Kommentare

Palliativtherapie - als ob das ein Fortschritt wäre!

Man schafft es also anscheinend, das Leben des alten Systems etwas zu verlängern.

Na dann darf sich der Geldadel demnächst sicher auf günstige Privatisierungsschnäppchen aus Zypern freuen. Vielleicht kauft ja Goldman Sachs die Gasförderrechte, um daraus ein 'Finanzprodukt' zu machen? Entwicklungen dieser Art wären keine Überraschung.

Gelernt haben wir in der vergangenen Woche vor allem eines: Sicher ist unser Geld bei der Bank nicht mehr. Nichts muss, aber alles kann in Zukunft passieren.

Mal sehen, wieviel Schaden noch angerichtet wird, bis das System wirklich final 'unrettbar' ist und untergeht. Dass es das tut ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Mathematik ist unbestechlich und gnadenlos.

Unausgewogen und fragwürdig

Mit so einer Regelung - 'wir belasten einzelne Banken ganz besonders' - wächst die Chance drastisch, das ganze Theater nach entsprechenden Gerichtsurteilen wieder rückgängig zu machen. Das war schon bei den vorher geplanten Erhebungen problematisch, aber wenn man anfängt hier 20% und dort 4% abzuziehen dann ist das Problem fast sicher.

Es ist auch nicht zu vermitteln, wie man mit dem Ziel, hauptsächlich die Vermögen fremder Kunden zu schröpfen anfängt, eine Bank als Kriterium zu nehmen, anstatt es direkt so aufzusplitten wie es gedacht ist.

Aber für die Regierung hat es natürlich auch ein bequeme Seite... je kleiner die Menge der Betroffenen umso einfacher ist die Entscheidung durchzudrücken, egal wie schlimm es die Betroffenen trifft.

Europa ist am Ende. Wann

Europa ist am Ende. Wann begreifen die Politiker das???

Auszug aus dem Video: "Da

Auszug aus dem Video: "Da Dienstag nächster Woche die Banken wieder aufmachen sollen, hat man Kapitalverkehrskontrollen beschlossen, damit verunsicherte Kunden ihre Konten nicht leerräumen können."

Das ist faktisch eine Verlängerung der Schließung der Banken, denn es macht für einen Sparer/Kontoinhaber keinen Unterschied, ob die Bank geschlossen hat oder offen ist und ich mein Geld trotzdem nicht bekomme.

Ich empfehle den Zyprern: Austritt aus der EU, Einführung der eigenen Währung, Abwertung der eigenen Währung, den Gürtel enger schnallen und dabei unabhängig bleiben.

Trennt euch

endlich von diesem weltzersörenden Kapitalismus. Die Rückkehr zur Sozialen Marktwirtschaft ist zwingend notwendig. Was helfen uns Gesetze wenn sie mit Geld immer wieder umgangen werden. Es ist doch so das jeder nur noch für sich selbst denkt und Macht auch dazu missbraucht. Es sind eben nun mal Miliarden von Menschen auf diesem Planeten. Da sollte jeder auf jeden ein bischen Rücksicht nehmen, ansonsten wird alles im Chaos enden. Die Führer dieser Welt sind überfordert.

Von Island lernen, heißt Problem im Sinne der Bevölkerung lösen

Banken konkurs gehen lassen, teilen und verstaatlichen. Es haften Inhaber der Banken und vermögende Großkunden und der Bevölkerung werden die Spareinlagen ausgezahlt.
Model Island ist erprobt und funktioniert.

Jetzt kommt also doch der Schäuble Vorschlag!

Die Zwangsabgabe nur für Konten ab 100.000 Euro aufwärts, das war der deutsche Vorschlag vor gut einer Woche.
DAS hätte man alles viel schneller und einfacher haben können!
Nachdem auch der Zugriff auf die Rentenkasse nach dem Einspruch unter anderem durch Merkel wieder vom Tisch ist läuft es fast komplett auf den ursprünglichen Vorschlag der deutschen Regierung hinaus.
Wie schon der ARD Korrepndent ARD-Korrespondent Rolf-Dieter Krause mehrfach in Tagesschau und Mittagsmagazin berichtet hat waren es die Ziprioten selbst zusammen mit der EZB und IWF die unbedingt ALLE Konten in die Abgabe einbeziehen wollten und Schäuble übetrstimt hatten.
Jetzt sind wir also wieder dort wo man vor gut einer Woche schon einmal war!

Diese zypriotische Regierung kann niemand verstehen!!

Es ist schon erstaunlich ein

Es ist schon erstaunlich ein Bankenkollaps in einem Euroland ist mal wieder abzuwenden und die Edelmetalle duempeln so vor sich hin. Erstaunlich wie erfolgreich London und New York mit ungedeckten Leerverkaeufen die Metallpreise im Angesicht des Kollaps druecken koennen. Mal sehen wie lange noch. Dieses Fiat Finanz System wird uns bald um die Ohren fliegen das steht ueberall mit Grossbuchstaben and der Wand geschrieben. Man kann sich nur noch in Ekel von diesem bunten Europapier und Europolitik abwenden.

Wer sein Geld nach alldem noch diesen Pleitebanken anvertraut, dem ist nicht zu helfen.

Kapitalkontrollen und direkte Konfizierung von Eigentum was kommt denn noch so ?

Ein wenig erinnert das

Ein wenig erinnert das Spielgeldeurobankenbezahlspiel ja an die Unterweltstrafen der griechischen Sagenwelt, denn dort müssen beispielsweise die Delinquenten immerzu ein löchriges Faß füllen; und so geht man auch beim Spielgeldeurobankenbezahlspiel zu Werke: Immer wenn ein Spielgeldeuroland zahlungsunfähig ist gewährt man ihm neue Kredite, unter der Auflage ein wenig zu sparen, die Steuern zu erhöhen und Staatsbesitz zu verkaufen; also Maßnahmen, die vor Eintritt der Zahlungsunfähigkeit hätten helfen können, aber nicht danach und so verlagert man hier allenfalls die privaten Bankenschulden auf den Staat.
Einzig und allein ein Staatsbankrott, bei dem man ja die alten Schulden auch nur zinsfrei stellen und die Rückzahlung nach Kassenlage vereinbaren könnte, damit die Abschreibungen keinen Dominoeffekt auslösen, vermag hier zu helfen; denn die bankrotten Länder können die Schuldenlast eben nicht mehr tragen und wenn man ihnen nun neues Geld leiht wird man bloß mit in den Abgrund gezogen.

Fortschritte?

Das Ultimatum läuft- entweder ihr tanzt nach unserer Pfeife oder ihr geht Baden...
sehr demokratisch ein Vorbild für die ganze Welt-
...ob sich die EU Politiker schon einmal überlegt haben welches Signal sie an die Welt senden?
Stück für Stück werden die EU Volkswirtschaften demontiert- die Bevölkerung an die
Zinseszinsleine genommen und von Banken fremdbestimmt.
Ein wirkliches Lehrstück für Demokratie- nun können die Völker der Welt lernen wie
Demokratie wirklich funktioniert- Eine Gruppe diktiert die andere muss gehorchen.
Das ganze erinnert an längst vergangene Tage damals nannte sich der Imperialismus
Pax Romana!

Armes Zypern so oder so

Ich bleibe dabei

das ursprüngliche Konzept der Zwangsabgabe war besser als alles, was danach kam. Jetzt 20% von einer ausgewählten Bank einzuziehen und dafür die anderen Banken fast und alles unter 100k komplett zu verschonen, scheint mir recht willkürlich. Ist es wirklich zuviel verlangt, wenn jeder einen KLEINEN Beitrag leistet, um die Krise abzuwenden? Zwar hat der Otto-Normal-Zyprer die Misere nicht verschuldet, aber ihm droht doch erheblicher Schaden, im Zweifelsfall der Verlust aller Ersparnisse. Eine Gesellschaft kann mit so egoistischem und kurzsichtigen Denken nicht funktionieren.

