Kommentare

???

Zitat: "Sie räumte jedoch ein, sie wisse nicht, ob sie sich mit ihrer Position durchsetzen könne: "Ich bin sicher, wir werden eine gute, respektvolle Diskussion haben", sagte die CDU-Chefin."

Hat Angela jetzt auch noch die Demokratie erfunden?

Ich bin beeindruckt.

Diese Frau werde ich wieder (nicht) wählen.

Gruß, zopf.

Liebe Frau Merkel,

und liebe CSU,

wieso zählen gleichgeschlechtliche Paare (mit oder ohne Kinder) laut Ihren Auslegungen NICHT als Familie? Dafür gibt es keinen plausiblen Grund.

Frau Merkel

wann kommen Sie endlich in der Neuzeit an? Die Ehe, wie sie von der Kirche diktiert wurde, ist doch längst ein Auslaufmodell. Wenn sich Menschen für eine Partnerschaft entscheiden, in welcher Form auch immer, sollte man das doch für gut befinden. Sie übernehmen wenigstens gegenseitig Verantwortung füreinander. Und das kann man in der heutigen Zeit mit immer mehr Singelhaushalten ruhig honorieren.

Splitting abschaffen

Verheiratetsein allein ist kein hinreichender Sachverhalt, der eine steuerliche Begünstigung rechtfertigt.

Besser: Splitting abschaffen und die eingesparten 14-15 Mrd. Euro in Kindergärten, Schulen und möglichst kostenfreie Nachmittagsbetreuung investieren.

Diskrimienierung fortschreiben, Ehe ist für alle da

Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates - richtig. Was ist die Ehe? Ist sie nicht ein formeller Zusammenschluss zweier Menschen, bisher unterschiedlichen Geschlechts? Nicht jede Ehe wird begründet um Kinder zu zeugen, oder man heiratet spät und biologisch gehts eben nicht mehr. Diese Paare bekommen selbstverständlich das Ehegattensplitting usw. - obwohl die Kinderzeugung ausgeschlossen ist. Ehe ist der zusammenschluss von zwei Menschen die sich lieben - wo ist der Unterschied ob Mann/Mann, Frau/Frau oder Frau/Mann? Mit dem formellen Akt auf dem Standesamt ist eine Ehe geschlossen bzw. eingetragene Partnerschaft eingegangen. Nun werden Menschen diskriminiert die das gleiche Geschlecht lieben indem man ihnen das vorenthält was heterosexuelle Ehepaare erhalten (mit oder ohne Kinder). Ehe muss neu definiert werden: eingetragene Paare die sich formal zusammenschließen bilden eine EHE, egal wen sie lieben. Für alle gelten die gleichen Rechte und Pflichten.

Schutz von Ehe und Familie?

Schutz der Hetero-Ehe und Verhinderung von Homo-Familien soll das wohl heißen. Egal wie konservativ man ist, aber warum man für einen Status quo sein kann, in dem ein Kind einen einzelnen schwulen Vater oder eine einzige lesbische Mutter haben kann, aber nicht zwei, das muss mir erstmal wer erklären.

CDU muss für konservative Homosexuelle da sein

Wenn Homosexuelle heiraten, entscheiden sie sich für einen konservativen Lebensstil. Somit gehören sie zu einer Interessengruppe, für die die CDU angeblich regiert.

Dass die Union sich herauswieselt, weil Homosexuelle keine Kinder kriegen können wie ein normales Ehepaar, ist nicht fair, denn aus heterosexuellen Partnerschaften geht auch nicht immer eine Familie hervor. Darüber hinaus gibt es genug Familien, in denen Eltern alleinerziehend sind. Das ideale Familienbild, das die CDU malt, ist so nicht unbedingt die Regel und damit als Argument gegen eine Gleichstellung von Homosexuellen ungültig.

Schutz der Familie ???

Na, wo isser denn?

Ob die sich selbst mal zuhören? Den Schutz der Familie gibt es doch längst nicht mehr.

Warum gibt es wohl so wenige Kinder? ...weil die Familie so geschützt wird?

Diese Scheinheiligkeit - da kommt einem der Kaffee hoch.

Es wird doch nur Diskriminierung schöngeredet.

Steuersplitting Jaaaaaaa

Dies zeigt wie weit hinten wir in westlichen Europa sind, wenn es um die Rechte der Homosexuellen sind. In Spanien, Belgien, Skandinavien, der Schweiz, in Niederlanden haben Homosexuellen mehr Rechte. Adoption muss nicht unbedingt sein, aber Steuersplitting ja!!

antidiskiminierungsgesetz

ist das denn mit dem antidiskiminierungsgesetz vereinbar?

Generell sollte das Splitting überprüft werden

Weshalb man gleichgeschlechtlichen Partnern nicht dieselben Rechte zugesteht wie dem Rest, ist mir schleierhaft. Wenn es um Förderung der Familie geht, sollte man lieber das Splitting abschaffen und dafür Familien mit Kindern direkt fördern. Es ist schließlich ebenfalls nicht sicher das heterosexeulle Partner Kinder wollen oder bekommen. Von daher ist das Splitting eigentlich nur ein Steuerschlupfloch Previlegierter.
Warum sollten gleichgeschlechtliche Partner nicht adoptieren dürfen? Als ich noch viel jünger war, war ich dieser Meinung. Als ich jedoch meine Argumente überprüfte, stellte ich fest, dass wohl eher eine unterbewusste Homophobie dahinter steckte. Ich schätze, dass ich mich gedanklich weiterentwicklt habe.
Fazit nochmal: Lieber kein Splitting und Familien mit Kindern direkt fördern, das wäre transparent und gerecht.
Was Homosexuallität angeht ist die CDU/CSU noch immer nicht in der Gegenwart angekommen.

Ehe ist ungleich Kinder erzeugen!

Das Ziel einer Ehe soll Kindererzeugung sein?
Also heisst das dass ein heterosexuelles Ehepaar ohne Kinder soll in keine Ehe sein?
Wir brauchen Antworten von Frau Merkel aus Berlin.

Das Grundgesetz,

was war das noch. Achja die Ansammlung von alten Sprüchen und Moralphrasen. Das zumindest scheint die CDU (mindestens) seit Beginn dieser Legislatur zu denken, so oft wie Karlsruhe der Regierung eine schallende Ohrfeige nach der anderen geliefert hat. Und das Ehegattensplitting sowie Adoptionsrecht für homosexuelle Paare ist da nur die nächste am Horizont. Ist ja aber auch furchtbar, die Vorstellung die Homosexuellen könnten uns Heten die besten Kinder wegadoptieren, wo wir doch immer eine so große Auswahl haben wollen, so sieht zumindest in den Heimen aus.

Anders herum fragt sich allerdings der Teufelsadvokat in mir, wie würde diese Gesellschaft reagieren, wenn es eine Lobby gebe die für die Polygamie vor Karlsruhe ziehen würde.

Grundgesetz muss dringend geändert werden

Genau dieses ist einer der Punkte in dem der Einfluss der Kirche zu weit geht. Es gibt überhaupt keinen Grund die Ehe zwischen Mann und Frau unter einen Schutz zu stellen, die zwischen Gleichgeschlechtlichen aber nicht - ausser aus religiösen Gründen. Hier muss aber jeder für sich selber entscheiden ob er nach diesen Grundregeln lebt oder nicht, und denen die es nicht wollen dürfen sie auch nicht aufgezwungen werden. Religionsfreiheit für die einen darf nicht zum Zwang für die anderen werden.

Überhaupt ist es sicher wichtig die Familien zu fördern, in dem Moment wo sie denn Familien werden, also Kinder hinzukommen, wieso sollte man aber für das Versprechen zusammenzuleben belohnt werden ? Allerdings sollte man dann auch die Nachteile aufheben die oft schon das Zusammenleben an sich mit sich bringt.
Was das Grundgesetz angeht so ist es änderungsbedürftig - der besondere Schutz der Ehe ist in dieser Gesellschaft längst nicht mehr zeitgemäss. Traurig dass die Kanzlerin dies nicht sieht.

Frau Merkel ...

... gibt sich doch redlich Mühe, ihrer Partei noch ein paar stockkonservative Wähler zu erhalten, nachdem in Großstädten die CDU kaum mehr einen weltoffenen locken kann.

Interessant finde ich in dem Zusammenhang Kauders (CDU) Aussagen zu Schwarzgün in der heutigen SZ, wonach er den Grünen nachsagt, "kleinbürgerlichen Mief" zu "verströmen".

Kleinbürgerlicher als Merkel (CDU) dürfte in Fragen zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften bald nur noch der Klerus sein.

Schutz der Familie

Danke, Frau Merkel. Ich hoffe sie setzen sich damit durch!
Es geht nicht darum Homosexuelle zu benachteiligen, sondern eine biologisch funktionierende Familie zu fördern. Es gibt schon viel zu wenige Kinder in Deutschland, von denen zu viele auch nur von einem Elternteil großgezogen werden.
Der finanzielle Anreiz eine Familie zu gründen, die auch Nachwuchs hervorbringen kann, muss erhalten bleiben.

...und überhaupt...

mal zum Thema Adoption: Was soll denn geschehen wenn eine Mutter oder ein Vater feststellt, dass sie/er sich doch zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt. Hat er/ sie dann kein Recht mehr auf Umgang?
Selbstverständlich bleiben solche Menschen gleichen guten Eltern wie vor dem Outing. Deshalb müssen Gleichgeschlechtliche Paare Adoptionsrecht haben und damit die gleichen Previlegien. Die sexuelle Orientierung ist kein Kreterium wie gut oder stabil ein Mensch ist. Alles andere kann man getrost als mittelalterliche Ansichten abtun.
Wie die anderen schon sagen, ganz schön scheinheilig wie CDU/CSU zu dem Thema steht.
Frei nach dem Motto: Klar dürfen sich Schwule lieben, aber muß das öffentlich sein?
Hauptsache Stammtische bedienen.

So was?!

Ein Unionspolitiker kennt das Grundgetz:

Art 6
(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.

auf dem sie jahrelang zuungunsten des Volkes herumgetrampelt haben??

Seltsam. Frau Merkel: Hier geht es dann ja um Artikel 3 ... nüch? Leider darf man ja zwei Grundrechte nicht so miteinander verquicken - also schon brav alles der Reihe nach. Wenn man Steuererleichterungen für gleichgeschlechtliche Paare wünscht, so bedarf es nicht des Grundgesetz. Sondern einen politischen Willen.

@ EinPragmatiker - Äpfel mit Birnen verglichen

"...denn aus heterosexuellen Partnerschaften geht auch nicht immer eine Familie hervor."

Wenn Mann und Frau heiraten, dann ist ein Ziel dieser Verbindung in der Regel das Kinderkriegen. Ob das dann klappt oder nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt und fällt damit als Argument weg.

"Darüber hinaus gibt es genug Familien, in denen Eltern alleinerziehend sind."

Das sind aber eben leider keine vollständigen Familien, wenn ein Elternteil aus welchen Gründen auch immer fehlt; nicht umsonst wurde dafür der Begriff "alleinerziehend" geprägt.

"Das ideale Familienbild, das die CDU malt, ist so nicht unbedingt die Regel"

Etwa 85% der Weltbevölkerung würden Ihnen da widersprechen.

Ach ja: Und der Begriff "Heirat" wurde ausdrücklich für die verbindung zw. Mann und Frau geprägt.

Umgekehrt wird ein Schuh draus

Nicht Ehegattensplitting für Homos, sondern Abschaffung für alle.

Stattdessen ein Familiensplitting, solange Kinder versorgt werden müssen. Es gibt keinerlei Grund die treusorgende Ehefrau (oder den gleichgeschlechtlichen Lebenspartner) am Herd zu subventionieren.

Also weg damit.

Schutz der Ehe muss erhalten bleiben!

Ein Kind braucht einen Vater und eine Mutter. Dies ist ein biologischer Fakt und die Natur hat es nicht umsonst so eingerichtet das beide diese enstandene Kind erziehen!
Sicher ist in der heutigen Wirklichkeit die alleinerziehende Mutter oder der Vater oftmals Realität aber nun auch noch zu begünstigen das 2 Männer oder 2 Frauen ein Kind adoptieren und dies auch noch begünstigt wird, dass geht definitiv zu weit!!
Auch wenn es nicht immer möglich ist, ein Kind braucht beide Elternteile, Mann und Frau, ob es nun den "Schöngeistern" hier passt oder nicht!
Die CDU wird in diesem Sinne entscheiden und u.a dafür stehe ich für diese Partei ein!

Gerecht. Gerecht?

Prinzipiell ist das Ehegattensplitting ja als Erleichterung für Familien mit Kindern gedacht. Insofern: Ehegattensplitting auch bei kinderlosen Paaren abschaffen. Nicht als Strafe, sondern weil kein besonderer Bedarf besteht. Und alle sind zufrieden. Oder?

Richtig

Unser GG bestimmt die Regeln.
Homosexualität ist nicht der "Normalzustand" für ein familiäres Zusammenleben.
Aller aller Toleranz gegenüber dieser Lebensform:
Das ist nun mal so!
Wer das nicht anerkennen will, hat die Geschichte aller Kulturen dieser Welt eben einfach nicht verstanden!

Weils im Grundgesetz steht...

Seehofer meint, die Ehe zwischen Mann und Frau sei nicht umsonst ins Grundgesetz eingeschrieben worden. So ein widerlicher Rechtspositivismus. "Die werden schon ihren Grund gehabt haben..." Warum ist so jemand Teil der gesetzgebenden Macht? Hat der überhaupt eine Ahnung, was sein Job ist? Es wird seit Jahren immer das gleiche Argument genannt, nämlich der Schutz der Familie. Kann eine Mutter, die ihr erstes Kind beschützt nicht auch ihr zweites Kind beschützen, ohne dass das erste an "Wert" verliert. Aus Benachteiligung des Einen entspringt kein Vorteil für den Anderen. Wenn die Unionspolitiker zumindest sagen würden, dass sie gleichg. Ehen doof finden, dann wüsste man bescheid. Aber doch bitte nicht seit Jahren das längst widerlegte Argument bringen. Es macht mich echt wütend und betroffen, wie schlecht diese Regierung ist.

"Gleichgeschlechtliche Partnerschaften"

Allein schon das Wort!
Wer will, kann so leben; doch muss diese Lebensform nicht auch noch staatlich unterstützt werden.
Wenn andere europäische Länder dies tun, muss das noch lange nicht ein Maßstab für uns sein.
Was andere tun, kann auch falsch sein. Wäre ja schlimm, wenn alle dieselbe Meinung hätten.
Ich jedenfalls bin wie die mehrheit der Bevölkerung dagegen. Und Minderheiten müssen sich eben anpassen.

Familiengesetz ist grundlegend zu überarbeiten

Wenn ich Schutz der Familie höre, kann ich nur noch den Kopf schütteln.

Das gesamte Eherecht wird den Anforderungen unserer Zeit (hohe Trennungsquote, kurze Ehen, wenig/keine Kinder) nicht mal mehr im Ansatz gerecht.

Die sehr hohe Anzahl von Gerichtsverfahren (Unterhalt, Ausgleich, usw.) inkl. der Anwälte, Gerichte und sonstigen Ressourcen sind bezeichnend dafür.

Dass das Splitting mit den veralteten Gesetzen nicht mehr kompatibel ist, ist da nur eines der vielen Symptome.

Von mir gibt’s keine Stimme für die CDU für einen fortgesetzten Gesetzes-Flickenteppich. Nicht an Symptomen rumdoktern. Das Familiengesetz ist grundlegend zu überarbeiten und an die Gegebenheiten unserer Zeit anzupassen.

Was sind das bloß für unsinnige Diskussionen.

Die CDU tritt z.Zt auch in jedes Fettnäpfchen. Zunächst sollte es mal nur Familien-Splitting geben. Aber zuvor müsste die Situation der Alleinerziehenden verbessert werden. Das derzeitige Steuerrecht bestraft sie. Hat die CDU immer noch die Vorstellung, dass eine Ehe bis zum Tode eines Partners halten sollte ?

@Rinsui

Dann sollte man aber besser den Kinderfreibetrag erhöhen und das Splitting komplett abschaffen. Dieses hat den Vorteil einer schlankeren Ausführbarkeit, was letztendlich Kosten der Verwaltung spart. Die Kinder wären dann finanziell immer noch gut gestellt.

So wäre dann gleich noch etwas Bürokratie weniger. ein Pluspunkt für alle.

Koelner24


Dies zeigt wie weit hinten wir in westlichen Europa sind, wenn es um die Rechte der Homosexuellen sind. In Spanien, Belgien, Skandinavien, der Schweiz, in Niederlanden haben Homosexuellen mehr Rechte. Adoption muss nicht unbedingt sein, aber Steuersplitting ja!!

Warum sollten homosexuelle Paare keine Kinder adoptieren dürfen? Den Kindern dürfte es in den meisten Fällen sicher besser gehen als im Heim. Letztens im Zug konnte ich, durch zwei sehr Lautstarke Mädels, etwas über die Lebensumstände im Heim erfahren. Von daher sehe ich es schon als Gewinn für die Kinder an von einem homosexuellen (Ehe-)Paar adoptiert werden zu können.

@Puschelohr 16:25 et al

Ohne auf den Komplex Homoehe etc. eingehen zu wollen einfach mal ein paar Fakten: Das, was Sie so plakativ Auslaufmodell nenen, ist zu 71% immer noch die bei weitem häufigste Familienform in Deutschland. Alleinerziehende 20% und Legensgemeinschaften gerade mal 9%. So die Zahlen (2011) des Statistischen Bundesamtes. Ihr Geschrei (.. Neuzeit an..), Ihre Deklaration der Ehe als "Auslaufmodell" ist vielleicht in Ihren politisch-ideologischen Kreisen gerne gehört, entspricht aber nicht den Tatsachen. Sie machen lediglich Stimmung für eine kleine Minderheit. Der Aspekt der Diskriminierung ist schwerwiegend, nicht aber Ihre Behauptung, die Ehe sei quasi unbedeutend. Argumentieren Sie mit Fakten, mit juristischen Gesichtspunkten, nicht aber mit dumpfer, unwahrer Unterstellung!

die Äpfel und die Birnen

@1. Dezember 2012 - 17:24 — FreierGeist

Zitat:
""...denn aus heterosexuellen Partnerschaften geht auch nicht immer eine Familie hervor."

Wenn Mann und Frau heiraten, dann ist ein Ziel dieser Verbindung in der Regel das Kinderkriegen. Ob das dann klappt oder nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt und fällt damit als Argument weg."

Im Gegenteil sind mir viele Paare bekannt, die tatsächlich keine Kinder wollen und geheiratet haben, -beides aus Überzeugung. Ich wundere mich, denn ihr Pseudomym passt in diesem Fall wenig zu Ihrer Argumentation.

re julianf

"Der finanzielle Anreiz eine Familie zu gründen, die auch Nachwuchs hervorbringen kann, muss erhalten bleiben."

Wieso wird der Anreiz verringert, wenn das Ehegattensplitting auf nicht-hetero-Ehen erweitert wird?

Immerhin, Ihr Ausdruck " eine biologisch funktionierende Familie" hat mich wenigstens zum Lachen gebracht.

@ FreierGeist

Wenn Mann und Frau heiraten, dann ist ein Ziel dieser Verbindung in der Regel das Kinderkriegen. Ob das dann klappt oder nicht, steht auf einem ganz anderen Blatt und fällt damit als Argument weg.

Das kann ich so nicht bestätigen. Ich kenne nicht wenige Paare, die geheiratet haben oder kurz davor sind und Kindern in frühestens 10 Jahren zugeneigt wären. Würde ihre Aussage stimmen, hätten sie auch 10 Jahre später heiraten können, denn jetzt steht der Kinderwunsch dort noch in den Sternen.

Angenommen homosexuelle Paare hätten das Recht auf Adoption von Kindern und entschieden sich für ebendiese. Dürften sie dann heiraten? Schließlich ziehen sie zumindest Kinder auf.

Es ist eine Frage der Gerechtigkeit.

Es geht nicht darum Homosexuelle auf zu werten oder besser zu stellen sondern sie gleich zu behandeln.
Prinzipiell ist das Ehegattensplitting ja als Erleichterung für Familien mit Kindern gedacht. Insofern: Ehegattensplitting auch bei kinderlosen Paaren abschaffen. Nicht als Strafe, sondern weil kein besonderer Bedarf besteht. Und alle sind zufrieden. Oder?
Und wie ist, dass mit Homo-Paaren die Kinder apportiert haben?

Ich bin für völlige Gleichberechtigung...

Denn Liebe und Einsatz für den Partner sind gleich, egal ob es sich um hetero- oder homosexuelle Paare handelt.

Wer es nicht mag, wenn sich zwei Männer oder zwei Frauen in der Öffentlichkeit küssen, der/die kann ja wegsehen.

Einzig das Thema Adoption sehe ich kritisch, da sich gleichgeschlechtliche Paare ja aktiv und wissentlich für einen Partner entscheiden, mit dem sie keine Kinder bekommen können. Also sehe ich hier kein "Recht" auf Adoption. (In anderen Worten: Wer A sagt, muß auch B sagen).

