Kommentare

Bundesweite Kennzeichnungspflicht für Polizisten?

was genau soll das heißen? Daß es keine Zivilstreifen mehr geben darf?

Amnesty

macht es sich immer leicht. Klar kann man die Aufnahme von unter Umständen hundertausenden Flüchtlingen aus aller Welt fordern, aber auch nur, wenn man sich keine Gedanken darüber machen muss, wer das bezahlen soll. Als ob die europäischen Staaten groß was zu verschenken hätten. In Deutschland - und ich gehe davon aus auch in den meisten anderen EU-Ländern - haben wir eine durchaus vernünftige Asylpolitik. Und was den Spezialfall Syrien angeht, da ist es doch definitiv sinnvoller Flüchtlingslager in den Nachbarländern zu unterstützen als die Menschen nach Europa zu holen.

Nicht die Abschottung sondern die Aufnahme

Nicht die Abschottung sondern die Aufnahme führt zu den Todesopfern. Denn die Hoffnung treibt die Flüchtlinge inzwischen sogar mit Spielzeugschlauchbooten auf das Meer.
Würden sie konsequent zurückgebracht. Keiner würde mehr sein Leben riskieren. Nimmt man noch mehr auf, kommen noch mehr und noch mehr sterben.
Das ist die brutale Realität.
Genau wie bei der Piraterie. Die Schiffe der Länder ( z.B. USA und Russland) die grundsätzlich kein Lösegeld bezahlen werden auch seltenst attackiert.

Mehr geht nicht

Wenn es nach Amnesty ginge, würden wir die Flüchtlinge alle stappeln. Geht leider nicht, liebe Gutmenschen, wir sind voll, unsere Aufnahmekapazitäten sind an die Grenzen gestoßen.

Die Kritik ist völlig

Die Kritik ist völlig unberechtigt. Nicht die EU ist schuld an dem Flüchtlingsdrama sondern die skrupellosen Menschenhändler im Flüchtlingsgeschäft. Familien geben ihr Erspartes, damit einer von Ihnen in die soziale Hängematte Europas gelangt. Schleuser geben ihnen aber schlechte seeuntüchtige Boote. Dennoch gelingt es tausenden die Reise zu überstehen. Für jeden der hier ankommt stehen zahlreiche weitere auf gepackten Koffern. Würden sie das Geld in den Aufbau ihrer Firma oder in Ackerbau und Viehzucht in ihrer Heimat stecken, würde es ihnen erheblich besser gehen.
Eine Hilfe der Europäer kann daher nur in einer Hilfe vor Ort bestehen anstatt eine überdimensionierte Flüchtlingsindustrie aufrecht zu erhalten. Und vor allem muss den Schlepperbanden der Kampf angesagt werden.

Versteh ich nicht

Afrika ist viel naeher. Vor allem auch kulturell. Warum wird jetzt Afrika nicht verantwortlich gemacht?

Fuer Syrer ist Saudi Arabien viel naeher, ein Verbuendeter der USA. Warum werden die nicht verantwortlich gemacht, oder Iran, Verbuendeter Syriens?

Warum nicht Israel, die noch viel dichter an Syrien dran sind, oder Irak und die Tuerkei?

Was waere, wenn Europa alle Fluechtlinge in das AI Buero umleitet? Und dann AI fuer die verheerenden sanitaeren Bedingungen dort verantwortlich macht?
Waer doch auch mal ne Idee?

Nicht die EU ist mit ihrer

Nicht die EU ist mit ihrer Abschottungspolitik schuld am Tod der Flüchtlinge sondern zu erst doch wohl einmal die Zustände (Politik) in den Heimatländern der Flüchtenden.
Zum zweiten die Schlepperbanden, sie zwängen doch hunderte Menschen ohne Proviant u. Wasser in viel zu kleine Boote.
Also bitte nicht auf EU schimpfen sondern auf die unersättlichen Geschäftemacher welche die kleinen Leute in ihrer Heimat nicht hochkommen lassen.
Und hier in Europa finden die Menschen auch nicht das was ihnen vorgegaukelt wird, wir haben keine Arbeit für so viele Ungelernte, meist sogar Analphabeten, sondern sind zum Teil mit unseren eigenen Unqualifizierten in einer automatisierten Wirtschaft überfordert.

Wenn sie könnten, würden fast

Wenn sie könnten, würden fast alle Bewohner Schwarzafrikas flüchten. Hat AI denn auch Lösungsvorschläge geliefert wo die vielen Menschen hin sollten? Gut reden kann jeder!

