Kommentare

Guter Einsatz.

Frankreich hat in verantwortungsbewusster Art und Weise in Mali eingegriffen.
Es ist natürlich zu wünschen, dass dieser Einsatz auch von einer weitergehenden konstruktiven Perspektive für den Staat Mali begleitet ist.

Man wünschte sich auch von Deutschland ein Umdenken, weg vom national-opportunistischen "Sollen sich doch die anderen die Hände dreckig machen".

Militäreinsatz für Frankreichs Atomkraft

die den Uranabbau in Mali unbedingt benötigt!
Die ach so günstige franz. Atomkraft braucht teuren Militäreinsatz im Ausland. Ob der auf den Atomstrom abgerechnet wird??

http://www.heise.de/tp/blogs/8/153521
Von den Interessen Frankreichs wird nicht gesprochen, die Opposition steht weitgehend hinter der französischen Regierung
Auch in Mali geht es nicht um Demokratie, sondern vor allem um die Sicherung der Region, in der Frankreich den Großteil seines Bedarfs an Uran abbaut

"Wenn Du willst, daß etwas gemacht wird ..."

dann mach es selbst.
Un der alte Trick mit dem "Hilferuf" ist schon Jahrtausende alt.
Schon Caesar hat mit Hilferufen, die nur er hören konnte, den gallischen Krieg in die Länge gezogen, nur um damit innenpolitische Probleme auszusitzen.
Hollandes Verweis auf den "Einklang mit UN-Beschlüssen" wirkt da wenig überzeugend, wenn eigentlich erst im Herbst ein militärisches Eingreifen der afrikanischen Staaten zur Disposition stand.

Am Ende wird die neue, gefestigte Regierung zur Stärkung ihrer Macht Rüstungsgüter in Frankreich kaufen, natürlich auf Kredit, entweder von Frankreich oder vom IWF, die ein oder andere französische Firma wird gute Geschäfte machen und alle werden glücklich sein.

Fast alle, denn das Problem mit den Islamisten, die nach der Vertreibung aus Libyen ein neues Betätigungsfeld suchen wird man dadurch kaum in den Griff bekommen.
Aber es ist auf jeden Fall ein guter Grund, daß sich F und die USA auf längere Zeit in Mali engagieren, alles im "Einklang mit UN-Beschlüssen"

Hut ab!

So sehr ich gegen den Einmarsch in den Irak war, so sehr ich gegen den Einmarsch in Afghanistan war, da es sich beide Male um Angriffe auf die territoriale Integrität zwar unliebsamer, aber dennoch einigermaßen stabiler Staaten gehandelt hatte, deren Problemen mit den Regimen eines Saddams & wohl auch den Taliban man auch mit anderen Mitteln hätte beikommen können, ohne diese Regionen in absolutes Chaos zu stürzen.

Aber bei Mali sehe ich die Lage völlig anders: hier hat nun ein souveräner & nahezu rechtstaatlicher Staat um Hilfe bei der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen äußere Aggressoren ersucht & in meinen Augen muss man sie ihm gewähren, um die territoriale Integrität & die Unversehrtheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten.

Auch wenn es nicht ausgeschlossen ist, dass es unter den Zivilisten des Landes deswegen Todesopfer geben wird, aber unter Islamisten & ihrem Steinzeitislam droht den Menschen dort noch viel größeres Ungemach!

Daher: Hut ab, Frankreich!

Ein gutes Beispiel

Ich stehe Ausländseinsätzen zb. der Bundeswehr sehr ablehnet gegenüber,aber hier wäre es ein gutes Eingreifen,man wird gebraucht und gerufen und nicht verflucht wie am Hindukusch.

So macht man das!

Islamistische Extremisten, Warlords, Bürgerkrieg, Hungersnöte, Epidemien, Afrika ist noch immer voll davon.

Wir haben eine moralische Verantwortung für Frieden, Freiheit und Existenzgrundlagen zu sorgen. Genug von pazifistisch-naivem Nicht-Einmischen, Interventionismus muss wieder einen neuen Klang bekommen.

Es geht nicht um Kolonialismus, Imperialismus, Unterwerfung. Wir müssen nicht jedem Staat mit UN-Blauhelmen darin unsere Doktrin aufzwingen, aber wo Frieden herscht und die Menschen in Freiheit leben entsteht Wohlstand, und natürlich ist das gut für uns.
Ja es sind Märkte die dort entstehen, ja wir können dann deren Rohstoffe kaufen, müssen wir uns deswegen gleich schämen? Warum sollten wir?

Mir ist es unverständlich warum es nicht in jedem Krisengebiet eine UN-Mission mit einem robusten Mandat gibt.

Sind wir so arrogant, dass wir zusehen wie anderswo Menschen in elendesten Zuständen leben, und wir argumentieren mit Kostenfragen und der Angst vor eigenen toten Soldaten?

Wenig Zimperlich

Ich finde es schön wenn man wie hier militärische Optionen nicht immer gleich kaputt redet, wie es im Zweifel im Deutschland der Fall gewesen wäre.

Hätte sich Deutschland mehr dafür interessiert hätte man mEn erstmal solange die militärische Lösung schlechtgeredet bis man militärisch mal erstmal garnichts mehr hätte machen können, um dann festzustellen dass man rechtbehalten hat, dass die militärische Lösung ja nichts bringt.

Bewundernswert wie scheinbar pragmatisch die Franzosen hier vorgehen!

@ tagtest

"Man wünschte sich auch von Deutschland ein Umdenken."

Naja, das ist wohl doch ein wenig anders. Frankreich hat "eingegriffen" um ein wenig von dem Schlamassel zu reparieren, der in den 200 Jahren zuvor durch die willkürlichen Grenzziehungen der (hauptsächlich) britischen und französischen Kolonialreiche entstanden war.

Hätte Frankreich sich immer verantwortungsbewusst verhalten, wäre das Problem vor 65 Jahren friedlich geregelt worden.

Deutschland trifft an den während der Entkolonialisierung begangenen Fehlern wenig Schuld. Nicht, weil der deutsche Imperialismus etwas Besseres war, sondern weil Deutschland "dank" zweier verlorener Weltkriege den afrikanischen Kontinent bereits lange vorher mit eingekniffenem Schwanz verlassen hatte.

Von Deutschland würde ich mir eine klare Aufarbeitung der eigenen kolonialen Vergangenheit - z.B. des Massakers an den Hereros - wünschen.

Aber die deutschen Waffen und Soldaten wollen wir doch lieber zu Hause lassen!

@Royal Tramp

Ich kann Ihnen in allen Punkten Ihrer Ausführung nur 200% Recht geben!
Dies ist ein Bsp. bei dem auch die Bundeswehr zur Seite stehen sollte, nicht wie in anderen Fällen!

