Kommentare

Reaktionen?

@Tagesschau.de: Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Mich würde interessieren, wie eine solche Studie in der französischen Öffentlichkeit aufgenommen wird. Nimmt man sie überhaupt war?

1 GAU = 430 Milliarden Euro (?)

Diese "Berechnung" kann nicht seriös sein, und schon gar nicht wenn man sich auf Fukushima bezieht. Denn in Japan ist noch fast alles unklar. Die Brennstäbe liegen immer noch ungeschützt in den Abklingbecken. Und die Technologie um den Folgen der Kernschmelze Herr werden zu können sind noch nicht einmal entwickelt.

Insgesamt wäre ein solcher Unfall in Frankreich doppelt so teuer wie die Kosten für Fukushima. Die französischen Forscher erklären das damit, dass in Japan das Wetter Schlimmeres verhindert habe und die radioaktiven Partikel aufs offene Meer geweht habe

Bitte noch mal nachrechnen: Wie teuer wird der "Atomspaß" wenn im Falle eines Gaus die radioaktiven Partikel auf Paris niedergehen und die französische Hauptstatt aufgegeben werden muss? Da dürfte unverkäuflicher Wein das geringste Problem sein.

Der gute Wein!

wenn dann die Flaschen im Keller leuchten weiß man genau ... das ist der 2032er Chateau D'Atom.

Interessante Rechnung übrigens, ob es wohl Zufall ist, dass sich Atomkraft demnach schon ab 10 Reaktoren "trotzdem lohnt" - geht man von einem (1) GAU aus ?!

Haftpflicht!!

Selber muss ich für mein Gewerbe eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, wie es in sehr vielen Branchen üblich ist. Wenn ich diese Haftpflichtvericherung nicht hätte, so gäbe es für mich ein unumgängliches "Betriebsverbot"!

Wenn die Betreiber der AKWs nun ebenfalls eine solche Versicherung haben müssten, was absolut verständlich und plausibel ist...was passierte dann?

Police zu teuer und unbezahlbar --> keine Haftpflichtversicherung = kein AKW

Punkt!

Tsunamiewahrscheinlichkeit

Ok und jetzt bitte die Wahrscheinlichkeit für Tsunamis in Frankreich. :)

- Nachtrag

und was sagt uns das über Frankreichs atomare Rückversicherungen, wenn man pro ~10 Reaktoren auf t gegen unendlich mit einem GAU rechnet.

/// Was würde ein Atomunfall

/// Was würde ein Atomunfall wie der in Japan für Frankreich bedeuten? ///

Ein starkes Erdbeben mit anschliessendem Tsunami bei an der Küste gelegenem KKW in Frankreich ?

Kann in Frankreich nicht auftreten.

Im übrigen waren in Japan die Folgen des Tsunamis um Faktoren schwerwiegender als durch die Havarie des KKW.
Alleine 200.000 Tote durch den Tsunami und ein paar Wenige ( oder gar keine ? ) bei der Havarie.

Gute Frage gpba005! Nur frag

Gute Frage gpba005! Nur frag ich mich obendrein, die Summe kann doch nicht absolut sein, könnte mir vorstellen das diese Zahl ziemlich weit unten angesiedelt ist! Nur hoffe ich niemals meine These bestätigt, durch einen Gau zu erleben und meine Nachkommenschaft auch davon verschont bleibt.

Nur muss man festhalten - das

Nur muss man festhalten - das diese Summe viel zu niedrig ist

Schon der Vergleich mit den Summen beim GAU von Fukuschima zwingt auf - dass man hier bei weitem nicht alle Schäden berücksichtigt hat.

In Japan fehlt z.B. die Dekontaminierung der betroffenen Waldgebiete und der landwirtschaftlichen Nutzflächen.
Man hatte lediglich die bebauten Flächen von Dörfern und Städten berücksichtigt.

Bis jetzt gibt es auch keine seriösen Schätzungen zu den Kosten des Rückbaues der strahlenden Ruinen der zerstörten Meiler!

Das ganze soll letztlich implizieren - dass es zwar mega teuer würde - aber doch beherrschbar wäre.

Letztendlich nur eine weitere Nebenkerze!

Folgekosten "egal"

Für Atomkraftbefürworter waren die GAU-Folgekosten schon immer egal, denn er wird ja nie eintreten.

Oder anders gesagt: keine Führungskraft wird sämtliche Boni seit Inbetriebnahme eines AKW zurückzahlen müssen, nur weil dieses sich in strahlenden Müll auflöst.
Also ist jedes Jahr in dem es rund läuft ein sicherer Gewinn und jedes Jahr in dem man abschaltet obwohl mit 99% nix passiert wäre ist ein Verlust - denn man muss ja nicht selbst in direkter Werksnachbarschaft wohnen und wird im Fall der Fälle dann schon irgendwie außer Landes kommen um die persönlichen Folgen einzudämmen.

Dekontimation der Natur...

Dekontamination...wie funktioniert das denn bitteschön? Die Natur kann sich nur selbst dekontaminieren und dafür benötigt sie vor allem Zeit und kein Geld...

Wenn man Strahlung dazu bringen könnte, ...

... nach dem GAU senkrecht nach oben zu steigen, um dann wieder genauso senkrecht nach unten zu fallen, dann könnten die von mir aus die ganze Welt mit AKW's zupflastern.

Spass beiseite: Erstaunlich, wie man so einen GAU in seinen finanziellen Folgen berechnet. Dabei wäre es einfacher gewesen, die Kosten gleich auf Null zu reduzieren .... indem man den Grund für den GAU gar nicht erst baut.

@Grunzebär

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Ok und jetzt bitte die Wahrscheinlichkeit für Tsunamis in Frankreich. :)
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in japan hat man mit der schwere auch nicht gerechnet.

sowieso sind es immer die ereignisse, die man eben nicht kalkuliert hat, weil man sie für unwahrscheinlich oder unsinnig gehalten hat, die die großen katastrophen verursachen.

im grunde istd er gau in tschernobyl auch durch bagatellschäden verursacht worden.

@grunzebär

Tsunami...nö...
Aber Frankreich ist in einem Krieg.

Was wäre wohl, wenn irgendwann mal die gegnerischen Parteien auf die Idee kommen würden, statt selber Atombomben zu bauen, einfach die AKWs und atomare End/Zwischenlager in Europa in die Luft zu jagen.

Bei der großen Anzahl und dem Luftverkehr über Europa dürfte das nicht so schwer sein.

Einen effektiveren Schlag gegen diesen dichtbesiedelten Raum kann ich mir kaum vorstellen.

Alles einfach in Kosten darstellbar?

Man versucht einen AKW-Gau in Kosten darzustellen.
So nach dem Motto: Können wir uns den denn leisten?
Also steht mal wieder das Geld im Vordergrund.

Die Menschenleben und Gesundheitsschäden sind irgendwie
mal wieder völlig uninteressant. Werden halt beziffert
und abgegolten. Wir soll man das den bezeichnen?

Ansonsten ist die Studie ohnehin Makulatur. Ein Gau
lässt sich in seiner Auswirkung nicht vorherplanen.
Alle Faktoren, die eine größere Rolle spielen, sind
doch nicht vorhersehbar.
Auch hier gilt doch: Vorbeugen ist besser als bohren!
Im Fall eines Falles ist die AKW-Technologie einfach
nicht beherrschbar.
Oder will hier jemand behaupten, dass das was man
z. B. in Tschernobyl und Fukushima als Reaktion auf
die Unfälle unternommen hat ein klares und sicheres
Handeln war?
Es wurde doch irgendwie versucht Schadensbegrenzung
zu betreiben. Aber ob es hilft wusste man nicht.
Wollen wir dieses Risiko wirklich noch länger dulden?

zu wenig

Studien wie von Rosenbaum kommen auf Kosten für einen GAU in Deutschland von 2,5 - 6 Billionen Euro. Krebsbehandlung, Entschädigungsleistungen für Angehörige von Verstorbenen, Produktionsausfälle, Dekontamination etc.
430 Mrd. scheint mir da zu wenig, zumal die wahren Kosten für Fukushima auch noch in den Sternen stehen.

An alle Atomgläubigen und "In

An alle Atomgläubigen und "In F gibts keinen Tsunami-Erklärer".

Ich wusste nicht das Tschnernobyl von einem Tsunami und/oder Erdbeben heimgesucht wurde.

Merkwürdige Argumentationen

Im Ergebnis ist es doch wohl ziemlich egal, ob der Auslöser für eine Kernschmelze nun ein Erdbeben, ein Tsunami, ein Flugzeugabsturz, Terroranschlag oder ganz einfaches technisch-menschliches Versagen ist. Das scheinen einige Kommentatoren hier in ihrem offensichtlichen Gottvertrauen in die Segnungen der Atomtechnik nicht begriffen zu haben.

Unsinnige Theorie!

Solche Berechnungen und Berichte sind unsinnig und unseriös!

Abgesehen davon dass eine solche Situation in Europa extrem unwahrscheinlich ist kann man so etwas mit den Folgen wohl kaum so einfach von Japan auf Europa umrechnen.
Außerdem stehen die endgültigen Kosten und Folgen für Japan noch gar nicht fest. Da sollte man vielleicht in 10 Jahren noch einmal nachrechnen und wird wahrscheinlich zu ganz anderen Ergebnissen kommen!

@Werner40 Unglaublich!

Haben sie es immer noch nicht erkannt?
Die Opfer einer Reaktorkastrophe sind kaum sofort tot, die Verstrahlung wirkt Jahrzehnte nach.
Die Überlebenden sterben Jahre später an Krebs.
Die Gebiete sind auf lange Zeit unbewohnbar.

Nach einem Tsunami räumt man auf und kann dort wieder siedeln.

@12:52 — aliascalvin: Haftpflicht

Greenpeace hat das mal ausrechnen lassen. Bezahlbar wäre eine solche Haftpflichtversicherung für KKWs.
Allerdings würde die kWh Atomstrom dann ca. 2,70 Euro kosten.

Aber keine Sorge KKWs sind sicher, bisher haben sie sich an die Statisktik gehalten und es gab, wie von den Statistikern einst berechnet, nur alle 25 Jahre einen GAU.

Laut Statistik kommt es in einem Reaktor alle 10000 Jahre zu einem GAU. Bei ca. 400 KKWs weltweit, ergibt sich ca. alle 25 Jahre ein großer Unfall.

Frage:

angenommen der Gau passiert,
angenommem er kostet soviel wie oben angegeben,
angenommen ein wunder geschieht, und es wäre möglich die Natur zu dekontamenieren..
WER verdammt würde dafür bezahlen?
der Atombetreiber? Nie un nimmer
Versicherungen? Atomunfälle sind bei allen Versicherungen der Welt AUSGESCHLOSSEN.
(EInzig eine Betriebunterbrechungsversicherung wäre möglich)
Also würde mal wieder "das Volk" dafür blechen müssen.
Sei es mit seiner Gesundheit (Freiwillige gesucht zu Aufräumarbeiten)
Sei es in Form von Steuergeldern , oder EInsparungen im Gesundheitswesen.
<
Nicht umsonst wurden ja die AKW privatisiert....

Ich sehe das

änliche wie WaSe.
Diese Berechnung erweckt den Eindruck, daß wenn man nach einem Gau nur die Milliarden aufbringt, kurz danach alles wieder wie vorher ist.
Weit gefehlt, wenn man weiß, was radioaktive Strahlung ist und was sie bewirkt.

Und das kein Wort über Schäden bei Mensch, Tier und Pflanze verloren wird, finde ich befremdlich. Der Wein scheint hingegen extrem wichtig zu sein.

@ Werner40

Zitat Werner40 7. Februar 2013 - 13:00 :
/// Was würde ein Atomunfall wie der in Japan für Frankreich bedeuten? /// ...
... Alleine 200.000 Tote durch den Tsunami

ist ja eine interessante Zahl, mir selber sind "nur" bekannt:

Bis zum 23. Jänner 2013 meldete die Polizei 15.880 Tote, davon 9.535 in der Präfektur Miyagi, 4.673 in der Präfektur Iwate und 1.606 in der Präfektur Fukushima. 6.132 Personen wurden verletzt. Weiterhin gelten 2.700 Personen als vermisst.
Quelle Wikipedia
de.wikipedia.org/wiki/T%C5%8Dhoku-Erdbeben_2011#Opfer

Warum ein Unglück gegen das andere abwiegen, unterschiedlich werten? Bitte verwirren sie mich nicht mit Tatsachen, meine Meinung steht fest?

Ach ja.
Ein so starkes Erdbeben mit einem anschliessendem Tsunami der ein hochmodernes sicheres AKW kaputt haut, kann in Japan nicht auftreten. Das wussten doch alle. Vorher.

Das Wesen der Marktwirtschaft

1. Tue so, als wenn du alle Schäden korrekt bezahlen würdest.
2. Mache eine steuerfreie Rückstellung in dieser Höhe.
3. Im Schadensfall zahl nur einen Bruchteil, gehe vor Gericht.
4. Also sparst du vorher Steuern und hast dann einen AO-Ertrag!
Denn merke: zahlen tut die Kosten wie Mehrkosten sowieso immer der Verbraucher, während das was übrig bleibt "Gewinn für unternehmerisches Wagnis" ist, hihihi!

Mal schauen, wann das Volk es lernt

An alle, die sich darüber aufregen, dass für so einen Unfall nur der Steuerzahler wieder her halten muss:

Lächerliche 6 Monate nachdem der Unfall in Fukushima geschehen ist, war die Wählerstimmung wieder so wie vorher, als wäre nichts geschehen. So ein Steuerzahler hat es nicht anders verdient, als für Atomunfälle blechen zu müssen.

Tsnunamis in Frankreich

Erstens geht es nicht um Tsunamis, sondern einfach nur um GAUs - wodurch die verursacht werden ist egal, der Schaden bleibt der gleiche, und nur der des GAUs und nicht der eines Tsnunamis wurde berechnet.

Zweitens - Frankfreich liegt am Mittelmeer, und dort gab es in der Geschichte schon oft gewaltige Tsunamis. Mit Italien liegt auch ein ensprechendes Erdbebenzentrum direkt vor der Haustür/Küste.

Aber ist ja auch egal. Leute die für etwas Strom bereit sind ganze Kontinente zu vergiften, Krankheiten zu riskieren und ihren "günstigen" Strom mit vielen Milliarden an Steuergeldern zu subventionieren und nachfolgende Generation zigtausende Jahre lang zu gefährden, sind wohl durch keine rationale Rechnung und auch keinen vierten GAU (nach Tchernobal, Three-Miles-Island, Fukushima) selbst direkt vor der eigenen Haustür zu überzeugen, dass Atomkraft nicht sicher und auch nicht günstig ist.

Pro Atomstrom!?

Ich war viele Jahre ein Befürworter des Atomstroms. Allerdings wurde in der Vergangenheit MEHRFACH der Beweis erbracht, dass wir diese Technik NICHT beherrschen.

Deshalb kann es für jeden vernünftig denkenden Menschen nur eine einzige Konsequenz geben: RAUS AUS DER ATOMENERGIE - so schnell wie möglich!

Folgekosten

Gut, in Frankreich kann es wohl kaum einen Tsunami geben. Den hat es auch in der Ukraine nicht gegeben, aber einen GAU! Noch heute sind hunderte von Quadratkilometern nicht bewohnbar und werden es auch in den nächsten 100 Jahren nicht sein. Mit wieviel will man dieses Land anrechnen? Wie hoch waren, sind und werden die Kosten für die medizinische Versorgung sein? Nach diesem GAU wurden Millionen Tonnen an Lebensmittel vernichtet, Europaweit. Jetzt ist die Gegend um Tschernobyl bei weitem nicht so dicht besiedelt wie Frankreich, Deutschland und all die anderen angrenzenden Staaten. Somit kann man auch Japan nicht unbedingt mit Frankreich vergleichen, denn Japan ist relativ allein wie ein Blick auf den Globus zeigt. Ein Großteil der Radioaktivität geht ins Meer, bei uns über Europa. Somit dürfte die angegebene Zahl nur einen Bruchteil der wahren Kosten darstellen.

@

@Grunzebär: Die Kernschmelze in Fukushima wurde nicht durch den Tsunami ausgelöst sondern durch das Erdbeben. Tepco hat dies schon vor Monaten offiziell eingeräumt.

@flodian: in japan hat man mit der schwere auch nicht gerechnet.
Die IAEO hat Japan bereits mehrere Jahre vor dem Gau darauf hingewiesen, dass die Reaktoren nicht erdbebensicher sind.

@Werner40: und ein paar Wenige (oder gar keine?) bei der Havarie.
Ca 600 Tote bei der Evakuierung der betroffenen Gebiete.

@Miauzi: Das ganze soll letztlich implizieren - dass es zwar mega teuer würde - aber doch beherrschbar wäre.
Perfekt auf den Punkt gebracht.

@Phonomatic: 2032er Chateau D'Atom.
:-)

Wir sind ja schon gewöhnt an Milliarden und Billionen

Es würde knapp 1/2 Milliarde € Kosten, aber nur keine Panik, es ist nur ein Szenarium 'damit Entscheidungsträger Präventivmaßnahmen abschätzen könnten' - könnten, wenn sie denn wollten, die Entscheidungsträger, die in Milliarden Euro denken. Also alles halb so wild und überhaupt: in Frankreich kann es keinen Tsunami geben, also auch keinen GAU - ist doch ganz einfach, das.

FESSENHEIM - freiburg

Im Fall eines GAUs im AKW Fessenheim, das direkt am Rhein, schräg gegenüber von Freiburg liegt, könnten diese 430 Milliarden € Schaden gerade auf die deutsche Nachbarschaft gespiegelt werden.

Das Ökoinstitut e.V. hat eine "Analyse der Ergebnisse des EUStresstest der Kernkraftwerke Fessenheim und Beznau" erstellt im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Ein Auszug:

"...Die vom Betreiber bestimmten freigesetzten Wassermengen bei einem durch ein Auslegungserdbeben verursachten Behälterversagen basieren auf der Annahme einer begrenzten Freisetzung nur des halben Volumens von gemeinsam genutzten Behältern. Bereits unter diesen Bedingungen erreicht der Wasserstand auf dem
Gelände mit 205,51 m NN ein Niveau, bei dem ein Eindringen von Wasser in die sicherheitstechnisch relevanten Gebäude nicht mehr ausgeschlossen werden kann..."

Link zur Studie:
http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/98944/EU_Stresstest_Teil_...

In Tschernobyl war kein

In Tschernobyl war kein Tsunami der Auslöser. Spaßvogel. Ja, ein Gau ist nicht "sehr wahrscheinlich", aber die Folgen sind so verheerend, dass auch ein "unwahrscheinlicher" Gau den Bau und Betrieb eines AKW verbietet. Das erste AKW wurde 1954 gebaut - in 59 Jahren dieser Technologie gab es zwei Gaus - die mehr oder "weniger" gefährlichen Störungen nicht mitgerechnet, handelt es sich nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit um eine durchaus unsichere Technologie.

Die Einheiten fehlen

Eigentlich lernt man das ja in der Schule, 430 Mrd. pro was, Woche, Monat, Jahr, bis die Strahlung abgeklungen ist? Pro Jahr wäre wohl realistisch, Tourismus in Weinberge usw. als Umsatz eingerechnet.

Aber wie wäre es denn wenn man mal die Kosten (nicht den Preis) von Atomstrom genau berechnet, nicht beim GAU sondern beim optimalen Betrieb. Also die erhöhten Krebserkrankungen auf die nächsten 1000 Jahre hochrechnet, den so lange und länger strahlt es. Oder die Umweltverwüstung und Wasserkontaminierung bei Herstellung und Aufarbeitung des Urans.

Was wäre eigentlich der monatliche Versicherungsbeitrag bei rund 400 Mrd. Schadenssumme aller 30 Jahre irgendwo auf der Welt.

