Kommentare

Es ist ruhig geworden...

Was hat sich besonders der linke Flügel der Demokraten vor einigen Jahren über Bush und Cheney aufgreget wegen Waterboarding und Schlafdeprivation und geheimen Gefängnissen.
Die meisten wollten Bush und Cheney angeklagt sehen.
Unter Obama gibt es keine Folter mehr, es gibt keine Verhöre, und Guantanamo bekommt auch keine neuen Gefangenen. Unter Obama gibt es auch kein Militärtribunal. Es wird ohne Verhandlung, ohne Beweise, ohne Anklage und ganz ohne Folter der vermeintliche Feind einfach umgelegt.
Ich höre die Aufschreie der Demokraten in den USA nicht mehr. Ehrlich gesagt würde ich das Waterboarden dem gezielten Tod vorziehen, auch wenn ich beides verabscheue.

wie wie ? Im Keller des Weissen Hauses?

Der Man hat ein Buero im Keller des Weissen Hauses?

Ist das wirklich so?

Ich denke ja eh das Obama nur ein Schauspieler wie Regan seiner zeit war ist.

aber das jemand wie Brennan quasi im Weissem Haus wohnt oeffnent ja ganz neue ansichten

Bedrückende Bilanz

Die im Artikel genannten Zahlen über die amerikanischen Drohnenangriffe sind ja wirklich bedrückend. 50 Terroristen seien umgebracht worden - wir dürfen nicht vergessen, dass es sich hier um das Vollstrecken von Todesurteilen ohne jedes Gerichtsverfahren handelt - früher hieß so etwas Lynchjustiz oder Lynchmord.
Als Kollateralschaden werden aber 2950 unbeteiligte leider mit umgebracht. Chirurgische Präzision, oder wie auch immer der Einsatz der Drohnen hochgelobt wird, ist das nicht...

@7:18 — Akuratesse - Was man lesen WILL

Die Rede in diesem, leider wie so häufig, und hier auch wieder schon in der Überschrift WERTENDEM ÖR-Beitrag ist von "50 führenden Al-Kaida-Terroristen".

Im Gefolge der Fehlperzeption ist Ihr direkter Schluss "2950 unbeteiligte" falsch.

Sicherlich kamen auch Unbeteiligte bei den Drohnenangriffen ums Leben.
Es herrscht Krieg, und zwar ein höchst unkonventioneller, der mit der allgemeinen Vorstellung von Krieg wenig bis nichts mehr gemein hat.
In fast allen neueren Kriegen überstieg die Zahl der zivilen Opfer diejenige der Kombattanten. Das dürfte bei den Drohneneinsätzen bei weitem nicht so sein, und das obwohl Al-Kaida ganz bewusst "menschliche Schutzschilde" nutzt und sich hinter und unter Zivilisten versteckt.

Die moralisierende Diskussion um eine Ächtung von Drohneneinsätzen, was andersherum z.B. Luftangriffe, Artilleriebeschuss oder Infanterieeinsatz bedeutete, ist einfach nur absurd und zeugt von mangelndem Verantwortungsbewusstsein gegenüber Zivilisten und eigenen Kräften.

@ Akuratesse

Zu den Zahlen muss man an dieser Stelle sagen, dass es sich bei den 50 getöteten Terroristen um "führende Al Quaida" handelt. Wie viele von den restlichen 2950 getöteten keine führenden, aber dennoch Terroristen waren, geht aus dem Artikel nicht hervor.

Andereseits braucht es keine Drohnen um zivile Opfer zu fordern. Siehe Tanklaster-Affäre, die die Deutsche Bundeswehr mit Bravour, verzeiung, verkackt hat.
Die USA sollte so allmällig mal von ihrem hohen Ross absteigen und aufhören Weltpolizei zu spielen. Sie nehmen sich immerhin das Recht, in einem Land, in dem offiziell kein Krieg herrscht bzw. in dem sie nicht einmal was verloren haben, gezielt Menschen zu töten.

@Akuratesse

Den Satz
"Insgesamt 3000 Menschen starben, darunter fast 50 führende Al-Kaida-Terroristen - aber auch viele unbeteiligte Zivilisten."
verstehe ich nicht so, dass alle übrigen 2950 Menschen Zivilisten waren, sondern z. B. auch nicht führende Al-Kaida Mitglieder.

Moralisch ändert das natürlich nichts, da auch Al-Kaida Mitglieder ein Recht auf ein Verfahren haben (sollten).

Man bedenke

... was die Kriegsführung seines Vorgängers auf dem Gewissen hat.

@ Mate: Brennan ist ein Berater des Präsidenten. Da ist es völlig normal, dass er ein Büro im Weißen Haus hat. Als CIA Chef wird er allerdings wohl umziehen,

@akuratesse 7:18

Sie interpretieren da etwas rein, was so nicht in der Meldung steht. Richtig ist:
3000 Tote,
fast 50 FÜHRENDE Al-Kaida Terroristen,
y sonstige Terroristen und
x unbeteiligte Zivilisten.

Denn wie viele der von ihnen genannten 2950 Unbeteiligten, (Al-Kaida) Terroristen waren, die keine führende Rolle inne hatten steht nicht in dieser Meldung.

Drohnenkrieger mit dem Recht des Stärkeren?

Bewaffnete Drohnenangriffe verstoßen wahrscheinlich gegen mindestens vier wichtige Menschenrechte. Bestimmte Menschen werden subjektiv als Terroristen deklariert, anschließend wird ihnen das Recht auf Leben aberkannt, Grundrechte entzogen und das Recht auf ein gerichtliches Verfahren verwehrt.

Falls noch nicht geschehen, sollten die Vereinten Nationen zeitnah ein Rechtsgutachten zu diesem Thema anfordern. Wünschenswert ist, dass ein betroffener Staat einen dieser mörderischen Drohnenangriffe, bei dem Zivilisten ihr Leben lassen mussten, vor den internationalen Gerichtshof bringt. Zudem sollten auch nichtstaatliche Organisationen die Hinterbliebenen der Opfer bei der Klage und Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche gegen die Verantwortlichen von Drohnenangriffen (finanziell) unterstützen, meine ich.

Bundesanwaltschaft: Ergebnis des Ermittlungsverfahrens?

Die Bundesanwaltschaft hatte ein Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit einem US-Drohnenangriff in Pakistan eingeleitet. Es geht um einen Angriff, bei dem ein 20-jähriger Deutscher in Nord-Waziristan ums Leben kam. Geklärt werden sollte zunächst die Frage, ob der Drohneneinsatz im Einklang mit den Regeln des Konfliktvölkerrechts stand. (Quelle: Tagesschau 19.07.12)

Was hat die Klärung durch die Bundesanwaltschaft bisher ergeben? Ein Bericht hierzu dürfte im öffentlichen Interesse liegen.

Abschreckung

Um es gleich vorweg zu nennen: es tut mir leid um die Menschen, die unter den Drohnenagriffen Ihr Leben lassen mussten. Auf der anderen Seite halte ich die Einstellung von einigen Leuten hier, die der Meinung sind, das auch Terroristen ein Verfahren verdienen für völlig absurd. Es handelt sich hier um Leute, die keine Sekunde zögern und unschuldige Menschen töten. Und „Nein“, dies ist keine Rechtfertigung ebenfalls unschuldige Menschen zu töten, aber es ist die Rechtfertigung den Krieg gegen die Terroristen auch weiterhin konsequent fort zusetzten.

Im Friedensnobelpreisträger ...

... Obama steckt ein Krieger, vielleicht wider Willen.

Die "Drecksarbeit" erledigt also nicht er, sondern sein Kellerbeamter Brennan, eine Art George W. für demokratische Präsidenten?

Für einen Friedensnobelpreisträger ist jeder Getötete einer zu viel, zumal es viel zu oft Unschuldige trifft.

Ob die gezielt Getöteten wirklich Terroristen sind, sollte ihnen eigentlich in einem rechtsstaatlichen und fairen Prozess nachgewiesen werden.

Der Drohneneinsatz ist genauso schmutzig wie jede andere Tötungsmethode.
Dies sollte auch, ganz nebenbei, Herr de Maizière so sehen.

Und die Welt schaut weg...

Und die Welt schaut weg...

Erschreckende Bilanz

Nirgendwo exemplifiziert sich die US-Ambivalenz in Sachen Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten deutlicher, als in den Drohneneinsätzen und den CIA-Folterkellern dieser Welt.

Für mich ist das ein „Treppenwitz“, wenn der US-Senat, einerseits einen Protagonisten und Verantwortlichen dieser Einsätze hochnotpeinlich befragen, aber auf der anderen Seite diese menschenrechtswidrigen Verfahren duldet und billigt.

Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit sind nicht beliebig, dass sollten alle Demokraten auf dieser Welt wissen und deshalb ist dies alles für mich nur ein gesellschaftspolitisches Showprogramm, dass an der Unrechtmäßigkeit, Unwürdigkeit und Widerlichkeit dieser Einsätze nichts ändern möchte.

Rund „3000 Menschen starben durch etwa 400 Drohnenangriffe“ unter Obamas Verantwortung- für mich eine schreckliche und erschreckende Bilanz....

Präzisionswaffen ändern wenig ...

Präzisionswaffen (hier: Drohnen) ändern wenig am hohen Prozentsatz getöteter Zivilisten in asymmetrischen Kriegen.

Dies zeigen aktuelle Daten zum "covert drone war" in Pakistan, Jemen und Somalia (Quelle: The Bureau of Investigative Journalism):

CIA Drone Strikes in Pakistan 2004–2013:
Total reported killed: 2,632-3,466
Civilians reported killed: 475-893
Children reported killed: 176
Total reported injured: 1,267-1,431

US Covert Action in Yemen 2002–2013:
Total reported killed (all): 374-1,112
Total civilians killed (all): 72-178
Children killed (all): 27-37

US Covert Action in Somalia 2007–2013:
Total reported killed: 58-170
Civilians reported killed: 11-57
Children reported killed: 1-3

Hierzu sind kritische Fragen sehr angebracht - auch in ethisch-moralischer und rechtlicher Hinsicht.

Das Gewohnheitstier

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Erst hat man ein wenig über die Drohnen genörgelt, nun ist es still wie in der Geisterbahn, ja sogar unser Verteidigungsminister spricht schon darüber, dass wir Drohnen brauchen. Daran sieht man, dass alles was machbar ist auch gemacht wird und sich die Moral immer den Gegebenheiten anpasst.

Was mich persönlich dabei am meisten erschüttert: man regt sich über jedes Bombenattentat der "Terroristen" auf, während kaltblütiger und hinterhältiger Mord als "saubere und soldatenschonende Lösung" deklariert wird.

Diese Anhörung wird nur zur weiteren Rechtfertigung und Gewöhnung beitragen.

Wir sind im Recht - die

Wir sind im Recht - die Anderen sind im Unrecht,
Wir sind die Guten - die Anderen sind die Bösen,
Wir töten in Notwehr - die Anderen sind Mörder,
Wir verteidigen die Freiheit - die Anderen sind Terroristen,
Wir glauben an den einzig wahren Gott - die Anderen sind Irrgläubige.
Aus all diesen Gründen und im Namen unseres Gottes ist das Töten der Anderen gerechtfertigt!

Wer sind wir? WIR ALLE!

Patient tot - aber wir haben den Tumor erwischt!

"Mit chirurgischer Präzision und Laser-genauem Fokus können wir damit den Krebstumor namens Al-Kaida-Terrorist ausschalten."

Sieht für mich manchmal eher nach der Arbeit eines mittelalterlichen Barbiers aus. Tumor im Kopf? Kopf absägen, Patient geheilt.

Mal ganz abgesehen davon, dass da immer wieder neue Köpfe nachwachsen.

Drohnen im Vorgarten

Falls es irgendwann so weit ist, daß diese ferngesteuerten Kriegsmaschinen über unsere schönen Vorgärten fliegen, sollte auch ein Gesetz entworfen werden, welches den Bürger berechtigt, ein Flakgeschütz hinter seinen Rhododendron zu stationieren!

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