Kommentare

Gutes Zeichen

Ich hoffe, dass der ultra-konservative Lieberman nun politisch am Ende ist, denn er ist bislang hauptsächlich durch Provokation aufgefallen. Auf der anderen Seite ist das ein gutes Zeichen für das in diesem Forum oft heftig kritisierte Israel, wenn auch hohe Politiker von der Jurisdiktion außer Gefecht gesetzt werden (können). Die israelische Demokratie ist diesbezüglich ein Lichtblick in Nahost, verglichen zu den meisten seiner Nachbarn. Dass Lieberman trotzdem für die Parlamentswahl kandidieren will, beweist fehlendes Fingerspitzenfgefühl und geringes Unrechtsbewusstsein. Ich hoffe auf einen Sieg der friedensbereiten israelischen Parteien. Nur leider ist auch diesmal, wie fast immer vor Wahlen
in Israel durch den Konflikt mit Gaza die Position der erzkonservativen oder ultra-orthodoxen Parteien gestärkt worden. Welch Koinzidenz!

Kriminelle Energie?

Wenn die israelische Verfassung es zulässt,dass Personen
mit dieser Vergangenheit in ein verantwortliches politisches Amt (Aussenminister)berufen werden können, dann frage ich mich,nach welchen Kriterien zukünftig die Gestalter des Friedens in dieser Region ausgewählt werden.Zumindest dem Mossad sollte doch die Vergangenheit des Herrn Liebermann bekannt gewesen sein.
Seriöse Politiker scheinen auch dort immer seltener verfügbar zu sein.

...

"...gutes Zeichen für das in diesem Forum oft heftig kritisierte Israel"

Falsch. Nicht Israel wird kritisiert, sondern die politik israels, und wenn man sich politiker vom schlage Lieberman anschaut, ist die kritik auch berechtigt...

5vor12

Wer meint, hier wieder darauf hinweisen zu müssen, dass Israelkritik fehl am Platze sei (Gemeint ist Kritik an Israels Politik, nicht an Israels Volk), der hat den Ernst der Lage verkannt.

Wer Liebermann googelt und sich klar macht, dass er Außenminister (sic!) war und um ein Haar auch noch länger wäre, dass er nicht der einzige mit sehr dubiosem Hintergrund ist und auch nicht der einzige, der sich in der Vergangenheit mehrfach rassistisch und menschenverachtend äußerte, kommt unweigerlich zu dem Schluss: In Israel ist es kurz vor 12.

Nur gut, dass es dort immer noch Widerständler gibt, die sich offenbar auch mal durchsetzen können. Fragt sich dennoch, wie lange noch.

@whisper

Es ist so nicht richtig, dass nur die Politik kritisiert würde. Zum Beispiel wurden wiederholt alle Israelis in einen Topf geworfen. Lesen Sie bitte die Kommentare auf entsprechende Nachrichten mal intensiv durch.
Konstruktive Kritik an Politik ist absolut notwendig und speziell in diesem Fall ist Kritik an Israel's Politik nicht mit antiisraelischer Einstellung gleichzusetzen. Lieberman hat in der Regierungs-Politik aus moralischen Gründen nichts mehr verloren. Ich hoffe auf einen Sieg der Tauben über die Falken.

Man muss Israel dafür Respekt

Man muss Israel dafür Respekt zollen, dass solche Politiker gnadenlos aus dem Amt entfernt und auch angeklagt werden.

@Sigi:

"Wenn die israelische Verfassung es zulässt,dass Personen mit dieser Vergangenheit in ein verantwortliches politisches Amt (Aussenminister)berufen werden können"
Welche Verfassug? Welche Vergangenheit meinen Sie? Hat Liebermann etwa Steine auf Polizisten geworfen?

Im Übrigen waren in der BR Politiker mit "Vergangenheit" in höchsten Staatsämtern (Kanzler, Minister, Ministerpräsident) Heute sitzen Abgeordnete mit "Vergangenheit" zum Beispiel im brandenburgischen Landtag; also kein Grund, die Nase zu rümpfen. Liebermann hat als Außenminister keinen schlechten Job gemacht und in seinem Amt Angehörige von Minderheiten (Araber, Druzen, äthiopische Juden) gefördert und sie in hohe verantwortliche Ämter gebracht. Ein Sympathiträger ist er dennoch nicht und vermissen wird man ihn dennoch nicht, erstrecht nicht nachdem er den fähigen, populären Ayalon von der Knessetliste gekickt hat.

re aden

"Liebermann hat als Außenminister keinen schlechten Job gemacht"

Interessante Meinung.

Vor der UNO trägt er nicht die Regierungspolitik vor, sondern seine Privatmeinung, was der Ministerpräsident dann flugs klarstellen muss.

Die Zwei-Staaten-Lösung erklärt er alle drei Wochen für undurchführbar, das ist eine geniale Gesprächsbasis für Treffen mit anderen Außenministern.

Abbas möchte er loswerden, während der vom Rest der Welt als der wichtigste Repräsentant der Palästinenser geschätzt wird.

Und last but not least: Noch nie hat sich ein Außenminister so wenig im Ausland blicken lassen wie Lieberman. Weil jeder wußte, der Mann blubbert nur rum, Israels Außenpolitik machen andere.

re aden

"nachdem er den fähigen, populären Ayalon ..."

Damit meinen Sie wohl diesen Arrogantling:

"Ayalon became internationally known in early 2010, after he summoned the Turkish ambassador to Israel ... At the meeting, Ayalon did not display the Turkish flag, and pointed out to the waiting media that the Turkish Ambassador sat on a lower sofa. Ayalon later apologized to Çelikkol for any personal slight or insult, but not for the substance of the rebuke." (Wikipedia)

Israelische Diplomatie, Suuuuuper!

@Karwandler

Ihnen verehrter Karwandler ist Ayalon natürlich an Weisheit und diplomatischer Erfahrung grandios unterlegen. Danny Ayalon wurde bekannt als israelischer Botschafter in den USA. Als Spitzendiplomat Er ist außerdem bekannt für seine Internet-Diplomatie. Wichtige Themen seiner Amtszeit als Vizeaußenminister waren außerdem die Entwicklungszusammenarbeit. Gemeinsam mit Niebel hat er das trilaterale Victoriaseeprojekt vorangebracht außerdem die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit gestärkt. Was den Türkeivorfall angeht, kann man über Geschmack streiten, wenn man sich jedoch die Auftritte von Erdogan im Ausland erstrecht ggü. Israel - Stichwort Davos - ansieht, gibt es doch keinen Grund zu mimosenhaftem Verhalten. Z.Zt. verbessert sich das türk.-isr. Verhältnis wieder und die Militärkooperationn wird wieder aufgenommen. Ich teile Liebermanns Einschätzung, dass aufgrund der pal. Innenpolitik die 2-Staaten-Lösung zwar weiterhin das Ziel, jedoch derzeit unrealistisch zu erreichen ist.

re aden

" Was den Türkeivorfall angeht, kann man über Geschmack streiten "

Wenn Sie jemand als "Spitzendiplomat" apostrophieren, könnte es zum Streit über Geschmacksfragen gar nicht kommen.

Genau das macht nämlich einen Spitzendiplomaten aus.

Lügen

Früher oder später kommt jede Lüge ans Tageslicht.

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