Kommentare

Grundwerte im (Leistungs-)Sport

Die konstituierenden Werte des Sports sind Kampf, Konkurrenz und Rivalität - keinesfalls Unrechtsbewußtsein, Moral oder gar Mitgefühl. Hinter einem LA steht ein in jedem Land ein System von Funktionären, Ehrenamtlichen und politischen Beziehungen, die mit ihren Entscheidungen dieses System stabilisieren. Die mediale Verbreitung der "Events" ist eine wesentliche Säule des Profits im Sport, auch wenn hier mal kritisch gefragt wird. Die unreflektierten Jubelgesänge auf die "Vorteile" des Sports sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es um die mehr oder weniger kultivierte Aggressionsbewältigung und den Bewegungsdrang des Menschen geht. Bewegung hält uns gesund - "Sport" zu "treiben" ist ein Typfrage. Der Filz und die Strukturen im kostenintensiven Hochleistungsbereich sind m. E. Gründe, seine Zeit nicht im Stadion oder vor der Glotze zu verbringen - lieber bewege ich mich aktiv und meide den (Sport-) Konsum.

Doppelmoral

Ich finde in diesem Zusammenhang muss man auch mal die Doppelmoral der Medien (jaaa auch des Öffentlich Rechtlichen) anprangern.

Denn ... die Tourübertragungen von ARD und ZDF wollten gerade in den Zeiten Armstrongs viele sehen. Millionen Menschen verfolgten die Etappen.

Gleiches gilt auch für die vielen anderen "Sportevents" wie die Olypischen Spiele oder den Wintersport (bei denen der Anteil an Ausdauersportarten eben auch sehr hoch ist).
Da wird stundenlang jeder Kram übertragen ... allein das Rahmenprogramm der Übertragungen dauern länger als die Wettkämpfe selbst.

Und die Zuschauer schalten ein - wollen das sehen.

Was würde aus den Biathlon Übertragungen, wenn dort wirklich ersthaft Dopingkontrollen wie im Radsport erfolgen würden, was aus den Olympischen Spielen?

Alles sauber ... ?

ARD und ZDF müssten dann auch diese Übertragungen einstellen.

Bei den Spielen sind tausende Sportler und kaum Doping. Im Wintersport auch nicht ...wers glaubt!

Keine Kontrollen - Kein Doping

Spitzensport

was heisst eigentlich Spiotzensport , ich habe es selbst
ausgeführt , und was kam rüber , zwei neue Hüftgelenke und rechtes Schultergelenk , nach Jahrelangen Box - bzw. Fussballsport , nein danke nie wieder , lieber nur ein enig Freizeitsport genügt . Doping wird doch von denen gefördert , die Geld ausgeben und die Sportler Sponsoren , die verlangen ja die Höchstleistungen , und für Ihr sognanntes Geld Titel , keiner macht es umsonst . Die Presse tut ihr übriges dazu , denn wo es nichts zu berichten gibt , kann eben kein Artikel erscheinen und man verdient nichts .

ICH SAGE

Die Tour IST ohne Doping nicht zu gewinnen. Heute nicht und morgen auch nicht...
Und da gibt es noch so viele andere Wettkämpfe...
Irgend jemand findet sich immer, der dopt. Und die anderen müssen dann nachziehen oder sie sind chancenlos.

Ja, richtig!

Gut bezahlten Hochleistungssport muß man wohl als generell Doping- verdächtig oder zumindest Doping- gefährdet betrachten. Können Kontrollen helfen? Wohl kaum, denn sie hinken den aktuellen Dopingentwicklungen immer hinterher und richtig krasse Bestrafungen gibt es nur selten oder eher erst am Karriereende des Athleten, vielleicht weil sie dann nicht mehr so umsatzschädlich sind ...

Mein Vorschlag: Macht doch die Wettkämpfe so wie im alten Griechenland: nackte(!) Athleten wetteifern ohne Hilfsmittel in einigen wenigen Disziplinen, die jeder Laie versteht und gut nachmachen kann - gäbe sicher auch gute Einschaltquoten ;-)

Geld

Bei Spitzensportlern ist in der Regel der Sport der Hauptberuf, d.h. die verdienen ihr Einkommen damit, und das in einem relativ begrenzten Zeitraum. Und da macht es einen sehr großen Unterschied, ob es ein erster Platz ist oder nicht. Ein Etappensieg und insbesondere ein Tour-Sieg liefern mehr direktes Geld (Prämie) und mehr Geld im Nachhinein (Werbeverträge etc.). Wo kein großes Geld fließt, ist vermutlich die Motivation bei den Sportlern deutlich geringer zu dopen. Denn fair zu gewinnen bringt deutlich mehr Befriedigung.

Den Medien die Schuld in die Schuhe zu schieben, finde ich fragwürdig. Obwohl es natürlich stimmt, wo keine Medien, da auch kein Geld. Aber letztlich ist es den Zuschauern doch egal, ob allesamt ein paar km/h langsamer fahren oder nicht, das fiele den meisten Zuschauern gar nicht auf.

Mein Fazit ist: Weil davon auszugehen ist, dass von den Favoriten immer jemand dopt, muss man dopen um zu gewinnen. Und ein Sieg bedeutet in erster Linie mehr Geld. Ok, Ruhm auch.

Das Geständnis hätte sich

Das Geständnis hätte sich Herr Armstrong sparen können. Jeder wusste es mehr oder weniger. Es war lediglich die Bestätigung.

Auch das weiß ein jeder: Unmenschliche Leistungen im Spitzensport ohne Doping zu erbringen, besonders im Radsport, ist nicht möglich.

Interview bestätigt nur noch mal das System-Doping

Auch für mich war diesese "Geständnis" keine Überraschung mehr. Dennn auch ich habe mir schon seit einigen Jahren gedacht, dass es im Radsport und auch gerade bei der Tour de France ein echtes Dopingsystem geben muss und dass auch Armstrong, die ganzen Klödens, Sinkewitzes, Ullrichs und wie sie alle heißen, Teil dieses Systems war.

Und diese Radsportler scheinen wirklich auf einem anderen Stern zu leben und kein Unrechtsbewusstsein mehr zu haben. Gerade dieses wirklich mangelnde Unrechtsbewusstsein und diese mangelnde Einsicht und diese Unfähigkeit zur Ehrlichkeit ist einfach nur noch traurig.

Dass bestätigt noch einmal mehr meine Aussage, dass der gesamte Radsport - und nicht nur die Tour de France - verseucht is bis herunter in die kleinen Radsportvereine und diese ganzen regionalen Rennen wie etwa das um den Henninger Turm. Deswegen erhoffe ich mir von den öffentlich-rechtlichen Sendern endlich sowas wie Einsicht und die Einstellung der Übertragungen solcher Rennen.

Nicht nur die Rennfahrer haben Schuld auf sich geladen

Aber: dieses Geständnis zeigt auch auf, dass die Zuschauer sowie die öffentlich-rechtlichen Sender bei ihrem Glauben an ein angeblich sauberes Rennen wirklich total naiv waren in den letzten Jahren. Keiner hatte ehrlich den Mut, dieses heiße Thema anzusprechen, geschweige denn Doping wirklich ernsthaft zu bekämpfen.

Denn durch diese ganzen TV-Gelder wurde dieses "System" auch noch gestützt und dieser ganze Betrug überhaupt noch mit möglich gemacht. Dass bedeutet: alle haben hier Schuld auf sich geladen. Nicht nur die Rennfahrer, sondern auch die ganzen TV-Sender die diese Rennen übertragen haben und auch die Zuschauer weil die naiv waren.

Und genau deswegen muss jetzt ein wirklich ehrlicher Kampf gegen dieses Dopiung geführt werden und dass geht nur, indem der gesamte Radsport endlich sauber gemacht und die Tour de France und andere Rennen erst mal komplett eingestellt und auch die Übertragungen beendet werden!

Ergo: keine TV-Gelder mehr für solche verseuchten Rennen

Überall Doping

Das Problem gibt es überall. Ich möchte garnicht wissen was der Durschnittsfußballer in der Bundesliga alles so einwirft was zumindest in einer Grauzone liegt.

Nichtmal unbedingt weil ein Trainer es fordert, sondern einfach um den stetig wachsenden Leistungsdruck gerecht zu werden.

Das ist im Übrigen kein Sportproblem, das Problem gibts auch in "normalen" Berufen zu hauf. Wieviele Menschen nehmen Aufputschmittel um dem Leistungsdruck des Managements überhaupt gerecht zu werden?

Ich vermute davon gibt es reichlich. Ist ja im Prinzip auch Doping, ob das nun legal ist oder nicht lassen wir mal dahingestellt, gesundheitsfördernd ist es sicher nicht.

Armstrong+ARD

Bliebe nur zu wünschen das sich die Fernsehanstalten endlich aus der Übertragung der Pharmziefestspiele, genannt Tour de France, zurückziehen.Durch das Riesengeschäft mit Werbung+Übertragungsrechten wird doch dieser gnze Dopingsumpf noch gefördert.
Nebenbei ....ist denn nun Jan Ulrich Sieger von ...weiß nich mehr wann, der hat ja auch nie gedopt.Er müßte ja nachrücken...
Oder wird der Sieg zwangsweise nach hinten durchgereicht bis es irgeneinen Amateurfahrer trifft der tatsächlich clean auf dem 2354. Platz gelandet ist?

Strafen zu harmlos

Ich war immer Fan der Tour, schaue sie jedoch ungefähr seit sechs Jahren nicht mehr. Diese Ungewissheit hat den Sport für mich total uninteressant gemacht, da ich sehen möchte, was ein Mensch zu leisten im Stande ist. Und das natürlich ohne Zusatzmittel. Beispiel: Ein Brettspiel, bei dem alle schummeln, ist auch automatisch langweilig.

man muß...

doch klar unterscheiden zwischen amateur- und profisport...
wenn ich auf der arbeit zuviel kaffee trinke dann kontrolliert das niemand,,,aber bei einem profisportler heißt es dann koffeindoping...gleiches gilt für hustensaft oder schmerztabletten...
komisch...das ellenbogen/siegdenken im normalen arbeitsleben ist ok,..im sport ist es strafbar...eine verrückte welt...
außerdem ist die größte gefahr beim doping,das sponsoren sich ihre sieger selbst machen in dem man andere disqualifiziert,..wie 1988 Ben Johnson...nur weil man Carl Lewis als Olypiasieger brauchte...dem sah man an den glänzenden augen an das er bis unter die schädeldecke gedopt war...aber ein US-Amerikaner hat eben bessere sponsoren als ein kanadier...

Es wird zeit ...

.
... daß man die Menschen wieder zurückholt.

Wenn Hochleistungssportler in einer anderen Welt leben, in der rechtstaatliche Prinzipien nicht gelten, müssen die Nationalstaaten ihnen da "heraus helfen". Ich wünsche, daß die BRD da mit großen Schritten voran geht.

Wenn Armstrong überhaupt noch zu etwas taugt, dann als mahnendes Beispiel für unsere Hochleistungssportler.

So etwas wollen wir nicht. So etwas schauen wir uns nicht einmal an, geschweige, das wir das bejubeln würden.

Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

Doping-Liga

Ich schlage vor, bei allen relevanten Sportarten immer eine parallele Doping-Liga einzuführen. Jeder, der des Dopings überführt wird, muss dann in Zukunft dort den entsprechenden Sport ausüben. Doping ist dort ganz offiziell erlaubt und jeder, der sich das anschaut, weiß darüber Bescheid, aber das Interesse wäre bestimmt nicht sehr groß.
Eine Rückkehr in die saubere Liga ist ausgeschlossen.

@peterhartzer

ich kann Ihnen nur Recht geben. Leider sind alle, die den Rummel mitmachen mitverantwortlich. Auch die Fans. Jetzt höhere Strafen zu fordern finde ich ziehmlich scheinheilig und realitätsfremd. Will oder kann man die Realität nicht sehen? Ich verstehe es nicht.

Grüße
JohnBowie

@OliverT: Ein Brettspiel bei dem alle (!) schummeln ist sicherlich nicht langweilig (stelle ich mir sogar ganz unterhaltsam vor). Beim Radsport (und wahrsscheinlich auch anderswo) kommen die Nichtschummler gar nicht mit. Das Schlimme an der Sache ist, dass die jungen Sportler keine Wahl haben, das Ganze nicht erfunden haben und dafür mit ihrer Gesundheit bezahlen müssen.

Werbung

Erlauben Sie mir, die Meinung meines (verstorbenen) Onkels wiederzugeben:

Bei der Tour de France und anderen Wettbewerben dieser Art wird so gut wie jeder "dopen". Besser und ehrlicher wäre es, wenn jeder schlucken darf, was er will und auf den Trikots der Fahrer die Werbung der entsprechenden Pharma-Konzerne zu sehen wären.

Dann sei dies es ein fairer und offener Wettbewerb der Konzerne.

Ich weiß, dass dies sehr zynisch ist, aber bei all der kriminellen Energie, die in den Sport investiert wird, ist das vielleicht gar nicht so schlecht.

Die Idee mit der Doping-Liga ist auch recht nett, Hr./Fr. Lina-Lina. Wobei ich nicht glaube, dass das Interesse so gering wäre.

Sei's drum, die Welt ist verrückt. Schade nur, wenn der "Hobby-Sportler", der am örtlichen Wettbewerb teilnimmt, sich von den großen "inspirieren" lässt... davon habe ich aber leider immer wieder gelesen.

gibt es einen Doping-Paragrafen

im Strafgesetzbuch? - Ich weiss es wirklich nicht, glaube aber nicht...

Vor Jahren sagte ein alter Tour-Recke "Die Tour bei gleicher Streckenführung ohne Dopingt hätte die selben Sieger, es kommt aber nur das das halbe Feld in Paris an - allerdings nicht nach drei Wochen sondern nach zwei Monaten..."

Der Sport (der, der uns von den Medien präsentiert und damit auch vom Werbetat der Industrie finanziert wird) ist komplett 'verdopt'.
Da geht es nicht nur um Ausdauersportarten (Sommer wie Winter), sonder auch um 'Sportarten' wie Schießen, Schach und ähnliches wo man kaum den Verdacht hegt.

Eines der bekanntesten aber nicht als solches benanntes Dopingmittel ist z.B. Ritalin...

Beweislast umkehren?

Der ganze Spitzensport ist zur Zeit voll Misstrauen. Eine flächendeckende Kontrolle ist aus meiner Sicht reine Illusion.
Vielleicht sollte man mal überlegen die Beweislast umzukehren und nur noch Sportler zu Wettkämpfen zu lassen, die nachweisen, dass sie nicht gedopt haben.

Ist nur eine Idee, die natürlich neue Fragen und Probleme aufwirft. Aber das heutige System ist ein Katz- und Mausspiel, bei dem einige Mäuse immer schneller sind.

Natürlich!

Natürlich wäre es möglich, die Tour de France ohne Doping zu gewinnen!
Nämlich dann, wenn sich keiner der Teilnehmer dopen würde!
Bei der letzten Tour betrug das Stundenmittel 41,5 Km/h.
Aber brauch ich das?
Muss das sein?
Ich sage nein!
Mir würden auch 38,5 Km/h genügen.
Das ist so ein schöner Sport.
Aber solche Typen wie Amstrong haben ihn gründlich versaut.

Im Profi-Sport geht es ja nur sehr bedingt um Sport

Es geht doch in erster Linie um Geld und dabei denn in einigen Sportarten auch um sehr viel Geld.
Das weckt Begierden und der Rest ist menschlich...aber eben nicht richtig. Es ist aber hier häufigst so das Fisch wie immer vom Kopf her stinkt!

Sollen Tour de france und Co noch stattfinden

jetzt schlägts aber dreizehn ...

diese Poll ist wohl eine Frechheit nachdem die Medienaufmerksamkeit die Tour-de-France in Trümmern hinterlassen hat.

Eine "andere" Welt?

Mitnichten. Nach allem, was ich da sehe, ist das genau die gleiche verlogene Welt wie (fast) überall. Einen guten Teil davon bringt nämlich Wettbewerb mit sich, den größeren aber Hirarchien.
So sind (fast) alle verhaftet im Buckeln und Treten.

Und weil um uns so viele Lügner und Heuchler sind, passiert auch bei Armstrong wieder mal genau das Falsche: Seine Tat wird abgespalten, als Sonderlichkeit, als Extremität, nicht dazugehörend. Daraus folgend dann die Rufe nach scharfen Strafen. Vermutlich müssen Lügner das tun um selbst nämlich weitermachen zu können.

Wenn das jetzt die Wahrheit ist - oder wenigstens mal nah dran - dann sollten wir Armstrong das doch deutlich danken. Ich jedenfalls bin ihm dankbar: Weil jede Lüge tägliche Gewalt ist, die nur so vorbei sein kann. Wenn man mal das Gejammere und Geeiere der anderen Radsportler dagegenhält (man denke nur an Ulrich oder Zabel), zeigt Armstrong hier doch seine wahre Größe.
(Und Grüße an die Journalisten.)

@odindonar:

Danke für Ihren Beitrag.

Die Kriminalisierung des Dopings ist eine Geschäftsgrundlage des Systems, die Doppelmoral der Allgemeinheit eine andere. Und sie steht einer überzeugenden Abkehr im Wege, da automatisch alles im Untergrund passiert.

Man möge sich daran erinnern, dass LA dem Tod von der Schippe gesprungen ist (Krebs). Und genau seit dieser Zeit frage ich mich, wer wirklich dazu berufen sein soll, darüber zu urteilen, was jemand in _Absprache mit seinem Arzt_ einzunehmen bereit ist (EPO ist, soweit ich weiß, ein Medikament für die Nachsorge bei Chemotherapien). Und weil für alle gelten muss, was für einen gilt, ist jedenfalls die ganze Diskussion unter den unbeteiligten Sportkonsumenten so erbärmlich bigott.

BTW: wurde eigentlich schon mal berichtet, dass Bundesliga-Fussballer nach dem Spiel in Glas pinkeln mussten?

was für eine Heuchlerei

Vorweg ich bin ein Gegner einer jeden Form von Doping und fahre seit mehr als 30 Jahren mit Leitungswasser. Wenn ich mir aber die Argumente von Herrn Seppelt (ARD) anhöre dann steigt mein Puls heftig. Jeder der sich nur ein wenig mit dem Radsport beschäftigt weiß, dass dort schon immer gedopt wurde. Auch die Herren Merckx, Anquetil, Indurain etc. sind die Tour de France nicht mit Himbeersaft gefahren. Das wusste doch Herr Seppelt bzw. die ARD aber auch 1997 als man sich als Co-Sponsor sehr engagiert hat. D.h. die Argumentation ist zwar richtig aber aus meiner Sicht extrem heuchlerisch. Auch die Aussage „wir wurden betrogen“ wäre dann richtig wenn nur einer gedopt hätte. Da mehr oder weniger alle beteiligt waren haben ja doch wieder die Besten gewonnen.

@ Phonomatic

Sind die Medien Schuld am Doping? Haben die Medien den Radsportlern das Doping untergejubelt oder jemanden dazu verleitet solche Mittel zu nutzen?

Wenn nicht, dann ist es nicht die Schuld der Medien, dass die Tour-de-France nur noch ein Schatten ihrer selbst ist.

Mitleid habe ich keines, außer vielleicht mit jenen, die nicht gewonnen haben, weil sie sich gegen die Nutzung von Doping entschieden haben.

Man sollte allerdings erwähnen, dass Doping allein nicht ausreicht um dort zu gewinnen. Ich könnte mich 100 mal mit meinem Blut dopen und würde trotzdem den letzten Platz belegen. Die Leistung der Sportler ist beeindruckend. Das Verhalten jedoch leider unsportlich und betrügerisch.

Konsequenzen

Also wenn, wie hier ein Schreiber meint, die TdF auch weiterhin nur zu gewinnen ist, wenn mit Doping nachgeholfen wird, dann gibt es halt auf längere Zeit hin keine TdF-Gewinner mehr.
Wieviele der Siege aus dem letzten Jahrzehnt haben Bestand gehabt?

Es ist doch inzwischen eher so, wer dopt verliert (den Sieg und die Platzierung).

Konsequenz? Entweder man schafft diesen Sport ab, oder man beginnt JETZT mit einem wirklich radikalem Neuanfang. Der kann aber nicht von den bisherigen Verbänden bzw. Verbandsstrukturen ausgehen.

Leider wird sich das Gezerre um Armstrong noch länger hinziehen, ehe irgendwann der Punkt erreicht ist, ab dem sich tatsächlich etwas ändern könnte und bis dahin ist das Kind im Brunnen in der Tiefgarage vom Brunnen angekommen.

Um es mal mit Volker Pispers auszudrücken:

"Klar sind die bei der Tour de France gedoped - aber dafür kommen die auf die Berge auch rauf! Ich finde nur, jeder müsste aufs Triko schreiben, was er genommen hat. Dann sieht man mal, was funktioniert und was nicht."

Wenn man schon ein Sportevent draus macht, denke ich, ist das ein durchaus bedenkenswerter Ansatz ;)

@ 14:23 — WiPoEthik

Einen Zusammenhang zwischen Medienaufmerksamkeit und Häufigkeit des Dopings im Profisport halte ich für offensichtlich, auch wenn ich es nicht anhand irgendwelcher Studien belegen kann.

Es muss sich auch rechnen, derartig medizinisch hochaufwendige Dopings durchzuführen, das geht ja doch weiter über die anwendung von amphetaminen etc. hinaus. Das geht schlecht ohne Millionen an Preis und Sponsorengeldern, die wiederum allein von der Medienaufmerksamkeit des Sportes generiert werden.

"Psychogramm eines Hochleistungssportlers"

...finde ich als Aussage eines "Doping-Experten" extrem fragwürdig. Hochleistungssport ist nicht nur das, was im Fernsehen ausgestrahlt wird, Herr Seppelt!
Ich vermisse das Statement, dass vornehmlich dort gedopt wird, wo es sich lohnt, nämlich da, wo es Geld zu holen gibt: Bei medienwirksamen Sportarten und in Ländern, wo der sportliche Erfolg der eigenen Sportler als Legitimation für das politische System herhalten muss.

Alle Spitzensportler über einen Kamm zu scheren halte ich für unseriös und empfinde es als eine Beleidigung all derer, die viel Zeit und zum Teil sogar eigenes Geld in ihre Passion einer Randsportart stecken. Herr Seppelt möge mir das Psychogramm des Hochleistungssportlers im Rudern, Wildwasser-Kanu oder olympischen Fußball erläutern!

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