Kommentare

bla-bla

Was kann eine intellegente Person mit diesen Phrasen anfangen? Nichts!

Wenn Demokratie diktiert wird

Eine Frage, die Deutschland schon längst hätte stellen sollen, genauso beim Euro.

Das Empire-Syndrom vernebelt den Verstand

.
Wer hätte das gedacht: Die "kühlen" Briten ein Volk von Romantikern. Ein Stück Souveränität abzugeben erscheint ihnen unerträglich, offensichtlich leben sie noch immer kollektiv den Traum der Weltmacht.

Dafür verschließt man dann die Augen vor der harten wirtschaftlichen Realität: GB hat sich freiwillig deindustrialisiert. Neue Jobs geschaffen haben in den letzten Jahrzehnten vor allem ausländische Investoren, die GB nur wegen der Sprache als EU-Standort gewählt haben.

Die sind weg, wenn GB austritt, genauso wie die Banken, denen sich GB ausgeliefert hat.

Cameron spekuliert natürlich darauf, die EU zu erpressen. Alle wirtschaftlichen Vorteile mitzunehmen und dabei alle Verpflichtungen los zu werden. Da muss die EU hart bleiben und sich an seine Vorgabe halten: in or out, keine halben Sachen!

meinen segen haben sie!

wenn man nicht will, dann ist das eben so! ob sich die briten langfristig damit einen gefallen tun würden auszutreten, das bezweifel ich stark. das empire existiert nicht mehr und wird, so hoffe ich, auch nie wieder in dieser form existieren. das sollte den briten langsam klar sein...

interessant wäre es, wenn cameron von so einer abstimmung seinen verbleib im amt abhängig machen würde.

An alle künftigen Skeptiker

Es ist klar dass 50% der Kommentare wieder Nörgelei an der EU darstellen werden.Überlegen sie sich bitte folgendes:

-Offensichtlich ist die Tatsache dass wir vom Frieden profitieren.Oder gibt es Leute denen Krieg lieber wäre?

-Wirtschaft in der EU ist nicht nur die Eurokrise,die Integration hat auch einiges,ich würde sagen es überwiegt,an Vorteilen mit sich gebracht.Wer wirklich für Ungerechtigkeiten verantwortlich ist ist nicht die Politik sondern die Finanzmärkte.Hier gilt es etwas zu ändern.

-Ohne die EU werden wir in Zukunft,entschuldigen sie die Ausdrucksweise, ein "feucht-fröhlicher Furz" auf Gottes schöner Welt sein.Gegen Länder wie China,Indien etc wird auch Deutschland in Zukunft sehr klein sein.Ergo ist die EU für uns die Chance auch in Zukunft ein Mitspracherecht zu behaupten

Volksabstimmung / Demokratie

Da die Kommentarfunktion im anderen Artiekl bereits geschlossen ist.
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Grundsätzlich wäre ich auch für eine Volksabstimmung in Deutschland.

In Deutschland haben wir aber bereits die EU gewählt. Zwar musste man uns am Anfang etwas "helfen", aber seit Jahren stimmen wir für die EU.
Und Deutschland hatte keine Wahl ob wir der EU beitretten oder nicht.

Die EU war aber von Anfang an eine Wirtschaftsunion (EGKS und EWG).
Und erst in den Vergangen Jahren hat sich die EU auch zu einer (welt-) politischen Einheit entwickelt.

Manche Kommentare lassen mich jedoch an dem Sinn einer Volksabstimmung zweifeln. Viele verstehen leider nicht was die EU für uns (Europäer) aber auch für die Welt bedeutet.
Vielleicht würde ein Besuch bei den Großeltern oder in Osteuropa helfen ...

Politisches Spielchen

Cameron geht es nicht wirklich um die Frage EU-oder-nicht, sondern erstmal darum Zeit zu schinden und sich wiederwählen zu lassen. Läge ihm die Frage wirklich am Herzen, würde es sie früher stellen. Stattdessen verschiebt er sie nach 2015, um im Wahlkampf entsprechend die Wähler locken zu können "Wählt mich, dann lasse ich euch über die EU entscheiden", um so noch ein paar Wählerstimmen für seine geschwächten Torries zu bekommen.

parteienpolitisches Geplänkel

Hier schadet sich Groß Britanien sicher selbst:

Internationale Konzerne, die einen Standort in der EU suchen, werden sich jetzt sicher nicht mehr für dieses Land entscheiden.

In der Sache hätte GB sicher Recht, die EU muss demokratischer werden. Warum aber verhindert gerade GB dann immer wieder Schritte in diese Richtung?

Es scheint mir so, als wenn Cameron seinen Stand in seiner in dieser Sache zerrissenen Partei stärken will. Er will es sich weder mit den Befürwortern noch mit den Gegnern der EU verderben.

Visionäre Politik für den europäischen Kontinent sieht anders aus. Europa muss aufpassen, das es nicht durch Partikularinteressen zerrieben wird.

Was wir brauchen ist ein wirklich demokratisches Europa, wo jede Stimme des Bürgers das gleiche Gewicht hat (nicht wie jetzt, wo eine luxemburger Stimme 10X mehr zählt wie eine deutsche) und ein so gebildetes Parlament länderübergreifendes Recht dort beschließt, wo es nötig ist: Wirtschaftspol., Menschenrechte und Verteidigung. ...

Typische Fehleinschätzung der Briten

Da hat die britische Regierung mal wieder eine große Klappe. Man fühlt sich stark mit dem großen Bruder jenseits des Atlantiks im Rücken. Schwächelt dieser, ist es vorbei mit der eigenen Herrlichkeit. Was man in Kleinbritannien nicht sehen will, ist die Tatsache, dass sich die USA gerade selbst zerlegen und binnen weniger Jahre ihre Vormachtstellung an China verlieren werden. Dann spielt die Musik in Peking, wo man sich verbitten wird, dass weiße Politiker der Staatsführung gute (?) Ratschläge erteilen wollen. Als Quintessenz aus der Rede von Herrn Cameron frage ich mich, sind angloamerikanische Politiker nicht mehr in der Lage, vorauszuschauen, wohin die Reise geht? Wenn die USA als Machtfaktor ausfallen werden, und die dort amtierenden Politiker mit ihrer Reformunfähigkeit arbeiten zielstrebig daran, kann allenfalls eine einige EU eine bescheidene Stimme im internationalen Konzert erheben. Großbritannien wird dann Geschichte sein.

Wenn er raus will...

... soll er doch. Ja, Europa muss erneuert werden, gerade demokratischer werden. Das ist unablässig auf dem Weg zu den Vereinten Nationen Europas. Aber Kompetenzen zurück an die Nationalstaaten? Dann doch ohne GB.
So sehr ich hoffe, dass die Briten sich für uns entscheiden, so wenig tut der Abschied weh, wenn die Blockierer die Union verlassen.

Rule, Britannia!

Endlich redet die Regierung des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland nicht nur vom Austritt aus der EU, sondern will das Volk darüber abstimmen lassen, leider erst im Jahr 2015. Großbritannien hat sich noch nie zu Europa gehörend gefühlt. Es wurde immer abschätzig als "the continent" bezeichnet. Mit einem Beitragsrabatt hat man Großbritannien zu locken versucht. Es ist weder dem Schengener Abkommen noch der Währungsunion beigetreten. Die Briten sind Mäkler und Besserwisser, hassen die Franzosen und verstehen Europa nicht. Rein oder raus, das wird die Frage sein. Ich habe kaum Zweifel, dass bei dieser einfachen Fragestellung Letzteres das Ergebnis sein wird. Eine Erlösung für alle Beteiligten! Wie wäre es mit Referenden in den anderen Mitgliedsstaaten? Angeblich sind wir doch mündige Bürger.

Konkurrenz

zu den alten Griechen.

So etwas wäre in D (wie Demokratie) nicht denkbar, um die 10.000 hätten etwas dagegen.

Holzweg-EU

So lange die EU nicht von dem Wahn eines Staatenbundes (Union, Föderation,....) abrückt, und sich nicht darauf besinnt eine koordinierende Funktion eines Staatenbundes zu sein, ist das Scheitern programmiert.

Undemokratischer Zentralismus auf einem vielfältigen Kontinent MUSS und WIRD scheitern. Das Eigenleben, dass die 50.000 Köpfe €kratur in Brüssel entwickelt, ist schon lange nicht mehr demokratisch legitimiert.
Ablehnung wie von Franzosen, Iren, Niederländern oder Dänen schon in Volksabstimmungen zum Ausdruck gebracht wird ignoriert.

Das Credo der €kraten formulierte J-C Juncker einst so:
Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt

Die Briten haben genug davon. Und das ist gut so!

Wie heißt es doch so schön...

...Reisende soll man ziehen lassen und das gilt ganz besonders für die Briten. Sie scheinen immer noch ihrem Empire nachzutrauern und merken nicht, daß dieser Zug längst abgefahren ist. Ihre EU-Mitgliedschaft brachte doch immer Trouble.

UK

Ich lebe gut die hälfte des Jahres in England.
Die Briten haben grundsätzlich etwas dagegen sich anzupassen. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass das Königreich auch nie als ernsthaft unterstützendes Mitglied in der EU agieren wird.
Die Angst zu viel Freiheit abzugegeben ist hier einfach zu groß. Hauptsächlich weil die Wirtschaft völlig am Ende ist, wäre hier nicht der Dienstleistungssektor. Es ist m.M.n. nur eine Frage der Zeit bis die Bombe platzt.

@beat126

die Frage hat sich Deutschland gestellt und sich für mehr Einfluss, mehr Wirtschaftskraft und mehr kulturellen Austausch entschieden!

Das wird nicht passieren

Schon der geplante Zeitraum für diese Abstimmung zeigt den Realisierungswillen. Noch zwei Jahre bis zur Wiederwahl und dann noch zwei Jahre warten, da könnte Cameron auch gleich den St. Nimmerleinstag festlegen.

Ohnehin wird es Kräfte in der EU geben, die eine wahre Volksentscheidung über ein wichtiges Thema zu verhindern wissen werden. Und wenn alles nichts hilft, dann wird eben so oft abgestimmt, bis das Ergebnis passt. Auch das ist der EU schon offiziell vorgekommen.

Ohne England funktioniert die EU besser !!

Auf dieses England mit den vielen Extrawürsten bei ihrer EU-Mitgliedschaft kann die EU verzichten.
So häufig wie England seit Maggie Thatcher die Einigkeit der EU-Staaten gestört hat und Sonderrechte beansprucht kann es nur besser und ruhiger in der EU werden wenn sie gehen!
Die Bevölkerung wird dann allerdings schnell merken wie wichtig diese EU-Mitgliedschaft für die englische Wirtschaft ist bzw. dann gewesen ist!

schizophren, oder?

Einerseits ist GB zwar EU Mitglied und sieht womöglich sogar zu recht, dass sich etwas ändern muss an diesem Ungetüm. Im Grund ist die EU eine super Idee, nur dass sie eben noch an ein paar Kinderkrankheiten leidet, weil so mancher Staat nicht über seinen Schatten springt.
Auf der anderen Seite sind sie nicht Mitglied der Eurogruppe und beschweren sich nun, dass eben dieser Teil der Union, den sie nicht mittragen, die EU so verändert dass sie am Ende die ganze Europäische Einigung nicht mehr mittragen können.

Vielleicht sollte man in GB eine wirkliche Ganz-oder-Gar-nicht-Entscheidung treffen und entweder ganz rein oder ganz raus gehen. Dann kann man nämlich auch überall mitreden und wir hätten endlich eine wirkliche Union und weniger Kindergarten.

Kein Verein der Welt

weint einem ständigen Nörgler, der endlich austritt, eine Träne nach. Warum sollten wir das bei den Briten tun, wenn ohne sie vieles einfach wird?

Natürlich ist in der EU nicht alles perfekt, es gibt sogar große Schwierigkeiten, an denen die Politik noch Jahr zu arbeiten haben wird. Wirklich konstruktiv war die Mitarbeit der Briten dabei aber bisher nicht.

Allerdings ist die EU auch besser als ihr Ruf, der nur deshalb so schlecht ist, weil sich die heimischen gerne auf Kosten der EU profilieren. Da werden dann Fragen, die zuhause hoch umstritten sind, klammheimlich in Brüssel beschlossen und am Ende behauptet, man habe nichts tun können. Oder man schürt Ängst vor ausländischen Arbeitern, ohne zu sagen, dass unsere Industrie ohne die europäischen Grundfreiheiten sehr viel weniges Produkte verkaufen könnte und damit auch sehr viel weniger Arbeitsplätze in Deutschland schaffen könnte. Aber natürlich profitieren wir gar nicht von der EU...

Good bye

Reisende soll man nicht aufhalten.
Schaden nehmen dabei beide Seiten - GB und EU. Im Gegensatz zum oftmals angedachten Rauswurf schwächerer Staaten im Rahmen der jetzigen Krise wäre der Austritt eines Nehmerlandes 2016 mal interessant zu beobachten.
Wenn GB aber glaubt, nur mit einem starken Finanzsektor und keinerlei produktiver Industrie überleben zu können - bitte.

So what

Den Briten würden ein Austritt mehr schaden als der EU.

Die machen doch eh ihr eigenes Ding, wie man an den Finanzmarkregeln sieht.

Bitische Produkte braucht hier auch niemand und Probleme haben die auf der Insel mehr als genug.

Sollen die das alleine Regeln ... Good Bye!

Koalitionspartner

Kurz Formuliert: Und Tschüss!
England hat genug Sonderregellungen und schadet zudem mit seiner Blockade in vielen Fragen ganz Europa.

Etwas länger: Für Cameron wird das eher ein Innenpolitischer Schachzug sein. Er wird hoffen, dass die EU einlenkt und er sich als Führungskraft verkaufen kann. England kann sich, im Gegensatz zu Deutschland und Frankreich keinerlei europäische Erfolge anrechnen lassen. Einen Sieg könnte ihn im Land die Botschaft: "Ich bin so wichtig das ich in Europa mitreden darf" verlauten lassen.
Sollte er aber scheitern und weiter drohen wird das mehrere extrem ungünstige Folgen für England haben.
Schottland ist weg! Die wollen lieber in der EU sein als im Empire. Die Europafreundliche liberale Partei in England (Liberal Democrats) wird das nicht Mittragen und das Misstrauen aussprechen. Wenn es trotz Neuwahlen und alledem dann noch zum Bruch mit der EU kommen sollte werden sie recht schnell die wegbrechenden Handelsvorteile zu spüren bekommen.

EU-Problem

Das Problem in der EU und da haben die Skeptiker recht, ist die undemokratische Verfahrensweise. Eine Kommission, die bei jeden Mitgliedsland noch neu dazu kommt und nicht vom Volk gewählt. Jeder Bereich ob es die Lampen waren oder vermutlich die Winterreifen oder andere Gefälligkeiten sind Auffällig wenn diese dann in Gesetze und Verodnungen gegossen werden.
Eine gemeinsame Institution funktioniert nur, wenn diese vom Volk getragen wird und Verbindlichkeit aber auch transparente Strukturen aufzeigt. Das findet sich nicht in der heutigen EU. Wer schon mal da war, weiß was gemeint ist.
Am schlimmsten für viele Bürger in der EU ist der Bruch des Lissaboner Vertrages, der nun wie ein Blankoscheck durch die Räume der EU wedelt.
So gewinnt man kein Vertrauen. Deshalb ist es wichtig auch bei uns, das das Volk abstimmt und Änderungen in der Struktur der EU passieren.Frieden schafft die EU nur dann, wenn diese aufzeigt, das Sie uns, die Bürger Europas VERTRITT:Im Moment ist das nicht der Fall.

Ich denke nicht, dass diese

Ich denke nicht, dass diese Ankündigung in Europa irgendjemand aufschreckt. Wenn sie sich wirklich für Raus entscheidem wäre das im Grunde gut für die EU aber wahrscheinlich schlecht für GB. Mann kann sie ja dann wenn sie am Boden liegen wieder reinlassen aber dann nur zu den Regeln der EU.

Tja... Demokratie...

Grundsätzlich sind mir die Briten in nahezu allen EU-Fragen etwas suspekt. Hier allerdings trifft Cameron den Nagel auf den Kopf.

Wir übertünchen blindlinks alles mit Freude schöner Götterfunken, die Demokratie aber bleibt schon lange auf der Strecke. Europa ist und war immer ein Kontinent der Vielfalt, nicht des Konsenz in Geheimen Zirkeln oder Lobbys. Von EURO über Schengen bis Energiesparlampen: Demokratie geht anders.

Eine eigene Insel für die Finanzindustrie!

Diese meine Forderung scheint sich langsam zu erfüllen! Ein Austritt hätte den Vorteil, dass keine EU-Mittel mehr nach GB fließen und außerdem ein Schott gegen die Kapitalflüsse hochgezogen werden kann. Denn was mit der Schweiz gelungen ist, geht mit GB auch. Also, viel Glück beim Abstimmen und gute Reise!

Ich find’s gut

Und am Beispiel Schweiz sehen wir auch, dass/wie es geht, ohne EU-Zwangsmitglied zu sein. Die Schweiz lebt in Frieden, sie war nichtmal am zweiten Weltkrieg direkt beteiligt. Und den Schweizern geht es sehr gut, auch ohne EU-Mitgliedschaft. Warum sollte es bei den Briten anders sein? Warum beschwören hier einige einen Krieg herauf, nur weil jemand nicht zwanghaft Teil eines Wirtschaftsbündnisses sein will?

Diese unreflektierten EU-Lobhudeleien, die irgendwelche Politiker den Leuten indoktrinieren, gehen mir auf die Nerven. Man sieht schon an einigen unkritischen Kommentaren in diesem Forum, wie das wirkt.

Na ob das eine Gefahr ist?!?

Was Cameron als Gefahr für die EU sieht(den Ausstieg der Briten), empfinde ich eher als Hoffnungsschimmer. Keine Quertreiberei mehr, keine Sonderregelungen für eine Insel. Hoffentlich sind die Eurominister dann aber nicht so dumm alle Freiheiten für die Britten in Europa bestehen zu lassen (Handelsfreiheit, Reisefreiheit, etc.).

@ 23. Januar 2013 - 10:23 — R. Wiggum

Ich kann Ihnen nur beipflichten.
Auch in meinen Augen überwiegen die Vorteile der EU und ich halte es mindestens für fahrlässig, diese aus machtpolitischen Kalkül zu riskieren.

Ich halte auch nichts davon, allein den Gedanken an eine Volksabstimmung in D in den Raum zu werfen, da ich befürchte, dass die Tragweite eines möglichen negativen Referendums nicht zu überschauen ist.

Der Mensch an sich ist in seiner Natur einfach und "faul" :-)

Daher befürchte ich, wird in einem solchen Fall ein nicht unerheblicher Anteil der Abstimmenden in D. wieder den üblichen Anti-EU-Parolen anheim fallen ohne wirklich die Folgen zu bedenken.

Ganz so wie Mr. Cameron.

Ich halte daher diese Äußerung von ihm für einen Sturm im Wasserglas, ganz so, als müsste er sich wieder einmal zeigen, da er befürchtet, sonst vergessen zu werden.

Viele Grüße

@beat126

Die Deutschen sind vornehmlich europafreundlich, von daher dürfte so ein Referendum nicht so ausgehen, wie du dir das vorstellst.

Der Hemmschuh

... einer demokratischeren Entwicklung innerhalb der EU scheint doch nicht zuletzt ganz offenbar Großbritannienen selbst zu sein. Läuft alles im Sinne der "Insel", ist es gut, wenn nicht, wird gedroht und blockiert.

Bis das Ergebnis jenes Referendums dann bekannt ist, darf man aber auch hoffentlich erwarten, daß jeder Transfer von EU-Mitteln nach Großbritannien einer gründlichen und strengen Prüfung hinsichtlich des Nutzens für die anderen Eu-Mitgliedstaaten unterzogen wird. Zu verschenken haben wir in krisenhaften Zeiten nichts - allemal nicht an ein NICHT-EU-Mitglied "to be".

Wer die EU nicht stützt

ist eigentlich eh überflüssig.

Was will man mit einem Partner, der lieber sein eigenes Ding machen will?

Das funktioniert auf Dauer einfach nicht.

Also "Good Bye".

In ein paar Jahren wird GB weiter an Bedeutung verloren haben und dann?
Kommt man dann wieder zurück gekrochen?

Die Briten haben genug Probleme ... sollen die diese erstmal angehen.

Die Britische Wirtschaft besteht eh fast nur noch aus Banken ... das das nicht gerade sinnvoll ist, haben wir in den letzten 5 Jahren gesehen.

Sollen die ihr eigenes Ding machen - die EU wirds verkraften und nicht weiter merken!

zammy- Wer ist denn hier Deutschland ?

Bist Du etwa Deutschland ?
Durftest Du Dich etwa in die EU wählen ?

Die Frage hat sich nicht Deutschland gestellt, sondern der deutsche Bundestag, und der ist schon lange nicht mehr des Volkes Stimme.

Dem Wahren, Schönen, Guten ist dies gedient, was Du da mitteilst, aber dies ist keine aktiv gelebte Demokratie. In manchen EU-Ländern gibt es das. Tu aber bitte nicht so, als ob Du als Deutscher in solch einem Land mit gelebter Demokratie leben würdest.

sie wollen raus? lasst sie doch

mit all den wirtschaftlichen nachteilen, die ein austritt eben so mit sich bringt. dann ist es nur noch eine frage der zeit, bis die schotten dem königreich auf wiedersehen sagen. die haben jetzt schon die nase voll. von nordirlands zukunft will ich gar nicht erst anfangen.

ansonsten schade eigentlich, dass die hohen unternehmergewinne, die britische firmen dank der eu gemacht haben, nie bei den einfachen menschen ankamen, die weitesgehend auf nur die spesen bezahlt haben. so kann man europa auch kaputtmachen.

@beat126

23. Januar 2013 - 10:42 — zammy

"die Frage hat sich Deutschland gestellt und sich für mehr Einfluss, mehr Wirtschaftskraft und mehr kulturellen Austausch entschieden!"

Das hätten wir Deutschen auch so gehabt, ohne den erzwungenen aufoktoierten Beitritt. Nur mir der EU soll das möglich geworden sein ? Nein, Nein. Wir sind doch kein Volk von Authisten ! Wir verständigen uns auch ohne die EU mit unseren Nachbarn. Wahrscheinlich besser ohne EU, wenn wir dies nämlich selbst regeln könnten. Allerdings ist die EU auf Kosten von uns Deutschen gescheitert, das solltest Du bei aller Schönfärberei eingestehen.

"Bündnis" oder Gemeinschaft ?

Vermutlich ist es Absicht des Premiers, von einem Bündnis, das einem Zweck dienen soll, zu sprechen, anstatt von dem gerne bemühten Begriff der "Europäischen Gemeinschaft".

Hierin zeigt sich deutlich die Kurzsichtigkeit aktiver Politiker, bei Cameron überdeutlich das Schielen auf die nächste Legislaturperiode.

Aber ein Zweckbündnis mit "mehr Wettbewerb" wird den oben schon angeführten wirtschaftlichen Herausforderungen eines starken China oder wachsenden Indien nicht gerecht und würde jedes Mitgliedsland allein überfordern.

In der Tat wird mehr Europa gebraucht, aber genauso mangelt es an mutigen Gestaltern mit Visionen.

Zu befürchten steht also, daß ein "Europa der Krisen" sich letztlich irgendwie zusammenrauft, weil die nationalen Probleme übergroß werden.
Ob man dann aber noch international mitspielen kann, ist fraglich.

Wer jetzt aber glaubt, er könne mit dem Thema Europa noch einen schnellen politischen Gewinn mitnehmen, der soll wirklich gehen, und zwar nicht erst 2015.

KannLesen

Nimm mich dann bitte mit. Wir machen dann einen Internetversandhandel auf für umweltschonende herkömmliche quecksilberfreie Glühbirnen. Da gibt es in D einen Markt..., zumal die Energie durch die neuen LED´s ja noch teurer zu werden scheint.

"Das Bündnis müsse flexibler,

"Das Bündnis müsse flexibler, wettbewerbsfähiger und demokratischer werden"
Danke für die Ehrlichkeit.

Flexibler für die Ausbeuter unserer sogenannten Gesellsaftsordnung, weniger Bürokratie allein für die Unternehmen.

Die Briten wollen doch nur eine Art Super-EU, d.h. im Sinne des Wettbewerbes alle vorteilhaften Strukturen behalten , und Hürden abbauen .

Das EU Parlament weg, kostet zu viel, dafür eine Bank als unser NEUE WELTORDNUNG-Präsident.

Reisende soll man nicht aufhalten...

Seit ich mich für Politik interessiere, nehme ich wahr, dass Grossbritannien in der EU stört und blockiert, wo es nur geht.

Von daher nehme ich die Ausstiegsoption bedauernd zur Kenntnis und wünsche den Briten alles Gute ;)

Was man von den Briten so hört...

Hier in England sind sich so ziemlich alle mit dem Rest der Welt einig, dass Camerons Ankuendigung eines Referendums nach der naechsten Wahl in erster Linie ein innerparteilich motiviertes Manoever ist. Viele sehen auch das Problem der dadurch entstandenen Planungsunsicherheit nebst den moeglichen wirtschaftlichen Konsequenzen. Und so manche Briten sind auch tatsaechlich der Meinung, dass sich GB mit einem EU-Autritt den eigenen Ast absaegen wuerde. Ob Letztere allerdings in der Mehrheit sind, darf stark bezweifelt werden!

Well done, mate !

Zwei Aspekte der britischen Europa-Kritik sind hier noch gar nicht genannt worden:

1. Wer das Leben in GB mal erlebt hat, der weiß, dass dort vieles nach dem Grundsatz funktioniert: "Lassen wir's doch erstmal laufen wie es läuft und schauen mal. Regulieren und Gesetze erlassen können wir später immer noch." - In Deutschland und Europa ist es genau umgekehrt und deshalb fühlen sich die Briten von Brüssel gegängelt.

2. Man hat das während der ganzen Griechenland-Diskussion übersehen, aber in GB wird bei den öffentlichen Ausgaben gespart bis es quietscht. Und die Briten ertragen's ohne viel zu klagen, in der Hoffnung, dass es diesmal klappt mit der Schuldenkonsolidierung. - Wie soll man ihnen denn aber erklären, dass sie nun auch noch die ganzen armen südeuropäischen Länder unterstützen sollen? Das verstehen doch selbst viele Bürger in Deutschland nicht mehr?

In diesem Sinne halte ich das Referendum für richtig. Cameron hält die Optionen offen und fragt sein Volk.

Well done, mate!

Endlich ein Lichtblick

Hoffentlich kommt es zum Austritt Großbritanniens aus der EU!
Somit eröffnet sich für viele tüchtige Deutsche endlich eine Lebens-Chance, nicht allzuweit der alten Heimat ein bessere Zukunft zu finden - zumal es idR nicht einmal ein Sprach-, allenfalls ein Wetterproblem gäbe.

Ich bin davon überzeugt, daß GB dann deutlich voranschreiten wird, während hier alles weiter den Bach runtergeht - und jeder wird dann wohl mit Neid, Argwohn und Enttäuschung sehnsüchtig über den Kanal schauen.
Einzige Sorge: Wer nicht schnell genug nach GB auswandert, der wird als "Armer Mann" mit seinem trauer-Euro keinen guten Stand im neuen Boomland haben.

Ein Austritt wäre ein Verlust für Europa

Großbritannien ist ein zentraler Bestandteil des europäischen Kulturraums und hat die Geschichte Europas entscheidend mitgeprägt. Ich denke, auch die "Kontinentaleuropäer" sollten sich darum bemühen, dass GB in der EU bleibt. Es gibt insbesondere in Nordeuropa (GB, Schweden, Dänemark, Finnland) zum Teil eine erhebliche Skepsis gegenüber der EU, die häufig als bürokratische intransparente Geldumverteilungsmaschine gesehen wird. Das ist so pauschal natürlich sicher ganz falsch, aber manche Kritik kann ich auch irgendwo verstehen.
Ich denke allerdings dass es für GB keine echte Alternative gibt. Die Zeiten des Empire sind für immer vorbei und auch das Commonwealth driftet immer weiter auseinander. Die Stimme eines isolierten Britanniens hätte auf die Dauer kein Gewicht in der zukünftigen Welt. Da werden gefährliche Illusionen genährt, wobei ich glaube dass Cameron selbst sehr stark unter innerparteilichem Druck steht und deswegen zum Handeln gezwungen ist.

Die Briten haben mal den Mund

Die Briten haben mal den Mund aufgemacht, aber egal WER da oben etwas an Europa verändert, wird es doch derselbe Mist werden.

Solange das Geld regiert und Vernunft und Nachhaltigkeit ausschaltet.

Ein Europa in Frieden? Das ist nicht an die EU gebunden. Halte ich für ein Märchen, das seit 1990 ÜBERFLÜSSIG wurde.

Trojaner

Großbritannien ist wichtiger Handelspartner Deutschlands.

Können wir mal gegenrechnen, was uns der Austritt GBs aus der EU-Zone bringen würde?

1.wir können unsere märkte vom schädlichen einfluss des spekulation und des leerverkaufs schützen
2.dadurch sparen wir diverse billionen, weil wir keine kaputt spekulierten volkswirtschaften mehr retten müssen
3. wir werden uns ein neues konzept für unsere spekuliererei ausdenken müssen, da man uns sicher ordentlich zur kasse bitten wird, wenn wir international spekulieren wollten
4.was wird aus den westlichen angriffsspekulationen gegen russland und china? das geht nicht, dass hier ein riss durch die nato geht

Schlussfolgerung: Cameron blufft und hat im Hinblick auf die Krise der NATO OECD überhaupt nicht die Möglichkeit, eine Spaltung herbeizuführen.

Der gemeinsame Wirtschaftsraum ist auch der gemeinsame Verteidigungs und -Angriffsraum.

Wir sind mitten im krieg gegen alle Formen von Terror und Despotie. Austritt geht gerade nicht... Oder?

Mein Mitgefühl...

Die Briten werden bald noch viele Gelegenheiten haben, Abschied zu nehmen: das betrifft lieb gewonnene Privilegien, verkrustete gesellschaftliche Strukturen, das Bild von der Welt und von sich selbst, aber auch politische und wirtschaftliche Integration, den gewohnten Lebensstandard und und und...

...angesichts der britischen Geschichte hält sich da mein Mitgefühl aber in Grenzen.

Nun schließt sich bald der Kreis, England findet sich da wieder, wo es seinen Aufstieg unter Elisabeth I begonnen hat: am europäischen Rand.

Good bye Britain!

über das Selbstverständnis von (Anti-)Demokraten

Ob es tatsächlich zum Plebiszit kommt oder ob es nicht doch an den bekannten politischen Scharaden von britischer Administration und EU scheitert, wird sich zeigen. Eines gilt es aber festzuhalten: Wer für sich in Anspruch nimmt Demokrat zu sein, kann nicht zeitgleich dem Souverän eines demokratischen Gemeinwesens absprechen, seinen politischen Willen (im Rahmen der verfassungsrechtlichen Ordnung) zu artikulieren. Ebenso steht es einem Demokraten nicht zu, sich abfällig über diejenigen zu äußern, die diesem Recht zur Geltung verhelfen wollen (Aufrichtigkeit der Handelnden vorausgesetzt). Das schließt freilich das sachliche Erörtern des Für und Wider eines Referendums mitnichten aus, sondern ist im Rahmen des gesellschaftlichen demokratischen Diskurses ausdrücklich erwünscht.

Der per Referendum zum Ausdruck gebrachte politische Wille weist die höchste Legitimation auf, die demokratische Gemeinwesen gemeinhin haben. Nur auf dieser Erkenntnis kann ein demokratisches Europa entstehen.

@ 10:40 — HartAberWahr

Sie schreiben:
"Holzweg-EU"

Mit dem Verweis auf "den €kraten J-C Juncker" und auf die genannten Vollksabstimmungen, die sich NUR auf den Euro beziehen, zeigen Sie dass Sie wohl scheinbar auch zu den Menschen gehören welche einfach mal die EU mit den Euro-Ländern gleich setzen. Und das ist ziemlicher Unsinn, wie man ja an England sehen kann, das nicht zu den Euro-Ländern gehören.
Die Volksabstimmungen hatten NICHTS mit der EU-Mitgliedschaft zu tun!

Dass die EU an sich für ALLE Mitgliedstaaten wirtschaftliche Vorteile gebracht hat streitet eigentlich niemand mehr ab. Und dass die EU weitere große Vorteile gebracht hat zeigt sich an der berechtigten Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis.
Es ist immer wieder schade dass sich viele Menschen negativ äußern ohne sich wirklich richtig über das Thema informiert zu haben.

Die EU ist aus wirtschaftlichen UND gesellschaftlichen Gründen ein großer Erfolg für einen wesentlichen Teil Europas!
Und auch der Euro wird sich langfristig bewähren!

@. Hugomauser

"(nicht wie jetzt, wo eine luxemburger Stimme 10X mehr
zählt wie eine deutsche)"

Wer derartige Rechnungen aufstellt, sollte auch bedenken, daß z. B. Luxemburg gemessen an seiner Bevölkerungszahl ein weitaus größerer Nettozahler in der EU ist, als Deutschland.

Gerade Luxemburg mit seinem Premierminister war bislang ein wahrer Segen für die Europäische Gemeinschaft - was man von Deutschland und seinen wankelmütigen auf deutsche Wählerstimmen fixierten Politikern - nicht gerade immer behaupten kann.

Es ist doch kein Zufall, daß

Es ist doch kein Zufall, daß es den beiden Ländern in Europa am besten geht, die nicht in der EU sind:
Norwegen und der Schweiz.
Mit diesen beiden Ländern führt auch niemand Krieg, und der Norwegischen und Schweizer Wirtschaft geht es auch nicht gerade schlecht.
Warum werden aber diese Gefahren, in Bezug auf GB, nun an die Wand gemalt?
Norwegen und die Schweiz sind die beiden Länder Europas, wo es der Bevölkerung am besten geht, und der Lebensstandart am höchsten ist. Es ist für jedes Land nunmal das Beste, wenn es seine eigenen Interessen verfolgt und unabhängig ist.
Schon Jean-Jaques Rousseau hat gesagt, daß ein Staat nicht zu groß werden darf, um gut regiert zu werden. Demokratie und Bürokratie funktionieren nur im Kleinen. Wird ein Staat zu groß, wird er unregierbar und undemokratisch. Genau das sehen wir ja gerade in der EU.
Ein kleiner und unabhängiger Nationalstaat, der friedlich mit seinen Nachbarn kooperiert, ist das Beste für jedes Volk.

re malocherdoc

"Ich bin davon überzeugt, daß GB dann deutlich voranschreiten wird"

Komischerweise sind aber die englischen Industrieverbände einstimmig FÜR die EU.

Die sind doch wohl vom Gegenteil überzeugt.

@11:54 — Gandhismus

Ich finde es schon lustig, dass sie gerade den Briten applaudieren und sich einen Satz später beschweren, dass ja leider nur das Geld regiert und Vernunft und Nachhaltigkeit ausgeschaltet seien.
Ein wichtiger Grund, warum GB derzeit in der EU blockiert und viele konservative Briten aussteigen möchten ist doch gerade, dass sie eben jenes Regieren des Geldes beibehalten möchten und eben gegen Finanztransaktionssteuern für die Londoner City sind. Eben solche Regulierungen, die sinnvollerweise nur EU-weit eingeführt werden könnten, blockieren gerade diejenigen, denen sie hier Beifall zollen. Denn genau in diese "inneren Angelegenheiten" verbittet sich Cameron die Einflußnahme aus Brüssel.

Übrigens, ein Europa in Frieden halten sie seit 1990 für ein Märchen? Dann schauen Sie mal nach Jugoslawien und den Hass dort. Vielleicht wird es keinen klassischen Krieg mehr geben, doch die Bevölkerungen der Länder werden im Konkurrenzkampf um die niedrigsten Unternehmenssteuern leiden müssen.

Was Cameron sagt, hat nichts mit mehr Demokratie in der EU zu tun sondern mit Rosinenpickerei. London benutzt ja gerade die "undemokratischen" Veto Strukturen, um die EU zu blockieren.

Ich gebe Ihnen recht, wir haben ein Demokratiedefizit in der EU. Darum geht es den Euroskeptikern in England aber nicht. Sie wollen weniger Integration. Demokratie hat per se nichts mit weniger Integration zu tun, wo jeder seine Rosinen herauspickt. Cameron will den freien Binnenmarkt ohne die politische Integration, der nächste am Ende wieder die Protektion. So geht es nicht, dass man sich auf der Insel sein eigenes Europa zurecht schnitzt und alle anderen erpresst. Anders sind Worte wie: "wir bleiben drin, wenn ihr macht, was wir wollen." nicht zu verstehen.

Mehr Integration u. Demokratie mit einer Verlagerung von Rechten der nationalen Parlamente auf das Europaparlament, Abschaffung des Vetorechts zugunsten einer von Mehrheitslösungen, gemeinsame Finanzmarktregeln! Machen Sie mit, Herr Cameron

Im Kern hat Herr Cameron recht.

Und darin ist seine Haltung vorbildlich.

"Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel."

Das ausgerechnet GB mit seinem Sonderweg diese Fragen und Forderungen stellt, ist für alle anderen EU-Mitglieder mehr als peinlich. Die hinterfragen nämlich gar nichts. Bei denen reicht es denn auch immer wieder nur zu einem lauen "weiter so". Was daraus wird sehen und erfahren wir, auch durch angewandtes EU-Recht, täglich und schmerzlich.

10:31 — Nakambale - Politisches Spielchen!

"Läge ihm die Frage wirklich am Herzen, würde es sie früher stellen. Stattdessen verschiebt er sie nach 2015, um im Wahlkampf entsprechend die Wähler locken zu können."

Ja so läuft es in der Politik!

In England, wie bei uns und allen Demokratien, dieses Schnittmusters.

neoliberaler Erpressungsversuch

Ich habe mittlerweilen auf dem Politiksender Phoenix TV (Vor Ort, 23. 1. 2013, 11 Uhr) die Cameron-Rede gehört. Unter anderem lässt er sich dort gegen Arbeitsmarktregulierungen in der EU aus. Neben den hier besprochenen innenpolitischen Moltiven glaube ich, dass er damit die EU versucht, im Auftrag der die britische Wirtschaft dominierenden Banken und wahrscheinlichen Parteispendengebern, neoliberal zu erpressen. Wobei die Regulierung an dieser Stelle ohnehin brüchig wird. (vgl. www.tagesschau.de/wirtschaft/flugdienstzeiten102.html; www.meta.tagesschau.de/id/69238/neue-flugdienstzeiten-protestschlafen-de...). In der Rede bezeichnete er Wohlstand als Maß aller Dinge, von sozialer und ökologischer Verantwortung war keine Rede.

Wenn die Briten da mitmachen, sollen sie ziehen, wohin der Pfeffer wächst. Oder besser nicht: unter den Folgen vor allem des britischen Kolonialismus leidet die Welt bis heute.

Referendum mit Konditionen

Das Referendum wurde bereits von Tony Blair in Aussicht gestellt und stets vermieden.Cameron ist es nun seinem Volk schuldig.Allerdings verknüpft er es mit vielen Bedingungen - der Wiederwahl - und einem gehörigen Zeitfenster. In 2015 knallt die EU-Krise viel stärker als heute.Die Hinhaltepolitik steht dann zum Bezahltwerden an.Großbritannien dürfte sich als Investitionsstandort bis dahin verbessern, weil Anleger aus dem Euro fliehen werden.Die Transaktionssteuer - in GRIECHENLAND - ist ja nur ein lächerlicher Anfang.Das Maastrichter EU Modell ist auch daran gescheitert, dass es stets seine eigenen Regeln aus Zweckmässigkeitsgründen selbst gebrochen hat. Dies wird weiterhin so geschehen.Ein funktionsfähiges Europa braucht Großbritannien.Eine EU der unaufrichtigen Umverteilungsgesetzgebung braucht dazu bereite Zahler ohne kritische Meinung und ohne Kraft zum Widerspruch.Deutschland ist solch ein Kandidat.Das muß aber nicht so bleiben. Der Zahltag kommt.

Protektionismus

@roman:
Nur weil England nicht mehr in der der EU wäre würde das noch lange nicht heißen, dass keine Europäischen Papieren an der Londoner Börse mehr gehandelt werden können.
Um so etwas zu verhindern müsste man schon sehr protektionistische Gesetze erlassen. Und selbst eine Finanzkrise a la "schwarzer Freitag" ist immer noch der protektionistischen Kleinstaaterei vor zu ziehen, denn letztere schächt die Wirtschaft extrem und ermöglicht erst Großkonflikte oder gar Weltkriege.

powderc: Amerika sieht Camerons Aktion kritisch

"Man fühlt sich stark mit dem großen Bruder jenseits des Atlantiks im Rücken.2

Obama ist gegen die antieuropäische Politik Camerons, da ihm an einem Austritt Großbritanniens nicht gelegen sein kann. Tritt Großbritannien aus, verliert es an Einfluss auf die Geschicke Europas. Als enger Verbündeter verliert in der Folge die angloamerikanische Politik an Einfluss auf die EU.

Für Konzerne wird Großbritannien uninteresant, da der Markt zu klein ist. Großbritannien kann nicht allein mit dem störanfälligen Finanzmarkt überleben. Deswegen möchte man ja die Freihandelszone erhalten. Aber wer was will muss auch geben.

Die Eurozone muss auf stärkere Integration setzen, sonst wird sie Probleme der Währungsunion nicht beseitigen. Die Eurozone wird weiter wachsen, Polen z.B. hat Interesse und ist wirtschaftlich auf einem guten Weg. Diesen Zug wird Großbritannien nicht aufhalten.

Amerika kann nur von einem starken Europa als Partner profitieren, die USA wollen wissen, für was die EU einsteht.

Britischer Premier stellt EU-Verbleib infrage

Da springt einer auf hoher See vom Dampfer, und schreit "ich kann besser schwimmen!".

"Ein Europa in Frieden? Das

"Ein Europa in Frieden? Das ist nicht an die EU gebunden. Halte ich für ein Märchen, das seit 1990 ÜBERFLÜSSIG wurde."

Kommt darauf an, wie Sie Frieden definieren. Ein Europa in Freiheit jedenfalls wird es ohne eine echte demokratische und politische Union nicht geben (dass wir die noch nicht haben, steht auf einem anderen Blatt). Solange nur die Wirtschaft transnational ist, die Politik aber Nationalinteressen verfolgt, werden die Bürger weniger Macht haben als die Märkte.

Ich denke, dass es Cameron aufgrund seiner Ideologie genau um diese Dominanz von Marktmechanismen über Bürgerfreiheiten geht, wenn er davon spricht, Europa "wettbewerbsfähiger" zu machen.

Die Griechen waren viel britischer

Als Papandreou sein Erpressungspotential für mehr Eurogeschenke ausweiten wollte, drohte er mit einem Referendum zum Verbleib im Euro und damit rechtlich in der EU.
Er erhöhte also den Preis der gr. Mitgliedschaft und bekam ihn von den Fanatikern des "Projekt Europa" bezahlt.

Ganz im Sinne Thatchers mit dem Briten-Rabatt - die andern zahlen den eigenen Beitrag.

Was also ist uns der Verbleib der Briten in der EU künftig wert? Dass nur wir unsere Souveränität an die Brüsseler Schimäre abgeben?

Ganz Europa ist besetzt. ganz Europa? ...

Julius Cäsar, Karl der Große, Napoleon, Adolf Hitler, Angela Merkel – die Liste der Staatsleute, die versuchten, Europa zu einigen, ist sehr lang.
sagte Andeas Köhler, Chef der KBV neulich.

Viele erkennen den Irrsinn. Ein kleines zähes, demokratisches und freiheitsliebendes Inselvolk leistet Widerstand.
Demokratische Tradition hat dort eben einen festen Platz anders als auf dem "Kontinent", wo Demokratie oft eine neuere Errungenschaft ist.

Koenigswasser

"So etwas wäre in D (wie Demokratie) nicht denkbar, um die 10.000 hätten etwas dagegen2

Ist auch unnötig, die Bürger und nicht nur die 10.000 wollen in großer Mehrheit die EU, wenngleich man einzelnen Detail wie z.B. dem ESM zum Teil kritisch gegenüber steht.

Ansonsten ist ja wohl unmöglich auf europäischer Ebene laufend Plebiszite für 500 Mio Menschen ala Athen (eine nationale Ebene klappte im antiken Griechenland auch nicht) abzuhalten. Die demokratische Ebene muss auf europäischer und nicht auf nationaler Ebene weiterentwickelt werden. Das europäische Parlament muss sich zu einer europäischen Legislative entwickeln, das in seinen Rechten zu stärken ist.

Austritt wäre fatal für GB

Der Inselstaat kann wirtschaftlich nicht isoliert vom Rest Europas sinnvoll existieren. Alles andere ist schlicht realitätsfern. Ich vermute stark, das weiß auch die politische Kaste in GB. Insofern sehe ich die Rede als parteiploitische Stimmungsmache. Durch die Unsicherheit, die aber bezüglich GB geschaffen wird, ist diese Rede sehr gefährlich für den Wirtschaftsstandort GB. Ich denke, dass die EU auch ohne GB überlebt, andersherum bin ich mir da nicht so sicher. Daher sit solches Taktieren ausgesprochen ungeschickt, oder verklärter Idealismus.

Verfangen in einem ehemaligen Weltreich...

Das PRoblem ist meiner Ansicht nach, dass die Briten sich niht damit abfinden können kein Weltreich mehr zu sein und dabei über alles bestimmen zu können.
In der EU sind sie die größten Bremser und Quertreiber. Ohne die Briten wäre die EU in ihrer Entwicklung viel weiter(was natürlich auch heißen würde die Briten viel unwichtiger).
Die Briten versuchen nur etwas zu verhindern, dass ihren persöhnlichen Nationalstolz verletzt.
Insofern ist es der größte Fortschritt der EU wenn die Briten diese verlassen.

Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!

hatten wir doch schon mal.
herr cameron und vermutlich viele britten hab das große problem sich nicht als europäer zu fühlen. das geht aus der rede hervor. schade. viele in meinem umfeld denken da gerade ganz anders.
am schluss haben die mauerbauer das ding dann doch wieder eingerissen...

@HamburgerHumanis

Ein klassischer Äpfel-mit-Birnen-Vergleich. Mal abgesehen davon, dass z.B: mit der Schweiz eh keiner Krieg führt (oder geführt hat), weil genau dort das Geld derjenigen lagert, die das entscheiden könnten, sind die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen so unterschidlich, dass sich jeder direkte Vergleich verbietet. Das ist nur oberflächlicher Populismus.

Demokratische Selbstverständlichkeit

Demokratie ist übrigens etwas, was es ohne den britischen Einsatz von 1939-1945 in Europa heute nicht mehr geben würde. Es scheint, ihr Einsatz ist jetzt schon wieder gefragt.

Europäische Union - der erste der davon gesprochen hat war ein gewisser Winston Churchill.

Wirtschaftliche Nachteile? Auch nach einem Austritt aus der EU wären sie im europäischen Wirtschaftraum ("EU light" vgl. Norwegen, Schweiz). Kein Stimmrecht und keine Beiträge in Brüssel, auch kein Geld aus Brüssel, aber sonst ändert sich fast nichts.

Also bitte nicht aufregen wenn endlich mal einer Ansätze von Vernuft zeigt.

@ R. Wiggum - 10:23

Offensichtlich ist die Tatsache dass wir vom Frieden profitieren.Oder gibt es Leute denen Krieg lieber wäre?

Klingt auf den ersten Blick plausibel, ist aber lediglich eine aus der Luft gegriffene, unbewiesene und daher irreführende Verknüpfung zweier Allgemeinplätze. Ansonsten müssten Sie schlüssige Belege liefern, weshalb eine Verringerung des Integrationsstrebens und -tiefe (z.B. auf den Stand der EG--> gemeinsamer Binnenmarkt, gemeinsame Außen-/Sicherheitspolitik etc) einen Krieg in Europa nach sich ziehen sollte?

Wer wirklich für Ungerechtigkeiten verantwortlich ist ist nicht die Politik sondern die Finanzmärkte.

Aus Platzgründen nur so viel: Die Trennung zwischen Politik und Finanzmärkte existiert -gerade in Europa- nicht. Die EU hat mit der Durchsetzung der Kapitalverkehrsfreiheit bis hin zur heutigen fortgesetzten Eurorettung geradezu die Vorarbeit für die Interessen der Finanzindustrie geleistet. Politik und Fianzindustrie bilden längst ein Konglomerat.

Reisende soll man nicht aufhalten ...

die Briten wollen raus aus der EU?
bitteschön, sollen sie gehen, aber warum bis 2017 warten, warum nicht gleich?
nicht nur dass die Briten auf der 'falschen Straßenseite' fahren, auch alle möglichen anderen Privilegien haben sie stets für sich eingefordert; es war und soll nur ein Rosinen aus der EU picken sein, mehr nicht; und das braucht Kontinentaleuropa nicht ...
sollen die Briten sich als 51. Bundesstaat bei den Amis anbiedern, denen sie sich eh mehr zugehörig fühlen ...
vielleicht schaffen sie es auch mit einer Kontinentaldrift näher an Amerika zu rücken ...
von mir aus können sie gehen; werde sie nicht vermissen

Eurokraten

Was bleibt einem Premier anderes übrig, wenn die Opposition die Zahlungen Boykottiert, seine eigenen Parteifreunde ihm die gefolgschaft in der Europapolitik verweigern und der Koalitionspartner ausgesprochener EU-Freund ist? Das war mit Abstand der klügste europapolitische Schachzug, der in den letzten Jahren von einem Regierungschef vollzogen worden ist. Respekt dafür.

Und was die Eurokraten angeht: Man kann ja sowohl die Abstimmung als auch den EU-Austritt der Briten durchaus noch verhindern. Dafür muss man sich aber auf eine gänzlich andere Europapolitik einigen. Ich würde daher vorschlagen, zu versuchen, in großen Fragen weiterzukommen, aber ansonsten die Länder ihre Angelegenheiten selbst regeln lassen. Vor allem muss aber die Kumpanei aufhören, mit der immer wieder hohe EU-Beamte ausgewählt werden; stattdessen braucht es mehr Demokratie und europäische Präsident- und Kommisionswahlen. Und dann braucht die EU auch weniger Einnahmen, da sie weniger Beamte braucht.

@HartAberWahr

kein Staat, der sich einen vom Volk bezahlten Luxus 'Königsfamilie' leistet, und diese auch noch faktisch Staatsoberhaupt ist, und diesen 'Posten' innerhalb der Familie vererbt ist wirklich demokratisch

@ 11:15 —Kommerz -- Realität?

Sie schreiben:
"Und am Beispiel Schweiz sehen wir auch, dass/wie es geht, ohne EU-Zwangsmitglied zu sein. Die Schweiz lebt in Frieden, sie war nichtmal am zweiten Weltkrieg direkt beteiligt. Und den Schweizern geht es sehr gut, auch ohne EU-Mitgliedschaft."

Dass die Schweiz kein Beispiel für den Rest Europas sein kann wurde eigentlich schon sehr häufig bewiesen.
Der Erfolg der Schweizer Wirtschaft beruht darauf dass hunderte von Milliarden Schwarzgelder aus der ganzen Welt dort auf den Banken liegen und investiert werden mussten. Damit wurde eine Wirtschaft aufgebaut die heute wettbewerbsfähig ist.
Dazu kommt dass die von Ihnen genannte Nichtteilnahme am zweiten Weltkrieg ein Vorteil war der den Bestand von Unternehmen und Vermögen stabilisiert hat.
Das trifft für KEIN anderes europäisches Land zu und somit ist die Schweiz KEIN Beispiel für andere Länder!

Außerdem ist KEIN EU-Mitgliedsland ein "EU-Zwangsmitglied" wie Sie schreiben.
ALLE EU-Staaten sind FREIWILLIG in der EU!

Cameron will die Stimmen der Europaskeptiker für sich gewinnen

Cameron sagt, wenn man ihn 2015 noch einmal wählen würde, dann würde er anschließend den Wählern eine Volksbefragung über die EU "schenken".
Wenn Cameron wirklich wollte, könnte er aber auch jetzt schon (oder jedenfalls auch schon vor der Wahl 2015)sein Volk befragen lassen.
In meinen Augen hat es den Anschein, als wolle Cameron mit diesen Ankündigungen möglichst viele EU-skeptische Briten als Wähler gewinnen, und als gehe es ihm nicht um eine EU-Mitgliedschaft, sondern bloß um sich selbst, und bloß um seine Wiederwahl.
Die meisten Berufspolitiker denken ja normalerweise stets in erster Linie an ihre nächste Wiederwahl.
Vielen Berufspolitikern ist das (also ihre eigene Wiederwahl)wohl wichtiger, als die Wahrheit zu sagen, oder als das Wohl ihres Landes optimal zu wahren.

HartAberWahr: Holzweg GB, wäre schon richtiger!

Dass es demokratische Reformen braucht, ist richtig. Dass sich die von Ihnen genannten Länder einer europäischen Verfassung widersetzten, hat nichts mit einer Ablehnung der EU zu tun. Für mich war der Begriff "Verfassungsvertrag" falsch und viel zu hochtrabend gewählt, denn dazu hätte es ein Staatsgebilde EU geben müssen. Eine gemeinsame europäische Verfassung, die diesen Namen verdient, hätten wir ohne weitreichende Änderung des Grundgesetzes überhaupt unterschreiben können. Und das haben die Bürger damals sehr gut verstanden und deshalb dagegengestimmt. Der damalige Vertrag wurde später im wesentlichen zum Vertrag von Lissabon, ist aber keine Verfassung. Bis wir eine gemeinsame Verfassung haben, ist es noch ein weiter Weg. Vorerst müssen erstmal die Geburtsfehler des Euro (z.B. Finanzmarktregeln) behoben werden.

Dass Cameron sich darüber aufzuregt, dass die Eurozone Reformverträge schließt ohne ihn zu fragen, sorry wer mitreden will, muss der Eurozone beitreten.

Warum tritt Großbritanien nicht sofort aus??

Warum tritt Großbritanien nicht sofort aus??
Sie wollen den €uro nicht einführen, sie wollen nicht am Schengener Abkommen teilnehmen sondern ihre Grenzen behalten, sie wollen das Kroatien der Eu nicht beitretten kann, Sie zahlen nicht in den EU Topf in Brüssel ein! Wieso werfen die Europäischen Staaten die Briten nicht einfach raus? Sie boykotieren nur die anderen in der Eu Entwicklung!

Oh nein

eine EU ohne GB? Unvorstellbar, wie schrecklich. Ach ne, doch nicht. Eine Monarchie weniger in diesem ebenso nutzlosen wie undemokratischen Verein - das stört niemanden. Die Briten grenzen sich eh immer etwas aus und wer könnte es ihnen vorwerfen?
Deutschland sollte auch Änderungen fordern, nämlich mehr Demokratie und Souveränität - und das ohne jährliche Milliardenzahlungen. Oder wir treten aus, das würde der EU nämlich wirklich schaden, nicht so wie bei den Briten.

Reisende soll man nicht aufhalten...

Nur über eins sollte niemand im Unklaren sein: Damit würde sich GB auf den Status einer US-amerikanischen Überseekolonie reduzieren, auf ein etwas größeres Puerto Rico. Es werden hier mal wieder Norwegen und die Schweiz als angebliche Gegenbeweise für die Überlegenheit des auf eigene Faust Politik machenden europäischen Nationalstaates angeführt. Nur: Norwegen lebt von seinen Öl- und Gasvorräten - und die Schweiz (noch!) von den ganz speziellen Geschäftspraktiken ihrer Banken. In der Welt des 21. Jahrhunderts hat das aber weder wirtschaftlich noch politisch noch sozial eine Zukunft.

Natürlich: GB ist ein Bestandteil europäischer Geschichte und Kultur. Aber praktisch gewendet war es seit Maggie Thatcher nichts weiter als ein ewiger Querulant, jeden Fortschritt bis aufs Messer bekämpfend und möglichst ganz verhindernd. Ich habe in den letzten 24 Jahren keine einzige positive Idee aus GB zum Thema Europa gehört.

Dann soll GB bitte auch so konsequent sein und austreten!

Super Idee.....

ich wünschte auch in Deutschland wäre das möglich. Aber leider werden solche und auch andere Entscheidungen (Euro usw.) ohne das Volk entschieden. Wahrscheinlich aus Angst vor dem Ergebnis.

Melbournian

"Hauptsächlich weil die Wirtschaft völlig am Ende ist, wäre hier nicht der Dienstleistungssektor. Es ist m.M.n. nur eine Frage der Zeit bis die Bombe platzt".

das sehe ich wie Sie. Die Wirtschaft von Großbritannien hat in vielem völlig den Anschluss verpasst. Ich mache mir da große Sorgen, denn ein wirtschaftliches Desaster in England - bei der Finanzkrise sind sie gerade nochmal davongekommen- ist für Europa wirtschaftlich eine große Gefahr.

Dass man Europa dann brauchen wird, dessen ist man sich auf der Insel nicht bewusst. Z.B wäre Irland, dass sich im Finanzsektor und in der Steuerpolitik zu sehr an England orientiert hat, ohne die EU Hilfen bei der Finanzkrise 2009 pleite gewesen.

€kratistans "Nutzen" - 2 Beispiele

We lived for many years as a non-sovereign country under Soviet occupation. For us European integration is not a threat to sovereignty because we experienced not long ago a serious threat to our sovereignty
Donald Tusk, poln. Präsident im €kratenparlament

Das hört sich das so an, als sei man glücklich nur die Cholera zu haben, nachdem man die Pest los geworden war.

"UK, lucky you", ihr habt die Möglichkeit im Gegensatz zu uns, NEIN zu sagen. Ich glaube aber, dass die Chancen der Austrittsbefürworter gar nicht so gut stehen wie gedacht.
Es wird eine massive Angst- und Einschüchterungskampagne der €kraten geben, die die Wirkung nicht verfehlt.
Ich hoffe im VK lässt man sich durch die auch hier diskutierte Ausgrenzung nicht einschüchtern.

Einst versprachen €kraten in Lissabon:
Die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt zu machen
Totalversagen auf der ganzen Linie. Wie kann man diesem Wahn noch folgen?

Es ist schon eine bittere

Es ist schon eine bittere Ironie... vielleicht ist es der berühmte schwarze Humor der Briten... Wenn sie die Konservativen wählen, dann wählen die Untergang.

Schon Thatcher hat das Land mit "pomp and circumstance" gegen die Wand gefahren.

@mudd: Deutsche vornehmlich europafreundlich?

Kann ich nicht sehen - genau wie die Briten sehen wir nur was uns stört. Jede Menge Leute würden nur wegen Glühbirnen austreten!

Dass vieles problemlos funktioniert, z.B. Billionen an Wirtschaftgütern, die ohne Zölle passieren, nehmen wir gar nicht mehr wahr - fehlende Probleme merkt man nicht. Die Briten werden sie aber merken, wenn sie alleine im Wind stehen.

Der sichtbarste Vorteil für jeden Bürger ist ein weinroter Reisepass, mit dem er fast überall hinkommt - und den er innerhalb eines (fast) ganzen Kontinents nicht mal braucht. Früher stand man im Stau an der Grenze nach ÖSTERREICH!!!

Lebendige EU?

Unbeschadet wie einzelne Mitgliedsländer ihren Willen durchsetzen wollen hat die EU nur dann eine Chance auf einen langfristigen Bestand, wenn die Bürger der Nationen auch dahinter stehen.
Genau diesen Aspekt hat die Politik nicht nur sträflich vernachlässigt, sondern geradezu eine Antipathie mit ihrem jonglierenden Verhalten geschürt.
"Ja" zu einer "Europäischen Union von Nationalstaaten" mit angepasster aber nationaler Gesetzgebung.
"NEIN" zu "Vereinigte Staaten von Europa" mit einer Zentralregierung und deren Gesetzgebung.
Letzteres mag in einigen Generationen durchführbar sein. Derzeit würde nur der siebente Schritt vor dem Ersten gemacht - und die Bauchlandung erleben wir doch gerade.

Queermarkenfeuer

"Von EURO über Schengen bis Energiesparlampen: Demokratie geht anders."

Die Vielfalt äußert sich doch nicht an Glühbirnen! Europa braucht auch weiterhin seine kulturelle Vielfalt, die unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten sind unsere größte Stärke. Das wird aber weder durch den Euro noch durch Glühbirnen gefährdet. Nationalismen und nationale Egoismen waren aber über Jahrhunderte die Geisel Europas und der Grund für Kriege. Deshalb müssen wir das nationalistische Europa zugunsten eines gemeinsamen Europas der kulturellen Vielfalt überwinden. Nationalistsichen Konkurrenzen schaffen Unfrieden und schwächen Europa. Wir können so zu einem Beispiel für friedliche Koexistenz werden.

@13:07 — growian

Die Briten könnten die Windsors als Staatsoberhaupt absetzen.
Wollen sie aber nicht. (Was ich nicht verstehe)

ERGO: Doch demokratisch!

Keine Weltmacht mehr

England will sich einfach nicht eingestehen das sie keine Weltmacht mehr sind und das sie gravierende Wirtschaftlich Probleme haben die es zu lösen gilt.
Und hier wider mit so einer Ankündigung puren Popolismus zu verbreiten ist ganz sicher nicht die Lösung der Probleme den diese sind Hausgemacht.

Entmündigung schreitet fort ...

Auch wenn Herr Cameron mit seinen Winkelzügen offensichtlich seine eigenen Vorteile verfolgt, ist doch ein grundsätzliches "Demokratisches Hinterfragen" längst überfällig!

Ausserhalb der national existierenden Beamtenkolosse kommen derzeit 44.000 EU-Beamte zusätzlich auf die Gehaltsliste des Steuerzahlers. (Gehälter und Pensionen sind lukrativ und sicher!)
Zusammen mit den Politikern ist das bereits zu einer autarken Wirtschaftsmacht mutiert, die sich nur noch selbst kontrolliert und von starken Lobbyisten beeinflusst wird. Auswüchse aller Art sind ja bereits bekannt.

Darüber hinaus wird "alternativlos" entschieden, die EU-Währung an die EU-Gemeinschaft bedingungslos zu ketten. Permanent werden Verträge gebrochen, auch wenn es nur kurzfristige Vorteile schafft.

Es wird nach Gutsherrenart regiert - das hat mit Demokratie nicht mehr viel zu tun.

Fatale Signale.

Schön, dass das überhaupt mal hinterfragt wird.

Wenn Europa funktionieren soll, müssen auch die Menschen dahinter stehen!

@11:58 - Bernd1

€kratistan und €:
Mit dem Beitritt zu €kratistan geht auch die Verpflichtung zur Einführung des € einher. Zumindest seit den späten 90ern. Es gibt lediglich "Altfälle" die sich ihre Teilselbstbestimmung bewahren konnten, und Neu-Beigetretene, die einige (Konvergenz)Kriterien nicht erfüllen.

Der Friedensnobelpreis für die EU ist ein Witz. Wenn schon hätte ihn die NATO verdient.
Aber ich lasse mich gerne belehren, dass es nach dem Krieg Situationen gab, in denen D über F, oder S über LUX hätte herfallen wollen, die die EU verhindert hat.

Der € ist verantwortlich für wirtschaftliche Fehlentwicklungen und Perspektivlosigkeit in S-Europa. "One currency fits all" entspricht doch "alle essen nur noch bei McD". Der € wird untersch. Volkswirtschaften nicht gerecht.

Europa als Wirtschaftszone, auch wenn es kontinuierlich für D an Bedeutung VERLOR, und als Staatenbund mit gleichen Idealen, ist durchaus eine sinnvolle Sache. Alles darüber hinaus endet als EUdSSR!

Treffendes Statement von Frau Dittert....

„Diese Rede [Cameron] ist im Kern zutiefst schizophren....er beschert Großbritannien und Europa Unsicherheit über Jahre.....im Windschatten dieser Konzeptlosigkeit....“[Annette Dittert]

So sehr ich es vom Grundsatz her begrüße, dass nunmehr Referenden eingefordert werden, die eigentlich an den Anfang dieser Europapolitik mit den ganzen Vertragswerken gehört hätten, umso mehr bin ich über die Art und Weise wie Cameron dies praktizieren will erschüttert- den Worten von Annette Dittert ist da wenig hinzuzufügen- „im Kern zutiefst schizophren...“, weil nicht stringent und konkret, so konterkariert Cameron einen vom Prinzip her richtigen Ansatz...!

23. Januar 2013 - 13:07 — growian

"kein Staat, der sich einen vom Volk bezahlten Luxus 'Königsfamilie' leistet, und diese auch noch faktisch Staatsoberhaupt ist, und diesen 'Posten' innerhalb der Familie vererbt ist wirklich demokratisch"

Und ich möchte hinzufügen: Kein Staat, der seinen Wohlstand durch Beherrschung und Ausbeutung eines großen Teils der Weltbevölkerung erwirtschaftet hat, kann wirklich als dem demokratischen Prinzip verpflichtet betrachtet werden. Außer man geht, frei nach einem berühmten britischen Autoren, davon aus, daß einige Menschen eben gleicher als andere sind.

@growian

Warum bitte ist eine Volksabstimmung weniger demokratisch wenn das Land eine sogenannte Monarchie ist (wie viele EU-Länder)?

Zutreffend ist, dass GB zu genau definierten Bedingungen in eine genau definierte EU eingetreten ist. Seitdem hat sich nicht in GB die Meinung geändert, sondern die EU hat sich ständig geändert. Dinge, die früher nicht beabsichtigt oder sogar ausdrücklich ausgesclossen waren, werden heute als "alternativlos" eingeführt weil D und F das so wollen - meist ohne Volksabstimmung.
Warum treten nicht die Länder aus, die heute plötzlich einen anderen Verein wollen als ursprünglich vereinbart?

EU-Verbleib Großbritanniens

Wir sollten zusehen, daß wir auf die Briten zugehen. Sie haben Recht mit der Forderung, Dinge auch auf nationaler oder regionaler Ebene zu regeln. Franzosen und Deutsche kreieren gerne Bürokratiemonster und da bleiben die Briten "common-sense-Verbündete".
Europa braucht dringend demokratische Legitimation sonst wird es die Völker verlieren. Und diese Legitimation schafft man nicht mit Konformitätsdruck und Drohungen sondern nur mit Überzeugen und gewinnen. Sollte das nicht gelingen dann platzt die "Blase Europa" und wir Europäer wären die Verlierer.

@13:31 — Linuxpinguin

Herr Cameron scheint es auf einen Bruch mit der EU anzulegen

Herr Cameron selbst hat alles versucht um ein Referendum abzuwenden. Der Druck im Kessel -quer durch alle Parteien im VK- ist so groß, dass er keinen anderen Ausweg hatte.

ich denke aber, dass ihm die Brieten eine "Wartezeit" von mehr als 2 Jahren nicht durchgehen lassen werden. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Wacht endlich auf und seht ein, wie ihr eure Arbeitsnehmer damit seelisch und gesundheitlich kaputt macht!! Kommen Sie endlich zur Besinnung Herr Cameron.
Sätze wie diese, aus Brüssel oder vom "Kontinent" sind im Übrigen der Hauptgrund für die Verdrossenheit der Briten. Sie können und wollen über ihre Angelegenheiten selbst bestimmen, und brauchen keine "guten Ratschläge" von außen.
Nicht umsonst stammt das Sprichwort:
"Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert"
aus England

EU Muss reformiert werden, aber

... anders, als Cameron es will. Und er soll ruhig abstimmen lassen. Die Briten sind nicht so blöde wie die Regierung, sie wissen, dass sie selbst die grössten Verlierer bei einem Austritt wären.

Aber halten um jeden Preis ist ebenso Blödsinn. Das würde nur erneute Sonderprivilegien produzieren.

Großbritannien soll bleiben

Als ich mir die Ergebnisse der Umfrage zum Verbleib GBs in der EU hier angesehen habe, bin ich erschrocken. Die Mehrheit der Tagesschau-User will GB nicht in der EU haben?

Wir brauchen GB. Zumindest ich schätze es, wenn ich dort ohne Visum einreisen und arbeiten darf.

13:37 — MyNung

Dass vieles problemlos funktioniert, z.B. Billionen an Wirtschaftgütern, die ohne Zölle passieren, nehmen wir gar nicht mehr wahr
Korrekt. Das gab's aber auch schon 1992, bevor die EU zu dem abdriftete, was sie heute ist.

ein weinroter Reisepass, mit dem er fast überall hinkommt
Ja, nach Norwegen, Italien, Schweiz, Bosnien, Rumänien oder die Ukraine.
Alles EU-Staaten, nicht wahr?

50.000 €kraten für Zustände, die es auch ohne sie gibt.

Eurokratismus muß überwunden werden, aber nicht ...

...mit Euroskeptizismus. Nationalistische Alleingänge kann sich kein europäisches, weil im Weltvergleich kleines Land, erlauben. Allerdings hat die Rede Camerons einen sehr positiven Aspekt. Es wird hoffentlich über die verfehlten Strukturen der EU gesprochen und verhandelt, nicht allein über den Euro und die Verfehlungen diesbezüglich.

Die EU ist nicht richtig demokratisch. Es gibt auch kein europäisches Volk. Daher macht ein Bundesstaat, solange die Tatsachen so sind, keinen Sinn.
Alle zentralistischen Bünde sind in der Menschheitsgeschichte früher oder später zerbrochen. Ein Staatenbund mit einem Binnenmarkt ist hingegen dem paneuropäischen Gedanken sehr förderlich. Die Entwicklung funktioniert nur auf dem gemeinsamen Nenner, auch wenn es der kleinste gemeinsame ist. Alles andere, wie die Euroraumpolitik, führt zu einer tatsächlichen Spaltung der EU. Das ist so, auch wenn die Betreiber in der Mitte des Kontinents dies nicht beabsichtigen. Aber auch GB hat für den Konsens zu tun.

Einmal mehr sind die

Einmal mehr sind die Engländer beim EU-Moloch zum Opfer ihrer eigenen Verkehrtheit geworden, denn ihre Ahnen befehdeten Frankreich unter Ludwig XIV. und dem Wüterich Bonaparte gar sehr, als diese sich anschickten die Vorherrschaft über Europa zu gewinnen, doch bei der Erschaffung des EU-Molochs standen die Watschelenten sogar noch Pate und sind nun diesem ausgeliefert.
Eine Lossagung würde ihnen daher wenig nützen, außer es würde ihnen gelingen Deutschland zu ebenfalls zu diesem Schritt zu bewegen, da sich der Verein ohne Zahlmeister rasch erledigen dürfte und ein deutscher Austritt wohl auch die kleineren Länder wie die Niederlande oder Finnland dazu veranlassen würde; und mit ihren Atomwaffen könnten sie diejenigen der Welschen neutralisieren, falls es zu Streitigkeiten kommt.
Doch steht derartiges weder von der gegenwärtigen englischen Regierung noch von der deutschen zu erwarten und so werden die Engländer weiter in der EU verbleiben und sich darüber ärgern.

@12:03 — europeo Nettozahler/Empfänger

Die Fakten, wer wie viel in die €kraten-Umverteilungskassen zahlt, oder daraus erhält, sind in einer schönen PDF Datei beim Guardian kompakt zu finden. googeln nach: "eu-budget-european-union-spending"

Luxemburg -Überraschung, Überraschung- ist Nettoempfänger, und zwar per Kopf der Größte!

Wer hätte das gedacht? Das erklärt auch etwas Herrn Junckers Eifer.

Eine Menge Briten - das kann

Eine Menge Briten - das kann man britischen Zeitungen entnehmen - fallen auf Camerons parteistrategische Fata Morgana einer Abstimmung in einigen Jahren - falls die Tories wiedergewählt werden - nicht herein.

Denn politisch sauber wäre höchstens die Ankündigung einer sofortigen Volksabstimmung gewesen.

Dann müsste UK mit dem Ergebnis leben: entweder als EU-Mitglied, das sich mit den 26 anderen um eine Demokratisierung und Weiterentwicklung der EU bemüht oder als Nicht-mehr-Mitglied, das seine dann noch größeren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme alleine löst.
Aber dann wäre Cameron schnell Geschichte.
Man kann nicht einerseits über den Mangel an demokratischen Strukturen der EU lamentieren und andererseits immer eine Extrawurst für sich selbst verlangen.
Das Demokratiedefizit der EU-Organisation und den Mangel an gesellschaftlicher Vision kann man nicht mit Austritt beheben, sondern nur mit konstruktivem Beitrag aller Mitglieder, das dauert halt alles länger als gehofft

@HartAberWahr: seit 1992 / Reisepässe

- [keine Zölle etc.] "gabs auch schon 1992"

Stimmt - aber da gabs die EU auch schon! Ansonsten in das so eine Sache mit den Zöllen in der Welt, die es laut GATT eigentlich nicht gibt.

- Reisepass .. nach Norwegen etc. .. alles EU-Länder

Und sonst kommen Sie mit Ihrem EU-Pass nirgendwo hin? Da haben Sie aber ein schlechtes Exemplar erwischt! ;-)

Natürlich geht das auch mit anderen Pässen, und es ging auch mit dem guten grünen - aber nicht für so viele Menschen aus so vielen in so viele Länder praktisch ohne Probleme.

Wie phantastisch es ist, nur mit Perso in der Tasche ohne jede Kontrolle in ein anderes (EU-) Land zu schlendern merkt man erst bei einem Grenzübertritt anderso: mit Visa + Gebühren + Anstehen + nochmal Gebühren + nochmal Anstehen + Gepäck durchsuchen + Warten warten warten...

Eintritt zum Austritt

Cameron und seine Partei haben anscheinend den richtigen Namen;
Nomen est Omen.
Rolls Royce hatte in den Nachkriegsjahren schon einen solchen delikaten Fehlgriff gemacht. Eines Ihrer Modelle hieß ursprünglich "Silver Mist", was zu Deutsch "Silber Dunst" heißen sollte; der Name wurde ganz schnell in "Silver Cloud" umbenannt.
Ja, Cameron's Partei sind eigentlich die "Tories". Zu Deutsch ist ein Tor eben ein Narr.

re einpragmatiker

"Als ich mir die Ergebnisse der Umfrage zum Verbleib GBs in der EU hier angesehen habe, bin ich erschrocken. Die Mehrheit der Tagesschau-User will GB nicht in der EU haben?"

Die Umfrage ist nicht besonders elegant formuliert.

Beim Ergebnis geht es wohl weniger um ein Nicht-haben-wollen, sondern um ein Reisende soll man nicht aufhalten.

@ 15:16 — MyNung

1992 Stimmt - aber da gabs die EU auch schon!
Absolut richtig; aber erst mit dem Maastricht Vertrag begann die Hinwendung zur "Politischen Union". Zuvor war es eher als "Freihandelszone" zu charakterisieren.

Ich stimme Ihnen ja zu. Und von den vielen vermeintlichen Errungenschaften der EU ist die Bewegungsfreiheit wohl eine derer, die man dem Laden großteils zurechnen kann.
Aber muss es wirklich eine politische Union mit all der Gleichmacherei, bis hin zur Degradierung der Nationalstaaten zu unselbstständigen Provinzen sein?

Wäre/Ist nicht fast alles durch multilaterale Verträge zu regeln?
Warum ist ein (loser) Staatenbund nicht gut genug?

@MyNung

„Wie phantastisch es ist, nur mit Perso in der Tasche ohne jede Kontrolle in ein anderes (EU-) Land zu schlendern merkt man erst bei einem Grenzübertritt anderso: mit Visa + Gebühren + Anstehen + nochmal Gebühren + nochmal Anstehen + Gepäck durchsuchen + Warten warten warten...“

Ja und? Ist davon bisher die Welt untergegangen? Ging es uns damit tatsächlich schlechter oder ist heute alles einfach nur beliebiger geworden? Welche vielfältigen Kulturen willst du denn noch kennenlernen, wenn alles zwanghaft – aus wirtschaftlicher Notwendigkeit – vermischt und der Beliebigkeit preisgegeben wird?

Dank EU gibt es vielleicht mehr von allem, aber mehr ist nicht gleich besser (Quantität ≠ Qualität); und sind wir dadurch wirklich (und nicht nur oberflächlich) glücklicher? Oder wird uns das immer nur eingeredet und ansonsten Angst verbreitet vor Krieg, Mittelalter oder Steinzeit, in denen wir ohne EU angeblich wären.

@ 14:02 — HartAberWahr

Sie schreiben:
"€kratistan und €:
Mit dem Beitritt zu €kratistan geht auch die Verpflichtung zur Einführung des € einher."

Das ist absolut nicht richtig!
Oder wieso sind die zuletzt beigetretenen Länder Bulgarien und Rumänien nicht im Euro?

Die Mitgliedschaft in der EU und der Beitritt zum Euro sind völlig unabhängig voneinader, außer dass nur EU-Mitglieder das Recht haben der Währung Euro beizutreten.
Aber eine Verpflichtung dazu gibt es NICHT und hat es NIE gegeben!
Ansonsten können Sie uns sicher mitteilen wo diese Verpflichtung vertraglich definiert wurde?

@melbournian:

Der Verlust von Freiheit in der EU ist ja durchaus eine begründete Angst. Wir sind Zeugen eines rasanten Rechtsverlustes der einzelnen Nationen innerhalb der EU. Die Deutschen lassen sich das leider fröhlich gefallen, wenn Brüsseler Politiker und Richter mehr und mehr in dt. Angelegenheiten eingreifen und generalisierende Normen aufstellen, die weder direkt Probleme treffen oder von der dt. Bevölkerung so nicht geteilt werden.

Der ESM und dieser ganze Euro-Rettungs-Wahnsinn ist da ein guter Beleg dafür, aber nicht der einzige.

@16:10 — Bernd1 - Verpflichtung zum €-Beitritt

Wikipedia:
Nach den im Vertrag von Maastricht erstmals festgehaltenen Bestimmungen zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion sind alle EU-Mitgliedstaaten zur Einführung des Euro verpflichtet, sobald sie die EU-Konvergenzkriterien erfüllen, zu denen unter anderem die zweijährige Zugehörigkeit zum Wechselkursmechanismus II (WKM II) zählt. Nur Dänemark und das Vereinigte Königreich sind durch Ausnahmeprotokolle von der Verpflichtung, den Euro einzuführen, befreit. Allerdings duldet die Europäische Kommission bislang, dass Schweden durch den Nichtbeitritt zum Wechselkursmechanismus II absichtlich eines der Konvergenzkriterien verfehlt, um so den Eurobeitritt zu vermeiden.

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