Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind fast 150.000 Malier vor den Kämpfen geflohen, mehr als eine Viertelmillion irren als Binnenvertriebene durchs Land oder suchen in Flüchtlingslagern Schutz.
Eigentlich sollte "aus humanitären Gründen"
der Focus der Berichterstattung hierauf liegen.
Eigentlich...
Wenn die Bevölkerung die Luftschläge gegen die Islamisten und die Intervention so sehr begrüßt, dann muss man nicht unbedingt das Haar in der Suppe suchen und kann auch als Deutscher für die Angriffe sein.
Die Populär-Pazifisten unter uns müssen sich gefallen lassen, dass die Situation in Syrien wohl eine ganz andere ist. Dort lehnt die Bevölkerung die jahrzehntelange Diktatur ab und unterstützt die Rebellen.
Gleich bei der überschrieft habe ich mich gefragt woher die Tagesschau redaktion wieder die se weißheite hernimmt aufjedenfall nicht aucs einer repräsentativen umfrage
Am 15. Januar 2013 um 20:02 von angepasste Meinung
nicht mit irreführenden Begriffen nennen.
Sie sind keine "Gotteskrieger"!
Auch wenn der Begriff der Sprache der Terroristen entstammt, so führt die Nennung doch zu einer Verharmlosung dieser Verbrecher.
Dieser von den Terroristen selbst gewählte Begriff, sollte von uns nicht benutzt werden.
Mörder sind Mörder und keine "Engelsmacher" und Terroristen sind keine "Gotteskrieger", sondern Terroristen, die eine Religion missbrauchen für ihre Morde und Terrorakte.
Selbst wenn die Malische Bevölkerung sich momentan
über die Hilfe der Franzosen freut (was dieser Bericht kaum Beweisen kann da er kaum Repräsentativ ist)
ändert das nichts an der Tatsache das die Franzosen nicht intervenieren um die Bevölkerung vor den Islamisten zu schützen(andersherum verkaufen sie Waffen an Saudi Arbien. Und Bomben Islamisten in Lybien an die Macht wo bei die Tausenden Zivilenopfer nicht zu vergessen sind)
sondern nur wegen Wirtschaftsinteressen.(Mali hat große Gold vorkommen sowie Uran,Öl,Gas,Phosphat,Kupfer und Diamanten wenn sie immoment noch nicht abgebaut werden so
ist das vorhanden sein jedoch bestätigt. Und zwar von seriösen Medien unteranderem der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie der Wirtschaftswoche.
Bisher habe ich noch keinen Maliser gesehen oder gehört, der das Eingreifen der Franzosen begrüßt.
Haben dieselben Maliser auch den von Frankreich unterstützen Militärputsch von 2012 befürwortet?
Gibt es Beispiele für diese Behauptung, die Maliser würden geeint hinter Frankreich stehen?
Ein paar verkaufte "Tricolore" machen noch lange keine Zustimmung aus!
Am 15. Januar 2013 um 20:37 von angepasste Meinung
seien sie versichert; sie freuen sich riesig. denn jeder malier hat verwandte in den besetzten gebieten. sie wollen nur eins: ohne terror leben und ihr mali ungeteilt erhalten. sollte es so etwas wie genetische demokratie geben: inmali wäre sie zu finden
Leider haben solche Bezeichnungen schon lange Tradition. Diese Bezeichnungen existieren wohl, um von den eigentlichen Zielen abzulenken und die Schandtaten zu verbrämen.
aha, sie haben Kriegserfahrung, militärisch-taktische Vorbildung und wissen, wo der Hase im Pfeffer liegt...
..um das "Problem" in den Griff zu bekommen also alle Fluchtwege hermetisch abriegeln, dadurch den Rückzug unterbinden, keine Überlebenden auf der Gegenseite und alle Probleme sind gelöst ...sie haben leider "Recht"...
so sehen die militärischen Lösungen aus!
Am 15. Januar 2013 um 20:59 von angepasste Meinung
Nein, es geht nicht um Wirtschaftsinteressen. Es geht darum, die Islamisten zurück zu drängen, die die Bevölkerung terrorisieren.
Mali ist kein wichtiger Uran oder Goldproduzent. Und selbst wenn, darum geht es hier gar nicht. Was wird Frankreich machen, wenn es Rohstoffe benötigt? Es kauft sie schlicht und ergreifend. Das hat mit Soldaten gar nichts zu tun.
(Wenn ich wüsste, dass die Franzosen bald vor Ort bombardieren, dann wäre ich auch schnell weg. Sogar wenn ich für die Islamisten wäre.)
Ich vermisse immer noch die Genauigkeit in den Berichten.
Es wird immer von dem "malischen Volk" geschrieben, es gibt aber 30 Ethnien in Mali und nur 10% der Bevölkerung spricht die Amtssprache Französisch - und zwar als Zweitsprache. (Wikipedia)
Die Tuareg, die im Norden Malis (und Nigers) große Fläche besiedeln kämpfen seit der Kolonialzeit um ein eigenes Land. Es wird aber gegen die Spaltung Malis angekämpft (obwohl sämtliche Bodenschätze im Süden liegen).
Gut: die Tuareg sind nicht gerade vorteilhaft als Nachbarn, denn sie wollen, dass die Handelswege unter ihrer Kontrolle bleiben, da sie quasi davon leben. Doch es gibt andere Handelswege. (hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Transsaharahandel#Transsaharahandel_in_der_Neuzeit)
Ich wurde gerne wissen, welchen Ethnien in Mali für Islamisten ist, welche dagegen, welche für die Spaltung des Landes, aber ge
Ich wurde gerne wissen, welchen Ethnien in Mali für Islamisten ist, welche dagegen, welche für die Spaltung des Landes, aber gegen Islamisten oder etwa für die Erhaltung der Einheit und für Islamisten usw.
Ich kann mir bei weitem nicht vorstellen, dass sämtliche Islamisten immer Importgüter sind, die anscheinend von fremden Planeten hergebeamt worden sind. Und selbst wenn ja: irgendeiner hat sie hierher gebeamt.
Dass Islamisten ein wilder Haufen unorganisierter Irrer ist glaubt eh kein Mensch mehr. Selbst wenn deren Ansichten für uns außerirdisch sind: irgendjemand finanziert sie und profitiert von ihrer… Arbeit.
"ändert das nichts an der Tatsache das die Franzosen nicht intervenieren um die Bevölkerung vor den Islamisten zu schützen(andersherum verkaufen sie Waffen an Saudi Arbien. Und Bomben Islamisten in Lybien an die Macht wo bei die Tausenden Zivilenopfer nicht zu vergessen sind)
sondern nur wegen Wirtschaftsinteressen"
Logik ist wirklich nicht Ihre Stärke:
Wenn die Franzosen in Libyen die Islamisten an die Macht gebombt haben (natürlich und wie immer aus wirtschaftlichen Interesssen), warum haben sie dann was gegen die Islamisten in Mali (auch schon wieder wirtschaftlichen Interesssen)?
Vielleicht entscheiden Sie sich mal für eine konsequente Version ...
Ja, die allermeisten MalierInnen begrüßen die Militärintervention – das bestätigen auch unsere malischen MitstreiterInnen in täglichen Telefonaten. Allerdings betrachtet die Mehrheit die Situation als eine Wahl zwischen neokolonialer Intervention und islamistischer Terrorherrschaft. Und neokolonial ist die Intervention nicht nur, weil sie den ungehinderten Zugriffs auf Uran etc. gewähren soll. Nein, neokolonial ist auch der Umstand, dass Frankreich bis heute den von der ECWOAS installierten Überganspräsidenten Dioucounda Traoré bedingungslos unterstützt, und das obwohl der sog. Putsch am 20. März letzten Jahres von einem Großteil der Bevölkerung ausdrücklich gutgeheißen wird – inklusive der Forderung nach Einberufung einer sog. „nationalen Versammlung“ zur Bildung einer wirklich legitimierten Übergangsregierung. Verwiesen sei zudem auf einen „Weißen Marsch“, in dem Basisinitiativen von Mopti aus für eine dialogorientierte Konfliktlösung werben. Mehr: xxx.afrique-europe-interact.net
Am 15. Januar 2013 um 21:06 von angepasste Meinung
freshdax: Gibt es Beispiele für diese Behauptung, die Maliser würden geeint hinter Frankreich stehen?
Klar. Sie müssen sich die Bilder und Filmberichte nur ansehen. Dann ist klar, dass praktische die gesamte Bevölkerung hinter dem französischen Eingreifen steht.
...was für einen Bericht es wohl gibt, wenn ein Konflikt in Namibia ausbricht und jemand auf die Idee kommt, Bundeswehrhilfe anzufordern. Wird bestimmt lustig...
sind es Islamisten, die einen islamischen Staat wollen, sind es Terroristen, die vermeintl. Gründe für ihren Terror haben, sind es Mörder, die einfach Menschen ermorden, oder ...
Ich bin für klare Begriffe.
Wenn wir anfangen, Menschen zu entmenschlichen, dann nehmen wir ihnen das Menschenrecht. Wie früher den Sklaven, als Tiere angesehen.
Mit meinen geringen Kenntnissen sehe ich in Mali die Tuareg, eine ansässige Ethnie, lange unterprivilegiert, die einen eigenen Staat wollen. Weiter sehe ich Islamisten, die einen islamischen Staat wollen. Beide Gruppen haben sich wohl teilweise zusammengetan und anderorts bekämpfen sie sich wieder.
Inwieweit sich die nordmalische Bevölkerung darin wiederfindet oder nicht, weiß ich nicht. Wenn mir aber die TS (sorry für den Seitenhieb) von über Bombardements glücklichen und Fähnchen schwenkenden Menschen erzählt, werde ich eher mißtrauisch. Zumal diese gleichzeitig um das Leben von Angehörigen dort fürchten.
Wenn sie genau gelesen hätten dan wäre ihnen auch bewusst das ich geschrieben habe: werden momentan noch nicht abgebaut ihr vorhanden sein ist jedoch bestätigt.
Frankreisch müsste dan auch in Saudi Arabien einmaschieren wenn sie die Bevölkerung schützen wollen
(aber dahin verkaufen sie ja lieber Waffen) und auch noch in Lybien wo sie erst die Islamisten an die Macht Gebomt haben.
Die Rohstoffe kann man nur billig abbauen wenn sie auch gesichert sind. Stellen sie sich mal for die Tuareg (die nicht islamistisch sind)würden an die Macht kommen den zahlreichen westlichen Firmen die Schürfrechte wieder aberkenne und dan ihre Rohstoffe nur noch an Rußland,China und verbündete verkaufen die sicherlich auch genug bedarf haben. Oder sie würden sogar die Arbeiter in den Minen mit gerechten Löhnen bezahlen wollen das gefällt westlichen Firmen garnicht.
der Rohstoffhintergrund ist so eindeutig, dass ich das Abstreiten nicht nachvollziehen kann. Das hat nichts mit Libyen zu tun.
Für Frankreich wichtige Rohstoffe liegen im Grenzgebiet Mali/Niger tonnenweise im Boden und werden z.Zt. exploriert. Die Befürchtung (evtl. nicht ganz von der Hand zu weisen) ist, dass ein entstehender islamistischer Staat den Zugang Frankreichs zu diesen Stoffen verändert. Entweder abstellt, behindert, teurer macht oder nach Belieben anders dammit verfährt. FR und islamistische Staaten sind nicht eben Freunde.
Da Sie Libyen ansprechen: klar wurde das Öl nicht billiger. Es hat einen Weltpreis. Aber a) wer darf es zu b) welchen Konditionen fördern. Die Förderfirmen bekommen günstige (Langzeit-) Verträge oder nicht. Das bringt Gewinn. Und immer das alte Thema: in Libyen hatte Gaddafi gute Explorations-Verträge ausgehandelt. Eine Änderung (auch mit Hilfe von Islamisten) am status quo, konnte demnach nur Verbesserung bringen. btw: ich war KEIN Gaddafi-Fan
diesen Schritt zu wagen. Leider auch ein Zeichen wie unfähig die EU als ganzes ist mit einer Stimme zu sprechen. Der Einsatz, so wie er sich jetzt darstellt, scheint größer, schwieriger und länger zu werden als erahnt.
Die Menschen in Mali begrüßen ihn sicherlich, denn eine armee von Gotteskriegern die wild mordend, zerstörend und den Menschen ihre "Lebensweise" aufzwingend durch ein Land stürmt und brandschatzt möchte wohl jeder nicht in der Nähe haben.
Das wird schnell mal vergessen beim schnellen Link-spruch "Scheiss Kriegstreiber" - auch wenn Krieg immer das allerletzte Mittel sein muss, was Mali angeht habe ich mir schon länger einen Kopf gemacht, selbst wenn ich mir nicht ausmalen mag wie es dort wirklich aussieht...
Hieraus sollte der Westen unbedingt lernen. Die malische Bevoelkerung lehnt einen islamischen Gottesstaat ab, will also die islamischen Extremisten vertrieben sehen. Hier macht ein Eingreifen bzw. eine Hilfsmission Sinn. Hier wuerde vielleicht auch eine Vermittelung demokratischer Werte auf fruchtbaren Boden fallen. In Afghanistan, Syrien und im Irak wollen die Leute hingegen ihren islamischen Gottestaat mit Scharia, vermummten Frauen, fuenfmal taeglich Zwangsgebet und Steinigung. Das sollte man ihnen dann auch lassen und nicht versuchen, ihnen unsere Wertvorstellungen aufzudraengen. In ein paar Jahrzehnten wird sich dann herausstellen, wessen Werte die besseren sind. Allerdings sollte man diese islamischen Gottesstaaten dann auch im Auge behalten, das es offensichtlich ja so aussieht, dass es dort einen besonders reichhaltigen Naehrboden fuer religioesen Extremismus gibt.
Als potentielles Ziel der Französischen Armee, würde ich mir auch so ne Flagge zulegen. Vielleicht hilfts ja...
Bewaffnete Islamisten sind natürlich nicht die Richtige Regierung für Mali da die Bevölkerung diese wohl grösstenteils nicht möchte.
Was ich mich frage ist aber ob nach den vielen Militärputsches der letzten Jahre dort die andere angeblich legitime Regierung die Richtige ist?
Aber warscheinlich ist dies wiederum Frankreich egal da diese die eigenen Interessen nicht gefährdet.
"Da Sie Libyen ansprechen: klar wurde das Öl nicht billiger. Es hat einen Weltpreis. Aber a) wer darf es zu b) welchen Konditionen fördern. Die Förderfirmen bekommen günstige (Langzeit-) Verträge oder nicht. Das bringt Gewinn."
Ich bin lernfähig. Bringen Sie mir Belege, dass jetzt andere Förderfirmen in Libyen tätig sind als vorher, bzw. zu besseren Konditionen. Dass jetzt also der Westen (dieses Monster) sich mehr an den libyschen Rohstoffen bereichern kann als vorher.
Ohne solche Belege sind das alles nur Seifenblasen.
"Die Befürchtung (evtl. nicht ganz von der Hand zu weisen) ist, dass ein entstehender islamistischer Staat den Zugang Frankreichs zu diesen Stoffen verändert. Entweder abstellt, behindert, teurer macht oder nach Belieben anders dammit verfährt."
Sagten Sie nicht eben noch, dass alles einen Weltmarktpreis hat?
Am 15. Januar 2013 um 21:37 von angepasste Meinung
Ihr Beitrag ist nicht logisch. Jedes Land der Erde hat Bodenschätze - mehr oder weniger. Wenn das ein Grund zum Eingreifen wäre, dann würde nur noch eingegriffen. Dann müsste Frankreich als erstes Kasachstan, Russland oder Kanada angreifen. Von dort kommt das Uran für die Brennstäbe. Die internationale Intervention richtet sich gegen die inhumanen Gotteskrieger, die Mali mit Terror überziehen.
Rohstoffe würde man ganz einfach kaufen. Greifen wir Norwegen an, um an Öl zu kommen? Nein, natürlich nicht.
Im eigentlichen Konfliktgebiet leiden Zivilisten erheblich an diesem Krieg und flüchten nachvollziehbarerweise, während der Absatz französischer Souveniers in Bamako Höhenflüge verzeichnet.
Hollande spricht von 'terretorialer Einheit' - damit meint er offenbar das Endziel der Wiedervereinigung Malis unter der Federführung der (süd)malischen Regierung, welche selbstredend und vorzugsweise eng mit ihren Befreiern kooperiert.
Der Islamismus im Norden konnte sich nur deshalb derart etablieren, weil die Lebensbedingungen mehr denn je als katastrophal anzusehen sind während die sog. Weltgemeinschaft wegsieht - Menschen mit existenziellen Problemen greifen aber nach jedem Strohhalm. Die (korrupte?) malische Regierung war völlig außerstande, diesen Tendenzen entgegenzuwirken.
Mali ist ein Land, in dem unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen sehr viel Gold gefördert wird - in aller Regel von ausländischen Investoren, deren Interessen sich mit den islamistischen kaum vereinen lassen.
Am 15. Januar 2013 um 21:41 von angepasste Meinung
KG: Deutschlandfunk ist ehrlicher heute früh hat er berichtet, worum es Frankreich wirklich in Mali geht: Rohstoffe
Den Bericht habe ich auch gehört. Ich würde Sie bitten, nicht dem Deutschlandfunk etwas in den Mund zu legen, von dem Sie aus anderen Gründen überzeugt sind.
"Bei Angriffen französischer Kampfjets auf die Stadt Diabali wurden nach malischen Angaben mehrere Islamisten getötet."
will man mich hier für dumm verkaufen? da geht es um die bombardierung von städten und nur ein paar böse islamisten sollen getötet worden sein. hallo! in diesen städten leben auch zivilisten, die frankreich ja vorgibt, schützen zu wollen. die einzigen, die bis jetzt darauf aufmerksam gemacht haben, waren "ärzte ohne grenzen".
"Seit 1960 haben die Franzosen mehr als 50 Mal in Afrika interveniert. Mal haben sie mitunter ziemlich fragwürdige Regimes gerettet, Mal ein Regime zu Fall gebracht. Mal ging es um bestimmte wirtschaftliche Interessen, mal um die Rettung französischer Staatsbürger, mal auch schlicht um die Demonstration des französischen Großmachtstatus. Die französischen Regierungen von links bis rechts hatten immer eine überraschende Schwäche für unilaterale Aktionen."
"In Libyen hat Frankreich von den neuen Machthabern einen Großteil vom Erdöl des Landes zugestanden bekommen. In Mali gibt es zwar weder Öl noch Erdgas. Doch unter der Erde liegen andere Bodenschätze wie Uran, Kupfer und Bauxit. Und das macht Mali für Paris so interessant"
Quelle Deutschlandfunk welche die tschechische Zeitung LIDOVE NOVINY sowie die türkische Zeitung STAR zitierte
Natürlich greifen wir nicht Norwegen an die Regierung ist Pro-Westlich und hat keine Inneren Konflikte.
Die Westmächte greifen nur Länder an bei denen ihre Wirtschaftsinteressen in Gefahr sind oder die Geopolitisch von Interesse sind sowie manchmal nur aus Politischen Gründen wenn die Regierende Regierung in dem Land nicht die Interessen der Westmächte vertritt.
Und Rußland wird wahrscheinlich nur nicht angegriffen weil sie das nicht der Mehrheit des Volkes verklikkern können und es nicht allzu einfach sein dürfte Rußland zu besiegen.
Am 15. Januar 2013 um 22:03 von angepasste Meinung
Sind sich die Befürworter dieser Militäraktion eigentlich darüber im Klaren, daß aufgrund der multi-ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung, insbesondere in Frankreich, ganz schnell ein BÜRGERkrieg in Europa ausbrechen kann?
Es geht ja auch nicht nur darum ob die Französischen Unternehmen die Rohstoffe erhalten sondern auch zu welchen Preisen und auch ob Französische Unternehmen an der Produktion beteiligt sind und dort noch einmahl kräftik Profite abkassieren können.
Und genau das ist unteranderem in Gefahr wen die Islamisten die Macht übernehemen sollten.
Frankreisch steht hier sinnbildlich für alle Westlichen Großmächte.
Am 15. Januar 2013 um 22:05 von angepasste Meinung
zitat RosaL.-waerend der Absatz franzoesischer souveniers in Bamako Hoehenfluege verzeichent.
So Sie meinen der Krieg ist wegen des souvenier geschaefftes????
Oder ist es dann doch Gold,oder Uran ?????
Zumindest sind mal die Menschen in Mali happy das Ihnen jemand hilft,wobei die dekadence die die freiheit hat aus allem eine Verschwoerungsterorie zu produzieren gemuetlich im sessel sitzt,und an Storry,s bastelt.
Am 15. Januar 2013 um 22:10 von angepasste Meinung
Norwegen ist selbstbewusst und tut keineswegs das, was die anderen europäischen Staaten wollen. Es verkauft im Gegenteil sein Öl so teuer wie möglich. Übrigens genau so wie Libyen (mit oder ohne Gaddafi). Ihre Argumente stehen also auf tönernen Füßen.
19:28 Uhr - Che1
"was dieser Bericht kaum Beweisen kann da er kaum Repräsentativ ist"
Ich eröffne mal die Diskussion indem ich Sie bitte zu formulieren, wie eine Meinungsermittlung der malischen Bevölkerung Ihrer Ansicht nach aussehen müsste, damit diese für Sie akzeptabel und repräsentativ ist.
Da ich beruflich an deutschen Hochschulen Umfrageforschung und -auswertung lehre, auch im Kontext von Entwicklungsländern, kann ich dann gerne darlegen, in wie weit ihr Ansatz gegenüber der Tagesschau repräsentativer ist.
Am 15. Januar 2013 um 22:13 von angepasste Meinung
"Sind sich die Befürworter dieser Militäraktion eigentlich darüber im Klaren, daß aufgrund der multi-ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung, insbesondere in Frankreich, ganz schnell ein BÜRGERkrieg in Europa ausbrechen kann?"
Sind Sie sich nicht darüber im Klaren, dass das Blödsinn ist?
Hier wird immer wieder über die wahren Gründe der militärischen Unterstützung durch Frankreich gesprochen.
Eventuell sollte man auch mal einfach darüber nachdenken das egal welche Gründe Frankreich nun wirklich hat,es auch der dortigen Bevölkerung helfen wird.
Es ist eindeutig belegt das Frankreich aus Mali Uran bezieht und zwar nicht zu knapp aber ob es hier "nur" darum geht Rohstoffquellen zu schützen lasse ich mal dahingestellt.
Mich nervt hier in der Diskussion die Tatsache das viele mal wieder nur den ausbeuterischen Westen sehen,der hier nur seine eigenen wirtschaftlichen Interessen schützen will.
Erzählen sie das mal bitte einer Mutter im Norden Malis die durch diese durchgeknallten Mörder ihre Kinder den Mann und vielleicht noch ihre Weiblichkeit verloren hat.
Manchmal muss man sich schon über die Dekadenz hier wundern.
Es ist der Freie Markt der bestimmt wer wann was und wieviel kauft produziert und so-weiter.
Das ist sogar im heutigen Irak so,wo Russische und auch Chinesische Oelgiganten einkaufen,nach Ihrer Meinung muesste dieser Markt ja dann alleine von den USA ausgeschoepft werden,dem ist aber nicht so,und stellt somit Ihre Theory total auf den Kopf.!!!
Das sollte man schon wissen????
"Die Westmächte greifen nur Länder an bei denen ihre Wirtschaftsinteressen in Gefahr sind oder die Geopolitisch von Interesse sind sowie manchmal nur aus Politischen Gründen wenn die Regierende Regierung in dem Land nicht die Interessen der Westmächte vertritt."
Warum haben die "Westmächte" nicht längst den Iran angegriffen?
Wenn die Bevölkerung der Region (des Nationalstaates Mali) angemessen an den Gewinnen beteiligt worden wäre, die sich aus der Ausbeutung der Rohstoffe des Landes ergeben haben, wäre die Situation nie derart eskaliert.
Die Mehrheit der Menschen, die unter menschenwürdigen Bedingungen leben, haben in aller Regel alles andere im Sinn, als diese Bedingungen zu verschlechtern, indem sie sich extremen Weltanschauungen zuwenden oder kriegerische Auseinandersetzungen befürworten.
Die Ursachen von Kriegen und Extremismus sind in aller Regel wie auch im konkreten Fall materiell (selbst bei jeder noch so extremen und vorgeschobenen Form von religiösem Fanatismus oder eines Helfersyndroms, das immer dann zum Tragen kommt, wenn der eigenen Wirtschaft die Felle wegschwimmen).
In der jüngeren Vergangenheit arrangiert sich die westliche Welt wegen ihrer Gewinninteressen mit einer stetig wachsenden Anzahl an Krisenherden.
Sind Sie sich so gewiß, dass Norwegen nicht tut, was die anderen europäischen Staaten, also die EU wollen. Genau dies wird JEDER norwegischen Regierung aber von den EU-Gegnern vorgeworfen - und dies zumindest teilweise vollkommen zurecht.
Ich glaube, Sie sollten sich mal etwas mehr mit den Bilanzen und (Geschäfts-)Methoden der z.B. Ölindustrie befassen. Vielleicht würden Sie dann die Befürchtungen und Vermutungen von Che 1 nicht mehr für so unglaubwürdig halten. Selbst der staatlichen Statoil Norwegens werden immer wieder Vorwürfe gemacht, dass sie es nicht so genau mit Gesetzen nimmt. Da rollen alle 3 bis 5 Jahre Köpfe im Vorstand, das hebt dann etwas, bis die alte "Gier" zurück ist.
Diesmal muss ich eine Lanze für die ARD brechen. Sie berichten von großer Freude VIELER Einwohner. Und das kann ja wohl stimmen. Es wird ja nicht behauptet, dass sich alle freuen.
750 französische Soldaten können die Terroristen in die Flucht schlagen, was der gesamten Malischen Armee nicht gelingt. Erstaunlich. Und Bravo Frankreich.
"das diese Regierung durch einen Militärputsch an die Macht gekommen ist und seit dem Demokratische Wahlen verhindert"
Im Vokabular der Islamisten, die Sie so gern vor der französischen Intervention bewahren wollen, kommt das Wort demokratische Wahlen überhaupt nicht vor.
"Ihr Beitrag ist nicht logisch. Jedes Land der Erde hat Bodenschätze - mehr oder weniger. Wenn das ein Grund zum Eingreifen wäre, dann würde nur noch eingegriffen. Dann müsste Frankreich als erstes Kasachstan, Russland oder Kanada angreifen. .. Die internationale Intervention richtet sich gegen die inhumanen Gotteskrieger, die Mali mit Terror überziehen. Rohstoffe würde man ganz einfach kaufen. Greifen wir Norwegen an, um an Öl zu kommen? Nein, natürlich nicht."
Ich bin sicher kein Fan von Schreibstil und Argumentation des Kritisierten. Rußland und Kasachstan kann Frankreich aber schon deshalb nicht angreifen, weil es dafür das Potential nicht hat (Kasachstan hat strategische Partnerschaft mit Rußland) - aber richtig ernst gemeint war das Argument ja ohnehin nicht, oder?
Es werden selbstverständlich Kriege um Ressourcen geführt und Terroristenbekämpfung ermöglicht, in Regionen militärisch präsent zu sein, wo man normalerweise nichts zu suchen hat.
der "islamismus" hat sich nicht etabliert- er kam aus libyen NACHDEM der westen ghaddafi zumindest indirekt getötet hat und zwar weil ER der einzige war, der westafrika zusammenführen hätte können. er baute in 5 jahren bamako zur grossstadt mit allen versorgungsmöglichkeiten aus (zB)neben allen seinen nachteilen- für AFRIKA war er von großem nutzen.
und-die malische regierung ist nicht weniger korrupt als die deutsche- aber auch nicht mehr. hier werden nur pauschale weisheiten aneinander gereiht. die lebensbedingungen in nordmali waren nicht schlechter als im süden. es gab nur zuwenige soldaten die die grenzen gegen die nachbarländer hätten schützen können. der alte präsident war pazifist, und hat das wenige egld in die bildung seiner landsleute gesteckt, statt eine riesenarmee aufzubauen- wie es der weisse sonst so kennt.
"Sagten Sie nicht eben noch, dass alles einen Weltmarktpreis hat?"
Ihr Einwand ist eine Verallgemeinerung:
Öl wird zu Marktpreisen an der Ölbörse gehandelt. Spekulanten können hier durchaus den Preis in gewissem Rahmen manipulieren. Allerdings kann z.B. Saudi Arabien bei Bedarf die Produktion ausweiten (wie z.Zt. wg Iranboykott), oder senken und somit die Nachfrage stillen und den Preis +/- stabilisieren.
Zurück zu Mali, z.B. Goldabbau: "Zugleich sollte der Staatsanteil von 20 auf 25 Prozent erhöht werden." Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mali#Bergbau
Das belegt: Staaten haben Einfluss auf den im Land verbleibenden Betrag; sie machen die Verträge und das schmeckt manchen Vertr.-Partnern nicht. Tun Sie doch nicht so, als sei der Gewinn wegen gleichem Marktpreis für alle Beteiligte gleich. Das ist verhandelbar wie alles andere. Wegen der frz. Goldmine (SOMISY S.A.) verloren 121 malische Dörfer ihr Land. Der Ertrag stieg von 3 auf über 51 Tonnen an! Doch lesen Sie selbst...
Ich glaube ich muss etwas grunglegend klarstellen nicht die Länder selbst verkaufen das Erdöl sonder große Firmen
die natürlich in jedem Land der Welt möglichst hohe Preise für ihr Erdöl ansetzen.
Egel unter welcher Regierung nur sind manchmal diese Interessen in manchen Ländern in Gefahr aber dafür hat man ja dan seine Armeen.
"750 französische Soldaten können die Terroristen in die Flucht schlagen, was der gesamten Malischen Armee nicht gelingt. Erstaunlich. Und Bravo Frankreich."
Die miltärischen Erfolge basieren auf dem Einsatz von Luftstreitkräften, die französischen Bodentruppen (darauf bezieht sich m.E. die Zahl 750) sichern momentan im Wesentlichen Objekte im Süden.
Der Konflikt ist wohl nicht geeignet militärische Meriten zu erwerben: relativ flaches übersichtliches Gelände sowie ein "Gegner" der keine Luftwaffe hat.
Aber, wenn den Menschen vor Ort mit diesem Einsatz geholfen wird, warum nicht.
An sich schätze ich Ihre Beiträge als sachlich und in der Regel fundiert. Aber heute haben Sie wohl keinen guten Tag.
Auch in diesem Beitrag geht es Ihnen wohl nur darum jemanden um jeden Preis Kontra zu geben.
Um bei Ihrem Beispiel Iran zu bleiben. Glauben Sie, der „Westen“ hätte nicht schon längst den Iran „platt“ gemacht, wenn Sie genau wüssten, wie z.B. Russland darauf reagiert.
Mit gefällt z.B. gar nicht, dass Russland so ohne wenn und aber die französische Aktion in Mali gutheißt. Mal sehen, wo die Russen demnächst durch einen Hilferuf militärisch zuschlagen.
Da zu sitzen und zu schreiben, ist zwar einfach aber immer noch besser, als nichts zu tun.
Der Krieg ist keine Folge der Souveniers - vielmehr sind die Souveniers eine Folge des Krieges.
Dass Gold, Uran und weitere Rohstoffe ein ausschlaggebender Kriegsgrund sind, halte ich für offensichtlich und nicht für eine Verschwörungstheorie.
Jemand mit dem Fluch der Verschwörungstheorie zu belegen, dient zudem oft als Totschlagsargument obwohl auch eine sachliche Auseinandersetzung manchmal sehr gute Ergebnisse liefert.
Leider ist der Raum für diese individuelle Auseinandersetzung wahrscheinlich eher klein.
ich bin erleichtert zu sehen, wie schnell die franzosen hier eingegriffen haben. jetzt wuensche ich ihnen eine sichere hand, die geschichte erfolgreich zu ende zu fuehren.
alle, die schon im falle libyen und dergleichen gemault haben, sollten einmal nachdenken, worum es eigentlich geht: das sind nicht primaer wirtschaftsinteressen, deretwegen wir uns jetzt alle selbst geisseln muessen, sondern politische stabilitaet unter einer nicht-islamistischen administration.
Che: Die Westmächte greifen nur Länder an bei denen ihre Wirtschaftsinteressen in Gefahr sind oder die Geopolitisch von Interesse sind sowie manchmal nur aus Politischen Gründen wenn die Regierende Regierung in dem Land nicht die Interessen der Westmächte vertritt. Che - Ende
karwandler "Warum haben die "Westmächte" nicht längst den Iran angegriffen?
Würde doch 100% in Ihr Schema passen ...
Oder Ihr Schema passt nicht."
Ganz o.g. ist ggf. etwas zu absolut formuliert aber nicht völlig abwegig. Um auf das Schema einzugehen, hätte im Vorfeld ergänzt werden können:
... soweit die (außen) politischen Folgen absehbar, das Vorhaben innenpolitisch durchsetzbar und ökonomisch zu stemmen ist.
Somit dürfte das Iran-Argument vom Tisch sein.
Mensch Leute, wer glaubt, die Nato bombt wegen der Demokratie oder den Menschenrechten, der hat keine Ahnung und will sich auch nicht informieren.
Fakt ist: Nützt es der Nato, erhält entweder der Rebell Nato-Waffen zur Hilfe oder der Staat. Das Konzept dahinter sollte jedem einleuchten, was allerdings Wissensdurst voraussetzt. An diesem mangelt es leider sehr vielen.
Terroristenbekämpfung - was für eine Irreführung....
Die Nato macht doch jeden zum Terroristen, der ihr nicht passt.
_entschließt einen krieg zu führen gehe ich davon aus, dass vorher alle wege von schlichtung, regelung, beilegung eines konfliktes erfolglos versucht wurden (wir sind 7 milliarden, 60% der meschheit leben in slums, konfliktpotenziale sind reichlich vorhanden). wenn man sich also entschließt einen krieg zu führen, wird man sich wohl kaum hinstellen und sagen können, wir sind nur die fahrer, nur die transporteure, stehen nur schmiere, oder so. wenn man sich, ich setzte voraus aus gutem grund, entschließt einen krieg zu führen, soll man m.e., ich bin pazifist, und dennoch, die waffen in die hand nehmen und die schilde erheben. klamme entschuldigungen hochbezahlter generäle (wofür eigentlich) man sei grade in einer strukturreform und könne nicht, da sag ich mir, das ist doch euer job, also macht ihn. wer sich entschließt einen krieg zu führen, soll hinaus gehen und morden._l.g._pu_
"Uran, Gesundheit und Umwelt" - Konferenz in Bamako, Mali
Die Konferenz "Uran, Gesundheit und Umwelt" in Bamako vom 16.-18. März 2012 hatte die Besonderheit, dass sie von einer Bürgerinitiative einer kleinen Gemeinde, Falea in Mali, in Zusammenarbeit mit IPPNW , dem Uranium network und der Afrikanischen Uran-Allianz AUA organisiert wurde. Das Internationale Konferenzzentrum war während drei Tagen Treffpunkt von NuklearexpertInnen, MedizinerInnen, AktivisteInnen, Neugierigen der Zivilgesellschaft und einer großen Delegation von EinwohnerInnen der Gemeinde Falea, die sich gegen das Projekt der ersten Uranmine in Mali wehrt.
Also, wehrt sich da eine Region gegen ein Uranbergwerk oder sind dort sogenannte islamische Terroristen am Werk? Oder beides ? Zumindest ist bis jetzt nicht erwähnt worden, das in Mali (evt. in der betreffenden Region) von den Franzosen Uran abgebaut wird / werden soll und wie die Bevölkerung darauf reagiert.
die mich zumindest teilweise oder indirekt unterstützt haben.
Ich bin sicherlich kein Freund von den Islamsiten
die momentan in Mali agierren und sonst überall auf der Welt jedoch kann man auch nicht leugnen das es Frankreisch und seinen Verbündeten um Rostoffe geht die Vorkommen sind bekannt und durch die Islamisten in Gefahr. Und damit die Profite der Unternehmen.
Außerdem ist mir kein Krieg in der jüngeren Vergangenheit bekannt wo es nicht um Wirtschaftsinteressen der Westmächte geht.(oder um Geopolitisch oder reiner Politischer natur.)
" Allerdings betrachtet die Mehrheit die Situation als eine Wahl zwischen neokolonialer Intervention und islamistischer Terrorherrschaft."
Danke für Ihren differenzierten Beitrag!!!
So können wir hier miteinander diskutieren. Nicht über einseitige Schuldzuweisungen.
Natürlich geht es den Fanzosen um Bodenschätze. Ginge es Ihnen um die Befreiung der Menschen von Islamisten, müssten sie in allerlei anderen Staaten auch längst interveniert haben.
Natürlich geht es den Islamisten um Errichtung eines islamischen Staates, der wohl in weiten Bereichen nicht unserer Vorstellung der Verwirklichung von Menschenrechten entsprechen wird.
Allerdings gibt es in Nordmali nicht nur Islamisten, sondern auch Tuareg; Einheimische mit berechtigten Interessen, die auch für einen eigenen Staat kämpfen.
In diesem Interessenwirrwar nun Bomben sprechen zu lassen, ist m.E. eine Bankrotterklärung derjenigen, die Moral als Begründung vor sich herschieben.
"Um bei Ihrem Beispiel Iran zu bleiben. Glauben Sie, der „Westen“ hätte nicht schon längst den Iran „platt“ gemacht, wenn Sie genau wüssten, wie z.B. Russland darauf reagiert."
Russland könnte nicht wesentlich eindrucksvoll darauf reagieren.
Aber es geht ja nicht darum, warum der Westen den Iran nicht angreift, sondern darum, dass nicht der Westen nach dem dargelegten Schema handelt, sondern dass andersrum das Schema dann rausgeholt wird, wenn's zufällig zu passen scheint.
Weltpolitik stelle ich mir einfach nur komplizierter vor als diejenigen, die mit ihren eindimensionalen Erklärungschemata jedes Ereignis glauben erschlagen zu können.
"Die Ursachen von Kriegen und Extremismus sind in aller Regel wie auch im konkreten Fall materiell" - dem kann man ohne weiteres zustimmen, allerdings sollte man dann nicht Ross und Reiter vertauschen wie Sie in Ihren 2 Beiträgen in diesem Forum.
Bevor Frankreich sich in Mali eingemischt hat, haben Mörderbanden, die allahu akbar beim Morden, Brandschatzen und Schänden von islamischen Kulturdenkmälern etc. brüllen, einen Bürgerkrieg gegen Zivilisten angefacht. Einem sozialistischen, friedensbewegten, französischen Präsidenten u. Hero der europäischen Linke ist es sicher nicht leichtgefallen Truppen in einen Wüstenkrieg zu schicken, allerdings "Liberté" u. "Fraternité" gebietet es, den armen Menschen in Mali's Norden Schutz vor solchen Banden zukommen zulassen!
Die Aussage der Tagesschau ist in der hinsicht nicht repräsentativ da höchst wahrscheinlich äußerst wenig Leute befragt wurden und diese nur aus der HAupstadt MAlis kommen die klar auf seiten der Regierung steht.
Und ich bin kein freund der Islamisten jedoch finde ich es genauso schlimm von frankreisch nur wegen wirtschaftsinteressen zu intervenieren und dabei noch ein paar hundert zivilisten mit den Luft schlägen mit in den tod zu reißen
"Das stimmt im engeren Sinn nur da, wo physischer Besitz von den Ressourcen ergriffen wird (z.B. irakische Invasion in Kuweit).
Ansonsten erfolgt der Zugriff auf Ressourcen über den Weltmarkt, nicht durch Kriege."
"Viele sind froh über die Angriffe auf die Islamisten"
Andere, deren Kinder zum Kollateralschaden werden, sind nicht so froh.
Auch die, die nichts mit den fernen Ländern in Europa am Hut haben, und trotzdem durch Flugzeuge aus Europa IM EIGENEN LAND Bomben auf den Kopf geworfen bekommen, werden nicht so froh sein.
Wenn dann mal jemand im Land der Bombenwerfer zurückschlägt, werden alle Medien diesen "bösartigen Terrorismus" verurteilen.
Sobald der "Westen" irgenwo irgendwie militärisch eingreift, rüsten nicht nur die Kriegsparteien auf, sondern auch die Verschwörungstheoretiker und bekennenden Antiimperialisten hier im Blog.
