Kommentare

Schutz vor der Regierung!

"Waffen zum Schutz vor der Regierung". Dieser Satz hat Potential! Mit dieser Begruendung kann man sich auch einen voll munitionierten Kampfpanzer in die Garage stellen wollen, oder einen Bomber in den Hangar im Garten.

Bravo New York!

Die Maßnahmen in New York klingen doch im ganzen Betrachtet sehr vernünftig und allumfassend. Mein Dank auch an die dortigen Republikaner, die sich nicht dagegengestellt haben! Klar ist das kein 100% Schutz und es wird auch dort noch Vorfälle geben, aber man versucht hier wenigstens drastisch einzuschränken und gibt sich nicht kampflos mit den Worten geschlagen, dass das eh nicht regulierbar ist.

Diese "neuen Regelungen"

Diese "neuen Regelungen" werden keinen einzigen Amoklauf verhindern. Denn Waffenkäufe sind ja nach wie vor erlaubt und für einen Amoklauf bedarf es ja nicht eines Einkaufs "ungewöhnlich vieler Munition". Hier verschärft man also nur SCHEINBAR irgendwelche Regelungen, die meines Erachtens nicht greifen werden, sondern nur eine Alibiaktion der Politiker ist.

"From my cold, dead hands!"

Beliebter Autoaufkleber der NRA in den USA, der ungefähr soviel heißt wie: "Ihr bekommt meine Waffe erst, wenn ihr sie meinen toten, kalten Fingern entreißt".

NY geht sicher einen richtigen Weg, die etwas verqueere Vorgehensweise ist sicher der notwendigen Zustimmung durch die Republikaner geschuldet, aber als Zeichen taugt es allemal.

Solange allerdings die Freiheit des Individuums von interessierten Gruppen instrumentalisiert wird, um die Freiheit und die Rechte der Gruppe herabzusetzen, also der Einzelne höher als die Gesellschaft bewertet wird, wird das noch ein langer Weg werden.

Daß der Staat immer noch als Feindbild herhalten muß, ist mehr als anachronistisch wenn man Gesetze wie den Patriot Act bedenkt, der mE richtigerweise individuelle Rechte zugunsten der Gruppe einschränken kann.

Es fehlt nur noch die Einsicht, daß nationale Sicherheit des "home of the brave" in absoluten Zahlen weit mehr durch Waffengebrauch im "land of the free" als durch Terroristen bedroht wird.

Berichterstattung

Wenn sie schon über aus amerikanischen Nachrichten zitieren bleiben sie doch bitte bei der Wahrheit.
Das sogenannte Sturmgewehr "Bushmaster" wurde von dem Amokläufer in Newton überhaupt nicht für seine Morde benutzt, sondern von der Polizei im Kofferaum seines Wagens, nach der Tat gefunden. Die Mordwaffen waren zwei Pistolen.
Auch handelt es sich in Amerika nicht um vollautomatische Sturngewehre, die dort angeboten werden,sondern um Selbsladegewehre mit dem Aussehen des
militärischen Pedants. Solche Waffen können sogar bei uns in Deutschland erworben werden, sofern sie eine WBK dafür bekommen. Der einzige Unterschied ist die Magzinkapazität, die bei uns schon lange bechränkt ist.

Ein erster Schritt weg vom Waffenwahnsinn;

bei entsprechendem Bewußtseinswandel in der Bevölkerung gibt das Hoffnung auf friedlichere Zeiten.

RE: Berichterstattung

@Wasserfrosch:
Du verlangst zu viel - wenn mehrere Personen gegenseitig von einander abschreiben, was der erste aus hören-sagen zusammengetragen hat und auch noch Übersetzungsungenauigkeiten dazu kommen, kann kein Sach- und Fachlich korrekter Bericht raus kommen...
Legendär der Bericht wo ein und dieselbe verwendete Waffe innerhalb eines Berichtes von .45 Kaliber auf 45mm Kaliber über Kaliber 45 variierte.

