Wohl kaum! Hat man doch gezeigt, dass man nicht bereit ist sich erpressen zu lassen und sich nicht kampflos einer menschenraubenden und über Leichen gehenden Gruppe beugt.
Übrigens: Geiselnahme ist nach der Genfer Konvention verboten!
Daher eine Frage an unsere Gutmenschen: Haben wir es hier überhaupt mit einem Krieg zu tun? und wenn ja, mit einem Krieg nach europäischen Massstäben?
Wenn es kein Krieg ist und auch die political correctness den "clash of cultures" nicht vorsieht,
wie sind dann solche Vorgänge zu werten?
Nach dem Raid:
Gefangener Franzose wahrscheinlich tot
Ein franz. Soldat tot
Ein franz. Soldat MIA, wahrscheinlich gefangen
17 somalische Terroristen tot
Fazit:
17 leicht/schnell zu ersetztende (billige) Terroristen gegen 2 hochspezialistierte/jahrelanges Training (teure) Soldaten/Geheimdienstler und die Somalis haben wieder eine neue Geisel (wahrscheinlich).
Wenn DAS nicht gescheitert ist, dann hätte ich gern Ihre Definition von gescheitert.
Mag sein das ein Statement (wir lassen uns nicht erpressen) abgegeben wurde, das ändert nichts an der Tatsache, das Frankreich massiv bei dieser Aktion draufgezahlt hat.
Ich hoffe, Sie rechnen mich, wenn ich jetzt antworte, nicht zu den "Gutmenschen" (was immer das ist).
Sie sagen es, Geiselnahme ist kein Fall, der in einem Krieg vorkommen dürfte. Mit Kriegsgefangenen darf man nicht versuchen, Forderungen durchzusetzen. Diese Geiselbefreiung ist rechtlich eine Polizeiaktion.
Geiselnahmen mit Geldförderungen gab es schon immer in Europa. (Auch während der Kreuzzüge - also nicht nur bei den Christen).
Das ist nichts Neues.
Auch der Austausch von Geheimagenten ist normal.
Solchen menschenverachtenden Gruppen darf man nicht noch in die Hände spielen, indem man sie für ihre Taten in Form eines Lösegeldes "belohnt".
Zumal Al-Shabab ohnehin mit dem Rücken zur Wand steht. Nachdem sie sich letztes Jahr zunächst aus der Hauptstadt zurückziehen mussten griffen wenige Wochen danach kenianische Militärverbände die Regionen unter der Kontrolle von Al-Shabab an - mit Erfolg.
Al-Shabab ist erheblich geschwächt, und vlt kann man ihr in den kommenden Monaten den Todesstoß versetzen. Das sollte man nicht riskieren indem man der Mlizi finanzielle Mittel zur Verfügung stellt.
Auch wenn die Chancen nicht sonderlich gut stehen: Ich hoffe das Dennis Allex und der verwundete französische Soldat aus der Sache doch noch irgendwie rauskommen.
solange die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in den Ländern so bleiben wird sich nichts ändern, Das Reservoir von Perspektivlosen ist unerschöpflich. Wie HFW richtig schreibt. Der Erfolg wäre also nur ein punktueller ohne Perspektive auf eine Verbesserung der Gesamtsituation. Traurig für die vielen Menschen die in solchen Regionen leben müssen. Ich sehe auch nicht, dass es unter den gegenwärtigen weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Bedingungen eine Chance auf Änderung gibt.
Auch ohne Weltuntergang hat in vielen Regionen die Postappokaliptische Zeit praktisch schon begonnen.
Vor allem, wenn man bedenkt, wo heute überall Terrorzellen gezüchtet werden, um sie für eigene Zwecke zu missbrauchen.
Wenn man dann noch in aller Öffentlichkeit zeigt, dass man nicht - oder nur unter erheblichen Verlusten - in der Lage ist, die Geister die man rief, auch im Zaum zu halten.
Was machen denn die Franzosen denn bitte, wenn Sie mal eine Geisel bei lybischen oder syrischen Al-Kaida haben?
Also ich sehe da zwei Möglichkeiten:
Entweder die Terroristen schlechter ausbilden oder bei den eigenen Leuten noch was drauflegen.
Da wird mal wieder deutlich das Spezialeinheiten entgegen dem Hollywoodimage keine unbesiegbaren Superkrieger sind. Eine Kugel lässt sie genauso bluten wie jeden anderen Soldaten und auch eine Weste gibt nach der 5 Kugel auf. Diese mutigen Männer konnten das unvorhersehbare nicht verhindern.
Wenigstens hat man den Kriminellen nicht nach gegeben.
Das DGSE ist keine Eliteeinheit, sondern das ist der französische Auslandsgeheimdienst. Und somit ein ungefähres Pendant zum deutschen BND. Der DGSE hat diesen Einsatz folglich und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht selbst durchgeführt, ihn wohl aber gesteuert, betreut oder unterstützt. Nicht zuletzt, weil es sich indes bei der Geisel ja sehr wohl um einen Agenten des DGSE handelt. Tatsächlich durchgeführt aber wurde die Aktion vermutlich von der GIGN, der französischen Entsprechung der GSG9.
Das sieht ja richtig nach einem Großkampftag von Hollande in Afrika aus.
Ich verstehe ihn schon, dass er die wahhabitischen Jihadisten-Banden in Somalia und Mali nicht leiden mag. Wer hat schon etwas übrig für Al-Kaida?
Was ich aber nicht verstehe, ist, wieso er dieselben wahhabitischen Jihadisten-Banden in Syrien unterstützt.
Erst gestern haben französische, und nicht nur französiche, Medien wahhabitische Jihadisten-Banden dafür gefeiert, dass sie in Syrien den Luftwaffenstützpunkt Taftanaz erobert haben.
Einer der an dem Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Taftanaz Jihadisten, die laut Al-Jazeera teilweise aus Nordafrika stammen, hat nach der Eroberung Al-Jazeera ein Interview gegeben.
Darin fragte der siegreiche Jihadist:
"Warum kritisiert der Westen Al Kaida? Warum sind sie gegen Al Kaida? ... Wir sind Jabhat Al-Nusra. Ob wir zu Al Kaida gehören oder nicht, wir kämpfen für unsere Rechte."
Ja, ich verstehe, dass Frankreich für seine Atommeiler Uran braucht.
Und ich verstehe auch, dass Somali ein wichtiger Lieferant ist.
Und ich verstehe auch, dass man dafür ein paar Soldaten sterben lässt und ein paar Waffen bezahlt.
Aber ist das mit rechtsstaatlichen Grundsätzen vereinbar?
Ist das, was scheinbar im Interesse Frankreichs ist, auch im Interesse Somalias, im Interesse Europas und im Interesse der Weltgemeinschaft?
Gescheitert?
Wohl kaum! Hat man doch gezeigt, dass man nicht bereit ist sich erpressen zu lassen und sich nicht kampflos einer menschenraubenden und über Leichen gehenden Gruppe beugt.
Übrigens: Geiselnahme ist nach der Genfer Konvention verboten!
Daher eine Frage an unsere Gutmenschen: Haben wir es hier überhaupt mit einem Krieg zu tun? und wenn ja, mit einem Krieg nach europäischen Massstäben?
Wenn es kein Krieg ist und auch die political correctness den "clash of cultures" nicht vorsieht,
wie sind dann solche Vorgänge zu werten?
Ja, gescheitert
@tobeorwhat
Ja, definitiv gescheitert.
Zusammenfassung:
Vor dem Raid:
Ein gefangener Franzose
Nach dem Raid:
Gefangener Franzose wahrscheinlich tot
Ein franz. Soldat tot
Ein franz. Soldat MIA, wahrscheinlich gefangen
17 somalische Terroristen tot
Fazit:
17 leicht/schnell zu ersetztende (billige) Terroristen gegen 2 hochspezialistierte/jahrelanges Training (teure) Soldaten/Geheimdienstler und die Somalis haben wieder eine neue Geisel (wahrscheinlich).
Wenn DAS nicht gescheitert ist, dann hätte ich gern Ihre Definition von gescheitert.
Mag sein das ein Statement (wir lassen uns nicht erpressen) abgegeben wurde, das ändert nichts an der Tatsache, das Frankreich massiv bei dieser Aktion draufgezahlt hat.
@tobeorwhat
Ich hoffe, Sie rechnen mich, wenn ich jetzt antworte, nicht zu den "Gutmenschen" (was immer das ist).
Sie sagen es, Geiselnahme ist kein Fall, der in einem Krieg vorkommen dürfte. Mit Kriegsgefangenen darf man nicht versuchen, Forderungen durchzusetzen. Diese Geiselbefreiung ist rechtlich eine Polizeiaktion.
@tobeorwhat: Krieg nach europäischen Massstäben
Geiselnahmen mit Geldförderungen gab es schon immer in Europa. (Auch während der Kreuzzüge - also nicht nur bei den Christen).
Das ist nichts Neues.
Auch der Austausch von Geheimagenten ist normal.
@tobeorwhat
Finde ich auch so.
Solchen menschenverachtenden Gruppen darf man nicht noch in die Hände spielen, indem man sie für ihre Taten in Form eines Lösegeldes "belohnt".
Zumal Al-Shabab ohnehin mit dem Rücken zur Wand steht. Nachdem sie sich letztes Jahr zunächst aus der Hauptstadt zurückziehen mussten griffen wenige Wochen danach kenianische Militärverbände die Regionen unter der Kontrolle von Al-Shabab an - mit Erfolg.
Al-Shabab ist erheblich geschwächt, und vlt kann man ihr in den kommenden Monaten den Todesstoß versetzen. Das sollte man nicht riskieren indem man der Mlizi finanzielle Mittel zur Verfügung stellt.
Auch wenn die Chancen nicht sonderlich gut stehen: Ich hoffe das Dennis Allex und der verwundete französische Soldat aus der Sache doch noch irgendwie rauskommen.
somalia
in Somalia fehlt endlich einmal eine harte Hand, sowie eine Perspektive für die Bevölkerung. Sonst bleibt es ewig ein e Terroristenzentrale.
Geiselbefreiung
Es hat nicht funktioniert.
ich bin gespannt wie man dieses desaster dem Volk erklärt.
endlos
solange die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in den Ländern so bleiben wird sich nichts ändern, Das Reservoir von Perspektivlosen ist unerschöpflich. Wie HFW richtig schreibt. Der Erfolg wäre also nur ein punktueller ohne Perspektive auf eine Verbesserung der Gesamtsituation. Traurig für die vielen Menschen die in solchen Regionen leben müssen. Ich sehe auch nicht, dass es unter den gegenwärtigen weltpolitischen und weltwirtschaftlichen Bedingungen eine Chance auf Änderung gibt.
Auch ohne Weltuntergang hat in vielen Regionen die Postappokaliptische Zeit praktisch schon begonnen.
Erschreckende Nachricht
Vor allem, wenn man bedenkt, wo heute überall Terrorzellen gezüchtet werden, um sie für eigene Zwecke zu missbrauchen.
Wenn man dann noch in aller Öffentlichkeit zeigt, dass man nicht - oder nur unter erheblichen Verlusten - in der Lage ist, die Geister die man rief, auch im Zaum zu halten.
Was machen denn die Franzosen denn bitte, wenn Sie mal eine Geisel bei lybischen oder syrischen Al-Kaida haben?
Also ich sehe da zwei Möglichkeiten:
Entweder die Terroristen schlechter ausbilden oder bei den eigenen Leuten noch was drauflegen.
@ herbert44522
...was soll man dem (welchem)Volk erklären?...
Da wird mal wieder deutlich
Da wird mal wieder deutlich das Spezialeinheiten entgegen dem Hollywoodimage keine unbesiegbaren Superkrieger sind. Eine Kugel lässt sie genauso bluten wie jeden anderen Soldaten und auch eine Weste gibt nach der 5 Kugel auf. Diese mutigen Männer konnten das unvorhersehbare nicht verhindern.
Wenigstens hat man den Kriminellen nicht nach gegeben.
DGSE
Das DGSE ist keine Eliteeinheit, sondern das ist der französische Auslandsgeheimdienst. Und somit ein ungefähres Pendant zum deutschen BND. Der DGSE hat diesen Einsatz folglich und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht selbst durchgeführt, ihn wohl aber gesteuert, betreut oder unterstützt. Nicht zuletzt, weil es sich indes bei der Geisel ja sehr wohl um einen Agenten des DGSE handelt. Tatsächlich durchgeführt aber wurde die Aktion vermutlich von der GIGN, der französischen Entsprechung der GSG9.
Hollandes Großkampftag in Afrika
Das sieht ja richtig nach einem Großkampftag von Hollande in Afrika aus.
Ich verstehe ihn schon, dass er die wahhabitischen Jihadisten-Banden in Somalia und Mali nicht leiden mag. Wer hat schon etwas übrig für Al-Kaida?
Was ich aber nicht verstehe, ist, wieso er dieselben wahhabitischen Jihadisten-Banden in Syrien unterstützt.
Erst gestern haben französische, und nicht nur französiche, Medien wahhabitische Jihadisten-Banden dafür gefeiert, dass sie in Syrien den Luftwaffenstützpunkt Taftanaz erobert haben.
Einer der an dem Angriff auf den Luftwaffenstützpunkt Taftanaz Jihadisten, die laut Al-Jazeera teilweise aus Nordafrika stammen, hat nach der Eroberung Al-Jazeera ein Interview gegeben.
Darin fragte der siegreiche Jihadist:
"Warum kritisiert der Westen Al Kaida? Warum sind sie gegen Al Kaida? ... Wir sind Jabhat Al-Nusra. Ob wir zu Al Kaida gehören oder nicht, wir kämpfen für unsere Rechte."
Die Antwort darauf würde mich auch interessieren.
Uran das Frankreich dringend benötigt
Ja, ich verstehe, dass Frankreich für seine Atommeiler Uran braucht.
Und ich verstehe auch, dass Somali ein wichtiger Lieferant ist.
Und ich verstehe auch, dass man dafür ein paar Soldaten sterben lässt und ein paar Waffen bezahlt.
Aber ist das mit rechtsstaatlichen Grundsätzen vereinbar?
Ist das, was scheinbar im Interesse Frankreichs ist, auch im Interesse Somalias, im Interesse Europas und im Interesse der Weltgemeinschaft?
@herbert
herbert44522: Es hat nicht funktioniert. ich bin gespannt wie man dieses desaster dem Volk erklärt.
Ganz einfach: Man sagt wie es ist.