Kommentare

Statistische Trickserei?

Bei den vielen Fällen, die aus der Arbeitslosenstatistik herausfallen, ist die Frage, ob es sich hier nicht eher um einen Erfolg der statistischen Tricksereien handelt.
Ich kenne viele über 50-Jährige, die händeringend einen Job suchen, ihn aber nicht bekommen, weil die Firmen Vorurteile gegenüber Älteren haben, weil sie die Leute nicht einarbeiten wollen oder auch weil sie tatsächlich nur unangemessen niedrige Löhne zahlen wollen.
Letzteres dürfte auch ein Grund für die noch unbesetzten Stellen sein.

helfen die Statistiken leider nicht.

Meinungsmache

Es gibt eigentlich nichts Positives zu vermelden, aber überall wird der Bericht mit einer positiven Schlagzeile begonnen "Arbeitslosenzahl wieder unter drei Millionen". Korrekt müßte es eigentlich heißen: 'Arbeitslosenzahl nimmt saisonbereinigt zu' oder 'Rezession erreicht den Arbeitsmarkt'.

Wo bleiben die negativen Kommentare?

Dass die "Belebung am Arbeistmarkt schwächer ausfällt" als in den vergangenen Jahren ist logisch. Denn ein Wachstum von 0,1% im ersten Quartal kann kaum neue Jobs generieren. Somit hat diese Abnahme der Arbeistlosigkeit lediglich mit er üblichen Frühjahrsbelebung nach dem Winter zu tun die es in jedem Jahr gibt.
*
Natürlich wird es wiederdie üblichen Stimmen geben die diese zahlen bezweifeln weil ja die vielen "1-Euro-Jobber" und diejenigen in "Maßnahmen" sind nicht mit gezählt werden.
Wer also die echten Zahlen wissen möchte kann sie hier nachlesen:
hxxp://statistik.arbeitsagentur.de/
*
Es ist zwar etwas mühsamer bei den vielen Tabellen alle Zahlen zu finden. Aber auch mit den genannten "in Maßnahmen etc." sind es nicht mehr als 4 Mio die wirklich arbeistlos sind!
Wer es also wirklich wissen will bevor er seine negativen Kritiken rauslässt kann ja dort nachlesen!

@ 10:26 von chris2008

Sie schreiben:
"Bei den vielen Fällen, die aus der Arbeitslosenstatistik herausfallen, ist die Frage, ob es sich hier nicht eher um einen Erfolg der statistischen Tricksereien handelt.
Ich kenne viele über 50-Jährige, die händeringend einen Job suchen, ihn aber nicht bekommen, weil die Firmen Vorurteile gegenüber Älteren haben, weil sie die Leute nicht einarbeiten wollen oder auch weil sie tatsächlich nur unangemessen niedrige Löhne zahlen wollen."
*
Natürlich gibt es die von Ihnen ganannten Fälle, so wie es alle immer wieder beschriebenen Negativerlebnisse gitb.
Aber sie sind nicht die Regel. Es gibt weiterhin mehr als 500.000 offene Stellen für Fachkräfte. Leider sind viele Arbeitssuchende nicht bereist dort hinzugehen wo diese Jobs sind. Wie z.B. nach Baden-Württemberg, Bayern Hessen und Teilen von Sachsen und Thüringen.
Und die meisten ausgeschriebenen Stellen sind normale mit Tarifgehältern bezahlte Jobs!

Trotzdem gebe es noch immer viele freie Stellen.

.
Jaja, sicher doch. Nur gibt es eben triftige Gründe, warum viele Stellen offen sind. Man will, bei aller Bescheidenheit, ja auch vom Ertrag seiner Arbeit menschenwürdig leben können.
Und mit einer entsprechenden Ausbildung möchte man nicht für ein Entgelt arbeiten, das die Anmutung eines Almosen hat.
.
Der Himmel verschone uns also vor immer neuen Statistiken der AA, die einen Mangel aus Eigeninteresse schönreden und irgendwelche Zahlen so miteinander vergleichen, dass in den Medien oberflächlich ein positiver Eindruck für einen dauerhaft unhaltbaren Zustand entsteht.

