft einen auf den Deckel kriegen soll. WAS FÜR EIN IRRSINN!!

kann man auch anders sehen

@MedienMogul,
dieses Thema kann man auch andersrum sehen.
Es kommt letztendlich auf das Produkt an, das exportiert wird und wer es in im Ausland kauft. Eine Spezialmaschine, z.B. Druckmaschine hat Konkurenz durch andere Hersteller, und muß eventuell vom Käufer via Kredit finanziert werden.
Nobel-Limousinen deutscher Hersteller sind nahezu konkurrenzlos und im Ausland in der Regel eine Frage der Image-Pflege der privaten Käufer.
Ob mit oder ohne Abhängigkeit von der gekauften z.B. Druckmaschine wird der Kauf in der Regel über Finanzierung vorgenommen (das hat weniger mit Schulden machen, mehr mit der Steuer zu tun). Das ganze "Spiel" hat nichts mit dem Zerstören von Sozialsystemen etc zu tun sondern funktioniert seit zig Jahren ohne Probleme. Und richtig, wir befinden uns in Europa, der Export läuft aber weltweit, innerhalb Europas ist gerade in südliche Staaten fast kein Absatz mehr möglich.
Dies dürfte auch erklären, das viele Leute hier mit ihren Statements durchaus rechthaben.

"Der Mörder ist immer der Gärtner"

...hieß es mal. Heute ist anscheinend Deutschland IMMER der Böse, egal, ob Schulden gemacht werden oder Überschuss. Das ist schon sehr merkwürdig! Wenn Deutschland anderen Ländern Kredite aufschwatzen muss, damit sich diese die deutschen Waren überhaupt leisten können, dann ist das auch sehr merkwürdig, steht aber auf einem ganz anderen Blatt. Niemand muss mit Schulden deutsche Waren kaufen, oder? Diese EU-Regelungswut ist eine Farce! Die haben eben anscheinend nichts Wichtiges zu tun....

einfach

Aus der EU austreten liebes deutschland und zusehen wie der olli blass wird! Aber das erfordert politiker und die gibt es in deitschland seit jahrzehnten nicht mehr

Das überhaupt 6% Überschuss

Das überhaupt 6% Überschuss aber nur 4% Defizit erlaubt sind, sagt schon einiges aus.
Da fragt sich jeder klar denkende Mensch sofort, ob diese Asymmetrie nicht der Logik des weltweiten Handels komplett widerspricht.

Planwirtschaft !

Sehe ich es ganz falsch wenn ich meine, daß in unserer von allen gepriesenen freien Marktwirtschaft die Amis und Brüssel (sprich: unsere Miteuropäer!) nunmehr eine Planwirtschaft nahelegen,- wenn nicht gar aufdrängen wollen?

Strafsteuer für Erfolg

Passt doch ins Bild einer EUdSSR. So War's früher auch im Ostblock. Wirtschaftlicher Erfolg muss durch Umverteilung bestraft werden.

Die schlimmsten Protagonisten dieses Denkens findet man bei den GRÜNEN, wo "Joschka" (Straßenkämpfer) Fischer einst sagte:

Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen fleißiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas sind. Das wird immer wieder zu ‘Ungleichgewichten’ führen. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geldwie nur möglich aus Deutschland heraus geleitet wird. Es ist vollkommen egal wofür, es kann auch radikal verschwendet werden – Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon istdie Welt gerettet.

Noch Fragen?

Angst

Ein "milliardenschweres Bußgeld"? Da habe ich aber Angst.

Die ganze Mitgliedschaft in dieser EU ist eine andauernde milliardenschwere Buße, die wir für andere Länder übernehmen müssen.

Liebe EU, wenn man beinahe im Billionenbereich für eure anderen Mitglieder haften muss, sind kleine Milliarden-Strafen dafür, dass wir die einzige wettbewerbsfähige Wirtschaft in Europa sind, nichts wirklich Erschreckendes mehr.

Und auch nochmal für die Kommission zum Mitschreiben: Unsere Konkurrenten auf dem Weltmarkt sind China, Indien, Brasilien, die USA und andere. Wenn wir unsere Exporte drosseln, sei es durch exzessive Lohnsteigerungen oder anderes, übernehmen diese Länder die Anteile, und nicht Lettland, Portugal oder Griechenland. Also vielleicht mal weniger den Klassenprimus für sein Strebertum schelten, sondern die Hausaufgaben-Verweigerer mit dem Eselshut in der (südlichen) Ecke des Klassenzimmers.

Die EU sollte froh sein, dass

Die EU sollte froh sein, dass in Deutschland, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, der Export boomt. Wo soll denn sonst die Kohle herkommen ?

Das ist Planwirtschaft

Halten wir fest: deutsche Unternehmen schaffen es, ihre Produkte erfolgreich im Ausland zu vermarkten. Und dafür soll Deutschland bestraft werden? Dummerweise produzieren wir Güter für Maschinenbau, Elektrotechnik,Anlagentechnik, Fahrzeuge,Militärtechnik, also Produkte, die man schlecht im Binnenmarkt anbieten kann. Deren Verkauf kann nur zu einem Hauptteil über Exporte stämmen. Was wären die Alternativen. Wir könnten weniger produzieren oder vor Ort produzieren. In beiden Fällen gehen massiv Arbeitsplätze verloren. Wenn man uns dafür Milliardenstrafen abverlangen würde, sollen doch die anderen Eurostaaten die Hauptrisiken für ESM & Co übernehmen. Jetzt nur noch die einmalige 10% Vermögensabgabe, wie gestern vom IWF vorgeschlagen, dazu die Niedrigzinspolitik und schon hat man Deutschland krankgeschrumpft.

Wie bereits zuvor erwähnt

Wie bereits zuvor erwähnt würde die Nachfrage, welche durch ein künstliches Drücken der deutschen Exporte entstehen würde, eher von den USA oder China bedient als von unseren Miteuropäern.

Die Masche Deutschland den schwarzen Peter für die eigene Inkompetenz zuzuschieben halte ich für mehr als fragwürdig.
Ich hoffe, dass sich die Verantwortlichen wieder darauf besinnen, dass sie gerade dieses international und vor allem interkontinental Absatz starke Deutschland brauchen um die europäischen Auffangnetze in Takt zu halten.

Was wäre mir Griechenland passiert, wenn Deutschland die Bilanz Brittens - oder auch Frankreichs gehabt hätte?

Es wäre sicherlich nicht halb soviel Geld in die hilfsbedürftigen Länder geflossen.

Was wollen diese?
Mehr!
Wer ist Schuld ?
Die Anderen.
Es grenzt an Kneipen-Populismus, die Schuld bei denen zu suchen die mehr verdienen - ohne sich zu fragen WARUM.
Aber so gewinnt man Wähler.
Und nach der Krise sieht sich mehr als eine europäische Regierung in Not.

Die Wahl ist vorbei

Und da die knappe Mehrheit der Deutschen unsere Mutter Angie gewählt hat, vermute ich stark das wir uns dem fügen müssen was die Eu verlangt bzw. Werden wir brav abnicken und uns womöglich noch entschuldigen bei unseren Freunden den Amis. Wären wir vor der Wahl ehrlicher zu uns selbst gewesen bzw hätten sich die Deutschen mit der Realität der Politik befasst, wäre es zur Wahl anders ausgegangen und wir könnten jetzt einen Kanzler haben, der nicht nur um Verzeihung bittet, oder auf die Knie vor anderen Ländern geht, sondern der sich sozial gerecht für unser Land einsetzt. Es ist außerdem wirklich schade das die Afd die 5% so knapp verfehlt haben.Sollten aktuelle Probleme bestand haben, werden sie spätestens 2017 in den Bundestag einziehen:)

Ich behaupte einfach mal ....

das 90% aller Nutzer hier keine Ahnung von Volkswirtschaft haben und somit auch nicht den geringste Anfall von Logik!

Wenn ich 2 Seen habe, ein See ist Deutschland und der 2. See ist der Rest der Welt.
Nun pumpen diese Seen Wasser hin und her.
Der erste See (Deutschland) nennen wir in A saugt mehr Wasser an, als er abgibt.
Was passiert mit dem 2. See?
Na? Der trocknet aus!
Nun ersetzt mal Wasser mit Geld.

Nur warum ist noch soviel Geld im Umlauf?
Das liegt am billigen Geld und daran das es Schulden gibt.
Somit kann Deutschland nicht nur das wirkliche Geld haben, sondern auch noch Geld aus der Zukunft (Zinsen- und Kreditgeld).

Ich kann eines prophezeien, wenn die südeuropäischen Länder ihre Hausaufgaben machen, dann wird Deutschland das erste Land sein, welches sich neue Hausaufgaben aufgibt (Lohnstückkostensenkung).
Da bin ich mir 100%ig sicher!
Also warum nach Unten treten? Das ist doch völlig erbärmlich.

Ich persönlich finde den

Ich persönlich finde den Bericht der Redaktion relativ neutral, objektiv und meinungsfrei; im Gegensatz zu dem ganzen rechts-populistischen Geschwafel in den Kommentaren hier. Das Thema, um das es hier geht, ist so komplex, dass man Bücher drüber schreiben könnte, und eigentlich müsste. Europa gehört vereinigt, als ein Staat. Das ist der Weg zu sozialer europaweiter Gerechtigkeit. Nicht umgekehrt. Es ist dieser derzeitige Metazustand der die Probleme verursacht.

@ms1963

"Halten wir fest: deutsche Unternehmen schaffen es, ihre Produkte erfolgreich im Ausland zu vermarkten. Und dafür soll Deutschland bestraft werden?"
.
Nein, Deutschland wird dafür bestraft, dass es nicht die Güter einkauft, die es sich durch den Export leisten könnte. Da dies unmittelbar mit der Einkommensverteilung zusammenhängt, wendet man sich natürlich direkt an die Politik die entsprechende Maßnahmen einleiten soll dieses Ungleichgewicht zu überwinden. Diese Interpretation liefert zwar nicht die gewünschte Angriffsfläche, ist aber näher an der Wahrheit dran. Denn letztendlich ist der "Erfolg" Deutschlands nicht nachhaltig bzw die Menschen hier und andernorts haben nichts davon.

Lasst uns mal rechnen ...

... was herauskäme,
würden deutsche Unternehmen nicht von der EEG-Umlage befreit,
würden millionen Arbeitnehmer in diesem Land nicht durch Niedriglohn ausgebeutet,
würden Steuerzahler nicht mit Milliarden Banken und Unternehmen retten und Löhne aufstocken,
würden deutsche Banken nicht Milliarden verdienen an Griechenland, Portugal usw.,
würde der Sparer nicht durch die politisch gewollte Niedrigzinspolitik der EZB täglich ein Stück enteignet:
Armes Deutschland!

Verständnisprobleme

Ich sehe, dass viele die ökonomischen Hintergründe nicht verstanden haben. Die EU hat hier mal ausnahmsweise Recht. Defizite oder Überschüsse in einer Außenhandelsbilanz sind immer schlecht. Entweder man macht Schulden oder baut Forderungen auf. Die Deutschen bekommen also nichts für ihre fleißige Arbeit, außer dem Versprechen, in Zukunft bezahlt zu werden (vorwiegend von Ländern, die nahe der Pleite stehen). Die Kaufkraft im eigenen Land könnte um genau den Wert dieser Forderungen höher sein.
Außerdem ist Deutschland nicht besser oder hätte die "Hausaufgaben" gemacht. Laut diversen Statistiken sind wir nicht produktiver als andere vergleichbare Industriestaaten, wir haben nur geringe Lohnstückkosten, weil wir auch viel mit billigeren Arbeitskräften arbeiten (verglichen mit Ländern gleicher Produktivität). Das wiederum schadet unserem eigenen Binnenmarkt, nutzt aber sehr wenigen Kapitalinhabern dieser Exportunternehmen.
Letztere können sich auf die Schulter klopfen, nicht der Michel.

