Kommentare

jung, dynamisch und erfolglos

Letztlich fragt sich jeder Arbeitgeber, wo seine Tolerenzgrenze liegt. Qualifiziertes Personal muß Ergebnisse zur Gewinnmaximierung liefern und soll sich nicht durch Ego Träumereien ablenken lassen. Wer schon beim Berufseinstieg seine persönlichen Auszeiten plant, sollte Lehrer oder Beamter werden.

kindergärten

Aus dem Artikel: "Für ein Familienunternehmen mit 1000 Angestellten ist es eben nicht so leicht, Unternehmenskitas oder Fitnessräume anzubieten."
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ich würde mir wünschen, das wäre (je nach räumlicher konzentration versteht sich) schon bei 100 Angestellten Pflicht. Schließlich opfern die Angestellten Ihre Zeit (die dem Kind gehören sollte) dem Unternehmen, und nicht dem Staat. Kitas als staatliche Sozialausgabe durchzubringen, das war sicher ein gelungenes "outsourcing"
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juuuchuuuuu::

Wieder mal ein Artikel

aus Takatukaland. Wieder mal ein Artikel der die Ausnahmen in der Arbeitswelt zur Regel verdreht. Andersrum ist es richtig. 1980-1985 geborenen Frau haben zu 2/3 keinen Hochschulabschluss. Vom übrigen Drittel arbeitet die Hälfte nicht oder lässt sich gerade im Nudruiglohnnsektor oder als Praktikant verheizen.

Der Rest ist zum überwiegenden Teil in nicht qualifikationsgerechten Beschäftigungsverhältnisse ohne Perspektive. Was man will und was man bekommt ist nämlich nicht das Selbe. Am Ende bleiben bundesweit vielleicht 1500-20000 Frauen übrig die sich Generation Y nennen dürfen.

Botschaft verstanden

Wir brauchen mehr ausländische Fachkräfte, die hier für weniger Lohn arbeiten, weil es unserer (akademischen) Jugend (zu) gut geht. Ist auch eine Methode die Lohnschere zu schließen: Wir sorgen einfach überall für ein Überangebot.

Aber es gibt sicher genug Uniabsolventen und Eltern die sich durch solche PR gebauchpinselt fühlen. Das kommt gut im Wahljahr und zum 1. Mai.

Optimismus am Arbeitsmarkt

Auf dem Arbeitsmarkt stehen die Arbeitnehmer tatsächlich vor rosigen Zeiten. Junge und gut ausgebildete Fachkräfte sind langsam Mangelwahre und können Forderungen stellen. Voraussetzung ist aber die richtige Ausbildung oder das richtige Studium.
Ältere Arbeitslose erhalten nur bedingt eine Chance.

Forderung vs. Bildung

Das Problem bei der ganzen Sache ist doch eigentlich nur, dass oft die Bildung nicht ausreicht um solch hohe Forderungen stellen zu koennen.
Alles auf das Bildungssystem zu schieben waere falsch. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie unterschiedlich die Leistungen von 30 Schuelern sind, die 6 Jahre zusammen die gleiche Klasse in der gleichen Grundschule besucht haben. Das kann nicht so sehr an den Lehrern, sondern muss an den Eltern liegen. Vielen jungen Menschen wird nicht zeitig genug bewusst, wie wichtig Bildung ist und sie gammeln in der Schule. Die Schulentscheidung nach der 4.-6. Klasse wird ja eher nicht nach Begabung sondern nach Motivation entschieden.
Wenn sich nicht mittelfristig etwas an dieser Einstellung aendert, dann ist die Wirtschaft auf den Import von Fachkraeften angewiesen. Nicht weil es billiger ist, sondern weil es keine Alternative gibt.

Alles aufgeblaserner Blödsinn

Ich gehöre zur Generation Y. Ich bin auf dem Papier ein sogenannter High-Potential. Ich bin engagiert und motiviert, voller Ideale und dennoch steht die Familie im Vordergrund. Ich bin genau so, wie es der Artikel beschreibt.
Aber das heißt nicht, dass mir die Jobs hinterhergeworfen werden, dass ich Personaler mit meinen unkonventionellen Forderungen aus der Fassung bringe, dass ich mir aussuchen kann, wo ich arbeiten möchte.
Tatsache ist, dass sowohl ich, als auch viele Leute aus meinem Umfeld gar keinen Job finden. Wir sind keine Sozialwissenschaftler, sondern Naturwissenschaftler, teilweise promoviert. Und wir alle sind oder waren mindestens 3 Monate arbeitslos bevor wir überhaupt irgendwo einen Job gefunden haben, der am Ende nur einen Kompromiss darstellte und sehr weit weg war von Spaß, Selbstverwirklichung und Yoga, die so Artikel uns glauben machen will. Vielleicht haben wir es heute einfacher als vor 10 Jahren, aber bitte: Bleibt mal auf dem Teppich!

@maori

jung, dynamisch und erfolglos

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... ist in meinen Augen ein gängiges Vorurteil.

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Qualifiziertes Personal muß Ergebnisse zur Gewinnmaximierung liefern und soll sich nicht durch Ego Träumereien ablenken lassen. Wer schon beim Berufseinstieg seine persönlichen Auszeiten plant, sollte Lehrer oder Beamter werden.

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Nein, keineswegs. Die Träumer sind manchmal genau die Leute, die Sie brauchen. Wir haben im Betrieb außerdem Väter und Mütter, die relativ lange für ihre Kinder ausgesetzt haben, und heute trotzdem vollkommen unverzichtbar sind.

@Bert Rahm

Wieder mal ein Artikel aus Takatukaland. Wieder mal ein Artikel der die Ausnahmen in der Arbeitswelt zur Regel verdreht.

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Weiß nicht, was Sie meinen. Bei uns ist die Regel die Regel.

Kein Takatukland

Glauben Sie wirklich, Audi, Siemens und Co. investieren Millionen in neue Arbeitszeitmodelle, um Takatuka-Land zu bauen? Es geht schlicht und einfach darum, angesichts der demographischen Entwicklungen Antworten zu finden. Ganz abgesehen davon besteht die Generation Y nicht nur aus Frauen.

Leider gibt es in der Tat noch zu viele offiziell "nicht qualifikationsgerechte Beschäftigungsverhältnisse ohne Perspektive". Hieran muss gearbeitet werden. Aber bitte - nicht auf den Staat warten. Da kommt nichts. Und auch nicht auf Großunternehmen hoffen - die haben einen anderen Fokus. Kleine, feine Initiativen helfen, und das Geld dafür ist da. Übrigens - auch in diesem Klientel gibt es die Generation Y.

@ 12:31 von Nana

Sie schreiben:
"Wir brauchen mehr ausländische Fachkräfte, die hier für weniger Lohn arbeiten, weil es unserer (akademischen) Jugend (zu) gut geht. Ist auch eine Methode die Lohnschere zu schließen: Wir sorgen einfach überall für ein Überangebot."

Wussten Sie nicht dass FACHKRÄFTE in Deutschland im Allgemeinen nach Tarif und somit gleich bezahlt werden, egal welcher Herkunft sie sind?
Natürlich gibt es einige Ausnahmen im Bereich der Pflege oder der Ernte (Spargel etc.) in denen rechtswidrige Billiglöhne für Ausländische Arbeitnehmer gezahlt werden. Aber wie gesagt, dass sind wenige und das ist nicht die Regel!
Und wenn man sieht dass deutsche Arbeitslose bei der Spargelernte weglaufen weil ihnen die Arbeit zu schwer ist dann können wir froh sein dass dort Saisonkräfte aus dem östlichen Ausland zu uns kommen. Sonst gäbe es vielleicht kaum Spargel auf dem Markt!

Postive Nachrichten darf es hier wohl nicht mehr geben!?

@Phonomatic

Es macht keinen Sinn bei 100 Angestellten, dass jeder sein eigenen Kindergarten baut. Ist das nicht eh die Aufgabe des Staates oder für was zahle ich so viele Steuern!?

@Bert Rahm

"Am Ende bleiben bundesweit vielleicht 1500-20000 Frauen übrig die sich Generation Y nennen dürfen."

Und wie kommen sie auf so negative zahlen? Vorallem wenn man ihre Zahl von 30% die einen Hochschulabschluss haben komme ich da auf ganz andere Zahlen. Zudem stimmt es nicht das so viele in nicht qualifikationsgerechten Jobs arbeiten, sonst wäre zum einen die Jugendarbeitslosenquote viel höher und es gebe nicht so viele offene Stellen für Qualifizierte.
Aber ich habe das Gefühl, dass würde hier vielen ihre Weltanschauung zerstören...

@Nana:

"Wir sorgen einfach überall für ein Überangebot."

Nein, es geht erstmal darum die Lücken zu schließen. Zudem ist es nicht so einfach Fremdes Personal anzuwerben, selbst wenn es qualifiziert ist. Das weiß hier wieder keiner...

8x Audi im Text

Da hat jemand ganze Arbeit geleistet in der PR-Abteilung. Die Uni-Absolventen werden nach diesem Artikel in Scharen kommen.

Dieser Artikel spiegelt doch nicht die Realität dar

Ich habe bisher nirgendwo gehört, dass die Generation Y die Arbeitsbedingungen nahezu diktieren kann.
Die Realität sieht anders aus. Prekäre Beschäftigung und Endlosschleifenpraktika selbst bei gut ausgebildeten jungen Leuten.
Solche Artikel machen mich wütend. Wem soll da irgendetwas suggeriert werden?

@maori

Wann soll man als Akademiker denn sonst eine Auszeit planen, wenn nicht nach der Uni/am Anfang der Berufstätigkeit? Die häufigste mir bekannte Auszeit ist immer noch die Elternzeit. Von daher hoffe ich, dass Sie nur den Zynismus-Tag vergessen haben. Oder wollen Sie jeden mit Kinderwunsch verbeamten (was dann gern auch Lehrer sein dürfen, denn auch jene gehören verbeamtet)?

Ansonsten müssen die Unternehmen der Realität ins Auge sehen. Einstiegsgehälter bei meiner Spezialisierung: D 12000€, S 36000€, USA 23000€ (jeweils p.a.). Warum sollte ich in D arbeiten? Ach ja, mein Studium hat den Staat mal gerade (Schnitt laut Dekanat) 45000€ gekostet. Kein Bafög o.ä., Anfangs noch fürs Gewissen, dass man eh nicht hier bleibt, ein bisschen was an Studiengebühren, fallen aber kaum ins Gewicht.

Leute wie Sie wollen, dass wir gehen. Okay, wir sind flexibel. Immerhin sind Lehrjahre keine Sklavenjahre und wir sind gefragt.

XY- ungelöst

Was braucht es da noch eine Frauenquote?

Ueber welches Land schreibt dieser Artikel?

Das unter Akademikern nahezu Vollbeschaeftigung herrscht, will ich ja noch fast glauben, aber der Rest ist aus meiner eigenen Erfahrung rein dahinphantasiert.
Ich kenne zahlreiche Absolventen, die die schlimmste Hürde im deutschen Arbeitsmarkt nicht nehmen können. Es gibt kaum Stellen für Berufseinsteiger; dafür boomt die, aus volkswirtschaftlicher Perspektive betrachtet, voellig unsinnige Recruitment Branche wie bloed und die Unternehmen werben sich lustig ihre Mitarbeiter mit Berufserfahrung gegenseitig ab. Die, die noch nicht im System angekommen sind, haben dann das Nachsehen. Hier könnte auch der vermeintliche Mangel an Fachkräften ihre Wurzeln haben - kurz: hier offenbart sich das ganze Uebel der deutschen Wirtschaft: Mangel an Investitionsbereitschaft in Koepfe und in die Unternehmen selbst...

Keine Revolution

Ich würde nicht von einer Revolution des Arbeitsmarktes sprechen. Sicherlich wird es einen Wettbewerb um die besten Fachkräfte geben, aber die Mehrzahl der Unternehmen (Mittelständler) können (und wollen) all diese Modelle nicht anbieten. Ich gebe Nana recht - der Ruf nach mehr ausländischen Fachkräften ist wohl auch dadurch bedingt, dass man auf diese Art das Gehaltsniveau drücken möchte.

völliger Unsinn

Wer im ersten Gespräch signalisiert, dass die Familie und die eigene Karriere wichtiger sind als die Firma, der hat schon direkt neben dem "Y" ein "N" auf dem Image.
Der Beitrag kommt mir vor wie die Vorbereitung einer Buch-Neuerscheinung. Es ist mir auch schleierhaft, warum jede angebliche Generation jetzt ein Branding benötigt. Vielleicht ist es an der Zeit jeden Januar die Generation des Jahres zu wählen.
Lifestyle ist eine wichtige Sparte auf tagesschau.de, oder etwa doch nicht?

"Die Zeit" als Quelle für die Tagesschau?

Als Zeit-Abonnent und Tagesschau.de User fällt mir öfter auf, dass einige dort diskutierte Themen hier bei der Tagesschau wiedergekäut werden. Dies ist wieder eines der Themen, die bei der Zeit über Wochen behandelt wurden.

Lässt sich da jemand inspirieren und käut die Themen nochmals nach? Langweilig...

Ich kann mich "Polarisator"

Ich kann mich "Polarisator" nur anschließen - auch ich bin knapp unter 30, habe einen "vernünftigen" Hochschulabschluss - und auch ich hätte es gerne, dass mir die Personaler - wenn auch verwirrt von meinen Forderungen - geradezu hinterherrennen, damit ich später in meinem hervorragend bezahlten, anspruchsvollen und gesellschaftlich sinnvollen Job zwar erfolgreich Karriere mache, mich aber dank ausgeglichener Work Life Balance nebenbei noch selbst verwirklichen, plus eine Familie gründen kann, für die ich mir so viel Zeit nehmen kann, wie ich brauche.
Dennoch: Auch in meinem Umfeld sieht die Realität leider ganz anders aus!

@Bernd1

"Wussten Sie nicht dass FACHKRÄFTE in Deutschland im Allgemeinen nach Tarif und somit gleich bezahlt werden, egal welcher Herkunft sie sind?"

Sie meinen Branchen mit Tariflöhnen, werden nach Tarif bezahlt. Das hat mit Fachkräften eher weniger zu tun (auch wenn sie sicher dort häufiger anzutreffen sind).

Wussten Sie eigentlich, dass Tariflöhne nicht vorgegeben, sondern ausgehandelt werden? Und nach welchen Kriterien werden diese Ausgehandelt? Siehe meine letztes Kommentar.

Für gesuchte Arbeitskräfte

Für gesuchte Arbeitskräfte gibt es aber neben Tarif auch viele Extras im Form von PKW, verschiedene Boni usw. so dass es am Ende mehr raus kommt.
Wenn man aber jemanden hat, der nur nach Tarif Arbeitet, die Firmen nehmen ihn natürlich gerne.
Allerdings, gibt es ein Problem, denn, viele ausländische Fachkräfte haben ganz unterschiedlichen Abschluss und natürlich Sprachschwierigkeiten in den Bereichen, in dem das ganz wichtig sein kann.

Gesunde Entwicklung

Auch wenn ich vermute das dieser Artikel nicht wirklich die Mehrheitliche Situations beschreibt sondern noch immer eine Minderheit, halte ich es für eine wichtige Entwicklung, dass der ArbeitsMARKT wirklich als solcher aufgefasst wird. Nicht wie früher als "man muss nehmen was man bekommt und hat sich den wirtschaftlichen Sachzwängen unterzuordnen", sondern als ein Markt in dem Unternehmen wie Arbeiter etwas anbieten. Firmen die bspweise Produkte herstellen die man als Arbeitnehmer nicht mittragen möchte werden so weg selektiert. Es gibt niemals nur eine Möglichkeit Arbeitsplätze zu schaffen: eine Waffenfabrik oder ein Medizintechnikunternehmen sind eben nicht das gleiche und das muss der "bewust konsumierende" Arbeitnehmer signalisieren. So passt sich die Industrielandschaft den Bedürfnissen der Gesellschaft an und sieht sie nicht nur als Arbeitskraftpool. Dafür ist das Leben zu schade!

Generation "i griega"

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Gute Promotion für/von Audi.
Wenn sie dort schon relativ viel investieren, um die Besten der Jahrgänge zu bekommen, soll die Welt das ja auch erfahren ...