Was die BA zu ihren Zahlen so nicht sagt

Heute Jobbörse BA:
3.059.156 Bewerberprofile
715.699 Stellen
225.516 Ausbildungsstellen

Heute im Bericht BA Mai:
ALG gemeldet: 5.399.000
offene Stellen BA Okt : 437.000
off. Ausb.stellen: 208.000 (Bericht S.27)
.
Es fehlen also 2,4 Mio. Bewerberprofile suchende Unternehmen beim größten europäischen Arbeitsvermittler.
Dagegen sind 279.000 Stellen angeboten, die lt. Bericht gar nicht offen sind.
Dito 17.500 Ausbildungsstellen.
.
Von
4.464.000 gemeldeten Arbeitslosen (+12.000 zum April) sind
2.462.000 (55%) nicht als amtlich arbeitslos anerkannt (Unterbeschäftigung), darunter
2.002.000 ALG-2 Bezieher, von denen
1.300.000 (65%) Billigjobs mit Beschäftigungszuschuss (landläufig "Aufstocker") haben, mit wohl (letzte Zahlen Okt!) nur
45% SV-Pflichtigen +
50% nicht sv-pflichtig, dav. nur
2/5 Vollzeit.
.
Gemeldete
5.399.000 ./.
3.898.000 Unterbesch. =
1.501.000 sofort vermittelbar ./.
437.000 offene St. = 1:3 =
1.064.000 bei der BA Chancenlose wie seit 1 Jahr.
.
SV: -109.000 zu Apr.

Voll prekär beschäftigt!

Tolle Zahlen. Da freut sich die Zeitarbeitsfirma, dass sie so viel zum Gemeinwohl beitragen kann. Da freut sich die Regierung, dass es so viele neue Zeitarbeitsfirmen gibt. Da freut sich die Arbeitsagentur, dass es dank innovativer Berechnungsvorschriften kaum noch "echte" Arbeitssuchende gibt.
*
Alle sind im Durchschnitt glücklich, allen geht es im Durchschnitt immer besser. Denn: je fetter die Schweine, desto mehr Schwung hat durchschnittlich der Bauernhof. Oder so.

@Bernd1

Es freut mich für sie, wenn sie diesen Zahlen irgendeinen Inhalt entnehmen können. Ich kann es angesichts der tendenziellen Zunahme prekärer Beschäftigung und der gleichzeitig zunehmenden Konzentration von Vermögen nicht!

950.000 offene Stellen in Deutschland

Zitat aus dem aktuellen Monatsbericht der Arbeitsagentur:
"Nach Angaben des IAB lag das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot für den ersten Arbeitsmarkt im ersten Quartal 2013 bei 950.000 Stellen. Das waren 13.000 oder 1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Von den Stellen für den ersten Arbeitsmarkt waren der Bundesagentur für Arbeit 45 Prozent gemeldet, nach 49 Prozent vor einem Jahr"
*
Es gibt also in Deutschland etwa 950.000 gemeldete Stellen die nicht bestzt sind!! Dass davon nur 45% der Arbeitsagentur zur Vermittlung gemeldet wurden zeigt wie wenig Vertrauen die Unternehmen inzwischen in die Arbeistagentur haben.
Die Firmen aquirieren die Mitarbeer lieber direkt oder über private Vermittler weil das erfolgreicher ist!

@ 10:42 von Trecker

Sie schreiben:
"Die Überschrift ist wissenschaftlich schlicht falsch. Es gibt weit mehr als 3 Mio. ohne Job, die Zahl müsste jenseits der 5 Mio. liegen."
*
Die Zahl der arbeistlos gemeldeten Menschen liegt bei etwa 4 Mio. wenn man die "in Maßnahmen befindlichen" oder kranken Arbeistlosen mitzählt.
Das können sie auf einen einzigen Menschen genau im aktuellen Monatsbericht nachlesen:
hxxp://statistik.arbeitsagentur.de/
*
Wenn Sie shreiben dass ihre Eltern und Kinder ohne Job sind aber auch nicht suchen dann haben diese auch in der Statistik nichts zu suchen. Dort geht es um die Menschen die arbeitslos sind UND auch einen Job suchen und somit dem Arbeistmarkt zur verfügung stehen!
*
Das alles ändert nichts daran dass wir mit über 41,6 Mio Menschen so viele Erwerbstätige Menschen (also Menschen MIT Job) haben wie noch nie zuvor in Deutschland!

Hier ... ein negativer Kommentar

Was nützen geringe Arbeitlosenzahlen, wenn die Anzahl der Beschäftigten im Niedriglohnsektor und die derjenigen steigt, die von ihrem Gehalt nicht mehr Leben können?
.
Letztlich sollte gezählt werden, wie hoch der Anteil derer ist, die von Ihrer Arbeit einen gewissen Mindestbruttolohn beziehen. Alle anderen sind weiterhin abhängig von Trensferzahlungen und gehören entsprechend auch zu den Arbeitslosen ...

Ich frage mich immer...

...wem solche Überschriften nützen?
Die Zahl der Arbeitslosen ist definitiv NICHT gesunken.Eher ist es doch so das immer mehr Menschen prikäre Arbeitsverträge eingehen auch auf Druck der Jobcenter und zwar um Sanktionen zu vermeiden.

