Selbst wenn die Vollstreckung mehrfach aufgeschoben wird, hat der Mensch keine Zeit zu bereuen. Er hat lediglich Angst vor seiner Hinrichtung. Lebenslang im Gefängnis scheint mir da eher geeignet. Da die Menschen (nicht nur in Indien) den Medien gebannt lauschen und zusehen, wären häufige Reportagen aus dem Gefängnis sicherlich eher zur Abschreckung geeignet als ein kurzer Tod. Der Mensch vergisst zu schnell. Aber abgesehen von der Strafe für diesen Fall sollten bestehende Gesetze besser angewendet werden. Wenn 3 von 4 Straftätern nie verfolgt werden, ist das geradezu eine Aufforderung für Kriminelle. Hat derjenige dann noch ein wenig Geld in der Tasche, kann er sich seine "Nichtverfolgung" erkaufen. Eine Änderung dieser Zustände wird es auch nicht in den nächsten 100 oder 200 Jahren geben. Dafür ist Indien zu groß und zu sehr ist Korruption in allen Schichten der Bevölkerung verankert.
Nachdem die Staatsanwaltschaft angekündigt hat, die Täter wegen Mordes anzuklagen und die Todesstrafe zu fordern, besteht wenigstens in diesem Fall die Aussicht, daß die Täter ihrer gerechten Strafe nicht entgehen.
Ich kann mich der Meinung der Studentin über das Strafmaß für die Täter, nämlich lebenslange Einzelhaft bis zum Tod - und keine Todesstrafe - voll anschließen. Todesstrafen sind einer Demokratie und eines Rechtsstaats unwürdig; wobei Indien eigentlich weder eine Demokratie noch ein Rechtsstaat im westlichen Sinne ist.
Bei Kapitalverbrechen wie Mord und Totschlag, Vergewaltigung und schwere Körperverletzung mit Todesfolge oder irreparabler schwerer Behinderung (Querschnittslähmung, Blindheit, etc.) sollte gerechtigkeitshalber und in Anbetracht der Schwere der Tat eine lebenslängliche Haftstrafe (und nicht nur mindestens 15 Jahre wie in Deutschland!) ohne vorzeitige Entlassung wegen "guter Führung" verhängt werden. Das Opfer bekommt auch keine zweite Chance.
Ausgenommen sind selbstverständlich Unfälle oder Notwehr mit Todesfolge, wobei letzteres sowieso logischerweise straffrei ist.
"Würde die Todesstrafe wirklich etwas verändern?"
Damit wird immer noch das alte Denken impliziert, dass man durch Strafen oder Strafandrohung etwas ändern könne.
Für Diebstahl und Raub wird Gefängnis angedroht - und? - es gibt weiterhin diese Verbrechen - müssen aber deswegen die Gefängnisse abgeschaft werden?
Und wieso Todesstrafe?
Der Tod kann keine Strafe sein, weil wir alle sterben müssen. Solche Individuen, wie diese sech Männer, werden nur etwas eher aus der Gesellschaft entfernt und zwar für immer. Jede Aufmerksamkeit, selbst durch Einzelhaft wertet sie nur auf.
Es muss zweigleisig gefahren werden! Einleitung und Steuerung eines gesellschaftlichen Umdenkungsprozess und damit jeder glaubt das man es ernst meint, die konsquente Verfolgung und Entfernung von Individuen aus Gesellschaft die weiterhin meinen sie könnten Frauen und Kinder Gewalt antun.
Wir trauern mit den Trauernden um die junge Frau und allen, die solchen Verbrechen zum Opfer gefallen sind.
In Indien gibt es deswegen so viele Vergewaltigung weil die Polizei und Richter nichts dagegen tun.
Hier zeigt sich dass Demokratie keine Allheilmittel gegen die Probleme in Entwikclung- und Schwellenländer sind. Denn Probleme wie Armut, Verachtung der Frauen, Korruption etc lassen sich nicht durch indirekte Wahlen beseitigen.
Vielmehr braucht es eine wirtschaftliche Entwicklung, die erst den Aufbau eines Rechtsstaats und hoher Bildung der Bevölkerung ermöglicht. Aber da in solchen Länder ständig politische Instabiliät herrscht, ist daran nicht zu denken.
Interessant ist, dass wenn die selben sozialen Problemen in China passieren, dass die Medien stets der chinesische Regierung beschuligt, Ursache der Problemen zu sein. Es wird immer behauptet dass die Diktatur erst soziale Ungerechtigkeit verursacht, aber Indien ist doch wohl eine Demokratie oder?
Was haben die gewählten Elite in der indischen Demokratie geleistet? 30% leiden immer noch unter Unterernährung! Weit mehr als China!
Die Todesstrafe ist legitim sobald jemand ein Leben auslöscht. Warum soll eine Gesellschaft einen Mörder ein ganzes Leben lang durchfüttern(zahlen)?
wer tötet hat es nicht anders verdient. Ist nichts barbarisches dabei. Wenn jeder wüsste was auf Ihn zukommt, selber schuld...
Die Täter die die Inderin vergewaltigten und auf brutalster weiße misshandelten, das mir der Atem beim lesen stockte, haben es nicht anders verdient. Wo war Ihre Nachsicht mit dem Opfer?
wie es möglich sein kann, dass mehrere Männer 1 Stunde lang in einem öffentlich fahrenden Bus eine Frau vergewaltigen, brutal mit einer Eisenstange zusammenschlugen und dann noch aus dem fahrenden Bus schmissen und Keiner unternimmt was dagegen!
Wenn zum Lebenserhalt eine Organtransplantation von Nöten war, dann lässt dieses das Ausmaß erkennen, wie brutal die Vergewaltigung gewesen sein muss.
