Rebellen im Norden Malis, eine schwache Regierung im Süden: Die Intervention Frankreichs sei notwendig gewesen, sagt die Politikwissenschaftlerin Charlotte Heyl im Interview mit tagesschau.de. Die Islamisten hätten zwar wenig Rückhalt in der Bevölkerung, dennoch drohe ein langer Krieg.
Autsch!
"Frankreich hatte angeblich bereits 2010 mit einer Rebellengruppe verhandelt, um diese für den Kampf gegen die Islamisten zu gewinnen. Die Logik war: Ihr kämpft gegen die Islamisten, dafür bekommt ihr mehr Autonomie oder sogar einen unabhängigen Staat."
Kann Frankreich in Afrika Staaten entstehen lassen? Autsch!
Intervention gegen Moslems
In Frankreich ist der Islam die zweitstärkste Religionsgemeinschaft. Wie ist dort die Einstellung der Bevölkerung zu einer Intervention gegen islamische Kämpfer in Mali? Kann die christliche Regierung das so einfach tun?
Verhandeln und helfen statt kämpfen
Wäre es nicht sinnvoller zu verhandeln, statt zu bombardieren? Kann man durch entschiedene Entwicklungshilfe nicht mehr bewirken, als mit Waffen? Viele Rebellen kämpfen, wie es im Bericht heißt, ohnehin für Geld.
Es muss doch möglich sein, demokratische und gemäßigte Muslime aus Nachbarländern (z.B. aus Libyen, das erst kürzlich von einer Diktatur befreit wurde) in die Verhandlungen einzubinden. Kann man die Scharia dadurch nicht ein wenig abmildern?
Wirtschaftsinteressen
Hier im Forum war gelegentlich gemutmaßt worden, Frankreich habe bei der Intervention in Mali wirtschaftliche Interessen. Aus dem Artikel geht aber klar hervor, dass dem nicht so ist. Frankreich möchte nicht, dass die Region destabilisiert wird und das ist auch nachvollziehbar.
Sehr guter Kommentar von Frau Heyl
Sehr guter Kommentar von Frau Charlotte Heyl. Das zeigt auf, warum eine international koordinierte UN-Mission erforderlich ist und dass man diese Islamisten nur mit militärischer Gewalt aus Afrika vertreiben kann.
Danke Frau Heyl!
@Linuxpinguin
So sehe ich die Sachlage auch,hoffentlich wacht die UN auf,bevor es mal wieder zu spaet ist.!!!
Jetzt geht's an die zweite Reihe in Nordafrika.
•
Nachdem die Küstenländer in Nordafrika nun kassiert und Tausende unschuldige Menschen ihr Leben für die Interessen einer kleinen Clique in New York verloren haben, geht's nun an die zweite Reihe - und danach immer weiter nach Süden.
Afrika ist groß und hat unermessliche Vorräte an Bodenschätzen.
@ einfacher Soldat
"Wäre es nicht sinnvoller zu verhandeln, statt zu bombardieren?"
ja, wenn Verhandlungen Sinn machen würden, schon...
"Kann man durch entschiedene Entwicklungshilfe nicht mehr bewirken, als mit Waffen?"
nein, informieren sie sich über die Auswirkungen von Entwicklungshilfe über 6 Jahrzehnte!
"Viele Rebellen kämpfen, wie es im Bericht heißt, ohnehin für Geld."
richtig, damit sind Verhandlungen und Entwicklungshilfe schon mal im aus....
"Es muss doch möglich sein, demokratische und gemäßigte Muslime aus Nachbarländern (z.B. aus Libyen, das erst
kürzlich von einer Diktatur befreit wurde) in die Verhandlungen einzubinden."
äh, haben sie die Entwicklungen in den befreiten arabischen "Frühlingsländern" nicht verfolgt?
"Kann man die Scharia dadurch nicht ein wenig abmildern?"
nein, ihr Optimismus in Ehren, aber da hoffen sie meilenweit an der Realität vorbei!
Ein völlig an der Sache vorbeigehender, unguter Kommentar!
Wenn noch nicht einmal der Name des legitimen Nordstaats Azawad darin auftaucht – und die Tuareg bloß ein einziges Mal quasi in einem Nebensatz erscheinen...
Kämpfen statt verhandeln?
"Bei Verhandlungen kommt es darauf an, was die Basis dafür sein soll. In Mali haben massive Menschenrechtsverletzungen stattgefunden, da gibt es wenig zu verhandeln."
Tja super, was bleibt dann noch? Ach ja Bomben werfen.
Verhandeln ist absolut notwendig, da dieser Krieg, wie Frau Hey selbst sagt, sich wahrscheinlich ziemlich lange hinziehen kann und "man die Islamisten nicht ganz unter Kontrolle bringt", es also keinen klaren Sieger geben wird.
Wozu dann überhaupt Krieg führen, wenn man von Anfang an weiß, dass man ihn nicht gewinnen kann? Zumal bei der aberwitzig kleinen Zahl von Soldaten! Gerade einmal ein paar Tausend,um ein Land unter Kontrolle zu bringen, dass größer ist als Frankreich selbst, mit sehr vielen entlegenen und damit sicheren Rückzugsorten. Da gibt es doch keinen Blumenstrauß zu gewinnen!
In Afghanistan verhandelt man inzwischen auch mit den Taliban, nachdem man einsehen musste, dass der Konflikt militärisch nicht beizulegen ist.
@einfacher Soldat
Auf bezug der Wirtschaftsinteressen haben Sie vollkommen recht,es macht ja wirtschaftlich auch keinen sinn,sich durch groessere ausgaben wirtschaftliche vorteile zu verschaffen.
Wieso wird hier nicht von den
Wieso wird hier nicht von den 11 toten und 60 verletzten Zivilisten berichtet?
Da soll sich der einfache Islamist auskennen
In Libyen gab es Geld und französische Luftunterstützung gegen den Satan Gaddafi, in Syrien darf ein jeder Gotteskrieger massakrieren, wen er will und bekommt dafür eine formidable Presse.
Und in Marseille dürfen Islamisten auch was du wolle.
Aber Ausgerechnet in Mali gilt das alles nichts mehr.
re einfacher soldat
"Aus dem Artikel geht klar hervor das dem nicht so ist.
Frankreisch möchte nicht,das die Region destabilisiert wird und das ist auch nachvollziehbar"
Sie glauben das nur weil das eine Expertin von GIGA
sagt? Übrigens GIGA wird unteranderem vom Auswätigem Amt finanziert sowie noch weiteren Großfirmen.
Glauben sie Frau Heyl dürfte das sagen selbst wenn sie es wollte. Die Bundesrebublik hat nemlilich sicherlich keine Interesse daran das das eigentliche Interesse von ihrem Verbündeten ans Licht kommt.
Und selbst wenn es nicht so währe ist es zum einen hinterhältig einmal Saudi Arabien etc Waffen zu liefern
,in Libyen Islamisten an die Macht zu Bomben und dan hier so tun als ob man die Bevölkerung schützen will.
Ich kenne keinen Einzigen Krieg der Westmächte wo sie das wollten. Außerdem ist die momentanige Regierung durch einen Militär Putsch an die Macht gekommen
Der Konflikt in Mali ist die
Der Konflikt in Mali ist die Auswirkung des vom Westen inszenierten "arabischen Frühlings" und des Überfalls auf Libyen. Weil nun die Situation außer Kontrolle geraten ist, haben Frankreich (und seit heute auch Deutschland) die Chance, den starken Max zu spielen. Das ist Kolonialismus pur. Wir sind wieder bei Kaiser Wilhelm angelangt: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Leidtragende unserer Politik sind die Bewohner von Mali.
Natürlich hat Frankreich auch wirtschaftliche Interessen!