Woher eine Aufnahmeverpflichtung?

Eines muss man doch klar sagen dürfen: Bei der überwiegenden Zahl der Flüchtlinge handelt es sich nicht um Kriegs-, sondern Wirtschaftsflüchtlinge. So schlimm die Situation in deren Heimatländern auch seien mag, es besteht hier keine rechtliche Aufnahmeverpflichtung seitens Europa.
In Europa gibt es Länder mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 50%! Schon dafür wird es Jahre brauchen, um diese abzubauen. Auch die Sozialsysteme in Europa haben den Punkt erreicht, an dem sie zu zerbrechen drohen. 100.000ende zusätzliche Anspruchsteller, die nie ihren Beitrag dazu geleistet haben (und es auch kurzfristig nicht können), werden das Faß endgültig zum Überlaufen bringen. Die aktuellen Beispiele in Stockholm zeigen hier mögliche Zukunftsperspektiven.

Eiskalt

Einige Kommentare hier geben mir nicht das Gefühl, dass wir in einem Sozialstaat leben.
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In Syrien sterben Menschen. Verzweifelt versuchen einige sich zu retten - und zu denen wird dann gesagt, dass sie ja selber Schuld sind, wenn sie dabei umkommen?
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Eine Möglichkeit die toten zu reduzieren wäre eine systematische Asylpolitik für die Betroffenen zu betreiben. Wenn man seinen fairen Anteil aufnimmt kann man den Rest meinetwegen auch an andere Staaten/Regionen verweisen. Aber ich glaube nicht, dass die Länder um Syrien herum es viel dicker haben als die EU. Hier von Problemen zu sprechen ist zynisch. Werden EU-Bürger verfolgt? Werden sie gefoltert? Werden sie erschossen oder müssen Angst haben im Bombenhagel umzukommen? Nein?
Dann hat die EU noch kein echtes Problem.

"Amnesty prangert EU an" - Amnesty prangert alle an!

"Amnesty prangert EU an" heißt die Überschrift, aber eigentlich müsste sie doch eher "Amnesty prangert alle an" heißen, oder hat hier mittlerweile jemand schon mal einen Staat gefunden der nicht angeprangert wird.

Ich habe mich mal auf die Suche gemacht aber keinen gefunden. Allerdings habe ich die Suche auch irgendwann aufgegeben. Zumindest unter den größeren europäischen und unter den skandinavischen Ländern bin ich nicht fündig geworden, aber vielleicht ist es wo anders besser als bei uns oder in Nord- oder Mitteleuropa.

Kann mir bitte, von denen die sich mit AI besser auskennen, mal jemand ein paar Staaten nennen die nicht angeprangert oder kritisiert werden?

Irgendwie werde ich den Eindruck nicht mehr los, dass sich AI in den letzten Jahren immer stärker politisch radikalisiert hat.
Überall und bei jedem findet man etwas zu kritisieren, dabei gehen die wirklich gravierenden Probleme immer mehr unter.

Es ist nicht die Abschottungspolitik, sondern ...

... die Wirtschaftspolitik der EU, die Schuld hat.
zum Beispiel: Die EU schickt Fischfangflotten entlang der Nordwestafrikanischen Küste. Die dortigen Fischer verlieren ihre Lebensgrundlage. (Kurzfassung)
Zudem werden subventionierte Lebensmittel aus EU und USA nach Afrika exportiert. Die dortigen Bauern können bei diesen Preisen nicht mithalten und verlieren ihre Lebensgrundlage. Um es drastisch zu formulieren, dort ist ein Nebenkriegsschauplatz zwischen der US-Landwirtschaftslobby und der EU.
Deshalb hat die westliche Welt eine Mitverantwortung an den Zuständen in Afrika.
Aber wer will schon eine gerechte Welt? Schuld sind immer die anderen und deshalb schottet man sich ab. Schließlich sind in der EU alle Länder Rechtsstaaten und deshalb können Firmen aus diesen Ländern im Ausland nur rechtschaffend sein, selbst wenn sie durch die EU bei ihrem Tun unterstützt werden. :-)

Die Verantwortlichen in der

Die Verantwortlichen in der EU und aber auch die meisten EU-Bürger, glauben oder wollen glauben, es reiche ein Gesetz zu machen, an das sich alle dann halten.
>
Fehlt es der Eu an der Einsicht, dass Kapitalismus nichts wert ist, wenn er der Gemeinsamkeit der Völker, nämlich auf einem Planet zu leben, nicht gerecht wird?
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Nur weil da unten Not und Elend herrscht, und wir die Schwerindustrie uns unter den Nagel reissen konnten, neigen wir dazu, das als gegeben hinzunehmen.
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Solange da unten die Menschen keine Perspektive haben, weil sie zu kurz kommen im "Weltplan", neigen wir zur Verdrängung, um nicht einzusehen, dass wir nur Glück hatten, und die da unten nicht.
>
als Deutsche können wir glücklich sein, mit der Anlage geboren worden zu sein, fleissig zu sein, und traurig können wir sein, im Reichtum lebend, das Leben doch nicht gefunden zu haben. Statistiken zeigen, uns geht es nur relativ gut, aber glücklich sind wir nicht! Und da unten die sind weder glücklich, noch relativ.

" "Auch 2012 war die

" "Auch 2012 war die Abschottungspolitik der EU mitverantwortlich dafür, dass Flüchtlinge im Mittelmeer starben.""

So gut ich auch Amnesty International finde, aber dieser Vorwurf geht zu weit, es stimmt einfach nicht. Die Menschen auf den Booten sind Wirtschaftsflüchtlinge, die EU zwingt niemanden zu kommen, es ist tragisch was mit vielen auf den Booten passiert, aber jeder, der so ein Boot besteigt weis um die Gefahr und nimmt sie in Kauf.
Nicht die Abschottung der EU ist am Tod so vieler Wirtschaftsflüchtlinge Schuld, sondern die Länder aus denen sie kommen und natürlich auch sie selbst, wie gesagt, jeder, mit Ausnahme von Kindern, weiß, auf was er sich einlässt.
Seit ich denken kann fließt Entwicklungshilfe nach Afrika, inzw. wohl schon einige Milliarden, was ist aus dem Geld geworden? Da muss man ansetzen, den Regierungen dort auf die Finger klopfen und schauen dass das Geld nicht verschwindet sondern investiert wird. Bin es leid für alles verantwortlich zu sein.

Kennzeichnungspflicht fuer Polizisten

heisst in Hong Kong: Jeder uniformierte Polizist ist an einer Nummer eindeutig zu identifizieren.
Frueher hiess es, ein Polizist, dessen Nummer rot unterlegt ist, spricht Englisch.

Damit kann sich kein Polizist hinter Uniform und Helm verstecken und wilde Sau spielen.

Der richtige Weg ist nicht

Der richtige Weg ist nicht auswandern lassen, sondern lebenswerte Bedingungen in den Heimatländern schaffen! AI hat doch bestimmt ziemlich gebildete Spezialisten in ihren Reihen. Dann würde ich mal sagen, hingehen und ran an die Arbeit- Ende mit "blabla"!

@WiPoEthik: Was ist mit China?

Wenn ich als Wirtschaftsfluechtling (weil ich in Deutschland keinen Job finde) nach China gehe, brauche ich dort einen Job, um ein Arbeitsvisum und eine Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen.

Wenn ich mich dort illegal aufhalte, kann ich verhaftet und abgeschoben werden.

Darf ich jetzt China anklagen?

Nicht hunderttausende Flüchtlinge, hunderte Millionen

Es geht nicht um hunderttausende, sondern um viele hunderte Millionen Menschen, wenn man jeden der einen guten Grund hat nach Europa zu kommen auch aufnehmen würde.

Das fordern aber weder Linke, noch Grüne, noch die Kirchen, noch AI. Diese fordern immer nur, dass man diejenigen ungehindert rein lassen soll, die den Mut haben ihr leben zu riskieren und/oder in der Lage sind große Summen an die Schlepperbanden zu bezahlen.

Die Familien, denen es noch schlechter geht, die keine Chance haben auch nur einen Versuch zu starten nach Europa zu kommen, die kein Geld für Schlepper haben, die wollen auch die Linken, die Kirchen, die Grünen, AI und alle Anderen dort lassen wo der Pfeffer wächst (oder gar nichts), aber dafür gefoltert und gemordet wird.

Was für eine verlogene, scheinheilige, zynische Debatte die diese seit Jahren führen.

Alle wissen, das man nicht allen bei UNS hier helfen kann, aber sie stellen willkürliche, ungerechte, scheinheilige Forderungen nur für das eigene Gewissen.

das ist auch interessant

"aber jeder, der so ein Boot besteigt weis um die Gefahr und nimmt sie in Kauf"

Ist das so?

Wie war das mit der Grenze zwischen DDR und BRD?

