Kommentare

Schulden überall und Wachstum per Ausbeutung

"Die Staatsschuldenkrise in Europa wertet der IWF unverändert als größtes Risiko für die Weltwirtschaft."

Die USA und Japan sind auch total verschuldet. Japan mit über 250% des BIP! Es ist kein Problem Europas, sondern des herrschenden Wirtschaftssystems: dem Kapitalismus.

"Ein wichtiger Wachstumsmotor wird demnach erneut China sein."

Kein Wunder; dort ist die Arbeitskraft schön billig, bzw. lässt sich die menschliche Arbeitskraft noch fleißig ausbeuten. Mal sehen, wann dort das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

Kurzum: grenzenloses Wachstum ist völliger Irrsinn! Warum in einem Wirtschaftssystem leben, das diese wahnsinnige Dynamik zwingend benötigt?

"Erst für 2014 rechnet der

"Erst für 2014 rechnet der IWF wieder mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung in den Euro-Staaten."

Natürlich MUSS er damit rechnen, alles andere würde seine Austeritätspolitik auch in Frage stellen.

Solche Prognosen weit in die Zukunft sind rein politisch motiviert und wissenschaftlich kaum seriös.

@Nny

Ich halte es nicht für sonderlich sinnvoll, dem IWF Austeritätspolitik vorzuwerfen.

"Wachstum" kein zeitgemäßer Maßstab für Wohlstand

Ich frage mich angesichts der gewählten Indikatoren bezüglich der Wohlstandsmessung in unseren europäischen Volkswirtschaften wirklich manchmal (Kategorien wie "Wachstum", "BIP" als Maßstäbe), ob diese Messinstrumente noch zeitgemäß sind!
Wir leben auf einem Globus, in einem eng miteinander verzahnten Wirtschaftssystem. Modernisierung und Wohlstand breiten sich auf dem Globus - vor allem in Schwellenländern wie China - rasant aus. Im Vergleich dazu geht es uns was das Wachstum(!) des Wohlstands angeht natürlich nicht so gut. Eigentlich kaum dramatisch.
Warum kommt dennoch eine Rezession auf uns zu, wenn die anderen sich verbessern (wert schöpfen) ohne uns etwas wegzunehmen? Der Grund darin kann nur im internationalen Schuldgeldsystem mit seinem hohen Zins liegen. Austeritätspolitik kann nur dann richtig sein, wenn man das reformieren würde! Außerdem sollte man ein ökologisch bereinigtes Wachstum als Indikator einführen, weil es internationale Interdependenzen besser offenlegt!

@ Witschie

Erstens:grenzenloser Wachstum ist kein Irrsinn, es ist Realität. Irrsinn ist grenzenloses Wachstum i.d.R. nur auf organische Dinge bezogen.

Zweitens:Kapitalismuß beutet Menschen nicht aus. Deswegen geht es den Menschen in China auch wesentlich besser als vor zwanzig Jahren. Und Amerikanern oder Deutschen gar besser als je zuvor.

Drittens:Staatsschulden sind keine Schulden im eigentlichen Sinne. Das scheinen Manche nicht verstehen zu wollen. Es gibt "KEINEN" realen Gegenwert zu diesen Beträgen. Anders als wenn ein Privatmann einen Kredit für sein Auto nimmt. Da gibt es das geliehene Geld und den Gegenwert - das Auto.

Staatsschulden sind Buchgeld. Sie existieren nur auf dem Papier. Und sie verschwinden auch auf dem Papier wieder. Entweder, wenn alles so toll läuft wie gegenwärtig, langsam inflationär. Oder aber die Schulden verschwinden in einem einzigen großen Knall - einer Superinflation. (Beispiel 1929)

Es funktioniert gut wie es ist. Besser war es nie.

Rückholung von Produktion nach Europa

Was ich schon schade finde ist, dass z.B. die Textilindustrie, Porzellanindustrie und auch Elektroindustrie massenweise nach Asien verlagert wurden. Warum nicht auch in Europa wieder diese grundlegenden Produkte herstellen ? Würde ne Menge Jobs schaffen.

Denken Sie sich eine passende Überschrift

@ 23. Januar 2013 - 19:27 — neo liberal
= Ich halte es nicht für sonderlich sinnvoll, dem IWF Austeritätspolitik vorzuwerfen. =

Richtig, das kann die EU-Führung auch alleine, die sind schon so erwachsen, die brauchen keine Ratschläge des IWF um breite Teile der Bevölkerung auszurauben.

@ 23. Januar 2013 - 19:38 — PO1TaylorJordan
= Zweitens:Kapitalismuß beutet Menschen nicht aus. Deswegen geht es den Menschen in China auch wesentlich besser als vor zwanzig Jahren. Und Amerikanern oder Deutschen gar besser als je zuvor. =

Haben Sie schonmal etwas vom technologischen Fortschritt gehört?
Soll die Lebensverhältnisse von Menschen spürbar verbessert haben. Hats auch schon ohne Kapitalismus gegeben, hat aber erst mit Verfügbarkeit billigster Energie (Öl) richtig Fahrt aufgenommen.

Und ob es den chinesischen Wanderarbeitern heute "wesentlich besser" geht, als vor 20 Jahren, weil er sich ein Handy leisten kann, würde ich bezweifeln.
Gleiches gilt für den dt. und amerikanischen Genossen.

@ tipltopl

Ich gebe Ihnen recht.
Der Grund findet sich in dem Konkurenzdenken die Produkte günstiger als der Mitbwerber anbieten zu wollen.
Aufgrund der Standortbedingungen können Sie aber nicht so günstig in Europa produzieren.
In gewisser Weise profitiert davon aber auch jeder von uns als Verbraucher.
Heute kann ich eine gute jeans für 30 Euro kaufen.
vor 10 Jahren mußte ich 120 Euro locker machen.
Uhren, Taschenrechner, Schuhe und etliches anderes sind weitere Beispiele.

Gewerbe-Rückverlagerung

@ 23. Januar 2013 - 20:21 — tipltopl
= Was ich schon schade finde ist, dass z.B. die Textilindustrie, Porzellanindustrie und auch Elektroindustrie massenweise nach Asien verlagert wurden. Warum nicht auch in Europa wieder diese grundlegenden Produkte herstellen ? Würde ne Menge Jobs schaffen. =

Funktioniert nicht, da die Löhne (und Lebenshaltungskosten) in Europa im Vergleich zu Asien etc. zu hoch sind, im Umkehrschluss die Profite fürs Kapital zu gering sind.
Möglichkeit besteht, bei Abschottung des eigenen Binnenmarktes, oder einem anderen Wirtschaftsmodell (Abkehr von der Warenwirtschaft, Produktion für den Bedarf, statt für den Markt).
Beides ist mit der derzeit herrschenden Klasse nicht machbar, da gegen deren ökonomischen Interessen laufend.
Nach einer sozialen Revolution kann man darüber reden.

@ Palais des Tuileries

"Haben Sie schonmal etwas vom technologischen Fortschritt gehört?"

Diese Frage möchte ich Ihnen sehr gern beantworten.

Ich habe verstanden das technologischer Fortschritt ein Resultat des Kapitalismuß ist.
Den technologischen Fortschritt gebe es in dieser Form ohne unser kapitalistisches System überhaupt nicht.
Ich bin überzeugt davon das die im Kapitalismuß erzeugte Konkurenzsituation,der Wettbewerb und der Druck besser sein zu müssen als der Konkurent zu dem Ergebniß führen.
Sie könnte also nicht das Ergebniß,den technologischen Fortschritt genießen,ohne die Ursache dafür zu akzeptieren.

Lassen sie mich ein Beispiel aufführen.
Den Automobilbau.
Als Amerikaner bewundere die deutsche Automobilbaukunst.
Ich sehe zu was diese geniale deutsche leistungsfähige Gesellschaft in einem kapitalistischen System hervorbringt.
Porsche,Mercedes,BMW,AUDI

Die gleiche Gesellschaft bringt in einen sozialistischen System aber
Wartburg und Trabant hervor.

Suchen sie die Ursache für den Fortschritt

Der dynamischste Wirtschaftsraum der Welt

Einst versprachen €kraten in ihrer "Lissabon-Strategie":
Die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt zu machen.
Nachhaltigkeit buchstabierte die EU darin als: „Nachhaltigkeit der öffentlichen Finanzen"

Totalversagen auf der ganzen Linie!

Wie kann man diesem Wahn noch folgen? Wer heute noch argumentiert, dass die EU zum Wohlstand in €kratistan beitrage, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

@ Palais des Tuileries

Sie rufen nicht ernsthaft nach einer Revolution in einer Welt in dem es dem letzten von uns gut geht? Ihnen überigens auch.
Studieren Sie ruhig mal die Geschichte. Diese sollte man nicht ignorieren.

Produktion für den Bedarf. Das alles hatten wir in der Mehrheit der Jahrhunderte. Nicht nur im Sozialismuß...auch vorher. Wem ging es dort besser?

Ernsthaft?

Haben sie sich mit dem Wort Tagelöhner mal beschäftigt und warum es sowas heute nicht mehr gibt?
Weil immer produziert wird, nicht nur bei Bedarf.

Cameron hat recht! Wäre

Cameron hat recht! Wäre Deutschland nicht in die EU eingetreten, würde es uns AUCH besser gehen. Merkt denn KEINER, dass uns die EU nur KOSTET?? WAS ein Selbstbetrug das Ganze!!

@PO1TaylorJordan

Ich traue meinen Augen nicht, was ich da lesen muss!? Eine „gute“ Jeans für 30€? Und den Arbeiterinnen in Bangladesch und der Umwelt im Allgemeinen geht’s dank eines solchen Wirtschaftsverständnisses besser als jemals zuvor, nicht wahr?

Und dann noch folgendes:
„Haben sie sich mit dem Wort Tagelöhner mal beschäftigt und warum es sowas heute nicht mehr gibt?“

Tagelöhner gibt’s nicht mehr? Du musst gar nicht bis nach China fahren, fahr’ mal nach Südspanien auf die Gewächshausplantagen von der Größe eines durchschnittlichen deutschen Bundeslandes und unterhalte dich mal mit den afrikanischen Arbeitern, die jeden Morgen an der Straße stehen und – oft erfolglos – darauf warten, dass sie von einem Plantagenbesitzer auf der Ladefläche seines Autos mitgenommen werden.

Tagelöhner gibt’s nicht mehr? In welcher Welt lebst du eigentlich?

@ 21:10 — PO1TaylorJordan

der Trabant war eine Genialität für sich.

Der Kapitalismus beschleunigt den Fortschritt wie ein Katalysator, ist aber nicht dessen Ursache.

Beispiel: Raumfahrtprogramm der Sowjetunion

Geld kann eben nicht alle Motivation ersetzen.

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