mursi und seine anhänger sind die Mehrheit, zurzeit versucht die Opposition was die Minderheit ist sich durchzusetzen. der Präsident muss an macht gewinnen, weil die alten richter hindern jeden vorgang von ihn. wenn die menschen scharia wollen dann soll da die scharia als gesetz eingeführt werden, wir kritisieren jeden anders denkenden und das ist falsch!
also das Militär steht vielleicht eher auf der Seite der Mursigegner. Die Demonstranten scheinen wirklich die Lage gut einschätzen zu können und wissen, wenn sie jetzt Mursi gewähren lassen, ist die Revolution ihnen gestohlen und sie haben wieder einen autoritären Staat. Unvereinbar sieht das aus, wenn eine grosse Gruppe einen islamischen Staat will, die anderen einen sekularen. Menschenrechte gewähren kann eigentlich nur eine sekulare Demokratie, ein islamischer Staat würde per se den Kopten u.a. das Leben schwer machen. Die Israelis schauen bestimmt noch gespannter zu, denn ein 80 Millionen Volk bis an die Zähne bewaffnet neben ihnen - das lässt sie bestimmt nicht kalt, wenn es da zu einem Mullahregime kommt.
Große, wohlklingende Ankündigungen habe wir ja nach dem Amtsantritt aus dem Munde Mursi´s selbst gehört:
Präsident aller Ägypter wolle er sein, eine Frau und einen Kopten als Vizepräsident berufen,... . Doch daraus wurde leider nichts wie aus all seinen Versprechungen. Hoffentlich stimmen sie diesmal. Ägypten hat jetzt in der Tat die Chance, eine Vision zu verwirklichen und damit eine Vorreiterfunktion in der ganzen arabischen Welt einzunehmen: Wenn es gelingt, dort eine islamisch ( nicht islamistisch !) geprägte aber weit gefaßte, integrierende demokratische Verfassung zu etablieren und auf ihr gemeinsam mit den verschiedenen Kräften des Landes eine neue, einige und blühende Gesellschaft aufzubauen, dann hätte das in der Tat Signalwirkung für den gesamten arabischen Raum - dann könnte das alte Ägypten auf diese Weise zu neuer Größe gelangen. Dann hätte Mursi auf anderem Weg erreicht, was er als Ägypter für sein Land eigentlich immer erreichen wollte.
Es zeigt sich wieder einmal, das Islamisten und speziell die Salafisten nicht regierungsfähig sind und generelle Menschenverachter sind.
Radikale Umsetzungen ihrer Meinung und ihres Denkens stehen im Vordergrund.
Die Rechte des Menschen sind ihnen völlig egal und Mursi ist mal wieder das beste Beispiel!
- wenn die menschen scharia wollen dann soll da die scharia als gesetz eingeführt werden
----
Das wollen aber nicht alle. Wir hier in Dtld. brauchen uns in der Tat nicht einmischen. D.h., auch den Gegnern Mursis sollten wir kein Verhalten vorschreiben. Die müssen in Ägypten den Kampf selber führen.
Ähm, mal überlegen - NEIN. Alles was angekündigt oder vielleicht auch gemacht wird, ist doch nur Besänftigung ohne echte Bedeutung. Deswegen wird der Islamist jetzt nicht zum Demokraten.
@Jura-Moe: Das stimmt ja noch nichtmal, ein Politiker muss nicht jedem Wunsch der Bürger nachkommen, sondern sollte das Beste für das Volk tun - was nicht immer das Gleiche ist. Und davon abgesehen, denkst du wirklich, das interessiert den? Mursi ist ein Islamist, damit also grundsätzlich menschenverachtend.
lebt vom Nil und vom Fremdenverkehr. Außerdem hat das Land Nachholbedarf in neuer Technologie und Klimaerhalt. Erderwärmung könnte zu Rückgang des Nilwassers führen. Vom Roten Meer zu den Pyramiden führen gefährliche Pisten. Bahnausbau und Solarkraftwerke wären sinnvoll. Vielerorts liegt die Landschaft voll Müll. Mehr Vegetation statt Wüste wäre gut. Bei den Offizieren wird es nicht viele Moslembrüder geben. Mursi täte besser, in säkulare Bildung und ein Gegengewicht zur Salafistenfraktion zu investieren. Leider ist Klugheit kein Kennzeichen religiösen Aufbruchs.
