Kommentare

Produktivität und Ausbildungsstand

Werden hier auch Produktivität und Ausbildungsstand berücksichtigt, oder vergleicht man wie üblich Birnen und Äpfel?

Wir haben uns heruntergearbeitet von

einen der Länder mit dem höchsten Löhnen zu einem mit dem niedrigsten. Darum exportieren wir auch wie noch nie, nur die eigene Bevölkerung bleibt auf der Strecke. Die echten Statistiken sehen noch böser aus. 7 Millionen Minijobs, wie konnte das den passieren in Deutschland. Die haben uns heute schon weiter gebracht als die USA vor 20 Jahren war.

bei dem heutigen stand der mechanisierung...

....spielen die arbeits-/lohnkosten bei weitem nicht mehr die rolle die ihnen von den arbeitgebern zugedichtet werden!

schliesslich sind schweden und konsorten ja auch funktionierende staatsformen!

je höher die löhne, umso höher der konsum, umso höher der allgemeine lebensstandard und die zufriedenheit der mehrheit der bevölkerung.

die umgekehrte spirale mag sich jeder selbst zusammenbasteln.

tipp: einfach mal die augen aufmachen im deutschland der zusammengeschnurzelten löhne und gehälter für die breite masse.

und wem das noch nicht reicht, der kann unsere zukunft gerne in rumänien, bulgarien oder italien und zypern begutachten....

mit nachrichten wie dieser, wird der weg dorthin ja schon mal vorgezeichnet / schmackhaft gemacht.

Art der Arbeit

Mag sein, dass ich den Beitrag missverstehe, aber so bekomme ich den Eindruck, dass ein wichtiger Aspekt fehlt: die Art der Arbeit und der hergestellten Produkte eines jeden Landes.

Es macht doch einen gewaltigen Unterschied auch in der Höhe der Entlohnung, ob jemand in dem einen Land eine hochspezialisierte Maschine mit präzisester Mechanik im Millimeterbereich herstellt oder ob jemand in einem anderen Land aufs Feld geht und Rosen abschneidet.

Beispielsweise die Art der hergestellten Produkte und die Frage, wie anspruchsvoll die geleisteten Arbeiten sind, scheinen in dieser Statistik nicht reflektiert zu werden, oder irre ich mich?

Und sagt das was über die Produktkosten aus oder gar den Gewinn?

Natürlich nicht.

Weil da auch so sachen wie Produktivität, Grad der Automatisierung oder Energiekosten eine Rolle spielen.

Auch gute logistische Gegebenheiten sind wichtig.

"Am Ende zählt, was unten raus kommt." Und das scheint nicht so schlecht zu laufen, wenn man sich den Reichtumsbericht anschaut.

Was soll uns dieser Beitrag also genau sagen? Dass wir noch immer zu viel verdienen und nur dann eine sichere Zukunft haben, wenn wir Bulgarien im Lohn unterbieten können?

Aussage klar

"Arbeitskosten sind ein Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes."

Und deswegen nimmt man auch die Lohnstückkosten, und nicht die Kosten pro Arbeitsstunde, weil letztere die Produktivität nicht berücksichtigt.

Auch haben gesellschaftlich erfolgreiche Länder höhere Löhne und Lohnnebenkosten, während Krisenländer quasi nicht auftauchen. Wie kann das dann mit der Wettbewerbsfähigkeit zusammenhängen? Dänemark und Niederlande sind ebenfalls Überschussländer. Und Bulgarien müsste demnach Spitzenreiter sein, weil bei denen die Löhne unterirdisch sind.

Scheinbar gibt es sehr viel mehr Faktoren die einen erfolgreichen Wettbewerb ausmachen.

Die Kernbotschaft kam aber an: Deutschland ist noch zu teuer, trotz guter Entwicklungen. Die Löhne müssen anteilig weiter sinken, um Wettbewerb blabla international... Deutschland geht es gut... Man kann es nicht mehr hören.

Vergleich mit Euro-Staaten fehlt

Im Gegensatz zum ARD-Videotext fehlt in diesem Artikel der Vergleich mit den EURO-Staaten. Der Durchschnitt dort: 30,10 €, in Deutschland 31 €, also kein gewaltiger Unterschied.

@Antidot

Zitat:
"Werden hier auch Produktivität und Ausbildungsstand berücksichtigt, oder vergleicht man wie üblich Birnen und Äpfel?"

Genau, so ist es!
Die alleinige Betrachtung von Arbeitskosten in Bezug auf absolute Kosten ist genau so ein Vergleich wie die Unterhaltskosten von einem Eselskarren und einem Mercedes-Sattelzug. Was wohl den Kern der Sache trifft, weil hier ja Bulgarien genannt wurde.

EU Fixierung der Medien

Es wird die letzten Jahre immer schlimmer, dass bei Vergleichen in Europa mittlerweile nur noch die EU-Staaten eine Rolle spielen.

Es gibt aber auch noch einzelne Nicht-EU Staaten, wie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein usw.

Übrigens: In der Schweiz wird gerade versucht eine Abstimmungsinitiative zum Thema "Für den Schutz fairer Löhne" zu erreichen. Hier geht es um einen Mindest(!)lohn von 22 Franken (ca. 18,3 Euro). Und da wird hier berichtet die Löhne in D wären im Durchschnitt mit ca 31 Euro sehr hoch (klar, im Vergleich zu Rumänien,Bulgarien, Lettland, Portugal, Ungarn, ...). In der CH sind zudem die Sozialabgaben prozentual deutlich (!) geringer.

Arbeits"kosten"

Arbeits"kosten"! Das kling nach etwas wirklich schlechtem, von dem die "notleidende" Wirtschaft zu befreien ist. Man kann den Firmen ja nicht zumuten, auf zweistellige Gewinnzuwächse zu verzichten, oder das arme Management... dem sollte man seine jährlich zweistelligen Vergütungszuwächse doch nicht gefährden.

.

Wer hier Ironie findet, darf sie behalten.

was für ein signal

dann sollten wir vielleicht damit beginnen 15 mio im niedriglohnsektor zu beschäftigen - kommt eh - oder gleich 20 mio.

denn deutschland muss ja nicht nur mit china, sondern auch mit den partnern in europa konkurrieren.

solange deutschland allerdings exportweltmeister ist - spielen die lohnkosten offenbar keine große rolle, denn die preise werden ja im ausland gezahlt.

also - wen kümmerts?!
oder anders ... was soll diese nachricht.

ja der durchschnitt macht uns richtig teuer...

zu welchem preis wurde dieser platz erkauft?
seit mehr als 15 jahren haben wir hier einen kaufkraftverlust.
Erkauft durch massenhafte prekäre beschäftigung,massiv steigender leiharbeit,löhne die staatlich wettbewerbswidrig subventioniert werden durch aufstocken.

Das wird sich in ein paar jahren ändern wenn das heer der menschen auf uns zu kommt die grundsicherung brauchen.
Dann werden ob wir wollen oder nicht die lohnnebenkosten explodieren um das existenzminimum zu sichern.
Die gewinne privatisieren die verluste in die zukunft verlagern und solidarisieren so läuft politik.

Jetzt müssen die löhne rauf 10€ mindestlohn,bildung einer starken reserve für die sozialversicherungssysteme um den run in ein paar jahren aufzufangen.
Ist doch ein lacher das sogar belgien deutschland sozial überholt hat.

Unglaublich

Was hier mal wieder präsentiert wird schlägt langsam den Fass den Boden aus.

1. Deutschland hat immer weniger Lohnnebenkosten. Ist ja verständlich wenn immer mehr Jobs auf 450.-€-Basis umgelegt werden.

2. Deutsche Löhne sind noch hoch. Ja, noch. Meine Arbeitskollegen mit dem gleichen sozialen Hintergrund, die jetzt neu eingestellt werden haben weniger Urlaub, Lohn und Zulagen. Summiert sich auf ca. 400-500 Euro brutto und das bei einem kommunalen Arbeitgeber.

Man sieht eindeutig, dass die Lohnspirale in Deutschland eindeutig nach unten geht weil ein paar Vorstände und Manager einfach ihren Kanal nicht vollbekommen.
Aber für 5 Euro in der Stunde kann man sich einfach kein deutsches Auto mehr kaufen, geschweige denn Essen, dass nach einem gewissen Standard hergestellt worden ist, Kleidung ohne Krebsfarbstoffe oder stromsparende Elektrogeräte, welche auch teurer sind als die Stromverschwender.

Ich bin mal echt gespannt wie es in Deutschland weitergeht.

Der Stundenlohn ist doch

Der Stundenlohn ist doch überhaupt kein sinnvolles Vergleichskriterium, um die Lohnstückkosten geht es! Und die sind in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten der Eurozone viel zu niedrig. Hier wurde in den letzten zehn Jahren von deutschen Politikern unter Vorspiegelung falscher Tatsachen mit voller Absicht das gemeinsam vereinbarte Inflationsziel der Eurozone verfehlt und somit ein Wirtschaftskrieg gegen andere europäische Staaten geführt.

Das ist neben der Deregulation des Finanzsektors eine der Hauptursachen der Krise, für die nun die Allgemeinheit aufkommen muss.

Hier nun zu tun, als müssten in D die Löhne nach unten korrigieren, ist geradezu absurd.

Da hinkt doch wieder etwas

Ist ja schön das man feststellt das wir im Euroduchschnitt noch immer zu viel Lohnkosten haben. Aber warum machen wir denn einen Vergleich mit Europa???
Nach über 20 jahren deutsche Einheit gibt es doch immer noch ein gravierendes Lohngefälle zwischen Ost- und Westdeutschland, was immer wieder mit unterschiedlicher Produktivität begründet wird. Vielleicht erst einmal dort die Anpassung schaffen und dann können wir uns ja mit dem Rest mit Europa messen, denn dann sind die Zahlen doch noch höher.

Wie viel Information steckt in dieser Nachricht?

Was soll denn mit dieser Nachricht zum Ausdruck gebracht werden? Welche verwertbare Information steckt dahinter?

Wie >FlutenGeneral< um 11:29 schon sagte, sind die Arbeitskosten nur ein kleiner Teil der Gesamtkosten. Es wäre schön, wenn man von einer Nachrichtenredaktion keine halben Informationen vorgesetzt bekäme.

@Nana: Die Kernbotschaft ....

Sie schreiben:

"Arbeitskosten sind ein Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes." ... Und deswegen messen echte Fachleute auch die LOHNSTÜCKKOSTEN, und nicht die KOSTEN PRO ARBEITSSTUNDE, weil letztere die Produktivität nicht berücksichtigt [...] Die Kernbotschaft kam aber an: Deutschland ist noch zu teuer, trotz guter Entwicklungen. Die Löhne müssen anteilig weiter sinken, um Wettbewerb blabla international... Deutschland geht es gut... Man kann es nicht mehr hören.

Ich stimme Ihnen in allen 3 Punkten voll und ganz zu.

Um weiter in die Kerbe zu hauen:

Bedenken muss man auch, wie stark im selben Zeitraum die Gewinne der Unternehmer gestiegen sind und wie stark die Löhne die Kaufkraft beeinflussen. Hohe Lohnstückkosten sind nämlich durchaus vertretbar, wenn der Binnenmarkt auch eine hohe Kaufkraft aufweist und nicht etwa, wie in vielen skandinavischen Ländern, die Sozialabgaben statt beim Einkommen primär über die Mehrwertsteuer bei den Ausgaben der Haushalte geholt werden.

Wo geht wohl die Reise hin?

Da soll es immer noch Länder geben, in denen die Lohnkosten niedriger als in Deutschland sind?
Dann ist es aber allerhöchste Zeit für Reformen!

Ich finde die Aussage "Die niedrigsten Personalkosten haben Arbeitgeber in Bulgarien. Sie müssen pro Arbeitsstunde lediglich 3,70 Euro zahlen." zudem sehr verräterisch. Bulgarien, das ja ebenfalls in der EU ist, muß mittelfristig unterboten werden. Das ergibt sich aus der Notwendigkeit, wettbewerbsfähig bleiben zu müssen. Auf jeden Fall arbeiten wir schon dran- und sind auf einem sehr guten Weg ....

Dumm nur, daß bei solchen Vergleichen immer vergessen wird, die Kaufkraft für den durchschnttlichen Arbeitnehmer miteinander zu vergleichen.
Und eigenartig, daß niemand sich fragt, wie ein normaler Bürger von seinem eher schrumpfenden Lohn bei steitg steigenden Kosten in der Lage sein soll, die Renditeerwartungen der Anleger in Immobilien zu befriedigen .....

Wer hat denn diese Meldung in

Wer hat denn diese Meldung in Ticker geblasen, INSM oder eine von den anderen zahllosen "Wirtschaftsinstituten", die von Industrie und Arbeitgebern ausgehalten werden?
Zumindest geht die Aussagekraft einer solchen Betrachtung von reinen Arbeitskosten stark gegen Null.
Viel interessanter sind da schon die Lohnstückkosten. Links gehen hier ja leider nicht aber nach Bundeszentrale für politische Bildung & Lohnstückkosten googlen kann man ja mal...

Interessant das dieser

Interessant das dieser Bericht so kurz vor Tarifrunde auftauscht.

Lohstückkosten eines VW Golfs liegen bei 5-10 %, weiss nicht mehr genau. Bei Nokia liegen die bei 2%. Wer Lohstückkosten als Maßgebend für den Preis nennt, der ist im meinen Augen ein Schwindler. Lediglich in der Dienstleistung ist der Lohn ein Preistreiber, von mir aus im Handwerk, aber diese kann man ja schlecht ins Ausland versetzten.

Bulgarien mag richtig billig sein. Komischerweise sehe ich kein ein bulgarisches Auto oder eine Industriemaschinen in Deutschland laufen.

Hat Belgien nicht erst vor

Hat Belgien nicht erst vor kurzem Deutschland beim europäischem Gerivhtshof verklagt? Wegen Lohndumping der letzten 10 Jahre, da Deutschland so Vorteile gegenüber anderen Länder hat?

Abklatsch

Es ist natürlich einfacher, eine Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts mehr oder weniger abzuschreiben, als sie zu interpretieren.

Wie z.B.die heutige Veröffentlichung der "Arbeitskosten".

Doch was man hier lesen kann, ist für eine Bewertung, was Arbeit in Deutschland wirklich kostet, nur ein Aspekt, oder deutlicher: eine Teilwahrheit.

Über Arbeitskosten zu berichten, ohne auf den Zusammenhang mit Produktivität oder Lohnstückkosten hinzuweisen - das sollte man den zuständigen Lobbyisten überlassen.

Auch dem Statistischen Bundesamt kann man einseitige Darstellung nicht unbedingt vorwerfen, da die auf seine Daten zurückgreifenden Fachleute ja die Zusammenhänge kennen sollten und die zusammengehörenden Daten selbst finden können.

Von einem Tagesschau-Beitrag aber sollte der Gebührenzahler mehr als "Berichterstattung" verlangen können.

Statistiken sind schon was Feines und so aussagekräftig.

Ich will ja gar nicht die Arbeitslosenstatistik und ihre Fragwürdigkeit mit heranziehen.

In Deutschland gibt es ja auch 1,2 oder 1,8 Kinder, oder ähnliche Merkwürdigkeiten.

Man kann auch ein anderes statistisches Rechenbeispiel bei Löhnen in den Raum stellen.

Fünf Arbeitnehmer haben einen Jahresverdienst von 2.000.000€.
Errechnet folgendermassen: 1 x Manager (auch Arbeitnehmer) mit einem Jahresverdienst von 1.920.000€ und 4 x Arbeitnehmer mit einem Jahresverdienst von je 20.000€. Schon haben wir eine Statistik die nichts darüber aussagt wie der Lohn verteil ist. Die 2.000.000€ kommen aber trotzdem am Schluss heraus. Lustig, oder?.

Na bitte, da haben wir´s doch!

Da die Industrie schon bis zur Grenze des Machbaren zahlt, bleibt nur noch eines: ab sofort gibt es die 30-Cent-Jobber, damit können die Kosten des 1-Euro-Jobbers um über 2/3 gesenkt werden!

Produktivität und Art der Wirtschaft

Bei der Diskussion kommt es doch darauf an, was und wie es hergestellt wird. Die Wirtschaft der BRD ist nicht mit Skandinavien zu vergleichen und schon gar nicht mit Rumänien etc
Am Ende des Tages müssen wir dort wo wir im Wettbewerb stehen eben diesen bestehen: Heißt effizient ud produktiv sein bzw unsere Produkte in Qualität und Preis so darstellen, dass diese nachgefragt werden.
Ja, und wenn Wettbewerb, heißt das produktiver sein: Mehr Lohn bedeutet somit immer mehr Kosten: Das muss durch Qualität oder aber durch mehr Stück/günstigeres Stück pro Zeiteinheit oder sonstwas "ausgegelichen" werden. So ist das nun einmal und das ist Fakt. Kommt man dem nicht nach, sieht sich die Nachfrage in China oder sonstwo um.
Daher kann ich nicht verstehen, dass immer wieder nach höheren Löhnen, "Minijobs" weg usw geschrien wird. Man mag das schade finden, aber andere holen auf. Will man also nicht zu 45 Stunden Woche zurück, dann muss man effizienter oder günstiger in den Kosten werden. So isses!

@thombar

Ihre Aussage:
"je höher die löhne, umso höher der konsum, umso höher der allgemeine lebensstandard und die zufriedenheit der mehrheit der bevölkerung."

Kann aber auch anders ausfallen:
Je höher die Löhne um so teurer die Produkte und Dienstleistungen, umso geringer die Wettbewerbsfähigkeit von D, rückgängige Exportquote, höhere Arbeitslosigkeit, höhere Ausgaben durch die Sozialkassen, zunehmende Staatsverschuldung, höhere Unzufriedenheit der Bevölkerung.

Dieses Szenario erleben wir aktuell in den Krisenländern der EU!

Statistische Fehler

Wenn ich nur den Beitrag hier nehme, dann finde ich erheblich statistische Mängel, die ein Vergleich von Ländern unmöglich machen. Darf man überhaupt den Arithmetischen Mittelwert* nehmen? Wenn 80 Millionen Deutsche je 1€ pro Stunde verdienen und ein "SUPERDEUTSCHER" 2,4 Mrd € pro Stunde verdient, dann kommt man auch auf 31€ pro Stunde im Mittelwert. Der Median würde an dieser Stelle verraten, dass mehr als die Hälfte der Deutschen 1€ oder weniger verdienen. Da gibt es noch ganz andere Dinge, die man mit statistischen Berechnungen anstellen kann. ;)

*Ich nehme mal an, dass für die Durchschnittsbildung der artith.Mittelwert genommen wurde.

Werden Boni mit auf die Anzahl der Arbeitsstunden umgelegt?
Wie sieht es im Vergleich verschiedener Branchen im europäischen Ländervergleich aus?
Die Liste am Fragen könnte noch unendlich so weitergehen.

Es gilt also das Übliche:
Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
PEACE LEUTE

Nicht die Arbeitsart ist entscheidend

es ist der Punkt, wo und für wen du arbeitest.
Sind es die Sozial-Gemeinschaften und die handlichen Arbeiten in Großkonzernen, mußt du arbeiten bis du tot umfällst.

Bist du schon etwas höher gestiegen und darfst dich bei der Arbeit setzen, lohnt sich auch das Arbeiten mehr. Allerdings trägst du auch das Risiko für die Heuschreckenzucht schon mit.

Nur wenn du es in die höheren Ränge geschafft und beizeiten mit Tricks und Insiderkenntnissen für "gute Freunde" gesorgt hast, darfst du dich zunehmend sicherer wähnen.

Leider hinterlassen diese sog. "Gewinner" eine Trümmerwüste, auf der ähnlich dem Inneren eines Hexenringes die Fruchtbarkeit vorbei ist.

So verschieben sich die Fakten je nach Abfrage und nach Belieben der "Gewinner", welche bereits heute die listigsten Lobbyisten der Welt bezahlen können.

Nicht mal der selbst erstellten Statistik darfst du trauen, wenn die Daten schon nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.

Kennst du den Frust der Daten-Erfassungs-Minijobber?

DA versucht

uns darauf vorzubereiten, dass die Löhne sinken müssen!
Was neben den von vielen Vorkommentatoren bemängelten Fehlern ebenso vollkommen vergessen wird:
Die Lohnnebenkosten, bestehend aus Steuern, Solizuschlag und Sozialversicherungen, die sicher in der Berechnung einbezogen wurden.
Auch die sollte man dann vergleichen.
Ich schätze mit unserem Moloch Staat, Bürokratie und Verwaltung ist der Steuersatz nicht zu unterschätzen.
Und die Überschüsse, die bei den Sozialkassen lagern und die andere Länder vielleicht nicht angehäuft haben, sind garantiert auch nicht berücksichtigt.
Und so weiter und so fort.
Ich würde mir wünschen, dass die seriöse Presse diesen Fakten auf den Grund geht und nicht einfach blind irgendwelche Statistiken nachbetet.

Und: So einfach läuft das, es werden ein paar Billiglohnländer in die EU geholt und schon sinkt der Arbeitskostenschnitt und deutsche Arbeit ist zu teuer.
Vielleicht kann man ja auch mal dass Management günstiger einkaufen?

Arbeitskosten???

Gemeint sind hier nicht die Arbeitskosten sondern die Lohnkosten. Aber die sind bei der Beurteilung der Gesamtkosten nicht entscheidend. Entscheidend sind die "Lohnstückkosten" in Relation zur Arbeitsproduktivität = Produktwert x Zeit. Also welcher Wert gemessen in € wird pro Arbeitsstunde erwirtschaftet. Betriebswirtschaftlich interessant ist immer die Rentabilität. Gewinn gemessen am Arbeitsaufwand = Arbeitsrentabilität oder aber auch Gewinn gemessen am Kapitalaufwand = Kapitalrentabilität.

Wenn also jemand Pro Stunde 100€ kostet aber 300€ erwirtschaftet, dann ist das durchaus in Ordnung. Wenn aber jemand "bloß" 5€ kostet und "nur" 4€ erwirtschaftet, dann ist er offensichtlich zu teuer.

Fazit: Die Lohnkosten sind ohne vergleich zur Wertschöpfung bedeutungslos.

Geographie

Scheint so, als wären für die Lohnnebenkosten lediglich die Arbeitgeberanteile berücksichtigt worden. Das ist natürlich eine ziemliche Milchmädchenrechnung.

Alle genannten Nachbarländer mit höheren Löhnen liegen im Westen und Norden und damit auch weiter weg von Ländern mit niedrigeren Löhnen. Man könnte vermuten die mittlere Lage der Löhne hat auch mit der mittleren Lage des Staates zu tun.

wie passt das zusammen?

Die Vermögen der Privathaushalte in Deutschland sind einer Studie der Bundesbank zufolge deutlich kleiner als in Euro-Krisenländern wie Spanien oder Italien.
-D 51.000 Euro
-IT 163.000 Euro
-SP 187.000 Euro

Wie passt das zusammen?

A: Haben die Länder im Süden über ihre Verhältnisse gelebt?
B: Hat diese Wirtschaftslobby den dt. Arbeitnehmer mit
den Löhnen zum konkurrenzlosen Billiglöhner gemacht?

Wie wollen wirs beantworten, sind wir die Guten und die
Südländer die Bösen oder anders herum?

Einseitige Darstellung...

Ein Land mit hoher Produktivität darf auch höhere Löhne haben. Schließlich liegen die Lohnstückkosten bei uns auf einem sensationell niedrigem Wert im EU Durchschnitt.

Eine hohe Lohnstruktur erhöht im übrigen die Binnennachfrage, ein bei uns ja doch schmerzlich vernachlässigter Wirtschaftssektor....

Was will uns der Artikel nun sagen?
Weiterer Lohnverzicht?

Deutschland ist schon das "China" Europas, mit niedrigen Lohnstückkosten bedingt durch eine hohe Produktivität. Der Lohnvergleich mit Bulgarien ist daher völlig unangepasst. Weitere Senkung der Löhne werden die Wettbewerbsfähigkeit unserer EU Partner gefährden.

Ach ja, Deutschland kann ja dann dafür wieder Gelder lockermachen um unsere kränkelnden Nachbarn zu stützen.

Im übrigen ein ähnliches Muster wie im Verhältnis China-USA. Die kaufen auch amerikanische Devisen, weil die US Wirtschaft schon lange nicht mehr wettbewerbsfähig ist.

Zweifel an den Zahlen

Wenn man die Zahlen die im Artikel stehen in relation setzt müsste der Durchschnitslohn bei 3895€ betragen. Das glaube ich nicht das dem so ist.

Löhne

Die Rede ist von Arbeitskosten, Löhne betragen nur 73% von 31€.

Keiner hat den Artikel gelesen,

hoffe ich. Ansonsten verwundert mich die Kommentare hier.

Thema Produktivität:
Sagt der Artikel aus, dass unsere Kosten zu hoch sind? Was spielt die Produktivität für eine Rolle? Möchten hier alle hören, wie toll wir deutschen doch sind, da so produktiv?

Allen Produktivitätsfanatikern sei gesagt:
Ist ein deutscher Bäcker, Friseur, etc. produktiver als ein Bulgarischer?

Die Lohnstückkosten sind in D marginal gesunken und erhöhen sich seit 2 Jahren.

MrEnigma

solange deutschland allerdings exportweltmeister ist

Ist es nicht mehr !!!!!!!

ICh sehe da

a) eine falsche erhobene Statistik. Wenn ich mit den gleichen Löhnen wie in Rumänien mithalten soll, ist das bei den Lebenshaltungskosten in D unmöglich.
b) die EWrhebnung der Art der Arbeit
c) die übliche EU- Propaganda; seid billig wie der Osten, gebt Geld aus wie der Westen- dann leben "WIR" (die EU- Mafia) auf bestem Niveau- Soll heissen in Propagandasprech: Der "Wirtschaft" gehts gut.

Andere Lesart?

Mühselig, sich aus der Kommentarflut diejenigen herauszufiltern, die interessante weitere Aspekte einbringen oder erläutern.
Wenn es um Kosten, Gehälter, Gewinne oder finanzielle Vergleiche jedweder Art geht, stellt sich der Kanon zu geschönten Statistiken, Ausbeutung und Verelendung ein.
Ich lese aus dem Beitrag keinerlei Kritik an zu hohen Gehältern o.Ä. Interessant finde ich den Kontext mit der internationalen Kritik an Deutschland, die Löhne seien in D in den letzten Jahren zu wenig gestiegen.
Dass die Löhne höher sind als in vielen anderen Ländern finde ich positiv. Und dass die Lohnnebenkosten niedrig sind auch. Sind die Löhne anderswo stärker gestiegen, so ist das doch auch gut (z.B. Polen).
Dass "wir" in der Lage sind, Lohnstückkosten niedrig zu halten, hilft beim int. Wettbewerb. Auch das ist gut und bedarf Anstrengungen, damit es so bleibt.

Arbeitslosigkeit und zu niedrige Löhne Probleme, die ohne Frage dringend angegangen werden müssen. Ist aber ein anderer Schweerpunkt.

Mit wem messen wir uns?

Soll das jetzt schlecht sein, dass in D. die Menschen nicht so miserabel bezahlt werden wie in Bulgarien ???

Ich möchte mich doch bitte mit unseren Nachbarn messen (wo es ja mehrheitlich "teurer" ist für den Arbeitgeber!), nicht mit den Staaten, bei denen die Wirtschaft mieserabel aufgestellt ist!

Das ewige Gejammere von der "Wettbewerbsfähigkeit" kann ich nicht mehr hören! Wie wettbewerbsfähig wir sind, braucht uns niemand anhand solcher Rechnungen vorspielen - das sehen wir doch anhand von Exporten !!!!!

Außerdem ist es egal, wie gut die Wirtschaft in einem Land läuft. Wenn der Arbeitnehmer miserabel bezahlt wird und mit Zeit- und Kurz-Arbeit abgespeist wird, ist die Situation schlecht! "Die Wirtschaft" ist mir egal. Es kommt auf die Menschen an. Und diese beiden Faktoren sind in Deutschland schon längst entkoppelt!

"Toll"

8. Platz und trotzdem gibt es Leute die 2 oder mehrere Jobs brauchen um über die Runden zu kommen.
Ich kann ja mal von mir sprechen.
In meiner Ausbildung die ich momentan zum Erzieher mache, bekomme ich keinen Cent.
Deswegen arbeite ich neben meiner Arbeit noch als Minijober für 6.20€/ Stunde, damit ich mir meinen Lebensunterhalt finanzieren kann. Kollegen von mir haben Teilweise 3 Jobs, da sie nicht die nötige Unterstützung ihrer Familie bekommen.
Ein Mindestlohn muss her!

Arbeit ist noch viel zu

Arbeit ist noch viel zu billig in Deutschland! Wenn ich sehe was für Löhne und Gehälter in Deutschland so gezahlt werden und wie die Lebenshaltungskosten steigen, so denke ich das Arbeit in Deutschland in den meisten Fällen noch viel zu billig ist.

Alarm!-Alarm!

Also runter mit den Löhnen und hoch mit den Preisen, dann sind wir alle gerettet!

und in Afrika kostet die Arbeits-Std....

Unqualifizierte Vergleiche....

Irgendwo im Busch arbeitet jemand bestimmt für 50 ct. pro Std.....

Deswegen wird der Golf bestimmt nicht nächstes Jahr im Dschungel gebaut.

Deutschland ist das Land mit dem best-qualifiziertesten und motiviertesten Mitarbeitern.
Da kommt so schnell trotz niedrigeren Löhne keiner dran.

Warum wohl ist Deutschland mit ein paar anderen EU-Ländern da EINZIGE Land, wo es noch in Europa rundläuft?

27 Mio. Arbeitsplätze

in Vollzeitbeschäftigung (Tendenz nach unten), ca. 13 Mio. im Niedriglohnsektor, Minijobs, 1.50 Euro etc. (Tendenz steigend)

Wenn es so weiter geht, was ich nicht anzweifle, kommen irgendwann alle Firmen zurück nach Deutschland, um hier zu produzieren.....

Dann haben wir wieder Vollbeschäftigung........

....und alle Politiker belobigen sich gegenseitig, wie toll ihre Arbeitsmarktpolitik Agenda 2015, 2020, 2025 und 2030 waren......

Das Volk?

Wen interessiert das denn?

Die Elite?

Niemals!

Renditen müssen stimmen....

Ich könnte Heulen

Dieses Statistik ist müll, und sie wird massiv verwendet werden um Löhne zu Drücken.

Wir brauchen einen Mindestlohn..aber nicht von 8.50 sondern von min 12,50...

Wir in Deutschland haben die besten Ingeuneure Weltweit.. unsere Quote an Spezialisierten Arbeitskräften wie Facharbeiter und besonders Studierten ist sehr hoch gegenüber allen anderen Europäischen Staaten..und dennoch haben wir grademal den 8ten Plaz im Ranking der Löhne..Das ist effektives Lohndumping auf kosten unserer Gesellschaft.

Seit 8 Jahren haben wir diese Idioten als Regierung und das is dabei Rausgekommen( nich das die vorher besser waren, aber deren Wirkung ist erst unter Merkel sichtbar geworden.)

Wenn wir nicht bald aufschrecken ist es zu spät für Deutschland als Sozialstaat..dann haben wir Amerikanische verhältnisse wie vor 150 Jahren.

schönen Tag auch

Firelake

Löhne

Weil die Löhne so hoch sind müssen Ca 7 Millionen Leute aufstocken. Diese Statistiken haben immer einen Haken. Wenn ich z.B. einen Einkommensmillionär mit 1000 Billiglöhnern zusammenschmeiße. 1000 Leute mit 1000€ Brutto und 1 x 5.000.000€ macht zusammen 6.000.000€ geteilt durch 1001 Leute.

Bei diesem Beispiel hätte jeder im Schnitt fast 6000€ Brutto, toll oder? Die Wirklichkeit sieht aber ganz anders aus.

@12:39 südbaden

ihre theorie zu den südländern:

"Je höher die Löhne um so teurer die Produkte und Dienstleistungen, umso geringer die Wettbewerbsfähigkeit von D, rückgängige Exportquote, höhere Arbeitslosigkeit, höhere Ausgaben durch die Sozialkassen, zunehmende Staatsverschuldung, höhere Unzufriedenheit der Bevölkerung."

was noch zu beweisen wäre.....
zumindest in den ländern in denen keine schwedischen verhältnisse herrschen

das liegt aber nicht an den zu hohen lohnkosten, sondern einfach daran dass in den südländern den "hohen lohnkosten" weder eine entsprechende produktivität, noch eine entsprechende gesamte wirtschaftsleistung gegenüber steht.

an dem märchen von den hohen lohnkosten ändert das aber in den nordländern so gut wie nichts! wie erklären sie sich sonst die tatsache das die gewinne steigen, aber gleichzeitig immer niedrigere löhne an immer weniger beschäftigte gezahlt werden.

das kann nur bedeuten das immmer weniger menschen immer größere umsätze erwirtschaften

31 Euro <> 8,50 Euro

Es soll ja Leute geben, die behaupten die deutsche Wirtschaft ginge zugrunde, wenn wir einen Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde einführten.

Wenn die deutsche Durchschnittsarbeitsstunde 31 Euro kostet, dann kann es ja nur eine verschwindent geringe Zahl von Menschen geben, die von einem Mindestlohn profitierten.

Falls ich mich irre und es viel Menschen gibt, die mit 8,50 Euro pro Stunde besser bezahlt wäre als sie es heute sind, dann muss es auch viele Menschen geben, deren Arbeit deutlich mehr kostet als 31 Euro pro Stunde.

31 Euro Arbeitskosten pro Stunde entsprechen einem Bruttoverdienst von ca. 4100 Euro pro Monat (4960 Euro abzgl. Arbeitgeberanteil Sozialversicherungen).

Nach destatis betrug das Durchschnittseinkommen in Deutschland 2012 2412,50 Euro im Monat.

Da kann doch irgendwo etwas nicht stimmen.

Oder zählen zu den Arbeitskosten auch sonstige Kosten des Arbeitsplatzes (die CNC-Maschine, der Sattelzug, die Büromiete, der A8 vom Cheffahrer)?

Durchschnittslohn

Das ergibt abzgl. der Lohnnebenkosten einen Durchschnittsbruttolohn von 3.905,- € bei einer 40. Stundenwoche bereinigt um die Lohnnebenkosten. Da würde ich mich mal fragen, wie viel Prozent der Arbeitnehmer 3.900,- € verdienen?

Der Durchschnitt ist doch reine Makulatur!

@Grunzebär

Der Russische Arzt zahlt auch 600 € Warmmiete. Wenn man schon vergleicht, dann bitte richtig.

@all:
Einfach nochmal den Beitrag von Verlighnix lesen.

@Laluna
Statt 3 häten ihre Kollegen dann keinen Job, ist das besser?

@Firelake
"Wir in Deutschland haben die besten Ingeuneure Weltweit.. unsere Quote an Spezialisierten Arbeitskräften wie Facharbeiter und besonders Studierten ist sehr hoch gegenüber allen anderen Europäischen Staaten..und dennoch haben wir grademal den 8ten Plaz im Ranking der Löhne..Das ist effektives Lohndumping auf kosten unserer Gesellschaft."
Sie wollen also, dass die "besten Ingenieure" neben der Gesellschaft auch die Geringverdiener durchfüttern und Ihnen den Stundenlohn von 12,50 € finanzieren?

am besten wir gehen nicht

mehr in die firma und den betrieb und stellen die arbeit ein. dann hat die firma auch keine lohnkosten mehr und braucht auch nicht mehr klagen und jammern.

denn dieses ewige geklage und gejammere der unternehmen und deren verbaende... wir wollen es nicht mehr hoeren.

wenn ein unternehmen keinen gewinn mehr macht wuerde es sicher den betrieb einstellen. da dieses aber nicht der fall ist und ganz im gegenteil die zahl der millionaere immer weiter steigt, scheinen die unternehmen ja bestens bedient zu werden. (auf arbeitnehmer kosten).

ach ja und dann ist ja da noch der betrug mit den ganzen minijobs und der zeitarbeit. davon will ich lieber erst garnicht anfangen, sonst kommen mir noch die traenen fuer die armen unternehmen denen es soooo schlecht geht.

Mal ehrlich

wer hier verdient schon 31,- Euro die Stunde? Ich wette es isr zwar gemessen an der Gesamtbevölkerung ein etwas höherer Anteil aber ansonsten...
Diese Zahl ist nicht so hoch weil die breite Masse ausreichend verdient sondern weil die Spitzenverdiener unanständig viel verdienen (da zählen schließlich auch Manager, Banker und Handwerker, etc. rein) nicht das alle solche Sozialschmarotzer wie die Banker sind, z.B. sind Handwerker und Ärzte wirklich produktiv und nützlich (die meißten). Aber in der Politik wird ein Mindestlohn von 8,50 Euro als unangemessen bewertet.
Also Wirklich!

Falsche Vergleiche mit richtigen Zahlen führen in die Irre

Die absolute Lohnhöhe pro Stunde ist das Eine, was in dieser Stunde oder pro Beschäftigten an Wertschöpfung damit erfolgt (BIP und seine Arbeitsproduktiviät) das Andere.

Und hier liegt der eigentliche Unterschied. Deutschland sparte Milliarden Arbeitsstunden und noch schneller Millionen Arbeitsplätze in der gut bezahlten gewerblichen Wirtschaft (ab in den billigen DL-Sektor), während der somit verbilligte Output besondes für den Export stieg.
Gemessen am BIP aind also die spezifschen Lohnaufwendungen gesunken, die Gewinne gestiegen. Und das macht die Nachbarn platt, treibt sie in Handelsdefizite und uns in die Kredite und dann Transferunion, damit die unsere Waren noch kaufen können, während sie weniger selbst prodzuieren für den Austausch per Außenhandel.

Und China verdrängt fleißig mit die europäischen Arbeitsplätze, nur eben mit offenem Dumping, gegen das sich hier die EU nicht mal richtig wehrt,trotzdem der Süden so seine Produktion = BIP verliert.

und? diese Zahl ist komplett

und? diese Zahl ist komplett wertlos, wenn man die Produktivität pro Stunde ausser Acht läßt.

Genau genommen ist diese Zahl höchstes Kapitalisten und Ausbeuterfutter 'die Lohnkosten sind zu hoch'. Ach wirklich?

Ich kenne übrigens niemanden, der 30€/Stunde verdient. 8,9,12,.. die Spitze sind 25...

20... davon träum ich. 15 wären auch schön. Und die Gewerkschaft, die für meinen 'Bereich' zuständig ist, die kümmert sich um alle anderen... aber nicht um Leute wie mich. Tolle Sache sowas.

Danke übrigens, Verdi.

@energyman

Sie haben 100% recht. Die Arbeitskosten alleine sind nicht aussagekräftig, jeder Betrieb, der neu investieren will und einen Standort sucht, schaut sich die Lohnstückkosten an.

Kein Wunder, dass sie die genannten Löhne nicht kennen. Denn es geht hier um die Privatwirtschaft, also nicht um den öffentlichen Dienst. Da sie sich bei verdi bedankt haben, denke ich sie arbeiten im öffentlichen Dienst.

Einkommen vs. Lohnkosten

Da hier bei einigen Verwirrung herrscht, eine kurze Aufklärung: rund 4.000 € Durchschnittslohnkosten sind nicht übertrieben, denn es handelt sich ja hier um den Bruttolohn inklusive aller Sozialabgaben und Verwaltungskosten. Das entspricht etwa dem Gehalt eines mittleren Beamten oder einfachen Ingenieurs. Denn netto bleiben da für den Arbeitnehmer am Ende nur etwa 2400€ übrig. Und das ist dann eben das Durchschnittseinkommen.

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