Mali liefert nämlich Uran für die vielen französischen AKWs. Welche Verwicklungen und Interessen sonnst noch vorhanden sind vermag ich als normal politisch Interessierter nicht zu beurteilen, aber es ist sicher nicht reine Nächstenliebe. Trotzdem bin ich für einen militärischen Einsatz internationaler und durch die UN legitimierter Truppen, denn jedes Land dieser Welt sollte wenn irgend möglich von der Scharia bewahrt werden wenn deren Bevölkerung das mehrheitlich so wünscht, was also auch auf Mali zutrifft. Ich habe nur mit großer Sorge die vielen anderen Konflikte auf der Welt im Auge, wo es dem militärisch übermächtigen Westen nirgens gelungen ist die Islamistischen Wahnsinnigen vollständig zu vertreiben oder zu besiegen. Ich wünsche allen Menschen in Mali, das ihnen das Unrechtssystem der Scharia erspart bleibt, und dafür lohnt es sich meiner Meinung sogar zu kämpfen. Deutschland sollte sich logistisch auch daran beteiligen, wenn Mali das wünscht.
Wie üblich
1 Fehler: " Einer ihrer Themenschwerpunkte ist Mali."
Ihr Themenschwerpunkt ist Mosambik, nicht Mali:
http://www.giga-hamburg.de/index.php?folder=staff/heyl&file=heyl.html
2 "Es liegen Berichte über Steinigungen vor, über Strafen wie Hände abhacken, auch über sexuelle Gewalt gegen Frauen."
Quelle? Und: Gabs das bereits vorher oder erst seit den Islamisten? Zusammenhang?!?
4 "Die Mehrheit ist schon lange für ein militärisches Vorgehen"
Woher will das Frau Heyl wissen? Gabs da etwa Umfragen, Studien, Volksentscheide gar?
5 "haben viele Gesprächspartner die Notwendigkeit einer externen Intervention betont"
Welche "Gesprächspartner" waren das? Französische Diplomaten? 5 Leute sind eben nicht repräsentativ für 14 Mio.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anekdotische_Evidenz
Wie so oft, ist das Interview nicht gerade zufriedenstellend.
Hier steht das besser beschrieben: http://www.hintergrund.de/201301142409/politik/welt/fuer-die-sicherheit-...
Deutschland, deine Experten....
"Ich sehe das ähnlich, dass ein militärisches Vorgehen notwendig geworden ist."
Mit dem Knüppel draufhauen.
"Externe Interventionen sind natürlich immer sehr schwierig, und es ist kaum zu beurteilen, inwieweit der Militärschlag zu einem guten Ausgang beitragen kann."
Keine Ahnung ob da was gutes dabei raus kommt.
"Aber es musste etwas passieren, es war notwendig zu handeln."
Hauptsache mit dem Knüppel draufhauen.
Man wird sie nicht vertreiben können- ein Stich ins Wespennest..
Ein Grund wg.Gewalt gegen Frauen etc. Indien, Saudi Arabien,lässt grüßen.Im Iran stranguliert man Jugentliche wg Homosexualität - interveniert da auch irgendjemant ?
Nach meinem Verständniss sind es hegemoniale Interessen und 2.Punkt sind der Uranabbau und Goldminen von nicht unerheblichen Interesse.Nicht alles kann man mit militärischer Gewalt bereinigen..dann wäre noch zu erwähnen dieser Malische Staat ist nicht demokratisch legetimiert.Ist im Grunde eine Militärdiktatur..Wer sind da eigentlich die Terroristen? Islamisten weil sie Islamisten sind ?
Experten-Meinung
Externe Interventionen sind natürlich immer sehr schwierig, und es ist kaum zu beurteilen, inwieweit der Militärschlag zu einem guten Ausgang beitragen kann. Aber es musste etwas passieren, es war notwendig zu handeln.
Das ist ja mal wieder eine überaus fundierte "Experten"-Meinung: Auch wenn man nicht weiß, ob Krieg die Lösung bringt, kann man wenigstens sagen, man hätte gehandelt...
Frankreich handelt richtig.
Frankreich handelt richtig. Schade nur, dass Afrikaner vielfach ihre Angelegenheiten nicht selbst regeln können ( hier Malis Militär ). Breite Zustimmung in Frankreich von rechts bis zu den Kommunisten ganz links.
die Freiheit Frankreichs wird in der Sahelzone verteidigt
Wieder etwas angefangen was nicht zu gewinnen ist. Esrtaunlich ist nur das Beharrungsvermögen derjenigen welche solche Einsätze entscheiden (man selbst muß ja nicht mit dorthin) wenn es um das Nichterkennen der Tatsache geht, dass man asymetrisch geführte Kriege nicht für sich entscheiden kann.
Letztendlich dürfte die Motivation in wirtschaftlichen Interessen liegen (Gold und Uran) ansonsten wäre den Franzosen ein fundamental-islamischer Staat mehr oder weniger am Rande der Sahelzone wohl herzlich egal. Man wird Mühe haben den Einsatz auf Dauer anderweitig zu legitimieren.
@ 18:50 — jautaealis
ähm wir haben 2013. IHR kommentar geht an der realität vorbei, wenn sie nichtmal wissen, dass die tuareg seit mai 2012 keine rolle mehr in dem konflikt spielen weil sie von ihren verbündeten rausgeschmissen wurden.
man könnte also sagen das von niemandem anerkannte land azawad wurde von islamisten besetzt gegen die jetzt vorgegangen wird.
@werner40
„Breite Zustimmung in Frankreich von rechts bis zu den Kommunisten ganz links.“
Bis zu den Kommunisten? Wo haben Sie denn diese Mähr her? Das ist ja etwas ganz neues das Linke und Kommunisten kolonial Einsätze befürworten.
@ KingMartinOne
würden sie mit al kaida verhandeln wie strickt jetzt die sharia in ihrer heimatstadt angewendet werden soll.
nein? sehen sie das wollen die malierInnen vielleicht auch nicht. wobei es schon gruppen gab/gibt die gerne mehr verhandeln wollten (infos hier http://www.afrique-europe-interact.net/) allerdings sagen selbt diese akteure das es krieg geben muss wenn verhandlungen nicht bringen.
und es wurde letzte woche in burkina faso verhandelt: was ist passiert? ansar dien hat diese abgebrochen und am nächsten tag begann der vorstoß nach süden.
@ 38Wahrheit38
weil es ein interview ist und sie das in den anderen artikeln zu mali nachlesen können. oh man...
@ 19:12 — Che 1
1. glauben ie ernsthaft das jeder wissenschaftlerin die in interview gibt der bnd im nacken hängt? wow
2. die regierung in libyen ist islamisch nicht islamistisch. das ist ein großer unterschied. fragen sie mal die christdemokraten.
3. in mali regiert keine militätdiktatur. es gab einen kurzen putsch. das militär hat sich zurückgezogen (zugegeben nicht ganz) und heute regiert eine übergangsregierung!!!
da war doch was...
"Es wird spekuliert, dass es sich um Waffen des ehemaligen Gaddafi-Regimes handelt, aber auch aus Katar sollen die Islamisten unterstützt werden."
aha, war da nicht auch was mit einer unterstützung der rebellen in syrien aus Katar?
so langsam wirds lächerlich und vor allem deutlich, dass es in syrien um alles mögliche geht, nur nicht um demokratie, die man der zivilbevölkerung bringen will!
Frankreich handelt richtig?
Ob Frankreich richtig handelt wird erst die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall handelt Frankreich konsequent und folgerichtig.
Ich glaube ja nicht, dass die Franzosen es wie ich sehen, aber sie haben durch ihre Führerschaft bei der Beseitigung des Stabilitätsfaktors Gaddafi ein Machtvakuum geschaffen und den islamistischen Kräften die Wege frei gemacht.
Nun müssen sie wohl oder übel diesen Fehler bezahlen. Noch „nur“ durch Militäreinsatze in fremden Ländern. Wenn sie viel Pech haben, bekommen sie die Rechnung auch im eigenen Land „zugestellt“.
interessant wäre...
mal genaue angaben zu der organisation zu bekommen, die frau heyl da vertritt!
ich kenne ja eine menge politikwissenschaftler, aber mir ist noch keiner untergekommen, der so vehement einen krieg verteidigt hätte.
@ funnybubbles
sie verwechseln mali mit niger! frankreich importiert uran aus dem niger. in mali wird uran lediglich vermutet aber noch nicht gefördert.
wenn schon meckern dann doch bette informiert :-)
Das Rebellen Dilemma?
Gegen was rebellieren diese Rebellen? Das im Süden keine Hände abhackt werden, und es auch weniger sexuelle Gewalt gegen Frauen gibt, als derzeit im Norden?
Oder sind es wirtschaftliche Interessen, gekoppelt an das idealistische Ziel eines "Gottesstaates" und dem Rechtsmodel der Scharia?
Die Rolle Frankreichs und vor allem Europas ist dabei wie immer gespalten, denn egal wie man sich verhält, ist es falsch! Europa selbst ist dabei sich dem Islam zu öffnen und wird ihn in den nächsten Jahrzehnten neben den bisherigen und im Niedergang befindlichen Religionen als Staatskirche anerkennen, denn die wachsende Bevölkerungszahl der Bürger islamischen Glaubens führt automatisch zu politischem Gewicht.
Daher braucht Frankreich eine starke Legitimation für diesen Militärschlag, auch wenn die Bevölkerung im Süden derzeit Frankreich sehr dankbar ist. Aber diese Dankbarkeit steht auf sehr wackeligen Füßen, durch die politische Zerissenheit des Landes und die Europas!
Wieder ein Krieg,
aber es ist wichtig gegen Fundamentalisten vorzugehn. Wenn es Mali nicht gelingt aus eigener Kraft und um Hilfe gebeten wird, dann ist es gut, dass Frankreich bombt. Natürlich aus eigenem Interesse. Aber auch im Interesse aller, die keinen Gottesstaat wollen, aller die bei Verstand sind.
@Linuxpinguin: gewagte Interpretation
"Sehr guter Kommentar von Frau Charlotte Heyl. Das zeigt auf, warum eine international koordinierte UN-Mission erforderlich ist und dass man diese Islamisten nur mit militärischer Gewalt aus Afrika vertreiben kann."
Mit Verlaub, Frau Heyl spricht nicht davon, daß man die Islamisten vertreiben soll, wohin denn auch?
Sie spricht aber davon, daß eine international koordinierte UN-Mission richtig wäre und sie deutet auch an, warum sie eben nicht stattgefunden hat.
Nämlich weil zuerst Frankreich, aber auch das putschende Militär in Mali (und nicht etwa die Regierung) eigene Interessen verfolgen.
Und genau diese eigenen Interessen sind in Gefahr, wenn das UNO-Mandat umgesetzt würde, welches ganz klar vorsah, daß afrikanische Truppen in Mali aktiv werden sollen.
Was jetzt geschieht, ist ein Vertreibungskrieg unter franz. Regie mit Beteiligung von Resten der malischen Armee.
Das ist nicht, was die UNO wollte, und eine erfolgreiche Vertreibung ist auch nicht im Interesse der Nachbarn.
Re: Intervention gegen Moslems
... eigentlich nicht, zumal Europa aktiv auf dem Weg zum Islam ist. Die Geschichtsschreibung in einigen Generationen wird diese Mission sicher neu bewerten.
ahhmmm ja,
Eigendlich ist es ja so, das das Militaerische eingrifen die Taliban an den Verhandlungstisch gebracht hat und diese auf manche eigene Interessen verzichten wollen um an der Regierung beteiligt zu werden.
Das sieht fuer mich nicht wirklich nach einer Militaerischen Niederlage aus.
Aber was weiss ich denn schon...
@Ohli: Zusammenfassung gelungen
Sie schreiben:
"Ich sehe das ähnlich, dass ein militärisches Vorgehen notwendig geworden ist."
Mit dem Knüppel draufhauen.
"Externe Interventionen sind natürlich immer sehr schwierig, und es ist kaum zu beurteilen, inwieweit der Militärschlag zu einem guten Ausgang beitragen kann."
Keine Ahnung ob da was gutes dabei raus kommt.
"Aber es musste etwas passieren, es war notwendig zu handeln."
Hauptsache mit dem Knüppel draufhauen."
Ich glaube, Sie haben den Nagel mit dem Knüppel auf den Kopf getroffen.
Danke für diese Zusammenfassung.
Vielleicht darf ich noch einen Punkt anfügen:
"Bei Verhandlungen kommt es darauf an, was die Basis dafür sein soll. In Mali haben massive Menschenrechtsverletzungen stattgefunden, da gibt es wenig zu verhandeln."
= Menschenrechte sind uns heilig, deshalb mit dem Knüppel draufhauen
@baraka
Gleiche Quelle.
http://tinyurl.com/ahdbnzn
„Frauen in Mali, sagt NEIN zum Stellvertreterkrieg!
Stellungnahme anlässlich des UN-Beschlusses zu Mali (Ende November 2012)“
Ein instruktives Interview!
Das Interview ist ohne Zweifel eine Bereicherung, besten Dank an Charlotte Heyl für die differenzierte Analyse der momentanen Situation in Mali!
Das aktuelle Eingreifen war ohne Zweifel aus humanitären Aspekten überfällig.
@Tango_Korrupti
Libyen ist mit Hilfe des Westens von einer unberechenbaren Diktatur befreit worden. Und mit Bodenschätzen hat das gar nichts zu tun.
@Che 1 - keine Wirtschaftsinteressen
Eines ist doch klar, Frankreich geht es um die Stabilität der Region. Wirtschaftliche Interessen spielen hier keine Rolle. Sie müssen den Artikel nur richtig lesen.
NATO, EU, Frankreich
all das sind eindeutig institutionen die der verschleierung von verbrechen dienen. der eine kämpft, der andere eröffnet nur ein büro. wieder andere leisten nur materielle unterstützung usw.
erinnern sie sich doch mal...
@Gundel Gaukeley - Arabischer Frühling
Libyen wurde von einer Diktatur befreit und nicht überfallen. Der Arabische Frühling ist die legitime Reaktion der Völker auf ungerechte Regime und Korruption.
@tagtest
„Das aktuelle Eingreifen war ohne Zweifel aus humanitären Aspekten überfällig.“
Ein aktuelles eingreifen war aus humanitären Aspekten überfällig? Aus humanitären Gründen ermorde ich meinen Nachbarn weil er meine Nachtruhe stört. Darauf läuft es wohl hinaus? Es gibt keine „humanitären “ Kriege. Kriege haben immer mit Gewalt, Mord, Totschlag, Zerstörung und dem Tot Unschuldiger zu tun. Jeder Tote ist ein Toter zu viel und deshalb sind Kriege generell abzulehnen. Egal mit welcher vorgeschobener Begründung.
@ neu
Da sind Sie aber ganz schön auf dem Holzweg. Die Nato hat ihren Einsatz schon in Italien geprobt, bevor in Libyen auch nur ein Schuss gefallen ist. Mit "Reaktion der Völker" hat diese ganze Aktion nichts zu tun.
@einfacher soldat
"Libyen ist mit Hilfe des Westens von einer unberechenbaren Diktatur befreit worden."
im gegensatz zu den jetzt herrschenden, unberechenbaren zuständen,die der westen durch sein handeln zu verantworten hat, muss man fast schon davon sprechen, dass libyen unter gaddafi ein verlässlicher staat war.