Erklären sie bitte den Unterschied zwischen islamisch und islamistisch?
Eine weit gefasste, (was immer das auch heißen mag) demokratische Verfassung gibt es im Islam nicht. Nennen sie mir nur 3 Länder von den 57!
Islam und Demokratie gab es nie, gibt es nicht und wird es nicht geben. D. könnte es nur geben, wenn im Islam eine Aufklärung stattfände, die nirgendwo im Ansatz zu sehen ist.
Ich empfehle die "Kairoer Menschenrechtserklärung", die aber auch auf Allahistisches Recht (Scharia) basiert.
Göttliches Recht steht IMMER über weltlichem Recht!
Ägypten steht vor der Zerreißprobe; da sind die Moslembrüder und Salafisten, die den Weg der Moderne im 7. Jahrhundert sehen; andererseits die säkularen Moslems, die den Weg nach "westlichem" Modell gehen wollen.
Die Menschen in Ägypten wollen Bildung, sie wollen Arbeit, sich selbst versorgen und nicht mehr in bitterer Armut leben.
In der Geschichte des Islam waren immer die Radikalen die Gewinner.....leider.
In einer Demokratie hat die Opposition immerhin eine gewisse Möglichkeit, Gesetzesentwürfe mitzugestalten u. Gesetze notfalls zu blockieren (z.B. via dt. Bundesrat oder amerik. Senat).
In Ägypten soll sich die Opposition bis zu den nächsten Wahlen ins Privatleben zurückziehen?? Oder welche konkrete Aufgabe hat die Verfassung (=Herr Mursi) der Opposition zugedacht?
"wenn die menschen scharia wollen dann soll da die scharia als gesetz eingeführt werden, wir kritisieren jeden anders denkenden und das ist falsch!"
Wieso sollten wir das nicht kritisieren? Nur weil es die Mehrheit der Bevölkerung will, muss es nicht gut sein.
Angenommen, es gäbe hier ein erfolgreiches Referendum über einen Gesetzesentwurf, wodurch eine Minderheit diskriminiert würde. Wäre das dann auch gut und keiner dürfte es kritisieren, nur weil es die Mehrheit der Bevölkerung so wollte?
Natürlich nicht. Manche Leute scheinen vor lauter "Toleranzdenken" zu vergessen, dass es auch noch sowas wie Menschenrechte gibt. Wenn diese nicht geschützt werden, muss es Kritik hageln.
Daß die liberalen Städter in Ägypten nun derart unmäßig gegen ihre neuen und überaus religiösen Herren und Meister lärmen und toben wird ihnen nichts nützen, denn die besagten Glaubenseiferer haben 70% der Stimmen erhalten und verfügen über eine streitbare und wohl organisierte Anhängerschaft, mit der sie sich wohl mühelos im Straßenkampf behaupten dürften. Doch haben sie gelernt geduldig und verschlagen zu sein, da sie lange Jahre von der alten Regierung verfolgt und unterdrückt worden sind und daher lassen sie sich nun auch nicht zu übermäßiger Gewalt verleiten, sondern warten geduldig ab, denn schon bald wird das Volk ihrer neuen Staats- und Rechtsordnung seinen Segen geben und dann wird der Widerstand gegen diese wohl auch ganz erheblich strenger bestraft werden; auch haben die Eiferer sich wohl noch nicht das Militär untertan gemacht und dieses könnte daher größere Unruhen und Ausschreitungen noch immer als Vorwand für einen Staatsstreich benützen und daher hat man eben Geduld.
Die meisten sollten wissen das es Demokratie nicht heißt das alles was die Mehrheit will durchgesetzt wird, sondern das auch mit der Minderheit halbwegs respektvoll umgegangen wird. Ich glaube immernoch das es in Ägypten gutgehen wird, wenn nicht dann sollte man sich auf längere kämpfe gefasst machen
@peterhartzer:
Bosnien-Herzegowina, Albanien, Mazedonien, Kosovo. 4 von geforderten 57, alles Staaten in denen der Islam mit der Demokratie harmonisiert, glauben sie mir, ich habe Praxisehrfahrung in diesen Ländern, auch wenn ich Kroate bin.....
