Kommentare

UNO setzt Syrien-Mission vorerst aus

„Auch die EU kündigte an, ihr Engagement in Damaskus auf das Nötigste zu begrenzen. Die EU-Delegation habe entschieden, ihre Aktivitäten auf einen Minimum herunterzufahren, sagte ein Sprecher der Außenbeauftragten Catherine Ashton.“

Welche Aktivitäten hatte denn die EU überhaupt noch in Syrien? Außer die ausländischen Rebellen zu unterstützen? Soweit ich weiß gibt es dort weder Botschafter aus EU Staaten oder sonst noch welches Personal. Was kann die EU also noch einschränken?

@ raster

Ich vermute wir denken in die selbe Richtung. Endlich kann es mal ein Ende mit Schrecken geben. Immernoch besser als das aktuelle Schrecken ohne Ende!

Offene Fragen

Was geschieht überhaupt in der islamischen Welt? Erst Tunesien. Dann Ägypten. Und nun schon so lange Syrien. Überall dort gibt es Unruhen und Krieg. Wer stachelt die Menschen auf? Weder in Tunesien noch in Ägypten hat es deutliche Verbesserungen gegeben. Die Demokratisierung kommt nicht voran und der Islam feiert Siege. Der arabische Frühling, eine islamistische Revolte?

klar jetzt werden chmiewaffen

klar jetzt werden chmiewaffen bewegt im irak waren auch chemiewaffen wieder ein vorwand anzugreifen,

Uno setzt Mission aus

Dass die UNO ihre Mitarbeiter abzieht, kann man gut nach voll ziehen.
Die Rebellen haben ja von Anfang an gezeigt, dass sie keinen Wert auf UNO-Beobachter legen, die syrische Armee kann (und will??) sie nicht mehr beschützen, denn sie steht wohl mit dem Rücken an der Wand.

Was für „Mitarbeiter“ zieht eigentlich die EU ab – Militärberater der Rebellen?

Man kann davon ausgehen, dass die syrische Regierung nun ganz bald weiß, was der Bündnisvertrag mit Russland wert ist.

Mal schauen, was nun kommt.

@münzi

Wahrscheinlich verstehe ich Sie falsch, oder meinen Sie etwa, ein Eingreifen wg. der Chemiewaffen und Sieg über Assad bringt ein Ende der Probleme?
In Libyen gab es gerade wieder wochenlang Kämpfe und Belagerung inklusive Rakentbeschuss eines Krankenhauses durch Regierungstruppen. Darüber berichtet die Tagesschau nur nicht.

Anscheinend wird die Spirale

Anscheinend wird die Spirale der Gewalt immer größer! Im Irak und anderswo waren Unmengen an internationalen Journalisten, Assad will wohl nicht Medienwirksam sein Ende entgegensehen, dafür Verständnis, aber auch Gadaffi entging nicht den Kameras! Eine Lösung ob geifernd nach Tod, Terror und Zerstörung, dieses Bild wünschen sich zu vieler, oder gelingt es Assad doch noch Ruhe zu bekommen?

Was machen eigentlich die türkischen Hubschrauber?

Ich frage mich, warum man in den hiesigen Medien von den türkischen Hubschraubern gar nichts hört, die man laut einer Meldug des päpstlichen Fides-Dienst in Ras al-Ain hören konnte.

Zitat:

"Im Herzen der Nacht, wurden die Einwohner von Ras al-Ain um zwei Uhr am 8. November, vom Lärm der Explosionen, Hubschrauber und Maschinengewehre geweckt. Es waren die Kämpfer der Freien Syrischen Armee und türkische Hubschrauber, die den Grenzübergang und die Stadt ohne große Schwierigkeiten einnahmen. Die Soldaten begannen mit der Plünderung der Häuser, die sie als Basislager benutzen."

Aus der Meldung:

Agenzia Fides - Presseorgan der Päpstlichen Missionswerke seit 1927 am 30.11.2012: Junger christlicher Oppositioneller: „Minderheiten werden im Konflikt bedrängt“

In der Fides-Meldung wird weiter augeführt, dass die FSA anschließend Christen aus ihren Häusern in Ras al-Ain vertrieben und Alawiten ermordet hat.

Qualität der Diskussion

Einige Kommentatoren sollten sich vielleicht ein wenig Gedanken über den Stil und die Qualität ihrer Argumente machen.

