Ihre Meinung zu: NSU-Prozess: Zweifel an Aussage von Ex-Verfassungsschützer

1. Oktober 2013 - 19:36 Uhr

Es war einer der emotionalsten Tage im NSU-Prozess: Unter Tränen schilderte der Vater des Kasseler Mordopfers Halit Yozgat, wie er seinen 21-jährigen Sohn am Tatort fand. Die Aussage eines Ex-Verfassungsschützers sorgte indes für Skepsis.

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Kommentare

unglaublich

ich finde es unglaublich, das der sog. verfassungsschutz mit so einer haarstreubenden geschichte auch noch durchkommen wird. wer die ganze geschichte verfolgt hat, wird mir zustimmen, das es jetzt langsam an der zeit ist, bei diesem verein mal auszumisten, sonst geht das in zukunft genau so weiter.

zu Andreas T.

Ich hoffe, das auch vom Richter die richtigen Fragen gestellt wurden:
Im Dachgeschoss der Wohnung seiner Eltern stießen die Fahnder auf Auszüge aus "Mein Kampf", die T. mit einer alten Schreibmaschine abgetippt und mit Stempeln aus dem "Dritten Reich" sowie einer nachgemachten Unterschrift von Adolf Hitler versehen hatte. Dazu eine handschriftliche Abschrift aller drei Strophen des Deutschlandlieds und ein Exemplar des Buchs "Immer wieder töten", ein Kompendium über polizeiliche Ermittlungen bei Serienmorden.

Nicht nur er!!!

Zitat aus dem Artikel " Die Aussage eines Ex-Verfassungsschützers sorgte indes für Skepsis."

Wen ich in dem Zusammenhang NSU allein schon das Wort Verfassungsschutz lese wird mir schlecht. Warum soll die Aussage eines Verfassungsschützers vor Ort so unglaublich sein wie die gesamten Ermittlungen dieser Behörde?

Mir wird das seitens der Justiz, der Politik, aber auch der Medien immer noch zu klein geredet. Da muss mehr dahinter sein, von Unten bis Oben. Das Ganze klingt nach Vertuschung im amerikanischen Stil.

Man kann nur hoffen das der Richter sich nicht hinters Licht führen lässt oder Anweisungen von gewissen Stellen bekommt.

Ich traue im Fall NSU keiner staatlichen Behörde und auch nicht einer gewissen Richtung der Politik. Der Fall Mollath zeigt genau auf wie so was laufen kann, ohne Konsequenzen.

Auf ein Urteil würde ich nicht wetten, Justizia ist auf dem rechten Auge in Deutschland besonders blind. Denkt man daran welche Möglichkeiten vorhanden waren, Lächerlich traurig.

Die Deutschen Märchen

Das Verhalten des Verfassungsschützers vor Gericht, die Kooperationsbereitschaft des Verfassungsschutzes im Speziellen und die kollektiven Amnesien der beteiligten Behörden im Allgemeinen sind äusserst bedenklich und jenseits des Demokratieverständnisses vieler Bürger. Wenn auch noch ein Herr Bouffier, damals Innenminister in Hessen die Ermittlungen behindert, in dem er Aussagen der Beteiligten unterbindet. Wirft das ein noch düsteres Bild auf Politik und Behörden. Im Falle des NSA hört man immer: Wer sich nichts zu schulden kommen lässt hat nichts zu befürchten. Ich befürchte etwas anderes und frage mich ernsthaft, was wir tun können um diese Verschleierung, Beweisvernichtung, Vertuschung, Strafvereitelung usw. zu verhindern. Wer schützt uns vor diesen Staatsschützern?

NSU-Prozess: Zweifel an Aussage von Ex-Verfassungsschützer

"Halit Yozgat lag erschossen hinter dem Tresen"

Somit kann der Ex-Verfassungsschützer wohl kaum über ihn "gestolpert" sein, denn was hätte der Ex-Verfassungsschützer "hinter dem Tresen" zu suchen gehabt?

"Beate Zschäpe verschränkte

"Beate Zschäpe verschränkte die Arme und starrte geradeaus vor sich hin."

Beschreibend.

Ich jedenfalls traue dem Verfassungsschutz genauso wenig wie BND und NSA. Hier werden Einzelinteressen geschützt und unterstützt, und nicht etwa das Gemeinwohl.

"Sofern er nicht noch während des Mordes vor Ort war, bleiben nach Berechnungen der Polizei maximal 41 Sekunden für die Tat und das unbemerkte Verschwinden der Täter - bevor Ismail Yozgat seinen Sohn fand."

Sagt doch alles, dass hier etwas faul ist.

"Andreas T. hielt auch heute an der Version der Ereignisse fest, auf der er seit April 2006 besteht: Er sei in dem Internetcafé gewesen, um in einem "Flirt-Forum" im Internet Kontakt zu suchen - obwohl er frisch verheiratet war und seine Frau damals ein Kind erwartete."

Klar, was ein Zufall, dass gerade hier ein untreuer V-Mann auftaucht, und keine andere Möglichkeit findet, um Seitensprünge zu planen als genau dieses Internetcafé.

Solche Zufälle glaubt keiner, außer die deutsche Justiz.

41 Sekunden

Zitat: "Sofern er nicht noch während des Mordes vor Ort war, bleiben nach Berechnungen der Polizei maximal 41 Sekunden für die Tat und das unbemerkte Verschwinden der Täter - bevor Ismail Yozgat seinen Sohn fand."

Nur 41 Sekunden?

Gruß, zopf.

Mein tiefes Mitgefühl und Bedauern

ich wünschte mir von Herzen, ich hätte als Antifaschist in Thüringen seinerzeit einen Unterschied machen können.

@ links 234

Woher wissen Sie den die Details, die bei der Wohnungsdurchsuchung gemacht wurden ?

Und warum wurde die Wohnung der Eltern durchsucht?

Ach ja, und das einzige Bild meines Großvaters, was ich kenne, zeigt ihn in Wehrmachtuniform. Bin ich jetzt auch verdächtig, weil ich es nicht verbannt habe?

Ihr Kommentar wirft mir doch einige Fragen auf...

@ Jadawin:

http://url9.de/MmW

und da gibts noch mehr Berichte drüber.
Auch, das eben dieser Andreas T. in seinem Heimatort als "klein Adolf" bezeichnet wurde.

Der Verfassungsschutz gehört

Der Verfassungsschutz gehört abgeschafft warum erstens weil er den rechten auge immer noch blind ist obwohl der nsu skandal was hätte ändern müssen man sieht das an berichten des verfassungsschutz über die rechtextremen und linksextremen
da merkt man das er nur da ist um zu verhindern das sich bei linksextremen eine neue raf bilden könnte ein großer vorteil wäre wenn es keinen verfassungsschutz mehr geben würde könnte man millionen von euros sparen die man in die infrastrucktur oder bildung investieren kann

Bei allem Verständnis

für die nachvollziehbaren Emotionen des Vaters, der die grauenhafte Situation, seinen ermordeten Sohn aufzufinden, noch einmal durchleben muß - aber was können dessen Schilderungen des erlebten Alptraums bitte zur Klärung der Frage beitragen, ob und wieweit der Angeklagten dieser Mord tatsächlich anzulasten ist?

Trägt sein Vortrag auch nur ein Jota zur Klärung der Schuldfrage bei - oder schürt er nicht doch gefährliche Emotionen gegen die Angeklagte, die mit der Wahrheitsfindung, der heiligsten, aber auch einzigen Aufgabe des Gerichts, nicht das Geringste zu tun haben?

Die Rechtsstaatlichkeit scheint bei diesem Prozeß immer weiter auf der Strecke zu bleiben ...

ich glaube dem

ich glaube dem Verfassungsschützer nicht, das passt doch gar nicht, dass sind doch ehr Typen, die sich auf ernsthafte weise zu treue und loyalität verpflichten - und dann muss der im internetcafé mit irgendwelchen Frauen chatten ... ?!

@ 22:07 von DerBelgarath

Die Rechtsstaatlichkeit wäre wohl eher gefärdet, wenn man den Zeugen, der als erster den Tatort und die Leiche entdeckt hat, nicht vor Gericht vernehmen würde.

Gruß, zopf.

Video Kommentar + wilder streik bei Ford 1973

Im Video wird am Ende dargelegt das das Verfahren auch dazu da sei die beschuldigten Opferfamilien zu rehabilitieren.
Vor wem?
Die Familien und deren (ausländisches) Umfeld wußten das sie erlische Mitbürger sind und keine Kriminellen wie damals von der Polizei und Staatsanwälten, ja sogar von Schilly gemutmaßt.

Rehabilitation vor der deutschen Gesellschaft?
Entschuldigung, diesem Herr Papa der heute vor Gericht ausgesagt hat dem wird es nach jahrzehntelanger Ausgrenzung durch die dt. Gesellschaft schnuppe sein was Tante Gerda und Onkel Karl über ihn und seine Familie denken. Er will zur Aufklärung am Mord an seinem Sohn beitragen.
Womit Ausländer von Anfng an zu tun hatten und haben hier ein Link, bitte durchlesen, und leider kann man dazu nur am kommenden Freitag und Samstag noch eine Ausstellung in Köln dazu sehen. Nicht zu vergessen die hetzerische Bild Zeitung die damals titelte. Deutsche Arbeiter holen sich ihre Fabrik wieder. http://de.wikipedia.org/wiki/Wilder_Streik_bei_

Beamte des Verfassungsschutzes sind und werden darauf...

trainiert, wie sie sich in Extremsituation zu verhalten haben.
Kommen sie in solche Situation, spielt sich der innere Film ab. Und zwar im Schnelldurchlauf.
Egal, was sie noch eine Sekunde vorher gemacht haben mögen.
Von daher ... dubios und wenig plausibel, was der Zeuge T. vorträgt.

Verfassungsschutz ...

Meiner Meinung nach ist der Verfassungsschutz in die "NSU"-Morde weitaus tiefer involviert, als die Mainstreampresse es uns weissmachen will

Das erinnert immer mehr an den einen Versuch die NPD zu verbieten, bis herauskam, dass bis in die "höchsten Parteiämter" Verfassungsschutzmitarbeiter und V-Leute mehrheitlich beteiligt waren.

@belgarath

Herr Yozgat fand seinen Sohn, damit ist er wichtiger Zeuge um bspw. den Tatort - unmittelbar nach der Tat zu beschreiben. Hätte er nicht aussagen sollen um die Emotionalität aus dem Prozess zu nehmen?
.
Die Angeklagten hat das doch nicht gestört, dass da ein Vater seinen völlig willkürlich hingerichteten Sohn verblutend in den Armen hielt und davon berichtete. Der Richter blieb bei der Sache, wurde wohl etwas milder. Also kein Problem für den ordnungsgemäßen Ablauf des Prozesses.
.
Der Temme hat wohl was zu verbergen. Blut auf dem Tresen, Opfer dahinter - wo Temme mit seinen 1,89 Metern gut drüberschauen konnte. Alle haben was gehört bloß er nicht. Und als er ging soll er doch noch nach dem Opfer gesucht haben, hat noch seine 0,50 auf den blutbespritzten Tresen gelegt.
.
Ironie - Na mal sehen ob er bei der Story bleibt, die er mit seinen Vorgesetzten so fleissig geübt hat. Nicht dass er so endet wie der junge Mann aus Stuttgart, (Berliner Zeitung berichtete).

Dubiöse Mordserie mit unzähligen "Zufällen"...

Kommentator LastGunman: "Klar, was ein Zufall, dass gerade hier ein untreuer V-Mann auftaucht, und keine andere Möglichkeit findet, um Seitensprünge zu planen als genau dieses Internetcafé.

Solche Zufälle glaubt keiner, außer die deutsche Justiz."

Man sollte nicht vergessen, daß dieser i-Cafe wo der Geheimdienstler mit dem Spitznamen "kleiner Adolf" angeblich nur gechattet hat, rund 150 km vom seinem Wohnort liegt. Und nur ein einziges mal dort auftauchte. Natürlich zufällig in der Stunde wo der Mord passierte. Und verschwindet "zufällig" schon 1min. nach dem Mord. Zufällig hat er das Mordopfer auch übersehen, weil er zufällig nicht zahlte (Wer zahlt schon an Tote?).

Manche in Kassel vermuten, daß dieser Mann Ausschau hielt, ob die "die Luft rein ist".

Duzende andere "Zufälle" dieser Mordserie füllen Bücher. Trotzdem soll offensichtlich nicht der Anschein entstehen, daß hinter einer dubiösen Mordserie vielleicht Teile eines "tiefen Staates" stecken könnte.

@Hagia Sophia

" ...hinter einer dubiösen Mordserie vielleicht Teile eines "tiefen Staates" stecken könnte..."

Sehe ich genauso !!!
Ich für meinen Teil hab mit dt. Behörden,Justiz, der Polizei abgeschloßen !
Auch aufgrund eigener Erfahrungen
(rechtsgesinnte Polizei) .

Und sowas passiert in einem

Und sowas passiert in einem "Rechtsstaat" ?!
Ist es nicht Beschämend das seit Anfang an Beweise unterschlagen werden und bewußt Erkenntnisse nicht weiter gegeben werden?? Es kommt durch Zufall raus das am Tatort was in der Tatzeit ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes anwesend war und auch nichts gesehen und nichts mitbekommen haben will sondern lediglich nur gechattet hat (150km von sein Wohnort entfernt. ) Für wie doof will man die Leute halten?? Wenn sowas in der Türkei passiert wäre mit Deutschen Opfern ooh mein Gott was dann wohl los wäre !!

Wenn der Polizei Steine in den Weg gelegt werden...

Kommentator zomil: "Ich für meinen Teil hab mit dt. Behörden,Justiz, der Polizei abgeschloßen ! Auch aufgrund eigener Erfahrungen (rechtsgesinnte Polizei) ."

Soweit würde ich nicht gehen. Da die Polizei ein Abbild der Gesellschaft ist, gibt es natürlich hier und da auch rechtsgesinnte. Aber in den Behörden und auch bei der Polizei arbeiten auch sehr viele vernünftige Menschen. Die Kasseler Polizei hat bei der Mordserie eigentlich gute Arbeit machen wollen. Aber vom Geheimdienst wurden Ihre Steine in den Weg gelegt. Als z.B. die Polizei den Geheimdienstler aus dem I-Cafe verhaftete und vernehmen wollte, Schritt sofort der Inlandsgeheimdienst mit dem beschönigenden Namen "Verfassungsschutz" ein. Mit Rückendeckung des damaligen Innenminister Hessens wurde die Vernehmung des Tatverdächtigen Geheimdienstlers durch die ermittelnde Polizei untersagt. Und wir dürfen nicht vergessen, daß das letzte Mordopfer der dubiösen Mordserie eine deutsche Polizistin war (wußte Sie etwas?).

Prozess zu früh

Das war bei Beginn des ganzen bereits mein Gedanken. Und nun seh ich das sogar bestätigt.

Zuerst habe ich mich gefragt, wie man mit einem Prozess beginnen kann, als der Ermittlungsausschuss noch tagte. Hätte ja eine indirekte Mitschuld durch den Verfassungsschutz ermittelt werden können.

Natürlich nicht, aber man kann ja mal von Rechtsstaatlichkeit träumen.

Aber wenn man sieht, welche Zeugen da die Anklage vorbringt, dann sage ich: schlampig ermittelt, nicht zu Ende ermittelt, Prozess auf Druck der Öffentlichkeit begonnen.

Ohne Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer, die sich vom Prozess Antworten erhoffen, die sie nie erhalten werden.

Ein Täter muss verurteilt werden, damit Ruhe ist. Damit man zeigt: ne, das waren alles nur dumme zufällige Fehler (seit wann vernichten Deutsche eigentlich Akten, die werden doch gehortet auf Teufel komm raus, wurde ja schon den Nazis zum Verhängnis) hier sind wir nicht auf dem rechten Auge blind. Wir nicht. Hier das Urteil.

Beschämend!!

Re Links2 3 4 -- zu Andreas T.

Im Dachgeschoss der Wohnung seiner Eltern stießen die Fahnder auf Auszüge aus "Mein Kampf",...
Habe ich mir schon so gedacht. Dann gehört also die Beobachtung von Rechtsextremismus zu den Dienstaufgaben dieses Beamten?

Am Ende der Kommentierung- ich schäme mich..

Angesichts was da geschieht - Ja ich schäme mich Deutscher zu sein ..

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