Staendig schreien wir nach Demokratie. Wird dann eine Partei mit ueberwaeltigender !!Mehrheit demokratisch gewaehlt, die nicht unseren Vorstellungen entspricht, schlagen wir uns auf Seiten einer Opposition deren Ziele wir gar nicht kennen. Die Demonstranten sind eine sehr kleine Minderheit und bestehen zudem noch aus diversen Splittergruppen, die nun notgedrungen zusammenarbeiten. Jeder, der sich nun auf deren Seite stellt, riskiert einen blutigen Buergerkrieg in Aegypten. Die Muslimbrueder haben solch ueberwaeltigende Mehrheiten, das sie keinesfalls die Opposition in die Regierung einbinden muessen. Der Vergleich mit USA hinkt da sehr. Wenn der Westen glaubhaft sein will mit seinem ewigen Demokratiegeschwaetz , MUSS er Mursi auf Grund der Wahlergebnisse als alleinigen Regent Aegyptens anerkennen und die Demonstranten ebenso. Ganz einfach. Alles Andere wird blutig enden. Lasst den mal machen. Dann kann man immer noch protestieren. Meine Meinung.
Sie vergessen, dass es hier nicht darum geht, dass Mursi von einer Mehrheit gewählt wurde. Es geht den Demonstrierenden darum, dass Mursi nicht ein Ermächtigungsgesetz etablieren kann, das ihm unkontrollierte Macht gibt und die Demokratie unterläuft. In Deutschland haben wir damit nur schlechte Erfahrungen. Dass nur Mubarak-Anhänger demonstrieren, ist eine reine Schutzbehauptung von Mursi. Ich kenne Wähler der Moslembrüderschaft, die Mursi heftig kritisieren. Demokratie heisst eben nicht, Minderheitsinteressen auszuschalten oder gegen die Wünsche der meisten Ägypter nach Demokratie zu agieren. Was dabei herauskommt, kann man bei Staaten wie Iran wunderbar beobachten.
mursi und seine anhänger sind
mursi und seine anhänger sind die Mehrheit, zurzeit versucht die Opposition was die Minderheit ist sich durchzusetzen. der Präsident muss an macht gewinnen, weil die alten richter hindern jeden vorgang von ihn. wenn die menschen scharia wollen dann soll da die scharia als gesetz eingeführt werden, wir kritisieren jeden anders denkenden und das ist falsch!
echt spannend
also das Militär steht vielleicht eher auf der Seite der Mursigegner. Die Demonstranten scheinen wirklich die Lage gut einschätzen zu können und wissen, wenn sie jetzt Mursi gewähren lassen, ist die Revolution ihnen gestohlen und sie haben wieder einen autoritären Staat. Unvereinbar sieht das aus, wenn eine grosse Gruppe einen islamischen Staat will, die anderen einen sekularen. Menschenrechte gewähren kann eigentlich nur eine sekulare Demokratie, ein islamischer Staat würde per se den Kopten u.a. das Leben schwer machen. Die Israelis schauen bestimmt noch gespannter zu, denn ein 80 Millionen Volk bis an die Zähne bewaffnet neben ihnen - das lässt sie bestimmt nicht kalt, wenn es da zu einem Mullahregime kommt.
Hoffentlich stimmt´s diesmal !
Große, wohlklingende Ankündigungen habe wir ja nach dem Amtsantritt aus dem Munde Mursi´s selbst gehört:
Präsident aller Ägypter wolle er sein, eine Frau und einen Kopten als Vizepräsident berufen,... . Doch daraus wurde leider nichts wie aus all seinen Versprechungen. Hoffentlich stimmen sie diesmal. Ägypten hat jetzt in der Tat die Chance, eine Vision zu verwirklichen und damit eine Vorreiterfunktion in der ganzen arabischen Welt einzunehmen: Wenn es gelingt, dort eine islamisch ( nicht islamistisch !) geprägte aber weit gefaßte, integrierende demokratische Verfassung zu etablieren und auf ihr gemeinsam mit den verschiedenen Kräften des Landes eine neue, einige und blühende Gesellschaft aufzubauen, dann hätte das in der Tat Signalwirkung für den gesamten arabischen Raum - dann könnte das alte Ägypten auf diese Weise zu neuer Größe gelangen. Dann hätte Mursi auf anderem Weg erreicht, was er als Ägypter für sein Land eigentlich immer erreichen wollte.
Nicht regierungsfähig
Es zeigt sich wieder einmal, das Islamisten und speziell die Salafisten nicht regierungsfähig sind und generelle Menschenverachter sind.
Radikale Umsetzungen ihrer Meinung und ihres Denkens stehen im Vordergrund.
Die Rechte des Menschen sind ihnen völlig egal und Mursi ist mal wieder das beste Beispiel!
@ 8. Dezember 2012 - 7:44 — okay
- wenn die menschen scharia wollen dann soll da die scharia als gesetz eingeführt werden
----
Das wollen aber nicht alle. Wir hier in Dtld. brauchen uns in der Tat nicht einmischen. D.h., auch den Gegnern Mursis sollten wir kein Verhalten vorschreiben. Die müssen in Ägypten den Kampf selber führen.
Wann versteht der
arabische Staatsmann, dass er im Willen des Volkes zu handeln hat und nicht so wie er es für richtig hält.
Gibt Mursi dem Druck nach?
Ähm, mal überlegen - NEIN. Alles was angekündigt oder vielleicht auch gemacht wird, ist doch nur Besänftigung ohne echte Bedeutung. Deswegen wird der Islamist jetzt nicht zum Demokraten.
@Jura-Moe: Das stimmt ja noch nichtmal, ein Politiker muss nicht jedem Wunsch der Bürger nachkommen, sondern sollte das Beste für das Volk tun - was nicht immer das Gleiche ist. Und davon abgesehen, denkst du wirklich, das interessiert den? Mursi ist ein Islamist, damit also grundsätzlich menschenverachtend.
Ägypten
lebt vom Nil und vom Fremdenverkehr. Außerdem hat das Land Nachholbedarf in neuer Technologie und Klimaerhalt. Erderwärmung könnte zu Rückgang des Nilwassers führen. Vom Roten Meer zu den Pyramiden führen gefährliche Pisten. Bahnausbau und Solarkraftwerke wären sinnvoll. Vielerorts liegt die Landschaft voll Müll. Mehr Vegetation statt Wüste wäre gut. Bei den Offizieren wird es nicht viele Moslembrüder geben. Mursi täte besser, in säkulare Bildung und ein Gegengewicht zur Salafistenfraktion zu investieren. Leider ist Klugheit kein Kennzeichen religiösen Aufbruchs.
8. Dezember 2012 - 9:23 — nilnovisubsole
Erklären sie bitte den Unterschied zwischen islamisch und islamistisch?
Eine weit gefasste, (was immer das auch heißen mag) demokratische Verfassung gibt es im Islam nicht. Nennen sie mir nur 3 Länder von den 57!
Islam und Demokratie gab es nie, gibt es nicht und wird es nicht geben. D. könnte es nur geben, wenn im Islam eine Aufklärung stattfände, die nirgendwo im Ansatz zu sehen ist.
Ich empfehle die "Kairoer Menschenrechtserklärung", die aber auch auf Allahistisches Recht (Scharia) basiert.
Göttliches Recht steht IMMER über weltlichem Recht!
Ägypten steht vor der Zerreißprobe; da sind die Moslembrüder und Salafisten, die den Weg der Moderne im 7. Jahrhundert sehen; andererseits die säkularen Moslems, die den Weg nach "westlichem" Modell gehen wollen.
Die Menschen in Ägypten wollen Bildung, sie wollen Arbeit, sich selbst versorgen und nicht mehr in bitterer Armut leben.
In der Geschichte des Islam waren immer die Radikalen die Gewinner.....leider.
Welche Rechte billigt Mursi eigentlich der Opposition zu?
In einer Demokratie hat die Opposition immerhin eine gewisse Möglichkeit, Gesetzesentwürfe mitzugestalten u. Gesetze notfalls zu blockieren (z.B. via dt. Bundesrat oder amerik. Senat).
In Ägypten soll sich die Opposition bis zu den nächsten Wahlen ins Privatleben zurückziehen?? Oder welche konkrete Aufgabe hat die Verfassung (=Herr Mursi) der Opposition zugedacht?
@8. Dezember 2012 - 7:44 — okay
"wenn die menschen scharia wollen dann soll da die scharia als gesetz eingeführt werden, wir kritisieren jeden anders denkenden und das ist falsch!"
Wieso sollten wir das nicht kritisieren? Nur weil es die Mehrheit der Bevölkerung will, muss es nicht gut sein.
Angenommen, es gäbe hier ein erfolgreiches Referendum über einen Gesetzesentwurf, wodurch eine Minderheit diskriminiert würde. Wäre das dann auch gut und keiner dürfte es kritisieren, nur weil es die Mehrheit der Bevölkerung so wollte?
Natürlich nicht. Manche Leute scheinen vor lauter "Toleranzdenken" zu vergessen, dass es auch noch sowas wie Menschenrechte gibt. Wenn diese nicht geschützt werden, muss es Kritik hageln.
Daß die liberalen Städter in
Daß die liberalen Städter in Ägypten nun derart unmäßig gegen ihre neuen und überaus religiösen Herren und Meister lärmen und toben wird ihnen nichts nützen, denn die besagten Glaubenseiferer haben 70% der Stimmen erhalten und verfügen über eine streitbare und wohl organisierte Anhängerschaft, mit der sie sich wohl mühelos im Straßenkampf behaupten dürften. Doch haben sie gelernt geduldig und verschlagen zu sein, da sie lange Jahre von der alten Regierung verfolgt und unterdrückt worden sind und daher lassen sie sich nun auch nicht zu übermäßiger Gewalt verleiten, sondern warten geduldig ab, denn schon bald wird das Volk ihrer neuen Staats- und Rechtsordnung seinen Segen geben und dann wird der Widerstand gegen diese wohl auch ganz erheblich strenger bestraft werden; auch haben die Eiferer sich wohl noch nicht das Militär untertan gemacht und dieses könnte daher größere Unruhen und Ausschreitungen noch immer als Vorwand für einen Staatsstreich benützen und daher hat man eben Geduld.
Die meisten sollten wissen
Die meisten sollten wissen das es Demokratie nicht heißt das alles was die Mehrheit will durchgesetzt wird, sondern das auch mit der Minderheit halbwegs respektvoll umgegangen wird. Ich glaube immernoch das es in Ägypten gutgehen wird, wenn nicht dann sollte man sich auf längere kämpfe gefasst machen
@peterhartzer:
Bosnien-Herzegowina, Albanien, Mazedonien, Kosovo. 4 von geforderten 57, alles Staaten in denen der Islam mit der Demokratie harmonisiert, glauben sie mir, ich habe Praxisehrfahrung in diesen Ländern, auch wenn ich Kroate bin.....
Wir 'Westler' sind schon irgendwie Schizofren.
Staendig schreien wir nach Demokratie. Wird dann eine Partei mit ueberwaeltigender !!Mehrheit demokratisch gewaehlt, die nicht unseren Vorstellungen entspricht, schlagen wir uns auf Seiten einer Opposition deren Ziele wir gar nicht kennen. Die Demonstranten sind eine sehr kleine Minderheit und bestehen zudem noch aus diversen Splittergruppen, die nun notgedrungen zusammenarbeiten. Jeder, der sich nun auf deren Seite stellt, riskiert einen blutigen Buergerkrieg in Aegypten. Die Muslimbrueder haben solch ueberwaeltigende Mehrheiten, das sie keinesfalls die Opposition in die Regierung einbinden muessen. Der Vergleich mit USA hinkt da sehr. Wenn der Westen glaubhaft sein will mit seinem ewigen Demokratiegeschwaetz , MUSS er Mursi auf Grund der Wahlergebnisse als alleinigen Regent Aegyptens anerkennen und die Demonstranten ebenso. Ganz einfach. Alles Andere wird blutig enden. Lasst den mal machen. Dann kann man immer noch protestieren. Meine Meinung.
Re dschungelmann
Sie vergessen, dass es hier nicht darum geht, dass Mursi von einer Mehrheit gewählt wurde. Es geht den Demonstrierenden darum, dass Mursi nicht ein Ermächtigungsgesetz etablieren kann, das ihm unkontrollierte Macht gibt und die Demokratie unterläuft. In Deutschland haben wir damit nur schlechte Erfahrungen. Dass nur Mubarak-Anhänger demonstrieren, ist eine reine Schutzbehauptung von Mursi. Ich kenne Wähler der Moslembrüderschaft, die Mursi heftig kritisieren. Demokratie heisst eben nicht, Minderheitsinteressen auszuschalten oder gegen die Wünsche der meisten Ägypter nach Demokratie zu agieren. Was dabei herauskommt, kann man bei Staaten wie Iran wunderbar beobachten.