Grundsätzlich

Grundsätzlich soll man die Hände von Dingen lassen, die man nicht beherrschen kann. Ganz besonders im Fall Atom (Strom, Waffen, etc.).
Atomstrom wurde über Jahrzehnte durch den politischen Willen = gute Lobbyarbeit sowie durch Subventionen weltweit gefördert und zum "Billigstrom" entwickelt ohne die Folgekosten zu berücksichtigen (Endlagerung, GAU etc.).
Jedem sollte inzwischen klar sein, dass - wenn ein GAU im dichtbesiedelten Mitteleuropa geschehen sollte - niemand die Verantwortung (wirtschaftlich und politisch) dafür übernehmen wird und (zumindest wirtschaftlich/monetär) auch nicht kann. Wie hoch sind RWE und Co. für diesen Fall versichert??? Was ist mit Toten, Strahlenopfern, etc. vom gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Schaden ganz abgesehen??? Lachhaft je länger man darüber nachdenkt.

Frankreich kann keine

Frankreich kann keine Tsunamis bekommen? Mittelmeer und Italien wurden schon angesprochen. Bliebe noch der Atlantik mit vulkanischen Inseln und der Ärmelkanal. Toller Trichter, um so eine Welle ordentlich wachsen zu lassen.

Von daher hoffen wir doch mal, dass es so wenige große Wellen in Europa gibt wie bisher. Und dass die AKWs nicht aus anderen Gründen hochgehen (derer gibts viele).

@Bernd1: In hundert oder tausend Jahren nachsehen wäre wohl klüger.

@WaSe

Ich würde in der montären Berechnung/Einschätzung gar kein Problem sehen, sondern eher ein Hilfsmittel, das jeder versteht.
Es ist jedem klar, welche Wirkung ein GAU hat. Die meisten von uns haben Tschernobyl und Fukushima erlebt und überlebt... wenn man aber sachlich (und nicht rein ideologisch) diskutieren möchte, benötigt man eine Grundlage, die bewertet werden kann. Die einfachste Bewertung erfolgt immer monetär. Der Betrag von 430 Mrd Euro ist doch nur eine Hausnummer, über die man streiten kann. So wie hier, wo die meisten die Zahl einfach nur als "falsch" deklarieren, ohne die Intention zu betrachten. Ob das nun 430 Mrd, 600 Mrd oder 1 Bio Euro sind, ist doch vollkommen egal. Es geht im Kern darum, dass es teuer ist. Und letztlich, dass man ruhig nochmal 43 Mrd (oder x) Euro in die Sicherung der Anlagen stecken kann, ohne dass jemand einem vorwirft, Geld aus dem Fenster zu werfen.

Geld eignet sich nunmal sehr gut, um emotionslos zu diskutieren...

GAU

Wer hier so pathetisch die Moralkeule schwingt und die armen Toten erwähnt dem sei mal empfohlen nach Tote pro KWH je Erzeugungsart zu recherchieren. Je nach Quelle gibt es da Unterschiedliche Ergebnisse, aber Kernkraft steht da nie sonderlich schlecht da.
Auch die Kosten pro geretteten Lebensjahr sind im Strahlenschutz mit Abstand am höchsten. Wäre zum Beispiel nur ein Bruchteil des Fukuschima-Sicherheitskosten in ein Tsunami Frühwarnsystem und vernünftige Schutzwälle in der Küstenregion ausgegeben worden hätte damit ein vielfaches an Leben gerettet werden können.

Es gibt Gründe der Kernkraft den Rücken zu kehren. Der Wirtschaftseinbruch in Folge eines GAUs ist einer davon. Die paar Menschenleben sind es nicht! Das ist nur Populismus! Denn sie fallen ebenso bei den anderen Energien an (Und da in Kosten und Zahl teilweise weit höher)

Super-Gau im Herzen Europas

wird anscheinend dringend benötigt. Vielleicht auch mehrere. Als Doppel-Blind-Studie sozusagen.

Folgende Fragen stehen zur Klärung an.

1. In welchen Zeiträumen wird gestorben und wer überlebt wie und warum?

2. Wie teuer wird es wirklich und wer beteiligt sich an den Kosten?

3. Was wird für einen Gau benötigt? Ist die Gau-Ursachenliste vollständig, oder muss sie erweitert werden oder ist sie gar offen?

4. Stimmt die Wahrscheinlichkeitsrechnung und verhält sich die Halbwertzeit in dicht besiedeltem Gebiet anders?

5. Ab wann kehren ehemalige Bewohner zurück? Freiwillig oder nicht?

6. Diese Liste hier ist offen, damit Fragen während der Versuche Platz finden

Wir brauchen viel mehr Beweise um eine angemessene und wissenschaftliche Diskussion führen zu können damit sich jeder Befürworter, Technokrat oder Gegner angemessen repräsentiert fühlen kann.

Bitte um passende Vorschläge der Örtlichkeiten...Ironie off

Was alles nicht passieren kann...

"Ein starkes Erdbeben mit Tsunami ... kann in Frankreich nicht auftreten."

Vermutlich nicht - das ist auch gar nicht der Punkt!

Nach Tschernobyl wussten wir, dass man Reaktoren nicht so baut wie in Tschernobyl... und hatten Fukushima. Jetzt wissen wir, dass man Notstromgeneratoren nicht im Keller aufstellt...

Und woran haben wir als nächstes nicht gedacht?!?

@ mr_mad_man 14:09

Hallo mr_mad_man,

wo haben Sie die Zahl von 600 Opfern durch die "Evakuierung der betroffenen Gebiete" her?

Mir selbst sind nur Berichte über einige Selbsmorde sowie über zurückgelassene Personen in diesem Gebiet bekannt.

Gruß

Staubflocke

Tsunamis in Frankreich

... gibt es natürlich. Vgl. hierzu
http://de.wikipedia.org/wiki/Atlantik-Tsunami_von_1858

Was ich nicht selbst erlebt habe, gibt es nicht. So äußern sich einige hier.

"Die Ignoranz der Japaner gegenüber den Erfahrungen ihrer Vorfahren sei nichts Besonderes"

aus

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur
/mahnung-der-vorfahren-wegsteine-in-nordjapan-warnten-vor-tsunamis-a-756622.html

ist nicht auf Fernost beschränkt.

Gruß Wolf

Hmm mal rechnen

Also wir nehmen einfach mal ein paar fragliche Zahlen an und rechnen naiv drauf los: es gibt laut Wiki rund 430 AKWs weltweit und bei einem GAU rechnet man mit 430 Mrd. Euro Schaden. Statistisch wissen wir aus Erfahrung, alle 30 Jahre gibt es einen größeren Unfall. Damit entfallen auf jedes AKW 1 Milliarde Versicherungsbeiträge in 30 Jahren, ohne Inflation und Gewinn für den Versicherer. Das Macht rund 91000 € pro Tag, sagen wir 100000, die MunichRe will auch noch was, was 4166 €/h entspricht. Nehmen wir weiter an so ein AKW stellt im Schnitt 1000 MW also 1000000 kW her dann hat man pro kWh eine Versicheungssumme von 0,004 €. Nun Stellt sich mir aber die Frage ob ich mich verrechnet habe, denn damit wäre Atomstrom immernoch ökonomisch Konkurenzfähig mit Kohle, Wind und Wasserkraft. Aber immerhin für die 9 noch laufenden wären das im Jahr Mehrkosten von 9 Mrd €, wenn man Atomstrom versichern müsste. Ich wäre dankbar wenn das mal jemand nachrechnet und ggf. berichtigt.

@staubflocke

wo haben Sie die Zahl von 600 Opfern durch die
"Evakuierung der betroffenen Gebiete" her?

Aus einem Artikel aus der "Süddeutsche Zeitung"
hxxp://tinyurl.com/b4uh4fq [sueddeutsche.de]

Ein Hochwasser oder ein Trockenfallen ...

Ein Extrem-Hochwasser oder ein Trockenfallen des Rheins könnte im französischen Atomkrafwerk Fessenheim zu einem Super-Gau führen, der das Rheintal von Basel bis Wiesbaden weitgehend verseucht.
Ein Extrem-Hochwasser oder ein Trockenfallen der Mosel könnte im französischen Atomkraftwerk Cattenom zu einem Super-Gau führen, der das Saarland, Rheinland-Pfalz, und das südliche Nordrhein-Westfalen weitgehend verseucht.
Im englischen Windscale (Cellafield), im amerikanischen Harrisburg (Three-Mile-Island), und im ukrainischen Tschernobyl, brauchte es übrigens weder eines Tsunamis, noch eines Erdbebens, oder sonstiger äußerer Einflüsse - dort hat jeweils alleine schon bloß "menschliches Versagen" (und Versagen ist menschlich, so wie Irren menschlich ist) zum Gau geführt.

Im Fall von Fessenheim oder Cattenom wäre das Deutschland, ...

... und hier vor allem der Süden.
Dass F den Schaden für den frz. Tourismus mitrechnet, ist ja ok. Dass aber der Süden Deutschlands in vielen Regionen auch vom Tourismus lebt, wurde wohl ausgeklammert.

Eine Sofortmaßnahme als Konsequenz aus der Studie müsste die Stilllegung des AKW Fessenheim sein. Darauf aber dürfen wir noch lange warten. Momentan beginnt man dort mit sicherheitskosmetischen Maßnahmen.

Frage an den westlichen Nachbarn: Wie hoch wird ein Menschenleben taxiert?

Was diese Studie nicht verrät.

Ist aber auch die Tatsache, das unter einem GAU besonders in Grenznähe zu Deutschland Deutschland viel mehr unter dem Fallout leiden müsste als Frankreich selber.

@HeliFly-14:04

>>Deshalb kann es für jeden vernünftig denkenden Menschen nur eine einzige Konsequenz geben: RAUS AUS DER ATOMENERGIE - so schnell wie möglich!<<

Richtig!
Und noch schneller muss das AUS für Gundremmingen kommen. Dort sollen die letzten beiden SIEDEWASSERreaktoren Deutschlands mit zusammen 2,7GW noch bis 2017 bzw. 2021 laufen.

Gruß, Klako

@ Visitor²

Sie schreiben:
"Was diese Studie nicht verrät.
Ist aber auch die Tatsache, das unter einem GAU besonders in Grenznähe zu Deutschland Deutschland viel mehr unter dem Fallout leiden müsste als Frankreich selber."

Nur ist es wohl auch eine Tatsache dass in Grenznähe zu Deutschland kaum ein Tsunami Schäden anrichten könnte.
Bei der Entfernung der deutsch-französischen Grenze zum Meer ;-)

Aber natürlich liegen etliche AKWs in Frankreich nahe der deutschen Grenze, das ist schon richtig.

@bindaanderermeinung - Zwei Gaus

Es gibt aber Millionen Tonnen hochgefährlicher "Rückstände". Wir nennen es Atommüll oder nukleare Rückstände oder nennen sie es, wie sie wollen.

In der Asse wird sich wohl eine "passiver" Gau ereignen, wenn Salz und Grubenwasser sich der metallenen Fässer "angenommen" haben. Die Fässer und anderen Behältnisse, die in diversen Gruben, Löchern und den Weltmeeren vor sich hin-oxidieren, dürfen sie dazurechnen.

Ich finde es ebenfalls mehr als befremdlich, dass die Folgen für Gesundheit und DNA nicht aufgeführt wurden.

Ein nuklearer Gau in Mitteleuropa hätte selbstredend, neben den gesundheitlichen Folgen, auch evolutionären Charakter im Zusammenhanf mit der Schädigung der DNA von Mensch, Tier und Pflanzen.

@ 14:29 — maschmi78 Geld?

Über Geld kann man nicht emotionslos diskutieren. Wessen Geld? Freiwillige Herausgabe von Geld? Haftung von Staat, Gesellschaft und Unternehmen?

Atomenergie ist zu komplex, um dies in irgendeine Formel zu pressen. Schon gar keine, die Geld als Bewertungsmaßstab setzt. Gegen Menschenleben und Natur.

Atommülllagerung ungelöst!
Risiko Null ungelöst!
Kostenübernahme im Falle eines GAUs ungelöst!

@Bernd1-15:30

>>Nur ist es wohl auch eine Tatsache dass in Grenznähe zu Deutschland kaum ein Tsunami Schäden anrichten könnte.<<

Man kann einen solchen Satz lustig finden - oder mal in andere Richtungen denken:
>Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit von Erdbeben im Rheingraben?
>Wie gut ist Fessenheim gegen Hochwasser gesichert?
>Wie abwegig sind Terrorangriffe auf AKWs?

Bitte um sachliche Antworten.

Gruß, Klako

allein die tatsache...

das man solch ein spektakel durchspielen muß, zeigt,das die kraftwerke alle sofort abgeschaltet werden sollten...

Wenn ein Land so einen Gau

Wenn ein Land so einen Gau kriegt, ist das Land schon vorbei.

Niemand will aus diesem Land mehr etwas haben. Die Bewohner auf ewig belastet. Usw usw.

Zumidnest endlich mal eine Rechnung. Aber die bloßen Zahlen sind auch ziemlich albern.

Verstrahlt ist verstrahlt, egal wie viel das kostet oder einbringt.

die wahrscheinlichkeit eines gaus hängt ...

nicht zuletzt von der Beschaffenheit des ganzen drumherum ab. daher wurde der superphenix eingestellt bzw. umgebaut. ansonsten könnte man sagen das wäre ein "coup de poignard", also dolchstoss, für das land.
shell/bp hat auch entschädigung geleistet wegen der ölpest im golf von mexiko, ist aber deswegen auch nicht pleite gegangen, und die ölnachfrage ist deswegen nicht gesunken. von daher frage ich mich, was dieser artikel bezwecken soll?- wenn "indigenas" im urwald plattgemacht werden wegen der ölförderung liest man das ja auch nicht in der tagesschau. frau merkel war ja auch in südamerika und weiß offiziell von nichts.

Wir könnten, wenn . . .

wir nicht so eine große Angst hätten, uns unser kurzes Dasei auf der Erde recht nett gestalten.
Zurückdrehen können wir die Zeit mit der ganzen Entwicklung nicht, die atomare Nutzung nicht und auch nicht die strom- und erdöl-abhängige.

Ausbeutungen der Erden und Ölreserven u.m. rund um unseren Planeten bis tief ins Innere werden auch die Bewegungen der festen Landteile nicht unbeeinflußt lassen.
Nicht genug, auch der Erdhülle wird die hohe Beanspruchung nicht guttun.

Wir sind an einem Punkt angekommen, ab dem wir mit Atom und Folgen sowie mit Erdöl und seine Erzeugnisse, kurz - unserem Müll - leben müssen. Hinwegzaubern oder einsammeln wird nicht gehen.

@ mr_mad_man 14:56

Danke!

Gruß

Staubflocke

Ich rechne mir die Welt

wie sie mir gefällt.

Wenn Sie sich gegen eine Scheidung versichern, bedeutet das nicht, dass die Scheidung ohne Schaden an Ihnen oder ihrem Ehepartner vorbei geht.

Wenn Sie gegen Krankheit einen Versicherungsschutz haben bedeutet das nicht, dass sie auch wieder gesund werden.

Eine Lebensversicherung wird Ihnen im Schadensfall nicht ausgezahlt. Denn SIe sind dann tot.

Ihre Einschätzung, dass man sich einen GAU leisten kann, weil das Geld quasi einpreisbar wäre, ist eine klassische Milchmädchenrechnung. Interessanterweise haben die Stromerzeuger in den vergangenen Jahren die Einlagerung des Mülls ebenso eingepreist, ohne jedoch das Geld dafür zurück zu legen. Es wurde dem Gewinn zugewiesen.

Wie teuer ist ein radioaktiver Fluss? Was kostet der Tod meiner Nachbarn? Wie viel Geld braucht es, damit Menschen wieder Hoffnung schöpfen? Weiche Faktoren sind wichtiger als die harten Fakten. Das lässt sich kaum berechnen. Man weiß nur, dass es sehr sehr teuer werden wird. Wir riskieren es.

Stresstest lässt grüßen/ Vorbereitung auf das Unvermeidliche

Der Stresstest der EU ist ein weichgespülter Witz, der unter anderem französischen Meilern Sicherheit attestiert hat, obwohl diese bei näherer Betrachtung und härteren Kriterien nicht gegeben ist. Das haben unabhänige Recherchen bewiesen. Atomkraftwerke sind nicht nur nicht sicher, es wird gerade bei der Sicherheit gespart.
Langer Rede kurzer Sinn, brauchen wir wirklich einen GAU in Europa bevor wir schlau werden und die Energiewende so zügig vorantreiben, wie es auch der Preisdruck bei fossilen Energieträgern verlangt; Uran ist auch nicht unbegrenzt vorhanden.
Nur weil diese Art der Stromerzeugung für die Betreiber enormen Profit bringt, heißt das nicht, dass sie alternativlos ist. Insbesondere wenn man die sozialisierten Kosten bedenkt, ist Atomstrom für den Bürger nicht billig. Aber die haben halt keine Lobby mehr unter den Politikern. Traurig aber wahr.
Die Politik hat sich mit dem Großkapital gegen das Volk verbündet und damit alles verraten, was Demokratie ausmacht.

peace

Der Artikel bzw. die Studie

Der Artikel bzw. die Studie (?) weist mal wieder nur auf den finanziellen Schadensumfang hin, bestenfalls ausgedrückt in Exportwirtschaft und Tourismus.

Wesentlich wchtiger und deutlicher wäre es uns wissenzulassen, wie viele Leben und wirtschaftlich gesehen wie viele Existenzen geschädigt oder sogar vernichtet würden - hüben wie drüben.

Darüber hinaus muss sich die EU einmal dazu äußern, wieso Frankreich (La Hague) und Großbritannien (Sellafield) Abwässer (und Abluft!) ihrer Aufbereitungsanlagen ins Meer leiten bzw. in die Umgebung abblasen dürfen, seit Jahrzehnten. Da ist die Verseuchung völlig GAU-unabhängig Tagesgeschäft.

Nachschlag

es ist einfach aberwitzig, die "Kosten" eines GAUs zu kalkulieren, wenn halb Europa durch so einen Vorfall über Jahrtausende unbewohnbar würde. Und noch abstruser ist es, nicht einsehen zu wollen, dass diese Dinger so schnell wie möglich durch weniger gefährliche Arten der Stromerzeugung ersetzt werden müssen.
Das gebietet der gesunde Menschenverstand.
Zumindest sollte es gewinnorientierten Unternehmen verboten sein, Atommeiler zu betreiben. Denn Investitionen in Sicherheitseinrichtungen und Gewinnmaximierung schließen sich gegenseitig aus.

peace

430 Mrd? eher 430.000 Trd.

Die Kosten dafür sind ganz schön naiv zusammen gerechnet.

Hat man auch das Stigmata für jegliche Lebensmittel mit einberechnet? Tourismus? etc...
Wer kauft denn noch Champagner aus Frankreich, wenn das Land verstahlt ist? oder Wein, oder was auch immer...

Das Land ist für gefühlte Unendlichkeit unbewohnbar... 10.000 Jahre Minimum, eher 1Mio Jahre.

Dieser Schaden lässt sich in Euros gar nicht ausdrücken... 430 Mrd.... dass ist echt ein Witz.

es ist wirklich

nur noch schlimm....alles, aber auch wirklich alles (incl. menschliches Leid) wird nur noch mit Geld bewertet!

Schämt euch!!!

Jede Bezifferung der Schadenssumme...

...ist einfach nur zynisch. Ein GAU ist doch keine Naturkatastrophe, sondern ein menschengemachtes Verbrechen an der Natur, der Menschheit selbst und nachfolgenden Generationen! Die Vorstellung, dass man Missbildungen, erhöhte Krebsraten, eine extreme Störung oder sogar Auslöschung von Ökosystemen und ganzen Landstrichen in einem Geldbetrag messen kann, zeugt von fehlendem moralischen Bewusstsein.

Kein Energiebedarf der Welt kann die Atomkraft angesichts der enormen Risiken rechtfertigen. Auch Frankreich muss dies eines Tages erkennen und den unvermeidlichen Ausstieg vollziehen.

@SoilentGruen

4,3 * 10^26€, unendlich unbewohnbar, 1 Mio. Jahre nicht bewohnbar ...

Ihre überzogene theatralik führt letztendlich nur dazu, dass seriöse Atomkraftgegner nicht ernst genommen werden.

Na vielen Dank auch!

Spielereien

Eigenwillige Gedankenspiele.

In Japan gibt es: Tsunami-Gefahr; Erdbeben-Gefahr; und ein verbrecherisches Unternehmen, das die Sicherheitsstandards nicht eingehalten hat.

Letzteres gibt es möglicherweise auch in Frankreich, vielleicht sogar auch in Deutschland; wahrscheinlich ist das aber nicht.
Erdbeben und Tsunamis gibt es gar nicht.

Man kann und sollte gegen Atomkraft sein, weil sie bedrohliche Abfälle produziert, nicht aber wegen der Unfallgefahr. Denn die liegt in Deutschland bei Null.

Gemeinsame Maßnahmen

Warum über Kosten erst reden-der Ausstieg muß konzipiert sein,da die europäische Industrie IHREN billigeren Atomstrom noch braucht!ES bleibt zu hoffen,dass diese Studie dem Herrn Altmann für seinen konzertierten Europa-Ausstieg förderlich ist!Obwohl -Menschenverstand und wirtschaftliche Bedürfnisse(-GIER?)sind aktuell kein Markenzeichen der sog. Eliten! LOL

@MartinBlank

>>Man kann und sollte gegen Atomkraft sein, weil sie bedrohliche Abfälle produziert, nicht aber wegen der Unfallgefahr. Denn die liegt in Deutschland bei Null.<<

Die liegt deutlich über null.
Die meisten Unfälle haben menschliches Versagen als Ursache.

Gruß, Klako

Kosten

Warum werden eigentlich die Kosten für die von meinen Vorrednern schon errechneten Versicherungssummen, Rückbau der AKW und 15.000 Jahre Endlagerung des Mülls nicht auf den Strompreis umgelegt und der Strom dann an der Energiebörse frei gehandelt? Ich vermute dann hätte das Gemähre um die Ökostromzulage und die im Vergleich so günstigen AKW auch bald ein Ende.

Ha, wie witzig...da berechnen Menschen

die Kosten eines GAU in einer Währung, die
selbst vor dem GAU steht, danach ist der
Euro Geschichte.

Ein Atom-GAU in Kern-Europa, würde unweigerlich
zum World-Finanz-GAU führen, denn die jetzigen
F-Krisen sind ja schleichend und brauchten Jahre um
sich wie jetzt in GR oder ESP in hohen Arbeitslosigkeitszahlen zu mainifistieren.
Ein Atom GAU in Europa würde die "Märkte" als das
bloßstellen, was sie sind, heiße Luftnummern.
"Finanzprodukte" mein Unwort des Jahrzehnts.

Wir haben eine schön Wetter Währung, mit einer
schön Wetter Technologie...das sind nicht gerade
gute Vorzeichen.

Irgendein Handlungsstrang wird es sein..
Rohstoffe,
Grundnahrungsmittel,
Überbevölkerung,
Technologiegläubigkeit,
Finanzen,
...
der alle andere mitzieht.
Na, man wird sehen.

Beweis für die Gefährlichkeit von Atomkraftwerken

Ein Beweis der Gefährlichkeit von Atomkraftwerken ist ganz leicht zu führen:
Wenn Atomkraftwerke nicht gefährlich wären, dann würde es auch Versicherungsunternehmen (oder Netzwerke von Versicherern) geben, welche unbegrenzte Haftpflichtversicherungen für Atomkraftwerke anbieten würden.
Selbst die größten Versicherungsunternehmen der Welt bieten aber solche Versicherungen nicht an.
Vielmehr werden bei Atomkraftwerken die im Schadensfall zu zahlenden Haftungssummen der Haftpflichtversicherungen auf einen (jedenfalls im Falle eines GAU beinahe lächerlich kleinen) Betrag gedeckelt.

Gefahr > 0

Jede Technologie hat per natura ein Restrisiko im Gebrauch, bedeutet: jede Technologie ist risikogefährdet und kann, aus welchen Gründen auch immer, ausfallen. Es gibt KEINE (!) Technologie die KEINE (!) Ausfallgefahr besitzt, ein Restrisiko ist stets gegeben und dieses liegt - daher das Wort 'Rest' - natürlich über 0. Die Frage ist nie OB sondern WANN eine technische Gerätschaft ausfällt oder wann der Benutzer sie falsch bedient. Zu sagen, Atomkraft sei in Deutschland ohne jedes Restrisiko sicher ist Ausdruck einer Technologiegläubigkeit die man sich wirklich nicht leisten kann wenn man mit potentiell gefährlichen Technologien wie der Atomkraft hantiert.

Dabei ist es unerheblich wie hoch das Risiko ist. Bei derartigen Konsequenzen wie denen eines GAUs ist selbst ein geringes Risiko noch zu hoch als das es tragbar wäre.

@Martin Blank

Die statistische Wahrscheinlichkeit eines Super-GAUs liegt selbst unter Idealbedingungen niemals bei Null, sondern lediglich annähernd bei Null. Unter idealen Bedingungen ergibt sich dabei ein Zeitraum von 25.000 Jahren. Dies ist der statistische Wert, nicht der reale.
Durch Nicht-Idealbedingungen wie Materialermüdung, Anschläge, menschliches Versagen, Unfälle oder Natureinflüsse steigt diese Wahrscheinlichkeit deutlich an und hat bereits mehrfach in meiner eigenen Lebenszeit diesen Punkt überschritten.

Die Behauptung Erdbeben und Tsunamis gäbe es nicht in Frankreich ist wissenschaftlich nicht haltbar. So ist der Oberrheingraben ein seimisch aktives Gebiet, dort liegt u.a. das AKW Fessenheim. Die üblichen Erdbeben liegen unter den Grenzwerten, Abweichungen davon sind aber problemlos möglich. Gleiches gilt für die Vogesen als ehemaliges Vulkangebiet.

Tsunamis können durch Abrutschungen am Rand des Kontinentalschelfs entstehen, gilt auch für den Atlantik und beträfe u.a. Flamanville.

Zu Statistiken und Kosten . . .

könnte man allen Berechnungen auf Wahrscheinlichkeiten glauben, dürfte in den nächsten paar hundert Jahren kein größerer Unfall mehr passieren.

Zu den Kosten nur soviel, das sich jeder einzelne im klaren sein sollte, was ihm seine eigene körperliche Unversehrtheit und die seiner Familie wert ist.

Zu beiden Dingen fällt mir eigentlich nur ein, das man solche Unglücke im Umfang nicht fair bewerten und die Folgen mit Geld nicht mehr aufwiegen kann.

@ MartinBlank

Zitat: "...nicht aber wegen der Unfallgefahr. Denn die liegt in Deutschland bei Null."

Und die Titanic war unsinkbar.

'tschuldigung, das konnte ich mir in dem Zusammenhang einfach nicht verkneifen.

lächerlich diese ganze Rechnerei...

..
sorry liebe Forscher und Politiker....

es ist einfach zum heulen... dass Ihr immer und immer wiedder versucht....

Menschenleben...
Das Leben der Natur...
und das Wort Lebenqualität...

mit Geld aufzurechnen....

Jedes Menschenleben... jede Pflanzen.. jedes andere Lebewesen auf dieser Erde ist nicht mit Geld zu berrechnen...

aber das wird der Mensch wahrscheinlich erst dann feststellen, wenn die Erde vergiftet ist.. der Geldautomat nicht funktioniert
und Münzen und Scheine einfach unverdaut wieder ausgeschieden werden....

Mal vom materiellen Schaden abgesehen

Was ist mit den Menschen die durch so einen Vorfall kontaminiert werden und entsprechend erkranken oder sogar sterben?
Wer will denn eingreifen wenn die Kesselanlagen zerstört sind und die Druckbehälter defekt? Etwa die, die all das verharmlosen und behaupten das 430.000.000.000,00 EUR ausreichen um den Schaden zu beseitigen? Ich schlage vor das die Liquidatoren sich genau aus diesen rekrutieren müssen. Es gibt kein nicht mögliches Szenario.
Das als Zahl hinzustellen ist schon wahnwitzig und die Größe der Zahl verdeutlicht das dieser Wahnwitz gar nicht zu handhaben ist.

Versicherung

Na, jetzt wo die genaue Schadenssumme feststeht sollte sich ja auch eine Versicherung finden, die so Etwas versichert.
Die Versicherungsprämie sollte auf den Strompreis für Strom aus Atomkraftwerke aufgeschlagen werden. Dazu Rückstellungen für den Rückbau und die Gehälter für Wachleute, die den Atommüll bewachen für mindestens 1000 Jahre (reicht eigentlich nicht, aber vielleicht wird ja ein Verfahren entwickelt das Zeug unschädlich zu machen. )
Was bleibt ist eine unrentable Energieform, für die wir alle auf Geheiss der Politiker die Entwicklung bezahlt haben !!

Das sogenannte "Restrisiko"

@MartinBlank

Auch in Europa gab es schon heftige Tsunamis, z.B. in Portugal und in Frankreich.

Wollen Sie etwa ernsthaft behaupten, in europäischen AKW's gäbe es kein sogenanntes "Restrisiko"?

Im schwedischen Forsmark kam es beinahe zu einer Kernschmelze aufgrund eines Stromausfalls. Biblis ist auch haarscharf an einem Gau vorbei geschrabbelt und zwar wegen einer lächerlichen, nicht funktionsfähigen Diode. Es wurde vom Personal schlicht keine Gefahr wahrgenommen, weil die Warnlampe nicht brannte. Ein Wissenschaftler des internationalen Untersuchungsteams veröffentlichte in einer US-Fachzeitschrift einen Artikel über den Ausfall der Diode. Erst danach gab der Betreiber zögerlich zu, dass der Vorfall in Biblis höchst kritisch war. Die Anwohner hatten keine Ahnung.

Das sogenannte "Restrisiko" beim Betrieb eines Atomkraftwerkes könnte uns wahrlich den Rest geben. Ein Ausstieg aus dieser riskanten und nicht beherrschbaren Technik ist mangels Alternativen die einzig richtige Entscheidung

Gefahr liegt bei Null

Einige haben sich an diesem Ausdruck gestört.

Natürlich ist die Gefahr nie ganz Null. Sie ist aber so gering, dass sie in den Überlegungen zum Ausstieg keine Rolle spielt. Die Massenmedien stellen dies aber anders dar, und wie so oft, schluckt das Publikum diese Darstellungen.

(Nebenbei: Die Titanic wurde vor ihrem Untergang von niemandem als unsinkbar bezeichnet. Erst NACH dem Untergang kam der Begriff auf.)

Sie irren - in jeder Hinsicht

@Werner40
"Im übrigen waren in Japan die Folgen des Tsunamis um Faktoren schwerwiegender als durch die Havarie des KKW.
Alleine 200.000 Tote durch den Tsunami und ein paar Wenige ( oder gar keine ? ) bei der Havarie."

200.000? 20.000 Tote durch den Tsunami sind doch schon traurig genug, warum verzehnfachen Sie die Zahl der Opfer?

Die Regierung in Japan hat doch turnusmäßig Zahlen veröffentlicht. Ein Artikel der Tagesschau wies eine erste Schätzung von 94 Milliarden Euro aus (Link leider nicht mehr aufrufbar). Diese Schätzung wurde inzwischen angepasst und verdoppelt. Die Kosten für den Gau übersteigen also die Kosten des Tsunamis bereits jetzt um ein Vielfaches - ohne den sündhaft teuren Rückbau der Atomruinen.

Was für eine idiotische Berechnung

Wie kann man es in Zahlen ausdrücken wenn wahrscheinlich die Hälfte eines Landes und der zumindest angrenzenden Nachbarn unbewohnbar würde. Die Nahrungsversorgung und das Grundwasser würden ungeniessbar werden.

Es ist schon krank wie man solche Unfälle und den Folgeschäden auf Jahrtausende in Zahlen packen will. Es zeigt wie verantwortungslos bestimmte Eliten mit Menschenleben und ihrer Umwelt umgehen.

Keiner kann Heute schon über die Folgeschäden in Japan Berechnungen anstellen. Wer das macht ist unglaubwürdig da sich Strahlenschäden über Generationen verbreiten. Oder hat da jemand schon Tchernobyl vergessen? Hier kam noch erschwerend die Nachrichtensperre der damaligen Regierung hinzu. Selbst im bayerischen Wald gibt es heute noch Wälder und Orte in denen es verboten ist Pilze oder geschossene Wildschweine zu verzehren.

Es macht einen echt krank wie immer wieder alles verniedlicht wird,

was wuerde.....

so ein Gau in D kosten?

Unglaublich

@Spoing
"Wer hier so pathetisch die Moralkeule schwingt und die armen Toten erwähnt dem sei mal empfohlen nach Tote pro KWH je Erzeugungsart zu recherchieren. Je nach Quelle gibt es da Unterschiedliche Ergebnisse, aber Kernkraft steht da nie sonderlich schlecht da."

[]

"Es gibt Gründe der Kernkraft den Rücken zu kehren. Der Wirtschaftseinbruch in Folge eines GAUs ist einer davon. Die paar Menschenleben sind es nicht! Das ist nur Populismus! Denn sie fallen ebenso bei den anderen Energien an (Und da in Kosten und Zahl teilweise weit höher)"

Ich bekomme eine Gänsehaut aufgrund der Kaltschnäuzigkeit in ihren Zeilen. Alleine die Toten nach Tschernobyl dürften jedes Vorstellungsvermögen sprengen. Und kommen sie mir bloß nicht mit der lächerlichen Angabe von 29 Toten einer berühmt-berüchtigten Organisation der Atomlobby. Scheinbar verdrängen Sie auch erfolgreich das unsägliche Elend rund um die Uranminen.

"Die paar Menschenleben" also - Ihre Relativierungen sind schlicht unglaublich.

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