Außerdem wäre es für ein Kind eine unnatürliche Umgebung, unter homosexuellen Eltern aufzuwachsen, denn in der Evolution käme so ein Kind ja gar nicht erst in die Welt.

Aber was alles andere betrifft (Steuer, Versicherung, Hausbesitz, Toleranz durch Andere, Anti-Diskriminierung, etc.) gibt es keinen Grund, homosexuelle Paare nicht den heterosexuellen gleichzustellen. Liebe ist Liebe.

@ FreierGeist

"Ach ja: Und der Begriff "Heirat" wurde ausdrücklich für die verbindung zw. Mann und Frau geprägt."

Das sagt die Religion, aber Deutschland ist kein Gottesstaat. Die Heirat ist idealistischerweise ein offizielles Bekenntnis zu einem Menschen, den man liebt. Darüber hinaus verspricht man, dass man für die betreffende Person sorgen möchte.
Dass die CDU die Liebe zwischen zwei Menschen desselben Geschlechts offenbar als weniger Wert betrachtet als die zwischen Heterosexuellen ist ein trauriges Relikt aus der Vergangenheit.

Ihre Behauptung, Menschen würden primär wegen des Wunsches nach Kindern heiraten, finde ich nicht zutreffend. Zumal es heutzutage auch in Deutschland viele Paare gibt, die Kinder vor einer Eheschließung kriegen.

Kinder und Ehe hängt meiner Ansicht nach einfach überhaupt nicht mehr zusammen. Wenn das Steuersplitting wirklich Familienförderung sein soll, dann sollen steuerliche Vorteile einfach erst nach der Geburt des Kindes in Kraft treten.

re freiergeist

"Ach ja: Und der Begriff "Heirat" wurde ausdrücklich für die verbindung zw. Mann und Frau geprägt."

Auch falsch. Der wurde nicht ausdrücklich dafür geprägt, sondern umgekehrt war kulturgeschichtlich die Verbindung von Mann und Frau die exklusive Anwendungsmöglichkeit für den Begriff.

Es ist doch wirklich

Es ist doch wirklich lächerlich, wie hier versucht wird, den Begriff Familie zu schützen. Familien zeichnen sich durch Kinder aus und so lange heterosexuelle Ehepartner ohne Kinder steuerlich bevorteil werden, bleibt es eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit gegenüber den gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Man sollte endlich aufhören mit zweierlei Maß zu messen. Es ist einfach nicht nachvollziehbar.

re swat83

"Dies ist ein biologischer Fakt und die Natur hat es nicht umsonst so eingerichtet"

Die Natur hat überhaupt nichts eingerichtet, denn sie überlässt die Brutpflege meistens den Weibchen, manchmal auch Männchen und Weibchen gemeinsam.

Wie es beim Neandertaler zuging ist bekanntlich nicht überliefert.

nicht schlüssig

@1. Dezember 2012 - 17:31 — Hansi2012
Die überwiegende Mehrheit in unserem Land ist christlichen Glaubens. Wenn man nun die Menschen anderen Glaubens steuerlich benachteiligen würde weil sie einer Minderheit angehören wäre das auch der Gipfel.
So geht das nicht.
Nach dem GG sind alle gleich und die Familie soll besonderen Schutz genießen. Wird Zeit, dass die Regierung das mal in die Tat umsetzt.

Splitting abschaffen

Ehe/Familie ist ja nach wie vor die kleinste "Zelle" des Staates, das sollten wir alle schon unterstützen und eben auch (aber nicht nur) mit steuerlichen Anreizen fördern,
selbstverständlich muss das für alle Ehen gelten,
(über den Umfang (15Mrd) kann man ja mal -in beide Richtungen- nachdenken)

Kindererziehung ist dann ein weiterer (anderer) Schritt,
das kann man (letztlich auch völlig unabhängig von einer Ehe) durch Kindergeld und andere unterstützende Massnahmen regeln,

noch ein kurzer Satz zu der kinderlosen gleichgeschlechtlichen Ehe:

alleinerziehende Mutter heiratet ihre beste Freundin,

also auch hier (Stichwort: Adoptionen) muss der Staat sich was einfallen lassen,

@Münzi

Wenn die Zustände im heim so schlecht sind (will nicht mal widersprechen), dann muss man diese in jedem Fall verbessern (unabhängig davon ob Lebenspartnerschaften adoptieren dürfen oder nicht).

Die Ehe ist kein Auslaufmodell!

Sondern ein Vertrag zwischen 2 sich liebenden Menschen, die in allen Fällen füreinander einstehen, und das für ihr ganzes Leben. Das war jedenfalls für mich und meinem eingetragenen Lebenspartner das Argument unsere gleichgeschlechtliche Partnerschaft auch vor dem Staat eintragen zu lassen. Dadurch nehmen wir keiner Hetero Ehe etwas weg, sondern wir entlasten den Staat durch Unterhaltspflicht, bis hin zu den Beerdigungskosten. Das wir im Gegensatz zu einem Hetero-Ehepaar steuerlich jedoch so eklatant Diskrimminiert werden, was unsere Lebensplanung wie z.B. ein gemeinsames Haus zu beziehen unmöglich macht, weil mein Partner in seiner Steuerklasse 600,- Euro mehr zahlen muss, ist eine schreiende Ungerechtigkeit, und wird hoffentlich vom Verfassungsgericht korrigiert, wie die meisten schlechten Entscheidungen dieser Regierung. Der Einfluß von erzkonservativen und Kirche erinnert mich stark an die Tea-Party Bewegung in den USA. Und was sagt der Vize-Kanzler und sein Mann eigentlich dazu?

Die Familie als Keimzelle des Staates ...

.
... ist in der Form der ehelichen Gemeinschaft aus gutem Grunde im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland besonders geschützt.

"Moderne" Beziehungen und Lebensentwürfe, zeitlich befristete (Lebens)Gemeinschaften und gleichgeschlechtliche "Paarungen" tragen nicht nur nicht bereits im Grundsatz zum Wohle und zur Prosperität unseres Staates bei, sondern sind in der Mehrzahl dem Staate gegenüber "kontraproduktiv und belasten die Gemeinschaft aller mit erheblichen Kosten (Stichwort: Alleinerziehende), weil die aus der Unvollständigkeit der "Beziehung" resultierenden Risiken in der Versorgung im Wesentlichen von der Allgemeinheit getragen werden (müssen).

Bis hierhin bin ich persönlich "mitgegangen und habe die oft "sehr vehement" und immer unbegründet (siehe oben) eingeforderte Toleranz walten lassen.

Aber irgendwann ist einfach "Schluß mit lustig" auf meine Kosten!

Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

re rinsui

"Prinzipiell ist das Ehegattensplitting ja als Erleichterung für Familien mit Kindern gedacht."

Leider komplett falsch. Es berücksichtigt die Ehe als Wirtschaftsgemeinschaft mit wechselseitigem Versorgungsanspruch.

Deshalb heißt es auch Ehegattensplitting und nicht Ehemitkindernsplitting.

Immer nur schön am Alten festhalten und die Augen verschließen

Die gute alte Form der Familie ist schon lange ein Auslaufmodell in Deutschland! Es ist Zeit die alten Zeiten als Vergangenheit zu akzeptieren und die Augen aufzumachen meine lieben Damen und Herren in dieser und den nächsten Regierungen!
Ein Ehegattensplitting wie aktuell noch vorhanden macht meiner Meinung nach absolut keinen Sinn mehr und ist eine Diskriminierung einiger anderen Familienformen. Hierzu zähle ich die Unverheirateten Paare, die Alleinerziehenden und auch die eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften!
Diese Steuerbegünstigung sollte den Mitbürgern zu Gute kommen, die etwas für Deutschlands Zukunft tun und Kinder entweder auf die Welt bringen und/oder erziehen. Ob nun adoptiert oder nicht, ob gleichgeschlechtige Partnerschaft - die Zukunft Deutschlands sind die Kinder und nichts anderes!

Splitting abschaffen

und die Mehreinnahmen direkt für Bildung / Kinder und Familien aufwenden, ganz einfach

Familiensplitting statt Ehegattensplitting

Gleichstellung ja, aber durch Freistellung des Existenzminimums aller, die mitversorgt werden (Partner, Kinder, Eltern). Ehegattensplitting ist sozial ungerecht.
Wenn es um Abschaffung der kalten Progresson oder um höhere Kinderfreibeträge geht, dann gibt es ein Geschrei, weil höhere Einkommen mehr profiteren. Beim Ehegattensplitting scheint es keinen zu stören, dass Paare mit einem Vielverdiener wesentlich mehr Steuern sparen (und damit von der Allgemeinheit massiv subventioniert werden) als Paare mit niedrigem Einkommen. Warum nur?

@1. Dezember 2012 - 16:31 — jens_mv

Ich bin ganz Ihrer Meinung. So braucht sich keiner benachteiligt fühlen und investiert in die Rentenzahler von Morgen und profitiert dementsprechend.

@Hansi2012 - GG ist ein kein starres Manifest

An dieser Stelle muss ich Sie für die Aussage "Unser GG bestimmt die Regeln" rügen.

Wir sind es, die durch unsere politische Einflussnahme die Regeln bestimmen. Der Konsenz, der sich daraus entwickelt, wird im GG festgehalten.

Wir sind es also, die das GG definieren, nicht umgekehrt. Dann wäre das GG nämlich das Manifest der Diktatur.

Genauso wie sich die Gesellschaft ändert, muss folglich das Grundgesetz den Änderungen der Gesellschaft angepasst werden.

Am Ende werden die Gerichte

Am Ende werden die Gerichte entscheiden. So kann Fr. Merkel ihrem konservativen Flügel Honig um das Maul schmieren, ohne dass sie wirklich etwas entscheiden muss.

@Sebastian

Dito. Aber erklären Sie mal einem CDU- oder CSU-Politiker, er solle ein althergebrachtes Konzept überdenken.

Merkel gegen Steuersplitting für Homo-Paare

Offensichtlich will Frau Merkel die FDP mit ihrem
Minister Westerwelle provozieren.
Merkwürdig, hat sie den kleinen Koalitionspartner schon abgeschrieben ? Populismus steht offensichtlich über Regierungsdisziplin.
Die Attacke richtet sich aber auch gegen Schwule aus der eigenen Partei. Ole aus Hamburg zum Beispiel wird sich sicherlich empören.
Doch der spielt politisch keine Rolle mehr.. .

Wichtigere Themen

Auf dem Parteitag der CDU scheint es nur um eins zu gehen: Ein Steuer-Splitting für Homo-Paare.