"also mein gedaechtnis funktioniert noch gut- was man bei vielen anderen wohl nicht behaupten kann.
irak und lybien, alles noch nicht solange her.-
mehr braucht man dazu nicht schreiben...."

Eine solche Aussage kann man sich auch getrost sparen, da sie keinerlei sinnvolle Informationen enthält. Mal davon abgesehen, dass der Irakkrieg und die Revolution in Libyen sehr unterschiedliche Konflikte waren/sind, gibt es hier keine Hinweise, was für Schlüsse hieraus gezogen werden sollen.

Und wer oder was ist überhaupt dieser "lybien"?

@tanaka

Der Weg zur Befreiung von Despoten ist leider ein langer und schmerzhafter. Am Ende steht entweder Erfolg oder Niederlage. Sicher sind wir uns aber einig, dass ein Regimes Assad (/Gaddafi) auf immer seine Legitimation verloren hat. Man kann also davon ausgehen, dass die Kämpfe mit Assad o. ä. Despoten an der Macht nie enden werden. So kann es nur besser werden, auch wenn das eben einige Zeit braucht.

Ich habe tiefstes Vertrauen in die Syrer, wie auch in die Lybier. Sollen sie ruhig eine islamische Nation aufbauen, solange die Menschen dann dort freier Leben als heute.

Wenn der Iran Assad

Wenn der Iran Assad unterstützt, und die religiösen Rebellen von Saudi Arabien, ist es doch sehr klar das es am Ende nicht sehr weit her geht mit der dortigen Demokratie!? Aber Assad glaubt man nicht mehr und lässt ihn nun tief fallen! Die Verlierer werden dort wie fast überall die Minderheiten sein, sprich Christen, Juden...

@bandolero

„3. Dezember 2012 - 22:41 — Bandolero
Ich frage mich, warum man in den hiesigen Medien von den türkischen Hubschraubern gar nichts hört, die man laut einer Meldug des päpstlichen Fides-Dienst in Ras al-Ain hören konnte.“

@Bandolero Du weist ich habe es mit den Quellen, damit es jeder überprüfen kann.

http://www.fides.org/aree/news/newsdet.php?idnews=31214&lan=deu

@Bandolero

"Ich frage mich, warum man in den hiesigen Medien von den türkischen Hubschraubern gar nichts hört, die man laut einer Meldug des päpstlichen Fides-Dienst in Ras al-Ain hören konnte."

Weil es Dummfug ist!
Fides steht der Staatspropaganda von SANA in nichts nach!

Wertlose UNO-Mission.

Dass die UNO ihre Mitarbeiter aus dem syrischen Kriegsgebiet abzieht, ist konsequent. Zu bestellen hat sie dort sowieso nichts.
Die Einrichtung von robusten Schutz- und Flugverbotszonen durch die internationale Gemeinschaft (sei es durch die UN, NATO oder andere) wäre ein deutlich produktiverer Beitrag, um den Krieg des Assad-Terror-Regimes gegen seine eigene Bevölkerung zu beenden.
Es ist völlig klar, dass es mit der Assad-Despotie keinen Frieden geben wird.
Der vereinigten Opposition hat die volle Unterstützung zu gelten.

@tagtest

„Es ist völlig klar, dass es mit der Assad-Despotie keinen Frieden geben wird.
Der vereinigten Opposition hat die volle Unterstützung zu gelten.“

Die volle Unterstützung? Bis zum 3. Weltkrieg? http://de.wikipedia.org/wiki/3._Weltkrieg Alles Im Namen des Profits, des Marktes, Gewinns und des Kapitalismus? ( Menschenrechte, Demokratie etc.) ? Wo bleiben hier die Menschenrechte?
http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechte

Angriffsterror

Die syrische Armee kann die Ortschaft Ras al-Ain nicht zurück erobern, weil es ihr in der Region (wie an vielen Stellen im Norden des Landes) an militärischer Präsenz fehlt. Dass der Ort bombardiert wird, ist lediglich eine Racheaktion gegen die Rebellen und gegen die Bevölkerung. Das Volk leidet entsetzlich unter den Bombenangriffen der eigenen Armee.

@K. Laurisch

Menschenrechte, wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, politischr Teilhabe usw waren unter Vater und Sohn Assad nicht vorhanden!
Willkürliche Verhaftungen, Folter und Mord ist Alltag unter diesem Despoten.
Menschenrechte und das Assad-Regime lassen sich nicht miteinander vereinbaren.

