Das war überfällig. Und wenn man sich den deutschen "Qualitätsjournalismus" anschaut, dann werden wir da auf Dauer auch nicht drumherum kommen. Die Ethischen Grundlagen des deutschen Presserates ignorieren die meisten deutschen Journalisten und redaktionen mittlerweile völlig.
Fachjournalisten mir Erfahrung kosten Geld, Recherche kostet Zeit und damit noch mehr Geld. Damit wird mehr und mehr auf beides verzichtet und entweder von einander abgeschrieben oder mal kurz die Agenturmeldung durchgereicht.
Wie schlimm es diesbezüglich steht merkt man ja mittlerweile sogar bei den öffentlich rechtlichen Sendern.
Zumindest im Fernsehen kommen die sauber recherchierten Reportagen nur noch zwische 23 Uhr und 2 Uhr.
Und so mancher "print"Artikel macht gerne mal den Eindruck er wäre von Personal bar jeder Sachkenntnis geschrieben worden. :(
Schlimm, dass sich die "vierte Gewalt" selbst so verkauft. Aber gnade dem Politiker Gott, der drittklassigen Journalisten dann auf die Mailbox pöbelt.
Zum Glück haben sich die Amerikaner schon früh mit ihrer Declaration of Independence und der Bill of Rights vom britischen Rechtsverständnis distanziert.
Die britische Presse soll weder an die kurze Leine noch staatlich kontrolliert werden.
Eigentlich soll sie sich nur nach ethischen Standards richten, wie sie auf dem Kontinent seit dem Ende des 2. Weltkriegs Gang und Gäbe sind.
Durch die enorme Macht der Pressekonzerne, insbesondere Murdochs, waren die Politiker von Blair bis Cameron zu feige, selbst die schlimmsten und kriminellen Auswüchse durch eine zivilisierte Gesetzgebung einzudämmen.
Es gibt in Kontinentaleuropa wohl keinen, der Lügen oder das brutale Eindringen in die Privatsphäre von Hinterbliebenen von Unfallopfern, Gefallenen oder auch Prominenten als notwendig für die Informationsfreiheit oder als von der Pressefreiheit gedeckt ansieht.
Und es ist gut, dass sich Großbritannien nun endlich den höheren kontinentalen Standards anzunähern scheint.
Endlich
Das war überfällig. Und wenn man sich den deutschen "Qualitätsjournalismus" anschaut, dann werden wir da auf Dauer auch nicht drumherum kommen. Die Ethischen Grundlagen des deutschen Presserates ignorieren die meisten deutschen Journalisten und redaktionen mittlerweile völlig.
Fachjournalisten mir Erfahrung kosten Geld, Recherche kostet Zeit und damit noch mehr Geld. Damit wird mehr und mehr auf beides verzichtet und entweder von einander abgeschrieben oder mal kurz die Agenturmeldung durchgereicht.
Wie schlimm es diesbezüglich steht merkt man ja mittlerweile sogar bei den öffentlich rechtlichen Sendern.
Zumindest im Fernsehen kommen die sauber recherchierten Reportagen nur noch zwische 23 Uhr und 2 Uhr.
Und so mancher "print"Artikel macht gerne mal den Eindruck er wäre von Personal bar jeder Sachkenntnis geschrieben worden. :(
Schlimm, dass sich die "vierte Gewalt" selbst so verkauft. Aber gnade dem Politiker Gott, der drittklassigen Journalisten dann auf die Mailbox pöbelt.
eine kritische Distanz
Zum Glück haben sich die Amerikaner schon früh mit ihrer Declaration of Independence und der Bill of Rights vom britischen Rechtsverständnis distanziert.
Investigativer Journalismus soll verboten werden?
Das die Briten ein anderes Presseverständnis haben und "Freiheit" unter einer Monarchie illusorisch klingt, dürfte sich damit geklärt haben.
"Unabhängig"
klingt wie Paradies oder Kommunismus. Ist beides aber nicht machbar. Weil Menschen nie unabhängig bzw. selbstlos sind.
Staat und Pressekontrolle?
Aus dem Bericht: "In der britischen Öffentlichkeit war nach Umfragen eine große Mehrheit dafür, dass der Staat selbst die Presse kontrollieren solle"
Wenn das stimmt, ist es kein Wunder, daß Großbritannien bereits jetzt zum Vorreiter des Überwachungsstaats in Europa geworden ist.
Irreführende Überschrift
Die britische Presse soll weder an die kurze Leine noch staatlich kontrolliert werden.
Eigentlich soll sie sich nur nach ethischen Standards richten, wie sie auf dem Kontinent seit dem Ende des 2. Weltkriegs Gang und Gäbe sind.
Durch die enorme Macht der Pressekonzerne, insbesondere Murdochs, waren die Politiker von Blair bis Cameron zu feige, selbst die schlimmsten und kriminellen Auswüchse durch eine zivilisierte Gesetzgebung einzudämmen.
Es gibt in Kontinentaleuropa wohl keinen, der Lügen oder das brutale Eindringen in die Privatsphäre von Hinterbliebenen von Unfallopfern, Gefallenen oder auch Prominenten als notwendig für die Informationsfreiheit oder als von der Pressefreiheit gedeckt ansieht.
Und es ist gut, dass sich Großbritannien nun endlich den höheren kontinentalen Standards anzunähern scheint.