Dabei gäbe es weitaus wichtigere Themen. Wie - um nur EIN Beispiel zu nennen - die von der Union geplante Missachtung DER Mütter, die schon VOR 1992 ein Kind auf die Welt gebracht haben.

Aber DARÜBER zu diskutieren - das wäre unangenehm. Gerade jetzt, wo Milliarden aufgewendet werden, um Banken zu retten, die sich einfach nur verzockt haben. Und wo die Union jungen Müttern doch gerade Haushaltshilfen als weitere Herdprämie finanzieren möchte, weil es ihr nicht gelungen ist, genügend Kita-Plätze zu schaffen. Die man ja braucht, weil EIN Einkommen zum Leben nicht mehr reicht - und schon gar nicht für eine auskömmliche Rente.

Themen gäbe es wahrlich genug.

Aber DARÜBER zu diskutieren - das könnte die Erzählung "Deutschland geht es gut" als das erscheinen lassen, was sie ist: eine Erzählung aus 1001 Nacht.

Dann doch lieber über Steuer-Splitting für Homo-Paare reden ...

@Puschelohr 16:25

Über den Kopf von 61,4% Christen in Deutschland (EKD 2011) hinweg kann es keine demokratische Bevormundung durch eine verhältnismässig kleine aber schrille Lobby von Homo-Ehe Befürwortern geben.

Die Relevanz zu Basis-Werten in Deutschland ist gegeben: Der Gottesbezug eröffnet die Präambel des Grundgesetzes; Familie steht unter dem besonderen Schutz des Staates, 61,4% (EKD 2011) üben hierzulande einen christlichen Lebensstil aus, Nächstenliebe, Zivilcourage, Demokratie, soziales Netz, Diakonie, gegenseitige Toleranz, Menschenrechte usw. sind wesentlich aus dem Christentum hervorgegangen. Dieses spricht von der Umgestaltung des egozentrischen (Altes Testament) zum christusbezogenen Menschen (Neues Testament) und ist ein Bollwerk gegen Destruktivität, für jene, die sich ernsthaft für diesen neuen Lebensstil geschenkter Liebe entscheiden.

Säkular gesehen kann "Homo-Ehe" nicht bestehen, da der Staat somit in die Befugnisse der Kirche eingreifen würde, was durch die Trennung unmöglich ist.

@FreierGeist

Witzig, wie sich Leute mit Pseudonymen schmücken, die Ihrer eigenen Position diametral entgegenstehen.

Aber! Bzgl.:
"Wenn Mann und Frau heiraten, dann ist ein Ziel dieser Verbindung in der Regel das Kinderkriegen."

Abgesehen davon, dass mir diese Ansicht angesichts der Geburtenentwicklung in Deutschland die Lachtränen in die Augen treibt haben Sie dann ja sicher nichts dagegen, wenn kinderlose kein Ehegattensplitting beantragen können, bis sie denn, nun ja, Kinder kriegen.

Meines Wissens gibt es nämlich wesentlich mehr kinderlose Ehepaare als gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften. Im Sinne maximaler Gerechtigkeit also.

Ansichten aus dem vorletzten Jahrhundert...

...ist man ja mittlerweile von der Union gewohnt.
Wie wärs denn mal damit:
Ehegattensplitting ganz abschaffen und Lebensgemeinschaften/Ehen (hetero wie homo) in denen Kinder aufwachsen finanziell fördern. Es gibt mehr als genug lesbische Pärchen, die leibliche Kinder oder Schwule, die ein Kind adoptiert haben.
Dass die Kirchen mit den gesellschaftlichen Fakten nicht klarkommen ist nix neues - aber als eine moralische Instanz, die über staatliche Belange zu entscheiden hat...sorry, da ist sie fehl am Platz.

Soso...

Horst Seehofer sagt also, daß es "auch in Zukunft eine Form der Privilegierung von Ehe und Familie geben muss", und daß der "besondere Schutz von Ehe und Familie" nicht umsonst ins Grundgesetz geschrieben sei.

Und steht im Grundgesetz auch, daß eine "Ehe" von zwei unterschiedlichen Geschlechtern zu führen ist?
Ist, laut Grundgesetz, Herrn Seehofer, und anderen CDU/CSU Politikern, eine gleichgeschlechtliche Ehe also keine "echte" Ehe? Und auch keine "echte" Familie?

Kinderlose Ehe, staatstragende Kindergeburten

Es wird noch soweit kommen, dass sich kinderlose heterosexuelle Ehepartner vor einer staatlichen Instanz rechtfertigen müssen, warum sie keine Kinder haben, wenn sie das Ehegattensplitting behalten wollen....

Eigentlich ist das Ehegattensplitting nur dafür nützlich, die Scheidungskosten zu bezahlen.
Für Hartz IV - Bezieher und Niedriglohnempfänger wird das Splitting eher keine Rolle spielen. Also, was soll diese publikumswirksame Nebenschauplatz-Diskussion? Ich denke, wir haben andere finanzielle Probleme. Größere!

Diese Regierung

legt es ja geradezu darauf an vom BVerfG eins auf den Deckel zu bekommen.

Bei Sicherheitsgesetzen und Co ignorieren sie am laufenden Band Rechtsgrundsätze die eindeutig in den Grundrechten angelegt sind (und auch in der ständigen Rechtssprechung vom BVerfG so gesehen werden).

Aber wehe es geht um die "bösen Homos", dann wird reininterpretiert was das Zeug hält. Wie die höchsten Gerichte in D'land die Lage sehen ist schon lange bekannt. Mal um Mal geben sie den Gleichgeschlechtlichen Partnerschaften Recht und brandmarken zurecht die Diskriminierung derselben.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten:

a. Steuervorteile für die Ehe abschaffen. Zumal bei der aktl. Zahl der Alleinerziehenden kaum noch zu rechtfertigen ist warum Kinderlose Ehen mehr als Familie gelten!

b. Oder eben Gerecht für alle. Also alle Formen der Partnerschaft!

Bald wird sich aber sicher jemand finden der sich bis zum BVerfG oder EuGH durchgeklagt hat und dann gibts eh den Zwang von oben ...

@cilla

Volle Zustimmung, Ehegattensplitting ist Umverteilung von unten nach oben! Wir reden von zweistelligen Millardenbeträgen! Weg damit!

re hansi2012

"Ich jedenfalls bin wie die mehrheit der Bevölkerung dagegen. Und Minderheiten müssen sich eben anpassen."

Nein, Minderheiten müssen sich nicht anpassen. Das wäre übrigens verfassungswidrig.

Homo Ehe

Wenn man die Bezeichnung Ehe für eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft verwendet, dann möchte ich mich am liebsten Scheiden lassen!
Oder sind aus diesen Partnerschaften schon Kinder hervorgegangen???

@Rinsui

"Dito. Aber erklären Sie mal einem CDU- oder CSU-Politiker, er solle ein althergebrachtes Konzept überdenken."

In punkto Staatsüberwachung, Internetzensur, etc. können die CDU/CSU/SPD Politiker gar nicht schnell genug von den neuesten Möglichkeiten Gebrauch machen, und gar nicht schnell genug die althergebrachten Konzepte von "Bürgerrechten", "Privatsphäre", etc. über den Haufen schmeißen.

Der Begriff "konservativ" bedeutet heutzutage nichts mehr, aber auch gar nichts. Er steht nur für eine menschenfeindliche Politik.

@JonDo

Ihr Argument, dass eine Homosexuelle Partnerschaft ein unnatürliches Umfeld sei, ist genau so falsch wie auch diskrimminierend. Zum einen ist es ganz natürlich das es in der Natur und beim Menschen schon immer einen gewissen Prozentsatz an Homosexuell geprägten Individuen gibt und gab! Und beim Recht auf Adoption kann man auch nicht die Natur als Argument heranziehen. Es gibt viele dokumentierte Fälle (z.B,. schwule Storchenpaare, die regelmäßig verwaiste Eier ausbrüten und pflegen)xxx.spiegel.de/wissenschaft/natur/homosexualitaet-bei-tieren-schwule-und-lesbische-stoerche-ziehen-kueken-gross-a-417524.html
Das sollte jedoch kein Argument sein, denn entscheident mussdoch das Wohl des Kindes sein, und wo es ein besseres Leben hat. In einem Kinderheim, oder bei liebenden und kompetenten Adoptiveltern - egal welchen Geschlechts. Die Prüfung, ob ein Paar geeignet ist ein Kind zu adoptieren darf muss natürlich sorgfältig erfolgen, denn auch nicht alle Heten sind geeignet Kinder zu adoptieren!

Homo-Ehe gibt es. Aber nicht in Deutschland

Weder Frau Merkel noch die CDU im Allgemeinen sind naiv und bereiten sich ruhig schon jetzt auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes 2013, die sehr wahrscheinlich zugunsten der Homo-Rechte ausfallen wird: dann wird anstatt des Ehegattensplittings das 'Familiensplitting' eingefuehrt werden, damit die 'unchristlichen' Schwule (denn nur sie sind hier als Feindbild gueltig, die Lesben lassen die Konservativen so in der Regel immer und ueberall unbemerkt) - so nebenbei - auch wieder nichts vom Geld (also auch gewisse Macht) bekommen, nicht in der Zukunft und auch nicht rueckgaengig. Was wird aber die CDU machen, wenn Karlslruhe 2014 auch die Homo-Adoption befuerwortet? Die Adoption generell abschaffen oder sie ausschliesslich den religioes gepraegten Adoptionsagenturen (am besten in Osteuropa) anvertrauen? Wenn die Politik in der Tat nur ein Theater ist, dann haben die Konservativen beim Spielthema 'Schwulenrechte' in der Regel keine Probleme mit der Phantasie. Ich bin gespannt.

Worum geht es hier eigentlich?

1) Um den Begriff oder die Definition Ehe?
oder
2) Um den Begriff oder die Definition Familie?
oder
3) darum Steuern zu sparen trotz doppeltem Einkommen?

Also ich tippe mal bei dieser Diskussion geht es den Betroffenen eher um den letzten Punkt!

Alles andere ist Augenwischerei und Heuchelei!

Das gilt selbstverständlich auch für Heteropaare.

Das Ehegattensplitting gehört für alle, zugunsten einer Steruervergünstigung für Eltern (Unterhaltspflichtige) abgeschafft.

DAS fände ich am ehrlichsten!

Richtige Entscheidung!!!

Als katholischer Christ unterstütze ich diese Entscheidung der Bundesregierung gegen die steuerliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren ausdrücklich!

Gleichgeschlechtliche Paare dürfen NIMALS mit der von Gott gegebene Ehe zwischen Mann und Frau gleichgestellt werden!

