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Seltsames Verfahren

Bei der Erteilung des Doktortitels findet eine Prüfung der Arbeit durch zwei Gutachter statt, das anschließende Rigorosum über diese Arbeit muss mit mindestens drei Prüfern stattfinden.

Jetzt soll eine Aberkennung nur auf Grundlage eines einzigen Gutachtens erfolgen?

Völlig egal, ob die Vorwürfe zutreffen oder nicht - die Art des Verfahrens ist dem deutschen Wissenschaftsbetrieb völlig unwürdig.

Wieso dauern solche einfachen Dinge so lange?

Wenn ich den Kassenzettel vom Supermarkt überprüfe brauche ich doch auch nicht 3 Monate....

Ich kann 2otto2 nur

Ich kann 2otto2 nur zustimmen. Eine Uni diskretitiert sich ja selbst nach dem Motto: "jetzt haben wir die Arbeit mal richtig gelesen", wenn sie vor 25 Jahren 3 Prüfer hatte und jetzt mit einem einzigen Gutachten auskommt. Insbesondere im Fall Schavan müsste die Uni darüberhinaus noch auf ein Höchstmaß an Diskretion bedacht sein, da allein Gerüchte die Ministerin zu Fall bringen können. Wird ihr im Ausgang des Verfahrens der Titel dann entzogen, ist sie sowieso zum Rücktritt gezwungen...

Ministerin oder wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team Merkel?

„Zuvor war bekanntgeworden, dass der Promotionsausschuss der Universität Düsseldorf ein Prüfungsverfahren zum Entzug des Doktortitels empfiehlt - und zwar einstimmig, wie "Der Spiegel" berichtet.“

Und so geht es in die nächste unappetitliche Runde, weil nicht sein kann, was nicht sein darf und die typische, bewährte Kohäsion am Amt, die man schon bei zu Guttenberg oder Wulff „bewundern“ durfte, dazu führt, dass wiederum mit einem scharfen öffentlichen Lösungsmittel die Trennung herbeigeführt werden muss....!

Mal sehen ob und wie die Merkelvertraute ihren unweigerlichen Abgang kreiert, wenn die Kanzlerin merken sollte, dass sie nicht als wissenschaftliche Mitarbeiterin, sondern als „Bildungsministerin“ tätig ist - dann wird's so richtig eng für Frau Ministerin und das alles im Wahljahr, wo man sich doch so erfolgreich auf die Demontage von Steinbrück kapriziert hat....!

@ DerGolem - Warum es so lange dauert?

Sie schreiben:
"Wenn ich den Kassenzettel vom Supermarkt überprüfe brauche ich doch auch nicht 3 Monate...."

Wenn die Überprüfung einer Doktorarbeit auf Plagiate so einfach wäre wie die Überprüfung eines Kassenzettels könnte es ja jeder!
Vor allem muss man sehr sicher sein bevor man sich festlegt und negative Ergebnisse veröffentlicht, denn ansonsten rikiert man eine sehr teure Schadensersatzklage!

Eine solche Borniertheit such wohl ihresgleichen.

"Ich möchte Ministerin bleiben über die Bundestagswahl hinaus"--

Es kommt aber nicht darauf an, was Frau Schavan möchte, sondern was Realität und Recht verlangen! Wo leben wir hier mittlerweile? Politiker und gerade Regierungspolitiker sind in allererster Linie Volksvertreter und dessen Wohl verpflichtet. Mit diesen eindeutigen Empfehlungen der Universität dürfte wohl kein leichtfertiges oder gar unbegründetes Statement gegeben worden sein. Die Glaubwürdigkeit von Frau Schavan ist beschädigt, sie sollte nicht auch noch dem Wulff-Syndrom anheimfallen.

Was glaubt Frau Schavan eigentlich wer sie ist und ob es wohl eine gewisse Vorbildfunktion für Politiker in Regierungsverantwortung geben sollte? Oder hat diese Regierung mittlerweile sich entschlossen, solche Kriterien als zweitrangig anzusehen, da die Macht des Systems soweit gefestigt ist, dass sie selbst von Montagsdemonstrationen nicht mehr erschüttert werden könnte?

klartext

Das war´s vielleicht?

Es bedarf keines besonderen weiteren Gutachtens. Die in den Medien bereits veröffentlichen Textstellen sind eindeutig. Es bleibt nur der schnelle Rücktritt.
Oder will Frau Sch. an ihrem Amt solange kleben wie der Herr KTG?
Wenn man bedenkt, das der DR-Titel beim Durchschnittsakademiker min 10.000 € mehr Jahreseinkommen bringt, dann kann man ermessen, welchen geldlichen Vorteil der Titel seit 1980 erbracht hat. Hinzu kommt, dass eine gewisse Karriere vielleicht so erst möglich war.
Gut, dass es heute Internet & Co gibt, wodurch mögliche Fälschungen leichter erkennbar sind als in früheren Zeiten.

Das wird noch ne Weile am Köcheln gehalten

Das gibt noch Schlagzeilen bis nach Weinachten und ist noch für viel Medienarbeit gut. Wir werden die nächsten Wochen noch "auf dem Laufenden" gehalten, selbstlos von unserer Presse.

Dann, wenn die Leute irgendwann des Themas müde sind wird der guten Frau der mediale Todesstoss gegeben. Dann wenn der "Skandal" gänzlich ausgelutscht wurde.

@Rutherford

Die Zeiten haben sich in den letzten 25 Jahren gewaltig geändert hinsichtlich der Geschwindigkeit im Informationsaustausch und Informationsvergleich.

Heute müssen keine Menschen mehr Tage lang Berge von bedrucktem Papier lesen und vergleichen. Heute machen das Suchprogramme in wenigen Minuten.

klartext

Schavan wehrt sich erneut gegen Plagiatsvorwürfe

Ich glaub in Berlin sitzen nur Blender und Täuscher ...

kleines Zugeständnis

Vor Wochen hatte Frau Schavan die Plagiats-Beschuldigungen vehement zurückgewiesen. Die Aussage "die Doktorarbeit nach bestem Wissen und Gewissen erstellt" ist meiner Meinung nach ein Hinweis, dass Frau Schavan die Plagiatsvorwürfe als berechtigt erkennt.

@2otto2: nur ein Gutachten

"Jetzt soll eine Aberkennung nur auf Grundlage eines einzigen Gutachtens erfolgen?"

Nicht ganz.
Über die eigentliche Aberkennung wird erst viel später entschieden.
Es gibt einen Promotionsausschuss, der eine Empfehlung ausspricht, dann erst entscheidet der Fakultätsrat überhaupt, ob ein Verfahren eröffnet wird oder nicht.
An diesem Punkt sind wir jetzt.

Ob im Zuge dieses Verfahrens, so es denn stattfinden wird, dann ein weiteres Gutachten eingeholt wird, was ich begrüßen würde, ist noch völlig offen.

Insofern sind an die Aberkennung höhere Hürden gelegt als an die Verleihung. Von der öffentlichen Aufmerksamkeit gegenüber diesen Gremien mal ganz abgesehen.

Ich sehe deshalb die Würde des Wissenschaftsbetriebs nicht beschädigt.
Und vermutlich stehen Frau Schavan selbst bei einem Entzug noch diverse Rechtsmittel zur Verfügung, die hier gar nicht erwähnt wurden.

Ein Verfahren rechtfertigt noch keinen Rücktritt

Mich nervt die ständige Vorverurteilung, wo schon allein ein Verfahren ausreicht, um jemand zum Rücktritt aufzufordern. Die gleiche Unsitte hat sich bei Anklageerhebungen durch die Staatsanwaltschaft eingebürgert. Kann man nicht einfach so lange warten mit all diesen Meldungen, bis ein Verfahren abgeschlossen und Tatsachen festgestellt sind? Es ist doch überhaupt keine Gefahr im Verzug, wo es sich um Arbeiten handelt, die vor zig Jahren erstellt und damals ja auch geprüft wurden. Man sollte inzwischen lieber die damaligen Prüfer anklagen, wenn sie so schlampig gearbeitet haben, dass man heute offensichtlich relativ einfach feststellen kann, dass abgeschrieben wurde, was ich damit vor einer abschließenden Beurteilung Frau Schavan aber nicht unterstellen will.

Für die Wissenschaft verdienstvoll

Frau Schavan macht sich um die Wissenschaft durchaus verdient, wenn sie jetzt für eine eingehende Prüfung der Vorwürfe sorgt und nicht den einfachen Weg geht, sich der öffentlichen Kritik zu entziehen. Plagiatsvorwürfe treffen inzwischen längst nicht mehr nur Prominente, sondern auch Personen aus dem "echten" Wissenschaftsbetrieb. Das Kernproblem besteht darin, dass die Maßstäbe für sauberes wissenschaftliches Arbeiten viel weniger fixiert sind als ein Außenstehender das vielleicht annehmen würde. Im Prinzip hat heute jeder seine eigene Vorstellung davon, wie zitiert werden muss - und das hat zu einer Situation geführt, in der de facto selbsternannte Plagiatsjäger darüber entscheiden, was ein Plagiat ist und was nicht. Es scheint mir sinnvoller, diese Fragen durch die zuständigen Gremien der Universitäten und notfalls durch die Justiz klären zu lassen, damit zukünftige Generationen einen klaren Maßstab haben, an dem sie sich orientieren können.

Eine jede und ein jeder, ...

... die bzw. der nur über ein bisschen Menschenkenntnis verfügt, wird auf den ersten Blick feststellen: Ein Mensch von der Struktur und dem Charakter von Frau Dr. Schavan, mit einem Lebenslauf wie dem Ihren, ist unmöglich mit Plagiaten in Verbindung zu bringen! Es sei denn in leicht durchschaubarer böswilliger Absicht...

Im übrigen kann ich Medien jedweder Couleur nur empfehlen, das Thema beiseitezulegen – sie werden am Ende aufs äußerste beschämt werden.......

Längst überfällige Konsequenzen ziehen

Dass Schavan nicht mehr zu halten ist, ist inzwischen jedem klar und sie selbst weiss es auch. Was mich wundert, ist wie geduldig die Medien bislang mit ihr umgegangen sind, Guttenberg ist weit härter angefasst worden. Über Schavan wurde in den letzten Monaten kaum ein Wort verloren und wenn, dann wurde ihr Verhalten sogar fast noch entschuldigt. Dies ist umso ärgerlicher, als sie als Bundesbildungsministerin ja einen Posten bekleidet, bei dem wissenschaftliche Integrität durchaus eine wichtige Rolle spielt.

Schavan sollte nun nicht länger an ihrem Posten kleben sondern ENDLICH zurücktreten, damit dieses wichtige Amt keinen weiteren Schaden nimmt.

Merkel und Schavan

Wenn man noch die "klammheimliche Freude" Merkels und Schavans vor Augen hat, als Guttenberg gehen musste, dann kann es nach der Befassung des Promotionsausschusses der Universität Düsseldorf mit der Doktorarbeit Schavans nur eine Konsequenz für Schavan geben: sofortiger Rücktritt.

Auch für Minister darf es in solchen Fällen kein "Wünsch-Dir-Was" geben, auch nicht, wenn es sich um "besondere Vertraute" Merkels handelt. Merkel weiss, das das Maß voll ist. Und ein EU-Pöstchen wird sich - wie schon für Guttenberg - auch für Schavan noch finden lassen.

Verjährung?

Wäre sie nicht Wissenschaftsministerin, könnte man guten Gewissens und "in dubio pro reo" auf Verjährung plädieren, glaube ich - da der Vergleich von Dissertationen, die 30 Jahre und älter sind, in der Regel kaum aktuellen Arbeiten oder der wissenschaftlichen Praxis von heute genügt.

Allerdings sollte sie auch den Mut besitzen zu sagen, daß sie wohl nicht ganz sauber gearbeitet hat. Ich habe selbst eine Dissertation verfaßt und weiß auch nach mehr als zehn Jahren immer noch, was ich geschrieben habe, bei Politikern scheint das nicht immer so der Fall zu sein.

@Hans-Rai

"Mich nervt die ständige Vorverurteilung, wo schon allein ein Verfahren ausreicht, um jemand zum Rücktritt aufzufordern."

Speziell im Falle Schavan klingt dies nun allerdings wie der blanke Zynismus, denn Schavan selbst fand ja nichts dabei, ihren Kollegen Guttenberg öffentlich vorzuverurteilen, was letztlich zu dessen Rücktritt führte.

Schavan wehrt sich gegen Rücktrittsforderungen

Es dürfte für einen Rücktritt nur eine Frage der Zeit sein, denn bis jetzt haben sich alle Plagiatsvorwürfe als stichhaltig erwiesen. Vielleicht soll nur noch die Landtagswahl in Niedersachsen abgewartet werden, weil ein Rücktritt ein zu schlechtes Bild auf die CDU wirft.

2otto2

Dann kann ich nur antworten: die Gutachter haben geschlafen oder im betrunkenen Zustand gelesen - völlig UNWÜRDIG!!!

@ jautaealis

Frau Schavans Charakter scheint Ihnen ja bestens bekannt zu sein, was aus meiner Sicht Ihren Rat, den "Medien jedweder Couleur zu empfehlen, das Thema beiseitezulegen" als parteipolitisch begründet erscheinen lässt.

Dies wäre allerdings aus meiner Sicht bedenklich, da die Medien in einer Demokratie eine unabhängige Funktion der Aufklärunf und Transparenz zu erfüllen haben. Diese sollte nicht durch Empfehlungen, welches Thema zu betrachten im öffentichen Interesse liegt, von Vertretern jeglicher Couleur in einer Demokratie in Frage gestellt werden.

klartext

nach besten Wissen und Gewissen...

Tja, letztendlich sind wir ein Heer von Individualisten, jeder hat seine pers. Wert(e)vorstellung.

Rutherford

"Insbesondere Schavan" aha, hier soll also mit zweierlei Maß gemessen werden! Denn Sie müssen ja wohl Anhänger der CDU sein, sonst würden Sie nicht die Gefahr "die Ministerin zu Fall bringen" erwähnen. Jetzt auch noch "Diskretion"? Es halten sich hier wohl einige kluge Köpfe für sehr verwegen, wenn sie dieses einfordern. Daran hätte die Frau wohl schon sehr viel früher denken müssen. "Höchstmaß" ??? Ich glaube, das wurde nicht einmal bei Gutenberg erwähnt. Wie verkommen ist inzwischen auch die Wissenschaft!!!

@Macchiavelli2

"Dann kann ich nur antworten: die Gutachter haben geschlafen oder im betrunkenen Zustand gelesen - völlig UNWÜRDIG!!!"---

Wieso vermuten Sie das? Kennen Sie das Gutachten?
Gibt es einen Link?

klartext

"nach bestem Wissen und Gewissen erstellt"

Das ist eine Aussage von Vorgestern, Elitensprache, deren Wert längst von der jüngeren politischen Realität entlarvt und disqualifiziert wurde.

Denn gerade das Gewissen von Politikern erscheint extrem flexibel und duldsam, selbst im positivsten Falle beugt es sich Dingen wie Staatsräson, normalerweise düfte schon der Eigenutz ausreichen, um "mit bestem Gewissen" Dinge zu tun, bei denen der Normalbürger zurückschrecken würde.

"Schavan verwies darauf, dass zu einem fairen Verfahren auch Diskretion gehöre."

Das halte ich für nicht richtig. Die Doktorarbeit ist öffentlich einzusehen, die Vorwürfe sind seit längerem bekannt. Frau Schavan steht exponiert in der Öffentlichkeit und kann hier keine Verschwiegenheit einfordern, zumal es die für andere Beschuldigte auch nicht geben würde.

Frau Schavan kann hier nicht auf Mitleid oder Vertraulichkeit hoffen, sie muß einsehen, daß sie an diesem Prüfungsvorgang schlicht nicht beteiligt.

Hansi2012

Ich kann nur zu Ihrem Kommentar sagen: GUT SO!!

Na,

wenn sich die Vorwürfe erhärten, und von der Frau Ministerin nicht widerlegt werden können, dann sollte sie gehen. Wenigstens wurde sie bisher nicht von den Bürgern höher bewertet als es ihrer Position entspricht. Bei K.T. zu Guttenberg hatte ich ja ab und an Angst, der Leibhaftige habe ihn zu uns hinuntergesandt. Jedenfalls wenn man die Begeisterung diverser Teile der Bevölkerung und der Presse beobachtete...

vorbilder?

Viele erschwindeln sich ihre doktorarbeit, einer findet 100000DM im schreibtisch was eine gedächtnislücke hinterlässt...was für eine welt! Wo sind die vorbilder für die kinder?

Wähle keinen Kandidaten mit Dr.-Titel

Ich habe mir vorgenommen, bei der nächsten Wahl keinen Politiker mit Dr.-Titel zu wählen. Vor allem keine Frau Dr. Sara Wagenknecht, keinen Dr. Jur. Westerwelle und wie die mit kurzen Studienzeiten und Dr.-Titel glänzen!

Schafft am besten den Dr.-Titel ganz ab.

untragbar

jeder der hier postet hat Internet und kann somit auch auf die Seite schavanplag.wordpress.com gehen: Sie Sachlage ist vollkommen klar, es handelt sich um in jeder Hinsicht des wissenschaftlichen Standards absolut untragbare Plagiate, was mich absolut erschüttert ist, dass es bedeutende Personen in der Wissenschaft gibt, die Schavan auch noch verteidigen...auch absolut untragbar!

Liebe Frau Schavan,

wenn das beste Wissen nicht für eine anständig erstellte Doktorarbeit reicht, dann sollte man es einfach lassen!

Über den Konflikt zwischen Werten und Normen:

Zitat aus Shavans Dissertation:
Person und Gewissen: Seite: 314
"Der Weg zum autonomen Gewissen verlangt unabdingbar die
Phase, in dem das Kind in ungebrochenem Vertrauen die Werte und Normen seiner Erzieher verinnerlicht und sich damit ein Normenpotential aneignet, mit dem es sich später auseinandersetzen kann."

O.k.: Bei den "Werten". Doch Normen können in Konflikt stehen mit inneren Werten. So bin ich z.B. von den inneren Werten von Frau Schavan völlig überzeugt. Aber innerhalb des "kulturellen Umfelds" hat sie wohl ein paar Normen verletzt. Nun ist der Konflikt da.
Jetzt ist auch ihr theologische Ausbildung gefragt:
Entscheidet sie sich für ihre Inneren Werte oder läßt sie sich die apriori-Schuld/Sündhaftigkeit der theologischen Normenwelt aufdrücken. Meine Empfehlung an Frau Schavan wäre: Entdecken Sie ihre absolute Schuldlosigkeit jenseits von "Normen".
Welche Konsequenzen die Übertreteung von Normen in dem kulturellen Umfeld, der Welt hat, dies ist eine andere Geschichte.

@12:12 — Thomas L. aus M.- unzutreffende These

„Das Kernproblem besteht darin, dass die Maßstäbe für sauberes wissenschaftliches Arbeiten viel weniger fixiert sind als ein Außenstehender das vielleicht annehmen würde. Im Prinzip hat heute jeder seine eigene Vorstellung davon, wie zitiert werden muss... .“

Ihre vorstehende Aussage ist unzutreffend- sowohl, was die Vergangenheit anbelangt, als auch die gegenwärtige Praxis an den Universitäten und Hochschulen!

Ob nun zu meiner Zeit in den 80er Jahren, oder vor einen ¼ Jahr, als mein Sohn seine Masterarbeit verfasst hat, gab und gibt es glasklare und eindeutige Vorgaben, wie wissenschaftlich gearbeitet und dem endsprechend auch zitiert werden muss- da gibt es auch nicht ansatzweise den Spielraum an persönlicher Interpretation, den Sie hier anführen!

Das Kernproblem liegt m.E. in der Fülle und dem Umfang der Arbeiten, die gelesen, geprüft, bewertet und im Kontext zu anderen Arbeiten beurteilt werden müssen...!

Wenn der Doktortitel futsch ist ...

.
wird sich Frau Schavan fragen lassen müssen, ob ihr Wissen und Gewissen wirklich tragfähig sind.

"Sie habe ihre Doktorarbeit "nach bestem Wissen und Gewissen erstellt"," heißt es in dem Bericht.

Bis dahin aber gilt auch für Sie die Unschuldsvermutung solange Sie den Titel noch führen darf.

Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

@giftblandare

"Ich habe selbst eine Dissertation verfaßt und weiß auch nach mehr als zehn Jahren immer noch, was ich geschrieben habe, bei Politikern scheint das nicht immer so der Fall zu sein."

Naja, ich weiss es jetzt schon nicht mehr und es ist bei mir gerade mal 7 Jahre her.... bei mir war es zwar eine naturwissenschaftliche Arbeit, aber bis auf den Grundtenor der Zusammenfassung und des Themas sind mir die Details überhaupt nicht mehr geläufig.

Ich habe mich ja inzwischen beruflich mit völlig anderen Themen zu befassen, da wären die alten Themen ja nur unnötige Platzhalter im Hirn...

Eigentlich darf in solchen Dingen nur jemand urteilen, der selbst mal eine Diss geschrieben hat, und dann am besten in der selben Epoche.

2otto2 - Sie haben den Nagel

2otto2 - Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen. Die eigentlich Blamierte ist die Universität Düsseldorf. Sollte der Fakultätsrat im Januar nicht endlich ein Verfahren einleiten, das den üblichen Standards entspricht, kann Frau Schavan zum einen erhobenen Hauptes (!) zurücktreten, die Universität Düsseldorf zum anderen steht in der Wissenschaftswelt erheblich beschädigt da.

@2otto2...

... wie der Name Prüfungsausschuss bereits aussagt, sitzen dort mehrere Menschen.

DIese haben alle die Fachkompetenz, um zu erkennen, ob ein Plagiat vorliegt.

Und diese haben die Arbeit sowie das Gutachten noch einmal gewissenhaft geprüft, bevor Sie die Empfehlung zum Entzug aussprachen.

Und das "Gutachten" beim Verleihen des Doktorgrads ist eine Prüfung im akademischen Sinn als ein Gutachten, wie Sie es aus einem Gerichtsverfahren kennen.

Das Gutachten, das erstellt wird, wenn Plagiatvorwurf erhoben wird, ist hingegen ein echtes gerichtsfestes Gutachten.

Sie sehen, bis jetzt hat alles seine Richtigkeit.

"Nach bestem Wissen und Gewissen" hat übrigens keinen Einfluss auf den Entzug, da man auch in Unkenntnis plagiieren kann.

Dann gibt es eben die Bewertung mangelhaft statt einen Pagiatsbetrug, was aber genauso zum Entzug des verliehenen Doktors führt.

"...nach bestem Wissen und Gewissen..."

Ich warte nur noch auf den Augenblick, in welchem sich Frau (Dr?)Schavan endlich "öffentlich schämt"! Oder gilt ihr Kommentar zur Affäre zu Guttenberg für sie selbst nicht?? Wie heißt es doch "...der werfe den ersten Stein"!!!

giftblandare

"..da der Vergleich von Dissertationen, die 30 Jahre......" - Habe ich Sie richtig verstanden? Der VERGLEICH (!) von D....." kaum der wissenschaftlichen Praxis von heute genügt??? Das war wohl in der Aussage ein Schuss nach hinten!!, denn total falsch. Deshalb: nie und nimmer VERJÄHRUNG!

Immer diese Hetzjagd

Ist doch mir egal, ob die Schavan bei ihrer Doktorarbeit getäuscht hat (was ja anscheind nicht wenig machen) oder ob sie jetzt ein Doktor sein sollte oder nicht. Spielt keine Rolle für ihre Arbeit und ist so oder so nix wert, da wird viel zu viel Wirbel um zwei Buchstaben gemacht. Und wer vollkommene Ehrlichkeit von der aktuellen Politikergarde erwartet, ist erschreckend naiv, die lügen einen ja mit jedem zweiten Satz an.

Schavan muss zurücktreten!

Eine Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung will Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung bleiben, trotz eines begründeten anlaufenden Verfahrens zur Entziehung ihres Doktortitels wegen schwerwiegendem Plagiatsverdacht und zumindest grob mangelhaftem wissenschaftlichem Arbeiten?

Warum sollte ausgerechnet für die Bundesforschungs- und Bundeswissenschaftsministerin Schavan ein anderer Maßstab gelten, als für alle anderen Doktoranden, die sich im Gegensatz zu ihr redlich nach wissenschaftlichen Grundsätzen ziteren?

Und Merkel? Wird Merkel wieder sagen "Ich habe keine wissenschaftliche Mitarbeiterin eingstellt, sondern eine Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Forschung", so wie Sie damals bei Guttenberg gesagt hat, ich habe keinen wissenschaftlichen Mitarbeiter eingestellt, sondern einen Bundesminister für Verteidigung"?

Und Merkel sieht Diebstahl geistigen Eigentums nachweislich nicht als Bagatalle an.

Fazit: Schavans Rücktritt! Sofort!

Differenzierte eigene Meinung bilden!

Die kritisierten Stellen kann man im Internet nachlesen, ebenso wie
Interviews mit denen, die diese Stellen gefunden haben.
Macht Euch doch einfach mal die Mühe, dort reinzuschauen.

Und dann bildet Euch eine differenzierte eigene Meinung anhand der Quellenlektüre - und plappert nicht irgendetwas nach.

Denkt dabei mal dran, dass diese Arbeit zu einer Zeit entstanden ist, als die komplette Arbeit getippt werden musste und die Änderung einer einzigen Fußnote zum Neutippen mehrerer Seiten führen konnte und die Zitate alle auf Schlagwortzetteln gesammelt werden mussten und nichts gescannt werden konnte.

Und dann vergleicht das Ergebnis mit den vielen Kommentaren, die sich nicht im Ansatz die Mühe machen, preiszugeben, von wem sie ihre Meinung abgeschrieben haben.

Wenn ich die Kommentare

Wenn ich die Kommentare durchstöbere und die Diskussion insgesamt betrachte, kommt mir die Frage hoch, warum wir, bzw. der deutsche Wissenschaftsbetrieb überhaupt eine Doktorarbeit braucht? Wem nützt sie? Hat sie wirklich den Stellenwert im wissenschaftlichen Betrieb, und ich meine insbesondere auch dem internationalen Betrieb, der ihr zugesprochen wird oder ist es nicht ein Relikt aus vergangenen Zeiten, das heute dazu dient Eitelkeiten zu bedienen? Ist halt schön, so als Namenszusatz. Man könnte sonst auf den Gedanken kommen, das Studium ganz abzuschaffen und nur die Dissertation zu schreiben; d.h. der eigentliche Nachweis erfolgt mit dem Studium und nicht irgendwann danach.

Liebe Träumer .......

Was jetzt heraus kommt,ist doch nur die Tatsache,dass ein reger Handel mit Doktor-Titeln stattgefunden hat und wohl auch weiterhin stattfindet.Der kluge chancenlose lässt sich vom dummen einflussreichen,einfältigen einen Vorteil gewähren und schreibt diesem dann die Arbeit.Hat es dann geklappt,gibt es Geld oder einen netten Posten bzw. tollen Bürojob.Ein schlechtes Gewissen braucht der Lügner und Betrüger nicht zu haben da das Wort "BETRUG" seit langer Zeit inflationiert wird.Aus einem Betrüger wird ja flugs ein "Sünder".Und Sünden sind ja nicht so schlimm.Wie man mit Glaceehandschuhen Steuer-Betrüger beschützt und bevorteilt sieht man ja aktuell durch unsere unfähigen Politiker.Auf jeden Fall wird Schavan wohl alles leugnen und bleiben.So etwas wie Anstand und Moral gibt es in unserer Gesellschaft nicht mehr.So etwas gibt es nur noch in der Lindenstrasse und anderen Seifenopern.Die Realität hat uns längst eingeholt und auch gleich überrollt.

@ Dark Chaos

Sie mögen wohl mit der Forderung Ihrem 'nick' alle Ehre machen, aber sachlich betrachtet heißt das doch "wir brauchen auch in der Demokratie keine Werte und Normen zu erwarten, die eingehalten werden müssen. Die Macht ist Selbstzweck!"

Von daher würde ich mich ob der Erwartung einer ehrlichen Politikergarde auch nicht für naiv halten.
Es ist sogar so, dass ich ein Mittel gegen die Entartung der parlamentarischen Demokratie und all der häßlichen Begleiterscheinungen in der durch Volksbegehren zu Volksentscheiden führenden direkten Demokratie sehe.

Es geht aber so wie so kein Weg daran vorbei, dass eine so offensichtlich beschädigte Glaubwürdigkeit, wie sie im Fall Schavan doch wohl vorliegt, auch geeignet ist, die gesamte parlamentarische Demokratie und somit Demokratie an sich in Frage zu stellen. Von daher dürfte der Rücktritt zwingend sein, allein schon zum Erhalt des noch existierenden Ansehens unseres demokratischen Systems. Das wird selbst Merkel erkennen müssen.

klartext

@Profet

"Denkt dabei mal dran, dass diese Arbeit zu einer Zeit entstanden ist, als die komplette Arbeit getippt werden musste und die Änderung einer einzigen Fußnote zum Neutippen mehrerer Seiten führen konnte und die Zitate alle auf Schlagwortzetteln gesammelt werden mussten und nichts gescannt werden konnte."

Das stimmt natürlich, aber soll das jetzt zu einer Generalamnestie führen? Das darf vllt. eine Handvoll Zitierfehler erklären aber nicht die Anzahl an Fehlern die auf Schavanplag.wordpress.com aufgelistet ist. Darüber hinaus hat sie (falsche!) Quellenangaben der Sekundärquellen, die sie nicht kenntlich gemacht hat, übernommen. Das wiegt für mich sehr schwer und ist kaum glaubwürdig mit Schludrigkeit zu erklären, bzw hätte beim obligatorischen Durchsehen nach Verfassen der Arbeit auffallen müssen.

@Dark Chaos

Ja, sind wir denn bei 'Egal wie, Hauptsache dass'?

Sorry, aber beim Erarbeiten einer Dissertation, einer Diplomarbeit, .. sollte es schon mit rechten Dingen zugehen.

Wohin würde es wohl führen, wenn Abschreiben nachträglich legalisiert würde?

Wäre das nicht ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich an die Regeln halten, oder sind die einfach nur blöd?

Amt ruhen lassen Frau Schavan

Jetzt wird es wierklich Zeit das Schavan ihr Amt ruhen läst, bis alle vorwürfe geklärt sind. Alles andere ist untragbar, gerade als Bildungsministerin.

@12:13 — jautaealis

"Ein jeder....., der nur über ein bisschen Menschenkenntnis verfügt, wird ...feststellen: Ein Mensch von der Struktur und dem Charakter ...mit einem Lebenslauf wie dem Ihren, ist unmöglich mit Plagiaten in Verbindung zu bringen" - da müßte man vor Ihrer Menschenkenntnis wirklich den Hut ziehen - müßte ! Daß Sie sich mal nicht täuschen (lassen).

@23. Dezember 2012 - 11:35 — 2otto2

"Jetzt soll eine Aberkennung nur auf Grundlage eines einzigen Gutachtens erfolgen?"

Wieviele Gutachten sollen's denn sein? 3 Pruefer = 3 Gutachten, 30 Zuhoerer = 30 Gutachten, 300 Plagiate = 300 Gutachten.

Frau Schavan kann ruhig im Amt bleiben, es ist selten etwas besseres auf eine Position die geraeumt wurde gefolgt. Dann wird sie eben jetzt mit Frau Schavan angsprochen.

zurück getreten

Rücktritt gibt es erst, wenn auch das letzte zurück Treten nichts mehr bringt. Das ist doch immer so und es wird auch diesmal so sein. Was soll's, Ethik und Würde ist Out. Sich durchsetzten ist in, komme was wolle.

Schavan geh nach Hause

"Nach besten Gewissen" bei einer Politikerin?

Das wäre so, als könnte ein Ball umkippen. Die Dinge schließen sich physikalisch aus.

@klartext

Entscheidendes Wort in dem Satz: "aktuelle" - klar sollten Politiker idealerweise ehrlich sein, aber es ist ebenso klar, dass unsere derzeitigen Politiker das nicht sind. Liegt vermutlich an der Natur des Geschäfts, das gleich Trickser und Lügner in Scharen davon angezogen werden.
Theoretisch ist das alles im einfach, aber wenn die Schavan verschwindet, übernimmt jdn anderes, der/die auch nicht ehrlicher ist. Also was soll das? Nur weil zufällig Schavan bei etwas erwischt wurde, das keinerlei Bezug zu ihrer politischen Arbeit hat? Da würde ich lieber Merkel&Co für ihre Inkompetenz und schädliche Politik bestrafen lassen.

@Didi

Die Regeln sind nur scheinbar klar, weil sie nur die einfachen Fälle abdecken. Nehmen wir z.B. die Unterscheidung zwischen wörtlichem und sinngemäßem Zitat: Ersteres kommt in Anführungszeichen, letzteres nicht. Soweit so gut. Aber welche Zitatform liegt vor, wenn von 9 Wörtern eines Satzes 7 übernommen wurden oder vielleicht auch nur 4? Und was, wenn die zentralen Begriffe nur durch Synonyme ersetzt wurden? Hier gehen die Praktiken weit auseinander.

Vor ein paar Tagen las ich, dass manche differenzieren, ob eine Fußnote mit "Siehe" oder mit "Vergleiche" beginnt, wobei letzteres bedeuten soll, dass keine wörtliche Übernahme stattgefunden hat. Von dieser Regel hatte ich in 12 Jahren Wissenschaftstätigkeit bisher nichts gehört - vielleicht gilt sie nur regional?!

Die Beispiele ließen sich - wenn Platz wäre - weiter mehren. Ergo: Auch in diesem Bereich ist nichts so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint.

Sie habe ihre Doktorarbeit "

nach bestem Wissen und Gewissen erstellt.

Wie die Bürger wissen, ist es bei einigen/vielen Politikern mit Wissen und Gewissen nicht sehr weit bestellt.....

Das ist Quatsch !

.
"Eigentlich darf in solchen Dingen nur jemand urteilen, der selbst mal eine Diss geschrieben hat, und dann am besten in der selben Epoche."

Die Dissertation ist "nur" eine (in der Regel) besonders anspruchsvolle, selbständige wissenschaftliche Arbeit, für die aber prinzipiell die gleichen Regeln wie bereits für Semesterarbeiten, "einfache" Staatsexamen, Facharbeiten der Bachelor, Diplomarbeiten und später ggfs. die Habilitationsschrift gelten. Letztlich sind das die Regeln, die schon in der Schule gelten: Wer beim Betrügen erwischt wird, fliegt raus. Alle bis dahin zu dieser Arbeit erbrachten Leistungen gelten als nicht erbracht.

Und nur darum geht es.

Nicht Fehler, Nachlässigkeiten, schlampige und minderwertige Arbeiten stehen hier in der Diskussion, sondern erkannter Betrug!

Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

@Charakter...Lebenslauf... ./.böser Absicht - 12:13 — jautaealis

>>"... Menschenkenntnis ... mit einem Lebenslauf wie dem Ihren, ist unmöglich mit Plagiaten in Verbindung zu bringen! Es sei denn in leicht durchschaubarer böswilliger Absicht..."<<

Ja zu Ihrem gesamten Beitrag!

Zu "böswilliger Absicht" =>Hinweis vieler Komm's, dass nur "CDU-CSU-FDP" Kreise als Plagiatoren betroffen sind nicht die aus repräsentativen Akademiker-Segmenten D's.

Ne ganz "NO GO" Hypothese?:

Weil die C+F, die Sicherheiten und Früchte des kleinen Michels-siehe Mittelstand-

(die Akademiker sind MEIST nicht kleine M's, haben allemal ihre erebten-ak.erarbeiteten+Dialektik-geschult verteidigten Sicherheiten/oft Parl.Ämter)

in eine Unheil-EU-Schuldenunion OHNE Einstaatlichkeit a la USA(wie von anderen Seite vorgeschlagen),ohn' Gegwehr aus den Gründen, die Dr.Schavans Dr. Arbeit-Überschrift+Inhalt sind:

"moral...Schuld" in eine Banken- Schmiere-Bamten Lobby rüber zu transferieren" sich weiger(te)n.

"Schuldensoli-Union-Ja" mit Sh-W-Gut-Merkel Abwahl böser Hintergrund?

Rotgrüne Plagiatsjäger in reaktionärer Menschenjagd-Tradition

Diese widerliche Menschenjagd, die hier von der Opposition und den mit ihr sympathisierenden Medien betrieben wird, knüpft an eine Tradition bürgerlich reaktionärer Verhaltensweisen an, die schon in Weimarer Zeiten die Demokratie gefährdete.
Das Ziel dieser Plagiatsjäger ist doch klar: sie wollen exponierte Personen aus dem Regierungslager zu Fall bringen, um für Rotgrün Wahlvorteile zu erzielen.
Nun ist es natürlich nicht verboten und auch nicht anrüchig, Verfehlungen von Politikern anzuprangern, zumal wenn sie im Amt begangen wurden oder mit einem politischen Amt in Zusammenhang stehen. Aber hier handelt es sich doch um eine reine Verdächtigungs- und Vorverurteilungskampagne. Ähnlich wie bei Guttenberg und Wulff. Sowenig es Guttenberg genutzt hat, dass ihm das Gericht letztinstanzlich keine betrügerischen Absichten bescheinigt, und sowenig es Wulff nutzen wird, wenn ihm das Gericht nach der Niedersachsenwahl ebendieses bescheinigen wird, der Rufmord hat gewirkt, das Amt ist weg.

Zurücktreten ist aus der Mode gekommen

Schavan macht ausserdem auch ohne Doktortitel keine schlechtere Figur in ihrem Amt als der Finanzminister, der mal 100.000 DM "vergessen" hat, oder der Entwicklungshilfeminister, der dieses jetzt seinige Amt während des Wahlkampfes noch abschaffen wollte.

Merkels Gruselkabinett hälts aus. Und auf die FDP-Minister wollen wir den Blick lieber erst gar nicht wenden (die Schnarre mal ausgenommen).

Die Leute wählen Merkel wieder, ganz sicher.

Beteuerung

Die Beteuerung muß sein,
.......denn sonst ist dies ein Anerkennen der Schuldhaftigkeit und das wollen sich Politiker nicht leisten, in jeder Form.
Warten wir es ab was die Kommission beschließt und sind wir nicht überrascht.
Die Untersuchungskommission hat gewissenhaft gearbeitet, denn in ihr sind gestandene Doktoren und Professoren.

Mich würde es aber nicht überraschen wenn der erworbene Doktortitel ( vieleicht im Schnelldurchgang )
aberkannt wird.

Vergewaltigungen verjähren...

Manchmal sind die Sachen wirklich nicht mehr verhältnismäßig.

Prinzip

Ich schreibe derzeit an meiner Diss.

Das sind (in meinem Bereich) mind. 3 Jahre harte Arbeit. Verbunden mit wenig Gehalt und viel Mühe, "nur" um am Ende den Dr.-Titel zu bekommen. Dieser ist in seiner Wertigkeit aber nur so hoch, wie die Öffentlichkeit ihn anerkennt. Wenn man mit schlampiger Arbeit oder geklauten, bzw. kopierten Inhalten den Ruf des Dr. herabstuft, so mindert dies auch den Wert meiner Arbeit.

Vielen Dank Frau Bundesbildungsministerin!

Und wer meint, ich würde voreilig urteilen:
Der Schein allein zerstört schon den Ruf! Hier gehts nicht um Gerichtsurteile oder Gremienbeschlüsse. Schuld oder Unschuld! Zumindest als Bundesbildungsminister MUSS man in dieser Beziehung einfach eine so weiße Weste haben, dass der Verdacht eines Plagiats nicht auftreten kann.

über die Angemessenheit der Vorwürfe urteilen

können hier wohl nur ganz Wenige (zunächst mal jene, die Frau Schavans Dissertation im Wortlaut kennen), weshalb m.E. die Diskussion um die Anwendung von Zitierregeln ein bisschen thematisch abhanden geht ... man kann ohnehin davon ausgehen, dass solche Unklarheiten an den meisten Unis mit größtmöglichem Wohlwollen ausgelegt werden, wo dies nicht so ist ist es aber auch kaum zu beanstanden.

So macht sich folglich selbst verdächtig wer da Frau Schavan nun noch "ungewöhnlich viel Ermutigung" entgegenbringt.

Eine Ministerin die eine "leitende Täuschungsabsicht" attestiert kriegt, ist m.E. nicht mehr tragbar, nicht beim Zustand unserer Demokratie der weitflächige das Mißtrauen der Bevölkerung entgegenschlägt.

Insofern kann ich Frau Schavans Kommentar: "Ich möchte Ministerin bleiben über die Bundestagswahl hinaus" einen gewissen Realitätsverlust nachsagen. Das wird sich zeigen wenn der Kampf um die Wählerstimmen tatsächlich losgeht.

Betrug oder Schlampigkeit?

Ich denke, wenn in der Doktorarbeit nur geringfügige Verfehlungen enthalten wären, wäre das Thema schon längst vom Tisch.
Aber egal, ob die scheinbar doch größeren, nicht belegten, Abschreibe-Passagen in betrügerischer Absicht oder durch schlampiges Arbeiten in die Doktorarbeit geraten sind, sollte Frau Schavan zurücktreten.
Denn weder Betrüger, noch Schlamper sind für ein Ministeramt geeignet.

@Dark Chaos

Es scheint mir bei Ihnen ein Nihilismus sich zu äußern, der auf mich keine Überzeugungskraft entfalten kann.

Wer im Amt nachfolgt soll gründlich geprüft werden. Aber dass wir eine offensichtlich doch mit schweren Betrugsvorwürfen belastete Politikerin nur deswegen im Amt behalten sollen, weil Betrug sowieso als Markenzeichen der Politik gilt, das erscheint mir nicht nachvollziehbar.

Eine solche Gleichgültigkeit gegenüber den Werten des Staates, in dem ich lebe, habe ich bisher noch nicht erreicht und wohin es führen würde, wenn dies einmal so wäre, will ich mir gar nicht vorstellen!

klartext

"mit anonymen vorwürfen lässt sich schwerlich umgehen"

"mit anonymen vorwürfen lässt sich schwerlich umgehen"

angesichts solcher äusserungen ist es nicht mehr verwunderlich, warum unsere politiker die gefahr der atomkraft nicht erkannt, die stetig anwachsende armut im land für nicht wichtig gehalten und mit dem eintreten einer wirtschafts - und finanzkrise niemals gerechnet haben.

wenn man natürlich immer nur auf hochdekorierte "experten" hört, die man dazu vielleicht noch selbst bestellt hat, dann trifft einen all das sicher wie aus heiterem himmel.

die identität einer person ändert an den vorwürfen gegen frau schavan - seien sie zutreffend oder nicht, das zu beurteilen steht noch aus - nicht das geringste.
wenn frau schavan meint, es nicht nötig zu haben, als bundesbildungsministerin auf den vorwurf des plagiats zu reagieren, dann ist das ihr ureigenes versäumnis! sie sollte sich nicht auf eigenes verletztsein zurückziehen, sondern lieber aus ihrem - nebenbei gesagt ohnehin überflüssigen - amt, mindestens vorübergehend!

@ Rotkäppchen 14:12 Was soll das?

Verschwörungstheorien wie die ihre sind hier völlig belanglos. Die gute Frau soll besch... haben, und das nicht, weil sie der schwarzgelben Regierung angehört, sondern unbedingt ihren Doktortitel haben wollte. Dass solch eine Person auch noch Ministerin für Bildung ist, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Aber wer einen Finanzminister hat, der 100.000 DM im eigenen Schreibtisch nicht zuordnen kann, darf sich über nichts mehr wundern.

@fprinz

"Wer beim Betrügen erwischt wird, fliegt raus." - ja, kürzer und treffender kann man es nicht sagen.

@Dani4891

"Vergewaltigungen verjähren..." - Das ist Strafrecht, Sie sollten die Dinge hier nicht unzulässig vermengen.

Die Wahrheit verjährt nicht, sie aber ist Voraussetzung für Glaubwürdigkeit. Wenn ein Politiker als Volksvertreter etwas vortäuscht, was nicht der Wahrheit entspricht, so geht dies weit über strafrechtliche Belange hinaus.

klartext

"Kleben am Amt" ist offensichtlich Mode geworden

Wo sind bloß die Politiker geblieben, die den Mut hatten, unmittelbar nach Bekanntwerden von Skandalen - und zwar selbst dann, wenn sie persönlich gar nicht betroffen waren, sondern es nur in ihrem Verantwortungsbereich geschah - von ihrem Amt zurückzutreten?

Statt dessen erleben wir immer wieder ad nauseam dieses unwürdige Schauspiel.

Man klebt am Amt, bis man aus dem selbigen herausgetragen werden muß. Von "Pattex-Heide" Simonis über den Herrn von und zu Googleberg bis hin zum Ex-Bundespräsidenten muß man sich immer wieder als Bürger fremdschämen!

@Rotkäppchen

Sie wollen also hier ernsthaft behaupten, dass alle von Ihnen genannten Politiker völlig unschuldig und zu Unrecht zurück getreten sind? Vielleicht versuchen Sie es selbst mal als nächste Bundesbildungsministerin.

@23. Dezember 2012 - 14:12 — Rotkäppchen

"Das Ziel dieser Plagiatsjäger ist doch klar: sie wollen exponierte Personen aus dem Regierungslager zu Fall bringen, um für Rotgrün Wahlvorteile zu erzielen."

und das gilt selbstverstandlich nur fuer die rot-gruene Verschwoerertruppe. Die schwarz-gelben sind noch nicht auf die Idee gekommen...

@23. Dezember 2012 - 13:01 — ThomRen

"Sollte der Fakultätsrat im Januar nicht endlich ein Verfahren einleiten, das den üblichen Standards entspricht, kann Frau Schavan zum einen erhobenen Hauptes (!) zurücktreten.."

Brilliant! Wenn ich einen gefaelschten Check bei der Bank einloese und die das nicht bemerkt, dann muss der Bankangestellte in den Knast, wenn's spaeter rauskommt und ich kann erhobenen Hauptes weiter faelschen.

Auffällige Ermittlungsrichtung..

..bei den so genannten Plagiatsjägern. Auffällig ist, dass alle bisher bekannt gewordenen Vorwürfe Peronen aus dem Bereich der Union und der FDP trafen, nicht jedoch solche der anderen Parteien. Dafür gibt es 2 Erklärungsmöglichkeiten: Entweder gibt es Schummler nur bei den genannten und bei Rot und Grün sind nur die "Guten" versammelt. Oder, Variante 2, es steckt eine gewisse Absicht dahinter, nur Leute aus Union und FDP zu diskreditieren. Wenn man davon ausgeht, dass Variante 1 etwas weltfremd und unwahrscheinlich ist, bleibt nur noch Variante 2 übrig. Zum politischen Wert des Plagiatjagens wäre damit schon alles gesagt. Es wäre dann lediglich eine weitere Masche des politischen Geschäfts. Desse ungeachtet müsste sich die Wissenschaft allerdings fragen lassen, welchen Wert ein Promotionsverfahren denn hat, wenn es nicht fähig ist, bereits im Verfahren selbst inkorrekte Arbeiten als solche zu erkennen. Immerhin wäre gerade das die Aufgabe der Prüfer.

Nach bestem Wissen und Geissen?

An den Plagiaten gibt es wohl objektiv keinen Zweifel mehr. Also folgt doch:

Entweder kein Wissen oder kein gewissen.

Wahrscheinlich jedoch sogar beides.

Möge sie in Reue weiterleben
ungestört von ministeriellen Aufgaben.

@ 14:18 — Dani4891

Zunächst einmal, was für ein schrecklicher Vergleich, aber es gibt dafür auch Gründe.

Vergewaltigungen sind verbrechen an einem Menschen - Betrug bei der Qualifikation ist ein Verbrechen an der Gesellschaft (an allen Menschen).

Ein Vergewaltiger verdient nicht mehr, er hat keinen besseren Job dadurch und keine sozialen Privilegien.

Vergewaltigungen werden nicht über Jahre realisiert, wenn jemand mit diesem Vorwand vor die Tür geht ist das schon ein hoher Grad an Planung für ein solches Verbrechen.

Ich finde das nicht unverhältnismässig. Davon abgesehen wünsche ich mir schon, dass mehr Vergewaltigungen auch tatsächlich zu Schuldsprüchen führen würden.

Frau Schavan hat plaggiiert und muss gehen!

Also auch ich muss dazu sagen: diese erhobenen Vorwürfe sind wahr und für jedermann überprüfbar auf schavanplag.de. Außerdem habe auch ich mir die Vergleiche der Textstellen angeguckt und komme zu demselben Ergebnis wie das Gutachten: Frau Schavan hat plaggiiert!! Ohne jeden Zweifel.

Von daher: sollte Frau Schavan der Doktortitel aberkannt werden, ist sie auch in meinen Augen als Wissenschaftsministerin und als Bildungsministerin absolut untragbar und muss zurücktreten! Keine Frage!!

@Rotkäppchen

Das Ziel dieser Plagiatsjäger ist doch klar: sie wollen exponierte Personen aus dem Regierungslager zu Fall bringen, um für Rotgrün Wahlvorteile zu erzielen.

Über die Motivation der Plagiatsjäger lässt sich vortrefflich spekulieren. Vielleicht geht es diesen nur um die Glaubwürdigkeit des Wissenschaftstandortes Deutschland. Aber selbst wenn Ihre Vermutung zutrifft, stellt sich die Frage, warum "Personen aus dem Regierungslager" für Plagiatsjäger so viel Angriffsfläche bieten...

Was Guttenberg und Wulff angeht: Beide haben vor laufenden Kameras das Volk belogen. Da braucht es keine Gerichtsbeschlüsse, um die eigene Glaubwürdigkeit zu zerstören.

@Rotkäppchen

Das Ziel der Plagiatsjäger ist doch klar: sie wollen diejenigen entlarven, die sich ihren Doktortitel mit verbotenen Methoden erschlichen haben. Und wenn es sogar welche sind, die auf der Basis ihres Doktortitels Karriere gemacht und sogar Bundesforschungsministerin geworden sind, dann ist es SOWAS VON GERECHTFERTIGT, zu untersuchen, ob die Bundesforschungsministerin sich ihren Doktortitel mit verbotenen Methoden erschlichen hat.

Nur weil diese Person Schavan nun eine mächtige Politikerin ist, heißt das doch lange nicht, dass sie jetzt Sonderrechte genießt.

Hätte sie ihre Doktorarbeit, so wie Merkel, sauber erarbeitet und ohne zu plagiieren, dann wäre nichts zu beanstanden gewesen.

Es ist eher schade, dass es so spät aufgeflogen ist. Aber besser spät als nie! Und jetzt gibt es nunmal die ABSOLUT GERECHTFERTIGTEN KONSEQUENZEN.

Zu Guttenberg hat dreist plagiiert, es geleugnet, ihm wurde zurecht der Doktortitel aberkannt und er hat zurecht seinen Ministerposten dafür verloren.

Plagiette Schavan: Person ohne Gewissen

Die Frau ist Bildungsministerin und das Thema der in Teilen mit Plagiaten versehene Dissertation war "Person und Gewissen".

Die Bildungsministerin Schavan ist ein schlechte Beispiel für das deutsche Bildungssystem und schadet auch dem Bildungsstandort Deutschland erheblich.

Diese Realsatiere zeigt: Es tritt kein Politiker zurück weil er ein "schlechtes Gewissen" hat oder weil er Verantwortung übernimmt. Der einzige Grund liegt in der Unterstützung innerhalb der eigenen Partei. Diese Unterstützung scheint noch gegeben.

@Interessent - Variante 3

Auffällig ist, dass alle bisher bekannt gewordenen Vorwürfe Peronen aus dem Bereich der Union und der FDP trafen, nicht jedoch solche der anderen Parteien. Dafür gibt es 2 Erklärungsmöglichkeiten: ...

Variante 3: Sie sind nicht vollständig informiert, denn auch dem SPD-Politiker Uwe Brinkmann (Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg) wurde wegen Plagiaten in der Doktorarbeit durch die Universität Hamburg der Doktortitel wieder entzogen.

sagt es ihr doch bitte mal einer

ihre letzte chance ist, sich dumm zu stellen. so wie es viele leute machen, um sich einer verantwortung zu entziehen.

aber, wie peinlich ist das denn bitte? kann ihr das einer mitteilen, ja?

"...findet eine Prüfung der Arbeit durch zwei Gutachter statt."

"Bei der Erteilung des Doktortitels findet eine Prüfung der Arbeit durch zwei Gutachter statt, das anschließende Rigorosum über diese Arbeit muss mit mindestens drei Prüfern stattfinden."

Schavan hatte sich bei ihrer Arbeit aus verschiedenen Fachzeitschriften usw. bedient. Damals hatten Gutachter noch nicht die heutigen Möglichkeiten. Hätten die Gutachter die Quellen gekannt, hätte man sie durchfallen lassen müssen. Die nicht gekennzeichneten übernommenen Sätze sind absolut eindeutig geklaut, dann ein klein wenig umgestellt in die Arbeit eingeflossen und nicht gerade gering an der Zahl.
Alles nachzuvollziehen auf Schavanplag.

Da erschleicht man sich

Da erschleicht man sich Vorteile,und die hat man als DR.,und möchte auch noch nach dem Erwischtwerden Diskretion.
Ausser ihrem eigenen "ich hab doch gar nichts gemacht",kann sie keine Gegenbeweise bringen.

So ist das wenn Bildungsminister ihre Bildung aus der "Bild"haben.
Soviel ist nämlich ihr Dr.Dr.Prof.DR....wert.Nischt.

@Initiative Neue Soziale Irgendwas

Plagiette Schavan: Person ohne Gewissen

Das ist nach meiner Meinung ehrabschneidend und gehört nicht hier her. Auch für Frau Schavan gilt die Unschuldsvermutung, so lange die Schuld nicht bewiesen ist.

Geistiges Vakum bei der Bundesbildungsministerin

Eine Bundesbildungsministerin stejht im verdacht keine Bildung zu haben. Naja, so etwas geht nur in der "Bananenrepublik" BRD. Schafft endlich eine Abwrackprämie für Politiker!

Sie selber sagt, dass sie ihre Doktorarbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben hat? Eigenartigerweise haben Politiker nun mal überhaupt kein Wissen, man siehe z.B. die deutsche Politik. Und Gewissen bei einem Politiker? Ich schmeiße mich vor Lachen weg,falle bald rücklinks vom Stuhl. Die Gnädige soll zurück treten und wenn sich beweist, dass sie "gegutenbergt" hat, dann Streichung aller ihrer Ansprüche, die sie mit ihrem dann "geklauten" Doktortitel erworben hat. "Ach, liebe Ministerin, in der Suppenküche ist noch Platz für Sie!"

@Linuxpinguin

Frau Schavan hat plaggiiert und muss gehen!

Das ist gut möglich.
Das entscheidet allerdings das zuständige Gremium der Fakultät und nicht das Diskussionsforum. Und zweitens finde ich Vorverurteilungen jeder Form unerträglich.

Vorverurteilungen ??

Noch befindet sie sich in der Sessel-Klebephase, man sieht es an Statements wie diesem:

"Sie erfahre "ungewöhnlich viel Ermutigung und Unterstützung in der Wissenschaft, der Politik und einer breiten Öffentlichkeit", sagte sie weiter. Ihr Blick ist noch vernebelt.
Das haben wie alle schon erlebt, dann erhöht sich der Druck und AM kann sie nicht mehr halten.
In "schavanplag" kann man eine Vielzahl von eindeutigen Plagiaten nachlesen; warum begreift die Frau nicht, daß es besser ist jetzt zu gehen - eine Wissenschaftsministerin mit ermogelter Dissertation. Das darf doch nicht wahr sein.

Keine Treibjagd!

Bis das Urteil gesprochen ist, sollten wir uns alle zurückhalten. Eine menschliche Treibjagd ist barbarisch! Die Unschuldsvermutung gilt für alle bis zum Beweis des Gegenteils, auch für die Ministerin. Sind alle, die hier so hart urteilen, rechtschaffene Bürger, die sich immer und überall an das Gesetz halten, die Gebote befolgen und weder ihre Partner belügen und betrügen, noch das Gleiche anderswo tun? Menschlichkeit, Nachsicht und Vergebung gerade jetzt zu Weihnachten würde uns allen gut zu Gesicht stehen. In diesem Sinne:Frohe Weihnachten an alle!

Das ist Quatsch ! @- 14:02 — fprinz

>>"Und nur darum geht es.
Nicht Fehler, Nachlässigkeiten, schlampige und minderwertige Arbeiten stehen hier in der Diskussion, sondern erkannter Betrug! "<<

Woher wissen Sie dass hier ein "erkannter Betrug vorliegt"
die Staatsanwaltschaft wissentlich dennoch nicht wie beim weit geringerem und weit unübersichtlichem Fall Wulff der Vorteilsnahme ./. vor der Staatanwaltschaft vorliegenden schriftlichen Beweisen "Betrug" dennoch nicht ermittelt?

@ Rotkäppchen Menschenjagd

Es ist tatsächlich eine Menschenjagd, und das erkennt man gut an den Mitteln, die verwendet werden: Eine Dissertation ist erst einmal geistiges Eigentum, egal wie viel (angeblich) plagiert wurde. Sie unterliegt den Autorenrechten, wie jede andere Schrift auch. Aber auf den X-plags können die Dissertationen heruntergeladen werden. (Erst recht) eine Verletzung der Autorenrechte.
Das ist typisch für Hexenjagden: Im Namen eines Gesetzes wird ein anderes Gesetz gebrochen. (Noch besser, und typischer: im Namen eines weitaus unwichtigeren Gesetzes wird ein weitaus wichtigeres verletzt.) Kurz, es ist, als ob man meinen würde, einen Dieb überführen zu dürfen, indem man ihn bestiehlt. Solche Einstellungen sind ein typisches Anzeichen für ein atavistisches Gerechtigkeitsverständnis: Bin ich im Recht, dann ist alles rechtens, was ich tu.

Treibjagt als neue, unkontrollierte Gewalt

>>"@Linuxpinguin
- 16:01 — Berliner Lesbe

Frau Schavan hat plaggiiert und muss gehen!

Das ist gut möglich.
Das entscheidet allerdings das zuständige Gremium der Fakultät und nicht das Diskussionsforum. Und zweitens finde ich Vorverurteilungen jeder Form unerträglich."<<

Richtig und vor allem entscheidet es die Staatsanwaltschft ob "zielstrebig betriebene Täuschungsabsicht" wie die Fakultät diese zu beweisen hat, vorliegt oder nicht. Diese hat die diesbezügliche Fakulta ./. selbst Betroffene

Es geht- dies kann man ebenso als Anfangsverdacht begründen, um weltanschaulich- politische Verdächtigung in besonders schwerem Falle durch die angewandte Methode, falls denn nach 30 Jahren nicht ohnehin ein grundlegendes Hindernis zur Aufnahme eines Betrugsverfahrens vorliegt

und diese Methode eben deshalb so gewählt wurde.

Von der verletzten Würde eines Menschen, wie auch bei H.Wulff, wird sehr wenig geschrieben: ach wie sind wir doch alle so ehrlich gewesen vor 30 Jahren und ohnehin...

sitzfleisch

"Insbesondere im Fall Schavan müsste die Uni darüberhinaus noch auf ein Höchstmaß an Diskretion bedacht sein, da allein Gerüchte die Ministerin zu Fall bringen können."

egal was gesagt oder geschrieben wird, sämtliche doktoren, deren doktorarbeit in zweifel gerieten, zeigen sich durch mehr oder weniger dreistes sitzfleisch aus. normalerweise sollten sie sich in grund und boden schämen und unverzüglich die konsequenzen ziehen. ich wünschte, alle politiker jeder couleur würden regelmäßig diese kommentare als pflichtlektüre lesen, dann wüssten sie, was im volke, welches sie vertreten, von ihnen gehalten wird.

Besten Wissen und Gewissen

Hätten so was die Berufspolitiker Deutschlands, dann würde es dem Volk besser gehen, meine ich. Machen wir uns doch nichts vor, die schmücken sich doch mit Redenschreiber und Doktorarbeiten, die nicht auf ihrem Wissen fundieren. Die schmücken sich doch mit Ehrendoktorwürden auf Steuerzahlerkosten zur Nachteil des Volkes und Steuerzahlers, So was muß verboten werden, das ist überfällig, ebendso müssen alle Parteien Deutschlands gestoppt werden, die dem Volk schaden.

Besten Wissen und Gewissen

Hätten so was die Berufspolitiker Deutschlands, dann würde es dem Volk besser gehen, meine ich. Machen wir uns doch nichts vor, die schmücken sich doch mit Redenschreiber und Doktorarbeiten, die nicht auf ihrem Wissen fundieren. Die schmücken sich doch mit Ehrendoktorwürden auf Steuerzahlerkosten zur Nachteil des Volkes und Steuerzahlers, So was muß verboten werden, das ist überfällig, ebendso müssen alle Parteien Deutschlands gestoppt werden, die dem Volk schaden.

@ fischer Jüürgen - 16:34: Promotionsordnung ansehen!!

@ fischer Jüürgen,

also dazu sage ich nochmal: schauen Sie sich auf Schavanplag die verlinkte Promotionsordnung an. Und dort ganz besonders den § 3!! Und damit es sie erneut überführt:

Die dem Promotionsgesuch beizufügenden Unterlagen
sind:
a) Die Dissertation bzw. die Gruppenarbeit in drei gebun­denen Exemplaren, im Falle einer Gruppenarbeit unter Angabe des entsprechenden Anteils. Ein kurzer Le­benslauf, der über Alter und Studiengang des Bewer­bers Auskunft gibt, soll am Ende eingeheftet sein.
b) Eine Zusammenfassung des Inhalts der Dissertation bzw. der Gruppenarbeit, hier unter Kennzeichnung des betreffenden Anteils, im Umfang von einer Seite. Die Anzahl der Zusammenfassungen wird jeweils vom De­kan bestimmt.
c) Eine eidesstattliche Versicherung
- daß der Bewerber die vorgelegte Dissertation selbst und ohne unerlaubte Hilfe verfaßt und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt hat

re abaladar

"Eine Dissertation ist erst einmal geistiges Eigentum, egal wie viel (angeblich) plagiert wurde. Sie unterliegt den Autorenrechten, wie jede andere Schrift auch. Aber auf den X-plags können die Dissertationen heruntergeladen werden. (Erst recht) eine Verletzung der Autorenrechte."

Für Dissertationen besteht Veröffentlichungspflicht. Insofern ist die Zugänglichkeit für jedermann schon gegeben. Es kann auch jeder die Schrift zum eigenen Gebrauch in einer Bibliothek durch den Kopierer ziehen.

Es ist eine ziemliche Dreistigkeit, wenn Sie geistiges Eigentum als Schutzschild vor Aufdeckung von Betrug heranziehen wollen.

Ruhe im Karton!

Welch ein Sturmwind fegt da wieder lang.
Und Frau Schavan als eiserne Lady mittendrin.
Nicht bloß Politikerin, sondern auch in ihrer Kirche mit
höheren Ämtern betraut.

Was ist denn "mit bestem Wissen und Gewissen" überhaupt?
Im Allgemeinen (Bürger) und Speziellen (PolitikerIn).
Es gilt doch der Grundsatz: Auch Unwissenheit schützt
nicht vor Strafe. Und das Gewissen ist manipulierbar.

Also ruhig Blut. Abwarten wie die Sache sich entwickelt
Am Schluss gibt es so oder so wie immer Zufriedene und Unzufriedene. Und was dann wirklich stimmt, könnte im Nebel bleiben.

Erkenntnis aus der Angelegenheit: Wir können unseren Politikern nicht mehr wirklich vertrauen. Egal worum es geht, erst wenn nichts mehr anderes möglich ist, wird endlich zugegeben, was dann schon alle wissen. Traurig.
Also sollten wir künftig lieber Mann/Frau aus einfachen
Verhältnissen wählen. Bürgernah und bodenständig.
Ich befürchte nur, dass die Macht des Amtes auch da zu
einer Umbildung des Gewissens führt.

Es GIBT nur die eine Konsequenz

Mit welcher AUtorität würde Schavan nich mitregieren können, wenn sie des Betruges überführt worden wäre?
Und wie schon bei KTG muss man wieder hervorheben: Plagiieren ist Betrug. Kein "vegressen von Gänsefüßchen", Kein "Schlechtes setzen von Fußnoten". Ganz einfach. Es ist eine schwere Straftat und muss auch wie eine solche angesehen werden.
Und da kein aktiver Regierungspolitiker ein Straftäter sein sollte (mal von Korruption abgesehen.. das ist schliesslich nur guter Stil..) gibt es nur die Konsequenz zurückzutreten. Sollte aber die Diss OK sein, dann bleibt sie und hatte recht.

Wer bei einer Doktorarbeit mit leitender Täuschungsabsicht..

plagiiert, dem gehört der Doktorgrad sofort entzogen, und es sollte Schadensersatz für erschlichene (z.B. berufliche) Vorteile zurück an den Staat gezahlt werden (z.B. die Differenz der Gehalts eines Ministers zum dt. Durchschnittsgehalt).

Wenn so eine Person auch noch "Bildungsministerin" ist, dann schlägt das dem Faß den Boden aus!

Promotionsordnung ist den Prüfern wie den Eleven bekannt

>>"- 16:53 — Linuxpinguin... b) Eine Zusammenfassung des Inhalts der Dissertation bzw. der Gruppenarbeit, hier unter Kennzeichnung des betreffenden Anteils, im Umfang von einer Seite. Die Anzahl der Zusammenfassungen wird jeweils vom De­kan bestimmt.
c) Eine eidesstattliche Versicherung
- daß der Bewerber die vorgelegte Dissertation selbst und ohne unerlaubte Hilfe verfaßt und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt hat"<<

Wir , die Prüfer, kennen diese Ordung, sie in-aus-wendig und besser geschult im Erkennen von Ungereimtheiten... als wir.
Auf "Treu und Glauben" beruht doch der Titel wie Gesetze ./. Vorsätzlichkeit="systematisch betriebene Täuschungsabsicht" mit dem Ergebnis des Tatbestandes des Betruges der Prüfer(damit gegebener Vorermittlung usw.)

Wenn "Betrug" laut Gericht-Urteil--nur dieses erlaubt Mitmenschen in die Nähe von Verbrechen hinein zu behaupten, dann haben Schavanplag!+Universität=der laut posaunende Bote der Nachricht, sehr unangemessen gehandelt!

Vorverurteilung

Es ist die Mitschuld der Politik und der Medien, wenn durch frühzeitige Rücktrittsforderungen quasi eine Vorverurteilung eintrifft. Erst einmal muss "in dubio pro reo" gelten, und der Betroffene die Möglichkeit bekommen, seine Unschuld zu beweisen. Dann erst kann oder muss es einen Rücktritt geben. Alles andere ist eine unwürdige Hexenjagd. Wenn jemand freilich wegen Plagiaten den Titel entzogen bekommt, ist er untragbar, aber erst dann und nicht früher. Im Übrigen finde ich die Gewichtung akademischer Titel im deutschsprachigen Raum übertrieben. Ich habe selbst zwei Titel und bin erstaunt, wie abgehoben diese Titel im Vergleich zu anderen Staaten vergöttert werden.

Wer bei einer Doktorarbeit mit leitender Täuschungsabsicht.. -

>>" - 17:28 — Jon Do plagiiert, dem gehört der Doktorgrad sofort entzogen, und es sollte Schadensersatz für erschlichene (z.B. berufliche) Vorteile zurück an den Staat gezahlt werden (z.B. die Differenz der Gehalts eines Ministers zum dt. Durchschnittsgehalt)...)">>

Es sind die Universitäten nicht im Himmel stehend, selbstlos gerecht gegen jedermann , sondern auf Erden in gewisse politische Systeme,damit Ideologien, finanzieller Abhängigkeit und Menschlichkeiten eingebaut.

Der eine Richter/Gruppe sagt nachweislich plagiert! die andere, im anderen System sagt nachweislich Hervorragende eigen-geistl. Leistung.

Tun wir als BRD-DDR erfahrene nicht so, als wär' uns das (natürlich geschickt verdeckte)fremd, vielmehr kennen/ahnend wir das Leid, das viele nicht anerkannten hervorragenden Leistungsträgern durch diese scheinbar "knackige Forderung" eigentlich ungerecht ereilt hat.

Dies gälte für Lehrlinge...Lehrende...gleichermaßen

Prüfungsausschussmitgliedlinux.......

Zuförderst meinen Glückwunsch zur Ernennung
.
Nun , da ja alles aber auch alles "bewiesen" ist , sollte ja einer rechtmässigen Verurteilung nix mehr im Wege stehen .
Pardon ?
Ach , es ist noch nichts entschieden !
Hoppele , da habe ich mich getäuscht - Entschuldigung

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