Wer im Besitz der wahren Wahrheit ist, weiß sofort, was Sache ist. Es geht um Bodenschätze oder sonstige Resourcen, verwerfliche kapitalistische Gier, mindestens aber um finstere imperialistische Machenschaften und fiese Geostrategien.
Schön, wenn man so ein einfaches und festgefügtes Weltbild hat. Da kann man sich wenigstens nicht weh tun beim Denken.
Manchmal ist ein Krieg notwendig,manchmal ist Töten notwendig,nur .........welchen Zweck dient z.B. die Intervention der Franzosen in Mali?????Ich stimme nicht ein in den Tenor,daß Krieg per se schlecht sei und alles Millitärische abzulehen sei(es darf nur an Bosnien erinnert werden,wo die europ.gutmenschlichen Pazifisten jahrelang redeten und die Menschen jeden Tag dort starben,erst die Amerikaner haben mit ihrer millitärischen Intervention das Morden dort beendet). Nur die Ziele der Franzosen sind absolut nebelhaft,so sie überhaupt welche haben.Hellhäutige arab-tuareg.Talibans im Norden kämpfen gegen dunkelhäutige Afrikaner im Süden-verschiedene Sprache,Kulturen und Mentalitäten.Hört sich alles nach Zutaten für einen klass.Bürgerkrieg an.Nur: welches Recht hat France dort zugunsten einer Seite zu intervenieren??Was sind Frances Interessen dort? Warum sollten die Deutschen den Franzosen dort Hilfe leisten? Kein einziges Ziel ist dort klar definiert!!!!
"Natürlich geht es den Fanzosen um Bodenschätze. Ginge es Ihnen um die Befreiung der Menschen von Islamisten, müssten sie in allerlei anderen Staaten auch längst interveniert haben."
Wir sind überhaupt nicht in der Lage, Islamisten in allen Winkeln der Erde zu bekämpfen. Insofern ist die scheinbare Inkonsequenz, aus der sie andere Motive meinen beweisen zu können, gar nicht existent.
Am 16. Januar 2013 um 00:04 von angepasste Meinung
Rosa L: Wenn die Bevölkerung der Region (des Nationalstaates Mali) angemessen an den Gewinnen beteiligt worden wäre, die sich aus der Ausbeutung der Rohstoffe des Landes ergeben haben, wäre die Situation nie derart eskaliert.
Es geht überhaupt nicht um die Ausbeutung von Bodenschätzen. Es geht um die Errichtung eines Gottesstaates und um religiöse Bevormundung. Die Islamisten sind nicht mit Bohrgestänge, sondern mit Gewehren bewaffnet.
Man hat den Eindruck, wenn die Realität nicht passt, wird sie zur gewünschten Ideologie passend gemacht.
Das mit den Flaggen ist sehr relativ und geht schnell nach hinten los: Gerade in vielen islamischen Staaten sind auch US-Flaggen regelmäßig sehr begehrt..
"Liberté" u. "Fraternité" - feine Sache, wenn nur das der ausschlaggebende Grund ist (weswegen Illusionen überflüssig sind).
Da die öffentliche Berichterstattung offenbar dazu ubergeht, diesen weiteren Krieg mehr oder weniger einhellig zu befürworten, habe ich den Entschluss gefasst, das meinerseits Kritikwürdige an diesem Krieg zu kritisieren und einige Gedanken dazu zu äußeren.
Dies setzt keineswegs mein Einverständnis mit den Aktivitäten militanter islamistischer Gruppierungen in Mali voraus, welche ich zutiefst verabscheue.
Nur findet zur Zeit auch eine wenig objektive, öffentlichkeitswirksame Vermischung von Interessen statt (humanitären und wirtschaftlichen) und wenn sonst schon niemand differenziert, tue ich das auch gerne ausdrücklich, ohne mir deswegen implizit Nähe zum Islamisnmus nahe legen zu lassen.
Wieder schlagen sie sich die Schädel ein. Wieder die Phrasen der Kriegsberichterstattung. Wieder Bomben, auf wen auch immer.
Wird da wieder in irgendwelchen Armenvierteln der Welt die "Sicherheit Deutschland" verteidigt oder doch eher die eigenen Rohstoffinteressen?
Afghanistan lässt grüßen und es ist immer die selbe Masche.
Der zweite Weltkrieg ist schon zu lange her. Danach hatte man erst mal die Nase voll von Kriegen. Lange ist`s her.
Quatsch - die Reihe der Konsortien, die weltweit in Mali (und in jedem anderen sogenannten und hierzu geeigneten Entwicklungsland) nach Rohstoffen schürfen lassen, ist lang).
China etwa baut seine Kapazitäten in dieser Hinsicht seit Längerem massiv aus und die alteingesessenen Industrienationen haben neuerdings auch wieder den Finger am Abzug, wie man sieht.
Es ist eine Illusion, anzunehmen, dass Kriege aus humanitären Gründen geführt werden. Geo- und Rohstoffpolitik liefern definitiv plausiblere Anhaltspunkte. Humanität ist zwar auch eine feine Sache aber deswegen folgende Frage:
Warum hat man dieses Land über Jahrzehnte derart im Stich gelassen?
..und Frankreich kann sich, als ehemalige Kolionalmacht, wieder ein bischen wichtig machen in Afrika. Fakt bleibt aber, daß sich die afrikanischen Länder selbst organisieren und, wenn gewünscht, zu demokratischen Strukturen führen. Alle anderen Interventionen bleiben eine Zeiterscheinung. Es geht nur mit einer afrikanischen Union, ohne europäische Einflussnahme.
Das fällt natürlich einigen ehemaligen Kolonialherren schwer. Weil es dort, nicht wie früher um Sklaven, sondern um Bodenschätze geht. Und man automatisch davon ausgeht, daß der Abbau nur europäisch gesteuert erfolgen kann. Also quasi das reviwal der kolonialen Ausbeutung.
"Wir sind überhaupt nicht in der Lage, Islamisten in allen Winkeln der Erde zu bekämpfen."
Genau deswegen, werden ja auch nicht Islamisten als solche bekämpft, sondern die, die das Gleichgewicht der Wirtschaft stören.
Genau deswegen kann es ja auch nur geschehen, dass die Bekämpften manchmal nebenbei Islamisten sind, manchmal aber die Handelspartner und Verbündeten.
Das erklärt den Widerspruch, den Sie oben aufzudecken meinten: erst hülfen die Franzosen den Islamisten in Libyen, dann bekämpften sie sie in Mali.
Auch sagen Sie: "Ansonsten erfolgt der Zugriff auf Ressourcen über den Weltmarkt, nicht durch Kriege."
Z.B.: Weltmarktpreis für T-Shirt sei 20cent. Der Produzent in Bangladesch bekommt 5cent. Vereinfacht: Der Zwischenhändler verdient 15cent. Hat der Produzent Marktmacht, nimmt er 7cent. So ist das auch mit den Förderern der Bodenschätze und die Staaten bekommen auch eine verhandelbare Quote. Innerhalb des Marktpreises teilt sich der Gewinn auf.
"Ich bat um Ihre Erklärung von Repräsentativität, die Punkte "paar Leute" und "nur aus der Hauptstadt" sind dann doch etwas vage.
Also nochmal, wie soll eine "repräsentative" Meinungserfahrung Ihrer Meinung nach aussehen und durchgeführt werden?"
Ich bezweifle stark, daß die ARD repräsentative Personen in Mali in angemessener Anzahl angerufen hat, welche eine Art Durchschnitt der Bevölkerung abbilden.
Die ausbleibende Antwort liegt in der Natur der Sache, selbstverständlich kann der Reporter vor Ort keine belastbaren Aussagen zur "Stimmung im Lande" abgeben.
Wie wäre es mal, wenn man sie einfach „Muslime“ nennt, die für die Šarīʿa kämpfen?
Oder entscheidet neuerdings die Nato oder sonstige Organisationen und Vereine, wer Muslim ist und wer nicht?
Dazu muss man nicht gleich als „Islamist“ betitelt werden, nur weil man eben seine Religion vervollständigen möchte.
Man muss zugeben, auch wenn man grundsätzlich gegen Krieg ist, der radikale Islamismus zeigt gelegentlich ausmasse bei denen friedliche Mittel so sinnlos erscheinen - ein religiöser Fanatiker der aus tieftem Herzen glaubt das richtige zu tun wenn er sein Leben und/oder die von anderen opfert weil er meint seinem Gott damit zu Willen zu sein ist ein schwieriger Verhandlungspartner. Hier versagen alle Mittel des rational denkenden Menschen. Und das Tragische - schon die Kinder werden mit Hass vergiftet, die Chance aus eigenem Willen einen anderen Weg zu gehen ist eher gering.
Andererseits - es gibt auch nicht eben eine Vielzahl von Beispielen wo eine Militärintervention zu dauerhaftem Frieden, Stabilität und Demokratie geführt hat. Es stellt sich die Frage ob sich ein Eingriff rechtfertig wenn absehbar ist dass sich die Verhältnisse dadurch vielleicht ändern, nicht unbedingt aber auch bessern. Zumindest was dies bisher die Regel.
...und Frankreich sichert sich seinen Zugang zu Uran und den Uranminen, um weiter gut billigen Atomstrom produzieren und exportieren zu können.
Nicht viel anders als mit Afghanistan und Oel für die USA und für Vicepresident (2001-2009) Dick Cheney und seine Halliburton, bei der er 1995-2000 Vorstandsvorsitzender war.
150.000 Flüchtlinge
Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind fast 150.000 Malier vor den Kämpfen geflohen, mehr als eine Viertelmillion irren als Binnenvertriebene durchs Land oder suchen in Flüchtlingslagern Schutz.
Eigentlich sollte "aus humanitären Gründen"
der Focus der Berichterstattung hierauf liegen.
Eigentlich...
Wenn man den Gegner wirklich schwächen will, nutzt man
die Gelegenheit der ungeordneten Flucht.
Wenn er mit seiner Ausrüstung fliehen kann und sich wieder sammelt hat man mehr Probleme.
Warum also können ganze Fahrzeugkolonnen fliehen?
Bevölkerung für die Luftschläge
Wenn die Bevölkerung die Luftschläge gegen die Islamisten und die Intervention so sehr begrüßt, dann muss man nicht unbedingt das Haar in der Suppe suchen und kann auch als Deutscher für die Angriffe sein.
Die Populär-Pazifisten unter uns müssen sich gefallen lassen, dass die Situation in Syrien wohl eine ganz andere ist. Dort lehnt die Bevölkerung die jahrzehntelange Diktatur ab und unterstützt die Rebellen.
woher weiß das die tageschau ?
Gleich bei der überschrieft habe ich mich gefragt woher die Tagesschau redaktion wieder die se weißheite hernimmt aufjedenfall nicht aucs einer repräsentativen umfrage
Mali soll entscheiden
Mali ist ein souveräner Staat. Wenn die Bevölkerung mit großer Mehrheit für das internationale Eingreifen ist, dann geht das auch ok.
Wir sollten diese Möderbanden
nicht mit irreführenden Begriffen nennen.
Sie sind keine "Gotteskrieger"!
Auch wenn der Begriff der Sprache der Terroristen entstammt, so führt die Nennung doch zu einer Verharmlosung dieser Verbrecher.
Dieser von den Terroristen selbst gewählte Begriff, sollte von uns nicht benutzt werden.
Mörder sind Mörder und keine "Engelsmacher" und Terroristen sind keine "Gotteskrieger", sondern Terroristen, die eine Religion missbrauchen für ihre Morde und Terrorakte.
Selbst wenn.....
Selbst wenn die Malische Bevölkerung sich momentan
über die Hilfe der Franzosen freut (was dieser Bericht kaum Beweisen kann da er kaum Repräsentativ ist)
ändert das nichts an der Tatsache das die Franzosen nicht intervenieren um die Bevölkerung vor den Islamisten zu schützen(andersherum verkaufen sie Waffen an Saudi Arbien. Und Bomben Islamisten in Lybien an die Macht wo bei die Tausenden Zivilenopfer nicht zu vergessen sind)
sondern nur wegen Wirtschaftsinteressen.(Mali hat große Gold vorkommen sowie Uran,Öl,Gas,Phosphat,Kupfer und Diamanten wenn sie immoment noch nicht abgebaut werden so
ist das vorhanden sein jedoch bestätigt. Und zwar von seriösen Medien unteranderem der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie der Wirtschaftswoche.
@ treffer versenkt
Ihr Kommentar entbehrt ja jeder Logik.
Woher sollen die Leute in Bamako wissen, wer da noch so alles gestorben wird im Norden?
Die bekommen nichts mit, werden mit den gleichen Informationen versorgt, wie wir.
Die Freude hat ein jähes Ende, wenn das eigene Haus bombardiert wird.
Deshalb muss ich also auf gar keinen Fall für irgendwelche Interventionen sein, auch wenn wir 50jähriges Freundschafts-Dings-Bums feiern.
Beispiele?
Bisher habe ich noch keinen Maliser gesehen oder gehört, der das Eingreifen der Franzosen begrüßt.
Haben dieselben Maliser auch den von Frankreich unterstützen Militärputsch von 2012 befürwortet?
Gibt es Beispiele für diese Behauptung, die Maliser würden geeint hinter Frankreich stehen?
Ein paar verkaufte "Tricolore" machen noch lange keine Zustimmung aus!
@Che 1 - weiß
Che 1:
Gleich bei der überschrieft habe ich mich gefragt woher die Tagesschau redaktion wieder die se weißheite hernimmt
Die Reporter reden mit den Menschen in Mali, ganz einfach. Weisheit ist keine Frage der Farbe.
seien sie versichert; sie
seien sie versichert; sie freuen sich riesig. denn jeder malier hat verwandte in den besetzten gebieten. sie wollen nur eins: ohne terror leben und ihr mali ungeteilt erhalten. sollte es so etwas wie genetische demokratie geben: inmali wäre sie zu finden
15. Januar 2013 - 19:03 — Religio
Sehr gut formuliert.
Leider haben solche Bezeichnungen schon lange Tradition. Diese Bezeichnungen existieren wohl, um von den eigentlichen Zielen abzulenken und die Schandtaten zu verbrämen.
re roman
"Die bekommen nichts mit, werden mit den gleichen Informationen versorgt, wie wir."
Wenn Sie sich selbst als entweder gar nicht oder nur einseitig informiert betrachten frage ich mich, auf welcher Grundlage Sie hier kommentieren ...
@ pauline_8
aha, sie haben Kriegserfahrung, militärisch-taktische Vorbildung und wissen, wo der Hase im Pfeffer liegt...
..um das "Problem" in den Griff zu bekommen also alle Fluchtwege hermetisch abriegeln, dadurch den Rückzug unterbinden, keine Überlebenden auf der Gegenseite und alle Probleme sind gelöst ...sie haben leider "Recht"...
so sehen die militärischen Lösungen aus!
@Che 1 - Wirtschaftsinteressen
Nein, es geht nicht um Wirtschaftsinteressen. Es geht darum, die Islamisten zurück zu drängen, die die Bevölkerung terrorisieren.
Mali ist kein wichtiger Uran oder Goldproduzent. Und selbst wenn, darum geht es hier gar nicht. Was wird Frankreich machen, wenn es Rohstoffe benötigt? Es kauft sie schlicht und ergreifend. Das hat mit Soldaten gar nichts zu tun.
Genauigkeit
(Wenn ich wüsste, dass die Franzosen bald vor Ort bombardieren, dann wäre ich auch schnell weg. Sogar wenn ich für die Islamisten wäre.)
Ich vermisse immer noch die Genauigkeit in den Berichten.
Es wird immer von dem "malischen Volk" geschrieben, es gibt aber 30 Ethnien in Mali und nur 10% der Bevölkerung spricht die Amtssprache Französisch - und zwar als Zweitsprache. (Wikipedia)
Die Tuareg, die im Norden Malis (und Nigers) große Fläche besiedeln kämpfen seit der Kolonialzeit um ein eigenes Land. Es wird aber gegen die Spaltung Malis angekämpft (obwohl sämtliche Bodenschätze im Süden liegen).
Gut: die Tuareg sind nicht gerade vorteilhaft als Nachbarn, denn sie wollen, dass die Handelswege unter ihrer Kontrolle bleiben, da sie quasi davon leben. Doch es gibt andere Handelswege. (hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Transsaharahandel#Transsaharahandel_in_der_Neuzeit)
Ich wurde gerne wissen, welchen Ethnien in Mali für Islamisten ist, welche dagegen, welche für die Spaltung des Landes, aber ge
Genauigkeit
Ich wurde gerne wissen, welchen Ethnien in Mali für Islamisten ist, welche dagegen, welche für die Spaltung des Landes, aber gegen Islamisten oder etwa für die Erhaltung der Einheit und für Islamisten usw.
Ich kann mir bei weitem nicht vorstellen, dass sämtliche Islamisten immer Importgüter sind, die anscheinend von fremden Planeten hergebeamt worden sind. Und selbst wenn ja: irgendeiner hat sie hierher gebeamt.
Dass Islamisten ein wilder Haufen unorganisierter Irrer ist glaubt eh kein Mensch mehr. Selbst wenn deren Ansichten für uns außerirdisch sind: irgendjemand finanziert sie und profitiert von ihrer… Arbeit.
re che 1
"ändert das nichts an der Tatsache das die Franzosen nicht intervenieren um die Bevölkerung vor den Islamisten zu schützen(andersherum verkaufen sie Waffen an Saudi Arbien. Und Bomben Islamisten in Lybien an die Macht wo bei die Tausenden Zivilenopfer nicht zu vergessen sind)
sondern nur wegen Wirtschaftsinteressen"
Logik ist wirklich nicht Ihre Stärke:
Wenn die Franzosen in Libyen die Islamisten an die Macht gebombt haben (natürlich und wie immer aus wirtschaftlichen Interesssen), warum haben sie dann was gegen die Islamisten in Mali (auch schon wieder wirtschaftlichen Interesssen)?
Vielleicht entscheiden Sie sich mal für eine konsequente Version ...
Der Begriff Gotteskrieger ist
eigentlich wider willen richtig gewählt; denn die Krieger des Gottes führen nur den Auftrag aus, die Welt dem Islam zu unterwerfen.
Hier kann jeder die 1400-jährige Expansionsgeschichte des Islam mit dem Schwert nachlesen.
http://europenews.dk/de/node/62594
Prinzipiell gesehen können sie nur mit ihrer "Sprache" geschlagen werden:
Die Sprache der Gewalt!
Wer meint, Aufklärung und Bildung ist der bessere Weg, dem stimme ich auf jeden Fall zu.
Allerdings kann man bereits in Europa sehen, dass immer mehr zu ihren Wurzeln zurückkehren, obwohl ihnen alle Wege der Bildung offen stehen.
Traurig.
Zwischen neokolonialer Intervention und Terrorherrschaft
Ja, die allermeisten MalierInnen begrüßen die Militärintervention – das bestätigen auch unsere malischen MitstreiterInnen in täglichen Telefonaten. Allerdings betrachtet die Mehrheit die Situation als eine Wahl zwischen neokolonialer Intervention und islamistischer Terrorherrschaft. Und neokolonial ist die Intervention nicht nur, weil sie den ungehinderten Zugriffs auf Uran etc. gewähren soll. Nein, neokolonial ist auch der Umstand, dass Frankreich bis heute den von der ECWOAS installierten Überganspräsidenten Dioucounda Traoré bedingungslos unterstützt, und das obwohl der sog. Putsch am 20. März letzten Jahres von einem Großteil der Bevölkerung ausdrücklich gutgeheißen wird – inklusive der Forderung nach Einberufung einer sog. „nationalen Versammlung“ zur Bildung einer wirklich legitimierten Übergangsregierung. Verwiesen sei zudem auf einen „Weißen Marsch“, in dem Basisinitiativen von Mopti aus für eine dialogorientierte Konfliktlösung werben. Mehr: xxx.afrique-europe-interact.net
@freshdax - Mali ist für das Eingreifen
freshdax:
Gibt es Beispiele für diese Behauptung, die Maliser würden geeint hinter Frankreich stehen?
Klar. Sie müssen sich die Bilder und Filmberichte nur ansehen. Dann ist klar, dass praktische die gesamte Bevölkerung hinter dem französischen Eingreifen steht.
Ich bin mal gespannt...
...was für einen Bericht es wohl gibt, wenn ein Konflikt in Namibia ausbricht und jemand auf die Idee kommt, Bundeswehrhilfe anzufordern. Wird bestimmt lustig...
was sind sie denn nun?
sind es Islamisten, die einen islamischen Staat wollen, sind es Terroristen, die vermeintl. Gründe für ihren Terror haben, sind es Mörder, die einfach Menschen ermorden, oder ...
Ich bin für klare Begriffe.
Wenn wir anfangen, Menschen zu entmenschlichen, dann nehmen wir ihnen das Menschenrecht. Wie früher den Sklaven, als Tiere angesehen.
Mit meinen geringen Kenntnissen sehe ich in Mali die Tuareg, eine ansässige Ethnie, lange unterprivilegiert, die einen eigenen Staat wollen. Weiter sehe ich Islamisten, die einen islamischen Staat wollen. Beide Gruppen haben sich wohl teilweise zusammengetan und anderorts bekämpfen sie sich wieder.
Inwieweit sich die nordmalische Bevölkerung darin wiederfindet oder nicht, weiß ich nicht. Wenn mir aber die TS (sorry für den Seitenhieb) von über Bombardements glücklichen und Fähnchen schwenkenden Menschen erzählt, werde ich eher mißtrauisch. Zumal diese gleichzeitig um das Leben von Angehörigen dort fürchten.
re angepasste meinung
Wenn sie genau gelesen hätten dan wäre ihnen auch bewusst das ich geschrieben habe: werden momentan noch nicht abgebaut ihr vorhanden sein ist jedoch bestätigt.
Frankreisch müsste dan auch in Saudi Arabien einmaschieren wenn sie die Bevölkerung schützen wollen
(aber dahin verkaufen sie ja lieber Waffen) und auch noch in Lybien wo sie erst die Islamisten an die Macht Gebomt haben.
Die Rohstoffe kann man nur billig abbauen wenn sie auch gesichert sind. Stellen sie sich mal for die Tuareg (die nicht islamistisch sind)würden an die Macht kommen den zahlreichen westlichen Firmen die Schürfrechte wieder aberkenne und dan ihre Rohstoffe nur noch an Rußland,China und verbündete verkaufen die sicherlich auch genug bedarf haben. Oder sie würden sogar die Arbeiter in den Minen mit gerechten Löhnen bezahlen wollen das gefällt westlichen Firmen garnicht.
@karwandler 20:01h
der Rohstoffhintergrund ist so eindeutig, dass ich das Abstreiten nicht nachvollziehen kann. Das hat nichts mit Libyen zu tun.
Für Frankreich wichtige Rohstoffe liegen im Grenzgebiet Mali/Niger tonnenweise im Boden und werden z.Zt. exploriert. Die Befürchtung (evtl. nicht ganz von der Hand zu weisen) ist, dass ein entstehender islamistischer Staat den Zugang Frankreichs zu diesen Stoffen verändert. Entweder abstellt, behindert, teurer macht oder nach Belieben anders dammit verfährt. FR und islamistische Staaten sind nicht eben Freunde.
Da Sie Libyen ansprechen: klar wurde das Öl nicht billiger. Es hat einen Weltpreis. Aber a) wer darf es zu b) welchen Konditionen fördern. Die Förderfirmen bekommen günstige (Langzeit-) Verträge oder nicht. Das bringt Gewinn. Und immer das alte Thema: in Libyen hatte Gaddafi gute Explorations-Verträge ausgehandelt. Eine Änderung (auch mit Hilfe von Islamisten) am status quo, konnte demnach nur Verbesserung bringen. btw: ich war KEIN Gaddafi-Fan
Respekt für Frankreich
diesen Schritt zu wagen. Leider auch ein Zeichen wie unfähig die EU als ganzes ist mit einer Stimme zu sprechen. Der Einsatz, so wie er sich jetzt darstellt, scheint größer, schwieriger und länger zu werden als erahnt.
Die Menschen in Mali begrüßen ihn sicherlich, denn eine armee von Gotteskriegern die wild mordend, zerstörend und den Menschen ihre "Lebensweise" aufzwingend durch ein Land stürmt und brandschatzt möchte wohl jeder nicht in der Nähe haben.
Das wird schnell mal vergessen beim schnellen Link-spruch "Scheiss Kriegstreiber" - auch wenn Krieg immer das allerletzte Mittel sein muss, was Mali angeht habe ich mir schon länger einen Kopf gemacht, selbst wenn ich mir nicht ausmalen mag wie es dort wirklich aussieht...
Daraus etwas lernen
Hieraus sollte der Westen unbedingt lernen. Die malische Bevoelkerung lehnt einen islamischen Gottesstaat ab, will also die islamischen Extremisten vertrieben sehen. Hier macht ein Eingreifen bzw. eine Hilfsmission Sinn. Hier wuerde vielleicht auch eine Vermittelung demokratischer Werte auf fruchtbaren Boden fallen. In Afghanistan, Syrien und im Irak wollen die Leute hingegen ihren islamischen Gottestaat mit Scharia, vermummten Frauen, fuenfmal taeglich Zwangsgebet und Steinigung. Das sollte man ihnen dann auch lassen und nicht versuchen, ihnen unsere Wertvorstellungen aufzudraengen. In ein paar Jahrzehnten wird sich dann herausstellen, wessen Werte die besseren sind. Allerdings sollte man diese islamischen Gottesstaaten dann auch im Auge behalten, das es offensichtlich ja so aussieht, dass es dort einen besonders reichhaltigen Naehrboden fuer religioesen Extremismus gibt.
Deutschlandfunk ist ehrlicher
heute früh hat er berichtet, worum es Frankreich wirklich in Mali geht: Rohstoffe
Als potentielles Ziel der
Als potentielles Ziel der Französischen Armee, würde ich mir auch so ne Flagge zulegen. Vielleicht hilfts ja...
Bewaffnete Islamisten sind natürlich nicht die Richtige Regierung für Mali da die Bevölkerung diese wohl grösstenteils nicht möchte.
Was ich mich frage ist aber ob nach den vielen Militärputsches der letzten Jahre dort die andere angeblich legitime Regierung die Richtige ist?
Aber warscheinlich ist dies wiederum Frankreich egal da diese die eigenen Interessen nicht gefährdet.
@hubie
"Der Einsatz, so wie er sich jetzt darstellt, scheint größer, schwieriger und länger zu werden als erahnt."
Das wäre ja mal ganz was Neues...
re fetsfets
"Da Sie Libyen ansprechen: klar wurde das Öl nicht billiger. Es hat einen Weltpreis. Aber a) wer darf es zu b) welchen Konditionen fördern. Die Förderfirmen bekommen günstige (Langzeit-) Verträge oder nicht. Das bringt Gewinn."
Ich bin lernfähig. Bringen Sie mir Belege, dass jetzt andere Förderfirmen in Libyen tätig sind als vorher, bzw. zu besseren Konditionen. Dass jetzt also der Westen (dieses Monster) sich mehr an den libyschen Rohstoffen bereichern kann als vorher.
Ohne solche Belege sind das alles nur Seifenblasen.
"Die Befürchtung (evtl. nicht ganz von der Hand zu weisen) ist, dass ein entstehender islamistischer Staat den Zugang Frankreichs zu diesen Stoffen verändert. Entweder abstellt, behindert, teurer macht oder nach Belieben anders dammit verfährt."
Sagten Sie nicht eben noch, dass alles einen Weltmarktpreis hat?
@Che 1 - keine wirtschaftlichen Gründe
Ihr Beitrag ist nicht logisch. Jedes Land der Erde hat Bodenschätze - mehr oder weniger. Wenn das ein Grund zum Eingreifen wäre, dann würde nur noch eingegriffen. Dann müsste Frankreich als erstes Kasachstan, Russland oder Kanada angreifen. Von dort kommt das Uran für die Brennstäbe. Die internationale Intervention richtet sich gegen die inhumanen Gotteskrieger, die Mali mit Terror überziehen.
Rohstoffe würde man ganz einfach kaufen. Greifen wir Norwegen an, um an Öl zu kommen? Nein, natürlich nicht.
!
Der einzige Krieg, bei dem ich mich für Deutschland schäme, weil es nicht mitmacht.
Bamako ist nicht Mali und somit kein Kriegsgebiet
Im eigentlichen Konfliktgebiet leiden Zivilisten erheblich an diesem Krieg und flüchten nachvollziehbarerweise, während der Absatz französischer Souveniers in Bamako Höhenflüge verzeichnet.
Hollande spricht von 'terretorialer Einheit' - damit meint er offenbar das Endziel der Wiedervereinigung Malis unter der Federführung der (süd)malischen Regierung, welche selbstredend und vorzugsweise eng mit ihren Befreiern kooperiert.
Der Islamismus im Norden konnte sich nur deshalb derart etablieren, weil die Lebensbedingungen mehr denn je als katastrophal anzusehen sind während die sog. Weltgemeinschaft wegsieht - Menschen mit existenziellen Problemen greifen aber nach jedem Strohhalm. Die (korrupte?) malische Regierung war völlig außerstande, diesen Tendenzen entgegenzuwirken.
Mali ist ein Land, in dem unter teilweise menschenunwürdigen Bedingungen sehr viel Gold gefördert wird - in aller Regel von ausländischen Investoren, deren Interessen sich mit den islamistischen kaum vereinen lassen.
@KG
KG:
Deutschlandfunk ist ehrlicher heute früh hat er berichtet, worum es Frankreich wirklich in Mali geht: Rohstoffe
Den Bericht habe ich auch gehört. Ich würde Sie bitten, nicht dem Deutschlandfunk etwas in den Mund zu legen, von dem Sie aus anderen Gründen überzeugt sind.
mal im ernst
"Bei Angriffen französischer Kampfjets auf die Stadt Diabali wurden nach malischen Angaben mehrere Islamisten getötet."
will man mich hier für dumm verkaufen? da geht es um die bombardierung von städten und nur ein paar böse islamisten sollen getötet worden sein. hallo! in diesen städten leben auch zivilisten, die frankreich ja vorgibt, schützen zu wollen. die einzigen, die bis jetzt darauf aufmerksam gemacht haben, waren "ärzte ohne grenzen".
Freiheitskämpfer oder Terrorist?
Seit wann entscheiden die Menschen?
Das Kapital hat das Wissen, die Macht und die Medien - und alles wird mit Geld zusammengehalten.
Die Freiheitskämpfer der Einen sind die Terroristen der Anderen - je nach eigener Zielstellung.
@angepasste Meinung
"Seit 1960 haben die Franzosen mehr als 50 Mal in Afrika interveniert. Mal haben sie mitunter ziemlich fragwürdige Regimes gerettet, Mal ein Regime zu Fall gebracht. Mal ging es um bestimmte wirtschaftliche Interessen, mal um die Rettung französischer Staatsbürger, mal auch schlicht um die Demonstration des französischen Großmachtstatus. Die französischen Regierungen von links bis rechts hatten immer eine überraschende Schwäche für unilaterale Aktionen."
"In Libyen hat Frankreich von den neuen Machthabern einen Großteil vom Erdöl des Landes zugestanden bekommen. In Mali gibt es zwar weder Öl noch Erdgas. Doch unter der Erde liegen andere Bodenschätze wie Uran, Kupfer und Bauxit. Und das macht Mali für Paris so interessant"
Quelle Deutschlandfunk welche die tschechische Zeitung LIDOVE NOVINY sowie die türkische Zeitung STAR zitierte
re angepasste Meinung
Natürlich greifen wir nicht Norwegen an die Regierung ist Pro-Westlich und hat keine Inneren Konflikte.
Die Westmächte greifen nur Länder an bei denen ihre Wirtschaftsinteressen in Gefahr sind oder die Geopolitisch von Interesse sind sowie manchmal nur aus Politischen Gründen wenn die Regierende Regierung in dem Land nicht die Interessen der Westmächte vertritt.
re angepasste Meinung
Und Rußland wird wahrscheinlich nur nicht angegriffen weil sie das nicht der Mehrheit des Volkes verklikkern können und es nicht allzu einfach sein dürfte Rußland zu besiegen.
@Lindenraum
Lindenraum:
Das Kapital hat das Wissen, die Macht und die Medien - und alles wird mit Geld zusammengehalten.
Mit altbackener Ideologie werden wir diesen Konflikt wohl kaum verstehen können.
Krankreich (lt. "Schlagwörter")
Sind sich die Befürworter dieser Militäraktion eigentlich darüber im Klaren, daß aufgrund der multi-ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung, insbesondere in Frankreich, ganz schnell ein BÜRGERkrieg in Europa ausbrechen kann?
Re angepasste meinung
Es geht ja auch nicht nur darum ob die Französischen Unternehmen die Rohstoffe erhalten sondern auch zu welchen Preisen und auch ob Französische Unternehmen an der Produktion beteiligt sind und dort noch einmahl kräftik Profite abkassieren können.
Und genau das ist unteranderem in Gefahr wen die Islamisten die Macht übernehemen sollten.
Frankreisch steht hier sinnbildlich für alle Westlichen Großmächte.
@ovidius34
Ich habe es gelesen. Aber was wollen Sie damit beweisen?
@RosaL.
zitat RosaL.-waerend der Absatz franzoesischer souveniers in Bamako Hoehenfluege verzeichent.
So Sie meinen der Krieg ist wegen des souvenier geschaefftes????
Oder ist es dann doch Gold,oder Uran ?????
Zumindest sind mal die Menschen in Mali happy das Ihnen jemand hilft,wobei die dekadence die die freiheit hat aus allem eine Verschwoerungsterorie zu produzieren gemuetlich im sessel sitzt,und an Storry,s bastelt.
@Che 1
Norwegen ist selbstbewusst und tut keineswegs das, was die anderen europäischen Staaten wollen. Es verkauft im Gegenteil sein Öl so teuer wie möglich. Übrigens genau so wie Libyen (mit oder ohne Gaddafi). Ihre Argumente stehen also auf tönernen Füßen.
Repräsentativität
19:28 Uhr - Che1
"was dieser Bericht kaum Beweisen kann da er kaum Repräsentativ ist"
Ich eröffne mal die Diskussion indem ich Sie bitte zu formulieren, wie eine Meinungsermittlung der malischen Bevölkerung Ihrer Ansicht nach aussehen müsste, damit diese für Sie akzeptabel und repräsentativ ist.
Da ich beruflich an deutschen Hochschulen Umfrageforschung und -auswertung lehre, auch im Kontext von Entwicklungsländern, kann ich dann gerne darlegen, in wie weit ihr Ansatz gegenüber der Tagesschau repräsentativer ist.
@Lindenraum
Krankreich?
Mit solchen Wortschöpfungen wird kein Argument glaubhafter. Im Gegenteil.
re lindenraum
"Sind sich die Befürworter dieser Militäraktion eigentlich darüber im Klaren, daß aufgrund der multi-ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung, insbesondere in Frankreich, ganz schnell ein BÜRGERkrieg in Europa ausbrechen kann?"
Sind Sie sich nicht darüber im Klaren, dass das Blödsinn ist?
Immer das gleiche ?
Hier wird immer wieder über die wahren Gründe der militärischen Unterstützung durch Frankreich gesprochen.
Eventuell sollte man auch mal einfach darüber nachdenken das egal welche Gründe Frankreich nun wirklich hat,es auch der dortigen Bevölkerung helfen wird.
Es ist eindeutig belegt das Frankreich aus Mali Uran bezieht und zwar nicht zu knapp aber ob es hier "nur" darum geht Rohstoffquellen zu schützen lasse ich mal dahingestellt.
Mich nervt hier in der Diskussion die Tatsache das viele mal wieder nur den ausbeuterischen Westen sehen,der hier nur seine eigenen wirtschaftlichen Interessen schützen will.
Erzählen sie das mal bitte einer Mutter im Norden Malis die durch diese durchgeknallten Mörder ihre Kinder den Mann und vielleicht noch ihre Weiblichkeit verloren hat.
Manchmal muss man sich schon über die Dekadenz hier wundern.
re che 1
"Und genau das ist unteranderem in Gefahr wen die Islamisten die Macht übernehemen sollten."
Warum sind die Islamisten in Mali eine Gefahr und in Libyen nicht?
Überlegen Sie noch oder blenden Sie die Frage lieber ganz aus?
@Lindenraum
Es ist der Freie Markt der bestimmt wer wann was und wieviel kauft produziert und so-weiter.
Das ist sogar im heutigen Irak so,wo Russische und auch Chinesische Oelgiganten einkaufen,nach Ihrer Meinung muesste dieser Markt ja dann alleine von den USA ausgeschoepft werden,dem ist aber nicht so,und stellt somit Ihre Theory total auf den Kopf.!!!
Das sollte man schon wissen????
re che 1
"Die Westmächte greifen nur Länder an bei denen ihre Wirtschaftsinteressen in Gefahr sind oder die Geopolitisch von Interesse sind sowie manchmal nur aus Politischen Gründen wenn die Regierende Regierung in dem Land nicht die Interessen der Westmächte vertritt."
Warum haben die "Westmächte" nicht längst den Iran angegriffen?
Würde doch 100% in Ihr Schema passen ...
Oder Ihr Schema passt nicht.
bitte nicht vergessen
MALI hat frankreich um HILFE und UNTERSTÜTZUNG gebeten.
DIESMAL ziehen die pauschalargumente nicht
unbewiesene Behauptungen
Wenn die Bevölkerung der Region (des Nationalstaates Mali) angemessen an den Gewinnen beteiligt worden wäre, die sich aus der Ausbeutung der Rohstoffe des Landes ergeben haben, wäre die Situation nie derart eskaliert.
Die Mehrheit der Menschen, die unter menschenwürdigen Bedingungen leben, haben in aller Regel alles andere im Sinn, als diese Bedingungen zu verschlechtern, indem sie sich extremen Weltanschauungen zuwenden oder kriegerische Auseinandersetzungen befürworten.
Die Ursachen von Kriegen und Extremismus sind in aller Regel wie auch im konkreten Fall materiell (selbst bei jeder noch so extremen und vorgeschobenen Form von religiösem Fanatismus oder eines Helfersyndroms, das immer dann zum Tragen kommt, wenn der eigenen Wirtschaft die Felle wegschwimmen).
In der jüngeren Vergangenheit arrangiert sich die westliche Welt wegen ihrer Gewinninteressen mit einer stetig wachsenden Anzahl an Krisenherden.
15. Januar 2013 - 21:10 — angepasste Meinung
Sind Sie sich so gewiß, dass Norwegen nicht tut, was die anderen europäischen Staaten, also die EU wollen. Genau dies wird JEDER norwegischen Regierung aber von den EU-Gegnern vorgeworfen - und dies zumindest teilweise vollkommen zurecht.
Ich glaube, Sie sollten sich mal etwas mehr mit den Bilanzen und (Geschäfts-)Methoden der z.B. Ölindustrie befassen. Vielleicht würden Sie dann die Befürchtungen und Vermutungen von Che 1 nicht mehr für so unglaubwürdig halten. Selbst der staatlichen Statoil Norwegens werden immer wieder Vorwürfe gemacht, dass sie es nicht so genau mit Gesetzen nimmt. Da rollen alle 3 bis 5 Jahre Köpfe im Vorstand, das hebt dann etwas, bis die alte "Gier" zurück ist.
Diesmal muss ich eine Lanze für die ARD brechen. Sie berichten von großer Freude VIELER Einwohner. Und das kann ja wohl stimmen. Es wird ja nicht behauptet, dass sich alle freuen.
750 französische Soldaten
750 französische Soldaten können die Terroristen in die Flucht schlagen, was der gesamten Malischen Armee nicht gelingt. Erstaunlich. Und Bravo Frankreich.
re ophorus
Sie dürfen aber nicht vergessen das diese Regierung durch einen Militärputsch an die Macht gekommen ist und seit dem Demokratische Wahlen verhindert
re che 1
"das diese Regierung durch einen Militärputsch an die Macht gekommen ist und seit dem Demokratische Wahlen verhindert"
Im Vokabular der Islamisten, die Sie so gern vor der französischen Intervention bewahren wollen, kommt das Wort demokratische Wahlen überhaupt nicht vor.