Das Grundgesetz, Artikel 6, stellt die Ehe zwischen Mann und Frau unter seinen besonderen Schutz.

Für uns Katholiken und für unseren Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI., ist die Ehe zudem ein Sakrament zwischen Mann und Frau, denn die Ehe ist heilig.

Als Land mit christlich-abendländischer Leitkultur müssen wir Christen unsere christlichen Werte gegen den liberalen Zeitgeist bewahren!!!

Die Kernfamilie aus Mama, Papa und einem Kind

ist doch bei genauerer Betrachtung der Erosionsrest der ehemaligen Großfamilie, in der sich mehr als zwei Generationen unter einem Dach zusammenfanden und eine freiwillige Solidargemeinschaft bildeten.

Heute findet man eben andere Gemeinschaften vor, mit Menschen gleichen Geschlechts, oder aber Patchworkfamilien. Man kann doch froh sein, wenn x-beliebige Menschen sich bereit erklären, für einen erheblichen Abschnitt ihres Lebens füreinander einzutreten und dabei die größte Solidargemeinschaft, den Staat, entlasten.

Die Grenzen verschwimmen zusehends und das macht einigen einfach gestrickten Gemütern eben Angst. Die beharren dann auf wörtlicher Bibelexegese und irgendwelchem Naturrecht, das sie sich zusammenspintisieren.

Das Einfachste wäre, das Splitting komplett zu streichen und statt einem verbrämten Abstraktum reale Wohltaten an der Gesellschaft zu fördern.

re dave700

"Menschenrechte usw. sind wesentlich aus dem Christentum hervorgegangen"

Blödsinn. Menschenrechte sind aus der Aufklärung hervorgegangen, als die "christlichen" Kirchen noch eifrig das Recht des weißen Mannes auf die Sklaverei von Negern vertreten haben.

"Säkular gesehen kann "Homo-Ehe" nicht bestehen, da der Staat somit in die Befugnisse der Kirche eingreifen würde, was durch die Trennung unmöglich ist."

Die rechtliche Grundlage der Ehe ist die Zivilehe vor einer staatlichen Behörde. Die Kirche hat keine Befugnisse über die Ehe, sie liefert nur einen optionalen zeremoniellen Zusatz dazu.

re kathgläubig

"Für uns Katholiken und für unseren Heiligen Vater, Papst Benedikt XVI., ist die Ehe zudem ein Sakrament zwischen Mann und Frau"

Für euch Katholiken, also eine religiöse Minderheit innerhalb der Bevölkerung ...

Frau Merkel hat recht! Wir

Frau Merkel hat recht!
Wir leben in einem christlich geprägtem Land und das hat uns jahrelang gut getan.
Wenn das Grundgesetz jetzt auch noch verwässert wird, dann lebe Wohl Deutschland!
EHE ist eine intime Verbindung zwischen Mann und Frau, wenn es sie nicht geben würde, währe keiner von uns hier!

19:29 — Kathgläubig

Selbst wenn man annimmt, dass die Ehe zwischen Mann und Frau von Gott gegeben ist, kann man bestimmt nicht von einem gottgegebenen Steuerrecht sprechen. Oder doch?

Für den Herrn Papst Benedikt ist meines Wissens nur die Ehe zwischen einer katholischen Frau und einem katholischen Mann ein Sakrament. Demnach sind auch nur katholische Ehen heilig.

Ehegattensplitting nur für katholische Ehen?
Nein!
Trennung von Staat und Kirche!

Einfache Rechnung für Frau Merkel

Sie bedient jetzt erstmal ihre konservative Wählerschicht wie unseren lieben Kathgläubig, dem die CDU nicht konservativ genug sein kann.

Demnächst wird das dann vom Bundesverfassungsgericht kassiert. Frau Merkel kann sagen "ich hab es ja immerhin versucht" und weiß die Konservativen auf ihrer Seite. Die liberalen sind ebenfalls glücklich, denn sie bekommen dann ihren Willen.

@Kathgläubig
Bitte nennen Sie mir doch nochmal die Stelle in der Bibel die das Ehegattensplitting verbietet. Ich glaube ich hab die Stelle grad vergessen.

Die einzige Begründung die man wirklich nennen kann ist die absichtliche Diskriminierung von Homosexuellen. Was ist, wenn ein homosexueller Partner ein Kind mit in die Lebensgemeinschaft bringt? Ist es trotzdem keine Familie?

leider falsch

Als Steuerfachmann muss ich Sie korrigieren. Man spart keine Steuern bei doppeltem Verdienst. Gerade das ist ja die falsche Aussage der Politik.

Wer doppelt verdient zahlt genauso viel Steuern wie zwei Ledige. Nur wenn ein Partner zu Hause bleibt, greift der Steuerspareffekt.

Da aber bei Lebenspartnerschaften meistens beide arbeiten, ist der Steuereffekt ohnehin null. Warum ziert man sich also? Denn wenn ein Partner (ob Ehepartner oder Lebenspartner) zu Hause ist, hat er Anspruch auf Unterhalt - gesetzlich geregelt auch für Lebenspartner!!!!!. Da ist der Splittingtarif in beiden Fällen gerecht.

Mann kann nicht einerseits staatliche Leistungen verweigern - mit Hinweis auf die Unterhaltspflicht - und gleichzeitig den Steuervorteil verweigern.

Den Schutz der Ehe als kleinste soziale Einheit des Staates

halte ich für unabdingbar, aber nur im Sinne eines zivilrechtlichen Vertrages, bei dem der Staat gewisse Regeln gegenseitiger Versorgungsansprüche und Verpflichtungen geregelt hat. Kirche hat damit ohnehin nichts zu tun. Mir ist es ziemlich egal, wer den zivilrechtlich verpflichtenden Vertrag, genannt Ehe , miteinander eingeht, wenn die Einhaltung gegenseitiger Verpflichtungen der Partner durch Gesetz geregelt ist. Für mich ist lediglich entscheidend, das am Ende nicht der Staat draufzahlt, wie dies leider bereits jetzt für die vielen Unterhaltsleistungen die er Staat an ledige Mütter zahlt, ohne die Eintreibung der Zahlungsverpflichtungen vom Vater einzutreiben(ggf. durch Zwangsmassnahmen).

Wieder einmal finden es so

Wieder einmal finden es so viele Leute eine tolle Idee, das Ehegattensplitting ganz abzuschaffen, weil davon ja kinderlose Ehepaare "profitieren".

Das ist falsch, und ich kann nur vermuten, dass diese Leute unverheiratet und kinderlos sind.

Das Ehegattensplitting ist dafür da, die Bedarfsgemeinschaft "Ehepaar" gerecht zu besteuern. Genaugenommen wird nämlich das Gesamteinkommen des Ehepaars besteuert, und da ist es natürlich egal, ob einer 60000€ und der andere nichts, oder ob beide je 30000€ im Jahr verdienen.

Warum wird die Bedarfsgemeinschaft und nicht jeder einzeln besteuert? Ganz einfach: die Bedarfsgemeinschaft kommt für die Bedürfnisse des jeweils anderen auf. Deswegen bekommt meine Frau kein Hartz IV und ihre Krankenversicherung berechnet sich nach meinem Einkommen, obwohl sie selbst kein nennenswertes Einkommen hat. Sollte sie ein Pflegefall werden, stehe ich auch dafür ein.

Kinder werden durch das Kindergeld gefördert, nicht das Ehegattensplitting.

Ach ja

Schön, daß Merkel mit ihren vielen Kindern Ehegattensplitting hat. Schön, daß Seehofer mit zweiter Ehefrau und unehelichem Kind das Ideal der heilen Familie ist.

Das Bundesverfassungsgericht wird es schon machen...

...wozu die Bundesregierung nicht in der Lage oder Willens ist... wenn die CDU/CSU und auch teilweise die FDP nicht mit der zeit gehen..., werden sie mit der zeit verschwinden aus der Politik......

Spricht hier das Eigeninteresse?

Da Frau Merkels Ehe bekanntlich kinderlos ist, stellt sich die Frage, ob sie selbst und ihr Gatte vom Ehegattensplitting Gebrauch machen und also profitieren. Nach ihrer heutigen Äußerung dürfte sie dies aber wohl nur mit ganz schlechtem Gewissen tun … ist da nicht vielleicht schnödes Eigeninteresse der Hintergrund für die vorgeblich politische Argumentation??

Gut das wir Gaubensfreiheit haben!

Ich glaube nämlich nicht das Gott etwas mit Steuern zu hat.
Es bleibt ja jedem katholisch Gläubigen freigestellt seine Sakramente so zu sehen, aber ich verwahre mich strikt dagegen mir von einem solchen Glauben mein Leben vorschreiben zu lassen. Als religiöser Freigeist lehne ich die Doktien einer Kirche ab.In sofern wird es im Zuge des Gleichheitsgrundsatzes längst Zeit das Ehegattensplitting auch bei Homoehen einzuführen. EHE ist EHE, jedenfalls beim Standesamt. Und das ist steuerlich relevant, nicht eine kirchliche Trauung.
Und das ist GUT so.

Glauben Sie wirklich, dieser "Anreiz" wäre entscheidend?

Meinen Sie wirklich, ein junges Paar setzt sich hin und überlegt: "Also, wenn wir jetzt heiraten und Kinder kriegen würden, könnten wir so-und-so-viel Steuern sparen und noch dazu Kindergeld bekommen! Lass uns das tun!!"

Die sollen so doof sein nicht zu merken, dass die Zuschüsse und Steuerersparnisse nur einen Bruchteil der 100'000-200'000 € ausmachen, die die Erziehung und Ausbildung eines Kindes bis zur Selbständigkeit (= lange nach der Berufsausbildung oder dem Studium und diversen "freiwilligen" Praktika, alsl frühestens mit 25, eher mit 30 Jahren!!) tatsächlich kosten??

Aber vielleicht wollen Sie ja noch einmal gründlicher nachdenken.

Als Denkhilfe sage ich Ihnen, dass ich als höchstqualifizierter Wissenschaftler mit Bestnoten vom ersten Schuljahr bis zur Promotion NIE eine sichere Position erreichen konnte, um eine Familie zu gründen: Ständige Umzüge zum nächsten Job, Phasen ohne Anstellung und Zukunftsaussichten… dieser Zustand wurde von der Politik bewusst geschaffen!

@HansForst - Die Ehe mehr, als eine Zeugungsfabrik!

Übrigens ist selbst bei der kirchlichen Trauung in keinem Wort die Kindesproduktion thematisiert. Hier wird von Liebe, Treue, gegenseitiges Ehren und das zueinanderstehen - in guten wie in schlechten Zeiten bis das der Tod euch scheidet gesprochen, und nicht vom Kinderzeugen! Dieses Ehegelüpter kann und wird genau so gut von gleichgeschlechtlichen EHEPAAREN erfüllt, oder auch nicht. Wie viele Hetero-Ehepaare genau dieses "heilige Versprechen" tagtäglich brechen sollten sich die konservativen Menschen mal vor Augen führen, die gleichgeschlechtlichen Paaren die gleichberechtigte Ehe um jeden Preis verweigern wollen. Übrigens ist die Scheidungsrate bei Homos wesentlich niedriger als bei Hetero-Paaren! Ich kann die Intolleranz mancher Menschen, besonders die vieler Christen nicht verstehen!
Und der Scheidungsgrund: Wenn Homos ihre eingetragene Partnerschaft Ehe nennen dürften kommt mir recht Suspekt vor!
Ganz nebenbei: Ich hatte mir schon Sorgen um Kathgläubig gemacht, aber da issa ja :-)

@karwandler 17:56

Sehr richtig! So wie ja auch die dann zu pflegende Brut in aller Regel das Ergebnis eines Paarungsaktes gleichgeschlechtlicher Wesen ist. Nicht nur bei Schnecken , nein, wohl auch bei den Säugern und den sonstigen Tieren. Wo haben Sie denn diesen himmelschreienden Unsinn her? Bis auf unbedeutende Ausnahmen ist die natürliche Fortpflanzung an 2 Geschlechter gebunden, auch wenn Ihnen das nicht passt.
Wenn Sie schon mit der Natur argumentieren, dann bitte komplett, nicht einfach Unpassendes weglassen! Und die Natur hat sehr wohl sehr viel "eingerichtet", man nennt es, glaube ich, Evolution. Mit dem Ziel der Erhaltung.
Schon drollig, wie sich einige zur Interessenwahrung einer Minderheit über das Recht anderer (auch der Mehrheit, wenn's sein muss) auf eine eigene Weltanschauung, eigene Moral und dgl. hinwegsetzen wollen.
Es ist wohl schon Tradition in Deutschland geworden, dass eine lautstarke Minderheit den Rest der Bevölkerung mundtot machen kann.

@ Elefant

Hier macht es doch aber kein Unterschied ob ein Trauschein vorhanden ist, der Staat regelt bei Unverheirateteten zwar die Pflichten, nicht aber die Rechte. So ist jemand der in einer Beziehung lebt seinem Partner gegenüber nicht unterhaltspflichtig, der andere hat bei geringem oder keinem Einkommen aber auch keine Ansprüche gegenüber dem Arbeitsamt - für den einen besteht keine Rechtssicherheit, für den anderen besteht zwar letztlich doch die Pflicht zu zahlen (alternativ kann man das Zusammenleben nur beenden), aber ohne die damit verbundenen Rechte. Was dann dazu führt dass Paare aus finanziellen Gründen heiraten - und das ist nicht gerade eine besonders gute Grundlage.

Entweder es wird für jede Art des Zusammenlebens zweier Personen eine gesetzliche Regelung getroffen - oder eben nur für Paare mit Kindern. Aber als Staat gibt es keinen Grund die Ehe zu fördern, um Unterhaltspflicht zu begründen bedarf es keines Versprechens dies das ganze Leben lang beizubehalten.

20:35 — jcsjcs: Endlich hat es jemand klar gestellt

Vielen Dank für Ihren Beitrag.

Ich habe den ganzen Thread gelesen und mich gewundert, dass offensichtlich niemand das Ehegattensplitting und dessen Sinn verstanden hat.

Sie haben es prima erklärt.

Und wer verstanden hat worum es beim Ehegattensplitting geht, der muss es auch einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft (eingetragene Lebensgemeinschaft) zugestehen.

Denn, was vermutlich viele hier nicht wissen, die Pflichten, die sich aus einer Ehe ergeben (z.B. die Versorgung des Partners bei Arbeitslosigkeit) gelten für eingetragene Partnerschaften.

Warum dann nicht auch die Rechte?

@Swat83

Ihr sog. "biologische Fakt" trifft nur auf eine Minderheit der Arten auf diesem Planeten zu. Die Menschen sind eine davon. Soweit halbwegs korrekt. Aber die Natur hat es mitnichten "nicht umsonst so eingerichtet, das[s] beide diese[s] entstandene Kind erziehen!" – oder hat die Natur ein physikalisch unzertrennbares Band zwischen Eltern geschaffen? Wenn Sie es gefunden haben, melden Sie sich für den Medizin-Nobelpreis an. Erklären Sie dann aber auch, wie es trotz der "Einrichtung" der Natur möglich ist, dass Eltern (nicht immer nur der Vater) ihre junge Familie verlassen oder gar von der Zeugung des Kindes nicht einmal wissen!

Also: Das Modell "Ehepaar aus Mann und Frau mit Kind(ern)" ist, falls Sie sich belieben sich mal schlau zu machen, ein historisch gewordenes – selbst die Menschheit (also der heutige Homo sapiens) hat DIE MEISTE ZEIT seiner Geschichte OHNE diese Instiution existiert. Sie kam erst auf, als das Privateigentum und der Staat entstanden => Fr. Engels!

Auch Homosexuelle Paare sind eine Familie!

Auch falls es den Horizont einiger Menschen übersteigen mag, auch homosexuelle Paare können eine Familie sein bzw. sind eine Familie.
Die Argumentation, die diese in Zusammenhang mit Ehe stellt ist nicht stichhaltig, denn auch kinderlose Ehen stehen unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes.
Familie ist zunächst eine gegenseitige Solidargemeinschaft, die zumindest aus zwei Personen besteht, den Unsinn, dass es sich um unterschiedliche Geschlechter handeln muss, haben sich Kirche und Politik ausgedacht.
Ich denke, dass Karlsruhe wiederum eine Entscheidung treffen muss.

@1. Dezember 2012 - 20:23 — Disciple

"EHE ist eine intime Verbindung zwischen Mann und Frau, wenn es sie nicht geben würde, währe keiner von uns hier!"

Nur weil es ein paar schwule Ehen gibt, werden nicht auf einmal alle kinderlos.
Und obwohl es jetzt schwule Ehen gibt, wird nicht gleich jeder das Ufer wechseln.
Ich kann natürlich nur für mich sprechen.

Frau Merkel.. Geht's noch?

Seit wann bitte schützt denn das Steuerrecht die (christliche) Ehe? Wo ist da der Zusammenhang? Und wäre eine Hetero-Ehe plötzlich "ungeschützt" wenn eine Homo-Ehe ebenfalls eine Steuerersparnis nutzen könnte?

Bitte um Aufklärung...

@ Hansi 2012

Sie schreiben:

"Gleichgeschlechtliche Partnerschaften"
Allein schon das Wort!
Wer will, kann so leben; doch muss diese Lebensform nicht auch noch staatlich unterstützt werden. […]"

Tja, warum aber soll der Staat nur bestimmte "Lebensformen" (Sie meinen vermutlich Formen des Zusammenlebens …) unterstützen, die eine Gruppe, sogar die Mehrheit seiner Bürger für sich als richtig erachten, … sollte nicht gerade der Schutz und die Förderung von Minderheiten eine vorrangige Aufgabe eines modernen Staates sein? Weil die sonst von der Mehrheit an den Rand gedrückt oder gar diskriminiert werden könnten? Nur weil Frau Merkel genau dazu aufruft, ist das noch lange nicht RECHT in Deutschland, schon gar nicht, nur weil im Grundgesetz ein Artikel steht, der die Mehrheitsauffassung von vor fast 70 Jahren widerspiegelt und unbedingt mal aktualisiert werden müsste!

@1. Dezember 2012 - 19:29 —

@1. Dezember 2012 - 19:29 — Kathgläubig

Vielleicht sind Sie so freundlich und zeigen uns die Stelle im Artikel 6 des GG, wo dort die Ehe zwischen Mann und Frau geschützt sei.

Ich habe mir den kompletten Artikel 6 durchgelesen. Dies empfehle ich Ihnen auch dringend.

@funnybubbles

Meiner Meinung nach kann die Anekdote aus dem Tierreich "Schwule Störche ziehen Ei auf" nicht als Argument dafür herhalten, daß bei Menschen ein homosexuelles Umfeld für das Aufwachsen eines Kindes normal sei.

Es ist nicht normal. Da brauche ich gar keine Statistik zu bemühen, das weiß jeder Mensch. "Normal", d.h. die überwiegende Norm, ist ein heterosexuelles Umfeld. Das festzustellen ist auch nicht diskriminierend.

Menschenkinder sind außerdem wesentlich mehr durch Erlerntes und die Erfahrungen in der Kindheit geprägt als Tiere, die stärker von Instinkten gesteuert werden.

Ein in homosexuellem Umfeld (z.B. Schwule) aufwachsendes Kind (z.B. ein Junge) wird bis zu einem bestimmten Alter NUR Zärtlichkeiten zwischen Männern KENNEN. Sonst nichts. Wenn das Männerpaar liberal ist, hat es die Männer evtl. auch nackt Zärtlichkeiten austauschen sehen, oder auch Sex gesehen.

Diese Erfahrungen wird das Kind dann als "normal" erachten, auch z.B. in der Schule bei ersten sexuellen Kontakten.

Seltsam

Homosexuellepaare können sich nicht fortpflanzen. Und weshalb habe ich dann einen Sohn? Richtig . Mann und Mann oder Frau und Frau können sich untereinander nicht fortpflanzen. Aber fortpflanzungsunfähig sind wir deshalb nicht und auch keine Bedrohung für die Existenz der Menschheit. Es gibt ja auch Homosexuellefrauenpaare die eine Familie gründen wollen und die lernt man als Homosexuellesmännerpaar eben kennen und startet eine Familie. Menschen benötigen keinen Sex , um sich fortzupflanzen. Wir machten Petting , also Ich gab mein Samen einer der Homosexuellenfrauen(ein W+W Paar) , nun leben wir alle 4 mit Kind in einem Haushalt .

Mann und Frau gehören zusammen? Mag sein , aber wir lieben unseren partner nicht deswegen , weil wir uns mit ihm fortpflanzen können.
Gleichgeschlechtliche Liebe dürfte es gar nicht geben ? Weil man sich nicht fortpflanzen kann? Wir können uns aber fortpflanzen , auch wenn wir verheiratet wären!

