besteht darin, das Menschen in die Ballungszentren strömen um dort zu arbeiten. Mit anderen Worten die Arbeit steht im Mittelpunkt und nicht das Indiviium oder die gesellschaftlichen Strukturen.
Das Ergebnis ist dann eine sinkende Geburtenrate, Geisterdörfer und Orte, zerissene Familienstrukturen, Single-Dasein (die wenigsten findes das wirklich toll)und auf der anderen Seite Wohnungsknappheit von bezahlbaren Wohnungen die einen gewissen Standard haben.
Das Ganze ist nicht neu, sondern läuft eher schon ein paar Jahrhunderte. Ökonomisch und ökoligisch ist das aber nur eine kurzsichtige Lösung, wie uns z.B. der Ruhrpott und Detriot beweisen. Erst Boom und dann Niedergang.
Wenn ich mir anschaue was sich energetisch und arbeitstechnisch verändert, stellt sich mir die Frage, wie heutige Ballungszentren in 20 bis 30 Jahren dastehen. Und genau das ist der Planungshorizont/Refinanzierung für den Wohnungsbau!
Aufgrund, persönlicher Umstände, Frau zog zu mir, Zuwachs, musste ich mir grösseren Wohnraum suchen, meine günstige Wohnung ist nun Geschichte, ebenso der Bezirk! Ja ich wurde gentrifriziert, fand kaum etwas, was die Größe und Lage und die Hälfte meines Lohnes entsprochen hätte! Meine Lösung wäre sicher Wohneigentum gewesen, aber 1. verdien ich nicht genügend, wird anderen genauso gehen und 2. wer weis wie lang ich hier bleibe, bei mir nur die Option Zurück nach Schweden, bei vielen, Umzug zwecks Arbeit/Scheidung/Altersgerecht. Doch auch dieses Problem hätte ich fast überall anderswo auf der Welt!
Ich musste 2003 fuer meine erste eigene Wohnung in Muenchen 480 Euro bezahlen - fuer 27qm und ein Zimmer!
Heute wohne ich in derselben Stadt in einer 1,5 Zimmer Wohnung mit 48qm und bezahle 700 Euro warm.
Das soll normal sein?
Finde es immer wieder lustig, wenn sich manche Ostdeutsche ueber Mieten, die die Haelfte unserer betragen und noch dazu einige Zimmer mehr bieten beklagen.
Und nein, soviel mehr verdienen wir hier auch nicht, dass sich das ausgleichen wuerde.
sind die Nebenkosten. Diese steigen seit Jahren überproportional, weil die Gemeinden über Umlagen wie die Grundsteuer ihre Finanzen sanieren.
Und das ohne zusätzliche Investitionen.
Die Begründung dafür ist: "wir tun´s, weil wir dürfen".
Die Schuld für Wohnungskosten wird beim Vermieter mit seinen Investitionen gesucht und nicht bei einem der Preistreiber schlechthin. Von diesen Kosten hat der Vermieter gar nichts, sie sind ein durchlaufender Posten. Das ist unser Staat.
Na toll! Sie schreiben: "dann zieht man eben aufs land...wo ist das problem...dort gibt es recht günstige mieten..."
Hallo?! Natürlich krieg ich in Mecklenburg-Vorpommern ne Wohnung für 4 EURO pro Quadratmeter in irgendeinem kleinen Ort. Aber wie komm ich dann täglich zu meinem Arbeitsplatz nach München?
Selbst im Umland von München sind die Mieten hoch. Hinzu kämen dann noch erhebliche Pendlerkosten und erheblicher Zeitaufwand.
Ich komme vom Land, das soweit weg ist, Schweden, Värmland, das mich das Pendeln unsummen gekostet hätte, unabhängig von der Fahrtdauer. Die passenden Jobs muss es dort auch geben! Stockholm/Göteborg waren kein Ziel für mich, denn selbst diese Mieten/Kaufsummen war ich nicht bereit zu zahlen! Berlin ist im Verhältnis immer noch Traumhaft, aber in dessen Peripherie uu ziehen aufgrund mehrere Faktoren unvorstellbar und mir geht es nicht allein so! Immerhin Leben in Berlin ca. 4000 Schweden.
was hier abgeht ist wahnsinn.
man sieht zu und macht nichts, genauso wie bei den zockerbanken, da braucht man 5 jahre, bis man überhaupt mal was vorschlägt um diesem treiben ein ende zu machen.
bei der hotelsteuerpauschalen-absenkung, bzw. dem geschenk der fdp an die hoteliers ging es damals sehr schnell, was nicht heisst, dass das richtig war. im gegenteil es ist ein skandal.......
"Bundesweit sucht nach einer Umfrage jeder vierte Deutsche nach einer günstigeren Wohnung"
Also suchen 3/4 der Deutschen nach keiner günstigen Wohnung?
Oder leben diese Deutschen (Babdy, Kinder, Jugendtliche, usw.) in eigenen Wohnungen / Häusern?
Selbst wenn ich nur 1 Euro für meine Wohnung bezahlen würde, würde ich nach einer Wohnung suchen für die ich nur 0,10 Euro bezahle. Natürlich müsste die Wohnung dann aber noch moderner und größer sein, ganz abgesehen von der besseren Wohnlage.
Manche Autoren sollten wirklich nicht immer alles 1:1 abschreiben ;)
Ob Stockholm, Göteborg, Oslo, Zürich, Paris, Hamburg, München, Berlin und und, der Grund ist immer die Hohe nachfrage, aber im Gegensatz zu anderen Städten ist der Wohnungsmarkt in Deutschland noch "günstig" und nicht in hoher Zahl privat, dieser Trend des Wohneigentums kommt jetzt erst in Schwung und wird auch als Anlageform akzeptiert.
Als Helmut Kohl die Mietpreisbindung aufhob, war klar, was geschehen würde. Wenig später hat ROT-GRÜN angefangen, die Sozialwohnungen zu verticken, da die angeblich nur Kosten verursachten. So gingen einige hundert Wohnungen in Hamburg für 1 Euro weg.
Die Regel von Angebot und Nachfrage, hxk, gilt nur für freie Märkte. Dass wir die nicht haben, sieht man an den Erdöl- und Gaspreisen, an den Strompreisen, an den Schienenpreisen für die DB, an Absprachen im Straßenbau, an Stuttgart21 und BER etc. etc.. Denn inzwischen haben wir zwischen Kapital und Regierung oligopolartige Zustände, ähnlich wie in Amerika, wo das Stromnetz nicht erneuert wird, weil das die Rendite schmälern würde.
Also lassen wir mal die Ammenmärchen vom freien Markt weg und wenden uns der Realität zu, und die ist, dass Vermieter jährlich 5% mehr nehmen dürfen. Das ist jedenfalls besser, als n Sparbuch! Und das ist das, was, sie für n Neubau an Kreditzinsen zahlen müssen. Also wären sie doof, wenn sie neu bauen.
Ja, was jetzt? Sterben wir nun aus und brauchen ohnehin weniger Wohnungen? Und wie ist das mit den Jobs? Verlieren doch kaum Leute ihre Arbeit und können sich den Wahnsinn in den Städten leisten?
Irgendwas stimmt hier nicht und irgendwie will mir das nicht in den Kopf...
Aber geschickt gemacht... Nicht ganz unbeteiligt sind die Makler... Damen und Herren, die nicht unerheblich verdienen, an dem Geschäft. Ich weiß wie ´s geht. Der Vermieter hört das natürlich gerne, wenn ihm eingeflüstert wird, dass der Wohnraum kanpp ist und seine Bude viel mehr wert! Da verdienen dann beide dran. Nur der Mieter, der glotzt in die Röhre. Oder auch der Käufer. Denn auch der Erwerb einer Immobilie ist jenseits von Gut und Böse. Eine ETW kostet heute u.U. soviel wie früher eine kleine Villa.
Alles gemacht, weil´s funktioniert.... Wir Deutschen lassen uns so gerne für dumm verkaufen...
Mehr Wohnungen in den betroffenen Gebieten bauen. Und das erreicht man, indem Genehmigungsverfahren beschleunigt und vereinfacht werden.
Alles andere, wie Höchstpreise, Subventionen oder gesetzliche Regelungen verzerrt den Markt und bewirkt am Ende das Gegenteil.
Ich komme vom Land, einem kleinen 1000 Einwohnerdörfchen. Früher hatte jedes kleine Dörfchen eigene Industrie und auch Gewerbe. Bei uns gab es eine große Glasproduktion, im nächsten Dorf eine große Gießerei und Stahlbaufirma usw. Nach der Wende ist das alles kaputt gegangen. Mobilität kann sich keiner mehr leisten, weil keiner in unserem Staat die Hosen an hat und sich mal durchsetzt neue Technologien in Sachen Mobilität zu fördern. In meinem Heimatdorf bekommt man eine Doppelhaushälfte, da bekommt man in München nicht mal eine Einraumwohnung für. (Habe da ein paar Jahre gearbeitet) Wenn alle jobbedingt in die Großstädte ziehen, dann ist es doch normal, dass die Nachfrage steigt und entsprechend auch die Preise. Es will ja keiner mehr auf dem Land leben. Früher ist mein Vater 60 km zur Arbeit gefahren, heute kann er sich die 300 Euro (Benzinkosten) im Monat nicht mehr leisten. Unser Leben ist zu konzentriert auf die Ballungszentren. Verteilt die Bevölkerung, Wohnraum haben wir genug!
Man könnte auf die Siedlungsräume sog. "Metropolen" weltweit zeigen, in denen sich die Wohnsiedlungen aus dem Weltraum sichtbar wie ausladene Pfannkuchen um etwas herum ansammeln. Bei diesen Etwas könnte man einen "Kern" oder Zentrum fast nur als "geopolitisch erahnbar" bezeichnen. Oder als "City Grid Lock 7/24"?
Seit der Wiedervereinigung gingen kommunal erwirtschaftete Einnahmen auch in die Angleichung Ost; vor allem in den Altländern wurde die Daueraufgabe, bezahlbaren Wohnraum auch für niedrige Einkommen fern der Pampa Nirgendwo immer neu bereitzuhalten, sichtbar vernachlässigt.
Klar das die, die von der Knappheit jetzt am meisten profitieren, die volkswirtschaftlichen Herausforderungen lebbarer Organisationformen von "Wohnen und Arbeiten", auch im lockenden Angesicht staatlicher Schuldenbremsen, am liebsten verneinen würden.
Wer aber bezahlbaren Wohnraum nur noch fernab von Arbeitsstätten zulassen will, der zementiert so volkswirtschaftlich teure Dauerarbeitslosigkeit?!
Sie haben das absolut richtig erkannt. Auf Dauer werden wir nicht umhin kommen, wieder regional zu produzieren, Lebensmittel, Handwerk und vieles mehr gehört auch in die kleinen Ortschaften. Spätestens wenn das Öl noch teurer wird und der Transport die Ersparnisse der Massenproduktion auffrisst, passiert das hoffentlich von ganz allein. Aber menschlicher und sozialer wäre es, wir würden das schon jetzt organisieren.
Auch die dezentrale Stromproduktion könnte z.B. einige Vorteile bringen, weniger Oligopole, geringere Durchleitungsverluste und ein stärkerer Wettbewerb.
Wir könnten alle damit heute schon beginnen und regionale Produkte kaufen, Konten bei regionalen Sparkassen führen und selber Strom produzieren. Die Lobbyistenparteien werden das nicht für uns machen.
Die Mietpreis Situation ist auch im Osten nicht mehr so rosig. Besonders in Dresden war es so, dass die Stadt ihren Wohnungsbestand verkauft hat, diese Geschichte ist ja auch durch die Medien gegangen. Wohnungen im Wert von 1,7 Mrd. Euro sind da über den Tisch gegangen. Der Käufer nahm dafür 1 Mrd. Kredit auf, dieses Geld will er jetzt natürlich wieder rein haben.
Aufs land ziehen klingt ja ganz nett, in den USA nennt man das Suburbs. Nur leider hat man dann die Wahl zwischen teuer mit dem Auto fahren oder teuer nah am Arbeitsplatz wohnen.
Wenn das nicht geht hat man noch die Wahl zwischen Minibude mit Wuchermiete oder Abrißgebäude mit Kohleheizung im Zimmer. Man solls kaum Glauben aber das gibt es 20 Jahre nach der Wende immer noch.
Der einzige Ausweg ist Sozialer Wohnungsbau im Besitz der Kommunen, aber die haben nicht das Geld um den Immobilienkonzernen Konkurrenz zu machen, die wäre aber bitter nötig.
Ich musste ... 480 Euro bezahlen - fuer 27qm
Heute ... 48qm und bezahle 700 Euro warm.
Das soll normal sein?
Ich habe tatsächlich einmal nachgerechnet. Ihre Mietsituation hat sich deutlich verbessert. Von 17.78€/m2 auf 14.48€/m2 Warmmiete. Da stelle ich mir die Frage, warum Sie so schimpfen.
Finde es immer wieder lustig, wenn sich manche Ostdeutsche ueber Mieten, die die Haelfte unserer betragen und noch dazu einige Zimmer mehr bieten beklagen.
Diesbezüglich kann ich Ihnen nur empfehlen, daß Sie sich zuerst erkundigen, bevor Sie untragbare Behauptungen in die Welt setzen, die aber nur Ihren Vorurteilen entsprechen.
Ich habe kurz nachgeschaut. Aktuell zahlt man bspw. in Jena (Stadt im Osten) für kleine Wohnungen ebenfalls 11-13€/m2. Allerdings kalt.
Und nein, soviel mehr verdienen wir hier auch nicht, dass sich das ausgleichen wuerde.
Was für ein Gejammer! Ihnen steht doch frei dahinzuziehen, wohin sie wollen. Selbstverständlich auch in den Osten.
Am 06. Februar 2013 um 17:41 von MilosFormanJack...
Hierzulande sind die Mieten immer noch vergleichsweise günstig.
Wer das nicht glauben will, der sollte vielleicht mal versuchen, in Dänemark, Schweden, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, England, den USA, oder in Japan, eine Wohnung anzumieten.
Hier bei uns in der Stadt lebende Japaner, Amerikaner, Engländer, Schweitzer, Koreaner, Inder und Chinesen, zeigen sich von unseren Mieten jedenfalls angenehm überrascht.
Man sollte sich mal vor Augen führen welche Kostenstruktur bei Wohnraum besteht. Die meisten Gebäude werden aufgrund der hohen Investitionssummen finanziert. Bei Laufzeiten zwischen 20 und 40 Jahren kann man sich ausrechnen wieviel Zinsen anfallen. Oftmals übersteigt der Zinsbetrag(den die Bank einstreicht) den Nominalwert des Kredits. Würden Häuser nicht mit Krediten finanziert, wären sie um die Hälfte billiger und damit auch die Mieten.
Ein weiterer Faktor sind die Mechanismen des Kapitalismus, viel Nachfrage und geringes Angebot führt zu hohen Preisen. Wobei das geringe Angebot künstlich durch Abriß, Renovierung und ausbleibenden Neubau seit Jahren gedrückt wurde. Bauen ist nur Sinnvoll wenn ein Mangel besteht der hohe Mieten in den nächsten 20 Jahren rechtfertigt. Vorallem im Osten hat man ganze Stadtviertel abgerissen, um die Mieten zu heben, sodass Investoren interesse bekommen, das führte zu Villen am Stadtrand und zum Anstieg der Obdachlosenzahlen.