Dazu muss man wissen:

Traore ist keineswegs legitim. Er kam letztes Jahr durch einen 'obskuren' Militaerputsch an die Macht und haelt sich seither NUR mit Hilfe der Fremdenlegion der Franzosen. Es ist praktisch gar nicht dazu legitimiert fremde Armeen ins Land zu rufen. Gewaehlt ist diese Regierung daher nicht und Mali ist sicherlich momentan KEINE Demokratie. Ob dieser uebers Knie gebrochene Militaereinsatz so rechtens ist, muss bezweifelt werden. Die UNO spricht NUR von einer AFRIKANISCHEN Intervention. Wuesste nicht das Frankreich in Afrika liegt. Die Pressearbeit zum Einsatz laeuft immerhin seit einem Jahr.

@ tachus

Wir leben nur gut, weil Africa leidet. Wuerden wir tatsaechlich interessiert sein den Lebensstandard dort zu verbessern, wuerden unsere Preise exorbitant steigen. So siehts aus. Mali wird mit reichlich vorhandenem Gold bezahlen. Fuer Waffen, Schutz und 'Demokratie'. Ganz wie Libyen. Natuerlich mit dickem Discount. Seltsamerweise wird das Land, wie fast alle rohstoffreichen afrikanischen Laender bitterarm bleiben. Bis auf eine winzige, steinreiche Elite. Augen auf.

Ein Fall, bei dem ich Gewalt befürworte.

Auch wenn ich militärisches und gewaltsames Eingreifen in den meisten Fällen für falsch halte, so begrüße ich Frankreichs schnelles eingreifen in Mali ausdrücklich. Die islamistischen Wahnsinnigen, die sich durch nichts legitimieren als durch ihren Fanatismus, ihrer Brutalität und ihr steinzeitliches Islambild der Sharia gehören zum Teufel gejagt. Hier kann man wirklich von einer Befreiung sprechen, und es bleibt nur zu hoffen, dass es möglichst wenige Zivile Opfer in Mali zu beklagen gibt.

Mit den religiösen Fanatikern kann ich kein Mitleid haben, denn sie haben nicht die geringste Legitimation gehabt die Macht in diesem bisher friedlichem afrikanischem Land an sich zu reißen.

@ sasquatch

Die Geschichte als Ausrede für Nichteingreifen taugt nur bedingt etwas, denn es handelt sich nicht um einen Grenzkonflikt zweier benachbarter Staaten, sondern um einen ethnisch-religiös begründeten Überfall auf einen souveränen Staat. Die Islamisten scheren sich dabei herzlich wenig um irgendwelche vor 100 Jahren gezogenen Linien und selbst wären die Linien vor 500 Jahren entlang ethnischer Linien korrekt gezogen worden. Hier nicht einzugreifen und sie in ihre Schranken zu weisen, bedeutet Mali zu verlieren und Niger und andere einigermaßen freiheitliche Anrainer als nächstes opfern zu müssen, da die Islamisten nicht vor irgendwelchen Grenzen Halt machen werden. Versprochen!

ich wiederhole es gerne...

noch einmal: doppelmoral!

frankreich sichert sich, wie bereits erwähnt, wichtige ressourcen. da ist paris nicht besser wie washington. und eben diese wichtigen ressourcen sind im falle mali von islamistisch motivierten terroristen gefährdet. die darf man dann halt mal angreifen. hollande gibt also auch den sarkozy! beschämend, wenn am ende wieder mal das volk, dem man zu helfen vorgibt, hinten runterfällt.

die USA, die in mali mal wieder ihre schicken drohnen einzusetzen gedenken, bekleckern sich ebenfalls nicht mit ruhm.

beide staaten, also frankreich und die USA, befeuern (indirekt über Saudi Arabien, Katar, usw., im falle von ausbildungscamps auch direkt) den bürgerkrieg in syrien, wohlwissend, dass dort, auf seiten der rebellen ebenfalls islamistisch motivierte rebellen, die vor keiner grausamkeit zurückschrecken (postboten von häusern werfen u.a.)zugange sind. aber da wird nur mal, pro forma, al-nusra z.b. als terrorgruppe bezeichnet, geliefert wird weiter. traurig!

"Sasquatch 13:42, "That's history".

Das ist die Standardentgegnung eines Amerikaners auf Ihre Argumentation. Wir reden über verantwortungsbewusste Entscheidungen hier und heute und nicht über 200 Jahre alte vermeintliche historische Ursachen. (Im konkreten Fall müssten Sie die Genesis der Islamisten in Mali daraus ableiten - Ein anderes Thema...)

Um Missverständnisse zu vermeiden: Selbstverständlich soll Geschichte deshalb nicht "vergessen" sein - Wer z.B. behauptet, "endlich aus dem Schatten der deutschen Vergangenheit heraustreten zu wollen", zeigt, dass er nichts gelernt hat.
Das ist aber, wie gesagt, ein anderes Thema und hat nichts mit einem verantwortungsbewussten Eingreifen hier und heute zu tun.

Finden Sie die Entscheidung Frankreichs, in Mali einzugreifen, gut oder nicht?

PS: Das Eingreifen des Westens in Bosnien war auch richtig - und bleibt es auch, selbst wenn es viel zu spät erfolgte. Fehler in der Vergangenheit können Sie nicht den späteren Entscheidungen anlasten.

@tachuch

"Mir ist es unverständlich warum es nicht in jedem Krisengebiet eine UN-Mission mit einem robusten Mandat gibt."

Vielleicht, weil man damit der Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten Tür und Tor öffnen würde.
Glauben Sie, daß das Problem mit islamistischen Minderheiten in Mali, deren Bewaffnung und deren Expansionsstreben durch einen kurzfristigen Militäreinsatz gelöst werden kann? Schauen Sie bitte auf andere Teile der Welt, wo das schon seit Jahren versucht wird.

"aber wo Frieden herscht und die Menschen in Freiheit leben entsteht Wohlstand"

Eher ein Märchen: schauen Sie nach Südeuropa, dort verabschiedet sich der Wohlstand gerade, genauso wie vielleicht auch bald der Friede.
"Robuste Militärmandate" können auf keinen Fall vernünftige Wirtschafts-, Sozial- und Innenpolitik in Krisensstaaten ersetzen, sondern dürfen nur der allerletzte Ausweg sein.
Aus gutem Grund werden Begriffe wie Imperialismus, Kolonialismus oder Interventionismus nur noch selten gebraucht.

Das wurde aber Zeit!

Man kann wohl kaum tatenlos zusehen, wie eine durch geöffnete libysche Waffenlager an Macht gewonnene Al-Kaida Truppe ein ganzes Land mit einer Scharia überzieht und dazu noch unser Welt-Kulturerbe zunichte macht. Bei allem nötigen Respekt, aber es ist nun nicht die Zeit der Diskussionen, ob die derzeitige Regierung in Mali legitimiert dazu ist die internationale Gemeinschaft um Hilfe zu rufen. Hier gilt es ein zukünftiges Ausbildungslager von Terroristen zu verhindern. Es ist schon schlimm genug, wenn deutsche Konvertiten in Pakistan eine terroristische Schulung erlangt haben.

@fawkes: Pragmatismus oder Schuld ?

"Bewundernswert wie scheinbar pragmatisch die Franzosen hier vorgehen!"

Inzwischen begreifen wir zB die Völkerwanderung als ganzheitlichen zusammenhängenden Prozess.

Die kritischen Stimmen, die vor einer Auflösung des libyschen Staatsgebildes und den Folgen für die angrenzende Region gewarnt haben, gab es schon zu Zeiten, als Sarkozy noch von einer harmlosen Flugverbotszone gesprochen hat.

Insofern haben Sie Recht, das Vorgehen der Franzosen ist nur scheinbar pragmatisch, denn sie haben das jetzige Problem in Mali durch den regime change in Libyen und das jetzige Chaos dort mitverursacht.

Das überaus schnelle und alleinige Eingreifen der Franzosen ganz ohne die afrikanischen Nachbarn einzubeziehen, lässt auch den Schluss zu, daß ihnen diese "Völkerwanderung" vielleicht ganz gelegen kommt, um ihre wirtschaftlichen Interessen in Mali durchzusetzen.

Ob sich diese Art des Engagements irgendwann einmal für die Bevölkerung zum Guten wandelt, dürfen wir leider nur hoffen.

@tachuch 13:40, Ein guter Kommentar!

Ich stimme zu einem guten Teil mit Ihrem Kommentar überein. In der Tat ist Frieden EINE Voraussetzung für eine positive Entwicklung von Ländern - abgesehen davon, dass es sowieso einmal PRIMÄR und UNMITTELBAR(!) begrüssenswert ist, wenn sinnloses Morden gestoppt wird. Um Letzteres geht es also zunächst!

Allerdings ist es nicht "arrogant", wenn man beim Elend anderer nur zuschaut, sondern einfach "nur" opportunistisch-egoistisch und unemphatisch bezüglich der Verfolgten der jeweiligen Länder.

diese fundamental islamisten

sollen endlich mal lernen das man in dieser welt nicht einfach bevoelkerung unterdruecken und unfreiheit herbeifuehren kann.

islamismus hin oder her aber jedes volk und jeder mensch soll seine eigene religion waehlen duerfen und nicht durch militante schlaeger truppen aufgezwungen bekommen.

es ist richtig das frankreich und mali hier ein exempel statuiert und der welt zeigt das es so nicht geht und dieser terrorismus nicht geduldet wird.

volle unterstuetzung fuer freiheit des volkes, der menschen, des einzelnen und einem kommenden frieden in diesem land.

Infos erwünscht.

Es wird doch hoffentlich nicht so sein, dass eine diffuse Angst vor 'Islamismus' selbst besonnene Menschen mittlerweile zu Angstbeißern macht? Ich gehe lieber davon aus, dass es sich nicht so verhält, sondern 'nur' der allgemeine Informationsstand (selbst bei politisch interessierten Menschen) über die Verhältnisse in Mali schlecht ist. Wie sonst würde man von einer hilferufenden legitimen Regierung schreiben, wie sonst könnte man die hinter dem Einsatz stehenden guten alten Interessen Frankreichs einfach verschweigen?

Es gibt Infos über Mali, aber sie mögen bei der allgemeinen Informationsflut untergehen. Ich selbst hätte auch gern mehr Wissen zur Sache und würde es deshalb begrüßen, wenn in der nächsten Zeit vermehrt Hintergrundberichte über Land, Leute und Geschichte in den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen und hören wären. Vielleicht ja sogar in der tagesschau selbst?

Dankeschön

Ich bin einer jener Menschen, die Nachrichten lesen können und dabei weinen müssen.
Ich habe gerade Tränen der Dankbarkeit geweint. Dankbar bin ich dafür, das in einer Zeit der Krise für das Malisische Volk die internationale Gemeinschaft diese Gräuel gemeinsam verurteilt hat und das Frankreich die Schaffung dieser Möglichkeit genutzt hat um schnell und unkompliziert Hilfe zu leisten.

Wenn die Internationale Gemeinschaft immer so schnell und unkompliziert helfen könnte, wären wir in einer viel besseren Welt, da bin ich mir sicher.

Warum dies nicht so ist? Mali ist ein relativ armes Land. Die militärischen Mittel die zur Rettung des Landes nötig sind, sind für ein Land wie Frankreich ein Fingerstreich.
Außerdem ist hier sehr deutlich wer die 'bösen' sind. Wer Menschen wegen seinem Glauben, ja seines eigenen Glaubens umbringt (wegen theologischer Differenzen), der ist moralisch leicht zu verurteilen.

Ich hoffe, in Zukunft werden der moralische Kompass und die Courage weiter Wachsen.

@Tagtest

"... Man wünschte sich auch von Deutschland ein Umdenken. ..."

NEIN, man, wer oder was auch immer das ist, wünscht sich kein Umdenken von Deutschland. Man, oder genauer gesagt ICH, wünscht sich, daß klar unterschieden wird zwischen irgendwelchem Rebellenmob, der Unterstützung zum Erreichen seiner nicht rechtmäßigen Ziele benötigt, und rechtmäßigen Regierungen, die um Hilfe bitten. Eine rechtmäßige Regierung ist z.B. auch die Regierung von Herrn Assad in Syrien, unabhängig davon, wie irgendwelche verbohrten "Demokraten" dies persönlich sehen. Insofern befürworte ich hier das Eingreifen Frankreichs, auch wenn wirtschafliche Interessen im Vordergrund stehen werden, und bedauere das Nichteingreifen Deutschlands, wobei ich mir völlig darüber im Klaren bin, daß Deutschland, militärisch gesehen, nur in der Krabbelgruppe mitspielen kann.

@ Klette

Unter dem "illegitimen" Regime gilt zumindest nicht die Scharia.

Würden sich die Malinesen in freien Wahlen für die Scharia entscheiden. Gerne...sollen sie! Jeder nach seiner Fason! Dann hätten wir uns auch rauszuhalten. Aber nicht wenn die Mittel der Eroberung, Erpressung und Plünderung zur Durchsetzung der Scharia angewendet werden. Da muss die internationale Gemeinschaft eingreifen, zumal auf einen Hilferuf hin!

etwas Info

Nur zur Info mal bei wikipedia den Artikel 'Geschichte Malis' lesen.
Hierin steht auch einiges über die jüngere und jüngste Geschichte zu lesen. Könnte hilfreich sein bei der Bildung von Urteilen über die gegenwärtige Situation im Staate Mali.

@ dschungelmann

bitte informieren sie sich bevor sie solche behauptungen aufstellen. der aktuelle präsident malis ist NICHT durch den putsch an die macht gekommen. die Putschisten haben die macht nach ihrem putsch relativ schnell an eine übergangsregierung abgegeben, wobei sie sich bis heute nicht komplett raushalten (im dezember haben sie einfach mal den damaligen übergangs präsidenten für eine nacht verhaftet, der daraufhin zurück getreten ist). mali steckt leider durch den putsch in dem dilemma, dass es tatsächlich keine gewählte regierung gibt sondern nur eine übergangsregierung und gleichzeitig sind unter den derzeitigen umständen garkeine wahlen möglich, da die bevölkerung des nordens davon ausgeschlossen wäre.
was ist die alternative eines eingreifens von aussen? es ist auch gestern wieder deutlich geworden, dass die malische armee alleine keine chance gegen die islamisten hat. ohne unterstützung muss die malische bevölkerung sich demnach bald in dem kalifat mali zurechtfinden.

Eine mutige Tat

Dem Islam auf seinem weltweiten Vormarsch militärisch Einhalt zu gebieten ist neu und mutig, insbesondere, da der Westen - seiner eigenen Wurzeln überdrüssig - den Islam als neue Gesellschaftsform herbeisehnt.
So kann Sanda Ould Bouamama, Sprecher der Islamistengruppe Ansar Dine, sogar im französischen Fernsehen seelenruhig sagen: "Frankreich wird mit Sicherheit den Preis für diese Entscheidung bezahlen. Wir sind nicht schwach. Wir haben zwar keine Flugzeuge und Raketen, aber wir haben den Glauben an Gott. Und der wird uns zum Sieg führen."
Frankreich wird daher mit verheerenden Bombenanschlägen im eigenen Land überzogen werdenn und der Westen wird nur zusehen.

Die Franzosen schützen ihre Uranpfründe

Kaum zu fassen welche Begeisterung der Einsatz Frankreichs auslöst.
Frankreich als ehemalige Kolonialmacht greift dort nicht wegen der Menschen oder Scharia ein sondern um seine Pfründe zu sichern, besonders den Uranabbau im Gebiet der Tuareg.
Die von Mali und den Franzosen seit Jahrzehnten unterdrückten und diskriminierten Tuareg werden am Ende wieder die Verlierer dieser "humanitären" Kriegsführung sein! Hurra...

@Ishihori

", wobei ich mir völlig darüber im Klaren bin, daß Deutschland, militärisch gesehen, nur in der Krabbelgruppe mitspielen kann."

Ich weiß ja nicht wie sie auf die Meinung kommen, aber die Bundeswehr muss sich sicherlich NICHT hinter der Französischen Armee verstecken.

@dschungelmann - undemokr. Stütze

Es ist praktisch gar nicht dazu legitimiert fremde Armeen ins Land zu rufen. Gewaehlt ist diese Regierung daher nicht und Mali ist sicherlich momentan KEINE Demokratie.

Na und? Assad ist auch nicht mehr legitimiert und sein Land alles, nur keine Demokratie, und die Russen und Iraner stützen ihn trotzdem.

@suomalainen

Das mit den Ressourcen ist finde ich weit her geholt. Frankreich bezahlt schließlich für Rohstoffe, wie alle anderen auch. Wir sollten uns in unseren Argumenten nicht durch Voreingenommenheit gegen einzelne Länder (hier F, sonst oft USA) leiten lassen.

@Achimvr

Militäreinsatz für Frankreichs Atomkraft die den Uranabbau in Mali unbedingt benötigt!

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

@Ishihori

Eine rechtmäßige Regierung ist z.B. auch die Regierung von Herrn Assad in Syrien, ...

In meinen Augen ist das keine legitime Regierung, sondern eine totalitäre Diktatur. Wenn ein Diktator zur Bekämpfung der Opposition ganze Stadtviertel unter Artilleriefeuer nehmen lässt, hätte er eine Absetzung durch die internationale Gemeinschaft mehr als verdient. Das wäre für mich internationale Solidarität.
Hier in Mali ist das nicht anders.

@RoyalTramp

"Würden sich die Malinesen in freien Wahlen für die Scharia entscheiden. Gerne...sollen sie! Jeder nach seiner Fason!"

Dem kann man nur sehr eingeschränkt zustimmen. Zuallererst braucht es eine Verfassung um Minderheiten zu schützen. Demokratie allein löst dieses problem nicht. Wenn eine Mehrheit in einem Land für einen Völkermord stimmt ist das Ergebnis immer noch ein Völkermord, wenn auch demokratisch legitimiert.

ein paar Infos

Ich habe ueber laengere Zeit in Mali gelebt, bin mit einer Malierin verheiratet und habe viele Kontakte in das Land. Deshalb ein paar Klarstellungen.
1) Es gibt keine Volksbefragung wer fuer oder gegen die Islamisten oder einen internationalen Militaereinsatz ist. Aber alle(!) Malier, die ich kenne fordern diesen Einsatz. Allein die Putschisten bremsen da aus (berechtigter?) Angst vor Strafverfolgung etwas.

2) Dioncounda Traore, der Interimspraesident Malis, uebt sein Amt sehr wohl im verfassungsmaessigen Rahmen aus. Vor dem Putsch war er Praesident des ordentlich gewaehlten Parlaments und Vizepraesident und hat einige Zeit nach dem Militaerputsch auf Draengen auch des Auslandes gegen den Willen der Putschisten das Amt des Interimspraesidenten angenommen.

3) So viele Rohstoffe, wie manch einer unterstellt, sind in Mali gar nicht zu holen. Erdoel und Uranium werden nicht in nennenswerten Groessenordnungen produziert, das Goldgeschaeft ist laengst aufgeteilt.

Mali und Afghanistan

Hoffentlich wird es in Mali nicht so kommen, wie in Afghanistan. Auch dort war der Einsatz richtig und vom Westen gut gemeint. In den täglichen Scharmützeln äußerte sich dann so viel Gewalt gegen die ausländischen Soldaten, dass das Erreichte in Afghanistan heute schwer zu erkennen ist.

Versteh einer die Franzosen

Jetzt bomben sie die Islamisten weg.
Ich hätte ja eher damit gerechnet, dass sie diese einfach nach Syrien verfrachten.
Hier sind Sie gut, da schlecht... Da sieht doch keiner mehr durch.
Und Tagtest versteh ich auch nicht.
Dort möchte er die Regierung zugunsten der Rebellen wegbomben und dort die Rebellen zugunsten der Regierung... Gehts nur der Bombenwillen oder was?

info!

wer des französischen mächtig ist kann sich hier über die lokale berichterstattung der wichtigsten malischen zeitungen informieren.

http://www.maliweb.net/

interessant sind icher auch dort die kommentare unter den artikeln.

meine ein schätzung: den franzosen wird zummindest in den kommentaren zu 99% gedankt!

frankreich...

setzt seine kolonialpolitik fort..war ja auch nicht anders zu erwarten...
mal sehen was demnächst in marseille und paris abgeht..naja...selbst schuld,,,

Frankreich macht , was zu tun ist

Das herrliche Mali muß Beschützt werden

Zunächst mal möchte ich sagen

Zunächst mal möchte ich sagen dass meiner Meinung nach eine Regierung in Syrien, die offensichtlich nicht von der Bevölkerung getragen wird und militärisch gegen sie vorgeht absolut nicht legitim sein kann. Nach demokratischem Verständnis.

