Kommentare

Jetzt wollen sie da den

Jetzt wollen sie da den selben Dreck machen der die letzten 30 Jahre hier bei uns das Leben immens verteuert hat....Mit der Pest gegen eine Erkältung.

So kann man auch die Krise verschärfen.

Richtig. Warum das Tafelsilber praktisch verschenken? Wenn es eh nichts in die Kassen spült? Das hilft doch wieder nur dubiosen "Investoren", den den Laden auspressen wollen! Am Ende stehen die Armen noch ärmer da (höhere Fahrpreise) - und die obersten 10.000 noch reicher (Gewinne machen). So etwas kurbelt nicht gerade den Konsum an.

Man kann, da muss ich Celeborn1970 recht geben, nur hoffen, dass die nicht denselben Fehler begehen wie Deutschland. Privatisierungen sind nur SEHR kurzfristig gut (schnelles Geld), aber mittel und langfristig eine Katastrophe!

Nur weil Politiker immer nur wenige Jahre im Amt sind und teilweise auch noch dumm, ist ihnen eine kurzfristige "Lösung" lieber als an die Zukunft zu denken. Nach mir die Sintflut gilt ganz besonders für Politiker. Das blöde: die Sintflut kommt bei Politikern nicht erst in 50 Jahren wie bei normalen Menschen, sondern meist schon nach 5!

Sreik-Drohung?

Selten so gelacht. Die Griechen streiken doch praktisch nurnoch und wissen wahrscheinlich garnicht mehr warum oder was damit bezweckt werden soll.

Davon abgesehen denke ich nicht, dass Griechenland groß wählerisch sein kann, was potentielle Einnahmen für die mehr als leere Staatskasse angeht. 11 Milliarden mögen keinen entscheidenden Fortschritt bringen, sind aber trotzdem ne Menge Geld. Auch wirtschaftlich ist das eine Chance für das Land - denn wenn man ehrlich ist, viel schlechter kanns nicht mehr laufen...

Warum verstehen die meisten

Warum verstehen die meisten Menschen nicht, dass unser Finanzsystem einen groben Konstruktionsfehler hat. Dieser nennet sich Zinseszins. Man könnte viele Probleme auf einmal beseitigen, wenn man "fließendes Geld" einführen würde. Dies wäre auch sehr schnell umzusetzen und sehr einfach. Prof. Dr. Wolfgang Berger hat das in seinem Buch sehr gut erklärt und die Vorteile aufgezählt, die sich schon fast utopisch anhören.

Ist es noch keinem ...

Aufgefallen, das trotz größter Sparmaßnahmen die Staatsschulden von Griechenland weiterhin explodieren?

Der Staat ist/war in Griechenland systemrelevant, er ist/war der größte Arbeitgeber.
Je mehr dieser einspart umso weniger Steuereinnahmen bekommt er.
Dabei lagern in der Schweiz 200 Milliarden Euro von sehr reichen Griechen.
Nur hat einer mal einen Vorschlag gehört der sich gegen diese Herren und Damen richtet?

Nein, man setzt auf Privatisierung, obwohl man genau an Deutschland sieht wie dies Enden kann.
Gerade in sozialen Einrichtungen, wie Krankenhäusern ist dies sehr fatal.
Da verkommen ehemalige gute Krankenhäuser zu "Dreckslöchern" nur weil diese mehr Gewinn abwerfen könnten.
Leiden tun die drunter die kaum bis garkeine Schuld am Dilema haben.

@Dark Chaos:
Wo bitte ist es wirtschaftlich ein Vorteil die Infrastruktur zu verkaufen?
Sollen wir eventuell unsere Autobahnen verkaufen? Wie sieht es denn mit unser teilsprivatisierten Deutschen Bundesbahn aus? Ein Vorteil?

die griechischen Nonnenmacher....

...es ist ein Dilemma.
Die Verwaltung in Griechenland ist nicht in der Lage ein Staatsunternehmen einigermaßen verlustfrei für Ihre Bürger zu verwalten/einzusetzen.
Wird es für wenig Geld verkauft, hat der Bürger in Griechenland ebenfalls nichts davon.
Selbst wir tolle Deutschen haben es nicht hinbekommen, Staatsbetriebe verlustfrei für uns Bürger zu betreiben. - Schulden hat Deutschland trotzdem.
Man sieht wie falsch das ganze System ist, na ja, es ja anscheinend so gewollt.
Schade, dass es fast unmöglich die griechischen Nonnenmachers, etc. zu belangen.

den schuldenstand

Müssen die auch garnicht abtragen! Den zahlt über einen schuldenschnitt bald der deutsche steuerzahler! Schöne neue euro welt

@Shantuma

Ich hab ja nicht gesagt, dass es sich zwangsläufig positiv auswirkt, aber wie Samaras gesagt hat, bietet das eben die Möglichkeit Geld ins Land zu holen. Außerdem werde Privatunternehmen in der Regel wohl besser geführt als öffentliche. Und Griechenland braucht langfristig eine stärke Wirtschaft, soviel ist klar. Nur damit kann das Land wieder auf die Beine kommen, auch wenn mMn Griechenland nicht mehr zu retten ist (als Euro-Mitglied). Lange Rede, kurzer Sinn, selbst wenn die Griechen ein paar Inseln verkaufen müssen, wenn man nicht mit allen Mitteln gegen die eigene Staatsverschuldung vorgeht, wird Griechenland noch mehr den Bach runtergehen.

Es ist schwierig, über die

Es ist schwierig, über die Privatisierung zu urteilen, ohne alle Fakten zu kennen, z.B. wieviel die Bahn den Staat pro Jahr kostet.

So oder so: Die armen Griechen. Und es gibt kein vernünftiges Alternativkonzept. Was sollen sie bloss machen?

Langsam wird man jedenfalls neugierig, wie die Linken in GR performen würden :)

Nun geht der Staatsausverkauf los

Und es werden wieder die daran verdienen, die die Krise mit herbei geführt haben. So ist dieses Wirtschaftssystem aufgebaut. Es ist nur eine Frage der Zeit bis dem Volk endgültig die Geduld ausgeht und sie sich nicht weiter ausplündern lassen, egal welche Begründung die Politik dann noch bringt.

Privatisierungen - Arbeitsplaetze und Wachstum ?

Samaras betont: "Wir legen einen Schwerpunkt auf Privatisierungen. Und wenn dafür neue Gesetze nötig sind, werden wir die beschließen. Wir müssen Privatisierungen beschleunigen, denn die bringen Investitionen, mit anderen Worten: Arbeitsplätze und Wachstum."

Entweder, der Herr Ministerpraesident hat keine Ahnung, verspricht sich und seinen Parteifreunden die Taschen zu fuellen, oder plabbert einfach IMF- und Weltbank-Credo nach – man kann es sich aussuchen.

Wer sich ueber einige Jahre in der benachbarten Republic Mazedonien umgesehen hat, der weiss wie “Privatisierungen” und “Foreign Direct Investment” ablaufen. “Tafelsilber verscherbeln” ist da noch eine hoefliche Formulierung – tatsaechlich geht es um Auspluenderung. Arbeitplaetze und Wachstum ? Ein Maerchen, das durch Wiederholung nicht besser wird. Wo Herr Tsipras recht hat, hat er nun mal recht.

Woher das Geld für Privatisierungen nehmen

Wir konnten uns ja unsere Privatisierungen noch leisten, es spielt ja für uns keine große Rolle, ob da jetzt doppelt so viele mittlere Manager herum sitzen, oder nicht. Als bei uns nach der Privatisierung der Telekom die Tarife stiegen konnten wir das wegstecken, und es hat uns nur um ein paar Jahre in der Entwicklung zurückgeworfen. (hätten wir damals so billige Ortstarife gehabt wie in anderen Ländern, so hätten wir damals schon einen großen Teil der Bevölkerung im Internet gehabt)

In Griechenland hat man aber nicht das Geld um sich die Ineffizienz von großen Privatbetrieben leisten zu können.

@Dark Chaos - Beispiel die gr. EW

Bis vor drei Jahren warf das staatl. EW, trotz guter Löhne, Gewinn ab.
Dann sollte privatisiert werden, aber der Preis war zu hoch.
Als nächsten Schritt hat man die 2. Immobiliensteuer an die Stromrechnung gekoppelt, also das EW war für die Eintreibung zuständig, keine Steuer des Besitzers, kein Strom für den Mieter - sauberes Erpressungssystem. das hat zu größeren Unruhen geführt und einem deutlich höheren Arbeitsaufkommen, die Umsetzung gestaltete sich schwierig.
Zudem nun viele Stromanschlüsse abgemeldet wurden, denn ohne Strom auch keine Immobiliensteuer (Diese ganze Idee kommt übrigens von dt. Beamten dort). Das Wochenendhaus wurde per Kabeltrommel beim Nachbarn angedockt.

Inzwischen ist das EW schwer am Schulden machen, der Handelswert um 75% gesunken - jetzt kann man dann mal verkaufen...

Privatisierung hilft hier nicht. Eine kleine Hoffnung wäre, dass die Unternehmen dann effektiver arbeiten würden. Aber das ginge auch ohne Privatisierung...

Die Privatisierung in Bereichen des Allgemeinwohls

kostet 4 mal: Arbeitsplätze,Kaufkraft,steigende Sozialleistungen,fehlende Sozialbeiträge...bei gleichzeitiger Gewinnmaximierung der Investoren, die nicht wissen wo sie ihr Geld lagern sollen. Deutsche Bundespost 1985: 543.000 Mitarbeiter, die von ihrem Lohn leben konnten. Die 3 Teilbereiche heute bestehend aus Telekom, DHL, Postbank haben heute zusammen rund 300.000 Mitarbeiter. Lohndumping, 400 Eurojobs sind an der Tagesordnung. Was die privaten " Konkurenten " wie Hermes und Co. mit ihren Mitarbeitern machen ist bekannt. Im Kommunikationsbereich der Mitbewerber läuft es ähnlich. Privatierung von Gesunheit,Energie, Wasser, ...Ergebnis...Stellenabbau,
Preissteigerungen,Lohndumping.Beim Riestern wird die staatliche Zulage den Versicherungen geschenkt. Wir leisten uns ein Heer von Arbeitslosen statt sie gut bezahlt in Bereichen des öffentlichen Gemeinwohls zu beschäftigen. Gesundheit, Energie, Bahn, Justiz, Bildung. Herr Tsipras hat völlig recht.

einleuchtend!

das was hier und in beliebigen anderen ländern nicht funktioniert hat, dass kann man wenigstens in griechenland probieren...

Privatisierung bringt

Privatisierung bringt Arbeitsplätze ... umgekehrt wird ein Schuh draus, solange Aktien steigen, wenn Menschen auf die Straße geworfen werden. Diese unsägliche Liberalisierung der Wirtschft ist doch wohl mit Ursache für den Schuldenberg. Wo befinden sich denn die Milliarden Steuer-, Bestechungs-, Bonusgelder? Doch nach wie vor in der Hand der 10%. Da gibt es wirklichen Handlungsbedarf!
Das Privatvermögen der 10% Reichsten in Griechenland würde schon zur Hälfte ausreichen, um alle Schulden zu begleichen.
Sollte etwa denen das "Tafelsilber" verkauft werden, damit erneut zu Lasten der Bürger Gewinne gemacht werden?

Es muß wohl an den üppigen

Es muß wohl an den üppigen Einnahmen liegen, denn sonst würde das griechische Staatstheater nicht immerzu das Spielgeldeurorettungsstaatsbankrottstück spielen, welches sich seit 2009 im Programm befindet. Der Ablauf des Stückes dürfte bekannt sein: Griechenland hat mal wieder kein Geld und erfleht dieses vom Ausland, besonders vom Goldesel Deutschland, der im Falle einer Weigerung umgehend mit Autobahnverwünschungen belegt wird, das Ausland erhört das Flehen der Griechen, fordert aber von diesen Sparsamkeit und Fleiß, was die Griechen auch sofort feierlich geloben, das Ausland aber nicht mehr glaubt und deshalb sein Dreigespann aus EZB, EU-Kommission und IWF schickt, um das Betragen der Griechen zu überprüfen; und ganz wie zu erwarten stellt jenes Dreigespann pflichtschuldig fest, daß die Griechen wieder nichts getan haben, aber dennoch erhalten die Griechen am Ende ihr Geld, damit das Spielgeld Euro nicht zusammenbricht; und so dürfte dieses Schauspiel noch oftmals wiederholen.

"Tafelsilber" zum Schnäppchenpreis

Na bitte, es klappt doch, Griechenland, durch Goldman Sachs, mit Hilfe der EU, sturmreif geschossen, tritt jetzt endlich die "letzten Einnahmequellen" an das internationale Heuschreckenkartell ab.

Man nimmt dem Bettler nun den "Hut" weg!

@ Demeteru

natürlich ist es nicht effizient, wenn sich eine Krankenschwester die Zeit nimmt um mit einem Schwerkranken zu reden. Es ist ebenso uneffizient, wenn der Postbote einen Kaffee bei mir trinkt oder den Brief zu Bauer Schulze in die Botanik bringen muß. Die Folgen dieses gnadenlosen Effizienzzwanges zeigt sich nicht nur bei Schülern, die ihr Abitur in kürzester Zeit erfolgreich abliefern müßen. Diese sogenannte Effizienz, gepaart mit Flexilibisierung führt auch dazu, das immer mehr Arbeit von weniger Menschen getan werden muß, nicht weil es notwendig ist, sondern weil das Kapital unersättlich ist. Der Berg in den Händen einiger weniger muß schliesslich wachsen...es herrschen Angst, Unzufriedenheit...die Folgen sind gravierende gesundheitliche Schädigungen, vor allen Dingen psychisch. Wer nicht zu Hochleistungsmaschine mutiert landet im " Humanmüll " unserer ( noch ) Wohlstandsgesellschaft. Die Folgen dieser Politik werden unausweichlich im Krieg enden. Aus der Geschichte nichts gelernt

Ein Zaubertrunk soll es richten.....

Ja, in der Privatisierung von Staatseigentum sehen vor allem die neoliberalen Geister den Zaubertrunk für eine Genesung- fragt sich nur für wen?!

Sicherlich nicht für den Staat und seine Bürger, die nach dieser Plünderung zum Schnäppchenpreis blank dastehen...!

Hinzu kommt, dass die erfolgreichen Schnäppchenjäger anschließend zum mehrfachen Kahlschlag ansetzen, und sich dies auch noch durch staatlich finanzierte Kredite und Hilfen selbstredend fürstlich bezahlen lassen, respektive dem Staat dadurch neue Kosten aufgedrückt werden.

Hat man so den kranken Mann saniert, dann verkauft man diesen für richtig teures Geld am besten zurück an den Staat, damit der wieder über etwas Tafelsilber verfügt.....!

Kein Schelm, der nicht nur Böses, sondern auch Sinnloses darin sieht!

Kann mir bitte jemand erklären!!!!!!

Kann mir bitte jemand erklären, warum sich Griechenland nicht direkt von der EZB das Geld zu 1%, wie es ja die Banken können, leihen kann. Ich denke dann wäre doch die Zinsbelastung wesentlich niedriger.
Ich höre nur, die EZB darf das Geld nicht direkt an einen EU-Staat verleihen. Aber in so einer extremen Situation müsste man doch das Reglement ändern können. Das selbe gilt für Italien, Spanien etc.

@Demeteru

Ich gebe Ihnen Recht. Es gibt zwar ein paar Privatisierungen, die nicht den erwünschten Erfolg gebracht haben, die beziehen sich aber meist auf Fälle, in denen irgendwelche Kommunen ihre Wasserwerke etc. versilbert haben, als das "Mainstream" und chic war.

Wir sehen aber an Deutscher Telekom, Deutscher Post, Deutscher Lufthansa und Deutscher Bahn, dass Privatisierungen in der Regel positiv sind. Die Staatsbahn hat NIE gewinnbringend gearbeitet, die Post war nicht mal halb so schnell und die Telekom wurde auch erst leistungsfähig, als sie es mit Konkurrenz zu tun bekam. Ich sage nicht, dass alles perfekt ist, aber Privatisierungen an sich sind nicht schlecht. Wir hätten in Deutschland noch so einige Behörden, die man privatisieren könnte.

Ich kenne die griechische Staatsbahn nicht. Daher ist es schwierig, zu beurteilen, was das Unternehmen wert ist. Aber ich denke, dass geht hier allen so. Nur dass manche halt vor allem ihre Vorurteile hier loswerden wollen...

Stimmung gegen Privatisierung

Man kann sich nur wundern, wie viele Kommentatoren hier Privatisierungen schlecht reden.
Natürlich machen Politiker dabei hin und wieder auch naive Fehltritte (Schienennetz in GB oder Wasserleitungen), in der Regel aber bieten Privatisierungen allen einen Vorteil: Weniger Kosten für den Staat, geringerer Produktpreis, mehr Service und bessere Leistung.

Dass dann auch noch den erfolgten Privatisierungen hier in Deutschland (VW, Lufthansa, Energie, Telekom, Post, teilweise Bahn) der Erfolg in Abrede gestellt wird, ist starker Tobak.

Herrlich - wie gut die Privatisierung

funktioniert - sieht man doch in Deutschland.

"Privatisierung" - ist nicht perse eine Verbesserung, wie man auch beim liberalisierten Strommarkt wirklich erkennen sollte.

Auch bei der Bahn bedeutet die Privatisierung eine Verschlechterung des Angebots.

Privatisierung bedeutet entweder: Konzentration auf die Bereiche die Geld und damit Gewinn bringen oder eben möglichst billig zu werden, damit die Kosten gedeckt sind.

In Deutschland gibt es zig Beispiele, dass Privatisierung nicht ein Allheilmittel ist. Das kann man auch wunderbar am Straßenbau erkennen.

Der billigste bekommt den Auftrag - da können städtische Betriebe oft nicht mithalten. Am Ende wird das bauprojekt dann derart teuer, da hätte man auch jmd. anders nehmen können.

Privatisierung ist keine Wunderwaffe - sie mag in wenigen Fällen funktionieren, in der Regel führt sie aber zu einer Verschlechterung der Dienstleistung und/oder der Arbeitsbedingungen.

Aber die Griechen haben keine Wahl - Europa will es!

Privatiesierung

Seit 30 Jahren wird gebetsmühlenartig von Privatisierung und ihr Wohlheil berichtet. Schlaue "Experten" haben uns von den Wohltaten und Früchten der Privatisierung gelehrt.

Hat die Privatisierung der Versorgung zB.in Strom, Telefon wirklich positives für uns gebracht?
Meine Stromrechnung ist die letzten 30 Jahre um 300% gestiegen. Mein Telefonvertrag um 100%. Der Service ist unbefriedigend und die Verträge sind Labyrinthvorlagen.

Wann wird dieses System hinterfragt???

Schuldenschnitt

Der Schuldenschnitt wird kommen. Kommen müssen!

Ob wir Deutsche das nun wollen oder nicht, ob Schäuble irgendwas dahinfaselt oder nicht. Er wird kommen!

Nur so ist eine weitere Ausweitung der Wirtschaftskrise überhaupt noch aufzuhalten.

Klar - wir Deutsche können große Reden schwingen .. noch. Die Nachfrage aus den Nachbarländern geht schon zurück, das wird auch Deutschland treffen, denn ein Großteil des Export erfolgt schließlich innerhalb Europas und nicht nach China.

Was nützt es also, wenn unsere Partner an allen Ecken und Enden sparen, Invesitionen aufschieben?
Uns wohl nichts ... denn dann wird auch hier die Arbeitslosigkeit steigen.

Die Deutschen können nicht sparen - ich möchte erleben, wenn der nächste Kanzler ein riguroses Sparprogramm verkündet. Der wird ja sofort abgewählt.

Rentenkürzung, Steuererhöhungen - das gabs schonmal ... und nannte sie Agenta 2010.

Wollte keiner hören, tja und weg war Schröder!

Das wird dem nächsten Kanzler nicht anders gehen

Sozialisierung von Defiziten @Demeteru

8:04
Deutschland hat es vorgemacht, dass eine privatisierte Bahn besser und billiger arbeiten kann als die vormals staatliche.
Fein.
Viele Menschen mußten sich ein Auto kaufen weil sie mit der privatisierten Bahn keine Chance mehr haben.
==> Privatisierung der Gewinne
==> Sozialisierung der Defizite

8:13
Welche Kunst, war zum Zeitpunkt der Privatisierung die Infratsruktur gerade halbwegs fertiggestellt

Und auf den Service, daß man sich oft schon in den Vorstädten mit DSL light begnügen darf können die meisten wohl verzichten.
==> Das Netz ist mittlerweile marode und völlig überlastet
==> Kaum noch Investitionen in der Fläche, weil bringt keine Kohle - soziale Marktwirtschaft geht and

Die Privatisierung v.a. der Bahn ist der größte Blödsonn der gemacht werden kann.
Damit gibt Griechenland das unabdingbare Rückgrat für ein mögliches Wachstum für ein Linsengericht (200 Mio sind geradezu lächerlich) in die Hände der Haifische.

Schade...

Schade, liebe Tagesschau. Der kurze Abschnitt zum Thema "Staatsbahn" ist nicht gut recherchiert. In einer der letzten Ausgaben von "Der Fahrgast" (pro bahn) findet sich ein eingehendes Portrait der griechischen Staatsbahn mit all ihren Problemem: Sie hat einen übergroßen Apparat, aber eigentlich gar keine Strecken mehr, auf denen überhaupt noch ein Zug fährt! Es gab sogar schon "Privatinitiativen" der Mitarbeiter, den Betreib aufrecht zu erhalten, die dann aber unterbunden wurden. Die Loks stehen im Schuppen, elektrische Fahrdrähte werden gestohlen, bei Athen steht die Bauruine eines überflüssigen Großbahnhofs etc.pp.

Die so genannte griechische Staatsbahn ist wie der Staat selbst ein einziges Trauerspiel.

Realitätsverlust oder bewusst gelogen?

"Wir müssen Privatisierungen beschleunigen, denn die bringen Investitionen, mit anderen Worten: Arbeitsplätze und Wachstum."

Will Samaras sein Volk bewusst belügen oder ist er wirklich so weltfremd? Privatisierungen sollen Arbeitsplätze schaffen, wenn doch aber die Investoren sicher erst einmal den Laden sanieren und ehemals Staatsangestellte entlassen werden? Die Logik verstehe ich nicht.

Zudem bedenke man: Der Staat kann damit für ein paar Wochen die Zinsen zahlen und dann ist das Strohfreuer dieser Verkäufe ausgebrannt. Das Eigentum ist dann aber für immer weg. Dann lieber doch einen Staatsbankrott und zurück zur Drachme.

Wem nützt diese Politik? Griechenland nicht. Also handelt es sich wohl doch eher um lobbyistengesteuerte Entscheidungen, die ja davon profitieren, billige Staatsunternehmen zu erhalten.

Die Linke um Tsipras wäre ein interessantes Experiment für Griechenland geworden. Schade, dass das nicht eingetreten ist.

@Demeteru

"Seit der Markt für Telefonleistungen in Deutschland geöffnet wurde, wird viel, viel mehr telefoniert, gleichzeitig sind die Preise dramatisch gesunken und hat sich der Service verbessert."

Hinter meiner letzten Internet-Flat-Bestellung beim ältesten etablierten Anbieter habe ich knapp ein 3/4 Jahr hinterhertelefoniert, bis man feststellte, dass man den Freischaltungstermin leider mit einer falschen Jahreszahl eingetragen hatte. Soviel zum Thema Service. Bedienung von Menschen die selbst nicht wissen, was sie tun und es auch nicht können, weil es in diesen Bereichen keine Ausbildung mehr gibt, die den Namen wert wäre.

Davon abgesehen verdienen die Menschen dort heute sicherlich nicht besser, kaufen weniger, andere verdienen auch weniger, geben weniger für Dienstleistungen aus, und so zieht sich das Ganze weiter und der Binnenmarkt geht hops.

Die einzigen die davon profitieren sind Reiche und Exporteure deren Besitz im Vergleich zum Durchschnittseinkommen immer mehr Wert gewinnt.

Die Reichen sollen was zahlen

wo kämmen wir da denn hin Oo das ist doch unsozial ;) und wird nie passieren, sie auch dem Umgang mit der CD

Deshalb wird auch das Isländische Modell nicht angewendet

http://www.heise.de/tp/blogs/8/151625

dadurch würden die Zahlungen an unsere Industrie und Banken eingestellt, schlicht die Nutznießer hier würden Kohle verlieren und das wird man nie zulassen, die sind alle viel zu Systemrelevant ;)

Es wird eher noch weiter Kohle mit gemacht, Wasser/Strom/Heizung usw. diese Gelddruckmaschinen werden auch noch Verscherbelt, wenn dies nicht bereits geschehen ist.

Griechenland wird geopfert auf dem Altar unseres Finanzsystem und die können da streiken bis die schwarz werden.

@'maschmi78

"Ich gebe Ihnen Recht. Es gibt zwar ein paar Privatisierungen, die nicht den erwünschten Erfolg gebracht haben, die beziehen sich aber meist auf Fälle, in denen irgendwelche Kommunen ihre Wasserwerke etc. versilbert haben, als das "Mainstream" und chic war."

Dann beglückwünsche ich Sie!
Alle Wahrscheinlichkeit nach sind Sie sowohl ein sehr gesunder wie auch noch ein junger Mensch.

Privatisierung kann Effizienz erzeugen, sie muss nicht.
Was Privatisierung aber in keinem Fall erzeugt ist Versorgungssicherheit, denn Versorgungssicherheit ist etwas das Effiziens diametral gegenüber steht.

Was nützt es Ihnen wenn ein Krankenhaus wirtschaftlich betrachtet ein Optimum an Betten aufweist, um bei der durchschnittlichen Belegung den meisten Umsatz zu generieren ... wenn Sie kein Bett bekommen weil gerade eine Grippewelle grasiert?

Wir dann jemand ein Ersatzkrankenhaus mit 10 Betten bauen um die mangelnd befriedigte Nachfrage am Markt zu decken?

Im @Freibad der Phantasien

(...) in der Regel aber bieten Privatisierungen allen einen Vorteil: Weniger Kosten für den Staat, geringerer Produktpreis, mehr Service und bessere Leistung.
Wer bezahlt die Party?
Weniger Angestellte (==> mehr Arbeitslose, Sozialausgaben statt -einnahmen)
Niedriegere Löhne (==> weniger Kaufkraft, mehr Aufstocker, weniger Steuereinnahmen)
Lsitung nur noch dort wo man "Kohle machen kann" - die Fläche bleibt auf der Strecke (==> Sozialisierung von Defiziten).

Privatisierungen sind allein schon deshalb Blödsinn, weil eine GmbH oder eine AG betriebs- und nicht volkswirtschaftlich funktioniert.

Als Telekom-Aktionär der ersten Stunde bin ich verständlicherweise sehr dagegen, daß ländliche Gebiete ans DSL-Netz kommen - ja schon in den Vorstädten mit den schmucken Bungalows betuchter Bürger ist die Rendite Scheiße.
Am besten ist sie in den Ghettos, wo man mit einer Leitung 150 Flatrateverträge "mit allem" zu 100 Euro/Monat plazieren kann.
So funktioniert Privatisierung.

@musenalmanach

ZUr Staatsbahn ein paar Worte.

Die Situation war vor 4 Jahren deutlich besser, der Schnellzug der Athen mit Patras verbinden sollte war schon zu 60% fertig (EU-Projekt, jetzt gekillt).
Die Strecke Patras- Korinthe wurde schon saniert, als alle Mitarbeiter entlassen wurden. Erst daraufhin hat die starke Demontage der Bahn angefangen.

Zudem GR das Problem hat, dass das Netz ja noch die alten österreichischen Schmalspurschienen hat und daher der Sanierungsbedarf groß ist.

Aber sie haben recht, es war nicht gerade effizient und die Bahn war nur mässig gepfegt, aber man konnte von Athen nach Patras für 24 Euro fahren und das haben täglich Tausende getan.

Aber man hätte das EU-Projekt weiter laufen lasen können, hätte die Struktur nach und ansah verschlanken können und wäre somit für dieZukunft gerüstet. Durch Baustopp und Entlassungen hat man zwar gespart, aber wichtige Projekte der Zukunft blockiert - ob das hilft?
Naja, der Privatinvestor wird dann schon mit EU-Geldern fertig bauen..

@Dark Chaos

Zitat:"Außerdem werde Privatunternehmen in der Regel wohl besser geführt als öffentliche."

Das ist mit Verlaub erst mal falsch. Denn beide unterliegen ja Menschen. Notwendigkeiten schaffen Lösungen. Aber hat ein Unternehmen eine Monopolstellung dann wirtschaftet es im Gegenteil sogar schlechter! Grund ist hierfür, das persönliches Engagement überhaupt nicht mehr zählt und Dienst nach Vorschrift gemacht wird.

Viele verstehen den Menschen nur aus Faultier und ohne Antrieb. Dabei sucht jeder geistig gesunde Mensch nach Annerkennung und ist bestrebt sich selbst zu verwirklichen. Nur die Umstände respektive das Umfeld bestimmt durch andere Menschen sind es, die einen prinzipiell gesunden Menschen degenerieren lassen. Und so auch ist das mit Unternehmen und da ist es egal ob Staatlich/Kommunal oder Privat/Gewinnorientiert. Nur das eben prinzipiell eine Kommunales Unternehmung alle im Blickfeld hat, eien Private aber als erstes nur den Besitzer dieser.

nur EIN Beispiel

Vor der Privatisierung der Berliner S-Bahn war jene, neben der U-Bahn, das zuverlässigste Verkehrsmittel überhaupt. Wenn nichts mehr fuhr, die S-Bahn tat es.
Seit der Privatisierung wurde und wird Personal gestrichen, das eigentlich unverzichtbar ist. Die Preise steigen ohne Ende und die S-Bahn braucht nunmehr nicht mal mehr Eis und Schnee, um nicht zu fahren. Dieses Beispiel läßt sich auf beliebige andere "Privatisierungen" übertragen. DAS ist Privatisierung und nichts anderes. Alles wird schlechter, dafür teurer. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Griechen so dumm sein sollen, um dem zuzustimmen.
Erst recht nicht zu einem Dumpingpreis, der ihnen zweifelsfrei diktiert werden wird.

@holgercp

Dito, schönes Beispiel ist die Wasserversorgung, empfehle die Doku "water makes money"

http://www.youtube.com/watch?v=dLaVwYjfejw

Privatisieren!

Warum privatisiert Griechenland nicht auch gleich Polizei, Militär, und alle sozialen Einrichtungen? Nur noch Einsätze, die sich unterm Strich lohnen! Geholfen wird nur dem, der dafür bezahlt! Die anderen sind selbst schuld, wenn sie sich nicht vorher bereichert haben.

lachhaft

privatisierung bringt arbeitsplaetze und wachstum?

erinnert mich an einen witz:

kurz vor der operation fragt der patient seinen arzt ob er die operation schonmal durchgefuehrt habe, der arzt antwortet: natuerlich schon mindestens 100 mal - und irgendwann muss es ja mal klappen ...

ich drueck ganz griechenland dass es endlich mal klappt, und bald kommt auch der weihnachtsmann!!!1elf

@Shantuma

"das trotz größter Sparmaßnahmen die Staatsschulden von Griechenland weiterhin explodieren?"
-> ach tatsächlich ... "trotz" ?! Nennen Sie doch mal bitte ein paar Sparmaßnahmen die in Griechenland auch konsequent umgesetzt wurden.

"Der Staat ist/war in Griechenland systemrelevant, er ist/war der größte Arbeitgeber."
-> das wirkt ziemlich durcheinander. Systemrelevant wofür? Ich dachte ein Staat ist das System. Ein Staat der der größte Arbeitgeber im eigenen Land ist, nenne ich desolat.

"Dabei lagern in der Schweiz"
-> jaja fantastillionen die nie ein Mensch gesehen hat, die sind die Lösung für Griechenlands Krise.

"man setzt auf Privatisierung, obwohl man genau an Deutschland sieht wie dies Enden kann."
-> Ja ganz furchtbar wie das hier in Deutschland ist. Unser Reichtum macht mich krank.

Privatisierung allgemein verteufeln, das ist sicher kein guter Ratgeber.

Tsipras hat Recht!

Herr Tsipras hat recht, wenn er darauf hinweist das Investitionen in Griechenland nicht sicher sind, die zu einer weiteren Degeneration der Gesellschaft führen.

Denn eine Handlung ist nur so lange Rechtrmd wie die Gesellschaft das will und dies auch zulassen kann.
Jeder Betrieb der seine Produktionsmittel verkauft und zurückleast, tut das nur, weil er dies steuerlich gegenrechnen kann. Der Staat tut diesen Gefallen, weil es ihm egal ist, von wem er seine Finanzierung erhält, aber nicht egal ist ihm die volkswirtschaftliche Effiziens.

Ein Staat hätte diesen Vorteil aber nur in einer Staatengemeinschaft, die ähnlichen Charakter hätte.
So aber, verhält sich das wie zu einem Bauern der seinen Traktor verkauft und diesen gegen Gebühr weiter benutzt. In der Gebühr sind die Kosten die er sowieso hätte enthalten und darüberhinaus noch der Gewinn den der Besitzer erwartet. Aber eine besser Wartung udn Pflege kann der Bauer wegen seiner Abhängikeit nicht erwarten. Er büßt immer weiter ein.

@ 9:24 — Pivo

Verstehen Sie nicht, dass ein Staat nicht funktionieren kann, wenn er der größte Arbeitgeber im Lande ist.

Keiner von diesen Staatsangestellten verdient "wirklich" Geld (im volkswirtschftl. Sinne). Das sind keine realen Arbeitsplätze.

Deren Kosten als Steuereinnahmen umzudeklarieren ist vollkommener Blödsinn.

OT: Ich kann nur hoffen Sie haben nicht auch in "facebook"-Aktien investiert.

Wo her nehmen die

Wo her nehmen die griechischen Kommunen in Zukunft ihr Geld wenn die eigenen Einahmequellen wie Bäder od. Stadtbahnen alle verkauft sind ? Die Käufer zahlen ja in Griechenland sicher keine Steuern. Diese ganze Vorgehensweise ist doch nur noch krank. Und bei uns sieht es bald auch nicht mehr anders aus.

@Demeteru

Zitat:
"Deutschland hat es vorgemacht, dass eine privatisierte Bahn besser und billiger arbeiten kann als die vormals staatliche.
Ich weiß, viele glauben, das sei anders. Glaube allein hilft aber nicht."

Sie haben recht, wenn sie behaupten das die Bahn heute effizienter arbeitet.
Aber das ist BW-Denkweise und kein VW-Vorteil .
1. musste die Deutsche Bahn nur deshalb effizienter sein, weil man sie der Konkurenz ausgesetzt hatte, dazu musste sie aber nicht privatisiert werden
2. hat man erhebliche Kosten der Allgemeinheit weiter überlassen und nur den Betrieb gestärkt, nur das die Kosten für die Allgemeinheit höher sind als sie es vorher waren. (wurden hier schon genannt)

Aber eines wurde eventeull erreicht, ein gesellschaftliches Umdenken! Nur das dies aus heutiger Sicht überhaupt noch nicht positiv zu bewerten ist, und man nie erfahren wird, ob man es nicht hätte besser für alle machen können.
Lebensqualität ist eben nicht nur Kossum, sondern auch Zufriedenheit!

@ maschmi78

Es mag ja sein das die Privatisierung z.B. der Bahn und Post bei uns funktioniert hat, jedenfalls je nachdem wie rum man das sieht!

Ein Staatsbetrieb arbeitet ja immer nach dem Kostendeckungsprinzip, ein Privatbetrieb nach dem Gewinnmaximierungsprinzip. Das ist BWL 1. Lehrjahr. Also MUSS die privatisierte Bahn ja mehr Geld machen.

Aber zum anderen, was hat denn der Staat davon wenn er es zu 100% verkauft und sich die Gewinne dann wenige Personen einstecken? Dann soll er es doch lieber selber machen und die Gewinne in den Haushalt stecken.

Seitdem man mitbekommen hat das die Deutsche Bahn relativ gut fährt, hat man den geplanten Börsengang und den Verkauf der letzten Anteile ja auch schnell wieder abgeblasen.

Erfolgreiche Privatisierung der griechischen Eisenbahn?

Wenn die griechische Eisenbahn für 200 Mio EURO an einen Dritten verschleudert werden soll, dann wird der griechische Staat letztlich einen großen Fehler machen!
Zum Vergleich: Vor der Privatisierung der Deutschen Bundesbahn wurde stolz verkündet, dass die Investitionen zukünftig von der Deutschen Bahn AG selbst getragen würden. Nach der Privatisierung (Eigentümer: BRD) hieß es bald, dass die Kosten für Investitionen (nicht Instandhaltung!) in die Infrastruktur durch zinslose Darlehen des Staates getätigt werden müssen. Später erkannte man, dass auf diesem Wege keine Gewinne der privatisierten Bahn darstellbar waren. Deshalb wurde schrittweise die Finanzierung der Infrastruktur in "Baukostenzuschüsse" umgewandelt, d.h. Investitionen in die Verkehrswege-Infrastruktur werden heute - wie bei anderen Verkehrsträgern auch - vom Staat bezahlt.
Dieses Beispiel sollte für GR gelten, damit nicht ein privater Investor anschließend doch noch die Hand zum Schaden aller aufhalten kann!

@Phonomatic: Staat als Arbeitgeber

Sie haben ja Recht, dass ein Staat als Arbeitgeber meistens wenig effizient ist, weil die meisten Jobs eher mit Verwaltung und Dienstleistung zu tun haben und damit keine wirklichen Werte schaffen, schon gar nichts nachhaltiges, das am Ende als volkswirtschaftliches Vermögen übrig bleibt.

Aber ein Staat kann auch wie in Frankreich Staatsbetriebe haben, die tatsächliche Werte schaffen und sogar Gewinne erwirtschaften. Diese sollte man als allerletztes veräußern.

In diesem Zusammenhang stimme ich mit ihnen überein, dass langfristig jede Volkswirtschaft eher auf realwirtschaftliche Produktion aufbauen soll, auch wenn die Gewinne von Dienstleistungssektoren wie der Finanzindustrie verlockend erscheinen. Aber auf lange Frist, setzt sich reale Produktion immer durch und lockt gleichzeitig die Dienstleistungen an, die diese benötigt. Nahrungsmittel, Häuser, Kleidung und Werkzeuge wird jede Gesellschaft immer benötigen. Und es schadet nicht, die eigenen Regionien zu fördern.

@8:56 — MrEnigma

"In Deutschland gibt es zig Beispiele, dass Privatisierung nicht ein Allheilmittel ist. Das kann man auch wunderbar am Straßenbau erkennen. Der billigste bekommt den Auftrag - da können städtische Betriebe oft nicht mithalten. Am Ende wird das bauprojekt dann derart teuer, da hätte man auch jmd. anders nehmen können."

Das ist aber kein Beispiel zum Thema Privatisierung. Es gibt keine stättischen Straßenbauunternehmen. Es wäre auch viel zu teuer, den kompletten Fuhrpark vorzuhalten, den man braucht, um eine Straße zu bauen.

Wenn das (Straßen-)Bauprojekt sehr viel teurer wird als gedacht, dann liegt das meistens an Fehlern in der Ausschreibung oder mangelnder bis keiner Voruntersuchung.

Läuft doch alles super

Diejenigen, die jahrelang Steuern hinterzogen haben und die Probleme in Griechenland zu verantworten haben, dürfen nun günstig das Eigentum das Volkes kaufen.

Die Krise in Griechenland wäre schnell vergessen, wenn die Steuerhinterzieher die Steuern für die letzten zehn Jahre nachzahlen würden.

Staatsangestellte = Steuereinnahmen o_O

Das ist abenteuerlich!

Wenn jemand 2000€ kostet und davon 500€ Steuern bezahlt, so hat er immer noch 1500€ gekostet. Da ist bvon Pension noch kein Wort gefallen.

Staatsangestellte verursachen NUR Ausgaben.

-Grauer Wolf und petri -

Sie haben Recht. Privatisierungen sind der völlig falsche Weg. Den Investoren geht es nur um Gewinnmaximierung und nicht um die Menschen.
-Mr. Enigma-
Das stimmt so nicht. Die Deutschen haben schon seit längerem erkannt, dass ewiges Schuldenmachen keine Lösung ist. Bei einer gerechten Lastenverteilung wäre Schröder auch nicht gescheitert. Sein Fehler war, dass er seine Politik nur noch zum Wohl der Konzerne betrieben hat.
Um Griechenlands Schulden in den Griff zu bekommen, müssten nur deren Superreiche ihre Steuern rechtmäßig bezahlen. Die Troika muss hier konsequent vorgehen. Bevor dies nicht geschieht, darf es keinen Schuldenschnitt geben, bei dem öffentliche Gläubiger betroffen sind.

Griechenland braucht viel mehr Privatisierung !

Weg mit den Beamtenfunktionären in den Staatsbetrieben. Die haben neben den übermächtigen Gewerkschaften und den unfähigen Politikern das Land zugrunde gerichtet!
Die Wirtschaft muß gewinnorientiert arbeiten. Entsprechende Sanierung und nötige Investitionen können effektiv nur aus privater Hand kommen!

Unter Wert

In der Not zu verkaufen bedeutet meist, erheblich unter Wert zu verkaufen.

Deshalb wäre es, zwar nicht für die Zocker, aber für den Rest dieser Welt besser, wenn die Griechen ihr Tafelsilber als Pfand für Kredite geben und die Politik der Gläubigerländer das akzeptieren würde.

Wie sonst sollen die Griechen noch einmal auf einen grünen Zweig kommen?
Und wie sonst sollen nicht nur die Superreichen, sondern "normale" Menschen samt Nachkommen von künftigen Gewinnen profitieren?

Die katholische Kirche macht es seit 1000 Jahren richtig: nicht VERKAUFEN, sondern - in Erbpacht - VERLEIHEN.

Aber das werden die Zocker dieser Welt auch in Griechenland nicht zulassen wollen.
So wie in Deutschland Wohnungen, Krankenhäuser, ... verscherbelt (im Neusprech: „privatisiert“) werden.

Ob "unsere" Politiker sich dagegen (noch) wehren können?
Oder wollen sie das vielleicht gar nicht (mehr)?

@maschmi78

maschmi78: "Die Staatsbahn hat NIE gewinnbringend gearbeitet, die Post war nicht mal halb so schnell und die Telekom wurde auch erst leistungsfähig, als sie es mit Konkurrenz zu tun bekam."

Sie vermischen hier einige Dinge, um die für Sie liebsamen Schlußfolgerungen ziehen zu können. Ich weiß nur nicht, ob aus Unwissenheit oder Bosheit.

Die "Staatsbahn" mag jetzt gewinnbringend arbeiten, aber auch nur weil sie den Infrastrukturauftrag sukzessive abgebaut hat - sehr zum Leidwesen der pendelnden Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Außerdem sind Züge teilweise dermaßen überstopft, das das eigentlich unsinnige Wort "Massenmenschhaltung" ne Bedeutung bekommt. Das die Post heute schneller arbeitet hat vor allen Dingen mit dem technologischen Fortschritt und der Einführung IT gestützter Prozesse (Stichwort: INA) zu tun. Dafür gibt es auf der anderen Seite Lohndumping und sinkende Arbeitsbedingungen. Und wo die Telekom leistungsfähig(er) sein soll, erschließt sich mir nicht...

Privatisierung ist richtig

Privatisierung ist richtig und kann in Griechenland 150 Milliarden Euro einbringen. 50 Milliarden wurden bereits vor einem Jahr beschlossen, aber die Umsetzung hat, wie so oft in Giechenland, noch gar nicht angefangen. Griechenland muss, um nicht dauerhaft von der Hilfe anderer abhängig zu sein, dringend und gravierend seine Produktivität erhöhen. Das geht am Besten mit Privat- und nicht Staatsunternehmen.

Es ist aus heutiger Sicht

nicht anderes als Realitätsverlust, den Schuldenschnitt zu verweigern. Das schützt die, welche darauf gezockt haben, dass das passiert, was jetzt passiert. Die gegen alle Vernunft zockenden "Investoren" werden geschützt, und die EZB hat ihnen schon ein Großteil ihrer faulen Papiere abgekauft. Das Land selbst hat von den Milliarden-Verschiebungen gar nichts. Die Privatisierung ist ein schlechter Traum. Wer kauft Staatsunternehmen, deren Markt im Sterben liegt ?
Und die Reeder und sonstige, die das Recht in Anspruch nehmen, in GR keine Steuern zu zahlen, lachen sich in's Fäustchen.

@ 10:33 — aspen

Ich würde aber behaupten, die von Ihnen konkret benannten Maßnahmen zur Steigerung der Kosteneffizienz mit der Privatisierung zu tun haben.

Schock Therapie

Privatisierung, Kürzung von Sozialleistung, Deregulierung (unkontrollierte Anhäufung von Kapital): kurz Schockstrategie. Seit Ende der 60er Jahre durchgeführt in Indonesien, Südamerika (Chile (unter Pinochet), Bolivien, Argentinien), Russland, Polen, Asien, Südafrika, USA, Grossbritannien, Irak (in Deutschland auch umgesetzt, allerding in einem grösseren Zeitraum als in den anderen Ländern (30 Jahre); bitte berichtigt mich falls ich ein Land vergessen haben sollte). Ausgedacht hat sich das ganze Milton Friedmann, ehemaliger Professor an der wirtschaftlichen Fakultät der Universität Chicago (an der u.a. Barack Obama studierte) als Gegenmodell zu dem von John Maynard Keynes. Durchgesetzt durch IWF und Weltbank. Nachzulesen bei: Die Schockstrategie, Naomi Klein New York, Toronto 2007.

@ 10:33 — aspen - Nachtrag

Lohndumping und Arbeitsbedingungen sind auch ehr das Ergenbnis der Sozialpolitik statt der Privatisierungen. Da vermischen Sie die Dinge um genehme Schlußfolgerungen zu ziehen.

-Tarantus-

In Griechenland ist Vieles schief gelaufen und muss dringend geändert werden. Dass es so nicht weitergehen kann ist klar, nur Privatisierungen sind der falsche Weg.
Natürlich kann auch ein Staat Misswirtschaft betreiben, wie in Griechenland zu sehen ist. Darum müssen diese Fehler behoben werden. Es gibt nämlich genügend Länder, wo der Staat seine Arbeit ordentlich macht und es keine Probleme gibt.

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