@ angepaßte Meinung bzgl. Che1
"Ihr Beitrag ist nicht logisch. Jedes Land der Erde hat Bodenschätze - mehr oder weniger. Wenn das ein Grund zum Eingreifen wäre, dann würde nur noch eingegriffen. Dann müsste Frankreich als erstes Kasachstan, Russland oder Kanada angreifen. .. Die internationale Intervention richtet sich gegen die inhumanen Gotteskrieger, die Mali mit Terror überziehen. Rohstoffe würde man ganz einfach kaufen. Greifen wir Norwegen an, um an Öl zu kommen? Nein, natürlich nicht."
Ich bin sicher kein Fan von Schreibstil und Argumentation des Kritisierten. Rußland und Kasachstan kann Frankreich aber schon deshalb nicht angreifen, weil es dafür das Potential nicht hat (Kasachstan hat strategische Partnerschaft mit Rußland) - aber richtig ernst gemeint war das Argument ja ohnehin nicht, oder?
Es werden selbstverständlich Kriege um Ressourcen geführt und Terroristenbekämpfung ermöglicht, in Regionen militärisch präsent zu sein, wo man normalerweise nichts zu suchen hat.
nicht alles vermixen
der "islamismus" hat sich nicht etabliert- er kam aus libyen NACHDEM der westen ghaddafi zumindest indirekt getötet hat und zwar weil ER der einzige war, der westafrika zusammenführen hätte können. er baute in 5 jahren bamako zur grossstadt mit allen versorgungsmöglichkeiten aus (zB)neben allen seinen nachteilen- für AFRIKA war er von großem nutzen.
und-die malische regierung ist nicht weniger korrupt als die deutsche- aber auch nicht mehr. hier werden nur pauschale weisheiten aneinander gereiht. die lebensbedingungen in nordmali waren nicht schlechter als im süden. es gab nur zuwenige soldaten die die grenzen gegen die nachbarländer hätten schützen können. der alte präsident war pazifist, und hat das wenige egld in die bildung seiner landsleute gesteckt, statt eine riesenarmee aufzubauen- wie es der weisse sonst so kennt.
@20:36 — karwandler
"Sagten Sie nicht eben noch, dass alles einen Weltmarktpreis hat?"
Ihr Einwand ist eine Verallgemeinerung:
Öl wird zu Marktpreisen an der Ölbörse gehandelt. Spekulanten können hier durchaus den Preis in gewissem Rahmen manipulieren. Allerdings kann z.B. Saudi Arabien bei Bedarf die Produktion ausweiten (wie z.Zt. wg Iranboykott), oder senken und somit die Nachfrage stillen und den Preis +/- stabilisieren.
Zurück zu Mali, z.B. Goldabbau: "Zugleich sollte der Staatsanteil von 20 auf 25 Prozent erhöht werden." Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Mali#Bergbau
Das belegt: Staaten haben Einfluss auf den im Land verbleibenden Betrag; sie machen die Verträge und das schmeckt manchen Vertr.-Partnern nicht. Tun Sie doch nicht so, als sei der Gewinn wegen gleichem Marktpreis für alle Beteiligte gleich. Das ist verhandelbar wie alles andere. Wegen der frz. Goldmine (SOMISY S.A.) verloren 121 malische Dörfer ihr Land. Der Ertrag stieg von 3 auf über 51 Tonnen an! Doch lesen Sie selbst...
re angepasste meinung
Ich glaube ich muss etwas grunglegend klarstellen nicht die Länder selbst verkaufen das Erdöl sonder große Firmen
die natürlich in jedem Land der Welt möglichst hohe Preise für ihr Erdöl ansetzen.
Egel unter welcher Regierung nur sind manchmal diese Interessen in manchen Ländern in Gefahr aber dafür hat man ja dan seine Armeen.
@ Werner40
"750 französische Soldaten können die Terroristen in die Flucht schlagen, was der gesamten Malischen Armee nicht gelingt. Erstaunlich. Und Bravo Frankreich."
Die miltärischen Erfolge basieren auf dem Einsatz von Luftstreitkräften, die französischen Bodentruppen (darauf bezieht sich m.E. die Zahl 750) sichern momentan im Wesentlichen Objekte im Süden.
Der Konflikt ist wohl nicht geeignet militärische Meriten zu erwerben: relativ flaches übersichtliches Gelände sowie ein "Gegner" der keine Luftwaffe hat.
Aber, wenn den Menschen vor Ort mit diesem Einsatz geholfen wird, warum nicht.
15. Januar 2013 - 21:22 — karwandler
An sich schätze ich Ihre Beiträge als sachlich und in der Regel fundiert. Aber heute haben Sie wohl keinen guten Tag.
Auch in diesem Beitrag geht es Ihnen wohl nur darum jemanden um jeden Preis Kontra zu geben.
Um bei Ihrem Beispiel Iran zu bleiben. Glauben Sie, der „Westen“ hätte nicht schon längst den Iran „platt“ gemacht, wenn Sie genau wüssten, wie z.B. Russland darauf reagiert.
Mit gefällt z.B. gar nicht, dass Russland so ohne wenn und aber die französische Aktion in Mali gutheißt. Mal sehen, wo die Russen demnächst durch einen Hilferuf militärisch zuschlagen.
@weltoffen
Da zu sitzen und zu schreiben, ist zwar einfach aber immer noch besser, als nichts zu tun.
Der Krieg ist keine Folge der Souveniers - vielmehr sind die Souveniers eine Folge des Krieges.
Dass Gold, Uran und weitere Rohstoffe ein ausschlaggebender Kriegsgrund sind, halte ich für offensichtlich und nicht für eine Verschwörungstheorie.
Jemand mit dem Fluch der Verschwörungstheorie zu belegen, dient zudem oft als Totschlagsargument obwohl auch eine sachliche Auseinandersetzung manchmal sehr gute Ergebnisse liefert.
Leider ist der Raum für diese individuelle Auseinandersetzung wahrscheinlich eher klein.
alberne pazifismen...
ich bin erleichtert zu sehen, wie schnell die franzosen hier eingegriffen haben. jetzt wuensche ich ihnen eine sichere hand, die geschichte erfolgreich zu ende zu fuehren.
alle, die schon im falle libyen und dergleichen gemault haben, sollten einmal nachdenken, worum es eigentlich geht: das sind nicht primaer wirtschaftsinteressen, deretwegen wir uns jetzt alle selbst geisseln muessen, sondern politische stabilitaet unter einer nicht-islamistischen administration.
dafuer wuerde ich auch in den krieg ziehen!
@ karwandler
Che: Die Westmächte greifen nur Länder an bei denen ihre Wirtschaftsinteressen in Gefahr sind oder die Geopolitisch von Interesse sind sowie manchmal nur aus Politischen Gründen wenn die Regierende Regierung in dem Land nicht die Interessen der Westmächte vertritt. Che - Ende
karwandler "Warum haben die "Westmächte" nicht längst den Iran angegriffen?
Würde doch 100% in Ihr Schema passen ...
Oder Ihr Schema passt nicht."
Ganz o.g. ist ggf. etwas zu absolut formuliert aber nicht völlig abwegig. Um auf das Schema einzugehen, hätte im Vorfeld ergänzt werden können:
... soweit die (außen) politischen Folgen absehbar, das Vorhaben innenpolitisch durchsetzbar und ökonomisch zu stemmen ist.
Somit dürfte das Iran-Argument vom Tisch sein.
Wieder ein Krieg der Nato.
Mensch Leute, wer glaubt, die Nato bombt wegen der Demokratie oder den Menschenrechten, der hat keine Ahnung und will sich auch nicht informieren.
Fakt ist: Nützt es der Nato, erhält entweder der Rebell Nato-Waffen zur Hilfe oder der Staat. Das Konzept dahinter sollte jedem einleuchten, was allerdings Wissensdurst voraussetzt. An diesem mangelt es leider sehr vielen.
Terroristenbekämpfung - was für eine Irreführung....
Die Nato macht doch jeden zum Terroristen, der ihr nicht passt.
re rain radar
"Es werden selbstverständlich Kriege um Ressourcen geführt"
Das stimmt im engeren Sinn nur da, wo physischer Besitz von den Ressourcen ergriffen wird (z.B. irakische Invasion in Kuweit).
Ansonsten erfolgt der Zugriff auf Ressourcen über den Weltmarkt, nicht durch Kriege.
wenn man sich im 21. jahrhundert_
_entschließt einen krieg zu führen gehe ich davon aus, dass vorher alle wege von schlichtung, regelung, beilegung eines konfliktes erfolglos versucht wurden (wir sind 7 milliarden, 60% der meschheit leben in slums, konfliktpotenziale sind reichlich vorhanden). wenn man sich also entschließt einen krieg zu führen, wird man sich wohl kaum hinstellen und sagen können, wir sind nur die fahrer, nur die transporteure, stehen nur schmiere, oder so. wenn man sich, ich setzte voraus aus gutem grund, entschließt einen krieg zu führen, soll man m.e., ich bin pazifist, und dennoch, die waffen in die hand nehmen und die schilde erheben. klamme entschuldigungen hochbezahlter generäle (wofür eigentlich) man sei grade in einer strukturreform und könne nicht, da sag ich mir, das ist doch euer job, also macht ihn. wer sich entschließt einen krieg zu führen, soll hinaus gehen und morden._l.g._pu_
"Uran, Gesundheit und Umwelt"
"Uran, Gesundheit und Umwelt" - Konferenz in Bamako, Mali
Die Konferenz "Uran, Gesundheit und Umwelt" in Bamako vom 16.-18. März 2012 hatte die Besonderheit, dass sie von einer Bürgerinitiative einer kleinen Gemeinde, Falea in Mali, in Zusammenarbeit mit IPPNW , dem Uranium network und der Afrikanischen Uran-Allianz AUA organisiert wurde. Das Internationale Konferenzzentrum war während drei Tagen Treffpunkt von NuklearexpertInnen, MedizinerInnen, AktivisteInnen, Neugierigen der Zivilgesellschaft und einer großen Delegation von EinwohnerInnen der Gemeinde Falea, die sich gegen das Projekt der ersten Uranmine in Mali wehrt.
Also, wehrt sich da eine Region gegen ein Uranbergwerk oder sind dort sogenannte islamische Terroristen am Werk? Oder beides ? Zumindest ist bis jetzt nicht erwähnt worden, das in Mali (evt. in der betreffenden Region) von den Franzosen Uran abgebaut wird / werden soll und wie die Bevölkerung darauf reagiert.
Also, es wird Zeit einmal laut nachzufragen.
Ich danke allen
die mich zumindest teilweise oder indirekt unterstützt haben.
Ich bin sicherlich kein Freund von den Islamsiten
die momentan in Mali agierren und sonst überall auf der Welt jedoch kann man auch nicht leugnen das es Frankreisch und seinen Verbündeten um Rostoffe geht die Vorkommen sind bekannt und durch die Islamisten in Gefahr. Und damit die Profite der Unternehmen.
Außerdem ist mir kein Krieg in der jüngeren Vergangenheit bekannt wo es nicht um Wirtschaftsinteressen der Westmächte geht.(oder um Geopolitisch oder reiner Politischer natur.)
@20:03 — Afrique-Europe-...
" Allerdings betrachtet die Mehrheit die Situation als eine Wahl zwischen neokolonialer Intervention und islamistischer Terrorherrschaft."
Danke für Ihren differenzierten Beitrag!!!
So können wir hier miteinander diskutieren. Nicht über einseitige Schuldzuweisungen.
Natürlich geht es den Fanzosen um Bodenschätze. Ginge es Ihnen um die Befreiung der Menschen von Islamisten, müssten sie in allerlei anderen Staaten auch längst interveniert haben.
Natürlich geht es den Islamisten um Errichtung eines islamischen Staates, der wohl in weiten Bereichen nicht unserer Vorstellung der Verwirklichung von Menschenrechten entsprechen wird.
Allerdings gibt es in Nordmali nicht nur Islamisten, sondern auch Tuareg; Einheimische mit berechtigten Interessen, die auch für einen eigenen Staat kämpfen.
In diesem Interessenwirrwar nun Bomben sprechen zu lassen, ist m.E. eine Bankrotterklärung derjenigen, die Moral als Begründung vor sich herschieben.
Politiker sollen Politik machen.
re juergen
"Um bei Ihrem Beispiel Iran zu bleiben. Glauben Sie, der „Westen“ hätte nicht schon längst den Iran „platt“ gemacht, wenn Sie genau wüssten, wie z.B. Russland darauf reagiert."
Russland könnte nicht wesentlich eindrucksvoll darauf reagieren.
Aber es geht ja nicht darum, warum der Westen den Iran nicht angreift, sondern darum, dass nicht der Westen nach dem dargelegten Schema handelt, sondern dass andersrum das Schema dann rausgeholt wird, wenn's zufällig zu passen scheint.
Weltpolitik stelle ich mir einfach nur komplizierter vor als diejenigen, die mit ihren eindimensionalen Erklärungschemata jedes Ereignis glauben erschlagen zu können.
@Friedrich Spee
Besser kann man es nicht sagen,klasse Kommentar.!!!
@Rosa L -Tatsachen und Behauptungen
"Die Ursachen von Kriegen und Extremismus sind in aller Regel wie auch im konkreten Fall materiell" - dem kann man ohne weiteres zustimmen, allerdings sollte man dann nicht Ross und Reiter vertauschen wie Sie in Ihren 2 Beiträgen in diesem Forum.