Wen interessieren eigentlich Fluechtlinge und Umsiedler? Wie war das mit Ausgebombten, im 2. WK, die woanders Unterschlupf suchen mussten?
Waren die bei Deutschen genauso willlkommen, wie die deutschen Brueder und Schwestern aus dem Osten?

Den Hinweis auf die Subventions- und Wirtschaftspolitik finde ich sehr berechtigt.

Koennen wir daher bei ALLEN Beteiligten - vom Politiker ueber den Schleuser und Arbeitgeber bis zum Fluechtling und Lohndruecker wirtschaftliche Motivation annehmen?

Wie kann ich als Waehler mittels politischer Mittel Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen nehmen?
Ist es Zeit, die Subventionen in Kohle und Landwirtschaft einzustellen?

Ich denke mal, es bringt nichts, jetzt in alle Richtungen mit dem Finger zu zeigen.

Ich kaufe vom lokalen Bauer und lokalen Handwerker und zahle bar.

Dark Chaos: Wer soll das bezahlen

Klar kann man die Aufnahme von unter Umständen hundertausenden Flüchtlingen aus aller Welt fordern, aber auch nur, wenn man sich keine Gedanken darüber machen muss, wer das bezahlen soll.

Diese Frage ist die entscheidende Frage, denken Sie den Gedanken bitte weiter! Wer profitiert davon, Afrika auszubeuten, Tagessätze von manchmal nur einem Dollar zu zahlen und die Rohstoffe spottbillig nach Hause zu holen?
Ich vermute, bei den gestiegenen Energiepreisen gehören Sie und ich nicht dazu! Wer bekommt also die immens hohen Renditen aus solchen Geschäften?
Wer kann also dafür sorgen, dass die Wirtschaftsflüchtlinge entweder hier oder in ihrer Heimat einen Ausgleich für diese Ausbeutung bekommen? Ein Tipp: Sie und ich sind es eher nicht, auch wenn wir das derzeit mit Steuergeldern leisten. Die Nutznießer sind dafür verantwortlich!

@ Hinnack

"Nicht die Abschottung sondern die Aufnahme führt zu den Todesopfern. Denn die Hoffnung treibt die Flüchtlinge inzwischen sogar mit Spielzeugschlauchbooten auf das Meer.
Würden sie konsequent zurückgebracht. Keiner würde mehr sein Leben riskieren."
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Wenn Sie mal in die Geschichte schauen oder auch aktuell etliche andere solcher Beispiele wo Menschen nix zu Essen haben oder ihr Leben bedroht ist, und nicht aus Gründen kein Auto zu besitzen, wie an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze, werden Sie sehen, dass solche Menschen ALLES riskieren, um diese Situation zu ändern. Wie überraschend, wenn man gar nichts mehr zu verlieren hat. Wenn´s für Menschen um´s Überleben geht, kann man mit Hoffnung auf Besserung das Leben riskieren. Es ist eh bedroht.
Wirtschaftsflüchtlinge gibt es auch, denen Essen, Trinken Familie nicht reicht und Flat und ein Auto wollen. Klar. Aber wie viel Prozent das sind weiß kaum einer. Bewiesenermaßen nicht alle. Das empfinde ich zynisch, was Sie schreiben.

@ berglöwe

Das ist nicht falsch, was Ihre Bemerkung zu den Seelenverkäufern - den Schlepperbanden - angeht. Allerdings macht Frontex Dinge, die mit der Verantwortung dieser Schlepperbanden nichts zu tun hat. Teils ist es sogar verboten, wie auf offener See solche Bötchen auf´s offene Meer zurück zu schicken.
Ich behaupte, der Reichtum der Erde muss ETWAS gleichmäßiger verteilt werden.
WIR, die EU, exportieren - nur als ein von etlichen schlimmen Beispielen - Hühnchenfleisch höchst subventioniert nach Afrika. Das ist dann so billig, dass Einheimische noch nicht mal eine kleine Farm rentabel führen können. Wir schmeißen Schiffe und Computer und anderen Müll dorthin, was teils illegal ist. Dazu sagt AI aber nix. Komisch. Finde ich viel schlimmer!