Wo das Pendeln hinführt sieht man in den Suburbs der USA. Als die Menschen dort ihre Arbeit verloren haben und die Kredite nicht mehr bedienen konnten wurde Zwangsversteigert. Millionen sind so Obdachlos geworden. Das verrückte ist aber die Häuser gab es noch, aber statt sie billiger zu vermieten oder zu verkaufen, hat man viele davon abgerissen um den Marktpreis zu "bereinigen". Da Frage ich mich:
Wie Menschenverachten kann man eigentlich sein. Es war genug Wohnraum da, aber Leute mit wenig Geld durften in diesen besseren Holzhütten nicht wohnen, wieso eigentlich nicht, was soll das.
In Deutschland könnte so ein Bauboom eventuell auch starten. In Bayern gibt es bereits reichlich Bauaktivität rund um größere Städte. Sollte dort die Erwerbssituation aber kippen, könnte ganz schnell Schluß sein mit diesen Satellitensiedlungen und dann passiert genau das was 2008 in den USA passiert ist.
Sie haben ganz Recht mit Ihrer Analyse. Nicht der Mensch steht im Mittelpunkt, sondern die Arbeit. Aber einen langen Planungshorizont kann man von „Legislaturperiodenlängendenkern“ („Schönes“ Wort!) nicht erwarten.
Bisher funktioniert es doch so. Die Menschen gehen da hin, wo es Arbeit gibt. Warum kann nicht die Arbeit zu den Menschen kommen. Warum müssen sich nicht Firmen bemühen und „erpressen“ statt dessen Gemeinden mit der Drohung, dass die Gewerbesteuer wegfällt.
Momentan wird es gefördert, wenn man aufs Land ( wie odindonar schreibt) zieht, Fahrtkosten kann man steuerlich geltend machen. Umgekehrt könnte man Firmen, die da hin ziehen, wo es billigen Wohnraum gibt fördern. Man könnte eine tarifliche Verknüpfung zwischen Löhnen und Mietkosten herstellen usw.
Es gäbe viele Möglichkeiten – aber sie erfordern ein Völliges Umdenken. Und dafür reicht eine Legislaturperiode leider nicht aus!
Ist die Höhe des Mietpreises gesetzlich geschränkt, gibt es für Vermieter nur noch eine Möglichkeit, ihre Rendite zu sichern: nicht mehr zu renovieren!
Statt staatlicher Preisfestsetzung sollte die Frage also eher sein: warum scheint es trotz hoher Mieten nicht attraktiv genug zu sein, in Mietwohnungen zu investieren? Gerade angesichts ständiger Finanzkrisen und realen Zinsen an der 0%-Grenze sollten Immobilien doch eigentlich eine tolle Investition sein! Und allemal sinnvoller, als in irgend einem Schließfall Goldbarren zu stapeln.
Statt das so zu sagen, was man allzu leicht so verstehen kann als sei das ganz normal bzw. müsse man sich damit abfinden, sollte man sich ernsthaft fragen warum es bisher so niedrige Mieten im unteren Segment gab.
Wenn man dann nachschaut stellt man fest das viele Maßnahmen gegen Mietpreisanstiege systematisch untergraben wurden, mit der wagen Hoffnung das Investoren und der Markt es dann schon richten werden.
Ich glaube es gab in Chemnitz sogar Absprachen zwischen Investoren und der Stadt auf Sozialen Wohnungsbau über Jahre hinweg zu verzichten um die Mieten hoch zu bekommen.
Da bleiben eigentlich nur noch Genossenschaften, wenn die Kommunen sich das nicht leisten können. Alles andere wären dann sehr radikale Lösungen, wobei es nicht mehr lange dauern kann bis sich genug Menschen genötigt fühlen obs nun Hausbesetzungen sind oder auf politischer Ebene Enteignungen.
"Momentan wird es gefördert, wenn man aufs Land zieht, Fahrtkosten kann man steuerlich geltend machen."
Die Kosten schon - aber dann braucht man auch ein Auto, ob man will oder nicht. Geht schon damit los, dass es in manchen Gegenden keine Zugverbindung mehr nach 21:00 gibt. Das nennt man dort "am späten Abend"! Wer zwecks Schichtdienst vor 8:00 anfangen muss - tja, Pech gehabt. Immer mehr Geld fließt in die Superschnelltrassen und Megaprojekte wie S21 - und die Zubringer?
Mit Internet & Co sieht es ähnlich aus: in manchen Gegenden kam ISDN nie an, und im Handynetz gibt es heute noch Lücken.
Wer das Land nicht nur als günstigen Villenstandort attraktiv machen will, muss auch in die Infrastruktur investieren!
Schon im Jahre 2000, mitten in der Abwärtsspirale der New Economie, war uns Anlegern bekannt, dass die Immobilienblase in USA die nächste Blase sein würde.
Diese Erkenntnis machten sich Investmentbanken zu nutze, 1. ihren Ramsch an Häuser jedem unsolventen Bürger hinterherzuwerfen 2. daraus sich zu rekapitalisieren, mit mehr Geld, abgesichert durch die Assets diesen Schneeball effekt weiterzutreiben, und die nachfrage nach immobilien Aufrecht zu erhalten.
Schlicht genial, die zeche zahltdie Welt.
Verb.erde.
Wo man hinschaut zahlt man die Aufschläge für diese Krise, die einzigen die in Deutschland nicht klagen sind die Immobilienspekulanten und immo Vermittler. Klingelts?
Eine geschaffene Balance um investiertes Kapital mit zinsezins und Gewinn zuzusichern auf dem Rücken immer ärmerer Konsumenten, bis nur noch das existensminimum bleibt. Was haben wir anderes erwartet?
Wir bekommen was wir verdienen, wir verdienen was wir erdulden, wieviel wir dulden liegt an der höhe des Einkommen
Denn sie haben uns genau da, wo sie es gerne hätten. Auf dem Land könnten wir uns theoretisch selber ein wenig zusätzlich versorgen, aber es fehlt an Arbeitsplätzen dort. In den Städten sowieso. Das Ziel ist es sich nur an der Tiefkühltruhe zu bedienen und so macht man sich erst recht abhängig. Wer kann soll sich ein kleines Stück ausserhalb kaufen und es selber bewirtschaften, sofern Zeit dafür vorhanden ist. Es werden noch richtig schwere Zeiten kommen und die Flucht aufs Land wird dann keine Seltenheit.
Die Medien handeln wieder wie so oft Effekte haschend, unverantwortlich und extrem. Anstatt objetiv und fair wird sensationsgierig berichtet. Es mag sein, dass in Ballungsräumen die Mieten in die Höhe schießen, aber Angebot und Nachfrage bestimmen nun mal den Markt. Andererseits herrscht in weiten Teilen Deutschland Wohnungsleerstand. Man braucht sich aber auch nicht zu wundern, wenn in Neubauten zu wenig investiert wurde, da die Mieterschutzgesetze sehr ausgeprägt sind und potentielle Investoren abschrecken. Schlecht zahlende Mieter oder Mietnomaden sind schwer aus der Wohnung zu bekommen und verursachen ernorme Kosten.
Obwohl die Mieten in den letzten 15 Jahren sehr moderat gestiegen sind, kommen die jetzigen Erhöhungen auch deshalb so hoch vor, weil die Löhne seit über zwanzig Jahren real nicht gestiegen sind. Daher steigt jetzt der Mietanteil an den Löhnen. Erforderlich wären saftige Lohnerhöhungen in Ballungsgebieten und der Abbau der kalten Steuerprogression.
Ryder
Gehen Sie mal auf die Seite des Berliner Senats, Bausenat, und suchen dort den Mietspiegel.
Vergleich mit München lohnt.
Gerne auch noch Rostock, Leipzig, Dresden...
Nehmen sie dann den Lohnabstand (Berlin ca. -1000 € zu München) und rechnen Sie nochmal den Mietanteil am Einkommen. Ostdeutschland hat bis 30% weniger Einkommen und riesige Arbeitslosigkeit im Vgl. mit dem Süden.
Wohnraum ist nur in Ballungszentren knapp und teuer.
Hier wäre mehr sozialer Wohnungsbau evtl. sinnvoll.
Bei den derzeit niedrigen Hypothekenzinsen ist kaufen warscheinlich günstiger als Mieten. Bei einem Objekt für z.B. € 400.000 und 2,5% Zinsen sind das ja nur € 833 im Monat.
Genau, Infrastruktur kann Firmen anlocken! Gerade Internetfirmen müssen nciht in München oder Stuttgart sitzen - aber sie brauchen gute Internetverbindungen!
Der Mieterschutzbund und die überzogenen Mieterschutzgesetze sind Teil des Problems. Es gab einst wohl wirklich Anlass, die Mieter zu schützen. Die großen Immobilienfirmen sind teilweise sehr unfair mit den Mietern umgegangen. Aber wie das in "good old germany" so üblich ist wurde der Mieterschutz bis zum Exzess betrieben - und heute haben wir die Situation, dass die Rechte der Vermieter wieder gestärkt werden müssten.
In meinem Bekanntenkreis sind 5 Leute, die nie mehr wieder eine Wohnung vermieten würden. Man hat die Wahl zwischen A...loch werden oder verkaufen. Die privaten Vermieter ziehen sich also zunehmend zurück, wenn es irgendwie geht - übrig bleiben große Firmen. Und diese wollen eine ansehnliche Rendite, während private Vermieter den Fokus mehr auf Altersvorsorge gelegt haben.
Tja, vielleicht baut ja der Mieterschutzbund künftig endlich einmal Wohnungen vom Mitglieds-Beitrag der Mieter.
... schon ganz andere Erfahrungen machen müssen. Es gibt sicher Vermieter, die von Mietern übervorteilt werden. Aber es gibt genauso negative Erfahrungen mit Vermietern. Ich musste in jungen Jahren beruflich öfters den Wohnort wechseln und hatte sehr verschiedene Erfahrungen. Es gibt auch private Vermieter, die einem das Leben zur Hölle machen und sie haben Möglichkeiten dafür. Was deren Legalität betrifft, gibt es da eine Grauzone. Nachdem ich mich endlich fest niedergelassen und ein schönes Zuhause gefunden hatte, wurde das 4-stöckige Mietshaus verkauft an einen Horrorvermieter. Der führte eine Modernisierung mit Absicht so durch, dass die Mehrheit der Mieter das nervlich nicht durchhielt. Die Mieterhöhung von über 60% nach der Erneuerung von Heizung und Wasserversorgung war das Geringste gegenüber dem 2-jährigen absichtlichen Vertreibungsterror mit dem Ziel, für leere Eigentumswohnungen höhere Preise zu erzielen. Auch der Mieterverein konnte das alles nicht verhindern.
Die Mieten steigen vor Allem in den beliebten und eh schon teuren Wohnlagen.
Damit ist es aber kein soziales Problem mehr, denn es gibt kein recht darauf, in Schwabing, Sachsenhausen, oder Eppendorf zu leben.
Ein Freund von mir hat eine frisch renovierte Wohnung in Hamburg für 6,50 € angeboten und nicht einmal ein Interessent hat sich gemeldet.
Am selben Tag zogen die Demonstranten durch Hamburg um gegen die Wohnungsnot zu protestieren.
Alle Jahre wieder werden steigende Mieten vermeldet und der Wohnungsnotstand ausgerufen.
Tatsächlich sehen die genannten Mieten hoch aus und geben bei oberflächlicher Betrachtung Anlass zur Diskussion.
Was dabei regelmäßig aus dem Blick gerät ist, dass die genannten Werte nur für Neuvermietungen gelten. Die überwältigende Mehrheit der Bestandsmieter zahlt dagegen Mieten die deutlich darunter liegen. Das durchschnittliche Mietiveau liegt damit ebenfalls weit unter den Schreckenswerten.
Sie schreiben:
"Die Mieten steigen vor Allem in den beliebten und eh schon teuren Wohnlagen. Damit ist es aber kein soziales Problem mehr, denn es gibt kein recht darauf, in Schwabing, Sachsenhausen, oder Eppendorf zu leben".
Ich wohne in einer sogenannten "mittleren Wohnlage" und muss seit Jahren erleben, wie durch ständig steigende Mieten immer mehr Nachbarn vertrieben werden - das ist sehr wohl ein soziales Problem.
Eine Wohnung ist für die einen das Zuhause, für andere nur ein "Objekt", das möglichst viel abwerfen muss.
Und komme mir jetzt keiner mit dem "Argument", Miete bringe weniger Verzinsung als ein Sparbuch - Grundstücke und Häuser haben über den Mietzins hinaus eine Wertsteigerung, Sparbücher nicht.
1. The rent is too damn high (youtube!)
2. Mietswohnungen in Großsstädten zu besitzen lohnt sich. Mein Mitbewohner braucht gar nicht mehr arbeiten gehen.
3. Man kann eine Stadt nicht unendlich ausbauen. Eine Alternative sind Vororte - vielleicht sollte man hier ansetzen.
Sicher, R Klein, auch in meinem Erfahrungsschatz befindet sich sowohl ein witziger, toller Vermieter als auch ein richtig nerviger Erbsenzähler, der sich sogar wegen uralten Klodeckeln Stress gemacht hat.
Wir brauchen uns wohl auch nicht gegenseitig überbieten, welche Gruppe die Hitliste der skurrilen Aktionen anführt - obwohl mir viele Realsatiren in Erinnerung sind. Es wird überall Leute geben, mit denen man gerne zu tun hat - ebenso wird es überall auch Mitbürger geben, die man am liebsten meiden würde.
Die geschilderte Vorgehensweise des Horrorvermieters ist wahrlich gruselig. Ihren Ärger kann ich gut verstehen.
Auf der anderen Seite wird die fiese Methode des "Mieter-Vergraulens" doch nur angewandt, weil es kaum noch möglich ist, einem Mieter zu kündigen - auch nicht dann, wenn man aufgrund wirtschaftlicher Veränderungen verkaufen muss. Mit Mieter lässt sich eine Wohnung nur verkaufen, wenn die Miete, sprich die Rendite, hoch ist - was wiederum auch dem Mieter schadet.
dann zieht ...
man eben aufs land...wo ist das problem...dort gibt es recht günstige mieten...
Das Ergebnis der Forderung nach Mobilität und Felxibiltät
besteht darin, das Menschen in die Ballungszentren strömen um dort zu arbeiten. Mit anderen Worten die Arbeit steht im Mittelpunkt und nicht das Indiviium oder die gesellschaftlichen Strukturen.
Das Ergebnis ist dann eine sinkende Geburtenrate, Geisterdörfer und Orte, zerissene Familienstrukturen, Single-Dasein (die wenigsten findes das wirklich toll)und auf der anderen Seite Wohnungsknappheit von bezahlbaren Wohnungen die einen gewissen Standard haben.
Das Ganze ist nicht neu, sondern läuft eher schon ein paar Jahrhunderte. Ökonomisch und ökoligisch ist das aber nur eine kurzsichtige Lösung, wie uns z.B. der Ruhrpott und Detriot beweisen. Erst Boom und dann Niedergang.
Wenn ich mir anschaue was sich energetisch und arbeitstechnisch verändert, stellt sich mir die Frage, wie heutige Ballungszentren in 20 bis 30 Jahren dastehen. Und genau das ist der Planungshorizont/Refinanzierung für den Wohnungsbau!
Aufgrund, persönlicher
Aufgrund, persönlicher Umstände, Frau zog zu mir, Zuwachs, musste ich mir grösseren Wohnraum suchen, meine günstige Wohnung ist nun Geschichte, ebenso der Bezirk! Ja ich wurde gentrifriziert, fand kaum etwas, was die Größe und Lage und die Hälfte meines Lohnes entsprochen hätte! Meine Lösung wäre sicher Wohneigentum gewesen, aber 1. verdien ich nicht genügend, wird anderen genauso gehen und 2. wer weis wie lang ich hier bleibe, bei mir nur die Option Zurück nach Schweden, bei vielen, Umzug zwecks Arbeit/Scheidung/Altersgerecht. Doch auch dieses Problem hätte ich fast überall anderswo auf der Welt!
Ich musste 2003 fuer meine
Ich musste 2003 fuer meine erste eigene Wohnung in Muenchen 480 Euro bezahlen - fuer 27qm und ein Zimmer!
Heute wohne ich in derselben Stadt in einer 1,5 Zimmer Wohnung mit 48qm und bezahle 700 Euro warm.
Das soll normal sein?
Finde es immer wieder lustig, wenn sich manche Ostdeutsche ueber Mieten, die die Haelfte unserer betragen und noch dazu einige Zimmer mehr bieten beklagen.
Und nein, soviel mehr verdienen wir hier auch nicht, dass sich das ausgleichen wuerde.
Ein nicht unerheblicher Teil der Miete . . .
sind die Nebenkosten. Diese steigen seit Jahren überproportional, weil die Gemeinden über Umlagen wie die Grundsteuer ihre Finanzen sanieren.
Und das ohne zusätzliche Investitionen.
Die Begründung dafür ist: "wir tun´s, weil wir dürfen".
Die Schuld für Wohnungskosten wird beim Vermieter mit seinen Investitionen gesucht und nicht bei einem der Preistreiber schlechthin. Von diesen Kosten hat der Vermieter gar nichts, sie sind ein durchlaufender Posten. Das ist unser Staat.
Lieber @Odindonar,
ich darf dir dann bestimmt doe Rechnungen für Auto, Sprit, Reparaturen oder für eine Dauerkarte der bahn schicken.
Nicht jeder, der in der Stadt wohnt tut das, weil es "cool" ist.
@odindonar
Na toll! Sie schreiben: "dann zieht man eben aufs land...wo ist das problem...dort gibt es recht günstige mieten..."
Hallo?! Natürlich krieg ich in Mecklenburg-Vorpommern ne Wohnung für 4 EURO pro Quadratmeter in irgendeinem kleinen Ort. Aber wie komm ich dann täglich zu meinem Arbeitsplatz nach München?
Selbst im Umland von München sind die Mieten hoch. Hinzu kämen dann noch erhebliche Pendlerkosten und erheblicher Zeitaufwand.
Ich komme vom Land, das
Ich komme vom Land, das soweit weg ist, Schweden, Värmland, das mich das Pendeln unsummen gekostet hätte, unabhängig von der Fahrtdauer. Die passenden Jobs muss es dort auch geben! Stockholm/Göteborg waren kein Ziel für mich, denn selbst diese Mieten/Kaufsummen war ich nicht bereit zu zahlen! Berlin ist im Verhältnis immer noch Traumhaft, aber in dessen Peripherie uu ziehen aufgrund mehrere Faktoren unvorstellbar und mir geht es nicht allein so! Immerhin Leben in Berlin ca. 4000 Schweden.
skandalös.......
was hier abgeht ist wahnsinn.
man sieht zu und macht nichts, genauso wie bei den zockerbanken, da braucht man 5 jahre, bis man überhaupt mal was vorschlägt um diesem treiben ein ende zu machen.
bei der hotelsteuerpauschalen-absenkung, bzw. dem geschenk der fdp an die hoteliers ging es damals sehr schnell, was nicht heisst, dass das richtig war. im gegenteil es ist ein skandal.......
Mieter
"Bundesweit sucht nach einer Umfrage jeder vierte Deutsche nach einer günstigeren Wohnung"
Also suchen 3/4 der Deutschen nach keiner günstigen Wohnung?
Oder leben diese Deutschen (Babdy, Kinder, Jugendtliche, usw.) in eigenen Wohnungen / Häusern?
Selbst wenn ich nur 1 Euro für meine Wohnung bezahlen würde, würde ich nach einer Wohnung suchen für die ich nur 0,10 Euro bezahle. Natürlich müsste die Wohnung dann aber noch moderner und größer sein, ganz abgesehen von der besseren Wohnlage.
Manche Autoren sollten wirklich nicht immer alles 1:1 abschreiben ;)
Ob Stockholm, Göteborg, Oslo,
Ob Stockholm, Göteborg, Oslo, Zürich, Paris, Hamburg, München, Berlin und und, der Grund ist immer die Hohe nachfrage, aber im Gegensatz zu anderen Städten ist der Wohnungsmarkt in Deutschland noch "günstig" und nicht in hoher Zahl privat, dieser Trend des Wohneigentums kommt jetzt erst in Schwung und wird auch als Anlageform akzeptiert.
Kicher
Als Helmut Kohl die Mietpreisbindung aufhob, war klar, was geschehen würde. Wenig später hat ROT-GRÜN angefangen, die Sozialwohnungen zu verticken, da die angeblich nur Kosten verursachten. So gingen einige hundert Wohnungen in Hamburg für 1 Euro weg.
Die Regel von Angebot und Nachfrage, hxk, gilt nur für freie Märkte. Dass wir die nicht haben, sieht man an den Erdöl- und Gaspreisen, an den Strompreisen, an den Schienenpreisen für die DB, an Absprachen im Straßenbau, an Stuttgart21 und BER etc. etc.. Denn inzwischen haben wir zwischen Kapital und Regierung oligopolartige Zustände, ähnlich wie in Amerika, wo das Stromnetz nicht erneuert wird, weil das die Rendite schmälern würde.
Also lassen wir mal die Ammenmärchen vom freien Markt weg und wenden uns der Realität zu, und die ist, dass Vermieter jährlich 5% mehr nehmen dürfen. Das ist jedenfalls besser, als n Sparbuch! Und das ist das, was, sie für n Neubau an Kreditzinsen zahlen müssen. Also wären sie doof, wenn sie neu bauen.
Vermietungen
Ja, was jetzt? Sterben wir nun aus und brauchen ohnehin weniger Wohnungen? Und wie ist das mit den Jobs? Verlieren doch kaum Leute ihre Arbeit und können sich den Wahnsinn in den Städten leisten?
Irgendwas stimmt hier nicht und irgendwie will mir das nicht in den Kopf...
Aber geschickt gemacht... Nicht ganz unbeteiligt sind die Makler... Damen und Herren, die nicht unerheblich verdienen, an dem Geschäft. Ich weiß wie ´s geht. Der Vermieter hört das natürlich gerne, wenn ihm eingeflüstert wird, dass der Wohnraum kanpp ist und seine Bude viel mehr wert! Da verdienen dann beide dran. Nur der Mieter, der glotzt in die Röhre. Oder auch der Käufer. Denn auch der Erwerb einer Immobilie ist jenseits von Gut und Böse. Eine ETW kostet heute u.U. soviel wie früher eine kleine Villa.
Alles gemacht, weil´s funktioniert.... Wir Deutschen lassen uns so gerne für dumm verkaufen...
Da hilft nur eines:
Mehr Wohnungen in den betroffenen Gebieten bauen. Und das erreicht man, indem Genehmigungsverfahren beschleunigt und vereinfacht werden.
Alles andere, wie Höchstpreise, Subventionen oder gesetzliche Regelungen verzerrt den Markt und bewirkt am Ende das Gegenteil.
Da stellen sich aber einige echt blöd hier oder?
Ich komme vom Land, einem kleinen 1000 Einwohnerdörfchen. Früher hatte jedes kleine Dörfchen eigene Industrie und auch Gewerbe. Bei uns gab es eine große Glasproduktion, im nächsten Dorf eine große Gießerei und Stahlbaufirma usw. Nach der Wende ist das alles kaputt gegangen. Mobilität kann sich keiner mehr leisten, weil keiner in unserem Staat die Hosen an hat und sich mal durchsetzt neue Technologien in Sachen Mobilität zu fördern. In meinem Heimatdorf bekommt man eine Doppelhaushälfte, da bekommt man in München nicht mal eine Einraumwohnung für. (Habe da ein paar Jahre gearbeitet) Wenn alle jobbedingt in die Großstädte ziehen, dann ist es doch normal, dass die Nachfrage steigt und entsprechend auch die Preise. Es will ja keiner mehr auf dem Land leben. Früher ist mein Vater 60 km zur Arbeit gefahren, heute kann er sich die 300 Euro (Benzinkosten) im Monat nicht mehr leisten. Unser Leben ist zu konzentriert auf die Ballungszentren. Verteilt die Bevölkerung, Wohnraum haben wir genug!
