Komischerweise hört man den Namen dieses Wüstenvolkes aber nicht, wenn vom Krieg in Mali die Rede ist, obwohl sie es waren, die in der Gegend seit einiger Zeit einen eigenen Staat anstreben. Die Touareg sind staatlicherseits nämlich so etwas wie die Kurden der Sahara, weil sie keinen eigenen haben. Wenn man mal ein bisschen sucht, waren die kämpfenden Touareg Malis vor einem Jahr auch noch Touareg, und weder "Islamisten" noch "Terroristen". Diese Begriffe hätten für sie irgendwie auch nicht gepasst für halbgebildete Deutsche, die mal 'ne GEO in der Hand hatten.
Ebensowenig hört man etwas vom Uran Nigers, an dem so manche unverbesserliche Atomnation sicherlich ein verschärftes Interesse hätte.
Hätte vielleicht mal jemand bei der Tagesschau die Freundlichkeit, mich aufzuklären? Ich bin nämlich nicht so gerne das erste Opfer des Krieges.
Die unsinnigen Kriege in Irak und Afghanistan (nicht zu sprechen von den Vorgängen in Lybien und Syrien) haben 1. Al Khaida gestärkt und mit Waffen versorgt und 2. führt das dazu, dass diesmal, wo´s sinnvoll wäre, alle so lange zögern und Frankreich im Regen stehen lassen, bis es vermutlich zu spät ist. Genauso lässt man die Türken mit den syrischen Flüchtlingen im Regen stehen, schickt nur symbolisch "Patriots", was wohl, wie das Wort sagt, patriotische Gesinnung zeigen soll, während die Türken allein die über 100.000 Flüchtlinge versorgen müssen. Denn dafür gibt´s kein Geld. Warum auch?
"Wenn man mal ein bisschen sucht, waren die kämpfenden Tuareg Malis vor einem Jahr auch noch Touareg, und weder "Islamisten" noch "Terroristen".
Die kämpfenden Tuareg gibt es seit über 100 Jahren, und die waren nie "terroristischer" als andere Völker, die nichts weiter wollten, als einen eigenen Staat.
Aber die Gotteskrieger, die sich heute in dem Gebiet, das eigentlich mal der Tuareg-Staat Azawad werden sollte, breitmachen, sind in den seltensten Fällen Einheimische, sondern internationale Islamisten und Terroristen, die sich - wie vorher schon in Afghanistan oder Somalia - das Machtvakuum zunutze machen.
Die Leidtragenden sind immer die Einheimischen, in diesem Falle also die jetzt doppelt gebeutelten Tuareg.
Das die Franzosen so blauäugig sind, daß sie sich da auf ein unkalkulierbares Abenteuer eingelassen haben.
Im Gegensatz zu Afganistan haben sie den Rückhalt in der Bevölkerung.Selbst die Tuareg könnten die Seiten wechseln, denn die Islamisten haben sie schön ausgebootet.
Das da jetzt heftig gekämpft wird ist doch ein gutes Zeichen. Immerhin stellen sich die Rebellen ( Mal nett ausgedrückt) einer Schlacht.In der haben die Franzosen aber eindeutig die besseren Karten.
Vielleicht ist Ihnen entgangen, das die Tuerkei ein Aufmarsch- Ausbildungs -und Bewaffnungsgebiet der syrischen Rebellen/Terroristen ist, die teilweise aus Libyen und anderen Laendern stammen. Die Tuerkei traegt die Schuld mit. Warum sollte man sie entlasten? Man sollte Unrecht nicht auch noch belohnen.Zudem werden dort EXAKT die gleichen Gruppen unterstuetzt, die in Mali bekaempft werden. Wie ist das zu erklaehren? Zudem wird in Syrien von der FSA schon die sunnitisch-fundamentalistische Auslegung der hier so bekaempften und verabscheuten Sharia AKTIV angewendet! Quelle: TS von gestern. Wie kann man soetwas unterstuetzen und gleichzeitig bekaempfen. Dieses Krankheitsbild der 'Willigen' nennt man medizinisch Schizofrenie! Das ist zwingend behandlungswuerdig.
......da haben die Franzosen eindeutig die besseren Karten.....
Da waere ich mir mal nicht so sicher. Selbst die Franzosen sagen, das Sie von der Ausbildung, Ausruestung und Kampfkraft ueberrascht sind. Diese 'Seperatisten' ums mal neutral zu sagen, sind 'Wuestenkrieger' mit hochmodernen Waffen aus Libyen . Sie kennen das Gelaende, sind genuegsam und zaeh. Ihr 'Rezept' ist der asymetrische Krieg. Die werden sich sicher kaum in der Wueste sammeln und zusammenbomben lassen. Die haben sicher aus Libyen gelernt. Ich sehe da SEHR LANGE Franzosen in der Wueste hocken.
Die französische Armee, speziell die Fremdenlegion, ist für derartige Einsätze in Mali bestens vorbereitet. Trainiert wird beispielsweise unter ähnlichen Bedingungen in Djibouti.
Gaddafis Truppen hatten die gleichen Qualitäten.Was hat es ihm geholfen?
Es gilt immer noch die alte Maxime.Wer die Lufthoheit hat, gewinnt den Krieg.
Gerade in der Wüste ist es ja schwer sich zu verstecken.
das ist ja wie in Syrien, Nur da hieß es in unserer Medien: Assad will keine unabhängige Berichterstattung.
Übrigens auch schon im zweiten Golfkrieg 2003, da durften nur von den Amerikaner auserwählten Reporter nach Irak in die Kampfgebieten, da man sonst derer "Sicherheit" nicht garantieren kann.
Krieg ist nun mal auch ein Kampf um Wahrheit, und da will man nichts den "Zufall" überlassen.
"Ebensowenig hört man etwas vom Uran Nigers, an dem so manche unverbesserliche Atomnation sicherlich ein verschärftes Interesse hätte."
Warum sollte man? AKW mit Uran-Kernspaltung sind so 60s-Tech.
Die AKW Generation die in 10-20 Jahren gebaut wird, braucht Wasserstoff und kein Uran. Ob wir dann auch wieder welche bauen oder weiter drauf setzen, Hartzer auf Fahrräder zu setzen werden wir dann sehn. ;-)
"Zudem wird in Syrien von der FSA schon die sunnitisch-fundamentalistische Auslegung der hier so bekaempften und verabscheuten Sharia AKTIV angewendet! Quelle: TS von gestern."
Die tagesschau von gestern bestätigt NICHT, was Sie vielleicht so empfinden mögen.
Richtig ist, dass es eine interessante Reportage über Gebiete gab, wo gemäss "Schariah" für Recht und Ordnung gesorgt wurde. Von Greueltaten oder extremen Urteilen, wie im Falle Nord-Mali, hat die tagesschau in dieser Reportage KEINESWEGS berichtet.
PS: Es ist und bleibt Assad-Propaganda, die syrische Opposition GENERELL als "islamistische Extremisten" zu verunglimpfen. Die Paraphrasierung dieser Propaganda ist für Menschen, die sich für Freiheit und Menschenrechte einsetzen wollen, gänzlich unangemessen.
(Davon unabhängig ist es richtig, das Erstarken tatsächlicher islamistischer Extremisten in Syrien durchaus auch der Passivität des Westens, seinem Nichteingreifen, zuzuschreiben.)
Kommen wir doch einfach zum Kern der Sache: Was soll Ihrer Meinung nach JETZT(!) gegen das Ausbreiten der islamistischen Extremisten in Nord-Mali unternommen werden.
Gewähren lassen?
Die Beantwortung dieser Frage interessiert mehr, als seitenlanges genüssliches Lamentieren über den bösen Westen oder die Franzosen.
Am Besten aus vergangenen Kriegen endlich die Lehren ziehen:
1.) Flüchtlingen helfen und ihnen auch in europäischen Ländern als neue Heimat Möglichkeiten bieten.
2.) Das Eingreifen westlichen Militärs stärkte bislang immer extreme Islamisten. Also nicht militärisch eingreifen!!!
3.) Waffenhandel aus der westlichen Welt in diese Richtung kommplett einstellen!!! - nicht mehr an mögliche Mittler liefern (z.B. an die Saudis)
4.) Aus Mali lernen, keine Putschisten zu unterstützen!!!
5.) Kein Kolonialherrengehabe!!! (Frankreich hatte unfair günstige Bedingungen für Handel mit Uran) Die französische Wirtschaft fusst allegemein auf der Not und den sich damit ergebenen günstigen Bedingungen in der dritten Welt
Wenn wir aber mit unserem politischen und militärischen Druck keine gemäßigte unabhängige islamische Regierung zulassen, weil wir selbst Interessen durchsetzen wollen, dann gewinnen immer die Extremen!
Einfach ist die Frage nicht zu beantworten. Ich plaediere fuer die Umsetzung der Resolution 2085. GANZ EINFACH! Da kommt Frankreich allerdings NICHT vor. Sowenig wie die Militaerjunta, die sich Maerz 2012 zur Regierung erklaehrt hat und Frankreich ohne Legitimation zur 'Hilfe' gerufen hat ist die NATO oder EU dort zu beteiligen. Das ist Sache der AU!!! Dies ist Afrika! Das muss der Kontinent selbst in den Griff kriegen. Leider ist Frankreich und GB mitschuldig durch die Waffenlieferungen und Ausbildung dieser "Seperatisten'' die wie jeder derweil weis. Eine UNTERSTUETZUNG der afrikanischen Kraefte kann zur Diskussion gestellt werden. Sonst nix. Europa hat da nix zu suchen! Stellen Sie sich afrikanische Truppen in Ungarn vor.
Gaddafi war so leichtglaeubig seine Truppen angesichts einer 'Flugverbotszone' offen zu positionieren. Immerhin hat die NATO dann 25 000 Lufteinsaetze gebraucht um die Armee, entgegen jeder UN Resolution ,voellig kaputtzubomben. Diese Kapazitaeten besitzt Frankreich nicht und die "Seperatisten'' in Mali haben diese Lektion sicher gelernt und werden wohl einen asymetrischen Krieg ala Syrien beginnen. Den Rest koennen Sie sich ausmalen.
Also nix tun. Lassen wir sie doch einfach sichere Rückzugsgebiete schaffen und Terroristen-Ausbildungscamps errichten.
"Das Eingreifen westlichen Militärs stärkte bislang immer extreme Islamisten. Also nicht militärisch eingreifen!!!"
Die extremen Islamisten sind schon stark in Mali. Sie haben aber keinerlei Rückhalt in der malischen Bevölkerung, selbst unter den Tuareg nicht, im Gegenteil.
"Ich plaediere fuer die Umsetzung der Resolution 2085. GANZ EINFACH! Da kommt Frankreich allerdings NICHT vor."
Vielleicht ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, dass ECOWAS sich nicht in der Lage sah, die Resolution vor September 2013 umzusetzen. So viel Geduld wollte Frankreich offenbar nicht aufbringen.
Was glauben Sie denn, was bis Mali ohne Hilfe von aussen bis kommenden September passiert wäre?
Falsch. Die Tuareg sind gespalten in gemaessigte und extremistische Gruppen. Darueber wird leider auch falsch berichtet. Bei einem nicht unerheblichen Teil der nun bekaempften 'Seperatisten' handelt es sich sehr wohl auch um Menschen des Stammes der Tuareg die in den 'besetzten Gebieten' seit Jahrtausenden beheimatet sind. Unklar bleibt der 'Anteil' dieser Gruppierungen an der ebenfalls unklaren Menge der Seperatisten aus angrenzenden Gebieten und die Anzahl der voellig Ortsfremden(Al Kaida, Al Nusra, Muslimbrueder etc.). Darueber weis ich zu wenig. Versuch das aber gerade zu aendern.
1) Jedem geben, was ihm zusteht
2) Niemandem wegnehmen, was ihm gehört
Die Tatsache, dass dies auch den Mächtigen dieser Welt bekannt ist, sie aber weder an 1) noch an 2) interessiert sind, sollte einem zu denken geben.
Und das Beispiel mit Ungarn war gut. Ich wüsste gerne, wie wir reagieren würden, wenn ein aussereuropäischer Staat irgendeine europäische Region angreifen würde, weil es dort "christliche Terroristen" gibt.
Touareg ist ein VW
Komischerweise hört man den Namen dieses Wüstenvolkes aber nicht, wenn vom Krieg in Mali die Rede ist, obwohl sie es waren, die in der Gegend seit einiger Zeit einen eigenen Staat anstreben. Die Touareg sind staatlicherseits nämlich so etwas wie die Kurden der Sahara, weil sie keinen eigenen haben. Wenn man mal ein bisschen sucht, waren die kämpfenden Touareg Malis vor einem Jahr auch noch Touareg, und weder "Islamisten" noch "Terroristen". Diese Begriffe hätten für sie irgendwie auch nicht gepasst für halbgebildete Deutsche, die mal 'ne GEO in der Hand hatten.
Ebensowenig hört man etwas vom Uran Nigers, an dem so manche unverbesserliche Atomnation sicherlich ein verschärftes Interesse hätte.
Hätte vielleicht mal jemand bei der Tagesschau die Freundlichkeit, mich aufzuklären? Ich bin nämlich nicht so gerne das erste Opfer des Krieges.
Zuwarten
Die unsinnigen Kriege in Irak und Afghanistan (nicht zu sprechen von den Vorgängen in Lybien und Syrien) haben 1. Al Khaida gestärkt und mit Waffen versorgt und 2. führt das dazu, dass diesmal, wo´s sinnvoll wäre, alle so lange zögern und Frankreich im Regen stehen lassen, bis es vermutlich zu spät ist. Genauso lässt man die Türken mit den syrischen Flüchtlingen im Regen stehen, schickt nur symbolisch "Patriots", was wohl, wie das Wort sagt, patriotische Gesinnung zeigen soll, während die Türken allein die über 100.000 Flüchtlinge versorgen müssen. Denn dafür gibt´s kein Geld. Warum auch?
@ marvin
"Wenn man mal ein bisschen sucht, waren die kämpfenden Tuareg Malis vor einem Jahr auch noch Touareg, und weder "Islamisten" noch "Terroristen".
Die kämpfenden Tuareg gibt es seit über 100 Jahren, und die waren nie "terroristischer" als andere Völker, die nichts weiter wollten, als einen eigenen Staat.
Aber die Gotteskrieger, die sich heute in dem Gebiet, das eigentlich mal der Tuareg-Staat Azawad werden sollte, breitmachen, sind in den seltensten Fällen Einheimische, sondern internationale Islamisten und Terroristen, die sich - wie vorher schon in Afghanistan oder Somalia - das Machtvakuum zunutze machen.
Die Leidtragenden sind immer die Einheimischen, in diesem Falle also die jetzt doppelt gebeutelten Tuareg.
Ich glaube nicht,
Das die Franzosen so blauäugig sind, daß sie sich da auf ein unkalkulierbares Abenteuer eingelassen haben.
Im Gegensatz zu Afganistan haben sie den Rückhalt in der Bevölkerung.Selbst die Tuareg könnten die Seiten wechseln, denn die Islamisten haben sie schön ausgebootet.
Das da jetzt heftig gekämpft wird ist doch ein gutes Zeichen. Immerhin stellen sich die Rebellen ( Mal nett ausgedrückt) einer Schlacht.In der haben die Franzosen aber eindeutig die besseren Karten.
Lieber DeHahn.
Vielleicht ist Ihnen entgangen, das die Tuerkei ein Aufmarsch- Ausbildungs -und Bewaffnungsgebiet der syrischen Rebellen/Terroristen ist, die teilweise aus Libyen und anderen Laendern stammen. Die Tuerkei traegt die Schuld mit. Warum sollte man sie entlasten? Man sollte Unrecht nicht auch noch belohnen.Zudem werden dort EXAKT die gleichen Gruppen unterstuetzt, die in Mali bekaempft werden. Wie ist das zu erklaehren? Zudem wird in Syrien von der FSA schon die sunnitisch-fundamentalistische Auslegung der hier so bekaempften und verabscheuten Sharia AKTIV angewendet! Quelle: TS von gestern. Wie kann man soetwas unterstuetzen und gleichzeitig bekaempfen. Dieses Krankheitsbild der 'Willigen' nennt man medizinisch Schizofrenie! Das ist zwingend behandlungswuerdig.
@Hinnack
......da haben die Franzosen eindeutig die besseren Karten.....
Da waere ich mir mal nicht so sicher. Selbst die Franzosen sagen, das Sie von der Ausbildung, Ausruestung und Kampfkraft ueberrascht sind. Diese 'Seperatisten' ums mal neutral zu sagen, sind 'Wuestenkrieger' mit hochmodernen Waffen aus Libyen . Sie kennen das Gelaende, sind genuegsam und zaeh. Ihr 'Rezept' ist der asymetrische Krieg. Die werden sich sicher kaum in der Wueste sammeln und zusammenbomben lassen. Die haben sicher aus Libyen gelernt. Ich sehe da SEHR LANGE Franzosen in der Wueste hocken.
Die französische Armee,
Die französische Armee, speziell die Fremdenlegion, ist für derartige Einsätze in Mali bestens vorbereitet. Trainiert wird beispielsweise unter ähnlichen Bedingungen in Djibouti.
@ Dschungelmann
Gaddafis Truppen hatten die gleichen Qualitäten.Was hat es ihm geholfen?
Es gilt immer noch die alte Maxime.Wer die Lufthoheit hat, gewinnt den Krieg.
Gerade in der Wüste ist es ja schwer sich zu verstecken.
Reporter dürfen nicht ins Kampfgebiet?
das ist ja wie in Syrien, Nur da hieß es in unserer Medien: Assad will keine unabhängige Berichterstattung.
Übrigens auch schon im zweiten Golfkrieg 2003, da durften nur von den Amerikaner auserwählten Reporter nach Irak in die Kampfgebieten, da man sonst derer "Sicherheit" nicht garantieren kann.
Krieg ist nun mal auch ein Kampf um Wahrheit, und da will man nichts den "Zufall" überlassen.
@marvin
"Ebensowenig hört man etwas vom Uran Nigers, an dem so manche unverbesserliche Atomnation sicherlich ein verschärftes Interesse hätte."
Warum sollte man? AKW mit Uran-Kernspaltung sind so 60s-Tech.
Die AKW Generation die in 10-20 Jahren gebaut wird, braucht Wasserstoff und kein Uran. Ob wir dann auch wieder welche bauen oder weiter drauf setzen, Hartzer auf Fahrräder zu setzen werden wir dann sehn. ;-)
Mali kann also sein Uran behalten.
@dschungelmann 7:17, Falsche Quellenangabe.
"Zudem wird in Syrien von der FSA schon die sunnitisch-fundamentalistische Auslegung der hier so bekaempften und verabscheuten Sharia AKTIV angewendet! Quelle: TS von gestern."
Die tagesschau von gestern bestätigt NICHT, was Sie vielleicht so empfinden mögen.
Richtig ist, dass es eine interessante Reportage über Gebiete gab, wo gemäss "Schariah" für Recht und Ordnung gesorgt wurde. Von Greueltaten oder extremen Urteilen, wie im Falle Nord-Mali, hat die tagesschau in dieser Reportage KEINESWEGS berichtet.
PS: Es ist und bleibt Assad-Propaganda, die syrische Opposition GENERELL als "islamistische Extremisten" zu verunglimpfen. Die Paraphrasierung dieser Propaganda ist für Menschen, die sich für Freiheit und Menschenrechte einsetzen wollen, gänzlich unangemessen.
(Davon unabhängig ist es richtig, das Erstarken tatsächlicher islamistischer Extremisten in Syrien durchaus auch der Passivität des Westens, seinem Nichteingreifen, zuzuschreiben.)
@dschungelmann, Was ist zu tun? - Und zwar JETZT!
Kommen wir doch einfach zum Kern der Sache: Was soll Ihrer Meinung nach JETZT(!) gegen das Ausbreiten der islamistischen Extremisten in Nord-Mali unternommen werden.
Gewähren lassen?
Die Beantwortung dieser Frage interessiert mehr, als seitenlanges genüssliches Lamentieren über den bösen Westen oder die Franzosen.
@tagtest - Was zu tun ist!
Am Besten aus vergangenen Kriegen endlich die Lehren ziehen:
1.) Flüchtlingen helfen und ihnen auch in europäischen Ländern als neue Heimat Möglichkeiten bieten.
2.) Das Eingreifen westlichen Militärs stärkte bislang immer extreme Islamisten. Also nicht militärisch eingreifen!!!
3.) Waffenhandel aus der westlichen Welt in diese Richtung kommplett einstellen!!! - nicht mehr an mögliche Mittler liefern (z.B. an die Saudis)
4.) Aus Mali lernen, keine Putschisten zu unterstützen!!!
5.) Kein Kolonialherrengehabe!!! (Frankreich hatte unfair günstige Bedingungen für Handel mit Uran) Die französische Wirtschaft fusst allegemein auf der Not und den sich damit ergebenen günstigen Bedingungen in der dritten Welt
Wenn wir aber mit unserem politischen und militärischen Druck keine gemäßigte unabhängige islamische Regierung zulassen, weil wir selbst Interessen durchsetzen wollen, dann gewinnen immer die Extremen!
@tagtest
Einfach ist die Frage nicht zu beantworten. Ich plaediere fuer die Umsetzung der Resolution 2085. GANZ EINFACH! Da kommt Frankreich allerdings NICHT vor. Sowenig wie die Militaerjunta, die sich Maerz 2012 zur Regierung erklaehrt hat und Frankreich ohne Legitimation zur 'Hilfe' gerufen hat ist die NATO oder EU dort zu beteiligen. Das ist Sache der AU!!! Dies ist Afrika! Das muss der Kontinent selbst in den Griff kriegen. Leider ist Frankreich und GB mitschuldig durch die Waffenlieferungen und Ausbildung dieser "Seperatisten'' die wie jeder derweil weis. Eine UNTERSTUETZUNG der afrikanischen Kraefte kann zur Diskussion gestellt werden. Sonst nix. Europa hat da nix zu suchen! Stellen Sie sich afrikanische Truppen in Ungarn vor.
@Hinnack
Gaddafi war so leichtglaeubig seine Truppen angesichts einer 'Flugverbotszone' offen zu positionieren. Immerhin hat die NATO dann 25 000 Lufteinsaetze gebraucht um die Armee, entgegen jeder UN Resolution ,voellig kaputtzubomben. Diese Kapazitaeten besitzt Frankreich nicht und die "Seperatisten'' in Mali haben diese Lektion sicher gelernt und werden wohl einen asymetrischen Krieg ala Syrien beginnen. Den Rest koennen Sie sich ausmalen.
@9:38 — henry.berlin
Also nix tun. Lassen wir sie doch einfach sichere Rückzugsgebiete schaffen und Terroristen-Ausbildungscamps errichten.
"Das Eingreifen westlichen Militärs stärkte bislang immer extreme Islamisten. Also nicht militärisch eingreifen!!!"
Die extremen Islamisten sind schon stark in Mali. Sie haben aber keinerlei Rückhalt in der malischen Bevölkerung, selbst unter den Tuareg nicht, im Gegenteil.
@9:53 — dschungelmann
"Ich plaediere fuer die Umsetzung der Resolution 2085. GANZ EINFACH! Da kommt Frankreich allerdings NICHT vor."
Vielleicht ist es Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, dass ECOWAS sich nicht in der Lage sah, die Resolution vor September 2013 umzusetzen. So viel Geduld wollte Frankreich offenbar nicht aufbringen.
Was glauben Sie denn, was bis Mali ohne Hilfe von aussen bis kommenden September passiert wäre?
@cowboy8
Falsch. Die Tuareg sind gespalten in gemaessigte und extremistische Gruppen. Darueber wird leider auch falsch berichtet. Bei einem nicht unerheblichen Teil der nun bekaempften 'Seperatisten' handelt es sich sehr wohl auch um Menschen des Stammes der Tuareg die in den 'besetzten Gebieten' seit Jahrtausenden beheimatet sind. Unklar bleibt der 'Anteil' dieser Gruppierungen an der ebenfalls unklaren Menge der Seperatisten aus angrenzenden Gebieten und die Anzahl der voellig Ortsfremden(Al Kaida, Al Nusra, Muslimbrueder etc.). Darueber weis ich zu wenig. Versuch das aber gerade zu aendern.
@henry.berlin
Man könnte das ganze effizienter zusammenfassen:
Weltweite Gerechtigkeit durch
1) Jedem geben, was ihm zusteht
2) Niemandem wegnehmen, was ihm gehört
Die Tatsache, dass dies auch den Mächtigen dieser Welt bekannt ist, sie aber weder an 1) noch an 2) interessiert sind, sollte einem zu denken geben.
Und das Beispiel mit Ungarn war gut. Ich wüsste gerne, wie wir reagieren würden, wenn ein aussereuropäischer Staat irgendeine europäische Region angreifen würde, weil es dort "christliche Terroristen" gibt.