Mir ging es v.A. um die Flüchtlinge aus Krisengebieten, wie derzeit z.B. Syrien. Von Wirtschaftsflüchtlingen habe ich im Artikel nichts gelesen (evtl. habe ich es auch überlesen). Die Aussage dort war, dass von ca. 1,4 Millionen Flüchtlingen (aus Syrien) nur 40.000 in der EU untergebracht worden sind.
Die Menschen dort machen sich nicht aus wirtschaftlichen Gründen auf nach Europa, sondern weil es im Heimatland brandgefährlich ist.
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Die Nachbarländer Syriens sind von der Wirtschaftsleistung her kaum mit der EU vergleichbar - und sooo weit weg ist Syrien nun auch wieder nicht.
Von 100 syrischen Flüchtlingen die ins Ausland fliehen gehen weniger als 3 in die EU. Und das soll die EU überfordern? Ernsthaft? Zudem dauert die Krise nicht ewig.
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Die permanente Aufnahme von Wirtschaftsflüchtlingen ist allerdings etwas vollkommen anderes.
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Es ist merkwürdig, dass AI hier so kritisiert wird. Kein Land ist perfekt - es ist gut, dass auf die existierenden Mängel hingewiesen wird.

Warum nach Europa?

Die Aufnahme von Bürgerkriegsflüchtlingen ist auf dem Papier eine tolle Sache. Wie soll das aber praktisch umgesetzt werden, wenn großverdienende Menschenschlepper tausende Afrikaner ohne Ausweisdokumente nach Europa verschaffen?

Ich würde als Denkansatz eher fordern, dass die EU Auffanglager in Afrika finanziert, aus denen die Flüchtlinge nach Ende des Krieges problemlos und schnell in ihre Heimat zurückkehren können.

Wer zum Teufel kommt auf die Schnapsidee, diese Menschen alle nach Europa zu holen?

@WiPoEthik: Warum muss es jetzt Europa sein?

Wenn ich nur aus Syrien rauswill, weil es dort so gefaehrlich ist, kann ich doch nach Jordanien , Saudi Arabien, Aegypten, Libanon, Israel, Tuerkei?

Die sprechen zudem alle noch meine Sprache?

Da Russland Syrien unterstuetzt und zudem noch gross ist, waere doch dort viel Platz?

Auf auf ins Schiff, und kurz ueber das Schwarze Meer. Das ginge ruck zuck.

Also, wenn das jetzt Kriegsfluechtlinge und keine Wirtschaftsfluechtlinge waeren.

Man koennte sie allerdings auch gut in Deutschland aufnehmen. Im Osten stehen zehntausende Wohnungen leer.

Man koennte dort Sonderwirtschaftszonen einrichten, wo Fluechtlinge zu Loehnen wie zu Hause arbeiten, um ihre Miete zu zahlen, diee jedoch auf deutschem Niveau liegen sollte, um das wirtschaftlich interessant zu gestalten.

Wie nennnt man das? Ghetto? Fremdarbeiter Sued?

Waer ja garnicht mal so neu.

Problem Kapitalismus

Das Problem heißt wie fast immer "Kapitalismus", denn mit der Aufnahme von Flüchtlingen lässt sich das BIP nicht steigern, mit der Ausfuhr von Waffen schon.

@Digitaler Fußabdruck

"wenn großverdienende Menschenschlepper tausende Afrikaner ohne Ausweisdokumente nach Europa verschaffen"

Die "großverdienenden Menschenschlepper" sind doch ein Resultat der europäischen Abschottung, nicht umgekehrt.
Europa hatte nie vor, seine riesige Schuld bei den Afrikanern zu begleichen.

Es muss nicht NUR Europa sein

97% aller syrischen Flüchtlinge sind nicht von der EU aufgenommen worden, sondern von anderen Staaten.
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Es kamen hier Argumente wie "Wir hätten keinen Platz" oder "wir haben kein Geld", absolut hanebüchene Aussagen. Ich glaube nicht, dass Ägypten, Jordanien oder der Libanon mehr Geld übrig haben als die EU. In der Türkei spricht man meines Wissens nach zudem kein Arabisch sondern Türkisch, also nichts von wegen "gleicher Sprache".
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Von in Deutschland lebenden Syrern kamen die Angebote ihre in Syrien lebenden Aneghörigen aufzunehmen und zu versorgen. Diese Angebote sind nicht wahrgenommen worden obwohl das nicht nur menschlich geboten wäre, sondern auch von Kostengesichtspunkten her sehr sinnvoll wäre.
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Konstruktive Vorschläge werden abgeblockt und es wird versucht die Verantwortung bei Anderen zu suchen. "Diese sind Nachbarn, jene sind Unterstützer des Regimes, lasst sie das Problem lösen"
Klar, so lassen sich Probleme grandios bewältigen, Ignoranz hat schon immer geholfen.

@Shuusui

Was für eine riesige Schuld? Europa (pauschal) hat keine Schuld bei Afrika (pauschal). Im Übrigen gehts nicht nur um Afrika.
Deutschland hat z.B. auch keine Schuld gegenüber Israel wegen der Verbrechen der Nazis. Das wird nicht vererbt oder einfach mal auf ganze Länder oder Kontinente übertragen.
Deutschland ist ohnehin das Land auf der Welt, das politisch am selbstlosesten agiert. Es wird viel mehr über Europa und Krise am anderen Ende der Welt geredet als sonstwo. Und es fließen Milliarden in Entwicklungshilfe und über andere Weg ins Ausland. Ich finde es wirklich falsch, immer mehr und mehr zu erwarten. Es muss doch jedem klar sein, dass nicht unbegrenzt Flüchtlinge aufgenommen und versorgt werden können. Klar mag die Grenze nicht bei 5000 syrischen Flüchtlingen liegen, aber wer wäre schon bereit, persönliche Einschnitte hinzunehmen um völlig Unbekannte mit durchzufüttern? Das sollten sich die ganzen Gutmenschen mal fragen und dann können sie ja ihr ganzes Geld spenden...

Diese Debatte ist kurios!

An anderer Stelle werden wir Deutsche kritisiert, weil wir junge Spanier anwerben, die in ihrem Land arbeitslos sind. Wir würden Spanien ihrer "jungen Elite" berauben und Nutznießer des spanischen Bildungssystems sein, das teuer ausgebildet hat, jetzt aber nicht profitieren kann.

Jetzt sollen wir junge Afrikaner aufnehmen, die dort arbeitslos sind oder aus anderen Gründen mit ihrem Leben nicht zufrieden sind. Sind dies nicht gerade die aktiven Menschen, die unbedingt in ihren Heimatländern für die Veränderung und Verbesserung der dortigen Lebensverhältnisse gebraucht werden? Werden wir hierdurch nicht Nutznießer der teilweise katastrophalen Bedingungen in Afrika?

Diese Menschen werden hier nur im Niedrigstlohnsegment arbeiten. Sie werden auch eine Konkurrenz zu vorhandenen Niedriglöhnern bilden.

Besser wäre es, die Bedingungen in Afrika zu verbessern. Entwicklungshilfe ist eine Möglichkeit, bisher aber auch häufig nicht "unten" angekommen ...

@ Dark Chaos

Ich finde das zu undifferenziert. Hilfe ist nicht immer hilfreich, manchmal schadet es sogar. Ich habe eben die Hühnchen beispielhaft erwähnt. Viele NGO (besser) oder staatliche Entwicklungshilfe verhindert oder erschwert einen eigenen Aufbau von einer funktionierenden Wirtschaft. Ferner habe ich die Zerstörungen und Ausbeutung ohne Beteiligung der Menschen in den Staaten erwähnt. Dagegen kann man kaum teure Gesetze machen. Sie müssen das Ganze schon umfassender und präziser sehen, um zu urteilen, Deutschland sei ein ach so altruistischer Staat. Waffenlieferungen (an wen?), Hungerlöhne ohne Not wie Bangladesh und fast überall, Produktionsmethoden in China sogar noch etc etc. Und ihre Gutmenschen Abneigung ist unverständlich. Ich empfehle einen Perspektivwechsel, um das nachvollziehen zu können und Vorbeugen, dass wir gegen Teile der Erde nicht Krieg führen müssen, weil die beginnen. Hat mit Gutmensch nichts zu tun.

Deutsche Doppelmoral

Ein weiser Mensch hat mal gesagt:
"Das problem mit Armut auf der Welt, ist nicht, dass wir die Armen Satt bekommen sondern, dass die reichen niemals Satt zubekommen sind."

Wie wahr dieser ausspruch ist, zeigt sich an den meisten Kommentaren hier.

Desweiteren zeigt sich auch die Doppelmoral von den meisten hier, wie sie jetzt auf einmal gegen AI angehen. Sobald AI kritik an Russland, China und den Laendern im Nahen Osten richtet, benennen genau diese Foristen Amnesty Int. gerne als Quelle aber sobald die EU und Deutschland in der (berechtigten) Kritik stehen gehört AI für viele hier zur "Achse des Bösen".

Bezüglich der Diskussion um Kolonisierung und Ausbeutung:

Warum sind eigentlich die grössten Gold-, Edelstein-, Öl- und andere Rohstofffirmen in Europa angesiedelt und nicht in den Laendern, wo diese ausgebeutet werden?

