Fahnen der Grünen

Ihre Meinung zu Interview: "Noch weiter nach links wird's nicht gehen"

Nach dem Wahldesaster und dem Scheitern der Gespräche mit der Union haben die Grünen auf ihrem Parteitag einiges aufzuarbeiten. Sie müssen sich wieder auf ihre Kernthemen besinnen, meint Politologe Probst im Gespräch mit tagesschau.de. Denn mit der Linksorientierung seien sie gescheitert.

...mehr ...weniger
Dieser Artikel auf tagesschau.de
Kommentieren beendet
61 Kommentare

Kommentare

Schwarzseher
Noch weiter nach "links"? Mir

Noch weiter nach "links"?
Mir sind die Grünen eindeutig zu schwarz.....

Liane8151
Grün und links ?

Kann nicht finden, dass die Grünen sich nach links orientiert haben.
Vielleicht hätten sie nicht so sehr auf die SPD als Koalitionpartner setzen dürfen. Vlt. haben sie deshalb so viele Prozentpunkte verloren ?
Schade, ich hätte die beiden wirklich gern an der Regierung gesehen !
Haben viele Wähler wohl nicht so gesehen.

Gast
Grüne und links?

Wie bitte?
Weiter nach links geht nicht?
Wo sind die Grünen denn links gewesen?
.
Die Grünen haben Militäreinsätze oder auf gut deutsch Kriege im Kosovo und in Afghanistan mitgetragen. So etwas ist nie und nimmer links.
Das ist rechtsaußen.
.
Hartz4?
Das ist rechtsaußen.
.
Für eine vollständige Aufzählung reicht der Platz hier nicht aus.

Gast

Fassen wir also zusammen: Die Grünen sollen zurück auf Fischerkurs. Dass dieser Kurs nicht nur 8000 Mitglieder vergrault hat, sondern die Grünen auch die Regierungsbeteiligung gekostet hat (zurecht!) ist Wurst.

Was dieser Tage hier alles an "Experten" aufgeboten wird, ist ja grandios. Dass es linksliberale Parteien in den meisten unserer westlichen und nördlichen Nachbarstaaten gibt, wird gekonnt ausgeblendet. Genau in dieser Position könnten sich die Grünen wiederfinden, da SPD und Linke eher klassisch sozialdemokratische Parteien sind.

OpferBadenSacrifice
Ohne Koalition is grün.

Es ist besser für die Grünen 90 keine Koalition mit der CDU zu haben weil die CDU genauso wie die SPD nutzlose Koalitionspartner sind. Wichtige akute Themen werden gerade ja von der CDU und der SPD nicht beachtet wenn diese von anderen Parteien kommen egal wie intelligent und begründet diese sind. An der FDP hat man es gesehen das sie für 4 Jahre weg sind nach all dem was die FDP erzählt hat. Liebe Wähler und Wählerinnen von der CDU und SPD gibt eure Stimme auch mal den kleineren Parteien wie Grünen und Piraten.

Mit freundlichen Grüßen euer Opfer

Gast
@netille

das typische alles was nicht links ist ist außen rechts ist widerwärtig , genauso wie umgekehrt.
Gottseidank haben wir hier eine Demokratie mit freier Meinungsäußerung ohne Ihre polemische Denunziation.

Gast
"Wahldesaster"

Das ist hier kein hier angebrachter Begriff. Die Grünen haben mit 8, 4 ungefähr so abgeschnitten wie bei den BT-Wahlen 2005 und 2002. 1998 waren es sogar nur 6,7 Prozent. Dass es 2009 ausnahmsweise 10,7 waren, lag sicher daran, dass die Grünen sich damals gegen die große Koalition in der Opposition besser profilieren konnten.
Das diesmalige BT-Ergebnis der Grünen an zuvor besseren Umfragen zu messen (die sind immer volatil) oder an der sehr spezifischen Situation in Baden-Württemberg (z.B. Stuttgart 21) ist nicht so sinnvoll. Der Fukushima-Effekt war zur BT-Wahl auch vorbei.

ceterum
Die Grünen sind an sechs rotgrünen Landesregierungen beteiligt.

Wer da von einem "Scheitern" spricht, scheint
die Realität auszublenden.

Bei der Bundestagswahl 2013 haben die Grünen ihr dritt-bestes Wahlergebnis überhaupt erzielt.

Eine Öffnung zu den Konservativen in Hamburg und im Saarland ist von der
Wählerschaft der Grünen nicht goutiert worden.

Der Grünen-Hype nach Fukushima war erwartungsgemäß von kurzer Dauer.

Miauzi

Die einzigen die die Grünen jetzt gewählt haben - ist ihre "linke" Stammwähler.

Wenn man also jetzt in die Nähe der CDU rückt - dann gewinnt man vielleicht im bürgerlichen Lager neue hinzu...
..nur dann verliert man aber die jetzigen Stammwähler.

Die wird man nicht halten können...
..nur scheinen die jetzigen Parteiführer dies überhaupt nicht ihren ihren Köpfen zu realisieren.

Man darf auch nicht vergessen - Die Grünen in Hamburg sind politisch anderes "gestrickt" als die im "Ländle"
*zwinker*

Gast
Die Grünen

haben im Wahlkampf sehr wohl auf linke Themen gesetzt, etwa bei Steuererhöhungen, Mindestlohn, etc. Gerade deshalb wusste niemand mehr, wofür die Grünen eigentlich stehen und worin sie sich von SPD und Linke unterscheiden. Erst in den letzten Wahlkampfwochen wollte man auf Energie- und Umweltpolitik fokussieren. Diese gescheiterte Links-Strategie hat Trittin zu verantworten. Dadurch hat aber die Partei nur die Option Rot-Grün. Geht sie etwas mehr in die bürgerliche Mitte wäre der Weg für die Option Schwarz-Grün geebnet.
Die Linke als "klassisch sozialdemokratische Partei" zu bezeichnen, beweist Humor. Aus meiner Sicht vereinigt die Partei sozialdemokratische Positionen mit sozialistischen Vorstellungen. Das Wahlprogramm lässt sich nur als Sozialutopie bezeichnen, denn seine Umsetzung wäre nicht finanzierbar und hätte auch verfassungsrechtliche Hürden.

