Kommentare

Verdient?

Wie um alles in der Welt sollte die EU diesen Preis verdient haben? Den Frieden gibt es doch eher trotz EU, als wegen der EU.

@ Dramaturk

Ich konnte Ihnen beim letzten EU-Beitrag nicht mehr antworten, darum versuche ich es jetzt mit einem Friedensangebot:

Zunächst mal bitte ich um Entschuldigung, dass meine vorherige Antwort sehr unhöflich ausfiel.

Ich habe den von Ihnen empfohlenen Beitrag gelesen und wir sind da völlig einer Meinung. Natürlich ist bei der momentanen Politik der EU jede Menge Kritik angebracht. Ich betrachte die Würdigung mit dem Friedensnobelpreis aber nach wie vor als Würdigung VERGANGENER Leistungen, die Europa die längste Friedensperiode seiner Geschichte bescherten. (Dass diese "weiße Weste" in Nordirland und vor allem beim Zerfall Jugoslawiens wieder mit Blut befleckt wurde, übersehe ich dabei nicht). Aber der Umstand, dass all unsere kleinen Streitigkeiten eben NICHT in einem Dritten Weltkrieg gipfelten, verdient trotzdem Anerkennung.

Wollen wir hoffen, dass die EU-Politiker die Ehrung auch als Ansporn verstehen, sich wieder auf die guten, friedenserhaltenden Grundwerte der EU zu besinnen.

"Das sind ganz private Worte,

"Das sind ganz private Worte, wie man sie eigentlich nicht kennt zwischen Staaten. Aber der Wille, etwas radikal neu zu denken, war so groß, dass man dafür neue Worte finden musste."

-> Meinen Dank an Hermann von Rompuy für diese großartigen Worte.

Ich hoffe Sie lassen es sich alle nicht nehmen, heute so stolz zu sein wie ich, auf das was wir auch und ins besondere seit der Wende erreicht haben.

Die Wiedervereinigung war die erste Probe für Europa - sie wurde mit Bravour gemeistert, sie hat Europa stärker gemacht und uns näher zusammen gebracht. Sie ist Beispielhaft. Und sie wäre ohne die Hilfe Frankreichs und Englands (wie auch im Artikel erwähnt) nicht möglich gewesen.

Ein wichtiges und ein richtiges Zeichen dass Frau Merkel und Herr Hollande gemeinsam aufgetreten sind. Auch wenn ich Hollandes Politik oft kritisieren, die französisch-deutsche Freundschaft ist dabei für mich immer die Grundlage, die mir das erlaubt.

Damen & Herren, die erste Strophe
Freude schöner Götterfunken

Vor Aristoteles gibt es in

Vor Aristoteles gibt es in der Staatskunst kein Entkommen und deshalb war es auch Wahnsinn die europäischen Völker zu einem Zentralstaat zusammenfassen zu wollen: „die Sprache dagegen dient dazu, das Nützliche und Schädliche mitzuteilen und so auch das Gerechte und Ungerechte. (…) Die Gemeinschaft in diesen Dingen schafft das Haus und den Staat.“ Da wohl niemand seine geliebte Muttersprache aufgeben wird und die Lingua Franca Latein erst in den Schulen eingeübt werden müßte, so ist nun das Ende des Brüssler Molochs endlich gekommen; das EU-Unrecht und die EU-Behörden sind ersatzlos abzuschaffen und den Völkern die Regelung ihrer Angelegenheiten zurückzugeben; trennt man sich nun im Guten, so ist es möglich heilsame Dinge wie eine Wehrgemeinschaft oder eine gewisse politische Zusammenarbeit einzurichten, wenn aber nicht so wird sehe viel zu Bruch gehen müssen. So oder so ist es für Deutschenland an der Zeit sich von der EU loszusagen bevor es durch diese noch mehr Schaden erleidet.

Einige kennen den Wert des Friedens wohl nicht.

Es scheint das einige Menschen den Wert des Friedens nicht kennen. Wenn die EU und alles drum und dran so schlecht ist, seid doch mal dabei bei einem Krieg. Senfgas ect. ist bestimmt eine wertvolle Erfahrung.
Immer alles schön schlecht reden. Euch geht es ja allen so schlecht. So schlecht das ihr genug Zeit habt euch über den längsten Frieden in der Geschichte unserer Breitengrade zu beschweren.

re secondproject

Normalerweise schreibe ich keinen Kommentar, nur um einem anderen Kommentar zu applaudieren.

Aber diesmal doch.

Friedensnobelpreisträger gibt es viele,

wenn es jemand verdient hat, dann sind es wirklich nur die Kinder.

Jetzt wird die Waffenschmiede noch geadelt

Sie feiern und liefern weiter im Hintergrund , Waffen in Krisengebieten und heizen neue und alte todbringende Kriege an.

@ SecondProject

Vorsicht! Für fast genau dieselben Worte habe ich gestern gehörig Prügel bezogen. Vielleicht sollten wir uns einfach darüber freuen, dass der Frieden in Europa für viele schon so sehr zur Selbstverständlichkeit geworden ist, dass sie seinen Wert nicht mehr ermessen können, eben weil der Vergleich (Krieg) schon so lange fehlt.

@karwandler

Normalerweise kann ich Ihren Kommentaren nicht zustimmen.

Aber diesmal doch.

second project / karwandler

Volle Zustimmung meinerseits.
An alle Kritiker:
Schaut Euch mal die "ruhmreiche" Geschichte Europas
VOR der Gründung der EU an.
Dagegen sind die Probleme, die wir jetzt haben
doch wirklich "Peanuts" die irgendwie in den Griff
zu bekommen sind.

MPPOE Herbert

Wut oder Trauer

Ich weiss nicht soll ich wütend oder traurig sein bei den x antieuropäischen Kommentaren zu 3 Beiträgen von Tagesschau.de anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreis für die Europäische Union.

Ein Stück deutsche Familiengeschichte:

- mein Urgrossvater marschierte 1870 als Infantrist gegen Paris
- mein Grossvater wurde 1916 bei Verdun durch einen Granatsplitter am Rücken verwundet
- mein Vater hat 1944 in Lothringen Schützengräben ausgebuddelt
- meine erste Herzallerliebste war Französin jüdischen Glaubens
- ich arbeite in einem europäischen Land (nicht De) für ein französisches Unternehmen

Falls eine politische Organisation den von Alfred Nobel gestifteten Friedenspreis je verdient hat, dann die Institution die von Charles de Gaule, Robert Schuman, Konrad Adenauer und anderen grossen Staatsmännern auf den Weg gebracht wurde.

diese EUR EU hat in den 10 Jahren bestehen,

alles das in 40 Jahren aufgebaut worden ist
tief eingerissen,
nicht nur die eigene Bevölkerung,
sondern auch die Gesellschaften gegen einander aufgebracht, Hass gesät!

hier fallen immer wieder auf,
die aus ihrer langen Erfahrung(kalter Krieg) heraus hinterfragen, sich andere Informationsquellen erschließen, die aus dieser Medienberichterstattungen, die politischen Ziele(wie im kalten Krieg, wo alles Kommunisten Diktaturen waren) erkennen lassen,
in einer schon beleidigenden plumpen Art u. Weise,
die die Voraussetzung der Chefredakteure verdeutlicht, das der Medienkonsument ALLES, ohne zu reflektieren, als Tatsachen hinnimmt.(ohne Interviews der Kontrahenten, keine direkte Berichterstattung von Journalisten vor Ort, das nennt sich Diktat!)

Und die andere,
die alles, das von Oben kommt, wie von Gott gegeben hinnehmen,
sich nicht Vorstellen können manipulativ, suggestiv benutzt zu werden,
oder schlimmer,
die, wenn es von Oben kommt, für rechtens hält.

de_imausland

Genau das hab ich in meinem Kommentar gemeint.

Ich finde den Preis

nicht schlecht. Als mein Großvater starb stand meine Schwester links und hielt den Arm, meine Onkel rechts und hielt den Arm und ich in zweiter Reihe und hielt die Hand. Mein Onkel sagte die ganze Zeit er würde gleich seine 9 Brüder wiedersehen die er im Krieg gelassen hat.
Gäbe es die EU nicht hätten wir selber oder die Generation unserer Väter mit Sicherheit Kriegserfahrung. Europa war nie Friedvoll. Dennoch sind wird es seid Jahren. Wir haben den Krieg überstanden.

Aristoteles und die Bankenrettung

@Walter Meingott:
Vor Aristoteles gibt es in der Staatskunst kein Entkommen

Das kann ich nicht beurteilen. Mit den Planetenbahnen, mit der Trägheit und mit der beschleunigten Bewegung in der Mechanik hat er ziemlich daneben gelegen. Wollen wir mal hoffen, dass seine Staatstheorie besser war. Hat er was zu Bankenkartellen und Ausbeutung gesagt?

Einseitige Themenwahl

Schon erstaunlich, wie häufig und wohlwollend die Tagesschau hier über diese Preisverleihung berichtet (samt persönlichen Kommentars seitens eines Korrespondenten), vor allem, wenn man die Leserkommentare so liest, die oftmals das komplette Gegenteil darstellen. Es ist, als wollte man jetzt erst recht die Indoktrination vorantreiben, damit auch ja alle schön artig die gleiche Meinung eingeimpft kriegen. Kritik ist nicht gern gesehen und wird von der Hand weg ignoriert oder heruntergespielt.

Ich möchte an dieser Stelle

Ich möchte an dieser Stelle einige Dinge klarstellen, die in diesem ganzen EU-Lobgesang untergegangen sind:

1. Europa befand sich zwischen 1945 und 1990 keineswegs in einem Friedenszustand, sondern in einem kalten Krieg, zerissen zwischen östlich und westlich des Eisernen Vorhangs.

2. Die Wiedervereinigung Deutschlands hat mit der EU nichts zu tun, sie ist die direkte Folge der Beendigung des Kalten Krieges (zumindest in seiner alten Form) und wäre mit oder ohne EU sowieso geschehen.

3. Als die Maastrichter Verträge 1992 in Kraft traten, waren sie weder die Folge des Friedens in Europa, noch die Ursache dafür: Krieg gab es erst in Form des Kalten Krieges, dann in anderen Formen, z.Zt. findet er in Afghanistan, Irak, Syrien usw. statt, er wird also auch mit Hilfe deutscher Soldaten ausserhalb der Mauern der "Festung Europa" gehalten. Frieden sieht anders aus.

Fazit: Das Einzige, was sich durch die EU geändert hat, ist das Korsett, dass sie um die europäischen Staaten schnürt. Schade

Friedensnobelpreis??? Wofür?

Friedensnobelpreis??? Wofür? Krieg am Balkan, Libyen, und bald schon offiziel Syrien...

Nobel würde sich bestimmt freuen darüber!

Der Frieden oder Nichtfrieden

Der Frieden oder Nichtfrieden in Europa ist eine Sache der Allianzen: heute schlagen sich Deutschland und Frankreich nicht mehr die Köpfe ein, heute schlagen sie gemeinsam anderen aufs Dach, nicht in Deutschland und nicht in Frankreich, Russland findet es oft nicht so gut, aber das macht oft auch nicht so viel aus. So sieht's aus heutzutage. Das alles hat mit der EU gar nichts zu tun. Aber da die EU andere "Vorteile" hat und politisch gewollt ist, muss man offiziell sagen, dass es viel mit der EU zu tun hat, ja geradezu alles. Und dann kommt zur Krönung noch ein Friedensnobelpreis hinzu.

Und man sagt auch noch, dass die EU Menschenrechte stärkt. Interessant nur, dass sogar im Deutschlandfunk heute berichtet wurde: "die größten Kritiker der EU-Friedensnobelpreisverleihung sind Menschenrechtsgruppen".

Was bleibt also noch von der EU übrig? Na ja, sie ist ein strahlender Held, ein Robin Hood der Mächtigen, ein Pionier des Deja-Vu, kurz gesagt: unsere alternativlose Zukunft.

Der Preis ist verdient.

Denn Europa hat es geschafft,keinen 3. Weltkrieg zu bekommen.

Daran sollten die denken, die in ihren warmen Stuben sitzen und Afrika bejammern.

Ohne Europa würden sie jetzt wohl in kalten Schützengräben sitzen.

Kritik an der Preisvergabe ist Unfug

Wie gerechtfertigt der FRIEDENSnobelpreis ist, könnte man einfach mit einer Umfrage herausfinden, in der die Europäer gefragt werden:
Wer hat direkt einen Krieg miterlebt?
Und dann mal den Anteil vergleichen mit denen von vor 70, 100 oder 150 Jahren.

Jetzt gibts natürlich einige Kritiker, die sagen, die EU hat wenig mit dem Frieden in Europa zu tun, aber die EU repräsentiert nun mal einen großen Teil Europas und die EU enstand durch Europa und wenn die Europäer den Friedensnobelpreis verdient haben, dann auch die EU, weil diese durch die Europäer erschaffen wurde

Dann sagen einige Kritiker, die EU beteilige sich an Kriegen außerhalb Europas und expotiere Waffen. Das stimmt, aber das zeigt doch nur um so mehr, das Kriege außerhalb der Union noch zur "Normalität" gehören.

Dann sagen noch einige, Euro und ähnliches würde Konflikte zwischen EU-Ländern schüren, das stimmt vielleicht sogar, aber entscheidend ist, dass solche Konflikte eben NICHT mehr im Krieg ausgefochten werden.

67 Jahre kein Krieg

auf deutschem Boden und kein Krieg innerhalb der EU.
Und "deutsch-französische Freundschaft" statt "Erbfeind Frankreich".
Und innerhalb der EU wäre heute ein Krieg fast undenkbar.

Man kann über vieles nörgeln. Aber wenn Deutsche nörgeln, die EU hätte nichts mit Frieden zu tun, dann haben sie was verpasst.

@Anti-ÖR

"Friedensnobelpreis??? Wofür? Krieg am Balkan, Libyen, und bald schon offiziel Syrien... "

Wenn diese Länder der EU beigetreten wären, inkl. Erfüllung aller notwendigen Anforderungen für einen Beitritt, hätte es dann in diesen Ländern Krieg gegeben?

Schwarzer Humor aus Oslo - Inflationierter Nobelpreis

Der Friedensnobelpreis ist der i-Punkt der Hilflosigkeit. Wenn Gelddrucken alleine nicht mehr hilft, werden Preise verteilt. Angesichts der friedlichen Fernsehbilder aus Griechenland und anderen südeuropäischen Staaten, muß man den Preis mit viel Humor nehmen. Europa ging es ohne den Euro in jeder Hinsicht besser. Das Zusammenwachsen Europas stand einmal fuer Friede und Wohlstand. Ohne gemeinsame Kunstwaehrung war es friedlicher. Das Symbol das Europhantast Barrorso in unseren Brieftaschen würdigte, wird den politischen Zerfall der EU beschleunigen. Ähnlich wie der Euro hat nun auch der Friedensnobelpreis an Wert verloren und kann wie unsere "Waehrung" nicht mehr ernst genommen werden. Die Selbstbeweihraeucherung kann nicht darueber hinwegtaeuschen das buergerkriegsaehnliche Zustaende in Suedeuropa sich vom Frieden Lichtjahre entfernt haben. Den Preis haben sich alle Europhantasten redlich verdient.Demnächst ein Nobelpreis fuer Geldwertstabilität und UNABHAENGIGE Geldpolitik an Draghi?

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