Bevor Frankreich sich in Mali eingemischt hat, haben Mörderbanden, die allahu akbar beim Morden, Brandschatzen und Schänden von islamischen Kulturdenkmälern etc. brüllen, einen Bürgerkrieg gegen Zivilisten angefacht. Einem sozialistischen, friedensbewegten, französischen Präsidenten u. Hero der europäischen Linke ist es sicher nicht leichtgefallen Truppen in einen Wüstenkrieg zu schicken, allerdings "Liberté" u. "Fraternité" gebietet es, den armen Menschen in Mali's Norden Schutz vor solchen Banden zukommen zulassen!
Nakambale
Die Aussage der Tagesschau ist in der hinsicht nicht repräsentativ da höchst wahrscheinlich äußerst wenig Leute befragt wurden und diese nur aus der HAupstadt MAlis kommen die klar auf seiten der Regierung steht.
Und ich bin kein freund der Islamisten jedoch finde ich es genauso schlimm von frankreisch nur wegen wirtschaftsinteressen zu intervenieren und dabei noch ein paar hundert zivilisten mit den Luft schlägen mit in den tod zu reißen
@ karwandler
"Das stimmt im engeren Sinn nur da, wo physischer Besitz von den Ressourcen ergriffen wird (z.B. irakische Invasion in Kuweit).
Ansonsten erfolgt der Zugriff auf Ressourcen über den Weltmarkt, nicht durch Kriege."
Ich schätze (Ihre) Präzisierungen.
Viele sind froh....
"Viele sind froh über die Angriffe auf die Islamisten"
Andere, deren Kinder zum Kollateralschaden werden, sind nicht so froh.
Auch die, die nichts mit den fernen Ländern in Europa am Hut haben, und trotzdem durch Flugzeuge aus Europa IM EIGENEN LAND Bomben auf den Kopf geworfen bekommen, werden nicht so froh sein.
Wenn dann mal jemand im Land der Bombenwerfer zurückschlägt, werden alle Medien diesen "bösartigen Terrorismus" verurteilen.
Heuchelei pur.
Hier kann man wieder die üblichen Kolateralschäden bewundern
Sobald der "Westen" irgenwo irgendwie militärisch eingreift, rüsten nicht nur die Kriegsparteien auf, sondern auch die Verschwörungstheoretiker und bekennenden Antiimperialisten hier im Blog.
Wer im Besitz der wahren Wahrheit ist, weiß sofort, was Sache ist. Es geht um Bodenschätze oder sonstige Resourcen, verwerfliche kapitalistische Gier, mindestens aber um finstere imperialistische Machenschaften und fiese Geostrategien.
Schön, wenn man so ein einfaches und festgefügtes Weltbild hat. Da kann man sich wenigstens nicht weh tun beim Denken.
Kein Pazifist,aber................ .
Manchmal ist ein Krieg notwendig,manchmal ist Töten notwendig,nur .........welchen Zweck dient z.B. die Intervention der Franzosen in Mali?????Ich stimme nicht ein in den Tenor,daß Krieg per se schlecht sei und alles Millitärische abzulehen sei(es darf nur an Bosnien erinnert werden,wo die europ.gutmenschlichen Pazifisten jahrelang redeten und die Menschen jeden Tag dort starben,erst die Amerikaner haben mit ihrer millitärischen Intervention das Morden dort beendet). Nur die Ziele der Franzosen sind absolut nebelhaft,so sie überhaupt welche haben.Hellhäutige arab-tuareg.Talibans im Norden kämpfen gegen dunkelhäutige Afrikaner im Süden-verschiedene Sprache,Kulturen und Mentalitäten.Hört sich alles nach Zutaten für einen klass.Bürgerkrieg an.Nur: welches Recht hat France dort zugunsten einer Seite zu intervenieren??Was sind Frances Interessen dort? Warum sollten die Deutschen den Franzosen dort Hilfe leisten? Kein einziges Ziel ist dort klar definiert!!!!
re fetsfets
"Natürlich geht es den Fanzosen um Bodenschätze. Ginge es Ihnen um die Befreiung der Menschen von Islamisten, müssten sie in allerlei anderen Staaten auch längst interveniert haben."
Wir sind überhaupt nicht in der Lage, Islamisten in allen Winkeln der Erde zu bekämpfen. Insofern ist die scheinbare Inkonsequenz, aus der sie andere Motive meinen beweisen zu können, gar nicht existent.
@Rosa L - welche Gewinne?
Rosa L:
Wenn die Bevölkerung der Region (des Nationalstaates Mali) angemessen an den Gewinnen beteiligt worden wäre, die sich aus der Ausbeutung der Rohstoffe des Landes ergeben haben, wäre die Situation nie derart eskaliert.
Es geht überhaupt nicht um die Ausbeutung von Bodenschätzen. Es geht um die Errichtung eines Gottesstaates und um religiöse Bevormundung. Die Islamisten sind nicht mit Bohrgestänge, sondern mit Gewehren bewaffnet.
Man hat den Eindruck, wenn die Realität nicht passt, wird sie zur gewünschten Ideologie passend gemacht.
re che 1
"Und ich bin kein freund der Islamisten jedoch finde ich es genauso schlimm von frankreisch nur wegen wirtschaftsinteressen zu intervenieren"
Die Verweigerung Ihrer Freundschaft wird aber keinen Islamisten davon abhalten, seine Gewaltherrschaft anderen Menschen aufzuzwingen.
Was haben Sie denn sonst anzubieten, außer Ihrer Mißbilligung? Bisher noch gar nichts.
@nathan
nochnichtnathan:
Fakt ist: Nützt es der Nato, erhält entweder der Rebell Nato-Waffen zur Hilfe oder der Staat.
Fakt ist auch: Kein Militärbündnis der Welt wird so oft und ideologisch so einseitig angegangen wie die Nato.
@Che 1
Leider haben Sie meine Frage nicht beantwortet? Warum?
Ich bat um Ihre Erklärung von Repräsentativität, die Punkte "paar Leute" und "nur aus der Hauptstadt" sind dann doch etwas vage.
Also nochmal, wie soll eine "repräsentative" Meinungserfahrung Ihrer Meinung nach aussehen und durchgeführt werden?
Das mit den Flaggen...
Das mit den Flaggen ist sehr relativ und geht schnell nach hinten los: Gerade in vielen islamischen Staaten sind auch US-Flaggen regelmäßig sehr begehrt..
@de_imausland -
"Liberté" u. "Fraternité" - feine Sache, wenn nur das der ausschlaggebende Grund ist (weswegen Illusionen überflüssig sind).
Da die öffentliche Berichterstattung offenbar dazu ubergeht, diesen weiteren Krieg mehr oder weniger einhellig zu befürworten, habe ich den Entschluss gefasst, das meinerseits Kritikwürdige an diesem Krieg zu kritisieren und einige Gedanken dazu zu äußeren.
Dies setzt keineswegs mein Einverständnis mit den Aktivitäten militanter islamistischer Gruppierungen in Mali voraus, welche ich zutiefst verabscheue.
Nur findet zur Zeit auch eine wenig objektive, öffentlichkeitswirksame Vermischung von Interessen statt (humanitären und wirtschaftlichen) und wenn sonst schon niemand differenziert, tue ich das auch gerne ausdrücklich, ohne mir deswegen implizit Nähe zum Islamisnmus nahe legen zu lassen.
Das Mittelalter ist wieder da
Wieder schlagen sie sich die Schädel ein. Wieder die Phrasen der Kriegsberichterstattung. Wieder Bomben, auf wen auch immer.
Wird da wieder in irgendwelchen Armenvierteln der Welt die "Sicherheit Deutschland" verteidigt oder doch eher die eigenen Rohstoffinteressen?
Afghanistan lässt grüßen und es ist immer die selbe Masche.
Der zweite Weltkrieg ist schon zu lange her. Danach hatte man erst mal die Nase voll von Kriegen. Lange ist`s her.
@angepasste Meinung
Quatsch - die Reihe der Konsortien, die weltweit in Mali (und in jedem anderen sogenannten und hierzu geeigneten Entwicklungsland) nach Rohstoffen schürfen lassen, ist lang).
China etwa baut seine Kapazitäten in dieser Hinsicht seit Längerem massiv aus und die alteingesessenen Industrienationen haben neuerdings auch wieder den Finger am Abzug, wie man sieht.
Es ist eine Illusion, anzunehmen, dass Kriege aus humanitären Gründen geführt werden. Geo- und Rohstoffpolitik liefern definitiv plausiblere Anhaltspunkte. Humanität ist zwar auch eine feine Sache aber deswegen folgende Frage:
Warum hat man dieses Land über Jahrzehnte derart im Stich gelassen?
@ angepasste Meinung
"Fakt ist auch: Kein Militärbündnis der Welt wird so oft und ideologisch so einseitig angegangen wie die Nato."
Bekommen wir hierzu auch Belege?
Mir fallen auf die Schnelle auch nicht viele Militärbündnisse ein, die so weitläufig agieren. Liegt schon wieder ein Verteidigungsfall vor?
das ist alles nice to know...
..und Frankreich kann sich, als ehemalige Kolionalmacht, wieder ein bischen wichtig machen in Afrika. Fakt bleibt aber, daß sich die afrikanischen Länder selbst organisieren und, wenn gewünscht, zu demokratischen Strukturen führen. Alle anderen Interventionen bleiben eine Zeiterscheinung. Es geht nur mit einer afrikanischen Union, ohne europäische Einflussnahme.
Das fällt natürlich einigen ehemaligen Kolonialherren schwer. Weil es dort, nicht wie früher um Sklaven, sondern um Bodenschätze geht. Und man automatisch davon ausgeht, daß der Abbau nur europäisch gesteuert erfolgen kann. Also quasi das reviwal der kolonialen Ausbeutung.
@karwandler 23:02h
genau, Sie sagen es:
"Wir sind überhaupt nicht in der Lage, Islamisten in allen Winkeln der Erde zu bekämpfen."
Genau deswegen, werden ja auch nicht Islamisten als solche bekämpft, sondern die, die das Gleichgewicht der Wirtschaft stören.
Genau deswegen kann es ja auch nur geschehen, dass die Bekämpften manchmal nebenbei Islamisten sind, manchmal aber die Handelspartner und Verbündeten.
Das erklärt den Widerspruch, den Sie oben aufzudecken meinten: erst hülfen die Franzosen den Islamisten in Libyen, dann bekämpften sie sie in Mali.
Auch sagen Sie: "Ansonsten erfolgt der Zugriff auf Ressourcen über den Weltmarkt, nicht durch Kriege."
Z.B.: Weltmarktpreis für T-Shirt sei 20cent. Der Produzent in Bangladesch bekommt 5cent. Vereinfacht: Der Zwischenhändler verdient 15cent. Hat der Produzent Marktmacht, nimmt er 7cent. So ist das auch mit den Förderern der Bodenschätze und die Staaten bekommen auch eine verhandelbare Quote. Innerhalb des Marktpreises teilt sich der Gewinn auf.
@ Nakambale
"Ich bat um Ihre Erklärung von Repräsentativität, die Punkte "paar Leute" und "nur aus der Hauptstadt" sind dann doch etwas vage.
Also nochmal, wie soll eine "repräsentative" Meinungserfahrung Ihrer Meinung nach aussehen und durchgeführt werden?"
Ich bezweifle stark, daß die ARD repräsentative Personen in Mali in angemessener Anzahl angerufen hat, welche eine Art Durchschnitt der Bevölkerung abbilden.
Die ausbleibende Antwort liegt in der Natur der Sache, selbstverständlich kann der Reporter vor Ort keine belastbaren Aussagen zur "Stimmung im Lande" abgeben.
@RosaL.
Ihre Antwort kann ich akzeptieren,obwohl unsere Meinungen total unteschiedlich sind,auch ohne Totschlagargumente.
@de_imausland
"Guter Kommentar von Ihnen",genau so sehe ich das auch.!
Islamisten, Terroristen, Rebellen usw.
Wie wäre es mal, wenn man sie einfach „Muslime“ nennt, die für die Šarīʿa kämpfen?
Oder entscheidet neuerdings die Nato oder sonstige Organisationen und Vereine, wer Muslim ist und wer nicht?
Dazu muss man nicht gleich als „Islamist“ betitelt werden, nur weil man eben seine Religion vervollständigen möchte.
Das ist einfach alles naiv und kurz gedacht hier.
So wenig Anlass zur Hoffnung
Man muss zugeben, auch wenn man grundsätzlich gegen Krieg ist, der radikale Islamismus zeigt gelegentlich ausmasse bei denen friedliche Mittel so sinnlos erscheinen - ein religiöser Fanatiker der aus tieftem Herzen glaubt das richtige zu tun wenn er sein Leben und/oder die von anderen opfert weil er meint seinem Gott damit zu Willen zu sein ist ein schwieriger Verhandlungspartner. Hier versagen alle Mittel des rational denkenden Menschen. Und das Tragische - schon die Kinder werden mit Hass vergiftet, die Chance aus eigenem Willen einen anderen Weg zu gehen ist eher gering.
Andererseits - es gibt auch nicht eben eine Vielzahl von Beispielen wo eine Militärintervention zu dauerhaftem Frieden, Stabilität und Demokratie geführt hat. Es stellt sich die Frage ob sich ein Eingriff rechtfertig wenn absehbar ist dass sich die Verhältnisse dadurch vielleicht ändern, nicht unbedingt aber auch bessern. Zumindest was dies bisher die Regel.
Menschen in Mali setzen auf Frankreich...
...und Frankreich sichert sich seinen Zugang zu Uran und den Uranminen, um weiter gut billigen Atomstrom produzieren und exportieren zu können.
Nicht viel anders als mit Afghanistan und Oel für die USA und für Vicepresident (2001-2009) Dick Cheney und seine Halliburton, bei der er 1995-2000 Vorstandsvorsitzender war.