Mit LÜGEN kann man sich auch nicht vor der Verantwortung drücken.

Das Recht auf Zuflucht entpuppt sich als ziemliches Kuckucksei

Grundsätzlich ließe sich der ganze Schlamassel einfach dadurch aus der Welt schaffen, daß man Finanzminister Wolferl seinen Willen tut und eine neue Verfassung ausarbeitet und zwar dieses Mal ohne Zufluchtsrecht und mit dem Verbot von Gemeinschaftswährungen aller Art.
Ansonsten bleibt hier nur die politisch-praktische Vernunft: So kann man durch die Mitwirkungspflicht das Gros der Delinquenten abweisen, wenn diese sich weigern Auskunft zur ihrer Person zu geben und dergleichen Sperenzchen mehr; ferner sollte das Verursacherprinzip eingeführt werden, wenn zum Beispiel die VSA auf andere Länder wie Mesopotamien einen Ölraubüberfall verüben oder anderswo wie in Syrien einen Bürgerkrieg anzetteln, so stellt man die Versorgungs- und Betreuungskosten für Flüchtlinge aus diesen Ländern den Verursachern in Rechnung und läßt gegebenen Falls deren Besitz im In- und Ausland pfänden. Bei der gegenwärtigen Massenarbeitslosigkeit scheidet das Arbeiten allerdings weitgehend aus.

"Amnesty prangert EU an" - Amnesty prangert alle an!

"Amnesty prangert EU an" heißt die Überschrift, aber eigentlich müsste sie doch eher "Amnesty prangert alle an" heißen, oder hat hier mittlerweile jemand schon mal einen Staat gefunden der nicht angeprangert wird.

Ich habe mich mal auf die Suche gemacht aber keinen gefunden. Allerdings habe ich die Suche auch irgendwann aufgegeben. Zumindest unter den größeren europäischen und unter den skandinavischen Ländern bin ich nicht fündig geworden, aber vielleicht ist es wo anders besser als bei uns oder in Nord- oder Mitteleuropa.

Kann mir bitte, von denen die sich mit AI besser auskennen, mal jemand ein paar Staaten nennen die nicht angeprangert oder kritisiert werden?
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Irgendwie werde ich den Eindruck nicht mehr los, dass sich AI in den letzten Jahren immer stärker politisch radikalisiert hat.
Überall und bei jedem findet man etwas zu kritisieren, dabei gehen die wirklich gravierenden Probleme immer mehr unter.

EU ist nicht Schuld

Schuld für die Todesopfer auf der Flucht haben die skrupellosen Schlepperbanden, die aus reinem Gewinnstreben Menschen in seeuntüchtigen Booten übers Meer schicken. Kriminelle betrachten Menschen als Ware, genauso wie Drogen und Waffen, welche auf den gleichen Routen nach Europa geschmuggelt werden.
Man sollte die organisierte Kriminalität, den Terrorismus und Korruption in den Herkunftsänder bekämpfen, damit es den Leuten irgendwann wieder besser geht, statt sie in die überschuldete EU zu locken, wo sie eine lebenslange Abhängigkeit von Sozialleistungen erwartet. Hierbei sind vor allem die wohlhabenden Staaten der arabischen Liga in der Pflicht. Afrikanische Probleme in Eigenverantwortung zu lösen ist sicher nachhaltiger als eine spätkolloniale Bevormundung mit dem erhobenen Zeigefinger.

Anders wie viele

Anders wie viele Vorkommentatoren denke ich nicht das die EU genug Flüchtlinge aufnimmt ( grade auf das Beispiel Syrien bezogen ) bzw. die Flüchtlingslast gerecht unter den EU Staaten aufgeteilt wird, so ächtzen die Südeuropäischen Länder unter der Flüchtlingslast da durch Gesetzte verhindert wird das die Flüchtlinge es bis hier nach Nordeuropa schaffen.
Wo aber Ammnesty absolut richtig liegt ist das die Abschottungspolitik Europas absolut assozial und Menschenfeindlich ist. Grade wenn man sieht wie viele Menschen immer wieder sterben aber auch in hinsicht auf die Situationen in den Flüchtlingscamps.