Nun ist die junge Dame verstorben und mir geht bezogen auf „das Leben danach“ wenn Sie es überlebt hätte, der Gedanke:
„Wenn das Leben nicht mehr lebenswert ist, dann ist der Tod Dein Freund“
nicht mehr aus dem Kopf, das auch für die Täter gilt, weil eine lebenslange Haft ohne Aussicht auf Freilassung kein lebenswertes Leben ist, als Strafe stärker empfunden wird und nicht durch die Todesstrafe auch noch belohnt werden darf!
Mein Beileid an die Hinterbliebenen und den Tätern wünsche ich ein langes Leben hinter Gittern.
LG Coolchen
Am 29. Dezember 2012 um 15:06 von TheodorTugendreich
Die Todesstrafe ist entgültig. Die Verfahren sind jedoch Fehlerbehaftet. So haben Untersuchungen ergeben, daß in den USA jeder 10. zum Tode verurteilte diese Strafe zu Unrecht erhalten hat.
Wir Deutsche kennen eine Zeit in der Todesurteile serienweise gefällt wurden. Wenige Jahre später war die Rechtsauffassung eine andere und vieles was vorher für Todeswürdig befunden war, blieb gänzlich straffrei.
Es heißt das 3 von 4 Vergewaltiger in Indien schnell wieder freikommen ! Ich denke wenn JEDER Vergewaltiger eine schwere Haftstrafe bekommen würde,dann müsste es schon etwas Abschreckend wirken ! Ob man jetzt radikal die Todesstrafe einsetzten soll ist fraglich ! Man sollte einfach besser (den Gesetzen und der Justiz nach ) alle Vergewaltiger Schwer bestrafen !
Überall in der Welt werden "Bestien" gejagt und getötet. So wurden in Europa Bär, Wolf und Luchs ausgerottet und in Indien und andern Ländern ist der Tiger auf der roten Liste und in den Küstengewässern Australiens wird Jagdt auf Haie gemacht.
Doch bei Bestien die äußerlich eine menschliche Gestalt haben, kommt auf einmal eine eigenartige Zurückhaltung und Verunsicherung ins Spiel. Vergleicht man aber die Arten der Angriffe zwischen tierischen und menschlichen "Bestien", folgen die Ersteren ihrer Natur bei der Nahrungssuche, den Zweiten aber geht es um Macht, Lustgewinn, Erniedrigung des Opfers und die eigene Befriedigung.
So könnten die Verletzungen, die die junge Frau erlitten hat, durch einen Angriff einer tierischen Bestie nicht schlimmer sein.
Wir sollten daher solche Individuen als das sehen was sie sind: Bestien, die dieses alles bisher dargewesene an Brutalität und Grausamkeit übersteigen. Eine unwiederbringliche Entfernung aus der Gesellschaft steht daher außer Frage.
Manchmal ist die Todesstrafe nicht hart genug.
Sie fällt eher in den Berich von Erlösung.
Es ist die Frage, was jeder der einzelen Täter für sich als Strafe empfindet.
Ich bin für jedes Urteil, was keinen Rachecharakter trägt.
Rosa Revolution ! Emotionale gerechte Gesetze fehlen !
Wegen einer Vergewaltigung die Todesstrafe zu fordern ist totaler Unsinn und unverhältnismäßig. Dass mit dem Vorwurf der Vergewaltigung sich schon viele Frauen an Männern vergangen haben ist auch kein Geheimnis. Wenn solche Racheaktionen jetzt den Tot des Mannes bedeuten sollten, was dann? Dann sollte man(n) sich gut überlegen dieses Land überhaupt zu betreten. Aber grundsätzlich bin ich für die Todesstrafe wenn das Opfer auch sein Leben durch Gewalt verloren hat, so wie in diesem Falle. Eine andere Variante wäre die freiwillige Wahl des Verurteilten. Schmerzloser Tot oder Haft bis ans Ende deiner Tage- was ist dir lieber?
In einem Rechtsystem in dem Laien in Form von Geschworene über jemanden entscheiden dürfen, wundert es nicht das da viele fehlentscheidungen entstehen. Mich würde intressieren wie hoch die Zahl in Deutschland derer ist die zu unrecht wegen mord einsitzen.
Ich kann Anonymer-User nur zustimmen. Die Todesstrafe schreckt solche Täter nicht ab, sie verhindert kein Verbrechen, sie ist nur ein Abbild unserer Wut und Ohnmacht. Sie ist einer Demokratie und Rechtsstaates nicht würdig. Allerdings müss die Gesellschaft vor solchen humanoiden Bestien geschützt werden und sie sollten in solchen schwerwiegenden Fällen ebensowenig eine zweite Chance erhalten, wie sie dem Opfer keine gegeben haben. Vom Tod gibt`s auch keine Wiederkehr. Davon abgesehen wird es Zeit das sich auch ein Umdenken der indischen Gesellschaft einstellt. Wenn 3 von 4 Tätern unbehelligt bleiben, hat Indiens Gesellschaft ein ziemliches Problem. Irgendwann wird sich jede moderne Gesellschaft mit der Emanzipation der Frau auseinander setzen müssen.
Kein Mensch hat das Recht, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Wenn ein Mensch diesen ehernen Grundsatz mißachtet, muß er dafür sanktioniert werden, und zwar entsprechend der Schwere der Tat, er bzw. sie hat das ultimative Verbrechen begangen. Wenn jetzt der Staat hier gleiches mit gleichem vergilt, dann wird dadurch obiger Grundsatz relativiert, der Staat zeigt also, daß es ihm mit der absoluten Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens nicht so richtig ernst ist. Dies hat direkte Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima. In Staaten, die die Todesstrafe verhängen, ist dasselbe generell gewalttätiger.