Izmi
17:03 @ tageslicht

Wohl wahr! Heute schreibt noch ein Politik-Experten-Professor über die Groko und die Probleme damit allgemein. Was auffällt, ist das alle diese "Experten" ungefähr auf dem Forschungsstand von 1985 stehen mit den niedlichen kleinen Problemen dieser Zeit, möchte man sagen. Dass demnächst eine mittlere Revolution ansteht, geboren aus der Wirtschaftskrise (die die Herren nicht wahrnehmen wollen), aus der Ungleichverteilung des Reichtums und aus dem Unvermögen der "Regierungs"-Parteien, wird nicht zur Kenntnis genommen. Und aus einer solch sehr begrenzten Sicht der Dinge folgt natürlich auch keine Änderung der eigenen "wissenschaftlichen" Meinung. Wenns nach den Professoren ginge, änderten sich allenfalls die Klamotten von Frau Roth.

Elvenpath
Nein danke.

Solche opportunistischen Einstellungen, wie sie Herr Probst empfiehlt sind mir zuwider.
Die Grünen sind schon viel zu bürgerlich und haben viele ihrer ehemaligen Positionen verraten. Sie sind inzwischen auch von religiösen Kräften unterlaufen.
Die Grünen hatten sich zum Beispiel für die gewaltsame Zwangsbeschneidung von wehrlosen Kindern eingesetzt. Das ist mit der ursprünglichen Menschenrechtsorientierung nicht vereinbar.
Ich habe früher Grün gewählt. Inzwischen sage ich. Nein Danke!

Gast
Nein! Nie wieder Krieg!

Ja, mein Weltbild ist ganz, ganz einfach.
.
Alles was der Kriegsdurchführung oder Kriegsvorbereitung dient, ist abzulehnen.
Und das tu ich konsequent und bedingungslos.
.
Der Frieden ist das wichtigste und ohne Frieden ist alles andere nichts.
.
Das war auch die Auffassung der Väter des Grundgesetzes, die aus guten Gründen einen Staat ohne Armee gestaltet haben.
.
Eine der ersten rechtsradikalen Aktionen des Bundestages war dann auch die Wiederbewaffnung gegen den ausdrücklichen Willen des deutschen Volkes.
.
So einfach ist die Welt.
Kriegsunterstützung - Nein danke

Gast
@Harald Schulze

Das halte ich ebenfalls für einen guten Vorschlag. Bisher haben Autos immer Vorrang gehabt. Wenn z.B. in Städten Fußgänger und Radfahrer Priorität hätten, wäre das für die Umwelt durchaus förderlich. Und der ÖPNV wäre dadurch auch attraktiver, zumal wenn die Taktung verkürzt würde. Natürlich muss Rücksicht auf diejenigen genommen werden, die auf einen PKW angewiesen sind. Aber insgesamt halte ich die Zentrierung auf Autos problematisch. Elektrofahrzeuge sollten dabe aber bewusst und bevorzugt gefördert werden.

Thomas Wohlzufrieden
Die Wurzeln sind links

Die einzig wahre demokratische Partei die es noch gibt, ist die Linke. Demokratisch schon alleine deswegen, weil dort öffentlich gestritten wird, anders als im Abnicke -verein CDU zum Beispiel. Diese hat sich da eher die "Verhaltensweisen" ihres Ostflügels, zu dem ja Angela Merkel auch zählte, angeeignet. Was die Grünen betrifft: Sie waren UR-Links, davon sind jetzt aber nur noch Reste vorhanden. Aber die Grüne muss wieder zu ihren linken Wurzeln zurück. Aber bitte ohne die Pastorale Frau Göring-Eckard. Denn was das Pastorale uns eingebrockt hat, sehen wir zur Genüge an Merkel und Gauck.

Gast
Links ??

Natürlich finden es die Grünen und deren Wählerschaft hipp und schick sich als "links" zu bezeichnen.
Die Grünen sind schon seit Jahren die Partei einer bürgerlichen akademischen Subkultur und sehen sich
als Teil einer neuen ökogisch grünen Elite. Links und Sozial? : Doch eher der Drang nach einem mütterliches Hegen und
Erziehen des sogenannten "bildungsfernen"Prekariats. (Welcher grüne Studienrat würde seinen Nachwuchs auf eine Brennpunktschule schicken?... Privat ist angesagt!)
Pazifistisch? Na wenns der guten Sache dient sind auch die Grünen militärischen Mitteln nicht abgeneigt.
Neue Technologien, Natursicht, Gesellschaftssicht : Eher konservativ um nicht zu sagen ultrakonservativ.
Gerne auch mit Lobbyisten unterwegs: Natürlich den "Guten Lobbyisten" Windkraft ect.
Pöstchenwirtschaft: Kein Deut besser als SPD oder CDU ! (Genderbeauftragte, Umweltbeauftragte, Fahrradbeauftragte ect.)
Es ist mir ein Rätsel wie man die Grünen noch als "Links" ansehen kann!

Gast
@netille

Das ist nicht rechtsradikal, egal wie oft sie es erwähnen , aber bei solch weltfremden naiven Äußerungen ist das wohl egal

positron61
Verbraucherschutz , Bildungspolitik, Umweltschutz, Renten

Das müssen die Themen der Grünen werden bzw. wieder werden. Sie müssen sich weder der CDU noch der Linken annähern, sondern nur sich für mehr Rechte für Verbraucher, Arbeitnehmer, Auszubildende, Schüler, Studenten und Rentner einsetzen. Aber am wichtigsten ist der Einsatz für einen bundesweiten Volksentscheid und für die Abschaffung der Zockerinstrumentarien wie Derivate, die zur Lehmannpleite und zur Finanzkrise wesentlich beigetragen haben. Bankenkontrolle statt Steuererhöhung muss die Strategie sein, dann können sie wieder Stimmen bei den Landtagswahlen bekommen.