Zur Regierung Malis möchte ich sagen. Egal wie legitim oder illegitim sie ist und wessen Interessen sie bei ihrer Bitte um Hilfe vertritt. Ich glaube kaum dass es die Interesse der Bevölkerung ist, mit Gewalt zu einem Glauben gezwungen zu werden und unterdrückt zu werden. Man kann nicht einfach sagen: Ätsch Leute, ihr habt eure Regierung nicht gewählt also geht vor die Hunde!

Zum schnellen Eingreifen Frankreichs sag ich folgendes. Wäre der Einsatz erst wie geplant nach einem halben Jahr erfolgt, würden die Kämpfe unter umständen im ganzen Land stattfinden. Haben sich die Islamisten ersteinmal in den Städten verschanzt, wird es deutlich schwieriger sie ohne zivile Opfer zu vertreiben.

Mutiger Schritt von Hollande

Mutiger Schritt von Hollande

So muss das gemacht werden,

In Deutschland regt man sich schon darüber auf, wenn man einem Bündnispartner sicherheitshalber etwas helfen soll.

Irgendwann wird auch Deutschland verstehen, dass man als so mächtige Nation auch bei militärischen Einsätzen nicht immer nur zuschauen kann.

@ RoyalTramp & tagtest

"Die Islamisten scheren sich dabei herzlich wenig um irgendwelche vor 100 Jahren gezogenen Linien"

Gutes Argument! Das kann ich akzeptieren. Zwar wäre der Region wahrscheinlich einiges erspart geblieben, wenn Azawad und der heutige Süden Malis von Anfang an zwei unabhängige Staaten gewesen wären, aber Sie haben recht: Hier geht es um die Schaffung eines neues islamistischen Gottesstaates, nicht um Kolonialgrenzen.

"Finden Sie die Entscheidung Frankreichs, in Mali einzugreifen, gut oder nicht?"

Darf ich sagen, dass ich die Entscheidung schlecht, aber richtig finde? Es ist richtig, dass Frankreich den nordafrikanischen Demokratien, die keinen Terroristenstaat in ihrer Nachbarschaft haben wollen, hilft. Es ist aber schlecht, dass das nur mit Gewalt zu gehen scheint.

Mit der clausewitzschen Definition, dass der Krieg eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist, kann und will ich mich nicht abfinden.

@PatrickStern - Versteh einer die Franzosen

Die Rebellen in Syrien sind Demokraten, die für die Freiheit kämpfen. Die in Mali sind äußerst gefährliche Terroristen, die man am besten mit Spezialeinheiten bekämpft und durch ferngesteuerte Flugroboter ausschaltet.
Ganz einfach ist das und aus Sicht der französischen und US-amerikanischen Regierung gibt es daran auch überhaupt nichts herumzudeuten.

Falsch

Wieso meint der Westen ständig, sich in die Konflikte anderer Länder einmischen zu müssen oder dürfen? Ganz besonders wenn es innenpolitische Angelegenheiten sind, wie in Syrien oder Mali? Das ist absolut falsch, die Zeiten des Kolonialismus sind vorbei.
Noch unglaublicher finde ich, dass so ein Vorgehen hier auch noch Zustimmung findet. Europa hat in seiner Geschichte doch wahrlich genug Krieg gesehen, muss man diese jetzt auch noch für den Rest der Welt austragen?
In Syrien unterstützt man die Islamisten, in Ägypten toleriert man sie zumindest und in Mali bekämpft man sie - wo ist da überhaupt die Logik? Mal ganz davon abgesehen, dass es uns schlichtweg nichts angeht, ist da überhaupt keine klare Linie zu erkennen. Weltpolizei spielen ja, aber bloß nicht an irgendwelche Regeln halten - ganz toll Frankreich und alle Unterstützer einer solchen Politik.

Seltsam, seltsam..die Lobeshymnen....

Es ist bemerkenswert, wer so alles Herrn Hollande lobt. Fast könnte man meinen, das läge daran, dass man dem sozialisischen Gesinnungsfreund keine Kritik angedeihen lassen möchte, wo er doch schon so viel Pech mit seiner Reichensteuer hatte. Ich möchte nicht wissen, wie der Aufschrei der Empörung ausgefallen wäre, wenn Frau Merkel einen ähnlichen Einsatz der Bundeswehr irgendwo auf der Welt angeordnet hätte. Das alles ist doch wirklich nur eines: Unglaubwürdig von vorne bis hinten.

12. Januar 2013 - 17:11 — Feidl

Bevor ich auf Ihren Kommentar eingehe, erst ein paar Worte zum Tema.

An sich bin ich absolut gegen militärische Interventionen – insbesondere wenn sie ein Geschmäckle haben wegen entweder vorhandener Rohstoffe oder wegen geostrategischer Interessen.
Aber hier haben insbesondere die Franzosen als auch die USA eine regelrechte Verpflichtung, etwas zu tun. Durch das Eliminieren des Stabilitätsfaktors Libyen unter Gaddafi haben Sie eine regelrechte Unruhezone geschaffen, in der absolut extremistische Kräfte gestärkt und zusätzlich radikalisiert wurden.
Es ist nur zu befürchten, dass dieses Eingreifen zwar Mali etwas hilft, aber im Gegensatz zu den USA ist Frankreich in Reichweite der Islamisten. Viel Glück!

User Feidl, wie kommen Sie auf die Idee, Deutschland als mächtig zu bezeichnen.
Deutschland ist (noch) reich und (noch) eine erfolgreiche Wirtschaftsnation. Aber Deutschland ist keine nennenswerte Militärmacht und wird es hoffentlich auch nicht mehr werden.

Feidl

"Irgendwann wird auch Deutschland verstehen, dass man als so mächtige Nation auch bei militärischen Einsätzen nicht immer nur zuschauen kann."

Sie meinen wohl "mächtig verschuldet".

Es gibt also tatsächlich Mitbürger, die an ein selbstloses und heroisches Eingreifen der franz. Kolonialisten glauben. Frankreich ist hoch verschuldet und die Arbeitslosenzahl steigt stetig. Ein derartiger Militäreinsatz kostet 100e Millionen Euro.

Ohne finanzielle und politische Vorteile würde Frankreich niemals eingreifen. Frankreich hat sich noch immer noch nicht durchgerungen die Exkolonien wie Algerien für den Völkermord bzw. versuchten Völkermord zu entschädigen.

Die Leier über Menschenrechte, Frieden und Demokratie, welche ausgerechnet von brutalen Ex-Kolonialmächten wie Frankreich gebracht werden soll, sowie die Bitte von unterstützten Regimes, die um ihre Macht bangend um Hilfe rufen, ist ein alter Hut.

Mali ist reich an Bodenschätzen. Die gilt es für französische Interessen zu verteidigen.

@Satja - humanitäre Kriegsführung

Wer sagt denn, dass der Einsatz der französischen Armee dort einen humanitären Charakter hat? Ich habe dieses Wort bis jetzt noch nicht gehört vom Präsidenten Hollande.
Malis Übergangspräsident spricht von "massiver Vergeltung". Ich nehme an, dass es spätestens ab jetzt und bis auf weiteres keine Touristenvisa mehr für Mail gibt.

Die Tagesschau wieder

Ausnahmezustand?

Es gibt eine Generalmobilmachung in Mali. Das nennt man Krieg.

Und wenn die Luftwaffe Frankreichs die Terroristen bombardiert, dann bombardiert sie Städte und Dörfer.

Wenn Assad das macht, nennen wir das ja barbarisch und bar jeder Verhältnismäßigkeit.

Nein.

Auf solche Franzosen, die sich auch noch Linke oder Sozialisten nennen, kann ich in meiner Realität vollends verzichten.

Da werden schlicht alte Kolonien zurück erobert.

Pfui Frankreich!

französischer Einsatz gegen diese Terroristen richtig

Dieser Einsatz des französischen Militärs war vollkommen richtig und überfällig. Die Regierung in Mali hatte die UN und ganz besonders die französische Regierung um Hilfe ersucht.

Denn hier in Mali sieht die Lage wirklich komplett anders aus als in Syrien oder gar in Libyen. Diesen Fall hier in Mali kann man mit diesen beiden anderen Fällen gar nicht vergleichen.

Hier haben terroristische Islamisten den gesamten Norden Malis besetzt und vom übrigen Land Mali separiert, sodass man hier diese Islamisten sogar Separatisten nennen muss. Hier geht es nicht - ich wiederhole nicht - um einen Aufstand der Bevölkerung gegen den eigenen Machthaber, sondern hier sind echte Terroristen am Werk, die die Bevölkerung und die Regierung Malis terrorisieren, ihnen Land rauben und dort einen illegalen Gottesstaat Azawad errichten wollen. Dazu gab es die Tage einen sehr guten Bericht auf der heute.de-Seite.

Von daher nochmal: dieser Fall in Mali liegt komplett anders als alle Fälle zuvor.

@PatrickStern - Präsident Assad

PatrickStern:
Jetzt bomben sie die Islamisten weg.
Ich hätte ja eher damit gerechnet, dass sie diese einfach nach Syrien verfrachten.

Weggebombt wird in Mali niemand und Menschen in ein anderes Land zu verfrachten halte ich für ziemlich sinnlos.
Der syrische Herrscher Assad ist zwar ein brutaler Diktator, der sein Land ausbeutet, aber ein Islamist ist er nicht.

Das kommt dabei rum wenn man

Das kommt dabei rum wenn man ein wenig auf Landkarten rumkrizzelt und mal eben einen neuen Staat erschafft.

Wo bleibt die Unterstützung für die französischen Soldaten??

Und von daher frage ich mich in dieser Sache: wo bleibt die Unterstützung von den anderen EU-Staaten für diesen Einsatz des französischen Militärs in Mali?? Wann begreift unser Außenminister endlich, dass auch Deutschland hier an der Seite der Franzosen gegen diese Terroristen seinen Mann stehen muss?? Wann helfen auch die Spanier, die Portugiesen, die Italiener und die anderen EU-Staaten hier mit, diese Terroristen aus Mali zu vertreiben und Mali seine Integrität zurückzugeben??

Ich kann hier die Haltung unseres Außenministers, hier nich einzugreifen, in keinster Weise mehr verstehen. Warum schaut unser Innenminister hier dem Treiben dieser Terroristen tatenlos zu??

"User Feidl, wie kommen Sie

"User Feidl, wie kommen Sie auf die Idee, Deutschland als mächtig zu bezeichnen."

Deutschland ist politisch, wirtschaftlich und militärisch mächtig, durch die Eurokrise hat sich ersteres sogar deutlich verstärkt. Das weiß die ganze Welt, nur die Deutschen wissen es nicht.

Hier der Bericht der heute.de-Seite und Informationen

Hier noch für alle der Bericht auf der heute.de-Seite:

http://www.heute.de/Frankreichs-Armee-dr%C3%A4ngt-Islamisten-in-Mali-zur...

Dort gibt es zu diesen Terroristen folgende Auskunft:
Die Islamisten in Mali

Nach einem Militärputsch gegen die Regierung von Präsident Amadou Toumani Touré im vergangenen März rückten die mit verschiedenen Islamistengruppen verbündeten Rebellen im Norden immer weiter vor. Die Gruppe Ansar Dine, der Verbindungen zu Al-Kaida nachgesagt werden, rief im April gemeinsam mit der Tuarag-"Nationalbewegung" MNLA die unabhängige "Islamische Republik Azawad" in Nord-Mali aus. Seit der Machtübernahme der Islamisten flohen Hunderttausende aus dem Gebiet. In der Stadt Timbuktu, wo drei große Moscheen sowie 16 Friedhöfe und Mausoleen zum Weltkulturerbe gehören, ließen die Islamisten mehrere dieser historischen Heiligtümer zerstören.

Von daher: Deutschland muss hier helfen! Da führt kein Weg drumrum!

jegliche Bodenschätze

die sich auf dem territorialen Grund eines Volkes befinden, gehören auch diesem.
Die Kolonialisierung der Welt seit 400 Jahren war in jeder Hinsicht völkerrechtswidrig. Den Anspruch auf die Bodenschätze, den Frankreich hier allem Anschein nach geltend machen will, ist auf diesem Fundament von Raub und Mord also absolut nicht tragbar.
Wieso sollen immer nur die deutschen aus ihrer Vergangenheit lernen? Das muntere ausbeuten durch den Westen dauert an... Seit 400 Jahren... Sehr fortschrittlich...

Hallo1 Jeder soll nach seiner

Hallo1
Jeder soll nach seiner facon selig werden -ich habe nicht gegen den Islam oder sonst einer Religon -doch es wird endlich Zeit das man diesen Menschen
verachtenden Fanatikern in dei Schranken weist.

Unwichtig, ob aus Eigeninteresse oder aus humanitärer Hilfe!!!

Man glaubt es nicht, was es immer wieder für Diskussionen gibt ob man eingreifen soll.
Egal ob es wegen humanitärer Hilfe, oder wegen Bodenschätzen die Hilfe aus Frankreich gibt. wichtig ist, ES GIBT HILFFE.
Es wird viel zu lange gezögert weltweit, ob man intervenieren soll (darf) oder nicht. Die Extremisten fragen nicht lange, und lachen über den Bürokratismus, der ihnen in die Hand spielt.
Die Personen, die sich bei jedem militärischen Einsatz an dieser und anderer Stelle aufregen, sind die, die am lautesten schreien, wenn Extrimisten ihre politische Meinung untergraben würden, und sich mit Gewalt an die Macht bringen wollten. Die vergangenen Monate haben glaube ich ganz klar gezeigt:
Nicht jeder militärische Einsatz ist falsch, und nicht jede inländische Revolution ist richtig.

@Linuxpinguin

Die Verantwortung für den Fall Mali trägt vor allem auch Frankreich, da es Libyen ohne politisches Konzept bombardierte und in einem politischen Vakuum hinterlassen hat.

Die Islamisten gerade in Mali, haben ihre Waffen aus den Lagern Libyens.

Man hätte einen "ordentlichen" Krieg mit ordentlicher Aufklärung führen können.

Stattdessen wird jedes Haus bombardiert, wo sich eventuell ein Fahrzeug im Stall befinden könnte.

Das, was da jetzt in Mali passiert, ist eine willkürliches Bombardieren unaufgeklärter Ziele nach dem Prinzip "trial and error".

Verluste unter der Zivilbevölkerung werden aufgrund schlechter Umfragen bei eigenen toten Soldaten, unreflektiert hingenommen.

Was wissen sie schon von der Lage in Mali?
Was wissen sie denn schon von einer Bombe, die ihre Familie zerschmettert? Was wissen sie von dieser Art von Gerechtigkeit?

Ich denke, nichts wissen sie.

Gehen sie mit einer Fliegenklatsche in einen Schweinestall. So fühlt es sich gerade in Mali an, Zivilist zu sein.

@PatrickStern 16:07, Es geht immer gegen den Aggressor.

"Und Tagtest versteh ich auch nicht.
Dort möchte er die Regierung zugunsten der Rebellen wegbomben und dort die Rebellen zugunsten der Regierung..."
In Mali ist der Aggressor in der Tat islamistischer Terrorisnus, in Syrien hingegen ist der HAUPTaggressor das Assad-Regime, sofern man sämtlichen seriösen Medien, Menschenrechtsberichten und der UN folgt. (Der Grossteil der kämpfenden Opposition in Syrien ist eben gerade nicht terroristisch - diese Gleichsetzung ist die Diktion der Assad-Propaganda!)

"Gehts nur der Bombenwillen oder was?"
Friedliche Lösungen sind immer besser. Sofern es sie gibt. Islamistische Terroristen, wie im Falle Mali, neigen dazu aber bekanntermassen nicht.
Und im Falle Syrien darf man die Regime-Propaganda, die orthogonal zu ihrem tatsächlichen Handeln ständig "Verhandeln!" ruft, zuverlässig ignorieren. (Diese Schizophrenie kennen wir schon aus Bosnien.)

Die Franzosen wollen doch sparen

doch sie geben jetzt sehr viele Euros für den Militäreinsatz aus. Warum? Hat ein "böser Feind" Frankreich angegriffen? Oder hat Frankreich etwa wirtschaftliche Interessen dort in Afrika? Gibt es Bodenschätze, die "verteidigt" werden müssen? Sind wir etwa wieder zurück im "Kolonialzeitalter"? Bin mal gespannt, wie die Regierungserklärung hirzu lauten wird.

Malis Übergangspräsident Dioncounda Traoré hatte Paris um Hilfe

Eine Regierung die sich vor einem Jahr an die Macht putschte, also vom Volk nicht legitimiert wurde, bittet das „Ausland“ um militärische Hilfe. Das „Ausland“ gewährt sie. Das spricht für das allg. demokratische Verständnis aller beteiligten Seiten. Einfach nur Spitze.

Der Ruf nach Vergeltung.....

Die Haltung der Menschen in Deutschland, die eine klare Absage an eine neue Form des Militarismus und der Kanonenbootpolitik mittels Streitkräfte erteilen, ist nur zu begrüßen, haben wir doch mehr als einmal damit Schiffbruch erlitten und uns und die Welt ins Unglück gestürzt- insofern kann ich die Haltung Westerwelles nur unterstützen!

Mit militärischer Gewalt werden wir die Probleme dieser Welt nicht lösen, auch wenn viele, die von de Maiziere so trefflich als Kaffeehausintellektuelle bezeichnet wurden, dies aus der warme Stube heraus anders sehen und argumentieren.

„Die Armee werde nun "massive Vergeltung" üben.“[ Traoré]

Diese Aussage ist dekuvrierend und zeigt wie die Chose dort läuft- dementsprechend dürfte der Impetus des französischen Handelns mitnichten humanitärer Natur- hier geht es wohl um den Erhalt der Einflusssphäre....!

@ Karsten.Laurisch

Na wenigstens einer, der sich hier für die armen Terroristen einsetzt! Weiter so!

Aber wenigstens sind Sie konstant in Ihrer Unterstützung aller menschenverachtenden Regime auf dieser Welt!

Unertraegliche Kriegsgeilheit.....

Wenn ich hier so manche, geiffernde Beitraege lese, krieg ich Gaensehaut. Wie eine Welle scheint sich das auszubreiten. Da muss man sich nicht mehr fragen: Wie konnte das nur passieren? Wenns wieder richtig knallt.
Peace

@sasquatch

„Aber wenigstens sind Sie konstant in Ihrer Unterstützung aller menschenverachtenden Regime auf dieser Welt!“

Ich setze mich im Gegensatz zu Ihnen für die Demokratie ein. Sowohl in der realen Welt als auch hier in der Virtuellen. So wie es scheint setzen Sie sich hauptsächlich für Diktatoren und Regierungen ein die nicht durch eine Wahl legitimiert wurden.

@sasquatch

Kein guter Stil. Sie vergessen die Universalregel: Des Einen Freiheitskaempfer ist des Anderen Terrorist. Aber wenns so im Fernsehen kommt, wirds sicher so sein. Ironie aus.

Sasquatch

Wie können Sie Herrn Laurisch - dessen Beiträge ich persönlich sehr hoch schätze und als unabdingbares Gleichgewicht zu den Kriegsbefürwortern zähle - Unterstützung von Terroristen vorwerfen, obwohl sie selbst in Bezug auf Syrien eindeutig Position zu den dort agierenden Terroristen beziehen?

Paradox dass Frankreichs Aktionen gegen sogenannte Terroristen hier ausgerechnet von denjenigen Zuspruch erhalten, welche Assad dasselbige als Agression anzukreiden versuchen.

Wer hier auf Fussvolk ballernden Flugzeugen zujubelt, ...

... sollte aml die vergleichbar Situation in Syrien nicht vergessen. Auch Assad kämpft gegen Aufständische auf die gleiche Art. Da wir spätestens seit dem Irak-Krieg wissen, dass es keinen sauberen Krieg gibt, sollten wir die Franzosen in dieser Hinsicht gleich beurteilen.
Anders beurteilen müssen wir sie allerdings, weil der syrische Präsident im eigenen Land die Rebellen bekämpft, was bei uns etwa unter "innere Sicherheit" fallen würde. Dagegen greifen die Franzosen in einem anderen Land an. Vergleichbar war der "Hilferuf" Afghanistans, kurz bevor die Sowjetunion einmarschierte.

Alles in allem glaube ich nicht an die Menschlichkeit als Motiv hinter dem Angriff. Es geht um Uran und damit wieder einmal nur um Bodenschätze, also Vorteile.
Die Kriege, welche der Westen führt mehren sich und immer sind es angeblich menschliche Motive.

Was ist Mali?

Die malischen Medien, die den Einsatz begrüßen, sind leider nur sehr bedingt als Vertreter des malischen Volkes zu sehen... ebenso etwaige Bekanntschaften aus Mali. Warum? Weil das Land zwar ein Staat ist - aber keine Einheit, und auch nie war.
Im Sudan sind die Konsequenzen gezogen worden. In Mali soll das nicht geschehen.
Zu den Islamisten: Diese sind eine Reaktion auf die politische, wirtschaftliche und kulturelle Hegemonie des Westens. Ihre Popularität speist sich aus der realen und vor allem aus der gefühlten Unterdrückung und Ausbeutung durch den Westen. Selbst ein erfolgreicher Militäreinsatz des Westens oder eines seiner Vertreter in Mali wird so zum zweischneidigen Schwert. An einen humanitären Einsatz, von dem ja dieses Mal auch niemand spricht, glaubt ohnehin sogar hierzulande kaum jemand.
Der Hintertreppenwitz ist, dass islamistische Kampforganisationen wie Al Kaida ohne die Ausbildung von 'Freiheitskämpfern' in den 80ern und danach kaum hätten gebildet werden können.

@Karsten Laurisch 20:15, Verteidiger der Demokratie...

"Ich setze mich im Gegensatz zu Ihnen für die Demokratie ein. Sowohl in der realen Welt als auch hier in der Virtuellen. So wie es scheint setzen Sie sich hauptsächlich für Diktatoren und Regierungen ein die nicht durch eine Wahl legitimiert wurden."

Richtig ist, dass Sie sich für das Assad-Regime einsetzen, dem Sie lediglich "Demokratiedefizite ähnlich wie in Deutschland" (6. Oktober 2012 - 21:04 — Karsten Laurisch) attestieren und den Einsatz von Chemiewaffen gegen "ausländische Aggressoren" durch dieses Regime ausdrücklich verteidigen (8. Dezember 2012 - 20:32 — Karsten.Laurisch).

@freshdax 20:28, Grobe Unwahrheit.

"Wie können Sie [Sasquatch] Herrn Laurisch - dessen Beiträge ich persönlich sehr hoch schätze und als unabdingbares Gleichgewicht zu den Kriegsbefürwortern zähle - Unterstützung von Terroristen vorwerfen, obwohl sie selbst in Bezug auf Syrien eindeutig Position zu den dort agierenden Terroristen beziehen?"

Das ist eine grobe Unwahrheit hinsichtlich der Position des Users Sasquatch. Keineswegs ist der User ein Unterstützer "syrischer Terroristen".

Im Übrigen ist in Syrien der HAUPTaggressor das Assad-Regime (das kann man nur negieren, wenn man sämtliche seriöse Medien und Menschenrechtsberichte zu Syrien ignoriert), in Mali sind es islamistische Terroristen.

@ tagtest

Sie irren.

Es sind die selben Kräfte, die auch in Syrien zugegen sind.

Es bleibt tatsächlich die Frage offen, welche Rolle die USA hier eigentlich spielen.

Im schlimmsten Fall ist es so, dass die USA diese terroristische Invasion, bei der die Tuareg wohl das Geringste zu sagen haben, stillschweigend hingenommen, wenn nicht unterstützt haben.

Letzten Endes haben wir hier einen territorialen Konflikt zwischen Europa und den USA, nur keiner will es sagen, weil die USA ja unsere allerbesten Freunde sind!

@kritischer leser u. tagtest

"Die Rebellen in Syrien sind Demokraten, die für die Freiheit kämpfen."

aha, die kameraden von al-nusra sind also waschechte demokraten? danke für die aufklärung, das wusste ich noch gar nicht und das sollten sie auch den hochgeschätzten herrschaften in den USA erzählen, die wissen das nämlich auch noch nicht und bezeichnen diese rebellen als terroristen.

@tagtest:

seriöse quellen sind nur dann seriös, wenn sie ins eigene bild passen. vor allem die skandinavischen quellen (vergleichbar mit tagesschau - und sie wollen doch nicht behaupten, tagesschau wäre unseriös), die im gegensatz zu manch anderer "seriöser" quelle reporter vor ort haben, zeichnen ein gänzlich anderes bild und zwar das der ausgewogenen berichterstattung! diese ausgewogenheit geht einigen nutzern hier leider ab...

@tagtest

„gegen "ausländische Aggressoren" durch dieses Regime ausdrücklich verteidigen“

Wie Sie schon richtig zitierten gegen ausländische Aggressoren habe ich es verteidigt. Was ist schlecht daran wenn ein Land alle seine militärischen Verteidigungsfähigkeiten benutzt gegen ausländische Aggressionen die es hat?

Die USA haben die Atombombe und ich glaube nicht dass sie vor einem Einsatz dieser Waffe zurückschreckt wenn sie durch irgend ein Land direkt angegriffen wird.

@tagtest 21:02 - Grobe Unwahrheit.

"Grobe Unwahrheit." Diese Floskel sende ich gern zurück.

"Im Übrigen ist in Syrien der HAUPTaggressor"

Nur weil Sie das Wort Haupt groß schreiben, wird es dadurch leider nicht wahrer.
Schön, das Sie damit wenigstens zugeben, dass die "Rebellen" auch Agressoren sind.

Hätten Sie die Berichterstattungen über die syrischen Terroristen etwas aufmerksamer beobachtet, wüssten Sie, dass in Syrien etliche Gruppierungen aktiv sind, die sich den Islamismus auf die Fahne geschrieben haben und vom Westen - besonders von Ländern wie Frankreich - hofiert und unterstützt werden.

Auf der anderen Seite kann Assad damit argumentieren, dass er nur die islamistischen Rebellen bekämpft und die anderen Rebellen als Kolleteralschaden hinzunehmen sind bzw. von den schlechten Rebellen als Schutzschilder missbraucht werden.

Verständnis von Ihrer Seite wäre dann erwartenswert, denn Ihre Position zu den israelischen Aktionen gegenüber palästinensischen Zivilisten/Rebellen sind mir durchaus bekannt.

@ Karsten.laurisch

Ihren aussagen ist nichts hinzuzufügen. Nicht für Krieg zu stehen, bedeutet hinter dem Volk zu stehen. Hinter dem Volk stehen bedeutet Demokratie!
Moral entsteht von innen, sie kann dem Menschen nicht in form von falscher rechtsstaatlichkeit aufgezwungen werden. Jeder sollte bei der Lösung von Konflikten, vorallem kriegerischen, auf seine innere stimme hören...

La Grande Nation

Der französische Waffengang wird hier mal wieder von denen bejubelt, die sich schon in den Syrien-Diskussionen
als treue Waffenbrüder geoutet haben.
Macht weiter so, Jungs, Ihr werdet die Pazifisten schon kleinkriegen !

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