@Mantasto

"richtig, aber können sie mir für ein Volk ihrer Wahl eine Erfolgsmeldung nach einer geglückten Revolte (egal welche Epoche/ welches Land/ welches Jahrhundert) benennen?"

USA, Frankreich, Kroatien, Libyen, Indien, ganz Südamerika - die Liste liesse sich beinahe unendlich fortsetzen!

Kann es sein das die

Kann es sein das die Chemiewaffen, nur deshalb transportiert werden um sie in sicheren Gegenden zu lagern? Denn dem Regime ist die rote Linie sehr wohl bewusst! Selbst wenn man am Ende sein sollte, warum auf totale Vernichtung gehen? Dies scheint mir zu kurz gedacht und dem geschichtlichen Bild nicht gerecht!

@Juergen

Zitat: "Mal schauen, was nun kommt."

Es sieht so aus als käme bald das Ende, der Kampf um Damaskus. Bleibt zu hoffen, dass das Regime nicht die Chemiewaffen gegen die Rebellen einsetzt. Ob Assad hier noch Befehlsgewalt hat, kann vielleicht nach dem Zusammenbruch geklärt werden. Wir wissen es nicht.

@ gera1983 -

Zitat:
Einige Kommentatoren sollten sich vielleicht ein wenig Gedanken über den Stil und die Qualität ihrer Argumente machen.
"..
irak und lybien, alles noch nicht solange her.-
mehr braucht man dazu nicht schreiben...."

Eine solche Aussage kann man sich auch getrost sparen, da sie keinerlei sinnvolle Informationen enthält. Mal davon abgesehen, dass der Irakkrieg und die Revolution in Libyen sehr unterschiedliche Konflikte waren/sind, gibt es hier keine Hinweise, was für Schlüsse hieraus gezogen werden sollen.
Und wer oder was ist überhaupt dieser "lybien"?

Auflösung:

Ich hätte es sicher auch anders formuliert, aber in beiden Konflikten wurde unter Vorwänden eingegriffen. Nun riecht es in Syrien nach Chemiewaffen und dem nächsten Vorwand.

Ansonsten ist der "lybien"-Gag durchschnittlich.

@german-canadian

„neu
@K. Laurisch
3. Dezember 2012 - 23:39 — german-canadian
Menschenrechte, wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, politischr Teilhabe usw waren unter Vater und Sohn Assad nicht vorhanden!
Willkürliche Verhaftungen, Folter und Mord ist Alltag unter diesem Despoten.
Menschenrechte und das Assad-Regime lassen sich nicht miteinander vereinbaren.“

Wir reden hier über den Sohn und nicht über Vater. Wollen Sie ernsthaft sagen dass Menschen nicht lernfähig sind. Wenn ich Ihre Argumente sehe könnten Sie mich fast überzeugen. Könnte es sein dass Sie sich hier irgendwie verrannt haben?

"Verwerfliches Verhalten des Assad-Regimes"

Laut tagesanzeiger sagt die amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton aktuell:
"...Wir warnen das Assad-Regime erneut mit Nachdruck, dass sein bisheriges Verhalten verwerflich ist und sein Vorgehen gehen die eigene Bevölkerung tragisch ist..."

tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/UNO-und-EU-ziehen-Mitarbeiter-aus-Syrien-ab/story/12065376

Im übrigen sei auf einen zumindest teilweise sehr guten Kommentar von Kristin Helberg in der taz verwiesen, in der die Autorin darlegt, dass internationales Heraushalten eben gerade keine sinnvolle Option ist, wenn man nicht ein Anwachsen radikaler Kräfte (wobei damit natürlich auf der einen Seite in erster Linie das Assad-Regime selbst zu nennen ist) endlich in die Schranken weisen möchte:

www.taz.de/Debatte-Syrien/!106581/

Aktuell erwähnenswert ist noch, dass der Sprecher des syrischen Aussenministeriums sich zusammen mit seiner Familie nach London abgesetzt hat:

taz.de/UNO-zieht-aus-Syrien-ab/!106793/

@K. Laurisch

"Wollen Sie ernsthaft sagen dass Menschen nicht lernfähig sind."

Ein Diktator der zum Hüter der Menschenrechte wurde ist mir nicht bekannt!

"Könnte es sein dass Sie sich hier irgendwie verrannt haben?"

Nein!

@tagtest

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/UNO-und-EU-zi...
http://tinyurl.com/dxo22vl

„US-Aussenministerin Hillary Clinton hatte Syrien zuvor erneut vor dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen gewarnt. Damit wäre eine «rote Linie» überschritten, bekräftigte Clinton am Rande eines Prag-Besuchs. Im August hatte US-Präsident Barack Obama für diesen Fall mit einem Militärschlag gedroht“

Das ist die Syrische Antwort.

„Regime verspricht Verzicht auf Chemiewaffen
Das Regime von Bashar al-Assad hat derweil versichert, nicht zu Chemiewaffen zu greifen. Solche Waffen – falls Syrien welche habe – würden niemals gegen das eigene Volk eingesetzt werden, hiess es aus dem Aussenministerium.“

@tagtest

Dann lesen Sie mal richtig.

„www.taz.de/Debatte-Syrien/!106581/“

„Daneben sind Extremistengruppen auf dem Vormarsch, die islamisch auftreten und in ihren Videos nicht einmal mehr die Unabhängigkeitsfahne – das Symbol der syrischen Revolution – verwenden.

Kristin Helberg
lebte von 2001 bis 2008 in der syrischen Hauptstadt Damaskus und berichtete für die Hörfunkprogramme der ARD und den Schweizer Rundfunk. Heute arbeitet sie als freie Journalistin und Nahostexpertin in Berlin.
Foto: photoart berlin
Ihre radikalislamischen Positionen machen den meisten Syrern Angst. Aber auf ihre militärischen Fähigkeiten, ihre Ausrüstung und Erfahrung kann die Freie Syrische Armee im Kampf gegen das Assad-Regime nicht verzichten. Sie wandelt daher auf einem schmalen Grat bei dem Versuch, radikale und vom Ausland gesteuerte Gruppen in die syrische Revolution einzubeziehen, ohne sich von ihnen vereinnahmen zu las“

@Tagtest

Gute Quellen die Sie da listen,habe dieselbigen gerade durchgelesen,sehr aufschlussreich!!!!

@tagtest

Es haben sich viele ehemalige Funktionäre des syrischen Regimes in den letzten Wochen mit ihren Familien ins Ausland abgesetzt. Das ist bei uns aber oft keine Meldung mehr wert.

@german-canadian

„@K. Laurisch
3. Dezember 2012 - 23:39 — german-canadian
Menschenrechte, wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, politischr Teilhabe usw waren unter Vater und Sohn Assad nicht vorhanden!
Willkürliche Verhaftungen, Folter und Mord ist Alltag unter diesem Despoten.
Menschenrechte und das Assad-Regime lassen sich nicht miteinander vereinba“

Das ist in Katar und Saudi Arabien nicht anders. Wie kommt hier Ihr besonderer Einsatz für die Menschenrechte und dort nicht. Sind Kataris und Saudi Arabier weniger wert als Syrer?

Assad

Assad Junior sollte man nicht mit seinem Senior verwechseln, doch im Machtapparat sind viele aus Vaters Zeiten geblieben und dieses System vermochte man nicht umzukrempeln und nun folgt die radikalste aller Lösung die Beseitigung vom ganzem!

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

@K. Laurisch 23:31, Es geht exakt um Menschenrechte.

Genau deshalb sieht sich die internationale Gemeinschaft in Syrien mit der Situation konfrontiert, dringenst die Responsibility to Protect walten zu lassen, im Angesicht eines völlig korrupten, skrupellosen Assad-Terror-Regimes, welches kontinuierlich seine eigenen Städte und Dörfer bombardiert. (Die durch die internationale Gemeinschaft unterstützte Befreiung Libyens von der Gaddafi-Despotie hat grosso modo Vorbild-Charakter.)

Mit "3. Weltkrieg!" oder "kapitalistischer Ausbeutung!" etc. hat das alles natürlich überhaupt nichts zu tun. Richtig ist vielmehr umgekehrt, dass sich "die Länder des Kapitalismus" zu meinem grossen Bedauern eben gerade viel zu sehr aus opportunistischen Gründen zurückhalten.

PS: Abschliessend sei noch darauf hingewiesen, dass Ihre wiederholte Gleichsetzung der aktuellen syrischen Verhältnisse mit der Demokratie in Deutschland ("ahnliche Demokratiedefizite") doch augenfällig mit den Reisewarnungen des deutschen Aussenministeriums für Syrien kontrastiert...

