Kommentare

Innenpolitische Versager

Ich sage und denke es nur ungern aber Mursi und die Muslimbruderschaft sind allem Anschein nach innenpolitische Versager. Das rechtfertigt keine Gewalt aber in kaum einem Land in den die freie Meinungsäußerung zugelassen ist hat die Regierung ein schlechteres ansehen.
Das einzige was der Regierung einzufallen scheint ist sich einzumauern und das auch noch Wort wörtlich.

Tote an der Tagesordnung

Das ist schon zur Routinemeldung bezüglich Ägypten geworden.Mit dieser Gewalt wird es kaum bergauf gehen.
Wer will denn da noch Urlaub machen ? Und das war neben dem Suez-Kanal die Haupteinnahmequelle.

Mubarak 2.0

Leider scheint es so, dass sich die Geschichte wiederholt. Traurig wie eine Handvoll Islamisten die Revolution verraten konnten und die Wünsche des Volkes ignoriert.

Mursi und seine Schergen sind nicht besser als Mubarak

Die Opposition und die Randalierer spielen ...

den Islamisten in die Hände und die können nach gewohntem Muster all die tollen Sachen wie Demonstrationsverbot, Ausgehverbot etc verhänegn um den inneren Frieden zu stabilisieren. Könnte es sein das bestimmte Gruppen es genau darauf ankommen lassen wollen? Gewalt ist jedenfalls das schlechteste Mittel um ein friedliches Miteinander in einer Demokratie zu etablieren. Das wird ein langer steiniger Weg wenn er denn überhaupt noch freisteht.

@big_in_japan

"Das rechtfertigt keine Gewalt!"

Für Gewalt giebt es nie eine allgemeine Rechtfertigung, nur die Nöte des Gewaltausübenden, denn der ist mit seinen anderen Mitteln am Ende!

Es wurden schon immer anders Denkende als Querulanten und Aufrührer dargestellt, diese wurden dann als Verbrecher abgestempelt wenn man sie nicht mundtod machen konnte.
Mit Demokratie hat dies nichts mehr zu tun, wenn größere Massen dazugezählt werden, das ist selbst den Diktatoren im Mantel der Demokratie bewusst, und somit bedienen sie sich der Selektion um die Anderen einzuschüchtern, Nur funtioniert das nicht oder nicht mehr, wenn die Anderen nicht mehr daran glauben etwas zu verlieren und die Zukunft wichtiger geworden ist, als die Gegenwart.

Guter Start aber dann ...

Präsident Mursi hatte eigentlich einen guten Start.
Besser jedenfalls als ihm Viele zugetraut haben.
Vor allem die Entmachtung von Hussein Tantawi zeigte dass er ein gewiefter Taktiker ist.
Dass die neue Verfassung so durchgeprügelt wurde war bis jetzt sein größter Fehler !

Mit diesen Unruhen anlässlich der Gerichtsurteile wegen den Fußballlynchmorden hätte aber wahrscheinlich jede Regierung zu kämpfen.

Komplizierte Lage

Ich bin auch als politisch Interessierter ein wenig unsicher, was ich davon halten soll. Ich würde gerne mehr über die Zusammenhänge, die Herkunft der Muslimbrüder und deren Geldgeber erfahren. Folgt man dem Geld, kommt man eigentlich immer der Wahrheit näher.

Im Herzen bin ich solidarisch mit den Bürgern, die für mehr Freiheit eintreten, ich verabscheue die Todesurteile und bedauere die toten Demonstranten.
Andererseits begrüße ich, dass Mursi den Dialog suchen will. Hoffentlich nutzt er die Chance auch zu einer Politik der Annäherung. Das wäre die Chance der Welt und gerade dem Westen zu beweisen, dass wir vielleicht zu Unrecht Vorurteile hegen.

Alternativen?

Jeder Mensch, ob in Ägypten oder anderswo, sollte das Recht auf freie Meinungsäußerung - und somit auf Demonstration - haben. Es kann aber nicht sein, dass dieses Grundrecht für Propagandaaktionen - oder schlimmer - für Gewaltexzesse, Plünderungen oder Umsturzversuche missbraucht wird. Gegegen Extremisten oder Kriminelle, die sich unter das friedliche "Volk" mischen, halte ich eine Null-Toleranz-Politik für absolut angemessen - wie übrigens auch hierzulande.

Man darf allerdings nicht übersehen, dass tendenziell radikale Gruppen an solchen politischen Massenevents teilnehmen. Wenn also 1% aller Bürger auf die Straße gehen und Parolen skandieren, sprechen sie nicht zwangsläufig für eine gesamte Nation.

Davon abgesehen halte ich es nicht für einen Ausdruck bürgerlicher Reife, wenn alle paar Monate der Austausch einer Führungsriege erzwungen werden soll. Demokratieentwicklung braucht Zeit.

@tollschock

Wie Sie richtig bemerkten !.
Gewalt ist jedenfalls das schlechteste
Mittel um ein friedliches Miteinander in
einer Demokratie zu etablieren.
ABER !.
Wo sehen Sie den,wenigstens Ansatz-weise,
Ägypten in oder auf dem Weg in eine Demokratie,
Oder ist ihnen das egal,Hauptsache Ruhe und Ordnung.
Es findet in Ägypten eine Revolution statt,
in der immer noch nicht klar ist,wo sie endet.
Freiheit und Menschenrechte,die Grundlagen einer funktionierenden Demokratie fallen nicht vom Himmel,
sie mussten stets gegen Diktatur und Gewaltherrschaft
erkämpft werden.
Ägypten macht da keine Ausnahme und die Menschenrechte
fallen leider nicht vom Himmel.

28. Januar 2013 - 9:19 — davidw.

Ägypten macht da keine Ausnahme und die Menschenrechte
fallen leider nicht vom Himmel.

Was ist mit der "Kairoer Menschenrechtserklärung von 1990", die auf islamischen Recht (Scharia) basiert?

Wozu die ganze Aufregung?

Die Todesstrafe schreckt nicht ab und somit halte ich davon nichts. Allerdings, auch hier bei uns, durch das Fußballstadion würde ich als ausführende Staatsgewalt mit der Peitsche gehen - und zwar rücksichtslos!

sexuelle Übergriffe während Demonstrationen

Was in der Berichterstattung in der Regel untergeht:

http://www.egyptindependent.com/opinion/sexual-assault-tahrir-what-it-me...

Dieses Teil von 1990(!)

Dieses Teil von 1990(!) scheint tatsächlich vom Himmel gefallen zu sein. Ein unheimliches, mittelalterliches Machwerk.

@eseip

Allerdings, auch hier bei uns, durch das Fußballstadion würde ich als ausführende Staatsgewalt mit der Peitsche gehen - und zwar rücksichtslos!

Da können wir ja froh sein, dass Sie nicht die ausführende Staatsgewalt sind,
sondern nur Kommentare schreiben.

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