Kein Mörder wird sich von seinem Verbrechen durch die drohende Todesstrafe abbringen lassen, aber der Bevölkerung wird signalisiert, daß es gerechtfertigtes und nicht gerechtfertigtes Töten gibt. Dies überwunden zu haben und jegliches Töten zu verdammen (leider noch nicht das im Krieg) ist eine große zivilisatorische Errungenschaft.
Die Todesstrafe ist die Konsequenz einer schweren Tat und bedeutet in erster Linie der Schutz der Bevölkerung! Die "Sicherungsverwahrung" in der BRD ist nichts weiter als die inkonsequente Todesstrafe, denn von einem "Leben" kann hier bestimmt nicht gesprochen werden. Somit stellt sie übrigens nicht mehr und nicht weniger "Rache" als die Todesstrafe dar! Nicht zu vergessen die Kosten die ein solcher Häftling verursacht. In den Jahren bis zu seinem natürlichen Tode kommen schnell mehrere Millionen zusammen.
"Die Todesstrafe ist die Konsequenz einer schweren Tat und bedeutet in erster Linie der Schutz der Bevölkerung!"
Wenn die Todesstrafe den Schutz der Bevölkerung bedeuten würde, müsste diese in Ländern wo die Todesstrafe gilt besser geschützt sein, also seltener Opfer von Verbrechen werden.
@fatahland: Können Sie wirklich sagen ob es in den Ländern mit Todesstrafe nicht noch schlimmer wäre, wenn es sie nicht gäbe? Und ja, ich bringe auch das Geld ins Spiel. Ob sie es für zynisch, geschmacklos oder egal was halten, aber der Wert eines Menschen ist für mich nicht immer gleich. Lieber sehe ich das Geld in Kindertagesstätten, Schulen, Unis usw.!
In dieser Diskussion sollte es um das Opfer gehen und nicht der alte Streit um die Todesstrafe neu aufgewärmt werden.
Solange Frauen in Indien als minderwertig gelten, wird sich nichts grundlegend ändern, auch wenn jetzt Vergewaltigungen zeitweiig strenger verfolgt werden.
Dazu muss man aber die ganze Kultur umkrempeln und da fängt man am besten bei der materiellen Basis an. Das Problem der sozialen Sicherung nur durch die Kinder (vor allem durch die Jungen) kann man so schnell nicht lösen. Man kann aber einzelne Aspekte herausgreifen.
Für arme indische Familien sind Mädchen eine Katastrophe, da die Mitgift bei der Hochzeit kaum finanzierbar ist. Es wäre ein Leichtes, solche Mitgiftzahlungen per Gesetz zu untersagen und dies auch konsequent durchzusetzen. Fraglos gibt es noch viele Möglichkeiten, gezielt die Diskrimierung der Frauen unter Strafe zu stellen. Nur so läßt sich die gesellschaftliche Einstellung zu Frauen ändern.
Wir sollten uns nicht anmaßen, den Wert eines Menschen zu beurteilen. Dies ist der Anfang von Willkür und Gewaltherrschaft. Die deutsche Geschichte zeigt, daß ganz brave, unauffällige Menschen zu den bestialischsten Gewalttaten fähig sein können. Unter anderen Umständen wären diese braven Familienväter in keinster Weise auffällig geworden.
" Können Sie wirklich sagen ob es in den Ländern mit Todesstrafe nicht noch schlimmer wäre, wenn es sie nicht gäbe?"
Wie ich schon in einem früheren Kommentar schrieb, sehe ich einen logischen Zusammenhang zwischen der Gewalttätigkeit des Rechtssystems und der Gewalttätigkeit der Gesellschaft. Das Rechtssystem setzt auch gesellschaftliche Normen.
Wenn ein Land trotz drakonischer Strafen eine hohe Verbrechensrate hat, dann scheinen die drakonischen Strafen ja wohl nicht zu funktionieren. Oder woran würden Sie es festmachen, warum ein Land eine hohe Kriminalitätsrate hat? Daß in diesem Land mehr schlechte Menschen als in anderen leben? Na ja.....
gibt es eine wissenschaftliche Studie zu Ihrer Gesellschafts Theorie?
Nach Ihrer Theorie müsste es dann in den Ländern mit der Todesstrafe die meisten Morde geben, wenn ich Sie richtig verstanden habe. Wundert mich nur das Länder wie Venezuela, Kolumbien, Mexiko und Südadfrika in den Mordraten Weltweit ganz oben ranken und in diese Länder gilt die Todesstrafe nicht!
Ich muss dazu sagen das die Todesstrafe kein Allheilmittel ist, da gehört viel mehr dazu um eine friedliche Gesellschaftliche Struktur aufzubauen. Die Todesstrafe ist nur eins von vielen Puzzelstücken in deinem Rechtesystem das keinen benachteiligt. Davon ist Indien mit seiner archaischen Gesellschaftsstruktur mit dem Kastensystem weit entfernt.
"Wär das nur totschlag! Mit nem guten psychologen wären die im 5 jahren wieder draussen! Nette deutsche kuscheljustiz"
Selbst wenn es so wäre wie sie schreiben, was natürlich nicht der Fall ist, aber gern von Leuten, denen die ganze Richtung bei uns nicht passt (Rechtsstaat und so Memmenkram) behauptet wird: Sie haben doch hoffentlich den Artikel gelesen, aus dem hervorgeht, daß in Indien vier von fünf Vergewaltigungen komplett straffrei bleiben und der Rest eher milde beurteilt wird. Wollen Sie Indien auch "Kuscheljustiz" unterstellen?
Das wäre allerdings bizarr.
Ein Freund von mir war in Indien im Gefängnis. Da kam der Wärter jeden Morgen mit einer Nagelstange und stach in die, die sich nicht bewegten. Wer sich dann immer noch nicht bewegte, wurde rausgeschleift, da ja wohl tot.
Manchmal habe ich den Eindruck, einige hier wünschen sich bei uns ähnliche Zustände.
Es gibt unzählige Studien zum Zusammenhang von staatlicher und gesellschaftlicher Gewalt, sowohl im rechtswissenschaftlichen als auch im psychologischen Bereich. Ein beliebtes Thema für Doktorarbeiten.
was ihre Beispiele angeht: Kolumbien führt mit Hilfe der Todesschwadronen Krieg gegen seine eigene Bevölkerung und hat, ebenso wie Mexiko, das Problem eines Staates im Staate, nämlich der Drogenkartelle.
Sie haben Recht, die Todesstrafe taugt nicht als alleiniges Merkmal, um die Gewalttätigkeit einer Gesellschaft zu beschreiben, und eine gewalttätige Gesellschaft muß nicht notwendigerweise der Todesstrafe fröhnen.
Anders gesagt, eine gewalttätige Gesellschaft wird nicht allein dadurch weniger gewalttätig, indem sie die Todesstrafe abschafft. Da muß schon noch mehr passieren.
In Deutschland wär es Totschlag die Täter würden maximal 6-8 Jahre bekommen und falls es Ersttäter sind werden Sie meist nach 4-5 Jahren zum 2/3 Zeitpunkt auf Bewährung entlassen.Natürlich mit guter Sozialprognose....
Und falls hier jemand meine Aussagen bezweifelt der sollte mal im Strafvollzug zu arbeiten beginnen dann würde er dies jeden Tag hautnah erleben.
Ich wünsche es Niemanden aber man stelle es sich nur so vor: Ihre Frau/Tochter wird ermordet vergewaltigt und der Mörder läuft 5 Jahre später wieder durch Ihre Nachbarschaft.......
Und wenn man meint diese Menschen empfinden Reue für Ihre Taten dann täuscht man sich ganz gewaltig - "Reue" empfinden und spielen Sie nur vor Gericht vor um ein milderes Urteil zu bekommen.
Sie arbeiten weder im Strafvollzug noch verfolgen Sie Strafprozesse vor Gericht. Sonst hätten Sie eine differenziertere Sicht der Dinge und würden nicht alle Straftäter pauschal über einen Kamm scheren. Kein Gericht macht so etwas
@karwandler: Mord bedeutet, dass ein Vorsatz, bzw. Planung im Spiel war. Alles andere ist Totschlag etc.. Wenn also jemand die Zeit dafür hat, ist auch anzunehmen, dass er auch dafür Zeit hat sich über sein eigenes Schicksal danach am Galgen Gedanken zu machen. Mein logischer Menschenverstand sagt mir, dass dieser Umstand schon so manche Morde verhindert hat.
Ein Freund von mir, Amerikaner, verlor seine 93jährige Mutter durch die Tat eines Raubmörders. Er hat trotzdem darum gebeten, den Täter nicht zum Tode zu verurteilen.
Den Hinterbliebenen gehört selbstverständlich mein Mitgefühl, ebenso wie der armen Frau, die ein solches Martyrium erleben musste.
bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.
Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.
Ich Schere nicht alle Straftäter pauschal über einen Kammm aber im Regelvollzug ist die "Reuequote" äusserst gering.
Und zum aktuellen Fall in Indien übertragen auf Deutschland. Was käme denn raus.
Evtl. eine Vergewaltigung und Körperverletzung mit Todesfolge - Todschlag wird schon schwierig - nie ein Mord. Dann hätten die 6 Verdächtigen evtl. noch ein Drogen/Alkoholproblem kämen aus zerrütteten Verhältnissen mit Migrationshintergrund - es kämen nicht mal 6 Jahre raus.
Und falls es Erstäter sind kommen Sie wenn alles gut läuft nach 4 Jahren raus. Und wenn Sie im Strafvollzug arbeiten würden (so wie ich)würden Sie das permanent erleben.
Die Todesstrafe ist nicht geeignet.
Selbst wenn die Vollstreckung mehrfach aufgeschoben wird, hat der Mensch keine Zeit zu bereuen. Er hat lediglich Angst vor seiner Hinrichtung. Lebenslang im Gefängnis scheint mir da eher geeignet. Da die Menschen (nicht nur in Indien) den Medien gebannt lauschen und zusehen, wären häufige Reportagen aus dem Gefängnis sicherlich eher zur Abschreckung geeignet als ein kurzer Tod. Der Mensch vergisst zu schnell. Aber abgesehen von der Strafe für diesen Fall sollten bestehende Gesetze besser angewendet werden. Wenn 3 von 4 Straftätern nie verfolgt werden, ist das geradezu eine Aufforderung für Kriminelle. Hat derjenige dann noch ein wenig Geld in der Tasche, kann er sich seine "Nichtverfolgung" erkaufen. Eine Änderung dieser Zustände wird es auch nicht in den nächsten 100 oder 200 Jahren geben. Dafür ist Indien zu groß und zu sehr ist Korruption in allen Schichten der Bevölkerung verankert.
Gerechte Strafe
Nachdem die Staatsanwaltschaft angekündigt hat, die Täter wegen Mordes anzuklagen und die Todesstrafe zu fordern, besteht wenigstens in diesem Fall die Aussicht, daß die Täter ihrer gerechten Strafe nicht entgehen.
Ich kann mich der Meinung der
Ich kann mich der Meinung der Studentin über das Strafmaß für die Täter, nämlich lebenslange Einzelhaft bis zum Tod - und keine Todesstrafe - voll anschließen. Todesstrafen sind einer Demokratie und eines Rechtsstaats unwürdig; wobei Indien eigentlich weder eine Demokratie noch ein Rechtsstaat im westlichen Sinne ist.
Bei Kapitalverbrechen wie Mord und Totschlag, Vergewaltigung und schwere Körperverletzung mit Todesfolge oder irreparabler schwerer Behinderung (Querschnittslähmung, Blindheit, etc.) sollte gerechtigkeitshalber und in Anbetracht der Schwere der Tat eine lebenslängliche Haftstrafe (und nicht nur mindestens 15 Jahre wie in Deutschland!) ohne vorzeitige Entlassung wegen "guter Führung" verhängt werden. Das Opfer bekommt auch keine zweite Chance.
Ausgenommen sind selbstverständlich Unfälle oder Notwehr mit Todesfolge, wobei letzteres sowieso logischerweise straffrei ist.
Immer die gleiche Frage!
"Würde die Todesstrafe wirklich etwas verändern?"
Damit wird immer noch das alte Denken impliziert, dass man durch Strafen oder Strafandrohung etwas ändern könne.
Für Diebstahl und Raub wird Gefängnis angedroht - und? - es gibt weiterhin diese Verbrechen - müssen aber deswegen die Gefängnisse abgeschaft werden?
Und wieso Todesstrafe?
Der Tod kann keine Strafe sein, weil wir alle sterben müssen. Solche Individuen, wie diese sech Männer, werden nur etwas eher aus der Gesellschaft entfernt und zwar für immer. Jede Aufmerksamkeit, selbst durch Einzelhaft wertet sie nur auf.
Es muss zweigleisig gefahren werden! Einleitung und Steuerung eines gesellschaftlichen Umdenkungsprozess und damit jeder glaubt das man es ernst meint, die konsquente Verfolgung und Entfernung von Individuen aus Gesellschaft die weiterhin meinen sie könnten Frauen und Kinder Gewalt antun.
Wir trauern mit den Trauernden um die junge Frau und allen, die solchen Verbrechen zum Opfer gefallen sind.
Indien und Demokratie
In Indien gibt es deswegen so viele Vergewaltigung weil die Polizei und Richter nichts dagegen tun.
Hier zeigt sich dass Demokratie keine Allheilmittel gegen die Probleme in Entwikclung- und Schwellenländer sind. Denn Probleme wie Armut, Verachtung der Frauen, Korruption etc lassen sich nicht durch indirekte Wahlen beseitigen.
Vielmehr braucht es eine wirtschaftliche Entwicklung, die erst den Aufbau eines Rechtsstaats und hoher Bildung der Bevölkerung ermöglicht. Aber da in solchen Länder ständig politische Instabiliät herrscht, ist daran nicht zu denken.
Interessant ist, dass wenn die selben sozialen Problemen in China passieren, dass die Medien stets der chinesische Regierung beschuligt, Ursache der Problemen zu sein. Es wird immer behauptet dass die Diktatur erst soziale Ungerechtigkeit verursacht, aber Indien ist doch wohl eine Demokratie oder?
Was haben die gewählten Elite in der indischen Demokratie geleistet? 30% leiden immer noch unter Unterernährung! Weit mehr als China!
zur Todesstrafe
Die Todesstrafe ist legitim sobald jemand ein Leben auslöscht. Warum soll eine Gesellschaft einen Mörder ein ganzes Leben lang durchfüttern(zahlen)?
wer tötet hat es nicht anders verdient. Ist nichts barbarisches dabei. Wenn jeder wüsste was auf Ihn zukommt, selber schuld...
Die Täter die die Inderin vergewaltigten und auf brutalster weiße misshandelten, das mir der Atem beim lesen stockte, haben es nicht anders verdient. Wo war Ihre Nachsicht mit dem Opfer?
Es übersteigt einfach meine Vorstellungskraft,
wie es möglich sein kann, dass mehrere Männer 1 Stunde lang in einem öffentlich fahrenden Bus eine Frau vergewaltigen, brutal mit einer Eisenstange zusammenschlugen und dann noch aus dem fahrenden Bus schmissen und Keiner unternimmt was dagegen!
Wenn zum Lebenserhalt eine Organtransplantation von Nöten war, dann lässt dieses das Ausmaß erkennen, wie brutal die Vergewaltigung gewesen sein muss.
Nun ist die junge Dame verstorben und mir geht bezogen auf „das Leben danach“ wenn Sie es überlebt hätte, der Gedanke:
„Wenn das Leben nicht mehr lebenswert ist, dann ist der Tod Dein Freund“
nicht mehr aus dem Kopf, das auch für die Täter gilt, weil eine lebenslange Haft ohne Aussicht auf Freilassung kein lebenswertes Leben ist, als Strafe stärker empfunden wird und nicht durch die Todesstrafe auch noch belohnt werden darf!
Mein Beileid an die Hinterbliebenen und den Tätern wünsche ich ein langes Leben hinter Gittern.
LG Coolchen
@pyron "Todesstrafe legitm"
Die Todesstrafe ist entgültig. Die Verfahren sind jedoch Fehlerbehaftet. So haben Untersuchungen ergeben, daß in den USA jeder 10. zum Tode verurteilte diese Strafe zu Unrecht erhalten hat.
Wir Deutsche kennen eine Zeit in der Todesurteile serienweise gefällt wurden. Wenige Jahre später war die Rechtsauffassung eine andere und vieles was vorher für Todeswürdig befunden war, blieb gänzlich straffrei.
Todesstrafe!?!
Es heißt das 3 von 4 Vergewaltiger in Indien schnell wieder freikommen ! Ich denke wenn JEDER Vergewaltiger eine schwere Haftstrafe bekommen würde,dann müsste es schon etwas Abschreckend wirken ! Ob man jetzt radikal die Todesstrafe einsetzten soll ist fraglich ! Man sollte einfach besser (den Gesetzen und der Justiz nach ) alle Vergewaltiger Schwer bestrafen !
@ Coolchen
Der Bus war gestohlen.
hxxp://tinyurl.com/d4pjqcw
Zum Strafmaß stimme ich Dir zu.
Gruß, zopf.
Mensch oder Bestie
Überall in der Welt werden "Bestien" gejagt und getötet. So wurden in Europa Bär, Wolf und Luchs ausgerottet und in Indien und andern Ländern ist der Tiger auf der roten Liste und in den Küstengewässern Australiens wird Jagdt auf Haie gemacht.
Doch bei Bestien die äußerlich eine menschliche Gestalt haben, kommt auf einmal eine eigenartige Zurückhaltung und Verunsicherung ins Spiel. Vergleicht man aber die Arten der Angriffe zwischen tierischen und menschlichen "Bestien", folgen die Ersteren ihrer Natur bei der Nahrungssuche, den Zweiten aber geht es um Macht, Lustgewinn, Erniedrigung des Opfers und die eigene Befriedigung.
So könnten die Verletzungen, die die junge Frau erlitten hat, durch einen Angriff einer tierischen Bestie nicht schlimmer sein.
Wir sollten daher solche Individuen als das sehen was sie sind: Bestien, die dieses alles bisher dargewesene an Brutalität und Grausamkeit übersteigen. Eine unwiederbringliche Entfernung aus der Gesellschaft steht daher außer Frage.
Todes Strafe ?
Manchmal ist die Todesstrafe nicht hart genug.
Sie fällt eher in den Berich von Erlösung.
Es ist die Frage, was jeder der einzelen Täter für sich als Strafe empfindet.
Ich bin für jedes Urteil, was keinen Rachecharakter trägt.
Rosa Revolution ! Emotionale gerechte Gesetze fehlen !
Wegen einer Vergewaltigung
Wegen einer Vergewaltigung die Todesstrafe zu fordern ist totaler Unsinn und unverhältnismäßig. Dass mit dem Vorwurf der Vergewaltigung sich schon viele Frauen an Männern vergangen haben ist auch kein Geheimnis. Wenn solche Racheaktionen jetzt den Tot des Mannes bedeuten sollten, was dann? Dann sollte man(n) sich gut überlegen dieses Land überhaupt zu betreten. Aber grundsätzlich bin ich für die Todesstrafe wenn das Opfer auch sein Leben durch Gewalt verloren hat, so wie in diesem Falle. Eine andere Variante wäre die freiwillige Wahl des Verurteilten. Schmerzloser Tot oder Haft bis ans Ende deiner Tage- was ist dir lieber?
@TheodorTugendreich
In einem Rechtsystem in dem Laien in Form von Geschworene über jemanden entscheiden dürfen, wundert es nicht das da viele fehlentscheidungen entstehen. Mich würde intressieren wie hoch die Zahl in Deutschland derer ist die zu unrecht wegen mord einsitzen.
Es geht hier nicht nur um Vergewaltigung...
die Frau wurde brutals mit einer Eisenstange geschlagen und misshandelt, Ihr Darm war gerissen.
Todesstrafe ist ein Racheakt!
Ich kann Anonymer-User nur zustimmen. Die Todesstrafe schreckt solche Täter nicht ab, sie verhindert kein Verbrechen, sie ist nur ein Abbild unserer Wut und Ohnmacht. Sie ist einer Demokratie und Rechtsstaates nicht würdig. Allerdings müss die Gesellschaft vor solchen humanoiden Bestien geschützt werden und sie sollten in solchen schwerwiegenden Fällen ebensowenig eine zweite Chance erhalten, wie sie dem Opfer keine gegeben haben. Vom Tod gibt`s auch keine Wiederkehr. Davon abgesehen wird es Zeit das sich auch ein Umdenken der indischen Gesellschaft einstellt. Wenn 3 von 4 Tätern unbehelligt bleiben, hat Indiens Gesellschaft ein ziemliches Problem. Irgendwann wird sich jede moderne Gesellschaft mit der Emanzipation der Frau auseinander setzen müssen.
todesstrafe
Das Problem mit der Todesstrafe:
Kein Mensch hat das Recht, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Wenn ein Mensch diesen ehernen Grundsatz mißachtet, muß er dafür sanktioniert werden, und zwar entsprechend der Schwere der Tat, er bzw. sie hat das ultimative Verbrechen begangen. Wenn jetzt der Staat hier gleiches mit gleichem vergilt, dann wird dadurch obiger Grundsatz relativiert, der Staat zeigt also, daß es ihm mit der absoluten Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens nicht so richtig ernst ist. Dies hat direkte Auswirkungen auf das gesellschaftliche Klima. In Staaten, die die Todesstrafe verhängen, ist dasselbe generell gewalttätiger.
Kein Mörder wird sich von seinem Verbrechen durch die drohende Todesstrafe abbringen lassen, aber der Bevölkerung wird signalisiert, daß es gerechtfertigtes und nicht gerechtfertigtes Töten gibt. Dies überwunden zu haben und jegliches Töten zu verdammen (leider noch nicht das im Krieg) ist eine große zivilisatorische Errungenschaft.
RIP, Damini
R.I.P
Die Todesstrafe ist die
Die Todesstrafe ist die Konsequenz einer schweren Tat und bedeutet in erster Linie der Schutz der Bevölkerung! Die "Sicherungsverwahrung" in der BRD ist nichts weiter als die inkonsequente Todesstrafe, denn von einem "Leben" kann hier bestimmt nicht gesprochen werden. Somit stellt sie übrigens nicht mehr und nicht weniger "Rache" als die Todesstrafe dar! Nicht zu vergessen die Kosten die ein solcher Häftling verursacht. In den Jahren bis zu seinem natürlichen Tode kommen schnell mehrere Millionen zusammen.
29. Dezember 2012 - 15:24 — Zeitungsjunge
" Nicht zu vergessen die Kosten die ein solcher Häftling verursacht."
Sie bringen Geld ins Spiel, wo es um Menschenleben geht. Wahrscheinlich ist Ihnen gar nicht bewußt, wie zynisch das ist.
29. Dezember 2012 - 15:24 — Zeitungsjunge
"Die Todesstrafe ist die Konsequenz einer schweren Tat und bedeutet in erster Linie der Schutz der Bevölkerung!"
Wenn die Todesstrafe den Schutz der Bevölkerung bedeuten würde, müsste diese in Ländern wo die Todesstrafe gilt besser geschützt sein, also seltener Opfer von Verbrechen werden.
Dem ist aber nicht so.
Sondern ganz im Gegenteil.
@fatahland: Können Sie
@fatahland: Können Sie wirklich sagen ob es in den Ländern mit Todesstrafe nicht noch schlimmer wäre, wenn es sie nicht gäbe? Und ja, ich bringe auch das Geld ins Spiel. Ob sie es für zynisch, geschmacklos oder egal was halten, aber der Wert eines Menschen ist für mich nicht immer gleich. Lieber sehe ich das Geld in Kindertagesstätten, Schulen, Unis usw.!
Todesstrafe ja oder nein ist nicht das Thema
In dieser Diskussion sollte es um das Opfer gehen und nicht der alte Streit um die Todesstrafe neu aufgewärmt werden.
Solange Frauen in Indien als minderwertig gelten, wird sich nichts grundlegend ändern, auch wenn jetzt Vergewaltigungen zeitweiig strenger verfolgt werden.
Dazu muss man aber die ganze Kultur umkrempeln und da fängt man am besten bei der materiellen Basis an. Das Problem der sozialen Sicherung nur durch die Kinder (vor allem durch die Jungen) kann man so schnell nicht lösen. Man kann aber einzelne Aspekte herausgreifen.
Für arme indische Familien sind Mädchen eine Katastrophe, da die Mitgift bei der Hochzeit kaum finanzierbar ist. Es wäre ein Leichtes, solche Mitgiftzahlungen per Gesetz zu untersagen und dies auch konsequent durchzusetzen. Fraglos gibt es noch viele Möglichkeiten, gezielt die Diskrimierung der Frauen unter Strafe zu stellen. Nur so läßt sich die gesellschaftliche Einstellung zu Frauen ändern.
Da hilft nur eines:
Der breiten Masse den Zugang zu guter Bildung ermöglichen.
Das mag zwar kurzfristig nicht die alleinige Lösung sein, dürfte sich aber auf lange Sicht günstig auswirken.
Wenn Frauen in der Lage sind, sich auch ohne Mann einen ausreichenden Lebensstandard zu sichern, steigt auch ihr Ansehen in der Gesellschaft.
Und genau um das geht es: Man hält Frauen noch immer für minderwertig in der indischen Gesellschaft.
29. Dezember 2012 - 16:02 — Zeitungsjunge
Wir sollten uns nicht anmaßen, den Wert eines Menschen zu beurteilen. Dies ist der Anfang von Willkür und Gewaltherrschaft. Die deutsche Geschichte zeigt, daß ganz brave, unauffällige Menschen zu den bestialischsten Gewalttaten fähig sein können. Unter anderen Umständen wären diese braven Familienväter in keinster Weise auffällig geworden.
" Können Sie wirklich sagen ob es in den Ländern mit Todesstrafe nicht noch schlimmer wäre, wenn es sie nicht gäbe?"
Wie ich schon in einem früheren Kommentar schrieb, sehe ich einen logischen Zusammenhang zwischen der Gewalttätigkeit des Rechtssystems und der Gewalttätigkeit der Gesellschaft. Das Rechtssystem setzt auch gesellschaftliche Normen.
Wenn ein Land trotz drakonischer Strafen eine hohe Verbrechensrate hat, dann scheinen die drakonischen Strafen ja wohl nicht zu funktionieren. Oder woran würden Sie es festmachen, warum ein Land eine hohe Kriminalitätsrate hat? Daß in diesem Land mehr schlechte Menschen als in anderen leben? Na ja.....
bei uns
Wär das nur totschlag! Mit nem guten psychologen wären die im 5 jahren wieder draussen! Nette deutsche kuscheljustiz
@fathaland slim
gibt es eine wissenschaftliche Studie zu Ihrer Gesellschafts Theorie?
Nach Ihrer Theorie müsste es dann in den Ländern mit der Todesstrafe die meisten Morde geben, wenn ich Sie richtig verstanden habe. Wundert mich nur das Länder wie Venezuela, Kolumbien, Mexiko und Südadfrika in den Mordraten Weltweit ganz oben ranken und in diese Länder gilt die Todesstrafe nicht!
Ich muss dazu sagen das die Todesstrafe kein Allheilmittel ist, da gehört viel mehr dazu um eine friedliche Gesellschaftliche Struktur aufzubauen. Die Todesstrafe ist nur eins von vielen Puzzelstücken in deinem Rechtesystem das keinen benachteiligt. Davon ist Indien mit seiner archaischen Gesellschaftsstruktur mit dem Kastensystem weit entfernt.
29. Dezember 2012 - 16:37 — Sternenkind
"Wär das nur totschlag! Mit nem guten psychologen wären die im 5 jahren wieder draussen! Nette deutsche kuscheljustiz"
Selbst wenn es so wäre wie sie schreiben, was natürlich nicht der Fall ist, aber gern von Leuten, denen die ganze Richtung bei uns nicht passt (Rechtsstaat und so Memmenkram) behauptet wird: Sie haben doch hoffentlich den Artikel gelesen, aus dem hervorgeht, daß in Indien vier von fünf Vergewaltigungen komplett straffrei bleiben und der Rest eher milde beurteilt wird. Wollen Sie Indien auch "Kuscheljustiz" unterstellen?
Das wäre allerdings bizarr.
Ein Freund von mir war in Indien im Gefängnis. Da kam der Wärter jeden Morgen mit einer Nagelstange und stach in die, die sich nicht bewegten. Wer sich dann immer noch nicht bewegte, wurde rausgeschleift, da ja wohl tot.
Manchmal habe ich den Eindruck, einige hier wünschen sich bei uns ähnliche Zustände.
29. Dezember 2012 - 17:21 — pyron
Es gibt unzählige Studien zum Zusammenhang von staatlicher und gesellschaftlicher Gewalt, sowohl im rechtswissenschaftlichen als auch im psychologischen Bereich. Ein beliebtes Thema für Doktorarbeiten.
was ihre Beispiele angeht: Kolumbien führt mit Hilfe der Todesschwadronen Krieg gegen seine eigene Bevölkerung und hat, ebenso wie Mexiko, das Problem eines Staates im Staate, nämlich der Drogenkartelle.
Sie haben Recht, die Todesstrafe taugt nicht als alleiniges Merkmal, um die Gewalttätigkeit einer Gesellschaft zu beschreiben, und eine gewalttätige Gesellschaft muß nicht notwendigerweise der Todesstrafe fröhnen.
Anders gesagt, eine gewalttätige Gesellschaft wird nicht allein dadurch weniger gewalttätig, indem sie die Todesstrafe abschafft. Da muß schon noch mehr passieren.
In Deutschland wären die nach 5 -6 Jahren wieder in Freiheit
Ich kann Sternenkind nur zustimmen.
In Deutschland wär es Totschlag die Täter würden maximal 6-8 Jahre bekommen und falls es Ersttäter sind werden Sie meist nach 4-5 Jahren zum 2/3 Zeitpunkt auf Bewährung entlassen.Natürlich mit guter Sozialprognose....
Und falls hier jemand meine Aussagen bezweifelt der sollte mal im Strafvollzug zu arbeiten beginnen dann würde er dies jeden Tag hautnah erleben.
Ich wünsche es Niemanden aber man stelle es sich nur so vor: Ihre Frau/Tochter wird ermordet vergewaltigt und der Mörder läuft 5 Jahre später wieder durch Ihre Nachbarschaft.......
Und wenn man meint diese Menschen empfinden Reue für Ihre Taten dann täuscht man sich ganz gewaltig - "Reue" empfinden und spielen Sie nur vor Gericht vor um ein milderes Urteil zu bekommen.
Wo sind unsere Frauen "Rechtler" ?
Warum hört man von denen nichts ? Trotz diesen wiederlichen, abscheulichen Verbrechen !
Eine Protestnote bei der Indische Regierung wäre das wenigste gewesen, was ich von denen erwartet hätte !
29. Dezember 2012 - 17:54 — dersüsse
Sie arbeiten weder im Strafvollzug noch verfolgen Sie Strafprozesse vor Gericht. Sonst hätten Sie eine differenziertere Sicht der Dinge und würden nicht alle Straftäter pauschal über einen Kamm scheren. Kein Gericht macht so etwas
re pyron
"Die Todesstrafe ist legitim sobald jemand ein Leben auslöscht."
Als Meinung können Sie diesen Satz vortragen, als Tatsache nicht.
re zeitungsjunge
"Können Sie wirklich sagen ob es in den Ländern mit Todesstrafe nicht noch schlimmer wäre, wenn es sie nicht gäbe"
Eine hypothetische Annahme ist wahrlich kein Argument für die Todesstrafe. Sie zeigen damit nur, dass Sie keine sachliche Antwort haben.
Was wäre wenn ein Familienmitglied.
oder ihr Kind oder Frau das Opfer wäre würden sie auch so schreiben?
Ich wünsche den Hinterblieben viel Kraft und Mut!!
@karwandler: Mord bedeutet,
@karwandler: Mord bedeutet, dass ein Vorsatz, bzw. Planung im Spiel war. Alles andere ist Totschlag etc.. Wenn also jemand die Zeit dafür hat, ist auch anzunehmen, dass er auch dafür Zeit hat sich über sein eigenes Schicksal danach am Galgen Gedanken zu machen. Mein logischer Menschenverstand sagt mir, dass dieser Umstand schon so manche Morde verhindert hat.
29. Dezember 2012 - 18:58 — Onkel_Siggi
Ein Freund von mir, Amerikaner, verlor seine 93jährige Mutter durch die Tat eines Raubmörders. Er hat trotzdem darum gebeten, den Täter nicht zum Tode zu verurteilen.
Den Hinterbliebenen gehört selbstverständlich mein Mitgefühl, ebenso wie der armen Frau, die ein solches Martyrium erleben musste.
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@fathalan slim
Ich Schere nicht alle Straftäter pauschal über einen Kammm aber im Regelvollzug ist die "Reuequote" äusserst gering.
Und zum aktuellen Fall in Indien übertragen auf Deutschland. Was käme denn raus.
Evtl. eine Vergewaltigung und Körperverletzung mit Todesfolge - Todschlag wird schon schwierig - nie ein Mord. Dann hätten die 6 Verdächtigen evtl. noch ein Drogen/Alkoholproblem kämen aus zerrütteten Verhältnissen mit Migrationshintergrund - es kämen nicht mal 6 Jahre raus.
Und falls es Erstäter sind kommen Sie wenn alles gut läuft nach 4 Jahren raus. Und wenn Sie im Strafvollzug arbeiten würden (so wie ich)würden Sie das permanent erleben.