Gast
Wie bitte?

Die Grünen sollen zu weit nach links gerutscht sein?
In meinem Bekanntenkreis ist man da ganz anderer Meinung. Wenn überhaupt, dann zu weit nach rechts gerutscht. Wobei das schlechte Wahlergebnis auch ganz erheblich an der ständigen Medienhetze liegt, die gegen die Grünen veranstaltet wurde und wird.

Gast
Die Kernschmelze der grünen Stadtindianer hat also begonnen

Da die Wirkungen der Kernschmelze in Japan langsam verpuffen und die hohen Stromrechnungen dem Volk den Wind- und Sonnenstrom gehörig zu verleiden beginnen, so hat auch der politische Höhenflug der grünen Stadtindianer nun sein jähes Ende gefunden.
Am meisten freilich haben die grünen Stadtindianer dazu wie immer selbst beigetragen, denn sie haben doch tatsächlich Steuererhöhungen gefordert und diese sind nun einmal beim Volk so beliebt wie Fußpilz und als dann der Möchtegernfinanzminister Würgen gesagt hat, daß die neuen Steuern an Griechenland verschenkt werden sollen, war dann alles zu spät. Zumal die grünen Stadtindianer dem Volk dann auch noch das Fleischessen verbieten lassen wollten.
Auch holte die grünen Stadtindianer einmal mehr ihre überaus unschöne Vergangenheit ein und so wurde kurz vor der Wahl ruchbar, daß die grünen Stadtindianer gefordert haben, daß die Strafbarkeit des Kindesmißbrauchs abgeschafft werden solle. Insgesamt also ein wohlverdientes Debakel.

frankd
eher rechts als links

Ich sehe auch eher einen Rechtsruck bei den Grünen, sonst wären Verhandlungen mit CDU/CSU auf Bundesebene gar nicht möglich bzw. vermittelbar.
Außerdem wäre sonst ernsthaft über eine Rot-Rot-Grüne Regierung diskutiert worden. So ist aber die politische Schnittmenge mit der CDU im Augenblick größer als mit den Linken.
So kann man auch Chancen für eine alternative Regierung vertun.

Gast
Ich reibe mir verwundert die Augen.

Ich bin bestimmt ein Mensch mit ökologischer Grundeinstellung. Ich traue mir ein gesundes Maß an Realismus zu. Davon scheinen der größte Teil der Kommentaroren weit entfernt zu sein. Wenn ich lese, dass die einzig demokratische Partei DIE LINKE ist, suche ich mit Brechreiz hilfesuchend nach meinem Eimer. Wenn ich lese, dass die die GRÜNEN nicht links orientiert sind, frage ich mich, was der Kommentator so raucht. Natürlich gibt es die Erleuchteten (z. B. Grüne sind bürgerlich akademische Subkultur - trifft für die Grünen ab 40 aufwärts sicherlich zu - werden aber immer weniger.).
B90 haben die Implementierung des Umweltgedanken in die gesellschaftliche Denkwelt auf der "Haben-Seite". Erfunden/verankert in der Politik haben sie es nicht. Das war damals ein Innenminister namens Genscher (den seine Partei wähle ich auch nicht).
Wenn ich es recht betrachte, braucht die Grünen eigentlich keiner mehr. Alle Themen werden von anderen Parteien irgendwie besser besetzt, sogar von den LINKEN.

GDN
An alle hier, die es besser wissen

Links, rechts, außenrechts, oben, unten – politischer Kindergarten?

Sogar die kümmerlichen 8,4 % werden mit irgend einem Kleinergebnis aus der Vergangenheit verglichen und als gar nicht so schlecht schöngeredet. Da fällt mir doch gleich der Nahles-Singsang ein.

Die Grünen waren in Umfragen vor ihrer Steuerattacke (um DIE geht es, wenn von „links“ die Rede ist) nicht bei 10 %, sondern bei 20 %! Demgegenüber sind 8,4 % ein gewaltiger Absturz. Und wenn man die „linken (Angriff-auf-den-Mittelstand-)Stammwähler“ vergraulen und dafür den JETZT vergraulten Rest von 10 % oder mehr der echten (=realen) Grün-Wähler wiedergewinnen würde, sähe es 2017 erheblich besser aus. Allerdings nicht für die CDU, die würde Stimmen verlieren.

Gast
netille und der dunkelgrüne Frieden

Auch wenn Sie hier kritisiert werden, verstehe ich absolut, was Sie meinen. Man kann gerne über rechts, links, grün oder rot debattieren. Aber all diese Debatten sind eben nur im Frieden möglich. Der Frieden ist immer das höchste Gut, steht sogar über der Freiheit, denn Freiheit nutzt nichts ohne Frieden.
Und wenn eine Partei das nicht berücksichtigt, dann stehen deren Prioritäten ganz schön neben der Wirklichkeit (sowohl bei SPD als auch bei Grünen und Schwarz wäre sowieso gerne immer bei Kriegen dabei), ob rechts oder links, spielt dabei keine Rolle. Krieg ist Gewalt und kostet Leben, manchmal auch das Eigene.

Gast
Kernthemen der Grünen

Eigentlich war doch die Vergangenheit perfekt für die Grünen. Es gab so viele Lebensmittelskandale, Fukushima, eine total vermurkste Energiewende, Korruption, Fracking und Umweltbelastung durch ständige Transporte im Rahmen von Globalisierung und Freihandelszonen.
Warum stürzen sich die Grünen nicht darauf und gewinnen mit ihrem einzigartigen Profil? Warum wollen sie sich den Großen angleichen? Wegen der Macht? Wegen der Posten und dem Geld?
Glaubwürdigkeit kommt von Authentizität.

Gast
Dies mal nicht grün gewählt

Wie sonst, denn mir waren sie zu Links geworden v.a. was die steuerpolitik anbelangt hat. Und ja: mir waren die Fischer Grünen viel sympathischer als die gegenwärtige Truppe. Wenn du regieren willst musst du mehrheitsfähig sein. Oder in deiner linken Nische bleiben.

hotschi
@ ms1963 Sozialutopie?

Wieso sind Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit Sozialutopie? So etwas kann nur jemand sagen der entweder Arbeitgeber ist oder der Propaganda rechter Medien schon auf den Leim gegangen ist. An welche verfassungsrechtliche Hürden denken sie denn? Bitte nur ein Beispiel ! Sollte ihnen schwer fallen.

BotschafterSarek
@netille

Weiter nach links geht nicht?
Wo sind die Grünen denn links gewesen?

Im gesamten gesellschaftspolitischen Bereich. Beispiel Frauenquote. Beispiel Homo-Ehe. Beispiel Bevorzugung der Krippe vor Erziehung durch die Eltern. Und so weiter, und so weiter.

Ist schon mal jemand aufgefallen, daß die Grünen die besten Wahlergebnisse unter nicht-linken Spitzenkanidaten (Fischer, Kretschmann) hatten?

Gast
Cem Brüderle wirbt für eine grüne FDP.

Bei Phoenix kann man gerade den grünen Parteitag verfolgen. "Wir wollen die Heimat für mittelständische Unternehmer sein", sagt Özdemir, und viele weitere FDP-Floskeln. Er will jetzt "Schnarre" ersetzen und hart gegen die Vorratsdatenspeicherung vorgehen - die die Grünen vor 10 Jahren eingeführt haben, mit der SPD zusammen. Und er will knallhart aufklären, was zum schwachen Wahlergebnis geführt hat "Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung": Veggie Day, Steuererhöhungen und Pädophilie-Debatte wurden immerhin genannt, allerdings klatschte dazu im Saal kaum jemand. "Und auch der Vorsitzende [also er selbst] trägt seinen Teil Verantwortung am Wahlergebnis", gab er zu. Zu seinem persönlichen Anteil sagte er: "- - - - - -". Damit wollte er wohl sagen, er möchte Parteivorsitzender bleiben, am liebsten in der neuen grünen FDP.
Was Herr Probst, Vorstandsmitglied der grünen Heinrich-Böll-Stiftung, sagt, ist eher grüne Schönfärberei als wissenschaftliche Erkenntnis. Nix wert.

DeHahn
Stimmt!

Wenn Joschka Fischer Berater bei BMW ist, und die BMW-Mehrheitseigner wegen der tollen Politik eine Spende an CDU/CSU leisten, dann sind die Grünen am "linken" Limit dieser Leute angekommen, und unterscheiden sich somit in ihrer Angst vor dem Kapital und den Lobbies in nichts mehr von der Union und der SPD! Insofern muss man messerscharf konkludieren: die massive Ablehnung und Verteufelung der LINKEN beruht daruf, dass die NOCH NICHT KORRUMPIERT sind!

RolfausOberhausen
Grüne und links ?

Die waren nie links und sind es jetzt erst recht nicht.

Auch der oft beigeredete Linksruck der CDU/SPD hat nie stattgefunden, im Gegenteil. Seit 20 Jahren driftet die etablierte Parteienlandschaft langsam aber sicher immer weiter nach rechts.

Stefan_E
Entweder dieser Beitrag ist eine Satire...

... oder der Autor hat eine Rechts-Links-Schwäche.

ceterum
@GDN: Es geht nicht darum, irgendwelchen anderen

Parteien Wähler abzujagen, sondern ein
klares, verläßliches Profil zu haben.

Das ist den Grünen bisher ganz gut gelungen, und sie sind im (groß)städtischen, modernen, aufgeklärten und gebildeten Milieus zu Hause. Die Selbstzufriedenen und
Behäbigen sollen sich weiter um Mittelmaß bemühen und Schmutzkampagnen (erinnert sei an die Pädofiliekampagne in der Woche vor der Wahl) starten. Sich ihnen anzupassen oder mit ihnen zu koalieren, ist nicht zu empfehlen.

joribo
grün ist automatisch links oder erfolglos

Beispiel 1: Wenn die Stromnetze nicht unter staatlicher Kontrolle sind, ist der Ausbau für Offshore-Wind nicht gesichert. Um regenerative Energien auszubauen muss die gesamte Stromversorgung und Verteilung planbar sein. Ist sie aber nicht wenn sie konservativ- liberalistisch als Strömbörsensystem abläuft.

Beispiel2: Wenn wir den Autobauern freie Hand lassen werden Gas-Guzzler gebaut und Abgasverschärfungen verschoben.

Grüne Politik erfordert staatlichen Eingriff bis hin zu "sozialistischen" Massnahmen.

GDN
@19:47 von hotschi

Verfassungsrechtliche Hürden = z. B. ungerechte/ungleiche Besteuerung von Lebens- und Erwerbsgemeinschaften (z. B. Ehe; es gibt bereits Urteile dazu)

Wenn Sie von sozialer Gerechtigkeit sprechen, dann meinen sie IHRE Gerechtigkeit – oder sie halten sich selbst für die maßgebende absolut objektive Urteilsinstanz der Menschheit. Sie wissen auch schnell, was jemand ist, der etwas sagt, was sich nicht mit Ihren Wertvorstellungen deckt. Selbst_Gerechtigkeit ist eine zweifelhafte Sache. Auch ich bin für mehr soziale Gerechtigkeit, sehr sogar. Und ich bin der Meinung, dass das Wahlprogramm der Grünen so sozial ungerecht wie keines der anderen Parteien war.

Tatsächlich gibt es aber Milliarden von Wirklichkeiten auf der Erde. Jeder hat seine. Einige wissen das und fragen bevor sie urteilen oder schießen. Andere „wissen“, dass ihre Wirklichkeit die einzige ist und dass die anderen nur Stuss reden oder Reiche oder Arbeitgeber sind, die logischerweise nichts von sozialer Gerechtigkeit halten.