Sicherlich würde ein grundsätzliches planvolles Waffengesetz in Amerika Sinn machen.

Die Erfassung von Munitionsgroßkäufern macht vermutlich weniger Sinn, als es Laien verständlich ist, wer in Amerika viel Munition privat verbraucht, stellt sich diese selbst her und ob jetzt die nötigen Teile bei einer Bestellung von einer einzelnen Person oder einer Sammelbestellung von einem Club Verwendung finden, wird sich nicht leicht klären lassen.

Bei der Gesetzgebung sollte man sich auch mehr an das anwendbare und kontrollierbare halten, weniger an die Phantasie der Laien...

"mit Intelligenz, mit Verstand und mit Vernunft"

.. schön wärs. Leider kam wieder nur politikertypischer Aktionismus heraus. New York hat bereits eins der schärfsten Waffengesetze der USA. Wer glaubt denn wirklich daran, daß durch diese Neuerungen auch nur eine Straftat verhindert wird?
Aber besonders schwachsinnig finde ich die Kontrolle von "auffällig vielen Kugeln". Ich meine, wenn jemand tausende Schuß hortet, ist er höchstwahrscheinlich nur einer von denen die sich auf irgendein Weltuntergangsszenario vorbereiten wollen, ohne andere Mitbürger zu belästigen. Für einen ordentlichen Amoklauf reichen locker ein bis zwei Päckchen Munition. Dagegen wäre es wohl wesentlich sinnvoller den Besitz von Wechselmagazinen zu beschränken, nur daß das kaum realistisch umsetzbar wäre.

Straftaten verhindern

> Wer glaubt denn wirklich daran, daß durch diese Neuerungen
> auch nur eine Straftat verhindert wird?

Hier! Ich glaube auf jeden Fall, dass die Amokläufe, die bisher mit Sturmgewehren durchgeführt wurde künftig mit Waffen mit weniger Munition durchgeführt werden. Das reduziert die Anzahl der Opfer bei einem Amoklauf und ist somit wünschenswert. (Ja. Nicht alle Amokläufe werden mit Sturmgewehren durchgeführt. Aber genug um deren Besitz einzuschränken, weil die Freiheitseinschränkung nur minimal ist.)

Kleine Anmerkung: Die NRA ist nicht die Lobby der Waffenbesitzer sondern die Lobby der Waffenhersteller. Das macht einen Unterschied, weil eine Lobby der Waffenbesitzer sinnvolle Einschränkungen im Waffenbesitz befürworten müsste.

@Wasserfrosch: "Der einzige Unterschied ist die Magzinkapazität"

Genau das ist ja wohl der Punkt dabei!

Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob man etliche Schüsse abgeben kann, ohne nachzuladen, oder nicht. Warum sonst wären solche Waffen wohl erfunden worden?

Immer wieder lese ich, dass ein Verbot von X sinnlos sei, weil man auch mit Y töten könne. Da kann ich nur sagen: lassen Sie Ihre Haustür offen stehen! Es gibt Einbrecher, die Tresore knacken können, also warum erst abschließen?!?

Meine Meinung: Wenn man

Meine Meinung:
Wenn man einmal eine statistische Erhebung machen würde, die den Zusammenhang zwischen Bildung und geistiger Reife auf der einen Seite und dem Wunsch nach Bumm-Bumm-Schießgewehren auf der anderen Seite aufzeigen würde - was glaubt ihr, würde da herauskommen?
Die Tatsache alleine, dass jemand sich mit definitiven Mordwerkzeugen versorgen möchte, sagt doch schon alles über seine Psyche und sein Verhältnis zur Gemeinschaft.

In einem wilden Haufen von wilden Menschen war aufgrund des Fehlens einer Gesetzesstruktur und Polizei eine individuelle und auch Gruppenbewaffnung angebracht, aber in einem sozialen Staatsgebilde bzw. Staatenkörper ist dies ein Anachronismus und ein geistiger Entwicklungsmangel, der leider von einer Fabrikantenlobby mit den unsinnigsten Werbesprüchen vertreten und verquert wird - Verkauf und Wachstum um jeden Preis.

Naja

In einer amerikanischen Quelle habe ich gelesen, dass das Gesetz im Eilverfahren durchgeboxt wurde und den Abgeordneten nicht genügend Zeit zum Lesen gegeben wurde. Der interviewte Abgeordnete stimmte mit Nein ab, weil ihm der Inhalt des Gesetzes, über das er abstimmen musste, weitgehend unbekannt war. Super!

Magazine dürfen zwar bis zu 10 Kugeln aufnehmen können, dürfen aber nur noch mit 7 Kugeln geladen sein (Darf eigentlich auch eine im Lauf sein?). Was für ein Quatsch.

Dieses Gesetz trifft nur gesetzestreue Bürger und wird keinen einzigen Amoklauf verhindern. Es hätte noch nichtmal den in Newton verhindert oder weniger tragisch ausfallen lassen.

Für einen Amoklauf kann

Für einen Amoklauf kann vieles benutzt werden. Man kann mit einem Auto in eine Bushaltestelle Rasen, selbst gebaute Brandsätze benutzen etc. Ein Amoklauf ist m. E. nicht zu verhindern. Die Waffen, die in den USA in Umlauf sind, bleiben das auch. Insofern wird dieses Gesetz wohl keine Auswirkungen haben. Viel wichtiger finde ich die Frage nach dem Warum. Was passiert in Gesellschaften, die Menschen zu solch einem Tun veranlassen?

"Alibiaktion der Politiker" vs. Was sollte normal sein?

Einerseits ist das schon richtig. Offenbar geht es hier vor allem auch um eine PR-Aktion von Politikern: "wir tun was".

Grundsätzlich finde ich aber JEDE plausible Einschränkung von Waffenrecht für Privatpersonen sinnvoll. Dabei geht es weniger um "hätte dieser Amoklauf ohne jenen Waffe verhindert werden können?" als um die Grundsatzfrage:

"Ist es normal, dass der Besitz von Schusswaffen für jedermann als einzig sinnvollen Schutz für den Bürger gilt?"

Der Staat sollte ein Gewaltmonopol garantieren (und muss dafür natürlich auch die nötigen Mittel haben). Erst wenn die private Schußwaffe nicht mehr als normal wahrgenommen wird, wird auch das Horten von Waffen als gefährliche Störung wahrgenommen!

Is doch jut!

Als aller erstes begrüße ich den Schritt welcher in NY getan wurde!
Was daraus resultiert bleibt abzuwarten. Amokläufe oder Gewaltdelikte mit Schusswaffen, die aufgrund der Verschärfung nicht zustande kamen können ja nicht gezählt werden...logischer Weise.
Wenn ich mir jedoch die Kriegswaffendichte in der Schweiz ansehe mag ich bezweifeln ob das Problem wirklich im Besitz einer waffe liegt oder doch eher an der Einstellung des menschen der sie besitz.....

Therapeuten als Richter ?

"Therapeuten und andere Mediziner, die aus dem Munde ihrer Patienten eine glaubwürdige Drohung zum Einsatz von Waffen vernehmen, müssen dies melden."

Das finde ich zwar einerseits gut, aber andererseits impliziert dieses auch, daß Therapeuten bei anderen Menschen wiederum die Berechtigung auf den Besitz von schweren Waffen bestätigen.

Also keine stichprobenartigen Kontrollen in den Amerikanischen..

... Haushalten, ob die Waffe und Munition in Stahlschränken abgeschlossen ist?

Einfach eben mal Sturmgewehre Verbieten, was ja im vorfeld zu Hamsterkäufen an Sturmgewehren geführt hat.

Die Amerikaner dürfen sich auf den nächten Amoklauf gefasst machen.

Da bin ich mal Gespannt was dann passiert.

Immerhin gibt es strengere Waffengesetze, man sollte nicht immer Kritisieren, sondern auch das Positive sehen.

Trotzdem hätte man mal im Vorraus denken können, und nicht erst Reagieren wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Schizophrenie!

Die Republikaner muß man wohl als schizophren bezeichnen. Warum? Die meisten von ihnen sehen sich als strenggläubige Christen. Warum also verteidigen die so das Recht auf Waffenbesitz? Hat Christus nicht jene selig gepriesen, die keine Gewalt anwenden.

Der Kampf muss in den Köpfen stattfinden...

Die Knarre als Freiheitssymbol - wenn man das liest, wird klar, wie weit der Weg noch ist.

Die Amis haben sich ja von Beginn an den Weg freigeschossen. Das soll sich nun plötzlich ändern?

Auch Obama wird keine Wunder vollbringen - aber vielleicht ist es ein Anfang.

@11:00 — Alchemy

"Trotzdem hätte man mal im Vorraus denken können, und nicht erst Reagieren wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist."

Stimmt, nur hat man hier noch nicht mal reagiert, NACHDEM das Kind in den Brunnen gefallen ist. Hätte dieses Gesetz in Newton vor dem Amoklauf existiert, dann hätte es weder die Handlung noch die Handlungsfähigkeit des Amokläufers auch nur um einen Jota beeinflusst.

@Kettenkarussell Kriegswaffendichte Schweiz

Das hängt mit dem Wehrdienstmodell zusammen, ausserdem haben die seit 2009 keine Munition mehr im Haus.
Bei der Bundeswehr werden Waffen und Munition sinnvollerweise auch getrennt aufbewahrt.

Im Gegensatz zu den USA sind diese Menschen im Umgang mit der Waffe durch den Wehrdienst geschult.
Das schützt im allgemeinen vor Unfällen, Autofahren darf man auch nur nach bestandener Prüfung.

Das Problem ist nicht die Waffe, sondern die Mentalität

Es gibt diesen abgedroschenen Satz, dass nicht Waffen sondern Menschen mit Waffen Menschen töten. So ganz von der Hand zu weisen ist das ja nicht. Es kommt eben darauf an, WER Zugang zu Waffen hat, ob nun Revolver, Schrotflinte oder Sturmgewehr. Scheinbar eignet sich der durchschnittliche Amerikaner weniger dazu, eine Waffe verantwortungsvoll zu führen als bspw. ein Schweizer, denn obwohl mehr als 600.000 Sturmgewehre in der Schweiz ganz legal in Privathaushalten aufbewahrt werden, kommt es nur selten zum Missbrauch dieser Waffen. Es geht nicht um den Zugang zu Waffen, sondern um den Umgang mit ihnen.
Was also tun? Wie bringt man jemanden, der den potentiellen Einsatz von Schusswaffen gegen seine Mitmenschen als ein persönliches Grundrecht ansieht, bei, dass seine Einstellung die größte Gefahr für seine Mitmenschen und ihn selbst darstellt? Mir fällt dazu leider keine Lösung ein.

Ich verstehe einige Kommentatoren nicht

Natürlich werden damit in New York auch weiterhin Verbrechen geschehen.

Es ist aber ein Anfang und das ist gut so!

Was gibt es daran zu kritisieren?

Zynikus

Ich gebe ihnen absolut Recht wenn sie sagen das es auch an der Menatalität der Schusswaffenbesitzer liegt jedoch sind auch schärfere Waffen Gesetzte notwedig um in der Zukunft Ammokläufe zu verhindern oder sie erschweren.
Am besten wäre es wenn Privat Personen ihre Waffen erst garnicht zu Haue lager dürften den das schließt einen Missbrauch durch z.B Kinder der Waffenbesitzer von vorne herein aus.
Natürlich kann man sich die Waffen wenn man es umbedigt darauf anlegt auch auf dem schwarz Markt kaufen das ist jedoch bedeutend schwerer und in Deutschland wirst du zumindest nicht so einfach an eine Schnellfeuerwaffe kommen auch nicht auf dem Schwarfmarkt.

Darstellung: