Kommentare

Wie wär's mit sowohl - als auch?

""Was die Menschen aber brauchen, ist Beistand im Leben, nicht Mitwirkung am Sterben."

Das Sterben ist auch Teil des Lebens, und braucht ebenso Beistand.

Gemischtes Fazit...

Die Katholische Kirche ist immer noch nicht im 21sten Jahrhundert angekommen und wünscht sich die "gute, alte Zeit"(tm) zurück. Sie gibt die Schuld an allem Übel wie immer dem "Abfall vom Glauben", wie es schon Ratze als Papst vorgemacht hat. Die "Gesellschaftskritik" der katholischen Kirche dient dem Selbstzweck der Herausstellung, wie wichtig die Katholische Kirche für die Gesellschaft sei, und ist damit in meinen Augen nichts weiter als Propaganda.

Die evangelische Kirche hingegen zeigt zumindest, dass sie auch zur Selbstkritik fähig ist und bringt tatsächlich sinnvolle Gesellschaftskritik an, die nicht nur dem Zweck der Herausstellung der eigenen Wichtigkeit dient. Diese Kritik ist begründet und nachvollziehbar und scheint tatsächlich dem Ziel dienen zu wollen, Menschen zum Nachdenken über ihr Verhalten zu bewegen.

An Tagen wie diesen wird mir einmal mehr bewusst, dass der Austritt aus der katholischen Kirche die richtige Entscheidung war. Ich bleibe da lieber gottloser Humanist.

Es ist schon lobenswert dass

Es ist schon lobenswert dass die Kirchen auf Missstände aufmerksam machen, was die Kirche über Sterbehilfe denkt halte ich aber für für falsch.
Vermissen tue ich gerade bei der kath. Kirche die Selbstkritik. Der Papst hat kürzlich Rebecca Kadaga aus Uganda gesegnet, die für das sogenannte "Kill the gays" (Tötet die Schwulen) -Gesetz eintritt. Und da hört der Spass auf. Der Papst segnete wissentlich jemanden, der bzw. die, sich offen für die Ermordung von Homosexuellen einsetzt.

Die Krichen könnten mit gutem Beispiel voran gehen

und aufhören z.B. Atheisten, Andersgläube, Schwule, ... nicht mehr wie "schlechte" Menschen zu behandeln, weil denen etwas fehlt. Die ein Loch in ihrer Seele haben, das nur von IHREM "Gott" gefüllt werden kann usw.
Oder wenigstens aufhören, das auch noch in der Öffentlichkeit ständig zu sagen und einen damit qasi direkt beleidigen. Ich kann ja auch nicht Leuten die an Gott glauben an den Kopf werfen sie wären dämlich. Sind sie ja auch nicht, es weis ja keiner ob es einen Gott gibt oder nicht. Ob man jetzt glaubt, dass es einen Gott gibt oder nicht, ist ja schließlich jedem selbst überlassen und das sollten auch die Religionen langsam mal akzeptieren.

Kirchen üben Gesellschaftskritik

Wer als geistige Institution
moralische Ansprüche an die Gesellschaft stellt,
sollte sich nicht wundern,
wenn die Gesellschaft
die gleichen moralischen Ansprüche,
an der sendenden Institution misst.
Und wenn sich diese Institution über Jahrhunderte
hinweg,selbst nicht an ihre Predigten hält,
Nennt man es zu Recht Scheinheilig.
Zu Recht wendet sich ein großer Teil der Gesellschaft,
angewidert von solchen Moral sauren Institutionen ab
und sucht nach anderen geistigen Vorbildern.

Alle Jahre wieder.....

Jetzt, wo der soziale Friede ernsthaft gefährdet ist, die Gesellschaft immer mehr auseinander driftet, sehen sich auch die Kirchen plötzlich in der Pflicht, darüber zu reflektieren.

Dass dies häufig völlig an den Realitäten vorbei geschieht, exemplifiziert Erzbischof Zollitsch besonders beeindruckend, der dann auch gleich die Unterhaltungsmedien als Schuldige ausgemacht hat..!
Auch die anderen diffizilen Problemfelder, wie Sterbehilfe oder die PID werden mit altbackenen Credo am Leben vorbei thematisiert.

Einzig die evangelische Kirche, die deutlich u. respektabel auch „gegen die Gewalt im Namen Gottes“ appelliert u. die Aufrüstung der Welt auch u. im Besonderen mit deutschen Waffen geißelt wirkt m.E. überzeugend, wenn diese herausstellt, „dass man mit Rüstungsexporten nicht den Frieden dieser Welt fördert“!

Ich frage mich, warum gerade immer an kirchlichen Festtagen diese meinen, politische Akzente setzen zu müssen, während sie in der übrigen Zeit Politik still gewähren lässt...?!

Zu "Waffenexport" und "US-Waffenlobby"

Leider werden immer noch viele Waffen produziert. Und zu welchem Zweck stellt man Waffen her ? Zum Schiessen und töten. Also ist bereits die Herstellung von Waffen der springende Punkt. Würde man keine Waffen mehr herstellen, gäbe es zwangsläufig auch viel weniger Gewalt.

Die Kirche übt

Die Kirche übt Gesellschaftskritik und die Gesellschaft übt Kirchenkritik, ist doch alles in bester Ordnung ...

Moralische Ansprüche

Die Kritik an unserer Gesellschaft, die die Kirchen laut tagesschau.de üben, teile ich. Die mangelnde Glaubwürdigkeit macht die Kritik nicht richtig oder falsch, sondern die Inhalte. Deshalb würde es mich mehr freuen, wenn die Kirchen so konsequent wäre und ihre Maßstäbe an sich selbst anlegte. Das zu erwarten ist aber so blauäugig wie der Glaube an den Weihnachtsmann.

Weder vernünftig noch menschlich

Die Position der Kirchen zur PID und zur Sterbehilfe ist weder vernünftig noch menschlich. Im Gegenteil: sie beruht auf irrationalem, unwissenschaftlichem Hokuspokus und entmündigt den Menschen. Wenn Christen sich aus Glaubensgründen gegen PID oder gegen Sterbehilfe entscheiden, ist das ihre Sache. Aber warum sollten sich auch "Ungläubige" nach diesen Glaubensgrundsätzen richten müssen? Über PID und Sterbehilfe sollten die betroffenen, werdenden Eltern bzw. der betroffene Mensch selbst frei entscheiden können.

Und wer zuvorderst "Scharfschützen- und Gangster-Filme" für die Gewalt in unserer Gesellschaft verantwortlich macht, hat sich offensichtlich nie ernsthaft mit Studien zum Thema Medien und Gewalt beschäftigt. Es gibt gute Gründe für die Ansicht, dass Filme in der Liste der Faktoren, die zu Gewalt führen, sehr weit unten rangieren.

Zustimmen kann ich der Warnung vor einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft in arm und reich und der Kritik an der US-Waffenlobby.

Um es mit deren Worten zu schreiben:

"Bevor du hilfst jemanden sein Dorn aus den Auge zu ziehen, solltest Du besser erst dein Flock aus deinem Auge Ziehen."

Schöne Traditionelle und oder Christliche Weihnachten Wünsche ich. (Ja es gibt einen Unterschied)

Klerikalschelte

Vielleicht sollte eher die Gesellschaft die Kirchen in ihrer Selbstherrlichkeit anprangeln. Steuergelder für nichts bekommen, die kirchlichen Angestellten in ihren Einrichtungen mit Minimallöhnen abspeisen und selbst von Gold und Juwelen umgeben sein. Soviel zur Gesellschaftskritik der klerikalen Riege. Vielleicht einmal mal den Ball flach halten!

Toleranz der Nichtgläubigen ist auch gefordert

.
"Ob man jetzt glaubt, dass es einen Gott gibt oder nicht, ist ja schließlich jedem selbst überlassen und das sollten auch die Religionen langsam mal akzeptieren."

Werden Sie von irgendwelchen Teilen innerhalb unserer Gesellschaft gezwungen, den Atheismus abzulegen, Christ zu werden, oder Moslem, oder Buddhist?

Wenn Teile der Gesellschaft der Auffassung sind, homosexuelle Paare lebten "unnatürlich", dann läßt sich das vielleicht diskutieren, aber als Auffassung nicht verbieten.

Die gelegentlich unerträgliche Scheinheiligkeit des Bodenpersonals Gottes wird immer wieder laut diskutiert, nie ruhen gelassen; am wenisgsten von den Gläubigen innerhalb der Religionsgemeinschaften.

Aber wollen Sie aus den Fehlern einzelner Priester für sich das Recht in Anspruch nehmen, selbst schlimmere Fehler begehen zu dürfen?

Wo also, fehlt Ihnen jetzt etwas, warum reiben Sie sich an etwas, was Ihnen nach eigener Aussage ohnehin nichts bedeutet?

Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

re tipltopl

"Würde man keine Waffen mehr herstellen, gäbe es zwangsläufig auch viel weniger Gewalt."

Nur müßten sich alle daran halten.

An der Klippe scheitert Ihr Projekt.

@Dennis

"Die Katholische Kirche ist immer noch nicht im 21sten Jahrhundert angekommen und wünscht sich die "gute, alte Zeit"(tm) zurück. Sie gibt die Schuld an allem Übel wie immer dem "Abfall vom Glauben"

Das hat nichts mit "im 21. Jahrhundert ankommen" zu tun.
Es ist DAS Kernelement der christlichen Lehre. Ohne das, wäre die ganze christliche Lehre hinfällig.

Das Kernelement ist: "Der Mensch ist von Natur aus schlecht".
Wäre das nicht so, wäre die ganze christliche Lehre unnütz.

Dabei definiert die christliche Lehre das "Böse" nicht über Adolf Hitler oder Charles Manson, sondern mit Eigennutz und Kapitalismus.

Kernpunkt 2:
Der Mensch muss immer um das Gute (im christlichen Sinne ist das Gute: Die soziale Gemeinschaft)kämpfen. Jeder Versuch, dies ohne Gott zu versuchen, ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Kernpunkt 3:
Am Ende wird dennoch jeder Gnade und Umwandlung (dieser Körper kann einfach nicht anders als böse sein) benötigen.

Das ist unantastbare Basis des C-Glaubens.

"Würde man keine Waffen mehr

"Würde man keine Waffen mehr herstellen, gäbe es zwangsläufig auch viel weniger Gewalt."

Waffen sind nicht der Ursprung von Gewalt.

Das ist wie: "wenn weniger Leute Schlösser in ihre Türen einbauen würden, würd auch weniger eingebrochen".

Es gibt Gewalt nicht, weil es Waffen gibt, sondern es gibt Waffen, weil es Gewalt gibt.

Die Christen sei die am

Die Christen sei die am meisten diskriminierte (Glaubens)gemeinschaft in der Welt, heisst es. Das ist wohl eine neue Strategie der katholischen Kirche: sich als Opfer in so vielen Kontexten, wie nur moeglich, zu stilisieren (von Islamismus im Nahen Osten bis zum westlichen Liberalismus). Im Moment sind internationale Konferenzen verschiedener Art in praechtigen Hotels und anderen Ambienten ueber Verfolgung der Christen in der ganzen Welt immerhin sehr in Mode (z.B., die im Juni von 'Opus Dei' veranstaltete in Madrid). Bemerkenswert ist nur, dass in solchen Beitraegen die Rede irgendwie sehr elegant und sehr bald ueber die offensichtlich richtige und ja sogar sehr wuenschenswerte Diskriminierung der komischen und boesen 'Anderen', die ins Bild der Kirche von Rom nicht passen, geht. Die Macht auszuueben bzw. zu erhalten, indem man angeblich keine Macht mehr hat oder will, und sich selbst als am Boden liegenden zum Schau stellt - da war die kath. Kirche schon immer sehr begabt.

Verderblich ist der

Verderblich ist der neumodische Eingottglauben für Volk und Staat; zumindest meint dies der große Staatslehrer Machiavelli, der die Erbärmlichkeit der neueren Welt auf die andersartige Religion zurückführt: „Die alte Religion sprach überdies nur Männer voll weltlichen Ruhmes heilig, wie Feldherren und Staatenlenker. Unsre Religion hat mehr die demütigen und beschaulichen Menschen als die tätigen selig gesprochen. Sie hat das höchste Gut in Demut, Entsagung und Verachtung des Irdischen gesetzt; jene setzte es in hohen Mut, Leibesstärke und alles, was den Menschen kraftvoll machte. Verlangt auch unsre Religion, daß man stark sei, so will sie doch, daß man diese Stärke im Leiden und nicht in kraftvollen Taten äußert. Diese Lebensweise scheint also die Welt schwach gemacht und sie den Verbrechern zur Beute gegeben zu haben.“ Das Mittelalter vermochte diese schlimmen Folgen des Christetums noch abzuwehren; doch heute glaubt man zwar weniger an dieses, lebt aber nach dessen Lehren.

@ fprinz

"Werden Sie von irgendwelchen Teilen innerhalb unserer Gesellschaft gezwungen, den Atheismus abzulegen, Christ zu werden, oder Moslem, oder Buddhist?"

Nein. Aber ich werde als Atheist gezwungen, mit meinen Steuergeldern die Kirchen zu subventionieren. Ausserdem muss ich mitansehen, wie Kirchenvertreter an prominenter Stelle in den Debatten um PID, Sterbehilfe, religiöse Beschneidung usw. mitmischen, selbstverständlich unter Missachtung aller wissenschaftlicher Fakten. Eingeladen werden sie dorthin auf Betreiben der öffentlich-rechtlichen Rundfunkräte, in denen ebenfalls diverse Kirchenvertreter sitzen.

Einzug der Kirchensteuer durch die Finanzämter, staatlicher Religionsunterricht, aus Steuermitteln finanzierte Militärseelsorge, Theologische Fakultäten und Hochschulen, Überrepräsentation der Kirchen in öffentlichen Gremien, Ausnahmen für die Kirchen beim Arbeitsrecht - all dies sollte es eigentlich in einem aufgeklärten Staat, d.h. bei Trennung von Staat und Kirche, nicht geben.

Na dann sollte die Kirche

Na dann sollte die Kirche beim Kampf um das Gűte mal mit gutem
Beispiel vorangehen. Aber was höre ich denn zur Ausbeutung des Menschen
durch das Finanzkapital? Richtig: Nichts!

Medien sind grausam!

Es darf doch wirklich keinen Menschen verwundern,dass Schreckensmeldungen und Brutalitäten sich in den Nachrichtenblättern wie Sand am Meer ausbreiten.
Die Fernsehmedien glorifizieren diese Gewalt in ihren Filmen.Schauspieler werden mit Filmpreisen ausgestattet, je brutaler diese Rollen dargestellt werden.
Gedankenlos gehen die Programmverantwortlichen mit der Gewalt um.
Wird in einer Nachrichtensendung über eine tödliche Kindesvergewaltigung berichtet, dann folgt sonntags meistens ein brutaler Vergewaltigungsfilm, zudem dem Fernsehzuschauer allerbeste Unterhaltung gewünscht wird.
Was für eine Perversion!

re hoschmo

"dann folgt sonntags meistens ein brutaler Vergewaltigungsfilm"

Welcher Film im Fernsehen war denn zuletzt "ein brutaler Vergewaltigungsfilm"?

Ihren Vorwurf an die Kirchen

Ihren Vorwurf an die Kirchen wegen der „Unterstützung“ der Agenda-Politik der Rot-Grünen Regierung und der jetzigen Kritik an genau dieser Politik halte ich für ungerechtfertigt.

Beispiel:
Als vor ca. 30 Jahren auch viele große deutsche Konzerne, nicht nur Textilkonzerne einen teil ihrer Produktion ins Ausland verlegten, war ich fast begeistert.
Ich gehörte zu den (im nachhinein gesehen) Dummen, die glaubten, die Menschen in den dortigen Ländern bekämen ordentliche Löhne gezahlt und unsere Industrie würde da mithelfen, diese Länder schnell an unser Lebensniveau heran zu führen. Dass die dortigen Menschen nun den Manchesterkapitalismus durchmachen müssen, konnte ich mir absolut nicht vorstellen.

Warum sprechen Sie den Kirchen also ab, dass sie auf die damalige Darstellung – auch der Presse und Fachpresse – hereingefallen sind und viele sich nicht vorstellen konnten, dass diese Instrumente missbraucht werden und somit das Gegenteil von dem bewirkten, was versprochen wurde.

Eigenen Ansprüchen genügen

Den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden ist auch Aufgabe der Kirche selbst. Vieles in unserer Gesellschaft muss man monieren, z.B. einen augenscheinlichen Werteverfalll.
Die Kirche sollte aber akzeptieren, dass man Glauben nicht verordnen kann. Dabei könnte sie deutlicher unterstreichen, dass auch viele Nichtgläubige ein beispielhaftes Leben führen, da sie (Mit)Menschlichkeit , ja Liebe praktizieren, statt sie zu "predigen".
Für mich gibt sich insbesondere die Katholische Kirche in vielen Bereichen leider immer noch altmodisch und wenig human.
s. auch Laskaris 18:47 Uhr

Opium fürs Volk

seitens der etablierten Religionen besteht offenbar kein Interesse mehr in Hinblick auf einen fruchtbaren Dialog um die Zukunft und es ist ein Verbrechen, künftige Generationen um ihre Zukunft zu betrügen.

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