Ja, das Projekt Europa

Ja, das Projekt Europa zumindest als Währung ist am Ende. Europa als Zuammenkunft der Nationen hinsichtlich gemeinsam gültiger Gesetze gerät durch die Währung in die krise.

Es kann nur schlimmer werden, denn das ist der einzige Druck, auf die Politiker, die nicht EINSEHEN , was Realität ist und was Ideologie bis Heilsglaube ist.

Allein der Spruch von Frau Schawan, den ich immer noch im Ohr habe (bei Anne Will Talk): sinngemäß, es wäre realiätsfremd zu glauben, man könne den Südländern NICHT helfen, MIT deren Euroaustritt. (Wie kann man ihnen MIT Euro helfen???)

Ja ok, Deutschland sollte austreten, DANN hätte sie Realiätsbewusstsein.-

20 %

Das sind schon fast Enteignungen.

@ Werweisswas

Recht haben Sie mit Ihrem Kommentar. Raus aus dem Euro und die eigene Währung abwerten sind die einzigst vernünftigen und dauerhaften Maßnahmen für Zypern.
Dann kleinere Brötchen backen dafür aber seine Würde behalten und nicht an überbezahlte und realitätsfremde EU-Beamte verkaufen.

Meine Oma hatte immer den Spruch " Junge stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin... "

heute kann man sagen " Wir haben EU und keiner will es haben ... "

Ganz einfach

Die Finanzblase funktioniert nicht in Zypern...., also Gelder zu 50 % besteuern, die aus dem Ausland kommen.
Dann schwimmt Zypern im Geld....
Egal ob Engländer (schwarz Gelder)oder Russen (schwarz Gelder)

Der Wahnsinn geht weiter

Wann bettelt das nächste EU Land/Banken um Hilfe?

Wann sind die Milliarden für Zypern aufgebraucht?

Wann ist dieser Wahnsinn zuende?

Frage: Warum 20% bei nur einer Bank?

Irgendwie verstehe ich das nicht. Ist diese Bank was besonderes? Haben dort alle bösen Kunden ihr Konto? Oder will man durch diese Mischkalkulation vielleicht die 4%-Kunden behalten und die Bank, die sowieso abgewickelt wird, stark belasten - dort vierliert man die Kunden ja sowieso?

Wäre das letztere der Fall dann wäre das schon ein starkes Stück.

Problematisch

ist die einseitige Belastung von Kunden einer einzigen Bank aus Gründen der Gerechtigkeit. Besser hätte ich gefunden, wenn man die Kosten auf mehrere Schultern verteilt. Ein Beispiel: Kunde X besitzt bei Bank A und bei Bank B jeweils 90.000 Euro, Kunde Y nur bei Bank A 100.000 Euro. Obwohl also X vermögender ist als Y zahlt er deutlich weniger. Eventuell ist aber genau das in Zypern oder sogar nach EU-Recht anfechtbar.
Abgesehen davon ist es fair, diejenigen zur Kasse zu bitten, die bisher von den Banken am meisten profitiert haben. Wer die EU hierfür angreift, handelt inkonsequent. Denn mir liegt noch der Aufschrei in den Ohren, wir Steuerzahler müssten für Pleitestaaten geradestehen. Zudem hat ich Zypern trotz aller Warnungen selbst in das Problem hineingeritten. Daher habe ich null Verständnis für diejenigen, die es Zypern nicht zumuten wollen, ein Drittel des Rettungsfonds selbst zu finanzieren.

23. März 2013 - 21:20 — Commentator

Wie ist dieser Kommentar gemeint?

So wie die Politik derzeit versucht Europa zu formen, gebe ich Ihnen recht.

Aber die Idee eines geeinten, freien und fairen Europa lebt immer noch, nur darf man es nicht zu einer marktkonformen Demokratur verformen.

Es wäre an der Zeit, dass sich die Politik überlegt, wie sie Europa auf eine demokratische, nicht nur für das Kapital vorteilhafte Basis stellt.

Eigentlich müsste es einen

Eigentlich müsste es einen weltweiten System/Finanzcrash geben, bei dem alle Währungen, alle Werte (auf Papier) vernichtet werden.
Das wäre die HEILUNG.

Dann muss man ein anderes System aufbauen, eine andere Form des Ziels anstatt dieses wuchernde Krebsgeschwür "Wachstumspolitik".

@Commentator

Das hat nichts mit "Europa" zu tun. Alle Staaten weltweit sind massiv verschuldet. Auch Deutschland.

Das Problem liegt nicht an Europa, sondern an Politikern, die nicht richtig die Steuern der Superreichen eintreiben und Geld sinnlos verpulvern. Diese 2 Probleme herrschen auch in Deutschland.

Dass Vermögen > 100.000 Euro jetzt quasi besteuert wird, ist sinnvoll. Besser wäre es allerdings, Vermögen erst ab 1 Mio Euro zu besteuern - und zwar noch höher!

funktioniert nicht !

Wann hat es endlich auch der Letzte in der Politik (und in der Bevölkerung) kapiert, daß die Gleichschaltung Europas SO nicht zu machen ist ?
Je eher das akzeptiert wird, desto geringer der Schaden.
Und umgekehrt !
Der Euro und das "geeinte" Europa ist eine schöne Wunschvorstellung - aber damit hat es sich auch schon.
Die EU - und unsere Bundesregierung - haben sich dermaßen ins Abseits manövriert, daß ein Ausstieg aus der ganzen Misere als nicht mehr machbar verkauft wird !
HOFFENTLICH wird dem Treiben im Herbst Einhalt geboten.

@ 23:10 — Gandhismus

Zitat:
"Eigentlich müsste es einen weltweiten System/Finanzcrash geben, bei dem alle Währungen, alle Werte (auf Papier) vernichtet werden.
Das wäre die HEILUNG."

Dann würden zunächst einige Millionen Menschen (mehr) elendig verhungern, in Folge käme es zu Kriegen und die Infrastrukturen unzähliger Länder würden zusammenbrechen. Aber bitte, nennen sie es Heilung.

Ich halte ihren Gedanken bestenfalls für unbedarft. Die Steigerungen davon soll sich jeder dazudenken.

@Gandhismus

"Ja, das Projekt Europa zumindest als Währung ist am Ende."

Käse. Als es drum ging, dass die EZB Schrottpapiere aufkauft und den Finanzmarkt mit Geld flutet, war Inflation die größte Sorge. Der Teufel wurde an die Wand gemalt. Und sonst lese ich hier auch fast jeden Tag, wie furchtbar es doch ist, dass die "Inflation" von 2-3% bei den derzeit niedrigen Zinsen unsere Ersparnisse auffrisst. TROTZDEM soll ausgerechnet Euro-Austritt und Abwertung (also das, wovor WIR am meisten Angst haben) den Südländern das Heil bringen. Die Zyprioten, die noch nichtmal 7% von ihrem Geld abgeben wollten, wünschen sich garantiert nicht ihre Windelweich-Währung zurück.

Preisstabilität und niedrige Inflation ist für den einfachen Bürger immernoch das beste. Der Euro verhindert, dass die Regierungen eben nicht mehr Geld nachdrucken können, wie sie es gerade brauchen und damit schleichend ihre Bürger enteignen. Haushaltsdiziplin ist angesagt.

@21:21 — Werweisswas

"Ich empfehle den Zyprern: Austritt aus der EU, Einführung der eigenen Währung, Abwertung der eigenen Währung, ..."

Ein Aufschrei ging durch Zypern, als die Bürger 7-10% ihrer Ersparnisse abgeben sollten. Und Sie glauben allen Ernstes, dass die selben Bürger eine eigene Währung wollen, die dann abgewertet wird???

@ 0:01 — cowboy8

Das Lustige dabei ist, daß die Zyprer diese 7% schon als Mehrzinz im Vergleich zu Deutschen Sparern in etw 2 Jahren bekommen haben.
D.h. in einer Deutschen Bank 2010 angelegtes Geld (Jahresfestzins) kommt heute auf einen Gesamtbetrag (incl. Zinsen), der 7% unter dem einer Zyprischen Bankanlage liegen würde!
Da sieht man, wie gnadenlos überzogen das Inselbanksystem ist und wie dumm und unsolidarisch sich die Zyprer nicht nur in den letzten Tagen verhalten haben.

Ich würde die pleite gehen lassen. Dann wüßte man, wie das ist, wenn ein Euroland den Bankrott erklären muß und vielleicht wäre das ein Signal an andere Südländer. Ich glaube nicht an eine Ansteckungsgefahr in die andere Richtung, sondern ehe auf eine Kenntnisnahme der eigenen Verantwortung.

@0:01 — cowboy8

Schmerzhafte Entscheidungen müssen die Zyprer sowieso machen. Langsam setzt sich diese Erkenntnis auch bei den Zyprern durch.
Aber es ist besser, sich nicht einer Troika und einer EU vollständig auszuliefern und so faktisch zu einer Kolonie Brüssels zu werden, sondern vielmehr das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen und die nötigen Entscheidungen selbst zu treffen.

eine frage

wer erhaelt eigentlich die knapp 6 mrd. euro, die zypern aufbringen soll, um wiederum geld zu erhalten, dass sie dann auch wieder irgendwann zurueckzahlen sollen?

wo landen die 6 mrd., da wo auch schon die anderen milliarden der europaeischen steuerzahler gelandet sind?

nach mehreren stationen auf den nummernkonten der steueroasen, die nicht derartig angegangen werden wie zypern?

Taktik

War es eventuell auch nur Taktik, erst einmal einen Vorschlag vorzulegen, der alle Einlagen heranziehen will, um dann, den zypriotischen Volk auf den Barrikaden stehend, gutmütig zuzusprechen, dass dann doch nur 100.000+ herangezogen wird.

Etwas kritisch finde ich auch, dass überwiegend eine Bank herangezogen werden soll. Das bietet Ansatzpunkte für Klagen. Es stellt sich auch die Frage, weshalb die anderen Banken nicht herangezogen werden sollen. Haben die keine Probleme? Oder haben da zyprische Politiker oder Unterstützer der Politiker ihr Geld untergebracht?

Bernd1, 21:50 - Klärungsbedarf

Gehe ich recht in der Annahme, dass der "ARD Korrepndent" (sic!) berichtet hat, Bundesfinanzminister Schäuble sei "übetrstimt" (sic!) worden, als er den weniger betuchten "Ziprioten" (sic!) die Zwangsabgabe ersparen wollte?

@Werweisswas

Ich empfehle den Zyprern: Austritt aus der EU, Einführung der eigenen Währung, Abwertung der eigenen Währung, ...

Das wäre wirtschaftlicher Selbstmord. Die großen Banken des Landes sind insolvent und bleiben insolvent, egal in welcher Währung. Das Problem ist hier jedenfalls nicht der Euro, gegen den manche Leute ihre sinnlose Wut richten.

@ 0:22 — Werweisswas

Zitat:
"Aber es ist besser, sich nicht einer Troika und einer EU vollständig auszuliefern und so faktisch zu einer Kolonie Brüssels zu werden, sondern vielmehr das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen und die nötigen Entscheidungen selbst zu treffen."

Z.B. die eigene Rentenkasse zu plündern? Genau davor hat die Troika Zyprische Rentner, auch zukünftige, bewahrt. Das eigentlich Tragische ist vielmehr, dass die Zyprer sich selbst ausgeliefert sind.

Ceterum censeo: lasst Zypern ruhig pleite gehen. Dann sehen wir mal, wie das ist und andere Südländer strengen sich vielleicht aus Frucht mehr an.

Da bietet ihnen jemand 10 Mrd Euro an und die malen als Dankeschön Hitlerbärtchen. So geht's nicht. Oder sind die einfach unzurechnungsfähig?

@Abydos

wer erhaelt eigentlich die knapp 6 mrd. euro, die zypern aufbringen soll, um wiederum geld zu erhalten, dass sie dann auch wieder irgendwann zurueckzahlen sollen?

Tja, wer wohl? Die Sondersteuer nimmt der zyprische Staat ein. Die Einnahmen werden im Staatshaushalt eingebucht und sind dringed notwendig die Staatsausgaben zu decken. Sonst ist der Staat bankrott.

Hier tanzt der Bär

Europa ein Spielcasino. Laut Stoiber ist das nur ein Windhauch, wenn sich Bürger gegen diesen Eurowahnsinn wehren. Das nenne ich Mißachtung der europäischen Völker.Da kann man nur sagen mit dem Kopf durch die Wand. Ich hoffe, dass mal ein Land den Anfang macht den Eurowahnsinn der Politiker zu beenden.

@Werweisswas

Ich empfehle den Zyprern: Austritt aus der EU, Einführung der eigenen Währung, Abwertung der eigenen Währung, den Gürtel enger schnallen und dabei unabhängig bleiben.

Vielleicht sollten Sie sich mal mit den Grundprinzipien der Volkswirtschaftslehre vertraut machen. Ein Land kann seine Währung nicht einfach abwerten, selbst wenn es wollte. Währungen werden schließlich gehandelt.

Außerdem kommt eine starke Abwertung einer Landeswährung einem wirtschaftlichen Selbstmord gleich. Sie könnten von jetzt auf gleich keine Güter und Rohstoffe mehr importieren, weil sie sie nicht bezahlen könnten. Wenn Sie Güter zum exportieren hätten, würden sie auf dem Weltmarkt verschleudert werden. Ihre restliche Wirtschaftskraft würde verpuffen. Das hält kein Land durch.

@ Michel D.

"Wann bettelt das nächste Land der EU um Hilfe?"

Die Ungarn verhandeln schon und Slowenien steht bereits auf der Matte.
Es werden nicht die Letzten sein.

@Bankangestellter

Es ist volkswirtschaftlich schon in Ordnung, was ich gesagt hab. Und moralisch. Und menschlich. Und freiheitlich. Und demokratisch. Und und und

Was aber die Eu und die Troika machen, ist dies alles nicht.

@Bankangestellter - gegenüber Usern

"Vielleicht sollten Sie sich mal mit den Grundprinzipien der Volkswirtschaftslehre vertraut machen. Ein Land kann seine Währung nicht einfach abwerten, selbst wenn es wollte. Währungen werden schließlich gehandelt."

Das rate ich Ihnen auch, denn sonst wüßten Sie, dass man schon gezielt einen niedrigen Kurs verfolgen kann. Die Wortklauberei bezüglich des "abwerten" war nicht nötig.
Aber als Banker sollten Sie vor allem mit dem isländischen Modell vertraut sein, welches hier Anwendung finden könnte und was vor allem mit dem Euro und sicher mehr im Sinne der Bevölkerung Zyperns funktionieren würde.

Wenn man einer Dame mit echtem Doktortitel auf diesem Gebiet trauen kann, der auch noch relativ frisch ist, dann empfehle ich gerade den verkauforientierten Bankangestellten von heute folgende Lektüre:
http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/1563.zypern-braucht-plan-c-oh...

Zufallsgenerator?!

.
Bei einer vergleichbaren Situation in Deutschland wäre ich durchaus bereit, meinen Teil zu einer Rettung des Staates beizutragen, auch durch eine Zwangsabgabe.
Immerhin zahlen wir hier ja auch den Solidaritätszuschlag - und zwar JEDES Jahr!

Und wenn dieser Beitrag dann im Endeffekt nur die Zinsen der letzten drei oder vier Jahre auf mein Vermögen ausmachte, also das Kapital selbst überhaupt nicht angreift: Umso besser.
Und wenn ich aus Gier das Geld erst vor kurzer Zeit aus Taka-Tuka-Land hierher gebracht hätte, weil ich hier sieben Prozent Rendite erziele, war ich eben zu doof, die Regel, dass das Risiko mit der Rendite korrespondiert, zu beachten ...

ABER:

Wenn diese Abgabe völlig willkürlich zufällig nur meine Bank und die Commerzbank beträfe, die Deutsche Bank und die Sparkasse nicht und die Volksbank nur zur Hälfte:

Dann würde ich in der Wahl meiner Gegenwehrmittel auch eher sehr willkürlich werden.

@0:22 — Werweisswas

"Aber es ist besser, sich nicht einer Troika und einer EU vollständig auszuliefern (...), sondern vielmehr das eigene Schicksal in die Hand zu nehmen und die nötigen Entscheidungen selbst zu treffen."

Klingt zwar echt Braveheart-mäßig, geht aber voll daneben. Genau das hat die EU doch verlangt: Nehmt Euer Schicksal selbst in die Hand und bringt 6 Mrd. selbst auf. Sein Scherflein beisteuern wollte aber keiner. Nochmal: Wer nicht auf 6% seines Barvermögens verzichten will, damit sein Land nicht bankrott geht, dem geht's nicht um Freiheit, sondern ums Geld.

@2:51 — cowboy8

"Genau das hat die EU doch verlangt: Nehmt Euer Schicksal selbst in die Hand und bringt 6 Mrd. selbst auf. Sein Scherflein beisteuern wollte aber keiner."

Was die Troika gemacht hat, nämlich urplötzlich jeden Bürger Zyperns teilweise enteignen wollen, hat die Zyprer wie ein Hammer getroffen. Es war etwas nie Dagewesenes sogar in der Geschichte der EU und empört auch Teile der deutschen Bevölkerung.

Wenn es aber ums Überleben und die eigene Existenz geht, werden die Zyprer ganz bestimmt zu Opfern bereit sein und näher zusammen rücken.

Wussten Sie eigentlich, dass die Griechen im Balkanfeldzug 1940 den deutschen Angreifern viel erbitterter Widerstand geleistet haben als beispielsweise die Franzosen? Zyprer sind auch Griechen. Und nicht umsonst erfährt die Troika aus Griechenland schon seit Jahren die größte Gegenwehr, wenn es um "demokratische Hilfspakete" aus Brüssel geht.

@cowboy8

Mit Braveheart liegen Sie also gar nicht so daneben.

@bernd1

"Jetzt kommt also doch der Schäuble Vorschlag!"

falsch! schlicht und einfach nicht korrekt. und das zum wiederholten male.

nun muss ich mich auch wiederholen.
tagesschau.de vom 16.03.2013:
hxxp://www.tagesschau.de/wirtschaft/eurogruppe-zypern106.html
und
tagesschau.de vom 16.03.2013:
hxxp://www.tagesschau.de/wirtschaft/zypern-hilfspaket102.html

auszug wörtlich:
Schäuble verteidigte die Beteiligung der Bankkunden: "Wir müssen im Sinne einer fairen Lastenteilung Eigentümer, Gläubiger und Einleger an den Kosten der Banken beteiligen."

nirgends ist hier von einer 100.000,- €-untergrenze schäubles zu lesen!
das einzige, was rolf-dieter krause zu schäuble sagte (19.03.2013) war, dass der finanzminister sich nicht klar ausdrückte!
was wollen sie uns also mit den permanenten wiederholungen sagen?

Darstellung: