Kommentare

cameron

die frage sollte doch lauten wann sind den die nächsten wahlen in england. ist hier ein politiker auf stimmenfang? nur damit seine partei irgendwelche wahlen gewinnt?
ich glaube nicht das es die eu zulässt eine abstimmung des gemeinen volkes um die weitere zugehörigkeit. wurden sie den gefragt, ob sie überhaupt hieneinwollen? nun überlegen sie sich mal die sagen nein und was dann? es gibt einen flächenbrand.

Wach werden!

Der Mann hat einfach Recht. Er traut sich wenigstens DAS zu sagen, was die Mehrheit der Bevölkerung denkt. Es hätte für JEDES Land ein Referendum geben müssen. SO ist man einfach über das Volk drüber hinweg gegangen usw. Die EU kostet insbesondere Deutschland nur Geld!! Wann werden wir endlich wach??!!

///Europa verliert seinen

///Europa verliert seinen Status als Vorreiter bei Erfindergeist und Wirtschaftskompetenz///

und was hat er dagegen getan ? Viel Erfindergeist kann ich in GB nicht erkennen. Das soll mit einem isolierten GB besser sein ?

Und weiter gehts...

Was mich nicht stört ist, dass er ein Referndum in 20 Jahren abhalten will für den Fall, dass er 36x wiedergewählt werden will. Die ganze Idee war von vorne herein abstrus und zielte nur auf die rechtsradikalen in seiner Partei ab... was mich ärgert ist, dass er sich weiterhin lächerlich macht und versucht Europa weiterhin schlecht zu reden - und es genug bekloppte, auch hier, gibt, die glauben, dass DAS die richtige Linie ist.

Ich frage mich, wann die BLÖD oder andere Zeitungen anfangen in großen Lettern auch hier nach einem solchen Volksentscheid zu verlangen, weil ja Europa blöd ist und wir ja sowieso nur noch von Ausländern bedroht werden..

Dieser stetige Wandel zu nationalistischen Zielen innerhalb der EU Länder der letzten Jahren macht mir beinahe Angst, vorallem, wenn ich daran denke, dass unsere Regierung sowieso nicht ganz ohne ist, und gerne auf solche populistische Züge aufspringen würde... Gerade im Wahljahr..

vorreiter bei erfindergeist ?

also seit die briten das letzte mal was vernüftiges erfunden haben, schrieben wir anfang 19. jahrhundert.

Si tacuisses...

... philosophus mansisses

Selten so gelacht, Mr. Cameron.

Erfindergeist ist ja nun etwas, wofür die geschätzten Briten überhaupt nicht stehen.
Wer Gewichte noch in "stones" und Druck in "pounds per square inch" angibt, sollte sich überlegen, ob die EIGENE Industrie gerüstet ist für das 21. Jahrhundert.
Und Wirtschaftskompetenz: da könnte man ja noch einmal über die unrühmliche Rolle der Londoner City in den letzten Jahren räsonieren.
Je mehr Mr. C. über das Thema Europa spricht, desto mehr wünscht man ihm, dass er besser geschwiegen hätte. Dann wäre er vielleicht ein Philosoph geblieben.

Wirr

Aha: Europa hat keine Vorreiterrole mehr... Darum soll GB über den Austritt abstimmen... Es geht aber nicht um den Austritt, sondern darum, Argumente für ein wettbewerbsfähigeres Europa zu liefern - und drinzubleiben!?

Sorry, Mr. Cameron, das ist WIRR!

Interessantes Projekt

Mal völlig objektiv und rein wissenschaftlich würde mich das Experiment des Austritts und seine Folgen sehr interessieren, eher heute als morgen. Dass Herr Cameron das mit seiner Wiederwahl verknüpft zeigt aber, dass es ihm wohl nur um innenpolitische Spielereien geht, schade drum.

Was der Herr Schulz sagt, kann man genauso werten. Er muss natürlich vehemment gegen diese Position sein, denn sein Job ist die EU. Da spricht Befangenheit pur. Ich wünsche mir objektivere Aussagen in der Berichterstattung.

Wenn sie keine politische

Wenn sie keine politische Union wollen, dann müssen sie wohl gehen. Gemeinsam haben wir eine Zukunft, gemeinsam können wir Europa verändern. Und ja, da hat die EU teilweise massive Defizite, die es aufzuarbeiten gilt. Aber allein schafft das keiner.

Nur meine Meinung.

klare Worte

Das sind klare Worte von Mr. Cameron, und wo er Recht hat, hat er Recht. Frau Merkels Beruhigungsversuch, dass wir die Wünsche aller Länder berücksichtigen und einen "fairen Kompromiss" finden müssen,bringt gar nichts. Er bringt weder Erkenntnis für politisches Handeln noch Gestaltungswillen für die Zukunft.

Cameron will ein Referendum - ach, wenn das doch jemand mal für Deutschland anbieten würde...... Da sind wir weit, weit von entfernt.

Es klafft bei so manchem Thema eine große Lücke zwischen der "Kanzlermehrheit" und dem "Willen des Volkes". Hierdurch kommt auch Politikverdrossenheit.

Extrawurst für Großbritannien????

Hallo Mister Cameron,
warum steigen Sie eigentlich nicht aus der EU aus? Für die EU-Bürger ist es äußerst lästig, wenn ein Mitgliedsstaat nur auf die Vorteile der Union spekuliert und die übrigen Mitglieder die Zeche zahlen. Die einzige echte Verbindung GB zu Europa ist der Kanaltunnel, ansonsten haben Sie mit dem Kontinent doch wirklich kaum noch etwas gemeinsam. Also ziehen sie Leine und nerven uns nicht länger.

Vorreiter bei Erfindergeist und

"Europa verliert seinen Status als Vorreiter bei Erfindergeist und Wirtschaftskompetenz. Das meint zumindest Großbritanniens Premierminister Cameron"

Eieiei, die Briten sind in Sachen Erfindergeist nun nicht gerade ein Paradebeispiel, zumindest nicht mehr...

Und in Anbetracht der Tatsache dass an einem guten Teil der jüngeren finanziellen Erschütterungen der Finanzplatz London beteiligt war...

"... sich um eine neue Zustimmung zur EU in der Bevölkerung

zu bemühen."Super, er hat erkannt, was ein Prime Minister zu tun hat: auch unbequeme Wahrheiten seinem Volk zu verkaufen, denn: ohne Europa nur ein englischer Patient.

"Er plädierte für eine Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit Europas." Prima, das ist so eine Binsenweisheit, die jeder unterschreibt! "Dafür müssten unter anderem die Staatsschulden verringert und die Unternehmenssteuern gesenkt werden." Das kann England national doch wohl hoffentlich erreichen, oder haben die keine Steuerhoheit?

Flache Argumente, die innenpolitisch ein Thema aufbringen, um eigene Schwäche zu übertünchen. Das gab's schon oft in Europa. Man möge Cameron ein Geschichtsbuch in die Hand geben - vielleicht lernt er ja noch schnell genug wie gefährlich es ist auf trockener Wiese zu zündeln.

In der Montanunion hatte England noch Deutschlands Stimme gegen Frankreich - ob das 2017 reicht, sofern dann noch kompromissbereite Merkels in Deutschland regieren?

Der Mann hat in Teilen Recht!

Wer kam eigentlich auf die Idee zu behaupten, dass die Stimme Frankreichs, Italiens, Spaniens keinen Stellenwert hat gegenüber einer Stimme der Vereinigten Staaten oder Chinas? Die illusorische Idee, dass, bei völlig unterschiedlichen kulturellen und historischen Hintergründen, alle berechtigten Perspektiven und Meinungen zu einer einzigen werden ist an Naivität nicht zu überbieten. Die vorhersehbare Konsequenz einer "Gleichschaltung" mit Kraft ist die regelmäßige Anfeindung der Länder untereinander. Auf dauer funktioniert das nicht ohne dass sich Fronten bilden, so wie dies bereits heute der Fall ist.

Konkret: Weshalb sollten die Vereinigten Staaten mehr Stimmgewicht haben als Frankreich? Weil es mehr US-Amerikaner gibt als Franzosen? Dann müssten sich in der Konsequenz Europa, die USA und Südamerika zusammenschließen, um mit einer Stimme auf Chinas Niveau sprechen zu können. Völliger Blödsinn.

Der Euro spaltet, die Europa-Idee auch. Ich liebe Europa mit all seinen Unterschieden.

Schnelle Entscheidung notwendig

Cameron sollte sich im 1. Halbjahr 2013 entscheiden andernfalls sehe ich die EU in der Pflicht, den Briten die Entscheidung abzunehmen.

Was wir aktuell am allerwenigsten gebrauchen können ist Planungsunsicherheit.

Bei aller Kritik an Cameron - mit einem hat er recht

die wenigsten europäischen Länder sind bereit ihre Souverinität aufzugeben. Eine politische Union wird es wohl nie geben.
Nur mit einer politischen Union wären aber in meinen Augen die Fehler, die bei der euroeinführung gemacht worden sind, abzustellen.
Wohin wird Europa künftig gehen bzw. in was für einem Europa werden wir leben?
Die Frage ist entscheidend und betrifft jeden Bürger Europas - also laßt uns Bürger mitentscheiden.

die englaender waren schon immer allen voraus und

nun ist cameron auch wieder dabei auszusprechen wo es lang gehen sollte.

der frische wind auf der insel, also die internationale verflechtung englands, und das schnelle denken derer, ermoeglicht eine sicht von ausserhalb auf die eu, die man ruhig ernst nehmen sollte.

kein land der welt schickt so viele gut ausgebildete leute ins ausland und holt so viele herein wie england und london zeigt fuerwahr weitsicht. denn es sammelt erfahrung und meinungen von ausserhalb und befreit sich dabei von der inneren sichtweise des eu moloch.

bleibt zu wuenschen das england/ london mehr unterstuetzer fuer diese einstellung bekommt, denn im grunde genommen spricht cameron nur eine warnung an die eu aus und sagt denen das sie sich nicht in innereuropaische querelen verzetteln sollen wie das die eu und europa im moment macht.

Mal abgesehen von den pekuniären Sonderwünschen der Briten...

...hat Cameron so Unrecht nicht: wenn man bedenkt, daß hierzulande das Volk weder zum Euro, noch zu einer immer weiter betriebenen polituschen Union, noch zur Bankenrettung aus Steuermitteln durch den ESM abstimmen darf, so fällt doch auf, daß in der EU - freundlich formuliert - ein Demokratiedefizit herrscht. Man kann auch sagen: wir haben keine Demokratie.

Würde man hier das Volk abstimmen lassen, so würde die Entscheidung garantiert gegen Euro, ESM und Souveränitätsabgabe ausfallen - weshalb man uns wohlweislich die Abstimmung verwehrt.

Verstehe nicht wieso wir uns das gefallen lassen?

ich vertehe nicht, dass sich 26 Staaten von einem Staat der Eu das weder interesse hat den €uro einzuführen noch am Schengener Abkommen teilnehmen will kaum etwas in den Topf in Brüssel einbezahlt sich aber bedient wie es will erpressen lasst! Wenn die Briten aus der EU austreten wollen warum lassen wir sie dann nicht sofort gehen? Sie boykottieren mit ihrer Politik nur die anderen EU Mitgliedsländer bei ihrer Gründung der Vereinigten Staaten von Europa!
Und ich bin wirklich sehr entäuscht sowie von Französischen als auch von unseren Politikern, dass gestern fast niemand sich getraut hat den Briten offen zu sagen wenn ihr gehen wollt dann geht! Abgesehen davon ist Großbritannien mehr verschuldet als Irland Spanien und Portugal zusammen!

England ist kein leuchtendes Beispiel, dem man folgen sollte

"Europa verliert seinen Status als Vorreiter bei Erfindergeist und Wirtschaftskompetenz."

Das stimmt insbesondere für Großbritannien. Welche Spitzenerzeugnisse kommen aus dem UK. Deutschland besitzt deine sehr wettbewerbsfähige Industrie. Deutsche Autos gelten weltweit als Prestigeobjekte mit modernster Technik. Gleiches gilt bei uns für den Maschinenbau und Umweltechnologie. England dagegen kann weder mit Italien, Frankreich oder Deutschland mithalten und wäre ohne seinen Finanzdienstleistungsektor wirtschaflich schon erledigt. Auf welch tönernen Füßen dieser Sektor steht, war in der Finanzkrise zu bewundern.

England verfolgt wirtschaftlich seit Jahren die falschen Rezepte. Der Sozialstaat ist seit Thatcher überdurchschnittlich reduziert worden, trotzdem sind die Briten weit höher verschuldet als der Durchschnitt der Eurostaaten und der gesamten EU. Jetzt wollen sie Europa auch noch niedrigere Unternehmenssteuern und noch mehr Subventionen für London City aufdrängen. Nein danke

Cameron sagte: "Wenn man

Cameron sagte: "Wenn man diese Länder in eine zentralisierte Europäische Union hineinquetschen will, dann wäre das ein großer Fehler. Großbritannien möchte dann nicht dazugehören." Und das ist auch meine Meinung. Den einzelnen Ländern ist viel mehr eigener politischer Entscheidungsspielraum einzuräumen um das Neben(!)einander der Nationen zu verwirklichen. Wir brauchen kein zentrales Verbot von Glühlampen, keine Verordnung über den Zuckergehalt von Karamelbonbons oder ähnlichen sinnlosen Krmiskrams (Marmelade darf in der EU nur noch dann als Marmelade bezeichnet werden, wenn sie aus Südfrüchten ist - ansonsten muss es Konfitüre heissen).

Habe die Ehre
Gogolo

Reisende

... sollte man nicht aufhalten. Wenn sich der politischen Weitsicht parteipolitische Zwänge in den Weg stellen, denn man zu.
Im übrigen ist GB ein souveränes Land, das sehr gut entscheiden kann, wie es wohin gehen will.
Und auch die EU geht ohne den Teil GB, der aktuell mitwirkt, nicht unter.
Ohne den präferierten Zugang zum Markt EU kann GB nicht, und die Innovationen dieses Landes scheinen sich ohnehin auf Finanzderivate reduzieren zu lassen.

Was er sagt geht in Ordnung...

Im gegensatz zu vielen anderen " Demokratien" in Europa fragt er seine Landsleute ob sie möchten.
Andere haben alles im alleingang ohne ihr Volk zu fragen gemacht und dazu noch eine Währung eingeführt wo es den Menschen heute schlechter geht als vor der Euroeinführung.
Warum soll es nicht möglich sein gute nachbarn und freunde zu sein muss man dann unbedingt genötigt ja erpresst werden mit einem auch das " Bett" zu teilen?
Aber so ist dieses Europa konstruiert "mach was wir wollen oder wir haben gar nichts mehr miteinander zu tun"

Jeder Staat muss ein Recht haben in seiner gewünschten weise eine Beziehung zu europa mit allen vor-und nachteilen wählen zu können.

So kommt eins zum anderen

Eine Austrittsdrohung, wobei man in Spezialverträgen natürlich die Vorteile behalten will, eine Rede in Davos, wo die Weltenlenker über noch mehr Wachstum räsonieren und ein Herr Cameron, der wie auf Knopfdruck eine Senkung der Unternehmenssteuern fordert.

Alles wie gehabt also.

Kaum hat man die diversen Krisen mit viel Staatsknete übertüncht, wird die alte Agenda wieder hervorgeholt: den Staat abschaffen.
Am besten und unauffälligsten geht das natürlich, indem man ihn finanziell austrocknet, zum Vorteil der Aktionäre.

Fast könnte man denken, Maggie "The Knife" Thatcher stünde am Rednerpult.

Ich frage mich nur, wieviel Abstieg und Verelendung die Briten noch ertragen wollen, bis ihnen auffällt, daß das eigentliche Versprechen einer Besserung immer noch nicht eingetreten ist?

Letztlich macht Herr Cameron in Davos aber wohl nur Werbung für den Investitionsstandort und bereitet mit Austrittsdrohungen den nächsten "guten Deal" für Großbritannien in der EU vor.

@ 12:14 — Nachtwind, 12:15 — Joe K

beiden kann ich da nur zustimmen.

Die Marke "Made in Germany" wurde ja seinerzeit in UK als Negativauszeichnung eingeführt. Der Schuß ging bekanntermaßen nach hinten los. Und Cameron hat schon den nächsten wirtschaftlichen Rohrkrepierer vorbereitet.

Ich glaube wir brauchen keine Blockierer in den eigenen Reihen. Die sollen sich doch einfach verziehen, wenn's ihnen nicht passt.

Herb.

@Commentator

"Die EU kostet insbesondere Deutschland nur Geld!!"

Bei genauerem Hinsehen zahlt vor allem der Steuerzahler und die Wirtschaft profitiert durch allerlei Erleichterungen.
Jetzt muß man nur noch daran glauben, daß es uns allen gutgeht, wenn es der Wirtschaft gutgeht - und dann ist auch die EU gut für uns.

Die Crux der EU in der aktuellen Gestalt ist, daß sie vor allem eine Wirtschaftswachstum-Union sein soll.

Absichtliche Verkennung des Kerns

Natürlich typisch, dass jetzt alle Politiker nur rumkritiseren, anstatt kurz inne zu halten und über Europa nachzudenken. Was Cameron gesagt hat, war sehr populistisch, aber im Kern nicht falsch. Zu schade, dass er nicht auch noch politisch unkorrekte Wörter benutzt hat, denn dann hätten unsere Politiker genug Stoff für monatelange Ablenkungskampagnen gehabt und niemand würde auch nur im Traum darauf kommen die EU in Frage zu stellen. Europa funktioniert nicht so, wie es in der Utopie gedacht war. Das ist ein Fakt, dagegen sollte man was tun.

Darüber hinaus stimme ich mit dem offiziellen Tagesschau-Kommentar überein, der gestern hier zu lesen war. Man stelle sich nur vor die Griechen, Spanier und Portugiesen würden Deutschland eine europäisch Wirtschaftspolitik diktieren.

Rechtes Gedankengut

was Cameron da verbreitet. Entweder er ist damit auf Stimmenfang, was gefährlich werden kann, oder er hat keine Lösungen für seine innenpolitischen Probleme.

England hängt am Tropf der Schotten (Öl), die Frage ist also wie entscheiden sich die Schotten. Das könnte böse ausgehen für Cameron.

Sehr gut,

so bleibt wenigstens GB in Zukunft als Fluchpunkt vor dem Europawahn erhalten.

Okay, mal einen Gang runterschalten

Cameron möchte eine Debatte, wozu die EU da ist und wozu nicht. Der Teil mit dem Ausstieg ist Innenpolitik, und eigentlich weiß er selbst, dass ein EU-Austritt nicht in Frage kommt.

Aber die Debatte über die EU ist in der Tat nötig. Die EU ist eine tolle Idee, hat einen notorisch schwierigen Kontinent vereint (wo fingen nochmal alle großen Kriege an?), und für viele ist sie der sinnvollste Versuch, durch gezielte Entwicklung den Lebensstandard der Bevölkerung zu heben.
Auf der anderen Seite stehen überbordende Bürokratie und das fröhliche Subventionenschieben (vor allem im Agrarbereich). Reform? Die Strukturen sind verkrustet, niemand möchte was abgeben.

Natürlich ist das auch ein politischer Dissens: Die einen wollen (über)staatlich organisierte Entwicklung (letztlich Umverteilung), die anderen wollen vieles/alles dem Markt überlassen. Dass das nicht immer funktioniert, kann man an British Rail oder den britischen Krankenhäusern sehen - also vielleicht täte die Debatte sogar gut?

bring it on!

es läuft ja wohl alles auf ein großes wirtschaftliches Kräftemessen zwischen GB und D hinaus.

Ich glaube, GB ist nicht halb so erfolgreich wie Herr Cameron versucht es darzustellen. Mach nur Cameron, wir hier scheuen den Vergleich bestimmt nicht!

@ paddi -- das stimmt so nicht --

...Welche Spitzenerzeugnisse kommen aus dem UK. Deutschland besitzt deine sehr wettbewerbsfähige Industrie... England dagegen kann weder mit Italien, Frankreich oder Deutschland mithalten.....

das stimmt so nicht. england hat eine gewaltige industrie und dienstleistungs kapazitaet. das faengt bei der ausbildungs industrie an, der musikindustrie, und geht ueber filmproduktionen bis hin zur entsendung von army und managern und fachberatern in alle welt. ueberall in der welt sitzen englische spitzenkraefte in firmen.
england vermittelt know how und baut auf.

das kann man nicht so einfach abstreiten.
man kann aber fragen wofuer steht deutschland im ausland ausser fuer autos und gruendlichkeit?

wenn in deutschland rezession eintreten wird, werden die englaender noch lange weitermachen, denn dazu sind sie zu sehr international verstrickt und begehrt.

und die deutschen?....sprechen nicht mal englisch das man verstehen kann....

@ 13:31 — Rabe-

"Rechtes Gedankengut"

Ich glaube nicht, dass jeder EU-Bürger, der den Sinn einer "politische Union" mit all ihren Konsequenzen in Frage stellt "rechts" ist. Wenn wir sehen was, mitunter aufgrund des Euro-Experiments, in Süd-Europa passiert, darf man sich als Menschenfreund fragen, ob die Schritte Sinn machen. Es ist diffamierend, Bürger, die den Entwicklungen skeptisch gegenüber stehen, als "Rechte" zu bezeichnen.

Ich für meinen Teil liebe Europa und die Länder mitunter für seine Vielfalt - letzendlich für die Bürger, die allesamt unter dem Euro leiden - im In- und Ausland.

Lassen Sie sich keinen Bären aufbinden, wenn Skeptiker als "europafeindlich" gebrandmarkt werden!

Cameron wiederum möchte ich hiermit nicht in Schutz nehmen. Seinen Ausführungen sind einige populistische Phrasen zu entnehmen, die selbstverständlich eine bestimmte Klientel ansprechen.

Hat Cameron Recht?

Allen, die hier mit "ja" antworten sei in Erinnerung gerufen, daß Großbritannien, mehr als jedes andere EU-Land, Reformen blockiert, eigentlich gar nicht mitmachen will und wesentlich weniger bezahlt, als die anderen großen Industrienationen Europas.

Dabei profitiert es durch den Europäischen Bankenstandort London, wozu der Euro sehr wohl und ganz heftig beiträgt.
Leistungen wollen sie dafür aber nicht aufbringen.

Ich bin fest davon überzeugt, daß ein Europa ohne UK als Klotz am Bein, viel schneller marschiert.

Was die Innovationskraft angeht, sind Camerons Aussagen ein Affront gegen Deutschland (und Frankreich). Das ist Rufmord, da vollkommen unbegründet. Er soll lieber von seinem eigene Land reden. Auf das trifft seine Aussage nämlich durchaus zu.
Ich mag das Geheule nicht. Die sollen einfach mal selbst anpacken.

Herb.

Speaking with forked tongue

Der konservative Cameron spricht mit gespaltener Zunge. Mit der einen Hälfte ..."bekräftigt (er) seine Ablehnung einer weitgehend politisch integrierten Europäischen Union. 'Wenn wir sagen, Europa müsse eine politische Union werden, also mehr als ein einziges Land Europa, dann kann ich dem nicht zustimmen'."

Mit der anderen Hälfte ..."plädiert (er) für eine Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit Europas. Dafür müssten unter anderem die Staatsschulden verringert und die Unternehmenssteuern gesenkt werden".

Auf die Frage, wie haushalts- und wirtschaftspolitische Probleme in Europa gelöst werden sollen ohne eine politische Einigung, auf diese Frage bleibt er die Antwort schuldig.

Mein Fazit: Solch widersprüchliches Gefasel spricht nicht für (Erfinder-)Geist und (Wirtschafts-)Kompetenz !

Gerade Großbritannien mit

Gerade Großbritannien mit einem Schuldenberg von über 200% des BIP meint es "richtig" zu machen.

Gerade Großbritannien, dessen Industrie non-existent ist, weil Thatcher sie auf dem Altar der "City" geopfert hat, meint es "besser" zu wissen.

Gerade Großbritannien, dessen Infrastuktur mit der Industrie durch die Thatcher-Regierung weitgehend zerstört wurde, meint "fit" zu sein.

Gerade Großbritannien, dessen "City" der Mittäterschaft an der Krise sehr umfänglich ist und dafür weder belangt wurde, meint die "Lösung" zu kennen.

.

Bitte schön!

Großbritannien soll aus der EU austreten. Die mag zwar schade sein. Dennoch kann dieser Schritt für die EU ein Segen sein (ein Querulant mit Extrawurst weniger). Für Großbitannien wird es ein Desaster.

Es fallen nicht nur die Pflichten weg, sondern auch alle Annehmlichkeiten und das Recht auf Mitgestaltung. Denn eines ist klar. Die Bedingungen einer neuen Beziehung werden dann von Brüssel diktiert. Für London heißt es dann, friss oder stirb!

Großbritannien ist schon

Großbritannien ist schon längst nicht mehr die Großmacht, die es einmal war. Und er wünscht Reformen etc, doch die Blockadehaltung seiner Regierung erwähnt er nicht. Er kritisiert nur und gibt keine vernünftigen und konkreten Vorschläge sondern bleibt bei schwammigen Aussagen mit denen ca niemand etwas anfangen kann.

Meiner Meinung nach führt Cameron GB in die endgültige Versenkung, wenn selbst die USA England wahnt, sollte man evtl. sein Handeln überdenken.

Insgesamt frage ich mich, ob Cameron über die EU geredet hat oder über sein eigenes Land?

Keine Demokratie in Europa?

Es gibt hier ja einige, die sagen, dass Europa ein Riesengetier ist ohne Demokratische Ansätze und ohne sinn oder Verstand...
Seit 1979 werden Europawahlen durchgeführt, ja diese komischen Wahlen, die keiner "braucht".. und seither geht die Beteiligung abwärts. Bei der letzten (Na? Wann war die denn noch gleich?) haben gerade einmal 43% der Deutschen überhaupt eine Stimme abgegeben. Jetzt mal Hände hoch, wer hier gewählt hat? Ihr Euro(pa)skeptiker auch?
Man sollte sich nur beschweren, wenn man versucht hat etwas zu ändern, oder sich beteiligt hat. Aber da sich offenbar keiner auch nur die Mühe macht wählen zu gehen oder Wahlprogramme zu lesen.. tja, da kann man dann viel von Demokratielosigkeit reden.

In Teilen höchst vernünftig, was

der Cameron da erklärt. Jedenfalls erträglicher als das ganze unkritische Schöngerede der EU-Hardliner. Dass diese, z.B. Martin Schulz, nicht den Ast absägen, auf dem sie hocken, ist ja wohl klar.

Und mal unabhängig von allen Finanz-, Euro- und sonstigen Krisen: Ich kenne niemanden, wirklich NIEMANDEN, der nicht völlig entnervt die Augen verdreht, wenn immer häufiger von dem Brüsseler aufgeblasenen, hochdotierten und wohlallimentierten Beamtenapparat und dessen regelmäßigen bürokratischen Absonderungen die Rede ist. Sowas braucht nun wirklich überhaupt KEINER mehr.

Ach ja, da wäre noch das EU-Referendum: Wirklich schlimm, wieviel Demokratie der Cameron dem Volk zumutet. Aber ehrlich, ich hätte auch lieber Politiker, die sich in erster Linie dem Volk verantwortlich fühlen, das sie gewählt hat, und dann der EU.

Auf gutem Weg?

UK auf gutem Weg?
Schuldenqoute von fast 90% des BIP und Neuverschuldung auf über 7%. Im BIP/pro Kopf auch kein Spitzenreiter in der EU. Kein nennenswertes Wirtschaftswachstum und sehr hohe Jugendkriminalität und Arbeitslosigkeit.
Vielleicht stehen die Weichen in der richtigen Richtung, um das zu Beurteilen fehlt mir die innenpolitische Kenntnis, aber nach jetzigen Stand wird England weder jetzt noch in den nächsten 5 Jahren das Recht haben große Töne zu spucken.

@13:07 — Mephistopheles

"Würde man hier das Volk abstimmen lassen, so würde die Entscheidung garantiert gegen Euro, ESM und Souveränitätsabgabe ausfallen - weshalb man uns wohlweislich die Abstimmung verwehrt."

Nehmen wir mal an, es wäre so. Bzgl. Euro haben die meisten doch nicht mehr Kriterien als Entscheidungsgrundlage, wie der Klang des Namens und das Design der Geldscheine. Die meisten glauben doch, eine Rückkehr zur DM hätte nicht mehr Konsequenzen, als dass man neue Geldscheine drucken müsste.

Der User drsalvador hat es gestern sehr treffend auf den Punkt gebracht:

"Sorry, genau so wenig wie die Mehrheit der Menschen nicht in der Lage ist Gehirntumore zu operieren, genau so sind sie auch nicht in der Lage Entscheidungen solchen Ausmaßes zu treffen."

@ Nachtwind

Der große Teil der Europaskeptiker wird bei Europawahlen logischerweise nicht wählen (1. wen denn auch? und 2. wozu denn, das EP ist doch eh nur ein Alibiverein für die Kommission.)
Ein kleiner Unvernünftiger Teil wählt aber offensichtlich und stimmt dann hilfloserweise dür rechte Parteien (oder warum meine Sie daß Nationalistishce Parteinen überall bei Europawahlen deutlich besser abschneiden als bei Nationalwahlen?)

und trotzdem hat mir noch niemand die frage beantwortet

was europa und die eu denn fuer mich persoenlich bedeuten sollen.

ausser einem euro und schengen, was habe ich denn von europa?

und davon das england in der eu ist oder nicht, wo bringt es etwas fuer mich?

diese ganzen diskussionen sind theorie.

was zahlt ist der nutzen fuer mich und meine familie.
da faengt europa fuer mich an, mit oder ohne england das ist mir und wohl doch jedem anderen unter uns, egal.

Europa ist nur ein Lernprozess,...

...der sich über mind. 100 Jahre hinziehen wird. Glaubt Ihr denn wirklich, dass man einen Kontinent, der gerade mal seit 2 Jahrzehnten weiss, dass er sich nicht nur wirtschaftlich einigen will, leiten und regieren kann, so dass er auch funktioniert ?
Das kann man mit den USA machen, die als ziemlich homogen betrachtet werden können, nicht aber mit dieser Vielfalt.
Lasst die Engländer austreten, die kommen auch wieder rein. Lasst uns Deutsche abstimmen und austreten, wir werden auch wieder ein einiges Europa wollen.
Solange die Politiker nicht dem Wohl Europas und seiner Bürger dienen, sondern den Lobbyisten und seiner Wirtschaftsinteressen kann aus dem ideellen Gedanken und den heren Zielen nix werden. Was das Volk Europas will ist in erster Linie Frieden und Freiheit. Das haben wir geschafft, ohne dass uns klar ist, dass der Wirtschaftkrieg überall tobt infolge von Arbeitslosigkeit, Überfremdung, sozialer Kälte, Schrumpfung des Mittelstands, katastrophaler demographischer Entwicklung.

Demokratie in Europa...

Wo bitte, und das ist im meinen Augen nur einer der deutlichsten Punkte, kann von Demokratie die Rede sein, wenn eine Kommision in Brüssel, die nicht vom EU-Bürger gewählt wurde, an sich unverbindliche Verordnungen erlässt und die einzelnen, gewählten, Parlamente der Mitgliedsstaaten sind per Knebelvertrag gewzungen, das in nationale (und damit verbindliche) Gesetze umzusetzen?

@14:03 — StrandAnders

"Nun will er also die Unternehmen über geringe Steuern nach UK ziehen, den EU Binnenmarkt nutzen, und der Rest Europas kann zusehen, wo er bleibt ..."

Könnte so sein. Nur frage ich mich da, warum er dann der EU so die Pistole auf die Brust setzt. Denn ohne EU Binnenmarkt, der GB bei einem Austritt verloren ginge, nützen ihm die vielen ins Land geholten Unternehmen wenig. Was die Unternehmen in England durch an Steuern sparen, verlieren sie dann durch Zölle an die EU.

@Nachtwind sie sprechen mir aus der Seele!

Die EU Wahlen werden für uns Europäer immer wichtiger und jeder sollte sich daran beteiligen.
Vielen ist die Wichtigkeit dieser Wahl nicht bewusst. Cameron bereitet möglicherweise den Boden für weitere Extrawürste Englands. Hoffentlich bleiben die anderen EU-Regierungen unbeeindruckt!

24. Januar 2013 - 14:20 — Uebermorgen

"was europa und die eu denn fuer mich persoenlich bedeuten sollen."

Wie sie schon sagen, den Euro und Schengen. Das beides alleine halte ich schon für die sinnvollsten Eigenschaften der EU. Dann kommt da noch dazu, dass ich persönlich mal hier und mal da Arbeite, aber nie Probleme mit Visa oder sonstigen Dingen hatte. "Frieden" ist ein ausgelutschtes aber immer noch richtiges Argument... Vorallem aber für mich ganz persönlich ist wichtig, dass ich in den letzten 30 Jahren als Europäer erwachsen geworden bin, nicht als Deutscher sondern als Bürger in einem Staatenbündnis, wie es die Welt noch nicht vorher gesehen hat.
Klar gibts hier und da auch Probleme, aber die Vorteile überwiegen einfach bei weitem..

Uebermorgen ---ANTWORT---

Was es für Dich bringt, dieses Europa ?

Falls Du mal im Ausland warst, ich meine nicht unser 17. Bundesland Mallorca oder dessen Ableger in der Türkei usw., dann hast Du vielleicht festgestellt, dass wir Deutsche manchmal etwas seltsam angeschaut werden mit Vorbehalten. Oder, da Du ja Kinder hast, willst Du deren Zukunft positiv beeinflussen. Dazu gehört Weitblick, interkulturelle Kompetenz, Sprachen. Deutschland hatte ein Wirtschaftswunder durch seinen Export. Und da müssen wir uns in die Mentalität anderer hineindenken können. Wenn Du Deine Kinder nun im örtlichen Schützenverein gross werden lässt, dann wird ihnen da was fehlen, um sich mal mit unseren Nachbarn auszutauschen und in ihrer anerzogenen Borniertheit als deutsche Exportweltmeister werden sie keine Produkte mehr ins Ausland verkaufen können, weil sie gar nicht wissen, wer da z.B. über dem Rhein wohnt mit all seinen Wünschen usw.

Gute Nacht!

Es fehlt den jungen Menschen einfach die Erfahrung mit den Grenzen in Europa und den Grenzen zum Ostblock.

Bei einer Reise von Deutschland nach Norwegen musste man zwei Mal seinen Pass zeigen und stempeln lassen, und das hin und zurück. Außerdem musste man an jeder Grenze Geld wechseln, wobei man jede Mal 8% Bearbeitungsgebühr verlor.

Bei der Reise von Hamburg nach Berlin wurde der Zug in Büchen von VOPOS mit Hunden untersucht, wobei mit Spiegeln unter den Zug geschaut wurde und sämtliche Öffnungen im Zug samt Toilette geöffnet wurden. Ferner musste die Brille abgenommen, das Ohr frei gemacht und ein Lächeln abgestellt werden, bis die Onkels einem eine ganze Seite (Transitvisum) weggestempelt haben.

Da das nun niemenad mehr erinnert, will auch niemand etwas dafür zahlen, klar, aus den Augen aus dem Sinn.

Übrigens, der Errichter der Chinesischen Mauer wurde 30 Jahre nach deren Errichtung wegen "Verschwendung von Staatsgeldern" hingerichtet. War also alles schon mal da. Gute Nacht!

Immer wieder die Gleichen

die quasi alles bejubeln, was schlecht für uns ist. Oft denke ich, die tun das genau deshalb. Sie wünschen sich im Endeffekt, dass hier alles vor die Hunde geht.

Um dann zu sagen "seht her ich hatte Recht" - Vielen Dank, den Messias gab's schon.

Mit Politik hat das ausserdem nichts zu tun. deren Aufgabe ist es, das Beste aus dem zu machen was man hat, nicht aus dem was man nicht hat.

Eine andere, eine neue europäische Einigung - wie naiv kann man sein ... Setzen Sie sich doch bitte endlich mal realistisch mit der Sache auseinander!

Mr: Cameron haben Sie es denn bald?

Ich hoffe nur inständig die Briten treten aus. Das macht den europäischen Prozess erheblich schlanker. Denn wenn Mr. Cameron meint GB ist so wahnsinnig innovativ und kann sich als Steuerschlupfloch anbiedern denn sei es drum. In GB wird seit Anfang der 70ziger Jahre doch nichts innovatives mehr gemacht außer guter Musik...
Der Finanzplatz London wird sterben weil London Europa aufgegeben hat. Es geht zwar fast immer um Geld aber es geht eben auch um "unser" Europa. Denn ohne Anbindung und Beziehung funktioniert auch das geldgeschäft nicht. Außerdem ist GB nicht die Schweiz. GB schafft sich gerade mehr Probleme als das es sich einen Gefallen tut.
Es wird keiner mehr kommen wenn es wieder mal nicht weiter geht und keiner wird einen roten Teppich ausrollen damit GB wieder ein komplett überzogenes Forderungspaket schnüren kann. Das war einmal vor langer Zeit als Europa noch viel Abstrakter war. Europa wird kaum britische Produkte brauchen aber die Briten brauchen europäische Produkte.

@14:20 — Uebermorgen

"und trotzdem hat mir noch niemand die frage beantwortet was europa und die eu denn fuer mich persoenlich bedeuten sollen.
ausser einem euro und schengen, was habe ich denn von europa?"

Das kann niemand für Sie beantworten.

Wenn Sie Deutschland nie verlassen und Ihr Arbeitsplatz nicht vom Export abhängt und davon ausgehen, dass Frieden etwas selbstverständliches ist (weil dem Menschen angeboren), dann haben Sie persönlich von Europa vermutlich nichts. Das täte mir leid.

Ich persönlich wohne in der Nähe der französischen Grenze. Meist kann man gar nicht mehr erkennen, wo genau die überhaupt verläuft. Für mich ist die Reisefreiheit am Wichtigsten, das mit den Glühbirnen hätte nicht unbedingt sein müssen.

Re @14:08 — Nachtwind

Ihre „Schelte“ mag ich so nicht akzeptieren!

Die wesentlichen exekutiven Akte in Brüssel werden durch die „zuständigen“ Kommissare initiiert und umgesetzt- woraus leitet sich deren „demokratischen Legitimation“ doch gleich ab? Eben- diese werden durch die nationalen Regierungen eingesetzt.....! Das Parlament hat diesbezügliche nur marginale Funktionen, und bei weitem nicht die Kompetenzen, wie wir dies von einer parlamentarischen Demokratie her kennen...!

Die diesbezügliche „Demokratiefrage“ ist sehr wohl berechtigt und eine der ganzen großen Schwachstellen dieses Konstrukts, mit immer größere Bedeutung- die Unzufriedenheit der Bürger ist absolut nachvollziehbar und durch „Wahlbeteiligung“ nicht zu kompensieren....

@ Uebermorgen

Zitat "was zahlt ist der nutzen fuer mich und meine familie."

Genau Ihre Denkweise bzw. dass viele wie Sie denken, ist das Problem der EU!

Die EU ist eine Gemeinschaft, die Frage muss also lauten: "was bringt UNS allen die EU?" und nicht "was bringt MIR persönlich die EU?" !!!
Bauchnabel-Politik ist in einer Gemeinschaft nicht machbar...

Und wenn der Eine oder Andere hier schriebt "Frieden" sei als Argument abgelutscht, empfehle ich eine Reise in Nahost, Mali o.ä. !!!

@ Uebermorgen

"was zahlt ist der nutzen fuer mich und meine familie.
da faengt europa fuer mich an, mit oder ohne england das ist mir und wohl doch jedem anderen unter uns, egal."

Mir ist das nicht egal, ob Großbritannien bleibt oder nicht, denn ich will, dass aus Jobgründen in der EU bleibt.
Jetzt nützt das also mir und meiner Familie. Hat es jetzt eine Daseinberechtigung? ;-)

@ Didi

"§ Die wesentlichen exekutiven Akte in Brüssel werden durch die „zuständigen“ Kommissare initiiert und umgesetzt- woraus leitet sich deren „demokratischen Legitimation“ doch gleich ab? Eben- diese werden durch die nationalen Regierungen eingesetzt.....!"

-> das ist nicht halb so problematisch wie uns hier immer wieder vorgemacht wird! Da haben einzelne Mitgliedsstaten noch ganz andere demokrtatische Probleme. Schlußendlich hat Demokratie auch Grenzen, und es macht dort keinen Sinn sie einzufordern, wo es darum geht notwendige Veränderungen herauszuzögern, schauen sie mal nach Griechenland. Aber da sind Sie ja auch gegen eine verantwortungsvolle Lösung gewesen.

@ 14:39 — DeHahn

das absurde ist ja, dass die meisten jungen Menschen sich längst als Europäer sehen, es sind die Alten die rummurren weil sie die Zeiten nicht mehr verstehen. Das ist Ihnen wohl unheimlich eben genau dass es keine Grenzen mehr gibt.

@ 15:18 — Sabn_spn / @all

wie man in Deutschland bequem auf seinem Sessel sitzen kann und mal eben ganz Europa zur Diktatur erklären ... das ist wirklich eine seltsame Eigenart, scheinbar hat man so viel Freiheit dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

Sie leben in einem der freiesten Länder der Welt in einem unahezu unvergleichbaren Wohlstand und besten wirtschaftlichen Bedingungen für Sie und Ihre Nachkommen. Milliarden Menschen auf der Welt beneiden uns darum.

Unser Leben ist leicht eines der Priveligiertesten zu nennen, dass Menschen je vergönnt war. Das heißt aber noch lange nicht, dass man sich im alltag nicht auch über dies und jenes ärgert - das liegt ehrlicherweise mehr an Ihnen selber als an der EU.

24. Januar 2013 - 15:26 — Rudi2

"GB ist doch eine Demokratie."
Eine mords Demokratie in der einer der möglichen KÖNIGE bereits zugegeben hat Menschen getötet zu haben.. Solche Vorbilder braucht Europa.

24. Januar 2013 - 15:42 — Phonomatic

Ich kenne leider auch genug Leute in meiner altersgruppe (25-30), die oft genug gegen Europa mosern, vorallem gegen den Euro.. die Jüngsten davon jedoch kennen eigentlich keine Grenzkontrollen mehr und haben auch kaum noch erinnerungen an die DM.

Das Problem ist einfach, dass nationalismus immer Salonfähiger wird, woran aber auch unsere Regierung schuld ist..

EG

Cameron will die alte EG wieder haben, nicht die Verwerfungen der EU mit dem unrealistischen und m.E. abzulehnenden Ziel eines Bundesstaates.
Ich auch, aber mit GB! Und ohne Euro, wenn es noch ginge.
Das war doch auch schön! Die DM war härteste Währung, Deutschland dennoch Exportweltmeister, mindestens aber Dritter. Die NATO gab es auch schon, also eine gemeinsame Sicherheitspolitik, zwar mit den USA, aber ohne die geht es leider eh' nicht.
Da es die EG leider nicht wieder geben wird, wird GB austreten, Schottland eintreten, Irland 'drinbleiben, Nissan und Honda ihre Werke auf den Kontinent verlegen (von GB)müssen, die Banken nach Paris und Frankfurt umdisponieren und GB langsam den Wirtschaftsbach heruntergehen, bis sie ein Staat der USAGB werden. Bis dahin kann ich bei verfallendem Pfund endlich wieder billig dort Urlaub machen und erschwinglichen Malt-Whisky kaufen.

@Sabn_spn: EU "durch nichts legitimiert"

Das stimmt so nicht. Sie wählen auch nicht den Bundeskanzler, trotzdem ist er demokratisch legitimiert - weil Sie vorher den Bundastag wählen.

Tatsächlich wird in der EU ja sogar direkt gewählt - aber die Bedeutung wird als gering eingeschätzt. Ehrlich gesagt: ich bin auch nicht sicher, wen ich da eigentlich wählen soll, wofür die Kandidaten stehen, was sie zu entscheiden haben!

Hier sehe ich das größte Defizit der EU: solange der Bürger nicht weiss, was sein Kreuz bedeutet, ist die Wahl in der Tat witzlos und das Ergebnis kann nur als "Diktatur" empfunden werden.

@Cowboy8: Entscheidungen

"Sorry, genau so wenig wie die Mehrheit der Menschen nicht in der Lage ist Gehirntumore zu operieren, genau so sind sie auch nicht in der Lage Entscheidungen solchen Ausmaßes zu treffen."

Sie sind also der Meinung, dass die Damen und Herren aus der Politik, welche nach den jeweiligen Abstimmungen in die Kameras stammeln, dass sie eigentlich gar nicht genau wüssten über was sie da im Einzelnen so abgestimmt haben, in der Lage sind, Entscheidungen solchen Ausmaßes zu treffen? Ihr Gottvertrauen nebst der Frohnatur möchte ich haben!!

Im Übrigen empfinde ich es als einen Skandal, dass die EU ganz offensichtlich plant die Wasserversorgung zu privatisieren. So wird aus aus einem Menschenrecht auf Wasser, eine Handelsware die Börsenspekulationen ausgsetzt sein könnte.

Die EU in seiner jetzigen Form, mit seinen politischen Entscheidungsträgern, die auf Milliardärsjachten ihre Partys feiern, ist ein Konstrukt, dass es mit größter Vorsicht zu betrachten gilt!!!

@ 15:55 — Nachtwind

" Das Problem ist einfach, dass nationalismus immer Salonfähiger wird, woran aber auch unsere Regierung schuld ist.. "

-> wenn Sie damit Äußerungen wie die von Herrn Söder meinen muss ich Ihnen beschämt zustimmen.

@Nachtwind: "Nationalismus wird immer salonfähiger"

"Das Problem ist einfach, dass nationalismus immer Salonfähiger wird, woran aber auch unsere Regierung schuld ist.."

Ist sie das? Ich bin kein großer Freund der Regierung, aber dass sie Nationalismus fördert kann ich nicht erkennen.

Cameron hat da schon ein ganz anderes Format, aber selbst den würde ich nicht als Nationalist, sondern als "Fähnlein-nach-dem-Wind" betrachten.

Re@15:06 — Phonomatic

„Aber da sind Sie ja auch gegen eine verantwortungsvolle Lösung gewesen.“

Allem Anschein nach geht es bei Ihnen nicht ohne Unterstellungen....!

Ad rem:
„Schlußendlich hat Demokratie auch Grenzen, und es macht dort keinen Sinn sie einzufordern, wo es darum geht notwendige Veränderungen herauszuzögern, schauen sie mal nach Griechenland.“

Nun ja, diese Auffassung kennen wir ja von Merkel- dies ist nichts anderes als die Umschreibung einer „marktkonformen Demokratie“, die eben alles der Funktion der Märkte unterordnet...!

Ihre Darstellung verkennt, dass Demokratie eben nicht ein selektives Werkzeug ist, dass man in die Schublade legt, sobald es anstrengend wird- die "Grenzen von Demokratie", was immer Sie darunter verstehen mögen, liegen jedenfalls nicht in der Regierungs- oder Marktbequemlichkeit begründet...!

Tolles Argument Reisefreiheit...

...immer wieder wird hier irgendeine Reisefreiheit als Argument PRO-Europa angeführt....ja, Leute..war das früher denn anders? Wurde man an der französischen Grenze eingecasht und dann mit dem Polizeiauto wieder nach Deutschland verfrachtet?

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