Sie und ihr ARD Team sollten sich mal die Mühe machen hinter die Fassaden der Jobcenter zu schauen,denn wenn ich Journalist wäre, hätte ich mit dem was ich da so erfahren habe nen Pulitzerpreis bekommen.Das dort bestehende Gesetze auf Anweisungen von ganz oben mit Füßen getreten werden ist nur ein kleiner Teil der vielen Lügen die uns immer aufgetischt werden.

Bitte nicht einseitig betrachten!

Auch wenn die absolute Zahl zum Vormonat gesunken ist, finden diejenigen, die sich mal die Statistik der Arbeitsagentur anschauen, auch folgende Angaben auf der offiziellen Webseite:
- Arbeitslosigkeit zum Vorjahresmonat: +82.000 (Quote: + 0,1 Punkte)
- Arbeitslosigkeit saisonbereinigt zum Vormonat: +21.000 (Quote: unverändert bei 6,9 %)
.
Die Arbeitslosigkeit ist also im Trend eher gestiegen als gefallen.

Noch immer offene Stellen

Ich sehe hier die Argumentation um offene Stellen. Bitte auch da die offizielle Statistik anschauen:
- Gemeldetes Arbeitsstellenangebot zum Vormonat: -4.000 auf 437.000
- Gemeldetes Arbeitsstellenangebot zum Vorjahresmonat: -62.000
-Gemeldetes Arbeitsstellenangebot saisonbereinigt zum Vormonat: -7.000 auf 427.000
.
Genau wie die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit gestiegen ist, sind die offenen Stellen gesunken, auch wenn hier die typische jährliche saisonale Erholung des Arbeitsmarktes als Erfolg gefeiert wird, sieht es objektiv und wissenschaftlich weniger positiv aus.

Bernd1: 3 Mio. ohne Job

Schauen Sie sich die Überschrift noch einmal an: "Weniger als drei Millionen sind ohne Job."
Sie argumentieren etwas von Arbeitssuchenden, das macht ja auch Sinn, aber das steht nicht in der Überschrift. Sie spricht pauschal von weniger als 3 Mio. ohne Job. 3 Mio. was? Menschen? Deutsche? Frauen, Männer?
.
Wegen Ihrer Aussage über offene Stellen und positive Entwicklung lesen Sie bitte die Statistik noch einmal, auf die Sie in jedem Post hinweisen: Die saisonale Arbeitslosigkeit ist gestiegen, verglichen zum Vorjahr ist es gestiegen und offene Stellen sind gesunken.
.
Wir sollten alle objektiv, genau und ehrlich bleiben.

@ 10:55 von vanPaten

Sie schreiben:
"4.464.000 gemeldeten Arbeitslosen (+12.000 zum April) sind
2.462.000 (55%) nicht als amtlich arbeitslos anerkannt (Unterbeschäftigung), darunter
2.002.000 ALG-2 Bezieher, von denen
1.300.000 (65%) Billigjobs mit Beschäftigungszuschuss (landläufig "Aufstocker") haben..."
*
Es ist schade dass Sie die 1.3 Mio (landläufig "Aufstocker") wieder zu den Arbeistlosen rechnen.
Diese Menschen sind NICHT arbeitslos da sie einen Job haben und ZUSÄTZLICH zu ihrem Einkommen, welches bis zu 1.000 € pro Monat liegen kann, ALG2 beziehen!
Mit Statistikzahlen spielen heißt noch nicht diese Zahlen auch zu verstehen wie man leider an manchen Kommentaren erkennen kann!
*
Außerdem sollte man die offenen Stellen richtig lesen und kommentieren. Zitat aus dem aktuellen Monatsbericht der Arbeitsagentur auf Seite 12:
"Nach Angaben des IAB lag das gesamtwirtschaftliche Stellenangebot für den ersten Arbeitsmarkt im ersten Quartal 2013 bei 950.000 Stellen."

@ 11:02 von Antidot

Sie schreiben:
"Es freut mich für sie, wenn sie diesen Zahlen irgendeinen Inhalt entnehmen können. Ich kann es angesichts der tendenziellen Zunahme prekärer Beschäftigung und der gleichzeitig zunehmenden Konzentration von Vermögen nicht!"
*
Das liegt vielleicht daran dass die Zahl von "prekärer Beschäftigung" und "zunehmenden Konzentration von Vermögen" wenig oder auch nichts mit der Zahl der Arbeistlosen zu tun hat. Ab und zu etwas differenzieren bei der Betrachtung der Realität kann helfen. Natürlich haben Sie Recht damit dass die von Ihnen genannten Probleme gibt, aber beide Themen haben mit der Realität von etwa 85% der Bevölkerung wenig zu tun weil diese von beiden Themen nicht betroffen sind.

Für mich bedeutet Arbeit zu haben .....

... einer Beschäftigung nachzugehen, die mir soviel einbringt, dass ich davon auch angemessen leben kann, ohne aufstocken zu müssen. Ich hatte das Glück, mit 50 Jahren (2008) als Quereinsteiger in einer mir fremden Branche sofort einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei (für meine Verhältnisse) sehr guter Bezahlung zu bekommen.
Insofern wurde ich fast "vom Glück geküsst", zumal ich auch noch Single bin und ausser meiner Katze niemand von mir abhängig ist :-)
Was die ofiziellen Zahlen angeht, so gilt für mich immer noch der Spruch:
"Ali Baba und die 40 Räuber ist auch ein schönes Märchen"

hmmm gleiche

hmmm gleiche Arbeitsmenge
verteilt auf mehr "Koepfe"
senkt die Arbeitszeit pro
"Kopf" da aber kein Lohnausgleich
stattfindet(stattfinden kann),
hat der "Kopf" danach weniger
in seiner Tasche.Dies passiert seit
Jahren in unserer kompletten VolksWirt.
Ergo haben wir zwar den hoechsten
Beschaeftigungsstand,aber in der
Masse mit geringeren Loehnen.
Ergo nimmt die Armut ja laut Bericht
der Bundesregierung ja trotz der
hoechsten Beschaeftigung zu.

@ 11:09 von China

Sie schreiben:
"Nein Herr Bernhard, solange die Statistik geschönt wird bzw. geschönte Formulierungen verwendet werden um die Wahrheit zu verzerren ist jede Kritik an dieser Statistik angebracht. Wer die Wahrheit verdreht der lügt - so habe ich es zumindest gelernt."
*
Da die eigentlich Aussage zu den drei Mio Arbeistlosen in der Statistik heißt: "Arbeitslose die dem Arbeitsmarkt zur Vermittlung zur Verfügung steheh"
ist es keine Lüge. Man muss nur richtig hinschauen.
Ach ja, wer ist der Herr Bernhard?
*
Man kann natürlich auch verlangen dass die ganzen verschiedenen Gruppen der Arbeitslosen in den Nachriochten gemeldet werden, aber dann braucht man eine ganze Nachrichtensendung nur für die Arbeistlosenmeldung. Dann würden wohl mehr als 90% der Zuschauer abschalten!
Es ist schon richtig so dass die Menschen die es genauer wissen wollen dert nachlesen können wo es veröffentlicht wird. Deshalb ist der Monatsbericht ja auch für JEDEN einsehbar!

@ErichErpel

Danke, danke für Ihren guten Kommentar.
Sie bringen es genau auf den Punkt.

@ 11:26 von FKassekert

Sie schreiben:
"Und auch ihre Zahlen stimmen nicht
denn auch Hartz IV-ler sind Ohne Arbeit! Also wieviel sinds?
Ueber 7 000 000 - Sieben Millionen - und da haengen noch viele Kinder mit dran!"
*
Da liegen Sie leider mit Ihrer Annahme nicht richtig, denn die Kinder sind in den genannten 7.000.000 bereits enthalten.
Außer sind es nicht 7 Mio sondern genau
6.170.215 Hartz4- Empfänger.
Davon sind 1.706.418 Kinder oder sonstige Sozialgedempfänger und etwa 1.3 Mio Menschen sind Aufstocker die einen Job haben und ZUSÄTZLICH Hartz4 beziehen.
Sie sehen also dass die Zahlen schon stimmen, man muss sie nur genauer betrachten um die Zusammenhänge zu verstehen!
Auch diese Daten und Zahlen kann man in der Monatsstatistik nachlesen:
hxxp://statistik.arbeitsagentur.de/

@11:26 FKassekert

...denn auch Hartz IV-ler sind Ohne Arbeit! (...) Ueber 7 000 000 - Sieben Millionen - und da haengen noch viele Kinder mit dran!
.
Also wenn Sie jetzt auch noch Kinder zu den Arbeitslosen zählen wollen, dann weiß ich auch nicht weiter.

@ 10:47 von ErichErpel + 11:53 von mondfee

Sie schreiben:
"Jaja, sicher doch. Nur gibt es eben triftige Gründe, warum viele Stellen offen sind. Man will, bei aller Bescheidenheit, ja auch vom Ertrag seiner Arbeit menschenwürdig leben können."
*
Ganz sicher sind bei den 950.000 offenen Stellen in Deutschland (laut Arbeistagentur) die meisten Jobs ganz normal bezahlte Arbeiststellen die mit normalen Tarifgehältern bezahlt werden.
Wenn Sie es möchten kann ich Ihnen gerne ein paar Adressen nennen bei denen Sie solche Jobs finden können. Alleine die Bahn hat aktuell mehr als 7.000 Jobs auf ihrer Internetseite ausgeschrieben und davon sind mehr als 3.400 Stellen Ingenieursjobs!
Wer sucht der findet und wer nur negativ argumentieren will der negiert solche offensichtlichen Informationen. Leider!
Unser Problem ist leider dass viele Menschen entweder nicht ausreichend qualifizert sind oder nicht flexibel genug um dorthin zu gehen wo Arbeit ist!

@ Checker777

"Sie und ihr ARD Team sollten sich mal die Mühe machen hinter die Fassaden der Jobcenter zu schauen,denn wenn ich Journalist wäre, hätte ich mit dem was ich da so erfahren habe nen Pulitzerpreis bekommen."

Eigentlich sollten Sie dem "ARD Team" dankbar sein, dass es das nicht macht und Ihnen so die Chance gibt, das selbst zu machen und den Pulitzerpreis einzustreichen. Worauf warten Sie also noch?

@Bernd1

Bezüglich der Zahlen mögen sie im Recht sein, aber ich mit meinem leicht überdurchschnittlichen Gehalt fühle mich sehr wohl denen zugehörig, die unter der zunehmenden Zahl prekärer Arbeitsverhältnisse sowie der Konzentration von Vermögen leiden, und zwar rein wirtschaftlich nicht emotional! Denn unter dem Reichtum Einzelner leiden wir über verschiedene Wege alle!

Inzwischen könnte man auch schreiben unsere ...

Inzwischen könnte man auch schreiben unsere subventionierte Arbeitswelt! Gruss

Bernd1: Flexibilität

Unser Problem ist leider dass viele Menschen entweder nicht ausreichend qualifizert sind oder nicht flexibel genug um dorthin zu gehen wo Arbeit ist!

Das ist nicht "unser Problem". Es mag ein kleiner Teil eines Problems sein. Aber nochmal, rein objektiv: Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen (verglichen zum Vorjahresmonat und saisonal bereinigt) und die Zahl der offenen Stellen ist gesunken. Real, objektiv, Punkt!
Dass sich jetzt die stetig steigende Zahl der Arbeitslosen um die weniger werdenden Stellen mit mehr Mobilität, geringeren Löhnen und häufigeren Trennungen von ihren Familien bekämpfen müssen, ist eher weniger positiv. Den Beteiligten hier die Schuld zu geben, halte ich fast schon für zynisch.
Die Schuld trägt rein volkswirtschaftlich die ständige Zentralisierung von Macht und Kapital, die damit verbundene Korrumpierung der Politik (insbesondere bei der von Ihnen präferierten Partei zu sehen) und die Globalisierung.

Wahlkampf

Diese Positiv-Nachrichten sind dem Wahltermin geschuldet.
Wer ernsthaft glaubt, dass es nur 3mio. Arbeitslose in Deutschland gäbe, hat den Anschluss an die Realität verloren.

Wer denkt an die Menschen

Na toll, endlich wieder unter 3 Mio Arbeitslose...na gut mit Familienangehörigen vielleicht 10 Mio, die von der ALU leben müssen plus Millionen von Hartz 4 Aufstockern. Uns geht es wirklich zu gut. Wenn man bedent, dass wir Zuwanderung brauchen um den Fachkräftemangel zu beseitigen kriege ich das kalte Grausen. Die Politik sollte endlich die Unternehmen in die Pflicht nehmen und sie zu Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen zwingen, dann könnten wir ja mal die "echte" Vollbeschäftigung ansteuern.

Fälschung?

jeder der hier von Fälschung, Trickserei, Lug und Trug spricht, nur weil die Statistik nicht mit seiner persönlichen Definition von "Arbeitslos" übereinstimmt (Kinder = Arbeitslose???), könnte sich stattdessen auch die Mühe machen sich einfach die Grundlagen und Kriterien der Statistik anzuschauen um dann selbst eine eigene Statistik zu erstellen.
.
Aber man empört sich ja gerne...

genauer betrachtet

ziehen wir also die Kinder ab.
Bleiben 4.463.797 HartzIV Emfänger.
Dazu addieren wir die offiziellen Arbeitslosen von 2.937.000 hinzu.
Ergibt:7.400.797 Arbeitslose.
Dabei lasse ich die anderen Tricksereien, z.B.stille Reserve und,und,.... mal außen vor.
Auch die von Ihnen erwähnten ca 1,3 Mill. HartzIV-Empfänger sind anders zu beurteilen als Sie es (ab)tun.Diese Menschen sind nämlich laut SGB III verpflichtet , sich eine besser bezahlte Arbeit zu suchen.

@ 12:24 von Trecker

Sie schreiben:
"Aber nochmal, rein objektiv: Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen (verglichen zum Vorjahresmonat und saisonal bereinigt) und die Zahl der offenen Stellen ist gesunken. Real, objektiv, Punkt!
Dass sich jetzt die stetig steigende Zahl der Arbeitslosen um die weniger werdenden Stellen mit mehr Mobilität, geringeren Löhnen und häufigeren Trennungen von ihren Familien bekämpfen müssen, ist eher weniger positiv. Den Beteiligten hier die Schuld zu geben, halte ich fast schon für zynisch."
*
Wie ich schon weiter oben beschrieben habe ist es logisch dass bei NUR 0,1% Wachstum im ersten Quartal 2013 die Zahl der offenen Stellen nicht steigt sonder eher etwas sinkt.
Aber trotzdem gibt es 950.000 offene Stellen die von Menschen besetzt werden könnten, wenn sie entweder qualifiziert oder eben ausreichend flexibel wären. Diese Feststellung ist nicht zynisch sondern lediglich eine Beschreibung der Realität.
Niemand zwingt jemand zum umziehen aber dann bleibt mal leider arbeitslos!

Erholung am Arbeitsmarkt

Zwar herrscht hier die schlechte Stimmung vor, aber trotzdem ist es doch mal eine gute Nachricht, dass die Arbeitslosenzahl gesunken ist. Den Allerweltsvorwurf der statistischen Fälschung könnte man eigentlich immer erheben, wenn einem eine gute Nachticht aus irgend welchen Gründen nicht passt.

veget. Metzger: Gesunkene Arbeitslosigkeit

"...aber trotzdem ist es doch mal eine gute Nachricht, dass die Arbeitslosenzahl gesunken ist."
Ihnen ist es vermutlich auch entgangen: Bitte lesen Sie die Quelle nach! Das statistische Bundesamt teilt in Wirklichkeit mit, dass die Arbeitslosigkeit gestiegen ist (verglichen mit dem gleichen Monat im Vorjahr und auch wenn man die saisonalen Effekte heraus rechnet). Die absolute Zahl sinkt nur, weil um diese Zeit die saisonale Arbeitslosigkeit jedes Jahr zurück geht.
Die Arbeitslosigkeit ist also gestiegen.

@ Bernd1 - 12:07

"Wer sucht, der findet; und wer nur negativ argumentieren will, der negiert solche offensichtlichen Informationen. Leider!"
.
Stimmt leider aber auch im Umkehrschluss. Wer die Wahrheit nicht sehen will, kann sie auch nicht finden.
.
Für das Geld, das die AA im Jahr kostet, wären eigentlich andere "Erfolgsmeldungen" erforderlich, um den Mitteleinsatz dauerhaft zu rechtfertigen. Hier wird seit Jahrzehnten, allen Straffungsbemühungen zum Trotz, in alle Richtungen am Bedarf vorbei "verwaltet". Einziger politischer Zwang: eine schöne Statistik und gute Presse.
.
Nicht ohne Grund stellen viele der mit Massnahmen "geförderten" selber den Sinn ihrer persönlichen "Förderung" vollkommen in Frage. Gibt es doch am liebsten immer schnell die "Weiterqualifikation", die gerade im 100.000-er Paket bei irgendeinem Bildungsträger wie dem TÜV z.B. günstig eingekauft wurde.
.
Die aber dann auch gleich für jeden, der sich nicht schnell genug wegducken kann.

Bernd1: Strukturelle Arbeitslosigkeit

"Aber trotzdem gibt es 950.000 offene Stellen die von Menschen besetzt werden könnten, wenn sie entweder qualifiziert oder eben ausreichend flexibel wären."

Jeder Volkswirt weiß, dass es immer eine gewisse strukturelle Arbeitslosigkeit geben wird. Man kann niemanden von heute auf morgen umschulen, man kann auch nicht von heute auf morgen sein Haus verkaufen, um der Arbeit nachzuziehen. Selbst wenn wir 100 Prozent mobil und bildungsbereit sind, passiert alles mit Verzögerung.
.
Fakt bleibt, die AL ist gestigen und offene Stellen gesunken.

@Trecker, 15:04 - Profitprinzip & Arbeitslosigkeit?

Gehe ich recht in der Annahme, dass die gegenüber dem Vorjahr um 82.000 Menschen gestiegene Arbeitslosenzahl dem Profitprinzip des Marktwirtschaftssystems geschuldet ist, weil die Unternehmer nur dann Lohnabhängige als "Humankapital" einstellen, wenn sich durch deren Auspressung bei der Produktion von Waren aus investiertem Geld mehr Geld machen lässt, indem die Waren profitbringend auf dem Markt verkauft werden?

Wiesengrund: Profitprinzip und Arbeitslosigkeit

Natürlich. Das Ziel eines Unternehmens ist es primär Gewinn zu machen. Kapital und Menschen sind dabei nur Mittel zum Zweck. Der Investor möchte eine Rendite erreichen. Arbeitskraft kann auch durch Maschinen getauscht werden.
In Aktiengesellschaften ist der Shareholder-Value (Wert für den Investor) heute größer der von Stakeholder (im Unternehmen Beschäftigte).
Ganz objektiv und ohne Zynismus: Die Gesellschaftsordnung heißt Kapitalismus, weil sie um das Kapital und nicht um den Menschen aufgebaut wird.
Der freie Wettbewerb mit vielen kleinen Unternehmen sorgte dabei auch für eine Verbesserung für die Menschen, aber durch die Konzentration von Kapital und Macht und die Korrumpierung der Politik wird der Mensch mehr und mehr in den Hintergrund rücken. Das kann man bei Joseph Stiglitz, Karl Marx oder auch bei Sarah Wagenknecht nachlesen, bei den Ordoliberalen oder in vielen volkswirtschaftlichen Vorträgen im Netz hören.

@Trecker

Es wird in Europa einfach vieles schlecht geredet. Dabei ist diese Nachricht im Kern eigentlich mit Optimismus zu betrachten. Die Arbeitslosigkeit ist trotz schwieriger Wirtschaftslage noch ein wenig gesunken.

@15:04 Trecker

Fakt bleibt, die AL ist gestigen und offene Stellen gesunken.
.
Die offenen Stellen sollten auch sinken, wenn genügend Arbeitslose vermittelbar sind.
.
Wenn es bei ca. 3 Mio. Arbeitslosen ca. 1 Mio. offene Stellen gibt, dann haben wir ganz offensichtlich ein Qualifikationsproblem. Bleiben 3 Möglichkeiten:
.
1. Mehr in Bildung/Umschulung stecken.
2. 3 Mio. Arbeitslose als feste Größe hinnehmen.
3. Mehr Hilfsarbeiter-Jobs schaffen.

"Trotzdem gebe es noch immer viele freie Stellen."

Ja und wieviele ???
Doch anscheinend zu wenige.
Vor diesem Hintergrund finde ich es eine Unverschämheit noch weitere Billigarbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben und die Situation weiter zu verschärfen.

Deutschland ist das Paradies

Deutschland ist das Paradies in Europa für Arbeitnehmer. Quasi Vollbeschäftigung. Was will man mehr. Agenda 2010 und Merkel sei Dank.

@Trecker, 15:43: Natürlich?

Gehe ich recht in der Annahme, dass die Vernutzung der Lohnabhängigen als "Humankapital" zum Zwecke der unternehmerischen Geldvermehrung keineswegs "natürlich", sondern vielmehr eine gesellschaftliche Brutalität ist?

frustrierter Hartzer: Schlechtreden oder Objektivität?

"Es wird in Europa einfach vieles schlecht geredet. Dabei ist diese Nachricht im Kern eigentlich mit Optimismus zu betrachten. Die Arbeitslosigkeit ist trotz schwieriger Wirtschaftslage noch ein wenig gesunken."

Das stimmt nur teilweise. Es mag Kritiker geben, aber was ich als Wissenschaftler verlange, ist Objektivität. Und wenn das Ansteigen von Arbeitslosigkeit in der Öffentlichkeit als das Gegenteil verkauft wird, hat das mit Wissenschaft, Ehrlichkeit und Objektivität nichts zu tun.
Man muss die Realität ebenso wenig schön reden, wie man sie schlecht reden muss.
Also bleiben wir bitte bei den Fakten: Die AL ist gestiegen, offene Stellen gesunken, die Verteilung der Einkommen und Vermögen zugunsten Weniger verschoben und Konzentration von Macht und Kapital nimmt zu.
Sehen Sie das positiv oder negativ, das ist mir als Wissenschaftler egal, als Mensch aber nicht.

Zahl der Aufstocker geschönt

http://www.berliner-zeitung.de/politik/hartz-iv-zahl-der-aufstocker-gesc...

Wiesengrund: Natürlich oder nicht.

Sie haben schon Recht, wenn man den Rand des Systems geistig verlässt. Unsere Vorfahren haben in jeder Sippe jeden teilhaben lassen. Wer konnte, hat seinen Anteil geliefert, versorgt wurde jeder.
Ein Einkommen, ohne reale Leistung, nur durch den Besitz von Land und später Kapital ist eine perverse Abart des Zusammenlebens, eine Ungerechtigkeit.
Ein Lohn für Leistung ist ein wertvoller Anreiz. Aber ein Lohn ohne Leistung (z.B. durch Zins) ist nicht förderlich für den sozialen Frieden. Eine Grundversorgung ist aber notwendig.
Arbeitslosigkeit wäre in einem solchen System weniger wichtig, wichtiger wäre die Versorgung von Bedürfnissen und die Wertschätzung der Wertschaffenden, derjenigen, die reale Werte schaffen, um solche Bedürfnisse zu befriedigen.