@K. Laurisch

"Das ist in Katar und Saudi Arabien nicht anders. Wie kommt hier Ihr besonderer Einsatz für die Menschenrechte und dort nicht. Sind Kataris und Saudi Arabier weniger wert als Syrer?"

Auch Katar und Saudi-Arabien werden Probleme bekommen wenn diese sich nicht mittelfristig zu Reformen entschliessen. Dann wird es irgendwann auch zu einem innerstaatlichen Aufstand, wie in Syrien, kommen.

Ich setze mich für Menschenrechte überall ein, und nicht nur dort wie es einem, hier im Forum durchaus üblich, ideologisch in den Kram passt.

@horisontomrade

„Assad
4. Dezember 2012 - 0:25 — horisontområde
Assad Junior sollte man nicht mit seinem Senior verwechseln, doch im Machtapparat sind viele aus Vaters Zeiten geblieben und dieses System vermochte man nicht umzukrempeln und nun folgt die radikalste aller Lösung die Beseitigung vom ganzem“

Radikale Lösungen funktionieren nur leider nicht.

Es muss immer ein Kompromiss gefunden werden.

@K. Laurisch 0:12, Exakt deshalb darf man nicht zuschauen.

„Daneben sind Extremistengruppen auf dem Vormarsch..."

Das ist der zentrale Punkt von Kristin Helberg. Eben WEIL man nicht radikalen Kräften das Feld überlassen darf, muss sich die internationale Gemeinschaft in Syrien in der Art engagieren, dass die nun laut Kristin Helberg endlich glaubwürdig repräsentative Opposition den Menschen in befreiten Gebieten auch etwas bieten kann. Um es mit den Worten der Autorin zu sagen:
"Eine koordinierte Unterstützung von außen ist folglich umso dringender, da mit Hilfe der Nationalen Koalition diejenigen Kräfte gestärkt werden, die für Freiheit und Demokratie in Syrien kämpfen. Ausländische Finanzhilfe wird also mäßigend auf den Konflikt wirken, nicht verschärfend."

PS: Unnötig zu erwähnen, dass die grösste radikale Extremistengruppe das Assad-Terror-Regime selbst ist, welches seine eigenen Städte und Dörfer bombardiert. Deshalb redet die Autorin natürlich auch von der durch die nun vereinigte Opposition vorzubereitenden "Post-Assad-Ära".

@Karsten Laurisch

Solche Waffen – falls Syrien welche habe – würden niemals gegen das eigene Volk eingesetzt werden, hiess es aus dem Aussenministerium.“

Darf ich in aller Bescheidenheit fragen, woher Sie diese Information haben?

@horisontområde

Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Baschar al-Assad seinem Vater Hafiz in der Brutalität des Umgangs mit Opposition auch nur in irgend einer Weise nachsteht.

@K. Laurisch 0:21, DER Unterschied.

"Wie kommt hier Ihr besonderer Einsatz für die Menschenrechte und dort nicht. Sind Kataris und Saudi Arabier weniger wert als Syrer?"

Ich kenne keinen Foristen hier, der sich für die Befreiung Syriens einsetzt, und gleichzeitig die Verhältnisse in Saudi-Arabien oder Katar gutheisst.

Umgekehrt verteidigen Sie allerdings explizit das Assad-Regime.

Das ist DER Unterschied zwischen unseren Argumentationen (neben allen sonstigen Differenzen in der Wahrnehmung bez. "3. Weltkrieg!", "Krieg des Westens ausschliesslich wegen Profit!" etc.)

@horisontområde

Baschar al-Assad unterdrückt sein Volk genau so konsequent wie sein Vater. Er ist ein elitärer Spross einer kleinen aber sehr mächtigen Minderheit. Ihn als den großen Reformer zu sehen, dessen zarte Neuerungen jetzt jäh von den Rebellen abgebrochen wurden, halte ich für wenig angebracht.

@Ahmet Haşim

Ich denke, dass es von außen enorm schwer zu sagen ist, wie stark das Regime Assad schon in Erosion begriffen ist. Der innere Führungszirkel besteht ausschließlich aus Mitgliedern von Assads Familienclan. In wie weit diese Elite noch wahrnimmt, was sich im Volk tut, wer will das wissen. Wie verbissen wird die Diktatur um ihre Macht kämpfen? Mit welchen Mitteln?