Die wenigen Fachkräfte, die in Deutschland zeitlich und örtlich begrenzt wirklich irgendwo irgendwann mal kurzfristig fehlen (Ärzte einmal ausgenommen), liefert das Ausland gern - und billiger.

Die Fitten aus der Generation "i griega" werden in Spanien bei 60%(!) Arbeitslosigkeit unter 25 schon die Mühe auf sich nehmen, Deutsch zu lernen, wenn die Chancen wirklich so rosig sein sollten, wie der Artikel glauben macht ...

Realität sieht anders aus

Ich gehöre zwar nicht zu der hier beschriebenen Generation, sondern bin etwas älter (45 Jahre). Als Diplom-Ingenieur in ehemals leitender Position suche ich seit Monaten eine Stelle, nachdem meine Firma in die Insolvenz geraten war. Und das in einer Gegend, die angeblich weniger als 4% Arbeitslosigkeit hat. Aber dennoch bewerben sich 20-50 Personen auf solche Stellen. Wie paßt das zusammen?

Weiblich, jung, anspruchsvoll, erfolgreich

Das verunsichert die Männerwelt. Und gut, dass es diese Generation Y gibt,
denn diese Frauen sind es, die die Arbeitswelt positiv verändern werden.

@ 13:08 von Diego90

-.- ... würden Sie nicht lieber weniger Steuern zahlen?
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Bei hundert Angestellten kriegt man im Schnitt locker einen Kindergarten voll, insofern die Arbeitsplätze auch sozial verträglich sind (unbefristet, Mindestlohn).
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Warum der Staat die Kinderbetreuung leisten soll, wo die Eltern doch für sich respektive den Arbeitgeber arbeiten gehen, finde ich nicht einleuchtend - der Staat hat am allerwenigsten von einem Arbeitsplatz, das meiste davon hat erst der Arbeitgeber, dann der Arbeitnehmer und erst dann der Staat - aber für die richtig teure Kinderbetreuung soll nur der Staat aufkommen - das ist, denke ich, nur schwer vermittelbar.
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Es ist aber scheinbar iwie gelungen. Fragt sich nur, warum es Unternehmen mit Betriebskindergärten überhaupt gibt. Es scheint ja doch auch Vorteile zu haben, hm?

Das muss ein Scherz sein

Ich bin ja froh, dass die meisten Nutzer diesen Artikel auch für nahezu eine Unverschämtheit halten.
Meine Kommilitonen (Wirtschaftswissenschaften) und Bekannten der "Generation Y" haben von solchen Bedingungen noch nichts mitbekommen. Was wir zu hören bekommen ist: "unzureichende Arbeitserfahrung", selbst für Praktika! Wie oft musste ich in meiner derzeitigen Schlussphase des Studiums, bei der Suche nach Praktika (man akzeptiert und gesteht sich ja ein, dass man wenig praktische Erfahrung hat) lesen, dass 2 Jahre Arbeitserfahrung vorausgesetzt werden. Wohlgemerkt für ein unbezahltes Praktikum! Eine Stelle bekommt man also nur mit Erfahrung. Ein Praktikum bekommt man auch nur mit Erfahrung!? Was ist das denn für ein Scherz!
Wie vor mir schon bemerkt wurde: Die Unternehmen sind gar nicht gewillt neue Kräfte "auszubilden". Da liegt doch das Problem.
Ich warte noch immer, dass die Angebote nur so hereinfliegen...

Sandra in Wonderland

Liebe Frau Stalinski, mögen Sie noch lange von Ihrem Vorschuss an Idealvorstellungen zehren, um in Ihrem Sinne "stylische" Texte schreiben zu können. Allerdings besticht Ihr aktueller Artikel vor allem durch mangelnden Tiefgang bei der Recherche und bei der kritischen Hinterfragung von kurzfristigen Hypes der Medienwelt.
Die Realität am Arbeitsmarkt wird auch noch von anderen Faktoren gekennzeichnet, die Sie ausblenden, weil Sie sie wahrscheinlich einfach noch nicht wahrgenommen haben.
Deutschland befindet sich in einem grundlegenden Wandlungsprozess, dem viele Industriestandorte zum Opfer fallen, weil Forschung und Entwicklung und Produktion in die Schwellenländer mit aktuell höheren Wachstumsraten verlagert werden. Dies besonders in der Pharmaindustrie. Deutschlands Automobilindustrie investiert in diesen Wachstumsmärkten und befindet sich in einer akuten Konsolidierungsphase in Mitteleuropa. Die gesamte Wirtschaft Europas spürt die internationale Krise, also auch Ihre Generation "Y"

"entsteht gerade..."?

"Beim Chemiekonzern BASF entsteht gerade ein eigenes Zentrum für Work-Life-Management, in dem es Kinderbetreuung, Yoga-Kurse und Sozialberatung geben wird. Konzerne wie Daimler, Siemens oder KPMG spendieren Sprachkurse, veranstalten Bewerbermessen im Internet und verbessern ihre Arbeitszeitmodelle."

Da bleibt mir ehrlich gesagt der Mund offen stehen vor Erstaunen über das "entsteht gerade". Ich arbeite in einer der bedeutendsten Innovationsschmieden Deutschlands, und dieser nette Kleinkram ist seit Dekaden Standardprogramm. Im Gegenzug erntet mein AG die ganze Fülle an Kreativität und Engagement, die man von Angestellten kriegen kann.

Mir scheint, da hat die Wirtschaft vor lauter Arroganz den Arbeitnehmern gegenüber zu lange gepennt. Natürlich müssen sie jetzt Sprachkurse spendieren, nämlich den zugewanderten Ausländern, weil der einheimische Nachwuchs sträflich vernachlässigt wurde.

schöne Illusion und fern der Realität

Generation y will möglichst alle Privilegien nutzen: Teilzeit, ausreichend Zeit für Familie, verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Arbeit mit gelegentlichen Trips auf eine Konferenz ins Ausland.
die Realität sieht doch anders aus:
die meisten stecken irgendwo noch zwischen Praktikum und Gelegenheitsarbeit fest. Gehälter verharren auf niedrigen Niveau, weil die Firma im internationalen Wettbewerb bestehen muss. Viele weibliche Mitarbeiterinnen erstreiten sich das Recht auf Teilzeit mit der Folge, dass die männlichen Mitarbeiter dann den noch zu erledigenden restlichen Kram abarbeiten müssen und noch später abends nach Hause kommen.
Wenn ich schon "Work-Life-Management" höre, bekomme ich und viele meiner Kollegen die Krise.
Wenn bei uns alle so wie die Generation y arbeiten würden, wäre die Firma in absehbarer Zeit am Ende.

Könnte man auch sagen:
Generation y = Generation Egoismus gepaart mit Illusionen über die Arbeitswelt?

Wie bitte?

Wenn ich solche Berichte lese, bekomme ich jedes Mal einen Wutanfall.
Ich bin 42 Jahre alt habe eine Berufsausbildung, zwei Ingenieurstitel (Auslandsstudium), spreche fließend vier Sprachen, habe berufliche Auslandserfahrung - eigentlich alles was ein "High Potential" ausmacht.
Wenn ich mich bewerbe und ich mal eine Zusage bekomme, dann muss ich absagen, da die Gehaltsvorstellungen der Unternehmen mittlerweile derart niveaulos sind, dass es sich nicht gelohnt hat zu studieren.
Wenn es wirklich Fachkräftemangel gibt, wieso steigen dann nicht die Gehälter?
Das einzige was es in Deutschland gibt ist ein Mangel an Billigfachkräfte!
...und Sie schreiben man kann als Bewerber noch Anforderungen stellen - ich kann dies absolut nicht nachvollziehen!

@hannes_86

"Einstiegsgehälter bei meiner Spezialisierung: D 12000€, S 36000€, USA 23000€ (jeweils p.a.)."

Wow, kaum zu glauben, was Sie da schreiben. Mein erster Arbeitgeber nach dem Studium (FH) hat mir ohne zu murren 26000€ p.a. gezahlt und ich habe mich geaergert, nicht mehr gefordert zu haben. Das war 1999 und ich habe Maschinenbau studiert.

12000€ sind ein Witz, die kann man auch mit Glueck als Kfz-Mechaniker bekommen. Diesen Artikel ueber die "Generation Y" halte ich schlichtweg fuer Quatsch. Wenn die Firmen wirklich solche Dinge wie Selbstverwirklichung, gutes Gehalt, Kinderbetreuung etc. anbieten wuerden, dann waere ich laengst wieder zurueck in Deutschland. Solange das aber nicht so ist, bleibe ich lieber in den USA bei 15 Tagen Urlaub, zahle 200$ die Woche fuer Kinderbetreuung und lebe mit der teuren Krankenversicherung. Kann ich mir leisten, denn ich bekomme ein Gehalt entsprechend meiner Leistung, Qualifikation und Berufserfahrung.

@ 14:02 von Nana

Sie schreiben:
"Wussten Sie eigentlich, dass Tariflöhne nicht vorgegeben, sondern ausgehandelt werden? Und nach welchen Kriterien werden diese Ausgehandelt? Siehe meine letztes Kommentar."

Richtig, Tariflöhne werden ausgehandelt und das ist gut so.
Und in der Regel steigen diese Tariflöhne regelmäßig nach jeder Verhandlung. Insbesondere wenn die Wirtschaft gut läuft, wie in den letzten drei Jahren.
Und in Unternehmen mit Tariflöhnen ist es egal ob die Arbeitnehmer dort Deutsche oder Ausländer sind. Alle werden nach Tarif bezahlt, zumindest kenne ich das aus meiner früheren Betriebsratstätigkeit so! Und das widerspricht Ihrer obigen Aussage dass angeblich über "billige ausländische Fachkräfte" unsere Lohnschere geschlossen werden soll. Das funktioniert in der Regel nicht.

Generation Y - eine Notwendigkeit?

die "Generation Aktenzeichen XY" hat jedenfalls mit Ihrer Angst vor der Welt ein ziemlich engen goldKäfig aus Sicherheiten gebraucht - womöglich ist das ja etwas, dass sich durch die wachsende Distanz zum Krieg, und nicht zuletzt auch durch die größere Freiheit in Europa (was zB die Wahl des Wohnortes betrifft ), relativiert hat.
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Ich finde es ist auch richtig so, und die Menschen sollten in Ihrer Rolle als Konsument ebenso wie als Arbeitnehmer konsistente Maßstäbe an den Tag legen, und zumindest gesellschaftlich anerkannte Normen einfordern, was die Firmenethik betrifft - ein Unternehmer, der vom Arbeitnehmer ein "wir gegen den Rest der Welt" einfordert, ist m.E. unseriös. Das fängt schon bei Kleinigkeiten an. Am Ende führt es aber immer dazu, dass diese Front sich auch ins Leben des Arbeitnehmers verlagert.

mal ein konstruktiver Tipp

Wenn ihr statt zu meckern was an eurer Situation ändern wollt, googelt mal nach "Great Place to Work". Auf dieser Webseite werden jedes Jahr die 100 am besten bewerteten Unternehmen ausgezeichnet. Bewertet werden die Unternehmen anonym von den Arbeitnehmern. Das sind zugegeben größtenteils IT-Firmen, aber vielleicht findet der eine, oder andere da was.
Zur Info: ich bin promovierter Astrophysiker und entwickle jetzt Fahrerassistenzsysteme in der Automobilbranche.

Allerdings muss auch ich zugeben, dass der Artikel deutlich übertreibt. Ich bin zwar hoch zufrieden mit meinem Job, aber auch ich konnte meinem Arbeitgeber nicht nach Belieben meine Bedingungen diktieren und auch ich musste als Quereinsteiger beim Gehalt Abstriche machen. Aber die Leute fühlen sich wohl bei uns und das ist mehr wert als ein dick gefülltes Konto.

Na man muss differenzieren, die die es geschafft haben

in einem Großkonzern mit starker Gewerkschaft und Betriebsrat anzukommen, die können Forderungen stellen. Denn wenn sie dort bis zum Vorstellungsgespräch gekommen sind, wissen die das der Konzern auch was will.
Die meisten bewerben sich bei kleineren Firmen oder bei Firmen wo noch die Meinung herscht:"Ausquetschen die Leute zum kleinsten Preis".
Die wundern sich jetzt langsam, das ihnen keiner mehr die Bude einrennt. Menschen über 40j will keiner mehr, weil die zu Recht einen höheren Lohn haben wollen wg. der Erfahrung. Dann jammert man lieber über den angeblichen Fachkräftemangel, in der Hoffnung das die Politik darauf hereinfällt und billige Kräfte ins Land holt.
Bloß warum rennen uns Inder und Chinesen nicht die Bude ein? Weil in anderen Ländern für harte Arbeit viel mehr gezahlt wird, vor allem im IT und Ingenieur Bereich.

@ 16:03 von dmc

Sie schreiben:
"Wenn ich mich bewerbe und ich mal eine Zusage bekomme, dann muss ich absagen, da die Gehaltsvorstellungen der Unternehmen mittlerweile derart Niveaulos sind, dass es sich nicht gelohnt hat zu studieren."

Kann das auch daran liegen dass die weiteren Kenntnisse nicht für den Job ausreichen?
Die vielen Unternehmen die gute Ingenieure suchen zahlen in der Regel auch gute Gehälter, aber es muss passen. Und in vielen Fällen entscheiden nicht die reinen Fachkenntnisse sondern die Fähigkeit des Bewerbers diese Kenntnisse auch in Teamfähigkeit und praktischer Umsetzung zeigen zu können. Da fehlt es leider bei vielen Bewerbern, egal wie alt sie sind.
Fakt ist dass es -zigtausende von gut bezahlten offenen Stellen für Fachkräfte gibt. Insbesondere für Ingenieure!

An alle Meckerheinis!!

Hallo, ich bin Generation Y!!! Nochnichtmal 30, wählerisch, anspruchsvoll, erfolgreich.

Ich empfinde diesen Artikel als absolut wahr, nur was hier in den Kommentaren leider immer vergessen wird: zufliegen tut uns das ganze auch nicht, man muss schon was dafür tun. Selbstverständlich erwartet ein Arbeitgeber einen funktionierenden erfolgreichen Mitarbeiter, der dem Unternehmen loyal und tatkräftig zur Verfügung steht. Allerdings, und hier bediene ich mich gerne eines Zitats von J.W. Marriott: "Care about your colleges and they take care of your customer." Dieses Kredo haben auch die Unternehmen zumindest die Großen und ein Teil des erfolgreichen Mittelstandes kapiert! Nur zufriedene Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter. So isses und wird so bleiben!
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Artikel, wenn auch etwas überspitzt ins Schwarze trifft!

Für weitere Auskünfte und Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Sonderprämien für Fachkräfte

Wer sich ab und zu mal in den TV-Nachrichten informiert konnte gerade bei Heute im ZDF sehen dass diverse Unternehmen inzwischen schon Sonderprämien zahlen um Fachkräfte zu bekommen.
Nach meinen Erfahrungen hat heutzutage jeder der eine gute Fachausbildung hat, örtlich flexibel ist und sich in neue Teams einfügen kann, eine gute Chance auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz!
Wie war das Zitat der Nachrichtensprecherin:
"Heute melden sich die Firmen schon bei den Fachkräften und nicht die Fachkräfte bei den Firmen"!

ich bin ein Y und nach allen

ich bin ein Y und nach allen diesen Kommentaren habe ich nun ANGST!

@mondfee

Die Realität sieht anders aus. Prekäre Beschäftigung und Endlosschleifenpraktika selbst bei gut ausgebildeten jungen Leuten.

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Ich weiß nicht, wo Sie das gelesen haben. Aber hier in Darmstadt an der TU machen frisch gebackene Ingenieure keine Endlosschleifen. Die können sich praktisch die Jobs aussuchen.

der artikel stellt eine traumwelt dar

was in dem artikel beschrieben wird gleicht eher einer traumwelt und entspricht in keiner weise der realitaet.
1.) sind in d die loehne so gering und unterbezahlt das es sich fuer akademiker nicht lohnt und viele auswandern.
2.) welche firma ist auf sozial nivieau bedacht? heutzutage zaehlt nur das harte geld und der profit (am besten im minijob).
3.) welche generation wird hier angesprochen? die paar jugendliche die es in d noch gibt?
4.) wartet ab bis die alle aus suedeuropa ueber die alpen kommen. schon jetzt suchen sich die firmen die besten zum billigsten preis von dort aus.
5.) die al und jugendarbeitslosigkeit in suedeuropa wird den europaeischen markt zerstoeren und es wird sich eine schwere zeit fuer jobsucher entwickeln.
6.) personalvermittler und firmen lachen nur ueber solche vorstellungen wie im artikel beschrieben.
7.) europa verarmt und wird sozial demontiert und es werden noch haertere zeiten kommen.

Schönfärberei

Der Artikel läuft an der Realität vorbei. Zum Glück habe ich Kinder, an deren Beispiel ich den tatsächlichen Sachstand der Gesellschaft sehe.
Unternehmen fordern z.B. Einwanderung um keine Annehmlichkeiten bezüglich Gehalt oder Arbeitszeit aufkommen zu lassen. Mitarbeiter mit sozialen Forderungen werden durch den Betriebsalltag "zurechtgebogen".
Ich hatte gehofft, dass durch den Geburtenrückgang die Arbeitnehmerschaft endlich auf der fordernden Seite stehen könnte. Diese Hoffnung habe ich begraben.

dein wort in gottes ohr!!

dein wort in gottes ohr!!

Für Naturwissenschaftler

Für Naturwissenschaftler jedweder Art sieht es in der Tat gut aus.

Aber wer braucht schon Historiker wie mich? Selbst an den Unis arbeiten Professoren! umsonst und nebenbei im Supermarkt. Somit hat der Herr aus Jena auf jeden Fall recht.

Deswegen mach ich mir auch keine falschen Hoffnungen, dass ich ein dauerhaftes, gutes Arbeitsverhältnis in meinem Studienbereich bekomme. Arbeitslos werde ich wohl aber auch nicht sein, da ich die Sache flexibel angehe(n muss).

Doppelt gebrochen

Die Überschrift stimmt nicht überein mit
a) dem tasächlichen Inhalte des Textes und
b) der Realität.

In Wirklichkeit wird das Bild eines speziellen Falles als Schlaglicht auf alle geworfen, was so nicht zutreffend ist.

Wenn man die Thematik auf eine breitere Basis stellt, nämlich wie eine moderne Gesellschaft sich umorientieren sollte, passt auch "Personaler sind verunsichert". Denn das alte Modell hat sich langsam überholt, wie die weltweiten Wirtschaftsschwierigkeiten zeigen.

Eine gerechte Verteilung von Arbeit und Einkommen anzustreben, ist keine Spleen, sondern ein Erfordernis der Zeit.

@ 17:37 von flegar

Sie schreiben:
"Unternehmen fordern z.B. Einwanderung um keine Annehmlichkeiten bezüglich Gehalt oder Arbeitszeit aufkommen zu lassen. Mitarbeiter mit sozialen Forderungen werden durch den Betriebsalltag "zurechtgebogen"."

Es gibt ganz sicher unterschiedliche Erfahrungen in der Praxis. Aber Fakt ist dass inzwischen Unternehmen schon Prämien zahlen um überhaupt noch qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Und das nicht nur im bevorzugten Baden-Württemberg sonder sogar in Thüringen.
Wer sich z.B. die Heute Sendung im ZDF von 17:00 Uhr anschaut der kann die Wahrheit dort sehen, wie schon weiter oben beschrieben (17:11 von Bernd1).
Gute Fachkräfte könen sich bei vorhandener Flexibilität wirklich gut bezahlte Jobs aussuchen!

Pokerspiel

Man kann natürlich pokern und darauf hoffen, dass der Arbeitgeber mitspielt und nicht irgendwann auf die Idee kommt, stattdessen Arbeitsplätze in Asien zu schaffen, wo die jungen Menschen noch so leistungsbereit und erfolgshungrig sind wie hier die Generation X.

Aber die hier beschriebenen Mitglieder der Generation Y können es sich auch leisten, das Pokerspiel zu verlieren. Als Einzelkinder von Eltern, die sehr gut verdient haben und erhebliche Vermögen angespart haben (anders als die restlichen 80% der Bevölkerung), lohnt sich Arbeit für sie kaum. Selbst 45 Jahre in der Tretmühle bei sinkenden Reallöhnen und steigenden Abgaben werden sie nicht dorthin bringen, wo ihre Eltern mit weit weniger Aufwand gelandet sind.

Sie können die Arbeit daher ausschließlich zur Selbstverwirklichung nutzen, und wenn es zu stressig wird, dann leben sie halt von Papas Kreditkarte oder vom elterlichen Erbe.

@Bernd 1 , zu "Sandra in Wonderland"

Die zitierte heute-Sendung kann man leider nicht generalisieren. Das ist ja gerade das Problem: die Medien suggerieren anhand von Einzelbeispielen, die Realität wäre tatsächlich korrekt abgebildet.

Aber in 3 Minuten spots oder Artikeln zur "generation Y" kann eben nur ein Teil der Realität beleuchtet werden. Den Rest denkt sich der kritische Zuschauer bzw. Leser dann noch selbst oder eben nicht.

Die Beschönigung der aktuell angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt sollte der Generation Y nicht Sand in die Augen streuen.
Europa steht in Konkurrenz zu wesentlich agileren Staaten in Asien, die ihren Fokus nicht auf "Spaß, Selbstverwirklichung und Yoga" setzen. Im Gegenteil: es braucht schon eine gehörige Portion "Biss, Frustrationstoleranz und Ausdauer", um in diesem globalen Wettbewerb auf Dauer zu bestehen. Da hilft die selbstgefällige Nabelschau nicht weiter.

Es ist dennoch erfreulich, daß dieser Artikel, wenn auch nur mit 1.8 Sternen bewertet, eine so hohe Resonanz findet.

@Bernd1

Aus meiner beruflichen Erfahrung als Rekruiter kann ich Ihren Kommentar nur bestätigen. Unternehmen investieren sehr viel Geld um Fachkräfte zu finden und die Suche nach einer geeigneten Fachkraft dauert oft Monate.
Für einen Softwareentwickler mit 60.000 Euro Jahresgehalt zahlt ein Unternehmen z.b. zwischen 20 - 30 Prozent Honorar bei erfolgreicher Suche an das Personalberatungsunternehmen.

Re: Wieder mal ein Artikel aus dem Takatuka-Land..

Wieder mal ein Artikel aus dem Takatuka-Land..

Ich zähle mich auch zur sogenannten Y-Generation - mit Uni-Abschluss in der Tasche und auch einigen wertigen Praktika im Lebenslauf.

Aber die Personalchefs, von denen der Artikel jubelnd berichtet, habe ich nirgends getroffen. Ich nicht - und auch meine zahlreichen Freunde und Kommilitonen nicht, die überall zu (natürlich unbezahlten) Praktika antreten dürfen. Die meisten Jobs kosten dabei mehr als sie einbringen: Man ackert sich tot für ein gutes Arbeitszeugnis / Empfehlungsschreiben - und nach 3 Mnaten führt der nächste Praktikant die Arbeit fort. Wiederum für lau - vor der Türe warten ja genug andere, die genauso dafür beten, endlich aus der Karrieresackgasse raus zu kommen.

Darum kann ich nur zustimmen: Mit der Realität hat dieser Artikel NICHTS zu tun.

Augen auf bei der Wahl der Ausbildung

Ich gehöre zwar nicht mehr zur Generation Y (49), habe aber regen Kontakt zu Mitgliedern derselben und muss mich manchmal sehr über die Blauäugigkeit bei der Wahl der Ausbildung bzw des Studiums wundern.
Mittlerweile sollte sich doch eigentlich bis in den letzten Winkel herumgesprochen haben, in welche Richtung sich der Arbeitsmarkt entwickelt und welche Fachrichtungen hauptsächlich nachgefragt werden.
Trotzdem wird so einfach mal aufs Blaue eine exotische Ausbildung gewählt, in der Hoffnung, es werde einem schon irgendeine Stelle zufliegen, weil das Gebiet einfach 'cool' ist und man immer schon etwas 'spezielles' machen wollte.
Und spätestens am Ende der Ausbildung kommt dann das böse Erwachen, weil es keine Verwendung gibt und einen die bösen Unternehmer nicht haben wollen bzw man sich für die angebotenen Stellen als überqualifiziert ansieht.
Dann kommt der Ruf nach dem Staat, der dann doch gefälligst für das persönliche Wohl und die freie Entfaltung zu sorgen hat.

@Gunnar Schmitz: Prämien für Personalvermittlung

Aus Sicht eines Recruiters mag das ja stimmen,
allerdings blendet dieser geflissentlich aus, dass bei diesem Selektionsprozess eben nur ganz wenige übrig bleiben, die zum Schluss eingeladen werden. Das ist ja gerade die Aufgabe des HR-business Partners: extrem kritisch selektieren, um damit Geld zu verdienen.

Wenn es nur wenige Bewerber gäbe, bräuchten die Firmen ja gar nicht mehr selektieren, dann müssten sie die Bewerber nehmen, die der Markt noch hergibt. Umgekehrt wird also ein Schuh daraus: der Markt ist voll mit Bewerbern und wird noch voller, wenn die Mitbewerber aus Südeuropa und China noch dazukommen.

Nochmals: Deutschland braucht keine selbstgefällige Nabelschau a la "generation Y" sondern wieder mehr Begeisterung und Belastbarkeit. Die Generation "daddy macht das schon, wenn ich Schwierigkeiten bekomme", wird den Wettstreit mit den Chinesen sicher nicht bewältigen.

Aber ich bin mir sicher, die "generation Y" ist auch nur ein Medienhype.

Komplett abstrus

Ich bin weiblich, 31, Gesellenbrief und Hochschulstudium jeweils im Eins-Komma-Bereich, diverse Praktika im In- und Ausland. So wie ich arbeiten viele meiner ähnlich qualifizierten Bekannten bis zu 60 Stunden pro Woche für ein sehr geringes Gehalt, ziehen in jedwede Stadt für die einzige freie Arbeitsstelle, wohnen in Mini-Wohnungen oder WGs, und können sich kaum ein Auto leisten, geschweige denn Urlaub, oder gar Kinder. Flexible Arbeitszeitmodelle? Pustekuchen!

Und das alles, weil wir nicht Wirtschaftsinformatik, Maschinenbau, Finanzwesen o.ä. studiert haben. Sondern Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften oder künstlerische Studiengänge und Design. Auf einzelne Branchen mag die Definition der Generation Y vielleicht zutreffen, und positive Ausnahmen mag es auch in anderen geben. Der Großteil gehört jedoch leider immer noch zur Generation Praktikum.
Aber darüber gibt es ja vielleicht schon nächste Woche wieder einen Artikel.

Nach dem zu urteilen was man sich aufgebaut

hat, so wird man auch angeschaut.
Nach meinen Kenntnissen werben z.b. Zeitarbeits (Leiharbeits-)firmen um ehemalige Zeitsoldaten. Möglicherweise werden auch einer Frau, die gut aussieht und die Medien.... studiert hat interessante Jobs angeboten. Das ist aber heute mit Knipsen und Fernsehansagen nicht getan, sondern eher was für Informatiker

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