Die Frage ist doch immer noch die Gleiche: Wer von den damaligen Wiener Philharmonikern trägt denn eine wirkliche Schuld? Und noch schlimmer: wer von den damaligen Wiener Philharmonikern ist denn heute noch tätig?
Den Menschen eine Freude machen, die Menschen glücklich machen - das war und ist doch der eigentliche Anspruch solcher Orchester. Leute, lasst doch bitte die Kuh im Dorf!
Am 31. Dezember 2012 um 12:09 von TheodorTugendreich
... weil er sich zu seiner Schuld bekannt hat. Er war das Beispiel des gewendeten Nationalsozialisten. Die Wiener Philharmoniker waren schon immer ein Orchester in öffentlicher Trägerschaft. Eine Institution diese Art steht und fällt mit der Gnade der politisch Herrschenden.
Die nationalsozialistische Herrschaft hat so manche traditionsreiche und gute Institution in Deutschland brutal vernichtet.
Ein Bemühen um die Gunst der Entscheider durch Überreichen eines Ehrenringes ist nichts was nach 60 Jahren ehrenrührig wäre.
Die Kritik des grünen Harald Walser ist Pharisäerhaft.
Wichtiger wäre die Frage, wie sie es mit den im 3.Reich mißliebigen Mitgliedern des Orchesters hielten, ob politisch Andersdenkende und Juden Solidarität erfuhren oder nicht.
Da fällt denen heute, 68 Jahre nach Kriegsende ein, dass ein Ehrenring für Baldur von Schirach nicht richtig "aufgearbeitet" worden ist?
Bei den Philharmonikern waren sicher genauso viele Nazis, wie in der übrigen Bevölkerung. Hätte man da etwas "aufarbeiten" wollen, dann hätte das viel früher passieren müssen, denn heute sind fast alle der damaligen Philharmoniker längst tot.
Da will sich nur einer als angeblicher Saubermann interessant machen und ins Gespräch bringen.
wie denn? Schon wieder die Juden?
Mein lieber Herr, egal ob es Juden, Sinti, Roma, Homosexuelle, Kommunisten oder Andersdenkende im Nazireich waren, die verfolgt, gefoltert oder gemordet wurden: Es gab Täter! Aber dazu gehöre ich nun mal nicht, denn ich wurde später geboren!
Das Konzert beginnt um 11 Uhr, bleiben also noch knapp 23 Stunden und da fordert man eine Aufarbeitung, in dieser kurzen Zeit?
Vielleicht sollte man sich einmal darauf besinnen, dass das Konzert selbst insich sehr schwer zu spielen und zu dirigieren ist und wofür dieses die Philharmoniker in 81 Ländern präsentieren und da findet man ein sehr schönes Zitat auf der Homepage was ein Teil der Aufarbeitung darstellt:
Zitat:
„Es ist der Wunsch der Philharmoniker, nicht nur musikalisch wertvolle Interpretationen der Meisterwerke dieses Genres anzubieten, sondern auch darüber hinaus als musikalische Botschafter Österreichs allen Menschen einen Gruß im Geiste von Hoffnung, Freundschaft und Frieden zu übermitteln.“
irgendwann entdeckt noch jemand, daß die Wiener Philharmoniker schon einmal eine Ergebenheitsadresse an Kaiser Napoleon geschickt und nie zurückgenommen haben!
Ein Skandal, der dringend aufgearbeitet werden muß!
Haben die Leute eigentlich sonst keine Probleme?
Sollte die ARD sich nicht auch vielleicht um aktuellere Dinge wie die unsägliche Entgleisung von Jörg Schönenborn und die massive Kritik an seinen Demokratieverständnisdefiziten kümmern?
Die Wiener Philharmoniker waren NIE in 'öffentlicher Trägerschaft' sondern sind seit Anbeginn als privater Verein organisiert. Sie setzen sich zusammen aus Mitgliedern des Orchesters der Wiener Staatsoper. Wer dort drei Jahre gespielt hat, kann sich für die Philharmoniker beweren.
Und sollten sie ihre NS-Vergangenheit nicht ordentlich aufgearbeitet haben - was ich nicht beurteilen kann - befinden sie sich damit in bester österreichischen Tradition.
Welch eine Posse! Der österreichische Grünen-Abgeordnete Harald Walser sollte seinen "Silvesterknaller" schnell wieder in die Hosentasche stecken und hoffen, daß er nicht zündet. Das schon reichlich angestaubte Thema kann man noch NS-Opferorganisationen zugestehen. Aber vermutlich haben - wie in Deutschland - auch die österreichischen Grünen ihre großen Themen verloren und nehmen nun alles; Hauptsache es ist medienwirksam.
Und diesbezüglich erlaube ich mir auch den ts-online-Text von Ralf Borchard zu kritisieren, wenn es da heißt: "Doch hinter der Glamour-Fassade knirscht es: Haben die Wiener ihre NS-Vergangenheit nicht richtig aufgearbeitet?"
Von einem "Knirschen hinter einer Glamour-Fassade" kann überhaupt keine Rede sein. Leitung und die Musiker der Wiener Philharmoniker sind weltweit hoch angesehen. Und die Fragestellung, ob "die Wiener" (allgemein?) ihre NS-Vergangenheit richtig aufgearbneitet haben, impliziert einen Sachverhalt, der so nicht existiert.
Aufarbeitung, wie geht das?
Runderneuern wie bei Autoreifen, einschmelzen wie bei metallen?
Wie viele nazis es im Orchester gab, weiß ich nicht; ob die Anzahl proportional zur Bevölkerung war, ist auch nicht interessant, so lange die Bevölkerung Schwierigkeiten bei der Anerkennung von Schuld hat. Natürlich gab es nach dem Kriege auch noch den Übervater karajan, den man bei dieser Geschichte immer mitdenken muß.
Aber auch unsere Bundesministerien hatten/haben dabei geschludert.
Wenn alle Betroffenen nicht nur gestorben, sondern auch vergessen sind, kann sich die Historie damit beschäftigen.
Mich überrascht das die Vorwürfe mal nicht von deutscher Seite aus kommen...
Aber zu der Thematik hätte ich trotzdem eine Frage.
Wie wird die Aufarbeitung der NS-Zeit gemessen?
Gibt es dafür eine eigene Skala? Bsp: "Richtwert 10 auf der NS-Skala? Das ist aber zu hoch. Da muss die Philharmonie aber noch einmal ran!"
Kann man das in einer Bilanz nachlesen? Oder irgendwo anders?
Da die Wiener aber anscheinend ihre Vergangenheit nicht aufgearbeitet haben, muss man das ja an irgendwas festmachen können. Das die Philharmonie ihr Archiv nicht öffnen will, scheint mir ein bisschen wage zu sein.
Hat denn jemand zufällig eine Lösung parat oder ist mir der Messvorgang einfach nur nicht bekannt?
Weiter keine Sorgen Herr Walser? Das Kapitel müßte auch in Österreich einmal abgeschlossen sein,wenn Herr Hitler auch ein Landsmann von ihnen war, so ist es 68 Jahre her.Ich glaube kaum, dass es noch das selbe Orchester ist wie zur NS-Zeit. Außerdem haben sie auch damals nur Musik gemacht, genau wie heute und morgen.
1. Zum "Silvesterknaller": Die Diskussion wie auch die Äußerung Walsers ist bereits etwas älter, nur wird erst jetzt darüber in Deutschland berichtet.
2. Natürlich ist die Vergangenheit der Wiener Philharmoniker gründlich und vor allem unbefangen - also extern - aufzuarbeiten: Der Anspruch, kulturelles Aushängeschild der deutschen Kultur zu sein bestand auch schon im III. Reich, der Ursprung des Neujahrskonzerts ist im Kontext der KdF-Politik zu sehen.
Und auch weil Hellsberg die Wiener Philharmoniker gerne zu Widerstandskämpfern hochstilisiert, so geschehen in seinem Buch "Demokratie der Könige" - ein Titel der das chauvinistische Selbstverständnis des Orchesters adäquat umreißt. Die politischen Verstrickungen einflussreicher Dirigenten des Orchesters sind weithin bekannt (Kabasta, Böhm, Karajan et al.), ebenso der Druck, der auf jüdische Mitglieder wie den hochverdienten, hochbetagten Arnold Rosé ausgeübt wurde - der wie viele andere ohne Unterstützung mittellos fliehen musste.
bedeutet für mich, dass ich mich mit der Thematik der NS-Zeit auseinandersetze, dass mich die Vorgänge zutiefst betroffen machen, dass kein Mensch auf dieser Welt das unsägliche Grauen heilen kann und letztendlich die Erkenntnis, dass wir alle damit leben müssen. Im Bewusstsein, dass sich so etwas niemals wiederholen darf!
Aber, Schuld empfinden?...für Verbrechen, die vor meiner irdischen Existenz verübt wurden?
Sondern um die vermessene Selbstdarstellung des Orchesters (auf Betreiben Hellsbergs) als unpolitische bzw. sogar subversive Institution im III. Reich.
Was natürlich völliger Unsinn ist: Das Orchester war hochprivilegiert (selbst am Ende vom Kriegsdienst freigestellt) und permanent an Propagandaaktionen (zu denen auch das Neujahrskonzert zu zählen wäre) beteiligt.
Wer den Anspruch erhebt, kulturelles Aushängeschild einer Kultur zu sein und "einen Gruß im Geiste von Hoffnung, Freundschaft und Frieden" an die Welt zu übermitteln sollte sich derartige Frechheiten nicht unhinterfragt erlauben dürfen.
Wie haben seine Vorfahren 1938 mitgejubelt? Und was bedeutet das für Herrn Walser?
Er wurde später geboren und wenn einer seiner Vorfahren ein Widerstandskämpfer war oder / und einer ein aktiver Täter: das alles ändert nichts für Herrn Walser.
Er soll an seinen eigenen Meinungen und Leistungen gemessen werden. Und die heutigen Wiener Philharmoniker an ihrer Musik.
Man will sich mit seiner eigenen Vergangenheit nicht befassen. Die Alliierten sind mit der Entnazifizierung viel zu schluderig umgegangen. Und das führt dann zu solchen Kommentaren wie denen jener Nutzer hier.
Werter User @bwv-1080, bitte dramatisieren Sie die Sache doch nicht unnötig ...
Ihrem Impetus zufolge müsste man die von den Wiener Philharmonikern vorzugsweise (und vom internationalen Publikum gewünschten) musikalischen Werke wohl auch einem "Political-Correctness-Check" unterziehen. Was fatal wäre. Denn wie bekannt entstanden die Werke der Strauß-Dynastie (und ähnliche "Klassiker") in Zeiten und oft gefördert von feudalistischen Systemen und nutznießenden Gönnern. Nur als Beispiel für vieles andere sei hier der (musikalisch noch heute allseits beliebte) Radetzky-Marsch genannt.
Was wir heute (mangels Geld für Eintrittskarten in die Wiener Hofburg) ganz bürgerlich im TV als Silvesterkonzert genießen, war füher das musikalische Vergnügen der Eliten, woraus manchmal "Gassenhauermelodien" entstanden, was auch spätere "Herrscher" als "Opium fürs Volk" erkannten.
Was aber die früheren und heutigen Leistungen von Management und Musikkern der Wiener Philharmoniker nicht schmälert.
"...Und das führt dann zu solchen Kommentaren wie denen jener Nutzer hier."
> Welche Nutzer meinen Sie? Und was die "Entnazifizierung" durch die Alliierten betrifft - wie weit hätte die denn Ihrer Meinung nach gehen sollen? Vielleicht bis zur völligen Eliminierung mitteleuropäischer Kulturwerte inklusive Bildung und Lex Romana und Magna Charta und Völkerbund (immerhin der Vorläufer der United Nations).
Ihnen ins Stammbuch erlaube ich mir zu sagen: Eine "Entnazifizierung" klassischer Musik kann es nicht geben, weil kein früherer Komponist davor gefeit ist, daß sein Werk später in irgendwelcher Weise politisch missbraucht wird. Und selbst wenn, ist das noch längst kein Grund, frühere Komponisten oder Musiker zu verdammen.
Und nur nebenbei - heutige Nazi-"Musik" - die mit zeitgenössischer oder gar hisorischer Kultur nichts zu tun hat - ist das, was dies auch früher schon war: vergessenswerter Ausschuß.
Wie lange soll man sich denn nach deiner Meinung noch mit der Vergangenheit befassen, wieso ist sie noch nicht aufgearbeitet? Was damals alles passiert ist kann wohl nie ganz aufarbeiten. Nach 68 Jahren sollte man aber doch zur Normalität übergehen dürfen.
es geht nicht um die angebliche Vernichtung von 'Kultur' bei der Entnazifizierung. Es geht um die Aufklärung und Bekanntmachung all jener die mit dem NS-System verstrickt waren und bis zu welchem Grad. Und da bildet die Wiener Philharmonie nunmal keine Ausnahme.
völlige zustimmung!
ich bin noch während des krieges geboren. diese "aufarbeitung" begleitete mich mein ganzes leben. ich habe mich nie daran beteiligt. wozu auch? ich bin kein schuldiger und keiner aus meiner familie ist es. und ich weigere mich, dabei zu helfen, ein ganzes volk unter generalverdacht zu stellen.
es ist anscheind ein modetrend, alles, was mit nazis und dem 3. reich zu tun "auszumerzen". ich behaupte aber, das wird in hunderten von jahren nicht gelingen. aus dem einfachen grund, weil es momentan mit aller gewalt und zu verbissen geschieht.
das kann und wird keinen erfolg haben.
>>" eine eigene Skala? Bsp: "Richtwert 10 auf der NS-Skala? Das ist aber zu hoch. Da muss die Philharmonie aber noch einmal ran!" "<<
Folgende Antwort wäre eine von Vielen:
>>" - 14:26 — Popokatepetel
"Aufarbeiten"? -
Das heißt in der Regel: zahlen!"<<
Die Welt solls scheinbar so sehen, will sie zunehmend "googelnd" aber nicht mehr!
Die Dresdner und andere D. Opernhäuser zeigen wegen "Renomieren", daß z.B. eine andere, die Aufführungs-Vermeidung-Liste derart problematisierter Genies, Orchester in vorgeschlagene Richtwertskala gut reinpassen würde(was hat das mit deren weltweit anerkannter Leistung zu tun?):
Bei der Jubil-Feier der Semper Oper kam z.B. nicht der Vater ihrer Klang-Körper=Berühmtheit=Musik zur Auführung, sondern eben nicht der Welt-anerkannte K-Schöpfer/ Wagner-(Furcht vor Rennomm.-Verlust?)
Ob's dem Orchester nen Punkt mehr in der NS-Aufarb.Liste gebracht hat?
Selbst+Fremdachtung=> Aufarbeitung-Maß, denn nach innen gerichtete Miss-Achtung weist auf die "-Äußere" !
Es geht weiter, immer weiter. Nichts ist zu Ende, ganz im Gegenteil. Das die Wiener Philharmoniker Nazis waren, mag stimmen, es mag auch stimmen, dass sie nur Angst hatten, leben wollten. Aber eines ist ganz sicher: Die Wiener Philharmoniker haben eine Nazi-Vergangenheit und diese Vergangenheit darf nicht vergessen werden, schon deshalb nicht, weil die Regierung auch solche Nachrichten versendet:
http://unterwoelfen.blogspot.co.at/
>>"...Es geht um die Aufklärung und Bekanntmachung all jener die mit dem NS-System verstrickt waren und bis zu welchem Grad. Und da bildet die Wiener Philharmonie nunmal keine Ausnahme."<<
Alle wären mit dem NS system verstrickt laut Ihrer Forderung:
Nicht nur die fast hundert Millionen Deutschen natürlichen und Jur. Personen, Organisationen usw im Ausland und deren "Nachmacher"!
Ihre Forderung sollte sich auf heutige, nachprüfbare "Faschistische Verhaltensweisen" richten. Die als Recherche, Ausforschung, IM-Methode, wechselseitige Belauerung, -Bespitzelung usw zwecks Erpressung, Miesmache, Geschäftemacherei usw getarnt sein können und als Ablenkungs-Beschäftigungen herhalten um gegenwärtige
NATIONAL -ISTISCHE Machenschaften unentdeckt zu halten: Man ist ja so mit den NAZIS beschäftigt, hat keine Zeit für ...
Was fordern denn die ewig Gestrigen?
Die Frage ist doch immer noch die Gleiche: Wer von den damaligen Wiener Philharmonikern trägt denn eine wirkliche Schuld? Und noch schlimmer: wer von den damaligen Wiener Philharmonikern ist denn heute noch tätig?
Den Menschen eine Freude machen, die Menschen glücklich machen - das war und ist doch der eigentliche Anspruch solcher Orchester. Leute, lasst doch bitte die Kuh im Dorf!
Baldur von Schirach wurde nicht zum Tode verurteilt ...
... weil er sich zu seiner Schuld bekannt hat. Er war das Beispiel des gewendeten Nationalsozialisten. Die Wiener Philharmoniker waren schon immer ein Orchester in öffentlicher Trägerschaft. Eine Institution diese Art steht und fällt mit der Gnade der politisch Herrschenden.
Die nationalsozialistische Herrschaft hat so manche traditionsreiche und gute Institution in Deutschland brutal vernichtet.
Ein Bemühen um die Gunst der Entscheider durch Überreichen eines Ehrenringes ist nichts was nach 60 Jahren ehrenrührig wäre.
Die Kritik des grünen Harald Walser ist Pharisäerhaft.
Wichtiger wäre die Frage, wie sie es mit den im 3.Reich mißliebigen Mitgliedern des Orchesters hielten, ob politisch Andersdenkende und Juden Solidarität erfuhren oder nicht.
Albernheiten
Da fällt denen heute, 68 Jahre nach Kriegsende ein, dass ein Ehrenring für Baldur von Schirach nicht richtig "aufgearbeitet" worden ist?
Bei den Philharmonikern waren sicher genauso viele Nazis, wie in der übrigen Bevölkerung. Hätte man da etwas "aufarbeiten" wollen, dann hätte das viel früher passieren müssen, denn heute sind fast alle der damaligen Philharmoniker längst tot.
Da will sich nur einer als angeblicher Saubermann interessant machen und ins Gespräch bringen.
@TheodorTugendreich
wie denn? Schon wieder die Juden?
Mein lieber Herr, egal ob es Juden, Sinti, Roma, Homosexuelle, Kommunisten oder Andersdenkende im Nazireich waren, die verfolgt, gefoltert oder gemordet wurden: Es gab Täter! Aber dazu gehöre ich nun mal nicht, denn ich wurde später geboren!
das interessiert
Doch heute nun wirklich niemanden mehr! Alle beteiligten sind tod und damit ist es erledigt!
man könnte sich ja wirklich mal fragen.....
.....ob es nicht andere Problem gibt die wichtiger sind ??
Wer interessiert sich eigentlich für diesen Quatsch ?
Sorry wenn ich da nur den Kopf schütteln kann.
Das Konzert beginnt um 11 Uhr, bleiben also noch knapp 23 Stunden und da fordert man eine Aufarbeitung, in dieser kurzen Zeit?
Vielleicht sollte man sich einmal darauf besinnen, dass das Konzert selbst insich sehr schwer zu spielen und zu dirigieren ist und wofür dieses die Philharmoniker in 81 Ländern präsentieren und da findet man ein sehr schönes Zitat auf der Homepage was ein Teil der Aufarbeitung darstellt:
Zitat:
„Es ist der Wunsch der Philharmoniker, nicht nur musikalisch wertvolle Interpretationen der Meisterwerke dieses Genres anzubieten, sondern auch darüber hinaus als musikalische Botschafter Österreichs allen Menschen einen Gruß im Geiste von Hoffnung, Freundschaft und Frieden zu übermitteln.“
Dem sei nichts hinzuzufügen.
LG Coolchen
Man stelle sich vor,
irgendwann entdeckt noch jemand, daß die Wiener Philharmoniker schon einmal eine Ergebenheitsadresse an Kaiser Napoleon geschickt und nie zurückgenommen haben!
Ein Skandal, der dringend aufgearbeitet werden muß!
Haben die Leute eigentlich sonst keine Probleme?
Sollte die ARD sich nicht auch vielleicht um aktuellere Dinge wie die unsägliche Entgleisung von Jörg Schönenborn und die massive Kritik an seinen Demokratieverständnisdefiziten kümmern?
Aufmerksamkeit erheischen
Hätte der GRÜNE sich mit dieser "Problematik" im Sommer zu Wort gemeldet, es wäre untergegangen. Also reine Opportunitätsgründe.
Man stelle sich vor : haben da die Ostgoten nicht damals in....
Ein gutes 2013 aus Hamburg
Privater Verein
Die Wiener Philharmoniker waren NIE in 'öffentlicher Trägerschaft' sondern sind seit Anbeginn als privater Verein organisiert. Sie setzen sich zusammen aus Mitgliedern des Orchesters der Wiener Staatsoper. Wer dort drei Jahre gespielt hat, kann sich für die Philharmoniker beweren.
Und sollten sie ihre NS-Vergangenheit nicht ordentlich aufgearbeitet haben - was ich nicht beurteilen kann - befinden sie sich damit in bester österreichischen Tradition.
Lesetipp
bevor hier weiterhin spekuliert wird, eine Leseempfehlung (die vielleicht auch die Protagonisten nicht kennen?):
Fritz Trümpi: Politisierte Orchester. Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus. Wien 2011
Einen guten Rutsch!
der musenalmanch
Knallkörper versus Klangkörper.
Welch eine Posse! Der österreichische Grünen-Abgeordnete Harald Walser sollte seinen "Silvesterknaller" schnell wieder in die Hosentasche stecken und hoffen, daß er nicht zündet. Das schon reichlich angestaubte Thema kann man noch NS-Opferorganisationen zugestehen. Aber vermutlich haben - wie in Deutschland - auch die österreichischen Grünen ihre großen Themen verloren und nehmen nun alles; Hauptsache es ist medienwirksam.
Und diesbezüglich erlaube ich mir auch den ts-online-Text von Ralf Borchard zu kritisieren, wenn es da heißt: "Doch hinter der Glamour-Fassade knirscht es: Haben die Wiener ihre NS-Vergangenheit nicht richtig aufgearbeitet?"
Von einem "Knirschen hinter einer Glamour-Fassade" kann überhaupt keine Rede sein. Leitung und die Musiker der Wiener Philharmoniker sind weltweit hoch angesehen. Und die Fragestellung, ob "die Wiener" (allgemein?) ihre NS-Vergangenheit richtig aufgearbneitet haben, impliziert einen Sachverhalt, der so nicht existiert.
"Aufarbeiten"?
"Aufarbeiten"? -
Das heißt in der Regel: zahlen!
Aufarbeitung
Aufarbeitung, wie geht das?
Runderneuern wie bei Autoreifen, einschmelzen wie bei metallen?
Wie viele nazis es im Orchester gab, weiß ich nicht; ob die Anzahl proportional zur Bevölkerung war, ist auch nicht interessant, so lange die Bevölkerung Schwierigkeiten bei der Anerkennung von Schuld hat. Natürlich gab es nach dem Kriege auch noch den Übervater karajan, den man bei dieser Geschichte immer mitdenken muß.
Aber auch unsere Bundesministerien hatten/haben dabei geschludert.
Wenn alle Betroffenen nicht nur gestorben, sondern auch vergessen sind, kann sich die Historie damit beschäftigen.
Wie misst man Aufarbeitung?
Mich überrascht das die Vorwürfe mal nicht von deutscher Seite aus kommen...
Aber zu der Thematik hätte ich trotzdem eine Frage.
Wie wird die Aufarbeitung der NS-Zeit gemessen?
Gibt es dafür eine eigene Skala? Bsp: "Richtwert 10 auf der NS-Skala? Das ist aber zu hoch. Da muss die Philharmonie aber noch einmal ran!"
Kann man das in einer Bilanz nachlesen? Oder irgendwo anders?
Da die Wiener aber anscheinend ihre Vergangenheit nicht aufgearbeitet haben, muss man das ja an irgendwas festmachen können. Das die Philharmonie ihr Archiv nicht öffnen will, scheint mir ein bisschen wage zu sein.
Hat denn jemand zufällig eine Lösung parat oder ist mir der Messvorgang einfach nur nicht bekannt?
Weiter keine Sorgen
Weiter keine Sorgen Herr Walser? Das Kapitel müßte auch in Österreich einmal abgeschlossen sein,wenn Herr Hitler auch ein Landsmann von ihnen war, so ist es 68 Jahre her.Ich glaube kaum, dass es noch das selbe Orchester ist wie zur NS-Zeit. Außerdem haben sie auch damals nur Musik gemacht, genau wie heute und morgen.
Verspätete Empörung
1. Zum "Silvesterknaller": Die Diskussion wie auch die Äußerung Walsers ist bereits etwas älter, nur wird erst jetzt darüber in Deutschland berichtet.
2. Natürlich ist die Vergangenheit der Wiener Philharmoniker gründlich und vor allem unbefangen - also extern - aufzuarbeiten: Der Anspruch, kulturelles Aushängeschild der deutschen Kultur zu sein bestand auch schon im III. Reich, der Ursprung des Neujahrskonzerts ist im Kontext der KdF-Politik zu sehen.
Und auch weil Hellsberg die Wiener Philharmoniker gerne zu Widerstandskämpfern hochstilisiert, so geschehen in seinem Buch "Demokratie der Könige" - ein Titel der das chauvinistische Selbstverständnis des Orchesters adäquat umreißt. Die politischen Verstrickungen einflussreicher Dirigenten des Orchesters sind weithin bekannt (Kabasta, Böhm, Karajan et al.), ebenso der Druck, der auf jüdische Mitglieder wie den hochverdienten, hochbetagten Arnold Rosé ausgeübt wurde - der wie viele andere ohne Unterstützung mittellos fliehen musste.
Aufarbeiten
bedeutet für mich, dass ich mich mit der Thematik der NS-Zeit auseinandersetze, dass mich die Vorgänge zutiefst betroffen machen, dass kein Mensch auf dieser Welt das unsägliche Grauen heilen kann und letztendlich die Erkenntnis, dass wir alle damit leben müssen. Im Bewusstsein, dass sich so etwas niemals wiederholen darf!
Aber, Schuld empfinden?...für Verbrechen, die vor meiner irdischen Existenz verübt wurden?
Es geht nicht um Schuld
Sondern um die vermessene Selbstdarstellung des Orchesters (auf Betreiben Hellsbergs) als unpolitische bzw. sogar subversive Institution im III. Reich.
Was natürlich völliger Unsinn ist: Das Orchester war hochprivilegiert (selbst am Ende vom Kriegsdienst freigestellt) und permanent an Propagandaaktionen (zu denen auch das Neujahrskonzert zu zählen wäre) beteiligt.
Wer den Anspruch erhebt, kulturelles Aushängeschild einer Kultur zu sein und "einen Gruß im Geiste von Hoffnung, Freundschaft und Frieden" an die Welt zu übermitteln sollte sich derartige Frechheiten nicht unhinterfragt erlauben dürfen.
Hat Herr Walser die Vergangenheit schon aufgearbeitet?
Wie haben seine Vorfahren 1938 mitgejubelt? Und was bedeutet das für Herrn Walser?
Er wurde später geboren und wenn einer seiner Vorfahren ein Widerstandskämpfer war oder / und einer ein aktiver Täter: das alles ändert nichts für Herrn Walser.
Er soll an seinen eigenen Meinungen und Leistungen gemessen werden. Und die heutigen Wiener Philharmoniker an ihrer Musik.
Typisch Deutsch
Man will sich mit seiner eigenen Vergangenheit nicht befassen. Die Alliierten sind mit der Entnazifizierung viel zu schluderig umgegangen. Und das führt dann zu solchen Kommentaren wie denen jener Nutzer hier.
@15:47 — bwv1080 und @15:57 — bwv1080
Werter User @bwv-1080, bitte dramatisieren Sie die Sache doch nicht unnötig ...
Ihrem Impetus zufolge müsste man die von den Wiener Philharmonikern vorzugsweise (und vom internationalen Publikum gewünschten) musikalischen Werke wohl auch einem "Political-Correctness-Check" unterziehen. Was fatal wäre. Denn wie bekannt entstanden die Werke der Strauß-Dynastie (und ähnliche "Klassiker") in Zeiten und oft gefördert von feudalistischen Systemen und nutznießenden Gönnern. Nur als Beispiel für vieles andere sei hier der (musikalisch noch heute allseits beliebte) Radetzky-Marsch genannt.
Was wir heute (mangels Geld für Eintrittskarten in die Wiener Hofburg) ganz bürgerlich im TV als Silvesterkonzert genießen, war füher das musikalische Vergnügen der Eliten, woraus manchmal "Gassenhauermelodien" entstanden, was auch spätere "Herrscher" als "Opium fürs Volk" erkannten.
Was aber die früheren und heutigen Leistungen von Management und Musikkern der Wiener Philharmoniker nicht schmälert.
@16:35 — Schrankwand
"...Und das führt dann zu solchen Kommentaren wie denen jener Nutzer hier."
> Welche Nutzer meinen Sie? Und was die "Entnazifizierung" durch die Alliierten betrifft - wie weit hätte die denn Ihrer Meinung nach gehen sollen? Vielleicht bis zur völligen Eliminierung mitteleuropäischer Kulturwerte inklusive Bildung und Lex Romana und Magna Charta und Völkerbund (immerhin der Vorläufer der United Nations).
Ihnen ins Stammbuch erlaube ich mir zu sagen: Eine "Entnazifizierung" klassischer Musik kann es nicht geben, weil kein früherer Komponist davor gefeit ist, daß sein Werk später in irgendwelcher Weise politisch missbraucht wird. Und selbst wenn, ist das noch längst kein Grund, frühere Komponisten oder Musiker zu verdammen.
Und nur nebenbei - heutige Nazi-"Musik" - die mit zeitgenössischer oder gar hisorischer Kultur nichts zu tun hat - ist das, was dies auch früher schon war: vergessenswerter Ausschuß.
Fazit: Entspannen Sie sich!
Wie lange noch???
Wie lange soll man sich denn nach deiner Meinung noch mit der Vergangenheit befassen, wieso ist sie noch nicht aufgearbeitet? Was damals alles passiert ist kann wohl nie ganz aufarbeiten. Nach 68 Jahren sollte man aber doch zur Normalität übergehen dürfen.
@Zwicke
es geht nicht um die angebliche Vernichtung von 'Kultur' bei der Entnazifizierung. Es geht um die Aufklärung und Bekanntmachung all jener die mit dem NS-System verstrickt waren und bis zu welchem Grad. Und da bildet die Wiener Philharmonie nunmal keine Ausnahme.
RainerB
völlige zustimmung!
ich bin noch während des krieges geboren. diese "aufarbeitung" begleitete mich mein ganzes leben. ich habe mich nie daran beteiligt. wozu auch? ich bin kein schuldiger und keiner aus meiner familie ist es. und ich weigere mich, dabei zu helfen, ein ganzes volk unter generalverdacht zu stellen.
es ist anscheind ein modetrend, alles, was mit nazis und dem 3. reich zu tun "auszumerzen". ich behaupte aber, das wird in hunderten von jahren nicht gelingen. aus dem einfachen grund, weil es momentan mit aller gewalt und zu verbissen geschieht.
das kann und wird keinen erfolg haben.
Wie misst man Aufarbeitung? - 15:34 Pie Man : Gibt es dafür
>>" eine eigene Skala? Bsp: "Richtwert 10 auf der NS-Skala? Das ist aber zu hoch. Da muss die Philharmonie aber noch einmal ran!" "<<
Folgende Antwort wäre eine von Vielen:
>>" - 14:26 — Popokatepetel
"Aufarbeiten"? -
Das heißt in der Regel: zahlen!"<<
Die Welt solls scheinbar so sehen, will sie zunehmend "googelnd" aber nicht mehr!
Die Dresdner und andere D. Opernhäuser zeigen wegen "Renomieren", daß z.B. eine andere, die Aufführungs-Vermeidung-Liste derart problematisierter Genies, Orchester in vorgeschlagene Richtwertskala gut reinpassen würde(was hat das mit deren weltweit anerkannter Leistung zu tun?):
Bei der Jubil-Feier der Semper Oper kam z.B. nicht der Vater ihrer Klang-Körper=Berühmtheit=Musik zur Auführung, sondern eben nicht der Welt-anerkannte K-Schöpfer/ Wagner-(Furcht vor Rennomm.-Verlust?)
Ob's dem Orchester nen Punkt mehr in der NS-Aufarb.Liste gebracht hat?
Selbst+Fremdachtung=> Aufarbeitung-Maß, denn nach innen gerichtete Miss-Achtung weist auf die "-Äußere" !
Es geht weiter
Es geht weiter, immer weiter. Nichts ist zu Ende, ganz im Gegenteil. Das die Wiener Philharmoniker Nazis waren, mag stimmen, es mag auch stimmen, dass sie nur Angst hatten, leben wollten. Aber eines ist ganz sicher: Die Wiener Philharmoniker haben eine Nazi-Vergangenheit und diese Vergangenheit darf nicht vergessen werden, schon deshalb nicht, weil die Regierung auch solche Nachrichten versendet:
http://unterwoelfen.blogspot.co.at/
@ 18:14 — Schrankwand
>>"...Es geht um die Aufklärung und Bekanntmachung all jener die mit dem NS-System verstrickt waren und bis zu welchem Grad. Und da bildet die Wiener Philharmonie nunmal keine Ausnahme."<<
Alle wären mit dem NS system verstrickt laut Ihrer Forderung:
Nicht nur die fast hundert Millionen Deutschen natürlichen und Jur. Personen, Organisationen usw im Ausland und deren "Nachmacher"!
Ihre Forderung sollte sich auf heutige, nachprüfbare "Faschistische Verhaltensweisen" richten. Die als Recherche, Ausforschung, IM-Methode, wechselseitige Belauerung, -Bespitzelung usw zwecks Erpressung, Miesmache, Geschäftemacherei usw getarnt sein können und als Ablenkungs-Beschäftigungen herhalten um gegenwärtige
NATIONAL -ISTISCHE Machenschaften unentdeckt zu halten: Man ist ja so mit den NAZIS beschäftigt, hat keine Zeit für ...