Merkel und Pinera

Ihre Meinung zu EU-Lateinamerika-Gipfel vereinbart Abbau von Protektionismus

Europa braucht Lateinamerika - das wird auf dem Gipfel beider Wirtschaftsgemeinschaften in Santiago de Chile deutlich. Kanzlerin Merkel sprach von einer "Partnerschaft auf Augenhöhe". Die Teilnehmer bekannten sich zum Abbau von Handelsschranken - obwohl sich einige Länder zunehmend abschotten.

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9 Kommentare

Kommentare

Gast
Sehr begrüßenswert

Ich fine es sehr begrüßenswert, dass die Teilnehmer sich zum Abbau von Handelsschranken bekannten - obwohl sich einige Länder zunehmend abschotten.

Es wird Zeit, dass die EU sich nicht länger von den USA Handelsschranken mit Südamerika aufzwingen lässt. Gerade im letzten Jahr hat die EU auf die US-Strafen gegen den europäischen Handel mit Südamerika viel zu verhalten reagiert.

Milliardenstrafen haben die USA gegen europäische Unternehmen verhängt, und das nur, weil sie Handel mit südamerikanischen Ländern wie Kuba betrieben haben, und die EU hat das widerpruchslos akzeptiert.

Hoffentlich findet diese unselige Politik der Handelsbeschränkungen zwischen der EU und Südamerika nun bald ihr Ende, so dass es wirklich Freihandel geben kann.

ex-lax

Was ist daran so schlimm das sich einige Länder abschotten?
Ich finde das sehr gut. Sie haben gesehen was die Krake Europa weltweit macht, nämlich benutzen und ausbeuten.
Europas Banken machen alles kaputt und werden dadurch immer reicher. Allerdings halt nur sie, niemand sonst.

Über Argentinien und Brasilien kann man immer wieder lesen wie gut es dort läuft und es wirtschaftlich immer besser wird, auch für die Bevölkerung. Ich hoffe das bleibt ihnen auch erhalten.

Die "Abschottung", wie das fast schon abwerten genannt wird, ist deren Schutz davor, überrannt zu werden. Sehr gut.

Die Globalisierung nützt nur ganz ganz wenigen, die allermeisten gehen dadurch in die Armut. Und das wollen diese Länder halt nicht. Bravo !

r.l.
Merkels Definition von Protektionismus

«... Auch in Zeiten, in denen wir Schwierigkeiten haben, darf niemand denken, dass er durch Protektionismus diese Schwierigkeiten besser bewältigen wird." Das war ein klarer Seitenhieb auf Argentinien, Brasilien und einige andere lateinamerikanische Länder, die sich zunehmend gegen ausländische Importe abschotten.»

Da benutzt Frau Merkel aber eine sehr spezielle Definition von Protektionismus.

Protektionismus ist nach ihrer Definition wahrscheinlich nur das, was Deutschland daran hindert, in diese Länder zu exportieren.

AlterSimpel
Eine Menge Forderungen

stellt die EU da.
Nur warum sollte Südamerika darauf eingehen, wenn europäische Unternehmen jetzt schon 600 Mrd pro Jahr investieren.
Und China als größter Handelspartner scheint sich auch nicht an irgendwelchen Beschränkungen zu stören.

Und Investitionssicherheit? Die südamerikanische Variante funktionierte in der Vergangenheit meist problemlos: bestochene Militärs oder Polizeiführer vertrieben auf Geheiß von ausländischen Unternehmen Anwohner von ihrem Land oder schlugen Proteste gegen Umweltsauereien gewaltsam nieder.

Der Nutzen dieser Wirtschaftsveranstaltung für die südamerikanische Bevölkerung und auch für die europäischen Bürger erschließt sich nicht sofort.
Es ist eher das alte Verprechen, daß wenn es erst mal Investoren und Unternehmen gutgeht, es irgendwann auch den Bürger besser geht.
Es wäre allerdings schön, wenn auch für die Bürger in diesem Punkt eine "Rechtssicherheit" angestrebt würde.

AK47
Subventionen

Bevor die reichen Staaten nicht ihre Subventionen abbauen, würde ich kein Freihandelsabkommen unterzeichnen.

Don-Corleone
EU_lateinamerika-Gipfel vereinbart Abbau .

Warum fördert Merkel

nicht ein Handelsabkommen m. Kuba ?

Oder muß sie erst den Großen Bruder fragen ?

einfach nur noch absurd u. lächerlich ...

Und dann bemängelt man, das Kuba nicht vorwärts kommt ,

welche eine Scheinheiligkeit seitens d. Deutschen Regierung

u. Anderer !

Gast

Nachdem China sich schon halb Afrika unter den "Nagel gerissen" hat, sollten die Europäer mit Lateinamerika schneller und umsichter handeln um nicht wieder den Zuschauerplatz einnehmen zu müssen.

Gast
Wir verlieren den Anschluss wg. der Globalisierung…

Nach in Südamerika ein Jahr studiert habe, musste ich leider folgendes feststellen:
- Deutschland hat den Markt schon an China, Korea und Japan verloren.
- Jegliche Deutsche und EU –Hilfen stehen in keiner Verbindung mit der LA-Bevölkerung:
o Leider merkt man von den Hilfen nichts. Ich finde allerdings bei so starker Unterstützung (im Verhältnis zu anderen Ländern) wie die EU leistet, sollte doch zumindest die Bevölkerung wissen, dass wir helfen (Marketing wie US-AID).
- Nach einer Zeit in LA merkte ich, wie die Verhältnisse der Handelswage pro Land stehen. China und Korea haben den stärksten Marketshare und leisten dabei verhältnismäßig geringe Hilfen, denen ist völlig egal wie es der Bevölkerung geht. Dabei werden Autos importiert mit Labels wie Hyundai-Blue Technology (BlueTech Imitation) ohne die Internationale Markenkonventionen zu respektieren. Wie gewöhnlich werden die Märkte auch hier mit Werbung und Produkte überflutet (wie in Dland z.B. Samsung).

Gast
Wir und die Globalisierung…

Deutschland spielt in LA keine richtige Rolle mehr, einfach ausgedrückt: Wir erhalten keine Gegenleistung für unsere Leistungen.
- Die Korruption in den LA Ländern ist enorm, und somit schaffen es andere Länder mit Handelsabkommen wie TLC (Trato de Libre Comercio) mit anderen mittel etwas vom Markt zu erhalten.
- Mein-Fazit: Ich denke wir sollten weiter unterstützen, doch sollten wir uns auf die Länder konzentrieren wo es Reziproke ist, da wir ja leider nicht die Mittel habe um Wohlstand für die ganze Welt zu sorgen. Des Weiteren sollte die EU auch unsere Marktanteile auf dem ganzen Kontinent zu erhöhen (Kernkompetenzen durch Bildung fördern), dies bringt wieder ein Input und somit haben wir wieder die Möglichkeit in LA bei den Kernsäulen (Bildung, Sicherheit, Gesundheit) zu helfen um die Länder aus der Armut zu bringen. Des Weiteren bin ich mit Grenzen öffnen nicht ganz einer Meinung, das Verhältnis muss stimmen um Bilateral davon zu profitieren (siehe S-Korea).