Früher konnten wir uns nur Beifang leisten, bis Preise fielen, Nebeneffekt der Beifang wurde nicht mehr angeboten! Für mich wirtschaftlicher und ökologischer Unsinn! Ich befürworte diese Entscheidung, die wenigen übriggebliebene dänischen und schwedischen Fischer ebenso, denn die Vielfalt auf den Teller kehrt zurück, der heimische Fisch muss verzerrt werden und nicht zum Beispiel die Dorade.
Am 06. Februar 2013 um 17:47 von TheodorTugendreich
Es könnte sein, daß ähnlich wie bei der Tiermehlmast, es einfach um Bioverfügbarmachung von Eiweiß geht. D.h. wenn das energiereich synthetisierte Eiweiß dem Meerischen Nahrungskreislauf entzogen wird, dies wiederum Auswirkungen auf die Erholungsrate der Bestände hat.
Um welche Rückwürfe geht es? Um die marktfähigen, für die man keine Quote hat, um die marktfähigen, aber "weniger wertvollen", um die nicht marktfähigen (weil zu klein oder nicht essbar)?
Gern wird über Rückwürfe diskutiert, ohne diese klare Unterscheidung vorzunehmen. Sie ist aber von zentraler Bedeutung.
Die ersten beiden gehören verboten, die letzten sind vielleicht zu verringern, aber nie ganz vermeidbar.
Dass es überhaupt erforderlich ist, dass das Parlament verbietet, die wissenschaftlichen Empfehlungen bei den Quotenverhandlungen zu überschreiten, ist in der Tat ein Armutszeugnis, nimmt aber hoffentlich der Lobby Wind aus den Segeln.
Im Zusammenhang mit Überfischung wird viel Unqualifiziertes geäußert. Entgegen der öffentlichen Meinung haben sich "bei uns" viele Bestände positive entwickelt (Scholle, Ostseedorsch) oder werden ohnehin nachhaltig befischt (Seelachs).
Für viele Bestandsgrößen (z.B. Hering) spielen natürliche Faktoren oft eine wichtigere Rolle als die Fischerei.
In letzter Zeit hatte ich den Eindruck, daß wir konsequent an allen Stellen über unsere Verhältnisse leben (Klimagase, Ressourcenverbrauch, Müllerzeugung (Plastik im Meer, Elektroschrott in Afrika), usw.).
Jetzt gibt es einen kleinen Lichtblick. Und den haben wir den Institutionen der EU zu verdanken. Einzeln würde doch kein Land nachgeben...
Wenn man den ganzen Fernsehberichten in Deutschland und England glauben darf, fanden die Fischer selbst es unsinnig, gefangene Fische zurueckwerfen zu muessen, weil man dafuer keine Quote hatte.
Das Europaparlament hat heute weder ein Gesetz noch eine Verordnung verabschiedet. Es hat Stellungnahme zur vorgesehenen Reform der Gemeinsamen EU Fischereipolitik (GFP) bezogen und Verbesserungsvorschläge (amendments) zum Entwurf der so genannten neuen Grundverordnung verabschiedet. Diese war im Juli 2011 von der Kommission vorgestellt worden, mit fortschrittlichen Ansätzen, wurde aber im weiteren Verhandlungsmarathon von den Fischereiministern (Rat) fast bis zur Unkenntlichkeit verwässert. Im Dezember 2012 stimmte das Fischereikommittee des Parlaments für die an Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit orientierten Vorschläge der Berichterstatterin Rodust. Heute wurden sie von einer großen Mehrheit im Plenum unterstützt. Dazu gehört u.a. der erwähnte Vorschlag, endlich ein Rückwurfverbot einzuführen. Die GFP Reform unterliegt der gemeinsamen Entscheidung von Rat und Parlament. Jetzt geht es also in die nächste Runde. Aber die Entscheidung ist ein Meilenstein.