@ Bernd1 11:32: Muss Sie korrigieren

Wenn Sie nochmal meinen Beitrag lesen, werden Sie festellen, dass ich die 1,3 Mio. "Aufstocker" genau den ALG-2-Beziehern in der Unterbeschäftigung als amtlich nicht anerkannte Arbeitslose zugeordnet habe.
.
Insofern ist Ihre Behauptung des Gegenteils falsch.

Hartz IV und die Statistik

http://www.sueddeutsche.de/politik/jahre-nach-der-schroeder-rede-hartz-i...

@ 13:36 von Klavierlehrer

Sie schreiben:
"genauer betrachtet
ziehen wir also die Kinder ab.
Bleiben 4.463.797 HartzIV Emfänger.
Dazu addieren wir die offiziellen Arbeitslosen von 2.937.000 hinzu.
Ergibt:7.400.797 Arbeitslose."
*
Da liegt leider ein Rechenfahler vor, denn von den genannten 4.463.797 verbleibenden Hartz4 Empfängern sind 1,3 Mio Aufstocker, also Menschen mit Job die zusätzlich Hartz4 bekommen.
Und außerdem bekommen von den "offiziellen Arbeitslosen von 2.937.000" nur 842.487 Arbeistlose ALG 1.
Also sind auch 2.094.513 der "offiziell gemeldeten Arbeitslosen" bereits in den 4.463.797 Hartz4-Empfängern enthalten.
Kurz gefasst:
4.463.797 verbleibenden Hartz4 Empfängern, abzgl.
1,3 Mio Aufstocker, abzgl.
2.094.513 "offiziellen Arbeitslosen".
-----
Dann bleiben etwa noch 1.070.000 Hartz4 übrig, die sich zusammen setzen aus "Menchen in Maßnahmen", 1-€-Jobber, kranke und andere nicht vermittelbare Arbeitslose.
Das sind dann zusammen mit den "offiziell gemeldeten" die von mir oben schon genannten 4 Mio!

@ 15:52 von Jederman

Sie fragen:
"Trotzdem gebe es noch immer viele freie Stellen.
Ja und wieviele ???
Doch anscheinend zu wenige.
Vor diesem Hintergrund finde ich es eine Unverschämheit noch weitere Billigarbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben und die Situation weiter zu verschärfen."
*
Wie schon mehrfach geschrieben und in den Unteragen der Arbeistagentur nachzulesen gibt es etwa 950.000 offenen Stellen.
Sind das zu wenig?
Scheinbar nicht denn die Firmen sind auf ausländische Bewerber angewiesen weil nicht genügend qualifizierte deutsche Bewerber verfügbar sind!
Außerdem werden aus dem Ausland keine "BIlligarbeistkräfte" angeworben sondern gut ausgebildete Fachkräfte zu guten Gehältern und junge Menschen für Ausbildungsstellen, denn auch da sind etwa 33.000 nicht besetzt!

Lügen haben Politikerbeine und die sind kurz

Statistiken sind immer Trickserei. Wenn wir die Wahrheit über die tatsächlichen Zahlen kennen würden, würde sich selbst der gemeine Bürger auf die Straße trauen.

@Bernd1

die "Süddeutsche" sieht es etwas anders:
Zahl der Hartz-IV-Empfänger: Derzeit gibt es in Deutschland nach den neuesten verfügbaren Zahlen von Februar dieses Jahres ungefähr 6,12 Millionen Leistungsempfänger. Sie teilen sich auf in die 4,42 Millionen erwerbsfähigen Bezieher von Arbeitslosengeld II, wie es korrekt heißt, und in die etwa 1,7 Millionen nicht-erwerbsfähigen Empfänger von Sozialgeld. Das sind zum Beispiel Kinder und Jugendliche, die mit ALG-II-Empfängern in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft leben.
siehe auch obigen Link.

@ 16:16 von Trecker

Sie schreiben:
"Es mag Kritiker geben, aber was ich als Wissenschaftler verlange, ist Objektivität. Und wenn das Ansteigen von Arbeitslosigkeit in der Öffentlichkeit als das Gegenteil verkauft wird, hat das mit Wissenschaft, Ehrlichkeit und Objektivität nichts zu tun."
*
Was einen wirklichen Wissenschaftler auszeichnet ist, dass er versteht von welchem Ausgangspunkt eine Aussage gesehen wird.
Die Arbeistlosigkeit ist gegenüber dem Vormonat gesunken.
Das steht in der Überschrift die also richtig ist.
Die Arbeistlosigkeit ist gegeüber dem Vorjahreswert gestiegen.
Das steht im Text der Meldung.
Wieso bezweiflen Sie da also die Ehrlichkeit und Objektivität?

Darstellung: