Brutal für die Geiseln, ja... und dennoch erscheint es als die einzig mögliche Linie. Sobald diese Kerle merken, dass eine Regierung erpressbar ist, kann die Regierung eigentlich gleich einpacken.
Die Israelis haben es vorgemacht: Vom Fall Schallit abgesehen verhandeln sie niemals mit Geiselnehmern, Flugzeugentführern usw, sondern schlagen zu. Es gibt eine uralte Deutung des Namens der israelischen Fluglinie El Al, und zwar: "Entführer landen als Leichen". Diese Botschaft wurde verstanden, es gibt kaum solche Versuche gegenüber Israel mehr.
Das Einzige, was man der algerischen Regierung vorwerfen kann, ist, dass sie keinen ernsthaften Versuch gemacht hat, die Geiseln durch eine Spezialeinheit befreien zu lassen, bevor gestürmt wurde - die Briten z.B. hätten bestimmt gerne mit dem SAS ausgeholfen. Aber das geht es vielleicht auch um die Ehre, bei so was nicht auf das Ausland angewiesen zu sein.
...denn wozu braucht es Informationen, wenn man sich auch so sicher sein kann, dass bei solchen Kampfhandlungen auch Zivilisten ums Leben gekommen sein werden?
Ganz und gar unverständlich ist doch, wieso ein Objekt von der wirtschaftlichen und strategischen Bedeutung wie das algerische Gasfeld, nicht von einer effizienten Wachtruppe geschützt ist. Dann wäre es nie soweit gekommen. Hier haben Einige versagt und sind ihrer Schutz- und Fürsorgepflicht für die Belegschaft nicht nachgekommen, sowohl BP als auch die offiziellen algerischen Stellen. Dass die Regierungen nicht mit Terroristen verhandeln ist nur richtig und verständlich. Allerdings wünscht man sich schon, dass solche Befreiungsaktionen von professionellen Spezialkräften mit chirurgischer Sorgfalt durchgeführt werden. Das ist scheinbar nicht geschehen. Der Einsatz von Kampfhubschraubern mutet fahrlässig an.
Am 19. Januar 2013 um 08:27 von Heinrich von Braun
Wie hier kundgetan wird, liebe Leser, vermisst man eine klare Informationspolitik.
Wir vergessen bei unseren Forderungen dabei völlig, dass dort andere Verhältnisse herrschen als bei uns.
Hier wird erstmal diskutiert, Pro und Kontra in langen, meist sinnfreien Erörterungen in Erwägung gezogen um dann halbherzig dies und jenes zu tun.
Dort wird zuerst gehandelt, dann evtl. diskutiert!
Es gibt doch dort nur eine Devise, die Region von den Mörderbanden zu befreien, die bekannten Kolateralschäden werden dabei billigend in Kauf genommen.
Dort geht es um Gewalt gegen Gewalt, das hier übliche Sozialgesülze, Menschenrechte oder was auch immer zählt dort nicht!
Es ist halt ein Unterschied ob man vom bequemen Sessel aus bei eingeheizten 25° in der Wohnung was beurteilt, oder ob man sich im fast ödesten Teil der Welt brutalster Gewalt gegenüber sieht.
Es ist von unserem Standpunkt aus gar nicht einschätzbar, was dort stattfindet und darüm werde ich darüber auch kein Urteil hier fällen.
Was genaues weis man nicht. Die Informationspolitik Frankreichs zu seinem Feldzug in Mali ist ein Skandal.
Ich finde es eher normal, dass die französische Armee ihr Vorgegen zunächst nicht an die große Glocke hängt. Man wird den islamistischen Kämpfern nicht unnötig Hilfestellung geben wollen.
Verhandlungen mit Terroristen sind sehr problematisch. Der islamistische Terror in Nordafrika speist sich nicht unwesentlich durch Lösegelder. Frankreich kann seine Militäraktionen erst recht nicht abhängig von Forderungen von Terroristen machen.
Die Befreiung von Nord-Mali sollte durch die französische Armee zügig vorangetrieben werden. Es ist wichtig, dass die Sicherheit der Bevölkerung zurück kehrt. Wie man die wirtschaftlichen Umstände dann verbessern kann und die Islamisten in eine Zivilgesellschaft mit friedlicher politischer Auseinandersetzung integrieren kann, das wird sehr viel schwieriger, als die militärische Befreiung des Nordens.
Wer sich auf die Energie-Versorgung mit Öl oder Gas, oder bald sogar Sonnen-Strom aus fremden Landen verläßt, weil garantierte Belieferungen vertraglich "eingemauert" sind bzw. werden, der erfährt jetzt und heute, wie Mauersteine halten und wie schnell Mauern eingerissen oder aber auch hochgezogen werden können.
Geld ist Macht, Macht spaltet die Völker, und Macht spaltet in Arm und Reich; sie bietet somit einen wundersamen Nährboden für fanatische Glaubenseiferer. Erst einmal ausgebildete Glaubensfanatiker, dann sind selbst Leichen keine Hindernisse mehr.
Die Anzeichen in Mali waren da, sie wurden jedoch nicht sehr beachtet, weil zu weit weg, oder kleines Land, oder als nichtquotenbringend eingestuft, und dann unsichtbar gespeichert.
Eine Lehre sollten wir alle daraus ziehen: Energie bitte nur aus dem eigenen Land, und sich möglichst nie in Abhängigkeit anderer begeben.
Frankreich macht das richtig. Die Militäraktionen gehen die Öffentlichkeit nichts an.
Solche Kritik kann nur von der Bild und ihren voyeuristischen Lesern kommen.
Man denke nur an den Golfkrieg, wo lebensmüde Reporter aus vorderste Linie berichteten.
@ dschungelmann
Wenn es nach ihnen ginge müssten die Französischen Soldaten mit einer auf den rücken gebundenen Hand auf den rücken gebunden kämpfen...
So wie es den Alliierten in Afghanistan passiert ist.
Militäroperationen sind nun mal so geartet das unschöne Sachen passieren. Meist ungewollt.
Da stürzt sich dann die Presse drauf und schon können die Soldaten nicht mehr handeln wie es notwendig ist.
Das heißt nicht das Kriegsverbrechen verschleiert werden sollen.
Aber das Afghanistan ein Desaster ist, wie auch der Irak, das ist der Presse geschuldet und den Protstlern die durch diese immer fleißig Futter gegeben hat.
Dieser Beitrag der ARD ist in seinem Grundton gefährlich. Unterschwellig, unausgesprochen wird Frankreich dafür verantwortlich gemacht, dass in Algerien Geiseln sterben, denn Frankreich habe ja diesen Krieg in Mali begonnen und reagiere nicht mit einem Abbruch der Militäraktion, um die Geiseln zu retten.
Menschen, die anderen die Hand abhacken, die Frauen peinigen, vergewaltigen und ermorden, die jahrhuntertealte religiöse Kulturgüter schänden, die unschuldige Menschen als Geiseln nehmen und ermorden, müssen mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen, bekämpft und von der Macht entfernt werden. Frankreich tut das einzig Richtige, Informationspolitik hin oder her. Ob das frz. Vorgehen von der UNO gedeckt ist, wie langatmig in den Kommentaren der ARD diskutiert wurde, und ob Frankreich vielleicht noch andere Interessen verfolgt, wie ebenfalls unterstellt wurde, ist völlig irrelevant, denn hier wird dem Menschenrecht auf ein Leben in Freiheit und Unversehrtheit zum Durchbruch verholfen.
eint uns momentan. Im Gegensatz zu 'Wegseher' und 'Nichtwissenwollern', haette ich schon gerne Informationen was in Mali vor sich geht, zumal dort gerade wieder ein paar Steuern in Rauch augehen, die SIE bezahlt haben(ich zum Glueck nicht!). Sie nicht? Sonst koennte es bald so weit sein, das die Buerger GAR NICHT MEHR erfahren, wenn irgendwo Kriegshandlungen stattfinden.
Kern des Artikels ist doch.......
Was genaues weis man nicht. Die Informationspolitik Frankreichs zu seinem Feldzug in Mali ist ein Skandal.
Richtige Linie
Brutal für die Geiseln, ja... und dennoch erscheint es als die einzig mögliche Linie. Sobald diese Kerle merken, dass eine Regierung erpressbar ist, kann die Regierung eigentlich gleich einpacken.
Die Israelis haben es vorgemacht: Vom Fall Schallit abgesehen verhandeln sie niemals mit Geiselnehmern, Flugzeugentführern usw, sondern schlagen zu. Es gibt eine uralte Deutung des Namens der israelischen Fluglinie El Al, und zwar: "Entführer landen als Leichen". Diese Botschaft wurde verstanden, es gibt kaum solche Versuche gegenüber Israel mehr.
Das Einzige, was man der algerischen Regierung vorwerfen kann, ist, dass sie keinen ernsthaften Versuch gemacht hat, die Geiseln durch eine Spezialeinheit befreien zu lassen, bevor gestürmt wurde - die Briten z.B. hätten bestimmt gerne mit dem SAS ausgeholfen. Aber das geht es vielleicht auch um die Ehre, bei so was nicht auf das Ausland angewiesen zu sein.
Was erwartet man denn? Soll
Was erwartet man denn? Soll Frankreich alle wichtigen Informationen einer laufenden Militäroperation in der Bild veröffentlichen?
Finde ich nicht,...
...denn wozu braucht es Informationen, wenn man sich auch so sicher sein kann, dass bei solchen Kampfhandlungen auch Zivilisten ums Leben gekommen sein werden?
Unverständliche Fahrlässigkeit!
Ganz und gar unverständlich ist doch, wieso ein Objekt von der wirtschaftlichen und strategischen Bedeutung wie das algerische Gasfeld, nicht von einer effizienten Wachtruppe geschützt ist. Dann wäre es nie soweit gekommen. Hier haben Einige versagt und sind ihrer Schutz- und Fürsorgepflicht für die Belegschaft nicht nachgekommen, sowohl BP als auch die offiziellen algerischen Stellen. Dass die Regierungen nicht mit Terroristen verhandeln ist nur richtig und verständlich. Allerdings wünscht man sich schon, dass solche Befreiungsaktionen von professionellen Spezialkräften mit chirurgischer Sorgfalt durchgeführt werden. Das ist scheinbar nicht geschehen. Der Einsatz von Kampfhubschraubern mutet fahrlässig an.
Randbemerkungen
Wie hier kundgetan wird, liebe Leser, vermisst man eine klare Informationspolitik.
Wir vergessen bei unseren Forderungen dabei völlig, dass dort andere Verhältnisse herrschen als bei uns.
Hier wird erstmal diskutiert, Pro und Kontra in langen, meist sinnfreien Erörterungen in Erwägung gezogen um dann halbherzig dies und jenes zu tun.
Dort wird zuerst gehandelt, dann evtl. diskutiert!
Es gibt doch dort nur eine Devise, die Region von den Mörderbanden zu befreien, die bekannten Kolateralschäden werden dabei billigend in Kauf genommen.
Dort geht es um Gewalt gegen Gewalt, das hier übliche Sozialgesülze, Menschenrechte oder was auch immer zählt dort nicht!
Es ist halt ein Unterschied ob man vom bequemen Sessel aus bei eingeheizten 25° in der Wohnung was beurteilt, oder ob man sich im fast ödesten Teil der Welt brutalster Gewalt gegenüber sieht.
Es ist von unserem Standpunkt aus gar nicht einschätzbar, was dort stattfindet und darüm werde ich darüber auch kein Urteil hier fällen.
Große Glocke
Was genaues weis man nicht. Die Informationspolitik Frankreichs zu seinem Feldzug in Mali ist ein Skandal.
Ich finde es eher normal, dass die französische Armee ihr Vorgegen zunächst nicht an die große Glocke hängt. Man wird den islamistischen Kämpfern nicht unnötig Hilfestellung geben wollen.
Zügige Befreiung notwendig
Verhandlungen mit Terroristen sind sehr problematisch. Der islamistische Terror in Nordafrika speist sich nicht unwesentlich durch Lösegelder. Frankreich kann seine Militäraktionen erst recht nicht abhängig von Forderungen von Terroristen machen.
Die Befreiung von Nord-Mali sollte durch die französische Armee zügig vorangetrieben werden. Es ist wichtig, dass die Sicherheit der Bevölkerung zurück kehrt. Wie man die wirtschaftlichen Umstände dann verbessern kann und die Islamisten in eine Zivilgesellschaft mit friedlicher politischer Auseinandersetzung integrieren kann, das wird sehr viel schwieriger, als die militärische Befreiung des Nordens.
Die Energieversorgung ist gesichert
Wer sich auf die Energie-Versorgung mit Öl oder Gas, oder bald sogar Sonnen-Strom aus fremden Landen verläßt, weil garantierte Belieferungen vertraglich "eingemauert" sind bzw. werden, der erfährt jetzt und heute, wie Mauersteine halten und wie schnell Mauern eingerissen oder aber auch hochgezogen werden können.
Geld ist Macht, Macht spaltet die Völker, und Macht spaltet in Arm und Reich; sie bietet somit einen wundersamen Nährboden für fanatische Glaubenseiferer. Erst einmal ausgebildete Glaubensfanatiker, dann sind selbst Leichen keine Hindernisse mehr.
Die Anzeichen in Mali waren da, sie wurden jedoch nicht sehr beachtet, weil zu weit weg, oder kleines Land, oder als nichtquotenbringend eingestuft, und dann unsichtbar gespeichert.
Eine Lehre sollten wir alle daraus ziehen: Energie bitte nur aus dem eigenen Land, und sich möglichst nie in Abhängigkeit anderer begeben.
Den Handy-Haltern sei Dank
denn einige von ihnen haben es sich nicht nehmen lassen, und mit den Handy-Kameras gefilmt und fotografiert und dann getwittert.
Und so etwas mögen Krieger nun einmal gar nicht.
Darum dieser Info-Stopp der Kriegs-Logistiger.
Und wir stehen nun da und wissen nichts genaues über die Kriegsspiele in fremden Landen.
Vielleicht dürfen künftig Kriegs-Einsatzteilnehmer nur noch Kamera- und Internet-freie Handtelefone mitführen.
Richtig
Frankreich macht das richtig. Die Militäraktionen gehen die Öffentlichkeit nichts an.
Solche Kritik kann nur von der Bild und ihren voyeuristischen Lesern kommen.
Man denke nur an den Golfkrieg, wo lebensmüde Reporter aus vorderste Linie berichteten.
@ dschungelmann Wenn es nach
@ dschungelmann
Wenn es nach ihnen ginge müssten die Französischen Soldaten mit einer auf den rücken gebundenen Hand auf den rücken gebunden kämpfen...
So wie es den Alliierten in Afghanistan passiert ist.
Militäroperationen sind nun mal so geartet das unschöne Sachen passieren. Meist ungewollt.
Da stürzt sich dann die Presse drauf und schon können die Soldaten nicht mehr handeln wie es notwendig ist.
Das heißt nicht das Kriegsverbrechen verschleiert werden sollen.
Aber das Afghanistan ein Desaster ist, wie auch der Irak, das ist der Presse geschuldet und den Protstlern die durch diese immer fleißig Futter gegeben hat.
@Heinrich von Braun
Besser hätte ich das auch nicht formulieren können.
Gefährlicher Beitrag
Dieser Beitrag der ARD ist in seinem Grundton gefährlich. Unterschwellig, unausgesprochen wird Frankreich dafür verantwortlich gemacht, dass in Algerien Geiseln sterben, denn Frankreich habe ja diesen Krieg in Mali begonnen und reagiere nicht mit einem Abbruch der Militäraktion, um die Geiseln zu retten.
Menschen, die anderen die Hand abhacken, die Frauen peinigen, vergewaltigen und ermorden, die jahrhuntertealte religiöse Kulturgüter schänden, die unschuldige Menschen als Geiseln nehmen und ermorden, müssen mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen, bekämpft und von der Macht entfernt werden. Frankreich tut das einzig Richtige, Informationspolitik hin oder her. Ob das frz. Vorgehen von der UNO gedeckt ist, wie langatmig in den Kommentaren der ARD diskutiert wurde, und ob Frankreich vielleicht noch andere Interessen verfolgt, wie ebenfalls unterstellt wurde, ist völlig irrelevant, denn hier wird dem Menschenrecht auf ein Leben in Freiheit und Unversehrtheit zum Durchbruch verholfen.
Das wir nichts wissen.....
eint uns momentan. Im Gegensatz zu 'Wegseher' und 'Nichtwissenwollern', haette ich schon gerne Informationen was in Mali vor sich geht, zumal dort gerade wieder ein paar Steuern in Rauch augehen, die SIE bezahlt haben(ich zum Glueck nicht!). Sie nicht? Sonst koennte es bald so weit sein, das die Buerger GAR NICHT MEHR erfahren, wenn irgendwo Kriegshandlungen stattfinden.