Kommentare

Etwas knauserig

Für 30 Millionen € lässt sich in einer deutschen Kleinstadt ein Bischof gerade mal sein kleines Palais anlegen.

@ 16:10 von LionelHutz

Zitat: "Jetzt reichts dann auch mal wieder mit der tagesschau-Agenda diese Woche."

Zwingt Sie doch niemand die Artikel zu lesen, geschweige denn zu kommentieren.

Zitat: "Allein jetzt diese Meldung noch 5x in einen x-ten "Bericht" zur ein und der selben Sache zu verwursten nützt offensichtlich auch nicht, Meinung zu machen!"

Wie kommen Sie drauf, allein durch die Tatsache, daß die Schlechtmenschen vor lauter Angst um ihr bisschen Wohlstand so laut krakeelen?

Zitat: "Scheint ja zur Chefsache erhoben worden zu sein, alle zu dikreditieren, die realitätsbezogen darauf hinwiesen, dass Afrika nicht mal eben nach Europa umziehen kann."

Nie im Leben, daß die Kontinentaldrift mit Afrika ganz andere Sachen veranstalten wird, weiß doch jeder halbwegs gebildete Mensch.

Gruß, zopf.

Multikulti geht nicht lange gut

Alle, die jetzt nach mehr Einwanderung rufen, insbesondere die Medienvertreter sollten sich das Ergebnis von früheren Einwanderungen ansehen: Konflikte zwischen unterschiedlichen Volksstämmen, Religionen und Mentalitäten allenthalben. Ob Indien, Irak, Sudan, Indonesien, überall Konflikte, weil unterschiedliche Völker in einem Land leben. Auch die USA sind kein Positivbeispiel auch dort Abschottung und Konflikte bis hin zum Bandenkriege zwischen den ethnischen Gruppen im Land.
Bis zu einem kleinen Umfang ist Zuwanderung integrierbar, wird sie zu groß, dann wird sie zum Problem. Unser Innenminister hat recht, es muss in den Ländern, aus denen die Menschen fliehen, Verbesserungen geben und Hilfe aus der EU. Wir haben bereits genügend soziale Probleme, die sollte man nicht durch verstärkte Zuwanderung noch verschärfen.

Es ist ein Europäisches Problem

Das latent schon vor sich Hin schwählte.

Jetzt, der "GAU" auf Auf Lampedusa.
Wenn Europa das Mittelmeer nur als einen "Verteilplatz" für Afrikanische Ressourcen benutzt, sollte sich die EU auflösen.
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Man kann dann getost sagen; der Kontinent Afrika, ist eine Kolonie.
Das wäre dann wenigstens Ehrlich.

Afrika und Asien

Um Europa nicht zu überfordern, die Flüchtlingsströme einzudämmen, muss etwas ganz Entscheidendes IN DEN LÄNDERN passieren, aus denen die Flüchtlinge kommen !
Da muss Herr Barroso sich nicht hinstellen und Hilfe für Lampedusa o.ä. in Aussicht stellen und unser Friedrich nicht unsere Grenze dicht machen wollen !
In diesen Fällen ist nicht das einzelne europäische Land gefragt, sondern es ist EUROPA aus Brüssel gefragt !
Herr Barroso muss untersuchen, wie Hilfe für die armen Länder dieser Welt aus Europa kommen kann und dann aber auch UMGEHEND und nachvollziehbar die Hilfe dorthin senden ! Dazu muss dann ein Kommitee gebildet werden, das diese Hilfe aus Europa überwacht und Korruption in den Ländern unterbindet.
Es kann dann vlt. den Völkern Hilfe zur Selbsthilfe geben.

@ positron61

'Alle, die jetzt nach mehr Einwanderung rufen, ... sollten sich das Ergebnis von früheren Einwanderungen ansehen'
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Dann fangen wir mal von vorne an:
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Die Einwanderung germanischer Stämme in das Gebiet des heutigen Deutschland. Die kamen nämlich aus dem Norden und Osten.
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Die Einwanderung der Polen in das Ruhrgebiet.
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Die Einwanderung der französischen Hugenotten nach Brandenburg/Preussen im 17. und 18. Jahrhundert.
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Die Einwanderung der Schlesier und Sudeten in die BRD nach dem letzten Weltkrieg...
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Nur ein paar Beispiele, um zu zeigen, dass Einwanderung nichts per se Schlimmes ist.

Utopien ?

Eigentlich ist das Problem nur in Afrika selbst zu lösen. Statt Waffenlieferungen lieber 1000 x Karlheinz Böhm exportieren. Die Sahara für Energieproduktion erschließen mit gerechtem Anteil des Erlöses für die Bevölkerung, Bewässerunsprogramme etc. Warum fängt keiner damut an ? Utopien ?

fairer Handel, nicht Almosen!

Man müsste hier einmal richtig gründlich über die Handelsschranken und Importzölle, Ausfuhrsubventionen etc. recherchieren und dann berichten: Ich erfuhr nur während meines Studiums im Fach "EU-Strukturen", dass die EU-Agrarwirtschaft komplett subventioniert ist, sich vom Weltmarkt abschottet und Überschüsse subventioniert zu Billigpreisen in Entwicklungsländer exportiert, wodurch dort die lokale Lebensmittelproduktion zusammenbricht. Diese Erkenntnisse sind so bitter, dass man sie am liebsten vergessen möchte, um die Ungerechtigkeit zu ertragen. Afrika braucht endlich gleichberechtigen Zugang zu den Märkten, und zwar als Produzent, nicht als Abnehmer. Mit fairen Märkten liefe es dort viel besser, und Almosen, Hilfen wären nur noch punktuell sinnvoll, z.B. in der Bildung. Asien macht es längst vor und behandelt Afrika wie einen Geschäftspartner anstatt wie einen Bittsteller. Seitdem geht es dort in einigen Ländern schon stark bergauf.

Wieso Flüchtlinge?

Die Menschen kommen nicht auf der Flucht, sondern sie siedeln einfach um. Ihre Staaten, befreit von europäischer Bevormundung, sind für sie keine Perspektive mehr.
Nur Flüchtlinge, das sind sie nicht.

Wenn die Eiszeit kommt...

Und schade, dass die satten Alt-Europäer, die hier so viel Angst um ihre Pfründe haben, die nächste Eiszeit nicht mehr erleben werden. Da wäre ich gespannt, was die afrikanische Küstenwache macht, wenn die Boote mit hunderten illegalen Europäern vor den Küsten des Magrebs in Seenot geräten. Ob sie sich an die Katastrophe der 350 vor Lampedusa und die hohen Zäune um die Festung Europa erinnern wird?

@Liane8151

"Um Europa nicht zu überfordern, die Flüchtlingsströme einzudämmen, muss etwas ganz Entscheidendes IN DEN LÄNDERN passieren, aus denen die Flüchtlinge kommen !"

Das kann aber nur geschehen, wenn man aufhört immer mehr Waffen in die Region zu exportieren, wenn man aufhört, die Menschen dort hemmungslos auszubeuten, nur damit unser Kakao schön billig bleibt, wenn man aufhört, die Landwirtschaft mit hochsubventionierten EU-Agrarprodukten zu überschwemmen und dadurch die Landwirtschaft zerstört, wenn man aufhört, dorthin zu Ramschpreisen gute gebrauchte Klamotten zu liefern und damit die einheimischen Textilfabriken in die Pleite treibt,...

Es gäbe noch viele Beispiele. Man kann also HIER sehr wohl sehr viel tun!

@Charlottenburger

Ich gebe Ihnen recht. Wichtig ist ein fairer Handel. Einige Länder in Asien machen das aber leider nicht, wie von Ihnen beschrieben: Das "Landgrabbig" der Chinesen zerstört die Lebensgrundlage tausender Kleinbauern, wärend korrupte Politiker in Afrika und chinesische Multis profitieren.

@ 19:48 von TheodorTugendreich

Sie meinen wohl eher, erlauben wir unseren Konzernen weiterhin die dritte Welt auszubeuten, damit das eine Prozent immer reicher wird.

Vielleicht erlauben die dann wenigstens einigen von uns, die Krümel von ihrem Teppich aufzuklauben um ein wenig wohlhabender als die Masse zu sein.

Und wenn dafür Milliarden irgendwo auf der Welt das Nötigste zum Überleben fehlt, machen wir schön die Augen zu und plappern die Argumente nach, die die wirklich Besitzenden uns vorplappern, in der Hoffnung nicht aus dem System herauszufallen.

Die afrikanischen Probleme wurden von den Industrienationen gemacht und die Menschen Afrikas sollen diese gefälligst klaglos hinnehmen.

Wenn diese Menschen wirklich anfangen ihre Probleme zu lösen, wird unser Raub-System nämlich zusammenbrechen.

Gruß, zopf.

Realitätsnah

Ich kann nicht verstehen das in den Diskussionen die seit dem Unglück im gange sind, ob im Internet oder sonstwo, immer wieder sogenannte "Realitätsnahe" der Meinung sind den Konflikt auf -Afrika macht sein Ding und die EU ihres- herunterbrechen zu müssen. Das Auschließlich wir an allem schuld sind sagt ja keiner. Aber das wir eine sehr sehr sehr große Mitschuld aufgrund unserer Lebensweise haben ist doch schwer zu Ignorieren. Das wir ab heute sofort alle Flüchtlinge und jeden der sonst noch gerne kommen möchte hier in der EU aufnehmen steht ja nicht zur Debatte.
Es geht nur darum das man hier versucht als eine Menschheit, als die wir uns im Zuge der Globalisierung nun langsam eben mal bezeichnen müssen, hier eine auf lange sicht sinnvolle Lösung zu finden.
Und zu erwähnen das es uns hier doch schon schlimm genug ginge, oder Multikulti eindeutig nicht möglich wäre (was meiner Meinung nach haupsächlich eine Frage der Integration ist) bringt doch niemanden weiter.

Agrarwirtschaft

Ich möchte bei den ganzen verschiedenen Meinungen, ob nun Zuwanderung oder besser Abgrenzung, jetzt mal einen aus meiner Sicht viel wichtigeren Punkt ansprechen, nämlich die Ursache des Problems. Die Leute die vor Lampedusa gestorben sind (mein Beileid an alle betroffenen Familien) waren Flüchtlinge aber waren Sie politische Flüchtlinge, denn dann hätte Sie ein Aufenthaltsrecht oder waren Sie wirtschaftliche Flüchtlinge. Die Aussage der Nachrichten, dass ein Strafverfahren gegen Sie eingeleitet wird lässt auf letzteres schließen. Ich möchte mal einige Kommentaren aufgreifen die hier gestellt wurden. Ich stimme den Meinung der Leute zu, dass Europa es ummöglich schaffen kann alle Menschen aufzunehmen die aufgrund der wirtschaftlich schlechten Situation übersiedeln wollen, auf der anderen Seite ist, dass was vor Lapedusa passiert ist für die Europäische Union völlig inakzeptabel und menschlich verachtenswert (ich meine bewusst die EU nicht nur Italien hust Herr Friedrich)

Agrarwirtschaft

Nun zu der Ursache des Problems. Die Menschen sind wirtschaftliche Flüchtlinge, die sich ein besser Leben in Europa erhoffen. Die Ursache für Ihre wirtschaftlichen Probleme liegt daran, dass die EU mit Milliarden die Agrarprodukte von EU Bauern fördert (2014 bis 2020 wurde ein neues langfristiges EU-Budget von 386,5 Milliarden Euro vereinbart. Das sind 45 Prozent des EU-Haushalts. Agrar-Unternehmen und Bauern erhalten davon 280 Milliarden als Direktzahlungen Quelle Wikipedia).

Die afrikanischen Staaten haben kaum bzw. keine Industrie und was macht die EU, sie subventioniert mit Steuergeldern Bauern in der EU für Produkte die sie auf dem Weltmarkt nie verkauft bekommen und was macht sie umgekehrt mit dem afrikanischen Bauern, sie belegen die Produkte mit hohen Zöllen, sodass der Bauer aus Afrika seine Produkte hier nicht verkaufen kann.

Meine Forderung daher die Streichung aller Subventionen für Agrarprodukte und eine Freihandelszone für Agrarprodukte aus Afrika

@zopf

Konzerne machen das, was wir wollen. Kaufen sie Bio? Fair Trade? Immer? Spenden sie ein wenig Geld nach Afrika? Vielleicht ein Patenkind? Entwicklungshilfe aus der eigenen Tasche. Genau schauen welche Lebensmittel gekauft werden. Machen sie so etwas? Sie geben sich leicht mit dem Finger zu zeigen, Zitate ohne Ende ohne eigene Inhalte nur um Menschen mit ängsten bloßzustellen. Wer anderen helfen will indem alle mitmachen muss, wie ich hier öfter höre "vormachen", was machen sie alles für Afrika?
Soweit, JustMe.

@ 22:38 von JustMe90

Zitat: " Wer anderen helfen will indem alle mitmachen muss, wie ich hier öfter höre "vormachen", was machen sie alles für Afrika?"

Ich tue prinzipiell für andere Menschen das, was in meiner Macht steht.
Ja, ein genaues Auge und Bescheidenheit beim Einkauf gehören da ganz bestimmt dazu.
Ich spende meinem Geldbeutel entsprechend, projektgebunden an Organisationen wie Ärzte/Ingenieure ohne Grenzen.

Vor allem aber betrachte ich diese Menschen als gleichberechtigte Mitmenschen, denen unser kapitalistisches System noch viel mehr zusetzt als uns Europäern und lasse mich nicht durch die Parolen des 1% ablenken und instrumentalisieren.

Und selber? Wo unterstützen Sie denn sonst so alles dieses Unrechtssystem, außer daß Sie dessen Parolen verbreiten?

Schaun Sie sich in Ihrer Wohnung um und zählen Sie mal die Produkte die auf den Raubbau anderer Kontinente und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen zurückzuführen sind.

Gruß, zopf. Gute Nacht @ all.

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