Kommentare

Vielleicht ist ja Spanien bald das neue Billiglohnland

und lockt Investoren an, damit dort Fernseher und Kühlschränke zu Löhnen wie in Polen oder Ungarn gefertigt werden können.

6 Mio Arbeitslose in

6 Mio Arbeitslose in Spanien?

Na und, die hat Deutschland auch.

Nichtsdestotrotz, hier werden Fachkräfte gesucht!

Sagt Ursula von der Leyen und andere Spitzenpolitiker....

Kann gar nicht sein

Unser Finanzminister und auch das Weltwirtschaftsforum haben die Krise für überwunden erklärt. Deswegen kann es sich hier nur um einen Fehler handeln, genauso wie die Zahlen die in uns in Zukunft berichtet werden.

Weil ein Finanzminister, oder überhaupt unsere wirtschaftliche Eliten, wären in ihrer Position völlig untragbar, wenn sie an der Realität vorbei regieren würden.

In Spanien ist Rezession!

Die PP mit Rajoy hat in Spanien wirklich alles unternommen um den Geldadel zu schützen. Heute hat man festgestellt, das nur noch ein STück vom Kuchen da ist und anstatt neu zu backen wird gerade darum gekämpft wer es bekommt. Die letzten ARbeitsmarktreformen hatten nur ein Zeil, und zwar das Kündigungsschutzrecht auszuhebeln und dieses in einer Zeit der Rezession. Die Preise für alle Waren bleiben stabil, o Wunder, die können mit dem Euro auch gar nicht günstiger werden. Seit 1998 hat Spanien ein Handelsdefizit und profitierte von ausländischen Kapital was seit der Euro-Idee 1995 nach Spanien floss und das heute alles wieder aus Spanien herausfliesst. Kapital wird von Europa gepumpt, was dann die Neuverschuldung anwachsen lässt. Der Tourismus ist der einzige Ausweg, aber bei den PReisen ist man doch nicht Konkurrenzfähig gegen andere Länder. Die Wahl zwischen 20 Jahre Zinsen zahlen oder Peseten einführen und dann 2 Jahre leiden. Wir werden sehen!!!!

Staatliche Sparmaßnahmen

Wäre es nicht interessant, wenn das Weltwirtschaftsforum sich der Realität gestellt hätte und in Spanien abgehalten worden wäre.

Dann hätte Herr Cameron mit seiner Forderung nach Steuersenkungen für Unternehmen, und damit nach weniger Geld für den Staatshaushalt, auch gleich die Folgen seines Vorschlags begutachten können.

Und dann hätten die Weltenlenker auch gleich den interessierten spanischen Arbeitslosen erklären können, was sie demnächst produzieren sollen, um wachsen zu können.

Aber das hätte sich die Wirtschaftselite dann wohl nicht getraut: zu hoch wären die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen geworden.

So bleiben die Spanier also selbst Schuld, weil sie dem Staat vertraut und nicht jedes Jahr aufs neue (und auf eigene Kosten) eine Ausbildung im aktuellen Wachstumssegment absolviert haben.

Während Frau Merkel gern vom Ehrenamt spricht, scheint für die spanische Gesellschaft das Motto zu lauten: "Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner".

@ Nana

Sie schreiben:
"Unser Finanzminister und auch das Weltwirtschaftsforum haben die Krise für überwunden erklärt. Deswegen kann es sich hier nur um einen Fehler handeln, genauso wie die Zahlen die in uns in Zukunft berichtet werden."

Dass die Krise im wesentlichen ihren Tiefpunkt überschriten hat und es schon wieder bergauf geht steht doch auch in der Meldung. Denn in der Wirtschaft wird kaum noch entlassen. Dort zeigen sich nämlich schon Erholungstendenzen.
Das Problem Spaniens ist (ähnlich wie in Griechenlans) ein extrem aufgeblasener öffentlicher Bereich gewesen. DORT gingen vor allem Arbeitsplätze verloren durch die staatlichen Einsparungen.
Und das war richtig, denn der Staat kann nicht dauerhaft überproportional mit Steuergeldern Arbeitsplätze finanzieren die offensichtlich nicht gebraucht wurden.
Das gab es in der DDR und hat zum Staatskonkurs geführt.
Das braucht Europa nicht!

Wer sich genauer mit der Wirschaft von Portugal, Spanien und Italien befasst sieht die Reformerfolge!

Die Regierung hat Besserung erwartet

Wo soll die Besserung denn herkommen?

Kopfkratz

Ob das eventuell IRGENDETWAS mit der Gemeinschaftswährung Euro zu tun haben könnte? Wer meine Beiträge liest, weiß, dass ich hier tausende Zeichen platzieren könnte aber leider fehlt mir gerade die Zeit.

Denken Sie nochmal darüber nach, wie die Situation VOR der Euroeinführung war. Und stellen Sie sich vorbehaltlos die Frage, ob die gemeinsame Währung für unterschiedlich wettbewerbsfähige Volkswirtschaften sowie die fehlende Möglichkeit der Abwertung in Landeswährung gegenüber den Hauptimporteuren eventuell etwas mit der Rezession in Süd-Staaten zu tun haben könnte ...

Idee: Blühende Landschaften im Osten?
Realität: Siechtum dank Soli-Geldtransfers

Idee: Der Euro funktioniert
Realität: Die Süd-EU-Länder sind MIT dem Euro immer weniger wettbewerbsfähig und können nicht mehr abwerten

@Bernd1

Eine wichtige Erkenntnis von Keynes war, dass sich ein wirtschaftliches Gleichgewicht auch auf sehr niedrigem Beschäftigungsniveau einstellen kann und die Arbeitslosigkeit daher nicht abgebaut werden kann.

Eine mögliche Konsequenz daraus wäre eine Deflationskrise, wie in den frühen 30ern, die in noch höheren Einsparungen und damit höherer Arbeitslosigkeit münden kann. Und wer soll dieses Geflecht der sich selbst verstärkenden Krise auflösen?

@Bernd1

"denn der Staat kann nicht dauerhaft überproportional mit Steuergeldern Arbeitsplätze finanzieren die offensichtlich nicht gebraucht wurden"

Das ist falsch dargestellt, denn das klingt so als würde der Staat keine Dienstleistung und keinen Mehrwert bringen. Bringt er aber!
Des weiteren stimmt es auch nicht das in der freien Wirtschaft alle Arbeitsplätze für die freie Wirtschaft arbeiten. Sie vergessen die Buchhaltung deren wichtigste Aufgabe es ist, den Staat und dessen Forderungen "zufrieden" zu stellen!

Auch unterschlagen Sie ganz nebenbei, das im Kapitalismus das Kapital erheblich zur Wirtschaftsleistung beiträgt. Denn dieses sorgt dafür, das andere zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen, die davon erst mal nichts haben. (ob ich 6 Prozent Zinsen Zahle oder keine, ist ein wesentlicher Unterschied!)

Und bitte lassen Sie die DDR aus dem Spiel, denn die historischen Hintergründe, wirtschaftlichen Vorraussetzungen und politischen Zielrichtung ist mit heute nicht mehr vergleichbar.

Passt doch

Wenn es hier mit der Geburtenrate so weiter geht, wäre es doch für alle gut, wenn junge Spanier hier her kommen können. Sprache is zwar ein Problem aber das sollte doch machbar sein.

@ Bernd1

von welchen Reformerfolgen redest du, die so gut angekommen sind? Die meisten Einsparungen wurden im Sozialsektor und Bildung vorgenommen. Wir sind hier soweit, das in Valencia nicht einmal mehr Insolin in einer Aptheke verkauft wird und sowieso kaum noch Medikamente vorhanden sind. In Jerez hat die Feuerwehr und die Polizei kein Kredit mehr bei den Tankstellen und die Streife geht zu Fuß. Ist natürlich nur eine Ausnahme , versteht sich von selbst. Entlassen wird hier im Staatssektor fast keiner, nur Löhne gesenkt und das 13 Monatsgehalt gestrichen. Luxussteuer und das Vermögenssteuer , sowie das jetzt auch mal die Millionäre zur Kasse gebeten werde anstatt ihre Millarden in der Schweiz zu parken, wurde hier nie als Reform gefordert. Jeden Tag schließt hier eine Firma und die Arbeitslosenzahl wächst täglich. Die Millarden die sich SPanien geliehen hat sind verpufft. Das Land verelendet und in Spanien ist die Krise gerade am Anfang.

@Seacow

"Vielleicht ist ja Spanien bald das neue Billiglohnland"

War es und ist es immer noch!
Mit dem Unterschied das der Reiche (z.B. Deutschland) dem Armen (in dem Fall Spanien) etwas für horenten Zins gegeben hatte, was er nicht brauchte und dies nun absolut zurückfordert.
Mit anderen Worten, gab der Herr dem Knecht ein zweites Pferd, das dieser eigentlich nicht reiten konnte, verlangte für eine gewisse Dauer keinen Ausgleich und fordert nun das Pferd aber mit Zins zurück. Dem Knecht war aber nicht bewusst, das er über den Tisch gezogen wurde. Dies ist die praktische Basis der EU die im absoluten Wiederspruch zur theoretischen Basis steht.

@13:41 — Bernd1

Das Problem E ist (ähnlich wie in GR) ein extrem aufgeblasener öffentlicher Bereich gewesen

Nein, das Problem Spaniens war analog zu GR ein extremes Einkommenswachstum das durch Produktivitätszuwächse nicht gedeckt war. Im Verbund mit niedrigen Zinsen und überbordender staatlicher und privater Kreditaufnahme führte das am Ende zu einer Bau/Immobilienblase.
Die "Krise" wurde wesentlich durch die Existenz des politischen Kampfmittels "€" befeuert, genauso wie deren Beendigung dadurch verhindert wird.

Eine Währung/ein Zinssatz für unterschiedliche Volkswirtschaften und Nationen wird nie funktionieren.
Es sei denn, ein devoter und substantiell produktiver Teil eines solchen Zwangsgebildes für andere zu blechen bereit. Einer nennt das Solidarität der andere Dummheit.

Die Erfahrung des "Länderfinanzausgleichs" zeigt aber, dass Zahler tendenziell eine sterbende, während Empfänger eine "aufblühende" Spezies sind. Final werden Zahler ganz demokratisch totgemolken.

Was passiert hier in Südeuropa eigentlich?

Es gibt einen tollen Dialog bei Phoenix den man sich heute noch auf Videoplattformen im Internet anschauen kann.
DAs IFO Isntitut München bezieht Stellung zum Drama in Südeuropa.
Prof. Hans-Werner Sinn - Im Dialog vom 14.12.2012

Gefährliche Entwicklung

Wenn man bedenkt das die junge Generation ja für Aufbruch und Rebellion steht, sind die Zahlen schon bieblich böse!
Kommen hier noch die falschen "Organisatoren" zusammen, simd ganz schnell sämtliche Werte in der Tonne.
Bei solchen Zahlen noch nach Schuld bei den Betroffenen zu suchen, ist daher nicht nur naiv, sondern gefährlich ignorant. Aber koste es was es wolle, wir halten an unseren Prinzipien fest, als gäbe es sie schon immer!

Es ist mir unverständlich ...

wie man nicht verstehen kann, das die Zeiten der Vollbeschäftigung endgültig und für alle Zeiten vorüber sind.

Es wird keine Vollbeschäftigung mehr geben.

Da sollte man dann doch anpassen, oder? Unser Gesellschaftssystem war für das industrielle Zeitalter vermutlich gut angepasst, wo sich Menschen anhand ihres Arbeitsplatzes definierten. Deswegen u. a. die Plagiatsdoktoren, die sich darüber Anerkennung erheucheln.

Für unser jetziges Zeitalter ist das jedoch denkbar ungeeignet. Zum einem arbeiten von 10 Menschen nur noch 4, davon 2 produktiv. Zum anderen hat die Automatisierung dazu geführt das viele Arbeitsplätze entfallen.

Nun haben wir zwei Möglichkeiten, gegen die Automatisierung ankämpfen, und Menschen in Prekärbeschäftigung pressen, oder unser Gesellschaft den veränderten Bedingungen anpassen.

Weiterhin trägt die Finanzblase ebenfalls zu diesem Problem bei, da die Wirtschaft dem exponentiellen Geldwachstum, und damit die Zinslast, nicht mehr nachkommt, daher die Wachstumford.

@Bernd1

Auch ich muss da nochmal anknüpfen:
"Das Problem Spaniens ist (ähnlich wie in Griechenlans) ein extrem aufgeblasener öffentlicher Bereich gewesen."
Nein, das Problem Spaniens war, neben mangelnder Insdustrialisierung und 20 % Arbeitslosigkeit vor dem Euro-Boom, ein Immobilienboom mit ausländischem Kapital "dank" Euro, worauf, als die Zinsen anstiegen, die Banken gerettet werden "mussten", die ihrerseits aus Dankbarkeit fürs Retten die den Zins nicht mehr zahlen könnenden Eigenheimkäufer vor die Tür setzten, als mangele es in dem Land an leerstehenden Wohnungen.
Der spanische Staat war vor der Krise weniger verschuldet als der deutsche. Einen "aufgeblasenen öffentlichen Bereich" hat Dänemark, die sind damit sehr glücklich.

Es wird immer nur beim kleinen Mann gespart

In den gesamten kriesen Ländern werden nur wieder Banken und ihre Aktionäre auf dem Rücken der Mittel und Unterschicht gerettet. Die Sozialleistungen werden gestrichen die Arbeitslosenquoten steigen aber Hauptsache die Superreichen können weiter im saus und brau leben zu kosten der normalen Bevölkerung. Und müssen dabei noch nicht einmal Vermögenssteuern oder erhöte Spitzensteuersätze ertragen.

Selber Schuld

Die Krise in Spanien ist hausgemacht. Das Volk hat wie in Deutschland auch über ihre Verhältnisse gelebt. Jetzt kommt die Quittung dafür.
Das grösste Übel ist aber die Korruption. Wenn man mal sieht was die Politiker sich in die eigene Taschen scheffeln wird einem schlecht. Das Volk müsste mal bei den Politikern aufräumen und alle die Korrupt sind (und das sind fast alle) in den Knast stecken.
Flughäfen, wo keine Flugzeuge landen.
Autobahnen wo keine Autos fahren oder die Strassen ins Nirvana enden.
Schienenstrecken die neu gebaut wurden und jetzt verrotten.
Das sind alles Projekte, wo sich Politiker ein Denkmal setzten wollten.
Das schlimmste ist ja, dass das Volk einfach nicht sehen will, wie korrupt die Politiker sind. Also:
Selber schuld

Virgo

Es gibt auch eine dritte Möglichkeit.

Nämlich, eine Automatisierungsabgabe die alleine vom Unternehmer zu zahlen wäre einzuführen, die dann ausschliesslich sozialen Zwecken zufließt.

Aber da weiß man sich zu wehren.

Gibt es irgenwo in Europa

ein schlimmeres Beispiel für das hirnlose Zocken zu Lasten der Bevölkerung ? Hat sich da schon mal jemand entschuldigt ? Eine Wiedergutmachung würde leider jedes darstellbare Maß überschreiten.

@ 14:07 — COJO

Sie schreiben:
"Auch unterschlagen Sie ganz nebenbei, das im Kapitalismus das Kapital erheblich zur Wirtschaftsleistung beiträgt."

Nein, das unterschlage ich nicht sondern das bestätige ich sogar gerne.
Und vor allem sorgt das Kapital dafür dass Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden können, denn ohne Kapitaleinsatz ist das nicht möglich. Jeder Arbeistplatz bedingt eine Infrastruktur die Geld kostet!
Wenn aber der Staat dieses Kapital einsetzt um Arbeistsplätze zu schaffen oder erhalten muss er dafür Steuern einnehmen oder Schulden machen (wie die DDR).
Und das ist ein großes Problem vieler Staaten!
In Spanien, Griechenland und Portugal wurden unter anderem Haushaltseinsparungen erzielt durch Personalabbau im öffentlichen Breich und das ist richtig.
Das wäre allerdings auch in Deutschland teilweise noch nötig!

@ HartAberWahr

Sie schreiben:
"Nein, das Problem Spaniens war analog zu GR ein extremes Einkommenswachstum das durch Produktivitätszuwächse nicht gedeckt war. Im Verbund mit niedrigen Zinsen und überbordender staatlicher und privater Kreditaufnahme führte das am Ende zu einer Bau/Immobilienblase."

Stimmt, der extreme Einkommenszuwachs war eines der Probleme, welches aber schon im Bereich der privaten Wirtschaft korrigiert wurde. Deshalb läuft die ja auch schon wieder besser.

Die überdimensionale Immobilienfinanzierung auf Kredit hat zur Krise der Banken geführt, auch das ist richtig.
Aber der Staatshaushalt wurde, wie in Griechenland, durch viel zu viele öffentliche Arbeitsplätze belastet, deren Abbau jetzt im wesentlichen die Arbeistlosenzahl erhöht hat. Das steht ja auch so oben im Artikel, was scheinbar viele Kommentatoren einfach überlesen um ihre negativen Vorurteile erhalten zu können. Es gibt immer mehrere Gründe für einen Gesamtzustand und die höhere Arbeistlosenzahl kommt vom Staat!

@15:53 — Manfred Korte

Sorry, verstehe ich nicht.

Was meinen Sie mit "Zockerei" im Falle von Spanien? Das ausreichen von Hypothekendarlehen?

In praktisch allen Ländern in denen es sehr schwer ist Mitarbeiter zu entlassen gibt es extrem viele befristete Arbeitsverhältnisse, zum Beispiel in Spanien und Italien, wo das Problem schon viele Jahre vor der Krise bestand. Vor allem ist aber in all diesen Ländern die Jugendarbeitslosigkeit extrem groß. Diese Probleme sind vor allem neben Italien, Spanien und Griechenland auch in Frankreich zu beobachten.

In Spanien kommt es regelmäßig vor, dass Unternehmen Insolvenz anmelden müssen weil sie keine Leute entlassen können oder weil sie so hohe Abfindungen zahlen müssen dass sie sofort insolvent sind.
Die Regierung hat deshalb die Abfindungen auf ein Jahresgehalt gesetzlich begrenzt, was sicher noch lange nicht als flexibler Arbeitsmarkt zu bezeichnen ist.

In Italien stellen kleine Unternehmen keine weiteren Mitarbeiter aufgrund des Kündigungsschutzes ein.

Für genau solche Probleme sind ausschließlich die Gewerkschaften verantwortlich.

So etwas muss zwangsläufig in einer Krise enden

16:07 — Bernd1

Das mit dem aufgeblähten öffentl. Sektor war mir so nicht bewusst.

Tickende Zeitbombe

In Spanien (oder z.B. Italien) werden die jüngeren Menschen meist noch durch die Familie aufgefangen, in der es unter den heutigen "Alten" noch Menschen gibt, die z.B. ordentliche Renten beziehen. Doch diese Generation wird aussterben und heutige Arbeitslosigkeit und Erosion der staatlichen Sozialsysteme werden dafür sorgen, dass auch die familiären Fürsorgesysteme zusammenbrechen werden. Spätestens dann ist der Schmelzpunkt erreicht und es fliegt uns eine Generation verlorener, junger Menschen in Europa um die Ohren.
Das ist alles erkennbar und wohl auch bekannt, alleine die Dimension und der vermeintliche Abstand zur Zukunft scheint die Verantwortlichen heute zu hemmen, umfassend Massnahmen einzuleiten. Ein erster Schritt wäre die Menschen auf eine Epoche dramatisch sinkenden Wohlstandes ehrlich vorzubereiten. Das ist zwangsläufig durch den schnellen wirtschaftlichen Aufstieg von Staaten, die den "Etablierten" Wohlfahrtsanteile "wegarbeiten". Die Umkehrbewegung wird Jahre dauern.

@Bernd1: "offensichtlich nicht gebraucht wurden"

"Und das war richtig, denn der Staat kann nicht dauerhaft überproportional mit Steuergeldern Arbeitsplätze finanzieren die offensichtlich nicht gebraucht wurden."

Diese vermutete Offensichtlichkeit will mir nicht ganz einleuchten, zumal nach so kurzer Zeit gar nicht seriös entschieden werden kann, welche Konsequenzen sich abzeichnen.

Nehmen sie zB Angestellte in Bauaufsichtsämtern oder Gesundheitsbehören.
Bei ersteren wird sich ihr Fehlen vielleicht erst in Jahren zeigen, wenn Baufälligkeit möglicherweise Menschenleben bedroht oder gefordert hat.
Und mangelnde Hygiene in der Gastronomie wird sich vielleicht offiziell gar nicht zeigen, nur eben in murrenden Mägen und in Kosten im Gesundheitsbereich. Ob der etwaige Tod eines älteren Menschen dann mit verdorbenem Essen in Verbindung gebracht wird, ist fraglich.

In diesen Bereichen der Vorsorge und der Sicherheit greift eben die kurzsichtige Logik des Marktes nicht. Das aber sind zentrale Punkte eines Gesellschaftsvertrags.

@Bernd1: Staatsbankrott

Dass die DDR bankrott war, ist schlichtweg falsch. Lesen Sie dazu z.B. einen Artikel der Uni Bremen:

memo.uni-bremen.de/docs/m2706b.pdf

Darin steht u.a. "Die tatsächlichen öffentlichen Schulden 1990 je Einwohner der DDR betrugen danach 35,9 % derjenigen der westdeutschen Bürger."

Später gab es Statistiken die einige Umrechnungsposten der DM-Währungsunion hinzu addierten, um die Schulden drastisch zu erhöhen.

Die DDR selbst war aber nicht bankrott, sie hatte weniger Schulden als die BRD. Die Wende war ein politischer Akt.

Marktwirtschaftlich produzierte Verelendung

Fast sechs Millionen Menschen (26,02 Prozent) müssen sich in Spanien hauptsächlich deswegen als Arbeitslose durchs Leben schlagen, weil der Exporteuropameister Deutschland etliche spanische Marktwirtschaftsunternehmen niederkonkurriert hat.

In Deutschland haben die Unternehmer mit Unterstützung des politischen Herrschaftspersonals den Kostenfaktor namens Lohnabhängiger dermaßen verringert, dass die Lohnstückkosten hierzulande so niedrig sind wie sonst nirgendwo in Europa. Infolgedessen konnten kostengünstige Waren aus Deutschland viele europäische Märkte erobern, indem sie einheimische Waren verdrängten. Darum mussten beispielsweise spanische Unternehmen ihre Warenproduktion drosseln oder gar einstellen, sodass massenhaft Spanier ins Elend der Arbeitslosigkeit gestoßen wurden.

Geschuldet ist die Verelendung in Spanien und andernorts mithin keinem aggressiven deutschen Nationalcharakter, sondern der menschenunfreundlichen Marktwirtschaftslogik.

Die vergessene junge Generation

Der europäische Druck auf die vielen Nehmerländer ist enorm und ich frage mich anhand der Arbeitslosenzahlen was die Politiker in Brüssel eigentlich wollen.
Was können die jungen Menschen dafür, dass sie aufgrund der hohen Sparmaßnahmen keine Arbeit finden und ihre Heimatländer zu tausenden den Rücken kehren. Ist das so gewollt? Waren die Euroexperten nicht qualifiziert genug um diese Entwicklung vorherzusehen. Die jetzige Generation in den Schuldenländern will auch menschenwürdig Leben, eine Familie gründen und Kinder sorglos großziehen. Sie wollen nicht 20 oder 30 Jahre warten und nur Almosen empfangen. Die Versprechungen sahen anders aus.

Wiesengrund: Niederkonkurriert

"Fast sechs Millionen Menschen (26,02 Prozent) müssen sich in Spanien hauptsächlich deswegen als Arbeitslose durchs Leben schlagen, weil der Exporteuropameister Deutschland etliche spanische Marktwirtschaftsunternehmen niederkonkurriert hat."

Objektiv und langfristig betrachtet stimmt das auch. Nun stellt sich mir die Frage, warum die Südländer trotzdem Parteien wählen, die den Verbleib im Euro unterstützen. Entweder das Volk hat die Mechanik gar nicht verstanden oder sie hoffen auf eine Transferunion.

@ wiesengrund

Sie schreiben:
"Fast sechs Millionen Menschen (26,02 Prozent) müssen sich in Spanien hauptsächlich deswegen als Arbeitslose durchs Leben schlagen, weil der Exporteuropameister Deutschland etliche spanische Marktwirtschaftsunternehmen niederkonkurriert hat."

Können Sie bitte auch mitteilen wie dieses "niederkonkurrieren" so funktioniert?
Erstens steht in der obigen Meldung dass die zusätzlichen Arbeitslosen der letzten Jahre NICHT aus der Wirtschaft sondern aus dem Bereich der öffentlichen Arbeitnehmer kommt.
Und zweitens ist es schwierig andere Unternehmen "nieder zu konkurrieren" wenn dort die Arbeitnehmer nur gut die Hälfte der deutschen Einkommen haben, wenn nicht generelle Probleme existieren die mit der Konkurrenz weniger zu tun haben!

Einkommen eines Industriearbeiters 2010 laut eurostat:
Spanien = 26.568,- €
Deutschland = 41.000,- €

Übrigens werden viele Zulieferungen für unserer Exportprodukte in Spanien, Portugal etc. gefertigt. Die profitieren von unserem Export mit!

Gibt es in Spanien auch so viele...

Gibt es in Spanien auch so viele Maßnahmen für Arbeitslose wie in Deutschland (z.B. 1 Euro Jobs)? Gruss

@wiesengrund; China vergessen!

Ist Deutschland dann auch daran Schuld, dass viele Industriebetriebe in z.B. Griechenland und Italien nach Fernost umgezogen sind und diese Waren dann nach Europa exportieren? Hierin liegt auch das große Problem für Europa, die insgesamt zu geringe Wettbewerbsfähigkeit, vor allem zur VR China. Wenn Deutschland mehr Importiert, dürfte der Großteil der neuen Importe weniger von europäischen als von chinesichen Firmen geliefert werden. Illegale Subventionierung chinesischer Firmen durch das Reich der Mitte machen es neben Lohndumping möglich!

Bernd1: Industriearbeiterlöhne

Sie müssen aber wissen, dass man die Löhne nicht direkt vergleichen kann, weil in einer deutschen Fabrik wegen Automatisierung vielleicht nur halb so viele Arbeiter arbeiten. Daher berücksichtigt man auch die Produktivität. Wissenschaftler vergleichen dann am Ende die Lohnstückkosten und nicht die absoluten Löhne.

Und bei den Lohnstückkosten sind die Südländer in der Tat zu teuer, verglichen mit Deutschland.

kein problem

Über den esm werden alle kosten hierfür an den deutschen steuerzahler weitergereicht! Schöne neue euro welt

Sicher ist nur, daß Spanien

Sicher ist nur, daß Spanien bei einer allgemeinen Arbeitslosigkeit von 25% und einer Jugendarbeitslosigkeit von 50% in so schwere wirtschaftliche Wirren geraten ist, daß die alberne Beschwörung von Marktkräften dem Land nicht auf helfen wird; hier muß der Staat handeln, doch dieser hat seine Finanzen in Unordnung gebracht und muß nun schon das europäische Ausland, um Geld anbetteln, weil ihm in der Not niemand etwas leihen will, was schon immer die Unsitte der Geldverleiher gewesen ist.
Wichtig ist hier vor allem, daß eine Verelendung des Volkes vermieden wird, sprich man Obdachlose in ohnehin leer stehenden Häusern und Wohnungen einquartiert und man eine notdürftige Versorgung mit Nahrungsmitteln und Gebrauchsgütern sicherstellt; da Spanien reich an Bauruinen ist und zudem eine recht ertragreiche Landwirtschaft betreibt, sollte dies kein Hexenwerk sein. Ist dies getan, so beginnt der schwierige Teil: Die allmähliche Hebung des Gewerbes und des Volkswohlstandes aus eigener Kraft.

WIrtschaftskrieg gegen Europa

Wiesengrund hat recht: Deutschland führt einen unerbittlichen Wirtschaftskrieg vor allem gegen die Südländer. Die Leute da verlieren ihren Job und verarmen. Sie verstehen die Zusammenhänge nicht, deswegen wird das auch ewig so weiter gehen.

Grund sind die geringe Inflation in Deutschland und die Dumpinglöhne. Und das wird sich noch ganz erheblich verschlimmern, wenn die Wahl erst gelaufen ist.

Arbeitslos durch Wettbewerb

Wettbewerb in einer golbalen Welt ist für den Westen ein runinöses Unterfangen, das den sozialen Frieden und die politische Stabilität mittelfristig gefärdet.
Aus dem Wettbewerb der Unternehmen und Ideen, ist weltweit ein Wettbewerb um die billigsten Löhne geworden.
Lohnabwärtsspiralen und Arbeitslosigkeit sind ein deutliches Symptom, insbesondere die Jugendarbeitslosigleit! - denn wer stellt einen teuren Europäer ein, für den er auch noch Vorsorgeleistungen erbringen soll, wenn er dafür einen Chinesen, Inder oder Bengalesen für einen verschwindenden Bruchteil für sich arbeiten lassen kann? Der ausbeutende Kolonialismus funktioniert auch aus der Ferne!
Nun soll Europa wettbewerbsfähig gemacht werden- als wenn wir nicht schon längst dabei wären, diese Ankündigung kann nur als letztes Hallali vor der abschließenden Jagdt auf die Löhne in Europa gemeint sein. Die Arbeitslosigkeit ist ein beliebtes Druckmittel damit Menschen bereit sind auch für nichts zu arbeiten, hautsache Arbeit.

@ Trecker -- Danke!

Sie schreiben:
"Sie müssen aber wissen, dass man die Löhne nicht direkt vergleichen kann, weil in einer deutschen Fabrik wegen Automatisierung vielleicht nur halb so viele Arbeiter arbeiten."

Vielen Dank für diesen Hinweis.
Sie haben vollkommen Recht und das habe ich auch schon vielfach hier geschrieben. Bevor ich in Rente ging war ich sehr viel im europäischen Ausland tätig und ich kenne diese Unternehmen in Spanien, Griechenland. Italien etc. in denen teilweise seit Jahrzenhnten nicht vernünftig in die Infrastruktur investiert wurde und in denen daher die Produktivität weit hinter den deutschen UInternehmen liegt.
Aber auch das ist nicht die Schuld der deutschen Exporte sondern der Unternehmer in den anderen Ländern.
Deutsche Unternehmen investieren rechtzeitig in die Modernisiserung der Produktionsanlegen und sind daher trotz höherer Löhne wettbewerbsfähig!
Dazu kommen viele Patente durch gute Forschung deutscher Firmen!
Ist es die Schuld Deutschlands wenn das andere NICHT tun?

@Walter Meingott

... weil ihm in der Not niemand etwas leihen will, was schon immer die Unsitte der Geldverleiher gewesen ist.

Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Ausführungen. In dieser schnelllebigen Zeit gehen so wunderschöne Binsenweisheiten gerne verloren.

Raus aus dem Euro

Es ist ja so, dass Deutschland erst andere Länder ruiniert, bisher Griechenland und Spanien, und dann für deren Zahlungsunfähigkeit einstehen muss - mit Steuermitteln. Kasse gemacht aber haben deutsche Unternehmer, und zwar reichlich. Auf der Strecke bleiben die deutschen Arbeiter und alle Steuerzahler, wenn die Bürgschaften eingelöst werden müssen. Zum Teil ist das Geld ja schon weg. Unterm Strich ist das ein riesiges Geschenk an die Unternehmen, deswegen wurde Europa ja überhaupt erst geschaffen.

Ohne vernünftige Abwertung wird es keine Rettung geben, deswegen muss einer raus aus dem Euro, die Südländer oder Deutschland. Früher hats ja auch geklappt, jahrzehntelang. Nur mit dem Euro gehts auf einmal nicht mehr?

@Kloppo - etwas voreilig

Es ist ja so, dass Deutschland erst andere Länder ruiniert, bisher Griechenland und Spanien ...

Deutschland ist ein friedliches Land. Es ruiniert niemanden, erst recht nicht Griechenland oder Spanien.

Bernd1: Deutschlands Schuld

"Modernisierung... Ist es die Schuld Deutschlands wenn das andere NICHT tun?"

Das habe ich nirgends behauptet. Aus Sicht des Wettbewerbs macht der Deutsche vieles richtig. Schon 1895 schrieb Gustave Le Bon, dass die "lateinischen Völker" eher Hilfe vom Staat erwarten, während angelsächsische Völker eher ihre eigenen am liebsten vom Staat unabhängigen Schicksale in die Hände nehmen. Deutschland steht irgendwo dazwischen, immerhin kamen die Angeln und Sachsen ja aus germanischen Gebieten.

Dennoch hat Wiesengrund Recht, dass wir die Südländer damit ausmanövrieren, ob schuldig oder nicht.

Aber Schuld haben unsere Politiker allemal, denn es gab immer vorgegebene Ziele, z.B. Inflationsziele, an die wir uns nicht gehalten haben. Nur Frankreich hat fast immer genau diese Vorgaben getroffen. Wir sind eben der eine extreme Rand und Griechenland ist der andere. Ein Ungleichgewicht herrscht in Europa allemal und der Euro verschärft das noch.

@18:51 — Kloppo - WIrtschaftskrieg gegen Europa?

Deutschland führt Witschaftskrieg?

"Wirtschaft", zumal internationale, wird außer in gelenkten Staaten wie China in aller Regel von Unternehmen betrieben, die im Besitz der Geldoligarchen der Welt sind.
Ein Staat schafft bestenfalls Rahmenbedingungen.

Dass es ein Land innerhalb von 20 Jahren vom Entwicklungsland in die Weltspitze der Industriestaaten schaffen kann zeigte eben dieses China.
Mit Ideenklau, Ausbeutung, Umweltzerstörung etc..
Höchst degoutant.

Dagegen ist das Resultat von Transfergeldsystemen a la "Länderfinanzausgleich" oder €kratistan geradezu absurd. Die Zahler finanzieren Konsum bei den Empfängern, und werden allmählich immer weniger, bis das System analog zur DDR (auch wenn weiter oben bestritten) zusammenbricht.

Damit wiederum wird Ihre Theorie interessant:
D führt Krieg, indem es anderen ein angenehmeres Leben mitfinanziert, dass diese dann davon abhält eigeninitiativ ihre Abhängigkeit durch Kreativität und Fleiß und auch Verzicht zu beenden.
Echt schräg!

Immer mehr Aufruhr

@treffer versenkt:

Griechenland und Spanien sind bereits pleite, schon vergessen? Die Leute gehen auf die Barrikaden, in den Städten brennt es. Und das wird noch viel schlimmer, weil die Ursachen nicht beseitigt werden. Stattdessen ist totsparen angesagt, sonst gibts kein weiteres Geld aus Deutschland mehr. Die Leute dort verarmen immer mehr.

Als nächstes kommt Italien dran und dann Frankreich, dann hat sich Europa sowieso erledigt. Die Südländer werden irgendwann aus dem Euro raus müssen, weils anders nicht mehr geht. Das ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit, das werden die irgendwann einsehen müssen.

Lohnstückkosten & Niederkonkurrieren

Das Mittel des Niederkonkurrierens sind die Lohnstückkosten, die in Deutschland mittels Auspressung der Lohnabhängigen so niedrig sind, dass kostengünstige Waren aus Deutschland europäische Märkte erobern, indem sie einheimische Waren verdrängen, sodass beispielsweise spanische Unternehmen ihre Warenproduktion reduzieren oder beenden, weshalb etliche Lohnabhängige gekündigt werden und als Arbeitslose verelenden.

Übrigens: Bundeskanzlerin Merkel riet unlängst dem spanischen Herrschaftspersonal in Ökonomie und Politik, die spanischen Lohnstückkosten dermaßen zu verbilligen, dass sie in der Marktwirtschaftskonkurrenz sich behaupten können.

@Kloppo - keine aktive Abwertung

Kloppo:
Ohne vernünftige Abwertung wird es keine Rettung geben ...

Vielleicht fragen Sie mal einen Volkswirt, warum ein Land seine eigene Wahrung nicht selbst abwerten kann. Zumindest dann nicht, wenn andere Menschen diese Währung frei handeln.

@ HartAberWahr

"D führt Krieg, indem es anderen ein angenehmeres Leben mitfinanziert, dass diese dann davon abhält eigeninitiativ ihre Abhängigkeit durch Kreativität und Fleiß und auch Verzicht zu beenden."

Nein erst wurde ruiniert und dann mit der Geldspritze gepäppelt bzw. beruhigt, nicht umgekehrt.

Aber es gibt auch andere Faktoren, wie etwa die Immobilien blase oder eine aufgeblähte Bürokratie, das wurde ja schon genannt.

Wenn der Euro verschwindet, normalisieren sich die Verhältnisse wieder - nach einer Übergangszeit - und alles wird wieder wie früher. Da hats ja mal geklappt.

Interessant ist doch die Frage, warum das auf jeden Fall verhindert werden soll und wer daran das größte Interesse hat.

sex_latein: Abwerten der Währung

"Vielleicht fragen Sie mal einen Volkswirt, warum ein Land seine eigene Wahrung nicht selbst abwerten kann. Zumindest dann nicht, wenn andere Menschen diese Währung frei handeln."

Das ist überhaupt nicht notwendig. Allein der Wechselkurs würde für eine Abwertung im Süden und eine Aufwertung im Norden sorgen, was ökonomisch auch richtig und gesund ist.

Die Wirkung der Notenbank wird eh überschätzt, da das neu erzeugte Geld gerne ins Ausland oder in Finanzmärkte verschwindet.

@eine sex in latein

Warum soll das nicht gehen?

Ich kann mich noch sehr gut an Lira, Drachme, Pesete etc. erinnern. Alles hoch inflationäre Währungen, die in wenigen Jahren die Hälfte ihres Wertes verloren haben, aber alle konnten damit leben, die und wir, über 40 Jahre lang.

Erst das Eurodiktat der Bankster und die Hörigkeit der Politik haben diesem friedlichen Zusammenleben ein Ende gesetzt. Jetzt herrschen Elend und Gewalt in Europa. Und das ist erst der Anfang. Da muss man kein Hellseher zu sein um zu sehen, wie es weitergeht.

Der Euro hat Europa nicht zusammengeführt, sondern zutiefst gespalten. So schimm war es noch nie in der Geschichte Europas. Von wegen wir brauchen den Euro, damit es "Nie wieder Krieg" gibt.

@ 19:41 — Trecker

Sie schreiben:
"Aber Schuld haben unsere Politiker allemal, denn es gab immer vorgegebene Ziele, z.B. Inflationsziele, an die wir uns nicht gehalten haben. Nur Frankreich hat fast immer genau diese Vorgaben getroffen."

Können Sie bitte die angeblich nicht erreichten Ziele näher benennen?
Welche Ziele hat Frankreich wann "getroffen" und Deutschland nicht?
Welchen Einfluss hat der Staat auf die Inflation?
Nach meiner Meinung einen sehr kleinen!
Die Währungsthemen hat seit der Euro-Einführung vor allem die EZB in der Hand.
Die Preise werden häufig von außen bestimmt wie bei der Energie z.B. Erdöl und Gas!

Das alles hat extrem wenig Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in anderen EU-Ländern zu deutschen Unternehmen!

@Bernd1, 17:35 - Funktionsweise des Niederkonkurrierens

Mein Kommentar (20:03) zum Zusammenhang von Lohnstückkosten und Niederkonkurrieren ist die Antwort auf Ihre Frage, was ich aber kenntlich zu machen vergessen habe.

@ Tickende Zeitbombe

@ 24. Januar 2013 - 16:43 — Lost in Information
" ... Ein erster Schritt wäre die Menschen auf eine Epoche dramatisch sinkenden Wohlstandes ehrlich vorzubereiten. ..."

Das resultiert schon aus dem unmöglichen Ressourcenverbrauch der entwickelten Länder, der weit über dem durchschnittlichen globalen ProKopf-Bedarf liegt (v.a. Energieverbrauch).
Theoretisch muss das aber nicht in einer Minderung der Lebensqualität einhergehen; im Gegenteil: Besitz belastet und Konsum macht nicht glücklich.

Praktisch sehrwohl, da sich der Wohlstand systembedingt(!) innerhalb der Gesellschaften unterschiedlich entwickeln wird; nur im Durchschnitt wird der Wohlstand sinken; während die einen sich zuünftig aussuchen können, mit welchen Sportwagen es ins Büro geht, müssen die anderen Bangen, nächsten Monat noch ein Dach über dem Kopf zu haben.

Wenn man das nicht möchte, sollte man sich zeitnah ein anderes Gesellschaftsmodell besorgen, indem Gerechtigkeit und Menschlichkeit kein Wettbewerbsnachteil ist.

Die Krise ist vorbei

Herr Schäuble hat uns doch zugesichert, dass das Schlimmste vorbei ist. Es geht aufwärts. Vielleicht haben dies die Spanier und Griechen noch nicht mitbekommen und wir sollten es ihnen einfach mal sagen. Dann geht es auch da wieder aufwärts.*Ironie aus*

Es ist schön hier zu lesen, dass immer mehr Leute merken was wirklich los ist. Wenn man aber die Wahlergebnisse des letzten Wochenendes in Niedersachsen sieht, dann hab ich jedoch keine Hoffnung mehr. Der Reset kommt in Europa und der Euro wird in seiner jetzigen Form bald Geschichte sein.

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