Kommentare

Nichts zu erwarten, solange die Ultrarechte regiert

Israel stand 1995 kurz vor einem Frieden und einer 2-Staaten-Lösungen, jedoch wurde ihr Premier Rabin von einem jüdischen Hardliner ermordert (und mutmaßlich ein rechtsextremes jüdisches Netzwerk).

Anstatt darauf erst recht mit Ausräumen der letzten Streitpunkte (exakte Grenzen, Status Ost Jerusalem, Siedler die damals noch wenige Tausend waren, auch diese Punkte galten damals als lösbar) zu reagieren, wurden die Verhandlungen auf Eis gelegt.

Netanjahu hat immer wieder betont, dass es mit ihm kein Frieden geben und keinen Palästinenserstaaten geben wird, auch viele seiner Mitstreiter äußern sich so. Solange die Ultrarechten, Ultrareligiösen und Ultranationalisten die Regierung stellen oder daran beteiligt sind, wird es leider keinen Frieden geben.

So lange auf der

So lange auf der palästinensischen Seite die hardliner der Hamas solchen Einfluss haben, die den Staat Israel niemals anerkennen wollen und den Rückzug der Israelis aus Gaza dazu genutzt haben, um Israel von dort massiv mit Raketen zu beschießen, wird es keinen Rückzug der Israelis aus dem Westjordanland ohne eine tragfähige Lösung der Sicherheitsfrage für Israel geben. Es gibt keine Verpflichtung zum Selbstmord für sie.

Wollen denn die Palästinenser den Frieden?

....ich glaube nicht. Solange sie von Iran mit Waffen und Drohungen unterstütz werden, kann und wird es keinen Frieden geben. Wie oft haben die Palästinenser die Chancen bekommen mit Israel Frieden zu schaffen? Wie oft hat damals der verstorbene Führer der Palästinenser Arafad versporchen den Frieden mit Israel zu beginnen? Wer glaubt denn noch an diese PL.-Statt? Waffen-, und Bürgerkriege werden dort nur als Gewalt gescheut,unschuldige Menschen werden von den eigenen Palästinenser umgebracht, weil sie diese nicht anerkennen, was ist das für ein Staat? Dann sollen andere Länder dort "Friedensangebote" machen? Ich glaube es nicht, dass es jemals "Frieden" dort geben wird.

@butalive76

Erwarten Sie etwa, dass es ohne die "ultras" (die übrigens gar nicht an der Macht sind, sondern in der Minderheit) Frieden gäbe?
Bestimmt nicht. Im Nahen Osten wird es niemals Frieden geben. Das ist ein Wunschgedanke einer dünnen Bevölkerungsgruppe. Auch die jetzigen Gespräche werden bestenfalls in wohlfeile Absichtserklärungen münden, die bald wieder aufgelöst werden. Historisch betrachtet war auch die Situation 1995 nicht erfolgversprechend, weil eben auf beiden Seiten der Prozess ohne Rückbindung an die Bevölkerung ablief; auch ohne die Ermordung Rabins wäre der Oslo-Prozess spätestens zwei Jahre später gescheitert. Hierfür waren keine "ultras" notwendig (die das nur etwas beschleunigt haben), sondern die breite Mitte und Hauptmasse der Bevölkerung auf beiden Seiten, die den Prozess ablehnten. Das Scheitern der Regierung Rabin stand kurz bevor. Die Ermordung führte dann eher zu einer Verklärung Rabins (zusammen mit einigen lustigen Verschwörungstheorien).

re makidi

"wird es keinen Rückzug der Israelis aus dem Westjordanland ohne eine tragfähige Lösung der Sicherheitsfrage für Israel geben."
Und wie sollte Ihrer Meinung nach die tragfähige Lösung aussehen?

Vorschlag: 4-Staaten-Lösung...

Ich bin auf das Ergebnis der Gespräche wirklich gespannt, immerhin könnte sich Obama hier wirklich einen Namen als Friedenspräsident machen...
Unabhängig davon, hätte ich für die Beteiligten einen anderen Lösungsvorschlag: eine 4-Staaten-Lösung!
1. Israel
2. Palästina
3. Jerusalem
4. Gaza
Dabei könnte der Ballast der Hamas "abgehängt" werden, in dem sie einen eigenen Staat bekommen.
Jerusalem könnte als eine Art "Vatikan" ein Stadt-Staat werden, der als heilige Pilgerstätte allen offen steht und komplett selbständig agiert.

@Karwandler: Das wäre Sache

@Karwandler: Das wäre Sache der Verhandlungen. Die Israelis haben eine klare Vorstellung: Entmilitarisierter Staat der Palästinenser, die Grenzen überwacht Israels Armee. Wer das nicht will, muss ein besseres Konzept vorlegen. Aber klar ist: Mit irgendwelchen schönen Absichtserklärungen wird sich Israel nach den Erfahrungen mit Gaza nicht zufrieden geben.

Israels Größe...

liegt nicht in geographischen Grenzen, dazu ist dieses Land viel zu klein, sondern darin dass sie bereit sind immer wieder zu verhandeln..
Überschattet vom Syrien und Ägypten Konflikt wird kaum wahrgenommen dass Israels Süden weiter hin (trotz Waffenstillstand) mit Raketen beschossen wird. Und trotzdem will Israel Verhandeln-würden das die Staaten der EU auch machen wenn sie ständig mir Raketen und Mörsergranaten beschossen würden?

@unbändig01

sondern darin dass sie bereit sind immer wieder zu verhandeln..
Man darf hier nicht freiwillige Bereitschaft mit dem Druck der internationalen Geldgeber verwechseln.

Ohne den Druck der USA und Europa würden die Israelis den Siedlungsbau weiter vorantreiben und die Palästinenser nach und nach aus dem Land vertreiben.

Der Raketenbeschuss ist genau so wie der Siedlungsbau einer der zentralen Probleme in der Region. Beide Seiten schenken sich nichts im Behindern der Lösungsfindung. Sie nutzen nur unterschiedliche "Waffen".

@ 11:34 von karwandler

ohne eine tragfähige Lösung der Sicherheitsfrage für Israel

Das ist reine Ablenkung, die gibt es bereits länger, denn Israel ist trotz aller Gefahren und Gewalt eine äußerst autonome und handlungsfähige Nation. Ohne Frieden mit den Palästinensern lässt sich aus der politischen Sicherheitslage nicht mehr rausholen, als das.

Wer hat angefangen und wer hört auf...

Zentrales Problem ist der Siedlungsbau. Israel sorgt dadurch für Fakten die eine Zwei Staaten Lösung unmöglich machen und zögert eine mögliche politische Lösung so lange hinaus bis es keine "Palestinensergebiete" mehr gibt, sondern nur noch Israel und israelische Siedlungen.

Den Palestinensern den willen zum Frieden ab zu sprechen führt genau zu demselben Ergebnis. Diejenigen die Israel mit Raketen beschießen haben die Hoffnung aufgegeben und tun das aus reiner Verzweiflung.

Würde sich ansonsten irgend jemand für den Konflikt interessieren?

@Ehecatl So groß auch die

@Ehecatl
So groß auch die Verzweiflung sein mag, durch (ziellose) Gewalt Aufmerksamkeit erreichen zu wollen, ist der falsche Weg und löst nicht den Konflikt. Auf Grund von Provokationen beider Seiten radikalisiert sich jeweils die Meinung gegenüber der anderen Gruppe. Dies führt zu einer abwärtsgerichteten Spirale.

@Ehecatl

"Diejenigen die Israel mit Raketen beschießen haben die Hoffnung aufgegeben und tun das aus reiner Verzweiflung".
Das ist stark zu bezweifeln. Da gibt es eine ganze Menge (wenn nicht sogar die Mehrheit), die Raketen abfeuern, weil sie Israel ausradieren wollen.
.
Die palästinensischen Motive schönreden zu wollen (wie man es in D bisweilen gerne tut), wird dem Konflikt auch nicht gerecht. Dazu ist die Gemengelage viel zu verworren und die jeweiligen Motive und Ziele sind viel zu vielschichtig, komplex und irrational - auf beiden Seiten.

@Ehecatl

"Den Palestinensern den willen zum Frieden ab zu sprechen führt genau zu demselben Ergebnis. Diejenigen die Israel mit Raketen beschießen haben die Hoffnung aufgegeben und tun das aus reiner Verzweiflung."

Komisch als kein Jude auf Samaria und Judea lebte (weil sie 1947 alle vertrieben wurden) haben die Araber (Palästinenser nannten sich die Araber damals noch nicht, so nannte man eher die Juden) auch keinen Frieden und keinen Staat gegründet.
Erklären Sie dies bitte einem Israeli.

Wer behauptet, dass Israel kein Interesse an Frieden hätte und diesen sogar blockieren oder untergraben würde, dem würde ich ein präziseres Studium der jüngeren Geschichte nahelegen und hinzu den Rat geben, sich für die Dauer des Studiums weiterer unqualifizierter Kommentare zu enthalten.

Friedenverhandlungen

Wohlgemerkt es handelt sich um Friedensverhandlungen.
Das Wort sagt es schon, Frieden und es sollte um Frieden gegen, denn die Angriffe von arabischen Seite seit 1929 (Hebron Massaker) bis heute sollten aufhören. Es sollte um Frieden gehen ein weiterer Staat muss nicht auf der Tagesordnug stehen.

Einen neuen Staat auf dem vollen Westbank Gebiet ist nicht akzeptabel, da es die Existenz Israel unmöglich macht. Außerdem mit welchem völkerrechtlichen Recht verlangen man auf diesem Gebiet einen Staat? Es geht hier um einen neu zu gründenden Staat, der keinerlei historischen Hintergrund hat. Wie kann eine fremde Macht einfach so die 67ger Waffenstillstandslinien zu völkerrechtlichen Grenzen festlegen, ohne das beide Seiten das vorher ausverhandelt haben? Und Jordanien hat ganz deutlich gemacht, dass sie keinerlei Interessen an der Rückgabe der Gebiete hat.

@karwandler

"Ohne Frieden mit den Palästinensern lässt sich aus der politischen Sicherheitslage nicht mehr rausholen, als das."

Und genau diesen Frieden lehnten die sogenannten Palästinenser immer und immer wieder ab.
Es ist Ihnen wohl entgangen, dass die palästinensischen Araber 1937, 1947, 2000 und 2008 einen eigenen Staat ablehnten.

Wenn Abbas die “Grenzen von 1967″ haben will, bedeutet das im Klartext: Die Westbank kommt wieder unter jordanische Verwaltung, der Gazastreifen unter ägyptische. Für Palästina bleibt da, wie damals, kein Platz. Will er das wirklich?

@butalive76

Ihnen kann ich zum Thema Friedensverhandlungen nur 2 Punkte auf den Weg geben.

1. ist Abbas eigentlich noch Präsident und wenn ja wen vertritt er? Ich meine ja nur, in Gaza hat er nichts mehr zu sagen und Neuwahlen lässt er schon seit 2 Jahren nicht mehr zu. Mit wem verhandelt Israel da? Mit einem Diktator, der wie in Syrien oder Ägypten jederzeit gestürzt werden kann?

2. googeln Sie einmal "Fatah emblem", da finden Sie den Staat Israel nicht und was bedeuten die Waffen um dieses Emblem?

@ Tatsachen bitte

die Existenz eines Volkes und dessen stückweise Vertreibung anhand sehr fragwürdiger Begründungen zu verleugnen ist also qualifiziert und bemächtigt einem anderen das Wort zu verbieten?

Keine existenzielle Verzweiflung

@Ehecatl
Diejenigen die Israel mit Raketen beschießen haben die Hoffnung aufgegeben und tun das aus reiner Verzweiflung.

Das halte ich für Unsinn, und vor allem lehne ich es ab, jeden Terrorakt grundsätzlich als Verzweiflungsakt zu betrachten und damit teilweise zu rechtfertigen. (Existenzielle) Verzweiflung ist ein möglicher Grund, doch die weit weniger sympathische "Verzweiflung" darüber, dass man noch nicht die totale Macht errungen hat und anderen seinen Willen aufzwingen kann, ist das viel wahrscheinlichere Motiv - zumal die Angriffe das Los eines normalen Palästinensers, der nur leben will und dem Eroberungsphantasien egal sind, nur verschlimmern und nicht verbessern.

Sie provozieren Israels Regierung zu Gegenmaßnahmen, die sie sonst im eigenen Lande gar nicht rechtfertigen könnte, und rückt jeden halbwegs gerechten Frieden in weite Ferne.

Darstellung: