Kommentare

Tipp aus Deutschland

Niedriglohnsektor schaffen - Mindestlohn abschaffen und akzeptieren, dass zunehmend mehr Beschäftigte prekär beschäftigt werden und von ihrer Arbeit nicht leben können.
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Das bringt Wachstum... und ist wunderbar
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Ok - einige bleiben dabei auf der Strecke .. aber was solls, dafür profitieren andere umso mehr und die sind ja auch eigentlich viel wichtiger.
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Am Ende steht ein tolles Land, deren Bürger zumindest dann zusammenhalten, wenn ihnen das Wasser bin in die Küche steht. Das dem noch immer so ist, kann dann vom Regierungschef lobend hervorgehoben werden, denn es zeigt, dass man den Menschen noch mehr abverlangen kann.
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Ist doch ein super Tipp, oder?

Und jetzt

wird es wieder Kommentare hageln wie sehr Deutschland schuld daran ist , dass Frankreichs Wirtschaft nicht wettbewerbsfähig ist und sie ohne tiefgreifende Reformen auch bald nicht mehr zukunftsfähig ist.

Frankreich muss endlich handeln, Deutschland und Frankreich dürfen als Kernstaaten Europas keine Schwäche zeigen.

Es wird der Punkt kommen an dem man den wirtschaftlichen Absturz nicht mehr auf den Nachbarn schieben kann.

Antagonistische Gesellschaft

Dass in der Marktwirtschaftsdemokratie Frankreich der Kostenfaktor namens Lohnabhängiger minimiert werden soll, um die Unternehmergewinne zu maximieren und dergestalt die Rezession zu überwinden, verweist auf die antagonistische Gesellschaft dieses Landes: Das Interesse der Unternehmer an möglichst hohen Profiten steht in einem unversöhnlichen Widerspruch zum Interesse der Lohnabhängigen an einem guten Leben, weil die beiden Interessen sich wechselseitig ausschließen.
Infolgedessen mehren sich unter den Lohnabhängigen die Stimmen derer, die für eine Überwindung des Marktwirtschaftssystems plädieren, damit eine Produktionsweise eingerichtet werden kann, deren Zweck nicht der Unternehmerprofit, sondern die Bedürfnisbefriedigung aller ist.

@MrEnigma

"Ok - einige bleiben dabei auf der Strecke .. aber was solls, dafür profitieren andere umso mehr und die sind ja auch eigentlich viel wichtiger."

Was soll uns ihr Beitrag genau mitteilen? Sie fänden es also sozial gerechter, wenn wir wieder den Zustand von 2005 hätten mit über 5 Mio. Arbeitslosen ? Ist es für Sie gerechter, Menschen gar nicht am Arbeitsleben teilhaben zu lassen als sie nur mittelprächtig zu bezahlen? Es gibt nunmal Jobs, die würden eiskalt wegrationalisiert (und auf andere verteilt) werden, wenn sie niemand für 6-8€ oder auf 400€-Basis machen würde - und das träfe dann zu allererst Jugendliche und schlecht gebildete Menschen! Und über wieviel Menschen sprechen Sie hier eigentlich? In Wahrheit betrifft das unter 10% der Erwerbstätigen, ein Billiglohnland sind wir mitnichten! Die Anzahl sozialversicherungspflichtiger(!) Arbeitsverhältnisse steigt konstant. Deutschland ist dem aktuellen, sozialistischen Frankreich um Welten vorraus - und Sie jammern bloß rum!

Frankreich muss endlich

Frankreich muss endlich reformieren, um wettbewerbsfähiger zu werden. Deutschland und Frankreich sollten als Kernstaaten Europas Vorbild sein.

@00Schneider: Zitat: "Es gibt

@00Schneider:

Zitat: "Es gibt nunmal Jobs, die würden eiskalt wegrationalisiert (und auf andere verteilt) werden, wenn sie niemand für 6-8€ oder auf 400€-Basis machen würde"

Weil die Firmen ja die Wohlfahrt sind, und nur deswegen die Jobs geschaffen haben, und nicht etwa, weil jemand diesen Job tun muss.

Ich würde gerne mal so ein paar Jobs auf unsere hohen Herren verteilt sehen.

Deutschland muss in die andere Richtung gehen: Zahlt uns das Geld, oder wir gehen in ein anderes Land oder machen ganz was anderes.

Deutschland sollte Frankreich unterstützen

Meiner Meinung nach sollte Deutschland seine Erfahrungen im Hinblick auf die Bewältigung der Wirtschaftskrise mit Frankreich austauschen. Denn diese Hilfe wird von Frankreich augenscheinlich dringend benötigt. Die wirtschaftliche Situation der EU ist besorgniserregend. Vor diesem Hintergrund ist besser nachvollziehbar, weshalb die EU die Gespräche mit der Türkei weiterführt. Denn ohne Aufnahme von neuen und starken Mitgliedsstaaten wird es langfristig für Frankreich und die EU schwierig, die Wirtschaft anzukurbeln.

Ein super Tipp, MrEnigma?

Nein, wohl eher der Kommentar eines desillusionierten Idealisten. Sarkasmus hilft hier aber leider kein bisschen weiter. Sarkasmus, Zynismus, Kabarett - das bringt nix. Ich gebe zu, ich befinde mich in demselben Dilemma. Irgendwo stimmt es schon: Ein mieser Job ist immer noch besser als gar kein Job - Dilemma. Ich denke, am ehesten kommt man da raus, indem man sich (und anderen) klar macht: Das alles ist Menschenwerk. Die Welt ist nicht voll mieser oder voll gar keiner Jobs, die Welt ist an dieser Stelle schlecht und ungerecht organisiert.

Zahlen

Unter 10% der Erwerbstätigen? Nein, heute stecken ein Fünftel aller Erwerbstätigen in Deutschland in prekären Beschäftigungsverhältnissen (also Mini- oder Midijobber, Leiharbeiter, Teilzeitbeschäftigte mit 20 oder weniger Wochenarbeitsstunden). Da der Anteil Anfang der Neunziger noch um die Hälfte geringer war, also weniger als ein Zehntel der Arbeitnehmer betraf, ist zumindest die Tendenz beunruhigend.

Hollande kann es nicht, weil er ideologisch blockiert ist.

Als Rotgrün abtrat hatten wir 5 Mio Arbeitslose, Schulden wie noch nie und zwei Kriege am Hals (Jugoslawien, Afghanistan). Danach gings bergauf - aber richtig erst, als die SPD aus der Regierung ganz raus war. Heute ist doch fast alles wieder super. Die Leute haben wieder mehr Geld - aktueller Konsumklimaindex auf ungeahnten Höhen. Und wenn die rot-rot-grüne Bundesrats-Mehrheit nicht alle finanziellen Erleichterungen für die kleinen Leute blockieren würde, ginge es denen noch besser. Ich sage nur Abschaffung der kalten Progression, Bafög-Erhöhung usw.
In Frankreich hält momentan leider noch niemand Herrn Hollande dabei auf, das Land nach Kräften gegen die Wand zu fahren. Und da kann er noch so viele Nebenkriegsschauplätze wie Homoehe oder Kriegseinsätze eröffnen. Am Ende zählt auch bei den Franzosen, ob man Arbeit hat, und was im Portmonee ist. Und spätestens am nächsten Z[W]ahltag werden auch die Sozialisten Herrn Hollande vom Hof jagen, wie sie es bei uns mit Schröder gemacht haben.

Gott in Frankreich...

Warum diskutiert man nicht endlich offen über Alternativen, über eine nötige Systemänderung? Zum Beispiel über einen Wechsel hin zu einer modernisierten "Sozialen Marktwirtschaft". Weil kaum noch jemand das Original kennt? Weil seit 20-25 Jahren Horden gleichgeschalteter, nur auf Gewinnmaximierung dressierter BWL-Absolventen den Sozialgedanken unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems ruinierten? Und das als Manager oder Politiker bis heute tun. Wohin hat uns das geführt? - sind Leiharbeit, Zeit- und Werkverträge, Niedriglöhne, H-4-Aufstockung, Billigbekleidung und Billigreisen das Gelbe vom Ei? Wo sind Billigmieten, Billigenergie, und vieles andere, was das Dasein heute für immer mehr Betroffene kaum noch bezahlbar macht? Stattdessen gibts Rentenkürzung und absehbare Altersarmut. Wer hat es zugelassen, daß Banken systemrelevant wurden - und wie kann man den Teufelskreis durchbrechen? Gott in Frankreich bewahre die Franzosen vor einem deutschen H-4-System-Export.

@Rotkäppchen, 17:58 - Lohnabhängigenschädlich

Gehe ich recht in der Annahme, dass Sie den Franzosen die marktkonforme Demokratie à la Bundeskanzlerin Merkel als Krisenüberwindungsstrategie anempfehlen, weil Sie von den hiesigen statistischen Mittelwerten sich täuschen lassen, die verschleiern, dass die deutschen Lohnabhängigen über dieselbe Kaufkraft wie vor zwanzig Jahren verfügen und zudem zunehmend unter der Arbeitshetze leiden, mittels derer hierzulande die niedrigen Lohnstückkosten zustande kommen, die den deutschen Unternehmern hohe Profite bescheren, weil sie ihre Waren auf allen Märkten der Welt gewinnbringend verkaufen können?

Die Rezepte von Hollande

hatte die SPD hier auch schon ausprobiert.

Lieber 5% Inflation als 5% Arbeitslosigkeit. Am Ende hatte er beides. Dann wurde er vernünftig aber galt schon vorher als der große Macher.
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Jeder Politiker glaubt eben gegen die Gesetze des Marktes regieren zu können.
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Aber diese Gesetze entstehen weil sich die Menschen eben so rational verhalten wie sie es tun. Da hilft es auch nichts gegen die Märkte zu wettern, sie zu zähmen oder sie in ihre Schranken weisen zu wollen.

Aber Wahlen kann man mit solchem Geschwätz gewinnen, sich dann an den Fleischtöpfen überfressen und dann gut versorgt in Rente zu gehen.

Alles auf Kosten der Bürger und Steuerzahler und dabei angeblich deren Wohl anzustreben.

10 % @ Lars Rodriguez

Laut Destatis also dem Bundesrechnungshof sind ~23% der Arbeitnehmer in Deutschland prekär beschäftigt !

Da gab es neulich hier eine Newsmeldung zu .. erst vor ein paar Tagen.

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