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Gewöhnung

Langsam gewöhnen wir uns: Brunnen bauen in Afghanistan, Feldlazarette führen im Kongo, malischen Streitkräften beibringen, "die Folgen von Sprengkörpern und allen Dingen, die während der Kämpfe im Norden Malis stattfanden, selber beseitigen zu können" (1).

Das sind nur einige Auslandseinsätze, mit denen Deutschland heute humanitäre Hilfe und Hilfe zum Wiederaufbau leistet.

Und für Merkels de Maizière bestehen angeblich "keine Tabus" für neue Auslandseinsätze, "auch wenn unsere unmittelbaren nationalen Sicherheitsinteressen auf den ersten Blick nicht berührt sein mögen". (2)

Dabei erfolgen die Einsätze künftig durch eine Berufs- und Freiwilligenarmee - und damit ohne das frühere Korrektiv besorgter Eltern Wehrpflichtiger.
Und bald wohl auch mit ferngesteuerter Kampfdrohnen - fast "virtuell", könnte man meinen.

Die Nachkriegsgeneration stirbt aus.
Und wir gewöhnen uns täglich mehr.

(1) tagesschau.de/ausland/mali-ausbilder100.html
(2) de.wikipedia.org/wiki/Thomas_de_Maizi%C3%A8re

Wers glaubt ...

... 450 Ausbilder - also Elitesoldaten ...

Humanitäre Hilfe - wie immer ...

nicht so nachhaltig

" Denn das französische Eingreifen in den Krieg war nicht so erfolgreich und vor allem nicht so nachhaltig wie zuerst angenommen. " (Aus dem Artikel)
- Wer hatte denn erwartet dass es nachhaltig wäre ...

Nachhaltig destabilisierend für die gesamte Region wäre es sicherlich, den Krieg in Syrien mit Waffen zu unterstützen. Nun hat man Russland endlich gegen Assad im Boot, das könnte man dann auch wieder aufgeben.

Militärausbilder?

Ich bin seit Afghanistan doch sehr misstrauisch bei solchen Einsätzen, ich glaube nicht, dass es bei der Ausbildung bleibt, die kommt wahrscheinlich sowieso zu spät.

Ja, die haben ausgerechnet Militärausbilder nötig.

Wikipedia/Mali/Bildung: „47 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter (7 bis 15 Jahre) besuchten im Jahr 2003 tatsächlich die Schule. Allerdings sind 74 Prozent aller mindestens 15 Jahre alten Personen Analphabeten (auch durch den früher geringeren Anteil des Schulbesuchs)“

Ja, die Menschen in Mali haben ausgerechnet Militärausbilder nötig.

Militärhilfe? Bitte nur gegen Vorbehalt!!!!!!!!

Gerade wurde der Putschist Kapitän Sanogo als Reformer der Armee eingesetzt und somit der Bock zum Gärtner gemacht! Bevor diese zutiefst korrupte und unfähige Armee mit Beratern versorgt wird, muss sie erst einmal von den schlimmsten Geschwüren befreit werden! Das bedeutet, dass alle ehemaligen Putschisten wie Sanogo und Co. aus der Armee und der derzeitigen Regierung ausgeschlossen werden müssen! Die Europäer sollten auf klare Verhältnisse drängen, oder sich zurückziehen! Eine weitere Militärdiktatur zu unterstützen macht jedenfalls keinen Sinn! Derzeit regiert in Bamako ein Wolf im Schafspelz! Dies ist auch der Grund, warum die Partner Malis aus der CEDEAO keine Lust haben wirklich in Mali aktiv zu werden, sie durchschauen die Machenschaften der Junta und haben keine Lust für diese korrupten Verbrecher die Kartoffeln aus dem Feuer zu holen.

So mancher lange Krieg .....

... begann mit der Entsendung von Militärausbildern und Militärberatern.

Hat es in Vietnam nicht auch mal so angefangen ?

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