Endspiel

Für Assad geht es jetzt langsam ans Eingemachte. Für das Volk wäre es am besten, wenn er sich mit seiner Regierung davon machen würde.

Ich habe den jetztigen Assad

Ich habe den jetztigen Assad nicht als Reformer gepriesen, desweiteren auch nicht als Gutmensch dargestellt! Nur konnte er Person die ihm genehm waren nicht in seinen Machtapparat einbauen, da noch Kader aus alten Tagen etwas dagegen hatten! Das ist Fakt!

So traurig es klingen mag, ich interessiere mich fuer jetzt, was geschehen wird und worauf das ganze fusst!

Ich bin skeptisch was die Ziele der Opposition angeht, es ist derzeit ein Buendnis, jedoch wie sieht es danach aus, der Nach-Assad-Ära? Was passiert mit den Anhängern und Minderheiten, mit den Waffen, den Irakern, der Wirtschaft und und..? Wie radikal sind die religiösen?

Ich hab nichts gegen ein muslimdominiertes Land, nur ist dieses so verschieden, das ich befuerchte das es einige nicht mehr als ihres danach sehen werden.

Welche internationen Beziehungen, welche Art von Nachbarschaft wird in der Region, gerade zu Israel, Irak, Iran könnte enstehen?

Was passiert mit dem kurdischen Teil?

Hab ich zu viele Fragen?

Wie hoch ist der Anteil der

Wie hoch ist der Anteil der Bevölkerung die zu Assad stehen, Ungezwungen, in Prozenten, in Zahlen?

Welche Aussagen kann man diesbezueglich zu der Opposition sagen?

Das interessiert mich, denn dazu vernuenftige Quellen zu finden scheint fast unmöglich, genauso wie von Journalisten die eigebettet im Kampf bei den Gegnern sind Berichte zu lesen!

Schlau

wäre es, wenn man erkannt hätte, das man sich nicht von Außen in diesen Bürgerkrieg einmischen sollte. Nur das ist ja garnicht der Grund, man sieht nur, das es sowohl gefährlich als auch wirkungslos ist, was die "internationale Gemeinschaft" (als ob es sowas geben würde) macht.
Und dann wieder der Unsinn mit der Türkei - da gibts keine Angriffe, da gibts keinen Bündnisfall und da gibts auch keine Verwendung für Patriots.

@Dark Chaos

"Und dann wieder der Unsinn mit der Türkei - da gibts keine Angriffe, da gibts keinen Bündnisfall und da gibts auch keine Verwendung für Patriots."

Kaufen Sie sich einen Feuerlöscher erst wenn es brennt?

@Dark Chaos

Schlau waere es, wenn man fuer seine Meinung irgend welche Zeugen oder Belege hatt.

@ Dark Chaos

Sich raus zu halten ist eine Sache. Zu zu schauen, wie in einem Buergerkrieg Tausende Zivilisten getoetet werden eine ganz andere.

Es geht hier, genau wie im Palestinakonflikt, nicht einmal darum wer angefangen hat, wer welches Kriegsverbrechen begangen hat etc, sondern einfach darum die unbeteiligte Zivilbevoelkerung zu schuetzen.
Diese wuerde von einer flaechendeckenden Demilitarisierung profitieren und nicht vom wegschauen.

Wenn ihr Nachbar seine Frau und Kinder schlaegt, ist es dann seine Privatsache? NEIN, es ist immernoch eine Straftat.
Selbiges gilt fuer SAEMTLICHE Kriegsteilnehmer in Syrien.

PS: Dass die Tuerken sich gegen ein evtl Angriff mit C-Waffen ruesten, und andere Partner um Hilfe bitten, ist legitim, vorrausgesetzt diese diehnen wirklich nur zur Verteidigung.

MfG

@german-canadian

Dann lassen sie es mich so sagen: Es wird an der türkisch-syrischen Grenze auch in absehbarer Zukunft keinen Krieg, keinen Bündnisfall und keine Verwendung für Patriot-Raketen geben - also alles brandsicher. Oder glaubt jemand ersthaft, Syrien würde mitten im Bürgerkrieg jetzt auch noch die Türken angreifen? Außerdem ist der NATO-Bündnisfall nicht für Eventualitäten gedacht, sondern für tatsächliche Konflikte.

@weltoffen:
Was aus meinem Post bedarf jetzt eines Belegs? Ist denke ich alles recht offensichtlich...

Darstellung: