Kommentare

Wozu Präsident sein

wenn man sich auch zu einen Gott erklären kann.

Armes Ägypten das hat es nicht verdient, niemand hat es verdient aber sah doch zuerst ganz positiv da aus. Na vom Regen in die Traufe fällt mir dazu nur ein.

Mal ehrlich....

welcher Kenner der Verhaeltnisse in Aegypten hat denn was Anderes erwartet. Ich jedenfalls nicht. Es ist was ganz Anderes Aegypten von Aussen als von Innen zu betrachten. Es ist nunmal eine unumstoessliche Tatsache, das die Muslimbrueder eine ueberwaeltigende Mehrheit in Aegypten stellen. Ganz demokratisch. Das Diese nun, schon in ihren Grundzuegen, der Sharia anhaengen war ebenso klar. Das das Ganze in Zukunft wenig bis nix mit unserer Form und Sichtweise der Demokratie zu tun haben wird ebenso. Was soll also das Geschrei. In Aegypten entsteht nach allen Regeln der Mehrheiten nun ein Gottesstaat. Sollte die Armee nun eingreuffen, wird es zwar ein riesiges Blutbad geben, aber selbst das wird nichts daran aendern. Die Masse des Volks will das so. Also lasst sie doch.

Wer mag da wohl hinter stecken?

Dieses Land zu reformieren, ist eine Sysiphus-Arbeit. Doch statt Mursi dabei zu unterstützen, bringt der Westen - wie üblich - die Bevölkerung auf und entstehen so starke Unruhen bis zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen.

Ist ein Land wie Lybien erst mal gekippt, erhält man keine Informationen mehr darüber, wie es der Bevölkerung geht. Im Falle Irak und Afghanistan darf man vermuten, dass es den einfachen Menschen schlechter geht als zuvor, während natürlich die "Geschäftsleute", die mit dem Westen kooperieren, nen guten Reibach machen, was gemeinhin als Fortschritt gewertet wird.

Ich glaube einfach nicht, dass hier - siehe Syrien - gehandelt wird, um den Menschen Freiheit zu bringen, sondern dass der arabische Raum und damit die Moslemregion absichtlich destabilisiert wird. Und damit wird im Grunde genommen der Terrorismus gefördert.

Naja, kennen wir ja: statt Kooperation lieber ein "Wettkampf" der Systeme, und daran verdient eine kleine Lobby.

Endlich die richtige Stoßrichtung!

Dass der "Arabische Frühling" nur Islamisten an die Macht spülen würde, war ja nun jedem mitdenkenden Menschen klar gewesen, der nicht mit dem Kopf in den Wolken hängt. Säkulare Herrscher werden gegen islamische Regime ausgetauscht. Deshalb habe ich diese auch vom ersten Tag an kritisiert.

Aber DIESE Revolution hätte auch meine Unterstützung, da sie sich gegen das eigentliche Krebsgeschwür in der arabischen Welt richtet. Aber leider sehe ich keine großen Chancen für die Opposition, da sie zersplittert und in der Minderheit sind.

jemand hat es eingesehen!

jemand hat es eingesehen! meinen respekt.

Ich bin auch kein Freund von Muslimbrüdern, aber ich muss ihrem Beitrag recht geben, die ägyptische Bevölkerung steht zum großen Teil hinter ihnen. Nicht alle, aber eben die Mehrheit, dass muss man einfach hinnehmen.

Das mit dem Gottesstaat muss ich jedoch dahingehen ergänzen, dass die Muslimbrüder nicht fundamental religiös sind, sie sind extremistisch konservativ rechts, aber nicht fundamental religiös. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Ich lebe selber in Ägypten. Der Unterschied ist der, dass extrem konservative rechte immer nach Religion schreien, aber sie dann selber missachten und es geht ihnen im Grunde um Macht, nicht um Gott.

Fakt ist die fundamental religiösen Muslime im Land und überall auf der Welt halten nicht viel von Muslimbrüdern, weil diese eben weltliche Ziele haben und eben oft die Religion missachten, dass passt jedoch zur konservativ rechten Mitte der Bevölkerung, die im Grunde genauso ist. Islam rufen Sünde leben.

@dehahn :-)

danke,
ich hätte es nicht diplomatischer ausdrücken können
... aber vielleicht zynischer ... ^^

gruß
f

Ägypten

In einer demokratischen Ordnung kann man keinen Schariastaat errichten und das ist es was die fundamentalistischen Kräfte wollen.
Ich bin kein Freund eines auf religiösen Regeln aufgebauten Staates.
Aber wenn man den Islam mit dem Christentum vergleicht und schaut was im Christentum geschah als es so alt war wie jetzt der Islam dann gab es da die Inquisition und Hexenverbrennungen - auch nicht besser!
Ich habe Hoffnung, dass sich die Religionen weiter entwickeln und letztendlich auf Fanatismus verzichten.
Glauben kann jeder an was er möchte solange es nicht die öffentliche Ordnung stört, Andersgläubige respektiert und tolleriert. Denn schließlich sind wir alle nur Menschen und leben auf dem gleichen kleinen Planeten.

Wieder so ein Machtbesessener, dem womöglich

der Erfolg in den Kopf gestiegen ist. Mir persönlich bedeutet Macht gar nichts, deshalb kann ich solche Leute überhaupt nicht verstehen. Da befreit sich ein Volk von einem Diktator und schon folgt der nächste. Kein Politiker hat das Recht, sich über das Gesetz zu stellen.
Es ist doch fast überall das gleiche. Religion wird in den Vordergrund geschoben und in Wirklichkeit geht es nur um Macht und Geld.
-Winkelmann-
Mr. Obama mit Mursi hier in Zusammenhang zu bringen, ist daneben.

Wer wettet darauf, dass Ägypten ein "Gottesstaat" wird?

Diese Frage stelle ich doch gerne einmal in den Raum. Das Formulieren von berechtigten Bedenken bis hin zu absurden Ressentiments ist das eine - Eine rationale Erwartung (auf die man dann eben auch bereit wäre, zu wetten!) der zukünftigen Entwicklung Ägyptens ist etwas ganz anderes.
Wer wettet auf Ägypten als zukünftiger Gottesstaat?

25. November 2012 - 8:59 — tagtest

Ich habe ja schon viele Geschmacklosigkeiten erlebt. Aber das ist die Krönung.

Mittlerweile weiß ich ja, dass Wetten auf alles Mögliche abgeschlossen werden, auch auf den wirtschaftlichen „Untergang“ von Staaten oder auf die Preisentwicklung von Lebensmittel.
Schon diese „Finanzwetten“ empfinde ich als geschmacklos.

PS. Einen Hinweis kann ich mir nicht verkneifen:
Wetten kann süchtig machen!

@tagtest

ICH! Schon aus Erfahrung mit dem denken des Grossteils der Bewohner. Ein durch die Mehrheit demokratische entstehender Gottesstaat. Das er vielleicht nicht die Radikalitaet Saudi Arabiens erreichen wird ist natuerlich moeglich.

Was in Ägypten passiert,

gehört zur allgemeinen globalen Krisenentwicklung. Das fing schon mit dem Sturz von Mubarak und dem Beginn des ganzen sog. "arabischen Fühlings" an und spitzt sich weiterhin zu. Dem gingen die Krisensymptome des Kapitals (z.B. Verteuerungen von Lebensmitteln) voraus.

8:59 — tagtest

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>>Wer wettet auf Ägypten als zukünftiger Gottesstaat?<<

Ja, genau DIESE Haltung kann man in vielen ihrer Kommentare herauslesen. Alles nur ein Spiel !

Als besonnene Demokraten vor "Irak", "Libyen", "Syrien" und "Ägypten" - Experimenten warnten, schimpfte man sie Diktatorenfreunde !
Als sie vor Experimenten in Afghanistan warnten, schimpfte man sie Terroristenfreunde !

Wann werden einige Mitkommentatoren endlich einsehen daß man Demokratie nicht verpflanzen kann wie einen Baum ?

Wann wird man endlich aufhören ganze Völker als (man möge mir verzeihen) "Versuchskarnickel" zu missbrauchen um irgendwelche kruden Theorien auszuprobieren ? Es KANN nicht funktionieren dort "westliche Demokratie" zu schaffen, weil dieses Modell dort in den Köpfen kein Echo erzeugt.

Was mich aber persönlich entsetzt ist die Tatsache daß man nicht endlich aufhört zu experimentieren, sondern nach jedem "Fehlschlag" den Spruch bringt :

"Vielleicht klappt's ja das nächste Mal ..."

10:04 — Gemi

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>>Ein Volk, das demokratisch ungeübt ist, <<

Sie bringen in einem einzigen Satz das komplette Unverständnis des "Westens" zum Ausdruck.

Ungeübt ... Kann man denn Demokratie "üben" ? Wenn ja, wer hat es denn dann der ersten Demokratie "geübt" ?

Ist es nicht eher so, daß Demokratie in einem Volk 'wachsen' muss, also quasi das Ergebnis einer Bewusstseinsveränderung ist, die ganz von alleine entsteht, ja sogar ganz von alleine entstehen muss ?

Und genau hier offenbart sich der fundamentale Mangel, der bei all den Experimenten die man gemeinhin "Arabischer Frühling" nennt zum grandiosen Scheitern führen MUSS.

In wessen Denken 'Demokratie' eine leere Worthülse darstellt, der kann in seinem Bewusstsein auch kein 'Echo' empfangen. Und was er nicht versteht, kann er weder erlernen, geschweige denn "üben".

„Eine Wette auf rationale Erwartung“....

....ist für mich eine Bankrotterklärung, ein Ausdruck dafür, dass man mit seinem „Latein“ am Ende ist...!

Wer immer noch glaubt, dass auf den Arabischen Frühling der demokratische Sommer folgt, macht seine Rechnung, ohne das "Opium Religion" mit dem die betroffenen Völker seit Jahrhunderten "regiert" werden. Entsprechende Machtstrukturen und Verhältnisse sind schlicht revolutionsfest, weil diese von der Masse weder hinterfragt, geschweige denn in Frage gestellt werden... !

Wäre gut, wenn endlich mal die "Ratio" bemüht und genutzt würde, bevor man wieder in das übliche und gewöhnliche Stakkato verfällt....!

Spannend was derzeit geschieht

ich finde die Bewertungen übereilt.
Noch scheint mir die "Unterdrückung" durch Mursi und die Muslimbrüder ziemlich abstrakt zu sein. Mursi wird zweifelsohne eine islamische Republik schaffen, aber er wird seiner eigenen verwestlichung auch nicht entkommen können. Einen Sharia-Staat wird er verhindern. So meine langfristige Einschätzung.

Ich glaubs nicht

Im Jahr 2008 verabschiedete das Parlament in Ägypten ein Gesetz, welches die Beschneidung von Mädchen und die Hochzeit unter 18 Jahren verbot. Dies stieß auf scharfe Kritik der damals offiziell verbotenen Muslimbrüderschaft, welche das Verbot als Widerspruch zum Islam sehen.(das ist ein Zitat aus Wikipedia!)
Wenn man den Gedanken jetzt weiter spinnt wissen wir wie es dort enden wird. Ein Elend das so viele gewissenlose Fanatiker der Menschheit soviel Elend bereiten. Ich traue diesen Menschen nicht denn sie verstoßen gegen meine Prinzipien und Moralvorstellungen. Ich werde nicht verstehen wollen warum derlei Brut überhaupt Macht erhält.

@DeHahn 6:01, "Der Böse ist immer der Westen"...

"... statt Mursi dabei zu unterstützen, bringt der Westen - wie üblich - die Bevölkerung auf und entstehen so starke Unruhen bis zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen...Ich glaube... dass der arabische Raum und damit die Moslemregion absichtlich destabilisiert wird. Und damit wird im Grunde genommen der Terrorismus gefördert..."

Dem Westen ein absichtliches Destabilisieren des arabischen Raumes zu unterstellen, kann ich nicht nachvollziehen.

Nur EINE Bemerkung: Die Ägypter haben genuin den Sturz Mubaraks GEGEN die "Deal"-Versuche der USA mit dem seinerzeitigen Regime vollbracht. Von westlicher Manipulation des ägyptischen Frühlings konnte wahrlich keine Rede sein.
Es sei denn, man interpretiert es auch als Manipulation, wenn Menschen in Ägypten die (vergleichsweise) Freiheit des Westens - zumindest einmal in Form von Abwesenheit von Despotien und Diktatur - als erstrebenswert ansehen...

Das Volk hat verlernt zu vertrauen

Mursi ist kein Pharao.
Man hatte ihn demokratisch gewählt, und als zahnlosen Tiger hingenommen. Aber das kann es ja nicht sein!
Mit etwas Geduld und Vertrauen wird er bald zeigen, dass er ein anständiger und gerechter Mann ist, der allerdings auch Kompetenzen braucht, um das Land in eine gute Richtung zu führen.
Sonst geht es ihm wie Obama, der gegen die Republikaner auch nie zum Stich kam.

Da sieht man, was passiert, wenn Nachrichten immer nur als best verkäufliche Ware gehandelt werden.
Er wird verschrien, noch bevor er etwas angestellt hat.
Lasst ihn mal machen.
Mursi lehrt uns, dass ohne Vertrauen nix geht!
Unserer Politiker lehren uns nur, dass man Politikern nicht vertrauen kann.

11:16 — tagtest

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>>Dem Westen ein absichtliches Destabilisieren des arabischen Raumes zu unterstellen, kann ich nicht nachvollziehen.<<

Sie haben in einem einzigen Satz zusammengefasst, warum sie "solche" Kommentare schreiben. Sie verstehen es einfach nicht.

Weder verstehen sie daß man Demokratie NICHT "verordnen" kann, noch verstehen sie wie Großkonzerne oder Großbanken langfristig planen um sich neue "Märkte" zu schaffen, noch verstehen sie wie Staaten ihre "eigenen Interessen" verfolgen.

Man fragt sich zwangsläufig : Können sie es nicht verstehen weil sie sich selbst immer als einer der "Guten" sehen wollen, oder weils bei der Verarbeitung der verfügbaren Fakten hapert?

Es gäbe auch noch eine andere Erklärung, nämlich daß sie sehr wohl verstehen, aber aus diversen Gründen trotzdem das Gegenteil behaupten. Da aber heute Sonntag ist, möchte ich von solchen Gedanken Abstand nehmen.

Einer muss doch die Zügel nehmen.....

und das ist solange notwendig bis das Land wieder eine
gültige Verfassung hat.
Jetzt wird von westlicher Seite über den Mann hergefallen. Ich frage warum? Weil er einen Waffenstillstand geschaffen hat, der einigen ewig Gestrigen nicht gefallen hat?
Eins dürfte wohl feststehen, der Mann wird sicher nicht
wieder zwischen den Israelis und den Palästinensern
vermitteln bei soviel Undank.

@Didi 10:29, Geschichtslose Geschichte.

Ich will mich jetzt nicht weiter zu "verbaler Abrüstung" (und Ihrer Kontribution dazu) äussern, sondern möchte einen inhaltlichen Punkt thematisieren:

Sie schreiben:"...Entsprechende Machtstrukturen und Verhältnisse sind schlicht revolutionsfest, weil diese von der Masse weder hinterfragt, geschweige denn in Frage gestellt werden...!"

Das reflektiert m.E. zum Einen, nur nebenbei bemerkt, empirisch nicht die vielschichtige Realität Ägyptens.

Aber etwas anderes ist mir von grundsätzlicher Wichtigkeit. Mit Ihrem so formulierten Weltbild haben Sie KEINE Chance, geschichtliche Entwicklungen auch nur irgendwo zu verstehen.
Jede "Entwicklung" birgt "etwas Neues", unterstellt, dass Menschen ihre Perspektiven ändern im Laufe der Zeit. Sonst wären wir immer noch in der Steinzeit.

Also, selbst wenn Teile von Gesellschaften "feste Sichtweisen" haben, kann man dennoch nie sagen: "Die ändern sich nie!". Das wäre ein statisches Geschichtsverständnis, ein Widerspruch in sich.

Der arme arme Mursi ...

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11:30 — zeyneb Radwan
>>Mursi ist kein Pharao.
Er wird verschrien, noch bevor er etwas angestellt hat. Lasst ihn mal machen.<<

Er hat noch nix angestellt? Er hat die Demokratie ausgehebelt und sich selbst unbeschränkte Macht gegeben, indem seine Entscheidungen unanfechtbar sind !

>>Mursi lehrt uns, dass ohne Vertrauen nix geht! Unserer Politiker lehren uns nur, dass man Politikern nicht vertrauen kann.<<

Na dann scheint Mursi ja tatsächlich Pharao zu sein, denn zu den Politikern rechnen sie ihn jedenfalls nicht.

11:35 — Nichtallesglaubender
>>Jetzt wird von westlicher Seite über den Mann hergefallen. Ich frage warum? <<

Klare Antwort : Weil er sich NACH seiner "demokratischen" Wahl sämtlicher Staatsmacht bemächtigte und seine eigenen Entscheidungen als "unanfechtbar" deklariert.

Das trägt nun aber eklatant latentes "Diktatoren-Potential" in sich. Finden sie nicht auch ?

ich hatte es kurz nach der revolution geschrieben...

das wichtige an der revolution war nicht, mubarak loszuwerden, sondern das die menschen gesehen haben, wie leicht es ist, so jemanden loszuwerden.

wenn mursi es nicht schafft, die verhältnisse im land deutlich zu verbessern, ist er weg vom fenster. schneller, als er "muslimbruder" sagen kann.

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