Kommentare

Zahlen

Ich würde zahlen, und die Sache ist abgehakt. Was sind schon 20.000 Euro? Dafür bekommt man nicht mal ein richtiges Auto.

Ist der Herr Wulff mal wieder dran ...

Aha ist der Herr Wulff mal wieder dran ...
Jede Woche wird eine neue Sau durch das Dorf getrieben, nur um einen Sündenbock zu haben.
Damit kann man ja so wunderschön von dem Bockmist den unsere Regierung eine nach dem anderen macht ja so wunderschön ablenken.

Wer genug Geld hat kann sich freikaufen. Ist das Gerechtigkeit?

Der Maschmeyer gibt ihm

Der Maschmeyer gibt ihm sicher die 20000 als Kredit.

Ein Mann ohne Courage ...

... wenn er nicht zahlt, beweist er seinen "guten" Charakter.
Zahlt er - ist er Mann ohne Courage - also ein "feiger Hund".
Von denen haben wir genug andere in der Deutschen Politik. Schauen wir doch mal unter Anderen, den netten Herr Kohl mit Seinem Ehrenwort an!

Natürlich wird er zahlen !

Schließlich bekommt er immer noch mindestens € 200.000,- als Abschiedsgeschenk von der Bundesregierung pro Jahr. Da stören Ihn diese 20.000,- € nicht. Die kann er eh wieder als Sonderausgaben absetzen. Und wer weiß von welcher Politischen oder Wirtschaftlichen Seite dann dieser Peanuts wirklich bezahlt wird.

Vielen Dank für diesen sehr

Vielen Dank für diesen sehr informativen und neutralen Artikel.

Recht vs. Gerechtigkeit und Moral?

Eine Verurteilung Wulffs wegen Bestechlichkeit würde ein Exempel setzen für andere Politiker, die Vorteilsnahme und Bestechlichkeit für Kavaliersdelikte halten. Das Interesse der Öffentlichkeit an Recht und Ordnung in der Politik ist hoch bei einem ehemaligen Bundespräsidenten. Deswegen ist hier klein Platz für Abmachungen zwischen Wulff und dem Staatsanwalt.

Ich fände es sehr bedauernswert, wenn Wulff sich hier freikaufen könnte. Eine Vorstrafe wegen Bestechlichkeit hätte er sich schon alleine aus moralischen Gründen verdient, nach all dem, was er sich gegenüber dem "dummen Volk" geleistet hat.

Sicherlich eine schwere Entscheidung für Herrn Wulff

und wir dürfen gespannt sein, wie er sich positioniert. Folgt er dem Angebot der Staatsanwaltschaft und zahlt ist die Angelegenheit aus der Welt. Er muß sich nicht einmal äußern, weil die Überweisung des Geldes ausreicht, und was besonders wichtig ist, er ist nicht vorbestraft. Wählt er den streitigen Weg darf er sich der medialen Begleitung über die Laufzeit des Prozesses sicher sein. Tägliches Spiesrutenlaufen garantiert und Prozessausgang offen.

In diesem Beitrag finden sich

In diesem Beitrag finden sich auch für Nichtjuristen sehr gut dargestellte Informationen, das Thema wird auf alle Eventualitäten hin durchleuchtet. Und vor allem: Herr Bräutigam bleibt sachlich und neutral, er unterscheidet klar zwischen Gesetzestext, juristischer Interpretation und eigener Meinung. Ein sehr guter Beitrag! Es wäre schön, wenn einige andere Reporter der ARD sich daran ein Beispiel nehmen könnten.

aha - der Rechtsstaat hält die Hand auf

"Kann er gegen Zahlung von 20.000 Euro einer Anklage wegen Bestechlichkeit entgehen?"

Ich lese aus diesem Satz: Freispruch quasi durch Bestechung des Gerichts, weil er es sich das leisten kann.

20.000 Euro sind 10% seines Jahresbudgets als EX-BP, das wir alle mit unseren Steuern finanzieren.

Was soll das?

Das ist eine Vorverurteilung.
Die Kosten sind gedeckt und Wulff hat weniger bezahlt als er müsste, sollte er schuldig gesprochen werden, oder was?
Please!
Das ist ja langsam wie "1984", Hauptsache wir haben Krieg.

Wer sündigt, der zahlt

Er muss sich erst einmal wieder 20.000,00 EURO erbetteln, dann zahlt er vielleicht? Aber solange herrscht noch die Unschuldsvermutung, grins!

Respekt

Er kann 20000,- zahlen, sich also vom Gericht "bestechen" lassen, um einer Anklage wegen Bestechlichkeit zu entgehen.

Respekt, ein hoch auf das deutsche Justizsystem und das wir in einem "Rechtsstaat" leben.

Aber ist auch keine Wunder das Justitia die Augen verbunden sind, sie soll nicht sehen das die Waage der nicht der Gerechtigkeit wegen ausschlägt sondern deshalb welche der beiden Parteien das meiste Geld drauflegt.

Richtig böse war das alles wohl nicht,

was man Christian Wulff unterstellt hat. Jetzt versucht die Staatsanwaltschaft ihr Gesicht zu wahren. Wulff sollte das durchziehen, damit wirklich nichts hängen bleibt oder wegen "Bagatellvergehen" eingestellt wird.
Er hatte eine unglückliche Figur als Bundespräsident gemacht und gegen die massive Kampagne hatte er einfach keine Chance. Er hat das Amt wohl auch unterschätzt.

an alle die Wulff nicht mögen

überlegt einfach wer schuld hat.
schuld sind die medien unter führung von BILD.
nichts, aber auch gar nichts hat man wulff bisher nachweisen können. es ist eine schande wie man mit ihm umgegangen ist.
nicht wulff hat scheibchenweise etwas zugegeben, nein, sondern bild, hat scheibchenweise immer mal wieder was veröffentlicht, egal ob es stimmte oder nicht. und warum??
weil man so die auflage steigern konnte. es war doch haargenau so wie bei kachelmann.
am ende kommt nichts heraus, man hat einen menschen zerstört und sagt abschliessend, pech gehabt.
wenn man an so einer hetzjagd zerbricht ist das kein wunder. ich erinner mich an den zapfenstreich...eine schande für deutschland...
die familie wulff ist zerstört, herr wulff ist in dieser zeit um jahre gealtert. man vergisst zu schnell, dass hinter einem amt auch ein mensch steckt, mit stärken, schwächen und gefühlen.
bedauernswert nur, dass damals alle seriösen medien mitgemacht haben.
am ende geht es nur noch um 400 euro.
traurig

Man sollte die Sache endlich beenden.

Bemerkenswert an diesem Vorgang ist die Tatsache, dass vor nicht allzu langer Zeit aus dem Vorwurf der Vorteilsnahme der Vorwurf der Bestechlichkeit wurde. Kurz darauf hat dann die Staatsanwaltschaft das Angebot zur Einstellung unterbreitet. Wie kommt denn so etwas zustande? Wieso wird zuerst der Druck auf Wulff erhöht, um dann im gleichen Atemzug die Einstellung des Verfahrens anzubieten? Anscheinend hat die Staatsanwaltschaft ein Problem ohne Gesichtsverlust das Verfahren einfach einzustellen.
Mag sein dass sich Wulff nicht korrekt verhalten hat und er den Anschein von Unbestechlichkeit verletzt hat. Aber die Art und Weise wie sich die Medien in dieser Sache verhalten haben, macht doch nachdenklich. Auch im Hinblick auf den nun verbliebenen offen Punkt von 400€. Da sind einige weit über das Ziel hinaus geschossen. Man muss nicht weiter auf einen gebrochenen Mann einschlagen.

@5. April 2013 - 13:13 — Ich-denke

Sie sprechen mir aus der Seele - Danke

Ungerecht

Ich finde es total ungerecht das man sich in Deutschland mit Geld von der Schuld frei kaufen kann. Was ist das für eine Gerechtigkeit? Was machen Leute die das Geld dazu nicht haben? Unverschämt!!

Kurzer Prozess...

Nüchtern, sachlich, umfassend und gut nachvollziehbar- vielen Dank für diese informative Darstellung des Sachverhaltes, Herr Bräutigam, die hoffentlich dazu beiträgt, die Causa Wulff sachlicher zu diskutieren, denn mit dieser dezidierten Darstellung ist kein Platz mehr für irgendwelche Konstrukte, die der Justiz irgendwelche Mauscheleien oder Verfolgungszwänge unterstellen.

Die Reaktionen des Rechtsstaates mit seinen Hintergründen und Folgen sind trefflich beleuchtet und die Causa Wulff damit auf eine banale "bürgerliche Ebene" reduziert, wo sie auch hingehört.

Spektakulär bleibt einzig, dass es Wulff allein durch sein Verhalten in der Hand gehabt hatte, ein Ermittlungsverfahren gegen ihn gegenstandslos zu machen...!

Comedy in der Staatsanwaltschaft

Ach wie schön! Wie sehr sich die Staatsanwaltschaft Ihren Respekt bewahrt! ... NICHT!
Wie auf einem Basar wird hier mit Gerechtigkeit gehandelt. 20.000 Euro oder Anklage. Was darfs sein? Klingt mir schon fast nach Erpressung. Wieso wird nicht gleich und direkt Anklage erhoben? Es scheint konkrete Beweise für den Verdacht der Staatsanwaltschaft zu geben, sonst würde diese das Angebot gar nicht erst stellen. Gute Nacht Deutschland!

Hoffentlich zahlt Wulff nicht!

.
Angesichts der Hexenjagd auf Wulff ist der übrig gebliebene Tatvorwurf lächerlich.

Der Kommentator geht ja sehr zurückhaltend mit der Staatsanwaltschaft um. Wenn ich richtig verstehe meint er, weil die Bildzeitung solch einen Wirbel veranstaltet und nicht belegbare Vorwürfe in den Raum gestellt hat, habe sie aktiv werden müssen. Anklingen läßt er, an den übrigen Vorwürfen könne sehr wohl etwas dran gewesen sein, die Staatsanwaltschaft habe das nur nicht belegen können. Das nenne ich parteiisch!

Der Prozess muss stattfinden. Die ganze Causa Wulff muss diskutiert werden und insbesondere die Rolle der Medien und auch der Staatsanwaltschaft. Das darf nicht unter den Teppich gekehrt werden. Jetzt wollen wir genau wissen, wer welche Schuld auf sich geladen hat.

Auch für Wulff ist es besser, das miese Angebot auszuschlagen. Zahlen würde allgemein als Schuldeingeständnis gewertet werden. Er hat durch den Prozess nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen.

5. April 2013 - 13:48 — Didi

im grund geb ihnen ja recht..
allerdings müssen sie mir das mal vormachen, wie man durch sein verhalten ein ermittlungsverfahren gegenstandlos machen kann, wenn auf der anderen seite die presse mit immer neuen, grösstenteils falschen und ungerechtfertigten anschuldigungen auftritt. die medien sitzen nun mal am längeren hebel....können die volksmeinung steuern und damit spielen.

Ergänzung bzgl Freikaufen

Vielleicht eine Sache sollte man noch erwähnen, damit hier kein falscher Eindruck entsteht.
Die 20.000 Euro gehen nicht an das Gericht oder den Staat, sondern im Regelfall an eine wohltätige Einrichtung. Die Höhe der Geldauflage ist abhängig vom Vorwurf und den Vermögensverhältnissen des Betroffenen. Bei weniger wohlhabenden Menschen wäre die Auflage also deutlich niedriger. In der Praxis kommen durchaus Auflagen von 100 bis 200 Euro bei finanziell schwachen Menschen vor. Es gibt also keine Besserbehandlung für Gutverdiener.

Die Einstellung gegen Geldauflage ist juristischer Alltag bei Ersttätern und geringer Schuld und kommt in Deutschland jeden Tag hundertfach vor. Wulff wird hier behandelt wie jeder x-beliebige Bürger.

Re@14:05 — Ich-denke

Sicher hat es vor allem in Bereich der Medien „Ausreißer“ gegeben, die aber nur durch Wulffs ambivalentes Verhalten möglich gewesen waren.

Gegenüber dem Niedersächsischen Landtag hat er gelogen und darüber hinaus konnte ihm mehrfach eine sehr „eigenwilige Sicht der Wahrheit“ nachgewiesen werden.
 Die Medien sind ihrem Auftrag nachgegangen, indem diese über sein Verhalten in seiner Funktion als Ministerpräsident berichtet und auf Ungereimtheiten und Widersprüche hingewiesen haben.
Und genau hier setze ich mit meiner Kritik an- wäre Wulff ehrlicher und konstruktiv mit den Vorhaltungen bezüglich seines in Rede stehenden Verhaltens umgegangen, dann wäre es nach meinem Dafürhalten zu staatsanwaltlichen Ermittlungen vermutlich gar nicht gekommen...!

Wulff ist also „Täter“ und nicht Opfer einer Kampagne- dieses wird durch den §153a StPO, den die zuständige Staatsanwaltschaft anwenden will, nicht konterkariert, sondern versucht, dem Ganzen einen angemessenen Rechtsfrieden zu verschaffen...!

Steuerverschwendung und falscher Fokus!

Haben wir den keine größeren Probleme? Wer erlaubt der Staatanwaltschaft wegen 400 Euro den gesamten Rechtsapparat in Gang zu setzen, das wird dem Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Ein Prozess wird hundert Tausende kosten und am Ende sind nur die Rechtsanwälte die Gewinner. Im Gegenzug laufen tausende Verbrecher (insbesondere Wirtschaftsverbrechern die im Internet ihr Unwesen treiben) frei herum weil es an Kapazitäten fehlt zu ermitteln.

Re@14:22 - Didi

Eine "eigenwillige Sicht der Wahrheit" legen allein Sie, Monsieur Didi, an den Tag. Es bestand für Wulff keine Verpflichtung, dem niedersächsischen Landtag seine Privatangelegenheiten offenzulegen - weder den Kredit von Frau Geerkens, noch Geschenke von Herrn Geerkens zur Hochzeit oder zum Geburtstag. Der Landtag ist kein Beichtstuhl, und das Fragerecht des Parlamentes kein Mittel, um das Privatleben von Angehörigen der Landesregierung auszuforschen.Noch nie hat ein Politiker der Öffentlichkeit dargelegt, wie er sein Haus finanziert hat. Extra für Wulff wurde eine "Sonderverpflichtung" konstruiert von Medien, die nur erbost und enttäuscht darüber waren, dass sie sich nicht schon im Frühjahr 2010 das Maul über Wulffs Hausfinanzierung haben zerreissen können.
Zum Artikel:
Die letzte Frage kann man durchaus auch anders beantworten. Die einzige "Ungereimtheit" war der BILD-Artikel vom 08. Februar 2012, gegen den Wulff und Groenweold mit Erfolg gerichtlich vorgegangen sind.

Das kleinere Übel

Man kann es bedenklich finden, daß manche Strafsachen noch im prozessualen Vorfeld durch eine Strafzahlung eingestellt werden. Andererseits sind sog. "Deals" zwischen einem Gericht und den Verfahrensbeteiligten nicht unüblich und zumeist sinnvoll. So auch in der Causa Wulff.

Angesichts der verbliebenen Anklagepunkte wäre der Gewinn für die Rechtspflege durch ein ordentliches Strafverfahren eher marginal. Hingegen wären die Belastungen für alle Beteiligten absehbar hoch. Auch wegen der sicher anhaltenden Medienbegleitung. Das alles könnte man - vielleicht - den hauptamtlichen Richtern, Staatsanwälten und Verteidigern zumuten ... mMn aber nicht mehr dem Beschuldigten. Insofern habe ich volles Verständnis für das Angebot an Wulff, die Angelegenheit mit einer (immerhin empfindlichen) Strafzahlung zu beenden.

Ich würde ihm dazu raten, es ist das kleinere Übel. Denn Wulff trägt auch ganz privat Verantwortung als Vater der Kinder von zwei Ex-Frauen, die sicher auch endlich Ruhe wollen.

Unschuldsvermutung

Manche Poster hier vergessen: Es gilt immer noch aus GUTEM Grund die Unschuldsvermutung (!) in Deutschland.
Schade, dass dies (auch medial) immer mal wieder nicht respektiert wird!

Richtig ist, dass Wulff dem

Richtig ist, dass Wulff dem Landtag keine Auskunft hätte geben müssen, nur wenn er es tut, darf er nicht bewusst den Landtag belügen - genauso ist es auch vor Gericht - ein Zeuge kann schweigen, tut er es nicht, muss er die Wahrheit sagen.
Ausserdem ist der Hauskauf längst vom Tisch.
Hier geht es doch darum, dass Wulff von einem Bekannten Vorteile bezogen hat und gleichzeitig bei einer deutschen Firma um Unterstützungsgelder für diesen Bekannten geworben hat - und das alles nicht als Hr. Wulff, sondern als MP des Landes Niedersachsen.
Wenn dies alles so in Ordnung ist, warum ermittelt man dann bei anderen wegen Korruption - was anderes liegt hier nicht vor.

Nach dieser medialen Jagd...

...bleibt also nur ein: "Viele Juristen halten die Beweislage gegen Wulff und Groenewold für dünn."?(Artikelzitat)

Schade, dass Journalismus immer mehr zur Sensation tendiert und damit Massen sehr dynamisch und prägend mobilisiert.
Und wie schwer mag wohl (im Falle einer tatsächlichen Unschuld) ein Vorgehen dagegen oder dann eine Rehabilitation sein?

Bestechlichkeit, wenn man Sponsoren suchen hilft ?

Es ist doch keine "Amtshandlung", wenn man eine finanzkräftige Firma, wie Siemens, die in keiner Weise von Entscheidungen des BuPräs abhängig ist, auf ein interessantes Filmprojekt aufmerksam macht. Der Verfolgungseifer mancher Staatsanwälte ist irregeleitet.

@14:50 — HaraldHuesch

„Der Landtag ist kein Beichtstuhl, und das Fragerecht des Parlamentes kein Mittel, um das Privatleben von Angehörigen der Landesregierung auszuforschen.“

Insoweit sind wir uns einig- indes verkennen Sie, dass es sehr wohl zu den parlamentarischen Spieregeln gehört, Abgeordnete, zumal wenn diese in Regierungsverantwortung sich befinden, nach Geschäftsbeziehungen zu Privatpersonen zu befragen, wenn dies aus parlamentarischer Sicht evident in Bezug auf den Amtsinhaber ist.

Nichts anderes hatte der Niedersächsische Landtag getan und alle Parlamentarier wissen, dass sie bezüglich dieser Anfragen zur Wahrheit verpflichtet sind. Zur Wahrheitspflicht gehört auch die Umfänglichkeit der Aussage- bedeutet, dass der Befragte (analog Zeuge) auch die Dinge zu sagen hat, nach denen nicht ausdrücklich gefragt wurde, die aber in einem unmittelbaren Sachzusammenhang zum Frageinhalt stehen.

Summa summarum: Die Nachfrage des Parlaments war rechtens und Wulff hat wissentlich nicht die Wahrheit gesagt!

@ karlchen1123

... genauso ist es auch vor Gericht - ein Zeuge kann schweigen, tut er es nicht, muss er die Wahrheit sagen.

Ein Zeuge darf nur unter bestimmten Bedingungen schweigen. Er muss sich z.B. nicht selbst belasten.

Was für ein Theater. Bei

Was für ein Theater.

Bei Schäuble warens 100.000 Mark und der ist immer noch im Amt.

@14:22 — FroheOstern u.a.

>'Was machen Leute die das Geld dazu nicht haben?'
Sie büssen Ihre gerechte Strafe ab.<

Irrtum. Sie wuerden eine ihrem Einkommen angemessene, entsprechend geringere Geldauflage erhalten.

Das Angebot der StA ist kein 'Freikaufen fuer Reiche', sondern NORMAL. Vermutlich haben einige Foristen hier beim Lesen des Namens Wulff reflexartig kommentiert, ohne den Artikel, der wirklich sehr gut ist, mal zu lesen. Ich wuerde es auch nicht als 'Deal' bezeichnen. Waehrend das Wort 'Deal' im amerikanischen Rechtssystem eine neutrale Bezeichnung ist, hat es im deutschen Sprachgebrauch eher einen zwielichtigen Charakter - aehnlich wie 'auskluengeln'.

BILD nicht belohnen

Herr Wulff mag fahrlässig gehandelt haben, ja sogar naiv, als er sich von BILD anfangs positiv in die Medien schreiben liess. Doch BILD fordert irgendwann immer ihren Tribut, das hat Wulff nicht erkannt, nicht verstanden. Dass er wegen dieser Posse gehen musste ist eine Schande. Anschliessend gaben SIE ja keine Ruhe, nun steht Wulff vor einem Scherbenhaufen, politisch wie privat. Ich hoffe, dass er durchhält und nicht diese "Angebot" annimmt. Das wäre ein Freispruch 2.Klasse.

Herr Wulff kann dem Prozess sowieso nicht entgehen ...

... denn Herr Groenewold hat schon angekündigt, auf das Angebot der Staatsanwaltschaft nicht eingehen zu wollen. Abgesehen davon, müsste, wenn es nach rechtsstaatlichen Dingen zuginge, Wulff in diesem Verfahren frei gesprochen werden.
Wir erinnern uns, Herr Wulff hatte mit seiner Familie ein schönes Zimmer, das er selbst bezahlt hatte, das aber ohne Kinderbett war. Als er das nach dem Einchecken seinem Freund Groenewold erzählte, bot dieser ihm an, das mit dem Hotel zu regeln. Familie Wulff wechselte daraufhin das Zimmer, ohne zu wissen, dass es 200 € teurer war, was sein Freund Groenewold (Multimillionär) übernahm, ohne Wulff zu informieren.
Zum anderen gehört die Filmförderung durch Einwerben von Sponsorengeldern zu den Obliegenheiten der niedersächsischen Regierung. Dieses Werben geschieht immer im Namen des Ministerpräsidenten, nicht durch ihn persönlich. Der großartige Groenewold-Film über John Rabe, den zweiten Schindler, war jeder Förderung würdig.
Freispruch.

wieviel hat das Ermittlungsverfahren gekostet

hi Tagesthemen Kenner,

wieviel hat das ganze Ermittlungsverfahren den Steuerzahler schätzungsweise bis heute gekostet?

Ich brauche diese Info für die Schule, da ich morgen ein Referat halte.

Causa Wulff als Top-Nachricht?

Eigentlich spielt es nur aus medialer Sicht eine Rolle, ob Wulff jetzt die 20.000 Euro zahlt oder nicht. Zahlt er nämlich nicht, und das Gericht stellt dann das Verfahren ein, weil die Beweislage dünn ist, dann wäre das vor allem peinlich für die Medien, die die Hetzjagd gegen Wulff mitbetrieben haben. Zahlt er jedoch nicht und das Gericht stellt das Verfahren nicht ein, dann werden wir Zeuge eines Schauprozesses, den eigentlich niemand haben will, auch Wulff nicht.

Es ist insofern durchaus bemerkenswert, dass die deutschen Medien die Causa Wulff heute als Top-Nachricht behandeln.

Angebot - Staatsanwaltschaft??!

Schon beim Lesen dieser Worte kommt man sich wie auf einem Basar oder Auktionshaus vor:zum Ersten,zum Zweiten...!Warum wurde überhaupt ein Verfahren eröffnet,über Monate Steuergelder vergeudet und nun das Angebot,sich mit einer Zahlung von einer Anklage zu entziehen.Ein paar Tausender in die Staatskasse,um ein paar Almosen für die Vergeudung der Steuergroschen einzufahren.Mir ist egal wie Herr Wulff sich entscheidet.Wichtiger wären mir andere Nachrichten,z.B. ob die EZB die Zinsen wirklich wieder senken möchte.Dann kann man sich seine wenigen Groschen wirklich unter das Kopfkissen legen oder der Bank für die Entgegennahme meines Geldes noch eine Gebühr hinlegen.Ach ja,ich vergesse,es ist Osterpause in der Politik,das ist wie im Sommerloch,es gibt keine echten Probleme in unserem Land,nicht in der Eurozone,halt plötzlich wie aus dem Nichts wäre es möglich,das man wieder eine Nacht-und Nebelaktion starten wird ein Euroland zu retten.Die Frage,zu welchen Konditionen dieses Mal?

Reichenbonus?

An alle die sich hier über die 20.000€ aufregen.
Bleibt mal sachlich. Man muss nicht mögen was da gelaufen ist, Fakt ist aber man wird ihm wohl wenn überhaupt Vorteilsnahme in Höhe von 400€ nachweisen können.
Das "Freikaufen" steht also bei 50 zu 1 wobei ja noch nicht mal die Verurteilung sicher ist.

Wie hoch sind wohl die Verhältnisse bei nicht-Prominenten?
Wenn bei einem Bauarbeiter der 2.000€ schwarz gemacht haben soll das Angebot kommen würde er könne das Verfahren gegen Zahlung 100.000€ einstellen würde das doch kein Mensch als "Freikaufen" werten.

Sicherlich richtet sich diese Summe sinnvoller Weise nach dem Einkommen, aber einen "Bonus" für die Reichen kann ich bei einem 50 zu 1 Verhältnis nicht erkennen.

Wulff braucht schon viel zu lange für seine Entscheidung

Wenn er ein reines Gewissen hätte, wäre seine Entscheidung sofort und eindeutig gewesen.
Er hätte natürlich NICHT gezahlt!
Da er aber offensichtlich immer noch abwägt,
wird er also wahrscheinlich zahlen.
Wulff hat ja auch in der Vergangenheit bereits bis zum letzten Moment taktiert und damit seine wahre Mentalität offenbart.

@ Markus Barns 14:19

'Die Einstellung gegen Geldauflage ist juristischer Alltag bei Ersttätern und geringer Schuld und kommt in Deutschland jeden Tag hundertfach vor. Wulff wird hier behandelt wie jeder x-beliebige Bürger.'

Danke, dass hier ab und zu auch mal jemand schreibt, der weiß, worüber er schreibt! Ich kann das ganze 'die Reichen können sich frei kaufen, die Armen werden verurteilt'-Geschwafel nicht mehr hören. *seufz*

Wenn man genug Geld braucht man keine Angst haben

Für mich bleibt ein bitterer Beigeschmack bei den Urteilen unserer Justiz oder die Strafverfolgung seitens der Staatsanwaltschaften. Hat man genug Geld kann man sich nicht nur sprichwörtlich freikaufen. Wenn dahinter zusätzlich Beziehungen aus der Politik oder anderer vermeintlicher Eliten steht geht es immer gut aus. Wenn es wie hier um Strafe geht heisst das nichts anderes wie geschenkt, selbst wenn Herr Wulff das Angebot annimmt, effektiv freigesprochen.

Wenn dann ganz viele Bürger in Europa denken wir leben in einer Bananenrepublik haben sie nicht Unrecht. Was einen aber aufregt ist der Zeig mit den Fingern auf andere europäische oder andere Länder, bei uns geht es keinen Deut besser zu.

Wer Vertrauen zur Justiz oder Exekutive hat soll weiter in seiner Traumwelt leben, ich hoffe er hat genug Kapital oder Einfluss das ihm im Falle der Fälle niemand den Strick dreht. Bei uns wandern andere Leute in die Psychiatrie ohne richtiges Urteil oder betrügen mit DR. Titel ohne Schaden.

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