Kommentare

Von Fall zu Fall

In den meisten Fällen ist das Durchfallen schlecht. Der Schüler war evtl. faul, weil er keine Freunde hatte oder aber an der falschen Schule war. Er ist im Wiederholungsjahr garantiert nicht fleißiger.Ein Wechsel der Lerngruppe kann bei einem anderen Schüler evtl. helfen. Dazu muss er allerdings nicht unbedingt wiederholen! Trotzdem gibt es Fälle, in denen psychische Nachreifung erforderlich wäre, z. B. bei Kindern, die zu früh in die Schule kamen oder die krank waren oder bei denen es familiäre Belastungen gab. In solchen Fällen kann eine Zurückstufung in die Klassenstufe darunter segensreich sein. Man muss das von Fall zu Fall genau abwägen. Eine völlige Abschaffung ist nicht nötig. Ein undiskutiertes "Sitzenbleiben" bei einem schlechten Notenschnitt ist unsinnig. Soweit ich weiß, wird diese archaische Methode aber ohnehin nur noch äußerst selten praktiziert. Oftmals wiederholen Schüler freiwillig. Diese Möglichkeit sollte auch erhalten bleiben!

Richtiger Ansatz

Den Ansatz finde ich richtig, sofern er konsequent durchgeführt wird.

Mit "konsequent" meine ich allerdings weniger die strikte Ablehnung von "Ehrenrunden", sondern das dann uneingeschränkt verfügbare Förderangebote eingerichtet werden, um den betroffenen Schülern den wieder-Anschluss an den allgemeinen Lernstand zu ermöglichen.

Wer komplett dagegen ist sollte mal erklären, was der Vorteil daran ist, wenn Schüler in der Ehrenrunde 90% Langeweile in Fächern die sie bereits gelernt haben mit 10% Trotzreaktion in ihrem Problemfach verbinden.

Sitzenbleiben ...

... war immer schon ein beliebtes Druckmittel und Disziplinierungsinstrument überforderter Pädagogen und nicht nur die Konsequenz schlechter Zensuren.

Dies hört sich wie Polemik an, gibt aber meine Erfahrung mit bestimmten Kollegen aus meiner aktiven Lehrerzeit wider.

Die Abschaffung ist allein deshalb überfällig. Nur so entsteht der Zwang zum Umdenken in Richtung individuelle Förderung.

Mit Nestbeschmutzung hat das nichts zu tun.

Rasante Zunahme von Frühverrentung und dauerkranken Lehrern.

Das zitierte Hamburg ist ja eher ein abschreckendes Beispiel. Nachdem in der Schwarz-grünen Koalition zwei Jahre lang eine grüne Schulsenatorin gewütet hatte, wurde ihr in einer Volksabstimmung eine deutliche Abfuhr für ihre Pläne erteilt. Die Koalition zerbrach, schließlich wurde Olaf Scholz (SPD) mit absoluter Mehrheit Bürgermeister. Der verordnete erst mal schulpolitische Friedhofsruhe ("Schulfrieden"), hielt sich aber nicht dran. Sein Schulsenator Rabe verordnete u.a. den Grundschülern eine "vereinfachte" Schrift, wie sie bisher nur Lernbehinderten in Sonderschulen gelehrt wurde, dann gab es einen Bonus von einer Note für alle Schüler/innen, die es aus der Stadtteilschule in eine Oberstufe schafften (Stadtteilschule ist die Hamburger Form der Restschule neben dem Gymnasium), und schließlich wurde die "Inklusion" als Sparmodell eingeführt: alle früheren Sonderschüler/innen haben jetzt freien Zugang zur Regelschulen ohne entsprechende Unterstützung der Schulen. Folgen: siehe oben.

Heißt dass ich muss nur dafür

Heißt dass ich muss nur dafür sorgen, dass meine Kinder irgendwie auf ein Gymnasium kommen, und schon haben sie ihr Abitur in der Tasche?
Na das wird die Universitäten ja freuen.

Was heißt hier verschwendete Lern und Lebenszeit?
Manche Kinder sind einfach noch nicht reif genug und brauchen mehr Zeit.
Aber wir wollen ja dass es immer schneller geht, am besten mit 5 Früheingeschult, dann nach 12 Jahren das Abitur, schnell noch nen Bachelor und dann mit 20, oder mit 22 nach nem Master in den Job, dann schaft man auch die 40 Jahre Rentenversicherung. Was unsere Firmen allerdings mit diesen Mitarbeitern dann anfangen sollen, dass ist was anderes.

Man soll Kinder fördern, aber nicht um jeden Preis mitshleppen.

realitätsfremd

Das ist so billig, was PSD+Grüne hier sagen: "Sitzenbleiben durch individuelle Förderung überflüssig" machen.

Das heißt: die Dummen werden individuell gefördert, die Guten müssen sehen wo sie bleiben. Anstatt einen Zweierschüler auch so individuell zu fördern, dass er zur "Elite" aufschließen kann, werden die Anstrengungen auf das Ende verlagert.

Das heißt: Ich schicke meinen Hauptschüler (SPD/Grüne: Elternwille soll zählen) auf das Gymnasium, dort fällt er durch und bekommt deswegen individuelle Förderung. Der begabte Schüler bekommt nichts.

Das ist für den Bildungsstandort Deutschland verheerend, weil auch da das Geld nicht endlos da ist - das wird ja momentan auch für die Inklusion gebraucht.

Endlich vernünftige Bildungspolitik aus Bayern

Da muss ich doch zum ersten Mal den erzkonservativen bayrischen Bildungspolitikern zustimmen. Diese Schnapsidee zeugt von völliger Unkenntnis der Sachlage. Und Gesamtschulen können da auch kein Maßstab sein. 60% eines Schülerjahrgangs gehen ans Gymnasium, und wer da nicht mithalten kann, darf entweder sitzenbleiben oder muss die Schule verlassen. Kostenlose Nachhilfeprogramme sind da reine Augenwischerei, für echte individuelle Förderung bräuchten die Schulen erheblich mehr Personal und Platz. Mal ganz davon abgesehen, dass vielen Schülern, nicht zuletzt durch mangelhafte Vorschulbildung und unausgegorene Ganztagskonzepte, die nötige Reife oder die nötige Zeit und Ausdauer fehlt, um jahrelang verpassten Schulstoff an einem Nachmittag in der Woche aufzuholen. Rot-Grün versucht da mit billigstem Populismus die Schülerzahlen zu senken und Lehrer einzusparen.

Standards

Man schraubt die Anforderungen eben soweit runter, bis auch der bildungsfernste durchgekommen ist.
Vom "Dichter-und-Denker-Staat" zum Volk der Blöden.
Schaue ich mir Abiturienten des 21. Jahrhunderts an, die keinen fehlerfreien Satz mehr herausbringen, gruselt es mich.

Dahinter steckt seit langem Methode.

Armes Bildungssystem bei uns

ist nicht zu übersehen. Unqualifiziertes Lehrpersonal, mangelnde Leistuneg unserer Schüler zeigen den Notstand. Ein Drittklässler kann zwar sein Handy bedienen aber keinen leserlichen Geburtstagsgruß den Großeltern schreiben. Ich hoffe nur, dass sich nach dem Abgang der bisherigen Bildungsministerin hier endlich eine Wende zum Positiven zeigt.

Knappe 4

4, setzen!
Der Autor hätte sich einmal umtun können, wie andere Länder in Europa Sitzenbleiben regeln. Das gibt es in kaum noch einem Land! Auch Pisa - Champion Finnland kommt ohne Sitzenbleiben zurecht. Ein Jahr wiederholen kostet das Bildungssystem pro Schüler im Schnitt 10.000€. Ein Teil davon würde für Präventions- und Fördermaßnahmen genügen, um Sitzenbleiben zu vermeiden.

Na fantastisch.

Darauf habe ich gewartet. Damit zukünftig noch mehr Vollidioten umherlaufen. Wenn die schulischen Leistungen sowieso keine Rolle mehr spielen dann kann man doch gleich die Schulpflicht abschaffen. Wofür Massen an Vollpfosten durchs Schulsystem schleusen wenn das Ergebnis schon feststeht. Dann kann man das Abitur zum Grundrecht erklären und auf den restlichen Quatsch verzichten. "Herzlichen Glückwunsch, es ist ein Sohn. Hier die Geburtsurkunde und die Immatrikulationsbescheinigung für die Uni Bayreuth."

