Früher hat Lateinamerika von uns gelernt, eigentlich nur wie man Menschen und Natur rigoros ausplündert. Heute können wir von Lateinamerika lernen wie man die Plünderer los wird. Wir haben aber nur Regierungen, die den Plünderern rote Teppiche auslegen.
Ich kann so ganz und gar nichts vorbildliches daran sehen, wenn Menschen unter Anwendung staatlicher Gewalt ihres Besitzes beraubt werden, unter welchen Vorwänden auch immer dies geschehen mag. Ein solches Verhalten entbehrt jeglicher Rechtsstaatlichkeit. Von einem Marxisten wie Morales ist dies aber wohl schon zu viel verlangt.
die gesetzliche Grundlage dafür findet sihc im GG.
Hier wird jedoch der Bürger zum Zahlen verdonnert, wenn die Industrie es nicht hinbekommt(Offshore-Windparks).
Und Rösler möchte den Staat noch weiter verkaufen.
Alles was zur Grundversorgung der Bevoelkerung noetig ist MUSS wieder in staatliche Hand gelangen. Was durch private Grundversorgung geschehen ist und geschieht ist offensichtlich, ueberall: Die Preise explodieren ohne zwingenden Grund. Diese Entwicklung muss aufgehalten werden. Gas, Wasser, Strom gehoeren in die oeffentliche Hand und muessen fuer JEDEN bezahlbar bleiben.
Da bin ich ja mal gespannt wie die Wirtschaft in Bolivien in fünf Jahren aussieht.
Vor allem ist die Frage interessant, ob in den nächsten 20 Jahren noch irgendein ausländisches Unternehmen jemals etwas in Bolivien investieren wird und Arbeitsplätze schafft.
Aber diese Sozialisten sind sicher davon überzeugt, dass sie alles allein hin bekommen, werden sie auch, fürs erste jedenfalls, denn mit Enteignungen kann man kurzfristig ganz viele tolle Versprechen und Geschenke finanzieren, aber auf kosten eines umso härteren Wirtschaftszusammenbruchs einige Jahre später.
Ich denke Bolivien wird der Welt mal wieder demonstrieren wie man mit radikalem Sozialismus am Ende doch wieder nur den einfachen Leuten schaden zufügt. Die Parteibonzen werden schon dafür sorgen, dass sie im Haus am See wohnen können und immer genug zu essen haben.
Eigentum verpflichtet. Kennen Sie den Spruch? Die Eigentuemer werden ja abgefunden. So kommt es wenn man an Schmerzgrenzen geht. Grundversorgungen sollten generell in staatlicher Hand sein, das der Gier wenigstens da Grenzen gesetzt werden kann und sich JEDER Strom, Wasser, Gas leisten kann. Was hat denn die Privatisierung der Bahn und der Stromnetze in D gebracht, ausser exorbitant hoeherer Preise? Viel Geld fuer Wenige und sonst nix.
Wir werden von ihnen lernen und zwar was man auf gar keinen Fall tun darf wenn einem die einfachen Leute wichtig sind. Was man auf gar keinen Fall tun darf, wenn man nicht die eigene Wirtschaft ruinieren will. Was man auf gar keinen Fall tun darf wenn man nicht massiv Arbeitsplätze vernichten will, die man dann sehr teuer durch staatlich subventionierte, künstliche Arbeitsplätze ersetzen will.
Am 30. Dezember 2012 um 08:50 von BotschafterSarek
Aber diese Sozialisten sind sicher davon überzeugt, dass sie alles allein hin bekommen, werden sie auch, fürs erste jedenfalls, denn mit Enteignungen kann man kurzfristig ganz viele tolle Versprechen und Geschenke finanzieren, aber auf kosten eines umso härteren Wirtschaftszusammenbruchs einige Jahre später.
Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu, daß Enteignungen nicht das Wahre sind. Aber Sie sehen hier, wozu es führen kann, wenn sich Unternehmen auf Kosten ihrer Kunden oder ihrer Mitarbeiter die Taschen vollstopfen. Und da sind wir dann wieder bei der Gerechigkeitsdebatte aus dem Hollande-Thread. Sie mögen es zwar für gerecht halten, wenn der Unternehmer 1000x zu viel verdient wie seine Angestellten, die Mehrheit der Menschen tut das aber nicht. Und wenn die Schere zwischen Arm und Reich zu groß wird, dann sind auch irrationale Reaktionen (Enteignungen) oder Gewalt (wie die Ausschreitungen in den französischen Vorstädten vor einigen Jahren) möglich.
Stromversorgungs-, Öl- und Telekommunikationsunternehmen sowie Zinn- und Zinkmine des Konzerns Glencore verstaatlicht, weitere Schritte sind angekündigt.
Man sollte sich mal fragen warum das alles ausländische Unternehmen sind. Vermutlich weil die die höheren Bestechungsgelder zahlen können.
Eventuell liegt es aber auch daran, dass in Bolivien die nötige Kompetenz fehlt um selber so etwas auf die Beine zu stellen. Wenn man dann die Ausländer zum Teufel jagt, hat man sehr schnell ein Problem. Vor allem haben die Sozialisten dann ein Problem, da es sich mit ihrer Ideologie nicht verträgt, besonders teures, ausländisches Fachpersonal mit sehr viel Geld anzulocken wenn man sie dann doch wieder braucht. Es wird dann bald in Bolivien schlimmer aussehen als in der Sowjetunion kurz vor deren Zusammenbruch.
Sehr viel dümmer geht es eigentlich nicht. Wenn man Probleme mit der Versorgung hat, könnte man das auch durch eine Regulierungsbehörde in den Griff bekommen, aber es geht ja Ideologie.
Ich weiß nicht, ob man die aufgezählten Dinge wirklich
auf keinen Fall tun darf.
Ich glaube sogar, dass man einige Dinge davon auf
jeden Fall tun muß, wenn einem die einfachen Leute
wichtig sind.
Ihren naivem Glauben an die hehre und hohe Gesinnung
von Privatunternehmen teile ich nicht, Schon garnicht
die Vorstellung, dass diese in erster Linie besorgt
um die Arbeitsplätze sind.
Meine Erfahrung in einem langen Leben zeigt, dass eher
Arbeitnehmer auf den Begriff Kostenfaktor reduziert
werden.
Wasser, Energie, Infrastruktur, Justiz und alles
andere, was zu einem menschenwürdigen Leben nötig
ist, gehören in die Hand des Staates.
Und wieder gibt es einen Staat, der nichts aus der Geschichte gelernt hat. Ausnahmslos überall hat Verstaatlichung zu höheren Preisen und schlechterer Versorgung geführt. Wie dumm muss man eigentlich noch sein?
Noch dazu wird jetzt kaum noch jemand in Bolivien investieren wollen.
Ich gebe Ihnen völlig Recht.
Als Anmerkung: Der Gesinnungsgenosse Chavez aus Venezuela ist noch schlimmer und diente Morales als Vorbild.
Die Bevölkerung in diesen Ländern kann einem nur leid tun.
bin auch mal gespannt, wohin unsere bemitleidenswerten reichen dann mal wieder zu auszuwandern drohen, wenn ihre ganze verlogene kartenhauswelt zusammenbricht. amerika als mutterland geht ja auch so langsam den bach runter ...
Ich bin der Meinung, dass gerade europäische Unternehmen, bzw. deren Töchter die hohen Standards hierzuland nicht mit nach Lateinamerika exportieren. Es gibt doch einige sehr gut aufbereitete Quellen darüber. Sehr empfehlenswert ist z.B. das Auftreten von Coco-Cola, was in einer Arte Dokumentation aufbereitet ist.
Was übrigens in Europa kaum kommentiert wurde ist, dass Coca-Cola in Bolivien ebenfalls verboten wurde.
Ich bin sehr gespannt auf dieses lateinamerikanische Experiement. In jedem Fall führt diese Politik zu einer deutlichen Stärkung der Machtposition des Landes und ich hoffe auch damit zugunsten der Menschen.
kommt das auch bei uns?
Ich bin gegen Verstaatlichung, aber für eine vernünftige
staatliche Kontrolle, d.h. Kontrolle, nicht nur einige
gut geschmierte Abgeordnete in ein Gremium setzen und
sich bereichern auf Kosten aller Menschen.
Die Grundversorgung muß zu einem bezahlbaren, vernünftigen Preis gewährleistet sein und nicht in die
Hände einiger weniger und gewinnsüchtiger Geier gelegt werden.
Sie haben also das Grundprinzip unserer Wirtschaft nicht verstanden, aber was kann man erwarten, wenn Sie einem spanischen Unternehmen, das in Bolivien Tochtergesellschaften unterhält, einen Grundgesetzartikel entgegenhalten, der auf die Eigentümer gemùnzt ist.
Unternehmen sind dazu verpflichtet!!! Gewinne zu maximieren. Der Ertrag den die Eigentümer darauf erzielen, der unterliegt dann dem Satz, den Sie so gerne zitiert haben.
Erst durch die Gewinnmaximierung ist überhaupt Fortschritt möglich, da die Produktivität erhöht wird und der Preis letzendlich erzielt wird, der die größte Marktràumung erwartet. Das funktioniert aber nur bei bestehendem, ausreichenden Wettbewerb. und ob diese Situation in Bolivien gegeben ist, können weder Sie noch ich hier angemessen beurteilen.
Marktwirtschaft ist die effektivste Art die notwendigen Kapitalressourcen zu allokieren, aber davon wollen Sie wahrscheinlich nichts wissen.
darüber hinaus ist der Staat NICHT für die Grundversorgung zuständig, er ist dafür zustàndig potenzielle soziale Härten abzufedern.
darüber hinaus ist der Staat für staatliche Hoheitsaufgaben zuständig, also Rechtsstaat, Polizei, Bundeswehr etc. Alles andere geht in grundsätzlich erstmal nichts an.
und zum Thema Bahn:
Wieso sollten alle Bürgern für den Transport von einer Gruppe von Menschen bezahlen? weshalb können diese das nicht selbst?
nur zur Klarstellung: Ich bin selbst Bahnpendler und zahle ein halbes Vermögen an die Bahn, aber wenn ich das nicht will, kann ich immer noch das Auto nehmen, meine Entscheidung, aber die Bahn ist billiger!!
vielleicht fordern Sie doch einfach auch die Verstaatlichung aller Autos, so dass anstelle Bahn die Allgemeinheit einfach auch ihre Taxifahrten bezahlt.
was Bolivien macht ist eine Schweinerei, aber das werden sie wie Venezuela erst wieder merken, wenn es zu spaet ist, anstelle Wettbewerb zu fordern, die Betriebe zwangsverstaatlichen. der ganze schritt macht anschliessend gar keinen Sinn mehr, wenn sie eine ausreichend hohe Entschädigung zahlen, denn dann ist der Effekt = 0, denn die Entschädigung mùsste ja der Barwert der zukuenftigen Ertraege sein, somit haetten Sie dem Mutterkonzern bereits heute risikofrei die Ertraege bezahlt, die sie sonst erwirtschaften wuerde, also wird die entschaedigung drunter liegen mit der folge dass die zwangsenteignung nicht wirklich entschaedigt wird.
Wer hat denn hier wohl wen beraubt? Waren es nicht die Spanier, die auf brutale Art und Weise in Südamerika einmarschiert sind und im Namen Gottes einen Völkermord betrieben? Von der Zerstörung der Kulturgüter nicht zu reden, das Gold trägt wohl Juan Carlos auf seinem Kopf. Die Bolivianer haben das Recht sich das zu holen was auf ihrem Land wächst und gedeiht. Das wir hier alles tun um den Vorständen fette Gehälter zu ermöglichen ist nicht deren Schuld.
Als ehemalige Kolonie kann man die Situation von Bolivien sicher nicht mit der unseres Landes vergleichen. Hier geht es auch um die Erlangung von mehr Unabhängigkeit. Die Geschichte lehrt uns aber, dass Verstaatlichungen am Ende nicht unbedingt zu mehr Vorteilen für die Bürger geführt haben. Wenn das verstaatlichte Unternehmen nach privatwirtschaftlichen Prinzipien geführt wird und nicht ausgeplündert wird, mag das immer noch funktionieren. Häufig führt es eher zu mehr Bereicherung eines Personenkreises, der sowieso schon alles hat. Ich erinnere nur an unsere Landesbanken. Die These dass verstaatlichte Unternehmen nur das Allgemeinwohl im Sinn haben, stimmt eben nicht. Bolivien hat sich keinen Gefallen mit diesem Schritt getan. Muss doch jedes ausländische Unternehmen nun befürchten, dass seine Unternehmensteile in Bolivien verstaatlicht werden könnten, wenn es dort zu erfolgreich ist. Selbst wenn man dabei viele Arbeitsplätze geschaffen wurden.
Versorgungsunternehmen und rohstoffförderne Industrien gehören in staatliche Hand.
Aber darauf wird man sich hier erst wieder zurückbesinnen, wenn wir ebenfalls alles Tabelsilber verscherbelt haben. Das böse Erwachen kommt dann, wenn die Investoren ihre Rendite sehen wollen, in Form von Preisanstiegen und zu Lasten der Versorgungssicherheit!
der PRIVATEN Stromversorger in den USA, die von Gewinnausschuettungen zerfressen wurde im Laufe der Jahrzehnte und kaum Besserung zeigt, muss man zwingend zu dem Schluss kommen, das nicht auf reinen Gewinn basierende Systeme unter staatlicher Kontrolle fuer die Masse der Buerger eindeutig besser sind. Hier in Thailand ist ein Mindestkontingent an Strom fuer die Armen und Aermsten sogar voellig kostenlos erhaeltlich ebenso wie Krankenversorgung. Warum sollte das in anderen Laendern nicht moeglich sein? Auch sollte die Ausbeutung der Bodenschaetze von armen Laendern durch westliche Konzerne endlich ein Ende haben und der Reichtum dieser Laender im Land bleiben. Daher begruesse ich diesen Schritt Boliviens. Bleibt zu hoffen, das es von einer 'Demokratisierung ala Libyen' verschont bleibt.
Am 30. Dezember 2012 um 10:44 von TheodorTugendreich
Am Niedergang der Sowjetunion, nach Ressourcen reichstes Land der Erde kann man ablesen was kommt.
Wenn die Anlagen auf Verschleiß gefahren sind für billige Strompreise und maximale Zinnausbeute, dann werden wir sehen wie unter Zwang eine Reprivatisierung zum Schnäppchenpreis erfolgt.
In Bolivien haben die armen, bildungsfernen Schichten ihren Vertreter an die Spitze des Staates gestellt. Er handelt nun so wie sie es von ihm erwarten.
da könnten sie auch behaupten, dass man nach 50 versuchen aufhören sollte, doch wissenschaftlich gesehen sind 50 versuche gar nichts. im übrigen wird china auf diese weise, die nächste supermacht werden, während der kapitalismus weltweit am ende ist
"Selbst wenn man dabei viele Arbeitsplätze geschaffen wurden."
in der regel werden nicht viele arbeitsplätzte geschaffen, ... und auf hundert hilfsarbeiterjob kann ecuador vermutlich gerade noch verzichten
Der bolivianische Präsident riskiert viel – auch sein eigenes Leben.
Ich stimme Einigen zu, dass er damit riskiert, dass ausländische Investoren es sich zweimal überlegen, ob sie in Bolivien Inverstieren und Arbeitsplätze schaffen.
Wenn ich jedoch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte beobachte, frage ich mich ob dies wirklich eine Gefahr oder nicht gar ein Segen ist?
In den wenigsten Fällen wurden hier Arbeitsplätze geschaffen, die für eine deutliche Verbesserung der Lebensverhältnisse der dortigen Menschen sorgten – es sei nur an die letzten Skandale mit der Textilindustrie und der chemischen Industrie erinnert. Oder die Fabriken wurden in noch „billigere“ Länder verlegt.
Ich konnte hier zu Lande bisher keine Verbesserung im Leistungsumfang bei privatisierten öffentlichen Diensten feststellen – eher das Gegenteil.
Immer noch vertrete auch ich die Meinung, die Versorgung mit Strom, Wasser, Post und öffentlicher Verkehr gehören in öffentliche Hand.
Dümmer, als wir es machen mit dem globalen Kapitalismus geht es nicht mehr, behaupte ich. Wenn man mal wagt genauer hinzuschauen, merkt man doch sehr deutlich, dass es SO nicht weiter geht!
Also ist ein Weg Boliviens und Equadors doch ein klares Vorbild für einen Kurs, der wieder mehr mit der Erde als gegen sie geht.
Ich hoffe, dass wir von Bolivien und Equador lernen können, anstatt uns der Macht der Konzerne und Banken zu unterwerfen. Es gab ja auch schon bei uns vielfach von gestandenen Politikern die Vorschläge, Banken so zu verkleinern, dass sie nicht von Staats wegen mit Steuergeldern gerettet werden müssen, weil ihr Zusammenbruch die gesamte Wirtschaft gefährdet.
Die Wachstumswirtschaft kann eh nicht weitergehen bei einem begrenzten Planeten. Ich hoffe wir sehen das bald ein.
Was soll dieses Ideologiegeschwurbel über den Staat:
das ist Ihre Definition möglichst alles den "heilenden" händen des Marktes überlassen - also Neoliberalismus pur. Stichwort: banken etc. Nein: Staat hat die Aufgaben die ihm eine freie bürgerliche Gesellschaft zuordnet. Und wenn diese Gesellschaft meint, daß es besser ist die Grundversorgung der Menschen nicht geldgierigen Spekulanten zu überlassern dann haben sie dies auch an der Wahlurne mitentschieden. Da können sie noch so geifern: Chavez und Morales sind gewählte Präsidenten. Und nach der Geschicht dieser Länder wahrlich ein Lichtblick.
Och,jetzt hat einer endlich das Richtige getan und ihr heult rum.
Wohin die Preise bei Privatunternehmen dieser Art führen sieht man in Deutschland .Da wird der kleine Mann hemmungslos abgezockt.
So was können eigentlich nur direkte Proviteure oder vollkommene Idis gut heissen.
Es wird höchste Zeit diese Abzocker an die Kette zu legen.
Verstaatlichung sofort ,und nicht nur den Stromsektor.
Den Firmen denen dass nicht passt:Da ist die Tür.
Und man sollte sich nicht täuschen lassen,in Bolivien gibts nicht nur Bauern.Dank Morales haben die mittlerweile ein ganz gutes Schulsystem ,bei dem auch ärmere Menschen zu Bildung gelangen können.Nicht so wie bei uns,wo man reich=intelligent (s.die Geissens,lol) setzt.
Die Unterschicht wird bei uns systematisch von Bildung ferngehalten.
Immerhin lernen die mit Waffen umgehen ,solltet ihr Reichen Immer im Hinterkopf behalten.ggg
Ich kann Ihnen nur zustimmen.
Der Staat hat dafür zu sorgen, dass die Grundversorgung für die Bürger bezahlbar bleibt. Ist dies nicht mehr gewährleistet, muss er einschreiten.
-kai_s
Natürlich ist es das Ziel jedes Unternehmen Gewinne zu erzielen. Von diesen Gewinnen sollen aber auch alle profitieren, Arbeitnehmer genauso wie Arbeitgeber, wenn auch nicht in dem gleichen Ausmaß. Jahrzehntelang hat diese Handlungsweise auch gut funktioniert und beide Seiten waren zufrieden, bis sich infolge der Deregulierung der Raubtierkapitalismus breit gemacht hat.
Es steht Ihnen natuerlich frei unsere vor den Kollaps stehenden, tollen Wirtschaftssysteme zu loben. Es steht Ihnen natuerlich frei gut ueber die Gewinnmaximierung zu dozieren. So wie es mir frei steht dieses marode, auf den immensen Reichtum Weniger fixierte System zu kritisieren. Haben Sie eigentlich noch nicht bemerkt, das dieses System fast am Ende ist ? Lassen Sie Bolivien mal machen und Chavez, der mit ueberwaeltigender Mehrheit gewaehlt wurde ebenso. Es ist an der Zeit fuer einen totalen Systemwechsel, der wieder die Buerger, nicht die shareholder, in den Mittelpunkt rueckt. Mehr Reichtum durch mehr Armut muss ein Ende haben! Genau das naemlich hat seit 2007 in D stattgefunden, statistisch nachweisbar. Die Reichen wurden immens reicher und die Armen aermer. Ist der Reichtum etwa investiert worden in Arbeitbeschaffung? Keineswegs. Da liegt das Problem. Ohne Zwang wirds nicht gehen.
Es mag vielleicht auf kurze Sicht toll sein Unternehmen zu verstaatlichen, langfristig aber bedeutet das den Untergang. Zum einen natürlich, da kein Kapital mehr von Außen in das Land kommt. Wer investiert schon in ein Land, bei dem man fürchten muss sein Geld von heute auf morgen willkürlich zu verlieren? Und zum anderen, weil staatliche Unternehmen nicht effizient sein müssen. Sie stehen in keinem Wettbewerb, sind keinen Aktionären verpflichtet und können jederzeit auf Finanzspritzen aus der Staatskasse hoffen.
Auch wenn einige das hier verherrlichen, aber die Geschichte zeigt mehr als deutlich, wohin das führt. Siehe DDR, Kuba, Nordkorea und so weiter und so fort...
Am 30. Dezember 2012 um 11:34 von BILD Dir Deine ...
...ist erforderlich. Vorbei die Zeiten, in denen die Verstaatlichung teurer ist. Nein, seit Schröder gilt die Gewinnmaximierung um jeden Preis, und wenn auch nicht für alle bezahlbar. Gas und Öl wird rar, aber dies dann als überteuertes Premiumprodukt nur für Reiche zu verkaufen ist asozial. Zumal diese Gesellschaftsschicht als Entscheider und Weichensteller der Industrie die Entwicklung von neuen Technologien zur Energiegewinnung und -umwandlung zugunsten einer Gewinnmaximierung bewusst unterlassen hat.
Trotz vorhandener Einstiegstechnologien hat man sich auf veralteten Automobiltechnologien und abbezahlten Stromnetzen, sowie Kernkraftwerken ausgeruht. Mit dem Ergebnis, dass die fehlenden Rücklagen und Entwicklungskosten, die zugunsten des Profits einfach nicht ausgegeben wurden, jetzt die Regierungsparteien zuschiessen.
Am schlimmsten ist nur, dass die Mehrheit unserer Bevölkerung nix schnallt und falsch wählt.
"Erst durch die Gewinnmaximierung ist überhaupt Fortschritt möglich, da die Produktivität erhöht wird und der Preis letzendlich erzielt wird, der die größte Marktràumung erwartet."
Ach so..., insofern sind hier zu Lande beispielweise Stromversorgern und Bahn absolut ineffizient! Denn die Preise steigen unaufhaltsam.
In alle andere Bereiche sieht ja ähnlich aus bzw. haben sie ihre Produktivität soweit erhöht, dass man von Export lebt, den Binnenmarkt lähmt und Leiharbeit und Hungerlöhne boomen.
"was Bolivien macht ist eine Schweinerei, aber das werden sie wie Venezuela erst wieder merken, wenn es zu spaet ist, anstelle Wettbewerb zu fordern"
Da sind wir wieder...
"Wettbewerb zu fordern" heisst dann "sparen" > Personal entlassen, Preise erhöhen > Gewinnmaximierung und das wichtigste > Verluste sozialisieren.
Sie vergessen, das weder Kuba, noch die DDR, noch N Korea ueber nennenswerte begehrte Rohstoffe verfuegen bzw verfuegten. Das trifft auf Bolivien und Venezuela nicht zu. Ich finde es lobenswert internationalen Grosskonzernen den Zugriff darauf zumindest einzuschraenken. Know how und dazugehoerige Technik kann man heute kaufen, leasen und mieten. Die Zeiten aendern sich nun schnell. In Europa und USA eher zum Nachteil der Massen. In B und V kann es ja nur besser werden. Es muss ja nicht 1:1 Kuba oder DDR uebernommen werden. Lets try something different.
Ich finde es interressant, daß für viele hier Verstaatlichung
und Sozialismus für Verfall und Niedergang der Infrastruktur
stehen. Schließlich sorgt im Land des "Kapitalismus und der
Freiheit" jedes kleine Lüftchen für Stromausfälle hunderttausender Haushalte. Grund: fehlende Investitionen.
Ob es überdies für ein Land erstrebenswert ist, daß aus-
ländische "Investoren ( Hedgefonds? ) hier ihr Geld vorrübergehend investieren, ist noch sehr fraglich.
Vor mehr als zehn Jahren wurden in Deutschland viele Betriebe der öffentlichen Energieversorgung privatisiert, um die Energiepreise durch "Konkurrenz" niedrig zu halten.
Übriggeblieben sind ein paar wenige Riesenkonzerne, die den Markt gütlich untereinander aufgeteilt haben und offensichtlich auch die gemeinsame Preisstruktur absprechen.
Das Gleiche passiert seit auch derzeit mit der öffentlichen Gesundheitsversorgung, die man immer mehr einigen wenigen Krankenhauskonzernen überlässt.
Die steigenden Infektionsraten sind mangelnder, weil teurer, Hygiene geschuldet!
Mir erscheint es als grundsätzlich falsch, wenn staatliche Betriebe, die für die Grundversorgung der Menschen in diesem Land zuständig sind, in die Hände gewinnorientierter Firmen gelangen. Das hat sich mittlerweile als völlig falsch und teuer für uns erwiesen.
Wir brauchen wohl demnächst auch eine Regierung, die den ebenso Mut zur Umkehr hat und sich wieder am Wohl der Bürger und weniger am Kapital orientiert.
Das ist eine zynische Art der Betrachtung. Das Bildungsniveau und die Volksgesundheit ist seit Chavez massiv angestiegen. Hungern tut dort niemand mehr und niemand muss mehr aus Geldmangel vor dem Krankenhaus abkratzen. Das ist zumindest ein Anfang. Das nicht Alles(Kriminalitaet, Korruption) von jetzt auf nacher verschwindet ist klar. Die Ansaetze sind da. Give them a chance. Leider sind es die 'demokratischen' Industriestaaten und beleidigten Grosskonzerne, die dort positive Entwicklungen behindern, sowohl aktiv, als auch passiv. Das beste Beispiel ist der eigentlich immens reiche, aber in der Realitaet durch hemmungslose Ausbeutung bitter arme Kongo ohne dessen Koltan KEIN EINZIGES elektronisches Geraet auskommt. Der Reichtum des Landes fliesst durch einen dauerhaft 'installierten' Buergerkrieg fast vollkommen aus dem Land. So lieben es die Grosskonzerne und Industrielaender. Die sche...en auf das Wohlergehen des Volkes.
das will man doch immer im kapitalistischen System. Kaum ist aber mal der Staat der Stärkere, prophezeit man das Ende der Welt.
Es herrscht hier viel Unkenntnis darüber, wie hauptsächlich ausländische Unternehmen in Südamerika ihre marktbeherrschenden Stellungen überhaupt erst einnehmen konnten.
Mit fairem Wettbewerb hat das dort überhaupt nichts zu tun gehabt, schon eher mit korrupten Regierungen, unsauberen Großkonzernen, ausländischen Geheimdiensten, dem IWF und der Weltbank und altkolonialem Einfluß.
Es ist auch ein Märchen, daß die bisherigen Besitzer in Südamerika durch besonders innovative Investitionen aufgefallen wären. Die Standortentscheidung dürfte eher von der Tatsache abhängig gewesen sein, daß man nahezu jeden geltenden Umweltstandard durch geringes Bestechungsgeld lokaler Entscheider umgehen konnte.
Hätten sich die ausländischen Konzerne nicht wie die Axt im Walde verhalten, hätte sich der Volkszorn nicht derart politisch artikuliert wie in Bolivien.
wenn man bedenkt, wieviele nichtdeutsche Firmen hierzulande produzieren und ihre Gewinne gen Grenze entschwinden lassen. Unsere Arbeitnehmer sind auf Gedeih und Verderb ausländischen Investoren ausgeliefert.
Gleiches gilt für Immobilien, die sich straßenweise bald nicht mehr in Deutschem Besitz befinden.
Es wird noch soweit kommen, dass ganze Städte z.B. den Griechischen Großgrundbesitzern (oder Türkischen etc.)gehören und auch deren Staatsangehörigkeiten bekommen. Auch China hat sich schon aufgemacht, um hier Kolonien zu gründen.
Es wird Zeit, dass wir uns wieder an uns selbst erinnern, und nicht diesen Ausverkauf weiter vorantreiben.
MUSS heissen: Reichtum begrenzen(es kann nicht angehen, das Einzelpersonen Milliardenvermogen PRO JAHR anhaeufen) ebenso wie Armut( da muss ein allgemeiner Mindestlebensstandard her) . Gelingt das nicht bald, werden die Armen sich weltweit erheben. ICH moechte dann nicht reich sein, wenn das geschieht. Es brodelt bereits ueberall. Mir geht die Gier der eh schon Superreichen einfach nicht in den Kopf. Was macht man mit 1 000 000 000 $ ?
So sollten auch mal die Regierungen der sog. Industriestaaten, einschließlich Deutschlands, mit ihren Finanz, Energie, Wasser, Verkehrs, Abwasser,Pharma und anderen Mafien umgehen.
Diese Regierungen allerdings, sind so sehr darum bemüht, den Monopolkonzernen ihren Maximalprofit zu sichern, dass sie schon lange ihre Legitimität als Volksvertretungen verspielt haben.
Das allgemeine Aufheulen des internationalen Finanz und Wirtschaftskapitals, ist der beste Beweis für die Richtigkeit der Maßnahmen der Regierung Morales.
Wir sollten davon lernen, denn die Welt wäre mit Sicherheit etwas gerechter.
Vergleicht man Thailand(Gas, Reis , Gesundheit, Diesel subventioniert) mit Kambodscha(Luxusgueter aller Art steuerfrei der Rest besteuert) sieht man den Unterschied gut. Da werden Waelder zum kochen abgeholzt(billiger als Gas!) , Menschen verrecken vor Krankenhaeusern aus Geldmangel, 70% der Bevoelkerung vegetiert ohne Strom und Informationszugang zu Hungerloehnen waehrend die Rohstoffe und landwirtschaftlichen Flaechen von auslaendischen Konzernen 'geerntet' werden. Das kann doch im Ernst niemand wollen.
Das geraubte Geld des Gierkapitalismus wird schlichtweg nirgends mehr benötigt. Die Fed und die EZB drucken doch was das Zeug hält. Es gibt ohnehin keine wirtschaftliche Deckung der umherschwirrenden Mrd, die mit Derivaten Hedgefonds, Rückversicherungen, die nur zum Selbstweck weiterverpfändet, verwettet und verzinst werden. Die Abkoppelung des Geldes von der Wirtschft ist doch längst vollzogen. Es gibt 30 mal mehr Geld als Wirtschaftspotential.
Schlechte Zeiten brechen heran, für die abgegriffenen, verlogenen Begründungen des Gierkapitalismus. Sie gehören in die Tonne.
Erst einmal gehören die Firmen jemandem. Wenn Bolivien (oder Venezuela oder Argentinien) der Meinung sind, sie wollten diese Firmen verstaatlichen, so können sie ja deren Aktien kaufen und schon gehört der Laden ihnen. So ähnlich wie VW.
Einfach so ein Schild davorhängen, das gehört jetzt mir, das ist, da mit Waffengewalt durchgeführt, Raub!
Wer hier schreit, da wäre irgendwie rechtens, der sollte auch die Enteignung der Besitzer in der sowjetischen Besatzungszone bejubeln. Da es Ländereien betraf, dienten diese ja wohl der Lebensvorsorge.
Überspitzt gesagt, jeder der hier jubelt, sollte auch die "Bodenreform" der DDR bejahen. Und jeder kapitalistische Hausbesitzer in Deutschland oder diese "ausbeuterischen" Firmen usw. stehen vor der Enteignung. Blöd nur, wenn Sie eine Lebensversicherung hätten. Die ist ja nun wertlos, da deren Einlagen verstaatlicht wurden.
Zweitens sind die Geschenke in Südamerika nur möglich, weil Öl Devisen ins Land holt.
Den Mindestlebensstandard haben wir bereits, der muss nicht erst noch eingeführt werden (Hartz 4). Und außerdem bin ich sicher: egal, bei welchem Betrag ein solcher Mindestlebensstandard festgelegt werden sollte, wird es immer Leute geben, die ihn für zu niedrig halten. Das ist wahrscheinlich auch die Crux beim "bedingungslosen Grundeinkommen" (ist ja eigentlich auch nichts anderes als Hartz 4). Der übliche deutsche Neidhammel möchte nämlich nicht, dass es den Armen besser geht; wichtiger ist ihm, dass es den Reichen schlechter geht. Siehe Wilhelm Busch vor mehr als 100 Jahren: "Kaum hat der eine ein bisschen was, schon gibt es den anderen, den ärgert das."
Wie hättest du es denn gern? Dass sich die einzelnen Stromkunden, wie immer, am Zaun der Kraftwerke, der lachenden Konzerne, die Zähne ausbeissen?
Oder dass Morales, wie es ja bisher in der ganzen Welt üblich ist, bei den Konzernen vergeblich um Einsicht bettelt?
Natürlich können die Machenschaften dieser Monopolemafia, nur mit staatlicher Gewalt gestoppt werden.
Da bedarf es keinerlei Vorwände,es gibt Gründe dafür genug.
Wenn diese Konzerne, wie im Übrigen auch in Deutschland, ihr Wirtschafts und Finanzmonopol ausnutzen, um die Preise nach ihrem Gutdünken fest zu legen, sollte das für jede Regierung Grund genug sein, dagegen mit allen Mitteln einzuschreiten.
Das hätte was mit Rechtsstaatlichkeit zu tun?
Außerdem werden die Konzerne ja nicht ihres Besitzes beraubt, sondern sie sollen angemessen entschädigt werden.
Das ist eigentlich mehr als sie erwarten könnten und verdient hätten, denn sie haben sich, in der Vergangenheit mit Sicherheit, schon dumm und dämlich "verdient".
.....2. Sind diese Geschenke nur moeglich weil Oel....
KLAR, da haben Sie recht! Weil VORHER die Gewinne ins Ausland abflossen und somit keine 'Geschenke' an die (Eigentuemer)Bevoelkerung moeglich waren. Ist doch klar verstaendlich ,oder? Halten Sie das fuer unmoralisch? Ich halte den VORHERIGEN Zustand fuer UNTRAGBAR! Die Rohstoffe gehoeren dem Volk und nicht Weltkonzernen und ihren Regierungslakaien. Oder sind Sie da anderer Meinung?
ganz gut erkennen.
Mein Unternehmen ist in der Energiebranche tätig und so auch in Lateinamerika seit Jahren.
Somit kann man in Venezuela ganz gut sehen was Sozialismus bzw. Kommunismus bedeutet und wie der zeitliche Ablauf erfolgt.
- enteignet/verstaatlicht
- Endverbraucherpreise werden staatlich festgelegt
- der "Gewinn" der staatlichen Unternehmen geht kontinuierlich ins negative.
- die Investitionen werden gedrosselt
- die Löhne werden staatlich festgelgegt.
==> Die Spezialisten verlassen das Land.
Die Regierung versucht mit Gesetzten und Gewalt die notwendigen Spezialisten im Land zu halten.
Genau dieser Ablauf ist in dem Ölsektor in Venezuela jetzt zu erkennen.
Jeden Monat verliert das Land die wichtigen Spezialisten, die z.B. in USA und Kanada gesucht werden.
Hierzu versucht die Staatsführung nun die Familienangehörige unter Hausarest zu stellen, damit man bleibt und auch arbeitet.
Denn eine positive Motivation "Einkommen" kann der Staat nicht mehr bieten.
Traurig.
Sie schreiben: "Bravo südamerikanische Volksdemokratien."
Haben Sie sich deren Wirtschaft überhaupt angesehen, bevor Sie solche Sachen schreiben?
Unter Chavez ist der Wohlstand des Durchschnittsbürgers auf einen Bruchteil der Vor-Chavez-Ära zurückgegangen, die Aktienkurse aber steigen (was glauben Sie, wer davon profitiert hat?).
Argentinien ist das Land, das an Grenze zur Ersten Welt stand, inzwischen unter Kirchner jedoch wieder in die Kategorie der Dritten Welt zurückgefallen ist - in jeder Hinsicht, insbesondere was das Einkommen mittlerer und unterer Schichten angeht. Der Elite geht es besser als je zuvor.
Erst informieren und nicht blind politische Parolen raushauen!
kann man es eigentlich nicht begründen, warum man alles so lassen sollte wie es seit Jahrhunderten ist.
Aus welchen Grund unterstellst du, dass in Bolivien eine höhere Korruption herrscht, als z.B. in Deutschland?
Warum unterstellst du dass die Bolivianer dümmer sind als die ausländischen Angestellten oder weniger lernfähig?
Welchen Vorteil unterstellst du der kapitalistischen Ideologie, die gerade grandios ihre Unfähigkeit die Probleme der Menschheit zu lösen unter Beweis stellt?
Ja, sich sogar als das eigentliche Problem herausstellt?
Dumm ist im allgemeinen, wenn man einen nachweislich falschen Weg, unbeirrt weiter beschreitet, wie es die kapitalistische Welt tut
Sicher wird es auch Fehler und Rückschläge in Südamerika geben. Nicht zuletzt, weil sich alle Kapitalisten bemühen werden, dort so viel wie möglich Hürden und Fallen aufzubauen.
Aber bis zum Untergang in Schreckstarre zu verharren, wie es der gegenwärtige Neoliberalismus tut, kann einfach nicht das Non plus Ultra sein
Ich rede hier nicht von D. Noch nicht jedenfalls. Hier geht es mir um rohstoffreiche, arme Laender, was schon an sich ein Widerspruch in sich SEIN SOLLTE! Soetwas darf es zukuenftig nicht mehr geben!
Das haben ALLE bisherigen versuche in der Welt bewiesen.
- Zuerst wird das freie Kapital/Vermögen eingezogen und umverteilt
- Dann werden die Verkaufspreise staatlich festgelegt.
- Danach werden die Löhne staatlich geregelt.
- Die Landeswährung ist nicht mehr konvertibel und der Wechselkurs wird staatlich festgelgt.
- Der Schwarzwechselkurs beginnt.
- Der Geldtausch wird außerhalb des Staates verboten.
- Importe werden verteuert bis zur unerschwinglichkeit
Dies führte immer dazu dass Spezialisten, die für die Aufrechterhaltung der staatlichen Infrastruktur werden zunehmend das Land verlassen (Ärzte, Ing., Techniker, Facharbeiter), kurzum alle die anderstwo mehr Geld verdienen und keine Lust haben für NIX das restliche Volk zu versorgen!
- Der Staat verhindert mit staatlichen Gesetzen und repressalien die Ausreise, das muß keine Mauer sein!!
Siehe Kuba, Venezuela.
=> Das Sichtum kommt ins Land weil Leistung nicht lohnt
=> Guck&Horch vom Staat entsteht
=> fertig ist die Unfreiheit
Ein alter Indianerspruch lautet: Wenn dein Pferd tot ist steig ab. Das tote Pferd globaler Turbokapitalismus wird aber leider von zu Vielen immer noch geritten ohne zu bemerken(oder es bemerken zu wollen), das es tot. Leider.
zu haben, scheint eher ein Attribut von dir zu sein.
Wo lebst du eigentlich?
Seit die neoliberalen Regierungen, sowohl in Deutschland, als auch in Europa und der ganzen Welt, ihre Privatisierungsorgien durchgeführt haben, haben sich sowohl die Preise vervielfacht, als auch die Qualität umgekehrt proportional entwickelt.
Nenne doch spaßeshalber mal eine einzige Branche der allgemeinen Lebensvorsorge, wie Wasser, Energie, Verkehr, Post, Gesundheitswesen, usw. aus der die Allgemeinheit, einen wirklichen Nutzen, in Form von niedrigeren Preisen oder besserem Service gezogen hätte?
Bitte! Nur eine.
Und deine "Sorge" oder sollte ich lieber sagen deinen Wunsch, dass niemand mehr in Bolivien oder den anderen Süd und Mittelamerikanischen Staaten investieren wird, ehrt dich zwar, aber wird nicht eintreten.
Dafür kann man dort viel zu viel Profite scheffeln und ist die Gier aller Kapitalisten danach viel zu groß, um sich von solchen dummen ideologischen Schranken aufhalten zu lassen.
Alles, was mit Infrastruktur - Telekommunikation - Transport im engen und weiten Sinn zu tun hat, gehört unter keinen Umständen – d. h. selbst bei drohenden Staatsbankrotten nicht – in private Hände...
Wie einige geschrieben haben ist es die Pflicht eines Unternehmers seinen Gewinn zu maximieren ob nun durch Reduzierung der Lohnkosten oder durch Nutzen von Steuerschlupflöchern.
Das ist ja auch ok. Würden vermutlich die meisten von uns so machen.
Aber es gibt Bereiche da sollte zum Wohle der Allgemeinheit eben nicht auf Gewinn sondern möglichst zum Selbstkostenpreis angeboten werden müssten.
Energie - Weil zu hohe Energiekosten ALLE ANDEREN Industrien am Standort Deutschland bedrohen und auf ALLE PRODUKTE aufgeschlagen werden.
Öffentlicher Nahverkehr - Weil eben nicht nur die profitablen Strecken erhalten sein müssen sondern auch die Menschen im hinter letzten Kuhkaff ein Recht darauf haben von A nach B zu kommen und nicht nur die Leute in einer Großstadt.
Medizin - Weil auch dies ein Bereich sein sollte indem zum Selbstkostenpreis gearbeitet werden sollte weil die Rechnung so auch wieder ALLE zahlen. Weil die erhöhten Kosten der Kliniken zahlen die Kassen und wer zahlt die Kasse
Vorbild
Das sollte man auch in Deutschland machen.
Wir sollten von ihnen lernen
Früher hat Lateinamerika von uns gelernt, eigentlich nur wie man Menschen und Natur rigoros ausplündert. Heute können wir von Lateinamerika lernen wie man die Plünderer los wird. Wir haben aber nur Regierungen, die den Plünderern rote Teppiche auslegen.
Vorbildlich?
Ich kann so ganz und gar nichts vorbildliches daran sehen, wenn Menschen unter Anwendung staatlicher Gewalt ihres Besitzes beraubt werden, unter welchen Vorwänden auch immer dies geschehen mag. Ein solches Verhalten entbehrt jeglicher Rechtsstaatlichkeit. Von einem Marxisten wie Morales ist dies aber wohl schon zu viel verlangt.
@Dr.Kawasaki
Richtig,
die gesetzliche Grundlage dafür findet sihc im GG.
Hier wird jedoch der Bürger zum Zahlen verdonnert, wenn die Industrie es nicht hinbekommt(Offshore-Windparks).
Und Rösler möchte den Staat noch weiter verkaufen.
wäre
nach Grundgesetz sogar möglich, soviel ich weiß, müsste nur nachschlagen welche Artikel.
Das ist hoffentlich ein neuer Trend der sich ausweitet.
Alles was zur Grundversorgung der Bevoelkerung noetig ist MUSS wieder in staatliche Hand gelangen. Was durch private Grundversorgung geschehen ist und geschieht ist offensichtlich, ueberall: Die Preise explodieren ohne zwingenden Grund. Diese Entwicklung muss aufgehalten werden. Gas, Wasser, Strom gehoeren in die oeffentliche Hand und muessen fuer JEDEN bezahlbar bleiben.
Da bin ich ja mal gespannt ...
Da bin ich ja mal gespannt wie die Wirtschaft in Bolivien in fünf Jahren aussieht.
Vor allem ist die Frage interessant, ob in den nächsten 20 Jahren noch irgendein ausländisches Unternehmen jemals etwas in Bolivien investieren wird und Arbeitsplätze schafft.
Aber diese Sozialisten sind sicher davon überzeugt, dass sie alles allein hin bekommen, werden sie auch, fürs erste jedenfalls, denn mit Enteignungen kann man kurzfristig ganz viele tolle Versprechen und Geschenke finanzieren, aber auf kosten eines umso härteren Wirtschaftszusammenbruchs einige Jahre später.
Ich denke Bolivien wird der Welt mal wieder demonstrieren wie man mit radikalem Sozialismus am Ende doch wieder nur den einfachen Leuten schaden zufügt. Die Parteibonzen werden schon dafür sorgen, dass sie im Haus am See wohnen können und immer genug zu essen haben.
LFM-gg
Eigentum verpflichtet. Kennen Sie den Spruch? Die Eigentuemer werden ja abgefunden. So kommt es wenn man an Schmerzgrenzen geht. Grundversorgungen sollten generell in staatlicher Hand sein, das der Gier wenigstens da Grenzen gesetzt werden kann und sich JEDER Strom, Wasser, Gas leisten kann. Was hat denn die Privatisierung der Bahn und der Stromnetze in D gebracht, ausser exorbitant hoeherer Preise? Viel Geld fuer Wenige und sonst nix.
Wir werden von ihnen lernen, verlasen Sie sich drauf
@giergeier
"Wir sollten von ihnen lernen"
Wir werden von ihnen lernen und zwar was man auf gar keinen Fall tun darf wenn einem die einfachen Leute wichtig sind. Was man auf gar keinen Fall tun darf, wenn man nicht die eigene Wirtschaft ruinieren will. Was man auf gar keinen Fall tun darf wenn man nicht massiv Arbeitsplätze vernichten will, die man dann sehr teuer durch staatlich subventionierte, künstliche Arbeitsplätze ersetzen will.
@rex3
Aber diese Sozialisten sind sicher davon überzeugt, dass sie alles allein hin bekommen, werden sie auch, fürs erste jedenfalls, denn mit Enteignungen kann man kurzfristig ganz viele tolle Versprechen und Geschenke finanzieren, aber auf kosten eines umso härteren Wirtschaftszusammenbruchs einige Jahre später.
Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu, daß Enteignungen nicht das Wahre sind. Aber Sie sehen hier, wozu es führen kann, wenn sich Unternehmen auf Kosten ihrer Kunden oder ihrer Mitarbeiter die Taschen vollstopfen. Und da sind wir dann wieder bei der Gerechigkeitsdebatte aus dem Hollande-Thread. Sie mögen es zwar für gerecht halten, wenn der Unternehmer 1000x zu viel verdient wie seine Angestellten, die Mehrheit der Menschen tut das aber nicht. Und wenn die Schere zwischen Arm und Reich zu groß wird, dann sind auch irrationale Reaktionen (Enteignungen) oder Gewalt (wie die Ausschreitungen in den französischen Vorstädten vor einigen Jahren) möglich.
Viel dümmer geht es eigentlich nicht mehr.
Stromversorgungs-, Öl- und Telekommunikationsunternehmen sowie Zinn- und Zinkmine des Konzerns Glencore verstaatlicht, weitere Schritte sind angekündigt.
Man sollte sich mal fragen warum das alles ausländische Unternehmen sind. Vermutlich weil die die höheren Bestechungsgelder zahlen können.
Eventuell liegt es aber auch daran, dass in Bolivien die nötige Kompetenz fehlt um selber so etwas auf die Beine zu stellen. Wenn man dann die Ausländer zum Teufel jagt, hat man sehr schnell ein Problem. Vor allem haben die Sozialisten dann ein Problem, da es sich mit ihrer Ideologie nicht verträgt, besonders teures, ausländisches Fachpersonal mit sehr viel Geld anzulocken wenn man sie dann doch wieder braucht. Es wird dann bald in Bolivien schlimmer aussehen als in der Sowjetunion kurz vor deren Zusammenbruch.
Sehr viel dümmer geht es eigentlich nicht. Wenn man Probleme mit der Versorgung hat, könnte man das auch durch eine Regulierungsbehörde in den Griff bekommen, aber es geht ja Ideologie.
@ rex3 - 7:32
Ich weiß nicht, ob man die aufgezählten Dinge wirklich
auf keinen Fall tun darf.
Ich glaube sogar, dass man einige Dinge davon auf
jeden Fall tun muß, wenn einem die einfachen Leute
wichtig sind.
Ihren naivem Glauben an die hehre und hohe Gesinnung
von Privatunternehmen teile ich nicht, Schon garnicht
die Vorstellung, dass diese in erster Linie besorgt
um die Arbeitsplätze sind.
Meine Erfahrung in einem langen Leben zeigt, dass eher
Arbeitnehmer auf den Begriff Kostenfaktor reduziert
werden.
Wasser, Energie, Infrastruktur, Justiz und alles
andere, was zu einem menschenwürdigen Leben nötig
ist, gehören in die Hand des Staates.
und wieder nichts gelernt
Und wieder gibt es einen Staat, der nichts aus der Geschichte gelernt hat. Ausnahmslos überall hat Verstaatlichung zu höheren Preisen und schlechterer Versorgung geführt. Wie dumm muss man eigentlich noch sein?
Noch dazu wird jetzt kaum noch jemand in Bolivien investieren wollen.
@rex3: Chavez ist noch schlimmer
Ich gebe Ihnen völlig Recht.
Als Anmerkung: Der Gesinnungsgenosse Chavez aus Venezuela ist noch schlimmer und diente Morales als Vorbild.
Die Bevölkerung in diesen Ländern kann einem nur leid tun.
sehr gut, es beginnt immer an der peripherie
bin auch mal gespannt, wohin unsere bemitleidenswerten reichen dann mal wieder zu auszuwandern drohen, wenn ihre ganze verlogene kartenhauswelt zusammenbricht. amerika als mutterland geht ja auch so langsam den bach runter ...
fortgesetze Stärkung des Staates
Ich bin der Meinung, dass gerade europäische Unternehmen, bzw. deren Töchter die hohen Standards hierzuland nicht mit nach Lateinamerika exportieren. Es gibt doch einige sehr gut aufbereitete Quellen darüber. Sehr empfehlenswert ist z.B. das Auftreten von Coco-Cola, was in einer Arte Dokumentation aufbereitet ist.
Was übrigens in Europa kaum kommentiert wurde ist, dass Coca-Cola in Bolivien ebenfalls verboten wurde.
Ich bin sehr gespannt auf dieses lateinamerikanische Experiement. In jedem Fall führt diese Politik zu einer deutlichen Stärkung der Machtposition des Landes und ich hoffe auch damit zugunsten der Menschen.
Und wann
kommt das auch bei uns?
Ich bin gegen Verstaatlichung, aber für eine vernünftige
staatliche Kontrolle, d.h. Kontrolle, nicht nur einige
gut geschmierte Abgeordnete in ein Gremium setzen und
sich bereichern auf Kosten aller Menschen.
Die Grundversorgung muß zu einem bezahlbaren, vernünftigen Preis gewährleistet sein und nicht in die
Hände einiger weniger und gewinnsüchtiger Geier gelegt werden.
@dschungelmann und
@dschungelmann und ähnliche
Sie haben also das Grundprinzip unserer Wirtschaft nicht verstanden, aber was kann man erwarten, wenn Sie einem spanischen Unternehmen, das in Bolivien Tochtergesellschaften unterhält, einen Grundgesetzartikel entgegenhalten, der auf die Eigentümer gemùnzt ist.
Unternehmen sind dazu verpflichtet!!! Gewinne zu maximieren. Der Ertrag den die Eigentümer darauf erzielen, der unterliegt dann dem Satz, den Sie so gerne zitiert haben.
Erst durch die Gewinnmaximierung ist überhaupt Fortschritt möglich, da die Produktivität erhöht wird und der Preis letzendlich erzielt wird, der die größte Marktràumung erwartet. Das funktioniert aber nur bei bestehendem, ausreichenden Wettbewerb. und ob diese Situation in Bolivien gegeben ist, können weder Sie noch ich hier angemessen beurteilen.
Marktwirtschaft ist die effektivste Art die notwendigen Kapitalressourcen zu allokieren, aber davon wollen Sie wahrscheinlich nichts wissen.
darüber hinaus ist der Staat NICHT für die Grundversorgung zuständig, er ist dafür zustàndig potenzielle soziale Härten abzufedern.
darüber hinaus ist der Staat für staatliche Hoheitsaufgaben zuständig, also Rechtsstaat, Polizei, Bundeswehr etc. Alles andere geht in grundsätzlich erstmal nichts an.
und zum Thema Bahn:
Wieso sollten alle Bürgern für den Transport von einer Gruppe von Menschen bezahlen? weshalb können diese das nicht selbst?
nur zur Klarstellung: Ich bin selbst Bahnpendler und zahle ein halbes Vermögen an die Bahn, aber wenn ich das nicht will, kann ich immer noch das Auto nehmen, meine Entscheidung, aber die Bahn ist billiger!!
vielleicht fordern Sie doch einfach auch die Verstaatlichung aller Autos, so dass anstelle Bahn die Allgemeinheit einfach auch ihre Taxifahrten bezahlt.
was Bolivien macht ist eine Schweinerei, aber das werden sie wie Venezuela erst wieder merken, wenn es zu spaet ist, anstelle Wettbewerb zu fordern, die Betriebe zwangsverstaatlichen. der ganze schritt macht anschliessend gar keinen Sinn mehr, wenn sie eine ausreichend hohe Entschädigung zahlen, denn dann ist der Effekt = 0, denn die Entschädigung mùsste ja der Barwert der zukuenftigen Ertraege sein, somit haetten Sie dem Mutterkonzern bereits heute risikofrei die Ertraege bezahlt, die sie sonst erwirtschaften wuerde, also wird die entschaedigung drunter liegen mit der folge dass die zwangsenteignung nicht wirklich entschaedigt wird.
@ LFM-gg
Wer hat denn hier wohl wen beraubt? Waren es nicht die Spanier, die auf brutale Art und Weise in Südamerika einmarschiert sind und im Namen Gottes einen Völkermord betrieben? Von der Zerstörung der Kulturgüter nicht zu reden, das Gold trägt wohl Juan Carlos auf seinem Kopf. Die Bolivianer haben das Recht sich das zu holen was auf ihrem Land wächst und gedeiht. Das wir hier alles tun um den Vorständen fette Gehälter zu ermöglichen ist nicht deren Schuld.
Das wird mehr Nachteile mit sich bringen!
Als ehemalige Kolonie kann man die Situation von Bolivien sicher nicht mit der unseres Landes vergleichen. Hier geht es auch um die Erlangung von mehr Unabhängigkeit. Die Geschichte lehrt uns aber, dass Verstaatlichungen am Ende nicht unbedingt zu mehr Vorteilen für die Bürger geführt haben. Wenn das verstaatlichte Unternehmen nach privatwirtschaftlichen Prinzipien geführt wird und nicht ausgeplündert wird, mag das immer noch funktionieren. Häufig führt es eher zu mehr Bereicherung eines Personenkreises, der sowieso schon alles hat. Ich erinnere nur an unsere Landesbanken. Die These dass verstaatlichte Unternehmen nur das Allgemeinwohl im Sinn haben, stimmt eben nicht. Bolivien hat sich keinen Gefallen mit diesem Schritt getan. Muss doch jedes ausländische Unternehmen nun befürchten, dass seine Unternehmensteile in Bolivien verstaatlicht werden könnten, wenn es dort zu erfolgreich ist. Selbst wenn man dabei viele Arbeitsplätze geschaffen wurden.
Versorgungsunternehmen und
Versorgungsunternehmen und rohstoffförderne Industrien gehören in staatliche Hand.
Aber darauf wird man sich hier erst wieder zurückbesinnen, wenn wir ebenfalls alles Tabelsilber verscherbelt haben. Das böse Erwachen kommt dann, wenn die Investoren ihre Rendite sehen wollen, in Form von Preisanstiegen und zu Lasten der Versorgungssicherheit!
Betrachtet man die voellig marode Infrastruktur...
der PRIVATEN Stromversorger in den USA, die von Gewinnausschuettungen zerfressen wurde im Laufe der Jahrzehnte und kaum Besserung zeigt, muss man zwingend zu dem Schluss kommen, das nicht auf reinen Gewinn basierende Systeme unter staatlicher Kontrolle fuer die Masse der Buerger eindeutig besser sind. Hier in Thailand ist ein Mindestkontingent an Strom fuer die Armen und Aermsten sogar voellig kostenlos erhaeltlich ebenso wie Krankenversorgung. Warum sollte das in anderen Laendern nicht moeglich sein? Auch sollte die Ausbeutung der Bodenschaetze von armen Laendern durch westliche Konzerne endlich ein Ende haben und der Reichtum dieser Laender im Land bleiben. Daher begruesse ich diesen Schritt Boliviens. Bleibt zu hoffen, das es von einer 'Demokratisierung ala Libyen' verschont bleibt.
Zinn wird billiger - Die Bolivianer ärmer
Am Niedergang der Sowjetunion, nach Ressourcen reichstes Land der Erde kann man ablesen was kommt.
Wenn die Anlagen auf Verschleiß gefahren sind für billige Strompreise und maximale Zinnausbeute, dann werden wir sehen wie unter Zwang eine Reprivatisierung zum Schnäppchenpreis erfolgt.
In Bolivien haben die armen, bildungsfernen Schichten ihren Vertreter an die Spitze des Staates gestellt. Er handelt nun so wie sie es von ihm erwarten.
@Thunderstorm: nö
"Die Geschichte lehrt ..."
da könnten sie auch behaupten, dass man nach 50 versuchen aufhören sollte, doch wissenschaftlich gesehen sind 50 versuche gar nichts. im übrigen wird china auf diese weise, die nächste supermacht werden, während der kapitalismus weltweit am ende ist
"Selbst wenn man dabei viele Arbeitsplätze geschaffen wurden."
in der regel werden nicht viele arbeitsplätzte geschaffen, ... und auf hundert hilfsarbeiterjob kann ecuador vermutlich gerade noch verzichten
Mal schauen.
Der bolivianische Präsident riskiert viel – auch sein eigenes Leben.
Ich stimme Einigen zu, dass er damit riskiert, dass ausländische Investoren es sich zweimal überlegen, ob sie in Bolivien Inverstieren und Arbeitsplätze schaffen.
Wenn ich jedoch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte beobachte, frage ich mich ob dies wirklich eine Gefahr oder nicht gar ein Segen ist?
In den wenigsten Fällen wurden hier Arbeitsplätze geschaffen, die für eine deutliche Verbesserung der Lebensverhältnisse der dortigen Menschen sorgten – es sei nur an die letzten Skandale mit der Textilindustrie und der chemischen Industrie erinnert. Oder die Fabriken wurden in noch „billigere“ Länder verlegt.
Ich konnte hier zu Lande bisher keine Verbesserung im Leistungsumfang bei privatisierten öffentlichen Diensten feststellen – eher das Gegenteil.
Immer noch vertrete auch ich die Meinung, die Versorgung mit Strom, Wasser, Post und öffentlicher Verkehr gehören in öffentliche Hand.
Dumm oder vorbildlich!
Dümmer, als wir es machen mit dem globalen Kapitalismus geht es nicht mehr, behaupte ich. Wenn man mal wagt genauer hinzuschauen, merkt man doch sehr deutlich, dass es SO nicht weiter geht!
Also ist ein Weg Boliviens und Equadors doch ein klares Vorbild für einen Kurs, der wieder mehr mit der Erde als gegen sie geht.
Ich hoffe, dass wir von Bolivien und Equador lernen können, anstatt uns der Macht der Konzerne und Banken zu unterwerfen. Es gab ja auch schon bei uns vielfach von gestandenen Politikern die Vorschläge, Banken so zu verkleinern, dass sie nicht von Staats wegen mit Steuergeldern gerettet werden müssen, weil ihr Zusammenbruch die gesamte Wirtschaft gefährdet.
Die Wachstumswirtschaft kann eh nicht weitergehen bei einem begrenzten Planeten. Ich hoffe wir sehen das bald ein.
Danke Bolivien!
Neoliberalismus ein überholte Ideologie
Was soll dieses Ideologiegeschwurbel über den Staat:
das ist Ihre Definition möglichst alles den "heilenden" händen des Marktes überlassen - also Neoliberalismus pur. Stichwort: banken etc. Nein: Staat hat die Aufgaben die ihm eine freie bürgerliche Gesellschaft zuordnet. Und wenn diese Gesellschaft meint, daß es besser ist die Grundversorgung der Menschen nicht geldgierigen Spekulanten zu überlassern dann haben sie dies auch an der Wahlurne mitentschieden. Da können sie noch so geifern: Chavez und Morales sind gewählte Präsidenten. Und nach der Geschicht dieser Länder wahrlich ein Lichtblick.
@rex3 und Konsorten Och,jetzt
@rex3 und Konsorten
Och,jetzt hat einer endlich das Richtige getan und ihr heult rum.
Wohin die Preise bei Privatunternehmen dieser Art führen sieht man in Deutschland .Da wird der kleine Mann hemmungslos abgezockt.
So was können eigentlich nur direkte Proviteure oder vollkommene Idis gut heissen.
Es wird höchste Zeit diese Abzocker an die Kette zu legen.
Verstaatlichung sofort ,und nicht nur den Stromsektor.
Den Firmen denen dass nicht passt:Da ist die Tür.
Und man sollte sich nicht täuschen lassen,in Bolivien gibts nicht nur Bauern.Dank Morales haben die mittlerweile ein ganz gutes Schulsystem ,bei dem auch ärmere Menschen zu Bildung gelangen können.Nicht so wie bei uns,wo man reich=intelligent (s.die Geissens,lol) setzt.
Die Unterschicht wird bei uns systematisch von Bildung ferngehalten.
Immerhin lernen die mit Waffen umgehen ,solltet ihr Reichen Immer im Hinterkopf behalten.ggg
-dschungelmann-
Ich kann Ihnen nur zustimmen.
Der Staat hat dafür zu sorgen, dass die Grundversorgung für die Bürger bezahlbar bleibt. Ist dies nicht mehr gewährleistet, muss er einschreiten.
-kai_s
Natürlich ist es das Ziel jedes Unternehmen Gewinne zu erzielen. Von diesen Gewinnen sollen aber auch alle profitieren, Arbeitnehmer genauso wie Arbeitgeber, wenn auch nicht in dem gleichen Ausmaß. Jahrzehntelang hat diese Handlungsweise auch gut funktioniert und beide Seiten waren zufrieden, bis sich infolge der Deregulierung der Raubtierkapitalismus breit gemacht hat.
@kai_s
Es steht Ihnen natuerlich frei unsere vor den Kollaps stehenden, tollen Wirtschaftssysteme zu loben. Es steht Ihnen natuerlich frei gut ueber die Gewinnmaximierung zu dozieren. So wie es mir frei steht dieses marode, auf den immensen Reichtum Weniger fixierte System zu kritisieren. Haben Sie eigentlich noch nicht bemerkt, das dieses System fast am Ende ist ? Lassen Sie Bolivien mal machen und Chavez, der mit ueberwaeltigender Mehrheit gewaehlt wurde ebenso. Es ist an der Zeit fuer einen totalen Systemwechsel, der wieder die Buerger, nicht die shareholder, in den Mittelpunkt rueckt. Mehr Reichtum durch mehr Armut muss ein Ende haben! Genau das naemlich hat seit 2007 in D stattgefunden, statistisch nachweisbar. Die Reichen wurden immens reicher und die Armen aermer. Ist der Reichtum etwa investiert worden in Arbeitbeschaffung? Keineswegs. Da liegt das Problem. Ohne Zwang wirds nicht gehen.
Der Weg in den Untergang
Es mag vielleicht auf kurze Sicht toll sein Unternehmen zu verstaatlichen, langfristig aber bedeutet das den Untergang. Zum einen natürlich, da kein Kapital mehr von Außen in das Land kommt. Wer investiert schon in ein Land, bei dem man fürchten muss sein Geld von heute auf morgen willkürlich zu verlieren? Und zum anderen, weil staatliche Unternehmen nicht effizient sein müssen. Sie stehen in keinem Wettbewerb, sind keinen Aktionären verpflichtet und können jederzeit auf Finanzspritzen aus der Staatskasse hoffen.
Auch wenn einige das hier verherrlichen, aber die Geschichte zeigt mehr als deutlich, wohin das führt. Siehe DDR, Kuba, Nordkorea und so weiter und so fort...
Umdenken...
...ist erforderlich. Vorbei die Zeiten, in denen die Verstaatlichung teurer ist. Nein, seit Schröder gilt die Gewinnmaximierung um jeden Preis, und wenn auch nicht für alle bezahlbar. Gas und Öl wird rar, aber dies dann als überteuertes Premiumprodukt nur für Reiche zu verkaufen ist asozial. Zumal diese Gesellschaftsschicht als Entscheider und Weichensteller der Industrie die Entwicklung von neuen Technologien zur Energiegewinnung und -umwandlung zugunsten einer Gewinnmaximierung bewusst unterlassen hat.
Trotz vorhandener Einstiegstechnologien hat man sich auf veralteten Automobiltechnologien und abbezahlten Stromnetzen, sowie Kernkraftwerken ausgeruht. Mit dem Ergebnis, dass die fehlenden Rücklagen und Entwicklungskosten, die zugunsten des Profits einfach nicht ausgegeben wurden, jetzt die Regierungsparteien zuschiessen.
Am schlimmsten ist nur, dass die Mehrheit unserer Bevölkerung nix schnallt und falsch wählt.
Die Linken feiern...
Die Linken in den deutschen Medien feiern das doch jedes mal wenn irgendein südamerikanischer Demagoge Unternehmen verstaatlicht.
Venezuela ist mittlerweile immer auf der suche nach Branchen die es noch verstaatlichen kann um die verluste der bereits verstaatlichten aufzufangen.
@kai_s
"Erst durch die Gewinnmaximierung ist überhaupt Fortschritt möglich, da die Produktivität erhöht wird und der Preis letzendlich erzielt wird, der die größte Marktràumung erwartet."
Ach so..., insofern sind hier zu Lande beispielweise Stromversorgern und Bahn absolut ineffizient! Denn die Preise steigen unaufhaltsam.
In alle andere Bereiche sieht ja ähnlich aus bzw. haben sie ihre Produktivität soweit erhöht, dass man von Export lebt, den Binnenmarkt lähmt und Leiharbeit und Hungerlöhne boomen.
"was Bolivien macht ist eine Schweinerei, aber das werden sie wie Venezuela erst wieder merken, wenn es zu spaet ist, anstelle Wettbewerb zu fordern"
Da sind wir wieder...
"Wettbewerb zu fordern" heisst dann "sparen" > Personal entlassen, Preise erhöhen > Gewinnmaximierung und das wichtigste > Verluste sozialisieren.
@Verena1981
Sie vergessen, das weder Kuba, noch die DDR, noch N Korea ueber nennenswerte begehrte Rohstoffe verfuegen bzw verfuegten. Das trifft auf Bolivien und Venezuela nicht zu. Ich finde es lobenswert internationalen Grosskonzernen den Zugriff darauf zumindest einzuschraenken. Know how und dazugehoerige Technik kann man heute kaufen, leasen und mieten. Die Zeiten aendern sich nun schnell. In Europa und USA eher zum Nachteil der Massen. In B und V kann es ja nur besser werden. Es muss ja nicht 1:1 Kuba oder DDR uebernommen werden. Lets try something different.
Ich finde es interressant,
Ich finde es interressant, daß für viele hier Verstaatlichung
und Sozialismus für Verfall und Niedergang der Infrastruktur
stehen. Schließlich sorgt im Land des "Kapitalismus und der
Freiheit" jedes kleine Lüftchen für Stromausfälle hunderttausender Haushalte. Grund: fehlende Investitionen.
Ob es überdies für ein Land erstrebenswert ist, daß aus-
ländische "Investoren ( Hedgefonds? ) hier ihr Geld vorrübergehend investieren, ist noch sehr fraglich.
Wie war das damals noch???
Vor mehr als zehn Jahren wurden in Deutschland viele Betriebe der öffentlichen Energieversorgung privatisiert, um die Energiepreise durch "Konkurrenz" niedrig zu halten.
Übriggeblieben sind ein paar wenige Riesenkonzerne, die den Markt gütlich untereinander aufgeteilt haben und offensichtlich auch die gemeinsame Preisstruktur absprechen.
Das Gleiche passiert seit auch derzeit mit der öffentlichen Gesundheitsversorgung, die man immer mehr einigen wenigen Krankenhauskonzernen überlässt.
Die steigenden Infektionsraten sind mangelnder, weil teurer, Hygiene geschuldet!
Mir erscheint es als grundsätzlich falsch, wenn staatliche Betriebe, die für die Grundversorgung der Menschen in diesem Land zuständig sind, in die Hände gewinnorientierter Firmen gelangen. Das hat sich mittlerweile als völlig falsch und teuer für uns erwiesen.
Wir brauchen wohl demnächst auch eine Regierung, die den ebenso Mut zur Umkehr hat und sich wieder am Wohl der Bürger und weniger am Kapital orientiert.
Pegi_18
Das ist eine zynische Art der Betrachtung. Das Bildungsniveau und die Volksgesundheit ist seit Chavez massiv angestiegen. Hungern tut dort niemand mehr und niemand muss mehr aus Geldmangel vor dem Krankenhaus abkratzen. Das ist zumindest ein Anfang. Das nicht Alles(Kriminalitaet, Korruption) von jetzt auf nacher verschwindet ist klar. Die Ansaetze sind da. Give them a chance. Leider sind es die 'demokratischen' Industriestaaten und beleidigten Grosskonzerne, die dort positive Entwicklungen behindern, sowohl aktiv, als auch passiv. Das beste Beispiel ist der eigentlich immens reiche, aber in der Realitaet durch hemmungslose Ausbeutung bitter arme Kongo ohne dessen Koltan KEIN EINZIGES elektronisches Geraet auskommt. Der Reichtum des Landes fliesst durch einen dauerhaft 'installierten' Buergerkrieg fast vollkommen aus dem Land. So lieben es die Grosskonzerne und Industrielaender. Die sche...en auf das Wohlergehen des Volkes.
Freies Spiel der Kräfte
das will man doch immer im kapitalistischen System. Kaum ist aber mal der Staat der Stärkere, prophezeit man das Ende der Welt.
Es herrscht hier viel Unkenntnis darüber, wie hauptsächlich ausländische Unternehmen in Südamerika ihre marktbeherrschenden Stellungen überhaupt erst einnehmen konnten.
Mit fairem Wettbewerb hat das dort überhaupt nichts zu tun gehabt, schon eher mit korrupten Regierungen, unsauberen Großkonzernen, ausländischen Geheimdiensten, dem IWF und der Weltbank und altkolonialem Einfluß.
Es ist auch ein Märchen, daß die bisherigen Besitzer in Südamerika durch besonders innovative Investitionen aufgefallen wären. Die Standortentscheidung dürfte eher von der Tatsache abhängig gewesen sein, daß man nahezu jeden geltenden Umweltstandard durch geringes Bestechungsgeld lokaler Entscheider umgehen konnte.
Hätten sich die ausländischen Konzerne nicht wie die Axt im Walde verhalten, hätte sich der Volkszorn nicht derart politisch artikuliert wie in Bolivien.
Schon ein interessantes Ding
wenn man bedenkt, wieviele nichtdeutsche Firmen hierzulande produzieren und ihre Gewinne gen Grenze entschwinden lassen. Unsere Arbeitnehmer sind auf Gedeih und Verderb ausländischen Investoren ausgeliefert.
Gleiches gilt für Immobilien, die sich straßenweise bald nicht mehr in Deutschem Besitz befinden.
Es wird noch soweit kommen, dass ganze Städte z.B. den Griechischen Großgrundbesitzern (oder Türkischen etc.)gehören und auch deren Staatsangehörigkeiten bekommen. Auch China hat sich schon aufgemacht, um hier Kolonien zu gründen.
Es wird Zeit, dass wir uns wieder an uns selbst erinnern, und nicht diesen Ausverkauf weiter vorantreiben.
Der Wahlspruch fuer eine lebenswerte Zukunft....
MUSS heissen: Reichtum begrenzen(es kann nicht angehen, das Einzelpersonen Milliardenvermogen PRO JAHR anhaeufen) ebenso wie Armut( da muss ein allgemeiner Mindestlebensstandard her) . Gelingt das nicht bald, werden die Armen sich weltweit erheben. ICH moechte dann nicht reich sein, wenn das geschieht. Es brodelt bereits ueberall. Mir geht die Gier der eh schon Superreichen einfach nicht in den Kopf. Was macht man mit 1 000 000 000 $ ?
Man kann da nur sagen,
bravo Morales! Bravo südamerikanische Volksdemokratien.
So sollten auch mal die Regierungen der sog. Industriestaaten, einschließlich Deutschlands, mit ihren Finanz, Energie, Wasser, Verkehrs, Abwasser,Pharma und anderen Mafien umgehen.
Diese Regierungen allerdings, sind so sehr darum bemüht, den Monopolkonzernen ihren Maximalprofit zu sichern, dass sie schon lange ihre Legitimität als Volksvertretungen verspielt haben.
Das allgemeine Aufheulen des internationalen Finanz und Wirtschaftskapitals, ist der beste Beweis für die Richtigkeit der Maßnahmen der Regierung Morales.
Wir sollten davon lernen, denn die Welt wäre mit Sicherheit etwas gerechter.
Beispiel: Kambodscha
Vergleicht man Thailand(Gas, Reis , Gesundheit, Diesel subventioniert) mit Kambodscha(Luxusgueter aller Art steuerfrei der Rest besteuert) sieht man den Unterschied gut. Da werden Waelder zum kochen abgeholzt(billiger als Gas!) , Menschen verrecken vor Krankenhaeusern aus Geldmangel, 70% der Bevoelkerung vegetiert ohne Strom und Informationszugang zu Hungerloehnen waehrend die Rohstoffe und landwirtschaftlichen Flaechen von auslaendischen Konzernen 'geerntet' werden. Das kann doch im Ernst niemand wollen.
Euer Räubergeld wird nicht mehr gebraucht
Das geraubte Geld des Gierkapitalismus wird schlichtweg nirgends mehr benötigt. Die Fed und die EZB drucken doch was das Zeug hält. Es gibt ohnehin keine wirtschaftliche Deckung der umherschwirrenden Mrd, die mit Derivaten Hedgefonds, Rückversicherungen, die nur zum Selbstweck weiterverpfändet, verwettet und verzinst werden. Die Abkoppelung des Geldes von der Wirtschft ist doch längst vollzogen. Es gibt 30 mal mehr Geld als Wirtschaftspotential.
Schlechte Zeiten brechen heran, für die abgegriffenen, verlogenen Begründungen des Gierkapitalismus. Sie gehören in die Tonne.
Diebstahl? ist vorbildlich
Erst einmal gehören die Firmen jemandem. Wenn Bolivien (oder Venezuela oder Argentinien) der Meinung sind, sie wollten diese Firmen verstaatlichen, so können sie ja deren Aktien kaufen und schon gehört der Laden ihnen. So ähnlich wie VW.
Einfach so ein Schild davorhängen, das gehört jetzt mir, das ist, da mit Waffengewalt durchgeführt, Raub!
Wer hier schreit, da wäre irgendwie rechtens, der sollte auch die Enteignung der Besitzer in der sowjetischen Besatzungszone bejubeln. Da es Ländereien betraf, dienten diese ja wohl der Lebensvorsorge.
Überspitzt gesagt, jeder der hier jubelt, sollte auch die "Bodenreform" der DDR bejahen. Und jeder kapitalistische Hausbesitzer in Deutschland oder diese "ausbeuterischen" Firmen usw. stehen vor der Enteignung. Blöd nur, wenn Sie eine Lebensversicherung hätten. Die ist ja nun wertlos, da deren Einlagen verstaatlicht wurden.
Zweitens sind die Geschenke in Südamerika nur möglich, weil Öl Devisen ins Land holt.
@dschungelmann
Den Mindestlebensstandard haben wir bereits, der muss nicht erst noch eingeführt werden (Hartz 4). Und außerdem bin ich sicher: egal, bei welchem Betrag ein solcher Mindestlebensstandard festgelegt werden sollte, wird es immer Leute geben, die ihn für zu niedrig halten. Das ist wahrscheinlich auch die Crux beim "bedingungslosen Grundeinkommen" (ist ja eigentlich auch nichts anderes als Hartz 4). Der übliche deutsche Neidhammel möchte nämlich nicht, dass es den Armen besser geht; wichtiger ist ihm, dass es den Reichen schlechter geht. Siehe Wilhelm Busch vor mehr als 100 Jahren: "Kaum hat der eine ein bisschen was, schon gibt es den anderen, den ärgert das."
@ LFM--gg 6:36 Uhr Ja, Vorbildlich!
Wie hättest du es denn gern? Dass sich die einzelnen Stromkunden, wie immer, am Zaun der Kraftwerke, der lachenden Konzerne, die Zähne ausbeissen?
Oder dass Morales, wie es ja bisher in der ganzen Welt üblich ist, bei den Konzernen vergeblich um Einsicht bettelt?
Natürlich können die Machenschaften dieser Monopolemafia, nur mit staatlicher Gewalt gestoppt werden.
Da bedarf es keinerlei Vorwände,es gibt Gründe dafür genug.
Wenn diese Konzerne, wie im Übrigen auch in Deutschland, ihr Wirtschafts und Finanzmonopol ausnutzen, um die Preise nach ihrem Gutdünken fest zu legen, sollte das für jede Regierung Grund genug sein, dagegen mit allen Mitteln einzuschreiten.
Das hätte was mit Rechtsstaatlichkeit zu tun?
Außerdem werden die Konzerne ja nicht ihres Besitzes beraubt, sondern sie sollen angemessen entschädigt werden.
Das ist eigentlich mehr als sie erwarten könnten und verdient hätten, denn sie haben sich, in der Vergangenheit mit Sicherheit, schon dumm und dämlich "verdient".
@RickSchau
.....2. Sind diese Geschenke nur moeglich weil Oel....
KLAR, da haben Sie recht! Weil VORHER die Gewinne ins Ausland abflossen und somit keine 'Geschenke' an die (Eigentuemer)Bevoelkerung moeglich waren. Ist doch klar verstaendlich ,oder? Halten Sie das fuer unmoralisch? Ich halte den VORHERIGEN Zustand fuer UNTRAGBAR! Die Rohstoffe gehoeren dem Volk und nicht Weltkonzernen und ihren Regierungslakaien. Oder sind Sie da anderer Meinung?
An Venezuela kann man den beginn des Untergangs bereits
ganz gut erkennen.
Mein Unternehmen ist in der Energiebranche tätig und so auch in Lateinamerika seit Jahren.
Somit kann man in Venezuela ganz gut sehen was Sozialismus bzw. Kommunismus bedeutet und wie der zeitliche Ablauf erfolgt.
- enteignet/verstaatlicht
- Endverbraucherpreise werden staatlich festgelegt
- der "Gewinn" der staatlichen Unternehmen geht kontinuierlich ins negative.
- die Investitionen werden gedrosselt
- die Löhne werden staatlich festgelgegt.
==> Die Spezialisten verlassen das Land.
Die Regierung versucht mit Gesetzten und Gewalt die notwendigen Spezialisten im Land zu halten.
Genau dieser Ablauf ist in dem Ölsektor in Venezuela jetzt zu erkennen.
Jeden Monat verliert das Land die wichtigen Spezialisten, die z.B. in USA und Kanada gesucht werden.
Hierzu versucht die Staatsführung nun die Familienangehörige unter Hausarest zu stellen, damit man bleibt und auch arbeitet.
Denn eine positive Motivation "Einkommen" kann der Staat nicht mehr bieten.
Traurig.
@Herbst1952
Sie schreiben: "Bravo südamerikanische Volksdemokratien."
Haben Sie sich deren Wirtschaft überhaupt angesehen, bevor Sie solche Sachen schreiben?
Unter Chavez ist der Wohlstand des Durchschnittsbürgers auf einen Bruchteil der Vor-Chavez-Ära zurückgegangen, die Aktienkurse aber steigen (was glauben Sie, wer davon profitiert hat?).
Argentinien ist das Land, das an Grenze zur Ersten Welt stand, inzwischen unter Kirchner jedoch wieder in die Kategorie der Dritten Welt zurückgefallen ist - in jeder Hinsicht, insbesondere was das Einkommen mittlerer und unterer Schichten angeht. Der Elite geht es besser als je zuvor.
Erst informieren und nicht blind politische Parolen raushauen!
@ rex3 7:52 Uhr Ja, dümmer
kann man es eigentlich nicht begründen, warum man alles so lassen sollte wie es seit Jahrhunderten ist.
Aus welchen Grund unterstellst du, dass in Bolivien eine höhere Korruption herrscht, als z.B. in Deutschland?
Warum unterstellst du dass die Bolivianer dümmer sind als die ausländischen Angestellten oder weniger lernfähig?
Welchen Vorteil unterstellst du der kapitalistischen Ideologie, die gerade grandios ihre Unfähigkeit die Probleme der Menschheit zu lösen unter Beweis stellt?
Ja, sich sogar als das eigentliche Problem herausstellt?
Dumm ist im allgemeinen, wenn man einen nachweislich falschen Weg, unbeirrt weiter beschreitet, wie es die kapitalistische Welt tut
Sicher wird es auch Fehler und Rückschläge in Südamerika geben. Nicht zuletzt, weil sich alle Kapitalisten bemühen werden, dort so viel wie möglich Hürden und Fallen aufzubauen.
Aber bis zum Untergang in Schreckstarre zu verharren, wie es der gegenwärtige Neoliberalismus tut, kann einfach nicht das Non plus Ultra sein
@laasper
Ich rede hier nicht von D. Noch nicht jedenfalls. Hier geht es mir um rohstoffreiche, arme Laender, was schon an sich ein Widerspruch in sich SEIN SOLLTE! Soetwas darf es zukuenftig nicht mehr geben!
Der Sozialismus / Kommunismus läuft immer in die Unfreiheit
Das haben ALLE bisherigen versuche in der Welt bewiesen.
- Zuerst wird das freie Kapital/Vermögen eingezogen und umverteilt
- Dann werden die Verkaufspreise staatlich festgelegt.
- Danach werden die Löhne staatlich geregelt.
- Die Landeswährung ist nicht mehr konvertibel und der Wechselkurs wird staatlich festgelgt.
- Der Schwarzwechselkurs beginnt.
- Der Geldtausch wird außerhalb des Staates verboten.
- Importe werden verteuert bis zur unerschwinglichkeit
Dies führte immer dazu dass Spezialisten, die für die Aufrechterhaltung der staatlichen Infrastruktur werden zunehmend das Land verlassen (Ärzte, Ing., Techniker, Facharbeiter), kurzum alle die anderstwo mehr Geld verdienen und keine Lust haben für NIX das restliche Volk zu versorgen!
- Der Staat verhindert mit staatlichen Gesetzen und repressalien die Ausreise, das muß keine Mauer sein!!
Siehe Kuba, Venezuela.
=> Das Sichtum kommt ins Land weil Leistung nicht lohnt
=> Guck&Horch vom Staat entsteht
=> fertig ist die Unfreiheit
@herbst 1952
Ein alter Indianerspruch lautet: Wenn dein Pferd tot ist steig ab. Das tote Pferd globaler Turbokapitalismus wird aber leider von zu Vielen immer noch geritten ohne zu bemerken(oder es bemerken zu wollen), das es tot. Leider.
@ 2ott2 8:35 Uhr Nichts gelernt
zu haben, scheint eher ein Attribut von dir zu sein.
Wo lebst du eigentlich?
Seit die neoliberalen Regierungen, sowohl in Deutschland, als auch in Europa und der ganzen Welt, ihre Privatisierungsorgien durchgeführt haben, haben sich sowohl die Preise vervielfacht, als auch die Qualität umgekehrt proportional entwickelt.
Nenne doch spaßeshalber mal eine einzige Branche der allgemeinen Lebensvorsorge, wie Wasser, Energie, Verkehr, Post, Gesundheitswesen, usw. aus der die Allgemeinheit, einen wirklichen Nutzen, in Form von niedrigeren Preisen oder besserem Service gezogen hätte?
Bitte! Nur eine.
Und deine "Sorge" oder sollte ich lieber sagen deinen Wunsch, dass niemand mehr in Bolivien oder den anderen Süd und Mittelamerikanischen Staaten investieren wird, ehrt dich zwar, aber wird nicht eintreten.
Dafür kann man dort viel zu viel Profite scheffeln und ist die Gier aller Kapitalisten danach viel zu groß, um sich von solchen dummen ideologischen Schranken aufhalten zu lassen.
Ein Vorbild auch für Deutschland!
Alles, was mit Infrastruktur - Telekommunikation - Transport im engen und weiten Sinn zu tun hat, gehört unter keinen Umständen – d. h. selbst bei drohenden Staatsbankrotten nicht – in private Hände...
@Alle gegner der verstaatlichung
Wie einige geschrieben haben ist es die Pflicht eines Unternehmers seinen Gewinn zu maximieren ob nun durch Reduzierung der Lohnkosten oder durch Nutzen von Steuerschlupflöchern.
Das ist ja auch ok. Würden vermutlich die meisten von uns so machen.
Aber es gibt Bereiche da sollte zum Wohle der Allgemeinheit eben nicht auf Gewinn sondern möglichst zum Selbstkostenpreis angeboten werden müssten.
Energie - Weil zu hohe Energiekosten ALLE ANDEREN Industrien am Standort Deutschland bedrohen und auf ALLE PRODUKTE aufgeschlagen werden.
Öffentlicher Nahverkehr - Weil eben nicht nur die profitablen Strecken erhalten sein müssen sondern auch die Menschen im hinter letzten Kuhkaff ein Recht darauf haben von A nach B zu kommen und nicht nur die Leute in einer Großstadt.
Medizin - Weil auch dies ein Bereich sein sollte indem zum Selbstkostenpreis gearbeitet werden sollte weil die Rechnung so auch wieder ALLE zahlen. Weil die erhöhten Kosten der Kliniken zahlen die Kassen und wer zahlt die Kasse