Poker

Es ist wie am Pokertisch: wer den grössten Stack hat, der hat die anderen Spieler am Tisch im Griff. Wir haben nun mal den größten Stack, nämlich unsere Wirtschaftsleistung.
Durch unsere positive Exportbilanz kaufen wir aber auch mehr im Ausland ein, was wiederum den anderen Staaten hilft. Was in den Lädern geschieht, die viel zu hohe Löhne bei zu geringer Produktivität zahlen, sieht man am Beispiel England, Frankreich, Spanien usw. Denen geht es schlecht.
Sicherlich möchte ich auch mehr verdienen, aber mein Arbeitsplatz mit annehmbarer Bezahlung ist mir lieber, als auf der Strasse zu stehen.

Der schmale Grat

Erst bezahlen wir Milliarden von Euro an die finanziell angeschlagenen Länder der EU, dann werden wir dafür bestraft besser zu sein als der Rest. Klasse. Wir sollen also gerade so gut sein, dass wir uns einen Finanzausgleich leisten können und dann aufhören zu exportieren..

mehr als erlaubt ?

Der Witz ist gut, Planwirtschaft wir kommen!
Also in der DDR hätte man für die Übererfüllung des Plans einen Leninorden erhalten.

@MedienMogul - so ist es halt

wenn man nur den linken Medien als Mogul vertraut: "Die meisten Leute hier wissen wohl nicht, dass hohe Exportüberschüsse nicht gut sind, denn irgendjemand muss diese Güter ja auch kaufen und wenn man davon Abhängig ist auch dafür Schulden aufnehmen"

Die Fakten sind:
1) De hat seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 seinen Exportüberschuss in die Euroraum stetig verringert aktuell für 2012 auf etwa 30% des Gesamtüberschusses - zum Vergleich im Spitzenjahr 2007 waren es 60 % des Gesamtüberschusses bei etwa gleichbleibendem Gesamtniveau.
2) Im gleichen Zeitraum stieg der Import von Halbzeugen aus dem Euroraum zB bei BMW von 10% auf über 20% des Endproduktes (ähnliche Zahlen existieren für fast alle exportorientierten Firmen)

Mit anderen Worten - wäre die De Industrie auf dem Weltmarkt nicht derartig erfolgreich, würden in den wirtschaftlich schwächeren Euroländer noch viel mehr Lichter ausgehen.

Aber glauben Sie ruhig weiter was die Medien und die Politkommissare Ihnen so vorgaukeln

Einfach alle Länder in der EU

Einfach alle Länder in der EU abschaffen und die „Vereinigten Staaten von Europa“ ausrufen, dann gibt es auch kein Deutschland mehr, was Exportüberschüsse erwirtschaften kann.

Das war Sarkasmus.
Mal ehrlich: das ganze ist doch schon wirklich absurd. Einerseits wird der grenzenlose liberalisierte Freihandel propagiert und auf einmal ist dass alles nicht mehr richtig und es soll reguliert werden.

Ich hab’s schonmal gesagt: die EU steht für totale Gleichmacherei, wirtschaftlich wie kulturell. Jeder soll möglichst viel und alle das gleiche konsumieren. Der Mensch verkommt zu einer Nummer im System, einem reinen standardisierten Wirtschaftsfaktor. Kulturelle Eigenheiten werden nicht geduldet. Das ist vom Kommunismus russischer Prägung wirklich nicht weit entfernt.

So eine EU will ich nicht.

Danke sehr

mussten Griechenland und co dann einen Strafzoll zahlen ?

@MisterErde von 20:46

Ich denke nicht das so viele das gut finden, aber es ist einfach eine Feststellung das D Lohndumping betreibt b.z.w sie mit Harz4 den Weg dazu geebnet hat, Schröder sei Dank(Sarkasmus).
.
Nein ich denke nicht das das der Richtige Weg war von Anfang an, Inflation und Steuern wären aus sozial-politischer Sicht die Standard Lösung gewesen.
.
Das Probleme ist/war die Globalisierung die die Staaten erpreßbar macht, was dazu führt das die Staaten nicht gegen die Interessen von Großkonzerne operieren konnten, zu Zeit wird das aus der Not heraus und dem Schulterschluß untereinander, möglich wenn auch sehr Pudding mäßig.
.
Ich denke der Mindestlohn wird die meiste Kritik verstummen lassen, allerdings finde ich es nicht gut das die EU sich wieder mal einmischt, aber das ist eine andere Lange Story

Hmmmmm

Klingt nach:
Euch geht es zu gut - das geht so nicht.

doch, Rahmenbedingungen setzt der Staat

Firmen profitieren von den Rahmenbedingungen: unser Steuersystem unterstützt die Betriebe und die Reichen, unser Sozialsystem fördert Betriebe (ungleiche Beitragssätze, Aufstocker für Niedriglohn) und Zeit- und Leiharbeiter.

Deutschland ist, allen Sprüchen des Arbeitgebervertreter zum Trotz, kein Hochlohnland mehr und auch kein Feiertags- und Urlaubsparadies.

Korrekturen des Abgabentarifs und Mindestlohn können die Binnennachfrage fördern und die Sozialkassen entlasten. Infrastrukturausgaben erfordern Steuermehreinnahmen und reduzieren die Steuervorteile deutscher Unternehmen. Diese Maßnahmen könnten Wettbewerbsverzerrungen bereinigen. Und mehr Konsum sorgt für mehr Import und damit für einen geringeren Überschuss.

Starke Betriebe gewinnen aufgrund der Qualität ihrer Produkte auch denn, wenn sie nicht die billigsten sind.

zu produktiv

das eigentliche Ungleichgewicht - nämlich die unbezahlten Target-2 Salden - sind wohl der Hintergrund des Lamentos...
Wenn Brüssel die ohne Gegenleistung abgleichen könnte...

@ 20:46 von MisterEde

Sie schreiben:
"Erschreckend...
Heißt das, dass Sie alle für Lohnkürzungen, Sozialabbau und Niedriglohnsektors sind? Das zumindest hat uns diese tollen Importdefizite ( = Exportüberschüsse) gebracht. "
*
Das ist doch ein nicht existierender Zusammenhang den Sie da beschreiben!
In der Exoportindustrie und in dem Bereich der Dienstleistungen die für den Export verantwortlich sind gibt es keinen Niedriglohnsektor und keine Lohnkürzungen.
Die Niedriglöhne im Einzelhandel oder in Branchen wie den Frisören und Nachtwächtern haben wenig bis gar nichts mit den Exportwaren zu tun!
Laut eurostat wird in den für unseren Export wichtigen Bereichen immer noch deutlich mehr bezahlt als in den meisten anderen europäischen Ländern, das hatte ich oben schon geschrieben!
Quelle:
http://url9.de/MNV
*
Ein Durchschnittslohn von ca. 42.000 Euro im Jahr ist kein Niedriglohnsektor!
Im Gegensatz zu vielen Theoretikern die negativ werten schreibe ich das nach über 40 Jahren europäischer Berufserfahrung!

@de_imausland

"Die Fakten sind:..."
.
Und noch zu den relevanten Fakten:
1. Da der Eurozone Rezession verordnet wurde, ist es auch kein Wunder das die Exporte in die Eurozone einbrechen. Aber keine Sorge: Im August wurde berichtet das der Export in den Rest der Welt schneller wegbricht als in den Euroraum.
2. Eine Rettungspolitik wäre nicht notwendig, wenn es die Handelsbilanz ausgeglichen wäre.
.
Das hat nichts mit linken Medien zu tun. Hier geht es um rationale Entscheidungen.

@ 19:28 von Nana

Sie schreiben:
"Dann erklären Sie bitte welcher reiche Geldgeber gewillt ist Devisen in das Land zu überweisen. Ich glaube kein Land will das Dauerhaft, und wäre auch unmöglich."
*
Das ist ja wohl seit über 50 Jahren in Deutschland gar kein Problem.
Alle reichen Ausländer investieren in Deutschland obwohl wir seit Jahrzehnten Exportüberschüsse haben. Die meisten AG´s sind überwiegend in der Hand ausländischer Investoren!
*
Und Sie schreiben:
"Aber nicht auf Bezahlung, weil sonst die Handelsbilanz ausgeglichen wäre und niemand sich beschweren würde.. Wie gesagt: Erst Geldgeber finden, dann Exportüberschüsse."
*
Also die Arbeitnehmer in der Industrie verdienen im europäischen Vergleich sehr gut wie bei eurostat nachzulesen ist
Quelle: http://url9.de/MNV
und die Geldgeber sind reichlich vorhanden wie schon geschrieben.
Sie scheinen leider sehr weit weg von der Realität der deutschen Wirtschaft zu argumentieren.
Ohne Bodenschätze lebt Deutschland von der Optimierung importierter Rohstoffe

Mich interessiert dabei was anderes

Wie wird sich Frau Merkel wieder weg ducken und "Nichts" sagen. Sie hält sich bei der NSA raus, in der Maut kippt sie klangheimlich um, und, und, und ...

Frau Merkel kann schon wieder Mal von Glück reden das sich die nächste Partei als Sündenbock geradezu anbiedert. Die SPD wird es wohl nicht mehr lernen. Die SPD ist übrigens auch mit Schuld an der Ausuferung von Niedrig Löhnen, Zeit- und Leiharbeit. Davon wollen die auch nichts mehr wissen. Ganz zu schweigen vom Betrug der Rente, dem Betrug an der Lebensleistung von Millionen von Bürgern die die eigentliche Stütze der Solidargemeinschaft sind.

Das mit der Binnennachfrage kann man nicht von der Hand weisen. Wer das verleugnet ist ein Traumtänzer oder Wohlhabend.

Leider ist die deutsche Politik aber nicht so erfolgreich im Verweigern wie die Briten, die können das ganz gut.

Letztendlich zahlt die Zeche so oder so wieder der (EU-)Arbeitnehmer, und das ist kein Zustand auf Dauer. Die Vermögen sind immer gestiegen, in jeder Krise.

Richtig lesen!

Den meisten Kommentatoren scheint es entgangen zu sein: Deutschland wird für seinen Leistungsbilanzüberschuss gerügt und nicht für seine hohen Exporte! Der zuständige Kommissar weist sogar darauf hin, dass die Inlandsnachfrage gestärkt werden soll und gibt konkrete Hinweise (Niedriglohnsektor verkleinern, etc.). Und dieses Ungleichgewicht ist auf Dauer nicht günstig, wenn es sich z.B. andere Länder nicht mehr leisten können, unsere Waren zu importieren. So sind wir u.a. extrem von der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig.
Vielleicht wäre es von tagesschau-Seite hilfreich, hier mal mit einem kleinen Beitrag etwas VWL-Nachhilfe zu geben?!

