Wer heute eine Fachkraft ist und unbedingt ins Land geholt werden soll, ist morgen vielleicht krank oder kann plötzlich kein Deutsch oder spricht nur schlechtes Englisch, oder er ist sogar ein islamistischer Gefährder. Schlimmstenfalls ist er/sie sogar schwanger geworden, vielleicht gar von einem deutschen Staatsbürger. Solche Leute verlieren dann natürlich die Bezeichnung "Fachkraft" und sind dann die Hauptzielgruppe für Westerwelles Hartz-IV oder Abschiebungsanwälte. Möglicherweise haben die jetzt auch noch ein Problem mit dem iranischen Menschenrechten oder so und können nicht abgeschoben werden!
Dies war schon immer das Problem: Man ruft Fachkräfte, und es kommen irgendwelche Menschen mit all ihren Hoffnungen, Problemen, Nöten oder gar Grundrechten! Und viele von denen wollen dann auch noch Rente oder Krankengeld!
Leider gibt es auch keine Alternativen, selbst geklonte Fachkräfte bekämen rein juristisch ja Grundrechte zugesprochen! Ein echtes Dilemma!
Bearbeitungszeiten eher kurz? Im Vergleich zu Russland vielleicht.
Ich habe es bei einer Freundin erlebt. Man wartet Monate allein mal auf einen Termin beim Auslandsamt. Die Leute waren offenbar ständig krank oder im Urlaub.
Einmal wurde sie vom einzig anwesenden Terminvermittler angeschrien, dass sie hier in Deutschland sei und gefaelligst Deutsch sprechen soll. Da war sie 3-4 Monate in Deutschland.
Es gab nicht mal einen Termin zur regulären Verlängerung des Visums. Kurz vor Ablauf hat sie eine handschriftliche Notiz bekommen, dass das Visum bis zur Erneuerung gültig ist. Wer so eine Notiz akzeptiert war unklar, ich möchte mit sowas jedenfalls nicht am Flughafen vor der Passkontrolle stehen.
Seit Neuestem gibts dann einen biometrischen Ausländer-Ausweis. Der hat ganz wie beim deutschen Pass RFID und biometrische Merkmale gespeichert, nur dass man 100 Euro Gebühren zahlt statt vorher 2 Euro.
Die BlueCard gäbe es ohne EU-Vorschrift nicht, und viel besser macht sie auch nichts.
Der grund warum keine Fachkräfte nach Deutschland einwandern ist der gleiche warum Zehntausende Deutsche Fachkräfte jährlich Deutschland verlassen.
Immer mal wiederkehrende ,dümmliche Propaganda Deutscher Medien über den z.b. armen ,ausgebeuteten und nicht Sozialversichernden Amerikaner ändern da auch nix dran.
Wie jeder halbwegs Informierte im In- und Ausland weiss, hat Deutschland eine sehr schlechte Bildungsrendite. Wenn man gut ausgebildet ist, geht man ins Ausland und die potentiellen Zuwanderer kommen garnicht erst hierher.
Solange sich das nicht gravierend aendert, kommen bevorzugt die "Nicht-Fachkraefte"
Mal abgesehen davon, dass meiner Meinung nach der Begriff des Fachkräftemangels seit Jahren ein Kandidat für das Unwort des Jahres ist, allein aufgrund seiner Schwammigkeit: Dass sich Unternehmen offenbar gar nicht ausreichend bemühen, ausländische Fachkräfte zu gewinnen, zeigt doch neben den stagnierenden Löhnen für so genannten Fachkräfte und anderen Indikatoren, dass dieser Mangel gar nicht richtig vorhanden ist, bis auf wenige Branchen, wie dem Gesundheitswesen oder bei speziellen IT-Bereichen.
Wann wird nur endlich mal eine differenziertere Diskussion über dieses Thema geführt und wann hört endlich diese hachdünne journalistische Salamiberichterstattung auf. Alle paar Tage sagt irgendein Institut, irgendeine Studie oder irgendein Experte mit irgendeinem Hintergrund, dass in irgendeinem Bereich für irgendeine Unternehmensgröße aus irgendeinem Grund zu viele oder zu wenige Fachkräfte vorhanden seien. Bah... ich kann's nicht mehr hören!
Möglicherweise hat Deutschland eher ein allgemeines Imageproblem.
Möglicherweise ist dies auch ein gesellschaftliches Imageproblem, welches durch die konsequente "entzweiende Politik" (divide et impera) hierzulande noch gefördert wird?
Deutschland hat ein (noch) gut funktionierendes Sozialsystem, nur hat sich das eben viel mehr bei denjenigen in der Welt herumgesprochen, die genau das ausnutzen und auf die wir keinen Wert legen. Solange sich Deutschland (aus diversen z.T. tabuisierten Gründen) nicht dazu durchringen kann die Einwanderungspolitik konsequent am eigenen Bedarf und nicht an den Wünschen der Minderleister auszurichten, wird sich die Lage auch nicht bessern.
Mich wuerde interessieren, wie viele deutsche Fachkraefte schon ausgewandert sind, weil die Rahmenbedingungen in Deutschland immer weniger stimmen. Ich jedenfalls treffe deutsche Fachkraefte ueberall in der Welt. Ich wuerde auch wieder nach Hause kommen, wenn ich da bloss halb soviel verdienen koennte, wie im Ausland und eine irgendwie absehbare Perspektive haette.
Kann ich und hab ich aber nicht.
Wie waere der Ansatz fuer die Bundesregierung und die lobbies, die sie so kurzsichtig vertritt, for a few dollars more Profit?
Alles nur etwas für einen speziellen Personenkreis, der dies genau kalkuliert.
Man will Fachkräfte und neue Ideen, aber nicht investieren.
Wenn Facharbeitermangel herrscht, muss entweder ausgebildet, oder die Arbeit entsprechend attraktiv vergütet werden, damit sich eine privat finanzierte Ausbildung lohnt.
Beides sehe ich in fast allen Bereichen nicht gegeben.
Die Arbeitgeber bilden aus, um die wenigsten anschließend in ein Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Also scheint dies am Bedarf vorbei zu geschehen. Die Agentur schickt Menschen lieber in Maßnahmen, oder nötigt diese zur Annahme von Billigjobs, anstatt fundierte Grundlagen zu schaffen. Und die Politik schweigt im Wahljahr, um ja keine Angriffsfläche für den Gegenkanditaten zu bieten.
Sinnlose Zeitverschwendung, so einfach beschreibe ich das. Aber wenn sich ein Einzelner mit Eigenmitteln um seine Aus- und Weiterbildung kümmert, hat niemand ein Problem, hinterher die Hand aufzuhalten.
In Deutschland werden Fachkräfte und Akademiker verhältnismäßig schlecht bezahlt und die Arbeitsbedingungen sind tendentiell ausbeuterisch. Das ist der Grund, warum hochqualifizierte Ausländer andere Länder bevorzugen.
naja- was im ausland deutlich wahrgenommen wird, sind die anschläge der NSU und die antisemitischen tiraden (was auch immer man davon halten mag, im ausland kommt es so an) von grass oder augstein junior.
wenn man dann bedenkt, mit welcher konsequenz die deutschen ziele verfolgen, die sie sich einmal in den kopf gesetzt haben (wie der ausstieg aus der atomkraft), dann hätte ich auch so meine probleme, hier einzuwandern.
Als Ausländer, versteh warum man als erstes woanders sucht, wenn man schon in die ferne muss/will. Meine Berufliche Bildung ist gut, für mich normal. Um aber in Deutschland zu arbeiten, nicht ausreichend, oder nach langer Suche nach dem Arbeitgeber der meint dich so zu brauchen wie du bist. Ich hab nach was anderen gesucht, Traumberuf, Quereinsteiger, nun hab ich den Job, den ich in Schweden gerade nur in ein Paar Städten hätte machen können. Toll, aber ich bin EU Bürger und meine Kenntnise der Sprache waren besser als Englisch, obwohl hier schreibe ich mit Korrektur. ;) Aber das System, Vorschriften, Genauigkeit und alles was man zu Hause hört und sagt alles, ist über euch wahr, das schreckt ab, besonders am Anfang, man muss sich neu einfinden, dann noch die Ämtergänge. Aber gerade hier sich weiter zu bilden reizt einen, denn mitunter kommt man Zuhause nicht weiter. Oder wechselt die Arbeit zu oft. Deutsche Tugenden, Fleiß, Pünktlichkeit und guter Lohn reizen.
Was sind den Fachkräfte? Welche Berufsgruppen sind gemeint?
Mich wunderts nicht das wir ehr ein Fachkräfteschwund haben, höre selber von genug Leuten wander ab du verdienst außerhalb von Deutschland eh mehr Geld und findest auch sofort Arbeit.
Hier sieht es ehr so aus das fast nur noch Leiharbeit findest.
Und wenn man einige Berufsbezeichnungen sieht oder die dazugehörigen Anforderungsprofile. Da fragt man sich manchmal wer hat das zusammengeschustert.
Dazu gibt es keinen passenden beruf sondern bei so manch einer Stellenauschreibung braucht man erstmal 3 verschiedene Ausbildungen um das alles zu können.
Und Firmen wollen ja nix außer Leute mit ihren Spezialanforderungen.
Statt mal selber etwas zu investieren um so aus einer Fachkraft eine für sie Spezielle Fachkraft zu machen.
Nein Wir schreien lieber nach Fachkräftemangel...
Und von der Politik wird es bedient und gefördert.
Weil die deutsche Industrie aus Profitgründen nicht genügend ausgebildet hat, haben wir jetzt dieses angebliche Problem.
Es sind aber hochqualifizierte Fachkräfte arbeitslos. Nur sind die eben keine 20, sondern mehr als doppelt so alt.
Wenn wir der jammernden Industrie folgen, dann laden wir uns wieder "Gastarbeiter" ein, die wir auch dann nicht mehr loswerden, wenn es weniger Arbeit gibt. Die haben natürlich inzwischen ihre Familien nachgeholt und so haben wir das Heer der Arbeitslosen vergrößert. Den Profit haben die Unternehmer gemacht - für die Arbeitslosen zahlen wir alle.
Denn, die Frage lautet: "Was muß die Industrie tun, um
mehr Fachkräfte auszubilden (Nicht zu verwechseln mit
"Fachkräfte generien" ).
Antwort: Die Industrie muß mehr Kohle i.d. Hd. nehmen !
Das will d. deutsche Industrie nicht, sie will lieber die
fertig gebratenen Tauben a.d. Industrie-Teller !
Das geht so NICHT !
Die Industrie trägt die Verantwortung auschließlich
alleine, für entsprechenden Nachwuchs zu sorgen, das ist NICHT aufgabe d Politik !
Und staatl. Subeventionen bei 2 o. 3 mrd. Gewinne p.a ? ?
Ja, wo leben wir denn ?
Die Gewinne macht doch d. Industrie, nicht d. Staat !
In Deutschland gibt man halt nicht viel auf die dringend benötigte, qualifizierte Zuwanderung. Stattdessen wird der "grüne Traum", nämlich die Überfremdung durch vollkommen unqualifizierte Zuwanderung ungeniert ausgelebt. Allein der Familiennachzug ist so ein unfassbares Minusgeschäft, dass man kaum drüber reden mag.
Machen wir uns nichts vor, nach Deutschland kommen die Migranten doch überwiegend nur, weil ihnen hier völlig falsche Anreize geboten werden. Selbst im deutschen Gefängnis lebt es sich besser als in der anatolischen Provinz... wir müssen uns in Sachen Einwanderung schleunigst an erfolgreichen Modellen orientieren, wie sie in Australien, den USA oder auch in der Schweiz praktiziert werden.
Deutschland hinkt bei der Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte im internationalen Vergleich hinterher.
Eine merwürdige Behauptung. Gibt es internationale Normen dafür, die einzuhalten oder zu bemängeln wären?
Bei 66 Mio. Deutschen und 16 Mio. Migranten/Ausländern, also knapp 20% der Einwohner, dürfte Deutschland eher kein Zuwanderungs"problem" haben, vielmehr aber ein uraltes Integrationsproblem, wenn 50% der Einwandererkinder Schule und Berufsausbildung nicht schaffen. In Berlin und Brandenburg, Hochburgen der Zuwanderung, brechen 30% der Azubis die Lehre ab. (In den Euro-Südländern sinken sogar die Studentenzahlen stark, da auch akademische Abschlüsse keine Jobgarantie mehr sind). Selbst erzeugter Fachkräftemangel ist das Fazit. Und das soll nun durch weitere Arbeitsmigranten noch verschärft werden?
Zuwanderung dient unserer Exportindustrie und ist gegen den Binnenmarkt gerichtet, da Arbeits- und Sozialeinkommen an die Familien ins Ausland gehen.
Die Ausländerfeindlichkeit ist in Deutschland nicht höher als Anderswo, das schreckt niemanden der Arbeit sucht ab! Nein man kommt her und man muss sich allein zurecht finden, das fängt mit Wohnung an und endet mit dem Umfeld. Die Frage reicht mein Lohn zum Leben, ist die erste die man sich stellt! Oft wird woanders besser gezahlt und eingegliedert, fakt! Deutsche Busfahrer 8€, Dänemark 24€ umgerechnet, aber in Schweden von 8 bis traumhaft alles dabei! Derzeit werden Ausländer in Schweden, schlecht bezahlt oder manchmal garnicht, gerade die Krise in Südeuropa nutzen Schweden scharmlos aus, und ich bin geflohen weil ich keine Perspektive sah, aber mein Värmland fehlt mir und ich geh irgendwann zurück! Reich werd ich auch hier nicht!
solange jährlich >100.000 in Deutschland gut ausgebildete Menschen auswandern.
Ich halte dies auch für eine Alibi-Diskussion die eher das eigentliche Vorhaben der Lohndrückerei in qualifizierten Berufen übertünchen soll. Er werden nicht "Fachkräfte" sondern "BILLIGE Fachkräfte" gesucht.
Wenn man sich einmal die Jobbörsen z.B. von der Bundesarbeitsagentur ansieht, sind mindesten 70% der Angebote, auch für Ingenieure, Techniker und Facharbeiter inzwischen durch Zeitarbeitsfirmen ausgeschrieben. Gerade auch die Industrien (z.B. Atomobilhersteller), aber auch Mittelständler sourcen ihre Personalpolitik zum Lohndumping aus.
Welchem Handwerker will man es verdenken, wenn er statt 11,70 €/Stunde bei einer Zeitarbeitsfirma (ergibt < 2000,-€ brutto) lieber nach Norwegen auswandert, wo er neben einem weniger harten sozialen Klima zudem noch 1,5 bis 2x so viel verdient?
Auch Fachkräfte im Ausland bekommen mit, wie hier in Deutschland der Umgang mit ihnen sein könnte und bleiben weg.
unter den Kommentatoren hier langsam nicht mehr hoeren: geht mal ins europaeische Ausland und informiert euch ueber die Hoehe einzelner Loehne. Ihr werdet staunen: verglichen mit anderen europaeischen Laendern geht' s uns sogar sehr gut.
Ist Geld fuer euch eigentlich das Einzige, was zaehlt???
kann man als Arbeitgeber in Deutschland ja wohl verlangen. Das ist keine "Hürde" sondern eine Grundvoraussetzung. Ich hab selber schon genug erlebt und kann behaupten, dass es unmöglich ist mit einem Russlanddeutschen, der so gut wie gar kein Deutsch spricht, bei einem Autozulieferer ordentlich zu arbeiten, ohne dass man seine alten Russischkenntnisse aus Ostzeiten rauskramen muss...
Am 04. Februar 2013 um 13:39 von Vivala Revolution
Der hessische Ministerpräsident V.Bouffier wurde im Rahmen einer Bürgersprechstd. von mir gefragt, wie sich Deutschland denn attraktiver gestalten liesse, damit ich als Ing. mit meinen 3 Kindern wieder zurückkommen könnte. Da meinte er als Steuerempfänger und Pensionsanspruchberechtigter doch tatsächlich, dass jeder für sich selbst verantwortlich sei. Das nur mal zum Thema Fachkräftemangel.
Wenn es tatsächlich einen Fachkräftemangel geben soll, dann ist der hausgemacht infolge von Verprellung von vorhandenen Arbeitskräften oder mangelhafter Investition in die Schulung und Rekrutierung vorhandener Arbeitnehmer. Meist hat man dies versäumt und will nun fertige Leute aus dem Ausland holen. Die sind einfach billiger und unverbrauchter als so ein demotivierter desisionierten Deutschen, der sich vielleicht kein x von einem u vormachen lässt.
Ausserdem haben die ausländischen Billigkräfte aus Zweitländern keinen Wunsch oder gar Anspruch auf Demokratie in Betrieben.
In meinem Fall, ich bin gekommen um in meinem Traumberuf zu arbeiten, wäre aber auch gekommen um mich in meinen eigentlichen Beruf mich weiter zu qualifizieren, denn damit hätte ich wenn ich zurück kehre sehr gute Chancen!
.. und willkürlich geschieht, und das spricht sich herum, dann ist das nicht unbedingt ein Imageproblem.
Ich habe schon genug ausländische Freunde unterstützt bei der Jobsuche oder Kontakt mit dem Auslandsamt, den deutschen Botschaften und deren Instituten. Da werden gerne mal Termine verklüngelt, Deadlines überschritten, und die daraus entstehenden Kosten auf die Antragsteller abgewälzt. Prüfungen liegen im Ermessen Einzelner, deren Entscheidungen willkürlich ausfallen, nicht überprüft werden, und keinen Verfahrensrichtlinien unterliegen. Jede kleine Handreichung kostet gleich so viel wie ein Wochenlohn im entsprechenden Land, wird aber von zu lokalen Bedingungen Angestellten für einen Hungerlohn erledigt. Beschwerden und Nachfragen müssen über mehrere Verwaltungsebenen eskaliert werden, bevor überhaupt irgend etwas passiert.
Also, liebes Auswärtiges Amt, bevor ihr jetzt eine Imagekampagne startet, lasst lieber mal ein paar Testantragsteller durchlaufen, und verbessert die Situation
.
Das sind klassische Einwanderungsländer mit einem Bevölkerungsdefizit - sehr im Gegensatz zu Deutschland. GB hat immer noch einen starken Zuzug aus dem verflossenen Empire. Für alle drei gilt, dass die Sprachbarriere niedrig ist, weil die halbe Welt etwas Englisch radebrechen kann.
Mal wieder, wie schon so oft, ein relativ sinnentleertes Geblubber der OECD, das vor allem die Berechtigung zahlloser Kommissionen nachweisen soll.
Statt Arbeitskräfte im Ausland anzuwerben, wäre es für unsere Gesellschaft im Übrigen viel sinnvoller, die erschreckend vielen Unqualifizierten weiterzubilden, deren Jochancen zunehmend schwinden. Da herrscht das wahre Defizit hierzulande.
Den Fachkräftemangel mag es in wenigen Branchen geben.
Aber überwiegend beklagen die Firmen doch einen
"Mangel an Fachkräfte-Überschuss"
den man braucht um die Gehälter niedrig zu halten.
Wie bereits oben erwähnt gibt es unter den meisten Fachkräften einen immer größer werdenden Teil schlecht bezahlter Berufseinsteiger.
Wenn ich mich (Diplombiologe) vergleiche mit manchen Bekannten (z.B. Mechatroniker-Gesellen bei ZF) bin ich sehr skeptisch, ob es sich für mich im Leben finanziell gelohnt haben wird, 10 Jahre zum Zwecke der Qualifikation auf Einkommen verzichtet zu haben.
So lange sich Firmen noch für die meisten Stellen einen aus hundert Bewerbern aussuchen können und man als Bewerber einen dementsprechend schlechten Stand bei der Gehaltsverhandlung hat glaube ich der Darstellung der Arbeitgeber vom Fachkräftemangel nicht.
Fachkräftemangel?
Seht euch mal die Universitäten und Fachhochschulen an. Die platzen aus allen Nähten vor lauter "Fachkräften". Ich bin grade frischer Absolvent von Einer.
Und dann immer wieder das Thema "Wir haben nicht genug Fachkräfte". So ein Blödsinn.
Das einzige was wir haben ist ein Mangel an Betrieben die leistungsgrechten Lohn zahlen wollen.
So wird lieber versucht im Ausland zu fischen und billige Arbeiskräfte beizuschaffen. Aber man sieht ja, selbst die aus dem Ausland wollen nicht her und gehen dahin wo man noch Geld verdienen kann und nicht so ausgebeutet wird.
Und unsere Fachkräfte gehen natürlich auch lieber da hin wo leistungsgerecht gezahlt wird.
Solange auch Fachkräfte in Deutschland nach bester Niedriglohnlandmanier bezahlt werden, kann der Mangel an solchen Arbeitnehmern nicht allzu groß sein. Wie manche Vorredner schon anmerkten: nicht nur ein Zuwanderungs- sondern auch ein Abwanderungsproblem. Wenn qualifizierte Arbeit angemessen bezahlt wird, erledigen sich manche Probleme von selbst. Mit anderen Worten: die Wirtschaft hat sich diese Probleme mit ihren Lobbypolitikern selbst geschaffen.
Ich denke auch, wenn gut Qualifizierte aus Deutschland in die Schweiz gehen, weil sie dort mal ebend das 5-fache verdienen, dann muss man sich nicht wundern.
Ob das lange gut geht... wohl kaum.
Wenn aber Akademiker weniger verdienen als Handwerker oder in der Regel eben deutlich weniger als einfache Industriearbeiter - dann sagt das eigentlich alles.
Nehmen wir mal das Beispiel.. Autoindustrie.
Ein Arbeiter dort in der Produktion erhält 40000 Euro. Das entspricht einem Lehrergehalt in der Realschule oder dem eines Assitenzarztes.
Will hier her ziehen, wenn schon die Politiker in Ihren Ansprachen die schlechte Arbeitslage beschwören?
Bevor ich als Fachkraft in ein anderes Land gehe, schaue ich mich doch zuerst um und informier mich über das Land.
Alles was Deutschland derzeit Repräsentiert ist, das nur die Reichen immer reicher werden und die Arbeiter (Zu denen auch die Facharbeiter gehören) immer ärmer.
Das sich gerade die Arbeiterschicht auf noch härtere Zeiten einstellen müssen und auch die Gehälter und Renten nicht mehr sicher sind.
Welche Fachkraft will da schon hin ziehen ? Wenn das schon die Politiker überall herausposaunen.
Wer Facharbeiter haben will, der sollte auch die Zukunftsfähigkeit dieser Arbeitsstelle vermitteln und nicht die HARZ-IV aussichten.
Es gibt zudem eine große Zahl von Akademiker mit Migrantenhintergrund, die das Land wieder verlassen, weil sie aufgrund ihrer Herkunft und Religion deskriminiert werden.
Reflexartig kommt die Politik wieder mit einer Senkung der Zugangshürden. Das Problem ist nur garnicht, dass zu viele abgewiesen werden, sondern dass es nicht attraktiv genug ist. Es mangelt auch NICHT daran, dass zu wenig Lohndumping möglich wäre.
Aber der Begriff "Fachkräftemangel" wird in Deutschland ja sowieso reichlich überstrapaziert, weil viele Firmen den perfekten Bewerber erwarten.
einige hunderttausend von den Millionen von Arbeitslosen im Land höher zu qualifizieren, als einige zigtausend Fachkräfte unterhalb des Akademikerniveaus anzuwerben?
Jede in die Qualifikation von Arbeitslosen ausgegebene Summe ist eine Investition in die Zukunft der Sozialsysteme - jede Einwanderung eines qualifizierten Ausländers ist hingegen eine Dauersubvention für einen auch weiter in der Arbeitslosigkeit verharrenden Einheimischen!
Anwerbung Qualifizierter im Auslang ist für die Unternehmen natürlich billiger und bequemer als die Investition in die Qualifizierung einheimischer Kräfte - dennoch bleibt dieses eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der man nicht durch und mit dem Fachkräfteimport ausweichen darf!
Ist es nicht eher so, das selbst ein Ausländer mit den niedrigen Löhnen und den aber immer mehr steigenden Kosten in Deutschland zu kämpfen hat, also warum soll er hier her kommen?!
Fachkräftemangel den gibt es NICHT in D --> man will nur nicht den qualifizierten deutschen Fachkräften einen gerechtfertigten Lohn zahlen, sondern hofft auf billige Ausländer! Der Zug scheint abgefahren zu sein............
Wieviele Bewerbungen habe ich mit "ÜBERQualifiziert!" zurückbekommen --> als Kommunikationsingenieur 46 und 23 Jahre Berufserfahrung? Es waren mehr als 50%, der Rest hat sich gar nicht gemeldet!!!
Ich kenne KEINE KRITIK, die in Deutschland angenommen wird. Schon in der Schule lernen die Kinder konsquent, alles abzustreiten und wegzureden, weil sich das strafmindern auswirkt bzw. der lehrer mangels anderer Mittel of nachgeben muss. Und was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Richtig ist, dass in Deutschland alles sehr hakelig und "buchstabengetreu" ist, ganz im Gegensatz zu Skandinavien oder Holland. Bei uns steht meist der "Paragraph" im Mittelpunkt, und nicht der Mensch, und der Paragraph muss immer exakt eingehalten werden, egal wie unsinnig oder schädlich der im Einzelfall ist.
Allerdings ist es in Japan noch ein wenig komplizierter, wenn auch wesentlich freundlicher, da die Ämter dort besser mit Personal bestückt sind.
Also, etwas mehr Personal und ein wenig mehr Entgegenkommen, das würde uns sehr weiterhelfen. Dass das geht, sieht man doch bei Firmen und VIPs (überall da, wo Kohle dahinter steckt). Gleiches Recht für alle, heißt es doch immer!
etwas ähnliches habe ich mir beim Lesen dieser Meldung auch gedacht. Von den Ingenieuren aus meinem Bekanntenkreis hat vielleicht jeder Vierte einen tariflich bezahlten Job. Einige suchen seit längerem nach Arbeit, andere liebäugeln entschieden mit Stellen in der Schweiz oder Kanada, oder haben den Schritt bereits gewagt.
Solange die Mehrheit der Unternehmen es nicht nötig hat, tariflich zu zahlen, ältere Leute oder Berufsanfänger einzustellen, oder zumindest die Fachkräfte zu halten, die bereits hier arbeiten, sehe ich weder einen Fachkräftemangel, noch die besondere Attraktivität Deutschlands für hochqualifizierte Zuwanderer.
Hier soll über Zuwanderung ein Problem gelöst werden, dass man besser über faires Personalwesen und anständige Gehälter angehen sollte. Glücklicherweise, muss man schon fast sagen, verhindert die Selbstherrlichkeit der Botschaften und AAs, dass noch mehr Fachkräfte die Reise nach Jerusalem um Jobs mitspielen, und die Gehälter noch mehr drücken.
Fachkräfte nach Deutschland? Es gibt keine willkommene Kultur in Deutschland. Es ist diese subtile Rassismus. Ich studierte Maschinenbau in Deutschland und seit meiner Abschluß habe ich mehrere Bewerbungen ohne Erfolg geschrieben. Was kann der Grund nur die Farbe meiner Haut. Ich weiß von mehreren Kollegen, die auch abgeschlossenes Studium an Universitäten haben, und sie sind mit dem gleichen Problem konfrontiert. Selbst diejenigen, die das Glück haben Arbeitsplätze zu bekommen, können sie nicht länger behalten, warum also nach Deutschland kommen. Bitte Brüder gehen nach England, USA, Kanada, sogar in Australien.
13 Jahre in denen die Bedingungen nicht besser geworden sind. Die Konzerne holen sich diejenigen, die sie wollen aus dem Mittelstand - zahlen einfach mehr.
Der Mittelstand darf weiter ausbilden - probiert mit Projekten auch diejenigen Jugendlichen zu erreichen, die es in der Schule nicht so gut erwischt haben.
Oftmals ist viel Engagement dabei von allen Beteiligten. Manchmal funktionierts - manchmal nicht.
Am Ende steht nach viel Arbeit ein Facharbeiter vor einem. Dann kommen die Konzerne und bieten 1/3 mehr - natürlich gehen die jungen Leute und man selbst fängt wieder von vorne an.
Wo sind die großen Projekte der Konzerne?
Seit 13 Jahren schreien diese nach Fachkräften um Scheibenwischer oder Staubsaugermotoren anzustecken... Projekte für Jugendliche... nicht in Sicht.
Das soll die Schule irgendwie regeln ... oder ein sozialer Träger.
Wenn ich Leute brauche - nehme ich das was ich bekommen kann und gucke, was ich draus machen kann.
Warum sollte eine wirkliche Fachkraft ausgerechnet in das einzige europäische Land auswandern, in dem der Reallohn sinkt anstatt zu steigen? Und das seit mehr als einem Jahrzehnt. Überall anders wird gute Ausbildung wesentlich besser honoriert. Auch die Zukunftsperspektiven sind überall stabiler als in Deutschland. Oder wer glaubt, dass er hier mal von seiner Rente leben kann? "Made in Germany" wird in 20 Jahren das selbe bedeuten wie heute "Made in Taiwan".
hat schon mal jemand an die in Deutschland lebenden Arbeitslosen gedacht?
Sollten wir nicht die Menschen die schon im Land leben nicht zuerst in Arbeit bringen, bevor wir Menschen aus dem Ausland holen?
Ich kann die Logik dieser Aktion mal wieder nicht erkennen.....
Mann kann es kaum glauben, aber es muss mal wieder einen anderen Grund geben, den der Mensch aus der Strasse nicht kennt unter dem so ein Standpunkt dann doch Sinn macht.....
In Spanien, Griechenland, Italien und co. gibt es genügend Arbeitslose. Darunter finden sich bestimmt auch ein paar Fachkräfte. (möchte man hoffen)
Dank EU dürfen die auch sofort bei uns arbeiten, ohne irgendwelche Hürden.
Das Problem der deutschen Firmen ist aber:
a) Sie bezahlen ausländischen Fachkräften nur einen Bruchteil von dem was deutsche erhalten. (sonst könnte man ja auch einen Deutschen nehmen)
b) Sie bilden nicht selber aus. Die Politik soll ihnen fertig gebackene Fachkräfte vor die Tür stellen.
c) Ältere Fachkräfte werden rausgeschmissen, weil jüngere billiger sind.
Übrigens das Arbeitsamt hat vor 1-2 Monaten selber festgestellt das im Bereich Informatik definitiv kein Mangel besteht.
Warum müssen Deutschkurse im Ausland angeboten werden, wenn man sich nichtmal berufliche Weiterbildung der 3 Millionen Arbeitssuchenden (lt. off. Statistik) kümmert?
absolut korrekt ... die logik ist nicht zu erkennnen - ich glaube es gibt keine.
wenn man die vielen schulverweigerer sicht - die vielen jugendlichen, die keine chance bekommen ... kann man nur noch den kopf schütteln.
wir haben kein fachkraftemangel - wir haben ein luxusproblem. uns allen ist es egal, ob 3 mio keinen job haben, ob jugendliche qualifiziert werden, auch wenn diese vielleicht kein abitur haben.
dieses land bietet viel potenzial - das gilt es auszuschöpfen, bevor man sich neue aufgaben stellt.
> Vorrangprüfung, ob nicht Deutsche die Stelle ausfüllen können
Das ist ja auch sinnvoll und richtig. Nur folgendes ist zweckfremd und weltfremd:
Als meine heutige Ehefrau aus Ostasien noch nicht mit mir verheiraret war, besuchte sie 2007 ein knappes halbes Jahr einen Anerkennungskurs als Krankenschwester mit Theorie und Praxis, den wir voll selbst bezahlten. Dann freuten wir uns, daß sie würde arbeiten und bleiben können. Sie bekam auch ihr Anerkennungsdokument. Erst danach, als sie Arbeit suchte, machte uns ein Mitarbeiter eines Arbeitsamtes aufmerksam, daß sie ja niemals würde arbeiten dürfen, da Deutschland nur auf der ganzen Welt mit Kroatien ein bürokratisches Abkommen geschlossen hätte, somit dürften einzig Kroaten als Pfleger und Schwestern arbeiten. Sinnlos und bürokratisch. zum Zeitpunkt der Anmeldung für den Kurs hat uns dies niemand erklärt. Heute sind wir verheiratet, leben und arbeiten aber in der Schweiz. Somit hat die deutsche Bürokratie dies vereitelt.
So eben nicht.
> Auch wenn eine Lüge ... DEUTSCHLAND HAT KEINEN FACHKRÄFTEMANGEL"
Wir haben in den letzten Jahren über 100 gut bezahlte Arbeitsplätze geschaffen, für die allerdings hohe technische und/oder wissenschaftliche Qualifikationen erforderlich sind. Von den Bewerbungen, die wir bekommen, kommt deutlich weniger als die Hälfte aus D. Uns würde es sehr freuen, wenn mehr Schüler und später Auszubildende oder Studenten sich für die MINT-Fächer entscheiden würden. Aber derzeit können wir unseren Bedarf nur aus dem Ausland decken.
Aber auch das ist positiv für D. Die Leute lassen sich hier nieder, integrieren sich, zahlen hier Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Mit ihrem Bedarf nach Dienstleistungen schaffen sie hier in D weitere Arbeitsplätze.
Sollten sie tatsächlich Hartz4-Empfänger sein, sind es also auch diese "Ausländer", die für Sie mit aufkommen.
Ich bin vor 15 Jahren weg von .de. Mit meinen 47 Jahren bewerbe ich mich allerdings ab und an mal bei deutschen Firmen (Logistik und IT mit jahrelanger internationaler Erfahrung). Passe da nicht in's Anforderungsprofil.
Andererseits werden mir hier in den USA Jobs fast nachgeschmissen - zu recht guten Konditionen.
Die Hälfte meines Abiturjahrgangs ist über die ganze Welt verstreut. Wenn Deutschland wirklich gut ausgebildete Leute sucht, sollte man mal darüber nachdenken, Emigranten entsprechende Angebote zu machen. Die sind aber wohl zu teuer.
Sprachkenntnisse: wollte ich nach .de zurück und meine Frau mitbringen, müsste diese eine Kursbescheinigung von einem Goetheinstitut vorlegen, um Bleiberecht zu bekommen, wie sieht das mit beruflichen Einwanderern aus? Wie werden Unternehmen mit einem babylonischen Sprachengewirr zurecht kommen?
Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum einige meinen, Deutschland hat 3 Millionen Arbeitslose.
Addieren sie bitte die Zahl der A-Losen I UND A-Losen II zusammen, dann sind es über 6 Mio. (In ALG II sind auch Kinder miteingerechnet, d.h. von den derzeitigen ca. 6.5 Mio. ALG II Bezieher sind die Hälfte Kinder)
Wer jetzt noch sagt, unter diesen 6 Mio. gibt es keine Fachkräfte, lebt entweder im Keller oder nimmt Drogen.
Deutschlands Unternehmen leiden eher unter kräftigem Zahlungsmangel.
Seit Jahren wandern jedes Jahr um die 100.000 Facharbeiter aus. Hier in diesem Land sind sie zu alt, zu teuer und nicht genug Qualifiziert. In anderen Ländern werden Sie mit Kusshand genommen. Und warum? Weil das duale Ausbildungsystem immer noch als eins der besten Weltweit gilt. Nur für Deutschland sind diese Fachkräfte nicht gut genug? Wie viele Fachkräfte parken denn noch in der Arbeitslosigkeit oder in Hartz IV?
Ich wohne in einer Kleinstadt mitten in OWL. Hier gibt es Stellenangebote fast ausschließlich über Zeitarbeit.
Und warum sollten denn nun Facharbeiter aus dem Ausländer hier zu uns kommen? Wer arbeitet denn als gut ausgebildeter für 6,50 Euro.
Für mich ist das vornehmlich ein Sprachproblem. Man hat ja im Artikel gelesen, dass die meisten Fachkräfte in Länder ziehen, die Englisch als Amtssprache verwenden. Deutsche Firmen müssten daher viel mehr Englisch kommunizieren. Doch das klappt mangels Willen oder Kenntnissen einfach nicht.
Ich habe lange in einer Firma gearbeitet, in der wir locker 70% des Tages Englisch gesprochen und knapp 100% der eMails (selbst unter Deutschen) Englisch geschrieben haben.
Darauf haben sich viele Firmen einfach nicht eingestellt. Ich unterschreibe womöglich nächste Woche einen Arbeitsvertrag bei einem neuen Arbeitgeber (mein aktueller gefällt mir nicht mehr)... eine der ersten Anforderungen war es, Englisch sprechen und schreiben zu können...
Man muss die Schuld nicht immer in der Politik und bei Großkonzernen suchen...
Aber vielleicht kommen die Fachkräfte auch einfach nicht, weil sie hier im Forum lesen können, wie schlecht dieses Land doch scheinbar ist... wer weiß.
Ich verstehe das "Brüder" mal als "Ingenieure aller Länder". :) Und als solcher kann ich dich trösten. An der Hautfarbe muss es nicht liegen, wenn du nicht gerade Chinese bist. Meine ist so, wie es die Industrie gerne hat: Aschfahl vom langen Sitzen vor Computerbildschirmen. Trotzdem habe auch ich weit mehr als nur "mehrere" Bewerbungen schreiben müssen, um einen Job zu bekommen. Bei 50 bis 300 Bewerbern pro Stelle kannst du es dir ja selber ausrechnen.
Wenn du aber doch Chinese bist - Pech gehabt. Jegliche Form von Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe ist hier verboten und gesellschaftlich geächtet. (Naja, zumindest theoretisch, in den Personalabteilungen hat sich das noch nicht unbedingt herumgesprochen)
Nur Chinesen, das sind alles böse Industriespione, die man auf keinen Fall in die Nähe seiner Firma lassen darf.
Naja, aber wer als Diplomingenieur mal mehr verdienen will als der Facharbeiter bei VW muss eh nach Kanada oder Australien gehen, also was solls?
Gerade hatte ich Kontakt zu einer Bekannten in Simbabwe. Sie ist gebürtige Europäerin (allerdings aus einem Nicht-EU-Land) und hat in Norddeutschland Elektrotechnik und Physik studiert. Jetzt wollte Sie nach Deutschland kommen und hier arbeiten, aber die Deutsche Botschaft in Harare hat ihr mitgeteilt, dass man dort keine Visa für die Jobsuche ausstellt.
Bis vor kurzem waren wir noch Exportweltmeister mit unseren innovativen Produkten. Und da wollen Sie uns allen ernstes erzählen, in Deutschland gäbe es niemanden, der "hohe technische und/oder wissenschaftliche Qualifikationen" hat. Da kann man wikklich nur den Kopf schütteln.
Ihre aufgeführten 6,5 Mio. ALG 2-Bezieher (inkl. der Ihrerseits genannten Kinder, Ihre Zahlen sind meinerseits ungeprüft) sind nicht allesamt arbeitswillig, arbeitssuchend oder arbeitsfähig. Entsprechend macht es wenig Sinn, alle ALG 2-Bezieher in die Arbeitslosenstatistik hineinzurechnen.
Zudem zeichnen sich viele der gesuchten Fachkräfte durch einen besonders hohen Grad an Belastbarkeit, eine intensive Berufserfahrung und viel Flexibilität aus. Vermutlich wären bedauerlicherweise einige der verfügbaren Kräfte schlichtweg überfordert. Ich meine, dass heute leider häufig das enorm fordernde Arbeitsangebot nicht zu den Menschen passt - mitunter ein Mangel unseres Systems, nicht unbedingt der (potentiellen) Arbeitnehmer.
Das Streben nach maximaler Effizienz, der Krieg um die beste Position am Markt, der Kampf um den gutbezahlten Posten. Die Dinge gehen seit einiger Zeit in eine falsche Richtung. Das Pensum verdichtet sich und der Druck auf die Arbeitnehmer wächst. Eine Sackgasse.
"hat schon mal jemand an die in Deutschland lebenden Arbeitslosen gedacht?
Sollten wir nicht die Menschen die schon im Land leben nicht zuerst in Arbeit bringen, bevor wir Menschen aus dem Ausland holen?"
Statistisch gesehen haben die meisten Langzeitarbeitslosen keine oder nur sehr geringe Qualifikationen. Wenn der Staat aus diesem Leuten hochqualifizierte Arbeitskräfte machen wollte, müsste er unsinnige Mengen von Geld und Zeit investieren. Da greift man naturgemäß lieber auf motivierte Menschen aus dem Ausland zu, die schon Vorarbeit geleistet haben.
Drei Millionen Arbeitslose sind nicht drei Millionen potentielle Spitzen-IT-ler.
Zitat: "Ist Geld fuer euch eigentlich das Einzige, was zaehlt???"
Nein, das Einzige ist es nicht, aber das Wichtigste. Ich gehe nämlich nicht arbeiten, um die Zeit tot zu schlagen, sondern um mich und meine Familie zu versorgen.
Wie es deutschen Arbeitnehmern bei Zeitarbeit und 400 € - Jobs, Vollzeitarbeit, die aus Sozialkassen aufgestockt werden muss, "gut gehen" soll, erschließt sich wohl auch nur Ihnen.
Ich denke, das Deutschland einfach nicht attraktiv genug ist für Spitzentalente. Die USA zB bieten bessere berufliche Entwicklung, drei bis fünf Mal hoehere Kompensation und das bei niedrigeren Steuern und Lebenshaltungskosten.
Ich habe es umgekehrt gemacht und bin vor 15 Jahren aus Deutschland in die USA ausgewandert. Ein Rückkehr ist immer vorstellbar aber nur zu Bedingungen, die auch finanziell Sinn machen und das sehe ich Momentan nicht.
Es gehört aber dazu, eine gewisse Lebensqualität herzustellen. Ich habe Verwandtschaft in Australien, selbst habe ich das Auswandern nicht gemacht, weil es mir hier gut geht.
Ich kenne einige Spanier, Polen und Tschechen, die über den Umweg Kanada nach Australien gegangen sind. Die kommen gar nicht auf die Idee, nach Deutschland zu gehen.
Wo für auch? Arbeit in einer dt. Großstadt, Mietwohnung, Heizkosten, Stromkosten, Kleidung etc.?
>> Bis vor kurzem waren wir noch Exportweltmeister mit unseren innovativen Produkten. Und da wollen Sie uns allen ernstes erzählen, in Deutschland gäbe es niemanden, der "hohe technische und/oder wissenschaftliche Qualifikationen" hat. Da kann man wikklich nur den Kopf schütteln. <<
Hatte ich ja auch nicht geschrieben. Es gibt einfach nicht mehr genügend davon. Das liegt zum einen daran, dass durch den Geburtenrückgang die Jahrgänge der Studenten und Auszubildenden heute oft dramatisch kleiner sind und zum anderen, dass sich dann auch zu wenige für die Ausbildungen und Studiengänge entscheiden, in denen ein Mangel herrscht.
Es wurden in dem Video u.a. Elektriker erwähnt, die als Fachkräfte gesucht werden. Nun bin ich da gerade etwas im Bilde, weil ich ein altes Haus restauriere und wöchentlich mit Handwerkern in Kontakt stehe. Und, ja, Elektriker wie auch viele andere Handwerker sind gefragt, ausgebucht und wir bräuchten mehr davon.
ABER: Die gleichen gefragten Elektriker finden nur noch Jobs über Zeitarbeitsfirmen zu lächerlichen Stundensätzen und müssen dazu teilweise durch das halbe Land fahren, die Woche über auswärts schlafen und sehen die eigenen Kinder nicht aufwachsen.
Was für eine Jobkultur soll das sein, die dann ausländische Fachkräfte anzieht?
Wenn es wirklich einen Mangel an Fachkräften gäbe, dann würde es für AGs kein Problem darstellen, Ausländer einzustellen.
Die "bürokratischen Hürden", sowie die Einkommensuntergrenze greifen nach meinem Verständnis ja nur dann, wenn man trotz möglicher vorhandener deutscher Bewerber, die Entscheidung auf den ausländischen Bewerber fällt.
Was die AGs also beklagen ist der Schutz vor Lohndumping.
Der sog. "Fachkräftemangel" ist nichts anderes als ein Mangel an Fachkräften, die zu miesen Bedingungen und niedrigem Lohn zu arbgeiten bereit sind.
Es gibt in Deutschland bereits gut ausgebildete Miganten, denen man oft genug keinen gut qualifizierten Arbeitspaltz anbieten will. der versteckte alltägliche Rassisimus ist hierzulande weiter ein Problem.
Es gibt weiter in Deutschland einfach keine Willkommenskultur für Einwanderer. Das ist auch an manchem Kommentar hier zu erkennen, die meinen, dass man eigentlich genug Leute hier hätte man also folglich auch auch keine reinlassen müsse.
Außerdem müssen gute Leute anständig bezahlt werden, dann gibt es keinen Mangel.
undemokratischen und repressiven Staat zu begeben, der seine Bürger durch falsche Politik und Sozialabbau immer mehr belastet. Auch Einsicht ist nicht in Sicht, etwas gravierendes zu ändern, statt an Syntomen rumzudoktern. Und es ist gut das sie nicht kommen, da sie den ohnehin überlasteten Arbeitsmarkt noch mehr belasten würden. Sicherlich kann man nicht aus jedem Menschen einen hochqualifizierten Facharbeiter oder Ingenieur machen. Aber selbst unsere eigenen Hochqualifizierten werden ja nicht weitergebildet, zumindestens nicht Marktgerecht. Ich selber habe lange in der Weiterbildungsbranche gearbeitet und weiss das die meisten Bildungsmassnahmen, vom Markt nicht gebraucht oder am Bedarf vorbei gehen. Hier werden jedes Jahr Unsummen sinnlos verpulvert! Auch das Arbeitgeberlager macht es sich immer einfacher, spart an Eigeninitiative, verlangt immer mehr staatliche Leistung, ohne sich selber für eine Marktkonforme und humane Bildung einzusetzen. Humankapital reicht nicht!
Es stimmt, dass 3 Mio Arbeitslose nicht 3 Mio Fachkraeften entsprechen, noch nicht mal 3 Mio Arbeitsfaehigen+ - willigen. Das ist aber nicht das Primaerproblem, solange Fachkraefte, akademische und andere, aus D abwandern, und auch nicht wiederkommen.
Da ist etwas ganz Anderes faul im Staate, naemlich no pay no perspective.
Kommt es eigentlich nur mir so vor, aber jedesmal wenn ich auf Heimaturlaub komme, sind Serviceleistungen schlechter geworden, Auskuenfte schwerer zu bekommen, alles ist langsamer - ausser die viel beschimpfte Bahn, jedenfalls wo ich wohne.
Aber wie schon jemand sagte, pay peanuts, get monkeys.
Wer nun gar nicht arbeiten und nicht gross was erreichen will, der hat es allerdings gut in D mit H4. Wir hatten ja gerade eine Meldung, dass von 1 Million Zuwanderern ca 6000 Akademiker waren, nimm mal noch 60.000 andere Fachkraefte an, dann bleibt das Verhaeltnis immer noch katastrophisch.
Was will unsere Regierung genau erreichen mit ihrer Einwanderungspolitik?
Wenn ich in die Statistik schaue, dann haben wir immer noch strukturelle Massenarbeitslosigkeit in unserem Lande, und die sozialen Bedingungen für die arbeitende Bevölkerung werden immer schlechter und schlechter.
Zuzug von Außen wird diese Bedingungen nicht verbessern sondern allein die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer weiter schwächen. Bei den Arbeitern ist die Globalisierungsdividende nicht angekommen, sie haben durch Auslöschung ganzer Industriezweige die Zeche gezahlt.
Das ist zu einfach. Nicht alles ist heute schlechter als früher. Vor zwanzig Jahren, als an vielen Unis die Absolventenzahlen in den technischen Berufen noch doppelt so hoch waren wie heute, war wahrscheinlich auch ein deutlich höherer Konkurrenzdruck unter den Absolventen. Interessanterweise sind viele der jüngeren auch nicht unbedingt an gut bezahlten Posten interessiert, da diese eben auch mehr Verantwortung bedeuten. Führungskräftenachwuchs ist ein grosses Problem in D. Man kann das jetzt auf die Leistungsverdichtung schieben, die es sicher auch in einigen Aspekten gibt, oder aber auch auf eine zu satte Lebenseinstellung. M.E. trifft beides zu.
Dummerweise ist D zu klein, es sich auszusuchen, mit welcher Geschwindigkeit wir arbeiten wollen. Das ist einfach die unangenehme Seite der Globalisierung. Das Beste, was wir daraus machen können, ist zu zeigen, dass wir das noch am besten gestalten können. Weltweit ernst genommen werden wir aber nur, wenn wir erfolgreich sind.
Natürlich hat Deutschland in Ausland ein Imageproblem!
Ich wohne seit ca.9 Jahren in England ein paar mal habe ich darüber nachgedacht mit meiner Familie nach Deutschland zurückzuziehen.
Um ehrlich zu sein macht mir das deutsche Auftreten im Ausland grosse Sorgen.
Frau Merkel benimmt sich wie als ob sie Europa übernehmen will und auch die deutsche Weise nicht sehr individuell zu sein und lieber der grossen Masse zu folgen gibt den Land nicht wirklich Bonuspunkte.
Dazu kommt dann noch das meine Frau und Kind nicht hellhäutig sind, was in Grossbritannien kein Problem ist.
In Deutschland ist das wieder ein anderes Thema, das Bundesland und Stadt muss genau überlegt sein...
Ich kann mir vorstellen, dass viele Ausländer lieber in andere Länder gehen oder Deutsche lieber ins Ausland auswandern.
Immer wieder das Gleiche: Deutschland braucht Fachkräfte- Was sind Fachkräfte?
Hochqualifizierte Billigarbeitskräfte die für noch weniger als 15,57 Euro Brutto pro Stunde arbeiten.
Selber ausbilden oder qualifizieren? - Zu Teuer.
Absolventen fördern? Die haben noch keine Berufserfahrung.
Also besser Fachkräftemangel schreien.
Als Ausländer und Fachkraft fände ich im goldenen Westen wesentlich bessere Arbeitsbedingungen als im Billiglohndeutschland...
> Bei den Arbeitern ist die Globalisierungsdividende nicht angekommen, sie haben durch Auslöschung ganzer Industriezweige die Zeche gezahlt. <
Kann mich an einen Fernsehbeitrag aus den 1980ern erinnern. Tenor in etwa: Die Globalisierung wird für die kreativen ungeheure Chancen eröffnen. Auf der anderen Seite wird der Wert einfacher Arbeit stark sinken, weil einfach weltweit so viele bereit stehen.
Das ist genau das, was wir jetzt beobachten. Nur ein zurück zu den alten Zeiten kann es nicht geben. Und man hätte es auch nicht verhindern können. China, Korea, Indien, etc. können heute viele Dinge fertigen, die zuvor nur in den westlichen Industriestaaten möglich waren. Und sie lernen sehr schnell.
Im internationalen Vergleich schlagen wir uns ja auch ziemlich gut. Gerade, wenn man z.B. Bayern oder BW ansieht. Kaum Arbeitslosigkeit, geringe Schulden und wenig Arme. Könnte das nicht das richtige Modell sein?
2. Schaffen Sie wirklich Arbeitsplätze? (Oder vermitteln Sie nur (aka Zeitarbeitsfirma, aka Personaldienstleister))
3. Wären Sie bereit, Absolventen oder Leute mit nur ähnlicher Berufserfahrung weiterzuqualifizieren?( Oder suchen Sie *den* Experten mit fünf Jahren Berufserfahrung im exakt gleichen Job, aber bitte ungekündigt.)
4. Liegt Ihr Unternehmen irgendwo, wo auch ein potentieller Partner anderer Fachrichtung eine Aufgabe finden kann?
Wenn Sie die vier Fragen mit Ja beantworten können, dürften Sie eigentlich keine Probleme haben, gute Leute zu finden. Dann kann es eigentlich nur an der Art der Veröffentlichung liegen, oder an einem total überhöhten Anspruchdenken.
Wenn nicht, wissen Sie jetzt zuminest, wo Sie ansetzen müssen.
1. Wer investiert denn 5 und mehr Jahre Studium, indem man zunächst kein Geld verdient, wenn man später mit unter weniger als 2500 € brutto verdient! Wo ist da der Anreiz für Fachkräfte?
2. Am den 16 Bildungssystemen muss man arbeiten. Die Lehrqualität nimmt ab, weil Ethik und Religion, Dramen aus dem 17. Jhd., die Zeit des Nationalsozialismus in 5-facher Ausführung bald wichtiger sind, als die Naturwissenschaften.
3. An den Schulen wird auch nur unzureichend darüber informiert, wo der Arbeitsmarkt bedarf sieht und wo nicht.
Die meisten Schüler sehen doch nach wie vor BWL, Germanistik oder Kunst und Design als anstrebenswert...obwohl der Markt gar nicht so viele Absolventen braucht und längst übersättigt ist.
Kunst, Musik und Schöngeist wird propagiert.
Industrie, wie Bergbau, Hüttenwesen, Chemie wird meist zu unrecht als veraltet und umweltschädlich dargestellt...(dabei werden hier Leute gesucht).
Statt auf Dienstleistung sollte man wieder mehr auf Industrie setzen.
Erst vor ein paar Tagen las ich einen Bericht hier auf Tageschau.de, wo ganz stolz berichtet wurde, dass im letzten Jahr 950.000 Menschen aus EU und Nicht EU Ländern nach Deutschland eingewandert waren. Darunter waren allerdings nur knapp 6.700 Akademeiker (0.7%).
Nun wird hier berichtet, dass 25.000 Fachkräfte gekommen sind. Wenn also der vorherige Bericht ebenfalls stimmen sollte, so sind sage und schreibe 31.700 gut ausgebildetet Menschen nach Deutschland eingewandert. Quote: 3.3%
Es bleiben also 919.000 Einwanderer übrig, die ohne Fachausbildung oder akademische Kenntnisse vermutlich nun Hart IV Empfänger geworden sind. Das nenne ich Weltklasse!
Deutschland ist kein Einwanderungsland, die deutsche Mentalität, Sprache und auch das Steuersystem sind für gut ausgebildetet Menschen aus dem Ausland nicht attraktiv. Es wandern jährlich 250.000 Fachkräfte aus und daran hat sich auch nichts geändert.
Erstmal ist zu sagen, dass das deutsche Wirtschaftsmodell keine Anreize liefert. Man kann nicht Jahrzehnte lang von einer Substanz leben, die man lieber heute als morgen abschaffen will (damit ist auch die Lohnquote auch in qualifizierten Berufen gemeint).
Auch sollte man mal vielleicht mit potenziellen Fachkräften reden. Man wird nicht gefördert, sondern ist Bittsteller in Deutschland. Auch ein Grund wieso man lieber in andere EU Länder geht.
Solange wir in Deutschland auf einer Insel der verzerrten Wahrnehmung leben ist es ohnehin einerlei. Es geht bei der Geschichte natürlich primär darum in Deutschland ein Überangebot zu schaffen um die Personalkosten zu senken. Ein Modell das nicht nachhaltig ist, und scheitern muss. Das muss aber erst so schmerzahft werden bis es quasi jeder spürt bevor wir uns von der "Fachkräftemangel" PR lösen können.
"Im internationalen Vergleich schlagen wir uns ja auch ziemlich gut. Gerade, wenn man z.B. Bayern oder BW ansieht. Kaum Arbeitslosigkeit, geringe Schulden und wenig Arme. Könnte das nicht das richtige Modell sein?"
Vorab: Ich stimme Ihnen in einigen Punkten zu. In anderen nicht. Bezüglich des o. g. Zitats möchte ich darauf hinweisen, dass wir in vielen Bereichen einen relativ gesättigten Markt haben. Eine zweite Marke Mercedes, BMW oder Apple mit entsprechender Dopplung des Angebots würde leider die Nachfrage nicht erhöhen. Ich denke es ist schon ziemlich ausgereizt.
Im Export gibt es sicher Möglichkeiten, solange man in den "neuen Kolonien" in Asien die Ausbeutung und ungenierte Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Schwächsten praktiziert. Jedoch gehen die Profite dort ungleich mehr auf Kosten des Klimas, der Umwelt, der Moral. Neue schmutzige Märkte ohne Aussicht auf Anhebung auf unser Niveau. Im Gegenteil: wir opfern Kultur, Soziales, Staatseigentum um konkurrenzfähig zu sein.
Kann nicht sein,wenn man sich meldet als Schweißfachmann und dann eine Stelle als Schweißer in einer Zeitfirma angeboten bekommt für 8,00 Euro pro Stunde.
Man möchte alles haben,aber selber nichts investieren, aber auf höchsten Tönen jammern.
mir geht's nicht um Lohn mein Problem begann schon während des Studiums. Ich hatte Probleme ein Praktikantestelle zu finden, problem mit der Suche nach einem Firma für meine Bachelorarbeit und schließlich nach Abschluss einen Job. Dies geschah in der industriellen Kernland Deutschland BW. Unglaublich. Ich bin nicht kein chinese und fast alle meine Freunde haben ähnliche Erfahrungen.
Ich weiß aus erster Hand von einem hochqualifizierten Wissenschaftler, dem eine Stelle in Deutschland ANGEBOTEN worden ist, die er allerbest hätte ausfüllen können - und die er aber nicht angenommen hat wegen der nachweislich rassistischen Aktivitäten im Arbeitsgebiet. Er hatte schlicht Angst um seine Kinder, die keine "helle" Hautfarbe haben.
Ein wichtiger Grund ist, wie "habu" richtig bemerkt, die Sprachbarriere. In den entlegensten Ländern der Erde wird heute Englisch gesprochen. Das ist eine Folge der Kolonialzeit, aber auch der Tatsache, dass weltweit Englisch als Fremdsprache unterrichtet wird. Auch wissenschaftliche Publikationen erfolgen in Englisch.
Es ist daher naheliegend, dass ein Auswanderer sich ein Land sucht, in dem er keine oder keine hohe Sprachhürde hat. Und da sind Kanada, Australien, die USA oder Großbritannien natürlich im Vorteil. Das mühsame Erlernen einer fremden Sprache ersparen sich viele.
Im Übrigen wird hier ohne Grund gejammert. Es gibt genügend arbeitslose Fachkräfte mittleren Alters - die will aber keiner einstellen. Und ich kenne auch Industrieunternehmen und Banken, die Ihre Mitarbeiter immer noch weit vor dem 65 Lebensjahr in Altersteilzeit oder Vorruhestand schicken (mit z.T. erklecklichen Abfindungen). Da kann der behauptete Fachkräftemangel so groß nicht sein.
also mit der Einstellung ("es geht mir nicht um Lohn") solltest du eigentlich recht erfolgreich sein. Meine Probleme sind jedenfalls erst losgegangen, als ich Geld wollte.
Aber ernsthaft - tut mir leid das zu hören. Solche Erlebnisse erwecken wirklich den Anschein, als wäre das Antidiskriminierungsgesetz noch nicht im Personalzirkus angekommen. Oder doch höchstens als Beschäftigung für Anwälte und gewissensbefreite Linguisten.
Jedenfalls wird dadurch weder die Mär vom Fachkräftemangel, noch die Reduktion auf ein "Imageproblem" glaubwürdiger. Zum Trost: Viele meiner chinesischen Freunde haben ein ähnliches Problem, wir hatten das immer auf die China-Paranoia geschoben. Und viele andere bewerben sich schon allein aus Gehaltsgründen ausserhalb von D. So richtig viel verpasst du hier also vielleicht gar nicht im deutschen Wirtschaftswunderland. Viel Erfolg, trotzdem, egal welches Land es mal wird.
Die Universitäten mögen voll sein - aber in den falschen Studiengängen! In denen für uns relevanten Fächern gibt's zuwenige Studenten und sehr viele offene Studienplätze.
Fachkräftemangel - Kann nicht sein,wenn man sich meldet als Schweißfachmann und dann eine Stelle als Schweißer in einer Zeitfirma angeboten bekommt für 8,00 Euro pro Stunde.
Man möchte alles haben,aber selber nichts investieren, aber auf höchsten Tönen jammern.
Wenn Sie Schweißfachmann sind aber keinen gut bezahlten Job in DE finden sollten Sie sich eventuell einen Umzug nach Kanada überlegen - dort werden Schweißfackkräfte zum Pipelinebau DRINGEND gesucht. Ein Schweißfachmann verdient dort weit über $100,000 kanadische Dollar/Jahr und zahlt nebenbei deutlich geringere Steuern als bei gleichem Einkommen in Deutschland.
Wenn es sich in Deutschland nicht lohnt muss man sich zwangsläufig auch woanders umsehen. Warum sollte also eine Schweißfachkraft sich nach einer Beschäftigung in Deutschland sehnen??
Deutschland erzielt jedes Jahr Exportüberschüsse. Ein klares Zeichen dafür, dass man extrem wettberwebsfähig ist und deutsche Produkte weltweit gefragt sind.
Das setzt aber zwangsläufig unsere europäischen Nachbarn noch mehr unter Druck. Das Lohnniveau in Deutschland für Fachkräfte und Akademiker ist meines Erachtens viel zu niedrig, während Sozialleistungen für Nichtbeschäftigte keinen Anreiz bieten ein schlecht bezahltes Arbeitsverhältnis zu suchen. Hinzu kommen die hohe Steuerlast für den Mittelstand, die es nicht nur für Ausländer aber sogar für die eigene Bevölkerung unattraktiv machen. Ich selbst habe vor 17 Jahren die Koffer gepackt und bis heute nicht bereut. Eine Rückkehr unter gegeben Umständen könnte ich mir nicht vorstellen.
Es gibt gesättigte Märkte, in denen man sich aber behaupten muss. Sehen sie sich z.B. Nokia an. In wenigen Jahren vom Branchenprimus zum Todeskandidaten. Und immer wieder tun sich auch plötzlich ganz neue Chancen auf. Hier wäre das passende Beispiel dazu die Smart Phones. Der Markt für die von Nokia produzierten Modelle war gesättigt. Meine Erfahrung ist, es gibt immer Chancen, aber es ist unglaublich anstrengend, diese auch zu realisieren.
Die, wie sie es nennen "Kolonien in Asien" haben aber nichts mit unserm Export zu tun sondern eher mit unseren Importen. Nur so gibt's die neuen Handies und Flachbildfernseher so billig.
Staatseigentum opfern die Schuldenmacher. Ich sehe das in D nicht so kritisch.
wo soll der sein? Ich habe mit 45 Jahren 2 Jahre lang nach einen Job gesucht und aber nur einen zu 8€ auf 400€ Basis gefunden.
Man will alles, einen 20 Jährigen mit 25Jähriger Berufserfahrung zu einen Gehalt eines Hartz 4 Empfängers!
Ich bin jetzt Selbstständig, arbeit 60Std die Woche und werde mit 60 in Ruhestand gehen!
Fachkräftemangel ausgerufen von der Industrie: was heisst das?
Heisst das, dass es pro zu füllendem Arbeitsplatz weniger als 1 FACHLICH geeigneten Berwerber gibt (der entsprechend zu bezahlen wäre), oder heisst dass, dass es weniger als 10 geeignete Bewerber gibt, so dass man das Gehalt drücken kann?
Es heisst nicht das erste.
Sie haben Recht – man kann am Markt verdrängen. Aber hierdurch entstehen keine neuen Jobs. Im Gegenteil: tendenziell wird je Stückgut günstiger produziert ...
Es gibt einen Kuchen. Und wenn hiervon bereits ein Großteil produziert wird, dürfen sich die wenigen Verbleibenden um den Rest streiten. Nur wird der Kuchen nicht mehr bedeutend größer werden.
Wir exportieren in erheblichem Maße in die neuen Märkte. Gerade unsere Automibilindustrie profitiert. Aber ich sehe darin keine gesunde Entwicklung, da diese Exporte zumeist mittels menschenunwürdiger Arbeitsverhältnisse auf Kosten der Schwächsten "erwirtschaftet" werden.
Es gäbe Auswege, jedoch hätten diese etwas mit Rückbesinnung auf weniger Effizienz, höhere Preise, mehr Fertigung unter sozial und ökologisch einwandfreien Bedingungen zu tun. Mehr Arbeit in der EU finanzieren dank höherer Preise. Mehr Qualität statt Quantität. Hohe Einfuhrzölle auf moralisch/ökologisch/sozial bedenkliche Güter.
1. Grundgehalt ist schlechter als bei der IGM. Sie sind aber am Erfolg beteiligt und da dieser da ist, kommt am Ende viel mehr heraus.
2. Wir produzieren in D ohne einen Leih/Zeitarbeiter.
3. Für manche Jobs braucht's Leute mit langer Erfahrung. Das geht einfach nicht anders. Weiterqualifikation wird von jedem MA erwartet. Damit Leute für uns qualifiziert werden können, müssen sie einige Voraussetzungen mitbringen. Man kann nicht jeden zu jedem Job umschulen. Es muss in vertretbarer Zeit machbar sein.
4. :-). Falls sich das "wo" auf den Ort bezieht, dann sicher ja. Wir sind in Bayern. Falls es sich auf die Tätigkeit bezieht dann auch. Wir haben einige relativ starke Quereinsteiger und meist gute Erfahrungen damit gemacht.
Vielen Dank für ihre Tips. Wenn aber alles so einfach wäre, dann wäre die Welt rechteckig und die DDR erfolgreich gewesen.
@traveler3000: doch! ist das eine Duchschnittangabe über alle Berufstätige hinweg, oder ist das auch representativ für die Berufsgruppen, bei denen Fachkräftemangel herrscht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. die Lohnerhöhung, die von der IGM durchgesetzt werden, zu einem solchen Schrumpfen der Reallöhne für die Angestellten führt.
Ich werde mein Studium abbrechen, nach dem ich diesen Artikel gelesen habe. Ich fühl mich als Deutscher zu nichts mehr wert, weil ich ja scheinbar so leicht ersetzbar bin. Ich werde Hartz4 beantragen und mich ganz der Malerei widmen.
Das ist zu einfach gesehen. Es wird nie die große Lösung aller Probleme geben. Der Versuch, dies staatlich zu verordnen, ist in jeder Hinsicht gescheitert. Ihr Vorschlag "höhere Preise, weniger Effizienz, alles sozial und ökologisch" ist sicher gut gemeint. Aber wie wollen sie die ganze Welt davon überzeugen? Und es würde auch nicht funktionieren. Wie wollen sie "weniger Effizienz" umsetzen? Irgend einer wird sich mehr anstrengen und den verdrängen, der es nicht tut. Die wirkliche Chance besteht darin, Dinge punktuell zu verbessern und sich nicht mit dem Erreichten zufrieden zu geben.Und darin, Verantwortung zu übernehmen. Je menschlicher wir in Deutschland erfolgreich sind, desto besser taugen wir als Modell. Aber nochmal: wir müssen menschlich und erfolgreich sein, was manchmal auch heißt, man kann nicht 100% gut sein.
das Märchen vom Fachkräftemangel.
Liebe ARD, anstatt alles gemäß aktueller Staatsräson nachzubeten, erwarte ich von wirklich freien Medien eine kritische Betrachtung: Es geht in Wahrheit darum, die Löhne zu drücken und Angst unter den im Überfluss vorhandenen deutschen Fachkräften zu schüren. Könnte man z.B. mal bringen, wie die Reallohnentwicklung in den letzten Jahrzehnten so war, wie der Stress der Arbeitnehmer steigt (war doch erst vor ein paar Tagen präsent?) etc.
Es geht unserem Politiker / Lobby - Sumpf darum, die Errungenschaften unserer sozialen Marktwirtschaft auf den zweiten Begriffsteil zu reduzieren. Ihr habt in der Hand - und auch den grundgesetzlichen Auftrag !! -, diesem Unsinn Paroli zu bieten. Also tut mal was für euer Geld!
Naja, eine Zensur haben wir hier ja nun wirklich nicht. Sonst würde so ein Kommentar wohl nicht veröffentlicht.
Nur ignoriert, das wird er sehr wohl. Jedesmal, wenn es nur entfernt um Fachkräftemangel geht, schreiben Hunderte von Fachkräften, oft sehr schön belegt, warum es keinen Fachkräftemangel gibt, weshalb er dennoch immer wieder propagiert wird, und bitten die verantwortlichen Redakteure und Journalisten darum, nicht jedesmal die Vorgaben von Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden unkritisch und unkontrolliert zu übernehmen.
Passiert ist aber bisher noch nichts.
Vielleicht mag sich mal einer der Verantwortlichen dazu äußern?
Inzwischen scheint der kritischere Journalismus wohl in den Kommentaren stattzufinden, und Ihr habt einen Ruf, und letztendlich auch eine Legitimation zu verteidigen
ich denke man muss sich nur die meisten kommentare hier anschauen um festzustellen wie die meisten Leute hier in Deutschland ticken. Man hat immer noch Angst vor den Fremden aus dem Ausland. Ich kenne persöhnliche Fachkräfte die aus dem Ausland hierhergekommen sind und immer wieder beklagen, dass ihnen kaum Aufsteigsmöglichkeiten gegeben werden oder sie zum Teil garnicht ernst genommen werden. Man sollte nicht vergessen, dass diese Fchkräfte auch Kontakt mit ihrem Heimatland pflegen und genau diese Punkte beklagen, weshalb Deutschland einfach unbeliebt ist. Auch deutsche mit Migrationshintergrund, welche einen Hochschulabschluss haben, erwägen auszuziehen in richtung USA, Kanada, Großbritannien. Ein weiterer großer Punkt is die Lohnerhöhung in Deutschland die letzten jahre.... Sie ist kaum angestiegen verglichen zu Ländern wie Großbritannien !!! das macht Deutschland natürlich auch nicht attraktiver..
würden die Löhne in entsprechenden Bereichen steigen.
Das tun sie nicht oder nur minimal.
Eine katastrophale Arbeitmarktpolitik (geringe Löhne, unattraktive Arbeitszeiten, hoher bürokratischer Aufwand, Steuern) und vieles andere mehr, lässt potentielle Einwanderer nicht einwandern und immer Deutsche auswandern.
Ich muss zugeben, dass ich den deutschen Arbeitsmarkt... unsympathisch finde. Ich habe mich auch einige Zeit im Ausland umgesehen, mir Stellenangebote etc. angesehen und mit deutschen verglichen. Gerade ein Einstieg ist hier schwer (mind. 3 Jahre Berufserfahrung, Überqualifikation, etc.).
Im Gegensatz zu z.B. britischen oder australischen Stellenanzeigen wird vom Bewerber immer unglaublich viel gefordert aber vom Unternehmen wenig geleistet. Dem Bewerber wird im Allgemeinen nicht das Gefühl gegeben, willkommen zu sein. Da wird nur beschrieben, was das der Bewerber für das Unternehmen zu leisten hat, aber nicht, was das Unternehmen für den Bewerber leistet.
Das könnte ich mir neben den hohen Erwartungen als abschreckend vorstellen.
Stimme Ihnen in weiten Teilen zu! :-) Ich denke der Fachkräftemangel wird tatsächlich Realität, wenn die aktuelle, häufig unterbezahlte Generation Leistungsträger ausgebrannt ist. Für effizienzkomprimierte "brave Soldaten", die kaum Gelegenheit bekommen, ihre Kenntnisse an Nachwuchskräfte weiterzugeben, wird es nahezu unmöglich sein, geeigneten Nachwuchs zu finden. Hausgemachte Probleme einer Generation Arbeitgeber, die Menschen als Kostenfaktor sieht und zuallererst den maximalen Profit sucht.
An ihm haben Firma und Staat zig Millionen verdient. Da er jahrzehntelang als Einzelkämpfer tätig war, gehen die Entwicklungen direkt auf ihn zurück.
Und was hat er davon? Erst vor kurzem mit über 60 konnte er beginnen sein Reihenhaus zu bauen und auch nur, weil er sein Haus im Iran für ~50.000€ verkaufen konnte.
Knapp 30 Jahre lang Maschinen für hunderte Millionen konstruiert, aber nicht einmal für ein Reihenhaus reicht es.
Das hat der mir etwa zehnmal im Monat erklärt und wie dumm er war, nicht in die Staaten gegangen zu sein, dort hätte er wesentlich mehr verdient, wie sein Verwandter.
Der Grund warum so wenige kommen ist ganz einfach, dass es sich hier beispielsweise für Ingenieure NICHT lohnt zu arbeiten.
Ich war zuvor Dreher und werde den Verlust durch das Studium niemals ausgleichen, nicht in Deutschland und erst recht nicht in der industriellen Forschung und Entwicklung.
Wie kann man sich hier nur so konsequent selbst belügen?
Ich hätte lieber ein Deutschland mit nur 60 Mio Einwohnern und mit -20% Wachstum statt ein Deutschland, wo man nur noch unter Druck, Stress und Angst leben muss und wo die eigene Kultur nichts mehr zählt!
Deutschland ist ein auf allen Gebieten gescheitertes Land. Kein Mensch mit Verstand will hier noch leben wenn er nicht muss und zuwandern tun nur die welche sonst völlig verelendet wären. Kohl, Schröder, Merkel und die ganzen politischen Parteien haben das Land in 30 Jahren ruiniert.
Der Grund warum so wenige kommen ist ganz einfach, dass es sich hier beispielsweise für Ingenieure NICHT lohnt zu arbeiten.
Sie haben absolut Recht. Wie bescheuert muss man in Deutschland sein, dass man kostenlos Ingeniuere an guten Hochschulen ausbildet, um Ihnen dann nachher so wenige finanzielle Perspektiven zu geben, dass ein Großteil mit der in Deutschland gewonnenen Kenntnissen ins Ausland abwandert, weil dort bessere Verdienstmöglichkeiten bestehen bei gleichzeitig geringerer Besteuerung. Mit anderen Worten: Deutlich mehr Netto!
Statt gute Vorraussetzungen für Fachkräfte in Deutschland zu gewährleisten versuchen unsere Volksvertreter mit Einwanderungserleichterungen gute Leute aus dem Ausland anzulocken. Es wird aber nichr gelingen. Es kommen nur diejenigen, die im eigenen Land aufgrund schelchter Ausbildung keinen Job finden und in Deutschland zumindest Hartz IV bekommen.
Es liegt am Geld. In den beliebten Ländern verdienen Fachkräfte mehr als in D.
Im übrigen haben wir echten Mangel nur in ganz spezifischen Bereichen (gerade bei Akademikern eher nicht). "Mangel" nennt man es hier, wenn man keinen jungen bereits fertig Ausgebildeten findet, der Erfahrung in genau dem gerade benötigten Bereich hat und bereit ist, für sich für einen Appel und ein Ei mit massig Überstunden ausnehmen zu lassen.
Also mal abgesehen davon, dass ein negatives Wachstum dieser Größenordnung auch nicht lange Spaß macht, und unsere "eigene" Arbeitskultur ganz offensichtlich schon lange genau auf dem Druck und Stress beruht, der hier so schön gezeigt wird.
Aber neben all den Schilderungen von Diskriminierung und Schwierigkeiten für ausländische Fachkräfte muss man ja wohl auch die andere Seite zu Wort kommen lassen.
Problem: Man ruft Fachkrädte, und es kommen nur Menschen!
Wer heute eine Fachkraft ist und unbedingt ins Land geholt werden soll, ist morgen vielleicht krank oder kann plötzlich kein Deutsch oder spricht nur schlechtes Englisch, oder er ist sogar ein islamistischer Gefährder. Schlimmstenfalls ist er/sie sogar schwanger geworden, vielleicht gar von einem deutschen Staatsbürger. Solche Leute verlieren dann natürlich die Bezeichnung "Fachkraft" und sind dann die Hauptzielgruppe für Westerwelles Hartz-IV oder Abschiebungsanwälte. Möglicherweise haben die jetzt auch noch ein Problem mit dem iranischen Menschenrechten oder so und können nicht abgeschoben werden!
Dies war schon immer das Problem: Man ruft Fachkräfte, und es kommen irgendwelche Menschen mit all ihren Hoffnungen, Problemen, Nöten oder gar Grundrechten! Und viele von denen wollen dann auch noch Rente oder Krankengeld!
Leider gibt es auch keine Alternativen, selbst geklonte Fachkräfte bekämen rein juristisch ja Grundrechte zugesprochen! Ein echtes Dilemma!
Politik und Realität..
Bearbeitungszeiten eher kurz? Im Vergleich zu Russland vielleicht.
Ich habe es bei einer Freundin erlebt. Man wartet Monate allein mal auf einen Termin beim Auslandsamt. Die Leute waren offenbar ständig krank oder im Urlaub.
Einmal wurde sie vom einzig anwesenden Terminvermittler angeschrien, dass sie hier in Deutschland sei und gefaelligst Deutsch sprechen soll. Da war sie 3-4 Monate in Deutschland.
Es gab nicht mal einen Termin zur regulären Verlängerung des Visums. Kurz vor Ablauf hat sie eine handschriftliche Notiz bekommen, dass das Visum bis zur Erneuerung gültig ist. Wer so eine Notiz akzeptiert war unklar, ich möchte mit sowas jedenfalls nicht am Flughafen vor der Passkontrolle stehen.
Seit Neuestem gibts dann einen biometrischen Ausländer-Ausweis. Der hat ganz wie beim deutschen Pass RFID und biometrische Merkmale gespeichert, nur dass man 100 Euro Gebühren zahlt statt vorher 2 Euro.
Die BlueCard gäbe es ohne EU-Vorschrift nicht, und viel besser macht sie auch nichts.
Fachkräfte
Der grund warum keine Fachkräfte nach Deutschland einwandern ist der gleiche warum Zehntausende Deutsche Fachkräfte jährlich Deutschland verlassen.
Immer mal wiederkehrende ,dümmliche Propaganda Deutscher Medien über den z.b. armen ,ausgebeuteten und nicht Sozialversichernden Amerikaner ändern da auch nix dran.
miese Bildungsrendite
Wie jeder halbwegs Informierte im In- und Ausland weiss, hat Deutschland eine sehr schlechte Bildungsrendite. Wenn man gut ausgebildet ist, geht man ins Ausland und die potentiellen Zuwanderer kommen garnicht erst hierher.
Solange sich das nicht gravierend aendert, kommen bevorzugt die "Nicht-Fachkraefte"
Wieder ein Indiz für den nicht vorhandenen Fachkräftemangel
Mal abgesehen davon, dass meiner Meinung nach der Begriff des Fachkräftemangels seit Jahren ein Kandidat für das Unwort des Jahres ist, allein aufgrund seiner Schwammigkeit: Dass sich Unternehmen offenbar gar nicht ausreichend bemühen, ausländische Fachkräfte zu gewinnen, zeigt doch neben den stagnierenden Löhnen für so genannten Fachkräfte und anderen Indikatoren, dass dieser Mangel gar nicht richtig vorhanden ist, bis auf wenige Branchen, wie dem Gesundheitswesen oder bei speziellen IT-Bereichen.
Wann wird nur endlich mal eine differenziertere Diskussion über dieses Thema geführt und wann hört endlich diese hachdünne journalistische Salamiberichterstattung auf. Alle paar Tage sagt irgendein Institut, irgendeine Studie oder irgendein Experte mit irgendeinem Hintergrund, dass in irgendeinem Bereich für irgendeine Unternehmensgröße aus irgendeinem Grund zu viele oder zu wenige Fachkräfte vorhanden seien. Bah... ich kann's nicht mehr hören!
Deutschland hat ein Imageproblem bei Zuwanderern
Möglicherweise hat Deutschland eher ein allgemeines Imageproblem.
Möglicherweise ist dies auch ein gesellschaftliches Imageproblem, welches durch die konsequente "entzweiende Politik" (divide et impera) hierzulande noch gefördert wird?
Sozialsystem
Deutschland hat ein (noch) gut funktionierendes Sozialsystem, nur hat sich das eben viel mehr bei denjenigen in der Welt herumgesprochen, die genau das ausnutzen und auf die wir keinen Wert legen. Solange sich Deutschland (aus diversen z.T. tabuisierten Gründen) nicht dazu durchringen kann die Einwanderungspolitik konsequent am eigenen Bedarf und nicht an den Wünschen der Minderleister auszurichten, wird sich die Lage auch nicht bessern.
Mich wuerde interessieren,
Mich wuerde interessieren, wie viele deutsche Fachkraefte schon ausgewandert sind, weil die Rahmenbedingungen in Deutschland immer weniger stimmen. Ich jedenfalls treffe deutsche Fachkraefte ueberall in der Welt. Ich wuerde auch wieder nach Hause kommen, wenn ich da bloss halb soviel verdienen koennte, wie im Ausland und eine irgendwie absehbare Perspektive haette.
Kann ich und hab ich aber nicht.
Wie waere der Ansatz fuer die Bundesregierung und die lobbies, die sie so kurzsichtig vertritt, for a few dollars more Profit?
GreenCard, BlueCard, BahnCard
Alles nur etwas für einen speziellen Personenkreis, der dies genau kalkuliert.
Man will Fachkräfte und neue Ideen, aber nicht investieren.
Wenn Facharbeitermangel herrscht, muss entweder ausgebildet, oder die Arbeit entsprechend attraktiv vergütet werden, damit sich eine privat finanzierte Ausbildung lohnt.
Beides sehe ich in fast allen Bereichen nicht gegeben.
Die Arbeitgeber bilden aus, um die wenigsten anschließend in ein Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Also scheint dies am Bedarf vorbei zu geschehen. Die Agentur schickt Menschen lieber in Maßnahmen, oder nötigt diese zur Annahme von Billigjobs, anstatt fundierte Grundlagen zu schaffen. Und die Politik schweigt im Wahljahr, um ja keine Angriffsfläche für den Gegenkanditaten zu bieten.
Sinnlose Zeitverschwendung, so einfach beschreibe ich das. Aber wenn sich ein Einzelner mit Eigenmitteln um seine Aus- und Weiterbildung kümmert, hat niemand ein Problem, hinterher die Hand aufzuhalten.
Wie bei Windows: Systemfehler
Schlechte Arbeitsbedingungen in Deutschland
In Deutschland werden Fachkräfte und Akademiker verhältnismäßig schlecht bezahlt und die Arbeitsbedingungen sind tendentiell ausbeuterisch. Das ist der Grund, warum hochqualifizierte Ausländer andere Länder bevorzugen.
image...?
naja- was im ausland deutlich wahrgenommen wird, sind die anschläge der NSU und die antisemitischen tiraden (was auch immer man davon halten mag, im ausland kommt es so an) von grass oder augstein junior.
wenn man dann bedenkt, mit welcher konsequenz die deutschen ziele verfolgen, die sie sich einmal in den kopf gesetzt haben (wie der ausstieg aus der atomkraft), dann hätte ich auch so meine probleme, hier einzuwandern.
bei den deutschen kann es einen echt gruseln...
Als Ausländer, versteh warum
Als Ausländer, versteh warum man als erstes woanders sucht, wenn man schon in die ferne muss/will. Meine Berufliche Bildung ist gut, für mich normal. Um aber in Deutschland zu arbeiten, nicht ausreichend, oder nach langer Suche nach dem Arbeitgeber der meint dich so zu brauchen wie du bist. Ich hab nach was anderen gesucht, Traumberuf, Quereinsteiger, nun hab ich den Job, den ich in Schweden gerade nur in ein Paar Städten hätte machen können. Toll, aber ich bin EU Bürger und meine Kenntnise der Sprache waren besser als Englisch, obwohl hier schreibe ich mit Korrektur. ;) Aber das System, Vorschriften, Genauigkeit und alles was man zu Hause hört und sagt alles, ist über euch wahr, das schreckt ab, besonders am Anfang, man muss sich neu einfinden, dann noch die Ämtergänge. Aber gerade hier sich weiter zu bilden reizt einen, denn mitunter kommt man Zuhause nicht weiter. Oder wechselt die Arbeit zu oft. Deutsche Tugenden, Fleiß, Pünktlichkeit und guter Lohn reizen.
Work live balance
Das Leben besteht aus mehr als nur Arbeit. Die Frage ist ja, was will ich und was kann ich mir leisten.
Als Ingenieur würde ich für die Hälfte in Australien arbeiten, da ist es wenigstens warm. Oder wenn ich auf Schnee stehe, dann gehe ich nach Kanada.
Deutsches Schmuddelwetter und wenig Geld, da würde ich auch nicht kommen.
Fachkräftemangel?
Was sind den Fachkräfte? Welche Berufsgruppen sind gemeint?
Mich wunderts nicht das wir ehr ein Fachkräfteschwund haben, höre selber von genug Leuten wander ab du verdienst außerhalb von Deutschland eh mehr Geld und findest auch sofort Arbeit.
Hier sieht es ehr so aus das fast nur noch Leiharbeit findest.
Und wenn man einige Berufsbezeichnungen sieht oder die dazugehörigen Anforderungsprofile. Da fragt man sich manchmal wer hat das zusammengeschustert.
Dazu gibt es keinen passenden beruf sondern bei so manch einer Stellenauschreibung braucht man erstmal 3 verschiedene Ausbildungen um das alles zu können.
Und Firmen wollen ja nix außer Leute mit ihren Spezialanforderungen.
Statt mal selber etwas zu investieren um so aus einer Fachkraft eine für sie Spezielle Fachkraft zu machen.
Nein Wir schreien lieber nach Fachkräftemangel...
Und von der Politik wird es bedient und gefördert.
Alles wiederholt sich
Weil die deutsche Industrie aus Profitgründen nicht genügend ausgebildet hat, haben wir jetzt dieses angebliche Problem.
Es sind aber hochqualifizierte Fachkräfte arbeitslos. Nur sind die eben keine 20, sondern mehr als doppelt so alt.
Wenn wir der jammernden Industrie folgen, dann laden wir uns wieder "Gastarbeiter" ein, die wir auch dann nicht mehr loswerden, wenn es weniger Arbeit gibt. Die haben natürlich inzwischen ihre Familien nachgeholt und so haben wir das Heer der Arbeitslosen vergrößert. Den Profit haben die Unternehmer gemacht - für die Arbeitslosen zahlen wir alle.
Zuwanderung von Fachkräften : Deut.
Der Denkansatz der Industrie ist schon falsch !
Denn, die Frage lautet: "Was muß die Industrie tun, um
mehr Fachkräfte auszubilden (Nicht zu verwechseln mit
"Fachkräfte generien" ).
Antwort: Die Industrie muß mehr Kohle i.d. Hd. nehmen !
Das will d. deutsche Industrie nicht, sie will lieber die
fertig gebratenen Tauben a.d. Industrie-Teller !
Das geht so NICHT !
Die Industrie trägt die Verantwortung auschließlich
alleine, für entsprechenden Nachwuchs zu sorgen, das ist NICHT aufgabe d Politik !
Und staatl. Subeventionen bei 2 o. 3 mrd. Gewinne p.a ? ?
Ja, wo leben wir denn ?
Die Gewinne macht doch d. Industrie, nicht d. Staat !
Ergo kann es nur eine antwort geben ...
Man nimmt lieber die Unqualifizierten...
In Deutschland gibt man halt nicht viel auf die dringend benötigte, qualifizierte Zuwanderung. Stattdessen wird der "grüne Traum", nämlich die Überfremdung durch vollkommen unqualifizierte Zuwanderung ungeniert ausgelebt. Allein der Familiennachzug ist so ein unfassbares Minusgeschäft, dass man kaum drüber reden mag.
Machen wir uns nichts vor, nach Deutschland kommen die Migranten doch überwiegend nur, weil ihnen hier völlig falsche Anreize geboten werden. Selbst im deutschen Gefängnis lebt es sich besser als in der anatolischen Provinz... wir müssen uns in Sachen Einwanderung schleunigst an erfolgreichen Modellen orientieren, wie sie in Australien, den USA oder auch in der Schweiz praktiziert werden.
Keine Überraschung
Warum sollte ein Land, das nicht in der Lage ist seinen eigenen Facharbeitern gute Perspektiven zu liefern für andere interssant sein.
Wenn man schon seine Heimat verläßt, dann doch wohl dafür, um wirklich gute Chancen zu haben.
In Deutschland verdienen Akademiker oftmals soviel wie Handwerker, Industriearbeiter liegen nochmal jenseits davon.
Bildung in Deutschland - ist gewollt - lohnt sich aber oftmals unterm Strich nicht. Gut qualifizierte finden in anderen Ländern bessere Möglichkeiten.
Wer würde sein Land verlassen, um in der Zeitarbeit oder im Niedriglohnbereich arbeiten zu wollen ...
Diese Menschen gibt es - momentan kommen viele Bulgaren. Aber die will man hier nun auch wieder nicht.
Also - die Spitzenkräfte aus anderen Ländern bekommen überall einen Job ...
Die Analyse hinkt mit zweifelhaften Behauptungen
Deutschland hinkt bei der Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte im internationalen Vergleich hinterher.
Eine merwürdige Behauptung. Gibt es internationale Normen dafür, die einzuhalten oder zu bemängeln wären?
Bei 66 Mio. Deutschen und 16 Mio. Migranten/Ausländern, also knapp 20% der Einwohner, dürfte Deutschland eher kein Zuwanderungs"problem" haben, vielmehr aber ein uraltes Integrationsproblem, wenn 50% der Einwandererkinder Schule und Berufsausbildung nicht schaffen. In Berlin und Brandenburg, Hochburgen der Zuwanderung, brechen 30% der Azubis die Lehre ab. (In den Euro-Südländern sinken sogar die Studentenzahlen stark, da auch akademische Abschlüsse keine Jobgarantie mehr sind). Selbst erzeugter Fachkräftemangel ist das Fazit. Und das soll nun durch weitere Arbeitsmigranten noch verschärft werden?
Zuwanderung dient unserer Exportindustrie und ist gegen den Binnenmarkt gerichtet, da Arbeits- und Sozialeinkommen an die Familien ins Ausland gehen.
Die Ausländerfeindlichkeit
Die Ausländerfeindlichkeit ist in Deutschland nicht höher als Anderswo, das schreckt niemanden der Arbeit sucht ab! Nein man kommt her und man muss sich allein zurecht finden, das fängt mit Wohnung an und endet mit dem Umfeld. Die Frage reicht mein Lohn zum Leben, ist die erste die man sich stellt! Oft wird woanders besser gezahlt und eingegliedert, fakt! Deutsche Busfahrer 8€, Dänemark 24€ umgerechnet, aber in Schweden von 8 bis traumhaft alles dabei! Derzeit werden Ausländer in Schweden, schlecht bezahlt oder manchmal garnicht, gerade die Krise in Südeuropa nutzen Schweden scharmlos aus, und ich bin geflohen weil ich keine Perspektive sah, aber mein Värmland fehlt mir und ich geh irgendwann zurück! Reich werd ich auch hier nicht!
Die Diskussion um den Fachkräftemangel ist scheinheilig...
solange jährlich >100.000 in Deutschland gut ausgebildete Menschen auswandern.
Ich halte dies auch für eine Alibi-Diskussion die eher das eigentliche Vorhaben der Lohndrückerei in qualifizierten Berufen übertünchen soll. Er werden nicht "Fachkräfte" sondern "BILLIGE Fachkräfte" gesucht.
Wenn man sich einmal die Jobbörsen z.B. von der Bundesarbeitsagentur ansieht, sind mindesten 70% der Angebote, auch für Ingenieure, Techniker und Facharbeiter inzwischen durch Zeitarbeitsfirmen ausgeschrieben. Gerade auch die Industrien (z.B. Atomobilhersteller), aber auch Mittelständler sourcen ihre Personalpolitik zum Lohndumping aus.
Welchem Handwerker will man es verdenken, wenn er statt 11,70 €/Stunde bei einer Zeitarbeitsfirma (ergibt < 2000,-€ brutto) lieber nach Norwegen auswandert, wo er neben einem weniger harten sozialen Klima zudem noch 1,5 bis 2x so viel verdient?
Auch Fachkräfte im Ausland bekommen mit, wie hier in Deutschland der Umgang mit ihnen sein könnte und bleiben weg.
Ich kann das Gejammer
unter den Kommentatoren hier langsam nicht mehr hoeren: geht mal ins europaeische Ausland und informiert euch ueber die Hoehe einzelner Loehne. Ihr werdet staunen: verglichen mit anderen europaeischen Laendern geht' s uns sogar sehr gut.
Ist Geld fuer euch eigentlich das Einzige, was zaehlt???
Deutschkenntnisse
kann man als Arbeitgeber in Deutschland ja wohl verlangen. Das ist keine "Hürde" sondern eine Grundvoraussetzung. Ich hab selber schon genug erlebt und kann behaupten, dass es unmöglich ist mit einem Russlanddeutschen, der so gut wie gar kein Deutsch spricht, bei einem Autozulieferer ordentlich zu arbeiten, ohne dass man seine alten Russischkenntnisse aus Ostzeiten rauskramen muss...
Deliciabc
Recht hast Du !
Der hessische Ministerpräsident V.Bouffier wurde im Rahmen einer Bürgersprechstd. von mir gefragt, wie sich Deutschland denn attraktiver gestalten liesse, damit ich als Ing. mit meinen 3 Kindern wieder zurückkommen könnte. Da meinte er als Steuerempfänger und Pensionsanspruchberechtigter doch tatsächlich, dass jeder für sich selbst verantwortlich sei. Das nur mal zum Thema Fachkräftemangel.
Wenn es tatsächlich einen Fachkräftemangel geben soll, dann ist der hausgemacht infolge von Verprellung von vorhandenen Arbeitskräften oder mangelhafter Investition in die Schulung und Rekrutierung vorhandener Arbeitnehmer. Meist hat man dies versäumt und will nun fertige Leute aus dem Ausland holen. Die sind einfach billiger und unverbrauchter als so ein demotivierter desisionierten Deutschen, der sich vielleicht kein x von einem u vormachen lässt.
Ausserdem haben die ausländischen Billigkräfte aus Zweitländern keinen Wunsch oder gar Anspruch auf Demokratie in Betrieben.
In meinem Fall, ich bin
In meinem Fall, ich bin gekommen um in meinem Traumberuf zu arbeiten, wäre aber auch gekommen um mich in meinen eigentlichen Beruf mich weiter zu qualifizieren, denn damit hätte ich wenn ich zurück kehre sehr gute Chancen!
*Image*problem?! Wenn etwas nichts taugt, zu lange dauert, ..
.. und willkürlich geschieht, und das spricht sich herum, dann ist das nicht unbedingt ein Imageproblem.
Ich habe schon genug ausländische Freunde unterstützt bei der Jobsuche oder Kontakt mit dem Auslandsamt, den deutschen Botschaften und deren Instituten. Da werden gerne mal Termine verklüngelt, Deadlines überschritten, und die daraus entstehenden Kosten auf die Antragsteller abgewälzt. Prüfungen liegen im Ermessen Einzelner, deren Entscheidungen willkürlich ausfallen, nicht überprüft werden, und keinen Verfahrensrichtlinien unterliegen. Jede kleine Handreichung kostet gleich so viel wie ein Wochenlohn im entsprechenden Land, wird aber von zu lokalen Bedingungen Angestellten für einen Hungerlohn erledigt. Beschwerden und Nachfragen müssen über mehrere Verwaltungsebenen eskaliert werden, bevor überhaupt irgend etwas passiert.
Also, liebes Auswärtiges Amt, bevor ihr jetzt eine Imagekampagne startet, lasst lieber mal ein paar Testantragsteller durchlaufen, und verbessert die Situation
Warum haben wir Fachkräftemangel in Deutschland??
Unsere Arbeitsministerin meint also wir haben in Deutschland 850 Tausend unbesetzte Stellen für Fachkräfte!
Nur hat Sie bzw die Firmen vergessen zu erwähnen, dass sie nicht Hochqualifizierte Fachkräfte suchen, sondern "Hochqualifizierte Billige Fachkräfte"
In meiner Stadt kenne ich keine Einzige Firma die Leute fest einstellt, sondern nur über Leihfirmen!
Was für ein Unsinn, D an Kanada oder Australien zu messen.
.
Das sind klassische Einwanderungsländer mit einem Bevölkerungsdefizit - sehr im Gegensatz zu Deutschland. GB hat immer noch einen starken Zuzug aus dem verflossenen Empire. Für alle drei gilt, dass die Sprachbarriere niedrig ist, weil die halbe Welt etwas Englisch radebrechen kann.
Mal wieder, wie schon so oft, ein relativ sinnentleertes Geblubber der OECD, das vor allem die Berechtigung zahlloser Kommissionen nachweisen soll.
Statt Arbeitskräfte im Ausland anzuwerben, wäre es für unsere Gesellschaft im Übrigen viel sinnvoller, die erschreckend vielen Unqualifizierten weiterzubilden, deren Jochancen zunehmend schwinden. Da herrscht das wahre Defizit hierzulande.
Fachkräftemangel
Den Fachkräftemangel mag es in wenigen Branchen geben.
Aber überwiegend beklagen die Firmen doch einen
"Mangel an Fachkräfte-Überschuss"
den man braucht um die Gehälter niedrig zu halten.
Wie bereits oben erwähnt gibt es unter den meisten Fachkräften einen immer größer werdenden Teil schlecht bezahlter Berufseinsteiger.
Wenn ich mich (Diplombiologe) vergleiche mit manchen Bekannten (z.B. Mechatroniker-Gesellen bei ZF) bin ich sehr skeptisch, ob es sich für mich im Leben finanziell gelohnt haben wird, 10 Jahre zum Zwecke der Qualifikation auf Einkommen verzichtet zu haben.
So lange sich Firmen noch für die meisten Stellen einen aus hundert Bewerbern aussuchen können und man als Bewerber einen dementsprechend schlechten Stand bei der Gehaltsverhandlung hat glaube ich der Darstellung der Arbeitgeber vom Fachkräftemangel nicht.
Lieber billige Arbeitskräfte...
Fachkräftemangel?
Seht euch mal die Universitäten und Fachhochschulen an. Die platzen aus allen Nähten vor lauter "Fachkräften". Ich bin grade frischer Absolvent von Einer.
Und dann immer wieder das Thema "Wir haben nicht genug Fachkräfte". So ein Blödsinn.
Das einzige was wir haben ist ein Mangel an Betrieben die leistungsgrechten Lohn zahlen wollen.
So wird lieber versucht im Ausland zu fischen und billige Arbeiskräfte beizuschaffen. Aber man sieht ja, selbst die aus dem Ausland wollen nicht her und gehen dahin wo man noch Geld verdienen kann und nicht so ausgebeutet wird.
Und unsere Fachkräfte gehen natürlich auch lieber da hin wo leistungsgerecht gezahlt wird.
auch eine Frage des Lohnniveaus
Solange auch Fachkräfte in Deutschland nach bester Niedriglohnlandmanier bezahlt werden, kann der Mangel an solchen Arbeitnehmern nicht allzu groß sein. Wie manche Vorredner schon anmerkten: nicht nur ein Zuwanderungs- sondern auch ein Abwanderungsproblem. Wenn qualifizierte Arbeit angemessen bezahlt wird, erledigen sich manche Probleme von selbst. Mit anderen Worten: die Wirtschaft hat sich diese Probleme mit ihren Lobbypolitikern selbst geschaffen.
@commentcabby: Stimme zu
Ich denke auch, wenn gut Qualifizierte aus Deutschland in die Schweiz gehen, weil sie dort mal ebend das 5-fache verdienen, dann muss man sich nicht wundern.
Ob das lange gut geht... wohl kaum.
Wenn aber Akademiker weniger verdienen als Handwerker oder in der Regel eben deutlich weniger als einfache Industriearbeiter - dann sagt das eigentlich alles.
Nehmen wir mal das Beispiel.. Autoindustrie.
Ein Arbeiter dort in der Produktion erhält 40000 Euro. Das entspricht einem Lehrergehalt in der Realschule oder dem eines Assitenzarztes.
Welche Fachkraft ?
Will hier her ziehen, wenn schon die Politiker in Ihren Ansprachen die schlechte Arbeitslage beschwören?
Bevor ich als Fachkraft in ein anderes Land gehe, schaue ich mich doch zuerst um und informier mich über das Land.
Alles was Deutschland derzeit Repräsentiert ist, das nur die Reichen immer reicher werden und die Arbeiter (Zu denen auch die Facharbeiter gehören) immer ärmer.
Das sich gerade die Arbeiterschicht auf noch härtere Zeiten einstellen müssen und auch die Gehälter und Renten nicht mehr sicher sind.
Welche Fachkraft will da schon hin ziehen ? Wenn das schon die Politiker überall herausposaunen.
Wer Facharbeiter haben will, der sollte auch die Zukunftsfähigkeit dieser Arbeitsstelle vermitteln und nicht die HARZ-IV aussichten.
Wenn schon die deutschen
Wenn schon die deutschen Fachkräfte immer schlechter bezahlt werden, wie mies werden dann erst ausländische Arbeiter entlohnt?
Es gibt zudem eine große Zahl
Es gibt zudem eine große Zahl von Akademiker mit Migrantenhintergrund, die das Land wieder verlassen, weil sie aufgrund ihrer Herkunft und Religion deskriminiert werden.
Erde an von der Leyen
Reflexartig kommt die Politik wieder mit einer Senkung der Zugangshürden. Das Problem ist nur garnicht, dass zu viele abgewiesen werden, sondern dass es nicht attraktiv genug ist. Es mangelt auch NICHT daran, dass zu wenig Lohndumping möglich wäre.
Aber der Begriff "Fachkräftemangel" wird in Deutschland ja sowieso reichlich überstrapaziert, weil viele Firmen den perfekten Bewerber erwarten.
Auch wenn eine
Lüge immer wiederholt wird, sie kann einfach nicht zur Wahrheit werden!
DEUTSCHLAND HAT KEIN FACHKRÄFTEMANGEL!
Unternehmen wollen Fachkräfte flach bezahlen - das ist alles.
Bezahlt die Menschen anständig!
Problem gelöst!
If you pay Peanuts - you get Monkeys!
Vielleicht sollte Deutschland sich lieber darauf konzentrieren,
einige hunderttausend von den Millionen von Arbeitslosen im Land höher zu qualifizieren, als einige zigtausend Fachkräfte unterhalb des Akademikerniveaus anzuwerben?
Jede in die Qualifikation von Arbeitslosen ausgegebene Summe ist eine Investition in die Zukunft der Sozialsysteme - jede Einwanderung eines qualifizierten Ausländers ist hingegen eine Dauersubvention für einen auch weiter in der Arbeitslosigkeit verharrenden Einheimischen!
Anwerbung Qualifizierter im Auslang ist für die Unternehmen natürlich billiger und bequemer als die Investition in die Qualifizierung einheimischer Kräfte - dennoch bleibt dieses eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, der man nicht durch und mit dem Fachkräfteimport ausweichen darf!
Fachkräftemangel - ha ha ha
Ist es nicht eher so, das selbst ein Ausländer mit den niedrigen Löhnen und den aber immer mehr steigenden Kosten in Deutschland zu kämpfen hat, also warum soll er hier her kommen?!
Fachkräftemangel den gibt es NICHT in D --> man will nur nicht den qualifizierten deutschen Fachkräften einen gerechtfertigten Lohn zahlen, sondern hofft auf billige Ausländer! Der Zug scheint abgefahren zu sein............
Wieviele Bewerbungen habe ich mit "ÜBERQualifiziert!" zurückbekommen --> als Kommunikationsingenieur 46 und 23 Jahre Berufserfahrung? Es waren mehr als 50%, der Rest hat sich gar nicht gemeldet!!!
Deutsche und Kritik
Ich kenne KEINE KRITIK, die in Deutschland angenommen wird. Schon in der Schule lernen die Kinder konsquent, alles abzustreiten und wegzureden, weil sich das strafmindern auswirkt bzw. der lehrer mangels anderer Mittel of nachgeben muss. Und was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
Richtig ist, dass in Deutschland alles sehr hakelig und "buchstabengetreu" ist, ganz im Gegensatz zu Skandinavien oder Holland. Bei uns steht meist der "Paragraph" im Mittelpunkt, und nicht der Mensch, und der Paragraph muss immer exakt eingehalten werden, egal wie unsinnig oder schädlich der im Einzelfall ist.
Allerdings ist es in Japan noch ein wenig komplizierter, wenn auch wesentlich freundlicher, da die Ämter dort besser mit Personal bestückt sind.
Also, etwas mehr Personal und ein wenig mehr Entgegenkommen, das würde uns sehr weiterhelfen. Dass das geht, sieht man doch bei Firmen und VIPs (überall da, wo Kohle dahinter steckt). Gleiches Recht für alle, heißt es doch immer!
@ Deliciabc und den Fachkräftemangel
hmm...
etwas ähnliches habe ich mir beim Lesen dieser Meldung auch gedacht. Von den Ingenieuren aus meinem Bekanntenkreis hat vielleicht jeder Vierte einen tariflich bezahlten Job. Einige suchen seit längerem nach Arbeit, andere liebäugeln entschieden mit Stellen in der Schweiz oder Kanada, oder haben den Schritt bereits gewagt.
Solange die Mehrheit der Unternehmen es nicht nötig hat, tariflich zu zahlen, ältere Leute oder Berufsanfänger einzustellen, oder zumindest die Fachkräfte zu halten, die bereits hier arbeiten, sehe ich weder einen Fachkräftemangel, noch die besondere Attraktivität Deutschlands für hochqualifizierte Zuwanderer.
Hier soll über Zuwanderung ein Problem gelöst werden, dass man besser über faires Personalwesen und anständige Gehälter angehen sollte. Glücklicherweise, muss man schon fast sagen, verhindert die Selbstherrlichkeit der Botschaften und AAs, dass noch mehr Fachkräfte die Reise nach Jerusalem um Jobs mitspielen, und die Gehälter noch mehr drücken.
Subtle Rasism
Fachkräfte nach Deutschland? Es gibt keine willkommene Kultur in Deutschland. Es ist diese subtile Rassismus. Ich studierte Maschinenbau in Deutschland und seit meiner Abschluß habe ich mehrere Bewerbungen ohne Erfolg geschrieben. Was kann der Grund nur die Farbe meiner Haut. Ich weiß von mehreren Kollegen, die auch abgeschlossenes Studium an Universitäten haben, und sie sind mit dem gleichen Problem konfrontiert. Selbst diejenigen, die das Glück haben Arbeitsplätze zu bekommen, können sie nicht länger behalten, warum also nach Deutschland kommen. Bitte Brüder gehen nach England, USA, Kanada, sogar in Australien.
Fachkräftemangel
Das höre ich schon seit 13 Jahren.
13 Jahre in denen die Bedingungen nicht besser geworden sind. Die Konzerne holen sich diejenigen, die sie wollen aus dem Mittelstand - zahlen einfach mehr.
Der Mittelstand darf weiter ausbilden - probiert mit Projekten auch diejenigen Jugendlichen zu erreichen, die es in der Schule nicht so gut erwischt haben.
Oftmals ist viel Engagement dabei von allen Beteiligten. Manchmal funktionierts - manchmal nicht.
Am Ende steht nach viel Arbeit ein Facharbeiter vor einem. Dann kommen die Konzerne und bieten 1/3 mehr - natürlich gehen die jungen Leute und man selbst fängt wieder von vorne an.
Wo sind die großen Projekte der Konzerne?
Seit 13 Jahren schreien diese nach Fachkräften um Scheibenwischer oder Staubsaugermotoren anzustecken... Projekte für Jugendliche... nicht in Sicht.
Das soll die Schule irgendwie regeln ... oder ein sozialer Träger.
Wenn ich Leute brauche - nehme ich das was ich bekommen kann und gucke, was ich draus machen kann.
Fachkräftemangel?
Warum sollte eine wirkliche Fachkraft ausgerechnet in das einzige europäische Land auswandern, in dem der Reallohn sinkt anstatt zu steigen? Und das seit mehr als einem Jahrzehnt. Überall anders wird gute Ausbildung wesentlich besser honoriert. Auch die Zukunftsperspektiven sind überall stabiler als in Deutschland. Oder wer glaubt, dass er hier mal von seiner Rente leben kann? "Made in Germany" wird in 20 Jahren das selbe bedeuten wie heute "Made in Taiwan".
In Deutschland lebenden Arbeitslose qualifizieren
Hallo liebe Gemeinde,
hat schon mal jemand an die in Deutschland lebenden Arbeitslosen gedacht?
Sollten wir nicht die Menschen die schon im Land leben nicht zuerst in Arbeit bringen, bevor wir Menschen aus dem Ausland holen?
Ich kann die Logik dieser Aktion mal wieder nicht erkennen.....
Mann kann es kaum glauben, aber es muss mal wieder einen anderen Grund geben, den der Mensch aus der Strasse nicht kennt unter dem so ein Standpunkt dann doch Sinn macht.....
Man weiß es nicht
Otto
Wieso Fachkräfte außerhalb der EU suchen?
In Spanien, Griechenland, Italien und co. gibt es genügend Arbeitslose. Darunter finden sich bestimmt auch ein paar Fachkräfte. (möchte man hoffen)
Dank EU dürfen die auch sofort bei uns arbeiten, ohne irgendwelche Hürden.
Das Problem der deutschen Firmen ist aber:
a) Sie bezahlen ausländischen Fachkräften nur einen Bruchteil von dem was deutsche erhalten. (sonst könnte man ja auch einen Deutschen nehmen)
b) Sie bilden nicht selber aus. Die Politik soll ihnen fertig gebackene Fachkräfte vor die Tür stellen.
c) Ältere Fachkräfte werden rausgeschmissen, weil jüngere billiger sind.
Übrigens das Arbeitsamt hat vor 1-2 Monaten selber festgestellt das im Bereich Informatik definitiv kein Mangel besteht.
Warum müssen Deutschkurse im
Warum müssen Deutschkurse im Ausland angeboten werden, wenn man sich nichtmal berufliche Weiterbildung der 3 Millionen Arbeitssuchenden (lt. off. Statistik) kümmert?
@Ottowerner
absolut korrekt ... die logik ist nicht zu erkennnen - ich glaube es gibt keine.
wenn man die vielen schulverweigerer sicht - die vielen jugendlichen, die keine chance bekommen ... kann man nur noch den kopf schütteln.
wir haben kein fachkraftemangel - wir haben ein luxusproblem. uns allen ist es egal, ob 3 mio keinen job haben, ob jugendliche qualifiziert werden, auch wenn diese vielleicht kein abitur haben.
dieses land bietet viel potenzial - das gilt es auszuschöpfen, bevor man sich neue aufgaben stellt.
Pragmatisch, nicht bürokratisch und weltfremd
> Vorrangprüfung, ob nicht Deutsche die Stelle ausfüllen können
Das ist ja auch sinnvoll und richtig. Nur folgendes ist zweckfremd und weltfremd:
Als meine heutige Ehefrau aus Ostasien noch nicht mit mir verheiraret war, besuchte sie 2007 ein knappes halbes Jahr einen Anerkennungskurs als Krankenschwester mit Theorie und Praxis, den wir voll selbst bezahlten. Dann freuten wir uns, daß sie würde arbeiten und bleiben können. Sie bekam auch ihr Anerkennungsdokument. Erst danach, als sie Arbeit suchte, machte uns ein Mitarbeiter eines Arbeitsamtes aufmerksam, daß sie ja niemals würde arbeiten dürfen, da Deutschland nur auf der ganzen Welt mit Kroatien ein bürokratisches Abkommen geschlossen hätte, somit dürften einzig Kroaten als Pfleger und Schwestern arbeiten. Sinnlos und bürokratisch. zum Zeitpunkt der Anmeldung für den Kurs hat uns dies niemand erklärt. Heute sind wir verheiratet, leben und arbeiten aber in der Schweiz. Somit hat die deutsche Bürokratie dies vereitelt.
So eben nicht.
@peterhartzer
> Auch wenn eine Lüge ... DEUTSCHLAND HAT KEINEN FACHKRÄFTEMANGEL"
Wir haben in den letzten Jahren über 100 gut bezahlte Arbeitsplätze geschaffen, für die allerdings hohe technische und/oder wissenschaftliche Qualifikationen erforderlich sind. Von den Bewerbungen, die wir bekommen, kommt deutlich weniger als die Hälfte aus D. Uns würde es sehr freuen, wenn mehr Schüler und später Auszubildende oder Studenten sich für die MINT-Fächer entscheiden würden. Aber derzeit können wir unseren Bedarf nur aus dem Ausland decken.
Aber auch das ist positiv für D. Die Leute lassen sich hier nieder, integrieren sich, zahlen hier Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Mit ihrem Bedarf nach Dienstleistungen schaffen sie hier in D weitere Arbeitsplätze.
Sollten sie tatsächlich Hartz4-Empfänger sein, sind es also auch diese "Ausländer", die für Sie mit aufkommen.
Schon komisch
Ich bin vor 15 Jahren weg von .de. Mit meinen 47 Jahren bewerbe ich mich allerdings ab und an mal bei deutschen Firmen (Logistik und IT mit jahrelanger internationaler Erfahrung). Passe da nicht in's Anforderungsprofil.
Andererseits werden mir hier in den USA Jobs fast nachgeschmissen - zu recht guten Konditionen.
Die Hälfte meines Abiturjahrgangs ist über die ganze Welt verstreut. Wenn Deutschland wirklich gut ausgebildete Leute sucht, sollte man mal darüber nachdenken, Emigranten entsprechende Angebote zu machen. Die sind aber wohl zu teuer.
Sprachkenntnisse: wollte ich nach .de zurück und meine Frau mitbringen, müsste diese eine Kursbescheinigung von einem Goetheinstitut vorlegen, um Bleiberecht zu bekommen, wie sieht das mit beruflichen Einwanderern aus? Wie werden Unternehmen mit einem babylonischen Sprachengewirr zurecht kommen?
Ich kann einfach nicht
Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum einige meinen, Deutschland hat 3 Millionen Arbeitslose.
Addieren sie bitte die Zahl der A-Losen I UND A-Losen II zusammen, dann sind es über 6 Mio. (In ALG II sind auch Kinder miteingerechnet, d.h. von den derzeitigen ca. 6.5 Mio. ALG II Bezieher sind die Hälfte Kinder)
Wer jetzt noch sagt, unter diesen 6 Mio. gibt es keine Fachkräfte, lebt entweder im Keller oder nimmt Drogen.
Deutschlands Unternehmen leiden eher unter kräftigem Zahlungsmangel.
@ traveler3000
Also zu uns kommen viele, weil es in D. besser geht als in den meisten anderen Ländern.
Und in welchen Ländern sind denn die Zukunftsperspektiven stabiler?
In China vielleicht. Aber nur für die, die es schaffen sich dort durchzusetzen. Den einen Sozialstaat wie bei uns gibt es dort praktisch nicht.
Seit Jahren wandern jedes
Seit Jahren wandern jedes Jahr um die 100.000 Facharbeiter aus. Hier in diesem Land sind sie zu alt, zu teuer und nicht genug Qualifiziert. In anderen Ländern werden Sie mit Kusshand genommen. Und warum? Weil das duale Ausbildungsystem immer noch als eins der besten Weltweit gilt. Nur für Deutschland sind diese Fachkräfte nicht gut genug? Wie viele Fachkräfte parken denn noch in der Arbeitslosigkeit oder in Hartz IV?
Ich wohne in einer Kleinstadt mitten in OWL. Hier gibt es Stellenangebote fast ausschließlich über Zeitarbeit.
Und warum sollten denn nun Facharbeiter aus dem Ausländer hier zu uns kommen? Wer arbeitet denn als gut ausgebildeter für 6,50 Euro.
Sprachbarriere
Für mich ist das vornehmlich ein Sprachproblem. Man hat ja im Artikel gelesen, dass die meisten Fachkräfte in Länder ziehen, die Englisch als Amtssprache verwenden. Deutsche Firmen müssten daher viel mehr Englisch kommunizieren. Doch das klappt mangels Willen oder Kenntnissen einfach nicht.
Ich habe lange in einer Firma gearbeitet, in der wir locker 70% des Tages Englisch gesprochen und knapp 100% der eMails (selbst unter Deutschen) Englisch geschrieben haben.
Darauf haben sich viele Firmen einfach nicht eingestellt. Ich unterschreibe womöglich nächste Woche einen Arbeitsvertrag bei einem neuen Arbeitgeber (mein aktueller gefällt mir nicht mehr)... eine der ersten Anforderungen war es, Englisch sprechen und schreiben zu können...
Man muss die Schuld nicht immer in der Politik und bei Großkonzernen suchen...
Aber vielleicht kommen die Fachkräfte auch einfach nicht, weil sie hier im Forum lesen können, wie schlecht dieses Land doch scheinbar ist... wer weiß.
@ Adansonia
Ich verstehe das "Brüder" mal als "Ingenieure aller Länder". :) Und als solcher kann ich dich trösten. An der Hautfarbe muss es nicht liegen, wenn du nicht gerade Chinese bist. Meine ist so, wie es die Industrie gerne hat: Aschfahl vom langen Sitzen vor Computerbildschirmen. Trotzdem habe auch ich weit mehr als nur "mehrere" Bewerbungen schreiben müssen, um einen Job zu bekommen. Bei 50 bis 300 Bewerbern pro Stelle kannst du es dir ja selber ausrechnen.
Wenn du aber doch Chinese bist - Pech gehabt. Jegliche Form von Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe ist hier verboten und gesellschaftlich geächtet. (Naja, zumindest theoretisch, in den Personalabteilungen hat sich das noch nicht unbedingt herumgesprochen)
Nur Chinesen, das sind alles böse Industriespione, die man auf keinen Fall in die Nähe seiner Firma lassen darf.
Naja, aber wer als Diplomingenieur mal mehr verdienen will als der Facharbeiter bei VW muss eh nach Kanada oder Australien gehen, also was solls?
Theorie und Praxis
Gerade hatte ich Kontakt zu einer Bekannten in Simbabwe. Sie ist gebürtige Europäerin (allerdings aus einem Nicht-EU-Land) und hat in Norddeutschland Elektrotechnik und Physik studiert. Jetzt wollte Sie nach Deutschland kommen und hier arbeiten, aber die Deutsche Botschaft in Harare hat ihr mitgeteilt, dass man dort keine Visa für die Jobsuche ausstellt.
@ekm64
Bis vor kurzem waren wir noch Exportweltmeister mit unseren innovativen Produkten. Und da wollen Sie uns allen ernstes erzählen, in Deutschland gäbe es niemanden, der "hohe technische und/oder wissenschaftliche Qualifikationen" hat. Da kann man wikklich nur den Kopf schütteln.
@ 13:52 — peterhartzer
Ihre aufgeführten 6,5 Mio. ALG 2-Bezieher (inkl. der Ihrerseits genannten Kinder, Ihre Zahlen sind meinerseits ungeprüft) sind nicht allesamt arbeitswillig, arbeitssuchend oder arbeitsfähig. Entsprechend macht es wenig Sinn, alle ALG 2-Bezieher in die Arbeitslosenstatistik hineinzurechnen.
Zudem zeichnen sich viele der gesuchten Fachkräfte durch einen besonders hohen Grad an Belastbarkeit, eine intensive Berufserfahrung und viel Flexibilität aus. Vermutlich wären bedauerlicherweise einige der verfügbaren Kräfte schlichtweg überfordert. Ich meine, dass heute leider häufig das enorm fordernde Arbeitsangebot nicht zu den Menschen passt - mitunter ein Mangel unseres Systems, nicht unbedingt der (potentiellen) Arbeitnehmer.
Das Streben nach maximaler Effizienz, der Krieg um die beste Position am Markt, der Kampf um den gutbezahlten Posten. Die Dinge gehen seit einiger Zeit in eine falsche Richtung. Das Pensum verdichtet sich und der Druck auf die Arbeitnehmer wächst. Eine Sackgasse.
@ottowerner 3 Mio. Arbeitslose sind nicht 3 Mio. Arbeitskräfte
"hat schon mal jemand an die in Deutschland lebenden Arbeitslosen gedacht?
Sollten wir nicht die Menschen die schon im Land leben nicht zuerst in Arbeit bringen, bevor wir Menschen aus dem Ausland holen?"
Statistisch gesehen haben die meisten Langzeitarbeitslosen keine oder nur sehr geringe Qualifikationen. Wenn der Staat aus diesem Leuten hochqualifizierte Arbeitskräfte machen wollte, müsste er unsinnige Mengen von Geld und Zeit investieren. Da greift man naturgemäß lieber auf motivierte Menschen aus dem Ausland zu, die schon Vorarbeit geleistet haben.
Drei Millionen Arbeitslose sind nicht drei Millionen potentielle Spitzen-IT-ler.
@agora
Zitat: "Ist Geld fuer euch eigentlich das Einzige, was zaehlt???"
Nein, das Einzige ist es nicht, aber das Wichtigste. Ich gehe nämlich nicht arbeiten, um die Zeit tot zu schlagen, sondern um mich und meine Familie zu versorgen.
Wie es deutschen Arbeitnehmern bei Zeitarbeit und 400 € - Jobs, Vollzeitarbeit, die aus Sozialkassen aufgestockt werden muss, "gut gehen" soll, erschließt sich wohl auch nur Ihnen.
Deutschland ist einfach nicht attraktiv
Ich denke, das Deutschland einfach nicht attraktiv genug ist für Spitzentalente. Die USA zB bieten bessere berufliche Entwicklung, drei bis fünf Mal hoehere Kompensation und das bei niedrigeren Steuern und Lebenshaltungskosten.
Ich habe es umgekehrt gemacht und bin vor 15 Jahren aus Deutschland in die USA ausgewandert. Ein Rückkehr ist immer vorstellbar aber nur zu Bedingungen, die auch finanziell Sinn machen und das sehe ich Momentan nicht.
@12:37 — agora Nee, nicht alles
Es gehört aber dazu, eine gewisse Lebensqualität herzustellen. Ich habe Verwandtschaft in Australien, selbst habe ich das Auswandern nicht gemacht, weil es mir hier gut geht.
Ich kenne einige Spanier, Polen und Tschechen, die über den Umweg Kanada nach Australien gegangen sind. Die kommen gar nicht auf die Idee, nach Deutschland zu gehen.
Wo für auch? Arbeit in einer dt. Großstadt, Mietwohnung, Heizkosten, Stromkosten, Kleidung etc.?
@ traveler3000
>> Bis vor kurzem waren wir noch Exportweltmeister mit unseren innovativen Produkten. Und da wollen Sie uns allen ernstes erzählen, in Deutschland gäbe es niemanden, der "hohe technische und/oder wissenschaftliche Qualifikationen" hat. Da kann man wikklich nur den Kopf schütteln. <<
Hatte ich ja auch nicht geschrieben. Es gibt einfach nicht mehr genügend davon. Das liegt zum einen daran, dass durch den Geburtenrückgang die Jahrgänge der Studenten und Auszubildenden heute oft dramatisch kleiner sind und zum anderen, dass sich dann auch zu wenige für die Ausbildungen und Studiengänge entscheiden, in denen ein Mangel herrscht.
Elektriker gesucht
Es wurden in dem Video u.a. Elektriker erwähnt, die als Fachkräfte gesucht werden. Nun bin ich da gerade etwas im Bilde, weil ich ein altes Haus restauriere und wöchentlich mit Handwerkern in Kontakt stehe. Und, ja, Elektriker wie auch viele andere Handwerker sind gefragt, ausgebucht und wir bräuchten mehr davon.
ABER: Die gleichen gefragten Elektriker finden nur noch Jobs über Zeitarbeitsfirmen zu lächerlichen Stundensätzen und müssen dazu teilweise durch das halbe Land fahren, die Woche über auswärts schlafen und sehen die eigenen Kinder nicht aufwachsen.
Was für eine Jobkultur soll das sein, die dann ausländische Fachkräfte anzieht?
Wenn es wirklich einen Mangel
Wenn es wirklich einen Mangel an Fachkräften gäbe, dann würde es für AGs kein Problem darstellen, Ausländer einzustellen.
Die "bürokratischen Hürden", sowie die Einkommensuntergrenze greifen nach meinem Verständnis ja nur dann, wenn man trotz möglicher vorhandener deutscher Bewerber, die Entscheidung auf den ausländischen Bewerber fällt.
Was die AGs also beklagen ist der Schutz vor Lohndumping.
Der sog. "Fachkräftemangel" ist nichts anderes als ein Mangel an Fachkräften, die zu miesen Bedingungen und niedrigem Lohn zu arbgeiten bereit sind.
Es gibt in Deutschland
Es gibt in Deutschland bereits gut ausgebildete Miganten, denen man oft genug keinen gut qualifizierten Arbeitspaltz anbieten will. der versteckte alltägliche Rassisimus ist hierzulande weiter ein Problem.
Es gibt weiter in Deutschland einfach keine Willkommenskultur für Einwanderer. Das ist auch an manchem Kommentar hier zu erkennen, die meinen, dass man eigentlich genug Leute hier hätte man also folglich auch auch keine reinlassen müsse.
Außerdem müssen gute Leute anständig bezahlt werden, dann gibt es keinen Mangel.
Ausländer sind halt nicht so dumm sich in diesen ....
undemokratischen und repressiven Staat zu begeben, der seine Bürger durch falsche Politik und Sozialabbau immer mehr belastet. Auch Einsicht ist nicht in Sicht, etwas gravierendes zu ändern, statt an Syntomen rumzudoktern. Und es ist gut das sie nicht kommen, da sie den ohnehin überlasteten Arbeitsmarkt noch mehr belasten würden. Sicherlich kann man nicht aus jedem Menschen einen hochqualifizierten Facharbeiter oder Ingenieur machen. Aber selbst unsere eigenen Hochqualifizierten werden ja nicht weitergebildet, zumindestens nicht Marktgerecht. Ich selber habe lange in der Weiterbildungsbranche gearbeitet und weiss das die meisten Bildungsmassnahmen, vom Markt nicht gebraucht oder am Bedarf vorbei gehen. Hier werden jedes Jahr Unsummen sinnlos verpulvert! Auch das Arbeitgeberlager macht es sich immer einfacher, spart an Eigeninitiative, verlangt immer mehr staatliche Leistung, ohne sich selber für eine Marktkonforme und humane Bildung einzusetzen. Humankapital reicht nicht!
Es stimmt, dass 3 Mio
Es stimmt, dass 3 Mio Arbeitslose nicht 3 Mio Fachkraeften entsprechen, noch nicht mal 3 Mio Arbeitsfaehigen+ - willigen. Das ist aber nicht das Primaerproblem, solange Fachkraefte, akademische und andere, aus D abwandern, und auch nicht wiederkommen.
Da ist etwas ganz Anderes faul im Staate, naemlich no pay no perspective.
Kommt es eigentlich nur mir so vor, aber jedesmal wenn ich auf Heimaturlaub komme, sind Serviceleistungen schlechter geworden, Auskuenfte schwerer zu bekommen, alles ist langsamer - ausser die viel beschimpfte Bahn, jedenfalls wo ich wohne.
Aber wie schon jemand sagte, pay peanuts, get monkeys.
Wer nun gar nicht arbeiten und nicht gross was erreichen will, der hat es allerdings gut in D mit H4. Wir hatten ja gerade eine Meldung, dass von 1 Million Zuwanderern ca 6000 Akademiker waren, nimm mal noch 60.000 andere Fachkraefte an, dann bleibt das Verhaeltnis immer noch katastrophisch.
Was will unsere Regierung genau erreichen mit ihrer Einwanderungspolitik?
Propaganda der Arbeitgeber
Wenn ich in die Statistik schaue, dann haben wir immer noch strukturelle Massenarbeitslosigkeit in unserem Lande, und die sozialen Bedingungen für die arbeitende Bevölkerung werden immer schlechter und schlechter.
Zuzug von Außen wird diese Bedingungen nicht verbessern sondern allein die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer weiter schwächen. Bei den Arbeitern ist die Globalisierungsdividende nicht angekommen, sie haben durch Auslöschung ganzer Industriezweige die Zeche gezahlt.
@gierde zerstört
Das ist zu einfach. Nicht alles ist heute schlechter als früher. Vor zwanzig Jahren, als an vielen Unis die Absolventenzahlen in den technischen Berufen noch doppelt so hoch waren wie heute, war wahrscheinlich auch ein deutlich höherer Konkurrenzdruck unter den Absolventen. Interessanterweise sind viele der jüngeren auch nicht unbedingt an gut bezahlten Posten interessiert, da diese eben auch mehr Verantwortung bedeuten. Führungskräftenachwuchs ist ein grosses Problem in D. Man kann das jetzt auf die Leistungsverdichtung schieben, die es sicher auch in einigen Aspekten gibt, oder aber auch auf eine zu satte Lebenseinstellung. M.E. trifft beides zu.
Dummerweise ist D zu klein, es sich auszusuchen, mit welcher Geschwindigkeit wir arbeiten wollen. Das ist einfach die unangenehme Seite der Globalisierung. Das Beste, was wir daraus machen können, ist zu zeigen, dass wir das noch am besten gestalten können. Weltweit ernst genommen werden wir aber nur, wenn wir erfolgreich sind.
Imageproblem?
Natürlich hat Deutschland in Ausland ein Imageproblem!
Ich wohne seit ca.9 Jahren in England ein paar mal habe ich darüber nachgedacht mit meiner Familie nach Deutschland zurückzuziehen.
Um ehrlich zu sein macht mir das deutsche Auftreten im Ausland grosse Sorgen.
Frau Merkel benimmt sich wie als ob sie Europa übernehmen will und auch die deutsche Weise nicht sehr individuell zu sein und lieber der grossen Masse zu folgen gibt den Land nicht wirklich Bonuspunkte.
Dazu kommt dann noch das meine Frau und Kind nicht hellhäutig sind, was in Grossbritannien kein Problem ist.
In Deutschland ist das wieder ein anderes Thema, das Bundesland und Stadt muss genau überlegt sein...
Ich kann mir vorstellen, dass viele Ausländer lieber in andere Länder gehen oder Deutsche lieber ins Ausland auswandern.
Es geht doch nur darum, billigste Arbeitskräfte zu werben
Immer wieder das Gleiche: Deutschland braucht Fachkräfte- Was sind Fachkräfte?
Hochqualifizierte Billigarbeitskräfte die für noch weniger als 15,57 Euro Brutto pro Stunde arbeiten.
Selber ausbilden oder qualifizieren? - Zu Teuer.
Absolventen fördern? Die haben noch keine Berufserfahrung.
Also besser Fachkräftemangel schreien.
Als Ausländer und Fachkraft fände ich im goldenen Westen wesentlich bessere Arbeitsbedingungen als im Billiglohndeutschland...
Ein Grund ...
... für das Problem könnte die fehlende Lohngarantie sein.
In einem Land, das keinen Mindestlohn garantieren will, möchte ich als ausländische Fachkraft nicht arbeiten.
@Tralafit
> Bei den Arbeitern ist die Globalisierungsdividende nicht angekommen, sie haben durch Auslöschung ganzer Industriezweige die Zeche gezahlt. <
Kann mich an einen Fernsehbeitrag aus den 1980ern erinnern. Tenor in etwa: Die Globalisierung wird für die kreativen ungeheure Chancen eröffnen. Auf der anderen Seite wird der Wert einfacher Arbeit stark sinken, weil einfach weltweit so viele bereit stehen.
Das ist genau das, was wir jetzt beobachten. Nur ein zurück zu den alten Zeiten kann es nicht geben. Und man hätte es auch nicht verhindern können. China, Korea, Indien, etc. können heute viele Dinge fertigen, die zuvor nur in den westlichen Industriestaaten möglich waren. Und sie lernen sehr schnell.
Im internationalen Vergleich schlagen wir uns ja auch ziemlich gut. Gerade, wenn man z.B. Bayern oder BW ansieht. Kaum Arbeitslosigkeit, geringe Schulden und wenig Arme. Könnte das nicht das richtige Modell sein?
@ ekm64
Da hätte ich doch gleich mal vier Fragen:
1. Heißt "gutbezahlt" nach IG Metall Tarif?
2. Schaffen Sie wirklich Arbeitsplätze? (Oder vermitteln Sie nur (aka Zeitarbeitsfirma, aka Personaldienstleister))
3. Wären Sie bereit, Absolventen oder Leute mit nur ähnlicher Berufserfahrung weiterzuqualifizieren?( Oder suchen Sie *den* Experten mit fünf Jahren Berufserfahrung im exakt gleichen Job, aber bitte ungekündigt.)
4. Liegt Ihr Unternehmen irgendwo, wo auch ein potentieller Partner anderer Fachrichtung eine Aufgabe finden kann?
Wenn Sie die vier Fragen mit Ja beantworten können, dürften Sie eigentlich keine Probleme haben, gute Leute zu finden. Dann kann es eigentlich nur an der Art der Veröffentlichung liegen, oder an einem total überhöhten Anspruchdenken.
Wenn nicht, wissen Sie jetzt zuminest, wo Sie ansetzen müssen.
Drei Gedanken
1. Wer investiert denn 5 und mehr Jahre Studium, indem man zunächst kein Geld verdient, wenn man später mit unter weniger als 2500 € brutto verdient! Wo ist da der Anreiz für Fachkräfte?
2. Am den 16 Bildungssystemen muss man arbeiten. Die Lehrqualität nimmt ab, weil Ethik und Religion, Dramen aus dem 17. Jhd., die Zeit des Nationalsozialismus in 5-facher Ausführung bald wichtiger sind, als die Naturwissenschaften.
3. An den Schulen wird auch nur unzureichend darüber informiert, wo der Arbeitsmarkt bedarf sieht und wo nicht.
Die meisten Schüler sehen doch nach wie vor BWL, Germanistik oder Kunst und Design als anstrebenswert...obwohl der Markt gar nicht so viele Absolventen braucht und längst übersättigt ist.
Kunst, Musik und Schöngeist wird propagiert.
Industrie, wie Bergbau, Hüttenwesen, Chemie wird meist zu unrecht als veraltet und umweltschädlich dargestellt...(dabei werden hier Leute gesucht).
Statt auf Dienstleistung sollte man wieder mehr auf Industrie setzen.
Wo sind die Einwanderer?
Erst vor ein paar Tagen las ich einen Bericht hier auf Tageschau.de, wo ganz stolz berichtet wurde, dass im letzten Jahr 950.000 Menschen aus EU und Nicht EU Ländern nach Deutschland eingewandert waren. Darunter waren allerdings nur knapp 6.700 Akademeiker (0.7%).
Nun wird hier berichtet, dass 25.000 Fachkräfte gekommen sind. Wenn also der vorherige Bericht ebenfalls stimmen sollte, so sind sage und schreibe 31.700 gut ausgebildetet Menschen nach Deutschland eingewandert. Quote: 3.3%
Es bleiben also 919.000 Einwanderer übrig, die ohne Fachausbildung oder akademische Kenntnisse vermutlich nun Hart IV Empfänger geworden sind. Das nenne ich Weltklasse!
Deutschland ist kein Einwanderungsland, die deutsche Mentalität, Sprache und auch das Steuersystem sind für gut ausgebildetet Menschen aus dem Ausland nicht attraktiv. Es wandern jährlich 250.000 Fachkräfte aus und daran hat sich auch nichts geändert.
Selbstbetrug und Scheitern
Erstmal ist zu sagen, dass das deutsche Wirtschaftsmodell keine Anreize liefert. Man kann nicht Jahrzehnte lang von einer Substanz leben, die man lieber heute als morgen abschaffen will (damit ist auch die Lohnquote auch in qualifizierten Berufen gemeint).
Auch sollte man mal vielleicht mit potenziellen Fachkräften reden. Man wird nicht gefördert, sondern ist Bittsteller in Deutschland. Auch ein Grund wieso man lieber in andere EU Länder geht.
Solange wir in Deutschland auf einer Insel der verzerrten Wahrnehmung leben ist es ohnehin einerlei. Es geht bei der Geschichte natürlich primär darum in Deutschland ein Überangebot zu schaffen um die Personalkosten zu senken. Ein Modell das nicht nachhaltig ist, und scheitern muss. Das muss aber erst so schmerzahft werden bis es quasi jeder spürt bevor wir uns von der "Fachkräftemangel" PR lösen können.
@ 15:07 — ekm64
"Im internationalen Vergleich schlagen wir uns ja auch ziemlich gut. Gerade, wenn man z.B. Bayern oder BW ansieht. Kaum Arbeitslosigkeit, geringe Schulden und wenig Arme. Könnte das nicht das richtige Modell sein?"
Vorab: Ich stimme Ihnen in einigen Punkten zu. In anderen nicht. Bezüglich des o. g. Zitats möchte ich darauf hinweisen, dass wir in vielen Bereichen einen relativ gesättigten Markt haben. Eine zweite Marke Mercedes, BMW oder Apple mit entsprechender Dopplung des Angebots würde leider die Nachfrage nicht erhöhen. Ich denke es ist schon ziemlich ausgereizt.
Im Export gibt es sicher Möglichkeiten, solange man in den "neuen Kolonien" in Asien die Ausbeutung und ungenierte Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Schwächsten praktiziert. Jedoch gehen die Profite dort ungleich mehr auf Kosten des Klimas, der Umwelt, der Moral. Neue schmutzige Märkte ohne Aussicht auf Anhebung auf unser Niveau. Im Gegenteil: wir opfern Kultur, Soziales, Staatseigentum um konkurrenzfähig zu sein.
Fachkräftemangel????
Kann nicht sein,wenn man sich meldet als Schweißfachmann und dann eine Stelle als Schweißer in einer Zeitfirma angeboten bekommt für 8,00 Euro pro Stunde.
Man möchte alles haben,aber selber nichts investieren, aber auf höchsten Tönen jammern.
@Bitterpille
mir geht's nicht um Lohn mein Problem begann schon während des Studiums. Ich hatte Probleme ein Praktikantestelle zu finden, problem mit der Suche nach einem Firma für meine Bachelorarbeit und schließlich nach Abschluss einen Job. Dies geschah in der industriellen Kernland Deutschland BW. Unglaublich. Ich bin nicht kein chinese und fast alle meine Freunde haben ähnliche Erfahrungen.
Deutschland hat (auch) ein Rassismus-Problem
Ich weiß aus erster Hand von einem hochqualifizierten Wissenschaftler, dem eine Stelle in Deutschland ANGEBOTEN worden ist, die er allerbest hätte ausfüllen können - und die er aber nicht angenommen hat wegen der nachweislich rassistischen Aktivitäten im Arbeitsgebiet. Er hatte schlicht Angst um seine Kinder, die keine "helle" Hautfarbe haben.
Sprachbarriere
Ein wichtiger Grund ist, wie "habu" richtig bemerkt, die Sprachbarriere. In den entlegensten Ländern der Erde wird heute Englisch gesprochen. Das ist eine Folge der Kolonialzeit, aber auch der Tatsache, dass weltweit Englisch als Fremdsprache unterrichtet wird. Auch wissenschaftliche Publikationen erfolgen in Englisch.
Es ist daher naheliegend, dass ein Auswanderer sich ein Land sucht, in dem er keine oder keine hohe Sprachhürde hat. Und da sind Kanada, Australien, die USA oder Großbritannien natürlich im Vorteil. Das mühsame Erlernen einer fremden Sprache ersparen sich viele.
Im Übrigen wird hier ohne Grund gejammert. Es gibt genügend arbeitslose Fachkräfte mittleren Alters - die will aber keiner einstellen. Und ich kenne auch Industrieunternehmen und Banken, die Ihre Mitarbeiter immer noch weit vor dem 65 Lebensjahr in Altersteilzeit oder Vorruhestand schicken (mit z.T. erklecklichen Abfindungen). Da kann der behauptete Fachkräftemangel so groß nicht sein.
Woran liegt es nur?
Reallohnsteigerung 2000-2009 in Prozent:
Großbritanien 26,1
Dänemark 19,0
Australien 15,5
Kanada 4,7
Deutschland -0,8
Noch Fragen?
@ Adansonia
hmm...
also mit der Einstellung ("es geht mir nicht um Lohn") solltest du eigentlich recht erfolgreich sein. Meine Probleme sind jedenfalls erst losgegangen, als ich Geld wollte.
Aber ernsthaft - tut mir leid das zu hören. Solche Erlebnisse erwecken wirklich den Anschein, als wäre das Antidiskriminierungsgesetz noch nicht im Personalzirkus angekommen. Oder doch höchstens als Beschäftigung für Anwälte und gewissensbefreite Linguisten.
Jedenfalls wird dadurch weder die Mär vom Fachkräftemangel, noch die Reduktion auf ein "Imageproblem" glaubwürdiger. Zum Trost: Viele meiner chinesischen Freunde haben ein ähnliches Problem, wir hatten das immer auf die China-Paranoia geschoben. Und viele andere bewerben sich schon allein aus Gehaltsgründen ausserhalb von D. So richtig viel verpasst du hier also vielleicht gar nicht im deutschen Wirtschaftswunderland. Viel Erfolg, trotzdem, egal welches Land es mal wird.
@Beelzebub
Die Universitäten mögen voll sein - aber in den falschen Studiengängen! In denen für uns relevanten Fächern gibt's zuwenige Studenten und sehr viele offene Studienplätze.
Das Studium gilt allerdings nicht als einfach.
@wega
Fachkräftemangel - Kann nicht sein,wenn man sich meldet als Schweißfachmann und dann eine Stelle als Schweißer in einer Zeitfirma angeboten bekommt für 8,00 Euro pro Stunde.
Man möchte alles haben,aber selber nichts investieren, aber auf höchsten Tönen jammern.
Wenn Sie Schweißfachmann sind aber keinen gut bezahlten Job in DE finden sollten Sie sich eventuell einen Umzug nach Kanada überlegen - dort werden Schweißfackkräfte zum Pipelinebau DRINGEND gesucht. Ein Schweißfachmann verdient dort weit über $100,000 kanadische Dollar/Jahr und zahlt nebenbei deutlich geringere Steuern als bei gleichem Einkommen in Deutschland.
Wenn es sich in Deutschland nicht lohnt muss man sich zwangsläufig auch woanders umsehen. Warum sollte also eine Schweißfachkraft sich nach einer Beschäftigung in Deutschland sehnen??
NIedriglohn
Deutschland erzielt jedes Jahr Exportüberschüsse. Ein klares Zeichen dafür, dass man extrem wettberwebsfähig ist und deutsche Produkte weltweit gefragt sind.
Das setzt aber zwangsläufig unsere europäischen Nachbarn noch mehr unter Druck. Das Lohnniveau in Deutschland für Fachkräfte und Akademiker ist meines Erachtens viel zu niedrig, während Sozialleistungen für Nichtbeschäftigte keinen Anreiz bieten ein schlecht bezahltes Arbeitsverhältnis zu suchen. Hinzu kommen die hohe Steuerlast für den Mittelstand, die es nicht nur für Ausländer aber sogar für die eigene Bevölkerung unattraktiv machen. Ich selbst habe vor 17 Jahren die Koffer gepackt und bis heute nicht bereut. Eine Rückkehr unter gegeben Umständen könnte ich mir nicht vorstellen.
@gierde zerstört
Es gibt gesättigte Märkte, in denen man sich aber behaupten muss. Sehen sie sich z.B. Nokia an. In wenigen Jahren vom Branchenprimus zum Todeskandidaten. Und immer wieder tun sich auch plötzlich ganz neue Chancen auf. Hier wäre das passende Beispiel dazu die Smart Phones. Der Markt für die von Nokia produzierten Modelle war gesättigt. Meine Erfahrung ist, es gibt immer Chancen, aber es ist unglaublich anstrengend, diese auch zu realisieren.
Die, wie sie es nennen "Kolonien in Asien" haben aber nichts mit unserm Export zu tun sondern eher mit unseren Importen. Nur so gibt's die neuen Handies und Flachbildfernseher so billig.
Staatseigentum opfern die Schuldenmacher. Ich sehe das in D nicht so kritisch.
Fachkräftemangel,
wo soll der sein? Ich habe mit 45 Jahren 2 Jahre lang nach einen Job gesucht und aber nur einen zu 8€ auf 400€ Basis gefunden.
Man will alles, einen 20 Jährigen mit 25Jähriger Berufserfahrung zu einen Gehalt eines Hartz 4 Empfängers!
Ich bin jetzt Selbstständig, arbeit 60Std die Woche und werde mit 60 in Ruhestand gehen!
Fachkräftemangel ausgerufen
Fachkräftemangel ausgerufen von der Industrie: was heisst das?
Heisst das, dass es pro zu füllendem Arbeitsplatz weniger als 1 FACHLICH geeigneten Berwerber gibt (der entsprechend zu bezahlen wäre), oder heisst dass, dass es weniger als 10 geeignete Bewerber gibt, so dass man das Gehalt drücken kann?
Es heisst nicht das erste.
@ 16:41 — ekm64
Sie haben Recht – man kann am Markt verdrängen. Aber hierdurch entstehen keine neuen Jobs. Im Gegenteil: tendenziell wird je Stückgut günstiger produziert ...
Es gibt einen Kuchen. Und wenn hiervon bereits ein Großteil produziert wird, dürfen sich die wenigen Verbleibenden um den Rest streiten. Nur wird der Kuchen nicht mehr bedeutend größer werden.
Wir exportieren in erheblichem Maße in die neuen Märkte. Gerade unsere Automibilindustrie profitiert. Aber ich sehe darin keine gesunde Entwicklung, da diese Exporte zumeist mittels menschenunwürdiger Arbeitsverhältnisse auf Kosten der Schwächsten "erwirtschaftet" werden.
Es gäbe Auswege, jedoch hätten diese etwas mit Rückbesinnung auf weniger Effizienz, höhere Preise, mehr Fertigung unter sozial und ökologisch einwandfreien Bedingungen zu tun. Mehr Arbeit in der EU finanzieren dank höherer Preise. Mehr Qualität statt Quantität. Hohe Einfuhrzölle auf moralisch/ökologisch/sozial bedenkliche Güter.
@bitterepille
Na, dann will ich mich mal stellen:
1. Grundgehalt ist schlechter als bei der IGM. Sie sind aber am Erfolg beteiligt und da dieser da ist, kommt am Ende viel mehr heraus.
2. Wir produzieren in D ohne einen Leih/Zeitarbeiter.
3. Für manche Jobs braucht's Leute mit langer Erfahrung. Das geht einfach nicht anders. Weiterqualifikation wird von jedem MA erwartet. Damit Leute für uns qualifiziert werden können, müssen sie einige Voraussetzungen mitbringen. Man kann nicht jeden zu jedem Job umschulen. Es muss in vertretbarer Zeit machbar sein.
4. :-). Falls sich das "wo" auf den Ort bezieht, dann sicher ja. Wir sind in Bayern. Falls es sich auf die Tätigkeit bezieht dann auch. Wir haben einige relativ starke Quereinsteiger und meist gute Erfahrungen damit gemacht.
Vielen Dank für ihre Tips. Wenn aber alles so einfach wäre, dann wäre die Welt rechteckig und die DDR erfolgreich gewesen.
@traveler3000: doch! ist das
@traveler3000: doch! ist das eine Duchschnittangabe über alle Berufstätige hinweg, oder ist das auch representativ für die Berufsgruppen, bei denen Fachkräftemangel herrscht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. die Lohnerhöhung, die von der IGM durchgesetzt werden, zu einem solchen Schrumpfen der Reallöhne für die Angestellten führt.
Ich werde mein Studium
Ich werde mein Studium abbrechen, nach dem ich diesen Artikel gelesen habe. Ich fühl mich als Deutscher zu nichts mehr wert, weil ich ja scheinbar so leicht ersetzbar bin. Ich werde Hartz4 beantragen und mich ganz der Malerei widmen.
@gierde zerstört
Das ist zu einfach gesehen. Es wird nie die große Lösung aller Probleme geben. Der Versuch, dies staatlich zu verordnen, ist in jeder Hinsicht gescheitert. Ihr Vorschlag "höhere Preise, weniger Effizienz, alles sozial und ökologisch" ist sicher gut gemeint. Aber wie wollen sie die ganze Welt davon überzeugen? Und es würde auch nicht funktionieren. Wie wollen sie "weniger Effizienz" umsetzen? Irgend einer wird sich mehr anstrengen und den verdrängen, der es nicht tut. Die wirkliche Chance besteht darin, Dinge punktuell zu verbessern und sich nicht mit dem Erreichten zufrieden zu geben.Und darin, Verantwortung zu übernehmen. Je menschlicher wir in Deutschland erfolgreich sind, desto besser taugen wir als Modell. Aber nochmal: wir müssen menschlich und erfolgreich sein, was manchmal auch heißt, man kann nicht 100% gut sein.
Es war einmal ...
das Märchen vom Fachkräftemangel.
Liebe ARD, anstatt alles gemäß aktueller Staatsräson nachzubeten, erwarte ich von wirklich freien Medien eine kritische Betrachtung: Es geht in Wahrheit darum, die Löhne zu drücken und Angst unter den im Überfluss vorhandenen deutschen Fachkräften zu schüren. Könnte man z.B. mal bringen, wie die Reallohnentwicklung in den letzten Jahrzehnten so war, wie der Stress der Arbeitnehmer steigt (war doch erst vor ein paar Tagen präsent?) etc.
Es geht unserem Politiker / Lobby - Sumpf darum, die Errungenschaften unserer sozialen Marktwirtschaft auf den zweiten Begriffsteil zu reduzieren. Ihr habt in der Hand - und auch den grundgesetzlichen Auftrag !! -, diesem Unsinn Paroli zu bieten. Also tut mal was für euer Geld!
@ Zensurgegner
Naja, eine Zensur haben wir hier ja nun wirklich nicht. Sonst würde so ein Kommentar wohl nicht veröffentlicht.
Nur ignoriert, das wird er sehr wohl. Jedesmal, wenn es nur entfernt um Fachkräftemangel geht, schreiben Hunderte von Fachkräften, oft sehr schön belegt, warum es keinen Fachkräftemangel gibt, weshalb er dennoch immer wieder propagiert wird, und bitten die verantwortlichen Redakteure und Journalisten darum, nicht jedesmal die Vorgaben von Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden unkritisch und unkontrolliert zu übernehmen.
Passiert ist aber bisher noch nichts.
Vielleicht mag sich mal einer der Verantwortlichen dazu äußern?
Inzwischen scheint der kritischere Journalismus wohl in den Kommentaren stattzufinden, und Ihr habt einen Ruf, und letztendlich auch eine Legitimation zu verteidigen
da denke ich anders
ich denke man muss sich nur die meisten kommentare hier anschauen um festzustellen wie die meisten Leute hier in Deutschland ticken. Man hat immer noch Angst vor den Fremden aus dem Ausland. Ich kenne persöhnliche Fachkräfte die aus dem Ausland hierhergekommen sind und immer wieder beklagen, dass ihnen kaum Aufsteigsmöglichkeiten gegeben werden oder sie zum Teil garnicht ernst genommen werden. Man sollte nicht vergessen, dass diese Fchkräfte auch Kontakt mit ihrem Heimatland pflegen und genau diese Punkte beklagen, weshalb Deutschland einfach unbeliebt ist. Auch deutsche mit Migrationshintergrund, welche einen Hochschulabschluss haben, erwägen auszuziehen in richtung USA, Kanada, Großbritannien. Ein weiterer großer Punkt is die Lohnerhöhung in Deutschland die letzten jahre.... Sie ist kaum angestiegen verglichen zu Ländern wie Großbritannien !!! das macht Deutschland natürlich auch nicht attraktiver..
Gäbe es den Fachkräftemangel wirklich,
würden die Löhne in entsprechenden Bereichen steigen.
Das tun sie nicht oder nur minimal.
Eine katastrophale Arbeitmarktpolitik (geringe Löhne, unattraktive Arbeitszeiten, hoher bürokratischer Aufwand, Steuern) und vieles andere mehr, lässt potentielle Einwanderer nicht einwandern und immer Deutsche auswandern.
Außer acht gelassen
Ich muss zugeben, dass ich den deutschen Arbeitsmarkt... unsympathisch finde. Ich habe mich auch einige Zeit im Ausland umgesehen, mir Stellenangebote etc. angesehen und mit deutschen verglichen. Gerade ein Einstieg ist hier schwer (mind. 3 Jahre Berufserfahrung, Überqualifikation, etc.).
Im Gegensatz zu z.B. britischen oder australischen Stellenanzeigen wird vom Bewerber immer unglaublich viel gefordert aber vom Unternehmen wenig geleistet. Dem Bewerber wird im Allgemeinen nicht das Gefühl gegeben, willkommen zu sein. Da wird nur beschrieben, was das der Bewerber für das Unternehmen zu leisten hat, aber nicht, was das Unternehmen für den Bewerber leistet.
Das könnte ich mir neben den hohen Erwartungen als abschreckend vorstellen.
@ 18:00 — peterhartzer
Stimme Ihnen in weiten Teilen zu! :-) Ich denke der Fachkräftemangel wird tatsächlich Realität, wenn die aktuelle, häufig unterbezahlte Generation Leistungsträger ausgebrannt ist. Für effizienzkomprimierte "brave Soldaten", die kaum Gelegenheit bekommen, ihre Kenntnisse an Nachwuchskräfte weiterzugeben, wird es nahezu unmöglich sein, geeigneten Nachwuchs zu finden. Hausgemachte Probleme einer Generation Arbeitgeber, die Menschen als Kostenfaktor sieht und zuallererst den maximalen Profit sucht.
Ein Arbeitskollge kommt aus dem Iran
F&E-Ingenieur und kurz vor der Rente.
An ihm haben Firma und Staat zig Millionen verdient. Da er jahrzehntelang als Einzelkämpfer tätig war, gehen die Entwicklungen direkt auf ihn zurück.
Und was hat er davon? Erst vor kurzem mit über 60 konnte er beginnen sein Reihenhaus zu bauen und auch nur, weil er sein Haus im Iran für ~50.000€ verkaufen konnte.
Knapp 30 Jahre lang Maschinen für hunderte Millionen konstruiert, aber nicht einmal für ein Reihenhaus reicht es.
Das hat der mir etwa zehnmal im Monat erklärt und wie dumm er war, nicht in die Staaten gegangen zu sein, dort hätte er wesentlich mehr verdient, wie sein Verwandter.
Der Grund warum so wenige kommen ist ganz einfach, dass es sich hier beispielsweise für Ingenieure NICHT lohnt zu arbeiten.
Ich war zuvor Dreher und werde den Verlust durch das Studium niemals ausgleichen, nicht in Deutschland und erst recht nicht in der industriellen Forschung und Entwicklung.
Wie kann man sich hier nur so konsequent selbst belügen?
Ich hätte lieber ein
Ich hätte lieber ein Deutschland mit nur 60 Mio Einwohnern und mit -20% Wachstum statt ein Deutschland, wo man nur noch unter Druck, Stress und Angst leben muss und wo die eigene Kultur nichts mehr zählt!
Nix wie weg !
Deutschland ist ein auf allen Gebieten gescheitertes Land. Kein Mensch mit Verstand will hier noch leben wenn er nicht muss und zuwandern tun nur die welche sonst völlig verelendet wären. Kohl, Schröder, Merkel und die ganzen politischen Parteien haben das Land in 30 Jahren ruiniert.
@nome
Der Grund warum so wenige kommen ist ganz einfach, dass es sich hier beispielsweise für Ingenieure NICHT lohnt zu arbeiten.
Sie haben absolut Recht. Wie bescheuert muss man in Deutschland sein, dass man kostenlos Ingeniuere an guten Hochschulen ausbildet, um Ihnen dann nachher so wenige finanzielle Perspektiven zu geben, dass ein Großteil mit der in Deutschland gewonnenen Kenntnissen ins Ausland abwandert, weil dort bessere Verdienstmöglichkeiten bestehen bei gleichzeitig geringerer Besteuerung. Mit anderen Worten: Deutlich mehr Netto!
Statt gute Vorraussetzungen für Fachkräfte in Deutschland zu gewährleisten versuchen unsere Volksvertreter mit Einwanderungserleichterungen gute Leute aus dem Ausland anzulocken. Es wird aber nichr gelingen. Es kommen nur diejenigen, die im eigenen Land aufgrund schelchter Ausbildung keinen Job finden und in Deutschland zumindest Hartz IV bekommen.
Kleiner Tipp
Es liegt am Geld. In den beliebten Ländern verdienen Fachkräfte mehr als in D.
Im übrigen haben wir echten Mangel nur in ganz spezifischen Bereichen (gerade bei Akademikern eher nicht). "Mangel" nennt man es hier, wenn man keinen jungen bereits fertig Ausgebildeten findet, der Erfahrung in genau dem gerade benötigten Bereich hat und bereit ist, für sich für einen Appel und ein Ei mit massig Überstunden ausnehmen zu lassen.
Was hat denn, Jans, die "eigene" Kultur jetzt damit zu tun?!
Also mal abgesehen davon, dass ein negatives Wachstum dieser Größenordnung auch nicht lange Spaß macht, und unsere "eigene" Arbeitskultur ganz offensichtlich schon lange genau auf dem Druck und Stress beruht, der hier so schön gezeigt wird.
Aber neben all den Schilderungen von Diskriminierung und Schwierigkeiten für ausländische Fachkräfte muss man ja wohl auch die andere Seite zu Wort kommen lassen.