Kommentare

Es liegt auch am Verbraucher

"Wenn zwei Monate lang Pferdefleisch als Rindfleisch deklariert nach Deutschland geliefert wird, und es fällt niemandem auf, dann sieht man, dass die bereits vorhandenen Kontrollintrumente nicht ausreichen", sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Aber wer soll das kontrollieren? Werden die Hersteller gezwungen, wird bisher billige Ware teurer. Machen es die Behörden, wird der Apparat aufgebläht, wir zahlen es über die Steuern und Lischen Müller beschwert sich wieder über den wuchernden Staat.
Wenn ich 1000g Fertiglasagne für 2,49€ kaufen kann, dann muss ich mich nicht wundern, wenn da Ramsch drin ist. Irgendwie muss der Hersteller ja auch wirtschaftlich arbeiten und wenn man davon ausgeht, dass der Sparmichel in der Masse die Lasagne nicht mehr kauft, wenn sie 4,29€ kostet, dann müssen eben mehr Sägespäne ins Produkt. Es ist jeder mitverantwortlich - durch sein Kaufverhalten.

Verbraucherverantwortung II

Ach so, und bevor wieder so ein Oberschlauer damit kommt, dass man sich ja nur die Lasagne für 2,49€ leisten kann: Es gibt genug Auswahl an kostengünstigen Lebensmitteln, das gehört zur Agrardoktrin von Regierung und EU (billige Lebensmittel, soviel, dass sie weggeschmissen werden können, dadurch sozialer Frieden, weil keiner hungern muss). Niemand ist gezwungen, Fertigfraß zu essen, keiner muss 7x Fleisch pro Woche essen. Aber das heißt auch, Verantwortung für sein Leben übernehmen, mehr nachdenken und ggf. die Ernährung ein wenig umstellen. Das ist vielen wohl zu anstrengend, leichter schimpft es sich da auf die Agrar- und Lebensmittellobby und den Staat. Traurig.

Dieser Fleischtourismus macht schwindelig

und das alleine sollte Anlass sein, Fleisch- und Wurstwaren nur noch bei einem heimischen Metzger zu kaufen. Was beim Fleisch wohl nicht unüblich ist, wird wohl für andere Lebensmittel billig sein. Also Augen auf bei allen Waren aus der Kühltheke. Sie könnten schon mehrere Weltreisen hinter sich haben, bevor sie auf dem Teller des Verbrauchers landen.

@nuckelavee

Ehrlich, der Verbraucher soll also bitte nicht das billigste Produkt erwerben, weil er ja wissen muss, dass, für einen solchen Preis, betrogen wird?

Ich würde es eher andersherum sehen, wenn ein Unternehmen einen Preis nicht halten kann und zu illegalen Mitteln greift um diesen zu halten, muss es eben auch als solches angesehen werden, als kriminelle Vereinigung!

Wenn es keinen Markt für ein Produkt gibt, dann sollte man keines herstellen. Künstlich einen Markt zu schaffen durch Preise, welche nur mit illegalen Mitteln zu erreichen sind, ist Marktmanipulation - in diesem Fall wird sogar gegen Richtlinien verstossen, welche den Verbraucher schützen sollen. Es gehört zu unserem Markt, dass man auch weiß was man kauft und wer das nicht bieten kann, oder absichtlich unterminiert, der hat auf unserem Markt nichts zu suchen...

...die Schuld liegt klar bei den Unternehmen, welche für den Gewinn und ihre Marktmacht alle Regeln und Gesetze beiseite legen würden und dagegen muss vorgehen...

Nach dem BSE-Skandal war es

Nach dem BSE-Skandal war es sogar möglich, die Geburtsdaten der einzelnen Rinder nachzuvollziehen. Und jetzt ist es nicht mehr möglich, ein Pferd von einem Rind zu unterscheiden?

Wir brauchen mehr Bildung, um wieder selbst kochen zu können, um Wissen über unsere Nahrungsmittel zu haben und um kritisch mit denen umzugehen, die unser Geld haben wollen (=Verkäufer, Produzenten).

Wenn unsere einzige Gegenwehr darin besteht, auf die mangelnden Kontrollen zu schimpfen, dann werden die, die uns ausbeuten wollen, entweder andere Normen schaffen, um die Kontrollen zu bestehen, oder neue Wege finden, um die Kontrollen zu umgehen. Solange wir unser Konsumverhalten nicht ändern, wird auch das Produktionsverhalten gleich bleiben.

Es liegt am System.....

Solange sich das Hin- und Herschieben über tausende Kilometer, von einem Staat in einen anderen, von irgendwelchen Waren/Produkten mit irreführenden Deklarationen sich für die Lebensmittel-Lobby rechnet und Gewinn abwirft, so lange bleibt die Tür für Betrug und Manipulation geöffnet und wird auch entsprechend genutzt werden.

Wir brauchen keine Lippenbekenntnisse der Politik, sondern einen Systemwechsel, der diese Verfahrensweisen und Machenschaften nicht mehr zulässt, der sich ausschließlich am Verbraucher und Tierschutz orientiert...!

@11:55 — nuckelavee
„Wenn ich 1000g Fertiglasagne für 2,49€ kaufen kann, dann muss ich mich nicht wundern, wenn da Ramsch drin ist. Irgendwie muss der Hersteller ja auch wirtschaftlich arbeiten.....“

Ist das ein Freifahrtschein, betrügen zu dürfen?

Es geht nicht um den „Ramsch für 2,49€“, sondern darum, dass im Essen das drin ist, was deklariert/verkauft wird....!

Ja wie wohl?

Realeinkommen wird geringer, Kaufverhalten passt sich zwangsläufig an. Beschaffungskosten der Hersteller sinken auch nicht gerade und der Profit muss ja auch stimmen, also wird überall gespart. Letztendlich müssen wir uns nicht wundern, wenn Freibankfleisch in solchen Produkten zu finden ist. Pferdefleisch (ist sehr delikat) ist nur der Anfang.

Das hat ja auf jeden Fall Methode denn da kann sich keiner

rausreden er hätte es nicht gewusst bei der Herstellung. Mal ganz davon abgesehen das es mittlerweile beliebig ist was da durch diesen Junk-Food auf den Teller kommt. Es wird alles dermaßen überwürzt und mit Geschmacksverstärkern etc versetzt das man eigentlich nicht mehr weiß was man isst. Deswegen ist es schon mal gesünder die Nahrung selbst zuzubereiten. Es gibt Produkte die sind auch gut wenn sie aus der Dose kommen wie etwa Tomatensuppe. Aber schon in dem Moment wo etwa Fleisch drin ist in der Konserve sollte man vorsichtig werden. Ein Kilo Rindfleisch kostet in etwa 8-9 EUR(durchschnittlich) das ist der Schlachtpreis. Hinzu kommen Energiekosten Rohstoffe und Löhne sowie Transport und Gewinn (vom Hersteller sowie Zwischenhändler). Da sollte man sich nicht wundern das bei 2,50 EUR Müll angeboten wird. Umgangssprachlich: Ein Blödmann wer da Gutes vermutet. Aber wir haben ja durchaus Politiker die der Meinung sind das so etwas reicht um die H4èr zu ernähren...

Pferdammt noch mal ...

Pferdammt noch mal, nun fand man doch tatsächlich Pferdefleisch in Pferdiggerichten! Da knabbert man ohne jeglichen Pferdacht Tortellini, Lasagne oder Ravioli und pferdrückt davon eine ganze Portion oder auch zwei - und dann kann man nur noch pferdutzt aus der Wäsche gucken, weil so viel Pferd im Bauch strampelt.

Das erzeugt Pferdruss!

Und das nicht nur in der niedersächsischen Pferdestadt Pferden an der Aller, sondern europaweit. Überall schöpft man jetzt Pferdacht, ob nicht sogar aus der Pferdiefung einer Yogurtschale eine Paste kommt, in der Spuren von Pferdefleisch pferdeilt werden.
Unpferdaulich, so ein Skandal!

Und das Schlimmste: Wenn irgendwer damit Geld macht, wird das Verfahren natürlich abge-Kuh-Pferd.

eine Sauerei

ist das heuchlerische Gehabe unserer Ministerin, die wie immer, die Kontrolleure verantwortlich macht. Alles "Geschwätz". Schwarze Schafe beim Namen nennen, lebenslanges Berufsverbot, und den Laden dicht machen.
Übrigens, der Übeltäter dieses Skandals ist bekannt, sitzt im Ausland, und lacht sich eins. War ja nicht das ""erste mal""-- Wann wird endlich durchgegriffen, und diesen "Lebensmittel-Verbrechern" das Handwerk gelegt???

Mir sind zwei Dinge in den letzten Wochen klar geworden...

1) Die Fleischindustrie muss mafiöse Strukturen besitzen, anders kann ich mir dieses Hin und Her über 20 Stationen in Europa nicht erklären.Jeder Händler muss doch ein interesse daran haben so wenig wie möglich Stationen in der Kette zu haben um nicht mittelsmänner aller Stufen zahlen zu müssen..Da dies hier jedoch toleriert wird muss das entweder das unperformanteste Vertriebssystem der Welt sein oder der vertuschung von krummen Geschäften dienen.Ich persönlich tippe da eher auf zweiteres.

2) Lebensmitteln sind nichts mehr Wert. Als ich gestern beim durchzappen auf Topfgeldjäger hängen geblieben bin und gesehen hab wie der Koch dort mit einem toten Fisch herumgespielt hat wurd es mir beinahe schlecht. Lebensmittel müssen wie eben diese behandelt werden-mit zumindest ein wenig respekt. Dazu gehört aber auch, dass man dafür zahlen muss, was es wert ist.Ein kg Schwein für 2.99E muss auch mal ernährt worden sein..Lieber mal auf fleisch verzichten, dafür aber dann mit bedacht einkaufen...

Wird auch auf andere Tiere untersucht?

Man weiß ja nicht genau wo das Fleisch herstammt. bzw. welche Reise es bereits um den Globus gemacht hat.
Außerdem sind ja Pferde vermarktet worden, die mit Medikamenten vollgepumt waren und in den Abdeckkonteiner gehörten.
Wird eigentlich auch auf Katzen, Hunde...etc untersucht?
Oder nur auf Pferdefleisch?

Der ganze Wahnsinn ist kriminell und verbrecherisch.

Ich bin seit Jahrzehnten Vegetarier.
Allerdings, wenn man mal die vegetarischen Fertiggerichte untersuchen würde, wer weiß, was da alles gefunden wird :-(

Die Kontrollen haben versagt.
Und wie User Seabiquit schon geschrieben hat:
Nach dem BSE-Skandal war es möglich, die Geburtsdaten der einzelnen Rinder bis auf den Teller nachzuvollziehen.
Jetzt ist es nicht mehr möglich, ein Pferd von einem Rind zu unterscheiden.

Was wird passieren?
Erst mal große Aufregung.
Dann setzt das Vergessen ein.
Schließlich wird genauso weitergemacht wie vorher --- nur schlimmer.

Guten Appetit

Rind oder nicht Rind

ist doch hier garnicht die eigentliche Frage.

Was dürfen Lebensmittelhersteller und was nicht? Eine aktuelle Lancet-Studie legt nahe, die Lebensmittelindustrie wie die Tabakindustrie zu behandeln, da sonst massive Verbrauchertäuschung und- schädigung droht. Hier der Link zu einem diesbezüglichen SPON-Artikel:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/studie-lebensmittelkonzerne-nut...

http://tinyurl.com/bqz48pv

Der Vebraucher hat indes überhaupt keine Möglichkeit, über seinen Konsum solche Machenschaften zu verhindern, da er ja nicht wissen kann, wie gepanscht wird. Auch der Preis hilft da als Entscheidungskriterium nicht weiter, denn wer sagt denn, dass bei teureren Lebensmitteln alles in Ordnung ist?

Es liegt am System - völlig richtig

So lange der größte haarsträubendste Unfug Sinn macht, nur weil die Zahl unterm Strich stimmt, darf man sich doch über solche Nachrichten bitte nicht wundern.

Das System VERLANGT solches Verhalten. Wer moralisch handelt wird von diesem System BESTRAFT!

Koscher essen ist gesund aber leider für viele abschreckend

In den USA sind um 80 % aller Lebensmittel in den Supermärkten als koscher gekennzeichnet, weil Menschen welche keine Juden sind sich zu Recht denken, das die koscheren Lebensmittel gesund sind und diese gerne kaufen. Die Lebensmittelindustrie in den USA ist deswegen daran interessiert, dass möglichst viele Produkte koscher sind. In Deutschland dagegen ist es eher umgekehrt - ich habe noch nie in einem deutschen Supermarkt Produkte gesehen, die als koscher beworben wurden. Von einer 4000 jährigen Essenstradition die in dem jüdischen Leben von essentieller Bedeutung ist, kann man nur profitieren, insbesondere beim Fleischkonsum.

Ich verstehe den ganzen Tumult hier nicht...

... da Pferdefleisch als Solches nicht ungesund ist, allerdings kann ein guter Fleischesser den geschmacklichen Unterschied sofort herausschmecken.
Das Antibiotikum allerdings hat dort nichts zu suchen. Das ist eben wieder die Sauerei: das ewige "Gepansche" :(

[Ironie ein]
Aber vielleicht hat ein unwissender Mitarbeiter bei der Verarbeitung das Pferd mit einer Kuh verwechselt; die Tiere sehen sich ja recht ähnlich [Ironie aus]

@11:55 — nuckelavee „Wenn ich

@11:55 — nuckelavee
„Wenn ich 1000g Fertiglasagne für 2,49€ kaufen kann, dann muss ich mich nicht wundern, wenn da Ramsch drin ist. Irgendwie muss der Hersteller ja auch wirtschaftlich arbeiten.....“

Man kann selber ein Stück frische Lasagne für unter 2,49€ herstellen, warum sollten das Unternehmen nicht können? Rinder und Schweinehack ist doch sehr günstig.

Im FAQ fehlt mir die Frage: Warum ist Pferdefleisch billiger oder wenn nicht, warum hat man es reingemischt? Ist es billiger, weil es nicht kontrolliert gezüchtet wurde? Dann hätte man ja auch Schweinefleisch nehmen können (Was man in einer Lasagne erwarten könnte)?

Mir ist Pferdefleisch

Mir ist Pferdefleisch wesentlich lieber als mit Antibiotika voll gestopftes Schweine- oder Geflügelfleisch. Es ist zwar Betrug am Kunden aber zumindest nicht gesundheitsschädlich, wie z.B. Geflügel, das mit giftigen Futtermitteln hergestellt wurde.

Unvorstellbar

Ich habe ehrlich gesagt kein Problem damit Pferdfleisch zu essen, beim Rind stört mich die Schlachtung ja auch nicht.

ABER!!!

Wenn die nicht mal wissen ob nun gerade Pferd oder Rind verarbeitet wird, woher wollen die dann wissen was in dem Fleisch überhaupt drin ist?! Und da ist jetzt egal ob Pferd oder Rind. Wer kontrolliert da auf Krankheiten, Medikamente und Co.?

Ich glaube in spätestens 3 Generation werden Fehlgeburten, Mutationen und sonstige Missbildungen (am Menschen!) sprunghaft ansteigen, bei dem ganzen künstlichen Zeug was im Essen drin ist! Die Langzeitfolgen (auf über 30 Jahre) kennt keiner! Das geht schon beim Farbstoff los, geht über Emulgatoren und Stabilisatoren und hört bei Medikamenten auf!

@smokings

Ich bin genau gleicher Meinung wie Sie. Es sind nicht (wieder) die Verbraucher und es ist auch nicht die Kenntlichmachung, die versagt haben. Versagt hat wieder einmal das europaweite Kontrollsystem und die Politik, die von den Lobbyverbänden beherrscht werden. An die Zweifler: Sehen Sie sich den Beitrag "werden wir betrogen" hier auf Tagesschau.de an und hören genau zu bei den Ausführungen des Lobbyvertreters. Nichts als nichtssagende allgemeine Floskeln. So kann nur der Vertreter einer Branche mit mafiösen Strukturen sprechen. Und unsere zuständige Ministerin, die/der zuständige EU-Kommissar, unsere gewählten Volksvertreter im Bund und in Europa? Wohl haben sie gerne die Lobbyorganisationen hofiert und haben sich ebenso gerne hofieren lassen. Umsonst werden ihre Beschlüsse wohl nicht gewesen sein bei den zu überspringenden Gewissenshürden. Machenschaften der organisierten Kriminalität werden so über Nacht zu geltendem Recht. Ist das wirklich im Interesse von uns Verbrauchern?

Fuer die Pferde und die Verbrecher.....

wird es, wie schon immer keinerlei Konsequenzen haben. Es wird in Schuldzuweisungen untergehen. Fuer den unbedarften Verbraucher, der Betaeubungsmittel der Heroinkategorie, die sich zudem im Koerper anreichern, isst, schon eher. Aber vergesst es, die Fleischmafia, international organisiert, wirds wie immer schon richten. An deren Macht kratzt keiner.

@Zeitleser22: Wie soll koscher kaufen helfen?

.
Es geht ja um Betrug. Im Fertiggericht war nicht drin, was draufsteht. Da bleibt es sich gleich, was man dem Verbraucher vorlügt. Als "koscher" deklarierte Lasagne kann ebenfalls Pferd enthalten, wenn Kriminelle es in den Verkehr bringen.

Im Übrigen finde ich es verwegen, ausgerechnet die USA als Beispiel für gesunde, "betrugsfreie" Nahrung anzuführen.

Sondermüll Nichtlebensmittelpferd

Hoch lebe die liberale Marktwirtschaft! Meines Erachtens hat diese europäische Bestell- und Lieferachterbahn durchaus Methode: Verschleierung von illegalem Handel mit Sondermüll, zu welchem ja wohl das Fleisch von Nichtlebensmittelpferden gehören dürfte. Käme es nämlich offiziel als Pferdefleisch in den Handel, würde es vermutlich auch gleich auf die prekären Medikamentenhaltigkeit geprüft. Sondermüll zu entsorgen kostet Geld, während "Etikettenschwindel" sogar noch Gewinne verspricht. Also deklariert man "günstig erworbenes" Pferdefleisch tonnenweise in Rindfleisch um. Ob das nun vorsätzlich mit krimineller Energie betrieben wurde oder nicht, kann sich eigentlich jeder selbst beantworten.

@ fermoll & andere

Zitat: "Mir ist Pferdefleisch wesentlich lieber als mit Antibiotika voll gestopftes Schweine- oder Geflügelfleisch. Es ist zwar Betrug am Kunden aber zumindest nicht gesundheitsschädlich, wie z.B. Geflügel, das mit giftigen Futtermitteln hergestellt wurde."

Glaubt Ihr da wurde Bio-Pferd mit Fair Trade-Zertifikat verarbeitet?

Gruß, zopf.

Mal ganz ehrlich...

...wen wundert's? Immer billiger, immer mehr und dann ist der Aufschrei groß, wenn dann mal die wahren Methoden ans Tageslicht kommen. Mein Mitleid für die Verbraucher hält sich in Grenzen. Jeder, der seinen normalen Menschenverstand benutzt, kommt zu dem Schluss, dass billig und Qualität eben selten zusammenpassen. Und wir reden hier nur von Pferdefleisch - mir würden die Antibiotika und Tierhaltungsmethoden viel mehr zu denken geben.

an die Freunde koscheren

an die Freunde koscheren Fleisches: Schon mal gesehen wie Tiere für die 'Herstellung' von koscherem Fleisch getötet, bei nachlassendem Bewußtsein ausgeblutet werden? Ich kann überhaupt nicht verstehen, was das mit gutem Glauben zu tun haben soll und kann.

@Zeitleser: Warum soll im Pferdefleisch kein Antibiotikum und oder andere nette Inhaltsstoffe drin sein?

Schade

Auch diesesmal wird versäumt werden, die "Lebensmittelbranche" an die Kette zu legen. Diese sogenannten "Skandale" kann man schon fast als Verharmlosung bezeichnen, denn sie lenken davon ab, daß die "Lebensmittelbranche" eine extrem kriminelle Branche darstellt und daß im Supermarktregal täglich weltweit millionenfach Verbrechen begangen werden. Das ist im übrigen nicht neu. Und die Untätigkeit der Politik gegenüber den Branchenriesen Nestlé, Unilever und Kraft (die übrigens auch die Privatisierung von Trinkwasser in Brüssel vorantreiben) ist inzwischen in vielen Büchern und Aufsätzen besungen worden.
Aber solange der deutsche Konsument sich nicht rührt, wird auch die Politik alles beim Alten lassen.
Wer also weiterhin im Supermarkt kauft und auch glaubt, was da auf der Packung steht, der darf sich nicht über Allergien, Hautkrankheiten und Brechdurchfall wundern.
Guten Appetit!

Macht der Preis die Qualität?

Wenn ich 1000g Fertiglasagne für 2,49€ kaufen kann, dann muss ich mich nicht wundern, wenn da Ramsch drin ist.

Schön, wenn es so einfach wäre. Leider steht ein höherer Preis nicht zwingend für die bessere Qualität.

@ GuH

Das ist ja schön gesagt mit dem heimischen Metzger,
aber wie soll es funktionieren wenn der letzte gerade
geschlossen hat weil er kaum noch Kunden hatte.
Der Geiz ist geil Konsument kauft lieber das billig
Produkt vom Supermarkt und unsereiner fährt 10 km
zum nächsten Schlachter seines Vertrauens.

ein anderer Aspekt

ein anderer Aspekt. Was soll dieser IRRSINN ein Produkt zig Mal durch Europa zu kutschieren!
Und auf der anderen Seite wird die Glühbirne verboten um das Klima zu retten. Die EU ist unglaubwürdig in ihrem Ansinnen.

Das Pony von neben an bleibt

Das Pony von neben an bleibt Kleinlisa im Halse strecken. Jeder der sagt Pferdefleisch ess ich nicht fühlt sich betrogen. So einfach ist das.. da wäre auch wieder das Thema Schulspeisung und Co. Selber kochen macht Sinn.

Ralf

Das ist allerdings auch richtig. Ob Oel, ob Pharma, ob Waffen, Banken oder Fleisch. Die Konzerne sind zu gross, zu unuebersichtlich zu 'korruptionsbereit' zu maechtig. Konzerne muessen weltweit zerschlagen und die Groesse limitiert werden. So kanns nicht weitergehen. Leider wird deren Macht derweil politisch BEZAHLT und unterstuetzt....mit unseren Steuern. Unglaublich eigentlich.

Falls es noch nicht bekannt war ...

auch alle anderen Tiere werden mit Wachstumshormonen und Antibiotika bis zum Abwinken vollgepumpt. Über 50% der gesamten Antibiotikaproduktion geht allein in die Mast.
Und mal ehrlich, wer Fleisch isst, dem kann es doch es doch 'wurscht' sein, ob er einen gequälten Rind-, Schweine-, Huhn- oder Pferdekadaver auf dem Teller hat ...

Frage an nuckelavee und andere

Ab welchem Preis meinen sie denn, wird bei Lebensmitteln und anderen Produkten nicht betrogen?
Natürlich kann eine vernünftige Qualität nur zu einem adäquaten Preis hergestellt und verkauft werden. Aber erklären sie mir bitte, wie ich diesen Preis als Normalkäufer feststellen kann.
Wenn ich nun für so ein Fertigessen 10€ oder 20€ bezahle, wird dann nicht mehr betrogen (gilt natürlich auch für Würstchenbuden und Gaststätten)?
Wenn ich die Zeit und das Geld investiere, alles und jedes beim Hersteller selbst abzuholen, vom Staubsauger bis zum Apfel, wann soll ich dann arbeiten und mich um meine Familie kümmern?
"Verantwortung für sein Leben übernehmen" ist sicherlich richtig, Aber wie soll ich alles und jeden kontrollieren, um dieser Verantwortung auch gerecht zu werden?
Eigentlich wähle ich Politiker, die mit dem ihnen unterstellten (Beamten-) Apparat und mit meinen Steuern unter anderem sicherstellen, dass alles seinen "geregelten Gang" geht.
Nun frage ich, woran liegt es?

@pippilotta

"Und mal ehrlich, wer Fleisch isst, dem kann es doch es doch 'wurscht' sein, ob er einen gequälten Rind-, Schweine-, Huhn- oder Pferdekadaver auf dem Teller hat ..."

...genau...und wer fahren will, dem kann es doch egal sein ob Auto oder Fahrrad, ob Audi oder VW...

...denn nein, wenn man ein Produkt kauft bei dem Schweine- und Rindfleisch verarbeitet wurden, dann will man dieses auch haben und nichts anderes, egal ob schädlich oder nicht.

Und Unternehmen haben sich daran zu halten, dem Käufer eben keine Katzen im Sack zu verkaufen(wo kämen wir denn dann hin?)...quasi erlaubtes Betrügen? Nach dem Motto kaufen sie heute Fleisch, welches werden sie dann sehen...

...mal hoch rechnen, kaufen sie heute Metall, welches Metall genau, das werden sie dann sehen? Das wird bestimmt lustig, oder? Wenn es zum Glücksfall wird, dass das gekaufte Produkt auch das gewollte Produkt ist...

Zum Irsinn des

Zum Irsinn des billig-billig-Fleischkonsums, der verschlungenen Handelswege und der Unkontrollierbarkeit will ich nichts hinzufügen, aber zum "Aus-den-Regalen-Nehmen" (was ja wohl mit Vernichtung der Lebensmittel endet): warum nicht überall einen Aufkleber drauf "Kann Spuren von Pferdefleich enthalten", und für den halben Preis verkaufen!

Achim K.

Der größte Profiteur

sind die Großverteiler; die Namen sollten allen bekannt sein. Also lasst diese Ware in den Geschäften einfach links liegen. Kauft beim Detaillisten, der seine Ware nicht auf umschlungenen Wegen einkauft. Zudem behaupte ich, dass diese weitverästelten Wege absichtlich eingerichtet wurden, um Kontrollen zu erschweren. Den sich nun wehrenden Geschäftsinhabern, sie hätten nichts davon gewusst, ist kein Wort zu glauben. Lug und Betrug auf der ganzen Linie.

Fehler im System

Der tatsächliche Skandal ist der massenhaffte und gierige Verzehr von Fertiggerichten und deren industrielle Herstellung inklusive unartgerechter Tierhaltung. Daran wollen sich viele berreichern und der Konsument will die Produkte billig einkaufen. Ein ziemlich krankes System! Lieber lokal einkaufen und selber kochen!

Wer mehr sehen möchte:
https://www.facebook.com/photo.php?v=420901831314393

Guten Appetit!

@Zeitleser22

Ihre Argumentation finde ich hanebüchen. Warum soll etwas gesund sein, nur weil es koscher ist? Ist Schweinefilet ungesünder als Hähnchenfilet? Sind Scampis ungesünder als Fisch? Nur weil die jüdische Religion sich seit 4000 Jahren zahlreiche Beschränkungen über ihr Essen auferlegt hat, heißt das noch lange nicht, dass das Essen damit auch gleichzeitig gesünder ist. Zudem weist User habu korrekterweise darauf hin, dass die USA alles andere als ein Musterbeispiel für gesunde Ernährung sind. Auch in koscherem Fleisch können illegale Stoffe gefunden werden, Betrug ist immer möglich. Dass koscheres Essen Ihrer Meinung nach einen so guten Ruf in den Staaten hat, hat mitnichten etwas mit der besseren Qualität des Essens zu tun. Schächten als Möglichkeit zur Schlachtung lehne ich übrigens ebenso ab.

Als I-Tüpfelchen scheint mir Ihre Behauptung über 80% koscherer Lebensmittel in den Staaten (in Supermärkten) als maßlos übertrieben, was mir auch von einem US-Freund bestätigt wurde.

Der Verbraucher ist schuld !

So und nicht anderst !
Schließlich hätte der Verbraucher schon viel früher seine Lebensmittel in ein vorhandenes Lebensmittellabor geben können.
Er hätte das auch schon Anfang letzten Jahres (2012) tun können, nachdem ein Fleischlieferant wegen seiner Betrügerei zu einer Haftstrafe verurteilt wurde.
Der Verbraucher hätte auch auf den Konsum verzichten können und so den Druck auf die Lebensmittelindustrie etwas entlasten können. Aber nein er hat weiter gefressen und immer noch mehr gewollt.
Woher soll es denn kommen ? Ein Rind wächst nicht von jetzt auf Nachher in der passenden Qualität und Quantität.
Der Verbraucher soll halt auch ein mal ein wenig Verständniss zeigen und über ein paar Spuren hinweg sehen.
Genauso wie es die Kontrolleure auch getan haben.

Es wird schon stimmen, was da auf der Verpackung steht. So wird aus Abfall eine Delikatesse und aus dem Pferd ein Rind oder war es vielleicht die Elefantenherde die jetzt Rinderburger sind ....

Frage an die mehr oder minder militanten Vegetarier

Ich weiß nicht, ob pippilotta als Vegetarierin egal ist, ob sie Möhren oder Schwarzwurzeln auf den Teller bekommt, ist ja eh alles vegetarisch. Also bitte etwas sachlicher.
Meine Frage lautet daher: Wie stellen die Vegetarier sicher, dass bei ihren Lebensmitteln nicht gepfuscht wird? Bauen sie generell alles selber an und ernten auch selber? Wie stellen sie sicher, dass nur wenig oder gar kein Pflanzenschutzmittel eingesetzt wird, kein Obst "gewachst" oder ähnlich behandelt wird?
Das sieht sicherlich erst einmal einfacher als beim Fleisch aus.
Aber was ist wirklich alles im Tofu drin?

Warum interessiert es Fleischesser ...

ob sie nun Pferdefleisch oder Rinderfleisch essen? Warum diese Aufregung? Ob nun mit toten Pferden oder toten Rindern 20% des Treibhausgases produziert wird, ist der Erde völlig schnuppe.
Wenn man schon das größte Umwelt-Übel des Globus ist (ja, noch vor Verkehr und Industrie) dann sollte man die Klappe halten. Luxusprobleme die das Leben von Millionen von hungernden Menschen kosten, haben auf den Titelseiten nichts verloren. Verlogene Welt, die ihren Planeten grillt um Burger zu konsumieren und uns dann mit Kreislauf und Herzerkrankungen jahrelang auf der Tasche liegt. Ganz zu schweigen von der unfassbaren Energieineffizienz diese Schlachttiere bis zur Tellerreife hochzufüttern.

ich persönlich empfinde es

ich persönlich empfinde es als ausgesprochenen Quatsch, den Verbraucher für Betrügerein verantwortlich zu machen. Natürlich kann ich kein Bio-Fleisch für 99 Cent erwarten, und ich muß mir im Klaren darüber sein, daß das Fleisch aus Massentierhaltung und mit dem einen oder anderem Medikament versetzt ist. Aber ich muß trotzdem erwarten können, daß da wo Rindfleisch drauf steht, auch welches drin ist.
Ich habe kein Problem damit, daß es Menschen gibt, die nur Pflanzen essen oder Pferd oder was auch immer, aber ich will wissen, was in dem jeweiligen Produkt ist. Wenn dort genmanipuliertes Zeugs drin ist, soll es auch draufstehen, wenn E- Irgendwas drin ist, soll es dranstehen und wenn Brot, Brötchen etc. mittels Enzymen hergestellt werden, will ich es auch wissen. Und hier liegen m.E. die Probleme. Ich kaufe eig. gern bei denen die ihre "Lebensmittel lieben". MitE anfangen und mit A aufhören, aber ich hasse es, wenn auf den Produkten nur noch steht, " hergestellt für E...A Hamburg".

Soso, 750 Tonnen

Soso, 750 Tonnen Pferdefleisch. Das sind fast 4.000 Pferde (Knochen und Nichtverwertbares abgezogen) - ich möchte gern wissen, ob das realistisch sein kann und die wirklich alle in Bulgarien auf der Weide waren.

Die andere Frage : es wird ja ständig unterschwellig der Eindruck erweckt, Pferdefleisch sei sozusagen gesundheitsschädlich - ich rede jetzt nicht von fragwürdiger falscher Deklaration. Früher und heute wird hier Sauerbraten aus Pferdefleisch angeboten und gern gekauft. Ist das nicht irgendwie ein Widerspruch ?

Kommentar 1

Jedes Pferd u. jeder Esel in EU benötigt seit 2000 von Geburt an den Equiden-Pass. In diesem Pass muss sich der Besitzer/Eigentümer entscheiden, ob sein Pferd/Esel zur Lebensmittelgewinnung dienen soll oder nicht. Im Klartext ob das Tier zum menschlichen Verzehr vorgesehen ist oder nicht. Wenn ja, dann sind die meisten u. wirksamsten Medikamente, nicht zugelassen. Es besteht aber die Möglichkeit, das Tier im erst im Notfall zum Nichtschlachttier zu deklarieren. Das ist dann eine Entscheidung für immer! Ein solches Tier darf nicht in die Nahrungskette der Menschen. Als Löwen u. Tiger Futter kann es dennoch geschlachtet werden. Bei einem Tier welches zur Lebensmittelgewinnung dient müssen seit Lebens alle Medikamentationen im Pass genau dokumentiert werden. Ohne diesen Pass darf ein Pferd noch nicht einmal transportiert werden.Normal ist für jedes Schlachtpferd der Equidenpass da, ohne den es nicht geschlachtet werden darf. Die Praxis u. die Kontrolle sieht anders aus!

Verbraucherschutz kann im Ansatz noch funktionieren

Bei diesen Skandalen das regelmäßig wiederkehrende Verbraucher-Bashing zu betreiben, soll wohl bedeuten, dass der gewinnbringende Beschiß bei der Lebensmittelerzeugung als "Geschäft" zu akzeptieren ist. Das Verursacherprinzip verschwindet, weil sich die "Schuld" auf die Doofheit der Getäuschten verlagert.

Dazu die Begebenheit auf unserem Stadtfest im letzten Sommer. Wir wollten uns eine Portion Backfisch genehmigen, bekamen aber nichts, weil nichts mehr verkauft werden durfte. Was war geschehen?
Das Gesundheitsamt hatte bei einer unangemeldeten Kontrolle festgestellt, dass die Verkäuferin nicht über das erforderliche Hygiene-Zeugnis verfügte und den Verkauf damit sofort untersagt.

Diese "Dankbarkeit", dass mich die Behörde so konsequent vor ggf. hygienisch bedenklichem Fischverzehr geschützt hat, vermisse ich bei Dioxin-Eiern, Gammelfleisch, Antibiotika und weiteren Beimischungen im täglichen Nahrungsangebot.

Aber das Eine hat wohl nichts mit dem Anderen zu tun - oder?

Transporte verteuern

Ob ich nun Rind, Schwein, Hähnchen, oder auch andere Tiere wie z.B. Pferde esse, ist nicht der große Unterschied. Ich kenne Leute, die Pferdefleisch für köstlich halten. Zu befürchten ist nur, dass Pferde, die illegal zu "Rindfleisch" werden, nicht als Schlachtvieh gehalten wurden und daher mit Medikamenten behandelt sind, die im Fleisch für den Verzehr nichts zu suchen haben.
Hier werden "Waren", die einen Wert von fast Null haben, hin und her transportiert und haben dann plötzlich einen geringfügig höheren Wert. Nun ja, ein Anstieg von 10ct auf 30ct bedeutet 200% Gewinn.
Das alles funktioniert natürlich nur, wenn der Transport quasi zum Nulltarif erfolgt. Wie bei vielen anderen Waren habe ich den Eindruck, dass wir dringend etwas unternehmen müssen, um solche Transporte zu verteuern...

Das Opfer hat immer die Schuld?

"Es liegt auch am Verbraucher"

Nein, diese billige Polemik darf man sich nicht gefallen lassen! In der sogenannten Wirtschaft gilt das MiniMax-Prinzip des Wirtschaftens, nämlich das Bestreben, mit dem geringst möglichen Aufwand den größtmöglichen Ertrag zu erzielen. Und danach richten sich Industrieunternehmen wie Verbraucher gleichermaßen. Niemand würde auf die Idee kommen, Dosenblech als Stahlblech zu liefern. Also hat auch der "Verbraucher", obwohl dieses Wort heute fast synonym mit der "Dumme" benutzt wird, nicht Schuld daran, dass Kriminelle auf Pferdefleisch "Rindfleisch drauf schreiben!

ganz einfach...

ich esse keine Fertigprodukte, weil man für den Preis auch nix vernünftiges erwarten kann. Genauso mit allen anderen Lebensmitteln, die so extrem billig sind, das in der Produktionskette an einigen Stellen im Normalfall so gut wie nix abfallen würde...

Es liegt nicht am Verbraucher

Verbraucher müssen sich auf das Etikett verlassen können. Das können sie nicht, solange im real existierenden Kapitalismus der Verbraucherschutz unzureichend ist.

Und das ist er so gut wie überall.

Nur geträumt oder Wer ist Schuld?

Wie jede andere Fachrichtung, durchläuft auch der Kapitalismus (seit Tauschmittel existieren) eine Wissenschaftsevolution, d.h. in diesem Falle, Anhäufung von Kapital wird auf allen Existenzebenen perfektioniert. Das ist der Denkschlüssel für Mechanismen wie die, die hinter dem aktuellen Fleischskandal stecken. Jede/r (Möchtegern-)Beteiligte an einem Gewinnkonstrukt lädt ein für sich moralisch akzeptables Quantum Teilschuld auf sich, jedoch nicht Verantwortung, geschweige denn Ethos. Seit vielen Jahren bin ich über KEINEN EINZIGEN Verbraucherskandal mehr auch nur in mindesten überrascht. Kritische Stimmen werden stigmatisiert, und Wirtschaft und Lobby streuen gezielt Desinformation und Propaganda. Dahinter stecken weniger Verschwörungen als krimineller Egoismus und zunehmende Verabschiedung von der Realität.
Wenn der Traum schöner ist - warum nicht in ihm leben? Heißen Dank an unsere Bildungseinrichtungen!
Wer Besserung verlangt, muß sich leider selbst mal vom TV oder PC wegbewegen.

@smokings 12:17, betr.nuckelavee

Ja, da haben Sie vollkommen Recht.
Was da passiert ist Betrug, kriminell, nicht zu dulden.
ALLE Unternehmer in dieser Kette müssen zur Verantwortung gezogen werden. Keine Frage.

Aber nuckelavee hat auch Recht.
Denn die -ganz speziell deutsche!- Geiz-ist-geil-Kultur bereitet diesen Machenschaften einen wunderbaren Nährboden. Alle wollen alles haben, und zwar so günstig, dass es sich jeder leisten kann. Bei gleichzeitigen Lohnerhöhrungen bitte. Aber die Preise dürfen nicht steigen.

Unser Lebensstandard in D'land ist zu hoch (ja, ja, ich rechne damit, jetzt gekreuzigt zu werden) was sich (nicht nur, aber deutlich) im Lebensmittel-Sektor zeigt. 7x die Woche Fleisch soll's sein, Fertiggerichte (ist ja so bequem) für 1€99, Milch für ein paar cent, aber bitte alles in 1a-Qualität. Und aufpassen, dass das auch wirklich funktioniert, soll der Staat. Aber mit weniger Steuern bitte, die sind ja zu hoch.

Man ist in D'land ein bisschen sehr anspruchsvoll geworden.

Pferdefleisch

wird vielerorts als besondere Delikatesse angeboten und meine Großmutter bereitete Sauerbraten aus Pferdefleisch zu.
Durch den "Pferdefleisch-Skandal" haben nun aber die Lebensmittelketten sowie die Hersteller der Fertiggerichte ein gutes Argument, die Überproduktion zu entsorgen. Ich hoffe nur, dass das nicht wieder zu Lasten der Verbraucher geht. - Rinderwahn und Schweinepest lassen grüßen!

750 Tonnen??

Die Frage,wie kam das Pferdefleisch in die Lasagne,denke ich,sollte den Politikern in unserem Land und in Brüssel gestellt werden.Ich weiß nicht,was ein Pferd wiegt bzw. nicht alles von einem Pferd kann man verwenden.750 Tonnen sollen in die Nahrungskette gelangt sein,wie sind denn diese Tonnen aus dem Land herausgekommen bzw. wie wurden sie deklariert.Da stehen doch Hunderte von Pferden dahinter,innerhalb der EU,wie kann es geschehen,dass sich plötzlich soviel Pferd "bewegt".Jetzt wird labormäßig untersucht,dachte,dass bei der Herstellung der Produkte,man die Zusammensetzung,die man deklariert,auch im Labor ständig untersucht wird.Wieso ist dort nichts aufgefallen.Fertigprodukte werden nun verunglimpft.Lasagne würde ich mir nie kaufen,weil nicht mein Geschmack,aber ein fertiges Fricassee von einem bestimmten Discounter haben wir bisher gekauft.Sollte wir nun selbst davon Abstand nehmen,wozu ein Verbraucherschutzministerium,abschaffen,zusammen legen,Umwelt,Energie,Verbraucher usw.

das frage ich mich auch

ob das alles wirklich Pferd war. Vielleicht auch noch ein paar Kamele dabei? Oder gar noch was Anderes. Eigentlich gibt es ja mehr Kühe, bzw. Rinder und dessen Fleisch müsste theoretisch billiger sein, ausser es ist noch was dabei, was noch billiger ist. Schließlich haben die Zwischenhändler und Speditöre auch noch daran verdient. Ach, wieviel bekam der arme Bauer für sein Pferd?

@hammad

"Eigentlich gibt es ja mehr Kühe, bzw. Rinder und dessen Fleisch müsste theoretisch billiger sein, ausser es ist noch was dabei, was noch billiger ist."

Eigentlich sollte es tatsächlich mehr Rinder geben als Pferde.

Allerdings fällt mir dazu ein, das Wildpferde in Australien eine Plage sind der man versucht Herr zu werden, indem man sie vom Hubschrauber aus erschießt.

Da könnte man sich die Frage stellen, was machen die mit den Kadavern? Und Hubschrauber fliegen ist bestimmt nicht so billig für den Armen Bauern. Der muss ja irgendwie den Treibstoff bezahlen. ;-)

Bereits gestorbene Pferde

Ich frage mich, ob es möglich ist, dass Fleisch von, bereits verendeten, evtl. eines natürlichen Todes oder an einer Krankheit oder durch einen Unfall gestorbenen/getöteten Pferden verarbeitet wurde. Es liegt doch nah, dass etwas nicht stimmt. Pferdefleisch ist normalerweise teurer als Rindfleisch. Jedoch wohl nicht, wenn das Pferd bereits gestorben war und schlichtweg entsorgt werden musste.

Könnte dies die Antwort auf die Frage sein, weshalb Pferdefleisch verwendet wurde? Es ist wohl eindeutig, das Kriminelle Zusatzgewinn gemacht haben auf diesem Weg. Und Pferdekadaver sind wohl tatsächlich kostengünstiger als schlachtreife Rinder!

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