@ 19:40 — operation ajax
"2 "Es liegen Berichte über Steinigungen vor, über Strafen wie Hände abhacken, auch über sexuelle Gewalt gegen Frauen."
Quelle? Und: Gabs das bereits vorher oder erst seit den Islamisten? Zusammenhang?!?"
--> hier gibts zahlreiche lokale berichte über die steinigungen, amputationen und co.
http://www.maliweb.net/
und nein die steinigungen gabs da vorher nicht. mali ist für einen liberalen islam bekannt. abs selbst dort erlebt.
"4 "Die Mehrheit ist schon lange für ein militärisches Vorgehen"
Woher will das Frau Heyl wissen? Gabs da etwa Umfragen, Studien, Volksentscheide gar?"
wissen kann sies nicht, aber es gab zig demos für diese und viele debatten (quelle: siehe oben)
@einfacher Soldat
„@Gundel Gaukeley - ...
14. Januar 2013 - 21:54 — einfacher Soldat
Libyen wurde von einer Diktatur befreit und nicht überfallen. Der Arabische Frühling ist die legitime Reaktion der Völker auf ungerechte Regime und Korruption.“
Libyen wurde überfallen und in einen gescheiterten Staat verwandelt. So sieht Ihre „Befreiung“ aus.
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/LibyenSic...
http://tinyurl.com/9xvf7nk
http://www.neopresse.com/politik/naherosten/libyen-verprugelt-gefoltert-...
http://tinyurl.com/8hxdnnp
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2170025/Back-bloody-anarchy-Andr...
http://tinyurl.com/7yvxhqf
Und das sind unsere Medien „wert“.
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ein-abschied-von-al-dschazi...
http://tinyurl.com/bvs9snr
re gundelgaukeley
"Die Nato hat ihren Einsatz schon in Italien geprobt, bevor in Libyen auch nur ein Schuss gefallen ist."
Das belegen Sie womit?
Arabischer Frühling?
Zu meinem Erstaunen gibt es in diesem Forum immer noch Teilnehmer, die diesen eiskalten arabischen Winter als arabischen Frühling bezeichnen.
Ob wir in verschiedenen Welten leben?
21:39 — einfacher Soldat
.
>>Libyen ist mit Hilfe des Westens von einer unberechenbaren Diktatur befreit worden. Und mit Bodenschätzen hat das gar nichts zu tun.<<
Na klar, das Gas aus Libyen will kein Mensch haben.
Und nun befreien Französische Fremdenlegionäre Mali von verruchten Terroristen, nicht etwa weil Frankreich ZIG Atomreaktoren hat und Mali zufällig URAN, nein das tun sie wegen der Menschenrechte und weil ja Frankreich gegenüber seiner ehemaligen Kolonie (Macht ja nix wenn die nun selbständig sind) noch Verpflichtungen hat.
Oder hab ich was missverstanden?
@ 21:32 — Karsten.Laurisch
stimmt! sehr gut recherchiert! freut mich wenn wenigstens einer nachlist!
natürlich sind nie 100% einer meinung. ein positionspapier der antifa berlin wäre ja auch nicht representativ. ich hab in einem kommentar auch geschrieben das man sich bei dieser seite über einen friedlichen dialogorientierten versuch informieren kann. aber auch ein organisator dieses geplanten friedensmarsches "march blanche" hat bei einer verantaltung mit medico (hab gerade die quelle nicht) gesagt, dass es krieg geben muss wenn die verhandlungen scheitern. das abbrechend er verhandlungen vor ein paar tagen und der vormarsch könnte als scheitern interpretiert werden.
wieviele malierInnen den einsatz begrüßen läßft sich nicht genau klären. lokale medien berichten zumindest von jubel feiern, danksagungen an frankreich und heute ist auch ein artikel zu ehren des gefallenen hubschrauber piloten erschienen. alles nur indizien, aber mehr wird es nie geben
@baraka
„@ 19:40 — operation ajax
14. Januar 2013 - 22:01 — baraka
"2 "Es liegen Berichte über Steinigungen vor, über Strafen wie Hände abhacken, auch über sexuelle Gewalt gegen Frauen."
Quelle? Und: Gabs das bereits vorher oder erst seit den Islamisten? Zusammenhang?!?"“
Reden Sie hier gerade aktuell von Mali oder von Saudi Arabien, denn irgend wie gleichen sich Ihre Berichte. Warum gehen wir nicht dort, in Saudi Arabien, mit der gleichen Härte gegen die Menschenrechtverbrechen vor und beliefern dort die jenigen die also in unseren Augen sogar Terroristen sind sogar noch mit Waffen?
Merkwürdig:
In Libyen und Syrien sind die Al-Qaida-Kämpfer auf Seiten der Guten tätig, und werden entsprechend unterstützt. In Afghanistan und Mali dagegen verkauft man sie uns als die Bösen, obwohl sie doch letztendlich gleicher Provenienz sind.
All das deutet vor allem auf eines hin: nämlich daß diese islamischen Terroristen vor allem ein williges Werkzeug westlicher Geopolitik sind, die sich wahlweise als gute oder böse Buben einsetzen lassen - je nach Bedarf der Auftraggeber.
Wir sollen schön die Finger davon lassen!!
@suomalainen 20:57, Zu GIGA
"interessant wäre...mal genaue angaben zu der organisation zu bekommen, die frau heyl da vertritt!"
Hier ist die offizielle Website des German Institute of Global and Area Studies:
giga-hamburg.de/index.php?file=giga.html&folder=giga
Es handelt sich ganz offensichtlich um ein gut vernetztes staatlich finanziertes Wissenschaftsinstitut, welches mit diversen weltweit anerkannten Institutionen kooperiert.
Über Charlotte Heyl können Sie sich hier informieren:
giga-hamburg.de/index.php?folder=staff/heyl&file=heyl.html
Das klingt nicht wie der Lebenslauf einer Bellizistin...
@Klimagate 119
Ich mag Ihren Kommentar! Sie haben natürlich recht - der einfache Islamist ist mit der Politik der Westlichen Staaten allgemein sicherlich überfordert, so wie er mit allen Fragen der Logik, der Menschenrechte und des friedens überfordert ist. Die Taliban wurden auch von den USA und der CIA erst bewaffnet, und nach 9.11 zum Staatsfeind Nr.1! Das versteht nicht nur der einfache Islamist nicht, das versteht auch der deutsche, demokratische und atheistische funnybubbles nicht!
Trotzdem - ich schäme mich fast das zu schreiben - ich hoffe, dass dieser Militäreinsatz die Islamisten und deren Bestrebungen aus Mali einen neuen Gottesstaat zu machen zum Teufel jagt. Gelungen ist so etwas meistens nicht, aber ich wünsche es den Menschen von Mali, und auch der freien und demokratischen Welt. Jedes Land indem die Scharia herrscht ist ein weiterer Ort der Unfreiheit, des religiösen Terrors nach innen und nach außen!
Ich danke den Menschen, die dafür ihr Leben riskieren, aber ich fürchte den Krieg.
@Juergen - gemäßigter Islam
Sie dürfen Libyen und Mali nicht in einen Topf werfen. In Libyen haben mit westlicher Hilfe gemäßigte Moslems einen unberechenbaren (moslemischen) Diktator abgesetzt. In Mali kämpfen richtig üble Islamisten gegen die Bevölkerung.
22:01 — baraka
.
>>Woher will das Frau Heyl wissen? Gabs da etwa Umfragen, Studien, Volksentscheide gar?"<<
Woher Frau Heyl das wissen will ? Vielleicht ERSTELLT sie solche Studien ?
Noch nicht gewusst, oder nie drüber nachgedacht?
>Gott, bewahre uns vor Menschen die behaupten sie würden in deinem Namen handeln und deinen Willen verkünden<
(Bhagavad-Gita)
@Karsten Laurisch 21:58, "Gestörte Nachtruhe".
"Aus humanitären Gründen ermorde ich meinen Nachbarn weil er meine Nachtruhe stört."
Dem Interview mit Charlotte Heyl entnehme ich, dass die Mehrheit der Bewohner Malis die Greueltaten der Islamisten in Nord-Mali etwas anders als Sie beurteilt und froh ist, dass Frankreich ihr zu Hilfe eilt. Und diese Bewertung der Mehrheit der Bewohner Malis teile ich.
@suomalainen
Gaddafi als verlässlich zu bezeichnen ist fast schon grotesk. Mittlerweile gibt es in Libyen eine zivilisierte Regierung und freie Wahlen.
@baraka
„@ 21:32 — Karsten.Laurisch
14. Januar 2013 - 22:11 — baraka
stimmt! sehr gut recherchiert! freut mich wenn wenigstens einer nachlist!“
Wenn man auch unterschiedlicher Meinung ist zu unterschiedlichen Punkten, dann gehört es in meinen Augen dazu die Argumente der „anderen“ Seite zur Kenntnis zu nehmen und komplett zu lesen, denn ich nehme für mich nicht in Anspruch dass ich unfehlbar bin. Zu einer vernünftigen Diskussion gehört in meinen Augen der Austausch von Argumenten und nicht von Parolen. Argumenten bin ich immer offen.
@Karsten Laurisch
Libyen ist mit Sicherheit in keiner einfachen Situation, nach einer so langen Diktaturphase. Aber das Land ist mit Sicherheit auf einem guten Weg in eine gemäßigte, demokratische Zukunft.
wie war das nochmal
Schwache Regierung, ... Terroristen, ... Hilferuf der Regierung.
Afghanistan ? 1979 ??
Wo genau ist jetzt der Unterschied?
LaNa
@Xabbu
Xabbu:
Oder hab ich was missverstanden?
Ich denke schon. Was sollen die berechtigten Interventionen mit Bodenschätzen zu tun haben? Hat Mali überhaupt Uran? Und selbst wenn, würden die Franzosen es bestimmt nicht geschenkt haben wollen.
Und noch was: Natürlich hat Libyen Gas. Und was macht es damit? Verkaufen. Kein Grund, an einem unmenschliche Diktator zu hängen.
re xabbu
"Na klar, das Gas aus Libyen will kein Mensch haben."
Das Gas aus Libyen konnte man auch von Gaddafi kaufen, und billiger kriegt man's aus Libyen jetzt auch nicht.
Diese primitiv-anti-imperialistische Propaganda von KBW-Nostalgikern ist schlicht lächerlich.
@Mephistopheles - riesen Unterschied
Mephistopheles:
In Libyen und Syrien sind die Al-Qaida-Kämpfer auf Seiten der Guten tätig, und werden entsprechend unterstützt. In Afghanistan und Mali dagegen verkauft man sie uns als die Bösen, obwohl sie doch letztendlich gleicher Provenienz sind.
Wenn ich es richtig verstehe, ist in Mali die Bevölkerung gegen die islamistischen Invasoren. In Syrien ist die Bevölkerung gegen den korrupten Diktator. Außerdem sind die Islamisten in Syrien im Vergleich zu den richtigen Rebellen nur eine kleine Minderheit.
@ barake - Sie haben Recht - ich habe mich geirrt
Ich habe meine Information vom Mali-Uran aus einem Interview, dass ich kürzlich auf NDR Info gehört habe. Aber wenn Großmächte wichtige Resourcen in Drittländern auch nur vermuten, so ist die Bereitschaft dort auch militärisch einfluss zu nehmen sicherliche höher als ohne dieses Argument, und wie Sie richtig sagten: Uran wird in Mali vermutet - z.T. auch schon gefürdert, wobei der Niger wohl das Hauptlieferland dieses Teufelszeugs ist. Ich vermute trotzdem, dass nicht nur die Menschenrechte der Bevölkerung Malis der alleinige Grund für Frankreich intervention ist. Können wir uns darauf einigen?
Ein Argument für die ehemalige Kolonialmacht Frankreich in Mali Krieg zu führen ist sicher auch die Angst vor einem weiteren Land, dass zu Basis für islamistischen Terror werden könnte. Frankreich hat ja im Gegensatz zu Deutschland viel mehr muslemische Einwohner aus den Ex-Kolonien, und daher auch mehr Sorgen vor Islamistischen Terror, den Frankreich auch im eigenen Land fleißig genährt hat.
@Karsten.Laurisch
"Es gibt keine „humanitären “ Kriege.[...] Jeder Tote ist ein Toter zu viel und deshalb sind Kriege generell abzulehnen. Egal mit welcher vorgeschobener Begründung."
Als einzelne Person können Sie diese Auffassung vertreten. Aber für Regierungen (und der UN), die mit den realen Problemen dieser Welt zurecht kommen müssen, sind militärische Einsätze in gewissen Fällen notwendig, auch wenn sie äußerst unschön.
22:26 — einfacher Soldat
.
>>Libyen ist mit Sicherheit in keiner einfachen Situation, nach einer so langen Diktaturphase. Aber das Land ist mit Sicherheit auf einem guten Weg in eine gemäßigte, demokratische Zukunft.<<
Evtl. ist es ja ihrer geschätzten Aufmerksamkeit entgangen, aber Libyen ist immer noch in einem blutigen Bürgerkrieg verhaftet. Jeder gegen jeden. Es könnte ja ein Stück vom "Kuchen" verloren gehen.
Nun zu behaupten "das Land ist mit Sicherheit auf einem guten Weg in eine gemäßigte, demokratische Zukunft" ist an Zynismus kaum mehr zu übertreffen !
14. Januar 2013 - 22:26 — einfacher Soldat
Zitat:
"Libyen ist mit Sicherheit in keiner einfachen Situation, nach einer so langen Diktaturphase. Aber das Land ist mit Sicherheit auf einem guten Weg in eine gemäßigte, demokratische Zukunft."
Also ich habe da andere Informationen und daher eine andere Meinung zum heutigen Libyen und die damaligen Vorgänge. Vgl. beispielsweise die links, die User K. Laurisch angegeben hat.
Wir sollten uns nicht nur
auf den Westen konzentrieren, bei aller Kritik. Es kann uns nicht egal sein, was vor der Haustüre in Mali oder Nordafrika vor sich geht.
Und Frankreich hat schon gar keine christliche Regierung wie oben vermutet, sondern Frankreich, seine Regierung und Institutionen verstehen sich seit der Frz. Revolution vor über 200 Jahren als Ort des Säkularismus.
Der eigentliche Skandal bei der Sache ist noch gar nicht benannt: Die Rolle Katars.
Nur wegen der massiven Waffenlieferungen Katars an ''Rebellen''wurde Gaddafi beseitigt. Dabei ging es darum, einen islamistischen Staat zu etablieren. Der Westen hat irrigerweise gemeint, seine Freiheit, Demokratie, Toleranz und Pluralität wäre dort begehrt.
Der Westen und Katar zusammen haben Gaddafi gestürzt, nun- soweit sich die Waffenlieferungen Katars an islamistische Tuareg oder Malier bestätitigen sollten, stehen sich nun als Kriegsfeinde gegenüber.
Es wird endlich Zeit die expansive Machtpolitik Katars u.a. kritisch zu hinterfragen !!
Syrien und Mali
Hier wird verschiedentlich Mali mit Syrien verglichen. Dazu fällt mir ein, dass in Mali die islamistischen Kämpfer Greueltaten verüben und in Syrien ist das vorrangig die Armee, die die Interessen einer Herrscherfamilie vertritt.
Was ist das Schöne an Verschwörungstheorien?
Man kann sie nicht widerlegen.
Aus dem dünnen Faktum, dass Mali ein wenig Gold und Uran besitzt, werden hier zum Teil wahre Monumentalbilder des Imperialismus und der bevorstehenden Ausbeutung durch den Westen abgeleitet. Um nicht zu sagen: "bewiesen".
Die konkrete Realität islamistischer Greueltaten ist in dieser Wahrnehmung, wenn es denn überhaupt wahrgenommen wird, nur ein bestätigendes Ornament der subtilen Argumentation des westlichen Aggressors.
Dass selbst der UN-Sicherheitsrat inklusive Russland und China zumindest prinzipiell die militärische Unterstützung Malis beschlossen hat, stört in dieser Sichtweise etwas. Naja, über solche logischen Schrammen wird man doch wohl noch hinwegsehen dürfen.
Ich befürchte nur, die meisten Leser dieser Posts werden zwar eventuell noch die Schönheit dieser Gedankengebäude bewundern, ihre Praxisrelevanz allerdings dennoch in Frage stellen...;-)...
@Xabbu
@Xabbu
Ich schulde Ihnen noch einen Antwort - keine Entschuldigung da keiner meiner Aussagen falsch war. Auch will ich Sie oder andere nicht belehren. Trotzdem war Ihre "Goldrechnung" falsch bitte benutzen sie die Preise von 2003 dann ist es 1/4. Trotz allem haben sie recht wieviel Tonnen oder Mrd auch immer. Nur große Mengen sind das immer noch nicht.
Was das Uran angeht ich hoffe sie haben die TT gerade eben gesehen. Und was die Goldminen anbelagt die befinden sich im Süden weit ab der Konfliktzone.
Frau Heyl glaube ich Ihre Aussagen und die Notwendigkeit des Einsatz der Armee, so lange bis eine Stabile Lage erreicht und man Verhandlungen führen kann und radikale Islamisten keine Gefahr mehr für das Land sind.
Mali und Uran
In einigen Kommentaren (zu diesem und auch zu anderen Mali-Arikeln) kann man lesen, Frankreich ginge es in Mali um Uran. Ich habe mal bei WikiPedia nachgeschaut, da wird Mali im Zusammenhang mit Uran überhaupt nicht erwähnt.
Kann es sein, dass Frankreich hier Uran-Interessen unterstellt werden, die gar nicht vorhanden sind? Handelt es sich um ein "falsches Argument" oder Unwissenheit, oder bin ich unvollständig informiert? Falls es dazu Quellen gibt, wäre ich sehr daran interessiert.
@Xabbu
"Na klar, das Gas aus Libyen will kein Mensch haben.
Und nun befreien Französische Fremdenlegionäre Mali von verruchten Terroristen, nicht etwa weil Frankreich ZIG Atomreaktoren hat und Mali zufällig URAN, nein das tun sie wegen der Menschenrechte und weil ja Frankreich gegenüber seiner ehemaligen Kolonie (Macht ja nix wenn die nun selbständig sind) noch Verpflichtungen hat."
Nur weil die intervenierenden Staaten AUCH eigene Interessen verfolgen, heißt das nicht, dass damit die Einsätze für die dortige Zivilbevölkerung nicht mehr wichtig sind. Ein Militäreinsatz auf Grund eigener Interessen ist nicht automatisch "schlecht".
Im Übrigen hat Mali nur wenig Uranvorkommen, das verwechseln anscheinend viele mit den Nachbarstaat Niger.
@Karsten Laurisch 22:06, Die Spitze des Gaddafi-Regimes...
...wurde bekanntlich gegen Ende des Krieges wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom internationalen Gerichtshof in Den Haag gesucht.
So viel zur Verantwortungszuordnung der momentanen Schwierigkeiten in Libyen.
Darüber hinaus gibt es natürlich inzwischen zahlreiche Fortschritte und aufkommenden, lebendigen Pluralismus in Libyen. Die ersten freien demokratischen Wahlen seit über 40 Jahren mit einer moderaten Regierungsmehrheit sprechen ebenfalls Bände.
Wie gesagt, es geht nicht darum, momentane Schwierigkeiten und auch Verbrechen, begangen durch Rebellen, zu verschweigen.
Aber Libyen deswegen als einen "failed state" zu charakterisieren, ist natürlich unangemessen.
Schon krass wie sehr der
Schon krass wie sehr der Islam stigmatisiert wird. Immer ist von Islamisten die Rede in den Medien. Ist das nicht die gleiche Wortklasse wie das Wort Christen? Nur wird Islamist immer in Verbindung mit Terror genannt. Wieso schreibt man nicht einfach Bekloppte? Ist doch scheiß egal obs Juden, Christen, schwarze, weiße, gelbe, Moslems oder Polarbewohner sind. Hauptsache sie werden das genannt, was sie sind. Bescheuerte.
Was haben wir Deutschen dort
Was haben wir Deutschen dort zu suchen?? Haben wir nicht genügend EIGENE Probleme???
"Islamisten [..] Islam [..] Islamisten [..]"
In diesem Konflikt geht es doch nicht um Religion. Es handelt sich um politische und territoriale Ansprüche und nicht religiöse.
Diejenigen, die die immensen Summen für die Bewaffnung der Rebellen aufbringen haben garantiert nicht Religion im Sinn, sondern sind logischerweise an Profit interessiert. Auch die Kämpfer sind höchstwahrscheinlich einfache Söldner, die für Geld die Befehle ihrer Auftraggeber ausführen.
Mir ist auch weltweit kein islamische Staat bzw. islam. Bevölkerung bekannt, die die Ansprüche der Rebellen oder der Gegenseite befürworten oder logistisch unterstützen. Auch aus diesem Interview geht derartiges nicht hervor.
Die wiederholte mediale Abnutzung des Wortes Islam zur Rechtfertigung einer mehr als fraglichen und schwer durchschaubaren Intervention ist für Muslime wahrscheinlich mehr als unerträglich.
Es ist einfach eine
Es ist einfach eine Selbstverständlichkeit, den Menschen in Mali zu helfen. Zu behaupten, Frankreich würde einen Krieg beginnen, ist ja wohl lächerlich, denn der Krieg ist im Norden schon lange im Gange. Ich hoffe, es gelingt diesen Krieg durch das Eingreifen Frankreichs schneller zu beenden. Im Unterschied zu Afghanistan handelt es sich hier nicht um einheimische Islamisten, die Unruhestifter kommen von außen und werden von außen finanziert. Daher werden die Islamisten wenig Unterstützung in der Bevölkerung haben. Sehr aufschlussreich die Filmreportage vom 18.11.2012. Sie zeigt deutlich, dass wir jedes Recht, ja die Verpflichtung haben, dem Hilfeersuchen Malis zu entsprechen.
Radikale Islamisten aus Katar unterstützen die Islmalisten. Die Bundesregierung, die USA und die EU sollten Waffenlieferungen an diese Wahhabiten in Katar und in Saudi Arabien sofort einstellen.
Hier mal eine Presseschau zum Thema Mali
Hier mal eine kleine Presseschau zum Thema Mali:
http://www.n-tv.de/politik/pressestimmen/Berlins-Rolle-ist-bezeichnend-a...
Noch deutlicher wird die Nürnberger Zeitung: "Die EU und vor allem Deutschland dürfen Frankreich in dieser Situation nicht alleine lassen." Bloße Zustimmungserklärungen genügen laut der Zeitung ebenso wenig wie Zusagen über logistische Hilfe oder Ausbildungsprogramme für malische Soldaten. Bis die wirksam werden, gebe es den Staat vielleicht nicht mehr. "In Mali geht es unmittelbar um Europas Sicherheit und Zukunft. Wann, wenn nicht jetzt, wäre deshalb sogar der Einsatz deutscher Kampftruppen gerechtfertigt?
@ einfacher Soldat:
"Gaddafi als verlässlich zu bezeichnen ist fast schon grotesk."
Immerhin schien er einigen europäischen Staatenlenkern doch so verlässlich, als daß man ihn in seinem eigenen Party-Zelt vor der Haustür hat campieren lassen...!
So mancher seiner ehem. Gastgeber würde wohl lieber wieder Gadhafi und seinesgleichen an der Macht sehen, als diesen wackeligen Regierungskonstrukten in den Ländern des arabischen Frühlings beim Entstehen und Vergehen zuschauen zu müssen.
Auch die Nürnberger Nachrichten kritisieren Berlin
Und auch die Nürnberger Nachrichten sehen dass sehr ähnlich:
Ähnlich sehen das die Nürnberger Nachrichten. Die Zeitung spricht von "Gesichtswahrung auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner", weil sich Berlin eine "Totalverweigerung" wie beim Libyen-Einsatz beim Verbündeten Frankreich nicht noch mal hätte leisten können. Logistische Unterstützung der Franzosen mit den Transalls - das sei das äußerste Zugeständnis, zu dem sich Berlin nach tagelangem und vielstimmigem Herumlavieren durchringen könne, heißt es in dem Blatt. "Das ist etwas mehr als die sowieso geplante und viel zu lange verzögerte EU-Ausbildungsmission mit deutscher Beteiligung; und es ist deutlich weniger als ein Kampfeinsatz, der mit der FDP nicht zu haben ist, aber auch der deutschen Öffentlichkeit nicht vermittelbar wäre."
Und auch andere große Zeitungen sehen inzwischen, dass dieses Verhalten von Berlin so nicht mehr geht. Berlin kann sich nicht raushalten.
@tagtest
„Dem Interview mit Charlotte Heyl entnehme ich, dass die Mehrheit der Bewohner Malis die Greueltaten der Islamisten in Nord-Mali etwas anders als Sie beurteilt und froh ist, dass Frankreich ihr zu Hilfe eilt. Und diese Bewertung der Mehrheit der Bewohner Malis teile ich“
Auf Grund welcher wissenschaftlichen Umfrage Ergebnisse? Oder ist es ihr persönlicher Eindruck aus der Befragung von 5, 10 oder 20 Personen die sie zufällig getroffen hat?
Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung spart nicht mit Kritik
Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung spart nicht mit Kritik:
So beschreibt die Frankfurter Allgemeine die "Eigenheiten" der deutschen Außenpolitik. Wenn es um Militärisches geht, sage Berlin seinen Verbündeten stets erst einmal, was "ausgeschlossen" ist: im Falle Malis ein Kampfeinsatz der Bundeswehr. "Den hatte allerdings niemand gefordert." Es sei bezeichnend, dass London ohne Umschweife Lufttransportkapazitäten angeboten hat und Washington Aufklärungsdrohnen, während es in Berlin heißt, man werde prüfen, wie man helfen könne. "Ob die ursprüngliche Absicht noch realistisch ist, zusammen mit anderen europäischen Verbündeten die Ausbildung der malischen Armee zu unterstützen, wird ebenfalls zu prüfen sein."
Und genauso ist es! Alle in Europa helfen, nur Berlin ziert sich erneut, was ein erneuter dicker Fehler ist. Berlin muss helfen, ob es will oder nicht. Hier geht es auch um Europa und Europas Sicherheit!
Dauer des Einsatzes
Den französichen Medien ist zu entnehmen, dass der Einsatz der Franzosen wenige Wochen dauern soll. Danach sollen afrikanische Truppen das Land stabilisieren. Gibts zur Dauer dieses Militäreinsatzes einen Zeitplan der Franzosen und worauf bezieht er sich?
Die Luftwaffe wird wohl auch darüber hinaus die lokalen Kräfte unterstützen müssen. Derzeit ist das nachhaltige Konzept noch nicht zu erkennen oder gibts dazu einen Link?
@feindl
„Als einzelne Person können Sie diese Auffassung vertreten. Aber für Regierungen (und der UN), die mit den realen Problemen dieser Welt zurecht kommen müssen, sind militärische Einsätze in gewissen Fällen notwendig, auch wenn sie äußerst unschön.“
Warum machen Regierungen einen Krieg? Nur aus einem Grund. Wenn es ihren Interessen dient. Nie wegen der Menschen, der Demokratie oder Menschenrechte. Stellen Sie sich vor kein Soldat geht zum Krieg. Dann müssen das die Politiker untereinander „austragen“. Dafür werden sie schließlich „bezahlt“. :)
@tagtest
„@Karsten Laurisch 22:06, Die Spitze des Gaddafi-Regimes...
14. Januar 2013 - 23:02 — tagtest
...wurde bekanntlich gegen Ende des Krieges wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom internationalen Gerichtshof in Den Haag gesucht.
So viel zur Verantwortungszuordnung der momentanen Schwierigkeiten in Libyen.“
Wer bitte wurde wann und konkret mit welcher juristischen Begründung angeklagt. Ich kenne keine Klageschrift die zugestellt wurde und wo auch nur eine Person wirklich verhaftet wurde.
Tango_Korrupti: Hauptsache die USA ist schuld
Sie scheinen weder das Interview noch den Filmbeitrag wahrgenommen zu haben.
Ihre Amerikaschelte ist einfach völlig substanzlos. Frankreich kann alleine denken und braucht dazu nicht die Wallstreet.
Das ganze ist ein innerislamischer Konflikt, der wenig mit dem Westen zu tun hat. In den islamischen Ländern gibt es eine breite Bewegung zu mehr Freiheit, egal ob diese Länder bisher von westlich orientierten oder ehemals sowjetisch installierten Diktaturen beherrscht waren. Dieser gemäßigten Mehrheit steht die bisherige Herrscherclique und eine kleine radikale Minderheit Islamisten gegenüber, die nur in den Monarchien am Golf Unterstützung findet, da der Wahhabismus diesen Radikalen theologisch nahesteht. Mit Fanatismus und Geld aus diesen Monarchien ausgestattet, suchen sie insbesondere in von inneren Konflikten geschwächten Staaten Einfluss zu gewinnen. Der Westen wird als Partner im Kampf um Freiheit wie in Mali um Unterstützung gebeten.
@paddi
„Radikale Islamisten aus Katar unterstützen die Islmalisten. Die Bundesregierung, die USA und die EU sollten Waffenlieferungen an diese Wahhabiten in Katar und in Saudi Arabien sofort einstellen.“
Wenn das der erste Schritt ist könnte ich nach einer sachkundigen Diskussion eventuell weiteren Schritten folgen.
@linuxpinguin
Es ist schwierig zu zitieren ohne Quellen anzugeben. Das sollten Sie schon gelernt haben, vor allem wenn Sie mit mir diskutieren.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/mali-unheilige-allianz-120220...
http://tinyurl.com/ay5pgce
http://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Bewegung_f%C3%BCr_die_Befreiung_d...
http://tinyurl.com/a8r23r6
Krieg wird Akzeptiert
Erschreckend ist die Tatsache , dass der Französische Staat einen Krieg begonnen hat der scheinbar von allen Seiten bejubelt wird.
Krieg ist wieder ein gesellschaftlich anerkantes Mittel geworden, die Menschlichkeit ist in großer Gefahr!
Zudem werden keine Unterschiede zwischen der MNLA der Tuareg (Seperatisten die einen eigenen Staat Azawad wollen, was nicht mal so abwegig ist, da die Grenzen aus der Kolonialzeit stammen und so erzwungen sind) und den sogenanten Islamisten die die Scharia einführen wollen. (Was nicht besonders schön ist, aber kaum ein vertretbarer Kriegsgrund ,wenn betrachtet wird mit welchen Staaten
ansonsten zusammengearbeitet wird)
Es herscht Krieg in Mali (Frankreich hat scheinbar seine Fremdenlegion geschickt, da sind Verluste nicht so "schlimm" sind ja keine Franzosen (ironie)
Dieser Krieg hat andere Gründe als die vorgeschobenen humanitären und die Kriegspropaganda (Feinde sind böse ,ohne Rückhalt und in kürze besiegt) wird leider von vielen Medien mitgetragen.
@Karsten.Laurisch
"Warum machen Regierungen einen Krieg? Nur aus einem Grund. Wenn es ihren Interessen dient. Nie wegen der Menschen, der Demokratie oder Menschenrechte."
Schon in meinem Kommentar um 23.00 habe ich geschrieben, dass Regierungen natürlich auch sowas im (eventuell wirtschafltichen) Interesse ihres Landes machen. Aber das bedeutet noch lange nicht, dass solche Einsätze nicht AUCH den Menschenrechten und den Schutz der Zivilbevölkerung dienen.
@Karsten Laurisch 23:41, Vulgärpazifismus.
"Stellen Sie sich vor kein Soldat geht zum Krieg. Dann müssen das die Politiker untereinander 'austragen'."
Im Gegensatz zum echten Radikalpazifismus (ich verweise in diesem Zusammenhang beispielhaft auf den aufrechten Gang des Users Sasquatch, der sich des "pazifistischen Dilemmas" vollständig bewusst ist), zeichnen sich Vulgärpazifisten wie Sie dadurch aus, dass Sie die ihnen nicht genehme Hälfte von Realität einfach ausblenden bzw. sogar aktiv leugnen.
In Ihrem Fall konkret: Die Greueltaten der Islamisten in Nord-Mali, die Verbrechen des Assad-Regimes, die Anklage der Spitze der Gaddafi-Despotie in Den Haag wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit usw. Das leugnen Sie alles 100 prozentig. (Und diese Prozentangabe ist keine Übertreibung, sondern real - Sie werden NICHT EINEN(!) Post Ihrerseits vorweisen können, der diese Verbrechen auch nur erwähnt.)
Damit sind Sie vollständig unseriös. Sorry.
@ - 22:26 — Karsten.Laurisch
ich meine das ernst. ich finds wirklich gut wenn sich mal jemand informiert. an den meisten kommentaren sieht man leider das das die ausnahme ist. (sonst könnte sich z.b. nicht so hartnäckig das gerücht halten das es um uran geht wo doch in mali gar keines gefördert wird.)
""dann gehört es in meinen Augen dazu die Argumente der „anderen“ Seite zur Kenntnis zu nehmen und komplett zu lesen,"
stimme voll zu!!! in ihrem kommentar stand nur nichts weiter als:
Gleiche Quelle.
http://tinyurl.com/ahdbnzn
„Frauen in Mali, sagt NEIN zum Stellvertreterkrieg!
Stellungnahme anlässlich des UN-Beschlusses zu Mali (Ende November 2012)“
--> und obwohl da kein argument steht bin ich darauf eingegangen was sie meinen könnten. haben sie mich verwechselt?
Die Gefahren des Terrors
werden hier offt genug uebersehen,Mali wenn in den haenden der extremisten kann zur Hochburg der Terrorausbildung werden,wobei alle Staaten, und speziell auch Europa getroffen werden kann.
Das das nicht neu ist zeigt das Beispiel Afghanistan.
Es gibt zwei Moeglichkeiten,enweder man wehrt sich, oder warted bis es im eigenen heim kracht.
Das die Welt ein bischen mehr komplex ist,als das immer nur alles auf Interessen wirtschaftlicher herkunft zu reduzieren,sollte eigentlich jedem klar sein.
Natuerlich handelt Frankreich im interesse des Staates,naemlich im interesse der Sicherheit,und das nicht nur fuer Frankreich selbst,kauch fuer unsere!!!
Russland lobt Frankreich...
Der "tagesanzeiger" paraphrasiert den französischen UN-Botschafter Gérard Araud mit den Worten:
"Die Russen hätten gelobt, dass Frankreich genau im Sinne der UNO-Resolutionen handle."
Der Artikel ist lesenswert und beginnt mit den Sätzen:
"Auf den Strassen von Malis Hauptstadt Bamako ist Erleichterung über den französischen Militäreinsatz zu spüren. «Papa Hollande» wird gelobt."
tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Vive-la-France-et-vive-le-Mali/story/27999382
Das deckt sich ziemlich mit den Aussagen von Frau Heyl.
Weiter ist im tagesanzeiger zur Position des UN-Generalsekretärs Ban-Ki Moon zu lesen:
"Das Eingreifen Frankreichs begrüsste Ban indirekt: Er begrüsse, dass Partnerländer auf die Bitte der malischen Regierung reagiert hätten, sie im Kampf gegen «das beunruhigende Vordringen bewaffneter und terroristischer Gruppen nach Süden zu unterstützen, sagte er."
Auch der UNO-Generalsekretär steht offensichtlich hinter Frankreich.
@Karsten.Laurisch
"Auf Grund welcher wissenschaftlichen Umfrage Ergebnisse? Oder ist es ihr persönlicher Eindruck aus der Befragung von 5, 10 oder 20 Personen die sie zufällig getroffen hat?"
Fragen Sie sie.
Oder woher nehmen Sie die Gewissheit, dass Frau Heyl bei ihren Aufenthalten in Westafrika, darunter Mali, Ende letzten Jahres nur 20 Personen getroffen hat? Ich hatte heute morgen binnen einer Stunde 40 vor mir und wenn ich deren Meinung wissen will, hätte ich diese fragen können. Wieviele Gesprächspartner hatte Frau Heyl in Bamako? Wie viele Flüchtlinge aus dem Norden? Wie viele haben Sie, dass Sie an der Einschätzung zweifeln? Ich meine natürlich Malier vor Ort.
btw: Umfragen werden durch Zufallsauswahl von Stichproben gebildet, dabei genügen für einfache Fragestellungen auch kleine Fallzahlen - nennt sich wissenschaftliche Forschung, wie sie u.a. am GIGA und dt. Hochschulen betrieben wird.
@feindl
Sie haben vollkommen recht,bis jetzt hat leider noch jedes Land der Welt, auf unabsehbarer zeit, eine Armee,das wird auch so bleiben,weil ohne? ist man leider erpressbar,und die Menschen sind leider noch nicht soweit,das Sie das nicht ausnuetzen wuerden,endweder fuer Politische, Religioese oder Ideologische Macht-gruende!!!!
Es gibt noch genug spinner die sich fuer Ihre verblendungen in die Luft sprengen.
Der Groesste Feind dieser Leute, ist freies denken, und education ala West.
@Karsten Laurisch 23:49, Warum leugnen Sie?
"Wer bitte wurde wann und konkret mit welcher juristischen Begründung angeklagt. Ich kenne keine Klageschrift die zugestellt wurde und wo auch nur eine Person wirklich verhaftet wurde."
Der faz-Artikel vom 28.6.2011 beginnt mit den Worten:
"Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat Haftbefehl gegen den libyschen Machthaber Muammar al Gaddafi erlassen."
faz.net/aktuell/politik/ausland/verbrechen-gegen-die-menschlichkeit-den-haag-erlaesst-haftbefehl-gegen-gaddafi-13684.html
Warum leugnen Sie das? Tut diese Wahrheit Ihnen wirklich so weh?