Kigili
Linke Politik sei gescheitert...

...Ich könnte kotzen, wenn ich so einen Dünnschiss lese. Die Wähler haben sich nicht für eine große Koalition entschieden sondern für eine rot-rot-grüne Koalition. Außerdem sind die Grünen nicht gescheitert weil sie linke Politik machen, sondern im Gegenteil sie sind gescheitert weil sie linker Politik den Rücken gekehrt haben. Ich habe die Linke gewählt, weil ich seit 1998 gesehen habe, dass die Grünen ihre Ideale aufgegeben haben. Zudem geht es nicht um Wählerstimmen sondern um Inhalte. Wenn es um alleine um Wählerstimmen gehen sollte, dann können auch die Grünen die CDU kopieren konservative bis rechte Parolen loswerden, dann kriegen sie auch Wählerstimmen, wahrscheinlich sogar mehr als jemals in ihrer Parteiengeschichte, aber eine Alternative stellen sie dann nicht mehr dar.

Bernhard281058
"Trecker" stimme ich zu!

Die Grünen haben im Wahlkampf ihre ökologischen Kernthemen zugunsten einer diletantisch geführten Steuerdiskussion aufgegeben. Ihre Steuerpläne hätten gerade ihre mittelständische Klientel vielmehr belastet als sie heute bereit sind vor der Öffentlichkeit zuzugeben. Das haben viele bisherigen Wähler ihrer Partei durchschaut. Die wirklichen Millionäre der Republik wären allerdings angesichts vieler Steuerschlupflöcher , großer Abschreibungsmöglichkeiten und wenigen Steuerfahndern in den Ländern durch eine prozentuale Erhöhung der Einkommenssteuer kaum in Verlegenheit geraten. Und eine wirkliche Ausgabeneinsparung im Haushalt war auch nicht angesagt bei den Grünen. Auch sie wollten Milliarden von Euros in immer neuen Rüstungsprojekte des Bundes stecken und fast bankrotte Euro-Staaten mit ihren zweifelhaften Politikern bis zur Halskrause weiter finanzieren.

sehub
Bitte keinen Rechtsruck

Ich gebe zu, ich habe die Grünen schon immer gewählt, aber nicht wegen ihrer Ökologie, sondern wegen ihrer Sozialpolitik, die meiner Meinung nach das Verhältnis zwischen Eigenverantwortung und Fürsorge am besten von allen parteien austariert und darauf kommt es mir an, auch auf die Flüchtlings- und Migrationspolitik. Für mich ginge ein bisschen mehr links. Ich halte die Analyse, die Grünen seien an ihrem linken Wahlkampf gescheitert, für völlig absurd. Ich glaube, es ist das unausgegorene Verhältnis zur Freiheit: Die Grünen haben teilweise sehr freiheitliche Vorstellungen, aber dann auch wieder Veggy Day und Tempo 30 etc. Etliche total bevormundende Vorstellungen ... Ich würde RRG befürworten, auch wenn sich die Linke da von einigen wirklich völlig unrealistischen Vorstellungen verabschieden müsste. Aber sie steht mir näher als die SPD - oder gar die CDU! Ein guter Kompromiss von RRG wäre super!

sehub
Linksruck?

Wenn man sich die detaillierte Wahlanalyse anguckt, haben die Grünen im Unterschied zu den anderen Parteien vor allem folgende Bevölkerungsgruppen nicht erreicht: die Arbeiter und Hauptschüler. Und das soll an einem zu linken Wahlkampf gelegen haben?

AK47
Fast alles richtig gemacht

So schlecht war der Wahlkampf der Grünen nicht gewesen.
Allerdings hatte man den Eindruck, daß ihnen im Schlußspurt die Puste ausgeht und sie den Anfeindungen des gegnerischen Lagers nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Stichwort "Veggieday" - lt. Programm eine Initiative, die gefördert werden sollte. Die Grünen haben den "Veggieday" trotzig verteidigt, statt zu erklären.
Sie haben den Gegner zuviele Einfallstore geboten, in die die geneigte Presse genüßlich Satz streute.
Das Thema Steuererhöhungen hätte man ganz einfach umschiffen können, in dem man mal nach dem CDU-Finanzierungskonzept gefragt hätte. Die Schwarzen (oh Wunder) haben natürlich nichts.
Ein Rechtsruck, wie er jetzt (schon wieder) ansteht, ist eine Fortführung des einschläfernden Einheitsbreis, den die CDU mit der "alternativlosen" Mutti abliefert. Man kann die Grünen nur davor warnen, in dieser Soße unterzugehen.

GDN
@20:36 von Kigili

„Die Wähler haben sich nicht für eine große Koalition entschieden sondern für eine rot-rot-grüne Koalition.“ ... „geht es nicht um Wählerstimmen sondern um Inhalte“

... sagt wer?

Mal kurz innehalten, mehrmals lesen, nachdenken ... Wofür nochmal haben sich die Wähler entschieden? Für eine Koalition? Da hab ich „Wählen“ jahrzehntelang falsch verstanden. Mir ging es tatsächlich um Inhalte. Aber ich habe keine Koalition gewählt. Mist. Hab ich's immer falsch gemacht! Andererseits durfte man aber doch nur ein Kreuz machen, oder?

Da müssen Sie mich mal aufklären, wie man eine Koalition wählt. Ich hatte das übrigens so verstanden, dass die CDU die meisten Stimmen erhielt (auch ohne mich).

Hat nicht der „gewonnen“, der die meisten Stimmen hat, wenn über etwas abgestimmt wird? Ist es nicht so, dass jemand, wenn er unter mehreren Möglichkeiten eine auswählt, nicht automatisch „gegen“ die anderen ist?

Oder gilt die Regel „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“? – Das kommt mir bekannt vor.

Zwicke
Bitte Navi zur Basis einschalten!

Alle Positionen des Politologen Lothar Probst könnte man - je nach eigenem Standpunkt - bestätigen oder ablehnen, wenn hier genügend Platz wäre. Deshalb will ich mich damit begnügen, hier nur den Tenor der Statements von Probst wie folgt infrage zu stellen: Die GRÜNEN sollten nicht schwärzer, sondern wieder grüner werden. Und noch obendrauf: Kretschmann (MP in BaWü) und Palmer (OB in Tübingen/BaWü), beide sog. "Realos", wären besser im grünen Flügel der Union aufgehoben. Warum? Weil solche Politiker dem Wesen der Grünen schaden, die nicht nur aus inzwischen arrivierten Großbürgern bestehen (mein Haus, mein Pferd, meine Karriere...), sondern ihren Spirit aus auch aus der ständig nachwachsenden jungen Generation beziehen, die Visionen für eine lebenswerte Zukunft einfordern.

Ich selbst war schon bei den ersten Brokdorf-Demos dabei. Dann gings bergab. Spontis wurden sogar geschniegelte Minister. Visionen wurden begraben.

Deshalb bin ich heute (als Unternehmer) Mitglied der Linkspartei.

GDN
RRG gewählt?

Noch als Ergänzung für diejenigen, die ernsthaft glauben, dass nur deshalb, weil
LINKE+SPD+GRÜNE > CDU/CSU
also R+R+G rechnerisch mehr Stimmen bekommen hat, die Wähler automatisch eine solche Koalition „gewählt“ hätten ...

Wenn nun die Linke ganz versagt hätte und dafür die AfD reingekommen wäre und dann R+G+Afd die „Mehrheit“ gehabt hätte, hätten dann die Wähler für diese „Koalition“ ihr Kreuz gemacht? Weil das dann mehr Stimmen als für die CDU/CSU gewesen wären?

Das sind doch nur Rechenspielchen, mit denen sich diejenigen, denen eine solche Koalition passen würde, eine Rechtfertigung zusammenbasteln. Mehr ist das nicht. Nicht alle die R oder R oder G gewählt haben, haben R+R+G gewählt. Diese Mathematik hat schon einiges mit dem Steuerrechner auf der GRÜNEN-Website gemein.

dtlq1
grüne FDP

Wenn es das eimal geben sollte dann würde ich so eine Partei sofort wählen..
Die beleidigten "Linken" in der Partei sollten endlich mal einsehen , das zu weit links der hoffentlich gemeinsamen Sache mehr schadet als nutzt. Aber wie ich die Lage einschätze, würden sie eher eine 5%Mini Partei bleiben , dafür aber ideologisch rein "links". So verändert man aber keine Gesellschaft sondern stellt sich selber ins Abseits. Gut ,daß die Grüne Spitze das auch so sieht. Vieleicht sind die Grünen dann in 4 Jahren wieder wählbar. Wünschen würde ich es mir.

Gast
Interessante Zwiespältigkeit bei den Grünen

Sehr interessant, das Interview und die Diskussion hier zu verfolgen. Die Grünen sind durchaus in einem Dilemma, die Wählerbasis hat eine Größe erreicht, die zwischen Nischen- und Volkspartei liegt. Nun streitet man über die richtige Ausrichtung auf dem Weg zur Volkspartei.
Sicherlich gibt es gute Argumente, eher am linken Rand zu fischen, da Linke und SPD schwächeln und die Wähler eher migratorisch eingestellt sind. Ob das langfristig klug ist, darf jedoch bezweifelt werden.
Denn: Grüne Politik heißt auch eine Politik der Vernunft abseits des Lagerdenkens, junge und zeitgemäße Politik eben. Hier ist man der CDU vom Markenkern erstaunlich nahe. Das Vorankommen der Energiewende der Bezahlbarkeit unterzuordnen, ist zum Beispiel ein Verstoß gegen diese Maxime, das haben sicherlich viele Stammwähler übel genommen.
Man darf auch nicht vergessen, dass viele Vorzeigegrüne aus der oberen Mittelschicht stammen, dort sucht man nicht mehr Staatshörigkeit sondern schlicht mehr Moral in der Politik

Gast
...mit Verlaub sie sind....

ein ......... sagte einmal Joshka Fischer.
Seit dem sind die Grünen immer gelber geworden- die Mitte ansprechen mittelmaß wahren - nicht mehr basisdemokratisch, ökologisch, sozial wie noch in den 80´ern.

Also kann von Linksrutsch keine rede sein.

Eher harmlos und so normal das die Wähler vor lauter Langeweile andere wählen...
Selbst Schuld, da sie sich so angepasst haben sind sie auch nicht mehr wählbar für die die mit ihnen einmal einen Wechsel erhofften.

Zwicke
Die politische Symbiose wagen...

Die Schwäche der heutigen GRÜNEN ist am besten daran aufzuzeigen, daß sie es ohne eigenen Vorteil hinnehmen mussten, als Merkel ihnen mit der "Fukushima-Energiewende" die Butter vom Brot nahm... und gleichzeitig eine Energie"wende"politik zugunsten der Großkonzerne etablierte, wie sie unsozialer kaum sein könnte. Und die Grünen im plötzlich zu kurzen Hemd versuchten mit Gerechtigkeitspolitik zu kontern (Steuererhöhungen für soziale Zwecke) und verprellten damit nur ihre Altwähler aus dem inzwischen arrivierten Großbürgertum.

Dabei gab und gäbe es etliche Themen, die ökologisch orientierten Normalos unter den Nägeln brennen. Von artgerechter Nutztierhaltung über chemiefreie Nahrungsmittel bis hin zum Klimaschutz. Bis letztlich hin zu einem populär-politischen "EU-Thinktank-Verbund " für eine menschengerechte (!) Weiterentwicklung unseres Lebens- u. Gesellschaftsmodells für moderne Staaten.

Wobei die Linkspartei ein quasi natürlicher Verbündeter wäre gegenüber den "Dunklen Mächten"...

alienated
20:51 von sehub

Demnach spiegelt für Sie das Werk HartzIV von Rot-Grün ein akzeptables Verhältnis "zwischen Eigenverantwortung und Fürsorge" wider?
Inwieweit haben die Grünen unter Rot-Grün eine "menschlichere" Migrationspolitik betrieben?
Betreff Freiheit/Bevormundung:
Inwieweit hätten Omnivore recht, weiterhin mit ihrem Tierproduktkonsum u.a. CO2-Emissionen zu verursachen, Tiere zu töten, Futtermittel (hierfür Regenwald roden zu lassen) statt Nahrungsmittel anbauen zu lassen ... obgleich sich gesund veg(ane)gie ernährt werden kann?
Inwieweit hätten Autofahrer_innen recht, CO2, Feinstaub zu produduzieren, mehr Erdöl zu verbrauchen ... obgleich es in Berlin gute ÖPNV-Struktur gibt?
Inwieweit kann es noch Freiheit der einen sein, wenn sie die Freiheit der Mitmenschen, nächster Generationen und Tiere einschränken? Oder gäbe es ein Recht auf Frei sein von Hunger (bei steigender Weltpopulation), Klimawandel, gesundheitlicher Schäden?

Account gelöscht
Die neue Chance

der Grünen ist die Bürgerliche Mitte zu besetzen,denn da ist ja nun Platz durch den
Weggang der FDP und mit Katrin Göring-Ekkart an der Spitze kann ich mir diese Richtung gut vorstellen. Links und noch weiter Links ist schon besetzt ,da werden die Grünen keinen Blumentopf mehr gewinnen können. Ultra Linke bei den Grünen werden wohl in Zukunft das Nachsehen haben.

Gast
Falsche Schlussfolgerung der Headline

Problem war nicht ein mehr Berücksichtigen von sozialen Fragen (was fälschlich als "links" betituliert wird), sondern dass dies *anstelle* der Kernthemen geschah und man sich bei diesen von Frau Merkel hat überfahren lassen, anstatt zu forcieren.
.
Eine ideologielose Ausrichtung auf vernünftige Lösungen fehlt(e). Das aber ist notwendig, da die Grünen vom Kernbereich her weder "links" noch "rechts" sind, sie also einerseits darstellen können müssen, dass Umweltschutz und Wirtschaft sehr wohl harmonieren können, gleichzeitig aber auch darstellen, dass dies nicht zum Abbau von sozialen Errungenschaften führen muss, sondern im Gegenteil.
Hier haben die Grünen auf der ganzen Linie gefehlt und waren/sind damit so perspektivlos, wie die SPD und die CDU.
.
Alle in einen Topf, kräftig rühren, was rausspritzt sind die Extremen, was drin bleibt ist die perspektiv- ideen- und konzeptlose Sauce aller. (=> Zulauf für die Extremen)

Gast
@ Trecker - das ist mir zu ideologisch-plakativ "Frieden ist imm

das ist mir zu ideologisch-plakativ "Frieden ist immer das höchte Gut".
Sicher, es ist eines der wichtigsten Ziele. Aber man muss immer fragen "was für ein Frieden?".
Mir fallen da noch andere hohe Güter ein, für die u.U. man kämpfen muss, weil sie nicht freiwillig gewährt werden (Reihenfolge ohne Wertung): Freiheit im Denken, kein Hunger, Gesundheit.
und wogegen man käpfen muss: Sklaverei, Folter, Verelendung.
.
Also, obwohl ich anerkannter Kriegsdienstverweigerer bin (damals ging das nicht so einfach), ist mir dieser plakative Satz zu dummsprecherisch, nicht mal für ein Wahlplakat geeignet, allenfalls um andere Nachschwätzer ohne Hirn eine Spruch zu geben.

MaKiLu
@schiebaer: Göring-Eckhardt und die bürgerliche Mitte?

Da mag ich widersprechen: eine Frau, die im Morgenmagazin meint, dass wir nicht nur Migranten als Fachkräfte brauchen, sondern auch Migranten brauchen, die sich in unseren Sozialsystemen wohlfühlen, ist jetzt nicht wirklich jemand, der die bürgerliche Mitte anspricht...

Gast

Es ist eine Machtpartei geworden und grüne Themen sickern zwar immer mal durch, werden aber stark verzerrt durch das Schielen auf die Wählerlandschaft und es zeigt sich, man kann sie , die Wähler sowieso nicht "planen".
>
Das sollten die Grünen wie jede Partei aufhören, zu sehr nach Wählern zu schielen. Denn dann hat man bestimmt keine klare Linie. Bei den Grünen scheint das auch nicht so zu klappen, wie bei anderen Parteien, weil Deutschland mit seinen Bürgern aus der Angst heraus das Ökologische eher vedrängt, als annimmt. Das kommt nicht an, wenn man was zB gegen Schadstoffausstoss macht, und deshalb die Firmen die Kosten auf die Preise umlegen. Dann doch lieber Saus und Braus, denkt man unbewusst.
>
In Zeiten gesellschaftlicher Krisen hat man die Natur immer als letztes beachtet. Traurig. Dass wir das System nicht ändern, das uns so schwach macht (den Kapitalismus meine ich).

Gast
@Sotschi

Ich ein Arbeitgeber? Gott sei Dank nicht!
Fakt ist nunmal, dass die Pläne der Linken mit Grundabsicherungen, Bürgerversicherung, etc. nicht finanzierbar sind. Das müsste Ihnen auch ein ultralinker Wirtschaftsexperte bestätigen. Selbst, wenn man die geplanten Steuererhöhungen berücksichtigt, geht es nicht auf. Und wenn Deutschland dafür sorgen soll, dass in der EU Krise die Sparpolitik aufgegeben wird, dürfen Sie dreimal raten, wer das am Ende bezahlt. Zum zweiten ist die Vermögenssteuer vom BVerfG einkassiert worden, weshalb es sie nicht mehr gibt. Die geplanten Steuern für Spitzenverdiener mit 70%, dürften auf wackligen Boden stehen, ebenfalls wie Grundrente und Grundsicherung. Schließlich beruht die Rente auf dem Leistungsprinzip, weshalb heutige Arbeitnehmer schon feste Rentenzusagen haben und die Rentenkasse für Mindestrenten massiv aufgestockt werden müsste.
Abgesehen davon hat es Hollande geschafft, mit ähnlichen Maßnahmen Frankreich wirtschaftlich abstürzen zu lassen.

ricosi64
alienated (20:51)

... und in wieweit haben Eltern das Recht, nach belieben weitere zukünftige Verbraucher in die Welt zu setzen?

Ich würde NIEMALS auf den Gedanken kommen, jemandem das Kinderkriegen zu verbieten. Nach Ihrer Logik wäre das jedoch wesentlich sinnvoller als den Berlinern das Autofahren zu verbieten (das würde ganz sicher den Planeten retten...) oder allen das Fleischessen...

Gast
So viel falsche Aussagen in 10 Zeilen

Ich versuch mich mal an der Korrektur:
Der "ultralinke Wirtschaftsexpert" Flassbeck, bis Ende 2012 Chef-Volkswirt bei UNCTAD sieht das mit der angeblichen Nichtfinanzierbarkeit ganz anders (siehe: www.flassbeck.de).
Die Vermögenssteuer wurde in der damaligen Form wegen der ungleichen Bewertung von Immobilien- und Bargeldbesitz als verfassungwidrig beurteilt. Das Bundesverfassungsgericht gab dem Gesetzgeber eine Frist, die bemängelten Tatbestände zu ändern. Die absolute Verweigerung von CDU und FDP (das Gesetz war nach damaliger Rechtslage im Bundesrat zustimmungspflichtig) führte dazu, dass das Gesetz ersatzlos auslief.
Und mit 'raten' haben Sie schon den richtigen Begriff gewählt, wenn es um zukünftige Zahlungsverpflichtungen in der EU geht.

alienated
apropos Heinrich-Böll-Stiftung

"Herr Probst, Vorstandsmitglied der grünen Heinrich-Böll-Stiftung" - Heinrich-Böll-Stiftung? War da nicht was?
LEIHARBEIT! - So sieht grüne Sozialpolitik in der Praxis aus:
"Heute wurde vor dem Arbeitsgericht Berlin einer Klage eines Kollegen auf Festanstellung durch die Heinrich-Böll-Stiftung statt gegeben. Das Gericht stellte fest, dass es sich bei dem Outsourcing-Modell der Heinrich-Böll-Stiftung nicht um einen Dienst- oder Werkvertrag handele, sondern um Leiharbeit, zu der jedoch die notwendige Erlaubnis fehlte. [...] Der betroffene Kollege ist nun rückwirkend seit 2011 Angestellter der Heinrich-Böll-Stiftung und wird die Lohndifferenz für die letzten Jahre nachfordern. Die FAU Berlin fordert nun die Festanstellung für alle betroffenen KollegInnen und eine Bezahlung nach TVöD."
http://tinyurl.com/powu6c3

alienated
23:46 von ricosi64

Mir ging es nicht um Verbote, sondern darum aufzuzeigen, was die sich genommenen Freiheiten für Andere bedeuten - und dies sind verschiedene, starke Schäden. Anscheinend wiegeln viele Menschen die Perspektive Anderer gegenüber ihrer Freiheit ab. Dabei werden ihre Entscheidungen und Handlungen nicht in Zusammenhang mit deren negativen Folgen betrachtet oder zumindest bei der Wertung gewichtig einbezogen und letztlich Verantwortung wenig Verantwortung für jene Folgen übernommen.

Wären Sie nach Ihrer aufgeführten Logik auch gegen das Rauchverbot?

Gast
@Thomas Wohlzufrieden

Die Linke ist also demokratisch, weil dort gestritten wird. Ihr Humor gefällt mir. Wenn man also Sozialdemokraten des linken Flügels mit Marxisten und SED-Nachwuchs kreuzt, ist das Ergebnis sozialistische Demokratie? Die Glückwünsche an Kubas Castro oder Venezuelas Chavez sprechen da eine andere Sprache. Es gibt in der Linken natürlich echte Demokraten, aber auch echte Kommunisten bzw. Marxisten. Das sieht man z.B. an dem sozialutopischen und West-feindlichen Wahlprogramm. Und es ist symptomatisch, wenn ein Linker der SPD und den Grünen vorschreiben will, nach links zu rücken, weil jede andere Option Verrat wäre. Ein Verunglimpfen der Pastorale passt da auch noch wunderbar ins Bild einer lupenrein demokratischen Partei.

alienated
23:38 von ms1963

Verfassungswidrig ist eine Vermögenssteuer perse nicht:
"Das Bundesverfassungsgericht erklärte die Erhebung der Vermögensteuer in ihrer damaligen Form mit Beschluss vom 22. Juni 1995 für verfassungswidrig. [...] Grund war eine ungerechtfertigte Besserbehandlung von Immobilien gegenüber anderem Vermögen."
vvv.de.wikipedia.org/wiki/Verm%C3%B6gensteuer_%28Deutschland%29

Wie stellen Sie Sparpolitik mit den Steuererhöhungen im Zusammenhang? Eine Aufgabe der Austeritätspolitik würden dt. Steuerzahler_innen zu schultern haben?

"Fakt ist nunmal, dass die Pläne der Linken mit Grundabsicherungen, Bürgerversicherung, etc. nicht finanzierbar sind."
Quelle für diese von Ihnen als Fakt dargestellte Behauptung?

Welche Maßnahmen hätten Frankreich wirtschaftlich abstürzen lassen?

Was wäre Ihre Alternative zur sozialen Misere? Oder wäre jene gar alternativlos á la Merkel?

alienated
00:11 von Bayerr

:) Ihren Beitrag sah ich zu spät.