Ein Blick von oben?
Man könnte auf die Siedlungsräume sog. "Metropolen" weltweit zeigen, in denen sich die Wohnsiedlungen aus dem Weltraum sichtbar wie ausladene Pfannkuchen um etwas herum ansammeln. Bei diesen Etwas könnte man einen "Kern" oder Zentrum fast nur als "geopolitisch erahnbar" bezeichnen. Oder als "City Grid Lock 7/24"?
Seit der Wiedervereinigung gingen kommunal erwirtschaftete Einnahmen auch in die Angleichung Ost; vor allem in den Altländern wurde die Daueraufgabe, bezahlbaren Wohnraum auch für niedrige Einkommen fern der Pampa Nirgendwo immer neu bereitzuhalten, sichtbar vernachlässigt.
Klar das die, die von der Knappheit jetzt am meisten profitieren, die volkswirtschaftlichen Herausforderungen lebbarer Organisationformen von "Wohnen und Arbeiten", auch im lockenden Angesicht staatlicher Schuldenbremsen, am liebsten verneinen würden.
Wer aber bezahlbaren Wohnraum nur noch fernab von Arbeitsstätten zulassen will, der zementiert so volkswirtschaftlich teure Dauerarbeitslosigkeit?!
Knolle-85: Regionale Wirtschaft
Sie haben das absolut richtig erkannt. Auf Dauer werden wir nicht umhin kommen, wieder regional zu produzieren, Lebensmittel, Handwerk und vieles mehr gehört auch in die kleinen Ortschaften. Spätestens wenn das Öl noch teurer wird und der Transport die Ersparnisse der Massenproduktion auffrisst, passiert das hoffentlich von ganz allein. Aber menschlicher und sozialer wäre es, wir würden das schon jetzt organisieren.
Auch die dezentrale Stromproduktion könnte z.B. einige Vorteile bringen, weniger Oligopole, geringere Durchleitungsverluste und ein stärkerer Wettbewerb.
Wir könnten alle damit heute schon beginnen und regionale Produkte kaufen, Konten bei regionalen Sparkassen führen und selber Strom produzieren. Die Lobbyistenparteien werden das nicht für uns machen.
lose-lose-lose Situation
Die Mietpreis Situation ist auch im Osten nicht mehr so rosig. Besonders in Dresden war es so, dass die Stadt ihren Wohnungsbestand verkauft hat, diese Geschichte ist ja auch durch die Medien gegangen. Wohnungen im Wert von 1,7 Mrd. Euro sind da über den Tisch gegangen. Der Käufer nahm dafür 1 Mrd. Kredit auf, dieses Geld will er jetzt natürlich wieder rein haben.
Aufs land ziehen klingt ja ganz nett, in den USA nennt man das Suburbs. Nur leider hat man dann die Wahl zwischen teuer mit dem Auto fahren oder teuer nah am Arbeitsplatz wohnen.
Wenn das nicht geht hat man noch die Wahl zwischen Minibude mit Wuchermiete oder Abrißgebäude mit Kohleheizung im Zimmer. Man solls kaum Glauben aber das gibt es 20 Jahre nach der Wende immer noch.
Der einzige Ausweg ist Sozialer Wohnungsbau im Besitz der Kommunen, aber die haben nicht das Geld um den Immobilienkonzernen Konkurrenz zu machen, die wäre aber bitter nötig.
@14:57 — Fluschel
Ich musste ... 480 Euro bezahlen - fuer 27qm
Heute ... 48qm und bezahle 700 Euro warm.
Das soll normal sein?
Ich habe tatsächlich einmal nachgerechnet. Ihre Mietsituation hat sich deutlich verbessert. Von 17.78€/m2 auf 14.48€/m2 Warmmiete. Da stelle ich mir die Frage, warum Sie so schimpfen.
Finde es immer wieder lustig, wenn sich manche Ostdeutsche ueber Mieten, die die Haelfte unserer betragen und noch dazu einige Zimmer mehr bieten beklagen.
Diesbezüglich kann ich Ihnen nur empfehlen, daß Sie sich zuerst erkundigen, bevor Sie untragbare Behauptungen in die Welt setzen, die aber nur Ihren Vorurteilen entsprechen.
Ich habe kurz nachgeschaut. Aktuell zahlt man bspw. in Jena (Stadt im Osten) für kleine Wohnungen ebenfalls 11-13€/m2. Allerdings kalt.
Und nein, soviel mehr verdienen wir hier auch nicht, dass sich das ausgleichen wuerde.
Was für ein Gejammer! Ihnen steht doch frei dahinzuziehen, wohin sie wollen. Selbstverständlich auch in den Osten.
Vergleichsweise günstige Mieten
Hierzulande sind die Mieten immer noch vergleichsweise günstig.
Wer das nicht glauben will, der sollte vielleicht mal versuchen, in Dänemark, Schweden, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, England, den USA, oder in Japan, eine Wohnung anzumieten.
Hier bei uns in der Stadt lebende Japaner, Amerikaner, Engländer, Schweitzer, Koreaner, Inder und Chinesen, zeigen sich von unseren Mieten jedenfalls angenehm überrascht.
Die Bank gewinnt immer
Man sollte sich mal vor Augen führen welche Kostenstruktur bei Wohnraum besteht. Die meisten Gebäude werden aufgrund der hohen Investitionssummen finanziert. Bei Laufzeiten zwischen 20 und 40 Jahren kann man sich ausrechnen wieviel Zinsen anfallen. Oftmals übersteigt der Zinsbetrag(den die Bank einstreicht) den Nominalwert des Kredits. Würden Häuser nicht mit Krediten finanziert, wären sie um die Hälfte billiger und damit auch die Mieten.
Ein weiterer Faktor sind die Mechanismen des Kapitalismus, viel Nachfrage und geringes Angebot führt zu hohen Preisen. Wobei das geringe Angebot künstlich durch Abriß, Renovierung und ausbleibenden Neubau seit Jahren gedrückt wurde. Bauen ist nur Sinnvoll wenn ein Mangel besteht der hohe Mieten in den nächsten 20 Jahren rechtfertigt. Vorallem im Osten hat man ganze Stadtviertel abgerissen, um die Mieten zu heben, sodass Investoren interesse bekommen, das führte zu Villen am Stadtrand und zum Anstieg der Obdachlosenzahlen.
Das Ende der Fahnenstange Bsp. USA
Wo das Pendeln hinführt sieht man in den Suburbs der USA. Als die Menschen dort ihre Arbeit verloren haben und die Kredite nicht mehr bedienen konnten wurde Zwangsversteigert. Millionen sind so Obdachlos geworden. Das verrückte ist aber die Häuser gab es noch, aber statt sie billiger zu vermieten oder zu verkaufen, hat man viele davon abgerissen um den Marktpreis zu "bereinigen". Da Frage ich mich:
Wie Menschenverachten kann man eigentlich sein. Es war genug Wohnraum da, aber Leute mit wenig Geld durften in diesen besseren Holzhütten nicht wohnen, wieso eigentlich nicht, was soll das.
In Deutschland könnte so ein Bauboom eventuell auch starten. In Bayern gibt es bereits reichlich Bauaktivität rund um größere Städte. Sollte dort die Erwerbssituation aber kippen, könnte ganz schnell Schluß sein mit diesen Satellitensiedlungen und dann passiert genau das was 2008 in den USA passiert ist.
Mietpreise in Großstädten : Wenn wo.
Ich sage ,
die Miet-Haie nutzen d. desolate Lage aus und schlagen
zu, getreu dem Gesetz d. Kapitals .
Es ist erfreulich, das sich Viele um diesen "Kram" nicht
zu kümmern brauchen .......
Ein Stressfaktor Weniger !
Natürlich muß d. Politik "deckeln" , aber so , daß man
es auch spürt . Zumindest den Bestand ..
@COJO
Sie haben ganz Recht mit Ihrer Analyse. Nicht der Mensch steht im Mittelpunkt, sondern die Arbeit. Aber einen langen Planungshorizont kann man von „Legislaturperiodenlängendenkern“ („Schönes“ Wort!) nicht erwarten.
Bisher funktioniert es doch so. Die Menschen gehen da hin, wo es Arbeit gibt. Warum kann nicht die Arbeit zu den Menschen kommen. Warum müssen sich nicht Firmen bemühen und „erpressen“ statt dessen Gemeinden mit der Drohung, dass die Gewerbesteuer wegfällt.
Momentan wird es gefördert, wenn man aufs Land ( wie odindonar schreibt) zieht, Fahrtkosten kann man steuerlich geltend machen. Umgekehrt könnte man Firmen, die da hin ziehen, wo es billigen Wohnraum gibt fördern. Man könnte eine tarifliche Verknüpfung zwischen Löhnen und Mietkosten herstellen usw.
Es gäbe viele Möglichkeiten – aber sie erfordern ein Völliges Umdenken. Und dafür reicht eine Legislaturperiode leider nicht aus!
Gesetzliche Preisbremse ist kontraproduktiv
Ist die Höhe des Mietpreises gesetzlich geschränkt, gibt es für Vermieter nur noch eine Möglichkeit, ihre Rendite zu sichern: nicht mehr zu renovieren!
Statt staatlicher Preisfestsetzung sollte die Frage also eher sein: warum scheint es trotz hoher Mieten nicht attraktiv genug zu sein, in Mietwohnungen zu investieren? Gerade angesichts ständiger Finanzkrisen und realen Zinsen an der 0%-Grenze sollten Immobilien doch eigentlich eine tolle Investition sein! Und allemal sinnvoller, als in irgend einem Schließfall Goldbarren zu stapeln.
@ MilosFormanJack...
Statt das so zu sagen, was man allzu leicht so verstehen kann als sei das ganz normal bzw. müsse man sich damit abfinden, sollte man sich ernsthaft fragen warum es bisher so niedrige Mieten im unteren Segment gab.
Wenn man dann nachschaut stellt man fest das viele Maßnahmen gegen Mietpreisanstiege systematisch untergraben wurden, mit der wagen Hoffnung das Investoren und der Markt es dann schon richten werden.
Ich glaube es gab in Chemnitz sogar Absprachen zwischen Investoren und der Stadt auf Sozialen Wohnungsbau über Jahre hinweg zu verzichten um die Mieten hoch zu bekommen.
Da bleiben eigentlich nur noch Genossenschaften, wenn die Kommunen sich das nicht leisten können. Alles andere wären dann sehr radikale Lösungen, wobei es nicht mehr lange dauern kann bis sich genug Menschen genötigt fühlen obs nun Hausbesetzungen sind oder auf politischer Ebene Enteignungen.
London: 1 Zimmer, Bad: 500 Pfund die Woche
Hong Kong: 20 Euro pro Quadratmeter, wenn man Glueck hat. Im Stadtzentrum nicht unter 40.
Wer bezahlbare Mieten will, sollte einen hoeheren Lohn fuer seine Arbeitszeit aushandeln.
Wer Fachkraefte will, sollte deren Wohnraum, Anfahrt, Verpflegung, usw. bezahlen.
Andererseits, wer Mietwohnungen baut, sollte Miete kassieren duerfen. In Deutschland wuerde ich nie ne Mietwohnung bauen. Lohnt sich einfach nicht.
@Theo K. : Wo gehen die Menschen hin?
"Momentan wird es gefördert, wenn man aufs Land zieht, Fahrtkosten kann man steuerlich geltend machen."
Die Kosten schon - aber dann braucht man auch ein Auto, ob man will oder nicht. Geht schon damit los, dass es in manchen Gegenden keine Zugverbindung mehr nach 21:00 gibt. Das nennt man dort "am späten Abend"! Wer zwecks Schichtdienst vor 8:00 anfangen muss - tja, Pech gehabt. Immer mehr Geld fließt in die Superschnelltrassen und Megaprojekte wie S21 - und die Zubringer?
Mit Internet & Co sieht es ähnlich aus: in manchen Gegenden kam ISDN nie an, und im Handynetz gibt es heute noch Lücken.
Wer das Land nicht nur als günstigen Villenstandort attraktiv machen will, muss auch in die Infrastruktur investieren!
Vor Jahren wurden Plattenbauten in Berlin abgerissen
einfach, weil es Plattenbauten waren.
Kleiner Tip: Wenn Unternehmen dorthin gehen, wo Wohnraum bezahlbar ist, muessen sie weniger Lohn zahlen.
Objekte der Spekulation
Schon im Jahre 2000, mitten in der Abwärtsspirale der New Economie, war uns Anlegern bekannt, dass die Immobilienblase in USA die nächste Blase sein würde.
Diese Erkenntnis machten sich Investmentbanken zu nutze, 1. ihren Ramsch an Häuser jedem unsolventen Bürger hinterherzuwerfen 2. daraus sich zu rekapitalisieren, mit mehr Geld, abgesichert durch die Assets diesen Schneeball effekt weiterzutreiben, und die nachfrage nach immobilien Aufrecht zu erhalten.
Schlicht genial, die zeche zahltdie Welt.
Verb.erde.
Wo man hinschaut zahlt man die Aufschläge für diese Krise, die einzigen die in Deutschland nicht klagen sind die Immobilienspekulanten und immo Vermittler. Klingelts?
Eine geschaffene Balance um investiertes Kapital mit zinsezins und Gewinn zuzusichern auf dem Rücken immer ärmerer Konsumenten, bis nur noch das existensminimum bleibt. Was haben wir anderes erwartet?
Wir bekommen was wir verdienen, wir verdienen was wir erdulden, wieviel wir dulden liegt an der höhe des Einkommen
Die Sprache verrät wo die Reise hingeht
Wenn das sich so weiter entwickelt wie es sich abzeichnet, bekommen die Worte "Wohn-Haft" und "Abhängig"-Beschäftigter eine ganz neue Bedeutung.
Wirtschaft und Politik möchte keine geringe Mieten
Denn sie haben uns genau da, wo sie es gerne hätten. Auf dem Land könnten wir uns theoretisch selber ein wenig zusätzlich versorgen, aber es fehlt an Arbeitsplätzen dort. In den Städten sowieso. Das Ziel ist es sich nur an der Tiefkühltruhe zu bedienen und so macht man sich erst recht abhängig. Wer kann soll sich ein kleines Stück ausserhalb kaufen und es selber bewirtschaften, sofern Zeit dafür vorhanden ist. Es werden noch richtig schwere Zeiten kommen und die Flucht aufs Land wird dann keine Seltenheit.
Immer extrem!!
Die Medien handeln wieder wie so oft Effekte haschend, unverantwortlich und extrem. Anstatt objetiv und fair wird sensationsgierig berichtet. Es mag sein, dass in Ballungsräumen die Mieten in die Höhe schießen, aber Angebot und Nachfrage bestimmen nun mal den Markt. Andererseits herrscht in weiten Teilen Deutschland Wohnungsleerstand. Man braucht sich aber auch nicht zu wundern, wenn in Neubauten zu wenig investiert wurde, da die Mieterschutzgesetze sehr ausgeprägt sind und potentielle Investoren abschrecken. Schlecht zahlende Mieter oder Mietnomaden sind schwer aus der Wohnung zu bekommen und verursachen ernorme Kosten.
Obwohl die Mieten in den letzten 15 Jahren sehr moderat gestiegen sind, kommen die jetzigen Erhöhungen auch deshalb so hoch vor, weil die Löhne seit über zwanzig Jahren real nicht gestiegen sind. Daher steigt jetzt der Mietanteil an den Löhnen. Erforderlich wären saftige Lohnerhöhungen in Ballungsgebieten und der Abbau der kalten Steuerprogression.
Ryder
@ Fluschel: Ostdeutsche weniger Miete?
Gehen Sie mal auf die Seite des Berliner Senats, Bausenat, und suchen dort den Mietspiegel.
Vergleich mit München lohnt.
Gerne auch noch Rostock, Leipzig, Dresden...
Nehmen sie dann den Lohnabstand (Berlin ca. -1000 € zu München) und rechnen Sie nochmal den Mietanteil am Einkommen. Ostdeutschland hat bis 30% weniger Einkommen und riesige Arbeitslosigkeit im Vgl. mit dem Süden.
Wohnraum ist nur in
Wohnraum ist nur in Ballungszentren knapp und teuer.
Hier wäre mehr sozialer Wohnungsbau evtl. sinnvoll.
Bei den derzeit niedrigen Hypothekenzinsen ist kaufen warscheinlich günstiger als Mieten. Bei einem Objekt für z.B. € 400.000 und 2,5% Zinsen sind das ja nur € 833 im Monat.
Genau, Infrastruktur kann
Genau, Infrastruktur kann Firmen anlocken! Gerade Internetfirmen müssen nciht in München oder Stuttgart sitzen - aber sie brauchen gute Internetverbindungen!
Teil des Problems
Der Mieterschutzbund und die überzogenen Mieterschutzgesetze sind Teil des Problems. Es gab einst wohl wirklich Anlass, die Mieter zu schützen. Die großen Immobilienfirmen sind teilweise sehr unfair mit den Mietern umgegangen. Aber wie das in "good old germany" so üblich ist wurde der Mieterschutz bis zum Exzess betrieben - und heute haben wir die Situation, dass die Rechte der Vermieter wieder gestärkt werden müssten.
In meinem Bekanntenkreis sind 5 Leute, die nie mehr wieder eine Wohnung vermieten würden. Man hat die Wahl zwischen A...loch werden oder verkaufen. Die privaten Vermieter ziehen sich also zunehmend zurück, wenn es irgendwie geht - übrig bleiben große Firmen. Und diese wollen eine ansehnliche Rendite, während private Vermieter den Fokus mehr auf Altersvorsorge gelegt haben.
Tja, vielleicht baut ja der Mieterschutzbund künftig endlich einmal Wohnungen vom Mitglieds-Beitrag der Mieter.
wenn der politische Wille fehlt.
Mit dem Volk kann man doch alles machen.
Und das ist gut so fürs Establishment.
wenn der politische Wille fehlt.
Mit dem Volk kann man doch alles machen.
Und das ist gut so fürs Establishment.
Ansonsten müsste man das Gesellschaftssystem ändern.
Doch das ist mit dem Volk nicht zu machen
NOCH NICHT ZU MACHEN
@Mariana: Lebe in Frieden mit meinem Vermieter,habe aber auch
... schon ganz andere Erfahrungen machen müssen. Es gibt sicher Vermieter, die von Mietern übervorteilt werden. Aber es gibt genauso negative Erfahrungen mit Vermietern. Ich musste in jungen Jahren beruflich öfters den Wohnort wechseln und hatte sehr verschiedene Erfahrungen. Es gibt auch private Vermieter, die einem das Leben zur Hölle machen und sie haben Möglichkeiten dafür. Was deren Legalität betrifft, gibt es da eine Grauzone. Nachdem ich mich endlich fest niedergelassen und ein schönes Zuhause gefunden hatte, wurde das 4-stöckige Mietshaus verkauft an einen Horrorvermieter. Der führte eine Modernisierung mit Absicht so durch, dass die Mehrheit der Mieter das nervlich nicht durchhielt. Die Mieterhöhung von über 60% nach der Erneuerung von Heizung und Wasserversorgung war das Geringste gegenüber dem 2-jährigen absichtlichen Vertreibungsterror mit dem Ziel, für leere Eigentumswohnungen höhere Preise zu erzielen. Auch der Mieterverein konnte das alles nicht verhindern.
Die Mieten steigen vor Allem
Die Mieten steigen vor Allem in den beliebten und eh schon teuren Wohnlagen.
Damit ist es aber kein soziales Problem mehr, denn es gibt kein recht darauf, in Schwabing, Sachsenhausen, oder Eppendorf zu leben.
Ein Freund von mir hat eine frisch renovierte Wohnung in Hamburg für 6,50 € angeboten und nicht einmal ein Interessent hat sich gemeldet.
Am selben Tag zogen die Demonstranten durch Hamburg um gegen die Wohnungsnot zu protestieren.
Vorsicht vor Alarmismus
Alle Jahre wieder werden steigende Mieten vermeldet und der Wohnungsnotstand ausgerufen.
Tatsächlich sehen die genannten Mieten hoch aus und geben bei oberflächlicher Betrachtung Anlass zur Diskussion.
Was dabei regelmäßig aus dem Blick gerät ist, dass die genannten Werte nur für Neuvermietungen gelten. Die überwältigende Mehrheit der Bestandsmieter zahlt dagegen Mieten die deutlich darunter liegen. Das durchschnittliche Mietiveau liegt damit ebenfalls weit unter den Schreckenswerten.
die Apokalypse naht
Geburtenrate sinkt, keine bezahlbaren Wohnungen mehr, Rohstoffpreise steigen- aber hey Flatscreens sind grad ganz günstig!
@Gerhard Raden
Sie schreiben:
"Die Mieten steigen vor Allem in den beliebten und eh schon teuren Wohnlagen. Damit ist es aber kein soziales Problem mehr, denn es gibt kein recht darauf, in Schwabing, Sachsenhausen, oder Eppendorf zu leben".
Ich wohne in einer sogenannten "mittleren Wohnlage" und muss seit Jahren erleben, wie durch ständig steigende Mieten immer mehr Nachbarn vertrieben werden - das ist sehr wohl ein soziales Problem.
Eine Wohnung ist für die einen das Zuhause, für andere nur ein "Objekt", das möglichst viel abwerfen muss.
Und komme mir jetzt keiner mit dem "Argument", Miete bringe weniger Verzinsung als ein Sparbuch - Grundstücke und Häuser haben über den Mietzins hinaus eine Wertsteigerung, Sparbücher nicht.
@Gerhard Raden
"Ein Freund von mir ... Am selben Tag ..."
Na sowas - gleich am selben Tag?
3 Gedanken
1. The rent is too damn high (youtube!)
2. Mietswohnungen in Großsstädten zu besitzen lohnt sich. Mein Mitbewohner braucht gar nicht mehr arbeiten gehen.
3. Man kann eine Stadt nicht unendlich ausbauen. Eine Alternative sind Vororte - vielleicht sollte man hier ansetzen.
Ein Mietvertrag ist scheinbar wie eine Art "Bund fürs Leben"
Sicher, R Klein, auch in meinem Erfahrungsschatz befindet sich sowohl ein witziger, toller Vermieter als auch ein richtig nerviger Erbsenzähler, der sich sogar wegen uralten Klodeckeln Stress gemacht hat.
Wir brauchen uns wohl auch nicht gegenseitig überbieten, welche Gruppe die Hitliste der skurrilen Aktionen anführt - obwohl mir viele Realsatiren in Erinnerung sind. Es wird überall Leute geben, mit denen man gerne zu tun hat - ebenso wird es überall auch Mitbürger geben, die man am liebsten meiden würde.
Die geschilderte Vorgehensweise des Horrorvermieters ist wahrlich gruselig. Ihren Ärger kann ich gut verstehen.
Auf der anderen Seite wird die fiese Methode des "Mieter-Vergraulens" doch nur angewandt, weil es kaum noch möglich ist, einem Mieter zu kündigen - auch nicht dann, wenn man aufgrund wirtschaftlicher Veränderungen verkaufen muss. Mit Mieter lässt sich eine Wohnung nur verkaufen, wenn die Miete, sprich die Rendite, hoch ist - was wiederum auch dem Mieter schadet.