MfG

Und Pisa ist daran Schuld

dass wir ein schlechtes Bildungssystem haben, und daher in der Lage sind, gute und exportierbare Produkte zu erfinden und marktgerecht zu vertreiben. Ich finde es immer lustig, wenn Bürokraten plötzlich merken, dass da gewisse Dinge nicht funktionieren, wie von der EU gewollt und willkürliche Grenzen setzen. Deutsche Exportartikel werden eben nicht im Billiglohnsektor erzeugt, sondern von zu Recht gut bezahlten Mitarbeitern. Ich, für meinen Teil, bin als Ingenieur stolz auf unsere Exportleistungen. Warum sollten gute Produkte und Dienstleistungen nicht weltweit vertrieben werden ?

@nana 21:59: So einfach ist das nicht

Man kann sich trefflich darüber streiten, ob die Menschen hierzulande am Exporterfolg teilhaben oder ob arme ausgebeutete Lohnsklaven nur den Reichtum der Bonzen mehren.

Darum geht es hier aber gar nicht. Tatsache ist, dass eine Umverteilung hierzulande mit höherer Kaufkraft für die Massen kein Jota an den Ungleichgewichten in der EU ändern würde.
Die freigesetzte Kaufkraft würde gewiss nicht nennenswert in griechischen Schafskäse oder spanischen Wein fließen, auch nicht in einen schönen Fiat, sondern vielmehr den üblichen Weg nehmen in höchst überflüssige elektronische Gadgets aus Fernost oder allenfalls überdimensionierte deutsche Autos.

@Bernd1

"Das ist ja wohl seit über 50 Jahren in Deutschland gar kein Problem."
.
Ja solange die USA sich verschulden. Die wollen das nicht mehr. Außerdem haben wir hier eine Gemeinschaftswährung ohne unendliche Liquidität. Vor allem bedeutete dies Fortschritt durch Substitution.
.
"Also die Arbeitnehmer in der Industrie verdienen im europäischen Vergleich sehr gut wie bei eurostat nachzulesen ist"
.
Das ist schön, leider habe ich schon vor vielen Jahren gelernt, dass diese Zahlen und ihre Aussage keinen Zusammenhang haben. Wenn Sie mal im Betrieb arbeiten, und auch mal im Ausland waren, dann werden Sie schnell feststellen, dass vor allem die Anteile wichtig sind, für die Entscheidung Substitution oder Verlagerung.
Wie dem auch sei: Sie verdienen trotzdem zu wenig, weil zu wenig Güter nachgefragt werden. Die Spezialisierung muss das schaffen, was lokal angeblich nicht erreicht werden kann: Höhere Löhne.
Alles andere ist ideologischer Mumpitz, der weniger taugt als die Planwirtschaft.

Die EU als Irrenhaus

Es gibt Exportüberschüsse aber der Konsum und die Einkommen stagnieren. Auf der anderen Seite sinkt auch die Sparquote und es steigt die Staatsverschuldung und dann noch der Sozialabbau seit Schröder! Also wo bleibt dann die Kohle? Ich tippe mal auf Rettungsschirme und Target-Salden sowie "Sparmodelle" in Steueroasen. Der Michel zahlt dann noch die "Strafe" obendrauf! Wirklich, Deutschland hat enorm vom Teuro provitiert.

@Bernd1 (23:07)

Dass Schlachthöfe in Belgien und Dänemark schließen, hat nichts mit den Lohndumping deutscher Schlachthöfen zu tun?
Dass die Autoindustrie regelmäßig auf Leiharbeit oder Werkverträge zurückgreift, um die Lohnkosten zu senken, führt nicht zu niedrigerer Kaufkraft in Deutschland und nicht zu einer wachsenden Exportwirtschaft hierzulande?

Dann ist der Finanzplatz Luxemburg bestimmt auch nur wegen seiner Qualität so groß geworden und nicht wegen der niedrigen Steuern.
Ich behaupte ja nicht, dass unser Export einzig auf niedrigen Löhnen beruht. Aber ohne dieses Dumping wären die Handelsbilanzüberschüsse deutlich geringer.

@habu

"Man kann sich trefflich darüber streiten, ob die Menschen hierzulande am Exporterfolg teilhaben oder ob arme ausgebeutete Lohnsklaven nur den Reichtum der Bonzen mehren."
.
Es ist hinlänglich bekannt, dass die Unternehmenseinkünfte real seit der Agenda drastisch zunahmen während die Löhne stagnierten. Das ist keine Frage der Befindlichkeit. Damit wurde die soziale Marktwirtschaft endgültig aufgekündigt - mit entsprechenden Ergebnis.
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"Tatsache ist, dass eine Umverteilung hierzulande mit höherer Kaufkraft für die Massen kein Jota an den Ungleichgewichten in der EU ändern würde."
.
Dann erklären Sie mir doch mal rein mathematisch, wie jemand Defizite haben kann, wenn der Haupthandelspartner keine Überschüsse hat? Richtig, das ist unmöglich. Lassen Sie uns doch mal das Experiment wagen, und einfach den Menschen hierzulande das geben was sie erarbeitet haben. Es würde die Marktwirtschaft auch ihrem ursprünglichen Zweck zuführen.

Geht es noch?

Man kann es auch so sehen. Während die PIIG-Staaten es sich gut gehen ließen und über eine Immobilienblase, niedrige Kreditzinsen und immer steigende Löhne ein künstliches Wirtschaftswachstum erzielten, hat Deutschland Strukturreformen umgesetzt und sich auf die immer stärker werdende Konkurrenz aus Asien eingestellt. Mit der Finanzkrise sind die Löhne und Gehälter in den PIIG-Staaten nun wieder da, wo die wirkliche Wettbewerbsfähigkeit liegt. Und was fordert nun die EU? Deutschland soll sich doch bitte mehr verschulden, um Investitionen durchzuführen und so den Exportüberschuss zu reduzieren. Geht es noch? Die EU soll froh sein, dass wir 30% der Bürgschaften anderer EU Schuldenstaaten übernehmen und es ihr erlauben aufgrund der Niedrigzinsen der EZB unsere Ersparnisse zwangsweise zu reduzieren. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass im Maastricht Vertrag irgendetwas über Exportüberschüsse stand. Aber sehr wohl über die erlaubte Verschuldung der Staaten.

Das heißt also, daß Deutsche

Das heißt also, daß Deutsche Unternehmen ihre Produktion ins Euro-Ausland verlegen müssen, damit die Ware nicht mehr Exportiert werden muß, sondern dann vor Ort im Abnehmerland hergestellt wird?

18:18 von Leo82 Teilweise gerechtfertigt, teilweise nicht

100% O.K. Ich wh die Gefahr:

>"Innerhalb der EU muss sicherlich über den Außenhandelsüberschuss Deutschlands gesprochen werden, denn es führt zu Problemen. Dies macht aber nur Sinn, wenn folgende beiden Grundlagen erfüllt sind:
- wie im Maastricht Vertrag festgelegt dürfen Schulden nicht vergemeinschaftet werden, in einer Transferunion gibt es für unproduktive Länder keinen Ansporn mehr, und für produktive Länder dann irgendwann auch nicht mehr
- die Außenhandelsgrenzen müssen geschützt werden, nur dann kann der Rest des Marktes auf andere Teile Europas umverteilt werden. Ohne geschützte Handelsgrenzen wird ein Produktionsüberschuss Deutschlands, der künstlich zurückgefahren (zB im Maschinenbau), und somit neue Markträume schafft, mit Sicherheit nicht von Griechenland besetzt werden, sondern von den USA und China.

Somit ist dies eine innereuropäische Diskussion. Es geht der USA hierbei nicht um das Wohl Griechds etc, sondern um eigene Interessen."<

GB+USA+Ru+Fr..: Lage vor dem 1.WK!

Leistungsbilanzüberschüsse nützen nur Eliten,nicht der Mehrheit

Es wird allerhöchste Zeit,dass über das deutsche Wirtschaftsmodell eine öffentliche Debatte aufkommt und die BürgerInnen so eine Chance haben, an Informationen jenseits der bisherigen Position der deutschen Mainstreammedien zu gelangen. Wer die deutschen Exportüberschüsse verteidigt, hat grundlegende Fakten leider nicht verstanden. Ein dauerhafter Leistungsbilanzüberschuss (der die Exportüberschüsse beinhaltet), bedeutet,dass Waren und Dienstleistungen aus Deutschland gekauft werden, für die es zwar Finanzforderungen,jedoch keine Waren und Dienstleistungen im Gegenzug gibt. So ist der Leistungsbilanzüberschuss definiert! Das hat nichts mit Theorie zu tun. Unterm Strich stellen die ArbeitnehmerInnen hierzulande Werte für rund 180 Mrd. Euro her, für die es bloße Finanzforderungen gibt, an denen sie nicht einmal beteiligt werden, da die Überschüsse v.a. durch massive Lohnzurückhaltung erwirkt wurden. So kann die Eurozone jedoch nicht funktionieren. Siehe hierzu etwa Flassbeck bei YouTube.

Gesamtwirtschaft und Einzelwirtschaft bitte unterscheiden

Gesamtwirtschaft funktioniert anders als Einzelwirtschaft und zwar grundlegend. Die deutschen LeistungsbilanzÜBERSCHÜSSE bedeuten, dass rund 180 Mrd. Euro an Werten das Land verlassen, ohne dass es Waren und Dienstleistungen im Austausch dafür gibt. Was es gibt, sind lediglich Finazforderungen, die sich auftürmen und zwar so, dass die anderen Länder dadurch in die Zahlungsunfähigkeit getrieben werden. Das macht Deutschland schon eine ganze Weile, und es ist etwas, das der deutschen Bevölkerung schadet. Man muss sich vorstellen, diese Forderungen werden am Ende abgeschrieben. Dabei gäbe es genügend Bedarf hierzulande (Pflege, Bildung, Infrastruktur etc.). Deutschland braucht also keine Nachfrage aus dem Ausland klauen. Damit der Bedarf sich also in Nachfrage umwandeln könnte, müssten, diejenigen, die ihn haben und die Exportüberschüsse produzieren, jedoch durch mehr Lohnsteigerung an den produzierten Werten beteiligt werden. Das werden sie jedoch nicht. So geht die Eurozone vor die Wand

Waren dürfen gern gefragt sein, aber nicht per Lohndumping

Nee, entschuldigen nicht, Export sind ja ok. Aber wenn man Jahre lang die Löhne zurückhält (kumuliert mittlerweile über 1000 Mrd. seit Eurobeginn), dadurch die Preise senkt und sich nicht an Zielmarken hält (1,9 % Preissteigerung im BIP-Deflator), dann hat man in einer Eurozone (in der Staaten nicht mehr auf- und abwerten können), am Ende selbst ein Problem. Man hat die anderen Länder dann nämlich an die Wand konkurriert, v.a. durch Lohnsenkung. Diese können dann nicht mehr zahlen, dann werden am Ende jedoch auch die Forderungen aus den Exportüberschüssen gestrichen. Denn ExportÜBERSCHÜSSE sind nicht anderes. Die sind nämlich so definiert, dass man mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland schiebt, ohne solche aus dem Ausland zurückzubekommen (daher ÜBERSCHUSS). Eines der quatschigsten Wirtschaftsmodelle überhaupt, da am Ende niemand etwas davon hat. Und die Bevölkerung, die die Werte produziert hat erst recht nicht. Erst müssen sie auf Lohn verzichten und dann das Ausland stützen.

@Nana

"Nein, Deutschland wird dafür bestraft, dass es nicht die Güter einkauft, die es sich durch den Export leisten könnte."

Das stimmt zwar, aber die Konsumenten und Unternehmen kaufen, nicht der Staat. Importe aus aller Welt gibt es auch bei uns zur Genüge, nämlich Fahrzeuge, Rohstoffe, Elektronik, Nahrungsmittel, Textilien, Tourismus, ... Wenn EU Staaten nicht in der Lage sind, konkurrenzfähige Produkte und Dienstleistungen anzubieten, dann ist das nicht die Schuld Deutschlands. Man könnte jetzt freilich Importzölle für Nicht-EU-Produkte erhöhen, was aber China, USA, Afrika benachteiligt. Aber den Wettbewerb verbieten oder den Erwerb bestimmter Produkte zu erzwingen, kann nicht die Lösung sein.

Leider purzeln viele Konzepte durcheinander und ergeben Brei

So funktioniert der "freie Wettbewerb" jedoch nicht lange und zwar aus logischen Gründen. Der Käufer geht so nämlich pleite und davon hat niemand etwas. Es geht auch nicht darum, dass die Exportgüter dann in Deutschland selbst verbraucht werden müssten, man müsste jedoch seine Bevölkerung angemessen (= gesamtwirtschaftlich produktivitätsgekoppelt plus Zielinflation) über Lohnsteigerungen beteiligen, damit diese mehr importieren kann. Aber auch die Exporte wären dann wenier gewesen, da diese gesamtwirtschaftliche Preisentwicklung in einem fast perfekten Zusammenhang mit den gesamtwirtschaftlichen Lohnentwicklung steht. Kaum zwei andere Größe in der Ökonomie sind so eng miteinander verbunden. Aber, wer das nicht einsieht, den wird die Realität so oder so einholen, früher oder später. Leider wurde die Logik einer Währungsunion nicht verstanden und leider wurde nicht zur Kenntnis genommen, wie stark Deutschland gegen die Zielinflationsrate (BIP-Deflator von 1,9%) verstoßen hat.

Wettbewerbsfähigkeit wird leider sehr missverstanden

Kein Irrsinn, sondern gesamtwirtschaftliche Logik.Es geht nicht darum,dass Deutschland keine starken Exporte haben sollte.Es geht auch nicht darum, dass Deutschland nicht "wettbewerbsfähig" sein dürfte,es geht jedoch darum,dass man sich an Regeln hält.Und hier hat Deutschland massiv verstoßen, indem es seinen ArbeitnehmerInnen in der Summe über 1000 Mrd. Euro Lohn seit Gründung der Eurozone vorenthielt.So hätten die Löhne nämlich gesamtwirtschaftlich (in der Summe) steigen müssen,wären sie konstant an Produktivitätszuwachs und Zielinflation (1,9%) beteiligt worden.Dann wäre es auch die Teuerungsrate für die Gesamtwirtschaft (BIP-Deflator) von 1,9% erreicht worden.Das war vereinbart und zwar aus guten Gründen.Wer nämlich hier Dumping betreibt,der konkurriert die anderen durchs eigene Arbeitnehmer-übers-Ohr-hauen an die Wand. Diese können dann nur leider die Forderungen aus den alten Exportüberschüssen nicht mehr bedienen. Dann haben alle verloren. Aber das wollen leider wenige verstehen

@ms1963

"Das stimmt zwar, aber die Konsumenten und Unternehmen kaufen, nicht der Staat."
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Und weil die Konsumenten nicht das nötige Geld haben, wird es auch nicht nachgefragt. Nein, es gibt eben nicht genug Produkte aus dem Ausland. Das können Sie der Statistik entnehmen. Ein Ziel könnte sein den Konsumenten das Geld zu geben. Das würde auch den (realen) Investitionen hier helfen, die am Boden liegen.
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"Aber den Wettbewerb verbieten oder den Erwerb bestimmter Produkte zu erzwingen, kann nicht die Lösung sein."
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Werte(r) ms1963, was haben Sie denn geglaubt was das Ende dieses Liedes sein wird? Das alle Länder "deutsch sprechen" werden, wird nicht passieren (anders als 1930, wo das der Fall war). Der Euro wird Zerbrechen und dann fängt jeder an wieder die Mauern hoch zu ziehen (Zölle, Abwertung). Deutschland wird vor einem gigantischen Scherbenhaufen stehen, und niemand wird mehr wissen dass wir mal für eine kurze Zeit Weltmeister waren. Weil dieser Titel auch nie einen Pfifferling wert war.

Ich freu mich schon

Ich freu mich schon auf den Kommentar zu diesem Artikel auf den nachdenkseiten ;-)

Leider hinterlassen so viele hier volkswirtschaftlichen Bockmist, der in eine nationalistische Ecke driftet, dass es mir Angst macht.
Dieses "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen" ist unerträglich!

Was ist mit Solidarität? Was ist mit der Weltgemeinschaft? Was ist denn am Ende der Gewinn, wenn sich Staaten gegenseitig in den Bankrott konkurrieren?
Private Unternehmen mögen betriebswirtschaftlichen Marktgesetzen unterliegen - Staaten sind aber Volkswirtschaften, die sozialen Ansprüchen genügen müssen. Die ganze zivile Entwicklung beruht auf einem Prinzip: Teilen.

Einfach lösbar

Die EU hat gar nicht mal Unrecht. Ein Exportüberschuß ist im Prinzip genauso zu vermeiden wie ein Handlesdefizit.
Das Problem ließe sich aber ganz einfach lösen. Die Löhne und Gehälter in Deutschland sind ein schlechter Witz! Und ich rede nicht nur von den Mindestlöhnen.
Ich arbeite in den USA, mache den gleichen Job wie meine Kollegen in Deutschland, mein Gehalt ist ca. 300% höher. Wenn ich sehe, dass meine Ex-Frau für einen Nebenjob erstmal 2 Tage kostenlos probearbeiten muss, und dann, falls sie befristet eingestellt wird, 7 Euro die Stunde verdient halte ich das für einen schlechten Witz. Kein Wunder, dass die Deutschen jeden Cent 3 mal rumdrehen bei solchen Traumgagen!
Löhne und Gehälter durchschnittlich um 30-50% anheben. Dann regelt sich der Exportüberschuß von selbst nach unten, die Binnennachfrage wird aber explodieren, was zudem noch in höheren Steuereinnahmen für Bildung und Infrastruktur resultieren würde

@nana 23:51: Wie gesagt, so einfach ist es nicht

"Dann erklären Sie mir doch mal rein mathematisch, wie jemand Defizite haben kann, wenn der Haupthandelspartner keine Überschüsse hat? Richtig, das ist unmöglich. Lassen Sie uns doch mal das Experiment wagen, und einfach den Menschen hierzulande das geben was sie erarbeitet haben. Es würde die Marktwirtschaft auch ihrem ursprünglichen Zweck zuführen."

Mathematisch haben Sie recht: Wenn bei 2 Haupthandelspartnern der eine keine Überschüsse hat, dann hat der andere auch keine Defizite.
Die Mathematik hat immer recht. Deshalb werden die Defizitländer ihre Defizite weiter behalten, auch wenn D seine Ausfuhren so verteuert, dass kein Überschuss mehr entstehen kann:
Haupthandelspartner der Defizitländer wird dann nämlich nicht D sein, sondern China oder Korea.
Dann müssen Sie denen das volkswirtschaftliche Einmaleins beibringen.

Ich will allerdings gar nicht bestreiten, dass es hierzulande Nachholbedarf bei den Löhnen gibt. Allerdings nicht bis zur Aufhebung aller Ungleichgewichte.

Baut Autos wie Fiat

Deutschland ist eines der wenigen Länder das sich die Industrieproduktion durch ständiges weiterentwickeln bewahrt hat. Solidarität kann doch nicht bedeuten Waschmaschinen so blöd zu bauen das man lieber welche vom Ausland kauft. Besonders England muss erkennen das vom Handel mit Finanzprodukten ein Volk nicht leben kann.
Wir haben schon ein höheres Rentenalter und hohe Steuereinnahmen damit wir Griechenland helfen können das sie weiter zeitiger in Rente gehen können.

Hohe löhne in den USA?

Von einem Tarif Mindestlohn von 16 Euro im Deutschen Baugewerbe kann aber der Amerikaner nur träumen. Auch ein neuer Mindestlohn von € 8.50 dürfte die Amerikaner nur neidisch machen.

@habu

"Haupthandelspartner der Defizitländer wird dann nämlich nicht D sein, sondern China oder Korea."
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So einfach ist das nicht. Diese Handelspartner stehen aus rein geographischen Gründen weiter hinten. Keine Sorge: Überschüsse/Defizite sind und bleiben das Ergebnis vom Fehlverhalten zwei Partner.
Der Nachholbedarf bei den Löhnen ist übrigens festlegbar (Produktivität und Inflation) und kein Gegenstand der Befindlichkeit.

@ Jasca Jaworski: Sie haben uns ja fleißig belehrt

D hat sich also nicht an die Regeln gehalten, hat die Löhne nicht im Einklang mit Produktivität und Zielinflation wachsen lassen, daher rührt der Schaden.

Mal ganz abgesehen davon, dass sich die Defizitländer ebenfalls nicht an die Regeln gehalten haben (hier wuchsen die Löhne weit stärker, als die Produktivität, was weitaus gravierender ist):

Die deutsche Volkswirtschaft konkurriert nur am Rande mit den anderen EU-Staaten, sondern vor allem mit dem Rest der Welt, der sich leider noch viel weniger an die Regeln hält.

Hier die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten ist eine Gratwanderung. Allerdings gibt es in der jetzigen Situation noch viel Luft für Lohnerhöhungen, wenn man die sprudelnden Gewinne nur anders verteilen würde.
Höhere Löhne generieren mehr Binnenkonsum, keine Frage. Sehr fraglich ist allerdings, ob dieser den Defizitländern zugute kommen würde.
Wem also würde eine künstliche Schwächung der deutschen Exportstärke nützen? Richtig, China, Korea und nicht etwa den EU-Pleitiers

@Hügel: Was für ein hohles Geschwätz

Wollen Sie uns wirklich die USA als Hort der gerechten Löhne verkaufen? Ich weiß nicht, in welcher USA Sie leben, wenn überhaupt...

Keine Frage, manche Spezialisten verdienen in den USA sehr gut. Auch als Vorstand einer Bank hat man sein Auskommen.

Was aber den Niedriglohn-Sektor angeht, da verwechseln Sie in Ihrer Beschreibung Deutschland und die USA.

Handelsbilanzüberschüsse...

...sind an sich nichts Schlimmes, -defizite auch nicht. Viele Leute lassen sich einfach von negativ klingenden Wörtern schockieren.
Wenn jedoch ein Exportüberschuss nur aufgrund eines konvergierenden Währungsraumes zu Stande kommen (und somit auf Kosten der anderen Staaten der Währungsunion), dann ist das schon ein Problem.
Was Herr Jaworski hier noch alles an linker Rhetorik unterjubeln will ist übrigens sehr amüsant :)
und nana... Exporte werden immer in der Währung des exportierenden Landes bezahlt. Was um alles in der Welt ist schlimm daran, wenn wir Dollar anhäufen? Die liegen ja nicht einfach rum oder werden zu "Forderungen"... damit wird der Import finanziert.

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