... den Japanern klarmachen können, dass es absolut unnötig ist, jährlich bis zu 150 Wale zu "wissenschaftlichen Zwecken" abzuschlachten, dann sind wir mal auf einem guten Weg....
WIR sollten lieber etwas dagegen tun! z.B. nur Fisch aus der Region essen (aber Nein, es muss ja unbedingt Pangasius anstatt Forelle sein) und wer Meeresfrüchte will so auch ans Meer fahren!
Würden es alle tun wäre uns allen viel mehr geholfen!
...und daher guenstig und beileibe kein Exot. Trotzdem sollten Sie beim Pangasius genau unterscheiden, wo dieser Fisch gezogen wurde, in den Kloaken Asiens, oder den sauberen Zuchtanstalten Nordamerikas.
Richtlinie schön und gut. Aber wenn es gängige Praxis ist, unerwünschten Fisch zurück ins Meer zu werfen - wer soll das kontrollieren? Fährt demnächst immer ein EU-Beamter mit auf See?
Toll! Wieder neue Gesetze.
Nur: wer kontrolliert die Umsetzung?
@Cebulon
Kehren Sie vor der eigenen Haustüre und schaffen Sie in Europa Legebatterien, Wachstumshormone, und Lebendtiertransporte quer durch die EU ab.
eine Frage der Kontrolle. Man macht ein Gesetz und lehnt sich zurück in der Gewissheit, jetzt wird alles gut. Aber wie soll die Durchsetzung kontrolliert werden? Auf jedem Schiff einen Polizisten mitfahren lassen?
Ich finde die Beschlüsse richtig, aber ohne Kontrollmöglichkeiten sind die Gesetze wertlos.
Bevor wir auf andere zeigen sollten wir vielleicht vor unserer eigenen Haustüre kehren und uns klarmachen, dass wir garkeinen Fisch/Fleisch brauchen. Die Japaner wollen ihr Walfleisch genauso unnötigerweise wie wir unsere Forelle. Aber oh oh damit begeb ich mich jetzt natürlich wieder auf ganz gefährliches Glatteis, wetten jetzt muss gleich wieder die Evolution dafür herhalten seinen eigenen Genuss zu Lasten von Tier und Planet zu rechtfertigen, so wie die Forschung für den Walfang als Alibi herhalten muss? :D
Fisch nur aus der Region wird kaum möglich sein. Die Verbreitung von Seefisch auch im Binnenland hat über die Jahrzehnte hinweg zur besseren Versorgung der Bevölkerung beigetragen. Jodmangel war in früheren Zeiten in einigen Regionen immer wieder ein Problem.
Nur mal an die See fahren zum Fisch essen? Können sie sich das leisten? Ich nicht. Ist ihnen klar, was das für Abgase bedeuten würde, wenn alle ihrer Empfehlung folgen würden?
Nein Seefisch muss auch in Zukunft verfügbar sein. Ich denke die Reduzierung und Nutzung des Beifangs ist ein guter Ansatz. Es ist doch Irrsinn, guten, nutzbaren Fisch einfach wieder ins Meer zu werfen. Und wir als Verbraucher sollten nicht immer nur nach perfekten Produkten greifen. Mir sagte mal ein Gemüsehändler, dass bei ihm die Bio-Kürbisse liegen bleiben, weil die nicht aussehen wie aus dem Bilderbuch. Egal ob Gemüse oder Fisch, es muss nicht immer wie in der Werbung aussehen. Auch einen kleinen Fisch kann man lecker zuberieten.
Das dürfte eines der simpelsten und vernünftigsten Gesetze aller Zeiten sein. Kontrollieren lässt es sich einfach: Wer (fast) nur Edelfisch in den Hafen bringt kommt in den Bau.
So wie ich es verstehe ist das größte Problem das Zurückkippen von Beifang. Dem soll mit einer verpflichtenden Beifangquote entgegen gesteuert werden. Dementsprechend wäre es zumindest in diesem Fall beinahe unnötig zu kontrollieren, da die entsprechenden Fischer ja Verlust machen würden, würden sie den Beifang wegschmeißen. So oder so wäre der ökologische Effekt der gleiche, zumindest solange diese Beifangquoten ordentlich festgelegt werden, also am Besten etwas strikter als notwendig. Bleibt zu hoffen dass das ganze auch umgesetzt wird und nicht wie das Legehennenbatterieverbot zur Farce wird.
möglich der Vergangenheit angehören. Hier wird Fischfang ohne Rücksicht auf vermeidbare Verluste betrieben und damit wahrscheinlich auch andere, essbare Fischsorten vernichtet, obwohl heute schon das Fischangebot von der Menge her reduziert angeboten wird. Dies macht sich schon lange in steigenden Preisen deutlich bemerkbar (das Prinzip von Angebot und Nachfrage). Fisch ist schon lange nicht mehr ein Essen für arme Leute, sondern bald nur noch bezahlbar für solche, die hierfür noch das nötige Wirtschaftsgeld zur Verfügung haben. Dafür wird heute als Ersatz das Schweine-oder Hähnchenfleisch angeboten. Wer Fleisch vom Schwein oder Hähnchen ist, sollte sich hier einmal die aktuellen Aufzucht- und Schlachtbedingungen ansehen. Da würde so Manchem der das Fleisch im Halse stecken bleiben.
Beifang verschlimmert nur ein Problem. Auch ohne sind die Meere überfischt und auch Natur- oder Umweltprobleme ausgeklammert stirbt ein Fisch zumindest für uns Wohlstandseuropäer schlichtweg unnötig.
Mir ging es ja in erster Linie um den Fingerzeig auf die Japaner wegen Walfleisch. Es ist schon witzig: Wale und Delfine = Säugetiere und man empört sich wenn diese sterben. Aber Fische essen wir Europäer als wären sie Gemüse ohne jede Moral daran zu knüpfen. Im Gegenteil bilden wir uns irrationaler- wie arroganterweise auch noch ein besser als Walfleisch-Esser zu sein, während die Fische die wir essen genauso bedroht sind wie Wale.
Und ich kann dir jetzt schon sagen wie das laufen wird: Der Beifang wird auf dem Schiff behalten bzw auf ein Beiboot verfrachtet, und dann eben Katzenfutter draus gemacht. Den Meeren und den Fischen wird damit nicht geholfen.
"Fast ein Viertel der gefangenen Fische in den EU-Ländern wird tot oder lebendig ins Meer zurückgeworfen, weil die Fische keinen Handelswert haben, oder um Quoten einzuhalten, die sich nur auf bestimmte Fischarten bezieht."
Ja, wir müssen nur die Welt den Betriebswirten mit ihren Quoten, gewinnmaximierten Ideologien - die sie als betriebswirtschaftliche Entscheidung anpreisen - das Feld überlassen und wir brauchen nicht auf Ammagedon zu warten. Die Wirtschaft und ihre gehirnlosen Abhängigen schaffen unseren Planeten auch so in eine Wüste zu verwandeln.
Nur zur Erinnerung: Alle großen Verkehrskatastrophen der letzten Jahrzehnte gingen letztendlich auf eine wirtschaftliche Entscheidung zurück.
Wer hat die Courage diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten, den Tanz ums "Goldene Kalb" zu beenden?
Beifang hat es vor der EU in dieser Größenordnung nicht gegeben - also ist die EU selbst an diesen enormen Mengen Beifang schuld. Nun so zu tun, als ob andere Schuld haben und man nun alles besser machen muss ist schon sehr dreist.
seit Jahrtausenden werden Schweine, Hühner, Rinder zwecks menschlichen Verzehrs gezüchtet, und in der Regel wird das Fleisch für das Mittagessen nicht mehr auf der Jagd erlegt. Aber beim Fischfang benehmen wir uns allermeist wie Steinzeitmenschen, anstatt Fische, Krebse, Muscheln in ebenso großem Maßstab zu züchten wie die zum Verzehr geeigneten Landtiere, was doch genauso möglich wäre und sicher effektiver, als die Jagd auf Meeresfrüchte.
in Norwegen wird der Beifang, egal wie, auf die Quote angerechnet. Dadurch wird die Quoate drastisch reduziert, denn die Fischer wollen ja vermarktbare "Ware" fangen.
Nun wird der Beifang auch noch an Land geschafft und dem Ökosystem entzogen. Soll das jetzt der große Wurf sein ? Soll das jetzt als nachhaltig zertifiziert werden ?
Warum vergrößert man denn nicht die Maschen der Netze per Gesetz ? Dann bliebe der "Beifang" gleich schon - und zwar lebend ! - im Meer.
Viel wird sich leider nicht ändern nach der Abstimmung im EU-Parlament - wer kontrolliert denn, daß die Fischer nicht ihren wertloseren Beifang nach wie vor z.B. nachts entsorgen, um ihre Quoten nicht mit wertloserem Beifang zu mindern ?
Wenn jeder und jede Nation egoistisch fischt auf "Teufel komm raus", werden die Meere hoffnungslos leergefischt. Nach der Logik: wenn ich nicht fische, fischt mir mein Konkurrent meinen Fang weg... Also muß ich fischen.
Ferner: alle direkten und indirekten Subventionen der nationalen Fischerei sollten endlich auf den Prüfstand und gehören abgeschossen !
Früher konnten wir uns nur
Früher konnten wir uns nur Beifang leisten, bis Preise fielen, Nebeneffekt der Beifang wurde nicht mehr angeboten! Für mich wirtschaftlicher und ökologischer Unsinn! Ich befürworte diese Entscheidung, die wenigen übriggebliebene dänischen und schwedischen Fischer ebenso, denn die Vielfalt auf den Teller kehrt zurück, der heimische Fisch muss verzerrt werden und nicht zum Beispiel die Dorade.
Weiß jemand inwiefern der Beifang in die Nahrungskette eingeht?
Es könnte sein, daß ähnlich wie bei der Tiermehlmast, es einfach um Bioverfügbarmachung von Eiweiß geht. D.h. wenn das energiereich synthetisierte Eiweiß dem Meerischen Nahrungskreislauf entzogen wird, dies wiederum Auswirkungen auf die Erholungsrate der Bestände hat.
Etwas präziser bitte, und "what's new?"
Um welche Rückwürfe geht es? Um die marktfähigen, für die man keine Quote hat, um die marktfähigen, aber "weniger wertvollen", um die nicht marktfähigen (weil zu klein oder nicht essbar)?
Gern wird über Rückwürfe diskutiert, ohne diese klare Unterscheidung vorzunehmen. Sie ist aber von zentraler Bedeutung.
Die ersten beiden gehören verboten, die letzten sind vielleicht zu verringern, aber nie ganz vermeidbar.
Dass es überhaupt erforderlich ist, dass das Parlament verbietet, die wissenschaftlichen Empfehlungen bei den Quotenverhandlungen zu überschreiten, ist in der Tat ein Armutszeugnis, nimmt aber hoffentlich der Lobby Wind aus den Segeln.
Im Zusammenhang mit Überfischung wird viel Unqualifiziertes geäußert. Entgegen der öffentlichen Meinung haben sich "bei uns" viele Bestände positive entwickelt (Scholle, Ostseedorsch) oder werden ohnehin nachhaltig befischt (Seelachs).
Für viele Bestandsgrößen (z.B. Hering) spielen natürliche Faktoren oft eine wichtigere Rolle als die Fischerei.
Endlich mal was Positives
In letzter Zeit hatte ich den Eindruck, daß wir konsequent an allen Stellen über unsere Verhältnisse leben (Klimagase, Ressourcenverbrauch, Müllerzeugung (Plastik im Meer, Elektroschrott in Afrika), usw.).
Jetzt gibt es einen kleinen Lichtblick. Und den haben wir den Institutionen der EU zu verdanken. Einzeln würde doch kein Land nachgeben...
Danke!
Quoten und Rueckwurf wurden doch von der EU beschlossen?
Wenn man den ganzen Fernsehberichten in Deutschland und England glauben darf, fanden die Fischer selbst es unsinnig, gefangene Fische zurueckwerfen zu muessen, weil man dafuer keine Quote hatte.
Hier ist eine Richtigstellung nötig!
Das Europaparlament hat heute weder ein Gesetz noch eine Verordnung verabschiedet. Es hat Stellungnahme zur vorgesehenen Reform der Gemeinsamen EU Fischereipolitik (GFP) bezogen und Verbesserungsvorschläge (amendments) zum Entwurf der so genannten neuen Grundverordnung verabschiedet. Diese war im Juli 2011 von der Kommission vorgestellt worden, mit fortschrittlichen Ansätzen, wurde aber im weiteren Verhandlungsmarathon von den Fischereiministern (Rat) fast bis zur Unkenntlichkeit verwässert. Im Dezember 2012 stimmte das Fischereikommittee des Parlaments für die an Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit orientierten Vorschläge der Berichterstatterin Rodust. Heute wurden sie von einer großen Mehrheit im Plenum unterstützt. Dazu gehört u.a. der erwähnte Vorschlag, endlich ein Rückwurfverbot einzuführen. Die GFP Reform unterliegt der gemeinsamen Entscheidung von Rat und Parlament. Jetzt geht es also in die nächste Runde. Aber die Entscheidung ist ein Meilenstein.
Stephan Lutter, WWF
Und wenn wir jetzt noch ...
... den Japanern klarmachen können, dass es absolut unnötig ist, jährlich bis zu 150 Wale zu "wissenschaftlichen Zwecken" abzuschlachten, dann sind wir mal auf einem guten Weg....
und?
WIR sollten lieber etwas dagegen tun! z.B. nur Fisch aus der Region essen (aber Nein, es muss ja unbedingt Pangasius anstatt Forelle sein) und wer Meeresfrüchte will so auch ans Meer fahren!
Würden es alle tun wäre uns allen viel mehr geholfen!
Pangasius ist ein Zuchtfisch
...und daher guenstig und beileibe kein Exot. Trotzdem sollten Sie beim Pangasius genau unterscheiden, wo dieser Fisch gezogen wurde, in den Kloaken Asiens, oder den sauberen Zuchtanstalten Nordamerikas.
Richtlinie schön und gut.
Richtlinie schön und gut. Aber wenn es gängige Praxis ist, unerwünschten Fisch zurück ins Meer zu werfen - wer soll das kontrollieren? Fährt demnächst immer ein EU-Beamter mit auf See?
Herrjemine!
Toll! Wieder neue Gesetze.
Nur: wer kontrolliert die Umsetzung?
@Cebulon
Kehren Sie vor der eigenen Haustüre und schaffen Sie in Europa Legebatterien, Wachstumshormone, und Lebendtiertransporte quer durch die EU ab.
Es ist wie immer
eine Frage der Kontrolle. Man macht ein Gesetz und lehnt sich zurück in der Gewissheit, jetzt wird alles gut. Aber wie soll die Durchsetzung kontrolliert werden? Auf jedem Schiff einen Polizisten mitfahren lassen?
Ich finde die Beschlüsse richtig, aber ohne Kontrollmöglichkeiten sind die Gesetze wertlos.
@Cebulon
Bevor wir auf andere zeigen sollten wir vielleicht vor unserer eigenen Haustüre kehren und uns klarmachen, dass wir garkeinen Fisch/Fleisch brauchen. Die Japaner wollen ihr Walfleisch genauso unnötigerweise wie wir unsere Forelle. Aber oh oh damit begeb ich mich jetzt natürlich wieder auf ganz gefährliches Glatteis, wetten jetzt muss gleich wieder die Evolution dafür herhalten seinen eigenen Genuss zu Lasten von Tier und Planet zu rechtfertigen, so wie die Forschung für den Walfang als Alibi herhalten muss? :D
@Oxalis
Einspruch!
Fisch nur aus der Region wird kaum möglich sein. Die Verbreitung von Seefisch auch im Binnenland hat über die Jahrzehnte hinweg zur besseren Versorgung der Bevölkerung beigetragen. Jodmangel war in früheren Zeiten in einigen Regionen immer wieder ein Problem.
Nur mal an die See fahren zum Fisch essen? Können sie sich das leisten? Ich nicht. Ist ihnen klar, was das für Abgase bedeuten würde, wenn alle ihrer Empfehlung folgen würden?
Nein Seefisch muss auch in Zukunft verfügbar sein. Ich denke die Reduzierung und Nutzung des Beifangs ist ein guter Ansatz. Es ist doch Irrsinn, guten, nutzbaren Fisch einfach wieder ins Meer zu werfen. Und wir als Verbraucher sollten nicht immer nur nach perfekten Produkten greifen. Mir sagte mal ein Gemüsehändler, dass bei ihm die Bio-Kürbisse liegen bleiben, weil die nicht aussehen wie aus dem Bilderbuch. Egal ob Gemüse oder Fisch, es muss nicht immer wie in der Werbung aussehen. Auch einen kleinen Fisch kann man lecker zuberieten.
Weisheit
Das dürfte eines der simpelsten und vernünftigsten Gesetze aller Zeiten sein. Kontrollieren lässt es sich einfach: Wer (fast) nur Edelfisch in den Hafen bringt kommt in den Bau.
Jeder kann auch selbst verantwortlich einkaufen.
Hier der Greenpeace Fischratgeber:
http://tinyurl.com/cud6kfl
@fauxpas
So wie ich es verstehe ist das größte Problem das Zurückkippen von Beifang. Dem soll mit einer verpflichtenden Beifangquote entgegen gesteuert werden. Dementsprechend wäre es zumindest in diesem Fall beinahe unnötig zu kontrollieren, da die entsprechenden Fischer ja Verlust machen würden, würden sie den Beifang wegschmeißen. So oder so wäre der ökologische Effekt der gleiche, zumindest solange diese Beifangquoten ordentlich festgelegt werden, also am Besten etwas strikter als notwendig. Bleibt zu hoffen dass das ganze auch umgesetzt wird und nicht wie das Legehennenbatterieverbot zur Farce wird.
Diese Fischfang.Schweinerei sollt so schnell als eben...
möglich der Vergangenheit angehören. Hier wird Fischfang ohne Rücksicht auf vermeidbare Verluste betrieben und damit wahrscheinlich auch andere, essbare Fischsorten vernichtet, obwohl heute schon das Fischangebot von der Menge her reduziert angeboten wird. Dies macht sich schon lange in steigenden Preisen deutlich bemerkbar (das Prinzip von Angebot und Nachfrage). Fisch ist schon lange nicht mehr ein Essen für arme Leute, sondern bald nur noch bezahlbar für solche, die hierfür noch das nötige Wirtschaftsgeld zur Verfügung haben. Dafür wird heute als Ersatz das Schweine-oder Hähnchenfleisch angeboten. Wer Fleisch vom Schwein oder Hähnchen ist, sollte sich hier einmal die aktuellen Aufzucht- und Schlachtbedingungen ansehen. Da würde so Manchem der das Fleisch im Halse stecken bleiben.
@Schlechtgelaunt
Beifang verschlimmert nur ein Problem. Auch ohne sind die Meere überfischt und auch Natur- oder Umweltprobleme ausgeklammert stirbt ein Fisch zumindest für uns Wohlstandseuropäer schlichtweg unnötig.
Mir ging es ja in erster Linie um den Fingerzeig auf die Japaner wegen Walfleisch. Es ist schon witzig: Wale und Delfine = Säugetiere und man empört sich wenn diese sterben. Aber Fische essen wir Europäer als wären sie Gemüse ohne jede Moral daran zu knüpfen. Im Gegenteil bilden wir uns irrationaler- wie arroganterweise auch noch ein besser als Walfleisch-Esser zu sein, während die Fische die wir essen genauso bedroht sind wie Wale.
Und ich kann dir jetzt schon sagen wie das laufen wird: Der Beifang wird auf dem Schiff behalten bzw auf ein Beiboot verfrachtet, und dann eben Katzenfutter draus gemacht. Den Meeren und den Fischen wird damit nicht geholfen.
25% passen nicht ins wirtschaftliche Konzept
"Fast ein Viertel der gefangenen Fische in den EU-Ländern wird tot oder lebendig ins Meer zurückgeworfen, weil die Fische keinen Handelswert haben, oder um Quoten einzuhalten, die sich nur auf bestimmte Fischarten bezieht."
Ja, wir müssen nur die Welt den Betriebswirten mit ihren Quoten, gewinnmaximierten Ideologien - die sie als betriebswirtschaftliche Entscheidung anpreisen - das Feld überlassen und wir brauchen nicht auf Ammagedon zu warten. Die Wirtschaft und ihre gehirnlosen Abhängigen schaffen unseren Planeten auch so in eine Wüste zu verwandeln.
Nur zur Erinnerung: Alle großen Verkehrskatastrophen der letzten Jahrzehnte gingen letztendlich auf eine wirtschaftliche Entscheidung zurück.
Wer hat die Courage diesem Wahnsinn Einhalt zu gebieten, den Tanz ums "Goldene Kalb" zu beenden?
Beifang hat es vor der EU in
Beifang hat es vor der EU in dieser Größenordnung nicht gegeben - also ist die EU selbst an diesen enormen Mengen Beifang schuld. Nun so zu tun, als ob andere Schuld haben und man nun alles besser machen muss ist schon sehr dreist.
Es ist schon merkwürdig
seit Jahrtausenden werden Schweine, Hühner, Rinder zwecks menschlichen Verzehrs gezüchtet, und in der Regel wird das Fleisch für das Mittagessen nicht mehr auf der Jagd erlegt. Aber beim Fischfang benehmen wir uns allermeist wie Steinzeitmenschen, anstatt Fische, Krebse, Muscheln in ebenso großem Maßstab zu züchten wie die zum Verzehr geeigneten Landtiere, was doch genauso möglich wäre und sicher effektiver, als die Jagd auf Meeresfrüchte.
Das ist doch wieder typisch Eu-Geplauder,
in Norwegen wird der Beifang, egal wie, auf die Quote angerechnet. Dadurch wird die Quoate drastisch reduziert, denn die Fischer wollen ja vermarktbare "Ware" fangen.
Nun wird der Beifang auch
Nun wird der Beifang auch noch an Land geschafft und dem Ökosystem entzogen. Soll das jetzt der große Wurf sein ? Soll das jetzt als nachhaltig zertifiziert werden ?
Warum vergrößert man denn nicht die Maschen der Netze per Gesetz ? Dann bliebe der "Beifang" gleich schon - und zwar lebend ! - im Meer.
Viel wird sich leider nicht ändern nach der Abstimmung im EU-Parlament - wer kontrolliert denn, daß die Fischer nicht ihren wertloseren Beifang nach wie vor z.B. nachts entsorgen, um ihre Quoten nicht mit wertloserem Beifang zu mindern ?
Wenn jeder und jede Nation egoistisch fischt auf "Teufel komm raus", werden die Meere hoffnungslos leergefischt. Nach der Logik: wenn ich nicht fische, fischt mir mein Konkurrent meinen Fang weg... Also muß ich fischen.
Ferner: alle direkten und indirekten Subventionen der nationalen Fischerei sollten endlich auf den Prüfstand und gehören abgeschossen !
retama