@ "erstaunt"

Wo Sie gerade so schön "argumentieren": Es ist Ihnen offensichtlich entgangen, dass der Begriff "Auslaufmodell" einen historischen Verlauf unterstellt: So wie ein Auto (z.B. der Käfer) jahrzehntelang zuerst in DE, dann auch z.B. in Brasilien produziert wurde, wurde seine Produktion eben zuerst in DE und erst sehr viel später auch in Brasilien oder Mexico eingestellt. Er war ein klassisches "Auslaufmodell", weil seine Produktion eben sukzessive "auslief". Daher ist die Momentaufnahme, die Ihre statistischen Angaben darstellen, fehl am Platze. Würden Sie die entsprechenden Daten der letzten z.B. 100 Jahre (oder länger) anschauen, würden Sie klar eine absteigende Tendenz bei der heterosexuellen Ehe feststellen. Und genau dies meint der Vorposter mit "Auslaufmodell". Denn selbst von Ihren 71% sind vermutlich die Hälfte bereits heute nur noch geschlossen worden, weil es Ehegattensplitting und schöne Hochzeitsgeschenke gibt. Ohne materielle Vorteile wäre die Ehe wohl heute bei 20% …

was für ein Schutz?

Der Schutz der ehe (was auch immer das sein soll) verschwindet ja nicht mit der Gleichberechtigung von LGTB Paaren. Ihrer Ehe geht's genauso gut oder schlecht ob LGTB jetzt heiraten dürfen oder nicht. Also was soll der Unfug?
Und es gibt genug Kinder die weder das eine noch das andere Elternteil haben, da sollte Adoptionswilligen doch nicht so viel Eiferei in den Weg gelegt werden, oder? Studien zeigen wieder und wieder das Kinder aus gleichgeschlechtlichen Ehen mindestens genauso gut aufwachsen (ehr noch offener und sozial umgänglicher) als Kinder in gemischt geschlechtlichen Partnerschaften.
Aber die gleichen Argumente gab es ja schon als gemischt-rassische Paare in den USA noch nicht heiraten durften. Hat ja zum Glück auch nicht gehalten, ausser bei den ewig-gestrigen.

Ich finde,

dass das Grundgesetz gar nicht geändert werden müsste.

Dort steht schon alles richtig geschrieben.

Was sich ändern muss, sind die überholten Interpretationen, welche ja auch hier in der Diskussion dargelegt werden.

"Homoparken"

könnten wir endlich mal aufhören das "Homoehe" zu nennen? Wie wärs wenn wir es einfach Ehe nennen. Das wäre mal ein guter Anfang. Es wird ja auch nicht "Homoparken" oder "Homosteuer" genannt.(ja, ist geklaut das argument, finde ich aber passend) Die Leute zahlen steuern, sind gute Mitbürger aber haben nicht die gleichen Rechte. Wir haben 2012, geht's noch?

Absolut unverständlich.

Da zeigt wohl der Sozialkonservatismus seine hässliche Fratze.
So leid es mir tut, aber die Ehe an sich hat nun wirklich nichts mehr mit Kindern, mit Familie zu tun.
Kinder wachsen bei unverheirateten Paaren auf, bei alleinerziehenden Eltern, bei gleichgeschlechtlichen Partnern und so weiter.
Gleichzeitig gibt es immer mehr kinderlose Ehen, langfristige Beziehungen die aus steuerlichen Gründen das Ehe-Siegel bekommen, nicht weil sie auf Familienplanung ausgelegt sind.
Ich sehe zwei Möglichkeiten: Entweder hören wir endlich auf, die Ehe als solche zu fördern sondern fördern dafür Kinder und deren Erziehung und Betreuung DIREKT und MEHR oder wir geben allen Ehen und Ehe-ähnlichen Beziehungen diese Vorteile.
Ich persönlich bin dafür, Kinder direkt zu subventionieren, da das auch Alleinerziehenden deutlicher hilft und schlichtweg der direktere Weg ist, Familien zu unterstützen, wie auch immer diese geartet sein mögen.
Die Ehe ist ABSOLUT keine Garantie für Familienplanung und Kinder.

@1. Dezember 2012 - 20:50 — erstaunt

Man darf auch als Hetero für seine lesbischen und schwulen Freunde, also eine Minderheit, den Mund aufmachen. Das hätte uns in der Vergangenheit auch in anderen Bereichen gut zu Gesicht gestanden.
Nochmal bitte: Gleiche Rechte und Pflichten für alle.
Darunter leidet auch keine Mehrheit.

Welche Nachteile hat ein heterosexuelles Paar,

wenn ein homosexuelles Paar die gleichen steuerlichen Rechte bekommt?

Wenn ich hier die Beiträge der Gegner des Splittings für eingetragene Lebensgemeinschaften lese, dann habe ich den Eindruck, es geht ihnen in erste Linie darum, diese Gemeinschaften als abartig zu dikreditieren.

Oder kann mir irgendeiner der Gegner sagen, welche konkreten Nachteile heterosexuelle Paare haben, wenn homosexuelle Paare ebenfalls das Ehegattensplitting nutzen dürfen?

Ich selbst lebe in einer glücklichen Ehe. Meine Frau verdient um einiges mehr als ich und wir sind beide in Steuerklasse 4.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

Zustimmung

Kommt ja selten genug vor, dass ich Merkel oder ihrer Regierung in irgenwas zustimme, aber hier tue ich das. Homo-Ehe ist nicht das Gleiche wie eine "normale" Ehe, es besteht also keine Notwendigkeit, das steuerlich gleichzustellen. Zumal es ja noch garkeine richtige Ehe für gleichgeschlechtliche Partner in Deutschland gibt. Das müsste zweifellos vor irgendwelchen Steuererleichterungen erstmal eingeführt werden - aber das ist eine andere Diskussion.
Natürlich bin ich sowieso für die Abschaffung von solchen Steuerbegünstigungen für Ehepaare, dafür gibts mMn einfach keinen Grund. Und das würde diese Diskussion völlig überflüssig machen - und zusätzliches Geld in die mehr als leere Staatskasse spülen.

@erstaunt 20:50

'Es ist wohl schon Tradition in Deutschland geworden, dass eine lautstarke Minderheit den Rest der Bevoelkerung mundtot machen kann'. Erstens, jede Gesellschaft besteht eigentlich nur aus den (verschiedenen) Minderheiten - man soll nur den Blickwinkel veraendern koennen bzw. wollen, um das zu sehen. Die Schwule haben da leider nur Pech, dass sie eine kleine Minderheit bilden, deshalb auch sehr leicht zu ignorieren sind (Ihre Behauptung, sie machen irgendwen 'mundtot', ist laecherlich): haette diese Gruppe nicht 5%, sondern 25% der Bevoelkerung ausmachen, dann waere die Rede ueber ihr 'unethisches Verhalten' Schnee von gestern sein. Zweitens: angesichts der Geschichte von Deutschland, und ganz besonders im 20. Jh.(nicht nur Verfolgung im 3. Reich, aber auch Verbleib von P. 175 im Rechtssystem bis 1968/9 bzw. 1994), finde ich, dass die deutschen Schwule immer noch sehr diskret und geduldig sind, was ihre (un)gleichen Rechte betrifft. Vielleicht sind sie dazu noch zu sehr traumatisiert.

ausschließlich orchestrierte Ablenkung

so schön es für die Betroffenen wäre, finanzielle Gleichbehandlung zu erfahren und so schön es für "Die Konservativen" wäre, genau das zu verhindern, muss man doch deutlich sehen, dass dies ein Thema ist, welches für die Volksirtschaft völlig unerheblich ist.

So viele Kommentare zu einer Diskussion, die die Gemüter erhitzt, da sie mit Ideologie, Religion, Sym- und Antipathie zu tun hat, also so viele Kommentare und Anteilnahme wünschte ich mir bei anderen Themen.

Ich glaube, diese Diskussion ist für die CDU sehr billig. Merkel lehnt ab, aber kann Zustimmung der Partei nicht ausschließen, was für eine Aussage! Und:

das dient ausschließlich der ABLENKUNG von den wirklich skandalösen Handlungen dieser Regierung. Z.B. die GR-"Rettung" und der "geänderte" Armutsbericht sind nichts, was im Umfeld des CDU-Parteitags behandelt werden darf.

Sinn der Ehe im Sinne des Staates

Mal ehrlich, der Sinn der Ehe im Sinne des Staates sind doch Kinder. Ein Staat hat natürlich ein besonderes Interesse an neuen Bürgern, denn ohne Kinder kann ein Staat nicht dauerhaft bestehen. Diese müssen aufwendig groß gezogen werden und hier hilft der Staat mit dem Ehegattensplitting.

In gleichgeschlechtliche Ehen können aber ja nicht einmal Kinder gezeugt werden. Vergünstigungen sind damit absolut überflüssig. Maximal sollte hier eine Sonderfallregelung greifen, wenn gleichgeschlechtliche Partner Kinder adoptieren.

@dave700 Die Relevanz zu

@dave700

Die Relevanz zu Basis-Werten in Deutschland ist gegeben: Der Gottesbezug eröffnet die Präambel des Grundgesetzes; Familie steht unter dem besonderen Schutz des Staates, 61,4% (EKD 2011) üben hierzulande einen christlichen Lebensstil aus, Nächstenliebe, Zivilcourage, Demokratie, soziales Netz, Diakonie, gegenseitige Toleranz, Menschenrechte usw. sind wesentlich aus dem Christentum hervorgegangen.
Nur weil auf dem Papier obige Zahl steht.lol
Mal selber nachdenken,wieviel tatsächlich obigen Lebensstil führen.Bei uns im Ort (ca.5000 Ew.)kann man die an einer Hand abzählen und dann sinds meist noch welche die gar nicht in einer Kirche sind.

Die "Christen" die ich kenne halten sich zwar selbst dafür ,ihr Tun ist aber ein ganz anderes: Bigott,mit dem Finger auf andere zeigend ,Rassistisch bis sonstwo,Plappermäuler und Denunzianten,ihre Kinder prügelnd (ich kann mich noch gut an die Rückenstriemen bei unseren Pfarrerskindern entsinnen,Choleriker),weltfremd, habgierig,... .

Die Ehe steht unter dem besonderen Schutz...

Warum nur die heterosexuelle Ehe? Die Verfasser des Grundgesetzes werden diese Partnerschaftsform im Sinn gehabt haben, aber eben diese Verfasser haben vermutlich damals auch noch nicht an Persönlichkeitsschutz im Internet gedacht.

Warum wird die heterosexuelle Ehe durch Splitting geschützt? Weil das Paar Verantwortung und Unterhaltspflicht übernimmt? Der Unterhalt für den weniger verdienenden Partner beträgt insbesondere bei wohlhabenden Paaren selten die Hälfte der Einkommensdifferenz zwischen den Partnern. Ein Freibetrag ohne die zusätzliche Subvention für Besserverdienende würde genügen. Weil das Paar eine "Wirtschaftsgemeinschaft" ist? Dann dürften auch Paare, die sich durch Gütertrennung bewusst gegen die Wirtschaftsgemeinschaft entscheiden, nicht "splitten".
Weil das Paar Kinder hat? ...

Warum wird die heterosexuelle Ehe weniger geschützt, wenn homosexuelle Paare ebenfalls vom Splitting profitieren? Es geht um ein Recht gegenüber dem Staat, nicht gegenüber Hetero-Paaren.

re jon do

"Ein in homosexuellem Umfeld (z.B. Schwule) aufwachsendes Kind (z.B. ein Junge) wird bis zu einem bestimmten Alter NUR Zärtlichkeiten zwischen Männern KENNEN. Sonst nichts. Wenn das Männerpaar liberal ist, hat es die Männer evtl. auch nackt Zärtlichkeiten austauschen sehen, oder auch Sex gesehen.

Diese Erfahrungen wird das Kind dann als "normal" erachten, auch z.B. in der Schule bei ersten sexuellen Kontakten."

Sie vertreten die seit Generationen überholte These, dass die Sexualität durch Erziehung und Vorbild geprägt würde.

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass die meisten Homosexuellen aus einem heterosexuellen Elternhaus stammen? Geht auch rein statistisch gar nicht anders.

Die dürften ja gar nicht homosexuell sein ...

re verena1981

"Mal ehrlich, der Sinn der Ehe im Sinne des Staates sind doch Kinder. Ein Staat hat natürlich ein besonderes Interesse an neuen Bürgern, denn ohne Kinder kann ein Staat nicht dauerhaft bestehen. Diese müssen aufwendig groß gezogen werden und hier hilft der Staat mit dem Ehegattensplitting."

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass der Staat das Ehegattensplitting auch kinderlosen Ehepaaren gewährt, nicht aber unverheirateten Paaren mit Kindern?

Also entweder ist der Staat ziemlich doof, oder Ihre simple Zweckdefinition stimmt nicht.

Alles wird besser

jeder(r) soll nach seiner/ihrer Facon seelig werden [frei nach F.d.G. patentiert?)

Nach dem letztem Armutsbericht tut das richtig gut.

Ich bin generell gegen das Splitting

Es wäre wesentlich einfacher, wenn der Haushalt als kleinste Zelle der Gesellschaft verstanden würde, und das Haushaltseinkommen versteuert würde, mit Freibeträgen für jedes Haushaltsmitglied - Verdiener, Partner, Kinder, Eltern, Geschwister, die im selben Haushalt leben, und auch bei der Sozialhilfe berücksichtigt werden.

Dann gibt es einen (progressiven) Steuersatz für alle. Weiterbildungskosten bis 1000 EU pro Person und Jahr und Spenden bis 1000 EU pro Person und Jahr sind absetzbar, sonst nichts.

Fertsch.

Das Grundgesetz ist fortschrittlicher als heutige Politiker

Es schreibt nicht vor, welcherlei Geschlechts die Ehepartner zu sein haben.
Und selbst das BGB tat dies nicht vor dem Verbot des BVerfG, BGB und GG auf alle gleichermassen anzuwenden, weil dies christlich-abendländischer Tradition widersprechen würde.

Ehegattensplitting

Wer (er)zeugt eigentlich die zu adoptierenden Kinder ?

Ich frage mich, ob das

Ich frage mich, ob das Ehegattensplitting generell überhaupt noch zeitgemäß ist. Kinderfreibeträge hoch, pauschal pro Kind. So lange wir ein umlagefinanziertes System haben ist dies das einzig logische und gerechte Lösung. Bei Familie kommt es doch wohl am ehesten auf die Kinder an und nicht auf den Trauschein oder eine andere Beurkundung, oder? Da können auch keine Konservativen widersprechen.
Ehegattensplitting komplett weg. Dies ist sicherlich schwierig, da es Wählerstimmen aus der Mittel- und Oberschicht kosten wird. Die profitieren am meisten von dieser veralteten Gesetzgebung, da es real nur noch hier finanziell machbar ist, daß ein Partner komplett zu Hause bleiben kann und der andere alleine das Geld verdient. Diese Steuersubvention wird mal wieder von der Allgemeinheit bezahlt. Für diese wiederum wäre es doch besser, wenn das Geld bei allen Familien und Partnerschaften mit Kindern investiert werden würde In
Bildung, Kitas...etc
Nicht immer nur in Wählerstimmen..

re deployed

"Es wäre wesentlich einfacher, wenn der Haushalt als kleinste Zelle der Gesellschaft verstanden würde"

Dummerweise ist aber der Haushalt durch keinerlei rechtliche Bindungen definiert, denen seine Angehörigen unterliegen.

"Dann gibt es einen (progressiven) Steuersatz für alle."

Und wenn dann der Haushalts-Einkommensteuerbescheid ergeht, wer bekommt die Steuererstattung bzw. wer hat für die Steuernachzahlung aufzukommen?

@Shorino: Kennen Sie das deutsche Grundgesetz?

Wo genau steht dort geschrieben, dass eine Ehe aus Mann und Frau zu bestehen hat?

Dort steht, nur, wer eine Ehe eingegangen ist, verdient den besonderen Schutz des Staates.

Geschlechter stehen im Gleichstellungsparagraphen - gleiches Recht für alle, unabhängig vom Geschlecht.

...wenn man hier so einiges

...wenn man hier so einiges liest...da denkt man sich doch, daß der eine oder andere sich mal informieren sollte, was das Ehegattensplitting überhaupt ist, welche Effekt das hat und WANN dieser Effekt überhaupt eintritt. Ein Kind ist keine Voraussetzung...trotz Kind können sie durchaus beim Splitting schlecher abschneiden als ein verheiratetes Paar ohne kind. Soviel zum Thema "Familienförderung". Der Zweck des Splittings war auch zu keinem Zeitpunkt die Familienförderung, auch wenn einige das gerne glauben möchten. Der eigentlich Zweck war es im Sinne des gesellschaftlichen Rollbacks der 50er Jahre ein Instrument zu schaffen, das es der Frau noch schmackhafter macht auf einen Beruf zu verzichten.

im übrigen Kathgläubig...unsere Nation basiert auf humanistischen Werten...ginge es nach den Christen, insbes. den Katholiban, wären wir keine Demokratie. Zumal wir uns von einer Minderheit nichts diktieren lassen sollten, wie hier einer ja so schön schrieb...

Frau Merkel erwartet 'eine

Frau Merkel erwartet 'eine gute, respektvolle Diskussion', obwohl sie selbst - als Bundeskanzlerin und als Vorsitzende der PARTEI - ihr Machtwort schon gesagt hat. Der grosse Unterschied zwischen Demokratie und einer Imitierung der Demokratie ist doch mehr als: ein Wort mehr. (Hoffe ich)

@ karwandler

Das ist alles sehr einfach zu handhaben.

Im Steuerbescheid steht die Adresse. In die Steuererklärung schreibt jeder: ich möchte mit ... , im selben Haushalt lebend, veranlagt werden. Ist gängige Praxis in Hong Kong.

Übrigens, in Hong Kong erhalten Alleinerziehende den doppelten Steuerfreibetrag für Verdiender, Kinder die Hälfte.

Gemeinsam veranlagt werden dort Eltern, Kinder, Geschwister und Ehepartner des Steuerzahlers, sofern im selben Haushalt lebend. Die Beziehungen sind dokumentiert.

In Hong Kong gibt es übrigens keine Steuerrückerstattung. Die Steuerschuld wird berechnet, nachdem das Haushaltseinkommen für das vergangene Jahr dem
Finanzamt mitgeteilt wurde. Der Arbeitgeber führt keine Lohnsteuern ab, er berichtet nur an dad Amt wieviel Geld er wem gezahlt hat.

Ehe sollte Kinder fördern!!!

Die Ehe ist im staatlichen Interesse, um den Nachwuchs zu sicher.

Soweit ich weiß, können Homosexuelle sich nicht gegenseitig befruchten und Kinder zeugen, somit ist dem Staat bei der Nachwuchssicherung bzw. Förderung nicht geholfen - also dürfen solche "Ehen" auch keine steuerlichen Vorteile genießen, meine Meinung!

jönne könne!

Mer muss auch jönne könne! Und von mir aus koennen sich die Gegner von Ehegattensplitting und Adoptionsrechten weiterhin genuesslich in ihrer selbstzuerkannten Deutungshoheit von kulturellen Konzepten wie Familie und Ehe suhlen. Meinetwegen sollen sie sich sogar an den paar Euro, die ihnen das Ehegattensplitting bringt, weiterhin erfreuen und sich damit ihre korrekte sexuelle Orientierung finanziell bestaetigen lassen. Wie die meisten Homosexuellen verdiene ich genug, um auf solche Peanuts nicht angewiesen zu sein.

re deployed

"In Hong Kong gibt es übrigens keine Steuerrückerstattung. Die Steuerschuld wird berechnet, nachdem das Haushaltseinkommen für das vergangene Jahr dem Finanzamt mitgeteilt wurde.

Und wer aus dem Haushalt bezahlt die Steuerschuld bzw. an wen hält sich das Finanzamt, um die Steuerschuld einzutreiben?

Wie funktioniert die Zuordnung, wenn einer sich in einem Jahr in drei verschiedenen Haushalten einträgt?

Wie geht die Aufteilung verschiedener Einkommensarten?

Kann jemand, der z.B. ein hohes Einkommen aus Mieteinnahmen erzielt, eine niedrige Steuerlast erzielen, indem er sich einem Haushalt mit 30 armen Verwandten anschließt?

Contra Ehegattensplitting, pro Kinderförderung !

Die Empfehlung sollte nicht sein, das Splittung jetzt auch noch auf alle möglichen anderen Lebensgemeinschaften auszudehen, sondern dieses Fossil aus der Adenauerzeit sollte endlich abgeschafft werden.
Damals als das in den 1950er Jahren eingeführt wurde, waren die Rollen klar verteilt: der Vater als Geldverdiener, die Mutter als Hausfrau. Kinderlose Familien waren die Ausnahme. Dieses Familienmodell stellt heutzutage die Ausnahme dar.

Ich kann nicht nachvollziehen, warum die "Ehe" als Institution staatlich gefördert werden sollte. Das ist doch jedermanns Privatsache. Was aber unbedingt gefördert werden sollte ist die Erziehung der Kinder, allerdings nicht in der Weise, dass man einfach das ganze Fördergeld in die Taschen der Eltern steckt, nach dem Motto "Macht damit, was ihr wollt", sondern indem man gewährleistet, dass diese Mittel auch den Kindern zugute kommen.
Also: Ehegattensplitting abschaffen und eingespartes Geld in Schulen, Betreuungseinrichtungen, etc. reinstecken!

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