@ rex3

Es gibt sicherlich Äußerungen von sozialen Instituten oder Organisationen, die zu pauschal sind.
Aber was Sie schreiben ist lediglich, "jeder baut irgendwo Mist. Der eine mehr, der andere weniger". Und das nehmen Sie als Kern Ihrer "Kritik" AI wird radikal? Wissen Sie, wie radikal die Alliierten gegen Nazi-Deutschland vorging? Wie radikal Gandhi und zig Millionen war. Das System muss weg ist radikal.
Oder was meinen Sie mit radikal? Manchmal ist Radikalität nicht nur eine gute Option, sondern erforderlich. Oder finden Sie die Methoden von Malcolm X unverschämt/unberechtigt und nur den schöne Reden Halter Martin-Luther-King akzeptabel, die gut waren, aber alleine wahrscheinlich nicht ausgereicht hätten?
Ich schäme mich jedenfalls bei solchen Äußerungen à la Ihrer, wenn die von großen deutschen Medien getroffen werden und kann nur hoffen, dass die Wenigen, die das in Afrika zur Kenntnis nehmen sollten, sich nicht auskennen. Bei meinem Blick in den Spiegel hilft das nicht!

@Peter G. - Was ich mit radikal meinte

"Oder was meinen Sie mit radikal?"
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Ich sprach von "politisch radikal" und meinte damit vor allem politisch einseitig, engstirnig und mit dem Hang alle über einen Kamm zu scheren, da offensichtlich alle Staaten von AI angeprangert werden, ohne Ausnahme und jetzt mal wieder die EU als ganzes.
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Was mein Kommentar mit Malcolm X, Gandhi oder den Alliierten zu tun haben soll erschließt sich mir nicht so recht.
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Vor allem habe ich aber folgende Frage gestellt:
"Kann mir bitte, von denen die sich mit AI besser auskennen, mal jemand ein paar Staaten nennen die nicht angeprangert oder kritisiert werden?"
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Darauf haben sie aber offensichtlich auch keine Antwort finden können.
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Wer aber ALLE kritisiert und anprangert, wer nichts positives mehr finden kann, wer niemanden mehr als Vorbild finden kann oder will, hat sich doch offenbar ideologisch verrannt und kommt aus seiner radikalisierten Sicht der Welt, in der es nur noch negatives gibt, nicht mehr raus. Ich kann AI nicht mehr ernst nehmen.

Anmaßende Sprüche von AI

"Die Europäische Union muss insgesamt ihre Flüchtlings- und Asylpolitik ändern", sagte Caliskan. "Auch 2012 war die Abschottungspolitik der EU mitverantwortlich dafür, dass Flüchtlinge im Mittelmeer starben."

Wie bitte? das soll mir mal einer erklären. Soweit mir bekannt ist kommen da fast ausschließlich Wirtschaftsflüchtlinge. Die kommen deshalb heimlich, weil sie wissen dass sie hier nicht willkommen sind.
Europas Süden strotzt vor motivierten, ausgebildeten arbeitslosen jungen Menschen.
Menschen ohne Qualifikation sind fast nicht in Arbeit vermittelbar, erst recht wenn sie nicht die passende Sprache sprechen.
Das letzte was wir brauchen sind noch mehr nicht in Arbeit vermittelbare Menschen.
Was maßt sich AI an den Europäern mitten in der Krise vorzuwerfen, man nähme sich zu wenig ausländischer Menschen ohne Perspektive an, wenn wir doch schon in Ländern wie Spanien mit Jugendarbeitslosigkeiten über 50% zu kämpfen haben.
Wir werden schon unserer eigenen Probleme nicht Herr.

Nur eines sollte man uns vorwerfen:

Wir sollten in Afrika viel präsenter sein mit Aufklärung.
Auch Europa bietet diesen Menschen keine Perspektive.
Diese Menschen sparen sich lange das Geld für die Überfahrt zusammen, nur um dann hoffentlich lebend aufgegriffen zu werden.
Dann werden sie interniert und zurück geschickt.
Sie haben Jahre ihres Lebens an einen Traum verschwendet, ihr Geld an die Schlepper verloren und ihr Leben aufs Spiel gesetzt - für nichts.
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Das sollte man ihnen beibringen bevor sie sich auf den Weg machen. Das wäre besser für alle Beteiligten.
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Das mag AI nicht schmecken, aber die große Mehrzahl der Europäer will nicht Massen von Wirtschaftsflüchtlingen aufnehmen. Für die gibts keine Arbeit, und unsere Sozialsysteme werden jetzt schon immer schwerer finanzierbar. Wenn man hochrechnet, wie viele arme Menschen es im nahen Osten, in Afrika, in Indien...gibt kann man sich leicht ausrechnen, dass es eben nicht die Lösung sein kann, diese alle in die EU zu importieren, das können wir uns nicht leisten!

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