Pragmatismus statt Ideologie

Sowohl die sich selbst als "fortschrittlich" betrachtenden roten und grünen Politiker, als auch die als konservativ betrachteten schwarzen und gelben Politiker, sollte alle ideologischen Scheuklappen ablegen, und pragmatische Lösungsversuche zulassen.

Den Schülern kostenlose Angebote zur individuellen Förderung in schwiergen Fächern (wie etwa Physik) anzubieten, kann sicherlich hilfreich sein.

Wenn Schüler aber trotz ihnen kostenlos angebotener Zusatzförderung immer noch nur mangelhafte Leistungen bringen, dann gibt es zu einem Schulwechsel oder zum Sitzenbleiben wohl keine Alternative.

Vielleicht sollte man den Schülern auch einfach mehr Wochenstunden Zeit geben, sich mit dem Unterrichtsstoff aus den oft schwierigen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern zu beschäftigen.

Dafür müßte man dann eventuell weniger schwierige und weniger wichtige Fächer (wie etwa Musik, Kunst, Sport, Religion, Philosophie, Politik, Soziologie, Geschichte, Erdkunde, Latein) kürzen oder steichen.

Vollkommener Blödsinn!

Was für ein tolles Märchen wird den Leuten da aufgetischt? Erzieht und bildet man so junge Menschen in einer Leistungsgesellschaft aus, indem man dieser "Zukunft unseres Landes" den Leistungsdruck abnimmt? Diese Menschen versagen doch dann komplett im Arbeitsleben oder schon vorher im Studium!?!

Aber was sag ich: SPD und Grüne eben... wir haben uns doch alle lieb!

Typischer bildungspoitischer Unsinn!

Das abschaffen des "Sitzenbleibens" auf Teufel komm raus ist vollkommener Unsinn.
Was haben Schüler davon wenn sie mit ins höhere Schuljahr oder sogar höhere Schulsystem aufrücken und dann im Folgejahr gar nicht mehr mitkommen?
Die betroffenen Schüler sind endgültig frustriert und verweigern vollkommen und die anderen Schüler leiden mit darunter weil sie von den schlechter lernenden aufgehalten werden.

Die SPD ist hier mal wieder dabei unser Schulsystem weiter in Grund und Boden zu fahren und leider mal wieder zu Lasten der Schüler!

Es gibt schon Gründe warum Schüler aus Ländern wie Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg bei allen Vergleichstests vorne sind!

Aber so lange SPD Politiker wie Beck und Wowereit bei den Föderalismusreformen die dort von CDU-Politikern wie Schavan, Merkel, Koch, Rüttgers und anderen geforderte einheitliche bundesweite Bildung ablehnen werden weiter Schüler, Eltern und Lehrer unter diesem Übel leiden müssen!

Dann muss man gar nichts mehr für die Schule tun!

Die Forderung nach mehr individueller Förderung gibt es schon seit Jahrzehnten. Fakt ist auch, dass besonders die Länder mit Gesamtschule eine schlechte PISA Bewertung haben. Weshalb begibt man sich immer wieder auf den gleichen Weg nach geringerem Standard in der Bildungspolitik? Glaubt man denn wirklich, dass ein Schüler ein ganzes Jahr einfach so im nächsten Schuljahr aufholt und in der Lage ist mit der Klasse mitzuhalten? Wenn es keine Mindeststandards für das Erreichen der nächsten Klasse mehr gibt, dann müssen sich die Schüler auch nicht mehr anstrengen. Denn m.E. fällt das Lernen den meisten Menschen eher schwer. Man sitzt eher am Rechner und beschäftigt sich mit Computerspielen. Alles andere ist naiv. Wie soll es in Deutschland zu einem dringend notwendigen Zentralabitur kommen, wenn die Länder diesen Level gar nicht schaffen können? Aber anscheinend entwickelt sich die Schulpolitik wieder zur Spielwiese von linken Bildungsideologen.

Rot-grüne Bildungspolitik führt in die Mittelmäßigkeit

"Vollkasko-Abitur", ein schöner und leider sehr treffender Ausdruck von Josef Kraus, dem Präsidenten des deutschen Lehrerverbandes. Genau dorthin geht die Reise unter der rot-grünen Bildungspolitik.

Die Abschaffung des Sitzenbleibens ist nur der vorläufig neueste, ideologisch konsequente Schritt einer um sich greifenden Erleichterungs- und Wohlfühlpädagogik. Leistung und Anstrengung gelten als altmodisch, stattdessen soll Schule in erster Linie Spaß machen. Von den Schülern wird immer weniger konkretes Wissen in Fächern wie Geschichte, Geographie, Kunst, Musik usw. verlangt, stattdessen wird über "Sozial- und Handlungskompetenzen" schwadroniert. Und statt Chancengleichheit (die ja absolut erstrebenswert ist) bekommen wir eine Ergebnisgleichheit, weil nämlich am Ende möglichst jeder unbedingt das Abitur bekommen soll, ob er es nun verdient hat oder nicht. Wäre ja irgendwie ungerecht sonst!

Wer gutes Niveau will und es sich leisten kann, muss demnächst wohl für Privatschulen bezahlen.

Unsinniges Gutmenschentum

Meiner Meinung nach sind insbesondere die Grünen sehr schädlich für das gesamte Bildungssystem, da sie es partout nicht lassen können, Themen ideologisch anzugehen.

Bei den Grünen ist immer alles gleich diskriminierend, ständig betreibt man in einer unverhältnismäßigen Art und Weise Minderheitenpolitik und selbst die banalsten Anforderungen wie Leistung werden zunichte gemacht. Man orientiert sich an den allerschwächsten, weil diese ja sonst diskrimiert werden oder Druck angeblich zu hoch ist. Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass ich im nachhinein sehr froh war, dass als Schüler der Druck des Sitzenbleibens irgendwie immer spürbar war. "Bildung für alle" heisst doch nicht, dass man leistungsfeindlich wird und Bildungsgrade verschenkt, das führt das Ganze ad absurdum.

"Pädagogischer Populismus" trifft den Nagel meiner Meinung nach auf den Kopf.

Leute, ...

... lasst den Kindern und Jugendlichen Zeit zum Lernen – es muss keinen Turbodurchgang durch welche Schule auch immer geben, also nicht nur kein Turboabitur! Der Zeitdruck kommt doch früh genug im Arbeitsleben... Im übrigen gilt: Je schneller Schüler ihren letzten Schulabschluss in der Tasche haben, umso mehr entstehen Engpässe bei den Ausbildungs- und Studienplätzen sowie verstärkt Jugendarbeitslosigkeit – Entschleunigung ist also das Gebot der Stunde, um nicht noch mehr trostlose Lebensläufe zu erzeugen.......

Nebenbei gesagt: Ein Sitzenbleiben kann in manchen Fällen sogar die Rettung sein, wenn Kinder dadurch aus kontraproduktiven bis diskriminierenden Klassenverbänden ausscheiden können! Insofern halte ich doch eindringlichst dafür, die Frage “Sitzenbleiben oder nicht?” von jedem Einzelfall abhängig zu machen und hierfür denn auch alle Optionen offenzuhalten...

Eigentlich ganz einfach: Wer

Eigentlich ganz einfach:

Wer nichts leistet, hat die Chance der Wiederholung.
Wer diese nicht nutzt oder nutzen kann, weil zu dumm oder unwillig, muss eben gehen.
So einfach ist das. Im späteren Leben ist es nicht anders.
Das ist pädagogisch; alles andere ist schwachsinnig und entstammt den selbsternannten pädagogischen Gutmenschen.
Nach wie vor gilt der Spruch:
"Nicht für die Schule sondern für das Leben lernen wir."

Wenn ich lese wie heute benotet wird, wie per Verordnung

Sitzenbleiben (Sb) und schlechte Schulnoten einfach v. Staat verboten werden, (HH hat Sb abgeschafft, Rheinl-Pf. an Grundschulen, Bremen kann man erst ab Klasse 8 Sb, in Berlin nur an Gymnasien) um u.a. Traumata bei Kindern fernzuhalten, dann ist das vorsätzliche Verdummung.

