Ihre Meinung zu: 50 Jahre Assoziierungsabkommen: Die Türkei auf EU-Kurs?

12. September 2013 - 8:10 Uhr

Vor 50 Jahren schlossen die Türkei und die damalige EWG ein Assoziierungsabkommen. Das Ziel: Die Türkei soll irgendwann Mitglied werden. Das ist sie immer noch nicht - und die Gezi-Proteste haben der Debatte eine neue Wendung gegeben.

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Kommentare

Das unsteuerbare Schiff EU...

...braucht eines definitiv nicht: neue Mitglieder. Einem Jongleur der auf einem Bein auf fünf aufeinandergestapelten Stühlen balanciert und dabei versucht 28 Keulen in der Luft zu halten sollte man nicht noch eine Bowling-Kugel zuwerfen.

ich begrüße

die Demokratiebewegung in der Türkei, doch sagt der Name schon, dass die Türkei sich immer noch in Richtung Demokratie bewegen muss und längst nicht dort angekommen ist.
Aber ist euch eigentlich klar, dass die Türkei nur zu einem kleinen Teil aus weltoffenen Jugendlichen in den Großstädten und zu einem Großteil aus Anatolen bestehen? Wer, glaubt ihr, hat eine islamisch-konservativem Regierung denn immer wieder an die Macht gewählt?
Minderheitenrechte gibt es genauso wenig, wie in Rumänien und Bulgarien, die bisher größten Fehler der EU, und wir sehen, wohin es die Roma und Sinti von dort zieht. Und das EU-Geld, das für Roma und Sinti gedacht ist, verschwindet in der Korruption und keinen in Brüssel/Straßburg juckt's wirklich.
Und DARAUF habe ich bei der Türkei nicht auch noch Lust: auf einen weiteren korrupten Beamtenapparat, der die Abwanderung von Minderheiten billigend in Kauf nimmt und sich vllt noch darüber freut; auf einen Staat, der den Völkermord an den Armeniern beging und sich nun dazu verhält wie die DDR zum Holocaust ("Die Türkei ist nicht der Nachfolgestaat des Osmanischen Reiches") und jegliche Kritik verbietet (und jetzt bitte die Nazikeule ruhen lassen, wir sind in Sachen kritischer Geschichtsaufklärung wohl Vorreiter für alle!); auf eine auch noch zugegebenermaßen recht instabile Demokratie, weil das Militär auch nach letzten Entmachtungen und Verurteilungen noch sehr viel Macht in der Türkei hat und es einen Gegenpol zur Regierung bildet; auf ein Land, dessen Infrastruktur abseits der Großstadt miserabel ist (und man bedenke, das die Türkei riesig ist und dementsprechend viele EU-Fördergelder dorthin gingen, die dann vllt in Duisburger oder Brandenburger Straßen fehlen würden!)

Sollte es die Türkei, trotz dass Europa eigentlich am Bosporus endet, eines Tages in die EU schaffen, will ich keine Extrawürste wie bei den Briten und die gleiche Abgabe von Kompetenzen nach Brüssel wie bei allen anderen.

Europa endet am Bosporus

sagte die AfD gestern.

Noch ein Grund sie zu wählen.

Die Türkei ist insbesondere aufgrund ihrer islamischen Prägung nicht mit Europas Kulturen kompatibel.
Es wäre ehrlich und richtig, das Assoziierungsabkommen aufzulösen.

Es sind die wenigen Momente der Unbedachtheit, die das wahre Bestreben hinter den billigen Worten eines Politikers zum Vorschein bringen.
Schauen wir auf Herrn Erdogan:
"Wir müssen die europäische Kultur mit der türkischen impfen."
"Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten."
"Gott sei Dank sind wir Anhänger der Scharia."

Danke, aber ich brauche all das nicht!

Quo vadis - Türkei ?

Als das Assoziierungsabkommen vor 50 Jahren abgeschlossen wurde, war die Türkei noch sehr viel mehr dem weiten, in die Zukunft gerichteten Geist ihres neuzeitlichen Staatsgründers K. Atatürk verpflichtet und fügte sich in seiner laizistischen Verfassung besser ein in die Gemeinschaft der europäischen Staaten. Es kann ja wohl niemand bestreiten, daß von diesem Geist nicht mehr allzu viel übrig geblieben ist.
Der Betritt zur EU darf nicht nur als eine "Erziehungsoption" hin zu mehr Demokratie gesehen werden, wie sich das die gegenwärtigen Oppositionsgruppen verständlicherweise wünschen, sondern es müssen bereits verläßliche, eingespielte und unumkehrbare "Demokratiestandards" im europäischen Sinn vorhanden sein, um einen solchen für die gesamte Staatengemeinschaft bedeutungsvollen Schritt zu vollziehen und dies v.a. auch angesichts der Größe und des daraus resultierenden, potentiellen künftigen Gewichts der Türkei in der gesamten EU.

Ich bin zu alt,

um mir darüber den Kopf zu zerbrechen, ob die Türkei einmal zur EU gehören sollte.
Aber wer Rumänien und Bulgarien im derzeitigen Zustand aufgenommen hat und Griechenland im damaligen Zustand in den Euro-Raum, der sollte hier keine Hemmungen haben. Arme Türken, die nach einem besseren Leben streben, hätten hier immerhin eine feste familiäre Basis.

ein spontanes positives Zeichen...

.... seitens der tuerkischen Regierung in Richtung demokratisches Europa, waere z. B. die Zulassung einer 400 km Menschenkette in Kurdistan...
oder kurdische Zeitungen, Radio und TV - Kanal...

und wenn dieTuerkey...

... so sehr das Deutsche Modell liebt, also Autobahnen und so, so kann auch gerne das Deutsche Bundeslandkonzept uebernommen werden...
... z. B. koennte der Freistaat Bayern die Beratung und Patenschaft fuer einen Freistaat Kurdistan uebernehmen...

Ja bitte: Demokratie

Und zwar in der EU, u.a. ein eu-weites Referendum (auch) für die Aufnahme neuer Mitglieder und besser noch, vor dem Beginn der Aufnahmeverhandlungen, dann ersparen wir uns periodische und immer groesser werdende Peinlichkeiten.
Nicht machbar ? Dannn vergessen wir lieber die EU.

Kein Wort über die zu Dutzenden inhaftierten ...

Journalisten, Autoren, Andersdenkende, Demonstraten ...

Und der Straftatbestand 'Beleidigung des Türkentums' ist für manche schon dann erfüllt, wenn jemand auch nur einen Hauch Kritik am System-Erdogan übt.

Und überhaupt:
Es ist bekannt, daß die Spitze des politischen Systems an Korruption kaum zu überbieten ist.

Zwischen den Stühlen

Die Türkei ist nicht zu beneiden, da sie zwischen den Welten des islamisch und der christlich geprägten Hemisphäre eingeklemmt ist. Egal wie sie es macht, macht sie es falsch!
Die Anlehnung an die christlich geprägte Hemisphäre ruft die Ultras des Ilsam auf den Plan, die Annäherung an islamische Werte verursacht Misstrauen auf der anderen Seite.
Erst wenn ein "Arabische Frühling" einen toleranten Islam ohne Auto-Bomben, Selbstmord-Attentäter und annähernd demokratischen Strukturen hervorgebracht hat, kann sich auch die Türkei ohne Befürchtungen nach Europa orientieren! Solange sitzt sie immer zwischen den Stühlen von Okzitend und Orient!

Türkei und EU

Ich hoffe auch, dass die Türkei bald in die EU aufgenommen wird.

Die EU hat ja Erfahrung darin, starke Kräfte der Eigenwilligkeit einzubinden. Die (offiziellen) Briten kochen ständig ihr eigenes Süppchen, Cameron, Hollande und Andere spielen gerne Krieg, Victor Orban und seine Leute schrauben an Grundrechten herum wie es ihnen gefällt, auch Andere fallen mal unangenehm auf, auch bei uns werden Proteste schonmal mit Wasserwerfern weggewischt (Stuttgart21) und auch in den Ländern der EU gibt es deutliche Varianten im Demokratieverständnis (to be continued).

Ich vergesse nicht, dass das Experiment Obama-Friedensnobelpreis gescheitert ist.

Aber ist es nicht dennoch besser, einen eigenwilligen Partner einzubinden bevor er garnicht mehr erreichbar ist?

Das Modell EU könnte etwas ganz großartiges sein:

Nach 1000 Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen und Kriegen findet Europa unter einem Dach friedlich zueinander. Es ist nicht einzusehen, warum dieser Prozess an einer, wie auch immer gearteten geographischen Grenze plötzlich aufhören sollte. Wir sollten nicht rasten bis alle Völker der Welt, sofern sie es denn wollen, vereinigt sind.

Wie man dieses Ziel erreicht ist eine ganz andere Frage und da war bereits die Osterweiterung ein Fehler. Nicht etwa des Geldes wegen, teilen gehört zum europäischen Gedanken, sondern weil die Neuen eher als Bittsteller denn als gleichberechtigte Partner kamen. Es wäre besser gewesen, sich erst einmal untereinander zu vereinigen. Zusammenarbeit mit der und Unterstützung durch die(alten) EU sinddabei ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Nach angemessener Zeit hätte man dann zischen Ost- und West-EU sowie der Türkei und Russland unter gleichberechtigten Partnern den nächsten Schritt der Vereinigung gehen können.

Starke Türkei

Es ist doch beschämend, immer wieder zu lesen, die Türkei brauche die EU, sonst falle sie in undemokratische Verhältnisse zurück.

Die Türkei ist ein starker, souveräner Staat, der auch ohne EU Mitgliedschaft gut dasteht. Die Türkei braucht eine EU Mitgliedschaft nicht!

@ Maria-José Blumen

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt! Das muss man zugeben.
Ich stell mir das gerade bildlich vor und muss sehr schmunzeln! Deine Sprache ist gewaltig und äußerst kreativ, das gefällt mir sehr!
Nur: Dass die EU so dasteht, kann man der Türkei schlichtweg nicht ankreiden. Und ehrlich gesagt: Ich denke dass der Jongleur EU seinen Absturz ganz alleine schaffen kann.

Westwärts?

Meine Geografiekenntnisse sagen mir, dass die Türkei in Asien liegt, zumindest zu 95%. Im Fall eines Beitritts:
* müßte man den Begriff "EU" abschaffen;
* wäre eine Masseneinwanderung die Folge.
Eine Volksabstimmung in allen derzeitigen EU-Staaten zu weiteren Beitrittskandidaten hat zu erfolgen. Dieser Volkswille ist dann bindend und nicht zu verbiegen.

Kann mir mal jemand plausibel

Kann mir mal jemand plausibel machen, was die Türkei eigentlich mit Europa zu tun hat? Weil sie ein Zipfelchen auf der Landkarte belegen?
Wenn das ein Grund ist zählt jedes Land, welches eine Botschaft in Europa unterhält, dazu.

wieso wird die gut

wieso wird die gut organisierte Demokratiebewegung nicht von der eu zu informellen Gesprächen geladen? das wäre ein Zeichen

Türkei ist gut für die EU

Aus Angst das die Türkei in die EU kommt schaut man genau hin was dort passiert, und siehe da, man findet sofort einen neuen Grund warum die Türkei nicht in die EU soll. Es liegt doch in der Hand das die christlichen Staaten Angst haben von einem moslemisch geprägten Land überrollt zu werden. Ich aber sage: JA, die Türkei muss in die EU denn sie ist wirtschaftlich eine Macht. Punkt.

Um ernsthaft über....

... eine EU-Vollmitgliedschaft mit den Türken zu sprechen, müssen mindestens zwei Voraussetzungen erfüllt sein:
1. Die Anerkennung des Genozids am armenischen Volk und
2. Herr Erdogan muß aufhören, auf die eigenen Landsleute schießen zu lassen.
Beides ist zutiefst undemokratisch.
Davon einmal abgesehen, stellt sich grundsätzlich die Frage, ob die Türkei überhaupt zu Europa gehört ( wie übrigens auch Israel nicht in Europa liegt! )....

Nicht nur das Assoziierungsabkommen mit der

Türkei gehört aufgelöst, auch das am 30.4. 1964 abgeschlossene Sozialversicherungsakommen, was Türken in Deutschland berechtigt, ihre Familien kostenlos in der Türkei mitzuversichern (eine Bevorzugung gegenüber deutschen Beitragszahler!), (nicht Deutschland entscheidet wer zur Familie gehört, sondern Türkei) was den Krankenkassenbeitragszahler sehr viel Geld kostet, er dafür weniger Leistung erhält bzw. immer mehr Zuzahlungen leisten muss.

Und in die EU gehört die Türkei schon lange nicht, - sie würden auch nur (wie immer eigentlich) die Hand aufhalten! Da haben wir bereits genug Länder.

Marie Jose Blumen - Ihr Beitrag ist fantastisch. Sehr schön beschrieben. Danke sehr!

Ein EU Beitritt der Türkei

Ein EU Beitritt der Türkei ist im Moment sicher unangebracht. Die Türkei hat noch einigen Reformbedarf und auch die EU muss sich erst noch demokratisieren und stabilisieren.
Dennoch hat ein Beitrit perspektivisch Vorteile. Der wichtigste ist wohl, dass die EU eine politische Union ist, und keine Religionsgemeinschaft. ein Islamisches Mittglied würde indirekt auch die Position von Juden und Atheisten stärken.
Der Einwand die Türkei läge nicht in Europa ist lächerlich, da es sich um ein politisches Europa handelt, kein plattentektonisches. Wäre dem so müssten wir Italien raten der Afrikanischen Union beizutreten und Zypern fliegt als asiatischer Staat raus.
Ich befürchte nur, dass die AfD Anhänger selbst damit einverstanden wären :(

und wieso berichtet die

und wieso berichtet die Tagesschau nicht über die proteste in ankara, hatay, tunceli, izmir, istanbul, bursa usw. ?

Uiiiiii!

Jetzt kommen Sie wieder aus ihren Verstecken unter dem Schreibtisch hervorgekrochen, die Türkei-Basher :-)

Es ist doch alles so einfach:

1x1 = 1
Islam = Islamismus = Terrorismus
Islam = Türkei = Erdogan
EU = Abendland = Demokratie = Christentum
Türkei = Urlaub = Sonne =/= EU
EU = Menschenrechte =/= Islam
Erdogan = Diktator = Saddam = Mursi
Bosporus = EU =/= Istanbul =/= Konstantinopel
EU = Auto = Autobahn = Raststätte
Türkei = Kamel = Wüste = Durst
Schweinefleisch =/= Lammkotletten
Bier =/= Ayran
Gezi = Cool
AKP =/= Cool

Summa summarum gehört die TR nicht zur EU. Die Rechnung ist doch so einfach!

Interessant in dem schönen Bericht ist aber Folgendes:
"Der Minister lässt dabei offen, ob die Türkei überhaupt noch einen Beitritt in die EU anstrebt, wenn sie all diese Ziele möglicherweise auch ohne EU-Mitgliedschaft erreichen kann."

Die TR hat in den letzten 10 Jahren mehr erreicht als in den 80 Jahren davor. So dumm sind die noch, dass sie wirklich auf ein sinkendes Schiff wollen.

@ 10:10 von eseip

"Und als Steuerzahler möchte ich mit der Türkei kein zweites Griechenland erleben"

Wooooow, der war echt gut, woher haben Sie denn den Witz her :) Ich werfe mich jetzt gleich auf den Boden und rolle mich lachend hin und her, bis mich einer festhält und mir ein Glas Ayran bringt :) :) :) Echt nicht zu toppen :) :) :) Danke für diesen tollen Witz :) :) :)

Die Griechen besuchen schon seit Monaten die Türken und wollen, nebst unseren deutschen Steuergeldern, Kredite aus Ankara. Btw.

@ HartAberWahr

Wo haben Sie denn bitteschoen diese Zitate her?

Scharia gilt in der Tuerkei auch nicht.

Die Türkei gehört nun einmal nicht zu Europa

Es verwundert ja ohnehin wie einige Geisteskoryphäen überhaupt auf den Gedanken gekommen sind der Türkei den Eintritt in einen europäischen Staatenbund zu versprechen, weil diese nun einmal ein morgenländisches Land ist und daher weder kulturell, religiös oder politisch zu Europa gehört und nicht zuletzt spätestens seit der Eroberung Konstantinopels bis weit ins XVIII. Jahrhundert hinein der Todfeind Europas gewesen ist und als solcher zwei Mal selbst Wien belagerte und nur durch die gewaltigen Waffentaten des Prinzen Eugen in die Schranken gewiesen wurde; ebenso gut hätten also die alten Griechen auf die Idee kommen können Persien in einen ihrer Staatenbünde aufzunehmen. Wobei eine Aufnahme der Türkei auch die arabisch-mohammedanischen Mittelmeerstaaten zu einem solchen Vorhaben bewegen dürfte und setzt die Partei, die gegenwärtig die Aufnahme der Türkei betreibt, dies durch, so dürften diese Staaten folgen und Europa in wenigen Jahrzehnten dem Mohammedanismus anheimfallen.

Die Türkei könnte eine große Chance sein

Auf Dauer kann Europa es sich wohl nicht leisten so zu tun, als gäbe es den Rest der Welt nicht. Ein Land mit einer islamischen (nicht islamistischen) Mehrheit demokratisch und konstruktiv in die EU integriert, wäre weltpolitisch sicher ein positives Signal, könnte uns ganz neue Optionen eröffnen. Das sowohl die EU als auch die Türkei noch sehr weit davon entfernt sind, ist eine andere Sache. Aber statt Möglichkeiten auszuschließen, würde es uns weiter bringen positive Ziele zu formulieren. Ich lebe im europäischen Teil von Istanbul, kann aber versichern, dass der asiatische Teil der Stadt eigentlich doch sehr europäisch ist. Und wäre es das nicht, um so schöner und interessanter könnte etwas mehr Vielfalt sein. Natürlich nicht Einheit um jeden Preis, lieber gute Nachbarn als Streit in der Wohngemeinschaft. Aber statt Dinge auszuschließen, erst mal sehen, was gemeinsam geht, vor allem aber auf menschliche Mindeststandards, Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt drängen.

Fangt schon mal an

"..wir wollen Menschenrechte und Meinungsfreiheit garantieren wie in Schweden. Das ist unser Ziel."

Ein Gesetzentwurf nach schwedischem Vorbild,eine Abstimmung im Parlament und schon habt ihr eure Meinungsfreiheit.Das kostet nicht viel.
Im Gegenteil,es spart Geld,weil zukünftig jemand der vom Genozid an den Armeniern spricht nicht mehr inhaftiert werden muss.
Dann könnt ihr gleich alle Journalisten freilassen und mit dem ersparten schon mal den einen ,oder anderen Kilometer Deutsche Autobahn bauen.

Nicht gut?Doch lieber Meinungsfreiheit wie in China und Autobahnen wie in Burkina Faso?

Die Frage ist doch eher

Die Frage ist doch eher braucht die Türkei die EU ! Und die Antwort ist eindeutig NEIN !
Was soll die denn in so ein Heuchlerischen Club wo Sie untereinander nicht mal klagen kommen.
Wer Bulgarien und Rumänien usw. aufnimmt und dann meint die Türkei sei noch nicht so weit ist nichts weiter als Lächerlich. .Es geht hier um den Islam und nichts anderes ! Die EU ist nicht mal ehrlich genug dies offen zu sagen aber naja die Türkei fährt damit ganz gut Hauptsache die Jährlichen Milliarden kommen weiter die jeden Beitragskandidaten zustehen deshalb kann die Aufnahme gerne noch 20 Jahr dauern .

@12:49 von Residue

Wo haben Sie denn bitteschoen diese Zitate her?

Die Zitate stammen aus Wikiquote:
https://de.wikiquote.org/wiki/Tayyip_Erdo%C4%9Fan

Religion, Islam und Europa

Auch das Christentum des Mittelalters möchte ich nicht in Europa sehen. Es ist die Aufklärung, die das Verteidigenswerte an Europa ausmacht. Die Betonung von Toleranz, die Aufforderung sich des eigenen Verstandes zu bedienen, statt blind einer religiösen Institution zu vertrauen. Auf dieser Grundlagen kann ich durchaus verschiedene Meinungen vertreten, in einem freieren Sinne religiös sein oder auch Atheist. Auch unter vielen Moslems gibt es diese Haltung, die Toleranz, Humanität, Vernunft, Lernen durch eigenen Erfahrung über vorgegebene Dogmen stellt. Auf dieser Basis ist es möglich andere Meinungen zu akzeptieren, in einer Welt der Vielfalt tolerant und human zusammen zu leben. Zu unserer eigenen Überzeugung zu stehen ohne sie anderen aufzuwingen. Das sollte uns wichtig sein. Wenn Gott/Allah Wahrheit und Liebe ist, dann geht es genau darum, nicht um Rituale, Lippenbekenntisse oder Dogmen. Und wenn Gott nicht ist, dann ist das eben unsere eigene "göttliche" Entscheidung, das zu wollen

13:41 von nathanistanbul

Um Kritik vorzubeugen.Ich schätze ihre Kommentare und weiss das Istanbul eine der modernsten Städte Europas ist.Mit modernen Menschen.Man sah es ja an den Protesten.
Wirtschaftlich sehr stark,wage ich keine Prognose wohin sich die Türkei entwickelt.Schätze aber dass die Türkei die EU Mitgliedschaft nicht braucht.Wohl aber die EU als Partner.
Den Euro kann ich ihnen nicht empfehlen.
Es kann aber sein,dass die EU eher die Türkei braucht.

Die Konflikte die wir mit den manchmal etwas rückständig anmutenden Türken haben, haben sie am meisten mit sich selbst.Nochmal auf die Proteste hingewiesen.

EU ist schon zu groß!

Mit der Osterweiterung wurde die EU bereits viel zu groß und einen kulturell so anders gestrickten Staat nun auch noch aufzunehmen wäre ein großer Fehler.
.
Selbst bei der Osterweiterung hätte man stattdessen eine "Ost-EU" gründen sollen, damit die Strukturen KLEIN und FLEXIBEL bleiben anstatt groß mit Wasserkopf und blödsinnigen Regeln die zwar aus der Sicht einiger Länder Sinn machen bei anderen aber nur Kopfschütteln verursachen.
.
Der Türkei sollte man empfehlen zusammen mit den eigenen Nachbarstaaten eine "EU-ähnliche Gemeinschaft" zu formen, die dann als größerer Bund mit der EU verhandelt; genauso übrigens für Afrika (in mehreren kleineren Gruppen benachbarter Staaten).

Niemals

darf dieser Staat in die EU.
Die historischen, kulturellen und religiösen Strukturen passen nicht in die pluralistische freie Gesellschaft des Westens.
Schon heute haben wir genügend Probleme mit der Kultur. Das fängt beim Schwimmunterricht in den Schulen an.
Nicht zuletzt ist die hinter der Religion verankerte POLITISCHE Weltanschauung für uns Westeuropäer untragbar.
Beispiele gibt es zur Genüge, man man täglich in die Medien schaut.
Schon aus Sicherheitsgründen scheidet die islamische Türkei grundsätzlich aus.

@12:31 von FaithChan

mach (Un)Gleichung ist richtig, manch andere ist falsch.

Aber zumindest bei
Islam = Islamismus
stimmen Sie offenbar mit Herrn Erdogan überein, der 2008 sagte:

Es gibt keinen Islam und Islamismus. Es gibt nur einen Islam. Wer etwas anderes sagt, beleidigt den Islam.

50 Jh.Beitrittsbemühungen sollen nicht umsonst sein!

Gerade durch die Geschichte ist die Türkei eng mit Europa verbunden - wer kennt nicht den legendären Orientexpress? Ich könnte mir eh einen noch größeren Kreis, nämlich die Mittelmeeranrainer als mindestens assoziiert denken. Gerade europäische Geschichte ist Mittelmeergeschichte, das scheinen hier einige zu vergessen. Und im Übrigen ist gerade der Islam von seinem Selbstverständnis her sehr wohl mit jüdischen und christlichen Wurzeln verwachsen.

Also statt ständig äußere Unterscheidungen zu verstärken, sollten die inneren gemeinsamen Werte hervorgehoben werden. Muslimische Staaten haben wir schon längst mit Albanien, Kosovo, Bosnien-Herzegowina und Überwindung von religions-Schranken hin zu mehr staatlich-säkularem Miteinander ist zu begrüßen. Und letztendlich ist die ehemalige EWG auch eine Wirtschaftszone, zu der die Türkei schon lange gehört! Und ich wünschte mir Syrien, Libanon, Israel, Palästina gehörten schon zu den Anwärtern, Israel ist schon assoziiert, Palästina fast ....

@13:41 von nathanistanbul

Es ist zum Großteil richtig und nachvollziehbar, was Sie schreiben.

NUR wird es im Islam niemals so etwas wie eine Aufklärung geben. Darauf hoffte ich auch, aber nur so lange, bis ich Gelegenheit fand mich mit dem Islam zu beschäftigen.
Im Gegensatz zB zum Christentum, wo es Angelegenheiten gibt die weltlich sind ("So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!"), greift das Gespann Koran/Scharia+Auslegungen in ALLE Lebensbereiche ein.

Es gibt es im Islam eindeutige Passagen, die grundgesetz- und/oder menschenrechtswidrig sind.
All diese Passagen, inklusive dem Aufruf zur Expansion bis zur Weltherrschaft, müssten einer "islam. Aufklärung" zum Opfer fallen.
Da das aber den Kern dieser "Religion" betrifft, wird es niemals geschehen.
In meinen Augen ist der Islam nicht reformierbar.

@14:35LionelHutz: Aufklärung u. Humanismus

werden sich nicht aufhalten lassen, auch in der Türkei nicht. Die Hinwendung zu alten religiösen Korsetts sind nur ein Zeichen dafür, dass moderne Sichtweisen, Interpretationswege auch eines 1500 Jahre alten Buches sehr wohl auf Vormarsch sind. Immer wo Neues im Anmarsch ist, gibt es Konservative, die lieber auf altes, vertrautes bauen wollen - aber diese stecken in einer Sackgasse und werden irgendwann der Avantgarde nacheilen! Deshalb muss die Türkei in die EU - eine größere Chance zum gegenseitigen Vertrauen aufbauen gibt es nicht.
Hinterweltlerisches Christentum hat auch in Europa noch viel Aufklärungsbedarf (wie war das noch mit italienisch scheiden?....)

Bin dafür das die

Bin dafür das die Beitrittsverhandlungen mindestens noch 20 Jahre dauern und dies ist ja Realistisch wenn man sieht wie die EU ausreden über ausreden erfindet um den Prozess so langsam zu machen wie es nur möglich ist aber die Milliarden an Hilfe wird auf Jährlich jedenfall korrekt überwiesen das muss man auch betonen .
Mein FAZIT diese Taktik ist für alle gut gel

@ 12:55Walter Meingott: Byzanz

Sie sagen es, Kleinasien gehört sehr wohl aufgrund seiner Geschichte zu Europa! Niemand käme auf die Idee, das römische oder griechische Reich wäre nicht europäische Geschichte!!!

Und der Name Europa!!!!!!!!
"Europa die schöne Namensgeberin unseres Erdteils,stammt aus Asien. Dies ist eine mythische Gewissheit,in der viel geschichtliche Wahrheit enthalten ist,denn die Wiege der europäischen Kultur lag in Asien." Zitat xxx.griechischemythologie.com/europa.html

Die Chance der Türkei, in die EU aufgenommen zu werden,

ist gleich NULL.

Zumindest in Frankreich wird dazu eine Volksabstimmung erfolgen, deren Ausgang
leicht prognostiziert werden kann. Die Aufnahme selbst muss einstimmig erfolgen, d.h. alle jetzigen Mitgliedsstaaten müssen
zustimmen.

Mit der AKP kein EU-Beitritt, bitte!

Der EU-Beitritt, den Herr Bagis und Herr Erdogan vorgeben, voran zu führen, dient nur als Feigenblatt. Sie mimen damit den Fortschritt und einen Modernisierungswillen, den sie aber nur auf den Blatt stehen haben. In der Realität sind deren Köpfe noch von Vorgestern.

Die AKP-Regierung will, dass Schwangere Frauen während ihrer Schwangerschaft das Haus nicht verlassen, damit ihre Bäuche vor den Menschen verborgen bleiben - weil es sich ja nicht schicke... Schwangere sollten auch keine PDA oder Kaiserschnitte mehr bekommen, da sie ja schließlich keine Weicheier seien... etc.

Diese AKP-Leute sind - ganz klar - islamistische Fundamentalisten im Schafspelz, die den EU-Beitritt nur für ihre Propaganda-Zwecke missbrauchen. "Seht her, wie fortschrittlich wir sind.." .

Aber nebenher werden unbequeme Journalisten weggesperrt oder verschwinden und altgediente Militärs werden in Scheinprozessen mundtot gemacht. Die AKP hat einen Polizeistaat errichtet.

Solche haben in der EU nichts verloren!

Kritik gerne, aber auch Offenheit für eine bessere Zukunft

@ LionenHutz 14.35: und in der Türkei herrscht alles das in weiten Teilen einfach nicht. Von Toleranz bis Aufklärung herrscht teilweise noch extremer Nachholbedarf.
@ Hansi2012: Niemals darf dieser Staat in die EU.
Die Absolutheit und Undifferenziertheit der Ablehnung weist daraufhin, dass es bei Toleranz, Aufklärung und Rationalität auch hier noch deutlichen Nachholbedarf gibt. Ich habe an anderer Stelle schon deutliche Kritik an den Strukturen in der Türkei geübt, nur es gibt eben auch sehr viel positives Potenzial, sehr sehr viele Menschen, die sich überzeugter und engagierter als viele in der EU für Menschenrechte und Toleranz engagieren. Die Deutungshoheit über die Religion sollten wir nicht einer fundamentalistischen Minderheit überlassen. Auch das Christentum musste und muss oft zur Legitimierung staatlicher Unterdrückung herhalten.
Ehrliche Kritik würde vielleicht berechtigte Forderung stellen, aber nicht blind und dogmatisch jede Zukunft ausschließen.

Das Märchen der Islamisierung

Man sollte sich das Land genauer anschauen, bevor man Verschwörungstheorien aufstellt! Es liegt doch auf der Hand, weshalb der Erdogan einen religiösen Kurs fährt: Weil Staat und Religion in der Türkei strickt getrennt sind. Sogar mehr als in Deutschland! Es ging z. B bis vor kurzem so weit, dass sogar Frauen mit Kopftuch nicht studieren durften. Dieses Gesetzt wurde auf Druck der EU (im Prozess der Europäisierung) abgeschafft. Weil es eben von Toleranz zeugt, wenn jeder Mensch, egal welche Hautfarbe er hat, welcher politischen Partei er angehört oder auch welche religiöse Haltung er vertritt, sich bilden bzw. studieren darf. Denn was hat schließlich die Trennung von Saat und Religion damit zu tun?? Dass die Gegner Erdogans darin eine Islamisierung sehen, ist doch klar. Es gibt weitere Beispiele wie z.B. die Feiertage: Erdogan möchte einen religiösen Feiertag einführen. Vergleich: In D sind 10 von 2 Feiertagen religiös bedingt - in der TR hingegen nur 2 von 10.

Wie viele denn noch...?

... und von dieser rückständigen amtierenden AKP-Regierung mal abgesehen... wie groß soll die EU denn noch werden?

Ich tendiere ganz stark dazu, die EU sogar zu verkleinern, d.h. alle Staaten seit dem Beitritt Griechenlands (und auch Griechenland selbst) wieder aus der EU auszugliedern.

Und das meine ich ernst. Wie soll ein solches Gebilde denn handlungsfähig sein, wenn zig souveräne Staaten mit den unterschiedlichsten Anliegen sich einigen sollen? Es ist doch jetzt schon eine Katastrophe - die EU taugt nichts und kann sich eigenständig kaum behaupten, was u.a. an der Größe und der damit einher gehenden Behäbigkeit liegt.

Die Türkei ist ein sehr großes Land und geostrategisch einzigartig. Aber das ist für die EU nicht von Vorteil, da die Nachteile überwiegen (z.B. der rückständige Osten).

Die Türkei gehört auch kulturell nicht zur EU. Über 90 % der Fläche liegt in Asien, Türken gehören den Turkvölkern an und sind Asiaten.

Ein EU-Beitritt der Türkei ist daher völlig abwegig.

@15:33 von SlowlyFasterForward

Diese AKP-Leute sind .. islamistische Fundamentalisten im Schafspelz, die den EU-Beitritt .. missbrauchen. "Seht her, wie fortschrittlich wir sind."

Das sehe ich anders. Für die AKP ist ein EU Beitritt ein Schritt zur Islamisierung Europas.

Welt online:
Was den Aufbruch der TR nach Westen betrifft, verwendete Erdogan in seiner Grundsatzrede ein neues Symbol.
Das Endziel des langen Weges, das erst seine Nachfolger erreichen würden, sei “2071″, sagte er...
Dann jährt sich zum 1000 Mal die Schlacht von Manzikert, in der die TR das byzantinische Reich entscheidend schlugen, gen Westen drängten und Anatolien in Besitz nahmen.
“Unser Vorbild ist Sultan Arp Arslan”, der gegen die Christen siegreiche Kriegsherr, verkündete
Erdogan und erntete begeisterten Applaus von rund 30.000 AKP-Anhängern.
So machte Erdogan in Symbolen klar, wie er sich selbst sieht:
Als neuen Atatük, der das Land modernisiert, als neuen Sultan, der .. den Islam siegreich gen Westen führt.

50 Jahre

50 Jahre sollten eigentlich genügen. Die Türkei hat sich mittlerweile weit von dem Staat weg entwickelt, mit dem damals dieses Abkommen geschlossen wurde.
Vielleicht sollte die EU sogar dieses alte Abkommen aufkündigen und einfach mal abwarten, wohin Erdogan die Türkei als nächstes führen will...
-
Die Wiederaufstehung des Osmanischen Reichs ist ensowenig wünschenswert, wie die des Deutschen Reichs oder des Britischen Empire.
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Wenn ich hier die Kommentare lese, ist die Türkei seit Erdogan doch eh besser als Europa. Also los, Türkei!
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Ich bedaure die verlorene Chance...

@15:07 von HartAberWahr - Humanistisches Potenzial unterstützen

Stimmt, das Neue Testament macht es einem -unbefangen gelesen- mit Humanismus und Toleranz relativ leicht. Nur auch die Christen haben lange gebraucht, um zu akzeptieren, dass nicht alle Aussagen insbesondere des alten Testaments immer wortwörtlich zu nehmen sind (Evolution, Kosmologie, Regeln für das Alltagsleben).
Genauso gibt es auch im Islam Strömungen, den Koran nicht als naturwissenschaftliches oder politische Buch sondern als spirituelle Orientierung zu sehen. Da wird die Sharia zur Forderung nach einem Rechtsstaat, der vor Willkür schützt, und der Cihad "Heilige Krieg" primär zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ego.
Der in der Türkei sehr einflussreiche islamische Mystiker Rumi schrieb schon im 13. Jahrhundert sinngemäß: "Für die, die lieben, gibt es weder Moslems, Christen noch Juden. Gilt weder Glaube noch Unglaube."
Die Möglichkeit ist schon da, auch im Islam. Wenn Menschen sich erst mal fragen, warum und wozu. Ich bin dafür, hier das positive Potenzial zu unterstützen.

@ HartAberWahr 15:33

Oft kann ich Ihnen ja nicht zustimmen, aber in Bezug auf die 'Islamische Agenda' - angeblich gibt es ja sogar eine 'Schwule Agenda', warum also nicht auch eine (realistischere) islamische? - muss ich Ihnen zustimmen!
-
Was den 'Rising Islam' angeht, bin ich wohl ultrarechts, denn ich will nicht von irgendwelchen selbsternannten Religionsfritzen meine Lebensweise bestimmt sehen. Andererseits heiße ich aber alle willkommen, die in diesem Land leben wollen und (wie soll ich das sagen?) mir nicht auf den Keks gehen...
-
Zurück zur Türkei:
Wenn E. nicht will, soll er es lassen, aber dann auch auch die Vorteile abgeben, die sein Land derzeit genießt. (Diverse EU-Gelder zur Vorbereitung auf den Beitritt).
Wenn der Islam zum immer bedeutenderen Merkmal der Türkei wird, hat sie in der EU keinen Platz.
Wenn Atatürks weltlicher Kurs wirklich so schlimm war, wie viele hier sagen, dann sollen die Türken das eben ändern - und sich von uns widerlichen liberalen Westlern fern halten.

@16:16 von nathanistanbul

ich werd mal sehen, was Rumi so schrieb und wie stark diese Strömung heute vertreten ist.

Vielleicht gibt es ja doch Hoffnung.

man stelle sich vor:

"am nationalfeiertag der deutschen ertrinken die straßen in einem meer aus roten türkenflaggen und ein paar schwarz-rot-goldenen fahnen."
zitat von claudia roth, b90/die grünen; ihre wunschvision zum tag der deutschen einheit, veröffentlicht in der "welt am sonntag", 06.02.2005
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der eintritt der türkei in die eu wäre vmtl. der untergang des abendlandes. über kurz oder lang würden islamisten die macht übernehmen. auch wenn immer betont wird, die scharia gäbe es in der türkei nicht, sie würde sich ganz schnell bahn brechen und wäre allgemeingültiges gesetz.
ich erlebe das vermutlich nicht mehr, aber unseren kindern gnade dann gott!
und wenn jemand meint, "die absolutheit und undifferenziertheit der ablehnung weise daraufhin, dass es bei toleranz, aufklärung und rationalität auch hier noch deutlichen nachholbedarf gäbe", den weise ich daruf hin, dass dies meine ureigenste meinung ist, die ich nicht oberlehrerhaft in frage stellen lasse.
eu-beitritt der türkei: NEIN, DANKE!

EU Beitritt im Augenblick uninteressant

Bevor wir Türken überlegen ob wir in die EU wollen oder nicht, sollten wir mal erst eine unabhängige Judikative und Exekutive haben, eine freie Presse, das Recht auf freie Meinungsäusserung (was eigentlich per Grundgesetz NOCH existiert) und schön wäre auch die Aufarbeitung der Geschichte. Solange Faschismus im Lande herrscht und die Regierung darauf wartet das die Demonstranten ausflippen, damit sie richtig zur Sache gehen können, ist das Thema EU Beitritt uninteressant. Im Augenblick behelfen sich Erdogans Elite Polizisten ja NUR mit tonnenweise US-Pfeffergas, mit US-Chemikalien zugesetzten Wasserwerfern und zielgerichteten Plastikgeschossen bzw. Gaskartuschen gegen die Demonstranten. In einem Land in dem muskulöse Sportlerinnen von extremistischen Islamisten verachtet werden, ist es eh' schon ein Wunder das wir in die Olympia-Endausscheidung der westlichen Welt gekommen sind. Wir müssen erst aufräumen, unumkehrbare Demokratie schaffen und dann schauen wir weiter...

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