Jahrelang haben Banken den Referenzzins Libor manipuliert und hohe Gewinne eingestrichen. Nun verhängten Aufsichtsbehörden gegen ein weiteres Kreditinstitut hohe Bußgelder. Die Royal Bank of Scotland muss 455 Millionen Euro zahlen. Zur Frage der Verantwortung hat die Bank ihre ganz eigene Sichtweise.
Teilverstaatlicht
Wenn dem so ist, würde mich interessieren, ob die Strafzahlung eventuell aus Steuermitteln erfolgt. Andererseits würde es mich nicht wundern, wenn nach Zahlung aller "offenen" Beträge die Reprivatisierung der Bank angekündigt wird.
Wirklich teuer?
Um beurteilen zu können, ob der RBS diese Manipulation und das folgende Bußgeld teuer zu stehen kommt, müsste man doch mindestens den aufgetretenen Schaden mitteilen. Wieviel hat die RBS (und ebenso alle anderen Banken) mit den Manipulationen verdient?
Der Zinssatz wurde über Jahre manipuliert. Da wurde doch wesentlich mehr erwirtschaftet, als jetzt abgebüßt wird...
...wir werden schlichtweg vera.....
Sanktionen Normalbürgern kaum zu vermitteln
Echt jetzt!? "hohe Bußgelder" Bußgelder zahlt man für falsches Parken - hier wurde eindeutig betrogen was das Zeug hält! Bei einem kürzlich in Amerika aufgedeckten Kreditkartenbetrügerring, müssen die Beteiligten mit bis zu 30 Jahren Haft rechnen. Klar, die haben ja auch die Bank betrogen, hier betrügt die Bank.
"21 Mitarbeite hätten sich falsch verhalten" - eine schöne Beschreibung für Betrug. "3/4 der Zahlung wird aus dem Topf für Boni beglichen" - lies man denen die Entscheidung Gefängnis oder Boni kürzen!? Es geht schließlich um Millionenbetrug!
Wär schön wenn mir das mal einer erkären könnte!?!
"unangemessen verhalten" ?
Ja, wenn's nur das ist, klingt ja irgendwie harmlos, vielleicht höchstens wie ein gelbwürdiges Faul beim Fussball.
Dann noch schnell ein bißchen Geld aus den Boni-Töpfen (der jetzt entlassenen oder suspendierten Mitarbeiter) an die Aufsichtbehörden überwiesen, und gut ist?
Alles macht den Eindruck einer banalen Geschwindigkeitsüberschreitung, die passieren pro Jahr auch zu zehntausenden in jeder Stadt und eigentlich ändert sich nichts am Fahrverhalten.
Und genau wie dort wird viel Geld eingenommen, was allerdings den Opfern erstmal nichts hilft.
Es scheint noch nicht einmal die Auflage eines "Fahrtenbuches" zu geben, um im Vergleich zu bleiben, die Bank regelt alles intern.
Ob so etwas wieder vorkommt, ist also allein einer internen Kosten-Nutzen-Rechnung geschuldet und der Risikoabschätzung, wieviele Jahre vergehen, bis man erwischt wird.
Was sagen eigentlich die anderen (EU)-Aufsichtsbehörden dazu? Wollen die kein Geld?
ob das
einen Betrüger beeindruckt wenn man dem sagt, er habe sich "unangemessen" verhalten?
Ich lache mich wech ...
Drei Viertel der Strafe ...
... wird also aus dem Topf für BONUS(!!)-Zahlungen beglichen.
Tja .. Freunde. In DEN Topf möchte ich auch mal reinfallen.
Der Bank selbst sei kein bewusstes Fehlverhalten vorzuwerfen...
Was soll denn das heißen?
"Die Bank selbst" gibt es gar nicht (höchstens als juristische Person), sie hat kein Bewusstsein, verhält sich nicht und handelt auch nicht!
Das einzige, was es gibt, sind Mitarbeiter, die im Namen der Bank handeln, und die haben sich auf jeden Fall in vollem Bewusstsein und in betrügerischer Absicht so "fehl"verhalten!
Wie groß ist der Schaden für Kunden der Bank, für die Allgemeinheit? Was bekommen die / wir von der Strafzahlung zu sehen?
Werden die Verantwortlichen ordentlich eingebuchtet oder zählt das mehr wie ein erster Handtaschendiebstahl in einem minderschweren Fall?
Investorix
Und die Presse tut nichts..
und verkauft dem gemeinen Bürger diese Nachricht als Erfolg.. blanker Hohn für jeden Kreditnehmer (und davon sollte es einige alleine in Deutschland geben!!)
Habe Freunde im persönlichen Umkreis die gerade gegen ihre Bank klagen - ich rate jedem das auch zu tun!
Was ich noch jedem ans Herz lege;
LG Stuttgart, Urteil vom 12. 06.1996 - 21 O 519/95
sehr treffend!
Ob dieses bescheidene Sümmchen
die Zinsüberzahlungen der Kunden ausgleicht. Das Geld geht ja auch nicht in die Kassen der wirklich Geschädigten.
betrüger gehören ins gefängnis..........
wer als führungskraft solche daten manipuliert oder seinen laden nicht im griff hat, gehört schlichtweg privat und geschäftlich so zur kasse gebeten, dass dies nie mehr wieder vorkommt. natürlich keine bewährungsstrafe sondern jahre hinter gitter.