Das Zentralabitur in Mathe schaffen Schüler ohne große Mathe-Kenntnisse! Zur Aufgabe: Sie kann jeder, der lesen kann, zumindest mit der Note ausreichend bestehen, ohne irgendetwas gerechnet zu haben. Dazu reicht - wie in fast allen anderen Fächern auch Lesekompetenz aus.

Je weniger man von allen verlangt, desto weniger kann man von Einzelnen erwarten.

Die jungen Bäumchen werden heute nicht mehr an einen Pfahl gebunden, damit sie in die gewünschte Richtung wachsen, sondern in weitem Rund werden Stäbe eingegraben und das Bäumchen kann sich selbst aussuchen, welchen es nimmt. So bleibt es zwar "naturbelassen", aber der Ertrag bleibt spärlich.

Warum wir eigentlich noch 16 Landesminister und eine BM-für Bildung?

Sitzenbleiben, wenn nötig ja bzw. Wiederholung der Klassenstufe!

Was wird hier bereits schon diskutiert.Reden wir nicht Alle an dem eigentlichen Dilemma vorbei.Wir sind eine Republik,ja wir haben 16 Bundesländer,aber die Bildung gehört in eine Hand.Nur bundesweit geltende Regelungen können Bildung voran bringen.Ich bin aus der ehemaligen DDR,habe ab der 8.Klasse eine erweiterte Oberschule besucht.Für mich galt,dass ich nach zwei Jahren einen Abschluss der Schule durchführen konnte und dann mich entscheiden konnte,weiter und nach zwei Jahren Abitur.Ich habe mich dagegen entschieden,nicht weil ich blöd war,sondern die Lehrer,die Zusammensetzung der Schüler mich abgeschreckt haben,ich war ein Arbeiterkind.Stress hatte ich nie in der Kürze der Jahre bis zum Abitur,wenn ich den Weg gegangen wäre.Es gibt Kinder,die eine Klassenstufe wiederholen sollten,warum haben wir damit Probleme,schaffen wir sie als Eltern selbst oder die Gesellschaft,nur immer agierende flotte Menschen sind uns willkommen,stets bereit,Tag und Nacht,mit Handy stets erreichbar,warum

Lauter Bildungsexperten

Es ist schon erstaunlich, wie viele Bildungsexperten sich hier fundiert äußern: Jeder hat mal eine Schule besucht und weiß jetzt Bescheid! Fakten stören da nur. Hat irgendjemand von den Befürwortern des Sitzenbleibens sich mal wirklich kundig gemacht? Wer sitzen bleibt, wird im nächsten Jahr nicht zwangsläufig besser! Wenn es dann immer noch keine Hilfe gibt -von den Eltern ist die nicht zu verlangen- ist halt ein Jahr später Schluss. Dann doch lieber gleich helfen und den Anschluss halten. Allerdings braucht es dazu Zeit, Geld und Lehrpersonal! Das ist das Problem und nicht primär der dumme, ungeeignete Schüler! Solange immer noch 30 Kinder und mehr in einer Klasse sitzen, ist individuelle Förderung für eine Lehrkraft unmöglich. Sitzenbleiben ist dann nur die billigste aller "Lösungen". Leistungsdruck ist nebenbei eine der schlechtesten Voraussetzungen für Schulerfolg, auch wenn der Stammtisch oder der H. Kraus vom sog. Deutschen Lehrerverband (kaum Mitglieder!) das anders sieht.

Vor- und Nachteile haette die

Vor- und Nachteile haette die Idee, und wuerde ausserdem eine weitere Angleichung an die USA darstellen. Zum einen waere wohl in der Tat der Druck damit geringer, was einerseits entspanntere Schueler bedeuten wuerde und andererseits eben weniger Leistung. Muss man sich drueber klar sein. Das Schlechteste waere dann, wenn die Schueler die das Klassenziel eigentlich nicht erreicht haben dann trotzdem weiterhin derselben Klasse aufgedrueckt wuerden. Das geschieht manchmal in amerikanischen Grund- und Mittelschulen. Der Schueler liest vielleicht gerade mal wie ein Zweitklaessler, ist aber schon 10 oder 12 Jahre alt und wird von der Klasse immer so mitgeschleppt ohne dass er wirklich was lernt. Das belastet die anderen Schueler. So ein Kind muss rausgezogen und getrennt unterrichtet werden, eventuell mit anderen denen es ebenso geht. Wenn aber dazu die Mittel fehlen, findet das nicht statt.

Individuelle Förderung ?

Wi, wo, wann und durch wen soll die denn stattfinden ?

Es ist doch wohl in den seltensten Fällen so, daß ein Kind "nur" in 2 Fächern auf 5 oder 6 steht und im "Rest" auf 1 oder 2.

Das mit jungen Menschen, die kaum noch einen Vernünftigen Satz zustande bringen, bemerke ich bei uns in der Firma auch. Kopfrechnen ? Fehlanzeige. Und zwar je mehr, je höher der Schulabschluß !

Man sollte die Fächer gewaltig "entschlacken".

Mein Beispiel Mathe :
1. Kl : Addition
2. Kl : Subtraktion
3. Kl : Multiplikation
4. Kl : Division
5. Kl : Dreisatz
6. Kl : Prozentrechnen
7. Kl : Winkelfuntionen
8. Kl : Volumen und Masseberechnungen
9. Kl : Exponentialfunktionen
10. Klasse : Wiederholung von 5 - 10

Zur Zeit in der 7 Klasse "Stochastik"... Toll, braucht kein Schw..., Integralrechnung auch eher nicht.

Warum muß Geschichte bei den "alten Griechen" anfangen ? Reicht nicht auch z.B. 1.000 n.C. ?

Deutsch : Rechtschreibung, Satzstellung usw... aber nicht Goethe und Schiller beschreiben!

Bei den aelteren Schuelern

Bei den aelteren Schuelern wird es dann so sein, dass der Abschluss keine Aussagekraft mehr hat und es mehr darauf ankommt, welche Kurse besucht wurden. Die "guten" werden sich immer noch von den "schlechten" Schuelern unterscheiden, nur dass der schwaechere Schueler dann eben auch sagen darf, er haette es bis zur 12. Klasse geschafft und einen Abschluss in der Hand, selbst wenn der das Papier nicht wert ist auf dem er ueberreicht wird.

Im uebrigen stimme ich denjenigen zu welche auf das "Nord-Sued-Gefaelle" in deutschen Schulen verweisen. Ein "hartes" System erzielt eben durchaus gute Ergebnisse und fordert die jungen Menschen mehr als ein Kuschelweichsystem. Aber das packt dann eben nicht jeder. Trotzdem sollte es fuer jeden "einen Platz im Leben" geben, und schulisches "versagen" nicht als menschliches Versagen gewertet werden. Die Schwaeche im deutschen System liegt doch eher darin, dass Arbeitgeber wie die Gesellschaft insgesamt zu sehr auf Abschluesse und Titel schauen.

Grundlegendes Problem - Gesellschaft

Das Schulsystem ist ohnehin fragwürdig. In meinen Augen ist es all zu verständlich, dass Schüler die Lust am lernen verlieren, nicht nur weil Sie faul sind das wäre zu einfach. Sie werden eben nicht ihrer Stärken entsprechend gefördert, nicht ermutigt ihren Interessen nachzugehen. Sie werden lediglich an den Arbeitsmarkt angepasst, auf unser System zugeschnitten. Dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben, bedeutet nicht, dass Leistungsdruck der Menschheit zu Gute kommt, es sei denn man sieht im technischen Fortschritt einen menschlichen Fortschritt.
Wie dem auch sei, auch individuelle Förderung, so schön es klingen mag, wird die Problematik, die junge Menschen in ihrer Selbstentwicklung, Selbstfindung und Selbstentwerfung behindert, nicht beheben.

gebt ihnen doch einfach alle Abitur

die Unternehmen werden sich schon die Richtigen durch RICHTIGE Einstellungstests raussuchen.

Es ist schließlich kein Zufall, dass die Unternehmen die letzten Jahre verstärkt eigene Tests durchführen - und sicher nicht weil sie zuviel Zeit haben.

Durcheinander von Sitzenbleiben und Querwechseln

1. Sitzenbleiben ist völlig unproduktiv und für die Sozialisierung des betref. Schülers ein Todesstoß.Schule ist NICHT Stoffdurchpauken,sondern Bildung

2. Soll denn schon früh nach Leistung differenziert werden, heißt das Streichen von Sitzenbleiben natürlich nicht,dass bei Versagen in einer leistungsorientierten Schule diese nicht verlassen werden muss.
- Dazu möchte ich anmerken, der derzeitigen Praxis, dass nach Elternwille jeder z.B. auf das Gymnasium darf, auch entgegen dem Rat der Grundschule, und damit viele lernschwache Schüler den Leidensweg gehen müssen, entweder ständig überfordert zu sein, oder eben sogar zu scheitern, müsste vielmehr ein Konzept entgegenstehen, aus anderen Schulformen sich durch Leistung hervortuende Schüler hochzufördern. Statt der ständigen Abflussförderung, die letztendlich nicht nur den Schwachen schadet, sondern eben auch den Begabten,um die sich nicht bemüht werden kann, da der Schwache zunächst in der Regel die Aufmerksamkeit der Lehrer erfährt.-

Wenn ich das so

lese wird mir solangsam klar warum die Wirtschaft Fachkräfte im Ausland suchen.Was ist dabei wenn ein Kind noch einmal in die selbe Klasse geht?Das hat schon vielen weiter geholfen.Die Ursachen liegen doch ganz wo anders.Auch das Elternhaus ist doch hier mit gefragt.So werden die schwachen immer mit geschleppt und am Ende wenn nicht eine Prüfung so läuft wie sein sollte,wen schieb man dann den schwarzen Peter zu?Ja 12 jahre mit geschleppt und kein Abschluß,das ist das Ende vom Lied.

Was soll die Angst,

dass es ohne Sitzenbleiben keine Leistung mehr gäbe.
Ein einfacher Vorschlag. Wer eine Fünf in einem Fach hat, muss in den Ferien einen Kurs besuchen (Klar, kostet Lehrearbeitszeit, aber ...) und anschließend eine Prüfung ablegen. Bei nichtbestandener Prüfung wird er probeversetzt, darf allerdings im darauffolgenden Jahr nicht wieder durch eine entsprechende Nachprüfung fallen. Sonst muss er die Schule verlassen.
So kann individuelle Förderung und Leistungsforderung zusammenkommen.

Zeit nehmen!

Die Schulkinder von heute sind oft nicht zu beneiden. Von Lehrern und gezwungenermaßen auch oft den Eltern werden sie durch die Schule gejagt und dann durch Studium, damit sie nur schnell recht leistungsfähig und volkswirtschaftlich gebrauchsfähig sind. Menschen scheinen schon jetzt oft nicht mehr heran gebildet zu werden.

Wir vermiesen den Kindern auf der einen Seite mit hemmungsloser Verhätschelung und auf der anderen Seite mit übertriebenem Leistungsdruck ihre schönste Zeit. Kinder sind aber immer noch keine Maschinen und manche brauchen mehr Zeit für ihre Entwicklung, manche weniger. Meine Eltern haben gemeinsam mit meinen Lehrern dafür gesorgt, dass ich ein Jahr wiederholen musste. Etwas Besseres hätte mir nicht passieren können. Endlich war ich mit Jugendlichen derselben Entwicklungsstufe zusammen. Und außerdem durfte ich ein Jahr länger in die Schule... ich fand das klasse.

Sitzenbleiben kann echt Spaß machen.

Versuchskaninchen

Es hört sich so schön an, das Sitzenbleiben durch individuelle Förderung überflüssig zu machen. Sind das aber nicht die gleichen Landesregierungen, die meinen an der Lehrerzahl sparen zu können und bei denen die Kinder in Klassen mit über 30 Kindern sitzen? Der sogenannte strukturelle Unterrichtsausfall wird nach wie vor schön geredet. Überehrgeizige Eltern schicken ihre Kinder oft auf Schulen, auf die sie nicht gehören. Und wie soll man Schüler motivieren, die den Stoff nicht schaffen? Der Frust ist vorprogrammiert und selbst gemacht. Das Schlimme ist nur, dass es kleine Menschen sind, die die Utopien ausbaden müssen.

zu meiner Schulzeit

Ich bin Jahrgang 1964 (stärkster Nachkriegsjahrgang). Bei uns regulierte das Gymnasium die hohe Schülerzahl mit Sitzenbleiben. Aus Erfahrung kann ich sagen das viele Sitzenbleiber im Folgejahr so demotiviert waren das nichts mehr ging.
Ich kann mich nur wundern wenn hier empfohlen wird möglichst früh Leistungsdruck auf Schüler auszuüben.
Geistiger Fortschritt und Entwicklung entsteht so sicher nicht.

Ich fände es eine gute Idee das strickte Sitzenbleiben, z.B. ab der zweiten Fünf abzuschaffen.
Keine Frage, Schüler die geistig hinten dran sind muss die Möglichkeit bleiben eine Klasse zurückzugehen.
Auf der anderen Seite denke ich das die gezielte Förderung schwacher Schüler besser für die Kinder und das System sind. Überall wird von Teamwork gesprochen. Und bei den kleinsten unserer Gesellschaft sollen die Schwachen aussortiert werden......

Als Vater zweier Söhne in der Grundschule kann ich sagen die Lehrer dort machen einen sehr guten Job.

Weg damit

Sitzenbleiben reißt Kinder aus ihrer sozialen Gruppe und ist äußerst schlecht für's Selbstbewusstsein. Zu sehen, wie alle Freunde schon in den Beruf oder eine weitere schulische Bildung starten, während mal selbst zurückbleibt, vermittelt einem Kind/Jugendlichen ganz klar, dass er versagt hat.

Wenn Ehrenrunde, dann freiwillig. Wenn ein Schüler schlecht abschneidet, sollte er die Möglichkeit, aber nicht die Pflicht haben, das Jahr zu wiederholen. Ansonsten sollte es Nachhilfe in den entsprechenden Fächern geben.

Das Argument dass man so Abitur garantiert kriegt ist ziemlich lächerlich, oder haben die Bayern kein Notensystem? Wer mit 4en, 5en und 6en sein Abi holt wird wohl kaum weit mit diesem Abschluss kommen. Darum: Freiwilliges Wiederholen erlauben, ansonsten muss man halt die Konsequenzen tragen.

Gezielte Förderung ist die intelligentere Lösung....

„Wer in einem Kernfach eine 5 in einem Zeugnis hat, muss in eine kostenlose schulische Nachhilfemaßnahme", sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) der Nachrichtenagentur dpa. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte er: "Sitzenbleiben verschwendet Lern- und Lebenszeit - es ist längst nicht mehr zeitgemäß."

Damit ist im Kern alles gesagt!

In der Tat ist Sitzenbleiben ein Anachronismus vergangener rigider pädagogischer Dogmen, die Generationen von Schülern das Lernen und die Schule verleidet hat.

Eine Schwäche gezielt durch Nachhilfe auszugleichen, ist die, ökonomischere, sozialverträglichere und damit intelligentere Lösung, als durch das Sitzenbleiben auch eine Stoff wiederholen zu lassen, der beherrscht wird...!

Blinder Aktionismus

Wenn man sich nicht mit jahrzehntealten Dogmen sondern mit aktueller empirischer Forschung beschäftigen würde, dann müsste man als Bildungspolitiker den Namen John Hattie kennen. Der hat in einer gigantomanischen Metastudie gezeigt, dass die entscheidende Einflussgröße auf den Lernerfolg von Schülern der Lehrer ist. Statt diese aber zu unterstützen, zu entlasten, weiterzubilden oder auf deren Forderungen einzugehen wird eine Reformsau nach der anderen durchs Dorf getrieben. Und wenn ich an meine eigene Lehrerausbildung denke und die mit Hatties Ergebnissen vergleiche, dann wüsste ich sofort, wo Reformbedarf wäre.

Warum nicht Schuljahre und Schulklassen auflösen?

Warum soll es eigentlich nicht möglich sein, die Schuljahre und Klassenverbände komplett aufzulösen bzw. abzuschaffen, und den Schülern statt dessen in jedem Fach separate Lernmodule anzubieten, die er sich selber auswählen und zusammenstellen kann?

In jedem Fach könnten dann zum Beispiel 4 Einsteigermodule in 4 kategorien angeboten werden:
- ein A-Modul auf Gymnasial-Niveau
- ein B-Modul auf Realschulniveau
- ein C-Modul auf Hauptschulniveau, und
- ein D-Modul auf Förderschulen-Niveau.

Wer am Ende durch eine Klausur beweist, das er den Stoff seines jeweiligen Moduls beherrscht, dürfte dann vom Einsteigermodul (das dem ersten Schuljahr entspricht) zum Fortgeschrittenenmodul (das dem zweiten Schuljahr entspricht) wechseln, und zwar wenn er will auch in eine andere Kategorie.

Schafft er in einem Fach die angestrebte Kategorie in der Modulabschlussklausur nicht, so steht es ihm frei, in diesem Fach entweder in eine einfachere Kategorie zu wechseln, oder das Modul zu wiederholen.

@Theo K.

genau so muss es gemacht werden. Was soll ein Schüler, der wegen zum Teil partiellen Schwächen die komplette Klassenstufe wiederholen und so auch die Nicht-Problemfächer besuchen müssen.

@alle, die auf die Grünen mit ihren Ideen schimpfen und behaupten, diese würden ideologisch beseelt Bildungspolitik machen: Stimmt. Aber die meisten Kommentatoren, welche das Sitzenbleiben befürworten sind genauso ideologisch unterwegs. Nur halt mit anderer Meinung.

Was hält uns eigentlich von intelligenten Lösungen ab? Genau, die Ideologen. Lasst deshalb nicht die Politiker entscheiden, sondern Praktiker vor Ort (die heißen glaube ich in dem Fall Lehrer). Lasst uns für den einzelnen Schüler individuelle Lösungen finden, das kann aber auch "Nicht versetzt" heißen.

Grüße
JohnBowie

?

Ich finde es gut und wichtig, dass Schüler wiederholen müssen, wenn sie zu schlechte Leistungen erbringen- sei es durch pure Faulheit, zu geringer Reife oder auch einfach nur durch eine Uneignung für die jeweilige Schule. Alle Menschen sind "verschieden". Deshalb ist es notwendig, dass es ein individuell geeignetes Leistungsnivou gibt. Dies ist in Hauptschule/Realschule/Gymnasium zu finden. Durch wiederholtes Sitzenbleiben ist ein Schüler gezwungen, einen anderen Schultyp zu besuchen. Durch einzelne Nachhilfe ist zwar so manche Leistung steigerbar, jedoch kann es gravierende Unterschiede nicht beheben.
Viele Schüler werden von ihren Eltern, welche oft selbst davon überzeugt sind, das schlauste Kind der Welt zu haben, genötigt, ein Gymnasium zu besuchen. Es gibt keine andere Möglichkeit, jedem Schüler eine für ihn/sie optimale Förderung zukommen zu lassen, als sie wiederholen und schließlich wechseln zu lassen.
Ich bin selbst Schüler(11.Klasse, Bayern).

Weiterdenken.

Die Idee, ist nicht per se schlecht. Das bedeutet aber, dass die Kinder in den Ferien nach den Zeugnissen Zusatzkurse besuchen müssen. Einerseits wird die Belastung der Schüler genannt, andererseits will man ihnen die Ferien nehmen. Ein Nacharbeiten während des nächsten Schuljahrs ist Unsinn. Die Lücken behindern schon den Lernprozess zu Beginn des neuen Schuljahrs.

Was passiert mit Schüler, die (aus Sicht der Lehrer) falsch an der Schulform sind? Bisher müssen die Schüler ja nur bei 2-maligen Sitzenbleiben die Schule verlassen. Ich hatte schon etliche Schüler, bei denen die Eltern das Sitzenbleiben dem Schulwechsel trotz anderer Beratung vorgezogen haben. Teilweise äußert die Realschule schon, dass die Schüler, wenn sie dann doch auf die RS gehen müssen, so schlecht sind, dass sie deutlich unter dem RS-Schnitt sind. Können die Lehrer dann hoffen, dass ihre Meinung von den Eltern ernst genommen werden muss? "Komischer Weise" ist dies nämlich bei den PISA-Siegern so.

19:32 — Didi Nach dem 2. WK waren die Bildungsausgaben

niedriger. 45 Kinder stellten eine Klasse. Diese Kinder waren nach der Schule ALLE ausbildungsfähig trotz päda. Dogmen!

Bis um die Jahrtausendwende hat sich bezüglich des Anspruchsniveaus relativ wenig geändert. Seit den OECD-Diktaten nach hohen Abiturienten- und Akademikerquoten ist das anders: Eine Nivellierung der Bildungsansprüche ist im Gange. Die Verantwortlichen argumentieren, dies sei sozial gerecht. Nur kann ich nicht erkennen, was daran gerecht sein soll, Schülern nicht vorhandene Leistungen als ausreichend zu attestieren.

Statistisch gesehen ist der Anteil an Abiturienten stark gestiegen (NRW). Aber nicht die Zahl der Abiturienten ist interessant, sondern die Zahl der Studienabbrecher. Jeder zweite Mathe- und Ingenieurstudent wirft das Handtuch. Grund: mangelnde Vorkenntnisse in Mathe!

Abitur hieß früher Reifezeugnis. Mit Reife war gemeint, dass der Absolvent vorbereitet und in JEDEM Fach reif war für ein Universitätsstudium.

Heute haben wir 7.5 Mio Analphabeten.....

Bayern und Obama

Die Bayern sind nun nicht gerade für ihre unterdurchschnittlichen Schüler bekannt. Dort sind sogar Hauptschüler geeignet für eine Lehre.
Und als letztens Obama auf das gute deutsche Schulsystem verwies, dachte er dabei wohl nicht an die Gesamtschulen ohne Sitzenbleiben. Sowas in der Art haben die Amis selber.

Viele nette Konzepte sind eben nur auf dem Papier schön. Als ich als Klassenlehrer den Mathe-Stoff mit einer Schulstunde weniger unterrichten musste und dafür dann die 30 Schüler eine Schulstunde lang alle zusammen individuell fördern musste, war nicht wirklich viel gewonnen. Oder dachte hier jemand, für individuelle Förderung würde ein zusätzlicher Euro locker gemacht, ein zusätzlicher Lehrer eingestellt? Nein, das kommt in eine Richtlinie und gut.

Deutschland bleibt bei seinen Bildungsausgaben deutlich hinter den Spitzenländern zurück, so funktioniert das individuelle Fördern halt nicht. Dafür ist unser Preis-Leistungs-Verhältnis aber gut.

*lol*

Was unser Bildungssystem so leistet sieht und sah man ja an den Politiker die zurücktraten. Schavan, zu Guttenberg etc. Was nützt Abitur und Studium wenn es doch nur zusammengemogelt wurde? In einer Expertise der Uni Siegen wird das Experiment des österreichischen Pädagogen Rudolf Weiss zitiert, der 153 Mathelehrern eine Mathematikaufgabe beurteilen ließ. Ergebnis: 7% vergaben die "1", 41 die "2", 42 die "3", 7% die "1", 9% die "4" und 1% vergab eine "5". Doch Arbeiten sagen viel über den Schüler aus. Sitzenbleiben hat danach auch nur etwas mit Faulheit zu tun. Ja, nee, is klar! ;-)

"Jeder zweite Mathe- und

"Jeder zweite Mathe- und Ingenieurstudent wirft das Handtuch. Grund: mangelnde Vorkenntnisse in Mathe!"

Schul- und Universitätsmathe sind voneinander so weit entfernt, dass ich mich oft wundere, warum sie überhaupt beide noch Mathematik heißen. Ich war in der Schule extrem erfolgreich in Mathe (2. Preis bei der Landesrunde der Mathe-Olympiade soll schon etwas sagen). Das Studium habe ich mit Mühe geschafft - mit 2,5, wobei im 3. Semester ich kurz vor dem Abbruch stand.

Würden alle Lehrer für ihren

Würden alle Lehrer für ihren Beruf berufen sein, gäbe es keine Schüler die sitzen bleiben. Ich hab während meines Studiums ein Jahr lang an einer Nachhilfeschule Unterricht gegeben. Zu dumm für die Themen (bei mir hauptsächlich Mathe) war keiner der Schüler. Ich hatte eher den Eindruck dass die Lehrer während ihres Lehramtstudiums selbst wenig begriffen haben! Ich hab mir schon mal den Spaß erlaubt und den Schülern aufgetragen bei den Lehrern nach Begründungen, woher sich etwas ableitet zu fragen. Fast nie kam eine vernünftige Antwort!

Nachgeforscht

@Zeitungsjunge:
Sie hatten an der Nachhilfeschule wahrscheinlich auch nicht mit 30 Schülern zu tun. Ihrer Bemerkung zur fachlichen Kompetenz kann ich aber zu Teilen bestätigen. Die Qualität der Schulbücher ist genauso. In einigen Büchern halten sich seit Jahren Fehler, zum Teil unter dem Deckmantel der didaktischen Reduktion. Dummerweise unterrichten einige Lehrer nach diesen Büchern.

--
Ich habe noch einmal in den Koalitionsvertrag reingesehen. Der Elternwille wird ja noch mehr gestärkt, da nun keine förmliche Einstufung mehr gewünscht wird. Dabei waren dies zumindest klare Ansagen. Wenn man ein Gespräch führt, kommen häufig nur die Infos an, die man hören will.

@meinungsquirl

"Wer komplett dagegen ist sollte mal erklären, was der Vorteil daran ist, wenn Schüler in der Ehrenrunde 90% Langeweile in Fächern die sie bereits gelernt haben mit 10% Trotzreaktion in ihrem Problemfach verbinden."

Ohne Sitzenbleiben wird der Schulabschluss noch weiter verwässert und weniger wert.

Es geht nicht um Vorteile, sondern darum einem Schüler der im 4-5er Bereich liegt noch etwas Anreize zu geben etwas tun zu müssen.

Wer 90% des Stoffes schon mal gelernt hatte, der bleibt nicht sitzen!

Sitzenbleiben? nicht mein Ding !

Ich hatte die Ehre eine Klasse zu wiederholen (vor fast 11 Jahren).
Mein Abitur war aber dann aber immer noch nicht besonders gut. Anschliessend habe ich als Zweitbester meines Jahrganges mein Studium der Politik abgeschlossen.

Meine Lehrer haben mich damals in eine Schublade gesteckt... aus der ich an der damaligen Schule nicht mehr rausgekommen bin und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich das Sitzenbleiben für keine besonders wertvolle Methode halte. Die Idee Stoff "nachzuarbeiten" erscheint mir sogar beinahe weltfremd und sehr plakativ.

Nacharbeiten für was? Ich bin wegen Latein und Physik sitzengeblieben....Latein kann ich bis heute nicht und alle physikalischen Formeln habe ich inzwischen auch wieder vergessen. Ich hatte anschliessend übrigens die gleichen Lehrer und die gleichen Probleme wie vor dem Sitzenbleiben...+ das Stigma des "Sitzenbleibers, der es eh nicht schaffen wird im Leben".

Ich finde die neuen Ansätze sehr gut...weiter so !

Kostenlose Nachhilfe - super!

Ich meine, dass kostenlose und verpflichtende Nachhilfe gleich viele Sorgen auf einmal auflöst.
a) ist der Preis für gewerbliche Nachhilfe vielen Familien ein kaum oder gar nicht stemmbarer Klotz am Bein.
b) sind auch die typischen Kandidaten fürs Herumlungern auf den Straßen somit zeitweise sinnvoll beschäftigt und können in der Zeit nicht unbeaufsichtigt draußen Blödsinn machen oder dazu anstiften.
c) schafft dieses Vorhaben einen sinnvollen Einsatz für viele derzeit nicht voll berufstätige Lehrer und Referendariaten (die dann schneller zu ihrem ordentlichen Abschluss kommen statt als ungelernt jahrelang Gelegenheitsjobs nachzujagen)
d) kann damit das mögliche Lernniveau aller Schüler deutlich steigen. Jetzt müsste man nur noch überlegen, welche Inhalte eigentlich langsam nicht mehr dringend ins Schulprogramm gehören und welche Inhalte dagegen inzwischen fehlen.

@Alfons Popp

"Allerdings braucht es dazu Zeit, Geld und Lehrpersonal! Das ist das Problem und nicht primär der dumme, ungeeignete Schüler! "

Falsch, dazu braucht es nur Zeit, nicht investiert vom Lehrer, sondern vom Schüler. Kein Schüler der sich morgens 5 Stunden konzentriert und 1-2 Stunden täglich sorgfältig seine Hausaufgaben macht wird bei den laschen Anforderungen sitzen bleiben müssen!

Man kann Dummheit nicht per Koalitionsvertrag verbieten

.
Es ist ja löblich, die empfindsamen Kinderseelen nicht durch das Stigma "Sitzenbleiber" verletzen zu wollen.

Dann muss man aber auch die Voraussetzungen dafür schaffen. Es kann eben nicht jeder alles leisten, wenn er nur ausreichend gefördert wird.

Also braucht man mehrzügige Gesamtschulen, wo jeder ein Niveau vorfindet, dem er gerecht werden kann. Ausserdem kleine Klassen mit höchstens 15 Schülern, damit der Lehrer Zeit und Möglichkeiten hat, individuell zu fördern.

Davon steht nichts im Koalitionsvertrag. Das Ganze ist nur eine populistische Mogelpackung - oder aber ein verirrtes Glaubensbekenntnis ohne jeden Realitätsbezug.

@Gerd Hansen

"Warum muß Geschichte bei den "alten Griechen" anfangen ? Reicht nicht auch z.B. 1.000 n.C. ?

Deutsch : Rechtschreibung, Satzstellung usw... aber nicht Goethe und Schiller beschreiben!
"

Um Himmels Willen: Geschichte fängt nicht erst mit den Griechen an, davor gab es schon was, gehört zur Allgemeinbildung und damit gelehrt.

Rechtschreibung und Satzstellung sollte jeder eigentlich in der Grundschule umfassend lernen. Das sind Werkzeuge die schon ohne Schule im täglichen Gebrauch gelernt werden müssten. Eine Schule sollte mehr als nur Basiswerkzeuge vermitteln, die eigentlich selbstverständlich wären...

@Alexmagnus 20.22

Die Basisvorlesungen waren zu meiner Zeit (68-72) eine (sehr stark) vertiefte Wiederholung dessen, was im Curriculum der Gymnasien steht. Also den Schulstoff von 13 Jahren einschließlich aller damals weggelassenen Beweise in 6 Monaten zu je 4 Wochenstunden an Vorlesungen + 2 Wochenstunden an (mäßg betreuten) Übungen. Nach dem 2 Semester wurde rigoros ausgesiebt (ich kann mich an ein Semester mit 67% Klausur-Durchfallern erinnern). Das war wohl notwendig, denn ab dem 3. Semester ging es mit völlig neuem, nicht zum Schulwissen gehörenden Stoff in der gleichen Geschwindigkeit weiter.
Studenten der Mathematik, Physik und Elektrotechnik hatten identische Mathematik-Vorlesungen und -Klausuren.
Gewerbelehrer dagegen, die damals auf meiner Hochschule die Lehrberechtigung für Mathematik an Berufs-, Berufsfachschulen und Gymnasial-Oberstufen erwarben, bekamen dagegen nur Schmalspurmathematik.

@Zeitungsjunge 20.24

Kann ich aus meiner Studienzeit nur bestätigen (Ende der Sechziger - Ende der Siebziger). Wer in Mathematik wirklich begabt und gut vorgebildet war, hat die Fächer studiert, die später in der Praxis meist sehr gute mathematische Kenntnisse erfordern: Mathematik, Physik, Elektrotechnik und (mit leichten Abstrichen) Maschinenbau.

Studenten für das Lehramt (an meiner Hochschule damals nur für Gewerbelehrer und gymnasiale Oberstufe angeboten) waren dagegen in der Regel nicht als mathematisch besonders begabt angesehen.
Ein guter Lehrer sollte ein solches Defizit allerdings mit pädagogischen Mitteln ausgleichen können. Schließlich ändert sich der grundlegende Stoff während seines gesamten Berufslebens nur, wenn sich Bildungspolitiker wieder einmal profilieren wollen.

Kernproblem verkannt!

Ich persönlich bin zwar dafür, das Sitzenbleiben als Option beizubehalten. Aber das ist mMn eh zweitrangig.

Wichtig ist, dass offensichtlich die Politiker das Kernproblem verkennen oder nicht sehen wollen: Für gut ausgebildete Schüler braucht es die entsprechenden Ressourcen!
Ich habe vor mittlerweile 15 Jahren auch Nachhilfe gebraucht, um nicht an Latein zu scheitern. Aber eine erfolgreiche Nachhilfe wie bei mir damals geschieht nicht auf Klassenstärke, sondern in Einzelunterricht oder Kleinstgruppen.

Das von MilosFormanJack angesprochene "Kurssystem" hat durchaus einen gewissen Reiz.

@alexmagnus: Eine Diskrepanz zwischen Gymnasial- und FH-Mathe konnte ich persönlich nicht erkennen. An der FH wurde vertieft und erweitert. Das reichte dann auch für den Uni-Master.

@Gerd Hansen: Sie verkennen da etwas: Stochastik ist beispielsweise die Grundlage jeder Versicherung. Und das Dach über Ihrem Kopf ist u.a. mit Grundlagen der Integralrechnung berechnet, damit es nicht einstürzt.

Kinder brauchen Liebe...

...und Grenzen.

Wenn in Zukunft durch die Abschaffung des Sitzenbleibens die Leistungsverweigerung auch noch belohnt wird, dann sehe ich schwarz für unser Bildungssystem.

Wie soll ein Kind zu einem eigenverantwortlichen Wesen werden, wenn alles was unangenehm sein könnte von ihm ferngehalten wird?

Und wenn dann das ach so antiautoritär und laissez-faire erzogene Kind später mit seinem Leben nicht zurechtkommt kann man dann die Folgen dieser "Nicht-Erziehung" schön der Gesellschaft in die Schuhe schieben.

"Die Wissenschaft ...

... sei zum größten Teil der Auffassung, dass das Sitzenbleiben nichts bringe,[...]".

Dazu kann ich nur sagen 'Schön für die Wissenschaft', mir hat meine Ehrenrunde nämlich wirklich was gebracht. Und wenn man mir stattdessen damals im Alter von 14/15 gesagt hätte, dass ich 3mal die Woche 2h in eine Fördermaßnahme muß, um die Lücke zu schließen, wäre es wahrscheinlich in die Hose gegangen.

16. Februar 2013 - 21:42 — BesorgterBürger

Ihren Kommentar darf ich zu 100% beipflichten!

Danke dafür!

Ja super ! Nur noch Gymnasiasten...

Durchfallen können Sie nicht mehr und auch sitzenbleiben.
Was kommt dann danach ? Wird das Ausbildungsniveau nach unten angepasst, damit jeder es schafft. Denn seinen wir mal Ehrlich, wenn immer mehr Schüler dann in die Freiwillige kostenfreie Nachhilfe müssen dann wird das den Nachhilfelehrern auch irgend wann einmal zu viel.
Ohne jetzt den Lehrern einen Unwillen nachsagen zu wollen.
Und was ist mit den Schülern die wirklich nicht geeignet sind in der für Sie eingeteilten Stufe zu verbleiben, weil Sie wirklich nicht in der lage sind den Ausbldungsstoff zu verstehen?

Okay heute mit über 40 wäre ich froh, wenn ich damals das Gymnasium gemacht hätte. Dann hätte ich heute sicherlich meinen Doktortitel.
So bin ich aber nicht im Gymnasium gewesen und bin auch kein Doktor geworden.

Einfach genial

warum nicht gleich der Geburtsurkunde das Abiturzeugnis beilegen oder noch besser den Doktortitel, das Fachgebiet kann man sich dann bequem am 21. Geburtstag per App aus dem Internet herunterladen. Damit ersparen wir uns dann auch alle zukünftigen Plagiatsdiskussionen - ENDE Sarkasmus.

T. Sarrazin's Thesen sind im Grossen und Ganzen völliger bull shit aber zumindest der Titel seines Buches hat was "Deutschland schafft sich ab"!

Wenn dieses Massregeln...

...mit Noten und "Sitzen bleiben" so wichtig ist, warum wir das denn nur in der Schule?
Warum erniedrigen wir eigentlich nur unsere Kinder?

Warum nicht jede Woche 3-4 mal Noten für die Erwachsenen?
In der Finanzwelt, zum Beispiel.
Die ist sooo wichtig.
Und da werden Leute dran gelassen, die vielleicht keine Ahnung davon haben und miese Noten haben.
Oder die Lehrer selber. Wenigstens einmal im Monat eine Prüfung der Lehrer.

Ich werd ihnen sagen warum. Weil unsere Kinder wehrlos sind. Da kann dann jeder ungeprüfte Erwachsene dran rumbasteln, wie er gerade lustig ist.

Wir wissen längst, wo das beste Schulsystem auf der Welt existiert. In Skandinavien. Warum machen wir es dann nicht so, wie die Skandinavier?

Es wird ihnen schon längst nichts mehr bei gebracht, weil nur noch geprüft wird.

Schule: Eichhörnchen sollen schwimmen lernen?

Zunächst: Für jedes Kind das nichts wird, 1% Gehaltsabzug bei den Bildungspolitikern. Handwerker müssen auch für Schlechtarbeit haften und den Auftrag zur Bildung haben Lehrer und Bildungspolitiker.

Schüler bestrafen ist so wie Kunden verprügeln, wenn die eigene Leistung nicht stimmt.

Ansonsten: Schule hat die Aufgabe die Fähigkeiten der Schüler zu entwickeln und genau das tut sie nicht. Wieso sollen alle das gleiche lernen?

Das wäre wie in einer Tierschule: Enten, Eichhörnchen und Adler lernen alle das gleiche. Schwimmen, Klettern und Fliegen. Aber leider bekäme so jedes Tier am Ende des Schuljahres zweimal die 5 und bliebe sitzen.

So ist das eben, wenn Individualität zerstört wird.

Schule ist eben nicht mehr dafür da, wofür sie gegründet wurde: Soldaten erziehen, die lesen können, damit man Befehle schriftlich erteilen kann.

Ich bin in der Schule sitzen

Ich bin in der Schule sitzen geblieben und ich kann aus heutiger Sicht sage, dass dieses Sitzenbleiben einer der bedeutensten Schritte in meinem Leben war, der sich in jeglicher Hinsicht positiv auf mein Leben ausgewirkt hat. Wo ich heute wäre, wenn man mich auf Biegen und Brechen durchgeschleift hätte, möchte ich gar nicht wissen. Individuelle Lernförderung hätte eine solche positive Veränderung nicht erreicht.

Das Schulmodell ist tot ! - Ganzheitsmethode ?

Wie das Schulmodell in der DDR fortschritlich, für einige hochentwickelten führenden Industrieländer, ist, ist es für die dynamische Notwendigkeit nicht mehr Technik-Neusterstand.
Nur Theorie, macht dumm. Nur Praxis auch.

. . . grins, Schule / lernen und anwenden, hört erst sechs Fuß tief auf.

@netille 23:03

Zitat:
16. Februar 2013 - 23:03 — netille
Zunächst: Für jedes Kind das nichts wird, 1% Gehaltsabzug bei den Bildungspolitikern. Handwerker müssen auch für Schlechtarbeit haften und den Auftrag zur Bildung haben Lehrer und Bildungspolitiker.

Zitatende

Es ist eben NICHT die Verantwortung des Bildungspolitikers dass aus jedem Kind "etwas wird". Es ist ZUALLERERST die Aufgabe und Verantwortung der jeweiligen ELTERN.

Der Bildungspolitiker ist für die Schaffung der Rahmenbedingungen in dem jeweiligen Bundesland bzw. im Bund verantwortlich.

Unser Gesellschaftsmodell beinhaltet nun einmal aus gutem Grunde keine Vollkasko-Mentalität. Dem Bürger soll die Verantwortung für sein eigenes Leben und dem seiner Schutzbefohlenen nun einmal nicht abgenommen werden.

Aber Danke, dass sie die Laissez-faire-Einstellung mancher Eltern zur Erziehung ihrer Kinder so treffend darstellen.

alle können lehrer!

Was mir beim Lesen wieder mal auffällt, ist das offensichtliche Verständnis eines jeden, dass man sofort in der Lage ist zu urteilen, was ein guter Unterricht, ein guter und in seinen Fächern ausgebildeter und kenntnissichere Lehrer ist und wie man am besten "entschlacken" könnte (wo ist denn z.B. die Bruchrechnung in Ihrer Liste, gerd hansen?).

Offensichtlich befähigt uns die Tatsache, dass wir alle einmal Schüler waren, dazu… Was für eine Anmaßung! Wissen wir, was ein guter Arzt ist, nur weil wir einmal im Krankenhaus lagen?
Es gibt sehr viele gute Lehrerinnen und Lehrer in diesem Land, wann begreift das endlich einmal jemand, und schafft für diese annehmbare Arbeits- und Lernbedingungen. Und macht Schluss mit diesen lächerlichen Vergleichtests, die die Zeit für Wesentliches nehmen!
Grabenkämpfe helfen keinem – am wenigsten denjenigen, die jeden Tag in der Schule sind!

Ihr möchtegern Lehrer

Denkt doch mal nach!!!

Es gibt keine schlechten Schüler, wenn dann schlechte Lehrer.

wahnsinn

Ich fühl mich langsam verarscht. Ich mach wehrdienst. Ein jahr danach abgeschafft. Ich mach abi in 9 jahren. Jetzt kommen die mit 8 daher. Und jetzt sowas. Wird ja immer geiler. Deutsche bildung war mal was wert.

So einfach habe ich es mir nicht gemacht

Die Bildungspolitik schafft eben nicht einen vernünftigen Rahmen. Einige Beispiele:

Als Schüler war ich - wie mein Bruder - Stones-Fan. Diese Neger-Musik hattte den Lehrern nicht gefallen. Reihenweise wurden Schüler abgesägt, die Individualität zerstört. Nun ja, die Schule hat es nicht immer geschafft.

Mein Sohn: Er wurde in der Schule verprügelt. Kiefernbruch. Viele Eltern - vor allem Juristen - geifferten: "Der Schuldige muß von der Schule verwiesen werden." Wir - die Eltern des Opfer - waren die einzigen, die den Täter in Schutz genommen haben.

Ergebnis: Mein Sohn wurde als Weichei behandelt. Die Lehrer haben dies geduldet. Lernstörungen. Wir mußten unseren Sohn von der Schule nehmen.

Unsere Tochter: Umzug von NRW nach BaWü. Am 2. Tag sollte Zentralklausur stattfinden über Lektüre, den meine Tochter nicht kannte. Lehrer: dann hast du heute noch Zeit zu lesen, aber NRW ist ja eh nichts. Konsequenz: Tochter in 3 Jahren bis zum Abi nicht mehr richtig aufgefangen.

Fragen?

Verschwendetete Lebenszeit? Unsinn!

Anstatt den Kindern mit dem Nachsitzen zu ermöglichen, Versäumtes nachzuholen oder in ihrer Persönlichkeit zu reifen, was ja auch ein Grund für Lernunlust darstellen kann, wollen sie mit irgendwelchen (parallelen!) Maßnahmen versuchen, das Kind möglichst schnell voranzutreiben.

Vielleicht hat sich bei den Leuten nicht herumgesprochen, dass man wegen einer 5 nicht sitzenbleibt, auch nicht wegen zwei Fünfen, wenn sie ausgeglichen werden können.
Die pädagogische Entscheidung von Fachleuten (und solche sind da nunmal Lehrer, offenbar aber nicht Politiker oder Kultusminister- ach, die sind ja auch nur Politiker) führt zu der Frage, ob angesichts der Mängel eine erfolgreiche Mitarbeit im nächsten Schuljahr zu erwarten ist. Dass es sogar eine Nachprüfung (in Niedersachsen) gibt, wissen diese Entscheidungsträger offenbar auch nicht.

Was nützt es, wenn ein Kind mit Ach und Krach versetzt wird, dann aber zu viele Lücken hat - in MEHREREN Fächern?

Arbeitslosigkeit ist verschwendete Lebenzeit!

@linse: was nützt einem

@linse: was nützt einem stochastik in der versicherung wenn man nicht über den §89 im versicherungsaufsichtsgesetz aufgeklärt wird....?

Halten wir uns an Fakten! Idelogie und Populismus helfen nicht!

Faktum ist, dass nach dem Kriege unsere Schulen "miserabel" ausgestattet waren, materiell und personell. Die Grund- und Hauptschule/Volksschule: Zwei Jahrgänge saßen in einem Raum und wurden von einem Lehrer (manchmal von einem ehem. jungen Offizier mit abgeschossenem Bein) unterrichtet, der "nur" in enem Pädagogischen Seminar (nicht in einer FH oder Universität!) praxisnah zum Lehrer ausgebildet worden war. Trotz dieser "Mängel" klagten Handwerksmeister und mittelständische Firmen nicht über mangelnde Kenntnisse in der Sprache und in den Grundrechenarten bei den "Auszubildenden", damals Lehrlingen. Diese im Frontalunterricht (huch, wie schrecklich!)ausgebildete Generation hat das Wirtschaftswunder erzielt.
Seit damals wuchs die Zahl der Bildungsforscher, die Politik ist ihnen gefolgt, nachgerannt. Und was war der Erfolg?
Ich danke meinem autoritären Grundschullehrer, der uns im Frontalunterricht das Lernen beigebracht hat.
Prof. Dr. Helmut Uhlarz

Halten wir uns an Fakten! Idelogie und Populismus helfen nicht!

Faktum ist, dass nach dem Kriege unsere Schulen "miserabel" ausgestattet waren, materiell und personell. Die Grund- und Hauptschule/Volksschule: Zwei Jahrgänge saßen in einem Raum und wurden von einem Lehrer (manchmal von einem ehem. jungen Offizier mit abgeschossenem Bein) unterrichtet, der "nur" in enem Pädagogischen Seminar (nicht in einer FH oder Universität!) praxisnah zum Lehrer ausgebildet worden war. Trotz dieser "Mängel" klagten Handwerksmeister und mittelständische Firmen nicht über mangelnde Kenntnisse in der Sprache und in den Grundrechenarten bei den "Auszubildenden", damals Lehrlingen. Diese im Frontalunterricht (huch, wie schrecklich!)ausgebildete Generation hat das Wirtschaftswunder erzielt.
Seit damals wuchs die Zahl der Bildungsforscher, die Politik ist ihnen gefolgt, nachgerannt. Und was war der Erfolg?
Ich danke meinem autoritären Grundschullehrer, der uns im Frontalunterricht das Lernen beigebracht hat.
Prof. Dr. Helmut Uhlarz

noch einfacher...

Lasst es und doch noch einfacher machen: schaffen wir fuenfen und sechsen ab, dann bleibt auch keiner mehr sitzen. Da viele Eltern ihre Kinder so wie so falsch beurteilt sehen, schaffen wir auch gleich Einsen, zweien und vieren ab. Dann sind alle befriedigend... kein Stress mehr!!! Wie schon ein Kommentator vorher sagte: "Deutschland schafft sich ab" Wo soll das alles nur enden???

Wie im Fußball

Es gibt stärkere und schlechtere Schüler, bessere und schlechtere Rahmenbedingungen (z. B. Lehrer, Schulen, Eltern, "Kebensumstände", Krankheiten...) und wohl noch einiges mehr, was sich auf den Schulerfolg auswirkt. Ein solch komplexes Gefüge kann durch einfache Maßnahmen wie Abschaffen von Sitzenbleiben nicht verbessert werden.
Leistung gehört genauso dazu wie Förderung (von Schülern und unbedingt auch Lehrern!).
Es ist wie im Fußball: Abschaffen von Ligen, Toren, jedes Spiel endet unentschieden, Eltern die sich nicht für das Spiel interessieren etc. sind genauso ungünstig wie Trainer, Mannschaften und Eltern, die zu viel Druck ausüben.
Spaß und Anreiz und immer wieder Erfolg kann ich haben, wenn ich in der richtigen (nämlich der zu mir passenden) Liga spiele und nicht, wenn ich das Ligasystem aufhebe.
Und wenn ich von einem Sondertrainig profitieren kann, dann ist es gut, wenn es mir ermöglicht wird.

Typisch DEUTSCH!

"Bundesländer streiten um das Sitzenbleiben"

Deutsche streiten über Erziehungsgeld.
Deutsche streiten über OECD-Bildungsbericht.
Deutsche streiten über .......

Hauptsache: nix machen.

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