Ihre Meinung zu: Plastiktüten in Ruanda seit Jahren verboten

4. November 2013 - 13:45 Uhr

Wer nach Ruanda reist, muss sich auf spezielle Gepäckkontrollen gefasst machen: Plastiktüten werden eingesammelt und entsorgt. Seit fünf Jahren sind sie verboten. Ruanda gilt damit als Vorbild - nicht nur in Afrika.

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Kommentare

Dieses Vorbild sollte mal in

Dieses Vorbild sollte mal in Europa bekannt gemacht werden. Vielleicht gibt es dann Flüchtlingsströme in eine andere Richtung.
.
Es geht also auch ohne ... und da sollte unsere "Wirtschaftsfreundin Merkel" dann auch nichts dagegen haben.
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Viel positiver finde ich die gemeinsame Reinigung der Umgebung. So etwas findet bei uns zwar auch statt (der naheliegende Wald wird entrümpelt), aber das passiert eben nur einmal im Jahr.

Glückwunsch !!!!

Glückwunsch !!!!

Gute Nachrichten

Ok, ich oute mich hiermit als Hobby-Langschläfer, der sicher nicht glücklich über so einen Samstag morgen wäre, aber genau das Anpacken fürs eigene Glück was dort praktiziert wird, wünsche ich allen Menschen, die gerne ihren schlechten Umständen entfliehen wollen.

Deutlich ist natürlich auch, dass Informationskampagnen zur langfristigen Einbindung der Bevölkerung mindestens genauso wichtig sind wie die dahinter stehenden Regeln und auf jeden Fall wichtiger als die Lieferung von fertig gebauter Technik für Projekt X, die dann zum Rohstoffpreis auf dem nächsten Schwarzmarkt landet.

Viel Erfolg bei allen weiteren Anstrengungen, Missstände zu beheben und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.

danke,

Liebe Tagesschau Redaktion für diesen Artikel, kaum zu Glauben das in einem Dritt Welt Land so etwas funktioniert, da können Wir in Europa uns nur ein Beispiel dran nehmen. Es muss ja nicht jeder gleich
Zum Öko mutieren aber wenn alle etwas Umweltbewusster leben und vielleicht einfach mal einen Korb mit in den Supermarkt nehmen ( auch wenn es uncool aussieht) können wir auch hier bei uns Dinge verändern.

Das Kind mit dem Bade...

Ich habe die eine oder andere alte Plastiktüte, die mich seit jahren treu begleitet: sie hält die versiffte Schuhsohle von Wertvollerem fern, sie verhindert, dass übereifrige Gepäckkontrolleure meine Klamotten mit Zahnpasta oder Shampoo "verzieren" (alles schon mal dagewesen).

Ach ja, und ich dürfte Riesenprobleme bei der Ein-/Ausreise am Flughafen haben. Bekanntermaßen müssen Terrorismus-relevante Flüssigkeiten wie Schokoladenriegel, Lippenstift, oder Kohlestückchen ja bekanntermaßen im "wiederverschließbaren Transparentbeutel" kredenzt werden.

Nur mal so....

geht doch

Und da sag noch einer, Afrika sei rückständig.
Wenigstens mal in Ruanda haben sie erkannt, wie man der Plastikwelle habhaft werden kann.

Ruanda

Ich muss zugeben, so gut wie nichts über dieses Land zu wissen, aber das ist mehr als vorbildlich, macht einem direkt Hoffnung. Hier graut es einen, wenn man durch die Strassen läuft, die Landschaft und auch zuweilen in den Wäldern sieht es nicht viel besser aus. Ob man hier genügend Leute für solche Aktionen zusammenbekäme? Ausser den Kindergruppen, die einmal im Jahr hier zusammenkommen, um wenigstens den grössten Dreck einzusammeln, fällt mir hier keine einzige Initiative dazu ein...

Vorbildlich! Respekt!

Gebt den Afrikanern eine ehrliche Chance und sie werden diese nutzen.

Wir sehen auch wir können noch etwas lernen.

Man reibt sich die Augen

wenn man das liest. Das sollte auch bei uns mal eingeführt werden, denn die Vermüllung hier in Deutschland hat schon gewaltige Ausmaße angenommen.Wo man nicht überall achtlos oder auch bewusst weggeworfenen Müll anfinden kann ist sehr bedenklich. Toll sind immer die Aktionen Müll einsammeln der Schulklassen im Frühjahr doch im nächsten Jahr ist wieder alles vermüllt. Da können wir mal von Ruanda lernen.

Afrika ist konkurrenzfähig!

Zumindest was den Umweltschutz betrifft, sieht man hier eindeutig, dass manche afrikanische Staaten ernsthaft konkurrenzfähig sind!

Ich bin ja schon länger der Meinung, dass man die Afrikaner nicht unterschätzen sollte! Sie mögen aus historischen Gründen in manchen Bereichen etwas hintendran sein. Aber sie zeigen, dass sie durchaus was draus machen können, dass sie nicht alle der in Europa historisch gewachsenen Probleme haben.
Es wird nicht mehr lange dauern und zumindest manche afrikanische Staaten werden für Europa noch mehr gute Beispiele zeigen, wie manche Probleme gelöst werden können!

Ja, bei uns muß es werden wie in Ruanda!

Mit dem Plastiktütenverbot - natürlich strikt, absolut und total - ist ja eines der drängendsten Probleme gelöst worden, die Ruanda hat. Sonst und seither scheint in diesem Land ja alles supi zu sein. Ein echtes Vorbild für uns.

@Copterdoctor

Wem ein Korb im Supermarkt zu uncool aussieht, der kann sich auch einen coolen Stoffbeutel nehmen. Selbe Funktion wie eine Plastiktüte, 1000x wiederverwendbar.

Dann mancht das doch auch in der EU !!

Aber hier ist es ja nicht gewollt das man ein Produkt verbietet egal wie Umweltschädlich dieses auch sein mag.
(Plastiktüten, Styroporverpackung, Atomkraftwerke)

Hier gilt es den Kunden zur Kasse zu bitten bis dieser nicht mehr kann. Denn eine Einsicht muss zuerst einmal beim Hersteller erfolgen und nicht nur in dem Geldbeutel der Kunden erzwungen werden.

Verbietet die Plastiktüte und die sinnfreie Plastikumverpackung zur Plastikverpackung und schon wäre die Umwelt entlastet.
Aber es geht ja nicht darum die Umwelt zu entlasten.

Früher auch in Deutschland!

Für meine Oma war es selbstverständlich die Meter um das eigene Grundstück mitzupflegen.

Heute heißt es: Ich zahle Steuern. Stadt mach mal.

Wir sollten alle mal Mit uns selbst kritisch umgehen und sich nach etwas bücken was wir selber nicht hingeworfen haben.

@ EUdSSR

"Bei uns ist das nicht möglich, denn die Lobby hat was dagegen. Schade."

Ist es wirklich so einfach, um das einfach mit einem bedauernden "Schade" abtun zu können? Was könnte diese "Lobby" beispielsweise gegen Privatinitiativen schon gross unternehmen?

Schön...

Schön mal was besseren zu hören, als Hunger, Korruption und Bürgerkrieg. Da keimt die Hoffnung das sich aus Afrika doch noch mehr entwickelt, als das Armenhaus der Welt. Besonders schön ist allerdings zu sehen das es mal positive Eigeninitiative gibt. Sonst bekommt man fast den Eindruck , wenn man sich in Afrika nicht wegen irgendwas schlagen will, wartet man auf mehr oder minder notwendige Hilfslieferungen. Wollen wir hoffen das auch andere Länder die Kreise der Verzweiflung hintersich lassen.

Und bei der Ausreise

kauft man sich wieder die Plastiktuete, um den Lippenstift durch die Sicherheitskontrolle zu kriegen.

Ob das mit dem Wegschmeissen so guenstig ist?

Ich nehme Plastiktueten auf Reisen z.B., um Dinge gegen Wasser und Staub zu schuetzen.

Man kanns auch uebertreiben.

Jetzt noch...

...Menschenrechte verankern, dann wär das richtig gut.

@MaikDD87

Ich glaube, dieser Eindruck liegt zum guten Teil auch daran, dass normalerweise nur dann aus Afrika Bericht erstattet wird, wenn es Krieg gibt oder Hilfsorganisationen Spenden einwerben wollen.
Das Europabild in Afrika ist umgekehrt verzerrt. Dort sieht man von Europa nur schicke reiche Leuten in der Werbung, es gibt aber leider auch Suppenküchen, Obdachlose und Bettler.

...und wenn ein Schwabe am Samstag den Gehsteig kehrt,

lächelt ganz Deutschland darüber.

Bevor SO etwas in einem ...

... europäischen Land durchgesetzt wird, hat es die EU schon im Vorfeld zu Tode bürokratisiert ... wetten ?

Nachmachen...

...ist zu empfehlen.

@Technocore

Touché!

Zu genau den genannten Zwecken verwende ich Plastik auch: Schuhe, Cremes die auslaufen können.
So lange die Schuhe aber nicht nass sind, können die auch in Stoffbeutel.

Zu dem anderen Artikel (dessen Kommentarfunktion inzwischen geschlossen ist) kann ich hinzufügen:
Wenn ich Eier einkaufe, packe ich den Eierkarton immer in eine Plastiktüte. Tu ich's nicht, habe ich den Salat - die Eier überall. Ist mir schon öfter passiert. Aber nur ohne Plastiktüte. Murphy's Law!
Meistens nehme ich diese Tüte aber schon von zuhause mit - ansonsten nehme ich dafür die dünne Gemüsetüte von der Rolle.

@ Technocore

Ja, klar. Das verursacht wirklich enorme Probleme. Bekanntlich ist es nämlich unmöglich, Schuhe in waschbare Leinenbeutel zu stecken oder Auslaufgefährliches in kleinen Dosen aufzubewahren.
Leute, es gibt sogar festes Shampoo und feste Zahnpasta, angesichts dessen im Zusammenhang mit einem Plastiktütenverbot vom Kind mit dem Bade zu sprechen, ist typisch deutsche Skandalisierung und Unflexibilität. Wenn ich seit Jahren meine Schuhe in Plastikbeutel stecke, KANN es ja keine vernünftige Alternative geben. *kopfschüttel*

@Macchiavelli2

"Her mit dem Schwaben!!!"

Heyheyhey!
Unsere Kehrwoche beschränkt sich auf im Haus und ums Haus, aber nicht alle anderen Häuser noch dazu.

Ein jeder kehr vor seiner Tür, da hat Dreck genug dafür.
;)

Dr. Kawasaki

Ich finde eine Plastikeinkaufstüte das uncoolste Transportmittel, aber wie Technocore schon sagt: man kann's auch übertreiben. Viele fahren mit dem Auto zum Supermarkt, von dem Sprit für die Fahrt kann man tausende Plastiktüten herstellen.

Sicher, man kann einen Baumwollbeutel 1000 mal benutzen (je nach dam wie schwer beladen). Aber ich habe hier auch Plastiktüten, z.B. wo die Schuhcrme drin ist, die jahrelang in Benutzung sind.

Der Baumwollbeutel zum Einkaufen verbraucht bei der Herstellung erstmal viel mehr fossile Ressourcen als die Plastiktüte. Baumwollanbau ist nicht gerade umweltfreundlich. Und ich bin mir nicht sicher, was umweltfreundlicher ist: dreckigen Baumwollbeutel waschen, oder Pastiktüte in den Müll und neue nehmen.

In Ruanda machen sie's nur gegen die Vermüllung und da ist es richtig. Aber die Vermülluung der Städte ist in Deutschland m.M. nicht so ein riesiges Problem.

@Hugomauser

"...und wenn ein Schwabe am Samstag den Gehsteig kehrt,
lächelt ganz Deutschland darüber."

Und das zu Recht:
- Weil er immer Samstags kehrt, nie Dienstags (soll ja zum Kirchgang am Sonntag alles schön clean sein)
- Wei er auch dann kehrt, wenn es nicht nötig ist
- Weil er sogar die Polizei holen will, wenn da ein parkendes Auto vor seinem Haus steht und seinen Besen behindert (Selbst erlebt)

tüten mitbringen verboten

In Deutschland "muß" anscheinend alles in plastik verpackt sein. Da ist das verpackte bonbon noch einmal in einer verpackung und das backpulvertütchen im fünferpack nochmal verpackt, die plastikflachen zu sechst nochmal in schrumpfolie eingequetscht u.s.w. Umwelt egal, hauptsache der verpackungswirtschaft gehts gut.

Wie viel % des deutschen Plastiks landet im Meer?

D. hat schon vor vielen Jahren angefangen, den Gebrauch von Plastiktüten einzuschränken.
Im Vergleich zu anderen Ländern steht D. gut da.

Dazu kommt, dass in D. der größte Teil des Mülls kontrolliert entsorgt und nicht in die Umwelt verklappt wird. Die dazu nötige Infrastruktur ist nicht in jedem Land verfügbar.

Gewiss gibt es auch in D. noch Sparpotential. Von kompletten Verboten halte ich nichts.

Gerade wenn es darum geht, mittels einer Tüte Feuchtigkeit zurück zu halten kann man sie eben nicht durch Papier oder Baumwolle ersetzen.

Ruanda und Ordnung

Vorsicht beim Jubeln über Sauberkeit und Ordnung in Ruanda! Vorsitzende der Nachbarschaft: ist das wie Blockwart? Sauberkeit einfach anordnen oder sonst was? "Freiwillige arbeiten zusammen" - so haben wir doch auch schon mal in Deutschland Ordnung erschaffen und das Land sauber gehalten. Paul Kagame ist kein unbeschriebenes Blatt wenn es um Einhaltung der Autorität geht.

@electrohippie 13:14

Die Frage ist nicht ob man genug zusammenbekommt, sondern wann man beginnt und wieviele Leute man kennt.

Ich kenne mich in Ruanda auch nicht aus aber diese Länderbezeichnungen sind eh eher kolonial als real. Ich kenn es nur von Gambia, da Reisen die Leute weite Strecken, aber sie kennen deshalb viele Leute und ich meine wirklich kennen und wirklich viele. Wenn da im Dorf gesagt wird, heute wird aufgeräumt, dann wird auch aufgeräumt. Und wenn Dorf X einen Laster braucht dann findet sich auch einer und es geht los.

Ich finde es eigentlich nicht richtig von der dritten Welt zu sprechen, es ist eine Kultur die uns vielleicht vor Augen führt das Lebensfreude nicht von Materiellem herrührt, sondern das uns dieser Gemeinsinn abhanden gekommen ist, der mit wenig Mitteln vieles möglich macht und zusammen etwas zu erreichen und sei es noch so unscheinbar zu Anfang, kann sehr erfüllend sein. Ich glaube das verstehen die Leute dort nicht nur sondern sie wissen und praktizieren es auch.

Hut ab, Ruanda.

Ein Dritte Welt Land muss also den ach so zivilisierten Industriestaaten zeigen, wie Umweltschutz geht. Da fehlt im Beitrag nur die Information, ob die das ohne schweineteure Oekosteuer geschafft haben aber es sieht wohl ganz danach aus.

Nicht das Material ist schlecht

Kunststoffe sind erstmal nur Werkstoffe, deren sinnhaftigkeit sich über den Verbrauch ergibt. So bauen wir Autokarroserien, Waschmachinengehäuse und andere Langlebige Güter aus Metallen die Rosten, aber Wegwerfgüter wie Verpackungen und Tüten machen wir aus Plastik die nicht verrottet.

Ich habe seit Jahren EINEN Stoffbeutel und Einen stabilen Rucksack für den Einkauf. Aber es ärgert mich das mein Fleischer alles in Folie verpackt, das Suppengrün jetzt auch statt einem Gummiband in einer Plastikschale mit Plastefolie daherkommt und Reis im Pappkarton nochmal in Folie eingetütet ist. Brötchen muss man seit neuem auch in eine Papiertüte tun die ein Sichtfenster aus Kunststoff hat, vor etwa einem Jahr gings auch ohne. Also geh ich mit der Tupperdose zum Fleischer mit dem Beutel zum Bäcker und fürs Suppengrün zu einem Händler der nur ein Gummiband verwendet.

Kunststoffe sind nicht perse Schlecht, aber wie wir sie verwenden ist der reine Wahnsinn.

ohne hiervon zu wissen

habe ich diesen Vorschlag in Tunesien unter Freunden gemacht. Auch dort ist der meistverbreitete Müll in Form von Plastiktüten zu finden.

Cool, dass es in Ruanda funktioniert! Sollte meiner Meinung nach weltweit so sein.

@spetzki

Die Frage ist nicht verkehrt, aber wenn man sich mal einen Fluss in D. genauer anschaut dann schwimmt da eine menge Müll mit der da nicht reingehört, seien es Styroporplatten von Baustellen die der Wind fortgeweht hat oder Plastemüll aus Mülleimern die übervoll oder umgeworfen sind, dazu noch die unmengen von Zigarettenfiltern die aus Zelluloseacetat bestehen, welches auch schlecht bis gar nicht natürlich abgebaut werden kann.

Im Prinzip und theoretisch hast du recht, aber der Anwender nutzt halt die Stoffe nicht immer nach Plan und entsorgt sie auch nicht immer nach Vorschrift.

Es gibt längst Biokunststoffe die auch wieder, je nach Herstellungsverfahren, abbaubar sind und Eigenschaften haben, welche sie Ideal für die kurzzeitige Verwendung macht z.B. Ligninbasiert(abfall aus der Papierherstellung) oder aus polylactiden also Milchsäure mit Einschränkungen.

Die meisten Kunststoffe werden in D. einfach verbrannt und das ist in meinen Augen Verschwendung von wertvollem Material.

@ Bill Hicks

"Ich finde es eigentlich nicht richtig von der dritten Welt zu sprechen, es ist eine Kultur die uns vielleicht vor Augen führt das Lebensfreude nicht von Materiellem herrührt, sondern das uns dieser Gemeinsinn abhanden gekommen ist, der mit wenig Mitteln vieles möglich macht und zusammen etwas zu erreichen und sei es noch so unscheinbar zu Anfang, kann sehr erfüllend sein. Ich glaube das verstehen die Leute dort nicht nur sondern sie wissen und praktizieren es auch."

Ja, ganz meine Meinung, nicht zuletzt auch deshalb kommt das Wort "Ubuntu" aus dem Afrikanischen, welches hierzulande sogar schwer zu übersetzen ist, vielleicht weil es dergleichen hier nur vereinzelt gibt...

Ein afrikanischer Philosoph drückte es folgendermassen aus und bringt es, wie ich meine, damit genau auf den Punkt: "Ich bin, weil wir sind und wir sind, weil ich bin".

Vorbildliches Ruanda

Ehrlich gesagt ist in Ruanda mehr als nur das Plastiktütenverbot vorbildlich. Sie haben zum Beispiel in Ruanda eine allgemeine Krankenversicherung für alle Bürgerinnen und Bürger, ein effektives Gesundheitswesen im Aufbau mit vielen kleinen Gesundheitsstationen (die Gesundheitsministerien ist zum Beispiel genauestens über die Versorgung der Neugeborenen orientiert), eine ganz niedrige HIV-Rate dank effektiver Vorbeugung und Behandlung und vieles mehr. Es gibt Frauengleichstellungsprogramme und Förderprogramme und eine berufliche Ausbildung für Jugendliche. Die Kriminalitätsrate ist niedrig, es gibt keine Müllhalden, die Straßen sind sauber, der Nahverkehr ist effektiv, die Leute arbeiten sehr fleißig. Schon mal dagewesen?

Zahlen gefällig?

Wir Deutschen verbrauchen 5,3 Milliarden Plastiktüten pro Jahr
Für eine Tüte benötigt man 40 Gramm Rohöl
Der Deutsche Einzelhandel verbraucht 10000 Tüten pro Minute
Für alle Tüten die in Deutschland in 5 Tagen verbraucht werden könnt man die Allianz Arena randvoll mit Rohöl füllen
weltweit werden 570 Millionen Liter Rohöl pro Tag für die Herstellung von Plastiktüten verbraucht!
Quelle: Stern.de

Ja,ja wie war man kann es wirklich übertreiben...

nachdenken?

Wie schon erwähnt ist Ruanda in vielerlei Hinsicht kein Vorzeigemodell für Demokratie und Menschlichkeit.
Aber wenn ich immer wieder lesen muss, dass Verbote (schon gar nicht seitens der EU) nicht tolerierbar seien, dann frage ich mich schon, warum trotz vielem individuellem Engagement soviel Plastikmüll anfällt? Ich sehe in der EU einen massiven Rückgang an Plastiktütenwahnsinn, aber eine exponentielle Plastikverpackungsmanie bei Lebensmitteln etc.
M.E. denken wir Konsumenten eben in der Regel nicht nach, sondern vertrauen zumindest in D darauf, dass der grüne Punkt alles richtet, statt sich selber an die Nase zu fassen, um Plastikverpackungen zu boykottieren. Ohne Gängelung ändert sich auch in D nichts. LEIDER !

nachdenken

Wie schon erwähnt ist Ruanda in vielerlei Hinsicht kein Vorzeigemodell für Demokratie und Menschlichkeit.
Aber wenn ich immer wieder lesen muss, dass Verbote (schon gar nicht seitens der EU) nicht tolerierbar seien, dann frage ich mich schon, warum trotz vielem individuellem Engagement soviel Plastikmüll anfällt? Ich sehe in der EU einen massiven Rückgang an Plastiktütenwahnsinn, aber eine exponentielle Plastikverpackungsmanie bei Lebensmitteln etc.
M.E. denken wir Konsumenten eben in der Regel nicht nach, sondern vertrauen zumindest in D darauf, dass der grüne Punkt alles richtet, statt sich selber an die Nase zu fassen, um Plastikverpackungen zu boykottieren. Ohne Gängelung ändert sich auch in D nichts. LEIDER !

„warum müsste das bei uns -

„warum müsste das bei uns - wie es viele hier fordern - erst behördlich angeordnet werden???“

Weil der Durchschnittsdeutsche, wie die allfälligen Diskussionen um Dosenpfand, Rauchverbot, Vegie-Day oder eben Plastiktütenverbot zeigen, seine Individualität über alles stellt. Über Vernunft z.B. Und weil es genug Lobbyisten für jedes Beispiel gibt, die dann einen nachhaltigen Vorschlag gleich als Freiheitseraubung und Bevormundung umdeklarieren. Zur Freunde des Durchschnittsdeutschen, der sich dann darüber echauffieren kann, wie er unterdrückt wird.

Randnotiz: Wir haben auch andere Probleme, aber wir regen uns lieber über sowas auf.

@ plietsch - nachdenken

"M.E. denken wir Konsumenten eben in der Regel nicht nach, sondern vertrauen zumindest in D darauf, dass der grüne Punkt alles richtet, statt sich selber an die Nase zu fassen, um Plastikverpackungen zu boykottieren."

Danach dürften Sie kein einziges elektrisches Gerät mehr kaufen, und eigentlich auch sonst so gut wie überhaupt nichts mehr... Realistisch?

Find' ich natürlich gut, aber..

..gibt es da nicht diese Vorschrift, dass man Flüssigkeiten im Handgepäck in einer 1l Plastiktüte mit Verschluß transponieren muss? Wie bleib' ich da jetzt konform?

Es ist ein Thema, welches

Es ist ein Thema, welches ganz oben an die Tagesordnung gehört. Es ist ein gravierendes Problem, vor allem in Afrika. Wenn von Afrika die Rede ist, dann ist damit unteranderem auch unser Nachbarland "Marokko", welches mit der EU eine gemeinsame Grenze teilt, gemeint. Aus eigener Erfahrung, kann ich darüber berichten, welch katastrophale Zustände sich aus Kunststoff-Müll ergeben. Der Müll ist sowohl in der Stadt wie auf dem Land nicht zu übersehen. Ganze Landstriche sind auf Grund von Plastiktüten verunstaltet. Es ist eine Schande, was man dieser eigentlich doch so wunderschönen Landschafft antut....

Ungutes Gefühl!

Es ist schon merkwürdig einen Staat wie Ruanda als Beispiel für Europa zu benennen. Es ist weiterhin merkwürdig das eine deutsche Journalistin das zwangsweise Konfizieren von Plastiktüten als vorbildlich anzusehen scheint.
Wie wäre es mit einmal mit einer "Plastiktütenrazzia"?
Ein wenig nachdenklich kann man, was Freiheitsrechte betrifft, bei solchen Kommentaren schon werden. Oder ?
Ein anderes Beispiel: In Singapur drohen beim spucken von Kaugummi oder andere Verunreinigungen der Gehwege nicht unerhebliche Körperstrafen. Ergebnis: Wunderbar saubere Straßen. Auch vorbildlich! Oder, lieber WDR ???

@13:14 von HMBMaD

Niemand hat die Ruanda diese Chance gegeben, sie haben sich selbst dazu verpflichtet - das ist der Unterschied! Chancen muss man sich nehmen, wer darauf wartet, dass jemand ihm eine gibt, hat schon verloren!

Es geht doch, wenn es einen

Es geht doch, wenn es einen Willen gibt-.

>
All jenen, die Bevormundung und ähnliches argwöhnen: Denen sei doch mal freundlich gesagt, dass wir durch Regeln ja überhaupt ein Zusammenleben und eine geordnete Gemeinschaft zustande bringen.
>
Es wird immer Regeln geben. Es kommt nur drauf an, welche Konsequenzen diese haben- Und ich denke, ohne Plastik kann man nun wirklich noch leben. Wenn das alle machen, dann ist das irgendwie auch einfacher. Es wird zum Selbstverständnis.
>
Schöne Alternativen gibt es genug, die gerade bei solchen Völkern gehegt und gepflegt werden, die noch naturnah leben. Da in Afrika praktisch alles naturnah ist, wundern so eine Entscheidung eigentlich nicht. Körbe, Kalebassen, Darm (das ist so rein wie ein Pelz), Leinensäcke....

Ruanda ... Da denke ich an Völkermord 1994.

Und die Untätigkeit der UN.

Aber nicht an Plastiktüten !

17:54 von imhotep1111 und andere

Deswegen hab ich kein ungutes Gefühl. Ich habe eher ein ungutes Gefühl, wenn nach den Statuten freie wirtschaftlichen Betätigung wichtiger ist als Umweltschutz. Der Lobby sei Dank!
Und jetzt glaube bloß keiner, dass in D der Abfallbereich gut geregelt ist. Auch da gibt es eine Mafia, die dafür sorgt dass viel Müll entsteht, damit man viel Geld verdienen kann. Und die Kalkbrenner und Aluminiumschmelzer brauchen ja auch ihr Heizmaterial.

@ adagiobarber

"Ruanda ... Da denke ich an Völkermord 1994."

So, und wenn Sie "Deutschland" hören, woran denken Sie da?

@ Claudia und andere

Was soll ich noch sagen - Sie drücken es bestens aus !

Es ist sicher nicht alles gut hier im Land ... aber wo ist es schon 'nur' gut ???

Dennoch spielt sich in Rwanda seit 1994 eine wohl beispiellose Erfolggeschichte ab - und ich kann hier nicht einmal im Ansatz beschreiben, welcher Neid in seinen Nachbarländern der Ost-Afrikanischen Gemeinschaft auf Rwanda herrscht: 19 Jahre nach dem Genozid eine Entwicklung, die (nicht nur - siehe Deutschlands Aktivismus in Sachen Plastiktüten) klare Akzente setzt ... und die Nachbarstaaten unter erheblichen Erfolgsdruck.

Und ich frage: Was ist denn schlecht an der Kontrolle des Gepäcks am Flughafen ? Was am Bestrafen von Leuten, die Kaugummi in die Landschaft spucken ?

Hierherkommen - und selber sehen !

Keine Kriminalität ... sicheres Reisen ... und noch vieles mehr !

Plastiktütenverbot

Es ist für mich eher erschreckend wie wieviele hier über diese Tüten-Diskussion schimpfen !
Ruanda ist nicht das beste Beispiel für die von uns Menschen gemachte Umweltproblematik. ABER meckern und einfach so weiter machen, in einem der erfolgreichsten Industriestaaten das v.a. die Möglichkeit hat als Vorbild zu handeln, ist definitiv der falsche Weg !
Interessant ist doch schon, dass es in Finnland und Dänemark auch mit weit weniger Tüten geht: also nicht meckern sondern offen sein für neues !
Zusätzlich sollte jeder Mal entschleunigen und sich die Zeit nehmen den klassischen geflochtenen Korb schnappen, ab auf den Markt oder doch in seiner Region nach einem Bauernhof schauen.
Und bitte nicht mit der pessimistischen Antwort kommen: was soll ich als einzelner ändern können ... nicht meckern, MACHEN !

Was stimmt nun?

„In Kenia und Uganda gilt für die dünnsten Tüten ein Verbot und für die übrigen eine erhöhte Besteuerung“ Wikipedia zu Plastiktüte

Was stimmt nun?
Sind die Plastiktüten verboten, oder wird die Bevölkerung von der Regierung zusätzlich gemolken?

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